Dienstag, April 14, 2026
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Faktor Mensch: Plattform für Gesundheitsmanagement

Faktor Mensch: Plattform für Gesundheitsmanagement in Unternehmen

Stellen Sie sich und das Start-up Faktor Mensch doch kurz unseren Lesern vor!

Moin, ich bin Francesco Jäger, Gründer und Geschäftsführer von Faktor Mensch. Ich komme ursprünglich aus der Versicherungsbranche und habe viele Jahre als Inhaber einer Beratungsagentur, sowie einer Versicherungsmaklerei mit dem Schwerpunkt der Krankenversicherung gearbeitet. Ich wollte schon immer zwei Punkte dauerhaft verändern: Das Zwei-Klassen-Prinzip in der deutschen Krankenversicherung verändern und das langweilige Produkt „Versicherung“ erlebbar machen. 

Mit Faktor Mensch haben wir uns auf den Weg gemacht, genau diese beiden Themen dauerhaft zu verbessern und mit den Bereichen Medizin, Ernährung und Fitness zu komplementieren.

Das heißt, wir vereinen die Leistungen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung mit den Leistungen von Kooperationspartnern wie z. B. Shop Apotheke, Mister Spex, HelloBetter, Machfit und zusätzlichen Services wie Facharztterminvergabe, ärztlicher Videotelefonie, Gesundheitstelefon und Gesundheitsbox. 

Daher verstehen wir uns als Plattform für das Thema Corporate Health Management.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wie bereits erwähnt habe ich es mir zu Aufgabe gemacht, dass Zwei- Klassen- Prinzip der deutschen Krankenversicherung zu verändern und jedem Arbeitnehmer Zugang zu erstklassiger medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Im Rahmen meiner Tätigkeit als Versicherungsmakler, stieß ich hier aber immer wieder an meine Grenzen, weswegen die Gründung von Faktor Mensch ein logischer und notwendiger Schritt war, um dieses Ziel langfristig erreichen zu können. 

Das eigene Unternehmen ermöglicht mir durch personelle und strukturelle Flexibilität eine Herangehensweise, von der ich bisher nur träumen konnte. Außerdem wollte ich als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen und das umsetzen und leben, was wir unseren Kunden mit dem Faktor- Mensch- Konzept ans Herz legen.

Welche Vision steckt hinter Faktor Mensch?

Wir bauen die größte Plattform für Gesundheitsmanagement auf. Ich würde diese Vision als eine Art Sonnensystem beschreiben, welches viele verschiedene Gesundheitsleistungen vereint. Der Arbeitnehmer steht dabei als Sonne im Zentrum. In dieser Vision ist jeder Planet ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Faktor Mensch betrachtet immer den gesamten Menschen. Wir wissen aus eigener Erfahrung: umso körperlich fitter und psychisch gesünder, desto besser fühlen wir uns. Das ist ein wichtiger Aspekt, den wir dauerhaft für die Menschen verbessern und lösen werden. Ein Mensch der sich gut fühlt, ist in der Lage, den Alltag deutlich besser zu meistern, als einer bei dem das nicht der Fall ist.

Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir viele verschiedene Planeten, die um die Sonne kreisen. Somit wird das Faktor Mensch- Universum, Planeten mit unterschiedlichsten Fokusthemen vereinen und in die richtige Umlaufbahn bringen.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen, und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es, die geeigneten Gründer zu finden. Uns war Die größte Herausforderung war es, die geeigneten Gründer zu finden. Uns war wichtig, dass jeder der Gesellschafter und auch die ersten Mitarbeiter einen strategischen Mehrwert in der Positionierung am Markt mitbringen. Das Team ist für mich der wichtigste und entscheidendste Faktor zum Erfolg. Finanziert haben wir die Firma und die ersten Mitarbeiter aus eigenen Mitteln. Jetzt skalieren wir aus den laufenden Umsätzen. 

Wer ist die Zielgruppe von Faktor Mensch?

Derzeit ideal sind für uns Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern, aufgrund der schnellen Entscheidungswege und der Agilität, die diese mit sich bringen, um das Rahmenkonzept zu erstellen. Für uns ist aber jede Firma, der Gesundheitsthemen wichtig sind, interessant.

Wie funktioniert Faktor Mensch? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben dem Mehrwert für den Arbeitnehmer profitiert auch der Arbeitgeber von unserem Konzept. Es wird eine stärkere Unternehmensbindung erzeugt, was helfen wird, kompetente Mitarbeiter langfristig zu halten und sich als Arbeitgebermarke abzusetzen. Zusätzlich kann der Krankenstand durch die bessere medizinische Versorgung reduziert werden, was Kosten spart.

Gemeinsam mit unseren Partnern aus verschiedenen Kernbereichen wie etwa Ernährung, Bewegung, körperliche und geistige Medizin, sowie Versicherungen, erarbeiten wir ein Gesundheitskonzept, das sowohl den Arbeitnehmern als auch den Arbeitgebern einen starken Mehrwert gibt. 

Weitere Punkte sind: unbürokratische Abläufe, Steuer Optimierung, Briefing aller Mitarbeiter, und all das aus einer Hand. So etwas gibt es noch nicht am Markt

Faktor Mensch – wohin geht der Weg? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten in 5 Jahren eine Marke sein, an der man im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement nicht mehr vorbeikommt. Unser Fokus liegt jetzt zwar noch zu 100% auf deutschen Firmen, ich bin mir sicher, dass es in vielen anderen europäischen Ländern auch einen Markt für uns gibt. Deutschland hat schon ein sehr gutes Gesundheitssystem und der „Need“ in anderen Ländern ist deutlich höher. 

Um unsere Services leichter nutzbar zu machen, arbeiten wir derzeit an einer App, über die sowohl das Einreichen von Arztrechnungen, Terminbuchung, Leistungs- und Kontoübersicht, Verknüpfungen zu Partnern von Faktor Mensch und weiteren Möglichkeiten nutzbar gemacht werden.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

„Wer bin ich?“

Wer bin ich? Was kann ich gut? Wo sind meine Schwächen? Was ist mein Antrieb? – Diese Fragen zu ergründen und ebenso ehrlich wie hart mit sich ins Gericht zu gehen ist wichtig, umkommende Hürden und Herausforderungen meistern zu können. 

„Finde dein Team.“ 

Im Team muss nicht jede Person für die Firma agieren. Es geht auch um die Berater des Gründers, also Mentoren, Eltern, Investoren, andere Unternehmer im Freundeskreis usw. Diese Personen geben einem Gründer weitere Blickwinkel, schützen einen womöglich vor unnötigen Fehlern und gleichen die eigenen Schwächen aus. 

„Vertraue deinem Bauchgefühl.“ Ich denke, das spricht für sich. 

Fotograf: Robin Schmiedebach

Wir bedanken uns bei Francesco Jäger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Faktor Mensch

Kontakt:

Faktor Mensch GmbH
Fuhlsbüttler Straße 257
D-22307 Hamburg

faktor-mensch.eu
info@faktor-mensch.eu

Ansprechpartner: Francesco Jäger

Social Media:
LinkedIn

Geht lieber kleine Schritte und baut keine Luftschlösser

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Janado Go-To-Plattform gebrauchte wiederaufbereitete Elektronikartikel

Janado Go-To-Plattform für gebrauchte und wiederaufbereitete Elektronikartikel

Stellen Sie sich und Janado doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Jan Rubinski und ich bin der Gründer und CEO von Janado, einer Go-To-Plattform für gebrauchte und wiederaufbereitete Elektronikartikel. Unsere Kund:innen können in unserem Online-Shop qualitätsvolle Premium Consumer Electronics zu einem sehr guten Preis einkaufen. Unser Ziel ist es, das Image von Gebraucht- und B-Ware durch Top-Qualität, umfangreiche Services und einer ansprechenden Webseite auf ein neues Level zu heben.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Schon bevor ich Janado gegründet habe, war ich jahrelang in der Mobilfunkbranche tätig. Dabei sind mir vor allem die extrem langen Transportwege aufgefallen, die bei der Lieferung, bei Reparaturen sowie bei Rücksendungen zurückgelegt werden müssen. Viele unserer Geräte kamen aus Asien und wurden nach Gebrauch der Geräte auch wieder dahin zurückgeschickt, um da weiterverkauft zu werden. Da dachte ich, dass es doch eine umweltfreundlichere Alternative zu dem Vorgehen geben muss, um diese Marktlücke zu schließen: Bei Janado versuchen wir weitestgehend unsere Geräte lokal zu beziehen, wir bereiten sie hier in Deutschland wieder auf und versenden sie dann an die Kund:innen. Mein Ziel vor sechs Jahren war es, Gebrauchtwaren und B-Ware einen höheren Stellenwert zuzuschreiben – so, wie es aktuell der Fall ist. 

