Montag, April 27, 2026
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Ein Team aufzubauen, welches an die Idee und das Produkt glaubt

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Die Gründer von Saatgutkonfetti, Konfetti das aus Saatgut von 23 heimischen Wildpflanzenarten besteht, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor! 

Wir sind Katja, Philip und Chris von Saatgutkonfetti! Philip ist 31 und in Köln großgeworden. Aktuell wohnt er in Kassel und studiert Produktdesign an der Kunsthochschule Kassel. Chris ist 31 und in Hürth bei Köln aufgewachsen. Im Anschluss an sein Geographie Studium in Bonn hat er als Projektmanager bei einer NGO für die Energiewende gearbeitet. Katja ist 34, hat Jura und Wirtschaft studiert und nach der Uni bei SAP und als Innovationscoach gearbeitet. Aktuell wohnt sie in Hamburg. 

Zu dritt haben wir vor ca. 2,5 Jahren Saatgutkonfetti gegründet und somit den Sprung in die Start- up-Welt und Selbstständigkeit gemacht. Unser Konfetti ist nicht nur zu 100% kompostierbar, vegan und macht unglaublich viel Spaß, sondern enthält auch das Saatgut von 23 heimischen Wildpflanzenarten, die nach ihrer Funktion im Ökosystem ausgewählt sind und als spätere Heimat und Nahrung für Insekten und andere kleine Tiere dienen. 

Kaufen kann man unser Konfetti in verschiedenen Concept-Stores, Bioläden, im Inhaber:innen geführten Einzelhandel und online. Perfekt ist es für Veranstaltungen und überall dort, wo gefeiert wird! Man kann es aber natürlich auch im Garten verteilen oder es zum Anlegen von Blühwiesen auf landwirtschaftlichen Flächen nutzen. Hauptsache, mit Spaß! 

Wie ist Ihre Idee entstanden? 

Als Produktdesigner versteht Philip es als seine Aufgabe, Probleme zu erkennen und an einer Lösung dafür zu arbeiten. Angefangen hat es dementsprechend mit der Müllproblematik beim Kölner Karneval und dem zunehmenden Biodiversitätsverlust auf unserer Erde. Im Rahmen seines Produktdesignstudiums hat er dann zusammen mit einer Kommilitonin das Konfetti erfunden und gleich den Green Product Award abgestaubt. Nach dem vielen positiven Feedback holte er Chris und Katja mit in’s Boot und zusammen starteten wir 2019 ein Crowdfunding. Das war die Gründung und somit der Startschuss für Saatgutkonfetti! 

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt? 

Wir wollen mit unserem Konfetti einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und gegen den Verlust der Artenvielfalt leisten, ohne dabei den Fokus auf Verzicht zu setzen. Nachhaltigkeit steht häufig im Konflikt mit Konsum und Spaß, unser Anliegen ist es, Freude zu verbreiten, ohne dabei Berge an Müll zu hinterlassen. Es ist uns wichtig, ein Bewusstsein für die Konsequenzen des eigenen Handelns zu schaffen, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Vielmehr soll mit Freude und Leichtigkeit positiver Impact geschaffen werden. Wir wollen ein Bild von einer bunten Welt vermitteln, in der die Menschen nicht gegen, sondern mit der Natur leben. 

Wer ist Ihre Zielgruppe? 

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die mit Spaß etwas Gutes tun wollen und denen die Umwelt und ein nachhaltiges Leben am Herzen liegen. Dazu gehören neben Privatleuten auch B2B Kund:innen – Firmen, die ein nachhaltiges Give-away suchen oder Händler:innen, die ein nachhaltiges Partyprodukt in ihren Regalen platzieren wollen. Darüber hinaus sind es alle möglichen Eventveranstalter:innen von groß bis klein, die das Konfetti für Festivals, Karneval, Hochzeiten oder andere Anlässe nutzen. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die  Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben? 

Tatsächlich ist die VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ auf uns zugekommen und hat angefragt, ob wir uns für die Sendung bewerben möchten. Wir haben uns beworben, wurden angenommen und haben uns natürlich sehr darüber gefreut, die Chance zu bekommen unser Produkte und unsere Vision vor solch einem großen Publikum – und natürlich den Löw:innen – präsentieren zu können. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet? 

Leider hatten wir gar nicht so viel Zeit, uns auf die Sendung vorzubereiten, da wir unseren Pitch direkt nach Erfüllung eines Großauftrages für Aldi Süd hatten. Trotzdem haben wir natürlich im Team die Köpfe zusammengesteckt um unser Produkt gut präsentieren zu können. Auch unser Produktionsteam hat uns bei der Vorbereitung unterstützt. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? 

Es hat uns wirklich sehr gefreut, dass unsere Idee eine solch große und positive Resonanz bekommt. Damit können wir vielen Menschen zeigen, wie wir auch anders gründen können, anders wirtschaften – zukunftsfähiger und nachhaltiger. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen?Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf Saatgutkonfetti aufmerksam werden? 

Die hohe Aufmerksamkeit, die man durch so eine große Show erfährt, bietet natürlich viele Chancen und ist grade als kleines Start-up super wertvoll. Unser Wunsch ist es aber vor allem, dass Saatgutkonfetti kein kurzer Hype wird, sondern ein etabliertes Produkt, welches echten, positiven und nachhaltigen Impact leistet. Nur so können wir unsere Vision langfristig verfolgen und realisieren! 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus? 

Unsere zwei Favoriten vor der Show waren Ralf Dümmel und Nico Roßberg. Nico Roßberg wegen seines Schwerpunkts auf nachhaltige Produkte und Ralf Dümmel wegen seiner Vertriebsexpertise.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir möchten, dass Saatgutkonfetti in 5 Jahren das erste Produkt ist, was einem in den Sinn kommt, wenn man an Konfetti denkt! Außerdem soll es beweisen, dass man auch mit einem echten, grünen Geschäftsmodell, in dem nicht alles auf Profit ausgelegt ist, erfolgreich sein kann. Wir wollen Saatgutkonfetti weiter als regeneratives Business aufbauen, welches Produkte bietet, die nicht nur nicht schädlich sind, sondern darüberhinaus positiven Impact hinterlassen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben? 

Unserer Meinung nach ist es gut an einer Idee zu arbeiten, die nicht nur wirtschaftlichen Mehrwert hat, sondern vor allem einen Impact darüberhinaus hat und Spaß macht. Dadurch wird es zukunftsfähig und die Freude kommt nicht zu kurz. Außerdem ist es wichtig ein Team aufzubauen, welches an die Idee und das Produkt glaubt und mit intrinsischer Motivation dabei ist. So kann man gemeinsam mit voller Kraft durch die verschiedenen Phasen des Start-Up Rollercoasters fahren. Darüberhinaus finden wir es wichtig, das Unternehmen als Social Enterprise aufzubauen, um über das Produkt hinaus einen positiven Einfluss auszuüben.

Philip Weyer (l.), Christoph Trimborn (M.) und Katia Filippenko präsentieren mit Saatgutkonfetti Konfetti mit Pflanzensamen. Sie erhoffen sich ein Investment von 200.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Saatgutkonfetti war am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

waterdrop das erfolgreichste: Die Höhle der Löwen-Start-up

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waterdrop höhle der löwen

Zum Finale der aktuellen und zehnten „Die Höhle der Löwen“-Staffel hat das erfolgreichste Start-up der Sendung – waterdrop® – einen erneuten Gastauftritt in der Show. Seit ihrem Deal mit Löwin Dagmar Wöhrl im Jahr 2018 ging es für die Österreicher hoch hinaus: 19 Stores in über 13 Länder (darunter USA, Frankreich, Italien), mehr als 200 Mitarbeiter und für das aktuelle Jahr 2021 sind 85 Millionen Umsatz geplant.

