Dienstag, Mai 5, 2026
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Wairify Luftreiniger im Interview: Saubere Luft ohne Filte

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Wairify Luftreiniger: Saubere Luft ohne Filter wairify viren bakterien luftreiniger

Im Interview erklärt das Startup die Technologie hinter dem Wairify Luftreiniger und wie filterlose Systeme die Luftreinigung nachhaltig verändern

Stellen Sie sich und das Startup Wairify sowie den Wairify Luftreiniger kurz unseren Lesern vor!

Gern! Mein Name ist Michael Dietzen. Ich bin CEO und einer der Gründer von Wairify.
Wairify bietet eine neue Luftreinigungstechnologie und eine umweltfreundliche Alternative zu HEPA-Systemen an. Unser Luftreiniger macht nachweislich und effektiv Viren und Bakterien unschädlich und scheidet dabei auch Partikel wie Pollen, Schimmelsporen oder lungengängige Mikrofeinstäube aus der Luft – und das ohne teure Filter oder unhygienische Filterwechsel!

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Das ist eher aus einem Zufall heraus entstanden. In meiner Tätigkeit als Director Business Planning & Strategy der Woco Group teilte ich mir ein Büro mit dem Entwicklungsleiter Dr. Anton Wolf. Die Woco Group ist ein klassisches mittelständisches Unternehmen, das den größten Teil des Umsatzes als Zulieferer in der Automobilindustrie verdient.

2019 sprachen wir über eine Technologie auf Plasmabasis zur Abscheidung von Partikeln im Motorraum, die er entwickelt und seit dem Jahr 2011 weiter perfektioniert hat. Anwendung fand die Technologie – trotz der technischen Überlegenheit gegenüber anderen konventionellen Lösungen – leider noch nicht. Die Elektrifizierung der Antriebe und die zögerliche Haltung der Automobilhersteller bei der Integration neuer Technologien verhinderten bisher eine Serienapplikation. Das war unserer Ansicht nach verschenktes Potenzial.

Und so fingen Anton und ich an, über Lösungen zur Verwendung der Technologie in der Luftreinigung nachzudenken, und hatten schon Anfang 2020 den ersten Prototypen hergestellt.

Wir gründeten die Wairify GmbH, ein Corporate Spin-off der Woco Group. Dr. Anton Wolf ist Mitgründer und CTO von Wairify.

Wir wussten, dass die Technologie kleinste Ölpartikel abscheiden kann. Der ultimative Test für die Technologie sollte jedoch die Fähigkeit werden, auch im Bereich von Nanopartikeln zu reinigen. Zum Zeitpunkt der ersten Tests lag also nichts näher als der Test mit RNA-Viren wie dem SARS-CoV-2-Virus. Mit dem erfolgreichen Test des ersten Prototypen beim Biotech-Institut in Gütersloh, bei dem wir eine Inaktivierungsrate von 99,9993 % erreichten, hatten wir den Nachweis, auf den wir gehofft hatten.

In Zusammenarbeit mit BCG und der auf digitale Startups spezialisierten Tochter BCG Digital Ventures arbeiteten wir unter anderem an Planung und Marktstudien. Um das Ganze aufgrund der akuten Brisanz schnell in agilen Strukturen zur Entwicklung zu bringen, entschieden wir uns gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Gesellschaftern der Woco, Wairify auszugründen.

Welche Vision steckt hinter Wairify?

Die Industrie der Luftreinigung funktioniert fast ausschließlich mit physischen Filtermedien wie zum Beispiel HEPA-Filtern, die regelmäßig ausgetauscht und entsorgt werden müssen. Den globalen Markt für Luftreinigungsanwendungen haben wir mit BCG zusammen auf etwa 18 Milliarden Euro geschätzt – davon rund ein Drittel für mobile Luftreinigungsgeräte. Zu dieser Marktgröße muss der Verkauf von Ersatzfiltern addiert werden – aus unserer Sicht eine ökologische Katastrophe. Nachhaltige Technologien spielen aktuell kaum eine Rolle, sicher auch aufgrund mangelnder technischer Alternativen. Wir bieten mit der filterlosen und wartungsfreien Wairify-Technologie eine bessere Alternative.

Die Vision hinter Wairify ist aber mehr als nur eine Luftreinigungsfunktion. Die Lebensräume werden immer enger und pathogene Mikroorganismen oder Gifte sind allgegenwärtig. Denken Sie nur an Schimmelbefall, der allein in Deutschland jährlich einen Sachschaden von über 4 Milliarden Euro verursacht. Dabei sprechen wir noch nicht über die Folgen von durch Schimmel verursachten Erkrankungen.

Laut einer Untersuchung der Harvard T.H. Chan School of Public Health verbringen wir bis zu 90 Prozent unseres Lebens in geschlossenen Räumen, die unsere Gesundheit oftmals stärker belasten als die Außenluft. Baustoffe, Reinigungsmittel, Feinstaub oder Sporenbildung können dazu beitragen.

Wir arbeiten an der nächsten Generation der Luftsensorik. Mit diesen Sensoren werden wir in der Lage sein, zum Beispiel Schadstoffe wie Schimmel anhand ihres spezifischen Geruchs zu erkennen – viel früher und effizienter als der Mensch es kann. Mit der dahinterliegenden künstlichen Intelligenz entsteht ein neuronales Netzwerk zur Identifikation schädlicher Merkmale.

Das wiederum bietet die Möglichkeit, Wairify über klinische Studien für die Diagnose von Erkrankungen einzusetzen. Bereits heute gibt es erste Erfolge in der olfaktorischen Diagnostik, zum Beispiel bei Parkinson. Stellen Sie sich vor, Ihr Wairify-Gerät sagt Ihnen, ob Sie möglicherweise an einem mit Kariesbakterien befallenen Zahn leiden – und das nur durch die Analyse Ihres Atems.

Von der Idee bis zum Start: Was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir hatten den Vorteil, dass wir die Woco Group im Hintergrund haben und auf jahrzehntelange Entwicklung, Erfahrung sowie Infrastruktur zurückgreifen konnten und können. Die größten Herausforderungen lagen tatsächlich im technischen Bereich.

Das oberste Ziel war es, einen Luftfilter ohne Filter zu entwickeln, der ohne jegliche Austauschkomponenten auskommt. Darauf sind wir extrem stolz.

Ein Consumer-Produkt zu industrialisieren und gleichzeitig eine digitale Premium-Marke aufzubauen, ist etwas völlig anderes, als Zulieferer für einen Autohersteller zu sein. Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns, dennoch bin ich begeistert, wie zügig wir das bisher umgesetzt haben.

Die bisherige Finanzierung erfolgte ausschließlich über die Woco Group. Das Ziel ist es aber, Wairify schnell finanziell eigenständig aufzustellen. Dazu sind wir kurz davor, einen weiteren strategischen Investor an Bord zu holen, der zudem Wissen und Erfahrung im Bereich Consumer Electronics einbringen wird.

Wer ist die Zielgruppe des Wairify Luftreinigers?

Die Pandemie hat den Bedarf für Luftfilter extrem gesteigert und die Zielgruppe deutlich verbreitert. Um die Ansprache besser abzustimmen, haben wir diese in verschiedene Gruppen unterteilt.

Unser Wairify One wurde in einer Fastlane industrialisiert, um insbesondere der akuten Nachfrage von Schulen, Kitas und Unternehmen gerecht zu werden. Das EPP ist extrem robust, leicht und kann auch Stöße problemlos verkraften. Zudem entstehen keine Folgekosten für Wechselfilter.

Auch durch unser Design unterscheiden wir uns klar von anderen Anbietern. Vielen Konkurrenten sieht man ihren Ursprung in der Industrie oder Medizintechnik an – ihr Auftreten ist oft sehr funktional. Gastronomen, Hoteliers oder Büroausstatter, die viel in ihr Interieur investieren, möchten keinen weißen Kunststoffklotz in ihre Räume stellen.

Der Wairify Home ist in erster Linie für Privatnutzer gedacht. Sein mit dem Red Dot ausgezeichnetes Design passt sich in die Wohnwelt ein, lässt sich in Smart-Home-Systeme integrieren und bietet zusätzliche digitale Services.

Wie funktioniert der Wairify Luftreiniger?

Die Raumluft wird durch rundum angebrachte Lufteinlässe ins Gerät eingesogen. Dieser Luftstrom passiert ein ringförmiges Plasmafeld, wodurch die enthaltenen Partikel aufgeladen werden.

