Donnerstag, April 3, 2025
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Baut eine stets aktuelle Finanzplanung mit möglichen Szenarien auf!

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simpressive DSGVO- und Compliance-konforme SaaS-Plattform

simpressive DSGVO- und Compliance-konforme SaaS-Plattform, die den Einkauf und das Management von Dienst- und Werksverträgen erleichtert

Stellen Sie sich und das Startup simpressive doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Boris Meyerdierks, Gründer und Geschäftsführer von simpressive. Mit simpressive bieten wir unseren Kund:innen eine DSGVO- und Compliance-konforme SaaS-Plattform, die den Einkauf und das Management von Dienst- und Werksverträgen erleichtert. Es können Prozessinformation transparent und in Echtzeit verfolgt werden und unsere Lösung lässt sich problemlos in bestehende Systeme integrieren. Damit schaffen wir größtmögliche Transparenz, steigern sichtbar die Effizienz und bieten mehr Sicherheit während des gesamten Prozesses. Kurz gesagt: Wir verstehen die Pain Points des klassischen Einkaufs von Dienst- und Werkverträgen und haben eine digitale Lösung entwickelt – von Anwender:innen für Anwender:innen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich war mit dem damaligen Status wie gearbeitet wurde nicht zufrieden. Die Lösungen, die mir über große ERP-Systeme angeboten wurden, waren nicht benutzerfreundlich und leider auch nicht prozessgetrieben. Das musste anders und systemischer gedacht werden. 

Konkret habe ich folgende Beobachtungen gemacht:

Wenn Unternehmen mit vielen externen Partner:innen arbeiten, ist es schwierig den Überblick zu behalten – ohne eine geeignete Software kann das schnell problematisch werden. Auch intern kommt es zu einem hohen administrativen Aufwand, wenn viele Mitarbeiter:innen damit beschäftigt sind, aus unterschiedlichen Quellen eine möglichst aktuelle Projektakte zu führen und dabei hausinterne Prozessvorgaben einzuhalten. Außerdem gibt es hohe Anforderungen, um eine regelkonforme Zusammenarbeit mit externen Partner:innen abzubilden. Insbesondere nach der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) im Jahr 2017. 

Welche Vision steckt hinter simpressive?

Wir sind der digitale Standard, wenn es sich um die einfache Vergabe und das Management von externen Dienstleistungen handelt oder anders formuliert der digitale Standard zum ganzheitlichen Outsourcen und Entwickeln. Darüber hinaus werden wir die Themen Technik, Finance, Legal und Qualitätsmanagement (QM) in einem Tool verbinden und nach agilen Zusammenarbeitsmethoden vollumfänglich abbilden. So können wir den Unternehmen Dienstleistungs- und Entwicklungsdaten, also Daten aus der Industrie, liefern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gab schon einige Herausforderungen, die wir meistern mussten. Eine der ersten war sicherlich der Aufbau eines hausinternen Systems: sämtliche kaufmännische und steuerliche Angelegenheiten mussten gemanagt werden, aber auch Themen wie Arbeitssicherheit und Versicherungen. Darüber hinaus ist es manchmal auch herausfordernd, wenn Kund:innen Start-ups nicht wirklich verstehen. Viele haben uns mit etablierten Lieferanten verglichen und sahen nicht, dass wir andere finanzielle Rahmenbedingungen und eine andere, innovative Herangehensweise an Aufgabenstellungen haben. Wenn Unternehmen keine:n passende:n Ansprechpartner:in haben, die sich konkret mit Start-ups befassen, ist es schwierig Zugang zu erhalten. Da einer unserer ersten Hauptkunden ein Original Equipment Manufacturer (OEM) war, hat uns die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Automobilkrise stark betroffen.   

Die Finanzierung haben wir primär über Family Offices gestemmt, aber auch auf Business Angels zurückgegriffen. 

Wer ist die Zielgruppe von simpressive?

Zu unserer Zielgruppe gehören sämtliche Unternehmen, die Dienstleistungen wie Entwicklung, Planung, Fertigung oder auch gewerbliche Themen im Werk- oder Dienstvertrag einkaufen. Dabei fokussieren wir uns auf Unternehmen, die Dienstleistungen in einem Umfang von mindestens 500.000 Euro jährlich vergeben. 

Wie funktioniert simpressive? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

simpressive arbeitet als Software as a Service (SaaS) und ist in der Lage auch mit ERP-Systemen vollumfänglich zu kommunizieren. Wir haben eine Lösung entwickelt, die Unternehmen dazu befähigt, komplexe Projekte durch ein neuartiges Verfahren zu beschreiben, zu bepreisen, zu bestellen und durchzuführen. In unserer Lösung haben wir auch das elDAS-Verfahren integriert und ermöglichen so die Fernsignatur. Damit vermeiden wir jegliche manuelle Brüche, die während des Prozesses entstehen können. Auch die gesamte Projektkommunikation und eine digitale Akte sind Teil unserer Lösung, sodass viele Exceltabellen und Tools nicht mehr gebraucht werden. Unser System versteht es, insbesondere agile Methoden und Ansichten praxisnah in der Durchführung einzusetzen. Wir liefern damit erstmalig die Möglichkeiten ganzheitlich agil zu arbeiten. 

simpressive, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind dabei ein System aufzusetzen, das auf Künstlicher Intelligenz basiert, um Kund:innen perspektivisch automatisch Verbesserungen anzubieten. Es werden dezidiert Aufwände und Themenfelder aufgezeigt, wo beispielsweise eine Entwicklung oder Tätigkeit nicht optimal erfolgt und wie eine Verbesserung erfolgen kann. Wir sehen uns in den kommenden fünf Jahren als der Standard für die einfache Vergabe und das Management von externen Dienstleistungen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Zuallererst ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema und den Kosten für den digitalen Vertrieb und das Marketing auseinanderzusetzen. Außerdem ist es empfehlenswert Investoren frühzeitig anzusprechen und für sich zu gewinnen. Denn die Laufzeit vom ersten Kennenlernen bis zur tatsächlichen Investition ist kaum planbar. Und zuletzt: Baut eine stets aktuelle Finanzplanung mit möglichen Szenarien auf!

Wir bedanken uns bei Boris Meyerdierks für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was tun, wenn das Büro auch nach Corona weiterhin teilweise leer bleibt?

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untervermietung
Fotograf Marc Mueller

Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten viele Unternehmen derzeit komplett oderteilweise im Homeoffice.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass aktuell mehr Büros denn je nicht genutzt werden. Schon vor der Pandemie war dieses Problem allgegenwärtig, denn die Büroplätze wurden beispielsweise durch Krankheitstage, Urlaub oder Geschäftsreisen nicht immer vollständig ausgelastet. Die Zunahme an Remote Work wird den Leerstand in den Büros noch weiter erhöhen. Denn das Arbeiten im Homeoffice ist mittlerweile zum normalen Bestandteil der Arbeitsgestaltung geworden und viele Unternehmen werden ihren Mitarbeiter:innen mehr Remote Work ermöglichen – auch nach der Pandemie. Verschiedene Befragungen zeigen, dass der Großteil der Mitarbeiter:innen einen Mix aus zwei bis drei Tagen Remote Work und zwei bis drei Tagen Büro bevorzugt. Büromarkt-Experten schätzen, dass im Durchschnitt ein Tag Homeoffice zu einer Reduzierung der benötigten Bürofläche von 10 Prozent führt. Auf Basis dieser Faustformel ist davon auszugehen, dass viele Firmen zukünftig bis zu 25 Prozent weniger Bürofläche benötigen als bisher.

Unternehmen stellt das vor Herausforderungen. Denn viele von ihnen haben langjährige Mietverträge abgeschlossen. Die Mietkosten bleiben über die Vertragslaufzeit hinweg gleich hoch – unabhängig davon, wie viel Prozent der angemieteten Bürofläche wirklich genutzt wird. Was also können die Unternehmen gegen eine geringere Flächenauslastung durch etwa die erhöhte Homeoffice-Nutzung tun? 

