Mittwoch, Mai 13, 2026
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Bleiben Sie hartnäckig, aber seien Sie flexibel

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Klippa: Quittungen und Dokumente organisieren und verwalten

Stellen Sie sich und das Startup Klippa doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Yeelen Knegtering, und ich bin einer der Mitbegründer und CEO von Klippa. Meine Leidenschaft ist die Entwicklung digitaler Produkte, die den Menschen helfen, Zeit mit administrative Schwierigkeiten zu sparen und Zeit mit den Dingen zu verbringen, die sie lieben. Ich habe Klippa mit der Idee gegründet, dass es einen besseren Weg geben muss, um Quittungen zu organisieren und zu verwalten. Heute ist Klippa ein Unternehmen für die Digitalisierung von Dokumenten, das sich auf die Digitalisierung und Automatisierung von Dokumentenströmen für Unternehmen auf der ganzen Welt konzentriert.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben selbst erlebt, wie frustrierend große Mengen an Papierkram sind, die manuell bearbeitet werden müssen und unsere Produktivität einschränken. Deshalb haben wir beschlossen, etwas dagegen zu tun und Menschen auf der ganzen Welt Zeit zu schenken, damit sie diese Zeit für wichtige oder lustige Dinge nutzen können!

Welche Vision steckt hinter Klippa?

Zeit ist eines der wertvollsten Güter, die Menschen besitzen. Deshalb sollte sie für wichtige Dinge verwendet werden und nicht für Dinge, die sich wiederholen und nur einen geringen Mehrwert haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

In den Anfangstagen von Klippa arbeiteten wir sehr “bootstrapped” (Gründung eines Unternehmens ohne externe Hilfe oder Betriebskapital). Wir sind immer noch sehr kosteneffizient, aber Klippa wird heute von unternehmerischen Investoren unterstützt, um schneller wachsen zu können.

Wer ist die Zielgruppe ?

Klippa hilft Unternehmen, die Dokumente für Verwaltungszwecke in großen Mengen verarbeiten. Dabei kann es sich um Finanzdokumente, Ausweisdokumente, Logistikdokumente und viele andere Arten von Dokumenten handeln. Wir automatisieren Aufgaben wie das Sortieren, die Dateneingabe, Kontrollen und Überprüfungen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Klippa ist auf die Verarbeitung großer Mengen ausgerichtet. Daher bieten wir eine sehr schnelle und skalierbare Infrastruktur. Darüber hinaus bieten wir eine breite Unterstützung für verschiedene Dokumententypen, so dass wir für größere Unternehmen ein One-Stop-Shop sein können.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Klippa hat den Ehrgeiz, der größte automatisierte Dokumentenverarbeiter in Europa zu sein, mit Respekt für Mensch und Natur. Dies erreichen wir, indem wir unseren Wachstumskurs von über 100 % pro Jahr fortsetzen und gleichzeitig CO2-neutral arbeiten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Beharrlichkeit ist die wichtigste Eigenschaft. Geben Sie niemals auf!

Seien Sie flexibel. Bleiben Sie hartnäckig, aber seien Sie flexibel genug, um verschiedene Ansätze auszuprobieren.

Lernen Sie immer weiter. Während Ihrer unternehmerischen Reise müssen Sie sich und Ihr Unternehmen immer wieder neu erfinden, und Wissen ist die Kraft, dies erfolgreich zu tun.

Wir bedanken uns bei Yeelen Knegtering für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Klippa

Kontakt:

Klippa App B.V.
Lübeckweg 2
9723 HE Groningen
The Netherlands

https://www.klippa.com/de/startseite/
support@klippa.com

Ansprechpartner: Yeelen Knegtering, Rick Nieters

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/klippaapp/

Kenne dich selbst

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bullfinch

bullfinch Climate FinTech, das lokale Energiewenden ermöglicht

Stellen Sie sich und das Startup bullfinch doch kurz unseren Lesern vor! 

Robin Haack: Ich bin Robin Haack, 34, und Gründer und CEO bei bullfinch. bullfinch ist ein Climate FinTech, das lokale Energiewenden ermöglicht und so global den Übergang zu sauberer Energie beschleunigt. Wir reden von Energiewenden im Plural, da sich aus unserer Sicht viele Millionen von Immobilieneigentümern für ihre eigene Energiewende entscheiden müssen, um effektiven Klimaschutz und eine effiziente Anpassung an den Klimawandel zu ermöglichen. bullfinch fungiert hier als Bindeglied zwischen innovativen CleanTechs mit direktem Endkundenkontakt und institutionellen Investoren, und schließt damit gleichzeitig die Lücke zwischen zwischen Kapital und Investitionsgütern. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Robin Haack: 2009 habe ich meine Bachelorarbeit über CO2-Emissionen im Güterverkehr geschrieben. Seitdem war mir bewusst, dass die Menschheit die Erde aufs Spiel setzt. Selbst derzeitige Klimaziele basieren auf Mittelwerten und spielen daher Roulette mit der Zukunft unseres Planeten. Der jüngste IPCC-Bericht hat das noch einmal sehr drastisch gezeigt. 

2010 habe ich dann meine Masterarbeit über Basel III – Kapital- und Liquiditätsregulierungen im Bankenwesen – geschrieben und seitdem war mir bewusst, dass das traditionelle Bankenwesen nur noch begrenzt langfristige Investitionen tätigen kann. 

Seit 2010 hat sich allerdings sehr wenig getan. Wir haben viel zu wenig in Klimaschutz investiert. Daher wurde meine Motivation immer stärker ein Unternehmen zu gründen damit wir unseren Planeten für zukünftige Generationen erhalten. 

Welche Vision steckt hinter Bullfinch? 

Robin Haack: bullfinch hat es sich zum Ziel gesetzt, die Infrastruktur für Investitionen in dezentrale erneuerbare Energieanlagen zu ermöglichen. Diese Vision wird durch bullfinchs Technologieplattform umgesetzt, indem Clean-Energy-as-a-Service Produkte einfach gebündelt, finanziert, standardisiert und verwaltet werden können. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Robin Haack: Die größten Herausforderungen bisher waren die Gewinnung unseres ersten Partners, die Sicherung von Projektkapital und die Refinanzierung unseres ersten Portfolios. 2020 haben wir uns mit Commitments von Angels finanziert und seit diesem Jahr mit VCs. Nächstes Jahr wird ein Großteil der Finanzierung von Infrastrukturfonds und/oder Family Offices kommen. 

Wer ist die Zielgruppe von Bullfinch? 

Robin Haack: Unser Geschäft basiert auf einem B2B2(C/B)-Modell. Das heißt, dass wir nicht Endkunden akquirieren, sondern Partner. Unsere Partner sind derzeit CleanTechs und große Energieversorger. In der Zukunft kann dies jedoch auch Eigentümer von großen Immobilienportfolios oder Automobilkonzerne einschließen. 

Wie funktioniert Bullfinch? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Robin Haack: In einem ersten Schritt arbeitet bullfinch am Aufbau der Grundstrukturen und -prozesse, von Kreditrisikoprüfungen in Echtzeit bis zum automatisierten Mahnwesen und der automatisierten Verarbeitung von Versicherungsfällen. Im zweiten Schritt nutzen wir die hohe Diversifizierung der Portfolios, um – wie in den USA üblich – in Form von Verbriefungen direkten Zugang zum Kapitalmarkt zu ermöglichen. Im dritten Schritt geht es ins DeepTech: In dieser Phase werden wir nicht mehr von Asset Backed Securities (Verbriefungen) – sondern von Asset Backed Currencies – reden. bullfinch ist weltweit der einzige Anbieter von digital integrierten FinTech Lösungen für Energiedienstleister. Wir heben die Standards auf ein kapitalmarktfähiges Level, um langfristig die Kapitalkosten senken zu können. Wir verstehen uns als Partner für Generationen und wir bauen unseren Wissens- und Technologievorsprung jeden Tag aus. 

