Freitag, April 17, 2026
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10 Soft Skills, auf die Recruiter achten sollten

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Die Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften gestaltet sich immer schwieriger. In diesem Zuge reift die Erkenntniss, das Hard Skills erlernt werden können, aber Soft Skills zumindest ein Stück weit mitgebracht werden müssen. Das bedeutet eine Verlagerung Ihrer Schwerpunkte in Bewerberauswahlprozessen. Doch auf welche Soft Skills kommt es wirklich an?

Hard Skills verlieren an Bedeutung

Lange Zeit wurde im Recruiting vor allem auf Hard Skills geachtet. Die Qualifikationen, Erfahrungen & Co, die sich aus dem Lebenslauf entnehmen lassen, waren damit die wichtigste Entscheidungsgrundlage in Bewerberauswahlprozessen. Doch in immer mehr Branchen hält nun der Fachkräftemangel Einzug und das bedeutet zugleich, dass viele Bewerberinnen und Bewerber nicht die gesuchten Hard Skills mitbringen. Heutzutage werden diese aber nicht sofort aussortiert, sondern es ist hinläufig bekannt, dass sich solche Hard Skills erwerben lassen. Jeder kann Weiterbildungen belegen, jeder kann Erfahrungen sammeln, jeder kann sich Know-how aneignen. Was er oder sie dafür braucht, ist schlichtweg das richtige „Mindset“, also Faktoren wie Motivation oder Lernbereitschaft. Solche Soft Skills gewinnen daher an Bedeutung, während Hard Skills im Recruiting zunehmend in den Hintergrund rücken.

Auf diese Soft Skills kommt es stattdessen an

Es handelt sich um eine Erkenntnis, die immer mehr Recruiter gewinnen und die einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz bedeuten kann. Nicht nur, dass das Unternehmen von einer größeren Auswahl an potenziellen Nachwuchskräften profitiert, wenn die Hard Skills als Auswahlkriterium ein Stück weit vernachlässigt werden. Gleichzeitig dient diese Strategie dem Employer Branding, denn Faktoren wie die interne Förderung von Mitarbeitenden spielen für viele Jobsuchende oder Wechselwillige durchaus eine wichtige Rolle bei der Wahl ihres Arbeitgebers. Gleichzeitig bringen Persönlichkeiten mit den richtigen Soft Skills zahlreiche positive Effekte auf das Unternehmen mit sich: Sie verbessern beispielsweise das Arbeitsklima, motivieren sich selbst sowie ihre Kolleginnen und Kollegen, bringen Innovation sowie Kreativität ins Unternehmen – und damit ist die Liste noch lange nicht zu Ende. Einige Soft Skills nehmen dabei eine besonders wichtige Rolle ein und sollten daher in Bewerberauswahlprozessen im Vordergrund stehen:

Motivation

Motivation ist bei Bewerberinnen sowie Bewerbern die wichtigste Schlüsselkompetenz. Denn mit Motivation lässt sich (fast) alles lernen, wenn es beispielsweise um fehlende Hard Skills geht – aber ohne Motivation ist jedes Arbeitsverhältnis zum Scheitern verurteilt. Motivation kann zudem mitreißend wirken und dadurch eine positive Kettenreaktion im jeweiligen Team auslösen. Das gilt vor allem bei neuen Führungskräften. Es ist daher durchaus interessant, nach den Gründen für die Bewerbung zu fragen und danach, weshalb die Bewerberin oder der Bewerber genau in diesem Job sowie für dieses Unternehmen arbeiten möchte. 

Kreativität

In der modernen, schnelllebigen sowie komplexen Wirtschaft sind Innovationen das A und O, um nicht den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren, sondern ihr besser noch einen Schritt voraus zu sein. Was das Unternehmen für Innovationen braucht, sind aber kreative Angestellte, die frische Ideen haben und diese auch in den Arbeitsalltag einbringen. Es gilt daher, im Recruiting auch auf die Kreativität der Bewerberinnen sowie Bewerber zu achten, was je nach Position mehr oder weniger wichtig ist. Gleichzeitig bedarf es der richtigen Unternehmenskultur, damit die eingestellten Arbeitnehmerinnen sowie Arbeitnehmer ihre Kreativität im Arbeitsalltag tatsächlich entfalten können. Sie ist also kein Selbstläufer, sondern muss durch die richtigen Maßnahmen aktiv gefördert werden, auch im Recruiting.

Zeitmanagement

Gerade, weil die heutige Arbeitswelt so komplex ist, gewinnt das Zeitmanagement als Schlüsselkompetenz an Bedeutung. Es geht darum, sich für maximale Produkivität zu organisieren, ohne sich dabei selbst auszubeuten. Dadurch können die Abreitnehmerinnen sowie Arbeitnehmer ihre Höchstleistungen abrufen, und zwar nicht nur für einen kurzen Zeitraum, sondern langfristig. Das Ziel sind also effiziente, aber auch gesunde sowie zufriedene Mitarbeiter. Wer über ein gutes Zeitmanagement verfügt, ist pünktlicher, zuverlässiger und zugleich weniger gestresst. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber sowie Angestellte. Recruiter sollten daher auch nach den individuellen Strategien fragen, welche die Bewerberinnen sowie Bewerber bei ihrem Zeitmanagement umsetzen. 