In der Luft vorhandene Organismen und Viren werden im Plasmafeld zerstört beziehungsweise deaktiviert und unschädlich gemacht. Diese werden in einem Wasserfilm auf einer Gegenelektrode aufgenommen und abtransportiert.

Die gereinigte Luft strömt anschließend nahezu verlustfrei aus dem Gerät aus. Das zur Reinigung benötigte Wasser kann einfach über eine Schublade eingefüllt und ausgetauscht werden.

Wo liegen die Vorteile des Wairify Luftreinigers?

Wairify vereint drei Produktkategorien in einem Gerät.

Luftreinigung: Kleinste Fein- und Ultrafeinstäube bis 0,01 Mikrometer werden aus der Luft entfernt und im Wasser gebunden.

Luftentkeimung: Das Energiefeld macht Viren und Bakterien unschädlich.

Geruchsneutralisierung: Gerüche werden im Gerät neutralisiert. Anders als andere Systeme setzt Wairify kein Ozon frei, sondern wandelt vorhandenes Ozon in Sauerstoff um.

Zudem kommt Wairify ohne Wechselfilter aus, wodurch die Gesamtkosten geringer sind und die Lösung deutlich nachhaltiger ist als klassische HEPA-Systeme.

Was unterscheidet Wairify von anderen Anbietern?

Vor der Pandemie war der Markt für Luftreiniger weitgehend gesättigt. Es gab wenig Innovation. Die meisten Technologien basieren auf dem einfachen Prinzip, ein Filtermedium vor einen Lüfter zu setzen.

Im Zuge der Pandemie entstand eine Art Goldgräberstimmung mit vielen neuen Anbietern, die einfache oder zugekaufte Lösungen anbieten – oft ohne echte Innovation.

Wairify: Wo geht der Weg hin?

Wir wollen das Thema Luftqualität ganzheitlich betrachten und die Lebensqualität unserer Nutzer verbessern. Nach der Etablierung unserer Technologie ist die Integration in Smart-Home-Systeme ein wichtiger Schritt.

Wairify soll automatisiert mit dem Zuhause kommunizieren und sich an Wetter, Heizung und das Verhalten der Nutzer anpassen. Dabei spielt die Sensorik eine zentrale Rolle.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich bin überzeugt, dass wir ganz neue Erkenntnisse zur Raumluft gewinnen und lernen werden, intelligenter damit umzugehen. Schon heute arbeiten wir mit wissenschaftlichen Partnern zusammen, um unsere Produkte weiterzuentwickeln und passende Services anzubieten.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Habt den Mut, Risiken einzugehen. Scheitern gehört zum Alltag. Oft entschädigt eine richtige Entscheidung für viele falsche.

Baut ein Team auf, das mit Herzblut bei der Sache ist. Fachliche Expertise ist wichtig, aber die Einstellung der Menschen ist entscheidend.

Verliert das Ziel nicht aus den Augen. Manche Kompromisse sind notwendig – aber zentrale Ziele sollten nicht verwässert werden.

Wir bedanken uns bei Michael Dietzen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sucht die perfekt passenden Mitstreiter aus, die euer Mindset teilen

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Numbat Batteriespeicher Schnellladesäule

Numbat umweltfreundlicher, stationärer Batteriespeicher mit einer integrierten Schnellladesäule

Stellen Sie sich und das Startup Numbat doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Martin Schall und Dr.-Ing. Maximilian Wegener, die Gründer von Numbat. Viele Jahre haben wir im Management und in der Entwicklung eines High-Tech Maschinenbau-Unternehmens mit Schwerpunkt Batterietechnologie gearbeitet. In Gesprächen mit damaligen Kunden, bezogen auf die Herausforderungen der E-Mobilität, kam uns der Gedanke einer eigenen Unternehmensgründung. Im Februar 2021 war es dann so weit, wir gründeten das Cleantech-Startup Numbat in Kempten (Allgäu) und haben den ersten umweltfreundlichen, stationären Batteriespeicher (Numbat) mit einer integrierten Schnellladesäule (> 300 kW) entwickelt. Zukünftig wird dadurch das Schnellladen von Elektroautos flächendeckend, unkompliziert und wirtschaftlich tragfähig möglich sein. Gleichzeitig bieten wir mittels unserer Technologie B2B-Applikationen an, die den Energieverbrauch eines Unternehmens optimieren. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ganz einfach – weil wir gesehen haben, dass ein vernünftiges und unserer aktuellen Zeit angepasstes Schnellladen nicht möglich ist. Zwar gibt es in den letzten Jahren einen starken Aufwärtstrend von Neuzulassungen im Bereich der E-Fahrzeuge, jedoch fehlt es an Schnellladesäulen, die in kurzer Zeit und flächendeckend aufgebaut werden können. Mit den herkömmlichen Schnellladesäulen wird der flächendeckende Ausbau, insbesondere auch in ländlichen Bereichen, nicht wirtschaftlich tragfähig sein und damit viel zu langsam vorwärts gehen. Sollte das so bleiben, wird das zu einem großen Problem. Das wollen wir lösen! 

Welche Vision steckt hinter Numbat?

Wir wollen die Elektromobilität stärken und die Energiewende aktiv mitgestalten! Unser Ziel ist es deshalb, die dichteste Schnellladeinfrastruktur Europas aufzubauen. Unser Batteriespeicher reduziert die Stromkosten und entlastet die Netze, während die integrierte Schnellladestation es Kunden/Besuchern/Mitarbeitern ermöglicht, ihre Elektrofahrzeuge innerhalb von 15 Minuten zu 80 % aufzuladen. Einfach gesagt: Der Batteriespeicher lädt sich aus dem normalen Stromnetz mit Ökostrom oder selbst generiertem PV-Strom aus ihrer Solaranlage auf und gibt den Strom schnell an das Auto ab, wenn der Bedarf da ist. Mit der patentierten Klimaschutztechnologie und dem Multi-Lifecycle-Ansatz ist der Numbat eine der nachhaltigsten Lösungen auf dem Markt. Als Cleantech-Startup sehen wir uns in der Verantwortung, anderen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich der CO2-Neutralität ein großes Stück anzunähern und umweltschonender agieren zu können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Mit der Ausgründung aus der Hochschule Kempten über Exist haben wir mit dem dortigen Allgäuer Netzwerk die ersten Schritte gemacht. Die Unterstützung durch das Digitale Gründerzentrum Allgäu hat uns dabei enorm geholfen. Weitere Förderungen, wie z.B. die Bezuschussung eines Forschungsprojektes mit knapp 800.000 € vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, sind wichtige Finanzierungsbausteine. 

Herausforderungen gibt es viele und das täglich, da wir uns in einem Markt befinden, der einerseits hoch technisch und komplex ist, und sich andererseits durch Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in einem andauernden Wandel befindet.

Wer ist die Zielgruppe von Numbat?

In erster Linie sind unsere Zielkunden alle B2B Kunden, deren Endkunden eine kurze Aufenthaltsdauer (20-50 Minuten) am Standort haben. Dazu zählen beispielsweise Einzelhandel, Tourismus, Autohäuser, Krankenhäuser, Tankstellen etc. Dort wird die Nachfrage nach einem Schnellladen enorm steigen. Indirekt auch die Fahrer von Elektrofahrzeugen (B2C), die die Nachfrage nach Schnellladesäulen ausmachen.

Wie funktioniert Numbat? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das disruptive Geschäftsmodell und die neuartige Technologie ist regional übergreifend skalierbar. Entgegen anderen Anbietern entlasten unsere Numbats das Stromnetz, sind einfach zu installieren und mittels B2B-Anwendungen wirtschaftlich tragfähig. Der Kunde spart durch die Eigenverbrauchsoptimierung jährlich Stromkosten und, im Vergleich zu herkömmlichen Schnellladesäulen, die Anschlusskosten ans Mittelspannungsnetz bzw. Baukosten für eine Trafostation. Numbat übernimmt von der Bedarfsanalyse über die Installation, Wartung und den Betrieb alles. Wir sind somit der erste Anbieter von „Energy Storage as a Service“. Als nachhaltig denkendes Unternehmen haben wir außerdem eine patentierte Technologie entwickelt, bei der eine Batterie nicht schon bei einem „State of Health“ von 80 % direkt thermisch verwertet wird, sondern ihr Leben durch einen gezielten Austausch nicht mehr funktionsfähiger Batteriezellen um bis zu drei Mal verlängert werden kann.

