Samstag, Februar 7, 2026
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Markenaufbau dauert Jahre und kostet extrem viel Geld

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neoh snack riegel

NEOH Snack Riegel: Voller Geschmack ohne Auswirkung auf den Blutzucker

Stellen Sie sich und das Startup NEOH doch kurz unseren Lesern vor!

NEOH will das Naschregal für immer verändern. Wir haben nicht nur den zugesetzten Zucker ersetzt, sondern haben auch die restlichen Rohstoffe, die im Blut schnell als Glucose auftauchen, auf ein Minimum reduziert. Damit hat unsere geheime Formel kaum Auswirkung auf den Blutzucker und ist somit absolut einzigartig. Zusätzlich schmeckt NEOH wie die üblichen sündigen Produkte. Selbst Sensoriker erkennen kaum einen geschmacklichen Unterschied, was die Formel zur aktuell innovativsten am Markt macht.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Es gab eine große Lücke und ein großes Bedürfnis. Coke Zero gibt es seit Jahrzehnten, uns hat die Frage nicht losgelassen, warum das nicht auch bei Schokoladenprodukten möglich ist. Am Ende war es ein irrsinnig komplexes Problem, hat bis heute elf Jahre intensive Forschung benötigt. Das Ergebnis gibt uns Recht: Die Kunden lieben unsere Produkte, was eine tolle Bestätigung ist.

Welche Vision steckt hinter NEOH?

Wir wollen die Kategorie Naschen neu denken. Voller Geschmack braucht keinen Zucker. In 30 Jahren wird das Naschregal anders aussehen. Wir wollen hier eine absolute Vorreiterrolle einnehmen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Man muss in jedem Bereich disruptiv denken. Nicht nur beim Produkt, sondern beim Marketing, im Vertrieb, bei der Finanzierung, Logistik … einfach alles. Deshalb ist die größte Herausforderung diese Disruptivität überall hinzubekommen, und das ohne große finanzielle Mittel. Finanziert haben wir uns immer wieder durch viele Kleininvestoren, und mittlerweile auch ein paar Große.

Sie waren 2018 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen, wie ging es nach dem Investment von Heinrich Prokop weiter? 

Wir konnten eine solide Produktion sicherstellen, und fingen dann an über unsere erste Lebensmitteleinzelhandelslistung das Produkt österreichweit zu vertreiben. Das Produkt hat auf Anhieb sehr gut funktioniert. 

Welche Ziele konnten seither realisiert werden?

Wir sind permanent Bestseller auf Amazon.de und die Absatzzahlen sind ähnlich denen der Branchengrößen bei Spar im Segment Einzelriegel. Zudem haben wir eine flächendeckende Listung in Deutschland erreicht und dort auch die zwei wichtigsten Awards errungen, trotz harter Konkurrenz. Der Healthy Living Award 2021 vom Dolde Verlag und der MEN’S HEALTH Good Food Award 2020 gingen an NEOH.

Was ist das Besondere an den Riegeln?

Voller Geschmack ohne Auswirkung auf den Blutzucker.

Wieviele Sorten gibt es schon und wo kann man Sie kaufen?

3 Sorten sind schon erfolgreich: Schokolade, Himbeere und Cocos. Bald sollen weitere Produkte kommen. Aktuell kann man die Riegel österreichweit bei Spar kaufen. Auch in Deutschland sind wir flächendeckend verfügbar bei Rewe, Kaufland, Müller und auch bereits vielen Tankstellen und Snackshops.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben ein tolles Produkt, wir wissen aber: Viele Menschen können sich den Mix aus guten Eigenschaften und vollem Geschmack rein von der Werbung allein noch gar nicht vorstellen. Hier gibt es noch viel Aufklärungsarbeit in Deutschland und Österreich zu leisten, und das soll sich natürlich in signifikant höheren Verkaufszahlen spiegeln.  

Parallel wollen wir auch Märkte wie UK angehen, wo die Politik den Markt für uns perfekt vorbereitet hat – mit wichtigen Maßnahmen, die die Konsumenten schon sensibilisiert haben, wie einer Zuckersteuer zum Beispiel.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.     Wenn du glaubst, es wird einfach, lass es lieber.

2.     Es werden unglaublich schwere Knoten aus einem Gewirr von Hindernissen entstehen. Die wird niemand anderes auflösen können als du mit deinem Team.

3.     Markenaufbau dauert Jahre und kostet extrem viel Geld. Markenaufbau ist aber der einzige langfristige Schutz vor Kopien und um stabile Umsätze aufzustellen. Also schütze deine Idee und mach dich gedanklich auf einen Marathonlauf gefasst.

Foto: v.l.n.r.: Adel Hafizovic, Manuel Zeller, Patrick Kolomaznik, Alexander Gänsdorfer Fotorechte: © NEOH

Wir bedanken uns bei Manuel Zeller und Alexander Gänsdorfer für das Interview.

Aussagen des Autors und der Interviewpartner geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sich auch mal aus der Vogelperspektive betrachten

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Milko Grieger WAVEWINDER permanente Beach Waves Höhle der Löwen

Milko Grieger Gründer von WAVEWINDER, für permanente Beach Waves, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup WAVEWINDER doch kurz vor!

WOOW2 HAIR INNOVATIONS e.K. Milko Grieger, ist eine zeitlose Hair & Beauty Company. Wir stehen für professionelle Entwicklung, Produktion und Vertrieb von innovativen und einzigartigen friseurexklusiven Produkten. Die zuletzt entwickelte Weltneuheit, der WAVEWINDER ist ein revolutionäres Produkt, welches deinem Haar eine natürliche Wellentextur verleiht.

Wie ist die Idee zu WAVEWINDER entstanden?

Inspiriert von den täglichen Erfahrungen und Anforderungen im In- und Ausland startete ich im Sommer 2011 in meinem Keller einen Versuch. Ich wollte genau diesem immer wieder kehrenden Bedürfnis nach der natürlichen und perfekten Welle mit nur einem Tool nachkommen. Dabei sollten drei wichtige Aspekte dieses Tool und sein Endergebnis auszeichnen: Leichtigkeit, Natürlichkeit und Perfektion. Ich nahm einen Übungskopf mit langen Haaren und präparierte das Haar circa drei Stunden mit diversen Tools, doch egal, wie ich es anstellte, es gelang mit einfach nicht die Welle so hinzubekommen, dass sie meinen Anforderungen entsprach. Erst nach circa vier bis fünf Stunden aufwendiger Arbeit gelangte ich zu einem Ergebnis, welches mich einigermaßen zufrieden stelle. Für einen späteren Vergleich hielt ich dieses mit einem Foto fest.

DIE WELLE – EIN GROSSES  S

Jede freie Minute starrte ich auf dieses eine Foto und überlegte wochenlang ununterbrochen, wie ich zu einem noch besseren und vor allem schnelleren Weg kommen konnte, um zukünftig an mein Ziel zu gelangen. Und plötzlich war sie da – diese eine Situation, die alles ändern sollte. Ich fuhr nach einem Termin aus Köln über die Autobahn nach Hause. Es war schon dunkel und kaum ein Auto war auf den Straßen zu sehen. Im Radio spielte leise beruhigende Musik und ich schloss meine linke Hand zu einer Faust zusammen.

Plötzlich sah ich ein Bild von einem großen S vor meinen Augen und wie aus dem Nichts brannte sich förmlich ein Satz in meinen Kopf: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

DIE GEBURT DES WAVEWINDER

Sofort begann ich, meine im Kopf entstandene Vorstellung auf Papier zu bringen. Die gesamte Nacht machte ich mir Skizzen und Überlegungen, wie ich ein Produkt entwickeln konnte, welches meinen Vorstellungen gerecht werden würde. Am nächsten Morgen fuhr ich zu einem Baumarkt und besorgte mir die benötigten Materialien, um einen ersten Prototypen zu bauen. Diese bestanden aus einer Gussstange, zwei gebogenen S-Platten und vielen Schrauben. – Es musste ein Prototyp entstehen, der einem Glätteisen ähneln sollte.

Schnell merkte ich jedoch, dass sich Skizze und Realität gerne einmal im Konflikt wiederfanden. Meine Skizzen schienen schwer umsetzbar und warfen lauter Probleme auf, über die ich mir zu Anfang keinerlei Gedanken gemacht hatte. Jedoch ließ ich mich nicht entmutigen und so entstand nach vielen Stunden harter Arbeit endlich mein erster Prototyp – getreu meiner Skizzen. Aber das Leben eines Erfinders holte mich schnell ein: Erneut stand ich vor neuen Herausforderungen, Fragen und ersten großen Zweifeln. War ich noch bei Sinnen?

Wie bekam ich den Prototypen jetzt erhitzt?

Und wie bekam ich meinen Entwurf an das Haar des Übungskopfes ohne mich dabei selbst zu verbrennen? Fragen über Fragen warfen sich auf und alle wollten beantwortet werden… Doch Aufgeben war noch nie eine Option. Gestärkt durch meinen Willen und dem Wissen, diese einmalige Chance nicht verstreichen lassen zu wollen, machte ich mich also an die Lösung.


Ich ging in die Küche, heizte den Backofen vor und legte den Prototypen für zwanzig Minuten hinein. Im Anschluss zog ich mir die vorbereiteten Topfhandschuhe an und lief damit zum Übungskopf. Ganz getreu dem Motto: Safety first! Ich legte die Haare vom Übungskopf in die Form und drückte diese mit der anderen Hand für zehn Sekunden zusammen. Es entstand genau das Ergebnis, was ich wollte. Ein perfektes Ergebnis, binnen kürzester Zeit.

