Donnerstag, Mai 28, 2026
Start Blog Seite 334

Plant genug Zeit und finanzielle Mittel ein

0
beautyfyme beauty behandlungen

Beautyfyme Online-Buchungsplattform für medizinische Beauty Behandlungen

Stellen Sie sich und das Startup Beautyfyme doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Eylem, wohne in München und bin die Gründerin von Beautyfyme. Ich verfüge über langjährige Erfahrungen in der plastisch-ästhetischen Medizin. Aufgrund meiner guten Marktkenntnisse kenne ich die Stärken und Herausforderungen in der Branche.

Mit unserer speziell entwickelten Software unterstützen wir ästhetisch tätige Ärzte dabei, online sichtbar zu werden, und verbessern gleichzeitig mit unserem Online-Kalender das Zeit- und Kostenmanagement. Dank Beautyfyme können sich Ärzte auf die Behandlung konzentrieren und wir kümmern uns um die Terminierung und um die Gewinnung von Neukunden. Auf dem Portal werden nur qualifizierte Ärzte gelistet, die nachweislich strenge Qualitätskriterien erfüllen.

Für KundInnen ist unser Service kostenfrei. 24/7 haben sie die Möglichkeit, einen geeigneten Arzt in der Nähe zu suchen und direkt einen Termin zu buchen – ohne Geschäftszeiten zu beachten!

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Digitalisierung in der Medizin habe ich hautnah verfolgt und ich erkannte die Marktlücke aufgrund einer persönlichen Erfahrung: Ich war auf der Suche nach einem Arzt für eine Gesichtsbehandlung und war sehr frustriert, nachdem ich in 7 Praxen angerufen hatte und alle mir mitteilten, dass in der Woche kein Termin mehr frei wäre. So kam die Idee für Beautyfyme: eine Online-Buchungsplattform für Beauty-Behandlungen, mit strengen Qualitätskriterien für die aufgenommenen Ärzte, einem fälschungssicheren Bewertungssystem und dem integrierten Online-Kalender, der die sofortige Termin-Buchung erlaubt.

Welche Vision steckt hinter Beautyfyme?

Schönheitsbehandlungen, z. B. mit Botulinum und Hyaluron, sind längst kein Tabu mehr. Der Markt wächst sehr schnell und nicht selten stoßen Interessenten auf unseriöse Anbieter. Mit unserem Portal möchten wir die Suche nach einem geeigneten und qualifizierten Arzt vereinfachen und KundInnen eine Anlaufstelle bieten, der sie vertrauen können.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung bestand darin, geeignete Programmierer zu finden, die ausreichend Expertise für ein derartiges Vorhaben besitzen. Vom Prototypen bis zur jetzigen Version hat es 1,5 Jahre gedauert. Als wir gestartet sind, haben wir es uns tatsächlich einfacher vorgestellt. Bis heute konnten wir uns zu 100 % selbst finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe von Beautyfyme?

Unsere Zielgruppe besteht zu 90 % aus Frauen im Alter von 20–45 Jahren, die Interesse an Schönheitsbehandlungen haben. In Deutschland werden jährlich mehr als 900.000 Behandlungen durchgeführt und die Zahl steigt stetig.

Wie funktioniert Beautyfyme? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit unserem Portal bieten wir KundInnen eine digitale Lösung an, mit der sie schnell und zuverlässig den richtigen Arzt für ihre Wunschbehandlung finden können. Ist die passende Praxis gefunden, kann der Beratungstermin mit wenigen Klicks gebucht werden.

Wir von Beautyfyme wissen, wie wichtig es ist, einen guten, zuverlässigen Arzt zu finden. Um unseren Usern und Userinnen die Suche nach einem kompetenten Mediziner zu erleichtern, haben wir auf unserem Buchungsportal Bewertungen integriert. Um ihre Echtheit zu garantieren, dürfen nur Personen eine Bewertung abgeben, die über unsere Plattform einen Termin gebucht und diesen wahrgenommen haben. Erst dann ist es möglich, den Arzt zu bewerten. Darüber hinaus möchten wir betonen, dass wir generell nur mit hervorragend qualifizierten Ärzten wie Fachärzten für plastische & ästhetische Chirurgie sowie Dermatologen zusammenarbeiten.

Beautyfyme, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten Beautyfyme als Marke für ästhetische Behandlungen etablieren und sind in 5 Jahren in mehreren europäischen Ländern verfügbar.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Startet, werdet dabei besser und strebt keine Perfektion an.

Erfolg ist ein Marathon und kein Sprint. Plant genug Zeit und finanzielle Mittel ein.

Holt euch rechtzeitig Partner an die Seite, die auch an eure Idee glauben, und arbeitet gemeinsam am Erfolg.

Wir bedanken uns bei Eylem Yildiz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Beautyfyme

Das richtige Umfeld

0
Schneckenhouse multifunktionale Möbel wohnmobil

Schneckenhouse multifunktionale Möbel für den Wohmmobil Aus- und Umbau

Stellen Sie sich und das Startup Schneckenhouse doch kurz unseren Lesern vor!

In kleinen Räumlichkeiten wie das Studentenapartment, Wohnmobil oder auch im Tiny-House ist der Platz begrenzt und mit den herkömmlichen Möbel stellt man schnell fest, das der Platz noch kleiner wird und nicht wirklich Platz zur Entfaltung oder z.B. auch Yoga bietet. Schon ein weiterer Schrank oder ein größeres Bett und es fällt einem die Decke auf dem Kopf. 

Damit das nicht passiert hat Roman Zuk 2019 Schneckenhouse GmbH gegründet. Wir entwickeln multifunktionale und innovative Einrichtungen für kleine Räumlichkeiten und schaffen so eine höhere Effizienz der Raumgestaltung und wieder Platz zum Entfalten jeder einzelnen Person. Unser Fokus aktuell sind Wohnmobile, da dort die größten Herausforderungen liegen. 

Der Gründer Roman Zuk, hat schon mit 13 Jahren angefangen Zeitung zu verteilen, mit 18 fing er seine Lehre als Industriemechaniker an, mit 21 beendete er sie und startete ein berufsbegleitendes Maschinenbaustudium an einer Privaten Hochschule. Mit 23 wechselte er firmenintern in den Bereich Forschung und Entwicklung, wo er in den jungen Jahren bereits als Ingenieur Projekte begleitete und erfolgreich absolvierte. Mit 26 schloss er erfolgreich sein Studium ab und erlernte vor der Gründung 2019 seine vertrieblichen Skills als Vertriebsingenieur bei einer großen Maschinenbaufirma. 

Um zu wissen, wie es ist auf kleinstem Raum zu leben kündigte Roman Zuk seine 70 m² Wohnung, verkaufte 98 % seines Hab und Guts und zog in ein von ihm selbst ausgebauten Wohnmobil mit einer Wohnfläche von 2,6 m² ein. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Auf der einen Seite fand ich schon immer die Biografien von bekannten Unternehmern aus der ganzen Welt inspirierend und zum anderen wollte ich ebenfalls das haben was sie hatten. Dabei stellte ich in jungen Jahren schon fest, das viele Menschen einen klein reden und nicht an das Potenzial jedes einzelnen glauben. Naja und in so welchen Kreisen möchte ich mich nicht bewegen. Ich glaube an das unmögliche und an das geballte Potenzial jedes einen Menschen. Der Mensch hat das in den letzten Jahrhunderten immer wieder bewiesen. 