Die naheliegendste Lösung wäre die Kündigung der bestehenden großen Bürofläche und stattdessen die Anmietung eines neuen, kleineren Büros. Abgesehen von dem großen Aufwand, der mit einem Umzug einhergeht, ist das aber gar nicht so einfach. Denn in der aktuellen wirtschaftlichen Situation akzeptieren Vermieter:innen ein vorzeitiges Aussteigen aus dem Mietvertrag oder eine Rückgabe von Teilflächen nur in Ausnahmefällen. 

Durch Untervermietung können Unternehmen signifikant Mietkosten sparen

Eine alternative und vielversprechendere Lösung kann in diesem Fall die Untervermietung der leerstehenden Büroflächen bieten. Denn dadurch, dass zumindest ein Teil der Miete durch die Untermieter:innen getragen wird, können die Unternehmen mitunter bedeutend ihre fixen Kosten reduzieren. Das so gesparte Geld kann dann wiederum beispielsweise in die optimale Gestaltung der Arbeitsumgebung oder Homeoffice-Ausstattung für die Mitarbeiter:innen investiert werden. 

Untervermietung mag sich zunächst vielleicht komplex anhören. Tatsächlich ist die Untervermietung von Büros in Deutschland aber viel unkomplizierter als die von Wohnraum. Zur Untervermietung von Teilflächen können Unternehmen ihren eigenen Mietvertrag nutzen. Voraussetzung hierfür ist die Zustimmung der Vermieter:innen. Diese können die Zustimmung nur in Ausnahmefällen verweigern, beispielsweise wenn ein Wettbewerbsschutz in den Mietverträgen der anderen Mieter:innen vereinbart wurde.

Darüber hinaus sind für eine Untervermietung keine zusätzlichen Anschaffungen notwendig. Wenn ein Raum möbliert ist, bietet es sich an, diesen auch so zu vermieten. Ist eine Fläche leer, sollte sie auch als solche untervermietet werden. Es muss also beispielsweise kein Extra-Aufwand in die Beschaffung von Möbeln gesteckt werden.

Die Untervermietung von Büroräumen bietet deshalb eine gute Möglichkeit, um schnell auf einen veränderten Flächenbedarf zu reagieren.

Wenn die Auslastung der Büroflächen gering ist, können Unternehmen Mietkosten durch die Untervermietung sparen. Sobald sie die Flächen wieder für ihren Eigenbedarf benötigen, können sie dank flexibler Verträge schnell wieder auf ihre Büros zugreifen.

In der aktuellen Situation wird uns häufig die Frage gestellt, ob und wie stark flexible Büros nachgefragt werden. Wir haben zwar einen deutlichen Einbruch der Nachfrage während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 festgestellt, im ersten Quartal 2021 liegt die Nachfrage aber fast wieder auf Vor-Corona-Niveau und wir gehen davon aus, dass sie sprunghaft ansteigen wird, sobald sich ein Ende der Beschränkungen abzeichnet. 

Die Gründe der Bürosuchenden sind vielfältig. Während des ersten Lockdowns hat uns eine Umfrage unter unseren Kund:innen gezeigt, dass durch die wirtschaftlich angespannte Lage für viele Unternehmen ein Büro zur Untermiete noch interessanter geworden ist. Sehr positiv bewertet wurde dabei die höhere Flexibilität im Vergleich zu der normalen Anmietung eines Büros. Außerdem ist in der Corona-Krise die Nachfrage nach bezahlbaren Angeboten und Büroräumen in der Nähe des Wohnorts gestiegen. Denn nicht jede:r hat zuhause die Möglichkeiten, eine angemessene Arbeitsumgebung zu schaffen.

Da ist ein flexibler Büroraum oder Schreibtischplatz nahe der eigenen Wohnung eine gute Alternative.

Wie viel Kosten Unternehmen mit einer Untervermietung sparen können, können sie mithilfe unseres Mietpreiskalkulators berechnen. Uns ist aufgefallen, dass es vielen Unternehmen aktuell schwer fällt einzuschätzen, wie viel Bürofläche sie durch den höheren Homeoffice-Anteil einsparen können. Die tatsächlich einzusparende Fläche hängt neben der Anzahl der Tage, die die Mitarbeiter:innen im Homeoffice verbringen, natürlich auch von der individuellen Beschaffenheit des Büros ab. Die Kalkulation der Einnahmen, die je nach Stadt und Büroart variiert, basiert auf Durchschnittswerten von mehr als 4.000 Untermietverträgen, die in den letzten Jahren deutschlandweit über shareDnC abgeschlossen wurden. Hier geht’s zu unserem Mietpreiskalkulator.

Autor: Philipp Hartje

Philipp Hartje ist Gründer und Geschäftsführer von shareDnC. Das Kölner Unternehmen wurde 2015 gegründet und ist Deutschlands führende Online-Plattform für die Untervermietung von Büros. shareDnC bringt Unternehmen, die Teile ihres Büros kurz- oder langfristig nicht nutzen mit anderen Unternehmen und Selbstständigen zusammen, die auf der Suche nach flexiblen Büros oder Schreibtischplätzen sind und sorgt zusätzlich dafür, dass bestehende Ressourcen besser genutzt werden.

Fotograf/ Titelbild: Marc Mueller

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sei beharrlich!

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youfreen Deos Tweens Teens

youfreen Label für naturkosmetische Deos für Tweens und Teens

Stellen Sie sich und das Startup youfreen doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Anna aus Hamburg, Gründerin von youfreen, dem Label für naturkosmetische Deos für Tweens und Teens. Vor meiner Startup-Gründung war ich als Head of Operations in einem Medienunternehmen tätig. Dort habe ich die digitalen Veröffentlichungsprozesse überwacht und dafür gesorgt, dass die Produkte online und stationär bestellbar waren. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Mir ist aufgefallen, dass es im Naturkosmetikbereich tolle Marken für Babys und Kleinkinder und auch für Erwachsene gibt. Aber was ist mit allen dazwischen? Also mit den Tweens und Teens? 

Nach langer Festanstellung habe ich beschlossen, meine persönliche Komfortzone zu verlassen und mit dem Wissen, das ich durch meine bisherige Berufserfahrung aufgebaut habe, ein Unternehmen zu gründen: Naturkosmetik mit modernem Design und frischen Düften, die unsere Kids und Teens ansprechen. 

Zusätzlich möchte ich flexibles Arbeiten ohne festgefahrene Anwesenheitspflichten ermöglichen. Es reden zwar alle von New Work, aber tatsächlich sieht die Realität in den meisten Unternehmen noch ganz anders aus. 

Was war bei der Gründung von youfreen die größte Herausforderung?

Zu akzeptieren, dass die Uhren bei anderen anders ticken als bei einem selbst. Als Startup steht man bei vielen potenziellen Dienstleistern oft nicht besonders weit oben in der Prioritätenliste. Da muss man stets dranbleiben und sich nicht abwimmeln lassen. 

Als Gründer*in ist man ganz euphorisch und möchte am liebsten alles auf einmal erledigen und sofort loslegen. Die größte Herausforderung war zu akzeptieren, dass manche Dinge einfach länger brauchen. Manches muss sich im Laufe des Prozesses erst entwickeln. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wenn man wartet, bis alles perfekt ist, dann wird man nie starten. Viele Dinge entwickeln sich im Laufe des Gründungsprozesses. Ich habe darauf vertraut, dass ich mit der Zeit die Antworten auf meine Fragen finden werde. Es muss nicht gleich alles perfekt sein, aber das Konzept muss stimmen und immer wieder hinterfragt werden. Feedback ist ein ganz wichtiger Aspekt. Das bedeutet nicht, dass man jede Meinung gleich auf die Goldwaage legen muss, aber man muss sie ernst nehmen. Wenn man etwas Neues erschafft, dann fängt man wirklich bei null an. Niemand hat von Anfang an alle Antworten parat.

Welche Vision steckt hinter youfreen?

Wir wollen größere Kids und Teens für Naturkosmetik und nachhaltige Körperpflege begeistern. Meine Vision ist es, youfreen als naturkosmetische Marke für Kids und Teens zu etablieren. Die meisten greifen bisher zu konventionellen Produkten, weil es im Naturkosmetikregal kaum etwas gibt, das zu ihnen passt. Weder, was das Design, die Ansprache, noch, was den Duft angeht. Das wollen wir ändern. 

