Donnerstag, Mai 7, 2026
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Delegieren und Loslassen

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Überblick: Mitarbeiter Kommunikation und Aufgabenmanagement

Überblick Lösung für die Mitarbeiter Kommunikation und das Aufgabenmanagement

Stellen Sie sich und das Startup ÜBERBLICK doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Helmut Harz und ich bin der Gründer sowie CEO von Überblick. Ich bin Diplomkaufmann und habe den MBA an der Universidad de Deusto in Bilbao erworben, habe viele Jahre unter anderem in Südamerika gelebt und gearbeitet und dort auch mein erstes Unternehmen gegründet.

Überblick ist eine einfache Lösung für die Mitarbeiterkommunikation und das Aufgabenmanagement; sie besteht aus einer Web-Version für den Browser und einer App – insbesondere für die Mitarbeitenden, die viel unterwegs sind. Als wir Überblick 2017 aus der Taufe gehoben haben, wurde uns mit auf den Weg gegeben: Ganz egal was die Lösung kann, sie muss so einfach wie möglich bleiben. Daran haben wir uns konsequent gehalten – und vielleicht ist Überblick auch deshalb so erfolgreich.

Bei der Entwicklung haben wir an ein Unternehmen gedacht, in dem eigentlich nie alle Mitarbeitenden zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind, nur ein kleiner Teil einen PC-Arbeitsplatz hat und auch nicht jeder Mitarbeitende eine Firmen-E-Mail hat. Was braucht ein solches Unternehmen grundsätzlich? Zum Beispiel die Möglichkeit, Informationen mit „Empfängerkreisen“ zu teilen. Dafür haben wir eine Art digitales schwarzes Brett entwickelt, bei dem man den Empfang bestätigen lassen kann.

Aber auch ein einfaches Aufgabenmanagement mit klaren Verantwortlichkeiten, Transparenz und Dokumentation – ebenfalls komplett auch über das Smartphone steuerbar. Zudem können Informationen im Wissensbereich als Handbücher mit Fotos, PDFs oder Videos hinterlegt werden, Aufgaben mit Checklisten und Kategorien ergänzt oder auch als „wiederkehrend“ programmiert werden. Hinzu kommen noch unser Chat-Modul für die DSGVO-konforme Kommunikation und unser Auto-Übersetzungsmodul, um auch nicht deutsch-sprechende Kolleg:innen zu erreichen und mitzunehmen. Ganz wichtig: Mitarbeitende verstehen sehr schnell, wie Überblick funktioniert, ganz ohne lange Schulungen oder Vorbereitung. Und sie erkennen genauso schnell, dass es bei Überblick um mehr geht, als Aufgaben von links nach rechts zu schieben.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mein erstes Unternehmen hieß clickOn Argentina, gegründet habe ich es bereits 2010 in Buenos Aires. Schon nach einem Jahr war es auf mehr als 100 Mitarbeitende gewachsen. Die große Herausforderung für mich als Jungunternehmer war es, meine Teams in den verschiedenen Städten fest einzubinden und Prozesse auf zwischen Außen- und Innendienst und zwischen den verschiedenen Abteilungen optimal zu gestalten. Die Frage, wie Menschen gut zusammenarbeiten, war in dieser Zeit eines meiner Hauptthemen.

Dazu habe ich befreundete Unternehmer aus ganz unterschiedlichen Bereichen gefragt: „Wie macht ihr das eigentlich bei euch?“ Und in vielen Industrien habe ich die Antwort bekommen „Wir haben eine Zettelwirtschaft, machen kurze Anrufe, Meetings, Aushänge, haben WhatsApp Gruppen, ein paar Kollegen haben E-Mail und unser Wissen ist im Leitz-Ordner untergebracht.“ Daraus ist die Idee zu Überblick entstanden, ergänzt um meine eigene Erfahrung, dass viele Unternehmer – mich eingeschlossen – einfache und pragmatische Lösungen suchen, die direkt, ohne viel Aufwand und Kosten funktionieren und helfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zunächst mussten wir feststellen, dass der Vorsatz einer „maximal einfachen Lösung“ gar nicht so einfach umzusetzen war, wie zunächst gedacht. Einfach klingt einfach, ist es aber nicht. Das Feedback unserer Kunden ist jedoch, dass wir diese Herausforderung gemeistert haben. Finanziell haben wir von Anfang an sowohl Unterstützung von Business-Angels aus der Industrie als auch von StartUp-Szeneköpfen wie Stephan Schubert und Gerald Schönbucher erhalten. Hier muss man unbedingt aktiv sein und am Ball bleiben. Aktuell arbeiten wir an der Herausforderung, Kunden zu erreichen, die sich gar nicht vorstellen können, dass es für sie überhaupt eine passende Lösung gibt, und die deshalb nicht aktiv suchen.

Wer ist die Zielgruppe von ÜBERBLICK?

Wir sind zwar in der Hotellerie gestartet und dort auch schon sehr erfolgreich etabliert. Aber Überblick ist keine Branchensoftware, sondern grundsätzlich sehr interessant für Unternehmen mit speziellen Charakteristika: Typischerweise hat ein Teil der Mitarbeitenden einen räumlich festen Arbeitsplatz mit PC, der andere Teil arbeitet auf der Fläche, im Haus, im Außendienst. Auch haben nicht alle Mitarbeitenden eine geschäftliche E-Mail-Adresse. Zudem wird oft im Schichtsystem gearbeitet oder ist gibt mehrere Standorte, sodass man nahezu nie alle Mitarbeitenden gemeinsam an einem Ort zusammen hat. Das sind zum Beispiel Handwerksbetriebe, Pflegedienste, Unternehmen im Freizeitbereich, Handel und viele andere mehr.

Dabei sind die Anwendungen und Ziele zwischen Branchen – aber auch zwischen Unternehmen in gleichen Branchen – durchaus unterschiedlich. Wir bieten ein transparentes Aufgabenmanagement und die Möglichkeit, Informationen einfach zu teilen. Dies können sowohl operative oder auch Themen der Mitarbeiterteilhabe sein. Man kann mit uns Prozesse standardisieren und dokumentieren, von Wartungen bis zum Onboarding-Prozess, oder auch einfach den sozialen Austausch im Unternehmen fördern. Jedes Unternehmen ist anders und wir empfehlen unseren Kunden immer das zu machen, was genau für sie wichtig und richtig ist.

Wie funktioniert ÜBERBLICK? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das besondere an Überblick ist, dass wir uns zunächst ganz genau angesehen haben, wer mit Überblick arbeiten wird. Denn die Lösung muss sowohl für den/die Unternehmer:in als auch für einen technologisch wenig affinen Kollegen – eventuell auch älteren Semesters – funktionieren. Das ist schon ein Unterschied zu Microsoft-Teams, das bei einem Hackathon von Entwicklern entstanden ist. Ebenfalls brauchen Benutzer bei uns weder E-Mail-Adresse noch Telefonnummer, die sie in der Regel auch nicht vom Betrieb haben. Unser Hauptwettbewerber ist in der Praxis WhatsApp. Neben der DSGVO-Thematik fehlt hier die Nachvollziehbarkeit und es gibt auch keinen Wissensbereich.

Unsere Lösung bietet einen operativen Überblick, den beispielsweise Trello nicht bieten kann, ebenso wenig einen Chat, ein digitales Schwarzes Brett oder Wissensbereich. Im Vergleich zu Corporate Communications Lösungen wie Staffage oder Beekeeper unterstützen wir den operativen Alltag in und zwischen Teams mit unserem ausgeklügelten Aufgabenmanagement auf einem anderen Level. Es gibt natürlich Branchensoftware, die in speziellen Prozessen viel tiefer geht als wir es können oder wollen. Hier sind wir bei Kunden erfolgreich komplementär im Einsatz.

ÜBERBLICK, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben Überblick bewusst auf grundsätzlichen Kommunikationslogiken aufgebaut. Dadurch gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten und ob ein Kunde nun in Berlin, Boston oder Buenos Aires sitzt, ist erst einmal egal. Wie Menschen zusammenarbeiten ist grundsätzlich überall gleich. Deswegen ist unser Ziel, dass in fünf Jahren weltweit eine Million Menschen jeden Tag mit Überblick arbeiten. Und wenn es in sieben Jahren passiert – auch in Ordnung.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Da gibt es natürlich viele. Im ersten Schritt sollte man sich bei der Ideensuche immer überlegen, ob man sich vorstellen kann, fünf bis sieben Jahre in dieses Thema zu investieren. Ist das nicht der Fall, würde ich davon abraten. Als Gründer hat man immer mehr Themen auf dem Tisch, als man arbeitstechnisch schaffen kann. Es gilt zu akzeptieren, dass man nicht alles perfekt bewältigen kann. Wichtig ist, dass sich das Unternehmen generell in die richtige Richtung bewegt. Wenn das Team wächst, kommen ohnehin neue Herausforderungen. Auch das Delegieren und Loslassen ist nicht einfach. Meine Empfehlung: Darauf achten, welche Themen wirklich kritisch sind. Sind sie es nicht, sollte man sich nicht einmischen und das Team selbständig arbeiten lassen. Die Erfahrung zeigt, dass sie dann etwa zu 80 Prozent so erledigt werden, wie man es selbst gemacht hätte.  