Herr Haack, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Robin Haack: Erstens sollte bullfinch bis dahin ein globales Unternehmen sein, das es ermöglicht hat, Milliarden an Kapital in lokale Energiewenden zu investieren. Zweitens haben wir bis dahin hoffentlich dazu beigetragen, dass asset-backed currencies verstanden und bereits investierbar sind. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Kenne dich selbst. 

Wachse langsam, vor allem vor dem Product/Market Fit. 

Mache deine Unternehmenskultur zur Priorität.

Wir bedanken uns bei Robin Haack für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mehr Mut, an seine eigene Idee zu glauben

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Heyn Home Edi Theresa Heyn Ordnungs- und Organisationscoach

Theresa Heyn, Ordnungs- und Organisationscoach sowie Gründerin und Inhaberin von Heyn Home Edit im Gründertalk

Stellen Sie sich und das Start-up Heyn Home Edit doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Theresa Heyn. Ich komme aus Ganderkesee bei Bremen und bin Ordnungs- und Organisationscoach mit dem Schwerpunkt berufstätige Frauen mit Familie. 

Als Mutter von drei Kindern und berufstätige Frau mit Haus, Hund, Garten und selbstständigem Ehemann weiß ich um die Herausforderungen, denen sich arbeitende Frauen mit Familie heute jeden Tag stellen, kenne aus eigener Erfahrung den Mental Load, den sie jeden Tag im Kopf bewegen, und die verschiedenen Bälle, die sie gleichzeitig in der Luft halten. Aus diesem Grund habe ich Heyn Home Edit gegründet. Mit meiner Expertise als Coach im Bereich Ordnung und Organisation möchte ich Frauen dabei  unterstützen, sich diesen Herausforderungen mit voller Kraft, Energie und Aufmerksamkeit zu stellen.

Im Rahmen meines dreimonatigen Coachings unterstütze ich sie dabei, den Spagat aus Familienarbeit und beruflicher Karriere dauerhaft zu meistern, um endlich mit einem aufgeräumten Gefühl die freie Zeit mit der Familie zu genießen. Mit meinem neu gegründeten Ordnungs-Club biete ich außerdem einen wegweisenden Kompass aus der Ferne an. Tägliche Mails mit Handlungsanweisungen zeigen so den Weg in eine aufgeräumte Zukunft auf. Zusätzlich können sich alle Clubmitglieder untereinander in einer geschlossenen Facebookgruppe austauschen.

Darüber hinaus spreche ich in meinem Podcast „Ordnung ist das halbe Leben“ über Tipps und Tricks, um Haushalt und Alltag harmonisch miteinander in Einklang zu bringen. Dazu lade ich auch immer wieder interessante Gäste aus den verschiedensten Bereichen ein.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich glaube, mein Gespür für Ordnung und Organisation wurde mir schon in die Wiege gelegt und kam bereits bei zahlreichen Umzügen in meiner Kindheit zum Einsatz. Daher kommt wohl auch meine Fähigkeit, mich problemlos von materiellen Dingen lösen zu können. Freunde und Familie haben mir im Laufe der Jahre immer wieder Komplimente zu meinem aufgeräumten und strukturierten Haushalt gemacht. Im privaten Umfeld gelte ich schon lange als Ordnungs- und Organisationsexpertin. Mein Bruder riet mir dann zu einem eigenen Podcast und den startete ich tatsächlich im November 2020. Die Pilotfolge wurde in den ersten sechs Monaten 40.000 Mal gedownloadet, was zeigt, dass das Interesse an meinem Thema da ist. So habe ich mich tatsächlich entschieden aus meiner Leidenschaft einen Beruf zu machen und gründete am 1. April 2021 Heyn Home Edit.

Was war bei der Gründung von Heyn Home Edit die größte Herausforderung?

Aus einer privaten Leidenschaft den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit zu wagen, war die größte Herausforderung. Außerdem kamen auch einige Bereiche dazu, von denen ich keine oder nur wenig Ahnung hatte – ein Corporate Design zu entwickeln beispielsweise oder auch die eigene Homepage zu gestalten und über passendes Bildmaterial zu den Themen zu verfügen. Noch heute bin ich sehr froh, dass mein Bruder mich in solchen Dingen immer wieder unterstützt.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall! Nur die Idee selbst muss perfekt sein, denn dann entstehen aus ihr immer wieder neue Pläne und Ziele. Meine Idee ist auch heute noch nicht zu Ende gedacht, sondern wird immer größer. Gestartet bin ich ja letztlich auch mit einem Podcast, aus dem wiederum Heyn Home Edit entstanden ist. Auch jetzt sprudle ich ständig vor neuen Ideen. Wichtig ist bei allen Projekten nur, dass man von ihnen überzeugt ist, nur dann kann die Idee überhaupt perfekt sein.

Welche Vision steckt hinter Heyn Home Edit?

Ich glaube daran, dass Frauen in der Lage sein sollen, sich im Beruf selber zu verwirklichen, um ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dass sie sich nicht mehr zwischen Familie und Karriere entscheiden müssen. Die Frauen zu unterstützen ist meine Mission, dafür trete ich jeden Tag an.

Wer ist die Zielgruppe von Heyn Home Edit?

In erster Linie sind berufstätige Frauen mit Familie meine Zielgruppe. Natürlich dürfen sich aber auch alle anderen Menschen angesprochen fühlen, die Interesse daran haben, mehr Struktur und Ordnung in ihren Alltag zu bringen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für mich ist Heyn Home Edit nicht nur ein Job, es ist Teil meines Lebens, weshalb sich der Job wie von selbst daraus ergibt. Dank meiner jahrelangen Erfahrung als Mutter und Hausfrau kann ich auf Augenhöhe unterstützen und sozusagen von Frau zu Frau beraten.

Heyn Home Edit, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mein anvisiertes Ziel ist, dass Heyn Home Edit in fünf Jahren Europas größtes Coaching-Unternehmen im Bereich Ordnung und Struktur für berufstätige Frauen mit Familie ist – die Nummer 1 für ein aufgeräumtes Privatleben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Glaubt an euch und eure Idee!

Vernetze dich auch mit Menschen aus anderen Bereichen, die ein positives Mindset aufweisen und dich persönlich weiterbringen. Stichwort: Von Profi zu Profi.

Lasse dich von Rückschlägen nicht unterkriegen – sieh sie als Motivation!

Wir bedanken uns bei Theresa Heyn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Jedem von der eigenen Idee erzählen und sich Feedback einholen!

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EgoEsy t-shirts botschaften

EgoEsy T-Shirts auf Biobaumwolle mit individuellen Botschaften

Stellen Sie sich und das Startup EgoEsy doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Dr. Alexandra Cerny, ich bin selbständig als Kulturmanagerin mit meiner Agentur FILOMELE, Mama von zwei kleinen Kindern und Gründerin von EgoEsy. EgoEsy ist das erste Kleidungsstück, dass eine nachhaltige Nutzung neu denkt.  EgoEsy ist ein T-Shirt aus Biobaumwolle mit einer transparenten Fronttasche und macht individuelle Botschaften und Kunstwerke trag- und sichtbar – und somit jederzeit austauschbar! 

Das Interesse an kreativen und individuellen Kleidungsstücken ist anhaltend groß, was sich an zahlreichen Print-, Motto- und Statementshirts zeigt. Doch alles, was bedruckt, bestickt oder bebügelt wird, bleibt auch in dieser Form! Eigentlich unvorstellbar, wenn man bedenkt, wie schnell sich die Interessen von Groß und Klein ändern. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin bereits seit 2015 mit meiner Kulturagentur FILOMELE selbständig tätig. Durch Corona mussten wir sämtliche Kulturveranstaltungen absagen – für mich der Moment, in dem ich die unzähligen Botschaften, die zuhause entstanden sind, mobil machen und nach draußen bringen wollte.

Was war bei der Gründung von EgoEsy die größte Herausforderung?

Die Produktentwicklung während der Coronapandemie neben meinen Aufgaben als Mutter von zwei kleinen Kindern zu starten. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Unbedingt! Denn die Idee entwickelt sich, das Produkt oder die Dienstleistung verändert sich im Prozess. Den perfekten Moment für die Gründung gibt es meiner Erfahrung nach nicht.