Welche Vision steckt hinter Schneckenhouse?

Unsere Vision ist das Wohnen und Leben neu zu überdenken, sie der aktuellen Zeit anzupassen und einen großen Mehrwert im heutigen Leben zu schaffen. Viele Unternehmen entwickelten bereits elektronische und smarte Produkte wie Alexa oder SmartHome-Systeme für das Zuhause. Nun ist es unsere Aufgabe innovative Einrichtungen zu liefern die genau so ein großen Mehrwert liefern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Alte und auch aktuelle Unternehmer sollten als Vorbilder agieren – Vorbilder von denen man lernen muss. Bei meinem Unternehmensstart habe ich ein Unternehmer kennengelernt, der anschließend mein Mentor wurde. Von Ihm habe ich vieles gelernt und so sind auch keine großen Herausforderungen entstanden, eher viele kleine. Naja sobald man sich entschieden hat Unternehmer zu werden sollte man schleunigst seine Bescheidenheit und Entschlossenheit auf ein neues Level bringen ansonsten überlebt man nicht lange. 

Wer ist die Zielgruppe von Schneckenhouse?

Unsere Zielgruppe fängt an bei den Abenteurer die die Welt mit Ihrem Wohnmobil entdecken und dafür nach robusten und nachhaltigen Einrichtungen suchen aber auch Pärchen die aus dem Hamsterrad entfliehen und nun eine Weltreise starten und von unterwegs arbeiten möchten.

innenraum

Wie funktioniert Schneckenhouse? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Heutzutage haben die Möbel kein hohen Mehrwert beim Endverbraucher, seit mehreren jahrzehnten gibt es nur wenig innovatives und auch die Lebensdauer wurde auf die Jahre immer wieder reduziert. Das geht natürlich auf die Kosten des Endverbrauchers und unseres Planeten. 

Wir entwickelten ein simples und flexibles Konzept, welches neben einer hohen Gestaltungsmöglichkeit im Wohnmobil und kleinen Räumlichkeiten auch eine Multifunktionalität erzeugt. Das ganze wird noch mit funktionalen Gadget für den Nutzer kombiniert. Die Kombination aus den Punkten schafft ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt, reduziert den ökologischen Fußabdruck durch die nachhaltigen Prozesse und schafft ein neues und zeitgemäßes Wohnerlebnis. 

Schneckenhouse, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Es gibt es ein schönes Sprichwort: Über Ziele redet man nicht, man zeigt die Ergebnisse. So viel sei jedoch gesagt: Schneckenhouse wird wachsen und in 5 Jahren viele Arbeitsplätze schaffen, neue Innovationen auf dem Markt bringen und einen Namen in der Möbelbranche sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Meine Tipps sind recht einfach aber weil sie so einfach sind, sind es auch einfach sie nicht zu befolgen. 

Zu aller erst ist es wichtig einen erfahrenen Unternehmer als Mentor an seiner Seite zu haben, der mindestens 10 Schritte weiter ist als du. Von Ihm kannst du viel lernen und viele Stolpersteine umgehen. 

Als zweites ist es wichtig, das richtige Umfeld zu haben. Negativen Menschen und Miesrednern wurde noch nie ein Denkmal gebaut. Also umgib dich nur mit Leuten, die das gleiche Ziel verfolgen und an dich glauben.

Und zu guter Letzt lebe bescheiden und arbeite jede freie Minute.

Wir bedanken uns bei Roman Zuk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach loslegen, alles andere ergibt sich auf dem Weg

0
Selected.me Gehaltswert künstlicher Intelligenz

Auf Slected.me den exakten Gehaltswert mittels künstlicher Intelligenz berechnen

Stellen Sie sich und das Start-up Slected.me doch kurz unseren Lesern vor! 

Mein Name ist Pirathipan, ich bin gebürtiger Berliner, sri-lankischer Abstammung und BWLer. Bevor ich Slected.me gründetet, habe ich 8 Jahre als Software- und KI-Berater im Vertrieb gearbeitet. 

Auf Slected.me können Arbeitnehmer:innen erstmals ihren exakten Gehaltswert mittels künstlicher Intelligenz nicht nur für sich selbst berechnen, sondern sich auch direkt mit anderen Nutzer:innen auf der Plattform vergleichen. Hier sind wir weltweiter Pionier. Auf den gängigen Gehaltsplattformen bekommen Arbeitnehmer:innen lediglich eine Gehaltsrange angezeigt, die meist aus weniger als sechs Parametern gewonnen wird. Unsere künstliche Intelligenz ermittelt Menschen ihren exakten Marktwert mithilfe von 50 Parametern.

Durch den Vergleich mit anderen Nutzer:innen mit ähnlichen beruflichen Qualifikationen und Werdegängen auf unsere Plattform werden individuelle neue Karriereperspektiven aufgezeigt. Ende dieses Jahres launchen wir unseren Karriere-Coach Infinity. Als neuer Karriere-Buddy sagt er Arbeitnehmer:innen und Jobsuchenden objektiv, wo sie sich exakt auf ihrer Karriereleiter befinden und wo die berufliche Reise individuell hingehen kann. 

Personaler:innen, Unternehmen oder Headhunter:innen müssen auf Slected.me keine Massennachrichten mehr an Tausende Menschen verschicken, sondern matchen passende Kandidat:innen mit wenigen Klicks. Wir helfen Unternehmen dabei, den geeigneten Kandidaten für die ausgeschriebene Stelle mithilfe von Soft Skill-Matching innerhalb von 10 Minuten zu finden. Dabei unterstützen wir Unternehmen, eine transparente und objektive Lohnkultur aufzubauen, die in der neuen Arbeitswelt – besonders bei jüngeren Generationen – schon heute erwartet wird. 

Auf Slected.me kann es zu keinen falschen Erwartungen zwischen Bewerber:innen und Personalvermittler:innen kommen: Es wird von Anfang an transparent über das Gehalt, die Fähigkeiten sowie Wachstumsmöglichkeiten gesprochen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Jeder von uns kann sich an seinen eigenen Berufseinstieg und die damit verbundenen Unsicherheiten erinnern. Gerade Berufsanfänger wissen nicht, was ihre Arbeit wert ist und wo sie Gehalts-technisch ansetzen können. Hierfür haben wir jetzt eine Lösung, die gleichzeitig ein enormes Potenzial für die Transformation des Arbeitsmarktes in die neue Arbeitswelt mit sich bringt. 

Welche Vision steckt hinter Slected.me?

Unsere Vision ist es, dass jeder Mensch die gleichen Chancen im Berufsleben hat, unabhängig von sozialer Herkunft, dem Geschlecht, der Religion oder des Alters. In vielen Ländern wie Norwegen ist öffentlich einsehbar, was andere verdienen. Das Thema Geld bzw. Gehalt ist in der heutigen Informationsgesellschaft kein Tabu-Thema mehr. Unsere Plattform wird das jetzt auch in Deutschland ändern und so auch gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz vorgehen. Wir sind der Überzeugung, dass die Gender-Pay-Gap durch transparente Gehälter über Nacht geschlossen werden könnte und deshalb sind wir hier!

