Dienstag, April 28, 2026
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Gut zuhören und gut weghören

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Aeditive Factory Berlin Community

Das Startup Aeditive ist Teil der Factory Berlin Community: In diesem Interview erzählt der Gründer Alexander Türk mehr über sich und sein Unternehmen

Stellen Sie sich kurz unseren Leser:innen vor!

Ich bin ein technologiebegeisterter Mensch, habe Mathematik studiert und dann einige Jahre als Strategieberater für große Tech-Unternehmen gearbeitet. 2019 habe ich mit Hendrik Lindemann, Roman Gerbers und Niklas Nolte Aeditive gestartet.

Stellen Sie uns das Startup Aeditive doch kurz vor!

Aeditive entwickelt 3D-Druck-Technologie für die Bauindustrie, konkret für den Betonbau. Beton als “flüssiger Stein” ist nach wie vor das am meisten verwendete Baumaterial auf diesem Planeten. Wir kombinieren Maschinenbau, Softwareentwicklung, Architektur und Betonchemie unter einem Dach. Unser Team besteht zurzeit aus etwas mehr als 20 Personen. 

Welche Vision steckt hinter Aeditive?

Die noch größtenteils händischen und komplexen Prozesse zu automatisieren und vereinfachen. Damit die Arbeitsplätze im Betonbau sicherer und attraktiver zu machen. Letztlich können wir durch den 3D-Druck Beton einsparen und machen den Bau so auf einfache Weise nachhaltiger. Man darf nicht vergessen, dass Zement für rund 8 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich ist.

Wer ist die Zielgruppe?

Beton wird direkt auf den Baustellen und in sogenannten Fertigteilwerken verwendet. Wir sehen einen großen Trend zur Vorfertigung und fokussieren uns aktuell ganz auf diese Fertigteilwerke im deutschsprachigen Raum.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Ihnen aus?

Kein Tag ist wie der andere. Ich arbeite ein bis zwei Tage pro Woche aus unserem Teamraum in der Factory Hammerbrooklyn. Weitere zwei Tage bin ich an unserem Entwicklungsstandort am Hamburger Stadtrand in Norderstedt. Dazu kommen Reisen zu Kund:innen und Lieferant:innen. Ich versuche meine Tage so zu strukturieren, dass ich maximal die Hälfte der Zeit in Meetings verbringe und die andere Hälfte für fokussiertes Arbeiten und ad-hoc Themen verfügbar habe. Letztere gibt es im Startup-Leben ja naturgemäß viele.

Warum haben Sie sich entschieden, Teil der Factory Hammerbrooklyn Community zu werden? 

Wir betreiben unseren Entwicklungsstandort in Norderstedt, da wir von Beginn an große Flächen zum Aufbau unserer 3D-Druckanlage benötigten. Dieser Standort liegt in einem eher industriellen Umfeld. Uns ist aber auch wichtig, dass wir Kontakt zu anderen Startups haben und uns austauschen können. Die meisten Herausforderungen bei einer Gründung hat ja schonmal jemand gelöst, da hilft ein starkes Netzwerk, das man in der Factory Hammerbrooklyn findet.

Können Sie uns ein paar Worte zur Factory Hammerbrooklyn sagen, und inwiefern hat sie Ihren Weg beeinflusst?

Die Factory Hammerbrooklyn ist für mich ein Ort, an dem ich mich mit anderen Gründern und Gründerinnen offen austauschen kann. Selten gehe ich abends ohne eine neue Idee nach Hause. Ich bekomme neue Impulse, die ich dann wieder für Aeditive nutzen kann. Beliebte Orte für das Community-Leben sind die Kaffeeküche oder auch die vielen Außenbereiche mit Blick auf die Elbe.

Wie kann so eine Community und ein Netzwerk Startups in der Anfangsphase unterstützen?

Der Austausch von Erfahrungen kann helfen, die “üblichen” Fehler zu vermeiden. Außerdem hilft ein großes Netzwerk dabei, Dinge schnell ausprobieren und umsetzen zu können. Auch finde ich es gut, Sparringpartner:innen aus verschiedenen Disziplinen zu haben – man kocht sonst doch leicht im eigenen Saft und schaut nicht mehr nach rechts und links.

Wo sehen Sie sich und Ihr Startup in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist unsere Technologie der neue Industriestandard im Betonbau. Außerdem werden wir nicht nur in Deutschland, sondern im europäischen Ausland und darüber hinaus anzutreffen sein. Das ist für ein Hardware-Startup einfach gesagt, aber erfordert sorgsame Planung. Schließlich müssen wir unsere Anlagen auch Service-seitig bedienen können.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben? 

Möglichst viele Menschen von der eigenen Idee zu begeistern – dann gibt es Unterstützung aus jeder Richtung, manchmal auch erst nach einiger Zeit.

Gut zuzuhören und gut wegzuhören: Gut zuhören, bspw. wenn es um den Product Market Fit geht; Gut weghören, wenn jemand es zu gut meint oder zu skeptisch ist.

Durchhalten, wenn es mal zäh ist!

Wir bedanken uns bei Alexander Türk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie sehen die Bedürfnisse der Kunden aus

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Necara saas.do no-code

Necara: No-Code Plattform saas.do für Unternehmen, um Prozesse einfach und schnell zu digitalisieren

Stellen Sie sich und das Startup Necara doch kurz unseren Lesern vor!

Necara ist ein junges Softwareunternehmen aus dem rheinhessischen Ingelheim und betreibt die No-Code-Plattform saas.do. Das ist eine Entwicklungsumgebung für Unternehmen, die damit ihre Prozesse einfach und schnell digitalisieren können.

Torben Daudistel und ich, Thorsten Winternheimer, sind Gründer und Geschäftsführer der Firma. Wir wollen unsere Plattform immer weiter verbessern und damit möglichst viele Unternehmen unterstützen, effizienter und innovativer zu werden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Torben und ich hatten schon immer eigene Unternehmen. So richtig entschieden haben wir uns nie dafür. Wir machen das einfach, weil es gut ist.

Welche Vision steckt hinter saas.do?

Ideas to Software. Mit unserer Plattform kann man seine Ideen in unglaublich kurzer Zeit in Software gießen und sofort produktiv damit arbeiten. Es muss nicht mehr sein, dass das nur mit langwieriger Programmierung durch schwer verfügbare Fachkräfte möglich ist. Man kann es auch einfach selbst machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Saas.do schwebte uns schon lange in unseren Köpfen vor. Wir haben also schon vor der eigentlichen Unternehmensgründung aktiv daran gearbeitet. Da wir uns immer an den Bedürfnissen der Kunden orientieren, haben wir schon nach kurzer Zeit einige davon für uns gewinnen können. Wir finanzieren uns von Beginn an nach dem “Software-as-a-Service”-Modell. Das heißt Firmen bezahlen für die Nutzung unserer Plattform und für unsere Unterstützung dabei.

Herausforderungen gibt es manchmal, wenn bei der Einführung der Plattform in Unternehmen eine gewisse Skepsis von der IT-Abteilung ausgeht. Sobald aber deutlich wird, was man mit saas.do alles machen kann, legt sich das wieder. Informatiker müssen sich dann weniger um die IT-Probleme ihrer Kollegen in den Fachabteilungen kümmern. Das ist für alle ein Gewinn.

Wer ist die Zielgruppe von saas.do?

Das sind vor allem mittelständische und große Unternehmen, die das Potential von No-Code erkennen und aktiv für ihre Abläufe und ihr Geschäft umsetzen wollen.