Welche Vision steckt dahinter?

Mit EgoEsy wollen wir dem schnelllebigen Trend, jederzeit ein neues individuelles Kleidungsstück haben zu wollen, entgegenwirken und eine nachhaltige Plattform für Botschaften und Kreativität schaffen! Ihr entscheidet selbst, welches Motiv oder welchen Spruch ihr am Körper tragen wollt – und könnt dies jederzeit selbst schnell austauschen. EgoEsy bietet mehr Individualität, Nachhaltigkeit und Kreativität im Alltag und der Mode.

Wer ist die Zielgruppe ?

Alle, die ihre Ideen zeigen und tragen möchten: die Lieblingsfarbe oder -spruch, die Kinderzeichnung, die „Hab Dich Lieb“-Botschaft, kleine Fundstücke und Basteleien, das Firmenlogo, der eigene Name etc.. Das EgoEsy Shirt bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten im Beruf wie Privatleben.

Was ist das Besondere an EgoEsy?

EgoEsy vereint Individualität, Nachhaltigkeit und Kreativität in der Mode und regt an, sich selbst zu überlegen, was man am Körper tragen und präsentieren möchte. Ergänzend gibt es EgoEsy Kreativsets aus nachhaltigen Materialien und EgoEsy Workshops für Kinder und Jugendliche für individuelle Kunsterlebnisse.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

EgoEsy ist das erste Kleidungsstück, dass selbst gestaltet – und jederzeit wieder verändert werden kann.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren ist EgoEsy mit einer Kollektion aus verschiedenen Kleidungsstücken und Produkten am Markt etabliert und wir führen EgoEsy Workshops analog und digital für Schulen, Jugendeinrichtungen und Firmen- sowie Teamevents durch.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

„Einfach“ mal machen und starten – abhängig von den eigenen Ressourcen und Kapazitäten. Denn lieber in kleinen Schritten vorankommen, als die eigene Idee gar nicht ausprobieren.

Jedem von der eigenen Idee erzählen und sich Feedback einholen!

Anfangen, sich ein breites Netzwerk aufzubauen – analog und digital.

Wir bedanken uns bei Alexandra Verena Cerny für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: EgoEsy

Kontakt:

Alexandra Verena Cerny
Kolpingstraße 47F
86356 Neusäß
Deutschland

https://www.egoesy.de
hallo@egoesy.de

Ansprechpartner: Dr. Alexandra Verena Cerny

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/egoesyshirt-101227722102599
Instagram: https://www.instagram.com/egoesy.shirt/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-alexandra-verena-cerny-29871797/

Von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen zu lassen

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Vetain veganes Proteinpulver

Vetain: veganes Proteinpulver in Bioqualiltät in nachhaltiger Verpackung

Stellen Sie sich und das Startup Vetain doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Philipp Riedl und Luca Gruber aus Zorneding, ca. 20km südöstlich von München. Wir sind begeisterte Sportler und haben uns daher auch vor knapp 4 Jahren beim Sport kennengelernt. 

Im August 2020, nach dem Abitur, gründeten wir unser Start-Up „Vetain“, in das wir seither all unsere Energie gesteckt haben. Das Ziel: Sportlern und ernährungsbewussten Menschen leckere und natürliche Proteinpulver in Bioqualität samt nachhaltiger Verpackung anbieten zu können. Vetain setzt sich aus den Begriffen „vegan & sustainable“ zusammen, auf Deutsch: vegan und nachhaltig. Wir bieten damit eine gesunde und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Proteinquellen am Markt, die wir bis dato vermisst haben. Wir vertreiben unsere Produkte primär über unseren Onlineshop.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Im Herbst 2019 entschied sich Luca dazu, vegan zu werden. Da wir uns daher zu diesem Zeitpunkt sehr stark mit unserer Ernährung auseinandergesetzt haben, wurde uns schnell klar, dass unser Konsum von Molkenprotein mit ca. einem halben Liter Milch pro Tag einfach nicht gesund sein konnte.

Dies machte sich nach einiger Zeit auch an unserer Haut bemerkbar.

So stiegen wir auf veganes Proteinpulver um. Hier wurden wir jedoch immer enttäuscht: Entweder schmeckte der Shake extrem sandig, künstlich oder er enthielt minderwertige Zusatzstoffe. Des Weiteren störte die wenig umweltfreundliche und nachhaltige Verpackung aus Plastik und Aluminium, in der die jeweiligen Proteine verpackt waren.

Wir dachten uns: „Das können wir doch besser!“

Welche Vision steckt hinter Vetain?

Zum einen möchten wir natürlich allen Menschen helfen, die so wie wir damals auf der Suche nach einer guten veganen Proteinzufuhr sind. Hier sollte immer die Qualität an erster Stelle stehen. Lange Zutatenlisten, Süßstoffe und künstliche Aromen sind für uns genau das Gegenteil von dem, was wir unter gesunder Ernährung verstehen. 

Außerdem wollen wir der nächsten Generation eine Welt hinterlassen, die lebenswert ist. Daher haben wir uns vorgenommen, die Lebensmittelbranche nachhaltig zu verändern. Dazu gehört für den Anfang, pro Produkt drei Bäume zu pflanzen, soziale Projekte zu unterstützen und faire Preise zu propagieren, damit sich mehr Menschen eine gesunde Ernährung leisten können. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir standen schon vor einigen Herausforderungen. Die größte Herausforderung für uns selbst waren die Lieferschwierigkeiten. Durch die Corona-Pandemie, die Suez-Kanal-Krise und das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen kam es zu extrem starken Verzögerungen bei Zulieferern. Dadurch hat sich unser Launch um knapp 3 Monate nach hinten verschoben. Außerdem war es anfangs sehr kompliziert, einen Hersteller zu finden, der nachhaltige, lebensmittelgeeignete Verpackungshülsen ohne Kunststoff und Aluminium herstellt. Bis heute sind wir zum Beispiel noch auf der Suche nach umweltfreundlichen Sample-Tütchen.

Durch unsere Kickstarter-Kampagne konnten wir im März dieses Jahres erfolgreich innerhalb von drei Wochen über 16.000€ einsammeln. Das war für uns der Grundstock, mit dem wir die erste Produktion anschieben konnten.

Wer ist die Zielgruppe von Vetain?

Unsere Kernzielgruppe besteht primär aus Sportlern. Darüber hinaus sehen wir, dass auch mehr und mehr ernährungsbewusste Verbraucher sich mit dem Thema Protein auseinandersetzen. So ist unser Produkt im Grunde für jeden interessant, der sich gerne gesund und eiweißreich ernähren möchte. Und hier ist noch wichtig zu sagen: Veganes Proteinpulver ist nicht nur eine Option für Veganer! Nur weil jemand Fleisch isst, heißt das nicht, dass veganes Protein nichts auch für ihn oder sie eine Alternative ist.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Gegensatz zu vielen Anbietern am Markt stand für uns von Anfang an fest, ausschließlich hochwertigste Zutaten zu verwendet. So ist es uns gelungen, mit ausschließlich natürlichen Zutaten ein bio-zertifiziertes Produkt zu entwickeln, das sehr gut schmeckt und cremig ist. Auch unsere Nährwerte sind top. 

Neben unseren fertigen Proteinmischungen bieten wir darüber hinaus auch personalisierbares Superfood-Protein an. Das Besondere daran ist, dass man sich sein Protein – ähnlich wie beim Konzept von mymuesli – selbst zusammenstellen kann. Superfood-Varianten wie Acerolapulver oder Acai und vieles mehr stehen zur Auswahl. Außerdem sind alle unsere Produkte nachhaltig verpackt. Das bedeutet, wir benutzen überhaupt kein Plastik oder Aluminium für die Produktverpackung und auch für die Versandverpackungen, die zum Großteil aus Graspapier und Altpapier bestehen. Emissionen, die sich aus Herstellung und Logistik ergeben, gleichen wir durch ein Aufforstungsprojekt mit unserem Partner „Eden-Reforestation-Projects“ aus. 