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die größte Herausforderung war, die Entscheidung zu treffen ein Startup zu gründen und die richtigen Mitgründer zu finden. Hier hatte ich großes Glück einen Produkt- und KI-Experten zu finden, mit einer gemeinsamen Vision! Den Schritt zu wagen und auf ein geregeltes Einkommen zu verzichten, war nicht einfach. Anfangs haben wir uns komplett selbst finanziert. Wir konnten letzten Monat vier Business Angle, darunter bekannte Gründer wie Alexander Eitner von Miles-Mobility, von unserer Idee überzeugen. Gerade sind wir in den Vorbereitungen für die Seed-Finanzierung. 

Wer ist die Zielgruppe von Slected.me?

Zu unseren Nutzer:innen zählen Arbeitnehmer:innen, Berufseinsteiger:innen und Jobsuchende im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Gerade fokussieren wir uns auf die Berufsgruppen ITler, BWLer sowie auf kaufmännische Berufe im akademischen Bereich. Unsere künstliche Intelligenz wird sukzessive gefüttert. Schon Anfang nächsten Jahres werden wir weitere wichtige Berufsklassen ansprechen bzw. ihren Gehaltswert berechnen können.

Wie funktioniert Slected.me? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bislang gibt es keine Plattform, die uns exakt ähnelt oder dieselbe Dienstleistung anbietet. Viele Arbeitnehmer:innen leben im Ungewissen in Bezug auf Ihren exakten Marktwert. Slected.me gibt Menschen wie ein Schufa Score ihren Gehaltscore. Auf Slected.me können Arbeitnehmer:innen erstmals ihren exakten Gehaltswert mittels künstlicher Intelligenz nicht nur für sich selbst berechnen, sondern sich auch direkt mit anderen Nutzer:innen auf der Plattform vergleichen. Hier sind wir weltweiter Pionier.  Unternehmen finden geeignete Kandidaten für die ausgeschriebene Vakanz mithilfe von Soft Skill-Matching innerhalb von nur 10 Minuten.

Slected.me, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Laut Plan wollen wir in 5 Jahren über 100 Mio. Nutzer:innen auf unserer Plattform haben und uns neben Europa, auch in Nordamerika und Asien positionieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben

1. Bitte nicht wegen des Geldes oder sonstigen Vermögensinhalten gründen. Schafft mit eurer Lösung einen echten Mehrwert und Nachhaltigkeit für Kund:innen.

2. Einfach loslegen, alles andere ergibt sich auf dem Weg. Was soll passieren außer zu Scheitern? Das passiert eben auch auf dem Weg zum Erfolg!

3. Vergleicht euch nicht mit anderen Gründer:innen oder Unternehmen. Jeder hat seine eigene Geschwindigkeit und Daseinsberechtigung und das ist auch gut so. Denkt Divers und seit transparent! 

Wir bedanken uns bei Pirathipan Nanthakumar für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up:

Kontakt:

WeWork
Kemperplatz 1 Mitte D
10785 Berlin

https://slected.de/
info@slected.me

Ansprechpartner: Pirathipan Nanthakumar

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/slected.me/
Facebook: https://www.facebook.com/Slected-101215358739377
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/slected/mycompany/

Mit viel Disziplin und Leidenschaft am Projekt dranbleiben

0
erz&Mountain Festtagsdekoration Erzgebirge

Erz&Mountain Festtagsdekoration von Holzhandwerkern im Erzgebirge hergestellt

Stellen Sie sich und das Startup Erz&Mountain doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Madlen und Sven aus Köln. Die Liebe zu Fest- und Feiertagen und der Wunsch, etwas Schönes zu schaffen, brachten uns dazu, im Jahr 2021 ein eigenes Label für puristische Festtagsdekorationen zu gründen.

Unsere Wurzeln haben wir im Erzgebirge und in Dresden. Schon als Kinder staunten wir in der Weihnachtszeit über das Räuchermännchen, das den Duft von Sandelholz und Tanne im Raum verbreitete. Für unsere erste Kollektion haben wir diesen Klassiker der erzgebirgischen Weihnachtsdekoration neu interpretiert. Unsere Räucherfiguren vereinen modernes und klares Design mit der Holzkunst aus dem Erzgebirge.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Über Jahre hinweg bekamen wir von unseren Familien traditionelle Räuchermännchen aus dem Erzgebirge geschenkt. Sie erinnerten uns an Kindheit, aber passten nie so richtig zu unserem Einrichtungsstil. Als wir das siebte Jahr in Folge bei einem Glühwein auf eine ganze Kollektion verspielter und detailreicher Figuren schauten, kam uns die Idee: Wir verpassen ihnen ein Design-Upgrade!

Wir haben viele Menschen kennengelernt, die sich wie wir gern daran erinnern, wie sie in der Adventszeit mit ihren Familien Räucherfiguren, Nussknacker, Pyramiden und co. aufgestellt haben. Diese Weihnachtsdekoration weckt zwar schöne Familienerinnerungen, entsprechen aber oftmals nicht den eigenen ästhetischen Vorstellungen. Da haben wir den Mut gefasst, unser eigenes Label zu gründen, mit dem Ziel die Festtagsdekoration schlichter und moderner zu gestalten.

Welche Vision steckt hinter Erz&Mountain?

Wir möchten Design und Gemütlichkeit in festlich geschmückte Wohnungen bringen. Dabei ist es uns wichtig, Traditionen auf moderne Art zu leben.

Wenn wir an Feiertagen geliebte Ritual zelebrieren, schieben wir den Alltag beiseite. Ob den Weihnachtsbaum schmücken, einen Geburtstagstisch dekorieren, Ostereier verstecken – Traditionen sind etwas Besonderes und zeigen uns, dass wir miteinander verbunden sind. Aber nur was sich gut anfühlt, was zu uns passt, kann als Ritual wertvoll sein, Vertrautheit und Gemeinschaft schaffen. Daher glauben wir, dass wir unsere eigenen Traditionen weiterführen, verändern und neue schaffen können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Schwierigkeit war es, Werkstätten in Deutschland zu finden, die mit traditionellen Handwerkstechniken unsere Designs umsetzen. Uns war es wichtig, unsere Dekorationen regional produzieren zu lassen und auf die alten Techniken in der Holzverarbeitung – das Drechseln und Drehen – zurückzugreifen. Der Fachkräftemangel in der Branche, das Zurückgehen des Holzhandwerks, Lieferschwierigkeiten für bestimmte Hölzer, geschlossene Werkstätten in der Coronapandemie – wir mussten auf dem Weg von der Skizze über den Prototpyen bis hin zum fertigen Produkt einige Hindernisse überwinden. Wir haben den Großteil mit eigenen Mitteln finanziert und auch eine Crowdfundingkampagne gestartet.

Wer ist die Zielgruppe von Erz&Mountain?

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die sich für modernes Design und Interior begeistern, trendbewusste Weihnachts- und Dekofans und all jene, die sich im Alltag gern ihre eigenen, kleinen Rituale schaffen möchten.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Festtagsdekoration ist schlicht, zeitlos und fügt sich mit ihren klaren Formen und natürlichen Farben in jedes heutige Interieur. Sie wird mit der Expertise und Leidenschaft von Holzhandwerkern im Erzgebirge hergestellt. Wir arbeiten mit kleinen Familienbetrieben zusammen, die teilweise schon in fünfter Generation drechseln und schreinern.

Nachhaltigkeit ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir verwenden regionale, FSC-zertifizierte Hölzer und achten bei allen Schritten von der Produktion bis zum Versand auf unseren ökologischen Fußabdruck. Jedes Produkt verpacken wir mit natürlichen Materialien und versenden es klimaneutral in sein neues Zuhause.