Wie funktioniert saas.do? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Saas.do befähigt in Unternehmen auch IT-fremde Angestellte dazu, unkompliziert Software zu entwickeln. Die Benutzeroberfläche erlaubt es, grafische Elemente per Drag-and-Drop zu individuellen Anwendungen zusammenzusetzen. Im Hintergrund werden dabei vorgefertigte und bereits getestete Codebausteine kombiniert. Im Vergleich zu herkömmlicher Programmierung entspricht das einer bis zu zehnmal schnelleren Entwicklung. Ein besonders wichtiger Vorteil ist auch, dass fachliches Personal an der digitalen Prozessoptimierung in hohem Maße beteiligt wird. Dadurch werden Unternehmen agiler und innovativer.

Anders als bei anderen Anbietern ist unsere Plattform nicht auf bestimmte Branchen oder Unternehmensbereiche beschränkt und ist daher sehr flexibel einsetzbar. Außerdem hat saas.do besondere Fähigkeiten als Middleware. Man kann sich das als eine Art Vermittler zwischen verschiedenen – auch fremden – Anwendungen vorstellen, die somit leichter miteinander kommunizieren können.

Necara, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind bereits recht stark im Automotive-Bereich vertreten. In den kommenden Jahren werden wir uns in weiteren Branchen als führende professionelle No-Code-Plattform breit machen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ganz wichtig: Denkt zuerst an die Kunden. Wie sehen ihre Bedürfnisse aus? Wo brauchen sie Unterstützung? Wie könnte sich das zukünftig entwickeln? Wenn man das bestenfalls schon vor ihnen erkennt, ist eine starke Kundenbindung sicher.

Seid agil. Die Zeiten starrer Geschäftsmodelle sind so gut wie vorbei. Die Marktbedingungen können sich jederzeit kurzfristig ändern. Wenn es dazu kommt, profitieren vor allem die anpassungsfähigsten Firmen. Übrigens: agil bedeutet nicht unstrukturiert, sondern dass die Organisationsstrukturen Spielraum für Veränderung haben. Das ist wichtig zu unterscheiden.

Die passende Software macht’s! Ohne geht es mittlerweile kaum mehr. Im Optimalfall ist sie auch genau auf das Geschäftsmodell zugeschnitten und lässt sich bei Bedarf leicht anpassen. So kann auf lange Sicht besonders bei wachstumsorientierten Firmen eine Vielzahl von Prozessen effizienter gestaltet werden – eine wichtige Grundlage für den Unternehmenserfolg.

Wir bedanken uns bei Thorsten Winternheimer  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie sich das Start-up Nyxoah in der MedTech-Branche etabliert hat

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Nyxoah Genio-System

Weltweit leiden rund 936 Millionen Menschen zwischen 30 und 69 Jahren an obstruktiver Schlafapnoe, kurz OSA. Es ist die häufigste schlafbezogene Atmungsstörung, die mit erhöhten Mortalitätsrisiken und schweren Begleiterkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. Mit der Mission, OSA-Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und ihre Gesundheit und Lebensqualität wiederherzustellen, wurde 2009 Nyxoah gegründet. Hierbei handelt es sich um ein MedTech-Unternehmen, das sich seitdem auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe konzentriert.

Seit 2019 vertreibt Nyxoah in Europa eine einzigartige Neurostimulationslösung, das Genio-System.

Neue Wege gehen

Mit zunehmendem Alter schnarcht fast jeder zweite Erwachsene. Schuld an den nächtlichen Geräuschen ist die Halsmuskulatur, die sich im Schlaf entspannt. Doch in manchen Fällen können Betroffene schwer erkranken – vor allem, wenn die Atmung aussetzt. Als Behandlungsmethode für Patienten mit OSA ist seit Langem das Tragen einer Maske, einer Art medizinischen Mini-Beatmungsgeräts, die gängigste Lösung. Für viele Betroffene ist diese Therapieform jedoch sehr unangenehm in der Anwendung, weshalb etwa zehn Prozent der Patienten sie ablehnen und weitere 50 Prozent nach einiger Zeit ganz darauf verzichten. Nyxoah hat sich daher der Herausforderung gestellt, eine alternative Behandlungsmethode auf den Markt zu bringen. Das aus internationalen Experten bestehende Team des Unternehmens entwickelte den weltweit ersten Neurostimulator ohne Batterie oder Kabel für die Behandlung von mittelschwerer bis schwerer OSA, der mit nur einem einzelnen Schnitt implantiert wird. 

Innovative Lösung

Das miniaturisierte Implantat wird im Kinnbereich implantiert und stimuliert den primären Zungennerv. Bei dessen nächtlicher Stimulation löst das Genio-System eine sanfte Vorwärtsbewegung der Zunge aus und hält so die Atemwege offen. Betroffene kleben vor dem Schlafengehen den Aktivierungschip, der die Batterie und das „Gehirn“ des Systems enthält, unter das Kinn. Im Schlaf beginnt die Stimulation. Am Morgen entfernt der Patient den Aktivierungschip und lädt ihn für die nächste Nacht wieder auf.

Von der Idee zum Erfolg

Bei der Entwicklung dieses neuen Genio-Systems setzten die Experten auf ein völlig neuartiges Neuroimplantat. Im Vergleich zu bestehenden Produkten ist Nyxoah weniger invasiv. Die Behandlung erfordert nur einen einzigen Schnitt, um das Implantat unterhalb des Kinns des Patienten zu platzieren. Darüber hinaus bleiben die gesamte Genio-Software und Batterien außerhalb des Patienten. Bei einem Software-Update oder einem Batteriewechsel sind somit keine weiteren Eingriffe erforderlich. 

Doch wie so oft im Leben ist eine gute Idee allein kein Garant für Erfolg – ​​insbesondere auf einem Markt mit stark gestiegenem Wettbewerbs- und Kostendruck. Die Medizintechnikbranche sieht sich aufgrund strengerer regulatorischer Anforderungen und neuer Möglichkeiten durch die Digitalisierung inmitten eines tiefgreifenden Veränderungsprozesses. Neben der finanziellen Unterstützung durch private High-End-Investoren hat sich Nyxoah mit internationalen Meinungsführern in den Bereichen HNO und Schlaf zusammengeschlossen, um das Genio-System zu entwickeln. Sie wurden bei jedem Schritt der Technologieentwicklung konsultiert. Wegweisend in der Unternehmensetablierung war auch, dass Nyxoah ein umfangreiches klinisches Programm initiierte, an dem Ärzte und Krankenhäuser aus der ganzen Welt teilnahmen. Starke klinische Ergebnisse aus der sogenannten BLAST-OSA-Studie bestätigten die Sicherheit und Wirksamkeit des Produkts, das im März 2019 die CE-Zulassung erhielt. Seitdem wird das Implantat in Deutschland, der Schweiz und Spanien vermarktet und von den jeweiligen Gesundheitssystemen erstattet. Weitere Länder wie Belgien, Frankreich und die Niederlande dürften folgen. 

Nächstes Ziel: Marktführer

Bis heute arbeiten mehr als 110 Mitarbeiter weltweit für das Unternehmen. Nyxoah schloss erfolgreich zwei Börsengänge in weniger als 12 Monaten ab, wobei das Unternehmen erstmals im September 2020 an der Euronext notiert wurde, gefolgt von einem zweiten Börsengang an der Nasdaq im Juli 2021. Nyxoah wächst weiter, zieht neue Talente in die Organisation und erweitert seine Produktionskapazität mit einer zweiten Produktionsstätte in Lüttich, Belgien.

Mit innovativen Technologien erweitert das Team von Nyxoah die Behandlungsoptionen für Schlafmediziner und OSA-Patienten. Dabei wurde der kommerzielle Erfolg dahingehend definiert, die Therapiedurchdringung zu steigern und Marktführer in Deutschland, dem größten europäischen Markt, zu werden. Um dieses Ziel zu unterstützen, werden daher aktuell das Vertriebsteam sowie umfangreiche digitale Marketingprogramme ausgebaut. Der nächste Schritt in der Expansion wird darin bestehen, die US-amerikanische FDA-Zulassung zu erhalten und die Kommerzialisierung in den USA einzuleiten. Nyxoah führt zu diesem Zweck derzeit die zulassungsrelevante DREAM-Studie durch. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in die Aufrechterhaltung seiner innovativen Führungsposition, indem es in die klinische Forschung investiert, um die Indikationen für das Genio-System auszuweiten. 