Bildquelle: Adobe Stock, © whyframeshot / 285977308

Teamfähigkeit

Die Arbeit im Team hat sich nicht ohne Grund im unternehmerischen Alltag etabliert. Arbeitsteilung macht schließlich produktiver und so kann sich jeder auf seine Kernkompetenzen fokussieren, sprich das Team profitiert maximal vom Fachwissen und eben den Soft Skills der einzelnen Mitglieder. Essentiell ist deshalb, dass sich neue Mitarbeitende problemlos in das bestehene Team einfügen und dieses bereichern, anstatt Konflikte zu erzeugen oder als „Einzelkämpfer“ unterwegs zu sein. Teamfähigkeit ist somit eine zentrale Schlüsselkompetenz in Bewerberauswahlprozessen. 

Analytisches Denken

Im Arbeitsalltag stößt jeder früher oder später auf Probleme. Manchmal besteht die Quintessenz der vakanten Stelle sogar darin, solche Probeme zu lösen. In jedem Fall ist analytisches Denken daher einer der wichtigsten Soft Skills, denn nur so können die Mitarbeitenden aktiv Probleme erkennen sowie lösen. Das sorgt für Optimierungen im Arbeitsalltag und steigert die Innovationskraft des Unternehmens. Kurzum: Analytisch denkende Arbeitnehmerinnen sowie Arbeitnehmer treiben den Unternehmenserfolg voran, anstatt nur den eigenen Vorteil im Blick zu haben. 

Lernbereitschaft

Wie bereits erwähnt, kann ein Mensch (fast) alles lernen, sofern er wirklich will. Lernbereitschaft ist deshalb vor allem für Bewerberinnen und Bewerber eine zentrale Schlüsselkompetenz, die vielleicht noch nicht alle notwendigen Hard Skills im gewünschten Ausmaß mitbringen. Gleichzeitig verändert sich die Arbeitswelt stetig, beispielsweise durch neue Wettbewerber auf dem Markt oder durch technische Innovationen. In jedem Job ist Lernbereitschaft deshalb wichtig, um das eigene Wissen auf dem neuesten Stand zu halten und dadurch nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden. Recruiter sollten daher den Fokus auch auf den Willen und die Fähigkeit zu lernen der Bewerberinnen oder Bewerber legen. 

Stressresistenz

Es sind gerade diese komplexen Anforderungen der modernen Arbeitswelt, wie die regelmäßigen Veränderungen, der Leistungsdruck oder das stetig neue Know-how, die in vielen Menschen Stress auslösen. Dieser kann verschiedenste Ursachen haben, ist aber in jedem Fall eine große Belastung für die psychische und physische Gesundheit. Die Folge können Erkrankungen wie ein Burnout-Syndrom sein, was Krankheitsausfälle der Mitarbeitenden und damit hohe Kosten verursacht. Alle Arbeitgeber sind deshalb an stressresistenten Arbeitnehmerinnen sowie Arbeitnehmern interessiert, die gelernt haben, den Stress zu regulieren und zu reduzieren, damit sie langfristig gesund sowie leistungsfähig bleiben – trotz der hohen Anforderungen im modernen Arbeitsalltag.  

Vertrauenswürdigkeit

Vertrauen ist ein wichtiges Stichwort, das Recruiter in Bewerberauswahlprozessen berücksichtigen sollten. Einerseits gilt es, durch das richtige Employer Branding das eigene Unternehmen als vertrauenswürdig zu positionieren. Andererseits müssen auch die Bewerberinnen sowie Bewerber einen vertrauenswürdigen Eindruck hinterlassen. Vertrauen ist also keine Einbahnstraße, aber eine unverzichtbare Schlüsselkompetenz für ein gutes Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis. Nur so sind die Mitarbeitenden bereit Höchstleistungen zu erbringen, denn sie vertrauen auf eine faire Gegenleistung. Gleichzeitig kann sich der Arbeitgeber auf die Loyalität der Belegschaft verlassen und profitiert von einer geringeren Mitarbeiterfluktuation, die vor allem angesichts des Fachkräftemangels zu vermeiden ist. 

Eigeninitiative

Jede Mitarbeiterin beziehungsweise jeder Mitarbeiter bringt Individualität ins Unternehmen, sprich individuelle Stärken, Talente, Ideen & Co. Genau diese Individualität ist äußerst wertvoll, denn sie kann helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben und das Unternehmen voranzubringen. Wichtig ist deshalb, dass die Mitarbeitenden eine gewisse Eigeninitiative besitzen, sprich ihre Individualität als etwas Positives begreifen und sich trauen, diese aktiv in den Arbeitsalltag einzubringen. Nur so können alle Beteiligten optimal von der Vielfalt der Belegschaft profitieren. Stichwort: Diversity. Starke Persönlichkeiten, die sich nicht scheuen die Initiative zu ergreifen, sollten daher das Ziel Ihrer Suche sein – und sie sind zugleich optimale Kandidatinnen oder Kandidaten für Führungspositionen. 


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Zielstrebigkeit

Zuletzt ist Zielstrebigkeit ein wichtiges Stichwort. Ziele sind schließlich der zentrale Motor bei der Arbeit, was sowohl für persönliche als auch für unternehmerische Ziele gilt. Die Bewerberinnen sowie Bewerber müssen also die Fähigkeit mitbringen, sich solche Ziele zu setzen beziehungsweise durch den Arbeitgeber setzen zu lassen und diszipliniert auf diese hinzuarbeiten. Das bedeutet maximale Produktivität im Unternehmen und Zuverlässigkeit auf Seiten der Mitarbeitenden. Als Recruiter sollten Sie daher auch nach den Zielen fragen, welche die Bewerberinnen oder Bewerber mit dem neuen Job verfolgen würden – oder welche sie für den Arbeitgeber erfüllen können und wollen. 