REVOLUTION DER KLASSICHEN DAUERWELLE

Ein entscheidender Schritt war gemacht! Ab diesem Zeitpunkt begann ein siebenjähriger Optimierungsprozess, voller Arbeit, Höhen und Tiefen. Jeder, der schon einmal was entworfen hat, weiß wovon ich rede. Und manchmal fragte ich mich, ob es Daniel Düsentrieb wohl auch hin und wieder so ergangen war – aber eins hatte er auch schon zu Kindeszeiten gelehrt: Niemals aufgeben!​ Und dann war es endlich soweit: Nach vier Jahren der Tool- und zwei Jahren der Prozessentwicklung hatten wir es geschafft und ein perfektes Ergebnis mit optimaler Handhabung entwickelt:

EIN HOCH PROFESSIONELLES PRODUKT – DER WAVEWINDER!


EINE DAUERHAFTE ODER EINMALIGE HAARUMFORMUNG EINFACH UND SCHNELL UMSETZBAR! DIE KLASSISCHE DAUERWELLE REVOLUTIONIERT!

Der Kunde hat somit die Möglichkeit aus zwei Optionen zu wählen: Die dauerhafte oder die einmalige Welle im Haar. Ein revolutionärer und zeitloser Effekt, welcher individuell auf jeden Menschen und Haartyp (!) angepasst werden kann: DER WAVEWINDER, STYLING OR PERMANENT – YOUR CHOICE

Welche Vision steckt hinter WAVEWINDER?

Ich möchte meiner Branche ein Tool bereitstellen, um ihnen eine zeitgemäße dauerhafte Umformung der Haare zu ermöglichen. Für jeden Friseur Kollegen/innen einfach in der Handhabung, um eine natürliche Welle zu kreieren und damit den Kunden ein zufriedenes und begeistertes Lächeln ins Gesicht zaubern zu können.

Wer ist die Zielgruppe von WAVEWINDER?

Ich möchte alle Personen, die sich natürlich gewelltes Volumen im Haar wünschen mit dem WAVEWINDER erreichen und dabei spielt weder das Alter noch das Geschlecht eine Rolle.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?


Ich wurde angerufen und gefragt, ob ich mich für „Die Höhle der Löwen” bewerben möchte.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich habe bereits bestehende Präsentationen an die Sendung angepasst, diese habe ich dann frei und natürlich vorgetragen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ich habe mich sehr geehrt gefühlt eine Chance zu bekommen mein Produkt vorstellen zu dürfen um meine Passion mit allen Teilen zu können.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf WAVEWINDER aufmerksam werden?

Ein sehr wichtiger Schritt, vor allem auch für mich um zu sehen wie mein Produkt ankommt. Auch das Feedback der Löwen ist sehr wertvoll. Ich freue mich auf alles was auf mich zukommen wird.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Frau Judith Williams, sie war leider an dem Aufzeichnungsdatum verhindert.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aufbau von Vertrieb und Marketing, ich möchte das so viele Menschen wie möglich von meinem Produkt erfahren und auch damit erfolgreich arbeiten. Ich hoffe in den folgenden Jahren das Unternehmen erfolgreich in dem Markt zu etablieren, um weitere neuartige Innovationen zu entwickeln (es gibt noch viel zu tun in der Branche)

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es gibt sehr viele Tipps für Gründer. Im Endeffekt muss jeder für sich seinen Weg finden. Es gibt aber  denke ich ein paar Grundtipps die für allen Startup Unternehmern gleich sind:

Niemals aufgeben, trotz Rückschlägen.
Sich selbst immer treu bleiben.
Sich auch mal aus der Vogelperspektive betrachten.

Milko Grieger aus Königswinter präsentiert mit Wavewinder ein Tool für permanente Beach Waves. Investorin Dagmar Wöhrl schaut ganz genau hin. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie WAVEWINDER am 31. Mai 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Milko Grieger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Groß denken

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Lambus All-In-One Reiseplattform Höhle der Löwen

Anja Niehoff und Hans Knöchel Gründer von Lambus, All-In-One Reiseplattform, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Lambus doch kurz vor!

Lambus ist eine All-In-One Reiseplattform, in der alle Aspekte der Reise abgebildet werden können: Von der Inspiration über Planung und Buchung, bis hin zur Abrechnung der Reise! Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die sehr fragmentierte Reiseplanung zu vereinfachen und an einen zentralen Ort zu bringen. Damit man nicht mehr zehn Apps benötigt, sondern nur eine: Lambus!

Wie ist die Idee zu Lambus entstanden?

Die Idee zu Lambus ist unserem Gründer Hans während seiner Zeit im Silicon Valley gekommen, wo er nach dem Studium als Software-Entwickler gearbeitet hat. Während der Reisen durch den Yosemite Park oder Lake Tahoe war die Reise an sich immer super, aber die Reiseplanung war der Horror: Wer hat was gebucht? Wo ist die nächste Unterkunft? Wer bekommt noch wie viel Geld? Absolut nervenaufreibend. Da dachte sich Hans, er baut einfach selbst eine App, in der die gesamte Reise abgebildet werden kann. Als es zurück nach Deutschland ging, hatte er bereits den ersten Prototypen im Gepäck. Zusammen mit seinem Gründerteam hat Hans aus der Idee eine Plattform erschaffen, die inzwischen in über 140 Ländern genutzt wird.

Welche Vision steckt hinter Lambus?

Wir möchten mit Lambus die Art, wie Reisen geplant werden, grundlegend verändern. Gerade im asiatischen Markt sind sog. „Superapps“, also Apps, die ganze Kategorien abdecken, schon lange kein Geheimnis mehr. Dieses Modell auch auf den Travelmarkt zu adaptieren, das haben wir uns zur Aufgabe gemacht!

Wer ist die Zielgruppe von Lambus?

Unsere Kernzielgruppe sind Reisende zwischen 18-40 Jahre, also Digital Natives. Jedoch erreichen uns erfreulicherweise auch immer mehr Anfragen von jüngeren oder älteren Zielgruppen, nicht selten Ü60, die Lambus z.B. für ihre Fahrradtouren oder Familienausflüge nutzen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Das Format „Die Höhle der Löwen“ ist Deutschlandweit bekannt als Sprungbrett für innovative Ideen. Die Chance zu haben, vor erstklassigen Investoren unsere Idee vorstellen zu dürfen, ist daher absolut schätzenswert und gleichzeitig eine Möglichkeit, strategische Partner zu finden, um Lambus auf die nächste Stufe zu bringen!

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Da gab es mehrere Steps: Zunächst haben wir noch einmal einige Staffeln Die Höhle der Löwen geschaut und uns fleißig Notizen zu den Fragen, Kritikpunkten und Themenbereichen gemacht. Gleichzeitig haben wir an unserem Pitch gefeilt und zusammen mit der Produktion ein ansprechendes Bühnenbild zusammengestellt. Das Moped und die Weltkarte haben wir z.B. auch selbst mitgebracht! Abschließend haben wir noch eine App-Demo vorbereitet, die wir live vorführen konnten. Wir hätten vermutlich auch ein voraufgezeichnetes Video nehmen können, aber wir sagen uns immer, dass wenn eine Live-Demo nicht richtig funktioniert, ist das Produkt noch nicht gut genug. Damit haben wir uns allerdings auch ein gewisses Maß an Druck auferlegt!

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es ist eine einmalige Chance, vor diesem Line-Up an Investoren präsentieren zu dürfen. Und gleichzeitig gibt es uns natürlich auch die Chance, unser Produkt einer breiten Masse an Zuschauern zu zeigen. Das alles zu leisten, ist nicht gerade entspannt. Aber ja, definitiv sehr sehr motivierend, da es Lambus auf die eine oder andere Weise stark beeinflussen wird!

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Lambus aufmerksam werden?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Natürlich ist es eine riesige Chance, so viel Medienaufmerksamkeit zu bekommen. Aber es gibt auch viele Stolpersteine, z.B. wenn unsere Webseite während der Ausstrahlung zusammenbricht oder die Löwen uns sozusagen zerreißen! Dennoch überwiegen die Chancen klar die Risiken, daher sind wir mehr als dankbar für diese Gelegenheit!

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Als Digitalunternehmen fallen manche Löwen natürlich rein thematisch schon heraus, da sie einfach einen anderen Schwerpunkt haben. Unser Fokus lag daher eher auf Herrn Maschmeyer, Herrn Glagau und Frau Wöhrl, da sie entweder einen starken Investmentfokus auf Software haben, oder sie das Thema Reisen bereits beruflich oder privat beschäftigt. 

Lambus, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Schwierig zu sagen. Bei schnell-wachsenden Technologieunternehmen kann es immer schnell in alle möglichen Richtungen gehen. Wenn wir aber halbwegs optimistisch in die Zukunft sehen – und unsere Zahlen bestätigen das aktuell – dann wird Lambus in fünf Jahren DER Begleiter vor, während und nach jeder Reise sein – und das nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Fokus: Gerade in der frühen Phase einen starken Fokus auf das Produkt legen, denn ohne ein gutes Produkt kann man noch so gut im Vertrieb sein – am Ende siegt gute Qualität.
2. Monetarisierung: Zwar ist es schön, ein gutes Produkt zu haben, aber man sollte sich früh genug Gedanken machen, wie damit perspektivisch auch Geld verdient werden kann, um den oft zitierten „Hebel“ zu erreichen, den alle Gründer und Investoren anstreben.
3. Groß denken: Es klingt wie eine Floskel und trifft sicherlich nicht auf alle Geschäftsmodelle zu, aber sich später leicht bremsen zu lassen, ist immer noch besser als niemals Fahrt aufnehmen zu können.