Numbat, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Proof of concept – das Schnellladenetz Allgäu (alle 10 KM ein Numbat) – wird Ende des Jahres 2021 erreicht. Wir schaffen es also bis Mitte 2022 das dichteste Schnellladenetz Europas im ländlich strukturierten Allgäu aufzubauen und beweisen damit, dass unser Modell skalierbar ist. In 5 Jahren sehen wir uns als einen der führenden Anbieter von Schnellladeinfrastruktur in Europa. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Für uns war es extrem wichtig, dass unsere Business Angels neben der finanziellen Unterstützung vor allem Know-how und Kontakte mit eingebracht haben. Das sollte auch bei der Suche oder Entscheidung von Gründern im Vordergrund stehen. 

Nehmt euch Zeit um alle Finanzierungsmöglichkeiten und Förderungen sehr detailliert zu verstehen und auszuarbeiten. Erst danach sollte gegründet werden. 

Sobald eine gewisse Größe erreicht ist und die ersten Mitarbeiter eingestellt werden: Auch wenn es länger dauert, nehmt nicht einfach Leute an Bord, um die Lücken zu füllen. Sucht die perfekt passenden Mitstreiter aus, die euer Mindset teilen. 

Wir bedanken uns bei Martin Schall und Dr.-Ing. Maximilian Wegener für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich trauen und Fehler machen

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Julies Babysticker Textilaufkleber

Julies Babysticker sind plastikfreie, flexible und leicht ablösbare Textilaufkleber

Stellen Sie sich und Julies Babysticker doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, mein Name ist Julia Schwarz. Ich bin seit 11 Jahren als Augenoptikermeisterin in einer Augenklinik tätig. Meine Erfahrungen und mein Hintergrundwissen haben mich dazu bewegt Julies Babysticker zu entwickeln. Das sind plastikfreie Textilaufkleber, die man in das Innere vom Kinderwagendach, im Babybett oder Autorücksitz rein klebt. Viele Babys werden im Kinderwagen oder bei längeren Autofahrten unruhig. Das führt automatisch dazu, dass Eltern gestresster werden. Diese einfache Erfindung, verhilft sowohl Eltern als auch Babys entspannter zu werden. Es fördert die visuelle Wahrnehmung, zudem erweckt es Babys Aufmerksamkeit. Die Aufkleber halten gut auf verschiedenen Stoffen, sind aber trotzdem leicht ablösbar. Das Material (Acetatseide) ist flexibel und plastikfrei, bei Bedarf kann man sie auch wieder verwenden.
Julies Babysticker wurden gemeinsam mit einer Orthoptistin und zwei Augenärzten, anhand der Farben und Formen entwickelt.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin auch Mama von zwei wunderbaren Kindern, die meine Inspiration waren, Julies Babysticker ins Leben zu rufen. Wie auch viele andere Babys wollten meine beiden Kinder nicht im Kinderwagen liegen bleiben, weil die sich langweilten, es war in manchen Situationen ziemlich stressig für mich. Da habe ich es mit Bildern im Inneren vom Kinderwagendach versucht und als ich gesehen habe, wie interessiert und zufrieden meine Zwei die bunten Bilder angeschaut haben, stand für mich fest: Diese entspannte Zeit beim Spaziergang oder Autofahren – in der sich Ihr Baby beschäftigt, keiner Mama vorenthalten möchte. 

Was war bei der Gründung die größte Herausforderung?

Den Hersteller und das richtige Material zu finden. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich nur in Deutschland produzieren werde, obwohl die Herstellungskosten und das Material in Deutschland natürlich viel teurer ist als im Ausland. Was mich aber ziemlich enttäuscht hat, dass viele Firmen kein Interesse haben mit einem Startup zu arbeiten wollen. Da man ein neues Werkzeug anfertigen müsste (wird aber in Rechnung gestellt), neues Material einkaufen und denen ist es natürlich auch bewusst, dass man am Anfang nicht so viele Stückzahlen abnehmen wird.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, natürlich. Bei mir war es so und bei vielen anderen auch, wie ich durch die Gespräche mit Startups erfahren habe. Man startet mit einer noch unperfekten Idee und verbessert es im Laufe der Zeit. Auch wenn man denkt, dass die Idee schon perfekt ist, könnte es sein, dass die Kunden noch mal ein wertvolles Feedback oder Verbesserungsvorschläge liefern, was man dann noch mal berücksichtigt.

Welche Vision steckt hinter Julies Babysticker?

Babys mit Julies Babystickern abzulenken und zu fördern, um die Eltern dadurch ein bisschen zu entspannen und zu erleichtern, weil die Babys gerne die bunten Bilder anschauen und dadurch länger im Kinderwagen liegen bleiben oder ruhiger bei Autofahrten sind. Mein Ziel ist es, dass alle frischgebackene Eltern in Deutschland und später auf der ganzen Welt die Julies Babysticker kennen und sie zu Erstausstattung von Babys gehören.

Wer ist die Zielgruppe von Julies Babysticker?

Vor allem sind es Schwangere, junge Mütter und Väter. Viele Eltern achten schon sehr früh auf die Förderung von Ihren Kindern. Natürlich auch Verwandte oder Freunde, die Julies Babysticker als Geschenk zu Geburt oder als ein Mitbringsel kaufen möchten. 

Was ist das Besondere an den Stickern?

– Julies Babysticker fördern die visuelle Wahrnehmung
– Erwecken die Aufmerksamkeit – die Babys bleiben gerne länger im Kinderwagen
– Um Blickrichtung des Babys zu ändern – entgegengesetzt seiner Lieblingsseite
– Babygerechte Motive und Farben wurden zusammen mit Augenärzten von einer Augenoptikermeisterin entwickelt
– Textilaufkleber (aus Acetatseide) sind flexibel, plastikfrei und wieder verwendbar
– Sie sind selbstklebend und hinterlassen keine Klebereste
– Sie wurden in Deutschland hergestellt

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ich habe nichts Vergleichbares auf dem deutschen Markt gefunden. Natürlich gibt es auf dem Markt verschiedene Arten von Aufkleber, jedoch sind Julies Babysticker aus Acetatseide und wurden speziell mit Augenärzten entwickelt. Sie fördern die Entwicklung von Augen schon im Babyalter und tragen dazu bei, dass Kinder im Kinderwagen/Autositz abgelenkt sind und ruhiger sitzen/liegen.

Da die Augenmuskeln von Babys in den ersten Wochen noch koordiniert werden müssen, ist es einfacher für das Baby auf ein festes als auf ein bewegtes Objekt zu schauen. Hier haben die Aufkleber einen klaren Vorteil gegenüber Mobiles und die Eltern brauchen auf keine Befestigungsmöglichkeiten zu achten.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte bald nicht nur in meinem online Shop verkaufen, sondern auch im Handel bei großen Kinderwagenausstatter und Babygeschäften meine Produkte vertreiben.

Später möchte ich in die therapeutische Richtung gehen. Ein paar Kinderaugenärzte mit den ich zusammen arbeite sind der Meinung, dass es sich positiv auf die Förderung der visuellen Wahrnehmung bei Babys mit angeborener Fehlsichtigkeit auswirken kann. Im Moment gibt es nichts Vergleichbares in der Augenmedizin, dazu müssen aber noch viele Studien gemacht werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Ich habe 5, die ich selber auch ständig anwende.

Sich trauen -> Fehler machen-> nicht aufgeben-> aus den Fehlern lernen -> weiter machen!

Wir bedanken uns bei Julia Schwarz für das Interview

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UnternehmerInnen aufgepasst: So erreichen Sie den gewünschten Zielumsatz

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zielumsatz

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Zielumsatz im eigenen Unternehmen zu erreichen.

Doch welche davon sind die Richtigen und welche Maßnahmen laufen ins Leere? Jede UnternehmerIn weiß: Den Zielumsatz zu erreichen kostet Zeit, Geld und Energie, wenn die falschen Hebel in Bewegung gesetzt werden. Umso wichtiger ist es, von Beginn an auf die richtigen Bausteine zu setzen, die garantieren, dass das Ziel so effektiv wie möglich erreicht werden kann. Christian Mikolasch und Michael Schweiger sind Experten für digitales Wachstum und führen Unternehmen sicher, planbar und messbar zu ihrem Ziel. Sie verraten, welche 5 Säulen den Zielumsatz erreichbar machen.

1.) Digitalisierung

Die Digitalisierung schreitet voran und macht vor nahezu keiner Branche halt. Wer noch nicht auf den Zug aufgesprungen ist, sollte jetzt damit beginnen. Die 3 Top-Vorteile: automatisierte Kundengewinnung, mehr Reichweite und mehr Sichtbarkeit für Ihr Unternehmen bei gleichzeitig weniger Kosten.