Das Gründertrio Martin Donald Murray (36), Christoph Hermann (37), und Henry Murray (31) stellte sich ein Jahr nach ihrem Launch dem kritischen Blick der Löwen-Jury. „Die mediale Aufmerksamkeit, die wir durch die Sendung erhalten haben, war enorm und ein echter Push für waterdrop®. Die Server liefen nach dem TV-Auftritt heiß und uns kannten auf einmal Millionen Menschen in Deutschland. Wir hatten in den ersten 24 Stunden nach Ausstrahlung 30.000 neue Kunden!” sagt CEO Martin Murray. Die Teilnahme habe sich definitiv gelohnt. Mit der Familie Wöhrl habe sich eine langfristige Partnerschaft ergeben, die auch drei Jahre nach Teilnahme weiterhin fortbesteht.

Die wichtigsten Kennzahlen:

  • waterdrop ® wurde 2016 gegründet und ist DIE am schnellsten wachsende FMCG-E-Commerce-Marke in Europa
  • Mit bereits rund 1,5 Millionen Kunden und mehr als 750k Followern auf allen Social Media Plattformen haben sie eine der größten Online-Communities und Social Followings im europäischen Raum
  • waterdrop® erwartet in diesem Jahr 85 Millionen Euro Umsatz und wächst damit seit dem Start 2017 um 400 % pro Jahr
  • Bis heute mehr als 200 Millionen verkaufte „waterdrops“ in 13 Ländern
  • Erfolgreicher Launch in den USA mit Flagshipstore in Miami

Zu der Erfolgsstory gehört auch das neue Wiener HeadQuarter in den ehemaligen Gösserhallen, das Dagmar Wöhrl zusammen mit dem VOX-Kamerateam besichtigt. Es soll im Frühjahr 2023 fertiggestellt werden. Neben dem Gelände des neuen Headquarters wurde auch im Flagshipstore im Herzen von Wien gefilmt.

Was ist waterdrop ®?

waterdrop® ist der weltweit erste Microdrink – ein kleiner Würfel angereichert mit einer Vielzahl an wertvollen Pflanzenextrakten, der in jeden Flaschenhals passt und einfaches Leitungswasser im Handumdrehen mit jeder Menge Geschmack und hochwertigen Vitaminen versieht. Das Wiener Unternehmen sagt mit großem Erfolg seit 5 Jahren der klassischen Getränkeindustrie den Kampf an und will den Verbrauch von Plastikflaschen und deren lange Transportwege langfristig unnötig machen.
11 Microdrinks, vier Microteas und zahlreiche Accessoires, die Lust auf mehr Wassertrinken machen, gehören mittlerweile zum umfangreichen Angebot des Wiener Unternehmens.

Zu den Community-Lieblingen und meistverkauften Microdrinks gehören NERO mit natürlichem Koffein aus Guarana und Kola-Nuss sowie BOOST mit Johannisbeere, Holunderblüte und Açaí. In einigen deutschen Vitrinen warten hübsch aufgereiht zahlreiche waterdrop® Flaschen als Sammlerstücke auf bewundernde Blicke oder ihren Einsatz im Kampf gegen die Plastikflaschen. Immer wieder gibt es limitierte Editionen, die in Kooperation mit Designern wie Viktor&Rolf oder Celebrities wie Suki Waterhouse entstehen. Diese sind natürlich besonders begehrt.

Wie alles begann

Martin Murray, Gründer und CEO von waterdrop ®, arbeitete zuvor viele Jahre für BCG. Die Idee entstand im Flugzeug auf dem Weg von Singapore nach Hongkong, wo er 2015 seinen MBA absolvierte. Zu dieser Zeit war er beruflich viel unterwegs, wollte auf seine Gesundheit achten, konnte sich daher mit keinem der zuckerhaltigen Getränke an Bord wirklich anfreunden und war enttäuscht von der einzig bleibenden Alternative: Wasser.

Die Beverage-Branche war damals wie heute mit zwei großen Problemen konfrontiert: ein hoher CO₂ Ausstoß und unendliche Mengen Plastik. Mit der festen Überzeugung, dass es einen langfristig nachhaltigeren Weg geben muss, als Flüssigkeiten mit Zucker und Konservierungsstoffen zu versehen, sie in Plastikflaschen zu füllen und quer durch die Welt zu transportieren, entwickelte Martin Murray zu Beginn alleine und später mithilfe von Christoph Hermann und seinem Bruder Henry Murray, nach 2 Jahren intensiver Forschung, den ersten waterdrop® Microdrink.

So soll es weitergehen

Neben Expansionsplänen in den USA, Europa und Asien sind weitere Flagship Stores geplant. Auch die Produktpalette soll um einige spannende Produkte, wie Kinderflaschen und praktische Sportflaschen sowie neue Microdrinks erweitert werden. waterdrop ® wird sich zukünftig noch weiter in Richtung eines Drinktec Unternehmen entwickeln. Die in diesem Jahr erschienene App war erst der Anfang und weitere Innovationen werden folgen. Anfang nächsten Jahres ist eine Smart Cap geplant, die Wasser auf Knopfdruck mithilfe von UV-C-Technologie entkeimt. Gerade in Ländern ohne sauberes Trinkwasser ist das essenziell und hilft den Menschen dabei mehr Wasser zu trinken und langfristig weniger zu Einweg-Plastikflaschen zugreifen.

Quelle STILGEFLÜSTER GmbH

Einfach durchziehen und nicht aufgeben

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Grundriss in Lebensgröße höhle der löwen

Maximilian Mühlegg (l.), Gissou Ataee und Lucas Nummer Gründer von Grundriss in Lebensgröße, macht dein zukünftiges Zuhause in 1:1 Lebensgröße erlebbar, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Grundriss in Lebensgröße doch kurz vor!

In Lebensgröße ist das erste Projektionsunternehmen, das Ihre Kunden über die gesamte Bauplanungs- und -umsetzungsreise begleitet. In den drei Erlebniswelten – Planung, Grundrissprojektion und Küchenplanung – wird unseren Kunden sein zukünftiges Zuhause in 1:1 Lebensgröße erlebbar gemacht und jegliche Unsicherheit genommen. Durch das reale Raumerlebnis lassen sich Planungsfehler vermeiden und der Hausbau oder der Küchenkauf planungssicher und kompromisslos angehen.

Wie ist die Idee zu Grundriss in Lebensgröße entstanden?

Wir waren selbst jahrelang in der Immobilienbranche tätig und ständig kam die Frage auf: ’Wie fühlen sich denn x m² an? Kann ich mir nicht vorstellen.’ Also begann unsere Recherche und damit auch die Entstehungsgeschichte von Grundriss in Lebensgröße.

Welche Vision steckt hinter Grundriss in Lebensgröße?

Wir revolutionieren die gesamte Baubranche mit unseren lebensgroßen Projektionen. Und wir decken mögliche Planungsfehler noch vor dem Baubeginn auf. Wir schaffen Klarheit, Transparenz und Sicherheit für alle Beteiligten.

Wer ist die Zielgruppe von Grundriss in Lebensgröße?

Unsere Zielgruppe setzt sich hauptsächlich aus privaten Bauherren, aber auch Fertighausverkäufern, Bauträgern und Architekten zusammen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung: Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir sind riesen Fans der Sendung – bereits seit Staffel 1. Deshalb haben wir direkt die Initiative ergriffen!

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Zuerst haben wir uns an den Pitch gesetzt – danach hieß es üben, üben, üben.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung: Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es ist uns natürlich eine große Ehre in der Sendung zu sein – und das in der letzten Folge der Jubiläumsstaffel. Danach haben wir einen neuen Antrieb gespürt. Aus unserem kleinen ‚Start-up’ wurde im Nu ein Unternehmen mit mehreren Standorten, welche alle gemeinsam an einem Strang ziehen und auf die Ausstrahlung am Montag hinfiebern.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch: Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Grundriss in Lebensgröße aufmerksam werden?

Unsere Priorität lag schon immer im Unternehmensaufbau. Wir erwarten uns Kontakte in die Branche und nachhaltige Verkaufstrainings durch die Expertise der Investoren. Natürlich freuen wir uns aber auch sehr darüber, zusätzliche Aufmerksamkeit für unsere Problemlösungen zu generieren.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Lucas hatte aufgrund seiner Vertriebserfahrung im B2B Bereich Carsten Maschmeyer im Fokus, Gissou hingegen Judith Williams aufgrund gemeinsamer Herkunft und Girl-Power.