Wer ist die Zielgruppe von youfreen?

Kids und Teens im Alter von 8 bis 14 Jahren. Studien belegen, dass Kinder heutzutage immer früher in die Pubertät kommen. Die Frühpubertät beginnt sogar oft schon mit 8 Jahren. Damit gehen die hormonellen Veränderungen einher: Der unangenehme Geruch beim Schwitzen setzt ein. Wir haben festgestellt, dass sich viele Eltern fragen: Darf mein Kind jetzt schon ein Deo nehmen? Und wenn ja, welches ist unbedenklich? Welchen Schutz kann ich als Mutter oder Vater meinem Kind geben? 

Was ist das Besondere an den Deos?

Wir haben großen Wert daraufgelegt, dass die Deos bei den Kids und Teens gut ankommen und uns sehr viel Feedback eingeholt. Wir haben die Zielgruppe in die Produkt- und Designentwicklung miteinbezogen. Der frische Duft, der nicht nach Kräutern riechen durfte, war eine besondere Herausforderung. Wir haben zum Glück einen Hersteller von natürlichen Duftkompositionen gefunden, dessen Düfte sehr gut bei den Kids und Teens ankommen. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind in Deutschland der erste Anbieter, der speziell für diese Zielgruppe naturkosmetische Deos herstellt. Unsere Message ist: Auch natürliche Körperpflege kann Spaß machen und cool sein. Man muss sich nicht gleich mit einer synthetischen Duftwolke umgeben, um sich sicher und gut zu fühlen. Zudem legen wir Wert auf eine sehr milde und dennoch zuverlässige Formulierung.

Unsere Deos bestehen zu über 80 % aus reinem Bio-Aloe-Vera-Blattsaft, der für die pflegende Wirkung sorgt. Wir wollen die noch junge Haut schonen und auf keinen Fall belasten. Die dermatologischen Tests haben ergeben, dass selbst Proband*innen mit zu Allergien neigender Haut das Deo sehr gut vertragen. 

youfreen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten youfreen als Marke für Naturkosmetik für Tweens und Teens etablieren. Wir sind jetzt mit Deos gestartet, wollen das Portfolio in Zukunft aber um weitere Pflegeprodukte erweitern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer*innen mit auf den Weg geben?

  1. Lass dich nicht abwimmeln. Viele Dienstleister*innen und Produzent*innen nehmen dich am Anfang nicht erst, wenn du mit deiner Idee kommst. Sei beharrlich! 
  2. Das kennen alle Gründenden: Meist dauert alles doch länger. Plane genug zeitlichen und finanziellen Puffer ein. 
  3. Du musst nicht alles selbst machen, aber zumindest versuchen zu verstehen, wie alles funktioniert. Dies hilft in jeder Verhandlung. 

Wir bedanken uns bei Anna Fleck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: youfreen – natural young deo

Kontakt:

youfreen GmbH & Co. KG
Anna Fleck
Schimmelmannstrasse 15a
22043 Hamburg
www.youfreen.de
anna.fleck@youfeen.de

Ansprechpartnerin: Anna Fleck

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/youfreen.young.deo/
Facebook: https://www.facebook.com/youfreenYoungDeo
Pinterest: https://www.pinterest.com.au/youfreen
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/anna-fleck-a1b202187/
Xing: https://www.xing.com/profile/Anna_Fleck/cv

Beharrlichkeit und Lösungsfokus

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zeitgeist vintage second hand mode

Zeitgeist: Shopping Erlebnis für Second Hand und Vintage Mode

Stellen Sie sich und das Startup Zeitgeist Vintage doch kurz unseren Lesern vor!

Zeitgeist ist der erste horizontal aufgestellte Second Hand & Vintage Shop mit ganzheitlich nachhaltigem Ansatz. Wir bieten unseren Kund*Innen ein verantwortungsbewusstes Shopping-Erlebnis mit höchstem Convenience Faktor.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Der erste Corona Lockdown war der Startschuss für Zeitgeist. Wir Gründer waren auch damals schon befreundet und wussten, dass wir sehr unterschiedliche Fähigkeiten haben – wir aber alle überzeugt sind, dass nachhaltige Impulse nicht nur von Politik und Bürger*Innen sondern auch aus der Unternehmensseite kommen müssen. Mit diesem Grundgedanken, etwas zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen, haben wir Zeitgeist ins Leben gerufen. Die Pandemie hat uns in sofern ermöglicht, ein ambitioniertes Projekt anzugehen, weil wir plötzlich alle (noch) mehr Zeit am Schreibtisch verbracht haben.

Welche Vision steckt hinter Zeitgeist Vintage?

Wir wollen den Einkauf von Secondhand Mode so einfach und transparent machen, wie man es bisher nur im Erstmarkt von Zalando oder AboutYou kennt. Und wir glauben daran, dass Second Hand Mode der Grundstein für eine nachhaltige Revolution in der Modewelt ist. Wir sehen aber auch eine Entwicklung zu einem schnelleren und einfacheren Kauferlebnisses für Kund*Innen im Modebereich.

Aus unserer Sicht haben viele nachhaltige Unternehmen den Fehler gemacht, ihre Nachhaltigkeit als einziges Kaufargument zu etablieren.Vernachlässigt wurden dabei weitere wichtige Faktoren wie Preis, Kauferlebnis, der gängige E-Commerce Komfort rund um kostenlosen Versand, Rückgaberecht uvm.

Wir kennen beide Welten und arbeiten daran, sie unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen um Second Hand so E-Commerce Salon fähig zu machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als horizontaler Anbieter von Second Hand Mode mit starken Fokus auf nachhaltige Geschäftsprozesse ist man mit einem Problem konfrontiert – der ohnehin schon kostenintensive Aufbau einer Firmeninfrastruktur wird noch teurer. Ein Beispiel: Versandverpackungen aus Plastik sind sehr billig und können auch in kleinen Stückzahlen gekauft werden, unsere Versandverpackungen sind aus recyceltem Papier und komplett ohne Plastik. Das ist nachhaltig, kostet aber mehr. Wir haben den Aufbau unserer Firma bisher komplett eigenfinanziert und legen so besonderen Fokus auf effiziente Prozesse und Bootstrapping im Unternehmensalltag.

Wer ist die Zielgruppe von Zeitgeist Vintage?

Wir richten uns an alle Menschen, die die Meinung vertreten, dass der bisherige Ressourcenverbrauch für Bekleidung verändert werden muss. Wir versuchen zusammen mit unseren Kund*Innen die Fashion Welt ein Stück nachhaltiger zu gestalten.

Was ist das Besondere an der Mode auf Zeitgeist Vintage? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Hauptaspekt ist, dass der Modekauf bei uns einen Bruchteil des ökologischen Fußabdrucks aufweist im Vergleich zum Erstmarkt, einfach weil wir der Kleidung ein zweites Leben schenken. Darüber entwickeln wir Features wie eine Größenharmonisierung oder dem transparentem Aufzeigen von Mängeln, die den Einkauf bei uns einfacher machen. Auch ohne großes FAQ.

Zeitgeist Vintage, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Secondhand ist margenträchtig, vor allem wenn man große Teile der Wiederaufarbeitung selbst abdeckt. Gleichzeitig benötigen wir eine große Menge Ware, um ein diversifiziertes Angebot für Secondhand & Vintage Liebhaber bereit zu stellen. Insofern befinden wir uns in einer Situation des Kapitalbedarfs, können Banken und Investoren für ihr Green Investment eine entsprechende Kapitalrendite anbieten.

Das führt mich auf der Business Seite zu 2 Möglichkeiten:

Zeitgeist ist der Online Ausstatter für Secondhand Mode mit Kund*Innen vor allem im DACH Raum, aber auch aus dem Rest der Welt

Zeitgeist wurde von einem Mitbewerber gekauft

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Viele Fähigkeiten wie Intellekt und Visionsfähigkeit, die Gründern wie Steve Jobs und Elon Musk angedichtet werden, sind überbewertet. Die wichtigsten Eigenschaften von Gründer*Innen sind:

Der KundInnenwunsch // nicht nur verstehen, sondern nachfühlen.