Erz&Mountain, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Weihnachten ist erst der Anfang. Es gibt für alle Feiertage und Feste im Jahr viele schöne Traditionen und Dekorationen, die wir neu interpretieren möchten. Design und Gemütlichkeit auch für Karneval und Ostern, Geburtstage und Hochzeiten, Sommersonnenwende und Erntedankfest.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Viel über die Idee sprechen und genau zuhören, was Dein Gegenüber dazu sagt. Eine hohe Frustrationstoleranz und Resilienz aufzubauen für gelegentliche Rückschritte und mit viel Disziplin und Leidenschaft am Projekt dranbleiben.

Wir bedanken uns bei Madlen und Sven für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach machen, nicht nur reden!

0
baybies vegane und zertifizierte Naturkosmetik für Schwangere und Babies

baybies vegane und zertifizierte Naturkosmetik für Schwangere und Babies

Stellen Sie sich und das Startup baybies doch kurz unseren Lesern vor!

baybies setzt neue Maßstäbe an Babypflege und revolutioniert den Markt mit moderner, nachhaltiger und natürlicher zertifizierter Baby-, und Schwangerenpflege. Mein Name ist Sophia Sauter und ich bin eine der Gründerinnen und CEO von baybies. Meine Co-Founderinnen sind Simone Paschedag und Christina Reh, die langjährige Expertise aus der Kosmetikindustrie mitbringen. Mit baybies bauen wir eine moderne und cleane Marke auf, die das klassische Familienbild neu denkt. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee zu der Naturkosmetikmarke baybies entstand aus der Not heraus, denn ich hatte eine lange und beschwerliche Suche nach geeigneten Pflegeprodukten für meine hochsensible Haut hinter mir. Diese endete mit der ernüchternden Erkenntnis: Selbst vermeintlich unbedenkliche Babypflegeprodukte können Mineralöle, Mikroplastik oder allergene Duftstoffe enthalten und sind daher oftmals weder vegan noch nachhaltig und obendrein noch problematisch für sensible Haut. Ich konnte nicht glauben, dass es weder in der Naturkosmetik noch im Babypflegebereich etwas gab, das meinen Ansprüchen gerecht wurde, und fing an nach Produzenten zu suchen, die sich auf reine Naturkosmetik mit natürlichen Inhaltsstoffen und einem nachhaltigen Herstellungsprozess spezialisiert haben.

Was war bei der Gründung von baybies die größte Herausforderung?

Die Suche nach einem geeigneten Produzenten erforderte einiges an Ausdauer und Beharrlichkeit, da viele große Anbieter die Naturkosmetik nur als kleines Nebengeschäft betreiben und wenig Flexibilität hinsichtlich der Rohstoffe und Verpackungsmaterialien bieten konnten. Da ich keine Kompromisse bei den Punkten Natürlichkeit und Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung eingehen wollte, ging die Suche weiter. Schließlich kam der entscheidende Tipp zu einem Produzenten, der den hohen Qualitätsansprüchen der zertifizierten Naturkosmetik gerecht werden konnte und ausschließlich vegane Naturkosmetik herstellt. Dieser Produzent mit Sitz in den Alpen ist ein wahrer Pionier im Bereich der modernen pflanzenbasierten Naturkosmetik. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja definitiv, am Anfang ist selten alles perfekt. Als Gründer muss man flexibel sein und sollte das Risiko nicht scheuen. Unternehmertum ist ein ständiger Lernprozess, durch den man jeden Tag wächst. Natürlich ist aber hier eine Grundvoraussetzung, dass man von der Idee überzeugt ist, daran Spaß hat und sie ausreichend hinsichtlich Marktpotential und Umsetzbarkeit evaluiert hat. 

Welche Vision steckt hinter baybies?

Mit baybies wollen wir im Babymarkt eine neue Ära einläuten und für eine zeitgemäße, tolerante Marke stehen. Wir sind seit Anbeginn und Gründung unseres Unternehmens für unser Handeln verpflichtet, für unsere Umwelt und die zukünftige baybies Generation Verantwortung zu übernehmen. Wir wachsen gemeinsam und können erfolgreich sein, indem wir nachhaltig und wertschätzend handeln.

Ein Umdenken in Richtung veganer, natürlicher und nachhaltiger Produkte mit neuen Designstandards ist unser Anspruch. 

Wer ist die Zielgruppe von baybies?

Obwohl baybies für Babies kreiert wurde, können die Produkte auch von Mamas, Papas, Omas, Opas oder Onkeln und Tanten verwendet werden. Das Körperliebe-Öl oder die Body Lotion ziehen schnell ein, pflegen sowohl ganz junge als auch reife Haut schön zart und bilden dazu stilvolle und coole Elemente im Badezimmer. 

Was ist das Besondere an den Produkten und was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alle Produkte sind dermatologisch getestet, vegan und tierversuchsfrei sowie ausschließlich aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs hergestellt. baybies verzichtet auf den Einsatz von Duftstoffen, Alkohol, synthetischen Inhaltsstoffen und PEGs. Außerdem sind die Produkte frei von Silikonen, Mineralölen oder Mikroplastik. 

Um den nachhaltigen Ansatz konsequent zu verfolgen, verwendet baybies recycelte Verpackungsmaterialien und verzichtet auf die Umverpackung. Dank genderneutralem Design und dem inklusiven Nutzungsansatz für alle, wird baybies den Ansprüchen moderner Familien gerecht. 

baybies, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

baybies will den Babypflege-Markt revolutionieren, Grenzen überwinden und zeigen, dass Familie heute viel weitergedacht werden muss. Klare Werte, authentische Transparenz und eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensstrategie spielen für die Verbraucher von heute eine immer wichtigere Rolle. Wir möchten einen positiven Beitrag zu einer besseren Zukunft leisten und die Verbraucher dabei unterstützen, nachhaltige und natürliche Entscheidungen zu treffen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Man sollte von der Idee wirklich überzeugt sein und sie ausreichend evaluiert haben, sonst hält man keine drei Monate durch. 

Ein gutes Netzwerk (das man sich kontinuierlich aufbauen muss) und natürlich auch viel Spaß bei der Arbeit, sowie Lust jeden Tag vor einer neuen Herausforderung zu stehen. 

Letztendlich geht es aber oft darum: Einfach machen, nicht nur reden! Irgendwann ist genug evaluiert und man muss einfach loslegen. Ideen haben viele, aber machen tun es nur wenige … Und ansonsten auch immer offen für Feedback sein und vor allem auch anderen helfen!

Titelbild: copyright Nell Killius

Wir bedanken uns bei Sophia Sauter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: baybies

Kontakt:

baybies GmbH
Oberhachinger Str.26
82031 Grünwald
Deutschland

https://www.baybies.de/
hello@baybies.de

Anpsprechpartner: Sophia Sauter, Simone Paschedag, Christina Reh

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/baybies_official/

Bleibt gesund

0
ACCURE Batterien

ACCURE analysiert Leistungsdaten von Batterien zum Beispiel in Elektroautos, um sie besser zu machen

Stellen Sie sich und das Startup ACCURE doch kurz unseren Lesern vor!