Grundriss in Lebensgröße, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir eröffnen bis 2025 insgesamt 25 Standorte, erweitern unsere customer journey stetig und werden die Marke, wenn es um den Hausbau geht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

No risk no fun: Einfach durchziehen und nicht aufgeben, komme was wolle.

Maximilian Mühlegg (l.), Gissou Ataee und Lucas Nummer aus München präsentieren mit Grundriss in Lebensgröße eine Grundriss-Projektionshalle. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Grundriss in Lebensgröße ist am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Maximilian Mühlegg, Gissou Ataee und Lucas Nummer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Hinterfragt es: Immer wieder

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colorsafe seife farbeffekt händewaschen die blaue

Katrin Klein Gründerin von Colorsafe, Seife mit Farbeffekt für das richtige und sichtbare Händewaschen- Die BLAUE, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup colorsafe doch kurz vor!

colorsafe ist ein Startup aus Köln, gegründet von Katrin Klein. Das Startup hat die erste Seife mit Farbeffekt entwickelt hat für das richtige und sichtbare Händewaschen. DIE BLAUE.

Wie ist die Idee zu colorsafe entstanden?

Im ersten Lockdown betreute ich meine beiden Nichten und meine Großnichte. Die Bedeutung des gründlichen Händewaschens war klar. Aber ich merkte schnell, dass es mir unmöglich war, bei drei kleinen Kindern zu sehen, ob die Hände richtig gewaschen waren. Und wie soll man Kindern erklären, dass sie etwas wegmachen sollen, was gar nicht sichtbar ist? Ich probierte es also erstmal mit selbst gefärbten Seifen. 


Das Prinzip „seifen & sehen“ funktionierte wunderbar. Auch ich stellte fest, dass ich mir seit 49 Jahren nie richtig die Hände gewaschen hatte. Wie übrigens mehr als 90% der Menschen – so lernte ich später dazu. Es war mir sofort klar, ich möchte eine Seife entwickeln, die das richtige Händewaschen einfach und sichtbar macht.

Welche Vision steckt hinter colorsafe?

Wir möchten mit colorsafe clevere, einfache Produkte für die Gesundheit und Sicherheit entwickeln ohne zusätzliche Ressourcen zu verbrauchen.
So wie DIE BLAUE. Eine Seife, die sofort sichtbar macht, wo noch nachgeseift werden muss. Es wird kein zusätzliches Produkt benötigt oder hergestellt, um diesen Effekt zu zeigen.

Wer ist die Zielgruppe von colorsafe?

Wir möchten mit „DIE BLAUE“ alle ansprechen und erreichen. Da das richtige Händewaschen uns alle betrifft. Deshalb haben wir bewusst DIE BLAUE – clever Kids soap und „DIE BLAUE – clever soap“ auf den Markt gebracht. Die Zielgruppen sind die neugierigen Menschen, die sich und etwas hinterfragen, was so einfach scheint, aber von über 90% der Menschen nicht richtig gemacht wird und natürlich Kinder, die damit kinderleicht erlernen, wie das Händewaschen funktioniert. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Immer wieder sprachen mich Freunde darauf an und ich habe immer gesagt, dass ich mich dort nicht bewerbe. Dann habe ich es aber doch getan! 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Das war wirklich schwierig, da die Vorbereitungen und Bewerbungsdurchläufe sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben und ich ja gerade dabei war colorsafe an den Markt zu bringen. Ich habe meinen Pitch und mich auf möglichst viele Fragen vorbereitet, die man von der Höhle kennt. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? Ich kenne hier keine Zahlen und weiß somit gar nicht, zu welchen wenigen Startup Unternehmen ich gehöre, aber es ist schon ein unfassbarer Schritt und Erfolg. Irgendwie kann ich es immer noch nicht ganz glauben, wie sich alles entwickelt hat.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf colorsafe aufmerksam werden?

Ich hätte diese Aufmerksamkeit natürlich nie ohne die Teilnahme in der Höhle erhalten und dies ist natürlich für ein Startup phantastisch.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Nils Glagau und Carsten Maschmeyer.

Katrin, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?


Ich hoffe gesund mit Familie, Freunden und einem kleinen Team das 5-Jährige von colorsafe feiern. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich habe ja bislang die meisten Erfahrungen aus meinen Tätigkeiten im Konzern und Mittelstand machen können und egal, wo ich gearbeitet habe oder nun als Gründerin: Wenn es für einen selber nicht schlüssig erscheint, warum etwas nicht gehen oder klappen soll, dann hinterfragt es. Immer wieder. Egal wie genervt die Leute dann auch sind. In den meisten Fällen ist es möglich. Dies sind meine Erfahrungen.

Katrin Klein aus Köln präsentiert mit Colorsafe eine färbende Seife. Sie erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Colorsafe ist am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Katrin Klein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nur wer für etwas brennt kann auch entfachen

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Steve Müller DeWok innovatives Kochsystem in der Höhle der Löwen

Steve Müller Gründer von DeWok, innovatives Kochsystem ohne Strom überall kochen, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mein Name ist Steve Müller und ich bin Gründer der DeWok GmbH. Wir sind ein junges Kölner Startup-Unternehmen, das innovative und außergewöhnliche Ideen, in Erfindungen für den Alltag umwandelt. Wir entwickeln mit großer Leidenschaft, Hingabe und vor allem mit herausragender Kompetenz Produkte. Produkte, die nachhaltig produziert und dazu noch ein frisches, modernes Design bieten. Unser erstes Produkt, unser DeWok, ist ein innovatives Tischkochgerät. Der DeWok läuft ohne Strom und ist die erste flexible Kochinsel und die perfekte Ergänzung beim Grillen, beim Campen, Zuhause, Garten, am See oder beim Picknick. Der Aufbau und die Auswahl der hochwertigen Materialien ermöglicht es, in verschiedensten Temperaturebenen zu kochen, um eine vitamin- und nährstoffreiche Zubereitung zu gewährleisten. Kochen ohne Strom, egal wann, egal wo, egal was.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Ein Freund erweckte in mir, den Entwickler, den Drang etwas Neues zu kreieren, nach dem er sich über die für ihr eher langweilige „Fondue- und Raclette-Kultur“ in Deutschland ausgelassen hat. Ich wollte etwas Innovatives, ein Ganzjahres-Produkt am besten ohne Strom, es muss flexibel sein, eine schonende Zubereitung von Nahrungsmitteln garantieren und ein modernes Design bietet. 

Nach vielen Stunden des Zeichnens, Rechnens und Ausprobierens war ein neues Kochsystem geboren, für den nur noch der richtige Name fehlte. Der fiel schließlich meiner Frau ein, die feststellte: „Dat ist ne kölsche Erfindung und wird in Köln hergestellt , das heißt „DäWok“ und steht in der rheinländischen Mundart für „der Wok“ , internationaler gedacht änderte ich nur noch das Ä in E und schon war DeWok geboren.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Kochen wird immer wichtiger in Deutschland – und das bestenfalls frisch, lecker, knackig und gesund. Und Kochen soll auch etwas Geselliges sein. DeWok steht für gesundes kochen und Gemeinschaft. DeWok ist ein Küchengerät und Kochsystem was die Menschen zusammenbringt – zuhause oder unterwegs. Schon beim Zubereiten der Speisen soll man gemeinsam Spaß haben. Er vereint alle diese Anforderungen in einem zeitlosen Design mit edlen Materialien und er ist nicht an eine Steckdose gebunden. Das neue Tisch-Kochsystem erfüllt fast jeden Kundenwunsch, gesunde und leckere Gerichte sind mithilfe abgestimmter Temperaturverteilung in der Pfanne möglich.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

DeWok ist für alle da – vom Studenten über den flotten Großstadt-Hipster bis hin zum eingefleischten Grillfan, Camper und Designverliebte, ein Ganzjahresprodukt für alle. Mit dem raffinierten System lassen sich selbst dort noch köstliche Gerichte zaubern, wo gar keine Küche vorhanden ist. Da es außerdem keine Steckdose benötigt, sind Sie damit auch nicht ans Haus gebunden. DeWok ist funktional, auch junge Menschen versuchen wir zu begeistern. Wir besuchen sogar Schulen und Sport-Leistungszentren um bei Kindern und Jugendlichen die Lust zum „Selber-Kochen“ zu wecken. Ihnen zu zeigen, dass Gemüse „ yummy“ schmecken kann, wenn durch eine schonende Zubereitung Nährstoffe und Vitamine erhalten bleiben können.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Die VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen ist eine gute Chance, sein Produkt weiter nach vorne zu bringen und als begeisterter Zuschauer war mir direkt klar, dass ich mit DeWok in die Sendung muss. Da ich bei der Bewerbung überzeugt habe, wurde ich eingeladen – es war ein tolles Gefühl!