Vertriebs- und Geschäftsprozesse sollten so umgestaltet werden, dass sie einerseits Sinn machen, wirtschaftlich sind und Zeit, Geld und Energie sparen. Bei der automatisierten Kundengewinnung wird ein System geschaffen, dass »wie von selbst« neue KundInnen bringt.Ist der neue Prozess jedoch einmal erstellt, bringt er automatisch neue KundInnen, beispielsweise durch gezieltes digitalisiertes »einsammeln« neuer InteressentInnen mit digitalisiertem Marketing. Durch Marketingmaßnahmen, wie beispielsweise Social Media Marketing, erlangt ein Unternehmen mittel- bis langfristig mehr Sichtbarkeit und Reichweite. Dies bedeutet mehr KundInnen und somit mehr Umsatz. Der Einsatz solcher Maßnahmen ist »Standard« und sollte professionell geplant und ausgeführt werden.

2.) Strategisches Branding

Ein gutes Branding ist Voraussetzung für einen einzigartigen seriösen Außenauftritt, um das Vertrauen der KundInnen zu gewinnen. Die 3 Top-Vorteile: Kompetente GeschäftspartnerInnen, zahlungskräftige KundInnen und fähige MitarbeiterInnen finden.

Strategisches Branding geht mit einem unverkennbaren Wiedererkennungseffekt sowie mit einer präzisen Positionierung einher. Es bringt die Persönlichkeit der UnternehmerIn in die Unternehmenskommunikation. Branding bedeutet auch, die Werte des Unternehmens nach außen zu tragen. KundInnen wollen sich mit den Werten des Unternehmens identifizieren. Deshalb ist es wichtig, dass Sie klar nach außen kommunizieren, wofür Ihre Marke steht. Dies bringt mehr Sichtbarkeit und steigert den Wettbewerbsvorteil gegenüber den MitbewerberInnen. Ziel ist es, genau die KundInnen anzusprechen, die Sie erreichen und mit denen Sie zusammenarbeiten wollen. Die Positionierung ist ein umfangreiches ThemaJedoch kommt man als UnternehmerIn heutzutage nicht mehr darum herum, sich ausführlich damit zu beschäftigen. Es muss auf einen Blick erkennbar und in einem Satz erklärbar sein, was Sie anbieten. Je genauer die Positionierung, desto schneller und zielgerichteter können Sie Ihre zukünftigen KundInnen erreichen.

3.) Digital-Sales

Die Digitalisierung macht auch vor Verkaufsprozessen nicht halt. Es soll ein System, das Ihnen automatisch neue Erkenntnisse über Ihre Zielgruppe bringt. Die 3 Top-Vorteile: Mehr Wissen über Ihre KundInnen, mehr KundInnen ansprechen, mehr verkaufen.

Digital-Sales spart mittel- bis langfristig Zeit, Geld und Energie. Verkaufskampagnen sollten automatisiert laufen, um eine effiziente und laufende Kundengewinnung zu garantieren. Das Internet ist der neue Verkaufsraum geworden und gleichzeitig zum Aufbau von profitablen Kundenbeziehungen geeignet. Bestellprozesse verlagern sich in den digitalen Raum und KundInnen agieren selbstbestimmt

4.) Umsatz-, Gewinn-, Kosten- und Finanzierungsplanung

Eine gute Planung bietet die Grundlage, um ein Unternehmen erfolgreich aufzubauen und zu führen. Viele UnternehmerInnen die  Es geht darum für das Unternehmen – nach jahrelangen Erfahrungswerten – das Umsatz- und Gewinnpotenzial sowie die digitalen Kosten für das Erreichen des Umsatzziels zu ermitteln. Anschließend kann festgestellt werden, wie ein Projekt am profitabelsten finanziert werden kann. Möglichkeiten hierfür sind: Eigen- und Fremdkapital sowie Förderungen in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

5.) Performance

Bei der Performance geht es darum, Maßnahmen und Prozesse auszuwertenDie 3 Top-Vorteile: Weniger Marketingausgaben, mehr Umsatz und mehr Gewinn. Viele UnternehmerInnen unterliegen dem Irrtum, dass es mit der richtigen Verkaufsstrategie getan ist. Wer seinen Zielumsatz erreichen und diesen kontinuierlich erhöhen möchte, braucht eine professionelle und permanente Analyse. Hiervon können die nächsten Schritte abgeleitet werden.

Fazit:

Bedeutet, die Möglichkeiten zu erweitern, um das Unternehmen für die Zukunft fit zu machen. »Das Ziel lautet: Planbar, messbar und möglichst sicher zu wachsen«, erklären die Experten Christian Mikolasch und Michael Schweiger. Sie sind wirtschaftliche Denker, leidenschaftliche Vermarkter und beschäftigen sich seit Jahren mit der Messbarkeit von Marketingprojekten, um für kleine UnternehmerInnen Planungssicherheit und Umsatzsteigerung zu ermöglichen.

Autoren: Christian Mikolasch und Michael Schweiger

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie man sich optimal auf Bewerbungsgespräche bei Strategieberatungen vorbereitet

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Bewerbungsgespräche

Ex-McKinsey- und BCG-Interviewer geben 5 Tipps: Wie man sich optimal auf Bewerbungsgespräche bei Strategieberatungen vorbereitet

Die Branche der Unternehmensberatung boomt, die Bewerbungsgespräche bei den Top-Strategieberatungsfirmen werden aber nicht einfacher – die Stellen sind schließlich heiß begehrt. Die erste Herausforderung für Bewerber ist es, nach dem Versenden der Bewerbung zunächst zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Sobald dies geschafft ist, sollte man sich auf das bevorstehende Bewerbungsgespräch ausreichend vorbereiten. Denn auch wenn man die erste Hürde erfolgreich gemeistert hat und zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, ist die Erfolgsrate in den Bewerbungsgesprächen leider sehr gering.

Dr. Sidi Koné und Dr. Jörn Kobus haben auf diesem Gebiet bereits einschlägige Erfahrungen gesammelt: Als ehemalige Senior Berater und Interviewer bei McKinsey und der Boston Consulting Group (BCG) haben sie hunderte Bewerbungsgespräche geführt. Somit wissen die Experten genau, worauf es bei Bewerbungsgesprächen in renommierten Strategieberatungsunternehmen ankommt. In diesem Artikel geben Sie 5 Tipps, wie Bewerber sich optimal auf Bewerbungsgespräche bei Strategieberatungsunternehmen vorbereitet.

Die gewünschten Qualitäten kennen

„In erster Linie ist es wichtig, dass die Bewerber sich darüber im Klaren sind, welche Qualitäten gesucht sind und wie diese Qualitäten getestet werden. Dafür sind drei Aspekte von zentraler Bedeutung: Sie müssen ein Verständnis für das Problem entwickeln. Das Problem muss analytisch gelöst werden und schlussendlich müssen sie entlang der Problemlösung kundengerecht kommunizieren“, erklärt Dr. Sidi Koné.

Dank des Internets stehen heutzutage unzählige Möglichkeiten zur Verfügung, sich Wissen anzueignen. Stupides auswendig lernen hilft in diesem Kontext jedoch leider nicht weiter. Hier muss jeder Bewerber ein Problemverständnis entwickeln, welches jederzeit auf eine neue Situation angepasst werden kann.

Auf der persönlichen Ebene werden in den Bewerbungsgesprächen der Strategieberatungsunternehmen meistens zwei grundlegende Informationen abgefragt: Welche relevanten Fähigkeiten haben Sie durch Ihre bisherigen Erfahrungen aufgebaut? Und wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor und wie kompatibel sind Ihre Pläne mit unserem Beratungshaus?

Insbesondere bei der zweiten Frage scheitern viele Bewerber, da sie hierbei häufig auswendig gelernte Floskeln verwenden. Sinnvoller wäre es in diesem Kontext, sich der eigenen Zielsetzung bewusst zu machen und sie dann authentisch darzustellen.

Auch als Bewerber muss man die richtigen Fragen stellen

Am Ende des Gespräches haben die Bewerber in der Regel noch die Möglichkeit, ihre Fragen an den Interviewer zu stellen. Doch anstatt sich aus der Perspektive des Interviews zu überlegen, welche Fragen hier angebracht wären, stellen Bewerber oftmals Fragen, die sie mit einer zweiminütigen Google-Recherche selbst beantworten könnten. Empfehlenswerter wäre es hier beispielsweise, den Interviewer zu fragen, was den Job in der Strategieberatungsunternehmen für ihn ausmacht und wie es ist, dort zu arbeiten.