Die exklusive Partnerschaft mit der renommierten Vanderbilt University in den Vereinigten Staaten stellt darüber hinaus die Weichen dafür, dass Nyxoah an einem weiteren revolutionären Neurostimulationsansatz zur Behandlung von OSA arbeiten kann. Das Unternehmen ebnet den Weg für einen Paradigmenwechsel in der OSA-Therapie und geht weiter auf unerfüllte Bedürfnisse von Millionen von Betroffenen ein.

Autor

Olivier Taelman kam 2019 zu Nyxoah und wurde im selben Jahr zum CEO ernannt. Er verfügt über mehr als 17 Jahre Erfahrung in der Neurostimulation in globalen Unternehmen wie Medtronic und Nevro.

Bildquelle Nyxoah

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid stets kundenorientiert.

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feniska stealth mode 2021

Das Startup Feniska war Teil des Stealth Mode Förderprogrammes 2021 und ist jetzt ein Alumni-Startup: In diesem Interview erzählt die Gründerin Sonita Soth mehr über sich und ihr Unternehmen

Stell dich und dein Startup doch kurz unseren Leser:innen vor! 

Ich bin Sonita, 30 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem Schwabenland. Nach Berlin bin ich 2019 gezogen, um mein eigenes Startup zu gründen. Seit 2020 bin ich die Gründerin von Feniska und verantworte dort die Produktentwicklung.

Feniska entwickelt IoT (Smart Home) Produkte für Hunde und Katzen, die den Besitzern Einblicke in die Gesunheit der Tiere gewähren. Wir sind inzwischen ein fünfköpfiges Team. Meine Mitgründerin Ropafadzo Murombo lernte ich bei meinem ehemaligen Arbeitgeber SAP kennen. Wir entdeckten schnell unser gemeinsames Interesse für die Themen Unternehmertum, Frauen in der Tech-Branche und Haustiere. Das alles vereinen wir jetzt in unserer eigenen Firma. 

Warum hast du dich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Die Idee für Feniska entstand aus meiner eigenen Not heraus. Ich bin selbst Katzenmama und musste immer akribisch die Gesundheitsdaten von meinem Kater dokumentieren. Mein Kater Django leidet an einer chronischen Blasenentzündung und Struvitsteinen, daher ist es für mich sehr wichtig sein Gewicht, seine Tages- und Schlafrhythmen sowie Toilettengänge im Blick zu behalten, damit ich schnell reagieren kann, wenn sein Gesundheitszustand sich verschlechtert. Unser Produkt trackt automatisiert genau diese Daten und analysiert sie zusätzlich. Die Haustierbesitzer:innen wird zudem noch über Anomalien informiert. 

Haustiere haben in unserer Gesellschaft den gleichen Stellenwert wie Familienmitglieder. Nachdem ich also bei anderen Hunde- und Katzenbesitzer:innen das Bedürfnis gesehen habe, die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Tiere besser zu verstehen, habe ich mich entschlossen Feniska zu gründen.

Was war bei der Gründung von Feniska die größte Herausforderung?

Da meine Mitgründerin Ropa keine EU-Bürgerin ist, hatten wir nicht nur mit der “gängigen” Gründungs-Bürokratie zu kämpfen, sondern mussten uns auch mit dem Thema Visum und der Ausländerbehörde rumschlagen. Das hat uns sehr viel Zeit und Energie gekostet, alles ins Rolle bringen, bis wir dann tatsächlich die Firma gründen konnten.

Die zweite Herausforderung war für uns das Thema Fundraising. Wir bewegen uns im Hardware und Deep-Tech Bereich, hier ist es leider noch sehr unüblich, auf ein reines Gründerinnen-Team zu stoßen. Es kommt auch hinzu, dass das Netzwerk und die Kontakte, die man hat, beim Fundraising wesentlich sind. Das Stealth Mode Programm hat uns hierbei sehr gut unterstützt und uns PR und Netzwerk zur Verfügung gestellt und Türen geöffnet.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, definitiv! Gemäß dem Motto “Done is better than perfect”.

Welche Vision steckt hinter Feniska?

Wir helfen Haustierbesitzern dabei, die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Haustiere zu verbessern, indem wir intuitive und smarte Produkte für die Haustiergesundheit entwickeln.

Wer ist die Zielgruppe? 

Hunde- und Katzeneltern.

Was unterscheidet Feniska von anderen Anbieter:innen auf dem Markt?

Unsere Produkte haben das Ziel, die Gesundheit der Haustiere zu fördern und sind in einem Smart Home Konzept integriert. Das erleichtert und automatisiert das Sammeln von wichtigen Daten und ermöglicht uns, dies in einem nichtinvasiven Kontext zu tun. 

Warum hast du dich für das Stealth Mode Förderprogramm beworben? 

Das Stealth Mode Programm der Factory Berlin war genau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. Die Mentor:innen und  Workshops zum Thema Fundraising und Pitching waren sehr hilfreich. Zudem bietet die Factory Berlin ein riesiges Netzwerk an und hat selber eine große Community und Community Spaces. Unterstützt wurde das Programm zudem durch Henkel dx und Google for Startups.

Wie ging es nach dem Stealth Mode Förderprogramm weiter?

Nach Stealth Mode haben wir uns weiter auf die Produktentwicklung fokussiert, eine Beta-Version unserer Feniska App gelauncht und uns ins Fundraising gestürzt. Wir haben inzwischen unsere Pre-Seed Runde im sechsstelligen Bereich eingesammelt und können dieses Jahr endlich unsere Feniska Base auf den Markt bringen. Zu unseren Investor:innen gehören unter anderem das Familienunternehmen LAT aus Berlin und weitere Business Angels aus den Branchen IoT, Mobilfunk, Gesundheit und Fitness. 

Inwieweit hat dich das Programm in deiner Entwicklung weitergebracht?

Wenn man zum ersten Mal gründet, fehlt es einem an Erfahrung. Daher sind ein Netzwerk und Mentor:innen, die einen begleiten und die Erfahrungen mit dir teilen, essenziell. Das Stealth Mode Programm hat mich dabei sehr unterstützt. 

Hast du Veränderungen an deinem Startup vorgenommen?

Wir haben gelernt schneller zu iterieren und haben kurz nach dem Programm unsere App auf den Markt gebracht. Wir haben auch OKR’s bei uns eingeführt und arbeiten seit dem Stealth Mode Programm danach.

Würdest du anderen Gründer:innen die Teilnahme empfehlen?

Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung Stealth Mode nur weiterempfehlen. Es ist ein sehr besonderes Programm mit Fokus auf weibliche, non-binäre und unterrepräsentierte Gründer:innen. Die Unterstützung der Factory Berlin hört nach dem Programm aber nicht auf. Wir sind sehr dankbar für den kontinuierlichen Support!

Wo siehst du dich und dein Startup in fünf Jahren? 

Wir hoffen, dass wir in 5 Jahren unserem Ziel ein großes Stück näher gekommen sind und Haustierkrankheiten frühzeitig erkennen und bei der Prävention dieser Krankheiten unterstützen können. 

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Ich denke, dass es eine grundlegende Regel gibt, die ich allen angehenden Gründer:innen ans Herz legen möchte: Seid stets kundenorientiert. Behauptet es nicht nur, lebt diesen Wert und habt bei wichtigen Entscheidungen immer den Nutzen und das Wohl eurer Kund:innen im Sinn.