Titelbild: Adobe Stock, © contrastwerkstatt / 100649724

Autor: Marianne Schwarz

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wer suchet der findet… wer Sortlist nutzt findet besser!

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Es gab mal eine Zeit, da war der Griff zum Telefonbuch oder den Gelben Seiten selbstverständlich um einen Handwerker, einen Anwalt oder ein Cateringunternehmen zu finden. Das Ergebnis war übersichtlich weil regional. Mit dem Internet kamen die ersten Suchmaschinen. An Excite und Altavista werden sich die älteren Semester sicher noch erinnern. Später kam Google hinzu. Von Übersichtlich war plötzlich keine Rede mehr. Vorne war, wer den Algorithmus der Suchmaschine verstanden hat oder einen guten SEO beauftragte. 

Der Suchende steht dabei auf verlorenem Posten. Wie soll man aus einem Ergebnis von z.B. 500.000 Treffern bei der Suche nach „Werbeagentur für Startups“ den richtigen Partner finden? Es soll ja nicht irgendeine Werbeagentur sein. Es soll eine Werbeagentur für Startups sein. Kaum anzunehmen, dass es sich bei den rund 500.000 Treffern die Google bei der Suche nach „Werbeagentur für Startups“ auswirft tatsächlich um Agenturen handelt, die sich auf Unternehmensgründer und deren spezifischen Anforderungen spezialisiert haben. 

Alle Treffer sichten geht nicht. Auf den ersten fünf Ergebnisseiten recherchieren? Das würde gehen… Was aber, wenn sich der perfekte Partner auf Seite sieben befindet?
Google und Co. sind also nur bedingt für die Suche nach der besten Werbeagentur für Startups zu gebrauchen.

Wirklich gute Ergebnisse bei der Suche nach einer Werbeagentur für Unternehmensgründer liefert der auf Agenturen spezialisierte Dienstleister Sortlist.


Bei Sortlist gibt es keine 500.000 Treffer, von denen 99,9% unpassend sind.
Sortlist zeigt die 0,1% an, die wirklich relevant sind. Da ist dann auch mit Sicherheit die Branding Agentur dabei, die einem Gründer die erste Sichtbarkeit im Markt verschafft.

Gerade die ersten Schritte im Markt sind enorm wichtig. Das besten Produkt taugt wenig, wenn es keiner kennt. Die richtige Werbeagentur kann die sprichwörtlich „halbe Miete“ sein. Eine gute Agentur wird mit dem Budget verantwortlich umgehen. Ein hoher Erfahrungsschatz auf Agenturseite schließt Fehler in der Regel aus. Alles, woran ein Gründer zum Start nicht denkt ,wie zum Beispiel „Brand Purpose“,  gehört für eine gute Werbeagenturen zum Tagesgeschäft. Unternehmensgründer sollten gerade deshalb bei der Auswahl der Werbeagentur kein Abenteuer eingehen. Die falsche Entscheidung bei der Auswahl der Agentur kann teuer werden und genau diese Erfahrung kann sich ein Startup ersparen.

Bild: pixabay

Autor: Michael Seipelt

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Geht nicht gibt es nicht

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Langefreunde: PARAFREE Trainings- und Alltagsrollstuhl

Langefreunde Design Studio: PARAFREE Trainings- und Alltagsrollstuhl für Querschnittgelähmte

Stellen Sie sich und das Startup PARAFREE doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Felix Lange und ich bin Gründer von Langefreunde Design Studio in Schwerin. Mit meinem Team von Produkt- und Grafikdesignern entwickeln wir ganzheitliche Produktdesignkonzepte vom Logo bis zur Produktnullserie. Meine Karriere habe ich schon in frühester Jugend autodidaktisch im Designbereich gestartet, mich aber während meines Lebens unbewusst immer schon für Produktentwicklungen und deren Präsentationsformen begeistert. „Design mit Herzblut“ ist auch über die vergangenen 9 Jahre als Unternehmer immer der Mindestanspruch an Kundenaufträge gewesen.

Während der aktiven Zeit, also nach meinem Studium seit 2011 haben wir mit viel Fleißarbeit und etlichen Rückschlägen nebenher unseren Rollstuhl PARAFREE stets weiterentwickelt. Einst nur als Diplomarbeit konzipiert, ging es so richtig los mit einem EXIST-Stipendium im Jahr 2017/18. In der Zwischenzeit hat das Konzept weltweit für Aufsehen gesorgt und durch einige Designpreise immer etwas Wirbel- und Aufwind gehabt.

Der Rollstuhl ist bis heute mit viel Eigenleistung und sinnvollen schmalen Investitionen bis zur Nullserienreife entwickelt worden. Neben vielen Kundenaufträgen im Designbereich gilt PARAFREE auch als Referenzprojekt für unser ganzheitliches Leistungsspektrum. Detailliebe und Hingabe sind bis ins Detail zu spüren. Diese Leidenschaft für Design wenden wir mit jedem neuen Projekt für unsere Partner und Kunden an. Das Projekt PARAFREE ist also noch keine eigenständige, gut laufende Firma, sondern eine Produktvision in sehr fortgeschrittenem Zustand. Mehrere Vorserien-Prototypen sind nun gefertigt und die erste große Auslieferung steht an. Ab Januar 2022 wird es dann ernst. Bis dahin gibt es aber noch sehr sehr viel zu tun – neben dem Designalltag.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Schlicht und einfach: Ich wollte es so. Nach einem kurzen Intermezzo in einem renommierten Designbüro in der Nähe von Stuttgart habe ich für mich beschlossen, heimatnah zielgerichtete Lösungen für Unternehmer meiner Heimatregion anzubieten. Vom Restaurantumbau bis zur Touristeninformation – überall braucht es budgetorientierte Lösungen und Konzeptionen im kleinen Maßstab. Keine Aufgabe ist zu klein, alles muss „gut, geradlinig und ehrlich“ gestaltet werden. Der Erfolg kann sichtbar gemacht werden und gutes Design ist nicht total unerschwinglich. Langefreunde ist nicht nur ein schönes Fantasiewort, es hat mindestens diese besondere Botschaft: Gemeinsam nach vorn.