ACCURE analysiert Leistungsdaten von Batterien zum Beispiel in Elektroautos, um sie besser zu machen. Ein bisschen so wie bei Runtastic für den Sportler. Wir managen weltweit bereits über 250.000 Batteriemodule und arbeiten dazu mit internationalen Automobilkonzernen, Energieversorgern und Versicherungen zusammen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Im Rahmen meiner Promotion an der RWTH Aachen konnte ich tiefe Einblicke in das Potential von Batteriespeichern gewinnen und gleichzeitig sehen, wo wir heute stehen. Eines wurde mir dabei sehr schnell klar. Wir wollen helfen, diese Lücke schnell zu schließen, indem wir die Batterie laufend analysieren und nicht erst nach den Ursachen suchen, wenn sie kaputt gegangen ist. 

Welche Vision steckt hinter ACCURE?

Wir glauben, dass Batterien das wichtigste Puzzlestück der Energie- und Mobilitätswende sind. Mit unserer Cloud Lösung machen wir Batterien schneller besser und beschleunigen damit den Abschied von fossilen Brennstoffen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Jede Wachstumsphase hat ihre eigenen Herausforderungen – für uns als „first time founder“ war die erste Finanzierungsrunde dabei sicherlich besonders komplex herausfordernd. Nach dem wir nun 10 Millionen US-Dollar geraist haben, geht es nun eher um operative Dinge – zum Beispiel: wo bekomme ich hochqualifizierte Entwickler:innen her.

Wer ist die Zielgruppe von ACCURE?

Unsere Kunden kommen aus der Mobilitäts- und Energiewelt, von elektrischen Scootern über Autos, Busse und Schiffe bis hin zu großen Energiespeicheranlagen. Daneben arbeiten wir zum Beispiel mit Versicherungen zusammen – die finden unsere Daten natürlich spannend, um beispielsweise mögliche Batteriebrände zu erkennen und ihnen entgegen zu wirken.  

Wie funktioniert ACCURE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ein bisschen ist es tatsächlich wie bei Runtastic oder wie bei Google Analytics. Die Batterie erhebt selbst ständig Leistungsdaten – aber die Hersteller oder Nutzer machen bislang nichts damit. Diese Daten werden nun in unsere Cloud eingespeichert und analysiert. Und so wie Runtastic mithilfe der Laufdaten erkennt, wie fit ich bin, erkennt die ACCURE Cloud, wie fit die Batterien sind. 

ACCURE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere Vision ist es, jede Batterie auf der Welt zu verbessern. Und wenn ich mir anschaue, was wir in nicht einmal eineinhalb Jahren bereits erreicht haben, bin ich zuversichtlich, dass wir eines Tages zumindest in die Nähe dieses Ziels gelangen werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bleibt gesund: Für mich bedeutet das sieben Stunden Schlaf pro Nacht, drei Einheiten Sport pro Woche und ein Sozialleben auch außerhalb der Company 

Im Zweifelsfall dagegen: Wenn ihr bei potenziellen Teammitgliedern oder Gesellschafter:innen ein Störgefühl habt, sagt nein. Auch wenn es schwerfällt. 

Fokus!: Überlegt euch, was euer persönlicher USP für das Unternehmen ist und konzentriert auch darauf. Als CEO ist dies am Anfang vor allem Vision, Hiring und Fundraising. 

Bild: ACCURE Battery Intelligence GmbH / J. Büthe

Wir bedanken uns bei Kai-Philipp Kairies für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: ACCURE

SmartMiete Interview: Digitale Lösungen für Vermieter

0
SmartMiete Interview: Vermietung digital gedacht

Im SmartMiete Interview erklärt das PropTech-Startup, wie digitale Prozesse die Vermietung für private Vermieter einfacher und sicherer machen

Stellen Sie sich und das Startup SmartMiete doch kurz unseren Lesern vor!

Gerne! SmartMiete ist ein klassisches Startup, das im vergangenen Jahr bei null im deutschen Markt gestartet ist. Dabei ist unsere Situation recht ungewöhnlich, denn wir sind die deutsche Tochtergesellschaft von Husleie.no, einem norwegischen Unternehmen, das dort seit mehr als fünf Jahren sehr erfolgreich ist. In Norwegen laufen mehr als 20 Prozent aller Neuvermietungen privater Wohnungen über Husleie.no.

Die administrativen Aspekte der Vermietung wie Mietvertrag, Mietsicherheit, Übergabeprotokoll, Stromlieferung und Zahlungsverwaltung werden von uns in einem sehr einfachen, voll digitalen Prozess angeboten. Das ist in dieser Form völlig neu in Deutschland.

Ich selbst bin seit zehn Jahren als Gründer und Geschäftsführer verschiedener Startups unterwegs. Unter anderem habe ich eines der ersten Legal-Tech-Startups in Europa gegründet, das wir an einen internationalen Verlagskonzern verkaufen konnten. Zuvor war ich in großen Medienunternehmen tätig und bin ursprünglich gelernter Rechtsanwalt. Mein Mitgeschäftsführer und CEO unserer norwegischen Mutter, Kjetil Olsen, hat ein Unternehmen im Bereich Recruiting gegründet, das von StepStone übernommen wurde. Dort haben wir uns damals auch kennengelernt. Später hat er unter anderem einen Venture-Inkubator in Oslo und das internationale Geschäft der Freelancer-Plattform Upwork aufgebaut.

Welche Vision steckt hinter SmartMiete?

Unsere Vision ist sehr simpel: Wir wollen das Leben von Privatvermietern einfacher und sicherer machen. Private Vermieter von Wohnungen vermieten fast immer nebenberuflich und ohne tiefes Fachwissen. Gleichzeitig sind sie in einem hoch regulierten Bereich unterwegs, mit komplexen und sich ständig verändernden Vorgaben und Stolperfallen. Die damit verbundenen Aufgaben sind zersplittert und aufwendig, von digitalen Erleichterungen ganz zu schweigen. Häufig wird noch mit alten Formularbüchern und am Rand der Legalität gearbeitet. Dem stellen wir einen zeitgemäßen digitalen Prozess gegenüber, der allen Beteiligten Spaß macht und Ärger spart.

Was sind Ihre Aufgaben? Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei SmartMiete aus?

Unsere Aufgaben und unsere Arbeitstage sind sicher ähnlich zu anderen Startups. Dazu gehört auch, dass es „normal“ nicht gibt. Jeder Tag ist anders und birgt unvorhergesehene Überraschungen, in alle Richtungen. Ungewöhnlich ist bei uns auch, dass wir in unserem Heimatmarkt Norwegen bereits ein erfolgsbewiesenes Produkt haben. Das bedeutet, dass wir jeden Tag schauen, ob und was von den dortigen sehr innovativen Ansätzen auch in Deutschland funktioniert. Wir wollen und können sehr intelligente Lösungen in den Markt bringen, müssen aber gleichzeitig darauf achten, dass diese Lösungen lokal verstanden und akzeptiert werden. Das ist eine spannende Herausforderung, die uns von klassischen Startups unterscheidet und enorm viel Potenzial hat.

Wer ist die Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe sind private Vermieter von Wohnraum. Typischerweise sind das Menschen, die eine bis zehn Wohneinheiten geerbt oder als Investment gekauft haben und bei der Vermietung eine Hands-on-Mentalität haben, also nicht große Teile ihrer Rendite an eine professionelle Hausverwaltung weiterreichen wollen.

Wie funktioniert SmartMiete und wo liegen die Vorteile für Vermieter?