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich lebe mein Produkt und war mir sehr sicher, die Fragen der Löwen gut beantworten zu können. Ich bekam jedoch auch super Tipps vom Team von Sony im Vorweg, um die Aufregung in den Griff zu bekommen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? 

„Nur wer für etwas brennt, kann auch entfachen“. Als Unternehmer durchläuft man mehrere Ebenen zum Erfolg. Wichtig ist: weitermachen, auch wenn es schmerzt. Auch wenn man denkt, es geht nicht mehr: weitermachen! Es ist eine Probe und in den meisten Fällen wird man belohnt und das ist genügend Motivation.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf DeWok aufmerksam werden? 

Vielleicht einer der entscheidendsten Schritte für mein Startup, man bekommt sehr viel Aufmerksamkeit und Feedback, jetzt heißt es weitermachen und die Erfahrung mitnehmen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Im Fokus habe ich Ralf Dümmel, Nico Rosberg und Dagmar Wöhrl.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

DeWok steht für „Qualität, Lifestyle, funktionales und formschönes Design. DeWok wird neben allen hochwertigen Marken stehen. Es ist ein neuer Trend, das neue Kocherlebnis heute hat man DeWok, heute „wokken“ wir! Es gibt weitere Produkte und vor allem Zubehör und auch die Markenbildung ist für uns ganz wichtig.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

1. Als Unternehmer durchlaufen Sie mehrere Ebenen zum Erfolg. Wichtig ist: Weitermachen, auch wenn es schmerzt. Auch wenn man denkt, es geht nicht mehr. Weitermachen! Es ist eine Probe. Sind Sie dafür gemacht?

2.Die eigene Gesundheit darf man nicht vernachlässigen. Sie gibt die entsprechende Power, die man für den Erfolg und das Durchhalten braucht.

3. Jeder Unternehmer braucht ein Motto, ein Mantra. Etwas woraus man Kraft schöpft. 

Mein beiden Motto´s:

1. „Nur wer für etwas brennt kann auch entfachen“.

2. „Gesund bin ich und aus dem Rest muss ich was machen“.  

Steve Müller (r.) aus Köln präsentiert die Fondue-Revolution DeWok. Er erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 12,5 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Zum Pitch hat er seinen Freund, den Sterne-Koch Christian Lohse, mitgebracht. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

DeWok ist am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Steve Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Be your own muse!

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muse BEAUTY BEAUTY Lifestyle kosmetik

muse BEAUTY BEAUTY- und Lifestyle-Shop für hochwertige und luxuriöse Kosmetik- und Pflegeprodukte

Stellen Sie sich und das Startup muse BEAUTY doch kurz unseren Lesern vor!

muse BEAUTY ist ein 2021 gegründeter BEAUTY- und Lifestyle-Shop für hochwertige und luxuriöse Kosmetik- und Pflegeprodukte sowie spannende Nischenmarken, die bisher nur Beauty- und Fashion-Insidern bekannt sind. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf tierversuchsfreie, vegane und nachhaltige Marken im Sortiment. Die Schönheitswünsche und Pflegebedürfnisse der Männer werden selbstverständlich ebenfalls berücksichtigt. Einen besonderen Platz im Portfolio nehmen die medizinischen Beauty-Produkte der Marke MBR® ein. Diese setzen dort an, wo normale Hautpflege endet. Sie können somit durchaus als Hautpflege an der Grenze zur Medizin bezeichnet werden. Darüber hinaus haben wir Home- und Lifestyle-Accessoires wie Duftkerzen im Sortiment. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

muse BEAUTY ins Leben zu rufen war eigentlich vorhersehbar. Durch meine Jobs in der Fashion-Branche für BOSS und s.Oliver kam ich immer wieder in Berührung mit der Beauty-Szene. Mein Beruf als Fotografin hat meine Begeisterung für die Welt der Kosmetik- und Pflegeprodukte zusätzlich gesteigert. Den entscheidenden Ausschlag für die Entscheidung, ein Unternehmen im Beauty-Bereich zu gründen, war dann aber ein völlig anderer, ein sehr persönlicher. 

Ich litt jahrelang unter akuten Hautproblemen. Das führte soweit, dass ich vor einigen Jahren mit starken Entzündungsreaktionen der Haut stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Diagnose war ein chronisch atopisches Ekzem. Langfristig bei der Heilung geholfen hat mir die richtige Auswahl von Beauty-Produkten, ein bewusster Lebensstil und die Zufuhr von Nährstoffen über eine gesunde Ernährung sowie ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel. Heute ist dieses Hauptproblem bei mir weitestgehend unter Kontrolle. Seitdem verfolge ich den Beauty-Markt mit anderen Augen und maximalem Interesse. Der Weg zu einem eigenen Online-Beauty-Shop mit überzeugenden Pflegeprodukten war im Grunde die logische Konsequenz.

Was war bei der Gründung von muse BEAUTY die größte Herausforderung?

Die letzten anderthalb Jahre waren stark von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf Arbeitsprozesse geprägt. So standen auch wir vor der Herausforderung, sämtliche Brainstormings und Meetings über Videocall- und Messenger-Tools zu bewältigen. Obwohl wir alle Digital Natives sind, pushen aber persönliche Treffen, insbesondere beim Aufbau eines Teams, dieses wichtige Wir-Gefühl natürlich viel stärker. 

Eine weitere Herausforderung war sicherlich die finale Sortimentszusammenstellung für den Launch. Wir haben alle Marken vorher persönlich getestet und dabei viele großartige Brands entdeckt. Natürlich war es nicht möglich, zum Start alle Marken ins Portfolio zu nehmen. Aber unser Sortiment wird regelmäßig aufgestockt und so dürfen sich muse BEAUTY-Kunden immer wieder auf spannende, neue Pflegeprodukte freuen. 

Und natürlich stehen wir vor der spannenden Aufgabe, den dynamischen Prozess der Digitalisierung auch im e-Commerce-Bereich aktiv mitzugestalten. Beauty-Unternehmen erweitern gerade massiv ihre Technik-Units. Und wenn man die unfassbar große Technikmesse „Consumer Electronic Show“ in Las Vegas besucht, erschlägt einen die Menge an neuen Beauty-Technologien. Es gibt smarte Make-up-Drucker, 3D-Drucker für Gesichtsmasken oder intelligente Spiegel, die Frisuren auf den Kopf der Kunden projizieren und gleichzeitig die Kommunikation mit einem Stylisten ermöglichen. Nicht zu vergessen die virtuellen Influencer, die ins Rennen geschickt werden.

Insbesondere die „Try before you buy“-Technologien werden boomen.

Dieser Bereich ist schon sehr weit vorangeschritten. So funktioniert virtuelle Schminke zum Beispiel auch, wenn sich die Kunden bewegen oder die Lichtverhältnisse abrupt wechseln. Für den Nutzer hat das natürlich einen hohen Nutzwert: Erst durch Augmented Reality-Tools den perfekten Look kreieren, dann das Produkt shoppen. Kosmetik ist somit für den Endkunden auf einen völlig neue Art und Weise erlebbar. Mit diesen digitalen Innovationen, die durch Künstliche Intelligenzen, Augmented Reality und weiteren digitalen Lösungen erst ermöglicht werden, wird die gesamte Kosmetik-Branche auf eine ganz neue Ebene gehoben und optimal zukunftsfähig gestaltet. Das betrifft auch den Kundenservice. Hier stehen massive digitale Veränderungen an, zum Beispiel der verstärkte Einsatz von Bots, KIs oder Sprachsoftware.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wenn man auf den Zeitpunkt wartet, dass alles perfekt ist, startet man mit großer Wahrscheinlichkeit nie. Wer von seiner Idee überzeugt ist und diese anderen glaubhaft präsentieren kann, sollte den Start wagen und den Weg bestreiten. Wenn der erste Schritt gegangen ist, ergeben sich oft weitere Ideen und Möglichkeiten. Man sollte seine Idee auf diesem Weg als dynamisches Innovation Lab betrachten und nicht als starres Konstrukt. 