Welche Vision steckt hinter PARAFREE?

Mit dem Rollstuhl wollen wir das Hilfsmittel zum Lifestyleprodukt wandeln. Moderne Formensprache, High-Tech-Materialien und ein gewisser funktionaler Minimalismus bis ins Detail. PARAFREE selbst kann ein Lebensgefühl sein für den aktiven und motivierten Paraplegiker. Die Marke und das Produkt werden in Zukunft für kleine innovative Produktentwicklungen dieser kleinen Zielgruppe stehen. Dabei setzen wir auf ehrliches und schnörkelloses Design mit hohem Anspruch an die Ästhetik und Bedienbarkeit gleichermaßen. Der PARAFREE als Produkt ist nichts anderes als ein Alltagsheld, der modular auf die Bedürfnisse der Nutzer eingeht und zukünftig für jede Lebenslage und Situation eine Antwort weiß. So starten wir im Line-Up mit 3-Rad und 4-Rad gleichermaßen.

Wir schließen niemanden aus. Auch ein weiteres Modell ist in der Entwicklung. Das große PARAFREE-Universum wird auch im Alltag den einen oder anderen Fahrer begeistern. Komfortable Taschensysteme und Add-Ons liefern ein ganzheitliches Produkterlebnis. Aber der Weg ist auch steinig – das wissen wir nun aus dem Kampf der letzten Jahre. Jeder Meter Entwicklung ist kostenintensiv.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Bisher haben wir trotz Unkosten nie am Design oder den Möglichkeiten gespart! Immer wieder kamen „Experten“ hinzu und haben uns vom Wege abbringen wollen. Mein Team und ich sowie die Zuarbeit durch aktive Rollstuhlfahrer bestärkten uns in jeder Phase der Produktentwicklung. Bis heute stecke ich so gut wie jeden verdienten Euro in das Projekt. Der ganz große Wurf und die Geschwindigkeit würde aber mit einem Investor oder einem großen Auftrag von ca. 10-20 Rollstühlen gelingen. Wir haben es bis hier geschafft und werden auch ab Januar 2022 jeden Monat 5 PARAFREE-Modelle weltweit ausliefern. Dieses Ziel treibt uns an.

Die größte Herausforderung ist tatsächlich der Kostenapparat in Deutschland. Es ist nahezu unmöglich, mit Taschengeld ein so hochwertiges Produkt in dieser doch recht annehmbaren Zeitspanne zu entwickeln. Kurzum: Langefreunde Design Studio als etablierter Anbieter für 3D- und 2D-Gestaltung in den Bereichen Marke, Produkt, Raum und Konzept hat dieses Experiment „Produktentwicklung made in Germany“ möglich gemacht. Und natürlich dieser unbändige Hunger des Teams. Wir sind stolz auf das Ergebnis, wohlwissend das der Weg noch sehr weit und steinig ist.

Wer ist die Zielgruppe von PARAFREE?

Der PARAFREE® ist ein Trainings- und Alltagsrollstuhl für Querschnittgelähmte, die eine Lähmung im Bereich der Wirbel L5 bis Th7 erlitten haben (Paraplegiker). Die Produkte von uns richten sich an die Personen, die im Oberkörper funktionsfähig sind und eine gute Muskel- und Knochensubstanz besitzen. Diese Behinderung kann auch von zeitlich begrenzter Dauer sein. Wir konzentrieren uns auf die Zielgruppe der dauerhaft oder temporär hüftabwärts-gelähmten Paraplegiker sowie Spina bifida mit einer guten Muskel- und Knochensubstanz. Die Zielgruppe besteht aus Nutzern vornehmlich zwischen 15 und 70 Jahren mit einem aktiven, selbstbestimmten Lebensgefühl – weltweit.

Was ist das Besondere am Rollstuhl? 

Ganz klar das nahtlose Design und seine Vielseitigkeit. Der Rollstuhl ist nun definitiv stylisch und in seiner Funktion erweiterbar. Die Add-ons wie Crossrad, 4-Rad oder das schnell zu wechselnde 3-Rad machen den besonderen Reiz aus. Die Sitzschale kann selbstverständlich auch für andere Aktivitäten genutzt werden. So wird es auch einen eigenen Wake-Board Adapter geben. Der Nutzer muss nicht für verschiedene Anwendungen immer neues und vor allem viel Geld in die Hand nehmen. Unsere Vision ist ein ganzheitliches Produktuniversum, wo es kaum noch offene Wünsche gibt. Zusätzlich ist der Alltagsheld mit einer Doppelachse ausgestattet und lässt sich problemlos jederzeit in der Ergonomie einstellen. Dabei gehen wir so weit, das Produkt „mitwachsen“ zu lassen.

Verschiedene Stürze, leichtes Aufweiten des Radstandes und vieles mehr sind problemlos und nahezu unsichtbar gelöst. Alles ist dem „sleek design“ unterworfen. Abklickbare Schuhe statt Bänder, ultraleichte Polsterlösungen und eine Nabenbremse geben dem „FREE“ im Namen eine neue Bedeutung. Kurz: Dein Lifestyle. Dein Rollstuhl. PARAFREE® ermöglicht Dir die Kombination aus Individualität und Performance, gepaart mit modularer Leichtigkeit.