Wir bedanken uns bei Sonita Soth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bewahrt Euch den Optimismus und die Vision

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sparkfield core Krafttraining

Sparkfield Core – bietet ein effizientes Premium-Krafttraining für den ganzen Körper

Stellen Sie sich und das Startup Sparkfield doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Amos Albert. Ich bin einer der beiden Geschäftsführer von Sparkfield. Wir möchten das qualifizierte Krafttraining neu definieren und einer größeren Personengruppe zugänglich machen: Effizient, sicher und nachhaltig motivierend.

Unser Produkt „Sparkfield Core“ ist ein Krafttrainingsgerät.

Das arbeitet so ähnlich wie ein kollaborierender Roboter – gemeinsam mit dem Trainierenden.

Zur Funktion:

Unsere Software stellt über Elektromotoren die Bewegung und Trainingswiderstände individuell ein. Der Nutzer kann aus einer Vielzahl von anerkannten Kraftübungen für alle Muskelgruppen auswählen – und das ganz einfach per Touchdisplay. Außerdem sind die modernsten Trainingsmethoden verfügbar.

Sparkfield Core gibt auch Live-Hinweise zur Übungsausführung. Und mit spielerischen Elementen, Fortschrittanzeigen und vernetzten Funktionen sorgen wir für eine nachhaltige Motivation und Begeisterung. Das Beste ist: All das gibt es auf nur 2 qm.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

In erster Linie liebt unser Team Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen. Wir sind durch und durch Techies, verstehen Technik aber immer nur als Mittel zum Zweck. Es ist für uns sehr erfüllend, gemeinsam mit Kunden und Partnern Anforderungen und Bedürfnisse zu verstehen, um schließlich mit technischen Innovationen Begeisterung zu erzeugen.

Dass wir dazu in der Lage sind, haben diverse Teammitglieder in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen. Mit unserer Idee von „Sparkfield Core“ können wir die Grenzen des Krafttrainings mit Maschinen signifikant verschieben. Dies alltagstauglich zu gestalten und damit einen Beitrag zu einer größeren Verbreitung eines gesundheits- und leistungsorientierten Muskeltrainings zu leisten, inspiriert uns tagtäglich.

Welche Vision steckt hinter Sparkfield?

Wir glauben, dass Krafttraining einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheit, die Fitness und das allgemeine Wohlbefinden liefert. Wir glauben des Weiteren, dass die Fusion neuester Robotertechnologien mit sportwissenschaftlichen Erkenntnissen gänzlich neue Möglichkeiten schafft, um das Krafttraining zu einer aufregenden, sicheren und motivierenden Erfahrung zu machen.

Diesem Ziel haben wir uns verschrieben und möchten jedem, unabhängig von Alter und Vorerfahrung ermöglichen, körperliche Ziele effizient zu erreichen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben teilweise unsere Jobs gekündigt, privates Geld investiert und im letzten Jahr im Rahmen des Startup BW Programms eine Pre-Seed Finanzierung erhalten.

Wir sind aktuell auf der Suche nach Investoren für eine Seed-Runde, die wir im 2. Quartal 2022 abschließen möchten. Gute Nachricht für potenzielle Business Angels und VCs: Wir sind ein INVEST-förderfähiges Startup.

Die größte Herausforderung aktuell ist es, Partner und Pilotkunden zu finden, die auch in einer frühen Phase bereit sind, Teilrisiken mitzutragen und mit uns gemeinsam den Weg in den Markt zu gestalten.

Wer ist die Zielgruppe von Sparkfield?

Sparkfield Core zielt vorwiegend auf Personen, die ein regelmäßiges, effizientes Krafttraining wünschen, aber nur wenig Zeit dafür haben. Oder die Personen können einen Besuch im traditionellen Fitness Studio nur schlecht in ihren Tagesablauf integrieren.

Wir möchten die Geräte daher z.B. in Wohnungen und Häuser bringen, in Firmen, in Hotels und eine in allen Belangen überzeugende Lösung anbieten: Ein effizientes Premium-Krafttraining für den ganzen Körper, geführt und motivierend – in einem Gerät.

Wie funktioniert Sparkfield? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Sparkfield Core ist aufgrund der eingesetzten Technologien einzigartig und kann zu jeder Zeit sowohl die Bewegung als auch den Widerstand verändern. Selbst Laien eröffnen wir unbewusst den Zugang zu den modernsten Trainingsmethoden mit Bewegungen, die sich auch an die Anatomie des Nutzers anpassen.

Zur Einordnung:
Mit Hanteln und Kabelsystemen kann man sehr viele Übungen machen, aber sie sind nicht geführt und es besteht die Gefahr, dass man die Übungen falsch ausführt.
Geführte Maschinen sind sicher, aber heute meist nur auf genau eine Übung und eine Bewegungskurve begrenzt. 

Diese Einschränkungen gibt es bei uns nicht.
Wir bewahren die Flexibilität bei den Übungen – das sind über 30 anerkannte Kraftübungen an nur einem Gerät. Aber gleichzeitig geben wir Sicherheit und Stabilität durch geführte Bewegungen.

Sparkfield, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das ist schwer zu sagen. Die Zeit im Start-up bringt viele Überraschungen und Wendungen mit sich. Wenn ich aber dennoch die Kristallkugel bemühen darf:
Sparkfield hat Premium-Krafttraining und den ersten „kollaborierenden Roboter“ in die Haushalte gebracht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bewahrt Euch den Optimismus und die Vision. Auch und gerade in Rückschlägen steckt immer auch ein wertvoller Kern, den man nutzen kann, um die Arbeitshypothesen zu schärfen.

Seit Euch bewusst, dass es sowohl bei Euch als auch beim Kunden immer ein verzerrtes Bild zum Wert der Innovation gibt. Strebt daher einen 10fachen Nutzengewinn an.

Ein Unternehmen wächst in vier Dimensionen: Technik, Markt, Ressourcen, Organisation. Die Reife in diesen Dimensionen sollten stets zueinander passen – Ungleichgewichte führen zu Verklemmungen. Dies sollte man sich bei der Priorisierung der Tätigkeiten stets vor Augen führen.

Wir bedanken uns bei Amos Albert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Sparkfield

Kontakt:

Sparkfield GmbH
Hans-Grüninger-Weg 11-14
D-71706, Markgröningen

https://www.sparkfield.de
info@sparkfield.de

Ansprechpartner: Amos Albert, Mattias Hallor

Social Media:
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So entwickelt man einen Claim mit Wiedererkennungswert

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claim wiedererkennungswert

Als Unternehmen möchte man vor allem eines: Aufmerksamkeit. Nur durch sie wächst eine Marke und die Zahl der Kundinnen und Kunden steigt nachhaltig. Neben einem stimmigen Namen braucht es dafür einen eingängigen Claim. Im besten Fall vermittelt dieser Slogan kurz und prägnant, wofür die Marke steht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es schaffen, einen Claim mit Wiedererkennungswert zu kreieren.

Wozu dient der Claim?

Der Claim – auch Slogan oder Tagline genannt – ist für ein Unternehmen genauso wichtig wie für deren (potentielle) Kundinnen und Kunden. Für die eine Seite bietet es die Möglichkeit in nur wenigen Worten die wichtigsten Werte des Unternehmens zu vermitteln. Eine effektive Methode also, um die Unternehmensphilosophie nach außen zu kommunizieren.

Für die Kunden- bzw. Empfängerseite wiederum bringt es ein Verständnis bzw. die Erkenntnis, ob die Philosophie des Unternehmens zu den eigenen Werten passt. Anhand dessen wird (zum Teil unterbewusst) entschieden, ob man dort einkaufen möchte oder nicht. Im besten Fall springt zusätzlich ein Ohrwurm mit Inspirationscharakter dabei heraus. Siehe Beispiele weiter unten.

Wofür steht das Unternehmen oder die Marke?

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass ein Claim eine gewisse Aussagekraft hat. Klingt logisch, wird aber dennoch nicht immer gemacht. Das Problem ist häufig, dass der Fokus zu starr daraufgelegt wird, so einfallsreich wie nur irgend möglich zu sein. Ob das Ergebnis letzten Endes zum Unternehmen passt, scheint dann nicht mehr so wichtig zu sein.