Beharrlichkeit

Lösungsfokus

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Lerne nach Hilfe zu fragen

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Kindaling Freizeitgestaltung Familie

Kindaling Buchungsplattform für Freizeitgestaltung mit der Familie

Stellen Sie sich und das Startup Kindaling doch kurz unseren Lesern vor!

Chris: Hi, ich bin Christopher und Gründer von Kindaling. Kindaling ist die größte digitale Inspirationsquelle und Buchungsplattform für Familien- und Kinderaktivitäten im deutschsprachigen Raum. Wir sind in 8 Regionen von Hamburg bis Zürich vertreten, aber mit unseren vielen Online Angeboten können uns natürlich Eltern weltweit nutzen.

Elena: Hallo, ich bin Elena und Mitgründerin von Kindaling. Als CMO bin ich bei uns für Marketing und Growth Themen zuständig. Mit über 150 Kategorien und über 6000 Angeboten für Klein und Groß, ist unsere Mission für besondere Erlebnisse mit der Familie zu sorgen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Chris: Als Vater war ich selber sehr frustriert, wie kompliziert es ist die richtige Aktivität für Kinder zu finden, geschweige denn direkt online zu buchen. Daraus ist die erste Idee zu Kindaling entstanden und die hat mich einfach nicht mehr losgelassen, es gab kein “zurück” mehr. Ein eigenes Unternehmen zu gründen fand ich aber immer schon spannend und online sowieso.

Welche Vision steckt hinter Kindaling?

Elena: Wenn Eltern an Freizeitgestaltung mit der Familie oder an die Weiterentwicklung ihrer Kinder denken, sollen sie an Kindaling denken und direkt auf der Seite suchen und buchen – nicht über Google oder andere Suchmaschinen. 

Wir möchten auf unserer Plattform Angebote sichtbar machen, die ein Großteil der Eltern sonst gar nicht mitbekommen würden: der Robotikkurs in den Ferien, die Zirkus-Turnwoche im Sommer, den Kerzenbastelkurs nur zwei Häuser weiter oder kostenlose Probestunden mit ausgefallenen Musikinstrumenten, es gibt so viel zu entdecken neben den Klassikern wie Zoo, Schwimmbad & Co.. Wer nicht weiß, was es alles gibt, weiß nicht, wonach er suchen soll – daher wollen wir möglichst viel Inspiration mit (werdenden) Eltern teilen.

Chris: Wir wollen Eltern Zeit schenken, indem wir mit Kindaling eine einfache Lösung bieten, schnell an das passende Erlebnis zu kommen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Chris: Eine große Herausforderung für mich war zu Beginn definitiv keine Mitgründer zu haben! Das hat sich dann vor 1,5 Jahren zum Glück geändert, als Elena dazugestoßen ist. Die ersten Jahre habe ich Kindaling aus eigenen Ersparnissen aufgebaut und dann recht schnell aus dem Cashflow finanziert. Mit Sicherheit nicht einfach, aber die Erfahrung aus der Zeit hilft uns jetzt enorm. 

Wer ist die Zielgruppe von Kindaling?

Elena: Kindalings Zielgruppe sind in erster Linie (werdende) Eltern, aber auch andere Familienmitglieder, wie z.B. Großeltern oder Geschwister, die Inspiration für die gemeinsame Zeit suchen. Unsere Community ist divers, was sie aber gemeinsam haben, ist der Wunsch eine vielfältige Freizeitgestaltung ihren Kindern zu bieten (Ergebnis aus einer in 2020 durchgeführten Umfrage unter 15.000 Kindaling Nutzern*innen).

Chris: Auch beim Thema Schwangerschaft sind wir vielfältig aufgestellt – von Hypnobirthing bis Schwangerschaftsyoga über Rückbildungskurse, alles sehr beliebte Angebote bei uns. Das Schöne ist, dass wir diese Zielgruppe von Beginn an der Elternzeit begleiten können. 

Rund um die Schwangerschaft haben wir auch viele Angebote. Häufig gebucht werden zum Beispiel Erste Hilfe Kurse am Kind oder Schwangerschaftsyoga und Rückbildungskurse.

Wie funktioniert Kindaling? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Chris: Eltern können sich auf Kindaling inspirieren lassen und dann in wenigen Klicks die richtige Aktivität für die Familie bzw. für das Kind direkt buchen. So etwas gab es vor Kindaling einfach noch nicht. Jetzt in Corona Zeiten haben wir den Fokus auf Online-Kurse gelegt und haben Anbieter dabei unterstützt ihr Angebot zu digitalisieren. 

Elena: Wir sind ein One-Stop-Shop für unsere Freizeitanbieter – wir managen und verwalten deren Buchungen, kümmern uns Marketingmaßnahmen und generieren neue Kunden für sie. Damit haben wir einen komplett neuen Markt va. für Kleinanbieter geschaffen. So können sie sich komplett auf das Ausführen ihres Angebots konzentrieren. 

Kindaling, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Elena: Durch Corona wurde uns das Potential von Online-Kursen bewusst, sodass wir das noch weiter ausbauen möchten. Man merkt, dass Eltern das Angebot viel besser annehmen, als noch vor einem Jahr während der ersten Welle. 

Chris: Wir gehen aber auch davon aus, dass Kurse und Events offline auch wieder den gleichen Stellenwert bekommen. Grundsätzlich möchten wir auf Kindaling alle relevanten Familienaktivitäten sammeln um Eltern die volle Transparenz zu bieten, was sie wann wo und wieso mit ihrem Kind machen können. Unser Fokus liegt zurzeit noch auf dem deutschsprachigen Raum und das wird die kommenden Jahre mit Sicherheit so bleiben. Wir haben viele Ideen wie wir unsere Plattform auch noch technisch weiterentwickeln können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Chris: Für meinen Teil war es sehr wichtig, dass ich mich mit dem Thema zu 100% identifizieren kann. Man verbringt viel Lebenszeit und Energie mit seinem Unternehmen, deshalb sollte es vor allem Spaß machen. Und ja, nicht entmutigen lassen: It’s a marathon, not a sprint!

Elena: Mein erstes Startup ist gescheitert, weil das Gründerteam nicht zusammengepasst hat. Wenn das Team nicht funktioniert, wird auch die Umsetzung der besten Idee nicht klappen.

Der beste Tipp, der mir mitgegeben wurde und mich weitergebracht hat, lerne nach Hilfe zu fragen. Je konkreter die Frage desto mehr Learnings lassen sich mitnehmen. 

Wir bedanken uns bei Elena und Christopher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

SynBiotic SE und The Hempany: Hanfmilch hemi

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SynBiotic SE und The Hempany: Hanfmilch hemi

SynBiotic SE und The Hempany wollen mit Hanfmilch „hemi“ den Markt für pflanzenbasierte Milchalternativen erobern

Seit vielen Jahren suchen Verbraucher nach Alternativen zu klassischer Kuhmilch. Populär ist hier vor allem Hafermilch geworden. Jetzt kommt die nächste Innovation auf den Markt, die nur dem Namen nach ähnlich klingt: Hanfmilch. In das dynamische Wachstumssegment steigt das erste deutsche börsengelistete Cannabis-Unternehmen SynBiotic SE mit seiner Beteiligung an The Hempany ein und bietet nun gemeinsam die Hanfmilch „hemi“ an. Von Ende März an wird das Produkt aus Bio-Hanfsamen in allen Filialen von Rossmann und Alnatura gelistet sein.

„Ein sehr starkes Gründerteam trifft auf einen Milliardenmarkt. Die Marke hemi hat das Potential, deutlich größer zu werden als ihr starker Konkurrent OATLY. Ich selbst bin ein großer Fan von pflanzlichen Milchalternativen. Seit knapp zwei Jahren konsumiere ich keine Kuhmilchprodukte mehr und freue mich somit umso mehr, das Team hinter hemi mit unserer SynBiotic Plattform bei ihrer Expansion begleiten zu dürfen“, erzählt Lars Müller, CEO der SynBiotic SE.