Wo liegen die Vorteile? 

Ganz klar die modulare Bauweise. Der ultraleichte Rollstuhl kann eine Zuladung im Standard von 130kg aushalten und kann auch für Heavy-Duty-Anforderungen angeboten werden. Die wunderbare Formensprache ist durch einen 900g Monocoque-Rahmen im Zentrum möglich. Von da weg lassen sich zukünftig auch Handbike oder Smartdrive-Elektromotoren ankoppeln. Also aktiv und doch alltäglich universell verwendbar. Das Reisen ist auch komplett zerlegt eine neue Erfahrung. Einzig die Antriebsräder lassen sich noch nicht ganz austricksen. Aber da haben auch einige Firmen schon sehr gute Lösungsansätze. Sogenannte Falträder. PARAFREE wird auch mit diesen innovativen Elementen betrieben werden können. Das System ist dabei offen. Wir ermöglichen zum Beispiel etablierten Rückensystemen von z. B. Tarta eine perfekte Anbindung an unseren Rollstuhl. Der neue Begleiter ist nicht nur außergewöhnlich für aktive Fahrer mit eingeschränkter Beinfunktion. Es ergeben sich schier unendliche Möglichkeiten. Hübsch anzusehen und hochfunktional: Entscheidet aber einfach selbst.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben zugehört. Wir wollen Innovation in und auf den Markt bringen. So haben wir die Trägheit des Marktes bereits durch die bloße Erwähnung aufgewirbelt. „Design und Styling“ ist spätestens seit 2011 auch in der Rollstuhlbranche ein Begriff. Die Vorladung zu Otto Bock hat gezeigt, dass da eine gute Idee auf dem Wege ist.

Natürlich ist ein Rollstuhl ein hochfunktionales Produkt und diesen Anspruch haben wir auch an den PARAFREE. Durch gezieltes Weglassen, aber vor allem konkretes Belassen von Elementen ist ein ganz eigener Archetyp „Rollstuhl“ entstanden. Es ist vor allem das Add-on Prinzip und das Doppelachs-Feature was durchaus Vorteile bringt. So kann das Crossrad mit Gepäckträger ausgestattet werden und als Lastenesel umfunktioniert werden. Wer dann noch auf einen Elektrohelfer setzt, hat beim PARAFREE wenig Probleme. Abends dann auf „schick“ ausgehen oder direkt ins Fitnessstudio? Die Konfiguration vor Fahrtantritt ist spielend einfach. Skeptikern und konventionellen Fahrern ermöglichen wir es mit dem 4-Rad Add-on Ängste zu überwinden. So ist der Umstieg auf PARAFREE kein Experiment, sondern das Abenteuer, was lange gesucht wurde.

PARAFREE, wo geht der Weg hin? 

Aktuell arbeiten wir an unseren internen Prozessen und erarbeiten uns eine Materialbibliothek. Der Ausbau des Lagerbestands und die Entwicklungen vom Detaillösungen fordern viel Zeit und Geduld. Außerdem müssen wir unseren Fertigungsprozess hier in Deutschland stetig verbessern. Zum Beispiel gilt es, den hohen Anteil an Hand- und Schleifarbeiten zu vereinfachen und zu optimieren. Die Entwicklung von professionellen Formen und Klebelehren ist dabei der entscheidende Faktor.

Die nächsten Monate sind spannend und weil das ein fast unbezwingbarer Berg ist, haben wir nun einen Crowdfunding Aufruf auf Startnext gestartet. Für Investoren oder 10 Rollstuhlfahrer bieten wir besonders attraktive Pakete. Und alle anderen dürfen natürlich Daumen drücken und gern spenden, unterstützen oder einfach nur die Idee teilen. Auch wenn wir kreative Prämien erdacht haben, so wissen wir, dass es eher eine Symbolik ist. Wir sind für jede Hilfe dankbar. Ab 2022 erweitern wir auch unsere Kapazitäten durch größere Räumlichkeiten und den Teamausbau. Arbeit gibt es genug. Alles wird um den Erfolg des Rollstuhls konstruiert. Nachhaltiges Wachstum und vorsichtige Schritte sind außerdem viel besser als etwaige Schnellschüsse. Aber es kribbelt in jeder Faser des Körpers.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Natürlich wird Langefreunde Design Studio eines der besten Anlaufstationen für Innovatoren, Kunden und Erfinder sein. Ich sage das mit zwinkerndem Auge. Es gibt da draußen so viel zu gestalten und eine Menge zu tun. Einen Ort der Kreativität zu schaffen und diesen mit kompetenten, guten und vor allem engagierten Menschen zu füllen ist dabei mein Minimalziel. Probleme von Menschen oder eines Einzelnen mit Hilfe von Design zu lösen ist weiterhin das Kerngeschäft und das Hauptaugenmerk.

Der Rollstuhl und alles darum wird hoffentlich angenommen und etabliert sein. Ein weiteres Modell wird dann bereits auf den Markt drängen und viele Verbesserungen und Erfahrungen am Ur-PARAFREE werden uns als Team noch mehr zusammengeschweißt haben.