Doch insbesondere, wenn Sie in einem Markt mit großem Wettbewerb tätig sind, kann ein guter Slogan den entscheidenden Unterschied machen. Ein paar Worte oder ein kurzer Satz reichen aus, um Ihr Unternehmen hervorstechen zu lassen. In manchen Fällen kann auch ein etwas längerer Claim Sinn machen. Solange das, wofür das Unternehmen steht oder stehen möchte, verständlich und möglichst einzigartig transportiert wird.

Bringen Sie Emotion in Ihren Slogan

Jene Claims, an die wir uns am besten erinnern, sind meist die, die irgendeine Emotion bzw. Gefühl in uns hervorrufen. Ob positiv oder negativ, motivierend oder entspannend, traurig oder lustig, ist dabei zweitrangig. Denken Sie nur mal an Slogans wie „Just Do It!“ von Nike. Nike, die weltbekannte Marke für Sportkleidung und -schuhe, möchte damit motivieren. Sie löst das Gefühl aus, dass man nicht zu viel nachdenken und einfach machen sollte. Und das natürlich am besten mit Nike‘s Produkten.

Ein anderes gutes Beispiel für Emotionsvermittlung in nur wenigen Worten, ist der von 2007 bis 2016 durch Volkswagen verwendete Claim „Das Auto.“ Der Fahrzeugtyp mit dem zugehörigen Artikel kommunizieren souveränes Fahrvergnügen in Kombination mit deutscher Gründlich- und Beständigkeit. Und das in nur zwei einfachen Worten. Genial!

Sie sehen, dass in beiden Fällen ein Konsens gefunden wurde zwischen dem, wofür die Marke steht und der Branche, in der sie tätig ist. Manchmal muss es also gar nicht ausgefallen sein und trotzdem – oder gerade deshalb – bleibt es bei den Kundinnen und Kunden hängen.

Immer einer Linie folgen

Nicht nur Claims von Unternehmen, sondern genauso Aktion- oder Kampagnenslogans müssen wohl überlegt sein. Wie die Kampagne selbst, sollte auch der dazugehörige Slogan den Unternehmensgeist widerspiegeln. Er muss das Interesse wecken und die Relevanz dieser Kampagne oder Aktion aufzeigen.

Ein Beispiel hierfür wäre etwa die Kampagne „Like a Girl“ von Always. Als Hersteller von Damenhygieneprodukten wollte sich die Marke damit klar gegen sexistische Vorurteile gegenüber Frauen positionieren und einen Anstoß zum Nachdenken geben. Natürlich sind solche Themen immer abgestimmt auf die jeweilige Zielgruppe.

Tipps für einen unverwechselbaren Claim

Einen Claim mit Wiedererkennungswert zu finden, kann mitunter schwierig sein und braucht seine Zeit. Zum Abschluss geben wir Ihnen daher ein paar Impulse, Beispiele und Tipps, die helfen sollen, Ihre Kreativität anzukurbeln.

  • Beliebte Redewendungen umbauen: Eine Möglichkeit ist es, bestehende Redewendungen als Basis zu verwenden und passend umzubauen. Wenn ein Satz beispielsweise anders endet als erwartet, stört uns das zunächst. Nachfolgend bleibt das Unerwartete aber meist besser in Erinnerung.
  • Wortspiele einbauen: Stilmittel helfen dabei die nötige Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die österreichische Biermarke „Gösser“ macht es vor. Mit dem Slogan „Gut. Besser. Gösser.“ wandeln sie die simple Steigerungsform von „gut“ in einen einprägsamen Slogan um.
  • Reimen: Reime haben den großen Vorteil, dass sie leicht von der Zunge gehen und dadurch eher bei uns hängen bleiben.
  • Problemlösung anbieten: Mit dem Slogan kann ebenso gezeigt werden, welche Probleme mithilfe der Marke gelöst werden können. Beispielsweise erklärt Calgon mit seinem Werbespruch „Waschmaschinen leben länger mit Calgon“ genau, worum es geht und wozu Sie das Produkt kaufen sollten. Ähnlich macht es Carglass mit „Carglass repariert, Carglass tauscht aus.“ Und, haben Sie nun auch die Melodien der beiden Slogans im Kopf? 😉
  • Als Inspiration dienen: Inspirierende Claims hören wir uns gerne an. Denn sie lassen uns stark fühlen und regen zum Träumen an. So auch L’Oréal mit „Weil ich es mir Wert bin.“
  • Witzig sein: Je nach Branche kann es Sympathiepunkte bringen, wenn sich die Marke anhand der Wahl ihres Slogans selbst nicht zu ernst nimmt. Die Wiener Restaurantkette Trzesniewski etwa ist sich ihres komplizierten Namens bewusst. Passend dazu wurde der Claim „Die unaussprechlich guten Brötchen“ kreiert. 

Autor:

Marcel Hiller ist Namensentwickler bei namestorm.de. Mit seinem Background als gelernter Automobil-Fachmann, überzeugt er nicht zuletzt mit seiner Kreativität bei Namensfindungen im technischen Bereich. Abgesehen davon engagiert er sich als freiberuflicher Moderator für Radio, Events und Workshops. 

Titelbild unsplash

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einen Liquiditätsplan aufstellen

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kruspl Seifenspender für feste Seife daraus entstehen Seifenflocken

kruspl Seifenspender für feste Seife

Stellen Sie sich und das Startup kruspl doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Judith Kloft, Wirtschaftsingenieurin und Gründerin von kruspl. Mein Unternehmen produziert und verkauft einen selbst entwickelten Seifenspender für feste Seifen. Von einem handelsüblichen Seifenstück werden im kruspl Seifenflocken abgeraspelt, die in die Hand fallen. Mit den Flocken kann man sich dann die Hände waschen. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee für eine Art Seifenmühle hatte ich schon länger. Anfang 2020 war mein Studium abgeschlossen und es kam der erste Lockdown. Es gab nur wenige Stellenausschreibungen und so erzählte ich meinem Vater (pensionierter Maschinenbauingenieur) von der Idee. Wir entwickelten verschiedene Prototypen, stellten sie im 3D-Drucker her, testeten sie ausgiebig. Eine Unternehmungsgründung war irgendwann naheliegend.

Was war bei der Gründung von kruspl die größte Herausforderung?

Die Entwicklung des Spenders haben wir uns zunächst weniger herausfordernd vorgestellt. Eigentlich folgt der Spender einem sehr simplen Prinzip, doch die technischen Feinheiten sind komplexer, als man erwarten würde.

Beim allerersten Prototyp haben wir z.B. versucht, die Seife mithilfe eines Gewichts an das Reibblech pressen zu lassen. Unser Gewicht wog etwa 700 g und war dennoch viel zu schwach. Beim zweiten Prototyp haben wir bereits mit Federn gearbeitet.

Auch beim Reibblech haben wir sehr viel experimentiert und zunächst verschiedene Haushaltsreiben gekauft und getestet. Die Reibe sollte möglichst angenehme Seifenflocken erzeugen, die sich leicht in Wasser lösen. Die Flocken müssen zudem gut herausfallen können, denn das Blech darf nicht verstopfen. Feste Seifen sind in ihren mechanischen Eigenschaften, etwa der Festigkeit, jedoch sehr unterschiedlich. Wir haben dann ein eigenes Blech entwickelt und dafür auch ein zweites Patent angemeldet.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wichtig ist denke ich, dass man den Markt gründlich studiert. Welche Produkte gibt es schon? Welche Substitute könnte meine Zielgruppe nutzen? Und welche Vorteile hat mein Produkt gegenüber anderen? 

Neben der Analyse der Wettbewerbssituation ist es dann natürlich entscheidend, dass man sich Feedback einholt: Je mehr, desto besser.