Welche Vision steckt hinter Janado?

Wir wollen die Kreislaufwirtschaft voranbringen: Zwei Jahre alte Smartphones gehören weder in die Schublade noch in die Mülltonne. Viele der weggeworfenen oder herumliegenden Geräte sind noch voll funktionsfähig – der Grund, warum sich viele Nutzer:innen trotzdem neue Handys kaufen, ist schlichtweg der, dass es wieder ein neues Modell auf dem Markt gibt. Wir wollen den Menschen zeigen, dass Gebraucht- und B-Ware genauso gut sein kann wie die neuesten Modelle. Unsere Intention ist es, Nachhaltigkeit cool und attraktiv für jeden zu machen – und das nicht nur mit günstigen Preisen, sondern mit einer neuwertigen Qualität und profitablen Dienstleistungen. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Wir sind ein inhabergeführtes Unternehmen und finanzieren uns komplett selbst, ohne die Unterstützung von Investoren. Uns ist es wichtig, dass alle in unserem Team zu 100 Prozent hinter der Marke und der Vision von Janado stehen. 

Eine große Herausforderung ist das Refurbishing selbst, denn die Hersteller machen es immer schwieriger, gebrauchte Geräte aufzubereiten und defekte Einzelteile zu ersetzen. Beispielsweise ist es sehr kompliziert, die fest eingebauten Akkus auszutauschen – früher konnten sogar die Nutzer:innen selbst einfach einen neuen Akku kaufen und einsetzen. 

Wer ist die Zielgruppe von Janado?

Bei uns kann und soll jede:r einkaufen, die/der gerade auf der Suche nach einem neuen Smartphone oder Tablet ist.

Was macht Janado? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei Janado verkaufen wir hochwertig aufbereitete, gebrauchte Technikware sowie B-Ware weiter. Die angebotenen Produkte werden im Vorfeld auf einen technisch einwandfreien Zustand geprüft, gereinigt und bei Bedarf in einem komplexen, detailgenauen Prozess aufbereitet. Auf die Weise können wir unseren Käufer:innen neuwertige Geräte bis zu 70 Prozent günstiger anbieten als die Neuware.

Viele denken, dass die gesamte Refurbishing-Branche komplett grün ist – dem ist aber nicht so. Wir wollen dem Greenwashing in der Branche ein Ende setzen. Oft werden die gebrauchten Geräte aus Asien oder den USA nach Europa gebracht, was bedeutet, dass die meisten Geräte einen weiten Weg zurücklegen und wieder für einen erheblichen CO₂-Ausstoß verantwortlich sind. Wir beziehen die meisten unserer Geräte aus der EU und sind quasi ein regionaler Anbieter. Beim Kauf unserer Geräte können im Vergleich zu einem fabrikneuen Gerät bis zu 70 kg CO₂-Emissionen eingespart werden.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Während der Coronapandemie kam es an verschiedenen Stellen zu Lieferengpässen, besonders der Chipmangel stellt die Elektronikbranche vor große Herausforderungen, weil viele Technikgeräte wie Smartphones nicht ohne Chips auskommen. Die Lösung darauf ist die Kreislaufwirtschaft: Wenn wir alte Geräte und Ersatzteile wiederverwenden, kommt es zu keinen Engpässen. Durch die Aufbereitung von Gebrauchtwaren in unseren eigenen Werkstätten können wir unseren Kund:innen permanent neuwertige Produkte anbieten und sind nicht von Lieferanten abhängig.

Gleichzeitig können wir uns vorstellen, dass mit dem Ende der Coronamaßnahmen, für viele Endgeräte, die im Homeoffice oder im Homeschooling benutzt wurden, keine Verwendung mehr gefunden wird – oder viele der Geräte auch schon nicht mehr den Anforderungen der Mitarbeiter:innen und Schüler.innen entsprechen. Hier könnten wir beispielsweise Abhilfe leisten, indem wir die alten Smartphones und Tablets aufbereiten und neue Abnehmer:innen finden. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir streben das Ziel an, nicht nur mehr Endkonsument:innen, sondern auch mehr Unternehmen von Janado zu überzeugen. In den großen Firmen liegen vermutlich tausende, gebrauchte Diensthandys und Tablets herum, für die die Unternehmen keine Verwendung mehr finden. Statt diese in irgendwelchen Lagerräumen verstauben zu lassen, könnten sie diese an uns geben, wir bereiten sie auf und verkaufen sie weiter – das würde einerseits Janado helfen, zu wachsen, andererseits könnte das in die CSR-Strategien der Unternehmen einspielen. 

Wir wollen in den nächsten fünf Jahren unseren Kundenstamm vergrößern, neue Kooperationen eingehen und unser Produktangebot erweitern, um den Bedürfnissen unserer Kund:innen langfristig gerecht zu werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Geht lieber kleine Schritte und baut keine Luftschlösser: Legt lieber kurze Sprints zurück und errichtet Ziegelstein für Ziegelstein ein solides Fundament.
Das Team ist der Schlüssel: Nur mit einem guten Team, das die Werte des Unternehmens widerspiegelt, erreicht ihr eure gesetzten Ziele.
Probleme gehören dazu: Als Gründer:innen werdet ihr euch früher oder später gewissen Hürden stellen müssen. Dabei gilt es, sich nicht vom Weg abbringen zu lassen, sondern immer das Ziel im Auge zu behalten.    

Wir bedanken uns bei Jan Rubinski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Durchhalten und geduldig sein für die ersten 5 Jahre

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vereinsplaner 2 minuten 2 millionen

Lukas Krainz Gründer Vereinsplaner, digitaler Helfer in der Verwaltung für den Vereinsvorstand mit mobiler App für die Mitglieder, war in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Vereinsplaner doch kurz vor!

Mein Name ist Lukas Krainz und ich bin einer der beiden Gründer hinter Vereinsplaner. Ich leite dabei vor allem die Markeitng- & Salesagenden beim Vereinsplaner. Dazu gehören neben unserer Kernsoftware, dem Vereinsplaner“ auch das Vereinshandbuch und der Muster-Dokumentenbereich für Vereine. Der Vereinsplaner selbst ist ein digitaler Helfer in der Verwaltung für den Vereinsvorstand mit mobiler App für die Mitglieder. Mitglieder werden dadurch wieder zentral ins Vereinsgeschehen eingebunden und können mit Vereinsplaner ihren Verein aktiv mitgestalten. Vorstände können sämtliche Bereiche im Verein, von Terminen, über Mitglieder bis hin zu Finanzen digital verwalten und sparen sich so enorme Zeit bei gleichzeitig steigender Datenqualität. 

Wie ist die Idee zu Vereinsplaner entstanden?

Entstanden ist der Vereinsplaner aus einem eigenen Need, bei den eigenen Vereinen heraus. Mein Co-Founder und technischer Geschäftsführer Mathias Maier hat 2016 (neben dem Studium) den Vereinsplaner für seine Landjugend und Feuerwehr entwickelt. Das kam so gut an, dass er die App öffentlich stellte und schnell viele Nachbarvereine drauf aufsprangen. Ende 2017 habe ich Mathias kennengerlernt und bin dann Schritt für Schritt als Marketing-Lead und wirtschaftlicher GF dazu gestoßen.