Natürlich träumt man groß, aber ich weiß auch, wie man bescheidene kleine Schritte geht. Deswegen bin ich auch froh, wenn wir einfach großartige Projekte wie zum Beispiel unseren Sleeperoo Cube – bekannt aus der Höhle der Löwen – entwickeln dürfen. Man wird es sehen … wir haben sehr viel vor!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ruhe bewahren und den Kunden immer wieder begeistern. Neben der Entwicklung von unserem Rollstuhl ist eine sehr serviceorientierte Designagentur mit hohem Anspruch an die ganzheitliche Gestaltung entstanden. Unsere Kernkompetenzen spielen wir dabei täglich aus. Wichtig ist also Skills mitzubringen und zu schärfen. Geht nicht, gibt es nicht. Ein erstes Mal kann man auch kundenorientiert vorsichtig budgetieren und so gemeinschaftlich wachsen. Langefreunde ist auch ein Versprechen. Ehrliche Arbeitsweise mit fairen Bedingungen in beide Richtungen. Das sollte man immer vorher mit seinen Auftraggebern verabreden. Dabei hilft ein gut gewachsenes Netzwerk. Und die alten Weisheiten bewahrheiten sich immer wieder: Gute Arbeit spricht sich herum. Dabei nagt in uns auch immer der Ehrgeiz, noch besser zu werden.

Wir bedanken uns bei Felix Lange für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Langefreunde

Teamwork ist ein Muss

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ImageBiopsy Lab

ImageBiopsy Lab: KI-gestützte Softwaremodule, die radiologische Bilddaten präzise und in Echtzeit analysieren

Stellen Sie sich und das Startup ImageBiopsy Lab doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Richard Ljuhar und ich bin CEO von ImageBiopsy Lab. Zusammen mit meinem Vater Davul Ljuhar, sowie Christoph Götz und Philip Meier gehöre ich zum Gründerteam. Wir entwickeln und vertreiben KI-gestützte Softwaremodule, die radiologische Bilddaten präzise und in Echtzeit analysieren. Unser Ziel ist es, medizinisches Personal bei der Befundung und Entscheidungsfindung zu unterstützen und die Diagnostik von Gelenk- und Knochenerkrankungen sehr viel sicherer zu machen. Mit Zulassungen für den europäischen Raum und die USA nutzen aktuell schon über 50 Krankenhäuser und 300 Radiologen unsere Software „IBLAB ZOO“. Dafür operieren wir mit einem Team von 37 Expertinnen und Experten aus Wien und New Jersey.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich forsche seit meiner Promotion zu KI-Softwareanwendungen im Bereich der muskuloskelettalen Bildgebung. Mein Vater Davul ist ein Pionier in diesem Bereich und schon immer überzeugt von den Vorteilen neuer Technologien für die Medizin. Das IBLAB-Team war ursprünglich ein unabhängiges Projekt unter dem Dach seines Medtech-Handelsunternehmens Braincon Technologies. Ich konnte dort meine wissenschaftlichen Ergebnisse mit den praktischen Erfahrungen von Ärztinnen und Ärzten zusammenbringen und wir haben erste Produktideen entwickelt. Bald wurde klar, dass unser Software-Konzept viel mehr als nur ein Projekt bleiben würde. Ende 2016 gründeten wir darum die ImageBiopsy Lab GmbH, um die weitere Geschäftsentwicklung eigenständig festlegen zu können. Braincon hat uns dafür die IP-Rechte und die Ergebnisse der vergangenen zehn Jahre übertragen.

Welche Vision steckt hinter ImageBiopsy Lab?

ImageBiopsy Lab will die Digitalisierung in der Radiologie vorantreiben. Die Diagnostik ist hier ausgesprochen komplex und doch haben sich die Methoden der Befundung seit den 1950er Jahren kaum verändert. Unsere Anwendungen können Prozesse automatisieren und einheitliche Standards schaffen, um das medizinische Personal von dem Druck, der durch das Gesundheitssystem und die stetig steigenden Fallzahlen entstanden ist, zu entlasten. Wir sorgen so für sicherere Diagnosen, die natürlich auch und vor allem Patientinnen und Patienten zugutekommen, weil deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine unserer größten Herausforderungen war eine Hightech Startup Förderung, die wir gleich nach der Gründung beantragt und nicht bekommen haben. Es ging um eine Menge Geld, das wir für den Ausbau dringend brauchten – da sind dann natürlich auch die Ansprüche dementsprechend hoch. Wir haben also noch einmal den kompletten Businessplan überarbeiten müssen, was im zweiten Anlauf dann aber auch belohnt wurde. Seit unser Gründung 2016 haben wir bis Juli 2021 knapp 10 Mio. Euro bei Finanzierungsrunden erhalten, unter anderem von APEX Ventures und der Wiener Wirtschaftsagentur. Wir konnten damit die erforderlichen Produkt- und Geschäftsentwicklungsaufgaben angehen. Eine weitere Finanzierungsrunde starten wir noch Anfang kommenden Jahres mit Fokus auf den US-amerikanischen Markt. Mit dem Geld werden wir dann unser Team vergrößern, weitere Anwendungen auf den Markt bringen und diese für die Zertifizierung fit machen.

Wer ist die Zielgruppe von ImageBiopsy?

Wir richten uns an Krankenhäuser – Generalisten und Spezialisten gleichermaßen – und natürlich auch an niedergelassene Ärzte. Unsere Module haben alle die CE-Zertifizierung, sodass wir sie überall im europäischen Raum zur Verfügung stellen können. Eines unserer Module ist auch von der Food and Drug Administration, also dem zuständigen Organ in den USA, zugelassen worden. Bis zum dritten Quartal 2022 werden voraussichtlich auch alle anderen Module dort genehmigt werden. Unser Angebot wird dann also auch in vollem Umfang in den USA zugänglich sein.