Dave Tjiok, Gründer und CEO von The Hempany, sagt zu der Kooperation mit SynBiotic:

„Wir freuen uns, dass wir mit SynBiotic den perfekten Partner gefunden haben. Sie verfügen über eine große Expertise, ein starkes Vertriebsnetzwerk und Leidenschaft für neue Produkte wie unsere hemi. Für hemi melken wir Hanfsamen statt Kühe – und unsere pflanzliche Milch bietet noch viele andere Vorteile. hemi ist bio, low-carb und von Natur aus frei von den größten Unverträglichkeiten: Gluten, Nüsse, Soja und Laktose.“

Aus der Hanfpflanze lassen sich auf Basis ihrer wertvollen Inhaltsstoffe neben Cannabinoiden viele moderne Erzeugnisse herstellen – die legal und frei verkäuflich sind, da sie keinerlei berauschende Bestandteile enthalten. „Auch für Aktieninteressierte ist diese Entwicklung spannend. Denn Anleger warten seit ‚Beyond Meat‘ gespannt auf den nächsten Veggie-Börsengang. Durch unsere Beteiligung an The Hempany wird dieser Bedarf nun bedient. Da die SynBiotic SE als Plattform-Unternehmen bereits in XETRA und an verschiedenen Börsen gelistet ist, können Investoren nun auch an der Entwicklung von The Hempany und hemi teilhaben. Somit ermöglichen wir Anlegern das erste Investment in den Pflanzenmilchmarkt“, so Müller abschließend.

Quelle BETTERTRUST GmbH

Träumt groß!

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yeply mobile fahrradwerkstatt fahrrad

Yeply mobile Fahrradwerkstatt schnelle Terminfindung, kurze Wege und ein verlässlicher Service

Stellen Sie sich und das Startup Yeply doch kurz unseren Lesern vor! 

Kurz gesagt: Yeply ist eine mobile Fahrradwerkstatt. Mit uns ist es wie mit dem Berg und dem Propheten. Wir kommen in die Nähe unserer Kunden, um ihnen so den Zugang zu einem Wartungsservice zu erleichtern. Eine schnelle Terminfindung, kurze Wege und ein verlässlicher Service sind unsere Benefits. Um uns kurz vorzustellen, wir sind Antti Känsälä und Tommi Särkkinen und haben Yeply 2016 in Finnland gegründet.

Doch wir sind längst nicht mehr allein. Mittlerweile haben wir ein großes tolles Team an Bord und es gibt uns auch in Hamburg, Berlin und Düsseldorf. Weitere Standorte sind bereits in Arbeit. Unser Markenzeichen sind die schwarz-gelben Vans, die Reparaturplätze für Fahrräder aller Art beherbergen und wie fleißige Bienen ausschwirren, um Fahrräder vor Ort wieder flott zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Zunächst einmal haben wir nach einer neuen Herausforderung gesucht. Die letzte war unsere erfolgreiche Teilnahme am Iron-Man-Wettbewerb und die ist schon ein paar Jahre her. Nun wollten wir gemeinsam etwas für die Zukunft aufbauen, ein Startup gründen, unsere Ambitionen und Vorlieben einbringen und natürlich auch den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen.

Warum nun ein mobiler Fahrradladen-Service für den europäischen Markt? 

Aus eigener Erfahrung wussten wir, dass die Wartung des eigenen Fahrrads eine nervtötende Erfahrung sein kann. Die Wartezeiten sind enorm und absolut nicht alltagstauglich. Erst recht, wenn das Fahrrad bzw. das E-Bike immer mehr das Auto ablösen soll. Der Markt für Fahrradwartung wächst exponentiell und bekommt durch die globalen Megatrends wie Urbanisierung, Nachhaltigkeitsthemen und aktivem Lebensstil einen immer größeren Schub.

Welche Vision steckt hinter Yeply? 

Wir möchten mit unserem Geschäft möglichst viel erreichen. Und so unterstützen wir nicht nur eine umweltbewusste Fortbewegung, sondern auch einen aktiveren Lebensstil. Am liebsten würden wir dieses Konzept weltweit umsetzen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

In den ersten zwei Jahren haben wir beide andere Jobs angenommen, um die ersten Schritte von Yeply zu finanzieren. Es waren also lange Tage und Nächte und Schlaf eher Mangelware. Der Eintritt in einen neuen Markt brachte uns einen Berg an Hausaufgaben, um ein Verständnis für die Kultur und die Marktbesonderheiten zu erlangen. Dabei lernen wir bis heute nicht aus, denn jeder Standort hat seine Eigenheiten und birgt neue Herausforderungen. 

Die ersten Investitionen wurden übrigens von uns beiden getätigt. Als wir mit der Expansionsphase begannen, wurden wir von einem tollen Haufen finnischer Angel-Investoren und einer Crew von Crowdfunding-Teilnehmern finanziert. Darüber hinaus haben wir Unterstützung von der finnischen Regierung erhalten. Insgesamt haben wir bisher ca. 1,6 Millionen Euro eingesammelt. Diesen Rückenwind und die unglaubliche Nachfrage möchten wir nutzen und planen im nächsten Schritt eine Seed-Runde in Höhe von ca. 3 Millionen Euro, um unser Wachstum weiter zu stärken.

Wer ist die Zielgruppe von Yeply?

Alle Radfahrer, egal welchen Alters, egal welche Marke sie fahren. Auch E-Bikes werden selbstverständlich von uns gewartet. An diesem sagenhaften Trend kommen auch wir nicht vorbei und wollen wir natürlich auch gar nicht. Im Gegenteil: Hier kooperieren wir bereits mit Herstellern wie dem irischen Startup Modmo, BZEN aus Belgien oder dem französischen Unternehmen Angell.

Firmen bieten wir außerdem den Service-Tag an, an dem wir mit unserem Van vorfahren und die Räder der Mitarbeiter warten. Wir lassen uns in kein starres System pressen, sondern sind täglich dabei, uns zu optimieren und neue Aufgabenfelder zu erschließen. 

Wie funktioniert Yeply? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Im Grunde genommen haben wir das eingangs schon angedeutet. Unsere Vorteile liegen in der Mobilität und Flexibilität. Als Werkstatt auf Rollen bieten wir einen dynamischen Service, den es in dieser Form bislang noch nicht gab und der uns auch von der Konkurrenz klar unterscheidet. Auch das Einbinden von digitalen Services und personalisierten Inhalten wie „My Yeply“ ist neu in der Branche.

Yeply, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Ganz klar, geografisch expandieren und zwar schnell! Unser langfristiges Ziel ist es, moderne Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher anzubieten, die sowohl deren Fahrspaß als auch Sicherheit erhöhen, ohne dass sie sich selbst um die Wartung kümmern müssen. Wir wollen in Form von Partnerschaften auch mit anderen Akteuren der Fahrradbranche (Fahrradmarken, Leasingfirmen, Online-Shops, Wiederverkäufer) unseren Service sharen. Als Kundenbindungsmaßnahme für ein nachhaltiges Kundenerlebnis!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Glaubt an Eure Vision und bleibt dran! Je radikaler die Dinge sind, die Ihr vorhabt, desto mehr werdet Ihr von anderen herausgefordert werden. Seid darauf vorbereitet und wandelt es einfach in Motivation um.

Bleibt fokussiert! Je mehr Ihr wachst, desto leichter wird es, den Fokus zu verlieren. 

Träumt groß! Warum solltet Ihr nicht versuchen, der Beste der Welt zu sein, wenn Ihr sowieso schon einen Großteil Eurer Zeit darauf verwendet. 

Wir bedanken uns bei Tommi Särkkinen und Antti Känsälä für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Yeply

Kontakt:

Yeply Deutschland GmbH
Brandshofer Deich 68
DE-20539 Hamburg
https://www.yeply.de
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antti@yeply.fi

Ansprechpartner: Antti Känsälä und Patrick Philips-LaNeve

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/yeplyde/
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Traut euch, aber seid realistisch!