Welche Vision steckt hinter Vereinsplaner?

Der Vereinsplaner ist ein Baustein einer großen Plattform, wo wir neben dem Vereinsplaner als Productivity-Tool auch bereits einen Wissensbereich und Muster-Dokumentenbereich (Rechtsdokumente von einem Anwalt aufbereitet) für Vereine aufgebaut haben. Viele 10.000 Vorstände/Funktionäre lesen und nutzen unsere Blogbeiträge jährlich. Hier sehen wir auch ganz klar unsere Mission: Vereinen das Leben in vielen Bereichen zu erleichtern und dabei eine zentrale Plattform aufzubauen. Ein weiterer Bereich ist der Verbandsplaner, wo wir auch Verbänden zukünftig eine Software zuer Verwaltung zur Verfügung stellen wollen. Und nicht zuletzt eine Matchingplattform (Vereinskaufhaus), wo wir Vereine und Firmen mit vereinsnahen Dienstleistungen (Zeltverleih, Caterer, Getränkelieferant, …) zusammen bringen. Wir befinden uns im Vereinswesen in einer Nische, die derzeit noch kaum digital ist und deswegen gibt es ein sehr großes Potenzial nach oben.

Wer ist die Zielgruppe von Vereinsplaner?

Die primäre Zielgruppe sind, wie der Name schon sagt, Vereine. Das reicht von Feuerwehren, über Musikkapellen bis hin zu Sport- & freizeitverienen. Sprich überall dort, wo viele Menschen regelmäßig zusammen kommen und ein gemeisnames Interesse verfolgen. Insgesamt gibt es im D-A-CH-Raum 800.000 Vereine und 20.000 Verbände (in Europa sind es 6 Mio Vereine).

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Wir hatten schon des öfteren überlegt uns bei 2Min2Mio zu bewerben – der Zeitpunkt hat aber nie wirklich gepasst. Wir sind heuer (2022) mit unserer neuen Version 2 des Vereinsplaners live, die wir unbedingt einer breiten Zusehereschaft zeigen wollten. Deswegen haben wir uns beworben und Gott sei dank, hat es auch gleich beim ersten mal geklappt. Wir freuen uns sehr auf die Ausstrahlung am 15.03. um 20:15 Uhr auf Puls4.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben unsern Pitch gefühlt 100te mal wiederholt. Bis alles gesessen hat. Dabei haben uns Mentoren aus der Linzer Startupszene unterstützt, um unsere Message auf 2 Minuten zu reduzieren. Das ist gar nicht so einfach, wie es klingt 😉 Vor der Ausstrahlung haben wir natürlich jetzt noch die Webseite auf vordermann gebracht und letzte wichitge Features ins Tool programmiert.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir sind wirklich sehr dankbar es in die Show geschafft zu haben. Das hat uns auch in der Vorbereitung als gesamtes Team sehr motiviert – es ist ein großes Ziel auf das wir gemeinsam hingearbeitet haben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Vereinsplaner aufmerksam werden?

Ein Auftritt wie dieser, kann für Startups ein richtiger Wachstumsboost sein. Wir haben mit dem Vereinswesen ein Thema, das Millionen von Menschen, die in einem Verein in Österreich sind, beschäftigt. Daher hoffen wir auf großen Zuspruch durch die Ausstrahlung. Viele Medenvertreter haben sich schon im Vorfeld bei uns gelmeldet, weil das Thema super spannend für eine große Schicht der Bevölkerung ist. Was die Ausstrahlung wirklich bringt wird sich zeigen – wir hoffen natürlich die Server bleiben stabil

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Felix Ohswald, der Gründer von GoStudent, der selbst vor 4 Jahren bei 2Min2Mio war und seitdem einen enormen Wachstumskurs hingelegt hat.

Vereinsplaner, wo geht der Weg hin?

Derzeit arbeiten wir intensivst an einem großen Feature in der Mitgliederverwaltung, das für unsere Software ein Gamechanger sein könnte. Damit wollen wir dann im Eiltempo auch auf dem deutschen Markt flächendeckent Fuß fassen. Wir stehen jetzt bei knapp 4.500 Vereine, die einen unserer Services nutzen. Ende nächsten Jahres sollen es 20.000 sein.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir mit dem Vereinsplaner und den Komplimentärprodukten (Verbandsplaner, Vereinskaufhaus & Vereinshandbuch) Marktführer im gesamten deutschsprachigen Raum sein. Das ist ein weiter Weg und um das zu erreichen, müssen wir jeden Tag Vollgas geben. Wir leben unser Produkt und wir haben ein richtig starkes 6-köpfiges Team. Daher ist alles möglich.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.) Die privaten Lebenskosten auf ein Minimum runterfahren

2.) Durchhalten und geduldig sein für die ersten 5 Jahre, dabei aber jeden! Tag Vollgas geben

3.) Das machen wofür man 100% brennt

Wir bedanken uns bei Lukas Krainz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gut zuhören und gut weghören

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Aeditive Factory Berlin Community

Das Startup Aeditive ist Teil der Factory Berlin Community: In diesem Interview erzählt der Gründer Alexander Türk mehr über sich und sein Unternehmen

Stellen Sie sich kurz unseren Leser:innen vor!

Ich bin ein technologiebegeisterter Mensch, habe Mathematik studiert und dann einige Jahre als Strategieberater für große Tech-Unternehmen gearbeitet. 2019 habe ich mit Hendrik Lindemann, Roman Gerbers und Niklas Nolte Aeditive gestartet.

Stellen Sie uns das Startup Aeditive doch kurz vor!

Aeditive entwickelt 3D-Druck-Technologie für die Bauindustrie, konkret für den Betonbau. Beton als “flüssiger Stein” ist nach wie vor das am meisten verwendete Baumaterial auf diesem Planeten. Wir kombinieren Maschinenbau, Softwareentwicklung, Architektur und Betonchemie unter einem Dach. Unser Team besteht zurzeit aus etwas mehr als 20 Personen. 

Welche Vision steckt hinter Aeditive?

Die noch größtenteils händischen und komplexen Prozesse zu automatisieren und vereinfachen. Damit die Arbeitsplätze im Betonbau sicherer und attraktiver zu machen. Letztlich können wir durch den 3D-Druck Beton einsparen und machen den Bau so auf einfache Weise nachhaltiger. Man darf nicht vergessen, dass Zement für rund 8 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich ist.

Wer ist die Zielgruppe?

Beton wird direkt auf den Baustellen und in sogenannten Fertigteilwerken verwendet. Wir sehen einen großen Trend zur Vorfertigung und fokussieren uns aktuell ganz auf diese Fertigteilwerke im deutschsprachigen Raum.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Ihnen aus?

Kein Tag ist wie der andere. Ich arbeite ein bis zwei Tage pro Woche aus unserem Teamraum in der Factory Hammerbrooklyn. Weitere zwei Tage bin ich an unserem Entwicklungsstandort am Hamburger Stadtrand in Norderstedt. Dazu kommen Reisen zu Kund:innen und Lieferant:innen. Ich versuche meine Tage so zu strukturieren, dass ich maximal die Hälfte der Zeit in Meetings verbringe und die andere Hälfte für fokussiertes Arbeiten und ad-hoc Themen verfügbar habe. Letztere gibt es im Startup-Leben ja naturgemäß viele.

Warum haben Sie sich entschieden, Teil der Factory Hammerbrooklyn Community zu werden? 

Wir betreiben unseren Entwicklungsstandort in Norderstedt, da wir von Beginn an große Flächen zum Aufbau unserer 3D-Druckanlage benötigten. Dieser Standort liegt in einem eher industriellen Umfeld. Uns ist aber auch wichtig, dass wir Kontakt zu anderen Startups haben und uns austauschen können. Die meisten Herausforderungen bei einer Gründung hat ja schonmal jemand gelöst, da hilft ein starkes Netzwerk, das man in der Factory Hammerbrooklyn findet.

Können Sie uns ein paar Worte zur Factory Hammerbrooklyn sagen, und inwiefern hat sie Ihren Weg beeinflusst?