Wie funktioniert ImageBiopsy? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Softwareanwendungen basieren auf Künstlicher Intelligenz. Jede Röntgenaufnahme wird vollautomatisch in Echtzeit vermessen und durch Handlungsempfehlungen ergänzt. In der Entwicklungsphase haben wir die Algorithmen mit mehr als 10 Millionen radiologischen Aufnahmen gefüttert, sodass sie kleinste Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Bildern erkennen und darauf hinweisen kann. Jedes unserer Module ist spezialisiert auf einen bestimmten Knochenbereich und die damit verbundenen Krankheitsbilder. Das Modul HIPPO beispielsweise haben wir speziell für die Hüfte entwickelt, wo es die Beurteilung von Fehlstellungen und radiologischen Scores durch sekundenschnelle und umfangreiche Messungen unterstützt. Der klare Fokus auf muskuloskelettale Radiologie bzw. Orthopädie und das immense Netzwerk in diesem Bereich ist auch mit Sicherheit einer der klaren Unterschiede zu anderen KI-Anbietern in der bildgebenden Diagnostik.

ImageBiopsy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Bis 2026 wollen wir 14 weitere radiologisch-orthopädische Module für unser Software-Angebot auf den Markt bringen, um möglichst viele medizinische Anwendungsfälle bedienen und unterstützen zu können. Wir wollen unseren Namen in Europa und den USA etablieren, indem wir unsere Anwendungen möglichst vielen Kliniken und Praxen zugänglich machen. Unsere Arbeit soll weiterhin dabei helfen, die medizinischen Standards im Bereich der Radiologie, Orthopädie und Traumatologie zu vereinheitlichen und die Diagnostik sicherer zu machen. Dadurch wollen wir das Vertrauen des medizinischen Personals und natürlich auch der Patienten gewinnen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bevor du mit deinem Unternehmen loslegst, mach dir ein genaues Bild vom Markt. Sprich mit Anwendern zu denen du keine persönliche Verbindung hast. Offenes und ehrliches Feedback ist entscheidend. Die entscheidende Frage ist immer die: Würde ein potenzieller Anwender für deine Idee etwas zahlen? Und wenn ja, wieviel? 

Vor allem Gründer mit Technik-Background fokussieren sich sehr auf die Technologie und weniger auf den Vertrieb. Ein genaues Bild zu haben wie deine Lösung skalierbar verkauft werden kann liefert oft kritischen Input dazu, wie du deine Organisation aufzubauen hast. 

Letztlich braucht es als Gründer immer ein starkes Team. Je besser man sich kennt und sich damit gegenseitig vertraut, desto leichter ist es zu skalieren. Teamwork ist ein muss, daher suche dir deine Mitgründer sorgfältig aus. 

Wir bedanken uns bei Richard Ljuhar für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Man lernt am meisten, wenn man einfach loslegt

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Switchboard api

Switchboard ist der unkomplizierte API Marktplatz für Energieservices

Stellen Sie sich und das Startup Switchboard doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Estefania Hofmann und Nico Bovelette und gründen aktuell Switchboard. Aktuell arbeiten wir beide noch bei der EnBW in unserem internen Inkubator, wo auch die Idee für unser Startup entstand. Switchboard ist der unkomplizierte API-Marktplatz für Energieservices. Dabei handelt es sich sowohl um eigens entwickelte Services, Services der EnBW, z.B. Erzeugungs- oder Verbrauchsprognosen, aber auch um Services unserer renommierten Partner aus dem Energiebereich. Die Services können auf Switchboard ganz einfach per API (Programmierschnittstelle) abonniert und in die eigene Wertschöpfungskette integriert werden. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

(Nico): In den letzten Jahren kam immer stärker der Wunsch in mir auf, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Durch meine beruflichen Tätigkeiten und während meines Masterstudiums Entrepreneurship und Intrapreneurship an der Uni Stuttgart und der HdM Stuttgart hat sich dieser Wunsch nochmals verstärkt. Im Inkubator der EnBW hat sich die ideale Chance und Startvoraussetzung für den Aufbau eines eigenen Startups geboten. Zudem passt das Thema für mich perfekt. Ich bin fest davon überzeugt, dass in APIs die digitale Zukunft der Energiewirtschaft liegt und ich brenne dafür, diesen Wandel voranzutreiben. 

(Estefania): Ich bin mehr oder weniger durch Zufall als IT Project Owner in das Projekt Switchboard gekommen. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ein Unternehmen zu gründen wirklich das Richtige für mich ist. Jedoch hat mir die Arbeit bei Switchboard so viel Freude bereitet und ich habe gemerkt, dass in dem Thema ein riesiges Potenzial steckt. Deshalb wage ich nun mit Nico den Schritt in die Selbständigkeit und freue mich riesig auf die bevorstehende Reise. 

Welche Vision steckt hinter Switchboard?

Wir glauben, dass der Energiebranche ein Wandel bevorsteht, wie er auch im Fintech-Bereich gerade stattfindet. Große monolithische Systeme werden zunehmend von flexiblen, modularen Bausteinen abgelöst. Wir haben in den letzten Monaten sehr viel mit Startups im Energieumfeld gesprochen. Hier gibt es längst eine ganz andere Herangehensweise, was Wertschöpfung angeht. Startups handeln heute schon nach dem API-First Prinzip.