Anja Niehoff und Hans Knöchel präsentieren mit Lambus die All-in-one Reiseplattform. Sie erhoffen sich ein Investment von 500.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Lambus am 31. Mai 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Anja Niehoff und Hans Knöchel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ausprobieren, Networken und Dranbleiben!

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redo footwear nachhaltige sneaker surfen

redo footwear: Nachhaltige Sneaker produziert in Portugal

Stellen Sie sich und das Startup redo footwear doch kurz unseren Lesern vor!

redo_footwear ist ein Kunstprojekt. Klar, wir verkaufen nachhaltige Sneaker aus Portugal. Beim genaueren Hinsehen sind wir aber noch viel mehr. Wir geben Künstlern und Athleten eine Plattform sich zu zeigen. Dabei verweisen wir indirekt kritisch auf Themen unserer Gesellschaft. Diese sind u.a. Nachhaltigkeit, Ungleichheit, Frauen im Sport, etc…

Ach und kurz zu mir selbst. Ich habe einige Jahre für verschiedene Marken gearbeitet. Dabei hat mir das konzeptionelle Arbeiten am meisten Spaß gemacht und das habe ich natürlich versucht bei redo umzusetzen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee etwas Eigenes zu machen, hatte ich schon lange im Hinterkopf. Gehindert hat mich letzten Endes immer das Thema Sicherheit. 2020 hatte ich dann die Chance es zu probieren. Et voila!

Welche Vision steckt hinter redo footwear?

Die Idee ist Geschichten zu erzählen. So verknüpft unser Konzept Personen, ihren Werdegang, damit verbundene Herausforderungen und letztendlich ihre Passion mit dem Produkt. Klingt abstrakt, aber es macht Sinn, wenn man sich die Kollaboration mit Joana ansieht. Das Thema surfen ist der rote Faden. Surfer sind naturverbunden, setzen sich und ihre Gesundheit den Elementen aus, müssen die Natur aber auch schützen, um ihre Leidenschaft zu erhalten.

So macht das Thema Nachhaltigkeit Sinn. Designelemente eines Surfboards finden sich im Produkt wieder. Und Joanas Geschichte wird in „dont forget to go home erzählt“.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Größte Herausforderung war und ist natürlich die COVID-Situation. Wir mussten das gesamte Projekt online planen, absprechen und realisieren. Das funktioniert in vielen Situationen, aber gerade wenn es um die Schuhe geht, hätten regelmäßige Aufenthalte in Portugal viel Zeit und Energie gespart. Unsere Finanzierung läuft im ersten Schritt über eine Crowdfunding Kampagne auf kickstarter. Die weiteren Schritte ergeben sich dann von selbst.

Wer ist die Zielgruppe von redo footwear?

Alle, die vom Surfen begeistert sind und Wert auf die Themen Nachhaltigkeit und Sneaker Trends legen.

Was ist das Besondere an den Sneakern? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alle unsere Modelle oder Farbwege werden in Zusammenarbeit mit Künstlern und Athleten gestaltet. Diese profitieren direkt von den Verkäufen. Sei es finanziell oder durch Publicity.

Bei den Schuhen selbst haben wir natürlich großen Wert auf den Komfort gelegt. Das Thema Nachhaltigkeit kann man heute nicht vernachlässigen. Gerade da ist ja der Produktionsstandort Portugal unser wichtigstes Argument. Schließlich garantieren wir so faire Arbeitsbedingungen und einen geringen corbon footprint.

redo footwear, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Weitere Modelle, interessante Projekte mit Athleten und Künstlern. Evtl. eine nachhaltige Bekleidungslinie. Wir müssen sehen, wie wir starten und dann Schritt für Schritt unseren Weg gehen. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns selbst treu bleiben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ausprobieren! Networken! Dranbleiben!

Wir bedanken uns bei Sebastian Riedel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: redo footwear

Kontakt:

redo footwear
Zietenring 6
D-65195 Wiesbaden

riedomat@gmx.de
Ansprechpartner: Sebastian Riedel

Social Media:
Instagram
Facebook

Authentizität, Glaubwürdigkeit und Emotionen

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Hermina Deiana: Salsa Paradiso Tomatensaucen aus frisch geernteten Roma-Tomaten

Hermina Deiana: Salsa Paradiso Tomatensaucen aus frisch geernteten Roma-Tomaten

Stellen Sie sich und ihr Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Hermina und ich produziere in Italien Tomatensaucen aus frisch geernteten Roma-Tomaten. Geboren bin ich in Zagreb in Kroatien und lebe seit meinem 5. Lebensjahr in Deutschland. Viele fragen sich wie eine gebürtige Kroatin auf die Idee kommt in Italien Tomatensaucen herzustellen. 

Ich habe italienisch studiert, habe dadurch sehr viel Zeit in Italien verbracht, mich in das Land, die Menschen, die Kultur und Traditionen und  natürlich die italienische Küche verliebt. In Neapel habe ich mit 19 Jahren zum ersten Mal bei der Familie meines Freundes die hausgemachte Tomatensauce probiert und war begeistert. Die Tanten erklärten mir, dass sie so köstlich schmeckte, weil sie nur im August aus frisch geernteten Flaschentomaten als Vorrat für das ganze Jahr eingekocht wurde. Klar, wann schmecken Früchte am besten? Wenn sie reif, zur richtigen Saison geerntet werden. Das Einkochen konserviert dieses wunderbare Aroma. 30 Jahre später entstand daraus meine Geschäftsidee.

Jedes Jahr im August bin ich bei der Roma-Tomatenernte auf den Feldern italienischer Landwirte dabei. Binnen 24 Stunden werden die frischen Tomaten zu meinen zwei Tomatensaucen Salsa Paradiso Mild und Pikant eingekocht, natürlich frei von künstlichen Zusätzen und Konservierungsstoffen. Somit habe ich nur 7-10 Tage im Jahr Produktion. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich war schon seit meiner Kindheit ein Foodlover und seit meiner Jugend begeisterte Hobbyköchin. Gutes Essen hatte bei meiner Familie immer einen hohen Stellenwert und Italienbegeistert war ich durch mein Studium ebenfalls. Der Gedanke ein Foodprodukt zu entwickeln schlummerte wohl in mir. Als ich ein Marketing-Projekt für einen Supermarkt realisierte, entwickelte sich der Gedanke zum Wunsch. Ich habe mich gefragt, welches Produkt ich vermisse. Es war die Tomatensauce aus Neapel. Sie wäre für mich nicht nur die pure Gaumenfreude, sondern auch die Rettung im stressigen Alltag, da man mit einer guten Tomatensauce viel mehr als Pasta und Pizza zubereiten kann. Ich sprach mit dem Marktleiter und bekam eine Chance, die ich sofort ergriffen habe.

Was war bei der Gründung die größte Herausforderung?

Ich musste einen Produzenten in Italien finden, mit dem ich meine Idee umsetzen konnte. Zum einen sollten meine Tomatensaucen nach traditioneller Manier aus frisch geernteten Tomaten gekocht werden, so wie es die Tanten in Neapel erzählt hatten. Zum anderen musste das Unternehmen nach allen gesetzlichen und hygienischen Vorgaben zur Lebensmittelherstellung zertifiziert sein und als drittes musste es Kapazität haben in Zukunft auch große Mengen zu produzieren. Das finanzielle Risiko war auch nicht zu unterschätzen, denn die Mindestproduktionsmenge lag bei 10.000 Gläsern je Sorte und ich habe meine Ersparnisse investiert. Letztendlich musste auch die Chemie zwischen dem Produzenten und mir passen, denn ich plante eine langfristige Zusammenarbeit. Bei einem passte alles und passt auch immer noch. Somit habe ich mich richtig entschieden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Oh ja, denn es ist nie alles perfekt und kommt doch häufig anders, als man es geplant oder gewünscht hat. Ich war besessen von meiner Idee und habe einfach losgelegt mit zunächst nur einem Supermarkt. Im ersten Schritt bin ich über den Handel gegangen und es lief zunächst super. Doch beim nächsten, größeren Schritt, der Listung bei einer Handelszentrale, kam ich finanziell an meine Grenzen. Mir fehlte das Kapital für die notwendigen Marketingmaßnahmen. Das hatte ich unterschätzt. Zunächst dachte ich, ich sei gescheitert und stand kurz vor dem Aufgeben. Doch ich konnte es einfach nicht, dazu liebe ich mein Projekt zu sehr.

Nach einer Pause habe ich einen  neuen Anlauf gewagt, dieses Mal mit einem Online Shop. Egal wie gut man sich vorbereitet, man muss bereit sein jeden Tag zu lernen, denn man betritt ja in der Regel beim Gründen neues Terrain, stößt auf Hindernisse und braucht Lösungen für Probleme, die auftreten. Das gehört alles zum Unternehmertum dazu.  

Welche Vision steckt hinter Hermina Deiana?