Die Factory Hammerbrooklyn ist für mich ein Ort, an dem ich mich mit anderen Gründern und Gründerinnen offen austauschen kann. Selten gehe ich abends ohne eine neue Idee nach Hause. Ich bekomme neue Impulse, die ich dann wieder für Aeditive nutzen kann. Beliebte Orte für das Community-Leben sind die Kaffeeküche oder auch die vielen Außenbereiche mit Blick auf die Elbe.

Wie kann so eine Community und ein Netzwerk Startups in der Anfangsphase unterstützen?

Der Austausch von Erfahrungen kann helfen, die “üblichen” Fehler zu vermeiden. Außerdem hilft ein großes Netzwerk dabei, Dinge schnell ausprobieren und umsetzen zu können. Auch finde ich es gut, Sparringpartner:innen aus verschiedenen Disziplinen zu haben – man kocht sonst doch leicht im eigenen Saft und schaut nicht mehr nach rechts und links.

Wo sehen Sie sich und Ihr Startup in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist unsere Technologie der neue Industriestandard im Betonbau. Außerdem werden wir nicht nur in Deutschland, sondern im europäischen Ausland und darüber hinaus anzutreffen sein. Das ist für ein Hardware-Startup einfach gesagt, aber erfordert sorgsame Planung. Schließlich müssen wir unsere Anlagen auch Service-seitig bedienen können.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben? 

Möglichst viele Menschen von der eigenen Idee zu begeistern – dann gibt es Unterstützung aus jeder Richtung, manchmal auch erst nach einiger Zeit.

Gut zuzuhören und gut wegzuhören: Gut zuhören, bspw. wenn es um den Product Market Fit geht; Gut weghören, wenn jemand es zu gut meint oder zu skeptisch ist.

Durchhalten, wenn es mal zäh ist!

Wir bedanken uns bei Alexander Türk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie sehen die Bedürfnisse der Kunden aus

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Necara saas.do no-code

Necara: No-Code Plattform saas.do für Unternehmen, um Prozesse einfach und schnell zu digitalisieren

Stellen Sie sich und das Startup Necara doch kurz unseren Lesern vor!

Necara ist ein junges Softwareunternehmen aus dem rheinhessischen Ingelheim und betreibt die No-Code-Plattform saas.do. Das ist eine Entwicklungsumgebung für Unternehmen, die damit ihre Prozesse einfach und schnell digitalisieren können.

Torben Daudistel und ich, Thorsten Winternheimer, sind Gründer und Geschäftsführer der Firma. Wir wollen unsere Plattform immer weiter verbessern und damit möglichst viele Unternehmen unterstützen, effizienter und innovativer zu werden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Torben und ich hatten schon immer eigene Unternehmen. So richtig entschieden haben wir uns nie dafür. Wir machen das einfach, weil es gut ist.

Welche Vision steckt hinter saas.do?

Ideas to Software. Mit unserer Plattform kann man seine Ideen in unglaublich kurzer Zeit in Software gießen und sofort produktiv damit arbeiten. Es muss nicht mehr sein, dass das nur mit langwieriger Programmierung durch schwer verfügbare Fachkräfte möglich ist. Man kann es auch einfach selbst machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Saas.do schwebte uns schon lange in unseren Köpfen vor. Wir haben also schon vor der eigentlichen Unternehmensgründung aktiv daran gearbeitet. Da wir uns immer an den Bedürfnissen der Kunden orientieren, haben wir schon nach kurzer Zeit einige davon für uns gewinnen können. Wir finanzieren uns von Beginn an nach dem “Software-as-a-Service”-Modell. Das heißt Firmen bezahlen für die Nutzung unserer Plattform und für unsere Unterstützung dabei.

Herausforderungen gibt es manchmal, wenn bei der Einführung der Plattform in Unternehmen eine gewisse Skepsis von der IT-Abteilung ausgeht. Sobald aber deutlich wird, was man mit saas.do alles machen kann, legt sich das wieder. Informatiker müssen sich dann weniger um die IT-Probleme ihrer Kollegen in den Fachabteilungen kümmern. Das ist für alle ein Gewinn.

Wer ist die Zielgruppe von saas.do?

Das sind vor allem mittelständische und große Unternehmen, die das Potential von No-Code erkennen und aktiv für ihre Abläufe und ihr Geschäft umsetzen wollen.

Wie funktioniert saas.do? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Saas.do befähigt in Unternehmen auch IT-fremde Angestellte dazu, unkompliziert Software zu entwickeln. Die Benutzeroberfläche erlaubt es, grafische Elemente per Drag-and-Drop zu individuellen Anwendungen zusammenzusetzen. Im Hintergrund werden dabei vorgefertigte und bereits getestete Codebausteine kombiniert. Im Vergleich zu herkömmlicher Programmierung entspricht das einer bis zu zehnmal schnelleren Entwicklung. Ein besonders wichtiger Vorteil ist auch, dass fachliches Personal an der digitalen Prozessoptimierung in hohem Maße beteiligt wird. Dadurch werden Unternehmen agiler und innovativer.

Anders als bei anderen Anbietern ist unsere Plattform nicht auf bestimmte Branchen oder Unternehmensbereiche beschränkt und ist daher sehr flexibel einsetzbar. Außerdem hat saas.do besondere Fähigkeiten als Middleware. Man kann sich das als eine Art Vermittler zwischen verschiedenen – auch fremden – Anwendungen vorstellen, die somit leichter miteinander kommunizieren können.

Necara, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind bereits recht stark im Automotive-Bereich vertreten. In den kommenden Jahren werden wir uns in weiteren Branchen als führende professionelle No-Code-Plattform breit machen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ganz wichtig: Denkt zuerst an die Kunden. Wie sehen ihre Bedürfnisse aus? Wo brauchen sie Unterstützung? Wie könnte sich das zukünftig entwickeln? Wenn man das bestenfalls schon vor ihnen erkennt, ist eine starke Kundenbindung sicher.

Seid agil. Die Zeiten starrer Geschäftsmodelle sind so gut wie vorbei. Die Marktbedingungen können sich jederzeit kurzfristig ändern. Wenn es dazu kommt, profitieren vor allem die anpassungsfähigsten Firmen. Übrigens: agil bedeutet nicht unstrukturiert, sondern dass die Organisationsstrukturen Spielraum für Veränderung haben. Das ist wichtig zu unterscheiden.

Die passende Software macht’s! Ohne geht es mittlerweile kaum mehr. Im Optimalfall ist sie auch genau auf das Geschäftsmodell zugeschnitten und lässt sich bei Bedarf leicht anpassen. So kann auf lange Sicht besonders bei wachstumsorientierten Firmen eine Vielzahl von Prozessen effizienter gestaltet werden – eine wichtige Grundlage für den Unternehmenserfolg.

Wir bedanken uns bei Thorsten Winternheimer  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie sich das Start-up Nyxoah in der MedTech-Branche etabliert hat

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Nyxoah Genio-System

Weltweit leiden rund 936 Millionen Menschen zwischen 30 und 69 Jahren an obstruktiver Schlafapnoe, kurz OSA. Es ist die häufigste schlafbezogene Atmungsstörung, die mit erhöhten Mortalitätsrisiken und schweren Begleiterkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. Mit der Mission, OSA-Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und ihre Gesundheit und Lebensqualität wiederherzustellen, wurde 2009 Nyxoah gegründet. Hierbei handelt es sich um ein MedTech-Unternehmen, das sich seitdem auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe konzentriert.

Seit 2019 vertreibt Nyxoah in Europa eine einzigartige Neurostimulationslösung, das Genio-System.