Vetain, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Langfristig wollen wir unser Produktportfolio um weitere Lebensmittel erweitern und den Schritt in den Einzelhandel wagen. Da unser Name uns ermöglicht, in puncto Produkten sehr flexibel zu sein, stehen uns alle Möglichkeiten offen. Unsere zwei unumstößlichen Grundsätze, vegan und nachhaltig, sind dabei unser Leitstern. Auch die Expansion in andere Märkte wollen wir langfristig anstreben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir würden angehenden Gründern raten, sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Fehler sind menschlich und man lernt zum Glück daraus. Und ein langer Atem ist wichtig – es zahlt sich letztendlich immer aus. Außerdem muss man als Bootstrapped-StartUp auf jeden Fall die Finanzen im Griff haben – wir legen viel Wert darauf, quasi immer in real-time über unsere Finanzsituation im Bilde zu sein. Bei wichtigen Dingen lohnt es sich jedoch auch, Experten zu Rate zu ziehen. So kann man sich manches Lehrgeld sparen.

Und ein letzter Tipp – der banal klingt, aber schon oft zum Scheitern von Projekten führte: Vor der Namensgebung eines Produkts / einer Dienstleistung auf jeden Fall eine Markenrecherche durchführen und dann Domains und Marke anmelden.

Wir bedanken uns bei Philipp Riedl und Luca Gruber für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Setzt euch regelmäßig wichtige Ziele

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Legal Analytics

Wir bei Legal Analytics haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Rechtswelt mit intelligenten Legal Tech Anwendungen zu revolutionieren. Mit unseren Leistungen können Anwälte, Syndizi und Mitarbeiter von Fachabteilungen enorm entlastet werden. Dafür nutzen wir künstliche Intelligenz (KI), die Verträge schneller prüfen und bearbeiten sowie notwendige Daten aus den Dokumenten extrahieren kann. Durch diese Prozessoptimierung können Abteilungen, die ohnehin schon unter Personalmangel leiden, Abläufe standardisieren und mehr Platz für elementare Aufgaben schaffen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Geschäftsidee ist innerhalb eines Förderprogramms der d.velop AG entstanden. Schnell hat sich aber herauskristallisiert, dass eine hohe Nachfrage und ein extremes Potenzial bestehen. Deshalb fanden sich u.a. Till Werner und David Schonebeck, als Gründer zusammen. Till entwickelt die KI hinter unserer Software seit dem ersten Tag und David unterstützt das Business Development, ebenfalls von Anfang an. Die persönlichen Gründe spielten dabei auch eine große Rolle. Die eigenen Träume und Ziele verfolgen, die Faszination, etwas komplett Neues aufzubauen, sowie Selbstverwirklichung und Eigenverantwortung waren die Gründe, die die Beiden vollständig von der Gründung überzeugt haben.

Wirft man einen Blick in die Zukunft, so ist uns allen klar, dass die Themen Robotik, Digitalisierung und künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle spielen werden – egal, ob im beruflichen oder privaten Umfeld. Unsere Vision ist es deshalb, den Arbeitsalltag von Anwälten und Legal Counsels mithilfe von künstlicher Intelligenz effizienter zu gestalten. Dafür haben wir Services entwickelt, die massentauglich für Kanzleien und Unternehmen. Um dies möglich zu machen, nutzen wir Funktionen wie die automatisierte Text- und Mustererkennung sowie die automatische Dokumentenanalyse. Dabei ist es unser stetiger Anspruch, unsere Software für jeden optisch ansprechend, intuitiv und einfach bedienbar zu machen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da man als Startup nur wenige Kundenreferenzen hat und wir noch keine große Bekanntheit im Markt haben, war es in der Vergangenheit extrem schwer, Kunden zu finden, die bereit sind, die Digitalisierung in ihrem Unternehmen voranzutreiben und proaktiv mitgestalten möchten. Dies war, wie für jedes Startup, auch eine Herausforderung für uns. Dadurch, dass nur wenige Unternehmen auch in der frühen Phase mitwirken wollten, war es für uns in der Vergangenheit schwer, direktes Kunden-Feedback zu erhalten. 

Verträge generell durchlaufen verschiedene Geschäftsebenen, von der Fachabteilung über den Legal Counsel zu dem Head of Legal bis zur Geschäftsführung. Die Verwendung unserer Software zahlt sich für jeder dieser Positionen aus, beispielsweise zur Vertragserstellung, -bearbeitung oder -prüfung. Außerdem kann unsere Software alle Dokumente unabhängig von der Vertragsart analysieren, weshalb sie auch für andere Geschäftsbereiche wie Vertrieb, Einkauf und Logistik von Nutzen ist. Generell lässt sich festhalten, dass die Anwendung unserer Software sinnvoll ist, wenn viel Text gelesen, kontrolliert und gegebenenfalls bearbeitet werden muss. 

Wir bieten drei verschiedene Dienstleistungen an, die allerdings alle auf derselben künstlichen Intelligenz basieren: der digitale Assistent, die automatische Dokumentenanalyse und die Systemintegration. Der Unterschied liegt dabei hauptsächlich bei dem Schwerpunkt der einzelnen Leistungen. Der digitale Assistent eignet sich am besten für die ganzheitliche Vertragserstellung, -bearbeitung und -prüfung, wohingegen sich die automatische Dokumentenanalyse vordergründig für die Prüfung großer Datenmengen lohnt. Somit eignen sich diese beiden Services eher für den Endanwender in Rechtsabteilungen. Die Systemintegration setzt bei der Digitalisierung ganzer Geschäftsprozesse an und eignet sich daher eher für Unternehmen, die unsere Analysetechniken mit bereits vorhandenen Systemen nutzen möchten.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor unseres Produkts ist, dass wir bereits die hohe Eintrittsbarriere überschritten haben, der grundsätzlich alle KI-Unternehmen anfangs unterliegen:

Durch starke Partnerschaften haben wir einen stabilen Zugang zum Markt, wir besitzen eine große, interne Datenbank und ein qualifiziertes, interdisziplinäres Team, welches die Schlüsselressourcen eines starken KI Start-ups darstellen. Unsere Crew sorgt für eine stetige Weiterentwicklung unserer KI, damit diese auch die neusten Klauseln und Gesetzesänderung erkennen kann. Wir sind froh Leute bei uns zu haben, die über enorm viel Erfahrung in dem Bereich Dokumentenmanagement und -analyse verfügen und somit auch komplexe Unternehmensprozesse verstehen und die Probleme hinter solchen Prozessen greifbar machen können. Bis man einen skalierbaren Produktstatus erreicht braucht ein Geschäftsmodell ein hohes Anfangsinvestment, um finanziell zum Tragen zu kommen.

Diese Schwelle haben wir bereits übertreten und sind anderen Mitbewerbern somit einen Schritt voraus. Der wirklich wichtige Faktor ist jedoch die künstliche Intelligenz hinter dem Produkt. Viele betiteln einfache Mustersuchen als künstliche Intelligenz. Dieses Analyseverfahren funktioniert nach unseren Erfahrungen jedoch eher als ein ergänzendes Mittel, nicht aber für eine genaue Analyse. Deshalb haben wir eine fortschrittliche Intelligenz entwickelt, die Sätze erkennt, auch wenn Wortpaarungen nicht auf den eigentlichen Inhalt hinweisen oder andere Wörter verwendet werden. 

Diese Frage ist immer schwer zu beantworten, da von einem Startup ein stetiges Anpassen an den Markt gefordert wird. Dennoch ist es unser Ziel, national mehr Partner und Kunden für uns gewinnen und ein wichtiger Partner für die Industrie und Fachteilungen werden. Doch auch für den internationalen Markt sehen wir große Chancen, weshalb unsere Software und unsere Oberfläche bereits jetzt zweisprachig programmiert sind. Unsere Ziele für die nächsten fünf Jahre sind somit klar definiert: Wir wollen ein national und international operierendes Unternehmen sein, welches im Enterprise Segment agiert und ungefähr fünf Millionen Euro Umsatz im Jahr macht. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Drei Tipps, von denen unsere Gründer sich wünschen, sie hätten sie vorher bekommen: 

Die Unternehmensgründung gleicht einer Hochzeit. Also seid nicht bescheiden bei der Wahl eurer Geschäftspartner und entscheidet nicht willkürlich darüber. Wägt ab, welche Vor- und Nachteile entstehen könnten. Am besten habt ihr bereits vorher mit der Person zusammengearbeitet und wisst, welche Arbeitsweise und -moral die infrage kommende Person hat. 