Wir bedanken uns bei Helmut Harz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleiben Sie beharrlich

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carl friedrik

Carl Friedrik Premium-Ledermarke, Accessoires und Reiseartikel

Stellen Sie sich und das Startup Carl Friedrik doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Niklas, Mitgründer von Carl Friedrik. Carl Friedrik ist eine Premium-Ledermarke, die eine Kollektion von Alltagsaccessoires und Reiseartikeln anbietet. Unser Ethos dreht sich um intelligentes Design, feine Handwerkskunst und langlebige Qualität. Wir kombinieren traditionelle Materialien mit einer modernen ästhetischen Vision, stark beeinflusst von der skandinavischen minimalistischen Bewegung.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee entstand, als ich auf der Suche nach einem Geschenk für meinen Bruder und Mitgründer Mattis war. Ich wollte ihm eine Premium-Laptoptasche schenken – etwas aus hochwertigen Materialien mit minimalistischem Look. Aber ich konnte nichts passendes finden. Die Produkte, die ich fand, waren entweder billig und von schlechter Qualität oder teuer und auffällig. Wir erkannten, dass es eine Marktlücke gab und versuchten, dies zu ändern. Damit wurden die Räder für die Geburt von Carl Friedrik [ehemals Oppermann London] in Gang gesetzt.

Welche Vision steckt hinter Carl Friedrik?

Wir bieten eine Alternative zu traditionellen Luxusmarken, die sich von der Bereitstellung hochwertiger Artikel bis hin zu modischen Statements entfernt haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung besteht darin, mit größeren, etablierten Unternehmen mit größeren Budgets und einer längeren Geschichte zu konkurrieren und sich von ihnen abzuheben. Dadurch haben sie einen weit höheren Wiedererkennungswert und langjährige Kunden, die wir überzeugen müssen, sich für uns zu entscheiden. Angefangen bei ein paar tausend Pfund, haben wir uns mit Gewinnen und Bankkrediten finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Carl Friedrik?

Es gibt zwei Kernzielgruppen. Die erste besteht aus städtischen Berufstätigen, die in der Regel im Dienstleistungssektor arbeiten und daher formelle Geschäftskleidung tragen. Sie bevorzugen im Allgemeinen unsere charakteristischen Aktentaschen aus Leder oder unser Gepäcksortiment für Geschäftsreisen. Sie suchen nach hochwertigen Materialien und einem scharfen, reduzierten Look, der zu ihren cleanen Outfits passt.

Dann gibt es noch die kreativen Profis, die Carl Friedrik kaufen, weil sie unseren funktionalen Designansatz und die minimalistische Ästhetik mögen. Diese Kunden arbeiten oft in der Werbung, Medien, Architektur und anderen Kreativbranchen. Sie sind vielleicht eher geneigt, unsere Home-Office-Accessoires-Kollektion zu kaufen. Produkte wie “The Charging Tray” – teils kabelloses Ladegerät, teils Reisetasche, teils Inneneinrichtung – sprechen dieses Segment an, weil sie sowohl funktional als auch elegant sind.

Was ist das Besondere an den Produkten ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind eine moderne Marke, die die besten Teile eines reichen Handwerks- und Ledererbes verwendet. Damit meine ich, dass wir uns weiterhin den althergebrachten Prinzipien von Langlebigkeit, hochwertigen Materialien und handwerklichem Handwerk verpflichtet fühlen. Doch gestalten jedes Produkt so, dass es den Anforderungen eines modernen Lebensstils gerecht wird.

Die Qualität unserer Produkte ermöglicht es uns auch, eine lebenslange Garantie auf unsere gesamte Kollektion anzubieten. Wenn Kunden also bei Carl Friedrik einkaufen, haben sie ein Accessoire, das wirklich ein Leben lang hält. Dies unterscheidet uns von anderen Ledermarken, die die Haltbarkeit zugunsten einer auffälligeren Ästhetik opfern.

Carl Friedrik, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser fünfjähriges Ziel ist es, die endgültige Wahl für Profis zu sein, die eine moderne Zubehörmarke mit traditioneller Qualität suchen.In den nächsten drei Jahren werden wir unser Produktangebot deutlich erweitern. Ziel ist es, unser Zubehörsortiment zu diversifizieren, um den Ansprüchen moderner Profis in mehr Lebensbereichen gerecht zu werden.

Während wir wachsen, werden wir weiterhin Wert auf Nachhaltigkeit und Materialentwicklung legen. Wir sind uns bewusst, dass sich die Lederindustrie weiterentwickeln muss. Unser Engagement für umweltfreundliche Materialien – wie unser pflanzlich gegerbtes Vachetta-Leder – und Vorteile wie die lebenslange Garantie heben uns von anderen Ledermarken ab. Wir werden auch in Zukunft nachhaltige Praktiken verfolgen, zu denen auch die Einführung einer veganen Lederlinie gehört.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Stellen Sie vor allem sicher, dass Sie den Antrieb haben. Denn es wird Zeiten geben, in denen Sie es wirklich brauchen. Bleiben Sie beharrlich und die langen Stunden werden gut.

Stellen Sie ein Top-Team mit den Fähigkeiten zusammen, um das Wachstum in allen Unternehmensbereichen zu fördern, von der Produktentwicklung bis zum Kundenservice.

Schließlich ist es immer besser, etwas zu tun, als nichts. Wir lernen, indem wir neue Initiativen bei Carl Friedrik ausprobieren. Als Startup sind Prozesse und Abläufe nicht in Stein gemeißelt. Es liegt an Ihnen, weiter zu testen, um sich zu verbessern.

Wir bedanken uns bei Niklas und Mattis Oppermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Jede Veränderung bringt Chancen

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meinschwein tierwohl 2 minuten 2 millionen

Die Gründer von meinSCHWEIN, für mehr Tierwohl, Transparenz und Vertrauen in die Landwirtschaft, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup meinSCHWEIN doch kurz vor!

Bei meinSCHWEIN geht es darum, dass sich jeder Konsument ein Schwein in einem meinSCHWEIN-Betrieb kaufen und via Webcam 24/7 beobachten kann. Somit garantieren wir 100% Transparenz. Bei meinSCHWEIN steht das Tierwohl an oberster Stelle – und das nicht als moderner Slogan, sondern echt und ehrlich. Durch die live-Webcams kann sich jeder selbst davon überzeugen. Außerdem handelt es sich bei unseren Schweinen um eine Edelfleischrasse, die für Ihr zartes Fleisch bekannt ist. Großes Interesse zeigt auch die Gastronomie. Deshalb haben wir ein Gastro-Konzept entwickelt, genau auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Wir wollen, dass Landwirte für Ihre ehrliche Arbeit wieder fair verdienen, der Kunde profitiert von einer hervorragenden Qualität aus dem Tierwohlstall – und das zu einem marktüblichen Preis, da der Zwischenhandel fehlt.

Wie ist die Idee zu meinSCHWEIN entstanden?

Schon immer hat mich als Landwirt die Direktvermarktung interessiert. Allein ist man aber nie so stark, wie im Team. Außerdem haben Landwirte mit immer niedrigeren Preisen und höheren Auflagen zu kämpfen, so dass sich für viele die Landwirtschaft einfach nicht mehr lohnt. Aus diesen Überlegungen heraus entstand die Idee zu meinSCHWEIN, ein Franchisekonzept, das Landwirte und Konsumenten wieder näher zusammenbringt.

Welche Vision steckt hinter meinSCHWEIN?

Unser Herzenswunsch ist es, mit meinSCHWEIN eine Marke zu schaffen, die auf 5 Säulen aufgebaut ist: 

TIERWOHL, WERTSCHÄTZUNG, TRANSPARENZ, QUALITÄT und NACHHALTIGKEIT.

Wir wollen wegweisend für die Schweinehaltung eine Haltungsform vor die Bühne holen, bei der das Tierwohl oberste Priorität genießt und setzen dabei auf Transparenz mit Hilfe von Webcams. Die große Wertschätzung dem Tier gegenüber, das sich „sauwohl“ fühlt, setzt neue Maßstäbe in der Haltung von Schweinen. In einem meinSCHWEIN-Stall werden Schweine gehalten und nicht gemästet, denn das Wohl des Tieres ist dem meinSCHWEIN-Bauer sehr wichtig. Ein Schwein im meinSCHWEIN-Stall hat mehr Platz als z.B. für Biobetriebe vorgeschrieben ist, liegt zufrieden auf Stroh und genießt die frische Luft, die Schweine leben gesünder und sind sehr robust. Sie grunzen glücklich aus dem Tierwohlstall!

Wer ist die Zielgruppe von meinSCHWEIN?

Abnehmer sind alle, die gerne Schwein essen, verarbeiten und verkochen. Wesentlich ist auch, den anhaltenden Dialog zwischen meinSCHWEIN-Zuchtbetrieb, meinSCHWEIN-Bauer und Schlachtbetrieb über Zerlegeplan bis hin zu den Abnehmern zu leben. Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir die Qualität und einen hohen Standard erreichen und halten. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Sich vor den Vorhang zu wagen und unser Konzept von meinSCHWEIN einem breiten Publikum vorzustellen, bedarf des Mutes. Angetrieben von unserer Leidenschaft, in diesem Bereich etwas zu erreichen und zu verändern, machten wir uns auf die Suche nach einem strategischen Partner. Mit der Sendung 2M2M sahen wir eine Möglichkeit, einen Partner und Investor für unser Projekt ins Boot zu holen, um meinSCHWEIN bekannt zu machen.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Das Wichtigste war für uns, dass wir so rüberkommen, wie wir sind und wir uns nicht verstellen. Durch mentales Training und mit Unterstützung durch einen Pitch-Trainer haben wir uns sehr intensiv auf die Sendung vorbereitet. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ein großer Traum ging für uns in Erfüllung, als wir von der Nachricht zur Teilnahme an der Sendung 2M2M erfuhren. Die Euphorie und Freude an der Teilnahme waren so groß, dass wir kaum nervös waren und wir sind sehr dankbar, dass wir diese Chance bekommen haben. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen?