Neue Wege gehen

Mit zunehmendem Alter schnarcht fast jeder zweite Erwachsene. Schuld an den nächtlichen Geräuschen ist die Halsmuskulatur, die sich im Schlaf entspannt. Doch in manchen Fällen können Betroffene schwer erkranken – vor allem, wenn die Atmung aussetzt. Als Behandlungsmethode für Patienten mit OSA ist seit Langem das Tragen einer Maske, einer Art medizinischen Mini-Beatmungsgeräts, die gängigste Lösung. Für viele Betroffene ist diese Therapieform jedoch sehr unangenehm in der Anwendung, weshalb etwa zehn Prozent der Patienten sie ablehnen und weitere 50 Prozent nach einiger Zeit ganz darauf verzichten. Nyxoah hat sich daher der Herausforderung gestellt, eine alternative Behandlungsmethode auf den Markt zu bringen. Das aus internationalen Experten bestehende Team des Unternehmens entwickelte den weltweit ersten Neurostimulator ohne Batterie oder Kabel für die Behandlung von mittelschwerer bis schwerer OSA, der mit nur einem einzelnen Schnitt implantiert wird. 

Innovative Lösung

Das miniaturisierte Implantat wird im Kinnbereich implantiert und stimuliert den primären Zungennerv. Bei dessen nächtlicher Stimulation löst das Genio-System eine sanfte Vorwärtsbewegung der Zunge aus und hält so die Atemwege offen. Betroffene kleben vor dem Schlafengehen den Aktivierungschip, der die Batterie und das „Gehirn“ des Systems enthält, unter das Kinn. Im Schlaf beginnt die Stimulation. Am Morgen entfernt der Patient den Aktivierungschip und lädt ihn für die nächste Nacht wieder auf.

Von der Idee zum Erfolg

Bei der Entwicklung dieses neuen Genio-Systems setzten die Experten auf ein völlig neuartiges Neuroimplantat. Im Vergleich zu bestehenden Produkten ist Nyxoah weniger invasiv. Die Behandlung erfordert nur einen einzigen Schnitt, um das Implantat unterhalb des Kinns des Patienten zu platzieren. Darüber hinaus bleiben die gesamte Genio-Software und Batterien außerhalb des Patienten. Bei einem Software-Update oder einem Batteriewechsel sind somit keine weiteren Eingriffe erforderlich. 

Doch wie so oft im Leben ist eine gute Idee allein kein Garant für Erfolg – ​​insbesondere auf einem Markt mit stark gestiegenem Wettbewerbs- und Kostendruck. Die Medizintechnikbranche sieht sich aufgrund strengerer regulatorischer Anforderungen und neuer Möglichkeiten durch die Digitalisierung inmitten eines tiefgreifenden Veränderungsprozesses. Neben der finanziellen Unterstützung durch private High-End-Investoren hat sich Nyxoah mit internationalen Meinungsführern in den Bereichen HNO und Schlaf zusammengeschlossen, um das Genio-System zu entwickeln. Sie wurden bei jedem Schritt der Technologieentwicklung konsultiert. Wegweisend in der Unternehmensetablierung war auch, dass Nyxoah ein umfangreiches klinisches Programm initiierte, an dem Ärzte und Krankenhäuser aus der ganzen Welt teilnahmen. Starke klinische Ergebnisse aus der sogenannten BLAST-OSA-Studie bestätigten die Sicherheit und Wirksamkeit des Produkts, das im März 2019 die CE-Zulassung erhielt. Seitdem wird das Implantat in Deutschland, der Schweiz und Spanien vermarktet und von den jeweiligen Gesundheitssystemen erstattet. Weitere Länder wie Belgien, Frankreich und die Niederlande dürften folgen. 

Nächstes Ziel: Marktführer

Bis heute arbeiten mehr als 110 Mitarbeiter weltweit für das Unternehmen. Nyxoah schloss erfolgreich zwei Börsengänge in weniger als 12 Monaten ab, wobei das Unternehmen erstmals im September 2020 an der Euronext notiert wurde, gefolgt von einem zweiten Börsengang an der Nasdaq im Juli 2021. Nyxoah wächst weiter, zieht neue Talente in die Organisation und erweitert seine Produktionskapazität mit einer zweiten Produktionsstätte in Lüttich, Belgien.

Mit innovativen Technologien erweitert das Team von Nyxoah die Behandlungsoptionen für Schlafmediziner und OSA-Patienten. Dabei wurde der kommerzielle Erfolg dahingehend definiert, die Therapiedurchdringung zu steigern und Marktführer in Deutschland, dem größten europäischen Markt, zu werden. Um dieses Ziel zu unterstützen, werden daher aktuell das Vertriebsteam sowie umfangreiche digitale Marketingprogramme ausgebaut. Der nächste Schritt in der Expansion wird darin bestehen, die US-amerikanische FDA-Zulassung zu erhalten und die Kommerzialisierung in den USA einzuleiten. Nyxoah führt zu diesem Zweck derzeit die zulassungsrelevante DREAM-Studie durch. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in die Aufrechterhaltung seiner innovativen Führungsposition, indem es in die klinische Forschung investiert, um die Indikationen für das Genio-System auszuweiten. 

Die exklusive Partnerschaft mit der renommierten Vanderbilt University in den Vereinigten Staaten stellt darüber hinaus die Weichen dafür, dass Nyxoah an einem weiteren revolutionären Neurostimulationsansatz zur Behandlung von OSA arbeiten kann. Das Unternehmen ebnet den Weg für einen Paradigmenwechsel in der OSA-Therapie und geht weiter auf unerfüllte Bedürfnisse von Millionen von Betroffenen ein.

Autor

Olivier Taelman kam 2019 zu Nyxoah und wurde im selben Jahr zum CEO ernannt. Er verfügt über mehr als 17 Jahre Erfahrung in der Neurostimulation in globalen Unternehmen wie Medtronic und Nevro.

Bildquelle Nyxoah

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid stets kundenorientiert.

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feniska stealth mode 2021

Das Startup Feniska war Teil des Stealth Mode Förderprogrammes 2021 und ist jetzt ein Alumni-Startup: In diesem Interview erzählt die Gründerin Sonita Soth mehr über sich und ihr Unternehmen

Stell dich und dein Startup doch kurz unseren Leser:innen vor! 

Ich bin Sonita, 30 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem Schwabenland. Nach Berlin bin ich 2019 gezogen, um mein eigenes Startup zu gründen. Seit 2020 bin ich die Gründerin von Feniska und verantworte dort die Produktentwicklung.

Feniska entwickelt IoT (Smart Home) Produkte für Hunde und Katzen, die den Besitzern Einblicke in die Gesunheit der Tiere gewähren. Wir sind inzwischen ein fünfköpfiges Team. Meine Mitgründerin Ropafadzo Murombo lernte ich bei meinem ehemaligen Arbeitgeber SAP kennen. Wir entdeckten schnell unser gemeinsames Interesse für die Themen Unternehmertum, Frauen in der Tech-Branche und Haustiere. Das alles vereinen wir jetzt in unserer eigenen Firma. 

Warum hast du dich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Die Idee für Feniska entstand aus meiner eigenen Not heraus. Ich bin selbst Katzenmama und musste immer akribisch die Gesundheitsdaten von meinem Kater dokumentieren. Mein Kater Django leidet an einer chronischen Blasenentzündung und Struvitsteinen, daher ist es für mich sehr wichtig sein Gewicht, seine Tages- und Schlafrhythmen sowie Toilettengänge im Blick zu behalten, damit ich schnell reagieren kann, wenn sein Gesundheitszustand sich verschlechtert. Unser Produkt trackt automatisiert genau diese Daten und analysiert sie zusätzlich. Die Haustierbesitzer:innen wird zudem noch über Anomalien informiert. 

Haustiere haben in unserer Gesellschaft den gleichen Stellenwert wie Familienmitglieder. Nachdem ich also bei anderen Hunde- und Katzenbesitzer:innen das Bedürfnis gesehen habe, die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Tiere besser zu verstehen, habe ich mich entschlossen Feniska zu gründen.

Was war bei der Gründung von Feniska die größte Herausforderung?

Da meine Mitgründerin Ropa keine EU-Bürgerin ist, hatten wir nicht nur mit der “gängigen” Gründungs-Bürokratie zu kämpfen, sondern mussten uns auch mit dem Thema Visum und der Ausländerbehörde rumschlagen. Das hat uns sehr viel Zeit und Energie gekostet, alles ins Rolle bringen, bis wir dann tatsächlich die Firma gründen konnten.