Welche Vision steckt hinter kruspl?

Die Vision ist, dass viele Menschen Plastikmüll und CO2 einsparen. Feste Seife ist in Papierschachteln oder unverpackt erhältlich. Da flüssige Seife zu einem großen Teil aus Wasser besteht, nimmt sie deutlich mehr Platz weg und erzeugt mehr CO2 beim Transport.

Viele Menschen lehnen die Nutzung von Seifenstücken bisher ab, weil sie unästhetisch aussehen, wenn sie aufgeweicht in einer Seifenschale liegen oder weil es unangenehm ist, sich ein Seifenstück mit anderen Personen zu teilen. Mit einem kruspl hat man diese Problematik nicht mehr. 

Wer ist die Zielgruppe von kruspl?

Die Zielgruppe sind insbesondere Menschen, die aus Gründen der Nachhaltigkeit auf feste Seife umsteigen möchten und denen die konventionelle Nutzung nicht zusagt. Aber auch Personen, die bereits feste Seife nutzen, können von kruspl profitieren. Im Spender bleiben die Seifenstücke trocken und damit länger frisch. Außerdem kann feste Seife auf diese Weise problemlos Gästen angeboten werden.   

Wie funktioniert der Seifenspender?

Das Seifenstück wird unter eine starke Feder geklemmt. Die Feder drückt die Seife an ein Reibblech. Wenn der Seifenspender dann betätigt wird, bewegt sich das Reibblech und reibt Seifenflocken ab. Diese fallen aus dem Reibblech heraus und direkt in die Hand des Benutzers.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei anderen Anbietern werden für die Spender Seifen benötigt, die eine besondere Geometrie aufweisen. Diese Seifen können nur vom jeweiligen Anbieter bezogen werden. Es entsteht ein Lock-in-Effekt. Für kruspl kann man hingegen handelsübliche Seifen verwenden. Unsere Kunden sind daher beim Kauf der Seife völlig unabhängig und haben eine extrem große Auswahl. So kann auch Geld gespart werden, denn in der Drogerie bekommt man ein palmölfreies 100 g Seifenstück schon für weniger als 50 ct.

Ein weiterer Vorteil ist die ergonomische und einhändige Bedienung von kruspl. Der Seifenspender wird mit etwas Druck vom Handballen betätigt. Es muss keine Drehbewegung ausgeführt werden. Bei der Wandmontage ist es möglich, statt Schrauben das beigelegte Klebepad von 3M zu nutzen. Das hält bombenfest, auch unter der Dusche.   

kruspl, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte daran arbeiten, dass in Zukunft alle Bauteile aus 100% recyceltem Kunststoff hergestellt werden. Die innenliegenden Kunststoffteile werden bereits jetzt aus Recyclat gefertigt. Auch wenn die Stückzahlen steigen, soll weiterhin alles in Deutschland produziert werden, denn auch der Transport ist ein wichtiger Umweltfaktor.

Ein weiteres Ziel ist es, einen kruspl für den öffentlichen Raum zu entwickeln. Hier sollte der Seifenspender abschließbar sein, damit Unbefugte die Seifenstücke nicht entnehmen können. Ein 100 g Seifenstück entspricht etwa 2,5 Litern Flüssigseife. Es wäre möglich, den Spender für öffentliche Orte größer zu machen, sodass mehrere Seifenstücke eingelegt werden können. Ein Nachfüllen ist dann noch seltener notwendig.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn ihr etwas herstellt, sucht nach regionalen Unternehmen. Häufig hört man, dass im Ausland billiger produziert werden kann und dies notwendig sei, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das ist aber nicht unbedingt wahr. Holt euch verschiedene Angebote ein und berücksichtigt auch die Kosten für die Umwelt.

Zudem würde ich empfehlen, einen Liquiditätsplan aufzustellen. Versucht möglichst genau zu bestimmen, welche Kosten entstehen werden, bevor ihr loslegt. Denkt auch an die kleinen Ausgaben, denn sie summieren sich. Bestenfalls sind finanzielle Puffer direkt mit eingeplant.

Wir bedanken uns bei Judith Kloft für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich frühzeitig gut vernetzen

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faircations reisen

faircations Online-Plattform für faire, nachhaltige und grüne Reisen

Stellen Sie sich und das Startup faircations doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Sonja, 41 Jahre, Stefan, 48 Jahre. Wir kennen uns seit mehreren Jahren und haben zusammen in einem großen Touristikkonzern gearbeitet. Ich (Sonja) habe dort den Bereich Fern- und Luxusreisen geleitet, Stefan die IT. Mittlerweile sind wir ein Team von sechs Personen. Seit gut zwei Jahren arbeiten wir an unserer Idee, nachhaltiges Reisen aus dem Nischendasein rauszuholen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen – quasi raus der „Öko“-Ecke und rein in die Selbstverständlichkeit. Im Februar 2021 haben wir dann offiziell faircations.de gegründet und sind jetzt im Februar 2022 mit unserer Online-Plattform mit eigener Buchungsstrecke für faire und grüne Reisen live gegangen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir wollen etwas verändern und einen Unterschied machen. Für ein Vorhaben wir unseres muss man ein eigenes Unternehmen gründen, denn es ist schlichtweg nicht möglich, so eine Idee innerhalb eines bestehenden Konzerns umzusetzen. Insbesondere dann, wenn man wie wir keine Kompromisse auf Kosten der Vision machen will.

Welche Vision steckt hinter faircations?

Wir glauben daran, dass Reisen die Welt zum Positiven verändern kann und unsere Vision ist eine Welt, in der es nur noch faire und grüne Reisen gibt. Mit faircations wollen wir nachhaltige Reiseangebote greifbar, attraktiv und zugänglich machen, alle Beteiligten der Wertschöpfungskette partizipieren lassen, die lokale Bevölkerung einbeziehen und möglichst wenig auf die bereiste Natur, Tier- und Pflanzenwelt einwirken. Auch wir selbst als Unternehmen versuchen, vieles besser zu machen. So suggerieren wir beispielsweise keine künstliche Verknappung a la “X Personen sehen sich dieses Angebot gerade an” oder präsentieren unseren KundInnen auch keine gekauften/unechten Empfehlungen, bei denen Hoteliers für die Top-Positionierung ihres Hotels bezahlen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind kurz vor der Corona-Krise gestartet – nicht gerade der ideale Zeitpunkt, ein Travel Start-up anzufangen. Andererseits ist antizyklisches Handeln auch ein guter Ansatz und so haben wir die Zeit genutzt, weiter an unserem Konzept zu arbeiten. Im letzten Herbst  haben wir unsere ersten Investoren überzeugen und mit dem eingesammelten Kapital die Buchungsstrecke bauen können. Ganz aktuell haben wir jetzt unser Crowdinvesting auf www.fundernation.eu mit der Early-Bird-Runde gestartet.

Wer ist die Zielgruppe von faircations?

Wir richten uns mit unserem Portal an KundInnen, die schon im Alltag auf Nachhaltigkeit achten, dies bis jetzt beim Urlaub aber noch nicht umsetzen konnten. Laut Umfragen möchten über 60% der deutschen UrlauberInnen nachhaltiger reisen, finden aber kein passendes Angebot, denken, es wäre zu teuer oder wissen nicht, wie nachhaltiges Reisen überhaupt geht. Diese Lücke schließen wir mit faircations.