Wir wurden so zu sagen „übernacht“ bekannt, zeitgleich präsentierten wir unser Konzept auch auf der Messe „Alles für den Gast“ in Salzburg. Wir erhielten ausschließlich positives Feedback.

Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf meinSCHWEIN aufmerksam werden?

Natürlich! Unser Werbebudget hält sich in Grenzen, daher ist für uns jede kostensparende Möglichkeit, unser Konzept von meinSCHWEIN vorzustellen, wichtig und richtig.

Mit Investor aus 2 Minuten 2 Millionen Philipp Maderthaner

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Grundsätzlich hatten wir keinen Wunsch-Investor. Wir waren sehr gespannt, wie unser Konzept bei den Investoren ankommen wird.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Wir merkten, dass man uns plötzlich kennt. Wir wurden sogar nach einem Autogramm gefragt, da mussten wir lachen! Tja, wie ging es weiter? Genauso arbeitsintensiv wie vorher, da auch die Vorbereitungen für die Ausstrahlung und die Messe in Salzburg sehr viel Zeit in Anspruch nahmen. Nun heißt es, Termine vereinbaren, Gespräche führen, alles in allem – meinSCHWEIN als Marke in Österreich zu etablieren.

meinSCHWEIN, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren wollen wir in Österreich und in Bayern flächendeckend das hochwertige Schweinefleisch durch regionale meinSCHWEIN-Bauern anbieten können und somit sprichwörtlich „in aller Munde“ sein!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

„Jede Veränderung bringt Chancen, wenn sie von der Leidenschaft angetrieben wird und ehrlich gemeint ist!“

Titelbild: Fotograf Susanne Sickinger

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: meinSCHWEIN

Kontakt:

Agro Media GmbH
Salling 10,
4724 Eschenau im Hausruckkreis
Österreich

www.meinschwein.at
info@meinschwein.at

Ansprechpartner: Hannes und Markus Kriegner

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/meinschwein.at
Instagram: https://www.instagram.com/meinschwein.at/

Vertraut auf das Gesetz der Anziehung

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VEYNOU: Schmuck aus im Labor gezüchteten Diamanten und recyceltem Gold

VEYNOU: Schmuck aus im Labor gezüchteten Diamanten und recyceltem Gold

Stellen Sie sich und das Startup VEYNOU doch kurz unseren Lesern vor!

VEYNOU steht für einen innovativen und nachhaltigen Ansatz im Diamantschmuck. Wir verwenden für unsere Kollektion ausschließlich im Labor gezüchtete (lab grown) Diamanten und recyceltes Gold. Also chemisch, physikalisch und optisch 1:1 identisch zu geminten Diamanten, jedoch ohne negative ökologische & ethische Konsequenzen für Natur und Mensch. Geschaffen für die Ewigkeit, ohne Kompromisse. Unser Gründertrio besteht aus den Co-Foundern Paulina Kurka, Philip Deml und Cem Dogan. 2020 konnte das Gründerteam bereits in der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ überzeugen und sicherten sich einen Deal mit Ralf Dümmel. Gemeinsam gestaltet das junge Unternehmen eine bessere Zukunft, indem es umweltschonend, mit transparenter Herkunft, zu fairen Bedingungen und unter höchsten Qualitätsstandards, Diamantschmuck fertigt.

Die Kollektion von VEYNOU umfasst zeitlose Schmuckstücke und & Verlobungsringe als Begleiter für die Ewigkeit und für die schönsten Momente im Leben – In Handarbeit gefertigt, ausnahmslos mit den hochwertigsten Labor- Diamanten und massivem recyceltem Gold.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der magische Moment der Verlobung zwischen Paulina und Philip war zugleich auch die Initialzündung für VEYNOU und der Beginn der Mission, dass nachhaltigem Luxus mit laborgezüchteten Diamanten und recyceltem Gold die Zukunft gehört. Paulina und Philip sind bereits seit 7 Jahren ein Paar und durch ihre Arbeit als Content Creator bereits gewohnt, auch professionell zusammenzuarbeiten. Cem hatte mit Philip bereits 2019 die Firma flapgrip gegründet.

Welche Vision steckt hinter VEYNOU?

Luxus nachhaltig gestalten. Das ist in drei Worten die Vision von VEYNOU. In einer Welt, in der Minen der Vergangenheit angehören und laborgezüchtete Diamanten Symbol für eine nachhaltige und strahlende Zukunft sind, wird VEYNOU zu einem Vorbild für Andere, zu einem Leuchtturm der Kreativität und nachhaltiger Innovation. Denn der größte Luxus, den wir haben, ist unsere Welt selbst.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt vollständig eigenfinanziert, können uns aber in der Zukunft eine Finanzierungsrunde vorstellen, um im schnell wachsenden Markt der Labor-Diamanten als Marke einen Führungsrolle einzunehmen und möglichst viele Menschen von den Vorteilen zu überzeugen. Die größte Schwierigkeit bestand für uns als Quereinsteiger darin die hohen Einstiegs-Barrieren im Diamantschmuck zu überwinden und die richtigen Partner zur Beschaffung der Labor-Diamanten und anschließenden Schmuckfertigung zu finden. Hier sind wir überglücklich ein weltweit etabliertes Familienunternehmen als Gesellschafter für uns gewonnen zu haben, die uns perfekt ergänzen.

Wer ist die Zielgruppe von VEYNOU?

Generation Y and Z mit Fokus auf emanzipierte, erfolgreiche Frauen mit einer Affinität zu Luxus und einem sich schärfenden Bewusstsein in Bezug auf einen nachhaltigen Lebensstil. Selbstverständlich das Pendant dazu, die Männer, die vor der Lebensentscheidung, der Verlobung stehen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

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Ein großer Unterschied zu vielen Konkurrenten, die auch im lab grown diamond Markt aktiv sind sind, dass wir Quereinsteiger sind, die ausschließlich laborgezüchtete Diamanten anbieten, das ist der Kern unserer Unternehmung. Viele Konkurrenten bieten sie nur als opportunistische Option an, um ihr Geschäft zu erweitern, nicht aber aus vollster Überzeugung und dem Drang der Veränderung. Und zudem: Ja, ein Diamant ist ein Diamant, ob aus der Mine oder aus dem Labor – er besitzt die exakt gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften – dennoch gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede, die auch bei laborgezüchteten Diamanten von den weltweiten Instituten wie GIA und IGI nach den 4 Cs (Color, Cut, Clarity & Carat) zertifiziert werden. Hier verwenden wir für unsere Produkte ausschließlich die hochwertigsten Steine und haben sogar unseren eigenen Schliff für ein noch strahlenderes Funkeln unserer VEYNOU Diamanten.

VEYNOU, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es in den nächsten 5 Jahren eine nachhaltige Unternehmung aufzubauen und den, sich rasant entwickelnden Markt, der  Labor-Diamanten entscheidend mit dem Aufbau unserer Marke VEYNOU weltweit zu prägen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Glaubt an euch und eure Ideen und vertraut auf das Gesetz der Anziehung, indem ihr offen und mit positiven Spirit, mutig jede Chance wahrnimmt. Pflegt euer Netzwerk und baut es aus. Sucht euch Partner, die euch komplementär ergänzen, so bringt ihr euch und euer Startup schneller auf das nächste Level.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Trau dich, unperfekt zu sein

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pack&satt einpott Fertigmahlzeiten vegan bio vollwertig Pfandglas

pack&satt: einpott Fertigmahlzeiten vegan, bio, vollwertig im Pfandglas

Stellen Sie sich und das Startup pack&satt doch kurz unseren Lesern vor!

Wir von pack&satt bringen Fertigmahlzeiten der neuen Generation auf den Markt! Denn bisher standen wir oft vor dem Dilemma, beim schnellen Hunger entweder auf ungesundes oder in Einweg verpacktes Essen zurückgreifen zu müssen.

Ronja und Sophie kennen sich noch aus dem Designstudium, Eva ist später dazugekommen und hat vorher Marketing und nachhaltige Unternehmensführung studiert. Egal ob Lebensmittelretten, Eigenbau oder Zero Waste – wir beschäftigen uns alle schon lange mit nachhaltigerem Alltag. Dabei kommen wir aber regelmäßig an unsere Grenzen, ganz besonders, wenn es um eine schnelle Mahlzeit geht.

Daher haben wir selbst nach einer Lösung gesucht – und eine umgesetzt: der einpott ist eine vollwertige Mahlzeit für den schnellen Genuss in deinem Alltag. Man braucht nur noch heißes Wasser, einen Löffel und 5 Minuten Zeit. Statt Verpackungsmüll kommt der einpott im Pfandglas und statt unnötiger Zusätze verwenden wir nährstoffreiche, rein pflanzliche Zutaten. Gerade läuft unsere Crowdfunding-Kampagne auf Startnext, um unsere erste einpott-Produktion realisieren zu können!