Welche Vision steckt hinter muse BEAUTY?

Unser Slogan „Be Your Own Muse” steht für die Vision, jede Frau und jeden Mann darin zu stärken, sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen, an sich zu glauben und sich selbst zu inspirieren. Mit den ausgewählten Nischenprodukten, die muse BEAUTY bietet, möchten wir das unterstützen. Natürlich ist eine gepflegte Haut nur der äußerliche Aspekt, aber die bewusste Pflege und das Einräumen der täglichen Me-Time über eine Pflege-Routine kann ein Schritt in diese Richtung sein. 

Selbstverständlich berücksichtigen wir auch die aktuellen Trends im digitalen Bereich. muse BEAUTY soll mit sinnvoll eingesetzten, digitalen Innovationen eine emotionale, stark nutzwertige und personalisierte Erlebniswelt bieten. 

Was uns wichtig ist: Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt. Wir agieren mit ihm auf Augenhöhe. Auch über den Kundenservice und die Kommunikation mit dem Kunden möchten wir ein positives Nutzererlebnis garantieren. Diese Nähe, zum Beispiel über ein persönliches Gespräch bei Kundenfragen, schafft Vertrauen und wird von unserer Zielgruppe wertgeschätzt.

Wer ist die Zielgruppe von muse BEAUTY?

muse BEAUTY richtet sich weder an eine bestimmte Altersgruppe noch an ein bestimmtes Geschlecht. Die Zielgruppe von muse BEAUTY verbindet ein bestimmtes Lebensgefühl und den Anspruch an Beauty- und Lifestyle-Produkte abseits der gängigen Marken und Kosmetik-Brands. muse BEAUTY-Kunden suchen bewusst Produkte für ihren jeweiligen Hautanspruch und setzen sich mit diesen intensiv auseinander. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alle der außergewöhnlichen Make up-, Pflege- und Duftmarken in unserem Shop haben wir vorher über einen langen Zeitraum selbst getestet und nur die überzeugendsten Brands in unser Kosmetik-Portfolio aufgenommen. 

Wir möchten uns zudem über ein einzigartiges Kundenerlebnis von der Konkurrenz abheben. Dieses wird an allen sogenannten Customer Touchpoints regelmäßig neu mit emotionalen, individuellen Erlebnissen angereichert werden. Der persönliche Kontakt und die direkte Interaktion, zum Beispiel in eigenen muse BEAUTY-Communities und -Gruppen, wird in unserer Omnichannel-Strategie eine zentrale Rolle einnehmen. 

muse BEAUTY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, muse BEAUTY als feste Adresse für ausgesuchte Nischenprodukte und -marken zu etablieren und eine zufriedene, stetig wachsende Community aufzubauen. Das Angebot des Shops soll dabei stetig erweitert werden. Der nächste Schritt in Hinblick auf Expansion ist eine Brand Extension mit Sitz in Deutschland. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Go for it! And: Be your own muse!

Betrachte deine Idee als dynamisches Konstrukt und erlaube Abwandlungen und Veränderungen.

Bleibe flexibel! Gerade in der Covid 19-Pandemie haben wir gelernt, dass wir uns immer wieder flexibel auf neue Situationen, die durchaus auch Rückschläge nach sich ziehen können, reagieren und kreativ Lösungen finden müssen.

Wir bedanken uns bei  Geraldine Khakshouri für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Eine positive Fehlerkultur ist für die Innovation sehr wichtig

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Motesque biomechanik

Motesque kombiniert Biomechanik mit KI für die Erfassung von Bewegung und Körperformen

Stellen Sie sich und das Startup Motesque doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Kai Oberländer. Ich bin Professor für Biomechanik und CEO von Motesque.

Zusammen mit dem renommierten Biomechaniker Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann, dem Experten für Computer Vision, Tobias Lang, sowie dem Industriedesigner Tobias Fink habe ich 2015 das Startup in New York City gegründet. Wir entwickeln biomechanische Technologien und Lösungen, mit denen wir zur Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens aller Menschen beitragen. 

Viele Unternehmen bieten eine riesige Produktauswahl an, die Konsumenten oft überfordert. Vor allem beim Kauf von beratungsintensiven Produkten wie Matratzen, Laufschuhen oder Fahrrädern merken sie häufig erst erst im Nachhinein, dass diese nicht zu ihrem Bewegungsapparat passen und den Körper eher strapazieren als entlasten. Das wollen wir ändern. 

Wir haben unser langjähriges Know-How aus der Biomechanik mit modernsten KI-Ansätzen kombiniert und damit Lösungen entwickelt, mit denen wir menschliche Körperformen und -proportionen sowie menschliche Bewegungen detailgenau erfassen können. Daraus können wir datengestützte Empfehlungen im Health-Tech- und E-Commerce-Bereich erstellen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Meine Entscheidung, Motesque zu gründen, basierte auf der Tatsache, dass es in der Biomechanikbranche einen hohen Bedarf an innovativen Lösungen gibt.  Als Berater für führende Unternehmen in den USA und Europa habe ich die Erfahrung gemacht, dass die etablierten Unternehmen neue Konzepte zwar gerne hören, aber immer wieder daran scheitern, sie technisch umzusetzen. Vor allem dauert die Entwicklung meistens extrem lange. Wir sprechen hier von etlichen Jahren. Als agiles Startup sind wir da wesentlich schneller. 

Das war der Hauptgrund, der mich zur Gründung von Motesque veranlasste. Dafür habe ich ein interdisziplinäres Team aus Industriedesignern, Softwareentwicklern und Biomechanikern, wie mir, zusammengestellt. 

Welche Vision steckt hinter Motesque?

Unser Gründerteam hat die Vision, die Gesundheit der Menschen so lange wie möglich zu erhalten und ihre Lebensqualität zu verbessern. Leider wird das heutzutage immer schwerer. Abgesehen von stetig wachsendem Stress und seinen Folgen tragen auch unpassende Produkte wie zum Beispiel eine falsche Matratze zur Belastung unserer Gesundheit bei. In einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts berichten über 60 Prozent der Befragten von Rückenschmerzen. Dieser Befund betrifft alle Geschlechter und zieht sich durch fast alle Altersgruppen. Unsere Überzeugung lautet: Das lässt sich vermeiden!  

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Seit 2015 haben wir uns intensiv mit der Idee befasst, eine KI-gestützte SaaS-Lösung für biomechanische Anwendungen auf den Markt zu bringen. Der eigentliche „Startschuss“ kam dann im Jahr 2018, als wir unter anderem unsere Series-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen haben. Der Inhaber des Prothesenherstellers Ottobock, Prof. Hans Georg Näder, unterstützt uns dabei als Investor und Partner der ersten Stunde. 

Eine der größten Herausforderung war für uns von Anfang an, unsere Lösungen an große Unternehmen mit eingefahrenen Prozessen zu vertreiben. Speziell unsere IoT-basierte Sensor-Plattform wurde in der Vergangenheit häufig als zu visionär empfunden. Da muss dann besonders viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Außerdem werden wir auch heute noch von großen IT-Abteilungen als Konkurrenz empfunden, weil wir mit unserem vergleichsweise kleinen Team wesentlich agiler sind.

Wer ist die Zielgruppe von Motesque?

Mit unserer 3D-Avatar-Lösung sprechen wir Hersteller und Händler an, die ihren Kunden ein einzigartiges Einkaufserlebnis bieten wollen. Sie erhöht die Zufriedenheit der Endkunden, da diese auf Anhieb das richtige Produkt finden und dadurch Retouren vermeiden. Im Zuge dessen wird auch die Umwelt nicht unnötig belastet.