Viele Bewerber legen in der Vorbereitung den Fokus auf die falschen Schwerpunkte. So üben beispielsweise viele von ihnen schnelles Kopfrechnen – nach den Experten ist das in diesem Strategiegespräch allerdings wenig sinnvoll. Viel wichtiger ist es, zahlenbasiert analysieren zu können und diese Analysen dann auch klar und nachvollziehbar zu gestalten und zu kommunizieren. Schlussendlich geht es darum, eine Alltagssituation zu simulieren, in der letztendlich der Kunde vor einem sitzt. Und wenn dieser der Analyse am Ende nicht folgen kann, so ist es immer die Schuld des Beraters – selbst wenn die Kopfrechnung komplett richtig war.

Autoren:

Dr. Sidi Koné und Dr. Jörn Kobus waren als langjährige Berater und Interviewer bei BCG und McKinsey aktiv und kennen den gesamten Interviewprozess mit all seinen Hürden. Daher haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, Bewerber bei großen Strategieberatungen wie McKinsey, BCG und Bain auf ihre Jobinterviews vorzubereiten. Dafür nutzen sie das eigens entwickeltes Programm „The MBB Offer Machine“, das die Chancen auf eine Anstellung deutlich steigert.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Verzettelt Euch nicht und sucht Euch Partner

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startkraft

startkraft Produkte die vegan, basisch, glutenfrei, biozertifiziert und nicht über 40°C erhitzt sind

Stellen sie Sich und das Startup startkraft doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Kirsten Djamchidi und Iris Herting, die Ernährungsexpertinnen hinter startkraft.

Ich (Kirsten Djamchidi) habe meine damals erfolgreiche Stelle als Vertriebsmanagerin in der Verpackungsindustrie aufgegeben, um mit startkraft meinen Traum zu verfolgen. Als geprüfte Ernährungsberaterin, Sportlerin und passionierte Roh-Veganerin weiß ich, welche Lebensmittel dem Körper guttun.

Iris Herting ist studierte Ernährungswissenschaftlerin und arbeitet seit Jahren als Ernährungstherapeutin. Sie erforscht den Zusammenhang zwischen der Ernährung und chronischen Krankheiten und erarbeitet Präventionsstrategien und ursachenbezogene Therapiekonzepte.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Iris und ich haben uns auf einer Messe kennengelernt. Ab diesem Zeitpunkt wussten wir, wir möchten unsere eigenen Lebensmittel produzieren. Wir haben selbst so hohe Ansprüche an unsere Lebensmittel, das wir unsere neuen Ideen auch umsetzen wollten.

Was war bei der Gründung von startkraft die grösste Herausforderung?

Auch nach 3,5 Jahren ist und bleibt unsere grösste Herausforderung den Alltag mit unseren Familien bei grösster Anstrengung und vollen Tagen unter den Hut zu bringen. Wir arbeiten gemeinsam von Anfang an sehr vertrauensvoll miteinander. Jeder weiß, was er zu tun hat und arbeitet ab. Wir sitzen nicht in unendlichen Meetings oder Calls.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja kann man, muss man sogar. Wir arbeiten täglich daran, alles noch perfekter zu machen: neue Produkte, neue Vertriebswege, bessere Kommunikation etc. Perfektion gibt es nicht. Aber vieles wird einfacher und mit der Zeit professioneller. 

Welche Vision steckt hinter startkraft?

Mit der Gründung von startkraft haben wir Innovation und Gesundheit verknüpft. Wir selbst haben als Ernährungsexperten hohe Ansprüche an unsere Lebensmittel, die wir in eigener Manufaktur täglich erfüllen. In reiner Handarbeit entwickeln und produzieren wir Müslis, herzhafte gekeimte und fermentierte Brote und zuckerfreie Süßigkeiten unter hohen ernährungswissenschaftlichen Standards.

Wer ist die Zielgruppe von startkraft

Wir erreichen mit unserer Vielfalt an glutenfreien, veganen Rohkost-Produkten vor allem anspruchsvolle umwelt- und gesundheitsbewusste Kunden. Wir bieten neue Geschmackserlebnisse mit dem besonders gesundheitlichen Mehrwert.

Was ist das Besondere an den Produkten?

Wir arbeiten und produzieren zielgruppenorientiert und auf ernährungswissenschaftlicher Basis.

Jeder von uns hat einen ganz eigenen Bedarf, einen individuellen Geschmack und eigene Ziele. Für Kinder, Beautys, Sportler und 50Plus haben wir spezielle Lebensmittel entwickelt. Die Zutaten sind abgestimmt auf den Nährstoffbedarf in den verschiedenen Lebenssituationen.

Alle Produkte sind vegan, basisch, glutenfrei, biozertifiziert und nicht über 40°C erhitzt. Wir produzieren in Deutschland. Wir arbeiten mit hochwertigen Superfoods und aus gekeimten Saaten. 

Welche Produkte haben Sie im Sortiment?

Wir produzieren Granolas, gekeimte Brote, Superfood-Mischungen, Süßigkeiten und Schokolade. Mit unserer neuen Produktlinie Grüne Zellkraft Pur  starten wir mit einem Superfood Mix aus verschiedenen Grassaftpulvern und Sprossen.

Was unterscheidet sie von anderen Anbietern?

Wir entwickeln und produzieren selbst hochwertige gesunde Lebensmittel. Nahrungsergänzungsmittel wird es bei uns nicht geben.

startkraft, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in 3 Jahren

Im nächsten Jahr können wir endlich unsere neue Produktionshalle bauen. Unser Fokus liegt in den kommenden Jahren, neben der Entwicklung neuer Produkte, im Vertrieb und der Weiterentwicklung unseres Standortes in der Schweiz.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Erarbeitet Euch einen starken USP und haltet daran fest, verzettelt Euch nicht und sucht Euch Partner, mit denen ihr gut arbeiten könnt.

Wir bedanken uns bei Kirsten Djamchidi und Iris Herting für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up:

Kontakt:

STARTKRAFT GmbH
Kurfürstenstraße 12
D-14467 Potsdam

https://startkraft-rawfood.de/
kontakt@startkraft-rawfood.de

Ansprechpartner: Kirsten Djamchidi

Social Media:
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Startkraft Schweiz
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Grab-a-Nap Maske Schlafen Reisen 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründer von Grab-a-Nap, Maske für entspanntes Schlafen beim Reisen, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Grab-a-Nap doch kurz vor!

Jeder von uns kennt das Problem: Man sitzt in diesen unbequemen Sesseln, versucht sich etwas auszuruhen und jedes Mal, kurz bevor man endgültig einschläft, kippt der Kopf nach vorne und das Spielchen geht wieder von vorne los.

Und genau dieses Problem haben wir mit unserer Grab-a-Nap Maske gelöst.

Wir, das sind Merlin und Michael, die zwei Gründer des StartUps und beste Freunde im privaten Leben. Wir haben über die letzten drei Jahre eine – wir wie sie nennen – „Reiseschlafmaske“ entwickelt, die, egal ob im Auto, Bus, Zug oder Flugzeug, den Komfort beim Reisen erheblich steigert.

Wie ist die Idee zu Grab-a-Nap entstanden?

Die Idee entstand zufällig während des Heimflugs von Merlins Polterreise: Michael schnappte sich aus der Not heraus ein Stirnband und befestigte es am Flugzeugsessel, sodass es den Kopf stabilisierte. Wider aller Erwartungen schlief er während des gesamten Flugs durch und als wir schließlich in Wien am Flughafen landeten, hatten wir sofort das Potential eines möglichen „Problemlösers“ erkannt und starteten mit der Entwicklung eines Produkts, welches es so am Markt noch nicht gegeben hat.

Welche Vision steckt hinter Grab-a-Nap?

Unsere Vision ist es, den Markt von „Reise-Gadgets“, also von Produkten, die das Reisen komfortabler gestalten sollen, auf den Kopf zu stellen und diesen mit unserer simplen Grab-a-Nap Maske zu revolutionieren. Es gibt bereits Produkte, wie beispielsweise das allseits bekannte „Nackenhörnchen“, die zwar versuchen, dasselbe Problem zu lösen, wie wir es tun, doch bewertet man diese anhand der Funktionalität, merkt man schnell, dass wir in diesem Marktbereich eine absolute Neuheit auf den Markt gebracht haben.

Wer ist die Zielgruppe von Grab-a-Nap?