Ich habe mich für Tomatensauce entschieden, weil es ein weltweit bekanntes und verwendetes Produkt ist. Das hat Vor- und Nachteile. Investoren finden Tomatensauce zunächst unspektakulär, weil es keine Innovation zu sein scheint. Auch wird Tomatensauce in vielen Ländern nur als Pasta- oder Pizzasauce eingeordnet, nicht als das was sie tatsächlich ist, nämlich eine Allroundsauce. Ihren Ursprung hat sie zwar in Italien, doch ich habe indische, südamerikanische und asiatische Freunde, die Salsa Paradiso für ihre landestypischen Rezepte verwenden. Auch sind die vielen wunderbaren Kombinationen mit Gemüse, Fleisch, Fisch und Krustentieren nicht bekannt, dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Salsa Paradiso steht im Einklang mit vielen Ernährungsgewohnheiten, wie der vegetarischen und veganen Küche, Low-Carb und Glutenfreien Rezepten. 

All dieses möchte ich in eine Community Welt voller kulinarischer Genüsse und Lebensfreude rund um die Tomatensauce integrieren. Ich möchte zeigen, dass man mit nur zwei Produkten Hunderte von Gerichten zubereiten kann, mal schnelle, alltagstaugliche Rezepte, mal aufwendigere Speisen für das Wochenende oder Festtage. Dafür hatte ich im ersten Schritt Rezeptflyer entwickelt, im zweiten mein Kochbuch „Verrückt nach Tomatensauce“ veröffentlicht sowie ein paar Youtube Videos gedreht und getestet. Jetzt möchte ich diese Projekte erweitern, denn meine Kunden nehmen meine Rezepte dankend an und berichten mir darüber.

Ich habe nur zwei Produkte und verkaufe im Shop in Packages ab 6 Gläsern. Meine Kunden bestellen große Mengen für den Privatverbrauch, da Salsa Paradiso eine Sauce für den Vorrat ist. Die höchste Bestellung bisher waren 60 Gläser als Endverbraucher. 

Jetzt habe ich den Beweis erbracht, dass mein Konzept angenommen wird und auf dieser Basis möchte ich skalieren. 

Wer ist die Zielgruppe von Hermina Deiana?

Menschen, die Wert legen auf gute Qualität von Lebensmitteln, die herausschmecken, dass es sich bei meiner Salsa Paradiso um ein besonders hochwertiges, nachhaltig hergestelltes und sehr leckeres Produkt handelt. Natürlich gehören dazu auch Vegetarier, Veganer, Gluten-Allergiker und Menschen, die sich Low-Carb ernähren. Ein Kunde hat sogar eine erfolgreiche Diät mit Salsa Paradiso gemacht, darauf wäre ich nie gekommen. 

Ich habe Menschen vor Augen, die für sich, ihre Partner, Kinder oder Familien eine schnelle, gesunde und leckere Mahlzeit zubereiten möchten. Immer noch strahle ich über das ganze Gesicht, wenn Kunden mir begeistert schreiben, dass Salsa Paradiso die beste Tomatensauce ist, die sie je gegessen haben. Dann denke ich immer an meinen Salsa-Moment in Neapel zurück und freue mich dieses einzigartige Geschmackserlebnis weitergeben zu dürfen.

Was ist das Besondere an den Saucen?

Es sind die Qualität und der Geschmack. Im März sind meine Saucen zum Produkt des Jahres 2021 gekürt worden, darauf bin ich stolz. Das Besondere ist, dass ich echte Tomatensaucen produziere, damit meine ich, dass sie nicht als fertige Pastasauce konzipiert wurde. Eine gute Tomatensauce zeichnet sich dadurch aus, dass sie nach frischen Tomaten schmeckt und nicht das Aroma von Knoblauch oder Kräutern im Vordergrund steht.

Salsa Paradiso ist fertig gewürzt, gibt jedoch die Möglichkeit nach eigenem Gusto und je nach Kombination mit anderen Lebensmitteln anzupassen. Zur Pasta gebe ich frisches Basilikum dazu, zum Fleisch Rosmarin und Thymian ebenfalls frisch und auch mal einen Schuss Wein. Man kann sie nur erwärmen oder als Basissauce für sehr viele Gerichte verwenden.

Hinzu kommt, dass mittlerweile 30% der Tomatenprodukte weltweit aus Tomatenkonzentrat aus China hergestellt werden. Wird das chinesische Tomatenkonzentrat in Italien zu Tomatensauce verarbeitet, darf Made in Italy draufstehen. Ich verurteile diese Entwicklung.

Hätte ich nicht einen Produzenten gefunden, mit dem ich meine Saucen in genau dieser Top-Qualität produzieren könnte, hätte ich das Projekt gar nicht erst begonnen. Wir verwenden ausschließlich frisch geerntete, italienische Roma-Tomaten von Landwirten in der Region, die seit Generationen ihre Felder bewirten. Es liegen nur wenige Kilometer zwischen den Tomatenfeldern und der Produktion. Salsa Paradiso ist  genauso hergestellt, wie man eine Tomatensauce zu Hause kochen würde.

Wenn man ausschließlich hochwertige, frische Zutaten verwendet braucht man keine künstlichen Zusatzstoffe. Auch ohne Konservierungsstoffe beträgt die Haltbarkeit meiner Tomatensaucen geschlossen drei Jahre. Nur geöffnet muss man sie kühlen und binnen weniger Tage aufbrauchen, aber das ist nicht schwer, da das Glas ohnehin für 2-3 Portionen vorgesehen ist. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Vielleicht meine Passion? Ich lebe meine Produkte und das ist nicht übertrieben. Ein bisschen fühle ich mich wie die Botschafterin der italienischen Tradition des Tomaten Einkochens. Und ich liebe den persönlichen Kontakt zu meinen Kunden. Nie hätte ich gedacht, dass man mit einem Online-Shop so nah am Kunden sein kann. Ich bekomme regelrecht Fanpost. Zu Weihnachten haben mir Kunden Geschenke geschickt, wie selbstgemachte Marmeladen in den leeren Tomatensaucengläsern oder selbstgebackenes Gebäck.

Das finde ich außergewöhnlich und es berührt mich sehr. Das ist ihr Dank dafür, dass jede ihrer Emails von mir beantwortet wird und sei es nur die Frage, ob sie für ein Rezept lieber die milde oder die pikante Variante verwenden sollen. Authentizität, Glaubwürdigkeit und Emotionen sind sehr wichtig. Die menschliche Komponente sollten wir gerade im B2C Bereich trotz Digitalisierung nicht aus den Augen verlieren. 

Hermina Deiana, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren bin ich über 60 Jahre alt, aber über das Alter denke ich nie nach. Meine Kunden habe ich bisher über PR und Empfehlungen gewonnen. Mein Shop hat eine Conversion Rate von 30%, das ist enorm. Das liegt sicherlich auch daran, dass die meisten Neukunden über Presseberichte auf mich und Salsa Paradiso aufmerksam werden, das gibt eine Art Vertrauensvorschuss. 

Ich habe noch keinen Cent für Online Anzeigen ausgegeben, weil ich davon zu wenig verstehe und fürchte Geld zu verbrennen. Auch von e-commerce habe ich noch zu wenig Ahnung. Somit weiß ich, dass dies alles erst der Anfang ist und das Potential unter Anwendung der richtigen Tools enorm ist. Deshalb begebe ich mich nun auf Partner-/ Investorensuche. Ich brauche Kapital und ein Team an meiner Seite. Lange habe ich damit gewartet, vielleicht sogar zu lange. Aber wenn ich andere Menschen um Geld und Unterstützung bitte, möchte ich sicher sein, dass es erfolgreich wird, denn ich fühle mich verantwortlich.

In fünf Jahren möchte ich 5% Marktanteil im Tomatensaucenmarkt in der DACH Region erzielen und unzählige Haushalte mit Salsa Paradiso Tomatensaucen glücklich gemacht haben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Jedes Gründen ist mit Risiken verbunden, fokussieren wir uns jedoch auf das was schief gehen könnte, kommen wir nicht voran. Das Mindset und die eigene Überzeugung sind sehr wichtig.

Lasst Euch nicht entmutigen von Hürden oder schwierigen Vertriebspartnern, auch nicht von Freunden und Familienmitgliedern. Konstruktive Kritik und Hinterfragen ja, alles in Frage stellen nein.

Habt immer Eure Kunden im Blick. Versucht ihre Bedürfnisse zu verstehen, investiert Zeit in sie, gebt den bestmöglichen Service. Das ist die Seele eines Unternehmens und zahlt sich auf Dauer immer aus. 

Bildquellen/Fotograf: Stefano Oliva

Wir bedanken uns bei Hermina Deiana für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Hermina Deiana

Kontakt:

Hermina Deiana
Korfstraße 14
DE-61440 Oberursel

www.hermina-tomatensauce.de
hermina@hermina-tomatensauce.de

Ansprechpartner: Hermina Deiana

Social Media
Instagram: https://www.instagram.com/salsaparadiso/
Facebook: www.facebook.com/SalsaParadisoHerminaDeiana/
YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCHzsWAvEh6OmOXz9yETImAQ

Den Break-Even von Beginn an fokussieren

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Emmie Gray Infinity Rosen: Echte Blumen und Pflanzen die konserviert werden

Emmie Gray Infinity Rosen: Echte Blumen und Pflanzen die konserviert werden

Stellen Sie sich und das Startup Emmie Gray doch kurz unseren Lesern vor!