Die zweite Herausforderung war für uns das Thema Fundraising. Wir bewegen uns im Hardware und Deep-Tech Bereich, hier ist es leider noch sehr unüblich, auf ein reines Gründerinnen-Team zu stoßen. Es kommt auch hinzu, dass das Netzwerk und die Kontakte, die man hat, beim Fundraising wesentlich sind. Das Stealth Mode Programm hat uns hierbei sehr gut unterstützt und uns PR und Netzwerk zur Verfügung gestellt und Türen geöffnet.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, definitiv! Gemäß dem Motto “Done is better than perfect”.

Welche Vision steckt hinter Feniska?

Wir helfen Haustierbesitzern dabei, die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Haustiere zu verbessern, indem wir intuitive und smarte Produkte für die Haustiergesundheit entwickeln.

Wer ist die Zielgruppe? 

Hunde- und Katzeneltern.

Was unterscheidet Feniska von anderen Anbieter:innen auf dem Markt?

Unsere Produkte haben das Ziel, die Gesundheit der Haustiere zu fördern und sind in einem Smart Home Konzept integriert. Das erleichtert und automatisiert das Sammeln von wichtigen Daten und ermöglicht uns, dies in einem nichtinvasiven Kontext zu tun. 

Warum hast du dich für das Stealth Mode Förderprogramm beworben? 

Das Stealth Mode Programm der Factory Berlin war genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. Die Mentor:innen und  Workshops zum Thema Fundraising und Pitching waren sehr hilfreich. Zudem bietet die Factory Berlin ein riesiges Netzwerk an und hat selber eine große Community und Community Spaces. Unterstützt wurde das Programm zudem durch Henkel dx und Google for Startups.

Wie ging es nach dem Stealth Mode Förderprogramm weiter?

Nach Stealth Mode haben wir uns weiter auf die Produktentwicklung fokussiert, eine Beta-Version unserer Feniska App gelauncht und uns ins Fundraising gestürzt. Wir haben inzwischen unsere Pre-Seed Runde im sechsstelligen Bereich eingesammelt und können dieses Jahr endlich unsere Feniska Base auf den Markt bringen. Zu unseren Investor:innen gehören unter anderem das Familienunternehmen LAT aus Berlin und weitere Business Angels aus den Branchen IoT, Mobilfunk, Gesundheit und Fitness. 

Inwieweit hat dich das Programm in deiner Entwicklung weitergebracht?

Wenn man zum ersten Mal gründet, fehlt es einem an Erfahrung. Daher sind ein Netzwerk und Mentor:innen, die einen begleiten und die Erfahrungen mit dir teilen, essenziell. Das Stealth Mode Programm hat mich dabei sehr unterstützt. 

Hast du Veränderungen an deinem Startup vorgenommen?

Wir haben gelernt schneller zu iterieren und haben kurz nach dem Programm unsere App auf den Markt gebracht. Wir haben auch OKR’s bei uns eingeführt und arbeiten seit dem Stealth Mode Programm danach.

Würdest du anderen Gründer:innen die Teilnahme empfehlen?

Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung Stealth Mode nur weiterempfehlen. Es ist ein sehr besonderes Programm mit Fokus auf weibliche, non-binäre und unterrepräsentierte Gründer:innen. Die Unterstützung der Factory Berlin hört nach dem Programm aber nicht auf. Wir sind sehr dankbar für den kontinuierlichen Support!

Wo siehst du dich und dein Startup in fünf Jahren? 

Wir hoffen, dass wir in 5 Jahren unserem Ziel ein großes Stück näher gekommen sind und Haustierkrankheiten frühzeitig erkennen und bei der Prävention dieser Krankheiten unterstützen können. 

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Ich denke, dass es eine grundlegende Regel gibt, die ich allen angehenden Gründer:innen ans Herz legen möchte: Seid stets kundenorientiert. Behauptet es nicht nur, lebt diesen Wert und habt bei wichtigen Entscheidungen immer den Nutzen und das Wohl eurer Kund:innen im Sinn.

Wir bedanken uns bei Sonita Soth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bewahrt Euch den Optimismus und die Vision

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sparkfield core Krafttraining

Sparkfield Core – bietet ein effizientes Premium-Krafttraining für den ganzen Körper

Stellen Sie sich und das Startup Sparkfield doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Amos Albert. Ich bin einer der beiden Geschäftsführer von Sparkfield. Wir möchten das qualifizierte Krafttraining neu definieren und einer größeren Personengruppe zugänglich machen: Effizient, sicher und nachhaltig motivierend.

Unser Produkt „Sparkfield Core“ ist ein Krafttrainingsgerät.

Das arbeitet so ähnlich wie ein kollaborierender Roboter – gemeinsam mit dem Trainierenden.

Zur Funktion:

Unsere Software stellt über Elektromotoren die Bewegung und Trainingswiderstände individuell ein. Der Nutzer kann aus einer Vielzahl von anerkannten Kraftübungen für alle Muskelgruppen auswählen – und das ganz einfach per Touchdisplay. Außerdem sind die modernsten Trainingsmethoden verfügbar.

Sparkfield Core gibt auch Live-Hinweise zur Übungsausführung. Und mit spielerischen Elementen, Fortschrittanzeigen und vernetzten Funktionen sorgen wir für eine nachhaltige Motivation und Begeisterung. Das Beste ist: All das gibt es auf nur 2 qm.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

In erster Linie liebt unser Team Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen. Wir sind durch und durch Techies, verstehen Technik aber immer nur als Mittel zum Zweck. Es ist für uns sehr erfüllend, gemeinsam mit Kunden und Partnern Anforderungen und Bedürfnisse zu verstehen, um schließlich mit technischen Innovationen Begeisterung zu erzeugen.

Dass wir dazu in der Lage sind, haben diverse Teammitglieder in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen. Mit unserer Idee von „Sparkfield Core“ können wir die Grenzen des Krafttrainings mit Maschinen signifikant verschieben. Dies alltagstauglich zu gestalten und damit einen Beitrag zu einer größeren Verbreitung eines gesundheits- und leistungsorientierten Muskeltrainings zu leisten, inspiriert uns tagtäglich.

Welche Vision steckt hinter Sparkfield?

Wir glauben, dass Krafttraining einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheit, die Fitness und das allgemeine Wohlbefinden liefert. Wir glauben des Weiteren, dass die Fusion neuester Robotertechnologien mit sportwissenschaftlichen Erkenntnissen gänzlich neue Möglichkeiten schafft, um das Krafttraining zu einer aufregenden, sicheren und motivierenden Erfahrung zu machen.

Diesem Ziel haben wir uns verschrieben und möchten jedem, unabhängig von Alter und Vorerfahrung ermöglichen, körperliche Ziele effizient zu erreichen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben teilweise unsere Jobs gekündigt, privates Geld investiert und im letzten Jahr im Rahmen des Startup BW Programms eine Pre-Seed Finanzierung erhalten.

Wir sind aktuell auf der Suche nach Investoren für eine Seed-Runde, die wir im 2. Quartal 2022 abschließen möchten. Gute Nachricht für potenzielle Business Angels und VCs: Wir sind ein INVEST-förderfähiges Startup.

Die größte Herausforderung aktuell ist es, Partner und Pilotkunden zu finden, die auch in einer frühen Phase bereit sind, Teilrisiken mitzutragen und mit uns gemeinsam den Weg in den Markt zu gestalten.

Wer ist die Zielgruppe von Sparkfield?

Sparkfield Core zielt vorwiegend auf Personen, die ein regelmäßiges, effizientes Krafttraining wünschen, aber nur wenig Zeit dafür haben. Oder die Personen können einen Besuch im traditionellen Fitness Studio nur schlecht in ihren Tagesablauf integrieren.

Wir möchten die Geräte daher z.B. in Wohnungen und Häuser bringen, in Firmen, in Hotels und eine in allen Belangen überzeugende Lösung anbieten: Ein effizientes Premium-Krafttraining für den ganzen Körper, geführt und motivierend – in einem Gerät.