Unsere Zielgruppe umfasst im Grunde alle Reisende – egal ob Backpacker, Geschäftsreisende oder Familien und Freunde auf Urlaubsreisen. Dadurch, dass unsere Maske in jedem Fahrzeug angebracht werden kann, kann sie von jeder Person genutzt werden, die in Auto, Bus, Zug oder Flugzeug gerne ein Nickerchen machen möchte.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Das hat sich in einer für uns ungünstigen Zeit ergeben: Auf der einen Seite hatten wir Anfang 2020, eine Woche vor Corona, das Produkt fertig entwickelt und haben uns überlegt, wie wir am besten den Markteintritt gestalten können. Doch Corona hat den Reisemarkt bekanntlich zum Erliegen gebracht. Auf der anderen Seite sind wir beide beruflich in komplett anderen Betätigungsbereichen angesiedelt (Merlin arbeitet bei einem internationalen Unternehmen für Hydraulikschläuchen und ist International viel unterwegs, Michael arbeitet als Arzt im Krankenhaus) und hatten daher nur bedingt Marketingkenntnisse im Bereich eCommerce! Aus der Überlegung heraus, wie wir einen strategischen Partner mit entsprechendem Know-How für uns gewinnen können, sind wir auf die Idee gekommen, uns bei der Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Die Vorbereitung war intensiv. Die Herausforderung war, die gesamte Vorbereitung parallel zu unseren Vollzeitjobs zu bewerkstelligen. Das bedeutet, dass sehr oft bis tief in die Nacht gearbeitet und geprobt wurde. Auch die Wochenenden wurden ziemlich geopfert. Außerdem haben wir versucht möglichst jede Kompetenz, die in unserem Umfeld vorhanden war, zu nutzen: wir haben mit einem befreundeten Bühnenbildner an unserem Auftritt gebastelt, wir haben mit einem Schauspieler an unserer Präsentation gefeilt und wir haben vor unzähligen Freunden unseren „2 Minuten Pitch“ vorgetragen. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir konnten es im ersten Moment überhaupt nicht glauben! Zunächst meldet man sich online an, man schickt möglichst gute Informationen über das StartUp an Puls4 und man versucht einen möglichst interessanten Probe-Pitch einzureichen. Aber grundsätzlich macht man das immer nur mit viel Hoffnung und dem Beisatz „und wenn es nicht sein soll, dann finden wir einen anderen Weg!“ Als dann aber tatsächlich die Zusage kam, fielen wir uns in die Arme und wie vorhin beschrieben: wir haben angefangen uns sehr fokussiert vorzubereiten.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Grab-a-Nap aufmerksam werden?

Als klar wurde, dass wir tatsächlich auf Puls4 bei 2 Minuten 2 Millionen auftreten durften, setzten wir alles auf eine Karte. Uns war sofort bewusst, dass es normalerweise ewig dauert, bis man eine annähernd vergleichbare Reichweite mit seinem Produkt erzielen kann. Zudem war es für uns eine einmalige Möglichkeit unsere Grab-a-Nap Maske im Fernsehen zu erklären, machten wir doch des Öfteren die Erfahrung, dass vielen Leuten die Anwendung der Maske nicht auf den ersten Blick einleuchtete.

Insofern war es für uns als StartUp eine ideale Gelegenheit ein Problem, das vielen Menschen aus dem Alltag bekannt ist, aufzuzeigen und zugleich die perfekte Lösung zu präsentieren! Was wünscht man sich mehr!?

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Im Grunde waren wir überzeugt, dass uns jeder der Investor:innen weitergebracht hätte und uns mit dem jeweiligen Know-How erfolgreich unterstützten hätte können. Dennoch haben wir gehofft, dass wir Florian Gschwandtner, der viel Expertise im Bereich eCommerce mitbringt, oder Bernd Hinteregger, der gute Kontakte in der Tourismusbranche hat, für uns zu gewinnen. Auch Alexander Schütz mit seinem beruflichen Netzwerk stellte eine tolle Unterstützung dar und natürlich sahen wir auch in Herrn Dr. Haselsteiner und seiner Westbahn großes Potential. Wie schon erwähnt, wir waren überzeugt, dass jeder der Investor:innen einen sehr positiven Input in unser StartUp liefern hätte können.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Nach der Aufzeichnung ging es Schlag auf Schlag: die Firma wurde gegründet, die Homepage neu designt, Fotoshootings wurden organisiert, die gesamte Prozessabwicklung wurde professionell aufgestellt, die Produktion unserer Masken wurde in Auftrag gegeben, unser gesamter Markenauftritt wurde neu gestaltet und unsere eCommerce Kampagnen wurden aufgesetzt, um nur einige Punkte zu nennen. Zudem durften wir unsere Maske auch auf der „WerbeWiesn“ in München großen Unternehmen vorstellen, woraus sich bis dato sehr erfolgreiche Kooperationen entwickelt haben. Rückblickend eigentlich unfassbar, was sich in so kurzer Zeit getan hat und wie sehr wir uns seit der Aufzeichnung weiterentwickelt haben. Man darf gespannt sein was noch alles kommt!

Grab-a-Nap, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser kurzfristiges Ziel ist es, unsere Grab-a-Nap Maske in der DACH-Region erfolgreich zu vertreiben. Dafür wird es in den kommenden Wochen und Monaten gutes Marketing brauchen, viel Einsatz und vor allem viele zufriedene Käufer! Wir sind überzeugt, dass sich unsere Maske gegenüber der Konkurrenz durchsetzen wird! Mittelfristig möchten wir unseren Verkauf europaweit und dann auch weltweit gestalten…. Und in fünf Jahren? Unser Traum wäre es, dass die Grab-a-Nap Maske weltweit in Duty-Free Shops erhältlich wäre – in unterschiedlichen Ausführungen und Designs.

Außerdem haben wir noch ganz persönliche Ziele: Es wäre ein Traum von uns, eine absolut fremde Person auf Reisen zu treffen, die sich mit unserer Maske gemütlich in den Urlaub schläft – dass wir unsere Reisemaske quasi in „freier Wildbahn“ antreffen. Die- oder derjenige kann sich auf eine dicke Umarmung freuen! Ich denke, das ist der Traum eines jeden Unternehmers!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

– Geh die extra Meile, auch wenn es lange Nächte und intensive Wochenenden bedeutet. Der Weg verläuft niemals auf einer 100% geraden Bahn, manchmal muss man einen Umweg beschreiten, um am Ende etwas noch Besseres zu erreichen.

-„Share your Business idea and get feedback.“ Feedback, Feedback und nochmal Feedback!

-Behalte deine Vision immer im Auge – manchmal hilft es einen Schritt zurück zu machen und sich sein „Projekt“ aus einem gewissen Abstand anzusehen! Es kann schon einmal passieren, dass man sich im Detail verirrt und dadurch einen falschen Weg einschlägt! Umso früher man das erkennt, umso besser!

Wir bedanken uns bei Merlin Naisar und Michael Habenbacher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Risiken eingehen

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rookie babytragen

Rookie Babytragen exklusives Design, nachhaltige Fertigung und hohe Funktionalität

Stellen Sie sich und das Startup Rookie doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Benjamin Berndt, Gründer und Geschäftsführer von Rookie. Rookie ist eine Premium Direct-To-Consumer (DTC) Brand. Wir entwickeln, produzieren und vermarkten hochwertige Babytragen, die nicht nur stylisch aussehen, sondern auch praktisch sind. Seit der Gründung 2018 hat sich Rookie zu einer echten Marke unter jungen Eltern entwickelt. Heute besteht unser Team aus 10 Leuten, darunter 50% Marketer und zwei Mode-/Textildesigner. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich war schon immer unternehmerisch aktiv. In der Schule habe ich einen eBay Shop betrieben und nach einem Ausflug in die Corporate Welt habe ich meine erste GmbH gegründet. Für mich stand immer fest, dass ich Unternehmer sein wollte. 

Welche Vision steckt hinter Rookie?

Wir wollen eine globale „ikonische“ Brand werden, ähnlich wie Porsche. Dort sind die Produkte herausragend. Durch das Markenlogo auf dem Lenkrad wird aus dem hochwertigen Sportwagen wesentlich mehr als das reine Produkt: Nicht nur ein Auto, sondern ein Porsche. In Deutschland sind wir schon sehr weit. Unsere Babytrage wird häufig im Sprachgebrauch als „die Rookie“ bezeichnet. International haben wir aber noch viel Raum zu wachsen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Bei Gründung hatte niemand im Team auch nur den Ansatz einer Ahnung von der Entwicklung und der Produktion von Textilien und Babytragen. Wir haben täglich Lehrgeld zahlen müssen, aber eben auch gelernt. Mehrfach stand das Unternehmen kurz vor dem Scheitern:  Glücklicherweise konnten wir das Steuer immer wieder herumreißen. 