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Martin Behrens presono Präsentationssoftware 2 Minuten 2 Millionen

Martin Behrens Gründer presono, Präsentationssoftware, war in der PULS 4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup presono doch kurz vor!

Mein Name ist Martin Behrens. Ich bin CEO der Präsentationssoftware presono, die ich 2015 mit meinen beiden Co-Gründern in Linz ins Leben gerufen habe. Der Anstoß zu dieser Gründung war die Tatsache, dass die verbreitetste Präsentationslösung im Business-Umfeld älter ist als das Internet. Dadurch entstehen dermaßen viele Herausforderungen im täglichen Arbeiten bzw. beim Einsatz von professionellen Anwendern, dass Zeit, Nerven und immens viel Wirkung verloren gehen. Aus diesem Grund denken wir das Thema Präsentation komplett neu. Wir haben eine Lösung entwickelt, die vom Design und der Erstellung von Slides über die Zusammenarbeit in Teams, dem zentralen Managen von sämtlichem relevanten Content bis hin zur Ausgabe und Analyse von Präsentationen alle elementaren Bereiche im Lebenszyklus professioneller Präsentationen in einer Plattform abdeckt. 

presono bringt professionelle Präsentationen ins 21. Jahrhundert und ist die einzige Plattform, die die Themen Präsentation, Inhalt und Zusammenarbeit in Teams und Unternehmen vereint. Der Fokus in der Anwendung liegt meist in den Bereichen Marketing und Sales. Die modernen und interaktiven Resultate sind das Ergebnis der Kombination aus Präsentieren, Zusammenarbeiten und Managen in Einem. 

Wie ist die Idee zu presono entstanden?

Mein Mitgründer Hannes hat sich als ehemaliger Marketing-Leiter in großen Unternehmen intensiv mit den zahlreichen Präsentationsproblemen geplagt und entsprechend auseinandersetzen müssen. Da er nach intensiver Recherche keine Software finden konnte, die alle Probleme in einem Tool löst, beschloss er selbst eine Software zu entwerfen, die alle seine gefundenen Problemfelder in einem löst – dann lernten wir uns kennen und die Story von presono begann.

Welche Vision steckt hinter presono?

presono soll den Arbeitsalltag für große und kleine Teams erleichtern und dabei helfen diesen effizienter und zielgerichteter zu gestalten. Mit unserer Software gelingt es nicht nur mit wenigen Handgriffen eine einzigartige Präsentation zu entwerfen, sondern auch alle Aufgaben auf einfache Art und Weise im Team zu managen. 

Langfristig wollen wir Business-Präsentationen intelligent machen. Man stelle sich vor, Daten verschiedener Systeme wie ERP, CRM und DAM können automatisiert zu Präsentationen kombiniert werden. Hinterlegt mit Machine Learning, können insbesondere große Unternehmen hier von vielen Dingen profitieren. Währenddessen können kleine Unternehmen oder Einzelpersonen mit dem selben Tool bzw. innerhalb der selben Plattform auf einen Content-Marktplatz für Präsentationen und deren Inhalte zugreifen, um zeitsparend zu Top-Ergebnissen zu gelangen. Dies sind nur ein paar Einblicke in die große Zukunftsvision wo und wie presono langfristig gedacht positioniert ist. 

Wer ist die Zielgruppe von presono?

Täglich werden mehr als 30 Millionen Präsentationen gehalten. Das Potential unseres Tools ist daher entsprechend groß. So kann presono jedem Vorteile bringen, der professionell  bzw. in einem entsprechenden Business-Kontext präsentiert. Das können Lehrende sein, Einzelunternehmer, kleine Teams, große Firmen, aber natürlich auch Studierende. Diese Zielgruppenbreite können wir durch die Aufteilung unserer Lösung in eine Managed- und eine Self-Service-Version perfekt abdecken.

Je größer, komplexer und internationaler ein Unternehmen aufgebaut ist, desto mehr Vorteile wird es aus unserer Software ziehen können. Aber auch kleine Teams und Unternehmen profitieren bereits enorm von unserem intelligenten wie zentralen Datenmanagement, den Möglichkeiten interaktiv zu Präsentieren, virtuelle Messen und Showrooms zu gestalten, unterschiedliche Sprachen zu managen und Kunden-Interessen auszuwerten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ zu bewerben?

Wir wurden direkt von PULS4 auf das Casting aufmerksam gemacht. Natürlich ist eine eher B2B-lastige Softwareplattform nicht der Idealkandidat für so eine Show, aber da doch nahezu jeder irgendwie etwas mit dem Thema „Präsentation“ anfangen kann, zu dieser Zeit unsere Self-Service-Lösung startete und wir auf Investmentsuche für die Vermarktung gehen wollten, bot sich die Teilnahme einfach an. Für uns war es somit genau der richtige Zeitpunkt, um dieses TV-Experiment zu wagen und wir sind sehr froh und stolz dabei gewesen zu sein.  

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Unser Hauptaugenmerk lag darauf On Air einen optimalen Pitch zu liefern. Diesen haben wir akribisch vorbereitet und so lange in den unterschiedlichsten Situationen geübt, bis er perfekt saß.  Weiters haben wir einen Fragenkatalog mit möglichen Jury-Fragen ausgearbeitet, um hier keine bösen Überraschungen zu erleben. Ein bisschen Flexibilität und Spontanität gehören aber natürlich auch hier dazu. Und trotz aller Vorbereitung ist man kurz bevor es losgeht dennoch ein bisschen nervös.
Mein Mitgründer Hannes und ich berichten dazu übrigens auch detailliert in unserem Podcast „Achtung Achterbahn“, wo man sich bei Interesse gern alle Details zur Vorbereitung für die Aufnahme der Show anhören kann.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Teilnahme hat im gesamten Team einen ordentlichen Motivationsschub ausgelöst. So haben wir uns nicht nur auf den TV-Pitch vorbereitet, sondern u.a. auch unserem Tool und unserer Website ein Upgrade verpasst, das Marketing angekurbelt und im Sales noch mehr Gas gegeben. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „2 Minuten 2 Millionen“ viele Interessenten und auch Medien auf presono aufmerksam werden?

Die Show generiert einen Aufmerksamkeitsfaktor, den man als Start-up in dieser Form vermutlich nur in den seltensten Fällen aus eigener Kraft erzielen kann. Zudem erzeugt ein Auftritt im Fernsehen auch ein gewisses Vertrauen bei interessierten Personen bzw. Unternehmen und Kunden, was im Vertrieb natürlich ebenfalls sehr hilfreich ist. Das Interesse von Kunden- und auch von Medien-Seite war folglich überwältigend. Dafür sind wir bis heute sehr dankbar. Aber vor allem der Rückenwind, den man durch einen Investment-Abschluss erhält, ist enorm. SevenVentures-Investor Daniel Zech hat uns seit der Sendung tatkräftig unterstützt und viele Türen für uns geöffnet. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle auch noch einmal herzlich bedanken! 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Vermutlich kennen alle Investoren die grundsätzlichen Problemstellungen in Sachen Präsentationen aus ihren eigenen Unternehmen und können sich mit dem Thema bis zu einem gewissen Grad identifizieren. Durch die jeweiligen Business-Tätigkeiten und Netzwerke wären auch sicher alle spannende Partner gewesen. Aufgrund der Erfahrung im Software- bzw. App-Bereich war Florian Gschwandtner aber natürlich ein thematisch passender Kandidat, sowie aufgrund des Potentials der Vermarktungsmöglichkeiten natürlich SevenVentures mit Daniel Zech.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

In der Sendung gelang es uns SevenVentures-Investor Daniel Zech zu überzeugen und mit einer Million Euro Mediavolumen ein besonders hohes Investment für uns zu gewinnen. Das potentiell abrufbare TV-Werbungsvolumen konnte nach der Sendung für die gemeinsam gesteckten Ziele sogar noch weiter ausgebaut werden. So erhielten wir die einmalige Chance unsere ersten TV-Spots zu produzieren, die seither auf den Sendern der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe zu sehen sind. 

presono, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Während unser Fokus aktuell auf den Themen Vermarktung, Vertrieb, Kundengewinnung und Aufbau eines Partnernetzwerkes liegt, wird sich dieser, abhängig von der Geschwindigkeit des Kundenwachstums, natürlich verändern. Für die kommenden Jahre sind die Hauptthemen daher zum einen der intensive Ausbau des Partnernetzwerkes auf internationaler Ebene und zum anderen der Ausbau des bestehenden Funktionsumfangs sowie die Erweiterung von spannenden, neuen Möglichkeiten in der visuellen Ausgabe und die Anbindung von Drittsystemen. Die Funktionserweiterungen werden immer mindestens eines der Themen Präsentieren, Zusammenarbeiten oder Managen ausbauen. In fünf Jahren möchten wir im europäischen Raum als DAS Tool für professionelle Präsentationen bekannt sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1) Traut euch, aber seid realistisch! 