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ehrlich gesagt haben wir früher nicht im Traum daran gedacht, zu gründen! Im Studium hatten wir alle drei unabhängig voneinander dieselbe Sinnkrise: Was will ich mit all dem Gelernten später anfangen? Meistens werden Produkte gestaltet, die die Welt eigentlich nicht braucht und im Marketing werden Bedürfnisse geweckt, die vorher gar nicht da waren. Da wollten wir nicht mitmachen. 

Dann tauchten immer mehr Impact-Unternehmen auf, die anstatt den Gewinn den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Das hat uns mega motiviert, als Unternehmen selbst Teil der Lösung des in die Krise geratenen Kapitalismus zu werden. 

Das macht uns eigentlich gar nicht zu Gründerinnen-Typen – oder vielleicht gerade deshalb? Denn wir denken in vielen Bereichen anders: Sinn vor Gewinn, Kooperation statt Konkurrenz oder auch bei Produkten, die wirkliche Probleme lösen – und in unserem Fall auch noch satt machen.

Was war bei der Gründung von pack&satt die größte Herausforderung?

Lange haben wir nach einer Produktionsstätte gesucht, die all unsere Voraussetzungen erfüllt: in Deutschland ansässig und bio-zertifiziert. Zudem ein Produktionsparter, bei dem die Abfüllung ins Pfandglas möglich ist und dann noch mit vielen einzelnen, getrockneten Zutaten – denn anders als z.B. bei Müsli müssen die Mengen ganz exakt abgewogen werden, man schmeckt den Unterschied sofort. Außerdem brauchten wir die Möglichkeit einer Produktion von vergleichsweisen kleinen Menge, denn zu Beginn können wir noch keine hohen Stückzahlen produzieren lassen.

Inzwischen haben wir einen wunderbaren Produktionsort, eine Inklusionsstätte, gefunden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wir würden sagen, es ist sogar ein Muss! Denn wenn wir eines von unseren Anfängen gelernt haben ist es, dass ein perfektes Produkt nie auf den Markt kommt, weil es aus der eigenen Sicht sowieso nie ganz „fertig“ ist. Zudem ist das Feedback des Marktes das beste, was man kriegen kann. Schritt für Schritt kann man sich dann verbessern, optimieren und aus Fehlern lernen. Dennoch empfehlen wir sehr, früh mit den ersten Tests und Prototypen an mögliche Zielgruppen heranzutreten!

Welche Vision steckt hinter pack&satt?

Die Lebensmittelindustrie ist nicht gerade für Gesundheit oder Nachhaltigkeit bekannt, insbesondere bei Fertigprodukten. Doch neben Job, Terminen und Co haben wir weder Zeit noch Lust, ständig frisch zu kochen und greifen selbst oft zu solchen Produkten. Dabei gehen wir allerdings immer wieder Kompromisse ein: entweder gesund ODER ökologisch gut ODER einfach. Unsere Mission ist es, mit unseren veganen und nachhaltigen Fertigprodukten ohne Zusatzstoffe und Zuckerzusatz den Menschen das Dilemma vor dem Ladenregal zu ersparen. Denn unsere Vision ist „gutes Essen für alle“.

Wer ist die Zielgruppe von pack&satt?

Der einpott ist für alle, die auf gesunde und nachhaltige Ernährung Wert legen, denen allerdings andererseits neben Job, Terminen und Co oft einfach die Zeit fehlt, frisch zu kochen – und die daher unfreiwillig Kompromisse in Sachen Gesundheit oder Verpackung eingehen.

Was ist das Besondere an den Produkten?

Unsere Zutatenliste bleibt immer bio, vegan und nährstoffreich. Das heißt, wir entscheiden uns immer für die Zutaten mit einer höheren Nährstoffdichte, z.B. verwenden wir Hafer- und Kartoffelflocken statt Nudeln aus Weißmehl oder Sonnenblumenkerne statt raffinierte Fette. Zusatzstoffe und Zuckerzusatz lassen wir hingegen komplett weg.

Anders als bei üblichen Instantgerichten verwenden wir statt einer oft nicht recycelbaren Verpackung das gute, alte Joghurt-Pfandglas, das man an vielen Mehrweg-Automaten genau so wie den gewohnten Getränkepfand zurückgeben kann. So wird gesundes und nachhaltiges Essen auch im stressigen Alltag endlich einfach.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben den Eigenschaften unserer Produkte wollen wir darüber hinaus mit unserem Unternehmen als Ganzes Teil einer Lösung sein und die Spielregeln des derzeitigen Wirtschaftssystems ändern. Aus diesem Grund sind wir ein Unternehmen in Verantwortungseigentum. Das heißt, wir können unsere Gewinne nur an das Unternehmen zurückführen und nicht in private Taschen. Um dieses Prinzip rechtlich abzusichern, haben wir mit der Purpose Stifung gegründet. So schlagen wir dem Prinzip der Gewinnmaximierung ein Schnippchen und reinvestieren die Gewinne stattdessen in sinnvolle Projekte, wie zum Beispiel solche, die sich für den Erhalt von nährstoffreichen Böden einsetzen. Dabei verhindern wir gleichzeitig, dass wir irgendwann von einem der großen Lebensmittelkonzernen aufgekauft werden – denn wer weiß schon wirklich, wie sich ein Unternehmen in 5, 10 oder 50 Jahren entwickelt.

pack&satt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen eine lange, bunte Reihe leckerer Fertigprodukte in vielen Märkten, die unsere Kund:innen satt und zufrieden machen. 

Außerdem sehen wir uns in einer Welt, in der nicht Unternehmen, deren Produkte bio, vegan, frei von Zusätzen etc. sind, diese auszeichnen müssen, sondern diejenigen, deren Produkte es nicht sind! Wir sehen uns dabei als Teil einer wachsenden Bewegung, die auch große Unternehmen dazu animieren, umweltfreundlichere Produkte auf den Markt zu bringen. 

Und wir sehen Mitarbeitende, die ausgeglichen und selbstbestimmt in unserer eigenen Produktionsstätte arbeiten – am liebsten natürlich mit angrenzendem Acker.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Suche dir Unterstützung und frag um Hilfe: Ob es um Mitgründer:innen, Netzwerke oder Coaches geht – gemeinsam wird jedes Vorhaben leichter, vielfältiger und machbarer! Es gibt tolle Inkubatoren, die grade in der Frühphase Austausch, Wissen und Motivation bringen.

Frage dich, was dein Produkt oder deine Dienstleistung bei den Menschen auslösen soll. Das hilft nicht nur bei der Motivation und beim Fokus, sondern auch für eine passende Kommunikation und Branding. Dafür kannst du dir z.B. die unterschiedlichen „Brand Archetypes“ anschauen und analysieren.

Wie schon gesagt: trau dich, unperfekt zu sein. Grade in der Nachhaltigkeitsszene gibt es oft hohe Ansprüche, denen man zu Beginn kaum gerecht werden kann. Sobald dein Vorhaben nur einen Aspekt einfacher oder nachhaltiger macht als andere, kannst du schon loslegen.

Wir bedanken uns bei den Gründerinnen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vergesst nicht, euch um den Umsatz zu kümmern

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BEAT3° Klimawandel App für Kinder 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründer von BEAT3°, Klimawandel App für Kinder und Jugendliche, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup BEAT3° doch kurz vor

BEAT3° ist die erste Klimawandel App speziell für Kinder und Jugendliche. Wir setzen auf Gamification in Form von Rätseln, Challenges und Ideenwettbewerben in unterschiedlichen Bereichen wie Ernährung, Mobilität, Energie, Fashion aber auch politisches Engagement. Zuletzt hatten wir zum Beispiel eine Challenge, da ging es darum, Klimawandel Fake News zu entlarven. Schafft man eine Challenge, sammelt man Punkte, erklimmt die Rangliste und kann auch Preise gewinnen. 

Wie ist die Idee zu BEAT3° entstanden?

Angespornt durch Fridays for Future wollten wir 2018/2019 selbst mehr tun. Aber obwohl wir wussten, dass es wirklich wichtig ist, fehlte dabei der Spaß. Weshalb wir irgendwann begannen, uns gegenseitig herauszufordern: „Alex, du verzichtest eine Woche auf Fleisch.“ „Okay, Mathias. Aber dann steigst du für ne Woche nicht ins Auto.“ Wer verliert, zahlt eine Kiste Bier. Und plötzlich war da Fun drin. Besonders, als wir „zum Beweis“ uns gegenseitig Fotos und Videos schickten und unsere eigene kleine Rangliste machten. Und dann dachten wir uns: „Vielleicht gewinnt man über so ein Format auch andere, aktiv(er) zu werden.“ Das probierten wir zuerst mit Erwachsenen .

Als aber immer öfters die Frage kam, ob es das auch für Kinder und Jugendliche gäbe, haben wir umgedacht und Recherchen angestellt und Interviews durchgeführt. Das Ergebnis: Es gibt nur wenige Kinder und Jugendliche, die nicht an den Klimawandel glauben und etwas dagegen tun möchten. Aber es gibt überraschenderweise auch nur vergleichsweise wenige, die von sich behaupten zu wissen, was sie allen tun können.  