Lasst euch euer Leistungsangebot auch vergüten. Viele Unternehmen denken, sie könnten die Situationen kleiner Startups ausnutzen. Auch wenn ihr denkt, dass daraus ein zahlender Kunde entstehen könnte, ihr eine besondere Challenge oder eine gute Referenz darin seht, verlangt wenigstens eine kleine Gebühr für eure Leistung. 

Gründen ist kein Ponyhof. Seid euch darüber im Klaren, dass eine Selbstständigkeit auch ein Verlust von Lebensqualität über Jahre hinweg bedeutet. Ihr investiert viel Zeit und Geld darin, ohne wirklichen Gewinn daraus zuschlagen. Unser Pro-Tipp dafür: Setzt euch regelmäßig wichtige Ziele, die ihr nach einer bestimmten Zeit erreichen möchtet. Gelangt ihr zu diesen Zielen, macht weiter und hört nicht auf, für eure Überzeugung zu kämpfen. Erreicht ihr diese Ziele nicht, überdenkt noch mal euer Geschäftsmodell oder schlagt eventuell einen anderen Weg ein.

Wir bedanken uns bei David Schonebeck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wairify Luftreiniger im Interview: Saubere Luft ohne Filte

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Wairify Luftreiniger: Saubere Luft ohne Filter wairify viren bakterien luftreiniger

Im Interview erklärt das Startup die Technologie hinter dem Wairify Luftreiniger und wie filterlose Systeme die Luftreinigung nachhaltig verändern

Stellen Sie sich und das Startup Wairify sowie den Wairify Luftreiniger kurz unseren Lesern vor!

Gern! Mein Name ist Michael Dietzen. Ich bin CEO und einer der Gründer von Wairify.
Wairify bietet eine neue Luftreinigungstechnologie und eine umweltfreundliche Alternative zu HEPA-Systemen an. Unser Luftreiniger macht nachweislich und effektiv Viren und Bakterien unschädlich und scheidet dabei auch Partikel wie Pollen, Schimmelsporen oder lungengängige Mikrofeinstäube aus der Luft – und das ohne teure Filter oder unhygienische Filterwechsel!

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Das ist eher aus einem Zufall heraus entstanden. In meiner Tätigkeit als Director Business Planning & Strategy der Woco Group teilte ich mir ein Büro mit dem Entwicklungsleiter Dr. Anton Wolf. Die Woco Group ist ein klassisches mittelständisches Unternehmen, das den größten Teil des Umsatzes als Zulieferer in der Automobilindustrie verdient.

2019 sprachen wir über eine Technologie auf Plasmabasis zur Abscheidung von Partikeln im Motorraum, die er entwickelt und seit dem Jahr 2011 weiter perfektioniert hat. Anwendung fand die Technologie – trotz der technischen Überlegenheit gegenüber anderen konventionellen Lösungen – leider noch nicht. Die Elektrifizierung der Antriebe und die zögerliche Haltung der Automobilhersteller bei der Integration neuer Technologien verhinderten bisher eine Serienapplikation. Das war unserer Ansicht nach verschenktes Potenzial.

Und so fingen Anton und ich an, über Lösungen zur Verwendung der Technologie in der Luftreinigung nachzudenken, und hatten schon Anfang 2020 den ersten Prototypen hergestellt.

Wir gründeten die Wairify GmbH, ein Corporate Spin-off der Woco Group. Dr. Anton Wolf ist Mitgründer und CTO von Wairify.

Wir wussten, dass die Technologie kleinste Ölpartikel abscheiden kann. Der ultimative Test für die Technologie sollte jedoch die Fähigkeit werden, auch im Bereich von Nanopartikeln zu reinigen. Zum Zeitpunkt der ersten Tests lag also nichts näher als der Test mit RNA-Viren wie dem SARS-CoV-2-Virus. Mit dem erfolgreichen Test des ersten Prototypen beim Biotech-Institut in Gütersloh, bei dem wir eine Inaktivierungsrate von 99,9993 % erreichten, hatten wir den Nachweis, auf den wir gehofft hatten.

In Zusammenarbeit mit BCG und der auf digitale Startups spezialisierten Tochter BCG Digital Ventures arbeiteten wir unter anderem an Planung und Marktstudien. Um das Ganze aufgrund der akuten Brisanz schnell in agilen Strukturen zur Entwicklung zu bringen, entschieden wir uns gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Gesellschaftern der Woco, Wairify auszugründen.

Welche Vision steckt hinter Wairify?

Die Industrie der Luftreinigung funktioniert fast ausschließlich mit physischen Filtermedien wie zum Beispiel HEPA-Filtern, die regelmäßig ausgetauscht und entsorgt werden müssen. Den globalen Markt für Luftreinigungsanwendungen haben wir mit BCG zusammen auf etwa 18 Milliarden Euro geschätzt – davon rund ein Drittel für mobile Luftreinigungsgeräte. Zu dieser Marktgröße muss der Verkauf von Ersatzfiltern addiert werden – aus unserer Sicht eine ökologische Katastrophe. Nachhaltige Technologien spielen aktuell kaum eine Rolle, sicher auch aufgrund mangelnder technischer Alternativen. Wir bieten mit der filterlosen und wartungsfreien Wairify-Technologie eine bessere Alternative.

Die Vision hinter Wairify ist aber mehr als nur eine Luftreinigungsfunktion. Die Lebensräume werden immer enger und pathogene Mikroorganismen oder Gifte sind allgegenwärtig. Denken Sie nur an Schimmelbefall, der allein in Deutschland jährlich einen Sachschaden von über 4 Milliarden Euro verursacht. Dabei sprechen wir noch nicht über die Folgen von durch Schimmel verursachten Erkrankungen.

Laut einer Untersuchung der Harvard T.H. Chan School of Public Health verbringen wir bis zu 90 Prozent unseres Lebens in geschlossenen Räumen, die unsere Gesundheit oftmals stärker belasten als die Außenluft. Baustoffe, Reinigungsmittel, Feinstaub oder Sporenbildung können dazu beitragen.

Wir arbeiten an der nächsten Generation der Luftsensorik. Mit diesen Sensoren werden wir in der Lage sein, zum Beispiel Schadstoffe wie Schimmel anhand ihres spezifischen Geruchs zu erkennen – viel früher und effizienter als der Mensch es kann. Mit der dahinterliegenden künstlichen Intelligenz entsteht ein neuronales Netzwerk zur Identifikation schädlicher Merkmale.

Das wiederum bietet die Möglichkeit, Wairify über klinische Studien für die Diagnose von Erkrankungen einzusetzen. Bereits heute gibt es erste Erfolge in der olfaktorischen Diagnostik, zum Beispiel bei Parkinson. Stellen Sie sich vor, Ihr Wairify-Gerät sagt Ihnen, ob Sie möglicherweise an einem mit Kariesbakterien befallenen Zahn leiden – und das nur durch die Analyse Ihres Atems.

Von der Idee bis zum Start: Was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir hatten den Vorteil, dass wir die Woco Group im Hintergrund haben und auf jahrzehntelange Entwicklung, Erfahrung sowie Infrastruktur zurückgreifen konnten und können. Die größten Herausforderungen lagen tatsächlich im technischen Bereich.

Das oberste Ziel war es, einen Luftfilter ohne Filter zu entwickeln, der ohne jegliche Austauschkomponenten auskommt. Darauf sind wir extrem stolz.

Ein Consumer-Produkt zu industrialisieren und gleichzeitig eine digitale Premium-Marke aufzubauen, ist etwas völlig anderes, als Zulieferer für einen Autohersteller zu sein. Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns, dennoch bin ich begeistert, wie zügig wir das bisher umgesetzt haben.