2) Hört auf euer Bauchgefühl. 

3) Und denkt immer an die Fixkosten.

Bildquelle Generative3 Stefanie Eder

Wir bedanken uns bei Martin Behrens für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nicht von der Richtung abbringen lassen

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Frontastic

Frontastic Frontend Management Plattform für D2C-Retailer und Brands, die sich bereits für API First und Headless-Architektur interessieren

Stellen Sie sich und das Startup Frontastic doch kurz unseren Lesern vor!

Thomas Gottheil: Mein Name ist Thomas Gottheil und ich bin Mitgründer von Frontastic. Ganz vereinfacht erklärt bauen wir eine Software-Plattform, die es Entwicklern sowie Vertriebs- und Marketing-Teams in Unternehmen ermöglicht, in einer digitalen Welt, die zunehmend in Richtung API und Headless entwickelt, die besten Customer-Experience-Angebote zu erschaffen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Gottheil: Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet, sondern mir schon neben der Schule immer ein bisschen Geld dazuverdient, indem ich beispielsweise CD-ROMs für Shareware-Software mit schönen Oberflächen baute. Davon verkaufte ich ein paar Tausend Stück und wuchs so langsam in den E-Commerce hinein. 2005 gründete ich mit Werbemacher meine erste Company – eine Agentur für Branding und Vertriebsförderung. Wir haben da wahnsinnig viel ausprobiert und ich habe mehr gelernt als in jedem Studium. Aus Werbemacher wurde Shopmacher mit Fokus auf Online-Shops für Marken und Händler. Und hier entstand irgendwann die Idee zu Frontastic.

Welche Vision steckt hinter Frontastic?

Gottheil: Ich bin davon überzeugt, dass Unternehmen in Zukunft nur noch dann bestehen können, wenn sie ihren Kunden das beste Kundenerlebnis bieten. Wir wollen die Software-Plattform sein, die es Teams innerhalb der Unternehmen erlaubt, ihre Kunden glücklich zu machen – und das so schnell wie möglich. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Gottheil: Als ich Anfang 2017 entschieden hatte, Frontastic zu gründen, war mir klar: Das Wichtigste, was wir für den Erfolg brauchen, sind gute Techniker und jemand, der Unternehmensorganisation und Kultur aufbauen kann. Mit diesen Ansprüchen habe ich potenzielle Mitgründer gesucht. Henning Emmrich, Tobias Schlitt und Kore Nordmann waren von Anfang an meine Wunschbesetzung. Und als ich die von meiner Idee überzeugen konnte, haben wir Frontastic an den Start gebracht.

Eine weitere Herausforderung ist, dass man in der Regel aus zwei Gründen gründet: Entweder man macht etwas zehn Mal besser als andere, oder man macht es anders. Ich glaube an das anders. Aber von diesem Glauben auch andere zu überzeugen, ist ein gewaltiger Kraftakt. Finanziert sind wir wie die meisten Tech-Start-ups auch über Investoren wie Reimann Investors, Ventech Investors, Aschendorff NEXT oder die NRW.Bank. Darüber hinaus haben wir Jochen Krisch, Marc Ramelow, Michal Bartmanski und Ulrike Müller als Business Angels gewonnen. Aktuell bereiten wir die nächste große Finanzierungsrunde vor – auch mit Investoren aus den USA.

Wer ist die Zielgruppe von Frontastic?

Gottheil: Unsere Idealkunden sind D2C-Retailer und Brands, die sich bereits für API First und Headless-Architektur interessieren und in einem sehr agilen, hoch kompetitiven, disruptiven Markt unterwegs sind. Die können sich keine riesige Mannschaften an Inhouse Developern und Inhouse Marketers aufbauen, um gegen die ganz Großen des E-Commerce bestehen zu können. Denen wollen wir mit Frontastic helfen. Und dass wir seit dem ersten Kunden-Launch mit unserer Software im April 2019 schon namhafte Referenzen wie Flaconi, Apollo, Bonprix, Flaschenpost, Chronext oder ganz neu die Berlin Brands Group von uns überzeugen konnten, spricht dafür, dass wir hier einen echten Need erkannt haben.

Wie funktioniert Frontastic? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Gottheil: Wir bieten eine Low-Code-Plattform für die Entwickler und einen Experience-Editor für die Business-Anwender, also beispielsweise das Marketing. Und dadurch machen wir die einzelnen Team-Mitglieder unabhängiger voneinander. Die Frontend-Developer können Frontend-Komponenten bauen und die Business-Anwender können die Komponenten innerhalb der Frontends eigenständig konfigurieren, steuern und publishen. Sie müssen also künftig keinen Entwickler mehr darum bitten, beispielsweise einen Button von grün auf rot umzufärben, sondern machen es einfach selbst. Auf diese Weise entfallen eine ganze Reihe von Kommunikationsschleifen. Und das sorgt dafür, dass Projekte immens an Geschwindigkeit und Agilität gewinnen. 

Bislang ist es so, dass Unternehmen, die sich für einen Headless-Ansatz entscheiden, eine Backend-Komponente wie commercetools oder contentful kaufen und dann ihr Frontend umsetzen müssen. Und aktuell entscheiden sie sich häufig noch dafür, ihre Frontends selbst zu bauen beziehungsweise aus verschiedenen kleineren Komponenten selbst zusammenzustückeln. Früher oder später werden sie aber feststellen, dass sie sich auf diese Weise von ihren Entwicklern extrem abhängig machen. Denn die Business-Anwender müssen für jeden Änderungswunsch einen Entwickler beauftragen. Das macht nicht nur die Marketing-Teams langsam und unproduktiv, sondern führt auch dazu, dass Entwickler-Teams einen großen Teil ihrer Zeit mit für sie langweiligen und profanen Change Requests verbringen, anstatt wirklich wertschöpfende Shopneuerungen zu entwickeln. Dieses Problem lösen wir – und diese Differenzierung wird uns künftig enorm in die Hände spielen. Unser größter Wettbewerber ist also eigentlich das Selber-Bauen. 

Frontastic, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Gottheil: Wir planen gerade die Expansion in die USA und wollen in fünf Jahren 60 Prozent unseres Gesamtumsatzes dort generieren. Der Markt ist für uns perfekt, denn alles, was wie wir stark kundenzentriert ist, funktioniert dort extrem gut. Das zeigen Unternehmen wie Salesforce oder Adobe. Generell sind wir davon überzeugt, dass die Unternehmen den Benefit unserer Lösung in einigen Jahren noch stärker erkennen. Denn der eigentliche Wert der Digitalisierungsstrategie beginnt erst nach dem Setup. Erst wenn das Grundgerüst steht, kann man über eine gute Customer Experience und einen schnellen Time to Market Alleinstellungsmerkmale generieren. Aber weil wir noch so jung sind, haben wir noch nicht so viele Kunden, die in diesem Status sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Gottheil: Wenn man von seinem Weg überzeugt ist, darf man sich von Kritikern am Straßenrand oder auch den eigenen Investoren nicht von der Richtung abbringen lassen, sondern muss sein Ding durchziehen. Dafür braucht man die richtigen Mitstreiter an Bord. Die sollte man mit Bedacht auswählen. Und schlussendlich steckt man in sein Unternehmen natürlich jede Menge Herzblut. Aber es gibt auch noch ein Leben neben dem Job.