Welche Vision steckt hinter BEAT3°?

Wir wollen auf eine Welt hinwirken, in der Klima-, Umwelt- und Artenschutz das Natürlichste auf der Welt sind. Weil die Erwachsenen von morgen schon heute damit groß werden. Denn die jetzigen Kinder und Jugendlichen sind die künftigen Politiker*, Entscheidungsträger*, Gründer*, Wähler* und Konsument*innen. Und diese sollen die Gesundheit der Erde aus einem ganz natürlichen Selbstverständnis heraus nicht mehr als G20 / COP26 Verhandlungsmasse behandeln. 

Wer ist die Zielgruppe von BEAT3°?

Wir wenden uns an Kinder und Jugendliche jeden Alters. Obwohl die meisten in der App zwischen 10 und 15 Jahre alt sind. Wir können in unserer App aber auch segmentieren, also für unterschiedliche Altersgruppen unterschiedliche Inhalte und Schwierigkeitsgrade darstellen. Dort sind wir noch nicht. Aber da wollen wir hin. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Wir haben am Social Innovation Inkubator von SOS Kinderdorf teilgenommen. Die Initiatoren des Inkubators haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass 2 Minuten 2 Millionen vermehr Social Startups sucht. Daraufhin haben wir uns beworben. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ziemlich intensiv. In den letzten Vorbereitungen haben wir uns sogar einen Scheinwerfer geholt und in voller Bestrahlung den Pitch geübt. Und uns dabei zum Beispiel Tennisbälle zugeworfen, um zu sehen, ob wir es auch noch können, wenn wir abgelenkt sind. Denn man weiß ja nicht, was einen dort im Studio erwartet. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf BEAT3° aufmerksam werden?

Wir waren echt total überrascht, dass es geklappt hat. Weil so eine App und die dahinterliegende Vision und Mission ja doch recht unüblich für das Format sind. Deshalb hatten wir vor SOS Kinderdorf auch nicht wirklich daran gedacht. Nun ist es aber eine super Chance, noch mehr Kinder und Jugendliche zu erreichen und zu motivieren, ihre Zukunft ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Zudem hoffen wir, dass durch unseren Auftritt noch mehr Unternehmen, Startups, NGOs sowie Städte und Gemeinden auf uns aufmerksam werden und in der App eine Challenge durchführen oder Preise zur Verfügung stellen. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Herrn Stefan Piech. 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

User-seitig haben wir einen totalen Sprung erlebt – noch während der Sendung waren es beinahe 500. Das waren aber vor allem junge Erwachsene und Eltern. Am nächsten Tag kamen dann jede Menge Kinder und Jugendliche dazu, die die App auch eifrig untereinander geteilt haben. Und das hält bis jetzt an. Zudem sind wir in Gesprächen mit einigen Unternehmen, Schulen sowie Städten und Gemeinden, die sich für die App interessieren.

BEAT3°, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nach Österreich wollen wir verstärkt in Deutschland und der Schweiz Fuß fassen. Aber auch mit den USA liebäugeln wir, da unser Format dort gute Chancen hat. Und hier kann natürlich Herr Piech eine wirklich große Unterstützung sein.

Wo wir uns in 5 Jahren sehen? Puh, schwierig. Wir messen unseren Erfolg nicht so sehr in User- oder Geschäftszahlen. Sondern anhand der Fotos, Videos, Botschaften, Ideen, die in der App hochgeladen werden. Insofern hoffen wir, dass wir in 5 Jahren unser Speicherkapazität deutlich erweitert haben müssen. Aber um ganz ehrlich zu sein: Am großartigsten wäre es, wenn wir in 20 Jahren die Zeitung aufschlagen und in einem Interview mit der/dem dann regierenden Klima-Kanzler*in lesen, dass sie/er damals BEAT3° genutzt hat und die App ein kleines Stück zum Werdegang beigetragen hat.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sucht euch etwas, wofür ihr brennt und was ihr könnt. Wenn ihr es gefunden habt, hört nicht auf. Egal welche Rückschläge kommen oder wie spät es ist. Und schließlich: Vergesst nicht, euch um Umsatz zu kümmern. Denn dann bewahrt ihr eure Unabhängigkeit.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein Unternehmen mit Purpose und Impact gründen

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NOUMEN Well-being Männer Skincare

NOUMEN Well-being für Männer: Skincare, Braincare und Sleepcare

Stellen Sie sich und das Startup NOUMEN doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Jana & Max – ein deutsch-österreichisches Duo, das während des Studiums in Lissabon die Idee gefasst hat das Startup NOUMEN zu gründen. Mit NOUMEN haben wir eine Selfcare Brand ins Leben gerufen, die mit speziell für den Mann entwickelten Hautpflegeprodukten und Nahrungsergänzungsmittel Routinen für das ganzheitliche Wohlbefinden schafft.
 
Wir denken Well-being für Männer neu. Unsere Selfcare Säulen bestehen aus Skincare, Braincare und Sleepcare, die den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen und gleichzeitig für optimale Erholung sorgen sollen. Somit wird es Männern durch Routinen ermöglicht, maximales Wohlbefinden zu erreichen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee für die Gründung ist inmitten des Lockdowns entstanden. Während dieser Zeit hat Jana ihren Mitgründer mit verschiedensten Achtsamkeitsübungen buchstäblich angesteckt. Bis dahin war Yoga, Meditation oder die allgemeine Auseinandersetzung mit dem mentalen und körperlichen Wohlbefinden neu für Max. Dabei haben wir schnell festgestellt, dass dieses Thema intensiv von weiblichen Persönlichkeiten besetzt ist. 

Warum wird das Thema Well-being für Männer immer noch gesellschaftlich stigmatisiert? Und, warum wird bei mentaler Gesundheit meist erst dann gehandelt wird, wenn es bereits zu spät ist? 

Wir haben uns gefragt, warum es unter Frauen ein ausgeprägtes Empowerment gibt, auf sich Acht zu geben und für sich selbst Zeit zu nehmen, während Männer sich stark auf das Streben nach Leistung und Anerkennung konzentrieren, in der Emotionen keinen Platz finden. Wir wollten unbedingt zu einer gesellschaftlichen Veränderung und zu einem Umdenken beitragen. Der Grundstein für NOUMEN war somit gelegt.

Welche Vision steckt hinter NOUMEN?

Mit NOUMEN möchten wir Selfcare für Männer zugänglich machen und die Wichtigkeit des körperlichen und mentalen Wohlbefindens unterstreichen.
Unsere Vision ist es Selfcare und Hautpflege für Männer zu entstigmatisieren und ein Umfeld zu schaffen, in der veraltete Definitionen von Maskulinität der Vergangenheit angehören. Denn wir sind davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, sich von veralteten Rollenbildern und gesellschaftlichen Stigmata zu verabschieden, die mit dem körperlichen und mentalen Wohlbefinden von Männern verbunden sind.
Wir werden mit NOUMEN eine Marke etablieren, die toxischer Maskulinität den Kampf ansagt und stattdessen die Persönlichkeit und Individualität des Mannes in den Mittelpunkt rückt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war definitiv die Produktentwicklung. Wir haben diese gemeinsam mit unserer Community und Experten entwickelt. Die Feedbackschleifen und Iterationen waren deshalb sehr lang. Auch die Implementierung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und Einbettung in die Produktentwicklung und Materialauswahl waren extrem komplex. Bis heute sind wir zu 100% eigenfinanziert, wir sind allerdings offen für Gespräche und bereits im Austausch mit potenziellen Investoren bzw. Kreditgebern. 

Wer ist die Zielgruppe von NOUMEN?

Unsere Zielgruppe sind Männer. Dabei machen wir keine Unterscheidung beim Alter, den Interessen, oder dem Wohnort. Denn wir sind davon überzeugt, dass Persönlichkeit und Individualität jeden von uns einzigartig, besonders und menschlich macht. Wir möchten, dass jeder so sein kann, wie er möchte. Rollenbilder sollen der Vergangenheit angehören. Jeder Mann soll sich von seiner besten Seite zeigen können und mit stressreduzierenden Routinen und Produkten zur besten Version seiner selbst werden. 
 
Wir feiern Selfcare. Performen können und gleichzeitig auf sich Acht geben. Cool. Aber auch noch Emotionen zeigen und zur besten Version seiner selbst werden? Noch viel besser. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bei der Produktentwicklung legen wir bei NOUMEN höchsten Wert auf natürliche und hochwertige Inhaltsstoffe sowie eine lokale Produktion. Dafür wird unter strengen Nachhaltigkeitskriterien ausschließlich in Österreich produziert. Wir setzen bei unserer Wertschöpfungskette auf Lokalität und Transparenz, um ganzheitlich natürliche Produkte anbieten zu können. Damit bieten wir eine legitime und bequeme Alternative zu den derzeitigen Standards der Konsumgesellschaft an. Und zwar eine Alternative, der man vertrauen kann. 
 
Statt plakativem Produktdesign und extrem männlichen Marketing, setzen wir auf Minimalismus und optisch ansprechende Produkte. Männer sollen unsere Produkte mit Stolz verwenden und gerne auf dem Nachttisch, im Büro oder Bad stehen haben – so wird man übrigens noch ganz nebenbei an seine tägliche Routine erinnert.