Mit viel Liebe zum Detail arrangieren wir unsere Premiumblumen in hochwertigen Boxen und versenden sie weltweit. Mittlerweile gehören auch Trockensträuße, Brautsträuße, Duftkerzen, weitere Interior Accessoires sowie seit Kurzem auch unsere Fine Pastries Collection mit handgemachten Macarons zu unserem Sortiment. Das besondere Highlight: Die echten Blumen und Pflanzen unserer Infinity Collection sind konserviert und behalten ihre Blüte ein bis drei Jahre.

Gemeinsam mit Sarah Zergaw habe ich das Unternehmen 2016 gegründet und mittlerweile unterstützt uns ein tolles Team von über 40 Mitarbeitern. Wir sitzen mit unseren Büros und unserer Manufaktur auf dem Areal Böhler in Düsseldorf.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Im Ausland haben wir die sogenannten Infinity Rosen entdeckt und waren sofort begeistert von ihrer Schönheit und Haltbarkeit. Infinity Rosen sind dank eines aufwendigen Verfahrens, bei dem die natürliche Blume zum Zeitpunkt ihrer schönsten Blüte konserviert wird, bis zu drei Jahre haltbar. Uns war schnell klar: Diese Blumen müssen wir nach Deutschland bringen.

Welche Vision steckt hinter Emmie Gray?

Wir möchten den klassischen Rosenstrauß mithilfe einer stylishen Verpackung von seinem verstaubten Image befreien und gleichzeitig das Problem derer lösen, die keine Lust mehr auf verwelkte Blumen nach nur einer Woche haben. Lästiges Anschneiden, Bewässern, ständiger Shopping-Stress für frische Blumen – das alles gehört nun der Vergangenheit an. Gemeinsam mit unseren Farmen arbeiten wir daran, das Konzept der Konservierung auch auf andere Blumensorten anzuwenden und bisher konnten wir dies erfolgreich für Hortensien, Nelken und Pfingstrosen umsetzen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Richtig schief gegangen ist zum Glück nichts. Hätten wir in die Glaskugel schauen können, hätten wir natürlich von Beginn an viel mehr Ware eingekauft, da wir in den ersten zwei Jahren ständig ausverkauft waren und die hohe Nachfrage gar nicht richtig bedienen konnten.

Gelernt haben wir, dass man bestimmte Dinge einfach nicht vorhersehen kann, aber man immer flexibel genug sein sollte, um sich schnell auf neue Situationen einstellen und unerwartete Herausforderungen bestmöglich lösen zu können. 

Bevor wir überhaupt mit unserem Webshop online waren, haben wir neben den privaten Mitteln natürlich auch enorm viel Zeit und Arbeit investiert, ohne zu wissen, ob unser Produkt, das bis dato noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich war, überhaupt angenommen wird. Auch wenn es die ein oder andere Situation gab, die einen wieder zurückgeworfen hat, war Aufgeben keine Option für uns. 

Bis 2018, als wir den ersten Business Angel in das Unternehmen aufgenommen haben, war Emmie Gray komplett eigenfinanziert. 

Wer ist die Zielgruppe von Emmie Gray

Zu unseren Kunden zählen sowohl Interior Design Liebhaber als auch Käufer, die den Menschen in ihrem Leben eine besondere Freude bereiten möchten. Vielleicht etwas überraschend: Zu 60 Prozent ist unsere Zielgruppe männlich.

Daher schalten wir zunehmend auf Männer zugeschnittene Werbung – etwa mit dem Versprechen, dass Rosenboxen eine sorgenfreie Geschenkidee für den oder die Liebste(n) sind.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere an unseren Produkten der Infinity Collection ist ihre lange Haltbarkeit von mindestens ein bis drei Jahren. Ganz ohne Pflege verschönern die Rosenboxen und Trockensträuße so über Jahre das Zuhause unserer Kunden. Obwohl wir derzeit schon die größte Auswahl an konservierten Blumen anbieten, entwickeln wir unser Sortiment stetig weiter ohne unsere hohen Qualitätsansprüche aus den Augen zu verlieren. Dies betrifft neben unseren Produkten auch unser Service- und Lieferversprechen. Trotz des enormen Wachstums, auch in Bezug auf unser Team, haben wir einen familiären Zusammenhalt, der uns besonders stark macht.

Emmie Gray, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, ganz oben auf der Einkaufsliste aller Design Liebhaber zu stehen, wenn es darum geht, das nächste Interior Piece fürs Zuhause zu finden. Wir arbeiten stets daran, unser Sortiment um innovative Produkte zu ergänzen und unsere Kunden können sich auf vielen neue Interior Accessoires freuen, die ihr Zuhause noch schöner machen. Was immer auf dem Sideboard, im Regal oder auf dem Esstisch dekorativ ins Auge fällt, sollte irgendwann bei EMMIE GRAY erhältlich sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist, dass das Gründerteam funktionieren muss, damit der Business Case funktioniert. Die Geschäftsidee kann noch so innovativ oder vielversprechend sein – wenn das Team nicht am gleichen Strang zieht und auch in schwierigen Phasen bedingungslos zusammenhält, gestaltet sich eine erfolgreiche Gründung schwierig. 

Seine Geschäftspartner sollte man also sorgfältig auswählen und egal ob allein oder im Team: Entscheidend ist, dass man seine Ziele nicht aus den Augen verliert und immer an sich selbst und seine Idee glaubt. Als Gründer sollte man nicht nur kurzfristig planen, sondern offen für Weiterentwicklungen und neue Märkte sein. Vor allem in der Anfangsphase wird dafür viel Zeit und Energie benötigt. Von eventuell aufkommenden Hürden sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn Fehler sind normal und lassen sich nicht komplett vermeiden.

Ebenfalls wichtig ist es, den Break-Even von Beginn an zu fokussieren. Denn davon ist natürlich auch das erforderliche Budget für die Gründung (Produktion, Entwicklung und Marketing) abhängig. Deshalb ist es sinnvoll, einen Businessplan zu erstellen, den Break-Even genau zu definieren und die einzelnen Schritte und Kosten bis dahin anzupassen. So wird vermieden, dass immer mehr investiert wird, sich aber eventuell nie wirklich ein finanzieller Erfolg einstellt.

Wir bedanken uns bei Sarah Zergaw und Paolo Oliva für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Man kann nicht glücklich sein ohne guten Schlaf

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CARL CBD Produkte

CARL CBD ist die beste Investition in deine Gesundheit

Stellen Sie sich und das Startup CARL doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Kathrin und Rebecca, Sportler und Gründerinnen aus München. CARL company CBD Öle sind über carlcompany.com in Deutschland/Österreich erhältlich. Die Öle können dir in deinem hektischen Alltag helfen deine innere Balance zu finden und dich zu fokussieren oder Abends besser zu schlafen. Ganz frisch hat die Startnext.com Crowd unser zweites Produkt vorfinanziert – ein kühlendes CBD Sportgel für Muskel und Schmerzen. Die Chemie-freie Variante des Voltaren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Zuerst haben wir CBD als chemiefreies Mittel to go für uns selbst entdeckt. Dann fragten viele im Bekanntenkreis danach. Während des Lockdowns dachten wir Gutes zu tun und mehr Menschen den Zugang zu schneller, chemie-freier Entspannung zu ermöglichen.

Die Nachfrage ist unglaublich aber auch verständlich. Jeder zweite Deutsche hat einen hektischen Alltag vielen Anforderungen zu bewältigen. Das richtet Schaden in unserem Geist und Körper an. Und genau das ist doch unser Kapital!

Medizinische Eigenschaften wie die der CBD Pflanze gibt es schon seit langer Zeit. Cannabinoide besitzen bedeutende Kräfte und unsere Öle werden mit Blick auf ihr großes Potenzial hergestellt. Jeder sollte den Zugang haben zu einem 100% chemiefreien Nahrungsergänzungsmittel für eine bessere Leistung von Körper und Geist. So behältst du an einem stressigen Tage deine innere Balance und äußere Gelassenheit.

Welche Vision steckt hinter CARL?

Wir entschleunigen deinen vollgepackten Alltag indem wir unseren Mitmenschen chemie-freie Entspannung to go ermöglichen! Unkompliziert an einem stressigen Tag oder bei Einschlafschwierigkeiten ein schnelles Mittel zur Hand haben, das nicht abhängig macht und von hohe Qualität aufweist ist Gold wert. Dass CBD der Rohstoff der Zukunft ist, kommt langsam in der Gesellschaft an. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zuerst einmal gibt es keinen Leitfaden wie man ein Unternehmen gründet. Bürokratische Hürden und ein intransparenter Dschungel mit versteckten Kosten. Dazu kommt, dass viel Admin anfällt, die unterschiedliche Fähigkeiten und viel Zeit benötigen, um ein Produkt überhaupt erst einmal anbieten zu dürfen – gesetzliche Vorschriften, Buchhaltung, Online-shop Auflagen. Und dann natürlich der operative Betrieb – Social Media Marketing, Logistische Abwicklung, Lieferantenkommunikation, Onlineshop – da gibt es jede Menge täglich zu tun wenn man anfangs nur ein kleines Team ist, das alles stemmt. Finanzierung? Wir fahren den bootstrapping Ansatz, sprich, wir finanzieren uns selbst.

Wer ist die Zielgruppe von CARL?