SmartMiete bietet genau durchdachte und vollständig digitale Lösungen für Vermieter und Mieter in klar definierten Situationen. Wir wollen weder eine Verwaltersoftware noch eine Plattform für Vermietungsthemen aller Art sein. Stattdessen steht für uns Problemlösung durch Simplizität im Vordergrund.

Ein Beispiel ist der Mietvertrag: Natürlich kann man dafür ein Formular zur Verfügung stellen, und das war’s. Aber wir gehen einen Schritt weiter und überlegen uns im Detail, welche Fragen, Sorgen und Bedürfnisse die Vertragsparteien in der jeweiligen konkreten Situation haben. Und wie wir möglichst einfach, aber mit hohem Qualitätsanspruch Lösungen bieten können.

Wo geht der Weg hin?

Für uns ist völlig klar, dass private Wohnungsvermietungen auf Dauer nicht mit Mietverträgen auf Papiervordrucken, einer analogen Zettelwirtschaft von Mieterselbstauskunft bis Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und der physischen Übergabe verpfändeter Sparbücher stattfinden werden. Die Macht der Gewohnheit ist zwar groß, aber das Bedürfnis nach klaren und komfortablen Prozessen wird größer werden. Auch dieser Lebensbereich wird digitalisiert. Hier werden wir im Laufe der nächsten fünf Jahre große Fortschritte machen.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Wartet nicht auf die eine große Idee und lasst euch nicht von vermeintlicher Konkurrenz abschrecken. Fast alles gibt es irgendwie bereits. Letztlich gewinnt aber nur der, der die Sache überzeugender umsetzt und intelligenter vermarktet.

Zweitens: Organisiert eure internen Abläufe entsprechend allgemein anerkannter Best Practices für innovative Wachstumsunternehmen. So könnt ihr davon profitieren, dass andere vor euch bereits Fehler gemacht und daraus gelernt haben, statt die gleichen Fehler nochmals zu machen.

Drittens: Business is People Business. Wenn ihr wachst, seid ihr nicht mehr Einzelkämpfer, sondern Team. Und echte Teams haben heutzutage weniger mit Tischkicker und Party als vielmehr mit Vertrauen, Delegation und Leistung zu tun.

Wir bedanken uns bei Daniel Biene für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Perfekt ist das Gegenteil von Gut

0
klangio musik audio die gründer schwarz weiss foto sitzend

Klangio: Audio und Musik Analyse mit künstlicher Intelligenz

Stellen Sie sich und das Startup Klangio doch kurz unseren Lesern vor!

Bei Klangio beschäftigen wir uns mit der automatisierten Musiktranskription und wie wir mit Künstlicher Intelligenz das Leben von Musizierenden erleichtern können.

Mit der Klangio KI haben wir ein System entwickelt, mit dem sich vollautomatisch Notenblätter aus Audiodaten generieren lassen und mit Piano2Notes stellen wir für Musizierende weltweit ein Tool zur Verfügung, das speziell für die Transkription von Klavierstücken geeignet ist.

Wir sind Sebastian Murgul und Alexander Lüngen, die beiden Gründer von Klangio.

Sebastian hat am Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) Elektrotechnik im Master mit Schwerpunkt Signalverarbeitung studiert und promoviert dort derzeit zum Thema der Musikanalyse. Alexander hat ebenfalls am KIT studiert und seinen Informatik-Master abgeschlossen. Noch während dem Studium haben wir uns über einen gemeinsamen Freund kennengelernt und arbeiten seitdem zusammen an unserer Vision.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Es hat sich schon früh das Bauchgefühl breit gemacht, das die Klangio KI kein Hobbyprojekt bleiben soll, sonder das von der Technologie mehr Musizierende weltweit davon profitieren könnten. So stand für uns die Frage im Raum: “Sind Musizierende bereit ein KI basiertes Transkriptionssystem zu benutzen? Und wenn Ja, wie muss dieses gestaltet werden?” Einen ersten Prototypen haben wir mit “Melody Scanner” 2017 als Webanwendung  einfach mal veröffentlicht, damals noch komplett kostenlos.

Die ersten Kunden haben sich schnell gefunden und waren zu unserer Überraschung ziemlich begeistert. Wir haben viel konstruktives Feedback und Verbesserungswünsche erhalten. Einige Nutzer haben uns sogar empfohlen damit Geld zu verdienen, was uns letztendlich den Ausschlag dafür gab, das Unternehmen Melody Scanner UG zu gründen.

Neben dem Studium haben wir dann, angespornt durch die positive Rückmeldung der Nutzer, weiter an dem Prototypen und dem KI-System gearbeitet. Nach erfolgreichem Studienabschluss von uns beiden hatten wir dann auch die Finanziellen Mittel zusammen um letztendlich die Klangio GmbH zu gründen.

Welche Vision steckt hinter Klangio?

Künstliche Intelligenz für die Musikwelt zu etablieren und Musizierenden weltweit die Arbeit erleichtern, das ist unsere Vision. KI soll Seite an Seite mit Musizierenden für mehr Freiheit in der Kreativität sorgen. Um das zu erreichen möchten wir ein kleines Klangio-App-Universum schaffen, bei dem es gezielt Anwendungen für jedes Instrument geben wird, um Noten einfach und intuitiv aus Audio generieren zu lassen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der wesentlichen Herausforderungen für uns ist es mit Geduld und Ausdauer an unserer Vision weiter zu arbeiten. Mit der Musiktranskription sind wir mit einem unter Startups exotischen Thema unterwegs. Um während und nach dem Studium weiter an unserer Vision arbeiten zu können, haben wir seit 2020 gebootstrappet. Da die Umsätze mit unserem MVP noch nicht unseren Unterhalt decken, haben wir uns mit Projektarbeit noch ein wenig dazu verdient. 

Wer ist die Zielgruppe von Klangio?

Zur Zielgruppe unserer Apps gehören Musizierende weltweit. Im wesentlichen sprechen wir Hobbymusizierende an, aber auch Musiklehrer*innen, Komponist*innen und Songwriter*innen zählen wir zu unseren Kunden.

Wie funktioniert Klangio? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Magie hinter unseren Apps ist unser selbst entwickeltes Klangio KI-System. Dieses ist in der Lage automatisiert Musikaufnahmen zu analysieren, Töne herauszuhören und in einen musikalischen Kontext einzuordnen. Besonders wichtig ist uns dabei les- und spielbare Notenblätter zu erzeugen, die dann in Form von PDF-Dateien oder speziellen digitalen Musikformaten exportiert werden können.

Das Klangio KI-System benötigt nur wenige Minuten für eine Transkription und erfordert kein musikalisches Vorwissen bei den Nutzern.