NOUMEN, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten zu der Selfcare und Well-being Destination für Männer werden und in einer Welt leben, in der Stigmata rund um das mentale und körperliche Wohlbefinden der Vergangenheit angehören. Dazu werden auch Expansionen in weitere Länder sowie zusätzliche Produktentwicklungen gehören.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen: Jeder, der wie wir eine D2C-Brand gründen möchte, braucht definitiv viel Geduld und Durchhaltevermögen. So können beispielsweise die Produzentenauswahl und Produktentwicklungen sehr langwierig sein. 
 
Purpose: Das wichtigste zwischen all den vielen Aufgaben als Gründer sollte es sein, ein Unternehmen mit Purpose und Impact zu gründen. Jeden Tag das Gefühl zu haben in der Welt etwas zu verbessern, ist der beste Antrieb und macht unheimlich viel Spaß.  
 
Wähle dein Team mit Bedacht: Mit deinem Team wirst du durch verschiedene Höhen und Tiefen gehen. Wichtig ist, sich gegenseitig täglich Energie und Motivation zu geben, um gemeinsam jede Phase überstehen und über sich hinauswachsen zu können. 

Wir bedanken uns bei Jana Marie Schottkowski und Maximilian Germann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gemeinsame Regeln festlegen

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colonies coliving wohnraum

Colonies Coliving- erschwinglicher und gut ausgestatteter Wohnraum

Stellen Sie sich und das Startup Colonies doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin François Roth, komme aus Frankreich und habe 2017 zusammen mit meinen beiden Studienfreunden Alexandre Martin und Amaury Courbon das Coliving-Unternehmen Colonies gegründet. Unser Modell basiert auf Wohnlösungen, bei denen die Bewohner:innen im Fokus stehen. Ziel ist es, das Wohnen von heute neu zu erfinden und den Wohnsektor von morgen mitzugestalten. Unser erstes Coliving-Haus wurde in Fontainebleau, einer kleinen Stadt südlich von Paris, für Studierende eröffnet. Heute ist das Angebot nicht mehr ausschließlich auf Studierende beschränkt, sondern richtet sich an alle Einwohner:innen, die erschwinglichen und gut ausgestatteten Wohnraum suchen, der geschmackvoll gestaltet ist und alle Reibungspunkte einer gewöhnlichen Wohngemeinschaft reduziert.

Konkret bietet Colonies Wohnraum an, der den Komfort einer privaten, möblierten Wohnung und zugleich den Zugang zu großzügigen Gemeinschaftsräumen bietet. Das Angebot kann je nach Ausstattung des Hauses variieren (komplett ausgestattete Küche, großzügiger Wohn- und Essbereich, Terrasse, Veranda oder Dachterrasse, ein kleiner Kinosaal oder Fitnessraum). Was alle Einheiten gemeinsam haben: eine sehr freundliche, fast familiäre Atmosphäre. Jedes Haus wird außerdem von einem Residence Manager verwaltet, der sich um die Bedürfnisse und alltäglichen Fragen der Mieter:innen kümmert. Auf diese Weise steht das Miteinander im Mittelpunkt unseres Angebots. Wir möchten eine lebendige Gemeinschaft schaffen, die die Basis für ein perfektes Umfeld sowie ein schönes und angenehmes Zusammenleben bildet.

Colonies bietet Bewohner:innen mehr Flexibilität und smarte Lösungen:

Neben virtuellen 360°-Besichtigungen, digitaler Unterzeichnung des Mietvertrags und Zimmerreservierung können unsere Bewohner:innen zusätzliche Serviceleistungen buchen. Zu unseren Zielgruppen zählen junge Berufstätige, Führungskräfte, die beruflich mobil sein möchten, und auch Unternehmen, die Schwierigkeiten haben, ihre Angestellten unterzubringen. Wir planen außerdem, dieses Modell auf andere Personengruppen wie Alleinerziehende oder Senior:innen auszuweiten. Neben Fontainebleau sind seither weitere Standorte in Paris, Lille, Bordeaux und Marseille ins Leben gerufen worden. Aktuell expandieren wir in Europa und sind auch in Berlin mit zwei Standorten vertreten. Außerdem haben wir mit zwei Eröffnungen in Brüssel und Luxemburg weitere internationale Standorte gewonnen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Colonies wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Modelle des Wohnsektors zu überdenken und das Wohnen von heute neu zu erfinden.

Die Idee ist unseren ganz persönlichen Erfahrungen entsprungen und das ist gleichzeitig unsere größte Motivation. Meine Mitgründer Amaury und Alexandre habe ich an der ESSEC Business School kennengelernt: Wir waren erst Freunde, dann Zimmergenossen und wurden bald unzertrennlich. In diesen Jahren sind wir, wie viele andere Studierende und junge Berufstätige in französischen Großstädten, mit der Problematik rund um die Wohnungssuche konfrontiert worden und mussten dabei die ein oder andere unangenehme Erfahrung machen. Parallel zu unseren ersten Schritten im Berufsleben haben wir beschlossen, eine Wohnung in Cergy, einer Kleinstadt im Norden von Frankreich, zu kaufen, um den Studierenden der ESSEC einen erschwinglichen, flexiblen und gut ausgestatteten Wohnraum anzubieten. Aufgrund dieses ersten Erfolges haben wir beschlossen, weitere Colivingeinheiten in Frankreich zu offerieren. Der Plan ging auf und nun betreiben wir mittlerweile auch mehrere Häuser in ganz Europa. 

Welche Vision steckt hinter Colonies?

Die Vision von Colonies ist es, unkomplizierten flexiblen und erschwinglichen Wohnraum für möglichst viele Menschen zu schaffen und ebendiesen die Chance zu bieten, an ihrem absoluten Wunschort wohnen, leben und arbeiten zu können. Da wir die Schwierigkeiten, die der Wohnungssektor birgt, selbst erlebt haben, ist es uns besonders wichtig, die Situation aus der Perspektive der Mieter:innen zu betrachten. Unser Ziel ist es, mit unserem Konzept für etwas Entspannung auf dem aufgeheizten Immobilienmarkt zu sorgen und so den Wohnungssektor von morgen mitzugestalten.

Das Geschäftsmodell von Colonies beruht darauf, immer die besten Wohnlösungen zu bieten, indem wir uns auf die Menschen und ihre jeweiligen Bedürfnisse konzentrieren. Der Wohnungsmarkt ist ziemlich angestaubt, es gab in den vergangenen Jahren wenig Entwicklungen in diesem Bereich. Wir sehen für die kommenden Jahre viel Potenzial im Bereich der Digitalisierung und einen Teil davon leben wir mit Colonies bereits aus, indem wir Besichtigungs-, Bewerbungs- und Abrechnungsprozesse bereits vollkommen digital gestalten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Anfang 2020 hatten wir das Glück, zum Zwecke unserer Expansion eine Finanzierungsrunde über 41 Millionen Euro abschließen zu können. Zu unseren größten Investoren zählen französische sowie deutsche Unternehmen, wie z.B. Global Founders Capital, idinvest und Eurazeo. Außerdem wurden wir von Immobilieninvestoren unterstützt, die in unsere Assets investiert haben. Dazu zählen LBO France, in‘li, La Française Management sowie Covea.

Wir haben ein sehr komplexes Produkt, welches eine breite Palette von Services anbietet. Wir müssen auf regionale Unterschiede eingehen und unsere Prozesse, die wir aus Frankreich kennen, auf Deutschland adaptieren. Dabei stellt uns auch die rasante Expansion vor einige Herausforderungen: wir werden unser Team enorm vergrößern und müssen aber gleichzeitig schnell und dynamisch reagieren können. 

Wer ist die Zielgruppe von Colonies?

Zu Beginn stellten wir vor allem Studierende und junge Berufstätige in den Fokus. Wir haben aber schnell bemerkt, dass unser Konzept ein viel breiteres Publikum ansprechen kann – ganz unabhängig von Alter, Nationalität, Berufsstand oder sozialem Status. Ebenso wie das Leben vieler Menschen dezentraler und flexibler geworden ist, müssen sich auch die Wohnkonzepte diesen neuen Bedürfnissen anpassen. Dabei darf man nicht vergessen, wie wichtig ein gemeinschaftliches Umfeld ist. Der Coliving-Ansatz kann etwa auch für Senior:innen, Singles, Alleinerziehende und Familien oder Berufstätige, die viel reisen müssen, eine vereinfachte Möglichkeit bieten, Wohnraum zu finden und soziale Kontakte zu knüpfen. 

Wie funktioniert Colonies? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wenn man den aktuellen Wohnungsmarkt betrachtet, ergeben sich drei große Problemstellungen: steigende Mieten, begrenzter Wohnraum und lange Wartezeiten. Hier setzen wir mit unserem Konzept an. Ein Zimmer kann bei Colonies innerhalb weniger Stunden rein digital angemietet werden. Alle Unterlagen, die hierfür benötigt werden, sind ein Ausweisdokument sowie ein Einkommensnachweis. Mit den Mietkosten sind nicht nur das Zimmer und die Nutzung der Gemeinschaftsräume abgedeckt, sondern auch Versicherungen, Nebenkosten und eine wöchentliche Reinigung der Räume.