Arbeitende Frauen und Mütter haben beide wahnsinnig hohe Anforderungen alles unter einen Hut zu bekommen. Das CARL Öl soll beiden helfen, Entschleunigung in ihrem Alltag einzubauen und zu einer besseren Tiefschlafphase am Abend verhelfen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

CARL company CBD Öle sind pur mit nur wenigen 100% pflanzlichen Inhaltsstoffen. CBD Rezepturen sind unterschiedlich und bei diesen Ölen liegt der Schwerpunkt auf Entspannung und Schlaf. Und auch der chemiefreie Part ist nicht selbstverständlich. Es ist uns besonders wichtig, dass es suchtfrei ist. Dein Körper ist dein Kapital. Zudem sind die Produkte zu 100% aus Deutschland oder den angrenzenden Ländern, CO2 geprüft und zertifiziert. Wir verwenden Glas statt Plastik und leben höchste Qualitätsstandards bis zur Verpackung. Ganz frisch hat die Startnext.com Crowd unser zweites Produkt vorfinanziert – ein kühlendes CBD Sportgel für Muskel und Schmerzen. Die Chemie-freie Variante des Voltaren.

CARL, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

An erster Stelle stehen bei uns die Konsumentenbedürfnisse. Unser zweites Produkt – ein Gel zur Muskelentspannung und Schmerzlinderung hat gerade den Markttest erfolgreich bestanden und wird gelauncht. Zudem haben wir schon Nachfrage für weitere Produkte mit CBD erhalten. Wie gesagt ist die Mission von CARL company dein wellbeing und das möchten wir jedem mit von uns fein ausgewählten Produkten ermöglichen – inneres Wohlbefinden mit Körper und Geist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Habe ehrliche Leidenschaft für dein Produkt – Als Gründerin musst du begeistert sein, um die Start up Challenges zu meistern. Bring Ausdauer mit, ein Produkt wird nicht von heute auf morgen bekannt. Such dir einen Austauschpartner oder ggf. Businesspartnerin. Wir würden nicht auf uns verzichten wollen und die Zusammenarbeit macht Freude, wenn es die richtige Person ist

Wir bedanken uns bei Kathrin und Rebecca für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Setzt den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge

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FightBack gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die globale Transformation hin zu einer gesunden und nachhaltigen Zukunft zu beschleunigen

Stellen Sie sich und das Startup FightBack doch kurz unseren Lesern vor!

FightBack ist eine gemeinnützige Organisation und ein internationales Netzwerk, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die globale Transformation hin zu einer gesunden und nachhaltigen Zukunft zu beschleunigen. Hierfür werden weltweit Synergien und Kollaborationen zwischen Entscheidungsträger:innen, Unternehmer:innen und Vordenker:innen gefördert.

Die Plattform habe ich ursprünglich zusammen mit Felix Staeritz ins Leben gerufen und ist mittlerweile auf über 300 ausgewählte Mitglieder herangewachsen. Zu unseren Gründungsmitgliedern, Beirat und Unterstützern zählen unter anderem Daniel Krauss (Co-Founder, Flixbus), Markus Fuhrmann (Co-Founder, Delivery Hero), Brigitte Mohn (Vorstand, Bertelsmann Stiftung), Dr. Ralf Belusa (CDO, Hapag-Lloyd), Monika Rimmele (Head of Digital Transformation, Siemens Healthineers), Alain Uyttenhoven (ehem. Präsident Toyota), Dr. Andreas Rickert (CEO & Founder, Phineo), Christian Rebernik (Co-Founder, Tomorrow’s Education), Catherine Bischoff (CRO, Factory), Anne Berner (ehem. Finnische Ministerin, Board SEB) uvm.

Mit FightBack schaffen wir einen Ort, an dem ein branchenübergreifender, lösungsorientierter Austausch zwischen Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft und Politik, Entrepreneur:innen, Investor:innen, NGOs und Akademiker:innen gefördert wird. Es geht um Zusammenarbeit, Wissenstransfer, Best Practices und Ideen, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen, sodass ganz neue Impulse zur Erreichung unserer globalen Klima- und Gesundheitsziele gesetzt werden können. Wir wollen hier neue “Entrepreneurial Task Forces” und Allianzen ins Leben rufen die nachhaltige Schritte setzen. Wie ist das möglich? Indem unsere Mitglieder in erster Linie als Privatperson agieren und in monatlichen, kuratierten Formaten proaktiv aufeinander zugehen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Was mir persönlich gefehlt hat, war ein „trusted place“ – eine neutrale Plattform, die interdisziplinären Austausch fördert und Entscheider:innen aus allen relevanten Bereichen zusammenbringt, um sich auszutauschen und wirklich etwas voran zu bringen. Wir haben heute das Jahr 2021, uns läuft buchstäblich die Zeit weg, um für unseren Planeten und unsere Zukunft zu kämpfen. Es braucht einfach mehr Multiplikatoreffekte mit den richtigen Personen an einem Tisch.

Warum ein Unternehmen? Unternehmertum lag uns als Initiatoren schon immer im Blut, hier fühlen wir uns zuhause. FightBack wurde über die letzten Jahre als reine Marke aufgebaut, durch das rasante Wachstum und die steigende Nachfrage brauchte es jetzt aber sein eigenes Vehikel. Entsprechend haben wir uns für eine gemeinnützige GmbH entschieden, auch um hier ganz klar zu zeigen, dass es uns nicht um Profit geht, sondern um nachhaltige Veränderung auf gesellschaftlicher Ebene.

Welche Vision steckt hinter FightBack?

Ich war selbst live dabei als 2017/2018 der Day Zero in Kapstadt mit einem Countdown von 30 Tagen ausgerufen wurde, der Tag an dem die Wasserreservoirs aufgebraucht und die Wasserhähne im gesamten Stadtgebiet abgedreht werden sollten. Es war eine absolute Krisensituation. Plötzlich hat man versucht in letzter Minute Entsalzungsanlagen zu bauen, mit noch unausgereiften Innovationen Wasser aus der Luft einzufangen, neue Gesetze im Eilverfahren zu verabschieden und die Bevölkerung stark in ihrem Verhalten einzuschränken. Es waren alles ziemliche Verzweiflungstaten, da man sich nicht rechtzeitig mit der Problematik beschäftigt und die notwendigen Schritte in die Wege geleitet hatte. Hätte es nicht in letzter Minute angefangen mitten in der Trockenzeit zu regnen wäre die Katastrophe perfekt gewesen. Das war der Moment wo ich selbst anpacken und rechtzeitig Veränderung auf den Weg bringen wollte. 

Mit FightBack möchten wir unseren Beitrag leisten heute in Aktion zu treten, den Klimawandel zu stoppen, unsere globalen Klimaziele für 2030, 2040 und 2050 Wirklichkeit werden zu lassen und die Gesundheitssysteme zukunftsfähig zu machen. Zusammen möchten wir systemische Herausforderungen identifizieren und dabei alte Gewohnheiten und mentale Schranken durchbrechen, damit wir Dinge neu denken können. Wichtig ist hier, dass wir proaktiv an die Herausforderungen herangehen, dass wir uns auf eine positive Zukunft freuen und mit unseren Lösungen in diesen Themenbereichen zu einem bestmöglichen Lebensstandard beitragen möchten. Wir hoffen, dass dieser Funke auf andere überspringt. Für FightBack selbst heißt das in den kommenden Jahren stark zu wachsen und sich zu einer eigenen, globalen Stiftung weiter zu entwickeln.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

FightBack wurde bislang durch private Gelder finanziert und durch viel ehrenamtliche Tätigkeit aufgebaut, ohne die es gar nicht möglich gewesen wäre. Beide Elemente werden natürlich auch zukünftig eine Rolle spielen, doch jetzt haben wir eine Größe erreicht, um auch mit etablierten Stiftungen und Unternehmen auf Projekt- und Spendenbasis zusammen zu arbeiten. Ebenso werden noch in diesem Jahr Mitgliedsbeiträge eingeführt, die eine zukunftsfähige Finanzierung gewährleisten sollen.

Inhaltlich hat sich in den letzten Jahren viel verändert, während zu Beginn noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden musste, geht es heute um das „wie“. Synergien zu identifizieren und zu heben hängt viel von den einzelnen Personen ab, mit denen man interagiert. Deshalb legen wir großen Wert auf die richtige Auswahl unserer Mitglieder, deren Motivation, was sie einbringen können und wie man sie bestmöglich bei ihren Herausforderungen unterstützen kann.

Wer ist die Zielgruppe von FightBack?

Mit FightBack möchten wir Entscheidungsträger:innen und Innovator:innen aus Wirtschaft, Industrie und Politik erreichen – das sind vor allem CEOs, Vorstände, erfolgreiche Gründer:innen und Investor:innen sein. Der Fokus liegt hier vor allem auf Personen mit Entscheidungsbefugnis, die ein Interesse an ökologischen, nachhaltigen und gesundheitlichen Angelegenheiten haben. Gleiches gilt für NGOs mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Gesundheit, Innovation und Führungskräfteentwicklung. Für ausgewählte Start- und Scale-ups haben wir das INNO\VATORS Programm ins Leben gerufen, wodurch 250 Entrepreneure Zugang zum Netzwerk erhalten und gefördert werden.

Wie funktioniert FightBack? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

FightBack unterscheidet sich vor allem durch drei Aspekte: Wir sind international, branchenübergreifend und interagieren in erster Linie auf persönlicher und nicht auf Organisationsebene.