Wie funktioniert Sparkfield? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Sparkfield Core ist aufgrund der eingesetzten Technologien einzigartig und kann zu jeder Zeit sowohl die Bewegung als auch den Widerstand verändern. Selbst Laien eröffnen wir unbewusst den Zugang zu den modernsten Trainingsmethoden mit Bewegungen, die sich auch an die Anatomie des Nutzers anpassen.

Zur Einordnung:
Mit Hanteln und Kabelsystemen kann man sehr viele Übungen machen, aber sie sind nicht geführt und es besteht die Gefahr, dass man die Übungen falsch ausführt.
Geführte Maschinen sind sicher, aber heute meist nur auf genau eine Übung und eine Bewegungskurve begrenzt. 

Diese Einschränkungen gibt es bei uns nicht.
Wir bewahren die Flexibilität bei den Übungen – das sind über 30 anerkannte Kraftübungen an nur einem Gerät. Aber gleichzeitig geben wir Sicherheit und Stabilität durch geführte Bewegungen.

Sparkfield, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das ist schwer zu sagen. Die Zeit im Start-up bringt viele Überraschungen und Wendungen mit sich. Wenn ich aber dennoch die Kristallkugel bemühen darf:
Sparkfield hat Premium-Krafttraining und den ersten „kollaborierenden Roboter“ in die Haushalte gebracht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bewahrt Euch den Optimismus und die Vision. Auch und gerade in Rückschlägen steckt immer auch ein wertvoller Kern, den man nutzen kann, um die Arbeitshypothesen zu schärfen.

Seit Euch bewusst, dass es sowohl bei Euch als auch beim Kunden immer ein verzerrtes Bild zum Wert der Innovation gibt. Strebt daher einen 10fachen Nutzengewinn an.

Ein Unternehmen wächst in vier Dimensionen: Technik, Markt, Ressourcen, Organisation. Die Reife in diesen Dimensionen sollten stets zueinander passen – Ungleichgewichte führen zu Verklemmungen. Dies sollte man sich bei der Priorisierung der Tätigkeiten stets vor Augen führen.

Wir bedanken uns bei Amos Albert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Sparkfield

Kontakt:

Sparkfield GmbH
Hans-Grüninger-Weg 11-14
D-71706, Markgröningen

https://www.sparkfield.de
info@sparkfield.de

Ansprechpartner: Amos Albert, Mattias Hallor

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So entwickelt man einen Claim mit Wiedererkennungswert

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claim wiedererkennungswert

Als Unternehmen möchte man vor allem eines: Aufmerksamkeit. Nur durch sie wächst eine Marke und die Zahl der Kundinnen und Kunden steigt nachhaltig. Neben einem stimmigen Namen braucht es dafür einen eingängigen Claim. Im besten Fall vermittelt dieser Slogan kurz und prägnant, wofür die Marke steht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es schaffen, einen Claim mit Wiedererkennungswert zu kreieren.

Wozu dient der Claim?

Der Claim – auch Slogan oder Tagline genannt – ist für ein Unternehmen genauso wichtig wie für deren (potentielle) Kundinnen und Kunden. Für die eine Seite bietet es die Möglichkeit in nur wenigen Worten die wichtigsten Werte des Unternehmens zu vermitteln. Eine effektive Methode also, um die Unternehmensphilosophie nach außen zu kommunizieren.

Für die Kunden- bzw. Empfängerseite wiederum bringt es ein Verständnis bzw. die Erkenntnis, ob die Philosophie des Unternehmens zu den eigenen Werten passt. Anhand dessen wird (zum Teil unterbewusst) entschieden, ob man dort einkaufen möchte oder nicht. Im besten Fall springt zusätzlich ein Ohrwurm mit Inspirationscharakter dabei heraus. Siehe Beispiele weiter unten.

Wofür steht das Unternehmen oder die Marke?

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass ein Claim eine gewisse Aussagekraft hat. Klingt logisch, wird aber dennoch nicht immer gemacht. Das Problem ist häufig, dass der Fokus zu starr daraufgelegt wird, so einfallsreich wie nur irgend möglich zu sein. Ob das Ergebnis letzten Endes zum Unternehmen passt, scheint dann nicht mehr so wichtig zu sein.

Doch insbesondere, wenn Sie in einem Markt mit großem Wettbewerb tätig sind, kann ein guter Slogan den entscheidenden Unterschied machen. Ein paar Worte oder ein kurzer Satz reichen aus, um Ihr Unternehmen hervorstechen zu lassen. In manchen Fällen kann auch ein etwas längerer Claim Sinn machen. Solange das, wofür das Unternehmen steht oder stehen möchte, verständlich und möglichst einzigartig transportiert wird.

Bringen Sie Emotion in Ihren Slogan

Jene Claims, an die wir uns am besten erinnern, sind meist die, die irgendeine Emotion bzw. Gefühl in uns hervorrufen. Ob positiv oder negativ, motivierend oder entspannend, traurig oder lustig, ist dabei zweitrangig. Denken Sie nur mal an Slogans wie „Just Do It!“ von Nike. Nike, die weltbekannte Marke für Sportkleidung und -schuhe, möchte damit motivieren. Sie löst das Gefühl aus, dass man nicht zu viel nachdenken und einfach machen sollte. Und das natürlich am besten mit Nike‘s Produkten.

Ein anderes gutes Beispiel für Emotionsvermittlung in nur wenigen Worten, ist der von 2007 bis 2016 durch Volkswagen verwendete Claim „Das Auto.“ Der Fahrzeugtyp mit dem zugehörigen Artikel kommunizieren souveränes Fahrvergnügen in Kombination mit deutscher Gründlich- und Beständigkeit. Und das in nur zwei einfachen Worten. Genial!

Sie sehen, dass in beiden Fällen ein Konsens gefunden wurde zwischen dem, wofür die Marke steht und der Branche, in der sie tätig ist. Manchmal muss es also gar nicht ausgefallen sein und trotzdem – oder gerade deshalb – bleibt es bei den Kundinnen und Kunden hängen.

Immer einer Linie folgen

Nicht nur Claims von Unternehmen, sondern genauso Aktion- oder Kampagnenslogans müssen wohl überlegt sein. Wie die Kampagne selbst, sollte auch der dazugehörige Slogan den Unternehmensgeist widerspiegeln. Er muss das Interesse wecken und die Relevanz dieser Kampagne oder Aktion aufzeigen.

Ein Beispiel hierfür wäre etwa die Kampagne „Like a Girl“ von Always. Als Hersteller von Damenhygieneprodukten wollte sich die Marke damit klar gegen sexistische Vorurteile gegenüber Frauen positionieren und einen Anstoß zum Nachdenken geben. Natürlich sind solche Themen immer abgestimmt auf die jeweilige Zielgruppe.

Tipps für einen unverwechselbaren Claim

Einen Claim mit Wiedererkennungswert zu finden, kann mitunter schwierig sein und braucht seine Zeit. Zum Abschluss geben wir Ihnen daher ein paar Impulse, Beispiele und Tipps, die helfen sollen, Ihre Kreativität anzukurbeln.