Das gemeinschaftliche Wohnen bietet auf diesem Weg maximale Flexibilität, eine effizientere Nutzung des städtischen Wohnraums und ist, gerade wenn man neu oder nur für kurze Zeit in einer Stadt ist, ein guter sozialer Anknüpfungspunkt. Hier trifft man auf Menschen, die häufig in einer ähnlich Lebenssituation sind, wie man selbst. Im Gegensatz zu anderen Anbietern sind wir international vertreten und profitieren von den Erfahrungswerten, die wir an verschiedenen Standorten sammeln durften und bei neuen Projekten einfließen lassen können. Außerdem bieten wir verschiedene Ebenen von Gemeinschaftsräumen an und setzen nicht nur auf Standards wie Küchen, Wohn- und Essbereiche, sondern versuchen, wenn möglich, auch Extras wie Co-Working Spaces, Terrassen, Veranden oder sogar Fitness- und Kinoräume zu integrieren. 

Colonies, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben es in Frankreich bereits geschafft, das Thema Coliving zu verbreiten und uns als führenden Anbieter zu positionieren. Gleiches wollen wir auch in ganz Europa erreichen. Konkret bedeutet das, dass wir bis Ende 2022 in den Top-Sieben-Städten Deutschlands, also Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart, vertreten sein wollen. Dieses Ziel verfolgen wir gemeinsam mit Nicolas Wernitz, der seit September unser Head of Development in Deutschland ist.

Zusätzlich haben wir gerade erst eine neue Businesslinie mit Häusern im Stil einer klassischen WG gelauncht, die speziell auf Studierende und junge Berufstätige ausgerichtet ist. Die Coliving-Einheiten sind hier kleiner und günstiger und bieten Platz für vier bis acht Bewohner:innen. Genauso wie unsere anderen Coliving-Häuser sind die Residenzen komplett möbliert und vollausgestattet, mit allem, was die Bewohner:innen benötigen. Interessent:innen können sich allein für ein Zimmer in einer Einheit bewerben oder bereits als bestehende Wohngemeinschaft. In Frankreich haben wir bereits im September die ersten, sogenannten „Supercolocs“ eröffnet, in Deutschland sind die ersten Openings für 2022 geplant.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mit Freund:innen Unternehmen zu gründen kann ein echter Gewinn sein: man teilt dieselben Werte, hat dieselben Visionen, eine gemeinsame Motivation und vor allem herrscht untereinander großes Vertrauen. Außerdem ist die Kommunikation dadurch viel flüssiger und transparenter. Zu Beginn unseres Abenteuers waren wir uns aber auch der damit verbundenen Risiken sehr bewusst. Deshalb haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass es zu Auseinandersetzungen kommt. 

Erster Tipp: Angleichung der Interessen

Im Geschäftsleben entstehen die meisten Schwierigkeiten durch eine ungleiche Interessenlage. Kleine Unterschiede, wie z. B. bei der Verteilung des Kapitals, können zu großen Frustrationen führen, die Konflikte schüren und manchmal die Motivation derjenigen untergraben, die sich ungerecht behandelt fühlen. Dies ist also die erste Regel, die ich allen Gründer:innen mit auf den Weg geben möchte: Schafft eine gute Ausgangslage, indem ihr, insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht (Kapitalverteilung, Vergütungspolitik usw.), vorab Klarheit schafft. Dabei darf gleichzeitig die persönliche Motivation und Liebe zu dem was man tut und mit wem man etwas erreichen möchte, nie in Vergessenheit geraten. Dieses Gefühl und der Spaß sollten auch in schwierigen Situationen nicht verloren gehen.

Zweiter Tipp: Gemeinsame Regeln festlegen

Es ist wichtig, gemeinsam die Regeln festzulegen, die das Unternehmen und das Arbeiten miteinander ausmachen. Dabei kann beispielsweise festgelegt werden, wie Entscheidungen zu treffen sind. Welche Befugnisse hat jede:r Einzelne? Welche Beschlüsse müssen gemeinsam gefasst werden? Was ist im Falle einer Pattsituation zu tun? Was ist, wenn eine Person das Unternehmen verlassen möchte? Diese Regeln sind nicht für den Alltag gedacht, sondern für schwierige Momente und große Meinungsverschiedenheiten. Je detaillierter solche Themen besprochen werden, desto unproblematischer werden Gespräche in schwierigen Phasen verlaufen. Wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen, ist es außerdem immer besser diese zu dritt, anstatt nur zu zweit zu fällen – so hat man immer eine klare Mehrheit.

Dritter Tipp: Rollen verteilen

Eines der wichtigsten Themen bei der Gründung eines Unternehmens ist es, sicherzustellen, dass die Rollen aller Beteiligten klar definiert sind. Auch wenn natürlich die Fähigkeiten, einzelne Budgets und die jeweiligen Netzwerke geteilt werden, ist es bei uns beispielsweise so, dass jeder von uns auch spezifische Bereiche steuert, in denen er seine Interessen leben, sich ausdrücken und seine Talente weiterentwickeln kann.

Wir bedanken uns bei François Roth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einen zuverlässigen Forex-Broker auswählen

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Forex-Broker

Die Experten von Traders Union erklären Ihnen, wie Sie einen zuverlässigen Forex-Broker auswählen können

Um sicher und zuversichtlich auf dem Forex-Markt zu arbeiten, ist es notwendig, einen zuverlässigen Broker für die Zusammenarbeit zu wählen. Die Experten der Traders Union erklärten, worauf man bei der Auswahl eines Forex-Brokers achten sollte, und gaben Beispiele für ein zuverlässiges und bewährtes Unternehmen, dem bereits Tausende von Tradern aus der ganzen Welt vertrauen.

Wie kann ich bei der Auswahl eines Forex-Brokers beginnen?

Die Finanzexperten von Traders Union empfehlen, bei der Auswahl eines Brokers einen umfassenden Ansatz zu verfolgen und alle Aspekte eines Brokerunternehmens sorgfältig zu untersuchen und zu analysieren. Auf diese Weise können Sie den Broker so objektiv wie möglich bewerten und das Unternehmen auswählen, dessen Handelsbedingungen allen Anforderungen am besten entsprechen.

Die wichtigsten Merkmale eines Brokers, die untersucht und analysiert werden sollten:
  • Das Vorhandensein einer Lizenz der Finanzaufsichtsbehörde.
  • Die Öffnungszeiten des Brokers.
  • Die Verfügbarkeit des Support-Dienstes eines Brokers.
  • Die Handelsbedingungen des Unternehmens.
  • Das Feedback der Kunden über die Zusammenarbeit.

Die Top 5 der zuverlässigsten Forex-Broker laut Traders Union:

  1. RoboForex.
  2. Admiral Markets.
  3. Swissquote Bank SA.
  4. FxPro.
  5. Tickmill.

Zum Beispiel RoboForex. Dieses Unternehmen ist seit langem führend im Traders Union Rating und steht auch auf der Liste der besten Forex-Broker. Die Gründe für die Beliebtheit von RoboForex unter den Tradern sind: Zuverlässigkeit, Vorhandensein einer Finanzaufsicht und günstige Handelsbedingungen. Die Rezensionen über den Broker sind auch einer der wichtigsten Bewertungsparameter. Anhand dieser Rezensionen können Sie erkennen, ob das Unternehmen Probleme mit der Transaktionsausführung, dem Betrieb der Software, der Auszahlung von Geldern oder der Arbeit des Support-Dienstes hat. RoboForex Erfahrungen von Kunden zeigen, dass alle Dienstleistungen des Unternehmens ordnungsgemäß und reibungslos funktionieren. Das Unternehmen bietet eine der günstigsten Handelsbedingungen und einen hochwertigen Service, was RoboForex erlaubt, die führende Position auf dem Markt zu halten.

Wie kann ich ein zuverlässiges Unternehmen von einem betrügerischen Broker unterscheiden?

Um nicht auf die Tricks von Betrügern hereinzufallen, empfehlen Finanzexperten, auf folgende Informationen zu achten:

  1. Die Zuverlässigkeit der auf der Webseite des Brokers angegebenen Informationen über die Zusammenarbeit mit den Finanzaufsichtsbehörden.
  2. Die Informationen über den Zeitraum, in dem der Broker auf dem Finanzmarkt tätig ist. So kann auf der Webseite des Unternehmens eine Information über die Aufnahme des Geschäftsbetriebs stehen, während das Alter der Domain oder das Datum der ersten Nachrichtenartikel auf der Webseite und in den sozialen Medien das Gegenteil besagen.
  3. Das Vorhandensein von Informationen auf der Webseite des Brokers über seinen Geschäftssitz und seine Kontaktdaten.
  4. Erfahrungsberichte von Tradern über die Zusammenarbeit mit dem Broker, die nicht auf der Webseite des Brokers selbst, sondern auf unabhängigen und verifizierten externen Quellen veröffentlicht werden.

Wie hilft die Traders Union den Tradern bei der Auswahl eines Brokers und dem Schutz vor Betrug?

Traders Union ist eine Vereinigung von Forex-Tradern, die seit 2010 auf den Finanzmärkten tätig ist. Die Registrierung und Teilnahme bei der Traders Union ist für alle Trader völlig kostenlos. Die Trader, die über die Traders Union mit den Brokern zusammenarbeiten, erhalten ein zusätzliches Einkommen für jede abgeschlossene Transaktion, auch wenn sie nicht gewinnbringend ist, und das Recht auf Rechtsbeistand im Falle eines Streits mit einem Broker.