Im medizinischen Bereich unterstützt unser Sensor-System Personen mit Prothesen oder Orthesen dabei, ihre Therapie zu verbessern und gegebenenfalls die Genesungszeit zu verkürzen. Sporttreibenden können wir mit unseren IMU-Sensoren im Geschäft den perfekten Laufschuh empfehlen. Dadurch können Verletzungen verhindert und gleichzeitig die Performance gesteigert werden. 

Unsere Lösungen sind also breit einsetzbar. Ich bin überzeugt, dass wir erst einen Teil dessen realisiert haben, was damit eigentlich möglich ist.

Wie funktioniert Motesque? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben wie gesagt zwei Produktbereiche. Bei dem einen handelt es sich um unsere Sensoren, die sich am Körper befestigen lassen und menschliche Bewegungen zuverlässig messen. Maßgeschneiderte, intelligente Software-Anwendungen liefern schnelle und leicht verständliche Ergebnisse innerhalb von Sekunden. Unsere Geräte sind mobil, schnell einsatzbereit und einfach zu bedienen, beispielsweise in einem Laden, in einer Klinik oder im Haus des Patienten. Durch eine Cloud-Integration erfolgen Produktaktualisierungen und kontinuierliche Überwachung automatisch im Hintergrund. Das System kann in der jeweiligen CI unserer Kunden gebrandet werden.

Unser zweites Produkt ist die KI-basierte Lösung, mit deren Hilfe die Kunden von Online-Shops oder Einzelhandelsgeschäften anhand ihrer Körperdaten einen 3D-Avatar erstellen lassen können. Während die Sensoren beispielsweise von Ottobock bei der Anpassung von Prothesen verwendet werden oder in Sportgeschäften wie Asics dabei helfen, den idealen Laufschuh zu finden, simuliert unsere 3D-Avatar-Lösung die Interaktion der jeweiligen Person mit unterschiedlichen Produkten wirklichkeitsgetreu. 

Am Ende läuft beides darauf hinaus, optimale Produkte oder Produkteinstellungen für den individuellen Bedarf und Gebrauch ausfindig zu machen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen am Markt stehen bei uns die Gesundheit und die optimale Nutzung der gewonnen Daten im Vordergrund. All unsere Lösungen sind cloudbasiert und als Whitelabel erhältlich. Zudem ist die Technik auch ohne akademisches Know-how in Biomechanik verständlich und auf sämtlichen Endgeräten leicht anwendbar. 

Motesque, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit unseren beiden Standorten in Deutschland und den USA sind wir bereits heute international aufgestellt und werden diesen Weg konsequent weiter gehen. Unsere Lösungen sollen allen Unternehmen bereitstehen, die ihren Endkunden oder Patienten mehr bieten wollen als nur halbwegs passende Standardlösungen.Wir finden es wichtig, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Mit Blick auf die Zukunft wollen wir, dass wissenschaftlich fundierte und entsprechend individualisierte Produktempfehlungen in den nächsten Jahren zum Standard in vielen Bereichen werden. Bis dahin ist es zugegebenermaßen noch ein weiter Weg. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit unseren Lösungen die ersten Schritte in diese Richtung getan haben.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste für den Erfolg eines Startups ist aus meiner Erfahrung mit Motesque, dass die Lösung einen absoluten Mehrwert für die Anwender haben muss. In unserem Fall geht es um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen, um optimierte Einkaufserlebnisse und eine geringere Umweltbelastung.

Es passiert vor allem am Anfang häufig, dass der eingeschlagene Weg in einer Sackgasse endet. Dann ist es wichtig, nicht den Mut zu verlieren, sondern nach einem Ausweg zu suchen. Dazu gehört auch, aus Fehlern zu lernen, die beim Aufbau eines Startups unweigerlich passieren. Eine positive Fehlerkultur ist für die Innovation sehr wichtig.

Außerdem halte ich einen starken Kampfgeist für unverzichtbar. Dabei ist es wichtig, Risiken einzugehen und immer wieder Neues auszuprobieren. Denn das Alt-Bekannte gibt es ja schon. Und die Gründung eines Startups geschieht nicht in der Wohlfühlzone. 

Wir bedanken uns bei Kai Oberländer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie Menschen zum Lebenskünstler werden

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leben

Die wichtigste Aufgabe, die wir im Leben haben, ist es, unser eigenes Leben zu führen.

Das ist viel weniger egoistisch, als es sich für viele zunächst anhören mag. Es ist sogar das genaue Gegenteil davon. Denn viele halten es für unmöglich, „ihr“ Leben zu leben, es so zu gestalten, wie sie es möchten und richten sich stattdessen jahrzehntelang nach den Vorschriften der anderen und irgendwelchen von der Gesellschaft aufoktroyieren Pflichten. Doch dieser Lifestyle führt nicht zum Glück. Wer denkt, das Glück nur für die oberen Zehntausend bestimmt ist, befindet sich ohnehin auf dem Holzweg.

Damit aus unserem Leben das wird, was wir uns vorstellen, müssen wir es wie ein Kunstwerk betrachten. Denn nicht das Leben ist Vorbild für die Kunst, sondern es ist genau andersherum. Lebenskünstler Bernd Luz kann wahrlich ein Lied davon singen. Der bildende Künstler und studierte Designer versteht seinen Beruf wahrlich als Berufung.

Als Künstler lebt man oft etwas anders, unkonventioneller. Warum nicht einmal das eigene Lebensmodell in Frage stellen und womöglich ändern.

Tipp 1: Tue das, was dich glücklich macht

Passion und Leidenschaft. Das was leider den meisten fehlt. Und zwar in allen Lebensbereichen. Bei jeder Tätigkeit, die wir ausüben, ist im Grunde nur eine Frage entscheidend: wie fühlen wir uns damit? Legen Sie Ihr „Herzblut” in all Ihre Tätigkeiten.  Können wir diese Frage mit gut, sehr gut oder gar fantastisch beantworten, dann haben wir unsere Berufung im Grunde schon gefunden. Mit ein wenig Geschick, Kalkül und Zielstrebigkeit kann diese Berufung sogar zum Beruf werden. Ein Raster durchzugehen mit der Zielsetzung, irgendwo schon das passende zu finden, ist ein passiver Ansatz, der uns nicht zum Lebenskünstler macht. Wir suchen uns unser Leben selber aus, freilich ohne die Freiheit der anderen dabei zu gefährden. Nur auf diejenigen, die uns von unserem Weg abbringen wollen, nehmen wir natürlich keine Rücksicht. 

Tipp 2: Leuten, die uns als Entscheidungsträger helfen können, ruhig mal auf die Nerven gehen

In den letzten sechs Jahren hatte ich über 100 Ausstellungen weltweit. Anfangs klopften Museen und Galeristen natürlich nicht von selber an die Tür meines Ateliers. Wie auch, kein Mensch wusste, was ich mache! Dies ist bei anderen Berufen ähnlich, kein bekannter Sportler wäre ohne gute Trainer oder ein gutes Team da, wo er ist. Das heißt, wenn man bekannt werden und von dem leben möchte, was man liebt, kommt man oft um die Unterstützung derjenigen, die diesen Schritt bereits gegangen sind, nicht umhin.

Die gute Nachricht: diese Menschen wissen Bescheid darüber, dass es von alleine nicht geht. Was nicht heißen soll, dass man sich auf fremde Hilfe immer verlassen kann. Die wichtigste Arbeit kommt stets von einem selbst. Aber man muss gerade zu Anfang Übung daran finden, die Einflussreichen von der Qualität des eigenen Tuns zu überzeugen. Und ganz wichtig: Lassen Sie sich niemals von den ersten Rückschlägen entmutigen sondern bleiben Sie am Ball.