Finanziert sind wir komplett mit Eigenkapital. Gerade in den ersten Monaten haben wir stark auf Vorbestellungen gesetzt und mit dem eigenommenen Geld die Produktion finanziert. Das war häufig sehr eng kalkuliert und die Risiken waren enorm: Hätten die ersten 100 Kunden ihre Bestellungen wiederrufen, wären wir insolvent gewesen. 

Wer ist die Zielgruppe von Rookie?

Unsere Zielgruppe sind junge Eltern, die Wert auf hochwertige Produkte und Design legen. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Mantra in der Produktentwicklung ist „Create Products that parents love to use every day.“ Dies beinhaltet insbesondere Design und Funktionalität. Niemand nutzt gern Produkte, die nicht gut funktionieren. Viele Leute erfreuen sich an Schönheit. Rookie Babytragen bieten mehr als nur Funktionalität und ähneln, anderes als viele andere Babytragen auf dem Markt, keinem Trekkingrucksack. Sie haben ein cooles Design und eignen sich für Babys und Kinder mit einem Gewicht von 3,5 – 15 kg. 

Uns war wichtig, eine Babytrage zu entwickeln, die leicht ist, schnell und sehr einfach anzulegen ist und sowohl Männern als auch Frauen passt. 

Unsere Tragen wurden vom International Hip Dysplasia Institute als hüftfreundliche Babytrage zertifiziert: Das heißt, dass das Kind in ergonomisch korrekter Anhock‐Spreiz‐Position sitzt, so dass die Beinchen mindestens zu einem rechten Winkel angehockt sind.

Alle Rookies werden aus Bio‐Baumwoll‐ & Leinen‐Mischgewebe gefertigt, das für optimale Belüftung, Elastizität und Stabilität sorgt. Sie haben optimierte Schultergurte aus Yogamatten‐Material, die es ermöglichen, das Kind stundenlang bequem zu tragen. Rookie Tragen verteilen das Gewicht des Kindes optimal und tragen nicht auf, was den Vorteil hat, dass sie auch unter Jacken getragen werden können. 

Rookie, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind wir eine A-Marke für junge Eltern in den meisten Industrienationen der Welt. Wir werden außergewöhnlich schöne Produkte anbieten, die so gut funktionieren, dass Eltern sie jeden Tag lieben werden.

Konkret heißt das für uns, dass Rookie genannt wird, wenn man junge Eltern in fünf Jahren fragt: „Von welcher Marke würden Sie Produkte für ihr Baby kaufen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?“

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

So früh wie möglich in den Markt gehen und vom Feedback lernen

Klare monetäre Zielsetzung festlegen und monitoren: Kein Unternehmen wird erfolgreich, ohne Geld zu verdienen

Risiken eingehen: In Deutschland verhungert niemand, dessen Unternehmen scheitert. Es gibt ein begrenztes Verlustrisiko, aber ein unbegrenztes Gewinnrisiko.  

Wir bedanken uns bei Benjamin Berndt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Traut euch, abgelehnt zu werden

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Recruitee Recruiting Perry Oastdam CEO

Recruitee intuitives und kollaborative Recruiting Tool für Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Recruitee doch kurz unseren Lesern vor!

Perry Oostdam: Ich bin Perry Oostdam, CEO und Gründer von Recruitee, dem intuitiven und kollaborativen Recruiting-Tool für alle, die sich vorgenommen haben gemeinsam zu wachsen. Wir wollen Unternehmen jeglicher Größe dabei unterstützen, eine stärkere Zusammenarbeit bei Einstellungsprozessen zu ermöglichen und für alle Beteiligten zu einem positiven Erlebnis zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Perry Oostdam: Das ist tatsächlich aus der Notwendigkeit heraus entstanden. Damals hatte ich bereits ein anderes Unternehmen mit meinem Mitgründer Pawel Smoczyk gegründet und wir waren dabei, neue Teammitglieder zu finden und stark zu wachsen. Mit den vorhandenen Tools stießen wir dabei auf unsere Grenzen und merkten, dass es noch nichts auf dem Markt gab, das unseren Ansprüchen sowie unserem Ansatz des kollaborativen Recruitings folgte.

Welche Vision steckt hinter Recruitee?

Perry Oostdam: Wir möchten, dass Recruiting nicht mehr in Silos stattfindet, von denen ausschließlich die Personaler*innen und im besten Fall die*der Manager*in aus dem einstellenden Team etwas mitbekommen, sondern eine wirkliche Teamarbeit wird. Schließlich soll ja die Person, die eingestellt werden soll, auch wirklich in das Unternehmen passen. Dafür ist es wichtig zu verstehen, in welchem Team die*der Kandidat*in aufgenommen wird. Deshalb ist es unsere Vision, kollaboratives Recruiting zum neuen Standard zu machen, der in die Zukunft des Recruitings weist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Perry Oostdam: Wir wollten selbstbestimmt bleiben und haben deshalb den Weg des Bootstrappings gewählt. Wir hatten bereits eigene Ersparnisse, die durch die vorherige Gründung zustande kamen, und konnten unser Team so organisch wachsen lassen. ​​Die Tatsache, dass wir in der Anfangsphase des Unternehmens bootstrapped waren, bedeutete, dass die Kunden zu unseren Finanziers wurden. Es war befreiend, die volle Kontrolle über die Richtung unseres Unternehmens und die Produktentwicklung zu haben. Allerdings mussten wir das Unternehmen über den Cashflow steuern und uns darauf konzentrieren, alles wieder zu reinvestieren. Einen Echtzeit-Überblick über unsere wichtigsten Kennzahlen zu haben, um sie schnell anzupassen, war entscheidend, um das Unternehmen auf Kurs zu halten. 

Wer ist die Zielgruppe von Recruitee?

Perry Oostdam: Im Grunde alle, die auf der Suche nach guten Mitarbeitenden sind: Egal, ob das Team wachsen soll, oder eine Stelle nachbesetzt werden muss. Recruitee ist dafür da, dass die Recruiting-Prozesse transparent und möglichst inklusiv gestaltet werden können. Ob Klein- und Mittelständische Unternehmen oder große Corporates, durch unsere Funktionalitäten ist das Tool auf alle möglichen Bedürfnisse anpassbar und kann sogar durch die API-Schnittstelle in bestehende Systeme integriert werden. 

Wie funktioniert Recruitee? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Perry Oostdam: Mit unserer intuitiven und einfach zu bedienenden Oberfläche können Personaler*innen den gesamten Einstellungsprozess abbilden und jederzeit Personen im Unternehmen einbinden, die in den einzelnen Schritten benötigt werden. Die individualisierbaren Dashboards ermöglichen es, dass alle wichtigen Informationen einem Ort gebündelt sind und das involvierte Team die für sie relevanten Informationen einsehen können.

Auch Prozessautomatisierungen sind möglich, wie etwa eine Terminvergabe für ein Bewerbungsgespräch (auf Grundlage der freien Kapazitäten des Teams) sowie der E-Mailversand von Zu- und Absagen beim Erfüllen bestimmter Bedingungen. Das macht es leichter und übersichtlicher für alle Personaler*innen, den Überblick zu behalten. 

Wie ist das Feedback?

Perry Oostdam: Ich denke, die Zahlen sprechen für sich: Wir sind aktuell das am schnellsten wachsende Tech-Startup in den Niederlanden, doch damit geben wir uns natürlich nicht zufrieden. Unsere Kunden sind froh, dass sie ihre Prozesse im Recruiting endlich in einem Tool abbilden können, anstatt ständig zwischen Programmen, wie etwa dem Mail-Programm, einem Projektmanagement-Tool und einem CMS zu wechseln. Die Koordination, um kollaboratives Recruiting möglich zu machen, ist dadurch viel zeiteffizienter geworden, Personaler*innen können sich also auf das Wesentliche konzentrieren – nämlich die*den Kandidat*in auf menschlicher Ebene zu begegnen und ihre einstellenden Teams zu involvieren.

Recruitee, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Perry Oostdam: Als produkt- und kundenorientiertes Unternehmen hoffen wir, unsere Werte stets in den Produkten, die wir anbieten, und den Menschen, die wir betreuen, zum Ausdruck zu bringen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Nummer 1 unter den HR-Tech-Marken in Europa werden, die für die besten Tools bekannt ist, mit denen Teams kollaborativ rekrutieren und wachsen können. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unser Produktangebot weiter ausbauen und HR-Teams mit noch mehr Tools unterstützen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Holt euch frühzeitig einen Mentor: Wenn ihr euch schon in der Anfangsphase einen Mentor sucht, könnt ihr sicher sein, dass ihr bei der Gründung eures Unternehmens keine wichtigen Schritte verpasst.