Die bisherige Finanzierung erfolgte ausschließlich über die Woco Group. Das Ziel ist es aber, Wairify schnell finanziell eigenständig aufzustellen. Dazu sind wir kurz davor, einen weiteren strategischen Investor an Bord zu holen, der zudem Wissen und Erfahrung im Bereich Consumer Electronics einbringen wird.

Wer ist die Zielgruppe des Wairify Luftreinigers?

Die Pandemie hat den Bedarf für Luftfilter extrem gesteigert und die Zielgruppe deutlich verbreitert. Um die Ansprache besser abzustimmen, haben wir diese in verschiedene Gruppen unterteilt.

Unser Wairify One wurde in einer Fastlane industrialisiert, um insbesondere der akuten Nachfrage von Schulen, Kitas und Unternehmen gerecht zu werden. Das EPP ist extrem robust, leicht und kann auch Stöße problemlos verkraften. Zudem entstehen keine Folgekosten für Wechselfilter.

Auch durch unser Design unterscheiden wir uns klar von anderen Anbietern. Vielen Konkurrenten sieht man ihren Ursprung in der Industrie oder Medizintechnik an – ihr Auftreten ist oft sehr funktional. Gastronomen, Hoteliers oder Büroausstatter, die viel in ihr Interieur investieren, möchten keinen weißen Kunststoffklotz in ihre Räume stellen.

Der Wairify Home ist in erster Linie für Privatnutzer gedacht. Sein mit dem Red Dot ausgezeichnetes Design passt sich in die Wohnwelt ein, lässt sich in Smart-Home-Systeme integrieren und bietet zusätzliche digitale Services.

Wie funktioniert der Wairify Luftreiniger?

Die Raumluft wird durch rundum angebrachte Lufteinlässe ins Gerät eingesogen. Dieser Luftstrom passiert ein ringförmiges Plasmafeld, wodurch die enthaltenen Partikel aufgeladen werden.

In der Luft vorhandene Organismen und Viren werden im Plasmafeld zerstört beziehungsweise deaktiviert und unschädlich gemacht. Diese werden in einem Wasserfilm auf einer Gegenelektrode aufgenommen und abtransportiert.

Die gereinigte Luft strömt anschließend nahezu verlustfrei aus dem Gerät aus. Das zur Reinigung benötigte Wasser kann einfach über eine Schublade eingefüllt und ausgetauscht werden.

Wo liegen die Vorteile des Wairify Luftreinigers?

Wairify vereint drei Produktkategorien in einem Gerät.

Luftreinigung: Kleinste Fein- und Ultrafeinstäube bis 0,01 Mikrometer werden aus der Luft entfernt und im Wasser gebunden.

Luftentkeimung: Das Energiefeld macht Viren und Bakterien unschädlich.

Geruchsneutralisierung: Gerüche werden im Gerät neutralisiert. Anders als andere Systeme setzt Wairify kein Ozon frei, sondern wandelt vorhandenes Ozon in Sauerstoff um.

Zudem kommt Wairify ohne Wechselfilter aus, wodurch die Gesamtkosten geringer sind und die Lösung deutlich nachhaltiger ist als klassische HEPA-Systeme.

Was unterscheidet Wairify von anderen Anbietern?

Vor der Pandemie war der Markt für Luftreiniger weitgehend gesättigt. Es gab wenig Innovation. Die meisten Technologien basieren auf dem einfachen Prinzip, ein Filtermedium vor einen Lüfter zu setzen.

Im Zuge der Pandemie entstand eine Art Goldgräberstimmung mit vielen neuen Anbietern, die einfache oder zugekaufte Lösungen anbieten – oft ohne echte Innovation.

Wairify: Wo geht der Weg hin?

Wir wollen das Thema Luftqualität ganzheitlich betrachten und die Lebensqualität unserer Nutzer verbessern. Nach der Etablierung unserer Technologie ist die Integration in Smart-Home-Systeme ein wichtiger Schritt.

Wairify soll automatisiert mit dem Zuhause kommunizieren und sich an Wetter, Heizung und das Verhalten der Nutzer anpassen. Dabei spielt die Sensorik eine zentrale Rolle.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich bin überzeugt, dass wir ganz neue Erkenntnisse zur Raumluft gewinnen und lernen werden, intelligenter damit umzugehen. Schon heute arbeiten wir mit wissenschaftlichen Partnern zusammen, um unsere Produkte weiterzuentwickeln und passende Services anzubieten.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Habt den Mut, Risiken einzugehen. Scheitern gehört zum Alltag. Oft entschädigt eine richtige Entscheidung für viele falsche.

Baut ein Team auf, das mit Herzblut bei der Sache ist. Fachliche Expertise ist wichtig, aber die Einstellung der Menschen ist entscheidend.

Verliert das Ziel nicht aus den Augen. Manche Kompromisse sind notwendig – aber zentrale Ziele sollten nicht verwässert werden.

Wir bedanken uns bei Michael Dietzen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sucht die perfekt passenden Mitstreiter aus, die euer Mindset teilen

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Numbat Batteriespeicher Schnellladesäule

Numbat umweltfreundlicher, stationärer Batteriespeicher mit einer integrierten Schnellladesäule

Stellen Sie sich und das Startup Numbat doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Martin Schall und Dr.-Ing. Maximilian Wegener, die Gründer von Numbat. Viele Jahre haben wir im Management und in der Entwicklung eines High-Tech Maschinenbau-Unternehmens mit Schwerpunkt Batterietechnologie gearbeitet. In Gesprächen mit damaligen Kunden, bezogen auf die Herausforderungen der E-Mobilität, kam uns der Gedanke einer eigenen Unternehmensgründung. Im Februar 2021 war es dann so weit, wir gründeten das Cleantech-Startup Numbat in Kempten (Allgäu) und haben den ersten umweltfreundlichen, stationären Batteriespeicher (Numbat) mit einer integrierten Schnellladesäule (> 300 kW) entwickelt. Zukünftig wird dadurch das Schnellladen von Elektroautos flächendeckend, unkompliziert und wirtschaftlich tragfähig möglich sein. Gleichzeitig bieten wir mittels unserer Technologie B2B-Applikationen an, die den Energieverbrauch eines Unternehmens optimieren. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ganz einfach – weil wir gesehen haben, dass ein vernünftiges und unserer aktuellen Zeit angepasstes Schnellladen nicht möglich ist. Zwar gibt es in den letzten Jahren einen starken Aufwärtstrend von Neuzulassungen im Bereich der E-Fahrzeuge, jedoch fehlt es an Schnellladesäulen, die in kurzer Zeit und flächendeckend aufgebaut werden können. Mit den herkömmlichen Schnellladesäulen wird der flächendeckende Ausbau, insbesondere auch in ländlichen Bereichen, nicht wirtschaftlich tragfähig sein und damit viel zu langsam vorwärts gehen. Sollte das so bleiben, wird das zu einem großen Problem. Das wollen wir lösen! 

Welche Vision steckt hinter Numbat?

Wir wollen die Elektromobilität stärken und die Energiewende aktiv mitgestalten! Unser Ziel ist es deshalb, die dichteste Schnellladeinfrastruktur Europas aufzubauen. Unser Batteriespeicher reduziert die Stromkosten und entlastet die Netze, während die integrierte Schnellladestation es Kunden/Besuchern/Mitarbeitern ermöglicht, ihre Elektrofahrzeuge innerhalb von 15 Minuten zu 80 % aufzuladen. Einfach gesagt: Der Batteriespeicher lädt sich aus dem normalen Stromnetz mit Ökostrom oder selbst generiertem PV-Strom aus ihrer Solaranlage auf und gibt den Strom schnell an das Auto ab, wenn der Bedarf da ist. Mit der patentierten Klimaschutztechnologie und dem Multi-Lifecycle-Ansatz ist der Numbat eine der nachhaltigsten Lösungen auf dem Markt. Als Cleantech-Startup sehen wir uns in der Verantwortung, anderen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich der CO2-Neutralität ein großes Stück anzunähern und umweltschonender agieren zu können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Mit der Ausgründung aus der Hochschule Kempten über Exist haben wir mit dem dortigen Allgäuer Netzwerk die ersten Schritte gemacht. Die Unterstützung durch das Digitale Gründerzentrum Allgäu hat uns dabei enorm geholfen. Weitere Förderungen, wie z.B. die Bezuschussung eines Forschungsprojektes mit knapp 800.000 € vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, sind wichtige Finanzierungsbausteine. 