Auf der Traders Union-Webseite finden Sie zahlreiche Fachartikel zu verschiedenen Finanz- und Wirtschaftsthemen sowie Anleitungen und Hinweise zur Auswahl des richtigen Brokers für den Forex-Handel und zur Unterscheidung zwischen betrügerischen Brokern und vertrauenswürdigen Unternehmen. Darüber hinaus führen die Finanzexperten von Traders Union regelmäßige Prüfungen der Broker durch und erstellen daraus objektive Rankings und Listen der besten Forex-Broker.

So hat jedes Mitglied der Traders Union Zugang zu den Ergebnissen der Expertenforschung sowie zu Informationen, die von den Finanzexperten überprüft wurden. Trader, die mit Brokern über die Traders Union zusammenarbeiten, arbeiten im Forex-Bereich unter dem Schutz qualifizierter Anwälte.

Bildquelle pixabay

Autor: Veselina Dzhingarova

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Durchhalten und nicht aufgeben

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TheCode Cosmetics skincare sets

TheCode Cosmetics: Personalisierte Skincare-Sets vegan, tierversuchsfrei und Made in Germany

Stellen Sie sich und das Startup TheCode Cosmetics doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Laura und Katharina, die Gründerinnen von TheCode Cosmetics. Wir haben uns vor etwa 10 Jahren im gemeinsamen BWL-Studium kennengelernt.

Im vergangenen Jahr haben wir mit TheCode Cosmetics, den Robo-Advisor für personalisierte Gesichtspflegelösungen, gegründet. Eine Skincare-Brand, die es sich zum Ziel gemacht hat, mittels Technologien, dem im Beauty Markt vorherrschenden „One-Size-Fits-All“ Ansatz ein Ende zu setzen und personalisierte Gesichtspflege, die wirklich das hält, was sie verspricht, zum neuen Standard zu machen.

Vor der Gründung war Laura mehrere Jahre in Dubai ansässig und hat dort im Brand Development einer Personal Care Marke gearbeitet. Ich bin in den USA geboren sowie die ersten Jahre aufgewachsen. Vor unserer Gründung war ich bereits selbständig, jedoch im Themenbereich Kapitalanlage und Investments.

So ergänzen wir uns beide praktischerweise wunderbar bezüglich unserer Kompetenzen und haben unsere internationalen Einflüsse in unsere Marke integrieren können. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Der Entschluss, TheCode Cosmetics zu gründen, kam auf als Laura und ich immer wieder vor demselben Problem standen. Wir haben uns regelmäßig über die neuesten Produkte im Beauty-Markt ausgetauscht und dabei gegenseitig Produkt-Empfehlungen ausgesprochen.

Doch nie brachte das eine Produkt, dieselbe Wirkung für die andere. Dabei sehen wir uns relativ ähnlich – doch uns war nicht bewusst, dass unsere Haut grundverschieden ist und somit einer gänzlich anderen Pflege bedarf. Das Endresultat war immer wieder: Verwirrung und Überforderung hinsichtlich der Produktauswahl, gleichzeitig häuften sich immer mehr ungenutzte Fehlkäufe in unserem Badezimmer an.

Als wir herausfanden, dass laut Studien nicht nur wir, sondern 80% aller Verbraucher mit der Auswahl der richtigen Gesichtspflege überfordert sind und dies in durchschnittlich 7 Fehlkäufen resultiert, war uns klar: das kann so nicht bleiben. Dieser Trial & Error Prozess ist weder ökologisch noch ökonomisch nachhaltig.

So entwickelten wir unseren Algorithmen-basierten Robo-Advisor, ein digitales, interaktives Quiz, an dessen Ende ein personalisiertes Gesichtspflege-Set steht. Jedes unserer Skincare-Sets ist dabei auf die Bedürfnisse jedes/r Kundin/en abgestimmt und bietet somit die Lösung, nach der wir so lange gesucht haben.

Was war bei der Gründung von TheCode Cosmetics die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung als kleines Start-Up war es, die passenden Sparrings- wie auch Produktions- und Entwicklungspartner zu finden. In der Personal Care Branche sind die meisten Produzenten auf große Stückzahlen und Abnahmemengen spezialisiert und können kleinere Abnehmer – wie uns – nicht bedienen. So mussten wir oft Kompromisse eingehen und schwierige Entscheidungen treffen, doch am Ende sind wir stolz sagen zu können, dass wir immer einen Lösungsweg finden konnten. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man „kann“ nicht nur, man sollte es unbedingt. Es ist sehr wichtig, irgendwann wirklich ins „Tun“ zu kommen – von der Theorie in die Praxis. Andernfalls läuft man Gefahr, dass man sich nie in die Umsetzung traut und irgendwann ist die eigene Idee vielleicht von jemand anderem umgesetzt worden und man ärgert sich. Den Sprung ins kalte Wasser sollte man also wirklich wagen und Perfektion existiert ohnehin nicht, daher sollte man auch nicht darauf warten. 

Welche Vision steckt hinter TheCode Cosmetics?

Unsere Vision mit TheCode Cosmetics ist es, dass jede/r Kunde/in den Code zu schöner Haut knacken kann. Wir möchten den vielen Fehlkäufen ein Ende setzen und somit zu einem nachhaltigeren Beauty-Markt aktiv beitragen. Zusätzlich unterstützen wir mit jedem Verkauf ein Tierheim in Serbien, was ebenfalls ein wichtiger Treiber für uns ist. 

Wer ist die Zielgruppe von TheCode Cosmetics?

Unsere Zielgruppe sind primär Frauen, wie Laura und ich es sind. Kosmopolitisch, international sowie an Beauty & Selfcare interessiert. Da wir jedoch alle immer beschäftigter sind und weniger Zeit haben, war es uns wichtig, unseren Kunden genau die Gesichtspflege-Lösung an die Hand geben zu können, die wirklich die gewünschten Ergebnisse liefert, sodass mehr Zeit für die anderen Dinge des Lebens bleibt.

Wie funktioniert TheCode Cosmetics?

Unsere Kund*innen besuchen unsere Website, starten unser interaktives, digitales Quiz, in welchem einige Haut-relevante Parameter, wie Hauttyp, Hautprobleme sowie Hautziele oder Wünsche abgefragt werden. Im Hintergrund selektiert unser intelligenter Algorithmus die passenden Produkte aus unserem eigenen Portfolio und setzt diese optimiert in persönlichen Skincare-Sets zusammen. Unsere Kund*innen können anschließend zwischen einem 3- oder 5-Produkte Format wählen. Unser kleines 3-Produkte Format eignet sich ideal für Hautpflege-Einsteiger, Minimalisten und ist von Männern der klare Favorit. Es besteht dabei immer aus einem Gesichtsreiniger, einem hochaktiven Serum sowie einer Gesichtscreme, angepasst auf die persönlichen Belange. Das 5er Set enthält zusätzlich ein weiteres Serum, sodass man die Haut beispielsweise zielgerichtet morgens und abends damit behandeln kann, sowie ein Peeling Serum, welches auf der Hautoberfläche wirkt als auch die Poren von innen heraus reinigt. 

Alle unsere Produkte sind vegan, tierversuchsfrei und Made in Germany. Alle Produkte haben eine naturkosmetische Basis, sind jedoch mit hocheffektiven Wirkstoffen ergänzt, sodass die Gesichtspflege auch sichtbare Ergebnisse erzielen kann.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Was kaum jemand weiß, jedoch sicherlich ausschlaggebend dafür ist, wieso so viele Menschen beim Thema Gesichtspflege nie die Ergebnisse erzielen, die sie sich wünschen, ist Folgendes: Neben der Verwendung der richtigen und qualitativ hochwertigen Produkte, ist es insbesondere die Kombination der einzelnen Produkte, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

Konkret sind es die Wechselwirkungen der einzelnen Produkte, die sich in ihrer Effektivität neutralisieren oder sogar ins Negative umkehren. Nutzt ein Mischhaut-Typ also vielleicht den richtigen Gesichtsreiniger und ein großartiges Serum, werden die positiven Effekte durch die Verwendung einer falschen (beispielsweise zu reichhaltigen) Gesichtscreme negiert. Der Kunde fragt sich also, an was es nun liegt, dass er vermehrt glänzt und Unreinheiten aufkommen, und so beginnt der Kreislauf des ewigen Trial & Errors erneut.

Durch unser Konzept, mit den intelligent und automatisiert selektierten Skincare-Sets, kann sich jeder sicher sein, dass er genau die richtigen Produkte erhält, diese eben auch innerhalb der Verwendung ideal aufeinander abgestimmt sind und sich somit in ihrer Wirkung optimieren.

TheCode Cosmetics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahre sehen wir uns als international etablierte Marke, die die Personalisierung von Gesichtspflege zum neuen Standard gebracht hat. Wir werden unsere App zudem ausgebaut haben, sodass das Kundenerlebnis sowie die Haut-Ergebnisse sich dynamisch mitentwickeln und noch bessere Ergebnisse liefern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Ganz klar: Anfangen, Durchhalten und nicht aufgeben. Außerdem, bei all der Arbeit an kleineren Details, nie den Blick für das Wesentliche und große Ganze verlieren.

Wir bedanken uns bei Laura und Katharina für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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