Versucht nicht, es allen recht zu machen: Die Rolle des Gründers bringt eine Menge Verantwortung und Meinungen darüber mit sich, was der richtige Weg vorwärts ist. Scheut euch nicht, das Heft in die Hand zu nehmen und das Unternehmen in eine Richtung zu lenken, die eurer Vision treu bleibt und mit euren Unternehmenszielen übereinstimmt.

Traut euch, abgelehnt zu werden: Viele „Neins“ können zu einem „Ja“ führen, und das ist alles, was ihr braucht, um loszulegen. Denkt daran: Wenn Ihr abgelehnt werdet, bittet um Klarstellung und Feedback. Das wird euch helfen, euer Konzept zu verfeinern.

Wir bedanken uns bei Perry Oostdam für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Werbung, ja bitte?

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Kleverscreen

Kleverscreen nimmt Kampf gegen Werbemüll auf

Stellen Sie sich und das Startup Kleverscreen doch kurz unseren Lesern vor!

Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, was für eine unglaubliche Ressourcenverschwendung die Produktion von Werbemüll darstellt. Jedes Jahr landen tausende Tonnen unadressierter Werbung ungelesen im Müll. Gleichzeitig verteilen die meisten Hausverwaltungen und Eigentümer Ihre Hausaushänge noch immer in Papierform. 

Kleverscreen löst genau diese beiden Probleme. Wir bieten allen Eigentümern und Hauverwaltungen ein kostenloses, digitales schwarzes Brett für jeden Hausaufgang an. Über unsere Onlineplattform kann die Verwaltung alle wichtigen Informationen mit wenigen Klicks mit den Nutzern der Gebäude teilen. Zusätzlich liefert jeder Screen nützliche Informationen, wie beispielsweise die Abfahrtzeiten von Bus & Bahn oder eine aktuelle Wettervorhersage. Gleichzeitig stellt Kleverscreen eine Plattform für digitale Werbung in den Hausaufgängen bereit. So bieten wir allen Werbetreibenden die Möglichkeit, hochwertige und zielgruppenspezifische Werbung zu schalten, ohne dabei die Umwelt durch die Produktion und Verteilung von Werbemüll zu zerstören. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nachdem wir auf das Werbemüllproblem aufmerksam geworden sind, haben sich uns die unglaublichen Auswirkungen erst nach und nach offenbart. Wir sind der Auffassung, dass Innovationen immer der bessere Weg zum Schutz unserer Umwelt sind als Verbote. Es war uns wichtig, einen Teil zur Lösung des Problems beizutragen.

Da wir beide bereits seit unserer Jugend einige Erfahrungen in der Selbstständigkeit gesammelt haben und darüber hinaus in der Immobilienwirtschaft zu Hause sind, war uns sofort klar, dass wir hier nicht länger zögern dürfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung aus unserer Sicht war es, die Vorstellung von der Optik und der Funktionsweise unserer Softwarelösungen, die sich bislang ja nur in unseren Köpfen befand, so umzusetzen, dass das Ergebnis genau dem entspricht, was wir für perfekt halten. Gerade in der Zusammenarbeit mit externen Programmierern und Designern bedeutete dies oftmals unzählige Anpassungen und viel Detailarbeit, bis das Resultat uns überzeugen konnte. 

Jeder Kleverscreen wird ausschließlich über die Einnahmen durch unsere Werbepartner finanziert. Die Werbetreibenden können je nach Bedarf auf einzelnen Screens oder auch in vielen Aufgängen unsere Möglichkeiten der digitalen Werbung nutzen. Trotz der hohen Sichtbarkeit und der vielen Möglichkeiten (hochwertige Bilder, Videos, Gifs usw.) orientieren sich die Preise dabei an den Kosten der Printwerbung. So soll der Umstieg auf die nachhaltige Digitalwerbung für die Unternehmen besonders attraktiv sein.

In der derzeitigen Phase stammen die Gelder für die Investitionskosten aus unseren Eigenmitteln. In Anbetracht der geplanten Wachstumsphase in den kommenden Jahren sind wir bereits mit potenziellen Investoren im Gespräch. 

Wer ist die Zielgruppe von Kleverscreen?

Unsere Zielgruppen sind zum einen alle Hausverwaltungen, Immobilienbestandshalter und Assetmanager. Egal ob Gewerbeobjekte oder Wohnhäuser: Jedes Unternehmen und jeder private Immobilieneigentümer ist darauf angewiesen, in irgendeiner Form mit den Nutzern seiner Objekte zu kommunizieren. Hier schaffen wir einen erheblichen Mehrwert.

Zum anderen sind unsere Zielgruppe alle Unternehmen, die auf eine kundennahe Werbung in den Hausaufgängen angewiesen sind. Das fängt bei dem Café oder dem Restaurant von nebenan an und beinhaltet letztendlich den gesamten stationären Handels- und Dienstleistungssektor. 

Wie funktioniert Kleverscreen?

Kleverscreen basiert auf einem eigens programmierten Onlinetool, welches es ohne die zusätzliche Installation einer Software ermöglicht, von überall auf der Welt Informationen zwischen den Nutzern eines Gebäudes und der Verwaltung auszutauschen. Gleichzeitig dient ein Teil jedes Kleverscreens als Werbefläche.

Darüber hinaus hat Kleverscreen auch noch einige Features für die Bewohner an Bord: Eine Live-Anzeige für die Abfahrten von Bus und Bahn, eine Wettervorhersage, einen Community-Chat, einen Newsfeed und die Möglichkeit bestimmte Serviceleistungen, wie zum Beispiel die Hausreinigung, zu bewerten. Besonders hervorzuheben ist auch die Mehrsprachigkeit: Um jedem Bewohner Zugang zu den wichtigen Informationen bieten zu können, stellt Kleverscreen die Daten auf Wunsch der Hausverwaltung in beliebig vielen Sprachen bereit. 

Wo liegen die Vorteile? 

Ein wichtiger Vorteil liegt in der Vermeidung des Werbemülls. Über 90% der unadressierten Werbung landet ungelesen im Müll, obwohl für deren Produktion und Verteilung jede Menge Ressourcen verbraucht werden. Insbesondere für die lokalen Unternehmen stellt die Werbepost jedoch ein wichtiges Marketinginstrument dar. Während die Online-Riesen ihre potenziellen Kunden einfach mit Werbung via Facebook, Google und Instagram oder mit TV-Werbung über neue Angebote informieren können, ist die kundenahe Printwerbung für die kleineren Geschäfte unerlässlich. Kleverscreen bietet eine Möglichkeit nachhaltig zu handeln, ohne auf diese Werbemöglichkeit zu verzichten.

Aus eigener Erfahrung wissen wir außerdem, dass das Verteilen von Hausaushängen noch immer in Handarbeit erfolgt. Das bedeutet auch, dass sich, beispielsweise bei einer Veränderung des Ansprechpartners, die Mitarbeitenden ins Auto setzen und jedes einzelne Haus anfahren müssen. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit und vor allem CO2. Kleverscreen ermöglich eine kinderleichte und umweltschonende Kommunikation zwischen den Hausverwaltungen und den Nutzern und bietet dank der zusätzlichen Tools darüber hinaus einiges an Mehrwert. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit Kleverscreen sind wir weltweit der erste Anbieter, der allen Eigentümern und Hausverwaltungen ein völlig kostenloses schwarzes Brett anbietet. Weder den Eigentümern noch den Nutzern der Gebäude entstehen Kosten. Zudem bieten wir als erstes Proptech Startup eine Lösung für das Werbemüllproblem. 

Kleverscreen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nachdem wir noch in diesem Jahr unsere finale Testphase in den ersten Hausaufgängen beendet haben, werden wir in den kommenden Jahren mit der großflächigen Digitalisierung der Hausaufgänge beginnen. In fünf Jahren wird Kleverscreen die Umweltbelastung durch die Produktion und die Verteilung von Werbemüll massiv reduziert haben. Da das Problem neben Deutschland auch viele andere Länder betrifft, planen wir außerdem eine Ausweitung innerhalb des europäischen Marktes. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Kenne Deine Stärken und nutze sie! 

Kenne Deine Schwächen und suche Dir dort Unterstützung, wo andere besser sind als Du!

Fang einfach an!

Wir bedanken uns bei Darwn und Peter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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