Herausforderungen gibt es viele und das täglich, da wir uns in einem Markt befinden, der einerseits hoch technisch und komplex ist, und sich andererseits durch Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in einem andauernden Wandel befindet.

Wer ist die Zielgruppe von Numbat?

In erster Linie sind unsere Zielkunden alle B2B Kunden, deren Endkunden eine kurze Aufenthaltsdauer (20-50 Minuten) am Standort haben. Dazu zählen beispielsweise Einzelhandel, Tourismus, Autohäuser, Krankenhäuser, Tankstellen etc. Dort wird die Nachfrage nach einem Schnellladen enorm steigen. Indirekt auch die Fahrer von Elektrofahrzeugen (B2C), die die Nachfrage nach Schnellladesäulen ausmachen.

Wie funktioniert Numbat? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das disruptive Geschäftsmodell und die neuartige Technologie ist regional übergreifend skalierbar. Entgegen anderen Anbietern entlasten unsere Numbats das Stromnetz, sind einfach zu installieren und mittels B2B-Anwendungen wirtschaftlich tragfähig. Der Kunde spart durch die Eigenverbrauchsoptimierung jährlich Stromkosten und, im Vergleich zu herkömmlichen Schnellladesäulen, die Anschlusskosten ans Mittelspannungsnetz bzw. Baukosten für eine Trafostation. Numbat übernimmt von der Bedarfsanalyse über die Installation, Wartung und den Betrieb alles. Wir sind somit der erste Anbieter von „Energy Storage as a Service“. Als nachhaltig denkendes Unternehmen haben wir außerdem eine patentierte Technologie entwickelt, bei der eine Batterie nicht schon bei einem „State of Health“ von 80 % direkt thermisch verwertet wird, sondern ihr Leben durch einen gezielten Austausch nicht mehr funktionsfähiger Batteriezellen um bis zu drei Mal verlängert werden kann.

Numbat, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Proof of concept – das Schnellladenetz Allgäu (alle 10 KM ein Numbat) – wird Ende des Jahres 2021 erreicht. Wir schaffen es also bis Mitte 2022 das dichteste Schnellladenetz Europas im ländlich strukturierten Allgäu aufzubauen und beweisen damit, dass unser Modell skalierbar ist. In 5 Jahren sehen wir uns als einen der führenden Anbieter von Schnellladeinfrastruktur in Europa. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Für uns war es extrem wichtig, dass unsere Business Angels neben der finanziellen Unterstützung vor allem Know-how und Kontakte mit eingebracht haben. Das sollte auch bei der Suche oder Entscheidung von Gründern im Vordergrund stehen. 

Nehmt euch Zeit um alle Finanzierungsmöglichkeiten und Förderungen sehr detailliert zu verstehen und auszuarbeiten. Erst danach sollte gegründet werden. 

Sobald eine gewisse Größe erreicht ist und die ersten Mitarbeiter eingestellt werden: Auch wenn es länger dauert, nehmt nicht einfach Leute an Bord, um die Lücken zu füllen. Sucht die perfekt passenden Mitstreiter aus, die euer Mindset teilen. 

Wir bedanken uns bei Martin Schall und Dr.-Ing. Maximilian Wegener für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich trauen und Fehler machen

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Julies Babysticker Textilaufkleber

Julies Babysticker sind plastikfreie, flexible und leicht ablösbare Textilaufkleber

Stellen Sie sich und Julies Babysticker doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, mein Name ist Julia Schwarz. Ich bin seit 11 Jahren als Augenoptikermeisterin in einer Augenklinik tätig. Meine Erfahrungen und mein Hintergrundwissen haben mich dazu bewegt Julies Babysticker zu entwickeln. Das sind plastikfreie Textilaufkleber, die man in das Innere vom Kinderwagendach, im Babybett oder Autorücksitz rein klebt. Viele Babys werden im Kinderwagen oder bei längeren Autofahrten unruhig. Das führt automatisch dazu, dass Eltern gestresster werden. Diese einfache Erfindung, verhilft sowohl Eltern als auch Babys entspannter zu werden. Es fördert die visuelle Wahrnehmung, zudem erweckt es Babys Aufmerksamkeit. Die Aufkleber halten gut auf verschiedenen Stoffen, sind aber trotzdem leicht ablösbar. Das Material (Acetatseide) ist flexibel und plastikfrei, bei Bedarf kann man sie auch wieder verwenden.
Julies Babysticker wurden gemeinsam mit einer Orthoptistin und zwei Augenärzten, anhand der Farben und Formen entwickelt.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin auch Mama von zwei wunderbaren Kindern, die meine Inspiration waren, Julies Babysticker ins Leben zu rufen. Wie auch viele andere Babys wollten meine beiden Kinder nicht im Kinderwagen liegen bleiben, weil die sich langweilten, es war in manchen Situationen ziemlich stressig für mich. Da habe ich es mit Bildern im Inneren vom Kinderwagendach versucht und als ich gesehen habe, wie interessiert und zufrieden meine Zwei die bunten Bilder angeschaut haben, stand für mich fest: Diese entspannte Zeit beim Spaziergang oder Autofahren – in der sich Ihr Baby beschäftigt, keiner Mama vorenthalten möchte. 

Was war bei der Gründung die größte Herausforderung?

Den Hersteller und das richtige Material zu finden. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich nur in Deutschland produzieren werde, obwohl die Herstellungskosten und das Material in Deutschland natürlich viel teurer ist als im Ausland. Was mich aber ziemlich enttäuscht hat, dass viele Firmen kein Interesse haben mit einem Startup zu arbeiten wollen. Da man ein neues Werkzeug anfertigen müsste (wird aber in Rechnung gestellt), neues Material einkaufen und denen ist es natürlich auch bewusst, dass man am Anfang nicht so viele Stückzahlen abnehmen wird.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, natürlich. Bei mir war es so und bei vielen anderen auch, wie ich durch die Gespräche mit Startups erfahren habe. Man startet mit einer noch unperfekten Idee und verbessert es im Laufe der Zeit. Auch wenn man denkt, dass die Idee schon perfekt ist, könnte es sein, dass die Kunden noch mal ein wertvolles Feedback oder Verbesserungsvorschläge liefern, was man dann noch mal berücksichtigt.

Welche Vision steckt hinter Julies Babysticker?

Babys mit Julies Babystickern abzulenken und zu fördern, um die Eltern dadurch ein bisschen zu entspannen und zu erleichtern, weil die Babys gerne die bunten Bilder anschauen und dadurch länger im Kinderwagen liegen bleiben oder ruhiger bei Autofahrten sind. Mein Ziel ist es, dass alle frischgebackene Eltern in Deutschland und später auf der ganzen Welt die Julies Babysticker kennen und sie zu Erstausstattung von Babys gehören.

Wer ist die Zielgruppe von Julies Babysticker?

Vor allem sind es Schwangere, junge Mütter und Väter. Viele Eltern achten schon sehr früh auf die Förderung von Ihren Kindern. Natürlich auch Verwandte oder Freunde, die Julies Babysticker als Geschenk zu Geburt oder als ein Mitbringsel kaufen möchten. 

Was ist das Besondere an den Stickern?