Tipp 3: Nicht mit dem Sonderstatus hausieren gehen

Leider Gottes leben wir in einer Gesellschaft mit unglaublich vielen Neidern. Seien Sie daher auf der Hut, wem Sie erzählen, dass Sie einen anderen Weg gehen wollen als viele andere, nämlich einzig und allein Ihren Weg. Sie werden auf Menschen treffen (manchmal sogar aus der eigenen Familie, auch wenn ich Ihnen das weiß Gott nicht wünsche), die sie um Ihre Freiheiten beneiden und Ihnen daher Steine in den Weg zu legen trachten. Hier ist Vorsicht geboten. Halten Sie nach einem Umfeld Ausschau, das Ihre Werte teilt. Außerdem werden Ihnen Mitmenschen, die Interesse an Ihren Arbeiten haben, auch den nötigen Ansporn liefern.

Tipp 4: Bleiben Sie fokussiert!

Es gab Zeiten in meinem Leben, da habe ich jede wache Sekunde mit der Verwirklichung meiner künstlerischen und beruflichen Ziele (die ja im Grunde miteinander identisch sind) verbracht. Zugegeben, waren die Risiken der Ablenkung damals noch etwas geringer, als sie heute sind. Aber seien Sie sich bewusst, dass viele Dinge, die mit Fernsehen, Smartphone und Social Media zusammenhängen, wahre Zeitfresser sind, die Ihnen bei der Verwirklichung Ihrer Ziele nicht helfen. Minimieren Sie daher die Zeit unbedingt, die Sie mit diesen Medien verbringen.

Fazit

Sei Du selbst und nicht derjenige, den die Gesellschaft von Dir erwartet.

Vielleicht werden Sie denken, dass ich gut reden habe, nur weil mir die Selbstverwirklichung geschafft habe. Aber warum ist mir das gelungen? Weil ich stets „mein Leben gelebt habe“. Konventionen in Frage gestellt und mich davon gelöst. Ich möchte Ihnen sagen, dass auch Sie, dass jeder ein Lebenskünstler werden kann, wenn er zu seiner/ihrer Freiheit steht und diese voll und ganz bejaht. Es ist ein anstrengender, aber in jeder Hinsicht lohnender Weg. 

Autor Bernd Luz

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sprecht mit vielen über eure Idee

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swilook outfits community swipen

Swilook stylische Outfits von anderen aus der Community suchen, finden und swipen

Stellen Sie sich und das Startup Swilook doch kurz unseren Lesern vor! 

Hey zusammen, ich bin Constantin Wolf 20 Jahre alt und der Gründer von Swilook. Ich studiere in Düsseldorf, und wir haben ein Bewertungsportal für coole Outfits entwickelt, dass dir die besten Styles und nachhaltigen Trends in deiner Umgebung anzeigt. Denn was gibt es Schlimmeres, asl morgens vor dem Kleiderschrank zu stehen und sich wieder mal zu fragen, ob man für heute was Cooles zum Anziehen hat. Darauf gibt dir Swilook klare Antworten: Welche Outfits sind in deiner Umgebung angesagt ? Welche Outfits inspirieren dich ? Sind deine Outfits ok mit Blick auf Nachhaltigkeit ? Welche Modelabels kommen deinen Erwartungen nahe ? Das ist die Idee von Swilook

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen ?

Die Gründungsidee hat mich schon in der Schulzeit gepackt. Seit ich als Schüler an einem Startup Workshop an der Heinrich-Heine-Universität teilgenommen habe, bin ich von der Startup Szene begeistert. Ich habe Lust, durch Innovation und kreative Ideen etwas zu verändern. In unserem Fall: Mehr Menschen sollen sich mit ihren Outfits wohlfühlen, und viele große Modemarken signalisieren, dass sie nachhaltiger werden wollen. Ich bin der Meinung, dass heute viel mehr junge Menschen Initiative zeigen, ein eigenes Unternehmen aufbauen, um einen attraktiven Arbeitsplätze zu schaffen und um Dinge neu und anders zu denken. 

Ich habe es außerdem gegründet, um in vielen Bereichen eine Menge zu lernen, denn gerade am Anfang muss man sich mit ziemlich vielen Bereichen auseinandersetzten und sich eine Menge selber beibringen. Man lernt allerdings nicht nur thematisch super viel, sondern auch über sich selbst als Person: Wie gehe ich mit Druck und Problemen um ? Wie strukturiere ich mich perfekt, um so effizient wie möglich zu sein?

Welche Vision steckt hinter Swilook ? 

Grundsätzlich möchten wir Menschen dazu empowern, die Mode zu tragen, mit der sie sich wohlfühlen, und für jeden die perfekte Inspiration für jeden Anlass bieten. Wir beschreiben unsere Vision auch gerne damit, dass wir die Blicke, die man auf der Straße bekommt, vorher digital einfangen. Allerdings ist unser Hauptziel, die Modewelt deutlich nachhaltiger zu gestalten, weshalb wir auch kleinere nachhaltige Modemarken mit Wachstumspotential begleiten wollen und so dafür sorgen, dass es Alternativen zur Fast Fashion gibt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert ?

Die größte Herausforderung bisher war das Finden von guten Entwicklern, da Startups boomen und viele Gründer jemanden suchen, der die technische Komponente abdeckt. Wir haben zum Glück super Entwickler gefunden, die sich für unsere Idee entschieden haben. 

Ansonsten gibt es eigentlich jeden Tag neue Herausforderungen. Oft nur kleinere, wie zum Beispiel den Versand von Kleiderbügeln aus recyceltem Kunststoff und Wiesengras zu organisieren, aber das macht es auch nie langweilig.Für die Idee Swilook habe ich das NRW Gründerstipendium erhalten und so auch die Gründung und die erste Version unserer App finanziert. Das heißt, wir sind noch eigenfinanziert. 

Wer ist die Zielgruppe von Swilook ?

Die Zielgruppe umfasst grundsätzlich jeden der morgens vor seinem Kleiderschrank steht und sich fragt: „What the f*** ziehe ich heute an?“ Vor allem aber Menschen, die für Mode leben und ständig auf der Suche nach dem nächsten stylischen Outfit sind. 

Wie funktioniert Swilook? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern ?

Mit der „Swilook“-App kannst du stylische Outfits von anderen aus der Community suchen, finden und „swipen“. Du kannst nach links oder rechts wischen. Willst du für das Outfit dein Like geben, swipst du nach rechts. Wenn du ein Outfit hochlädst, sieht du die Anzahl der Likes in deinem Profil. Bei Swilook kannst du nicht diskriminiert werden. Es werden nur Likes gezählt, Kommentare sind nicht möglich. 

Eine zusätzliche Funktion besteht im Swipen nach oben. Damit speicherst du das Outfit in deinem virtuellen Kleiderschrank. Die Vorteile liegen darin, dass man erstens selber den Radius einstellen kann, indem man suchen möchte. Aber mit der größte Vorteil ist, dass es bei uns keinerlei Diskriminierung gibt, weshalb Menschen in einer guten Atmosphäre ihren Style präsentieren können. 

Uns unterscheidet von anderen, dass wir kein anonymer Onlineshop sind. Bei uns geht es auch um die Menschen hinter den Outfits. Wir wollen eine große Community schaffen, bei der man Feedback bekommt. Außerdem unterscheidet uns, dass unser Fokus ganz klar auf nachhaltiger Fashion liegt, in dem du Vorschläge für interessante nachhaltige Modestores bekommst, die direkt bei dir in der Nähe sind.

Swilook, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren sehe ich mich als Teil eines großen Swilook Teams, dass es geschafft hat, die großen Modemarken nachhaltig zu machen. Damit jede/r der morgens vor dem Kleiderschrank steht, weiß, was man anziehen soll. Außerdem, dass mehr Menschen ermutigt werden, zu ihrem persönlichen Style zu stehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sprecht mit vielen über eure Idee: Der Austausch untereinander ist super wichtig, und gerade am Anfang ist es total wichtig, so viel Feedback zu bekommen, wie es nur geht.

Vernetze dich auch mit Menschen aus anderen Bereichen:

Man bekommt oft ganz neue Denkansätze und Ideen, bestimmte Prozesse neu oder anders zu denken, wenn man aus unterschiedlichsten Bereichen Input und auch Wissen bekommt. 