Wie funktioniert faircations? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind ein sogenannter “One-Stop-Shop”, d.h. KundInnen können sich individuell und flexibel direkt auf unserer Website ihre Reise aus verschiedenen Bausteinen wie Hotel, Flug, in Kürze auch Transfers oder Rundreisen zusammenstellen. Alle Informationen sind auf einen Blick zu finden. Wir kombinieren also höchste Flexibilität und gleichzeitig alle Vorteile einer klassischen Veranstalter-Reise, z.B. abgesicherte Kundengelder und 24/7 Support bei Problemen und Krisen. Dabei ist alles, was wir anzeigen, “vakanz-geprüft”, d.h. nichts ist plötzlich ausgebucht oder zu teuer. Alle Reisebestandteile sind nach bester Möglichkeit nachhaltig gestaltet: Unsere Unterkünfte sind nachhaltig zertifiziert, wir schlagen die klimaeffizientesten Airlines und Flugverbindungen vor und eine CO2-Kompensation über unseren Partner atmosfair ist direkt in die Buchungsstrecke integriert. Bei jeder Buchung unterstützt faircations zudem ein soziales, Natur- oder Umweltschutzprojekt mit 1% des Reisepreises. KundInnen haben bei der Buchung die Möglichkeit, selbst das jeweilige Projekt auswählen. 

faircations, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In einem Jahr möchten wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem kompletten Angebot an weltweiten Reisen mit Unterkünften, Transfers, Ausflügen und Rundreisen buchbar sein und die erste Anlaufstelle für Jede/n sein, der/die nachhaltig reisen möchte. In fünf Jahren möchten wir europaweit buchbar sein und durch unseren Einfluss auf die Wertschöpfungskette den nachhaltigen Tourismus entscheidend weitergebracht haben – nachhaltiges Reisen soll das “new normal” werden. Und in zehn Jahren hoffen wir, dass sich niemand mehr daran erinnern kann, dass es jemals nicht-nachhaltige Reiseformen gab…

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir finden es schwierig, Tipps zu geben, da wir selbst noch mitten drin stecken. Auf jeden Fall ist es aber wichtig, sich frühzeitig gut zu vernetzen und sich viel Input und Feedback von außen zu holen. Man wird schnell betriebsblind, wenn man von seiner Idee begeistert ist. Gleichzeitig sollte man nicht zu viel auf das hören, was andere sagen – ein ganz schöner Spagat.

Wir bedanken uns bei Sonja Karl und Stefan Seibel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Versuche nicht zu viel auf einmal!

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MangoMates mangoSpaghetti Mango Limetten chili

MangoMates: mangoSpaghetti Mango mit Limetten und Salz oder Chili

Stellen Sie sich und das Startup MangoMates doch kurz unseren Lesern vor!

MangoMates ist ein junges Unternehmen, welches verschieden super gesunde Produkte aus Mango herstellt und anbietet. Allen voran ein Gericht namens MangoSpaghetti, dass seinen Ursprung in Lateinamerika hat und die Mango mit Limetten und Salz oder Chili aber auch eine süße Cream oder selbstgemachten Eierlikör verfeinert.Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten seine Geschmacksrichtung zu finden. Unser erster Laden befindet sich seit kurzem in Berlin und zieht schon begeisterten Kunden an. 

Wir, das sind Dayan Katheryn Estrada Carrillo und Marcel Martin, sind davon überzeugt, dass gesunder Geschmack, gepaart mit Nachhaltigkeit und dem Bewusstsein dafür die beste Kombo ist. Die Passion und der Auftrag von MangoMates ist es den gesunden Genuss einer unglaublichen Frucht, der Mango, in all ihren Geschmacksfacetten näher zu bringen.

Wir haben uns in Australien kennen- und lieben gelernt. Dayan ist kolumbinerin und ich bin deutscher. Als wir 2018 nach mehreren Jahren  nach Deutschland gekommen sind, entstand 2019 die Idee MangoMates zu gründen und MangoSpaghetti auf den Markt zu bringen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Weil wir an das Produkt glauben! Die Idee war schon damals 2016 in Australien geboren als Dayan mir das erste Mal MangoSpaghetti mit Limette und Salz vor die Nase gestellt hatte.Das hatte mich irgendwie an meine Kindheit und eine bestimmte Gummibären Sorte erinnert. Dieses Lateinamerikanische Streetfood ist super  gesund und so lecker, wir glaubten das ist eine perfekte Kombination und wird viele Menschen begeistern. Als wir ein wenig Marktrecherche betrieben, haben wir festgestellt, dass es diese Köstlichkeit in Deutschland noch gar nicht gibt. Und nach etwas mehr Kostproben an Freunde und Unbekannte als auch logistischer Arbeitsleistung alles herbei zu schaffen was wir brauchten gründeten wir die MangoMates UG.

Welche Vision steckt hinter MangoMates?

Unser Ziel ist es in ganz Deutschland MangoMates Läden zu eröffnen um so MangoSpaghetti bekannt zu machen.Unser Produkt MangoSpaghetti soll sich als gesunder Snack oder sogar leuchte Mittags- oder Abendkost etablieren. Geplant ist es auch MangoMates als Franchise an zu bieten um weiteren Gründern die Möglichkeit zu geben etwas eigenes auf zu bauen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da reicht die Tinte nicht wenn es welche wäre……Herausforderung hat man tagtäglich die einen auch ab und an mal kurz den Boden unten den Füßen wegzieht. Maschinen die vom Zoll zerstört werden und somit unbrauchbar ankommen, kein Strom beim Aufbau des ersten Stand, alle Mangos falsch geliefert bei der Eröffnung…… ach ich glaube da gibt es so viel und alles waren Herausforderungen die im ersten Moment als unüberwindbar schienen doch mit Ehrgeiz, Zusammenhalt und dem Willen das zu rocken schafft man alles! Finanziert hatten wir uns zu Beginn über einen KfW Kredit und sind aber aktuell auf der Suche nach Unterstützung um mobile Stände an zu schaffen auf der Crowdfunding Plattform Startnext, da seit COVID-19 die Banken es super schwer machen für Gastro Betriebe wie uns.

Und wir sind für jede Hilfe Dankbar!

Eine der größten Herausforderungen ist es jedoch unser Produkt bekannt zu machen, sodass die Menschen wissen was MangoSpaghetti ist. Denn sobald sie es wissen sind sie MangoSpaghetti Fan!

Wer ist die Zielgruppe von MangoMates?

Unsere Zielgruppe ist keine bestimmte denn es kann eigentlich fast jeder sein. Das fängt fängt an von „Jaei ich hab Zähne und kann kauen bis in hohe Alter (die meistens die schärferen Varianten nehmen) Early adopters sind sicherlich ernährungsbewusste Personen, die die vielen Eigenschaften der Mango schon kennen. Aber auch Experimentierfreudige, die sich nicht scheuen auch mal die Mango mit Worcestershire, Kürbiskernpulver und Chili probieren wollen. Daneben bieten wir aber auch was für diejenigen die etwas Süßen naschen wollen wie eine sehr leckere vegane Cream , selbstgemachten Eierlikör oder Schokosoße. Wir haben für jeden etwas, auch eigene Kreationen sind möglich da wir alles erst frisch zubereiten.

Was ist das Besondere an den Produkten? 

Das besondere ist der absolut neue Geschmack und die Spaghettiform der Mango. Die Kombinationen eine Mango in Streifen zu schneiden und mit Chili und Knoblauch oder Limette und Salz zu kombinieren ist super neu und extrem lecker. Zudem sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wir sagen immer Geschmack ist so individuell wie jede einzelne Person und wenn jemand ein Mango mit leckerer veganen “Sahne” bestellt und als topping Chiliflocken möchte, kann es dies bekommen. Zudem bringen wir für viele lateinamerikaner ein Stück Heimat in ein fremdes Land und wir bekommen immer wieder neue Rezeptvorschläge. 

Zudem macht die Atmosphäre und unser Kundenservice ein Besuch bei MangoMates zu etwas besonderem! 

Wo liegen die Vorteile?

Du bekommst ein sättigendes Essen was aber gleichzeitig reichhaltig an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien ist. Von Vitamin A, B,C es ist alles dabei und zudem bekommst du einer der beliebtesten Südfrüchte Deutschlands geschält, geschnitten und köstlich zubereitet. Es geht schnell, es macht dich satt und nicht voll (Couch Modus) ist super Gesund und obendrein noch lecker. 

 Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Uns gibt es nicht noch einmal. MangoMates ist der Erste und Einzige Laden in Deutschland welcher MangoSpaghetti anbietet und zwar hier in Berlin in der East Side Mall. Wir haben ein komplett neues Produkt, welches die super Frucht Mango in unterschiedlichsten geschmacklichen Facetten zeigt auf den Markt gebracht. Von süß bis mega scharf bis zu traumhaft bitter….einfach Geschmacksverzaubernd. Gerade sind wir dabei dieses zu etablieren.

MangoMates, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Momentan sind wir ja dabei für die warme Jahreszeit uns auch außerhalb der Mall mit mobilen Foodständen zu platzieren.Ansonsten ist Unser Ziel dieses leckere Produkt in Deutschland bekannt zu machen und es zu etablieren. Wir haben ja bereits einen Laden in Berlin eröffnet und die Resonanz unserer Kunden ist spitze! Unser mittelfristiges Ziel ist es an noch mehr Standorten in ganz Deutschland präsent zu sein und in 5 Jahren in ganz Deutschland und vielleicht auch noch in anderen europäischen Ländern vertreten sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das wichtigste ist es an deine Idee und an dich zu glauben und anfangen diese um zu setzen!! Es wird Zweifler geben und Menschen die einen für verrückt halten und dir sagen, “das wird doch eh nix”….. “Never Try Never Know” 

Man muss es nicht allen recht machen und nicht jeder wird dein Kunde und Fan werden, wichtig ist, dass du denen die es werden und auch schon sind das Gefühl gibst, dass es die richtig Entscheidung ist.

Versuche nicht zu viel auf einmal! Immer ein Schritt nach dem Anderen, denn bei zuviel Enthusiasmus und Tatendrang nach höher, schneller, weiter kommt man ganz schnell ins Stolpern und fällt auf die Nase!

Wir bedanken uns bei Dayan Katheryn Estrada Carrillo und Marcel Martin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bewerbungstrends im Jahr 2022

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bewerbungstrends-2022-bewerbung

Die Anforderungen, die heutzutage an eine Bewerbung gestellt werden, sind um einiges höher als noch zu früherer Zeit. Darum sollten sich Bewerber zu Beginn des neuen Jahres einmal damit beschäftigen, wie eine Bewerbung im Jahr 2022 aussehen sollte. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen in diesem Beitrag die Bewerbungstrends im Jahr 2022 vorstellen, damit Sie wissen, worauf Sie bei der Erstellung achten sollten. 

Die Bewerbung 2022 wird digitaler, einfacher und schneller

In diesem Jahr werden die Entwicklungen der vergangenen Jahre immer weiter vorangetrieben und ausgeweitet. Dadurch werden Bewerbungen immer digitaler, einfacher und schneller, was sowohl für Bewerber als auch für Arbeitgeber von Vorteil ist. Das äußert sich insbesondere an den folgenden Trends, die wir Ihnen einmal etwas genauer vorstellen möchten. 

Online-Bewerbung

Online-Bewerbungen verdrängen die klassische Bewerbungsmappe immer mehr und werden im Jahr 2022 von den meisten Personalern bevorzugt. Dazu zählt sowohl das Einreichen von Bewerbungsunterlagen per E-Mail sowie das Ausfüllen eines Bewerbungsformulars auf der Webseite des Unternehmens, bei dem man sich bewirbt. Während die Bewerber dabei von den geringeren Kosten profitieren, liegt der Vorteil für Unternehmen in dem Wegfall der vielen Unterlagen, die durch den Online-Versand entfallen. Um eine Chance mit der eigenen Online-Bewerbung zu haben, sollte der beigefügte Lebenslauf allerdings so aussehen wie in der Vorlage.

Eigenes Online-Profil

Um möglichst viel über zukünftige Bewerber zu erfahren, bedienen sich viele Unternehmen mittlerweile verschiedener Online-Profile. Dort können sich Bewerber ein Profil erstellen und daraufhin von Unternehmen oder Headhuntern gefunden werden. 

Alternativ können Bewerber auch eine eigene Webseite zu Bewerbungszwecken oder Profile auf beruflichen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn erstellen, um auf diese Weise in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern zu kommen. 

bewerbung laptop geöffnet

Bewerbungsvideos

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie kommunizieren immer mehr Menschen auch zu beruflichen Zwecken über die verfügbaren Videotools. Diese Entwicklung wird durch leistungsstarke Smartphones und soziale Netzwerke noch unterstützt, weshalb Videos auch zu Bewerbungszwecken geeignet sind. 

So können die Chancen eines Bewerbers durch ein Bewerbungsvideo mitunter deutlich erhöht werden, wenngleich diese bislang lediglich von 7 Prozent der Bewerber genutzt werden. Dabei ist ein Bewerbungsvideo in der Regel deutlich aussagekräftiger als eine schriftliche Bewerbung und 90 Prozent der Personaler geben an, dass diese sich ein Bewerbungsvideo garantiert anschauen würden. 

Mobile Recruiting

Das Mobile-Recruiting spielt in diesem Jahr ebenfalls eine deutlich wichtigere Rolle als noch in den vergangenen Jahren. Während die meisten Unternehmen bereits auf Online-Bewerbungen setzen, sieht das bei dem Mobile Recruiting noch anders aus. 

Um Bewerber noch gezielter anzusprechen, sollten Unternehmen auf den eigenen Karriereseiten in der Zukunft Möglichkeiten schaffen, mit denen Bewerber die eigenen Unterlagen mit wenigen Klicks über das Smartphone einreichen können. 

Weder An- noch Motivationsschreiben

Viele Unternehmen legen mittlerweile nur noch geringen Wert auf ein Anschreiben und auch ein Motivationsschreiben wird oftmals nicht mehr benötigt. Stattdessen reicht diesen ein aussagekräftiger Lebenslauf oder ein Bewerbungsvideo bereits aus. Das soll die Anforderungen an Bewerber senken, wodurch die Unternehmen jedoch freiwillig auf einige relevante Angaben des Bewerbers verzichten.   

Recruitainment

Einige Unternehmen experimentieren immer mehr mit neuen Bewerbungsformen, zu denen auch das sogenannte Recruitainment gehört. Dabei handelt es sich um einen Mix aus Recruiting und Entertainment, wofür Bewerber einen Link erhalten und den dortigen Anweisungen folgen müssen. In der Folge werden auf spielerische Weise unterschiedliche Probleme gelöst, mit denen verschiedene Fähigkeiten der Bewerber getestet werden. 

Künstliche Intelligenz 

Bereits vor der Corona-Pandemie setzen einige Unternehmen auf eine künstliche Intelligenz, die eigenständig für den Bewerbungsprozess verantwortlich war. Dadurch entfallen unter anderem persönliche Vorstellungsgespräche, was durch die Pandemie noch weiter verstärkt wurde. Darum ist davon auszugehen, dass künstliche Intelligenzen in diesem Jahr noch viel häufiger im Rahmen des Bewerbungsprozesses zum Einsatz kommen werden. So können diese nicht nur Bewerbungsgespräche führen, sondern auch Bewerbungsunterlagen sichten und den Personalern das Leben somit deutlich erleichtern. 

Messen und Events

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden in den vergangenen beiden Jahren viele Messen abgesagt, verschoben oder fanden ausschließlich digital statt. In diesem Jahr werden physische Veranstaltungen und Events dagegen wieder eine größere Rolle spielen, da Jobmessen auch weiterhin eine gute Möglichkeit darstellen, um Bewerber und Arbeitgeber zusammenzuführen. Und auch wenn ein Bewerber nicht direkt eine Anstellung finden sollte, kann dieser sich zumindest ein Netzwerk für die Zukunft aufbauen.

Bilder: pixabay

Autor: Alexander Triesch

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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