Um den Unterschied herauszustellen: Es gibt bereits zahlreiche Organisationen, die in sehr bestimmten Nischen, Regionen oder in Richtung ganz klar festgelegter Unternehmensziele agieren. Andere Organisationen fordern und fördern Nachhaltigkeits-Pledges von Unternehmen und unterstützen dabei, deren Nachhaltigkeits-Roadmaps zu definieren, wieder andere versuchen auf rein politischer Ebene Bewegung ins Spiel zu bringen. Wir hingegen konzentrieren uns auf die einzelnen Personen dahinter, unsere Mitglieder. Und wir unterstützen Führungskräfte, Unternehmer:innen und Investor:innen, die Entscheidungen in Bezug auf die globale Transformation innerhalb und außerhalb ihrer Organisationen treffen. Wir befähigen diejenigen, die neuartige Lösungen entwickeln und umsetzen, um unsere globalen Ziele für 2030 bis 2050 zu erreichen.

Und wir setzen nicht auf Konzepte oder theoretische Modelle, sondern auf das Zusammenbringen brillanter Köpfe und Macher:innen auf kuratierten, regelmäßigen Veranstaltungen, bei Workshops, gezieltem Matchmaking, sowie auf unserer Community-Plattform, um sich gegenseitig zu unterstützen, neue Synergien zu nutzen und zeitnah Umsetzungsmöglichkeiten zu realisieren. 

Wir sehen uns hier nicht in einer Konkurrenz-Position, da es aktuell keine Plattform gibt, die den Austausch zwischen verschiedenen Branchen-Expert:innen derart fördert. Hingegen freuen wir uns über jede neue Partnerschaft mit anderen Organisationen, die sich auf ihre Gebiete spezialisiert haben, sodass man sich auch hier gegenseitig inspirieren und neue gemeinsame Wege gehen kann.

FightBack, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das hängt ganz stark mit unserer Vision zusammen. Wir möchten, dass die Community weiter wächst, die Mitglieder sich weiterbilden, neue Fähigkeiten aufnehmen und umsetzen können und stetig neue Allianzen bilden. Es sollen zukünftig auch eigene Projekte mit unseren Mitgliedern entwickelt werden, um hier noch enger zu unterstützen. FightBack soll in den kommenden Jahren selbst zu einer Stiftung heranwachsen die nicht nur strukturell, sondern auch finanziell unterstützen kann. 

In fünf Jahren haben wir hoffentlich maßgeblich zu einer nachhaltigeren und gesünderen Zukunft beigetragen, indem wir industrieübergreifend und international Ressourcen, Fähigkeiten und Expertise vernetzt haben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Mein wichtigster Tipp ist ganz klar ein positives Durchhaltevermögen. Etwas Neues aufzubauen gleicht immer einer Achterbahnfahrt, gerade wenn man große Visionen hat. 

Dazu gehört auch, nicht davor zurück zu schrecken nach Unterstützung zu fragen: Es gibt viele Menschen da draußen, die euch bereitwillig mit ihrer Expertise unterstützen möchten.

Mein dritter Tipp ist: Setzt den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge und lasst euch nicht von allerlei Meinungen links und rechts von euch ablenken – habt euer Ziel fest im Auge.

Wir bedanken uns bei Tim Thonhauser-Röhrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Denke in Netzwerken und Kollaborationen!

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LegalTegrity digitale Hinweisgeber-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup LegalTegrity doch kurz unseren Lesern vor!

Thomas Altenbach, Pia Michel und Maraja Fistanic, haben LegalTegrity 2019 in Frankfurt am Main als LegalTech Startup gegründet. Wir vereinen Anwälte, Personaler und Marketeer mit LegalTech-Kompetenz und haben uns auf Compliance-Themen und die Digitalisierung von Rechtsdienstleistungen spezialisiert. Wir bieten eine digitale Hinweisgeberlösung als Plug&Play-Lösung und Software-as-a-Service-Produkt an und konzentrieren uns dabei auf kleine und mittelständische Unternehmen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Unsere Motivation, LegalTegrity gemeinsam zu gründen, basiert auf unserer langjährigen Beschäftigung mit Compliance-Themen in internationalen Konzernen und Kanzleien, für die wir gearbeitet haben. Dabei ist uns aufgefallen, dass gerade im Mittelstand die Verunsicherung im Umgang mit Missständen sehr groß ist. Hier liegt noch sehr viel Handlungsbedarf und Potenzial: Denn nach einer neuen EU-Richtlinie, die ab Dezember 2021 gilt, müssen alle Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern ein Hinweisgebersystem für ihre Mitarbeiter und ihre Kunden bereitstellen. Diese Lösung soll gleichzeitig den Schutz der Hinweisgeber gewährleisten, das heißt, sie muss deren Anonymität garantieren. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Häufig stand nur ein für alle sichtbarer Briefkasten im Unternehmen dafür bereit. Dadurch konnte die Identität des Hinweisgebers sehr leicht enthüllt werden oder die Hürde war enorm groß, überhaupt einen Hinweis abzugeben. Nicht selten drohte Hinweisgebern dann die Kündigung, mindestens aber die Ausgrenzung.

Dabei kann die Einführung einer digitalisierten Hinweisgeberlösung einerseits zu sehr viel mehr Transparenz beitragen und Verstöße gegen gesetzliche Auflagen deutlich vermindern. Andererseits kann jedes Unternehmen sich gerade durch den Einsatz einer einfach zu bedienenden Hinweisgeber-Software zuverlässig vor Skandalen und Gesetzesverstößen schützen. Das erhöht nicht nur das Ansehen und Employer-Branding, sondern stabilisiert langfristig auch den Erfolg eines Unternehmens. Man muss sich nur die Skandale bei Wilke-Wurst oder der Wohnungsbaugesellschaft in Mönchengladbach vor Augen halten, der Reputationsschaden war enorm. Große Unternehmen haben häufig genug finanzielle Mittel, um das Image langfristig wieder aufzubauen, für KMUs sieht die Situation meistens anders aus. Es kann im Ernstfall sogar deren Ruin bedeuten.

Welche Vision steckt hinter LegalTegrity?

Wir haben LegalTegrity aus der Überzeugung gegründet, dass „Whistleblowing“, im Deutschen „Hinweisgeben“, für alle Beteiligten vorteilhaft ist – für Unternehmen sowie für jeden einzelnen Mitarbeiter. Daher ist unsere Vision, dass der Begriff „Whistleblowing“ seinen negativen Beigeschmack verliert und in Zukunft als eine Handlung aus Loyalität und im Interesse des Unternehmens wahrgenommen wird. Unsere digitale Hinweisgeber-Lösung wird dabei das „intel inside“, das Herzstück des mittelständischen Compliance-Systems. Langfristig wird mit uns Compliance auch im Mittelstand zur Selbstverständlichkeit.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen bevor wir an den Markt gehen konnten, war sicherlich, dass wir bei einem so hochsensiblen Produkt wie unserem, nicht einfach mit einem MVP raus konnten. Das kam bei unserem Thema einfach nicht in Frage. Wir haben – zurecht – kritische Kunden, da es sich im Ernstfall um höchstsensible Unternehmensdaten handelt. Das heißt, wir sind erst dann an den Markt, als alle Sicherheitsanforderungen zu 100 Prozent erfüllt waren. 

Bei der Entwicklung des Produkts war uns die Benutzerfreundlichkeit enorm wichtig, was wiederum mit unserer Vision zusammenhängt: mit unserer Software soll die Hemmschwelle für den potenziellen Hinweisgeber eines Unternehmens quasi non-existent und die Administration auf Unternehmensseite intuitiv möglich sein. Das bei der Entwicklung eines im Herzen rechtlichen Produkts zu gewährleisten, war uns ein besonderes Anliegen.

Nicht nur im Zusammenhang der Entwicklung, sondern auch in vielen anderen Aspekten der Gründung ist man als junges Unternehmen auf die richtigen Partner an seiner Seite angewiesen. Wir haben unterschätzt, wie aufwändig es ist, die „richtigen“ im Sinne unserer Qualitätsanforderungen einerseits und unserer Werte andererseits zu finden.

Weiterhin ist der Spagat zwischen „Think Big“ und „Act Small“ nicht einfach. Einerseits denken wir von Anfang an bei allem in Skalierung, aber wir müssen natürlich auch die Kosten im Blick behalten.

Finanziert haben wir uns durch Eigenkapital und Fremdinvestoren. In unserer ersten Finanzierungsrunde erhielten wir 400.000 Euro von der BM H Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH über den von ihr verwalteten Beteiligungsfonds Hessen Kapital III (EFRE) GmbH sowie 600.000 Euro von privaten und institutionellen Investoren, wie z.B. der DLE Holding AG.

Wer ist die Zielgruppe von LegalTegrity?

Unser Markt erstreckt sich über alle privaten und öffentlichen europäischen Arbeitgeber mit mehr als 50 Mitarbeitern oder mehr als 10 Millionen Euro Umsatz, da diese unter die EU-Richtlinie fallen. Das sind allein in Deutschland rund 80.000 Unternehmen ab 50 Mitarbeiter, zuzüglich ca. 18.000 kleinere Unternehmen ab 20 MA, die unter das Geldwäschegesetz fallen, und nicht zu vergessen: Behörden. Unseren Marktzugang wählen wir zum einen über Multipli-katoren wie Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die allesamt Ansprechpartner der Entscheider in Unternehmen sind, wenn es um rechtliche Fragen geht. Zum anderen gehen wir aber auch in die Direktansprache mit den mittelständischen Unternehmen.