  • Beliebte Redewendungen umbauen: Eine Möglichkeit ist es, bestehende Redewendungen als Basis zu verwenden und passend umzubauen. Wenn ein Satz beispielsweise anders endet als erwartet, stört uns das zunächst. Nachfolgend bleibt das Unerwartete aber meist besser in Erinnerung.
  • Wortspiele einbauen: Stilmittel helfen dabei die nötige Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die österreichische Biermarke „Gösser“ macht es vor. Mit dem Slogan „Gut. Besser. Gösser.“ wandeln sie die simple Steigerungsform von „gut“ in einen einprägsamen Slogan um.
  • Reimen: Reime haben den großen Vorteil, dass sie leicht von der Zunge gehen und dadurch eher bei uns hängen bleiben.
  • Problemlösung anbieten: Mit dem Slogan kann ebenso gezeigt werden, welche Probleme mithilfe der Marke gelöst werden können. Beispielsweise erklärt Calgon mit seinem Werbespruch „Waschmaschinen leben länger mit Calgon“ genau, worum es geht und wozu Sie das Produkt kaufen sollten. Ähnlich macht es Carglass mit „Carglass repariert, Carglass tauscht aus.“ Und, haben Sie nun auch die Melodien der beiden Slogans im Kopf? 😉
  • Als Inspiration dienen: Inspirierende Claims hören wir uns gerne an. Denn sie lassen uns stark fühlen und regen zum Träumen an. So auch L’Oréal mit „Weil ich es mir Wert bin.“
  • Witzig sein: Je nach Branche kann es Sympathiepunkte bringen, wenn sich die Marke anhand der Wahl ihres Slogans selbst nicht zu ernst nimmt. Die Wiener Restaurantkette Trzesniewski etwa ist sich ihres komplizierten Namens bewusst. Passend dazu wurde der Claim „Die unaussprechlich guten Brötchen“ kreiert. 

Autor:

Marcel Hiller ist Namensentwickler bei namestorm.de. Mit seinem Background als gelernter Automobil-Fachmann, überzeugt er nicht zuletzt mit seiner Kreativität bei Namensfindungen im technischen Bereich. Abgesehen davon engagiert er sich als freiberuflicher Moderator für Radio, Events und Workshops. 

Titelbild unsplash

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einen Liquiditätsplan aufstellen

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kruspl Seifenspender für feste Seife daraus entstehen Seifenflocken

kruspl Seifenspender für feste Seife

Stellen Sie sich und das Startup kruspl doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Judith Kloft, Wirtschaftsingenieurin und Gründerin von kruspl. Mein Unternehmen produziert und verkauft einen selbst entwickelten Seifenspender für feste Seifen. Von einem handelsüblichen Seifenstück werden im kruspl Seifenflocken abgeraspelt, die in die Hand fallen. Mit den Flocken kann man sich dann die Hände waschen. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee für eine Art Seifenmühle hatte ich schon länger. Anfang 2020 war mein Studium abgeschlossen und es kam der erste Lockdown. Es gab nur wenige Stellenausschreibungen und so erzählte ich meinem Vater (pensionierter Maschinenbauingenieur) von der Idee. Wir entwickelten verschiedene Prototypen, stellten sie im 3D-Drucker her, testeten sie ausgiebig. Eine Unternehmungsgründung war irgendwann naheliegend.

Was war bei der Gründung von kruspl die größte Herausforderung?

Die Entwicklung des Spenders haben wir uns zunächst weniger herausfordernd vorgestellt. Eigentlich folgt der Spender einem sehr simplen Prinzip, doch die technischen Feinheiten sind komplexer, als man erwarten würde.

Beim allerersten Prototyp haben wir z.B. versucht, die Seife mithilfe eines Gewichts an das Reibblech pressen zu lassen. Unser Gewicht wog etwa 700 g und war dennoch viel zu schwach. Beim zweiten Prototyp haben wir bereits mit Federn gearbeitet.

Auch beim Reibblech haben wir sehr viel experimentiert und zunächst verschiedene Haushaltsreiben gekauft und getestet. Die Reibe sollte möglichst angenehme Seifenflocken erzeugen, die sich leicht in Wasser lösen. Die Flocken müssen zudem gut herausfallen können, denn das Blech darf nicht verstopfen. Feste Seifen sind in ihren mechanischen Eigenschaften, etwa der Festigkeit, jedoch sehr unterschiedlich. Wir haben dann ein eigenes Blech entwickelt und dafür auch ein zweites Patent angemeldet.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wichtig ist denke ich, dass man den Markt gründlich studiert. Welche Produkte gibt es schon? Welche Substitute könnte meine Zielgruppe nutzen? Und welche Vorteile hat mein Produkt gegenüber anderen? 

Neben der Analyse der Wettbewerbssituation ist es dann natürlich entscheidend, dass man sich Feedback einholt: Je mehr, desto besser.

Welche Vision steckt hinter kruspl?

Die Vision ist, dass viele Menschen Plastikmüll und CO2 einsparen. Feste Seife ist in Papierschachteln oder unverpackt erhältlich. Da flüssige Seife zu einem großen Teil aus Wasser besteht, nimmt sie deutlich mehr Platz weg und erzeugt mehr CO2 beim Transport.

Viele Menschen lehnen die Nutzung von Seifenstücken bisher ab, weil sie unästhetisch aussehen, wenn sie aufgeweicht in einer Seifenschale liegen oder weil es unangenehm ist, sich ein Seifenstück mit anderen Personen zu teilen. Mit einem kruspl hat man diese Problematik nicht mehr. 

Wer ist die Zielgruppe von kruspl?

Die Zielgruppe sind insbesondere Menschen, die aus Gründen der Nachhaltigkeit auf feste Seife umsteigen möchten und denen die konventionelle Nutzung nicht zusagt. Aber auch Personen, die bereits feste Seife nutzen, können von kruspl profitieren. Im Spender bleiben die Seifenstücke trocken und damit länger frisch. Außerdem kann feste Seife auf diese Weise problemlos Gästen angeboten werden.   

Wie funktioniert der Seifenspender?

Das Seifenstück wird unter eine starke Feder geklemmt. Die Feder drückt die Seife an ein Reibblech. Wenn der Seifenspender dann betätigt wird, bewegt sich das Reibblech und reibt Seifenflocken ab. Diese fallen aus dem Reibblech heraus und direkt in die Hand des Benutzers.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei anderen Anbietern werden für die Spender Seifen benötigt, die eine besondere Geometrie aufweisen. Diese Seifen können nur vom jeweiligen Anbieter bezogen werden. Es entsteht ein Lock-in-Effekt. Für kruspl kann man hingegen handelsübliche Seifen verwenden. Unsere Kunden sind daher beim Kauf der Seife völlig unabhängig und haben eine extrem große Auswahl. So kann auch Geld gespart werden, denn in der Drogerie bekommt man ein palmölfreies 100 g Seifenstück schon für weniger als 50 ct.

Ein weiterer Vorteil ist die ergonomische und einhändige Bedienung von kruspl. Der Seifenspender wird mit etwas Druck vom Handballen betätigt. Es muss keine Drehbewegung ausgeführt werden. Bei der Wandmontage ist es möglich, statt Schrauben das beigelegte Klebepad von 3M zu nutzen. Das hält bombenfest, auch unter der Dusche.   

kruspl, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte daran arbeiten, dass in Zukunft alle Bauteile aus 100% recyceltem Kunststoff hergestellt werden. Die innenliegenden Kunststoffteile werden bereits jetzt aus Recyclat gefertigt. Auch wenn die Stückzahlen steigen, soll weiterhin alles in Deutschland produziert werden, denn auch der Transport ist ein wichtiger Umweltfaktor.

Ein weiteres Ziel ist es, einen kruspl für den öffentlichen Raum zu entwickeln. Hier sollte der Seifenspender abschließbar sein, damit Unbefugte die Seifenstücke nicht entnehmen können. Ein 100 g Seifenstück entspricht etwa 2,5 Litern Flüssigseife. Es wäre möglich, den Spender für öffentliche Orte größer zu machen, sodass mehrere Seifenstücke eingelegt werden können. Ein Nachfüllen ist dann noch seltener notwendig.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn ihr etwas herstellt, sucht nach regionalen Unternehmen. Häufig hört man, dass im Ausland billiger produziert werden kann und dies notwendig sei, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das ist aber nicht unbedingt wahr. Holt euch verschiedene Angebote ein und berücksichtigt auch die Kosten für die Umwelt.

Zudem würde ich empfehlen, einen Liquiditätsplan aufzustellen. Versucht möglichst genau zu bestimmen, welche Kosten entstehen werden, bevor ihr loslegt. Denkt auch an die kleinen Ausgaben, denn sie summieren sich. Bestenfalls sind finanzielle Puffer direkt mit eingeplant.

Wir bedanken uns bei Judith Kloft für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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