– Julies Babysticker fördern die visuelle Wahrnehmung
– Erwecken die Aufmerksamkeit – die Babys bleiben gerne länger im Kinderwagen
– Um Blickrichtung des Babys zu ändern – entgegengesetzt seiner Lieblingsseite
– Babygerechte Motive und Farben wurden zusammen mit Augenärzten von einer Augenoptikermeisterin entwickelt
– Textilaufkleber (aus Acetatseide) sind flexibel, plastikfrei und wieder verwendbar
– Sie sind selbstklebend und hinterlassen keine Klebereste
– Sie wurden in Deutschland hergestellt

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ich habe nichts Vergleichbares auf dem deutschen Markt gefunden. Natürlich gibt es auf dem Markt verschiedene Arten von Aufkleber, jedoch sind Julies Babysticker aus Acetatseide und wurden speziell mit Augenärzten entwickelt. Sie fördern die Entwicklung von Augen schon im Babyalter und tragen dazu bei, dass Kinder im Kinderwagen/Autositz abgelenkt sind und ruhiger sitzen/liegen.

Da die Augenmuskeln von Babys in den ersten Wochen noch koordiniert werden müssen, ist es einfacher für das Baby auf ein festes als auf ein bewegtes Objekt zu schauen. Hier haben die Aufkleber einen klaren Vorteil gegenüber Mobiles und die Eltern brauchen auf keine Befestigungsmöglichkeiten zu achten.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte bald nicht nur in meinem online Shop verkaufen, sondern auch im Handel bei großen Kinderwagenausstatter und Babygeschäften meine Produkte vertreiben.

Später möchte ich in die therapeutische Richtung gehen. Ein paar Kinderaugenärzte mit den ich zusammen arbeite sind der Meinung, dass es sich positiv auf die Förderung der visuellen Wahrnehmung bei Babys mit angeborener Fehlsichtigkeit auswirken kann. Im Moment gibt es nichts Vergleichbares in der Augenmedizin, dazu müssen aber noch viele Studien gemacht werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Ich habe 5, die ich selber auch ständig anwende.

Sich trauen -> Fehler machen-> nicht aufgeben-> aus den Fehlern lernen -> weiter machen!

Wir bedanken uns bei Julia Schwarz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

UnternehmerInnen aufgepasst: So erreichen Sie den gewünschten Zielumsatz

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zielumsatz

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Zielumsatz im eigenen Unternehmen zu erreichen.

Doch welche davon sind die Richtigen und welche Maßnahmen laufen ins Leere? Jede UnternehmerIn weiß: Den Zielumsatz zu erreichen kostet Zeit, Geld und Energie, wenn die falschen Hebel in Bewegung gesetzt werden. Umso wichtiger ist es, von Beginn an auf die richtigen Bausteine zu setzen, die garantieren, dass das Ziel so effektiv wie möglich erreicht werden kann. Christian Mikolasch und Michael Schweiger sind Experten für digitales Wachstum und führen Unternehmen sicher, planbar und messbar zu ihrem Ziel. Sie verraten, welche 5 Säulen den Zielumsatz erreichbar machen.

1.) Digitalisierung

Die Digitalisierung schreitet voran und macht vor nahezu keiner Branche halt. Wer noch nicht auf den Zug aufgesprungen ist, sollte jetzt damit beginnen. Die 3 Top-Vorteile: automatisierte Kundengewinnung, mehr Reichweite und mehr Sichtbarkeit für Ihr Unternehmen bei gleichzeitig weniger Kosten.

Vertriebs- und Geschäftsprozesse sollten so umgestaltet werden, dass sie einerseits Sinn machen, wirtschaftlich sind und Zeit, Geld und Energie sparen. Bei der automatisierten Kundengewinnung wird ein System geschaffen, dass »wie von selbst« neue KundInnen bringt.Ist der neue Prozess jedoch einmal erstellt, bringt er automatisch neue KundInnen, beispielsweise durch gezieltes digitalisiertes »einsammeln« neuer InteressentInnen mit digitalisiertem Marketing. Durch Marketingmaßnahmen, wie beispielsweise Social Media Marketing, erlangt ein Unternehmen mittel- bis langfristig mehr Sichtbarkeit und Reichweite. Dies bedeutet mehr KundInnen und somit mehr Umsatz. Der Einsatz solcher Maßnahmen ist »Standard« und sollte professionell geplant und ausgeführt werden.

2.) Strategisches Branding

Ein gutes Branding ist Voraussetzung für einen einzigartigen seriösen Außenauftritt, um das Vertrauen der KundInnen zu gewinnen. Die 3 Top-Vorteile: Kompetente GeschäftspartnerInnen, zahlungskräftige KundInnen und fähige MitarbeiterInnen finden.

Strategisches Branding geht mit einem unverkennbaren Wiedererkennungseffekt sowie mit einer präzisen Positionierung einher. Es bringt die Persönlichkeit der UnternehmerIn in die Unternehmenskommunikation. Branding bedeutet auch, die Werte des Unternehmens nach außen zu tragen. KundInnen wollen sich mit den Werten des Unternehmens identifizieren. Deshalb ist es wichtig, dass Sie klar nach außen kommunizieren, wofür Ihre Marke steht. Dies bringt mehr Sichtbarkeit und steigert den Wettbewerbsvorteil gegenüber den MitbewerberInnen. Ziel ist es, genau die KundInnen anzusprechen, die Sie erreichen und mit denen Sie zusammenarbeiten wollen. Die Positionierung ist ein umfangreiches ThemaJedoch kommt man als UnternehmerIn heutzutage nicht mehr darum herum, sich ausführlich damit zu beschäftigen. Es muss auf einen Blick erkennbar und in einem Satz erklärbar sein, was Sie anbieten. Je genauer die Positionierung, desto schneller und zielgerichteter können Sie Ihre zukünftigen KundInnen erreichen.

3.) Digital-Sales

Die Digitalisierung macht auch vor Verkaufsprozessen nicht halt. Es soll ein System, das Ihnen automatisch neue Erkenntnisse über Ihre Zielgruppe bringt. Die 3 Top-Vorteile: Mehr Wissen über Ihre KundInnen, mehr KundInnen ansprechen, mehr verkaufen.

Digital-Sales spart mittel- bis langfristig Zeit, Geld und Energie. Verkaufskampagnen sollten automatisiert laufen, um eine effiziente und laufende Kundengewinnung zu garantieren. Das Internet ist der neue Verkaufsraum geworden und gleichzeitig zum Aufbau von profitablen Kundenbeziehungen geeignet. Bestellprozesse verlagern sich in den digitalen Raum und KundInnen agieren selbstbestimmt

4.) Umsatz-, Gewinn-, Kosten- und Finanzierungsplanung

Eine gute Planung bietet die Grundlage, um ein Unternehmen erfolgreich aufzubauen und zu führen. Viele UnternehmerInnen die  Es geht darum für das Unternehmen – nach jahrelangen Erfahrungswerten – das Umsatz- und Gewinnpotenzial sowie die digitalen Kosten für das Erreichen des Umsatzziels zu ermitteln. Anschließend kann festgestellt werden, wie ein Projekt am profitabelsten finanziert werden kann. Möglichkeiten hierfür sind: Eigen- und Fremdkapital sowie Förderungen in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

5.) Performance

Bei der Performance geht es darum, Maßnahmen und Prozesse auszuwertenDie 3 Top-Vorteile: Weniger Marketingausgaben, mehr Umsatz und mehr Gewinn. Viele UnternehmerInnen unterliegen dem Irrtum, dass es mit der richtigen Verkaufsstrategie getan ist. Wer seinen Zielumsatz erreichen und diesen kontinuierlich erhöhen möchte, braucht eine professionelle und permanente Analyse. Hiervon können die nächsten Schritte abgeleitet werden.

Fazit:

Bedeutet, die Möglichkeiten zu erweitern, um das Unternehmen für die Zukunft fit zu machen. »Das Ziel lautet: Planbar, messbar und möglichst sicher zu wachsen«, erklären die Experten Christian Mikolasch und Michael Schweiger. Sie sind wirtschaftliche Denker, leidenschaftliche Vermarkter und beschäftigen sich seit Jahren mit der Messbarkeit von Marketingprojekten, um für kleine UnternehmerInnen Planungssicherheit und Umsatzsteigerung zu ermöglichen.

Autoren: Christian Mikolasch und Michael Schweiger

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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