Klangio, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben zunächst mal vor unser App-Universum weiter auszubauen und für weitere Instrumente bspw. Guitare dedizierte Anwendungen bereit zu stellen. Auch die Transkription der Melody aus einem beliebigen Song ist ein interessanter Anwendungsfall. Ein Tool für professionelle Anwender steht ebenso auf unserer Agenda wie die Kooperation mit großen Musikhäusern und internationalen Künstler*innen. In 5 Jahren wollen wir uns einen festen Platz im Alltag von Musizierenden sichern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Geht möglichst früh an Kunden mit eurem Produkt/eurem Service raus um schnell Feedback zu erhalten.
  • Perfekt ist das Gegenteil von Gut, in kurzer Zeit können sich die Umstände verändern und eine Gute Lösung zu Perfektionieren ist plötzlich überflüssig
  • Einfach mal machen, statt alles zu zerdenken

Wir bedanken uns bei Alexander Lüngen und Sebastian Murgul für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Holt euch Leute mit dem gleichen Mindset an Bord

0
YOYABA performance marketing scale-ups

YOYABA Performance Marketing Department as a Service für Scale-ups und Start-ups

Stellen Sie sich und das Startup YOYABA doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Tim Rath und ich habe 2019 gemeinsam mit meinem Schul- und Studienkollegen Samuel Fleck und meinem Vater Christian Rath die Performance Marketing Agentur YOYABA gegründet. Im Prinzip verstehen wir uns jedoch weniger als klassische Agentur, sondern mehr als Performance Marketing Department as a Service. Denn für unsere Kunden – schnell wachsende Start- und Scale-ups – liefern wir statt seitenlanger Strategiekonzepte messbare Ergebnisse, die auf konkrete Businessziele einzahlen. Besonders wichtig ist es uns, offen mit unseren Kunden zu kommunizieren und individuell auf ihre Bedürfnisse einzugehen – denn jeder Scale-Up Prozess ist individuell. Darüber hinaus hat vor allem unsere interne Unternehmenskultur einen enorm hohen Stellenwert bei YOYABA.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Dass mir Social Media und Performance-Marketing gut liegen habe ich schon während des Studiums herausgefunden. Damals hatte ich einen Instagram-Account mit rund 20.000 Followern, auf dessen Basis habe ich einen eigenen Onlineshop aufgesetzt und mir so Geld dazu verdient. Mein Pflichtpraktikum habe ich dann in der Social-Media-Abteilung einer renommierten Werbeagentur gemacht und schnell gemerkt, dass die Prozesse hier super zäh und nicht wirklich ergebnisorientiert sind. Gerade mit meinem Background als Web-Shop-Inhaber wusste ich ja, dass vor allem die Kosten pro Neukunde und der erzielte Umsatz zählen. Das hat mich motiviert, eine eigene, radikal Performance-orientierte Agentur zu gründen. Gemeinsam mit Samuel und meinem Vater Christian hatten wir als Gründerteam die perfekte Mischung aus Online-Marketing- und Management-Know-How, um richtig durchzustarten.

Welche Vision steckt hinter YOYABA?

Mit YOYABA wollen wir Sparringspartner der Unternehmen von morgen sein und zur Nummer eins Performance Agentur für Start- und Scale-ups in Deutschland werden. Dafür wollen wir vor allem unser Team aus ambitionierten Talents weiter ausbauen und Standorte außerhalb unserer Heimatstadt Hamburg eröffnen – und wer weiß, vielleicht auch außerhalb Deutschlands. Grundsätzlich soll in Zukunft beim Stichwort Performance Marketing jeder direkt unseren Namen im Kopf haben. Und vielleicht entsteht aus der Agentur ein Venture Capital Business, sodass wir zukünftig nicht nur fortgeschrittene Scale-Ups unterstützen, sondern uns von Anfang an bei vielversprechenden Start-Ups beteiligen können. Wir werden sehen

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als wir vor zwei Jahren YOYABA gegründet haben hatten wir weder Kapital noch Kontakte. Das war schon schwierig, vor allem weil sich in der Branche viele für Expert:innen halten, ohne wirklich zu wissen, was sie tun – eine geschützte Berufsbezeichnung gibt es nicht. Auch hatten wir unsere Zielgruppe anfangs noch nicht gefunden und machten beispielsweise Kampagnen für lokale Handwerksunternehmen. Mit unserem ersten größeren Kunden, einer Rocket-Internet Tochter, kamen wir dann allerdings mit der Start-up-Welt in Berührung und haben festgestellt, dass die Menschen hier genauso leidenschaftlich für ihre Sache brennen wie wir. Ab diesem Zeitpunkt war klar: das ist unsere Zielgruppe. Und das zahlte sich aus. Insgesamt 80 Kunden haben wir schon betreut, darunter Ducati, 10xDNA (Frank Thelen) und simpleclub.

Wer ist die Zielgruppe von YOYABA?

Wir brennen vor allem für hypergrowth Start- und Scale-ups mit digitalen Geschäftsmodellen, beispielsweise im Software-as-a-Service- oder Direct-to-Consumer-Bereich. Denn mit unserem performance-getriebenen Ansatz zahlen wir optimal auf die Bedürfnisse dieser Unternehmen ein und verhelfen ihnen zu einer schnellen und gleichzeitig nachhaltigen Umsatzsteigerung. Unser Team liebt komplexe Challenges und neue Herausforderungen – genau das bietet diese Zielgruppe. Sofern das Mindset stimmt arbeiten wir aber auch gerne mit anderen, schon etablierten Kunden wie Ducati oder HRS zusammen.

Wie funktioniert YOYABA? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Fundiertes Performance Marketing ist komplex und besteht aus weitaus mehr als schönen Posts. Jedoch kann sich heute jede:r als Marketing Experte bezeichnen, ohne wirklich zu wissen was er oder sie tut. Denn eine geschützte Berufsbezeichnung gibt es nicht. Auch traditionelle Agenturen sind keine echte Lösung für schnell wachsende Scale Ups. Eher im klassischen Marketing angesiedelt, beschäftigen sie sich meist mehr mit Awareness- und Brandingkampagnen statt mit konkreten Performance-Zielen und liefern damit keine messbaren Ergebnisse. Gefangen in starren Prozessen fehlt oft die Motivation, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Ein Versäumnis, das sich junge, schnell wachsende Unternehmen nicht leisten können.

Genau deshalb haben wir YOYABA gegründet. Optimal auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppe zugeschnitten, spielen bei uns Kennzahlen und Tracking von der ersten Sekunde an mit die größte Rolle. Anhand dieser optimieren wir Kampagnen nach und nach und erzielen so schnell messbare Ergebnisse, die auf die Businessziele unserer Kunden einzahlen. Mit unseren beiden Tochterunternehmen für Videoproduktion und Software-Entwicklung, vereinen wir zudem alle notwendigen Expertisen unter einem Dach und können schnell reagieren, ohne in endlosen Feedback-Schleifen stecken zu bleiben. Nicht zuletzt durch unser junges und hochmotiviertes Team begegnen wir unseren Kunden auf Augenhöhe und können ihre Bedürfnisse extrem gut verstehen. Mittlerweile profitieren wir auch von unserer breiten Erfahrung aus vielen verschiedenen Scale-Ups, die uns bei neuen Projekten zugute kommen und einen Vorteil verschaffen.

YOYABA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Schon im nächsten Jahr wollen wir unser Team verdoppeln und somit in den nächsten fünf Jahren eine der größten und bekanntesten Performance Marketing Agenturen Deutschlands werden. Um noch näher an unseren Kunden zu sein, werden wir außerdem zwei neue Standorte in Deutschland eröffnen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

People First: Holt euch Leute mit dem gleichen Mindset an Bord, denn: “Culture eats Strategy”

Fokussiere dich am Anfang darauf so schnell wie möglich Kunden zu gewinnen und tu alles für sie – bau die besten Success Stories überhaupt. Vor allem ganz am Anfang haben wir viele Aufträge for free und lediglich für die Referenz gemacht. Da musst du durch.