Wie funktioniert LegalTegrity? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Softwarelösung ist eine Plug & Play Hinweisgeber-Lösung, die ausdrücklich für Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen hier in Deutschland entwickelt wurde. Man kann sie ganz einfach sofort nach der Buchung ohne aufwändige IT-Integration einsetzen. Dadurch stoßen kleine und mittelständische Unternehmen nicht an die Grenzen ihrer IT-Kapazitäten. Außerdem liegt die LegalTegrity-Software DSGVO-konform und sicher in der Deutschen Telekom Cloud. Funktionalität und Preisgestaltung sind auf kleine und mittelständische Unternehmen, auf deren Bedürfnisse und deren finanzielle Ressourcen ausgerichtet. Die oben bereits erwähnte Benutzerfreundlichkeit äußert sich eben auch darin, dass eine Nutzung unserer Lösung intuitiv ohne Vorkenntnisse und von allen Geräten mit Internetzugang möglich ist. Ausschlaggebend für die Aufklärung nach Eingang eines Hinweises ist die Möglichkeit eines Austausches mit dem Hinweisgeber, dessen Anonymität während dieser Kommunikation zu 100 Prozent gewahrt wird.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren? In 5 Jahren sehen wir uns als die führende digitale Compliance-Suite für den Mittelstand in Europa.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Suche dir Mitgründer bzw. ein Team, das dich gut ergänzt und ein Umfeld (auch im privaten), das dich stärkt. Es gibt viele Menschen, die dir erklären werden, dass vieles nicht geht. Als Gründer schafft man aber nicht alles allein – denke in Netzwerken und Kollaborationen!

2. Wo wir beim Thema Kollaborationen sind: Wähle deine externen Experten sehr sorgfältig aus und sprich unbedingt vorher mit deren Referenzen.

3. Es mag nach einer Floskel klingen, aber es ist wahr: bereite dich auf einen Marathon vor und nicht auf einen Sprint.

Fotograf/Bildquelle: Daniel Heimerl

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Achtsamkeit, Diversität und Netzwerk

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MINDZEIT Teilnehmer im Batch #9 Accelerator-Programm der VentureVilla

Stellen Sie sich und das Startup MINDZEIT doch kurz unseren Lesern vor!

Céleste: „Ich bin Céleste Kleinjans und meine Schwerpunkte sind Maschinenethik, Technikphilosophie und Medienphilosophie. Während meines Studiums an der Humboldt Universität habe ich das Grundkonzept zu MINDZEIT mit dem Ziel entwickelt, das erste intelligente und emotionssensitive Anti-Stress-System auf den Markt zu bringen, das auf die individuellen und akuten Bedürfnisse der Nutzer*innen eingeht und die Selbstreflexion und ein nachhaltig positives Mindset fördert. Mein Co-Gründer Marinko Spahić und ich haben die Vision dann nach und nach zum Leben erweckt.“

Marinko: „Ich bin Marinko Spahić und mein Hintergrund liegt im Bereich Film mit dem Schwerpunkt visuelle Effekte, aber auch interaktive Formate und ich habe zudem jahrelang in den Bereichen Digital Arts und Visual Arts gelehrt. Mich hat das Konzept von Céleste sofort überzeugt, da ich ein sehr großes Potential in einer psychologisch gestalteten User Journey sehe. Es geht nicht nur um die Inhalte, sondern auch wie ich an die Inhalte komme. Der Weg ist sozusagen schon ein wichtiger Teil des Ziels.“

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen und welche Vision steckt hinter MINDZEIT?

Céleste: „In unserer modernen Gesellschaft, in der wir einer immer größeren Reizüberflutung ausgesetzt werden, wird ein achtsamer Umgang mit sich selbst und mit der Umwelt immer wichtiger. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft, dass mentales Training und Methoden zur Selbstreflexion genauso selbstverständlich in unserer Gesellschaft ankommen wie Sport oder gesunde Ernährung. 

Marinko: „Die smarten Technologien ermöglichen es, dass man sehr viele Menschen individuell erreichen kann. Wir wollen das positiv nutzen, denn ein Tool wie MINDZEIT, kann sehr effektiv dabei unterstützen Achtsamkeit und Selbstreflexion zu verinnerlichen.“

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Marinko: „Beim Aufbau eines Unternehmens gibt es jeden Tag neue Herausforderungen und viele Dinge kommen anders, als wie man sie geplant hat. Aber es ist immer wieder schön, wenn die unerwarteten Dinge dann noch besser sind, als wie man es sich ursprünglich erhofft hatte. Aber die größte Herausforderung war und ist tatsächlich die Finanzierung unseres Unternehmens. Wir sind bis heute gebootstrapped, also, bis auf eine Start-Up Förderung vom Land NRW, komplett eigenfinanziert. Wobei das auch eine bewusste Entscheidung von uns war. Unser Ziel war es von Anfang an aus eigener Kraft unser Produkt auf den Markt zu bringen. Und das haben wir auch sehr erfolgreich geschafft. Zu unseren bisherigen Kunden zählen z.B. die S-Bahn Rhein-Main oder der SV Werder Bremen. Was die Zukunft noch bringt werden wir sehen.“

Wer ist die Zielgruppe von MINDZEIT?

Céleste: „Mit MINDZEIT wollen wir die breite Gesellschafft ansprechen. Und das tun wir auch. Unser Ansatz kommt bei Jugendlichen und Student*innen genauso gut an wie bei Menschen im Senioren-Alter. Sich entspannen und auf sich selbst besinnen tut man eben in jedem Alter gerne.

Wie funktioniert MINDZEIT? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Marinko: „Achtsamkeits- und Meditations-Apps, die zurzeit auf dem Markt sind, sind letztendlich Bibliotheken und die Nutzer*innen müssen sich selbst durch unzählige Übungen suchen, um sich dann für eine zu entscheiden. Wenn ich sowieso schon einen erhöhten Stresslevel habe, kann mich das noch mehr stressen.“

Céleste: „Wir legen daher bei MINDZEIT einen besonders großen Wert auf ein wohltuendes und leichtes Nutzungserlebnis. Was Marinko am Anfang auch schon mit unserer psychologisch gestalteten User Journey angesprochen hat. Du wirst nicht mit einer Bibliothek von Übungen und Trainings allein gelassen. MINDZEIT nimmt Dich an die Hand und führt Dich zu den Übungen, die immer zu Deiner aktuellen Stimmung passen. So wird Dir eine effektive Möglichkeit geboten Dich und Deine Gefühlszustände auf spielerische Weise zu reflektieren.“

Ihr seit Teilnehmer im Batch #9 Accelerator-Programm der VentureVilla. Könnt ihr uns das Programm kurz vorstellen?

Céleste: „Wir haben bei VentureVilla einen Sonderstatus bekommen, da wir, im Vergleich zu den anderen Teilnehmer*innen, mit unserem Produkt schon weiter sind. Das heißt, wir müssen nicht an den angebotenen Workshops teilnehmen, sind aber Teil der Community und des Netzwerks. Für uns ist die VentureVilla gerade wegen ihres Schwerpunkts auf Diversität und Chancengleichheit sehr spannend. Unsere Gesellschaft ist eben sehr divers und damit sollte sich jedes Unternehmen, welches Produkte oder Lösungen für die Gesellschaft entwickeln will, auch intensiv auseinandersetzen.“

Wo seht Ihr Euch in fünf Jahren?

Marinko: „In fünf Jahren werden wir mit MINDZEIT in der Mitte der Gesellschaft angekommen sein. MINDZEIT wird als innovativstes Anti-Stress Tool einen wichtigen Beitrag leisten, dass Achtsamkeit und Selbstreflexion als essenzielle, präventive Gesundheitsmaßnahmen selbstverständlich werden.“

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Céleste: „Um es auf gut Kölsch auszudrücken, et kütt wie et kütt. Das heißt, selbst bei bester Planung und sehr viel Blut und Schweiß, läuft es dann eben doch nicht immer, wie man es will. Und das sind die Momente, mit denen man dann auch gut umgehen können muss.“

Marinko: “Daher ist es beim Aufbau eines Unternehmens auch extrem wichtig, das mit viel Achtsamkeit zu tun. Sich immer wieder selbst reflektieren und so vermeiden, dass man sich zu sehr in eine falsche Richtung verrennt, die dem Unternehmen, aber auch einem selbst nicht guttut.“

Céleste: „Und alles steht und fällt mit den Menschen dahinter. Das richtige Team ist das allerwichtigste, ansonsten bekommt man die tollste Idee nie umgesetzt. Und auch hier kann ich nur sagen, dass ein diverses Team sehr viele Vorteile bringt. Egal ob Unterschiede bei den Geschlechtern, den kulturellen Hintergründen oder den beruflichen Erfahrungen. Jede Perspektive, die anders als die eigene ist, bringt einen Mehrwert.“

Marinko: „Und die richtigen Menschen sind nicht nur im eigenen Team wichtig, sondern auch im Netzwerk, bei den ersten Pilotkunden usw. Ein gutes Netzwerk ist unbezahlbar. Es gibt sehr tolle Accelerator Programme oder Hochschulnetzwerke und die solltet ihr unbedingt nutzen!“

Céleste: „Unsere 3 Tipps sind somit Achtsamkeit, Diversität und Netzwerk.“

Wir bedanken uns bei Céleste Kleinjans und Marinko Spahić für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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