Fotograf: Simon Thon

Wir bedanken uns bei Thomas Gottheil für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bandenmitglieder für Revolutionährung gesucht

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Ella 's Basenbandegesunde Fertiggerichten aus Bio-Gemüse

Vive la Revolutionährung! Ella’s Basenbande begeistert mit gesunden Fertiggerichten aus bestem Bio-Gemüse. Jede Mahlzeit schmeckt nicht nur wie selbst gekocht, sondern ist auch noch basisch. Ein unfassbar leckeres Vergnügen von Deutschlands ältester Start-upperin für alle, die sich ganz entspannt bewusst ernähren wollen.

Jeder hat das Recht auf eine gesunde Ernährung – davon ist Ella’s Basenbande zutiefst überzeugt. Genau deshalb will das Start-up aus Oranienburg nicht weniger, als die Lebensmittelbranche zu revolutionieren! Sauerkrautgericht, Mediterrane oder Steckrüben-Gemüsepfanne – alle unglaublich leckeren Fertiggerichte sind komplett basisch. Was das bedeutet? Die insgesamt sechs feinen Rezepturen wurden ausschließlich aus bestem Bio-Gemüse, hochwertigen pflanzlichen Ölen, frischen Kräutern und aromatischen Gewürzen komponiert. Zuckerzusätze sind ebenso tabu wie unnötige Füllstoffe. Ein herrlich unkomplizierter und geschmacksintensiver Genuss, der schmeckt wie selbst gekocht!

So geht fertiggerichtig

„Unsere Vision ist die einer Welt, in der man jederzeit ins Kühlregal greifen kann und immer etwas herausfischt, das lecker, nachhaltig und gesund ist“, sagt Ella della Rovere. „Vielen Menschen fehlt es an Zeit und Wissen, um im Alltag täglich frisch zu kochen. Die Nachfrage nach cleanen Fertiggerichten ohne Kleingedrucktes wächst.“ Zusammen mit Sohn und Marketing-Fachmann Marcin Glowacki und Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger hat die 69-Jährige deshalb 2019 Ella’s Basenbande gegründet. Davor hat die Unternehmerin 35 Jahre als Fachärztin gearbeitet. Heute profitiert sie bei der Entwicklung neuer Gerichte zudem von mehr als zehn Jahren Erfahrung als Ernährungsexpertin – eine unschlagbare Kombination.

Handeln statt meckern

Wie es in einem Alter, in dem andere lieber an den Ruhestand denken, zur Gründung eines Start-ups kam? Leidenschaftlich gern gekocht hat Ella della Rovere immer schon – am liebsten für die ganze Familie. Gesundheitliche Probleme ihres Sohnes bekämpfte die überzeugte Vegetarierin vor wenigen Jahren mittels Basenfasten. Und weil die Ernährungsumstellung in kürzester Zeit Erfolg brachte, entschied das Duo, dieses fundierte Wissen mit anderen zu teilen und eigene Fertiggerichte zu entwickeln. „Selbst im Biohandel fand ich damals kaum Produkte ohne Süßungsmittel oder Zucker, geschweige denn basische Gerichte“, erzählt Marcin Glowacki, der seine Probleme dank der basischen Ernährung nicht nur binnen drei Monaten in den Griff bekam, sondern nebenbei auch noch zwölf Kilo abnahm.

Was steckt hinter einer basischen Ernährung?

„Sich basisch zu ernähren bedeutet, mehr Gemüse in den Speiseplan zu integrieren“, erklärt die Expertin. Empfehlenswert sei ein Gemüse-zu-Protein-Verhältnis von 80 zu 20 – 80 Prozent Basen und 20 Prozent Säuren also -, damit der Körper ausreichend Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine erhält. „Die basische Ernährung, die übrigens immer vegan ist, verhindert eine Übersäuerung des Körpers. Wie man mittlerweile weiß, ist diese für viele chronische Leiden verantwortlich.“

Die liebevoll über viele Monate ausgetüftelten Rezepturen von Ella’s Basenbande enthalten ganz besonders viele Nährstoffe, weil die Bio-Zutaten in der Produktionsstätte in NRW schonend bei 100 Grad gekocht, sofort in Gläser abgefüllt und zügig heruntergekühlt werden. Da die Gerichte auch bis zum Verzehr gekühlt werden müssen, schmecken sie nicht nur wie frisch von Oma zubereitet, sondern sind nebenbei auch noch richtig gesund.

Viel Liebe im Glas

Zu den Fans von Ella’s Basenbande gehören Menschen, die viel arbeiten, aktiv sind und wenig Zeit zum Selberkochen haben. Auch zahlreiche ernährungsbewusste Frauen und Familien mit Kindern greifen zu den feinen Mahlzeiten, die im Nullkommanix auf dem Teller sind. Dass sich tatsächlich selbst die Kleinsten für buntes Gemüse ohne Schnickschnack begeistern können, wundert Ella della Rovere nicht. „Mit Gerichten wie unserem Kartoffel Curry habe ich schon meine eigenen Enkel geködert“, sagt die 69-Jährige, die stolz darauf ist, auch Gemüsesorten wie Steckrübe oder Pastinake zu einem Revival verholfen zu haben. Rezepte verfeinert und Impulse umgesetzt hat Bio-Spitzenkoch und Spicefreak Konrad Geiger.

„Mit Ella’s Basenbande kann man Kindern ganz selbstverständlich beibringen, leckeres Gemüse wertzuschätzen“, sagt Marcin Glowacki. Wer mag, könne die rein basische Mahlzeit auch zusammen mit Reis oder Nudeln essen – je nach Appetit und Anspruch an den Säure-Basen-Haushalt. Erhältlich sind alle Produkte bislang im eigenen Online-Shop auf basenbande.de, in ausgesuchten EDEKA- und REWE-Filialen sowie in verschiedenen Bio-Markt-Ketten. Und damit eine gesunde Ernährung für jeden Geldbeutel erschwinglich ist, kostet ein Glas 3,99 Euro.

Nachhaltig in eine bessere Zukunft

Bis zum Frühjahr 2020 war Ella’s Basenbande komplett eigenfinanziert. Beim Auftritt in „Die Höhle der Löwen“ im Oktober 2020 konnte das Team um Deutschlands älteste Start-up-Gründerin jedoch Orthomol-Geschäftsführer Nils Glagau überzeugen, der seitdem zu 20 Prozent am Unternehmen beteiligt ist. Zu Hause ist die „Bande“ in Oranienburg – die Stadt nördlich der Berliner Stadtgrenze gilt als Wiege der deutschen Vegetarier-Bewegung. Nachhaltigkeit liegt Ella della Rovere, Marcin Glowacki und Konrad Geiger am Herzen – der geringe CO2-Fußabdruck der Firma hängt nicht nur mit dem Verzicht auf tierische Produkte, sondern auch mit den nachhaltigen Rohstoffen sowie den plastikfreien Verpackungen zusammen. Im Rahmen des „ClimatePartner“-Projektes unterstützt das Start-up überdies die Aufforstung der Wälder.

Gesund und lecker durch den ganzen Tag

So engagiert soll es auch in Zukunft weitergehen! Schon seit November tüftelt das Team gleich an vier innovativen Fertiggerichten. „Wir möchten zukünftig alle Mahlzeiten des Tages mit gesunden Alternativen abdecken können“, sagt Stratege Marcin Glowacki. Und seine Mutter Ella della Rovere verrät: „Durch die wärmere Jahreszeit begleiten uns bald auch fruchtig-frische Köstlichkeiten im Glas – egal ob als leckeres Frühstück im Bett oder als vollwertiger Snack im Park.“ Ella’s Basenbande bleibt sich treu – und tanzt mit ihrem Anspruch munter weiter aus der Reihe! „Wir hoffen, dass uns das bald viele andere Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie nachmachen.“ Am Ende gehe es ja darum, gemeinsam die Welt zu verbessern. Als Bande eben!

Quelle Mrs. Politely DELICIOUS PR GmbH

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