Starte nicht alleine, sondern mach es wie wir: suche die die besten Geschäftspartner und hab gemeinsam ganz viel Spaß während der Reise. Sowohl bei Fehlschlägen als auch bei Erfolgen. Denn: “Happiness is only real when shared.”

Wir bedanken uns bei Tim Rath für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: YOYABA

Kontakt:

YOYABA GmbH
Dorotheenstraße 64
D – 22301 Hamburg

https://yoyaba.com/
hello@yoyaba.com

Ansprechpartner: Tim Rath

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/yoyaba-gmbh/
Instagram: https://www.instagram.com/yoyabagmbh/
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCU8jX-2nbzvxznUZI9hQp7g

Eigene Wege gehen

0
biotechnologischer Polyethylen nachhaltig recyceln

Beworm entwickelt einen biotechnologischen Prozess, um den Massenkunststoff Polyethylen nachhaltig zu recyceln

Stellen Sie sich und das Startup beworm doch kurz unseren Lesern vor!

Beworm entwickelt einen biotechnologischen Prozess, um den Massenkunststoff Polyethylen nachhaltig zu recyceln. Dabei arbeiten wir mit selbst isolierten Mikroorganismen und deren Enzymen, um die langen Kohlenwasserstoffketten des Polymers aufzuspalten und kürzere Fragmente zu erhalten. Diese kurzkettigen Moleküle sind sogenannte Intermediates, also Rohstoffe, die man in der petrochemischen Industrie wieder einsetzen kann. Dadurch entsteht ein Produktkreislauf, der fossile Rohstoffe und CO2 einspart und die Schwächen etablierter Technologien ausgleicht. 

Wir, Eleonore (Industriedesignerin), Stefan (Biologe & Ingenieur) und Verena (Mikrobiologin) haben uns über das Netzwerk der TU München kennen gelernt und arbeiten seit 2020 mit großem Ehrgeiz und einem tollen Support-Netzwerk an der Uni an unserem Traum. Unterstützt werden wir dabei von verschiedenen Lehrstühlen und Professoren, sowie Studierenden aus den unterschiedlichsten Disziplinen. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Weil wir festgestellt haben, dass man allein durch das Aufzeigen eines wirtschaftlichen Potenzials eine ganz andere Schlagkraft hat. Uns geht es in erster Linie um die Lösung des Problems und dafür suchen wir den schnellsten Weg. 

Obwohl wir noch in der Transferphase von Forschungsprojekt zu Unternehmen stecken, haben wir einen ganz klaren wirtschaftlichen Fokus und entwickeln die Anwendung von Anfang an mit – das unterscheidet uns von den meisten Teams, die an ähnlichen Themen arbeiten. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Kombination aus ökonomischer und ökologischer Denkweise der größte Katalysator für diese Art von Forschung ist. Und wir brauchen dringend Lösungen, wenn wir nicht in Plastik versinken wollen! 

Was war bei der Gründung von beworm die größte Herausforderung?

Ein Unternehmen zu gründen ist an sich schon eine große Herausforderung, aber ein Biotech-Unternehmen zu gründen legt nochmal eine Schippe drauf. Man hat mit langen Entwicklungszeiten, hohem Kapitalbedarf und aufwändiger Bürokratie zu kämpfen. Besonders das Finanzierungsthema ist sehr schwierig, weil man für die meisten für uns geeigneten Programme schon einiges an Forschungsleistung aufweisen muss – und diese Vorleistung zu finanzieren ist grenzwertig für ein junges Team. Außerdem muss man sich schnell Wissen in den verschiedensten Bereichen aneignen und flexibel bleiben. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall, anders geht es gar nicht. Eine Idee wird immer erst durch den Prozess der Umsetzung scharf, vorher ist sie nur ein Konzept. Die Idee an sich ist schon eine Art „Prototyp“, mit dem man loszieht und ihn verschiedensten Leuten in die Hand drückt. Nur durch das Feedback von Branchenexperten, Wissenschaftlern, Businessleuten usw. kriegt man überhaupt ein Gefühl dafür, ob man auf der richtigen Spur ist. Man sollte sich nie in seine erste Idee verlieben und dann krampfhaft daran festhalten, sondern immer wieder iterieren und hinterfragen. 

Welche Vision steckt hinter beworm?

Die Vision ist es, eine disruptive Technologie zu entwickeln, die einen entscheidenden Beitrag zur Lösung des Kunststoffproblems leistet. Dabei denken wir systemisch und setzen auf Zusammenarbeit. Wir sind als Generation dafür verantwortlich, den Wandel zum nachhaltigen Wirtschaften voranzutreiben und genau das wollen wir tun. Und während auf politischer Ebene noch darüber redet wann man wie mal anfangen könnte was zu machen, sind wir schon längst dran, gemeinsam mit vielen anderen Startups in Deutschland und Europa.   

Wer ist die Zielgruppe von beworm?

Die Zielgruppe sind Unternehmen, die in der Kunststoffproduktion und Verwertung tätig sind. Das sind zum einen global agierende Großkonzerne der chemischen Industrie und ihre Lieferketten, zum anderen Abfallverwerter der dualen Systeme. Am längeren Hebel sitzen erstere, da sie den Markt dominieren und am meisten Einfluss haben. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Da biotechnologisches Recycling von fossilen Kunststoffen eine sehr neue Technologie ist, gibt es nicht so viele andere Anbieter. Der größte Player in dem Feld ist ein französisches Unternehmen, das sich aber auf einen anderen Kunststoff (PET) konzentriert, wodurch sich die Prozesse doch stark unterscheiden. Ein ungarisches Startup setzt auf eine ähnliche Technologie, allerdings mit dem Ziel gemischte Kunststoffe vollständig abzubauen. Als konkurrierender Prozess könnte auch das chemische Recycling angesehen werden, da es auf ähnliche Endprodukte abzielt – allerdings bei einem wesentlich höheren Energieaufwand. 

Wir sind allgemein positiv gegenüber Wettbewerbern eingestellt, weil die Lösung des Kunststoffproblems viele verschiedene Technologien brauchen wird. Außerdem gibt es im Moment noch mehr als genug Plastik für uns alle.  

beworm, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten gerade daran, durch eine Finanzierung den Transfer zum Unternehmen zu schaffen und zeitnah gründen zu können. Technologisch ist die Identifikation der Schlüsselenzyme in unseren Mikroorganismen der nächste wichtige Schritt. Sobald wir wissen, welche Enzyme für den Abbau verantwortlich sind, können wir diese optimieren und den Prozess skalieren. Dafür können wir uns auch eine Partnerschaft mit etablieren Protein-Engineering Unternehmen vorstellen, um diesen Schritt zu beschleunigen. In fünf Jahren würden wir gerne auf unserer Pilotanlage stehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Eigenen Weg gehen – man sollte nicht zu viel nach links und rechts schauen, sondern lieber auf das eigene Bauchgefühl vertrauen.

Standhaft bleiben – man erlebt eine ständige Achterbahnfahrt und muss oft über sich hinauswachsen. Dabei sollte man versuchen, an der Vision festzuhalten, sich immer wieder daran zu erinnern, wofür man angetreten ist.

Spaß haben – es ist ein großes Privileg, sein eigenes Projekt umsetzen zu können. Man sollte diese Erfahrung genießen, egal ob es am Ende klappt oder nicht! 

Wir bedanken uns bei bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Neueste Beiträge