Hinterfrage ständig:

Versuche häufig bestimmte Dinge zu hinterfragen, damit du nicht in deiner Denkbubble stecken bleibst. Außerdem hilft es dir, deinen Kunden besser zu verstehen. Denn darauf kommt es an.

Wir bedanken uns bei Constantin Wolf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid schlagfertig

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wryte app digital höhle der löwen

Matthias Schadhauser und Philipp Kramer Gründer von wryte, iPad App macht Bücher, Hefte und Stundenplan digital, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup wryte doch kurz vor!

Wir sind Philipp (26) aus München und Matthias (27) aus München, wo wir auch beide studiert haben. Philipp kommt dabei aus der Marketing-Richtung und Matthias ist mit Elektroingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen eher technischer begabt. Gemeinsam haben wir vor zwei Jahren beschlossen, Schülern mit wryte das ultimative Tool zu bieten. Mit wryte haben wir eine iPad App erschaffen, die das handschriftliche Führen von Heften auf dem Tablet ermöglicht und dabei ein Feuerwerk an digitalen Mehrwerten bietet. Beispielsweise sorgen der Aufbau und das Design von wryte dafür, dass automatisiert Ordnung gehalten wird. Das integrierte Stundenplan Feature ist außerdem intelligent mit allen Fächern und Heften verlinkt und öffnet immer das richtige Heft im richtigen Moment.

Abseits der stylischen Benutzeroberfläche arbeiten wir mit unserem Team derzeit an Features, die eine Echtzeit Zusammenarbeit mit Klassenkameraden oder Nachhilfelehrern ermöglichen. Passende Nachhilfelehrer werden dabei On Demand auch für nur wenige Minuten bereitgestellt und können live mit Schülern parallel im selben Heft arbeiten. Außerdem arbeiten wir an der Integration von eBook-Schulbüchern, um das Gewicht der Schultasche auf ein Minimum zu reduzieren.


Wie ist die Idee zu wryte entstanden?

[Matthias]: Seit mehr als zehn Jahren gebe ich in meinem Institut matherezepte.de Nachhilfe und bereite Schüler auf das Abitur vor. Dabei beobachte ich täglich wie Schüler arbeiten, was sich über die Zeit an der Arbeitsweise verändert, was dabei gut funktioniert und was vielleicht nicht so gut klappt. Der ganz klare Trend zum handschriftlichen Mitschreiben auf dem Tablet war ohne Frage zu erkennen. Parallel habe ich jedoch beobachtet, dass die meisten Schüler, die mit dem Tablet arbeiten, tausende Dokumente in vielen Ordnern und Unterordnern gespeichert hatten, oftmals verteilt auf verschiedene Apps. Das Chaos war allgegenwärtig, oftmals wurde in Nachhilfeeinheiten minutenlang nach den passenden digitalen Mitschriften gesucht. Außerdem wurde das volle Potential des Tablets nicht ausgeschöpft, schwere Bücher wurden nach wie vor in die Schule geschleppt, Zettelchaos wurde parallel weiterbetrieben. Philipp und mir war schnell klar, das geht definitiv besser!

Welche Vision steckt hinter wryte?

wryte möchte jedem Schüler einfachen Zugang zu einer 100% Digitalisierung seines Bildungsalltags ermöglichen. In nur einer App soll dabei nicht nur alles enthalten sein, was der Schüler zum Arbeiten benötigt, sondern auch alles, was das Schülerleben um ein Vielfaches leichter machen kann, aber bisher ungenutzt liegengeblieben ist. Beispielsweise lassen sich handschriftlich geführte Vokabelhefte automatisiert von einem Sprachassistenten abfragen, die dafür nötige Handschrifterkennung gibt es schon lange, ein Leichtes also Schülern mit wryte einen absoluten Mehrwert zu bieten. Derartige Möglichkeiten gibt es unbegrenzt, diese möchten wir gebündelt an alle Schüler weltweit weitergeben.

Wer ist die Zielgruppe von wryte?

Die Zielgruppe von wryte sind ganz klar Schüler weiterführender Schulen. Alle Apps für handschriftliche Notizen, die derzeit auf dem Markt sind, haben sich nicht auf eine Zielgruppe spezialisiert und lassen dabei eine Vielzahl an Features liegen, die für manche Zielgruppen ein absoluter Game Changer wären. wryte hat beispielsweise ein Stundenplan-Feature nur für Schüler integriert, dass zu jeder Zeit von selbst das richtige Heft öffnet.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Da wir die Digitalisierung von Schülern vorantreiben möchten und dabei nicht das Tempo der Bundesregierung und der Kultusministerien gehen wollten, war uns von Anfang an klar, dass wir Speed brauchen. Dabei war uns auch klar, wer könnte sich für die schnelle Vermarktung und das Wachstum eines Startups mehr eignen als ein erfahrener, finanzstarker Löwe. Deshalb beschlossen wir, uns für die Show zu bewerben.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Dadurch, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt seit knapp einem Jahr fast täglich mit unserem Produkt auseinandergesetzt haben, gab es kaum eine Information, die wir nicht sofort parat gehabt hätten. Die Vorbereitung auf die Sendung beschränkte sich also eher darauf, die Löwen und ihre Stärken aber auch Schwächen kennenzulernen. Dazu gehört auch, sich auf Fragen vorzubereiten, die von verschiedenen Löwen gerne und häufig gestellt werden. Um auch wirklich auf alle Fragen die passenden Antworten bereit zu halten, sammelten wir Fragen aus vorangegangenen Folgen von DHDL und ließen uns zusätzlich von Family & Friends löchern. Das Ergebnis gab uns ein sehr gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen für die Show.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Zu Beginn unserer Reise als Startup waren wir, wie vermutlich alle anderen Gründer auch, fest davon überzeugt, dass wryte die absolute Hammerlösung für Schüler ist und sich in logischer Konsequenz eigentlich jeder dafür interessieren muss.

Spaß beiseite, die Tatsache, dass wir es in die Show geschafft haben, bestätigt uns in unserem Glauben, dass wryte etwas ist, was für eine breite Bevölkerungsgruppe sehr interessant ist, da DHDL natürlich so viele Zuschauer wie möglich mit den Auftritten der Gründer begeistern möchte. Ausgewählt zu werden heißt außerdem die sehr große Chance auf ein Investment zu erhalten, welches das Wachstum des Unternehmens stark beschleunigen könnte.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf wryte aufmerksam werden?

Dieser Schritt hat uns definitiv Antrieb verliehen. Als seriöse Gründer hängt unser Business jedoch nicht von der Teilnahme an einer Show ab. Unsere Strategie und unser Business Modell sind so konzipiert, dass wir in jeder noch so abwegigen Situation unseres Werdegangs einen Weg zum Ziel finden. Gleichzeitig waren wir auch vor der Show überzeugt, mit unserem Geschäftsmodell jede Sorte Investor begeistern zu können, auch wenn ein Löweninvestment in seinen Facetten natürlich nochmal etwas ganz eigenes ist. Diese Einstellung hat uns in der Show die nötige Ruhe und das nötige Selbstbewusstsein verliehen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Als Investoren hatten wir Nico Rosberg und Carsten Maschmeyer im Fokus. Nico begeistert sich für Nachhaltigkeit und da wir mit unserer Lösung jährlich Unmengen Papier sparen, bietet sich hier ein Anknüpfungspunkt. Carsten ist absoluter Profi, wenn es um Technologie, vor allem Software, geht.

wryte, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist wryte einer der Topanbieter für EdTech weltweit, der Schülern auf dem ganzen Globus das Schulleben der Zukunft bietet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Seid in der Konversation mit den Löwen direkt und ehrlich
  2. Seid schlagfertig, nicht alle Argumente der Löwen ergeben auf Anhieb Sinn und müssen so hingenommen werden
  3. Und seid einfach nur ihr selbst. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht läuft es im Leben doch immer besser.

Matthias Schadhauser (r.) und Philipp Kramer aus München präsentieren mit „wryte“ eine All-In-One Schul-App. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

wryte ist am 18. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Matthias Schadhauser und Philipp Kramer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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