Das heißt, dass alles, was nicht die Kernwertschöpfung betrifft, idealerweise ausgelagert werden soll. Zudem bedarf es im Energiebereich, heute mehr denn je, Innovationen, die kein einzelner Akteur allein voranbringen kann. In diese Entwicklungen fügt sich Switchboard ein, indem wir dafür sorgen, dass Unternehmen sich auf das konzentrieren können, was wichtig ist und nicht alles selbst entwickeln müssen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Switchboard ist ein Geschäftsmodell, das einen Markt erst schaffen muss. Eine große Herausforderung ist es, ein Bewusstsein bei Kunden und Partnern zu schaffen, dass Switchboard eine Lösung für ihre Probleme bietet. Gerade Akteure, die schon lange am Markt agieren, haben die Vorteile des API-Prinzips oftmals noch nicht verinnerlicht, deshalb benötigt es hier noch etwas Überzeugungsarbeit. 

Eine weitere Herausforderung ist mit Sicherheit die IT. Wir hätten anfangs nicht damit gerechnet, welche Komplexität sich im API-Business teilweise auftut. Vor allem bei den Themen API-Standardisierung, Qualitätssicherung und Data Security gibt es durchaus Hürden, die wir noch nehmen müssen. 

Bei der Finanzierung haben wir bisher das Glück, die EnBW an unserer Seite zu haben, die uns einen guten Start ermöglicht. Trotzdem stehen wir ab Ende des Jahres auf eigenen Beinen und sind offen für und bereits in Gesprächen mit weiteren Investoren. 

Wer ist die Zielgruppe von Switchboard?

Grundsätzlich adressieren wir mit Switchboard jedes Unternehmen der Energiewirtschaft und angrenzenden Branchen, die gewisse Prozesse per API auslagern möchten. Im ersten Schritt adressieren wir aktiv Energie-Startups, da hier wie erwähnt das API-First Prinzip schon verankert ist. Vorerst sind wir im DACH-Raum unterwegs, zukünftig sind hier aber, auch was die Länder angeht, keine Grenzen gesetzt. 

Wie funktioniert Switchboard? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Switchboard bietet einen API-Markplatz, auf welchem man als Unternehmen die für sich passende API (z.B. eine Erzeugungsprognose) auswählen und direkt abonnieren kann. Die Abonnements sind in unterschiedlich große Pakete aufgeteilt, je nachdem wie viele API-Calls man benötigt. Der Abo-Prozess ist vollständig digital und automatisiert. Nach Abschluss des Buchungsprozesses erhält man direkt die API-Keys, die man daraufhin bei sich einbinden kann.

In einem Dashboard können jederzeit alle abonnierten APIs und die jeweils noch verfügbaren Calls eingesehen werden. Selbstverständlich kann man die Dokumentation der API vorab einsehen und die API kostenlos testen. 

Unser Ziel ist es, nicht nur einzelne APIs anzubieten, sondern ganze energiewirtschaftliche Prozessketten abzubilden, was uns auch von anderen Anbietern unterscheidet. Startups und andere energiewirtschaftliche Unternehmen benötigen nicht nur eine Prognose-API sondern z.B. auch die komplette Übernahme von komplexen energiewirtschaftlichen Prozessen wie der Marktkommunikation, wofür ein Bundle an APIs vonnöten ist. 

Switchboard, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen der führende Anbieter von losgelösten Energieservices in Europa sein. Zudem möchten wir der Enabler für neue Geschäftsmodelle im Energiemarkt sein. Dazu benötigt es zum einen starke Partner, die mit uns hoch performante Services bereitstellen können. Zum anderen benötigt es ein starkes Team aus Entwicklern, energiewirtschaftlichen Experten und einem Sales/Business Development, welches stets das Ohr am Markt hat. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfach machen. Manchmal bringt es nichts, sich lange Gedanken zu machen, welche die beste Vorgehensweise sein könnte. Man lernt am meisten, wenn man einfach loslegt. 

Immer mit Kunden sprechen & Feedback einholen, nicht nur am Anfang.  

Verliebt euch nicht in eure Lösung, sondern in das Problem, das ihr löst und verliert es nicht aus den Augen. 

Wir bedanken uns bei Estefania Hofmann und Nico Bovelette für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Switchboard

Kontakt:

EnBW AG
Birkenwaldstraße 34
DE-70191 Stuttgart

https://switchboard-api.de/
info@switchboard-api.de

Ansprechpartner: Bovelette Nico n.bovelette@enbw.com und Hofmann Estefania e.hofmann@enbw.com

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/switchboard-api/

Nachhaltig wachsen!

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wundergarten torffreie universalerde Pflanzenkohle

Wundergarten: Wundererde torffreie Universalerde aus 3% Pflanzenkohle

Stellen Sie sich und das Startup Wundergarten doch kurz unseren Lesern vor!

Wir verfolgen bei Wundergarten das Ziel, Gärtnern und die Pflege von Zimmerpflanzen klimafreundlicher, einfacher und nachhaltiger zu gestalten. Dafür wurden mehrere Produkte entwickelt, unter anderem die Wundererde: Eine torffreie Universalerde, die 3% Pflanzenkohle aus deutschem Grünschnitt enthält. Diese speichert aufgrund ihrer riesigen Oberfläche Wasser und Nährstoffe und gibt sie bedarfsgerecht wieder ab, was in der Anwendung selteneres Gießen und Düngen bedeutet. Durch die Pflanzenkohle wird pro Sack zusätzlich zu dem in der Erde sowieso enthaltenen Kohlenstoff etwa 1kg CO2 gebunden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

In meinem vorherigen Job war ich zwei Jahre lang in Afrika stationiert. Dort habe ich die Problematik rund um die Rodung von Bäumen und die Auswirkungen des Klimawandels auf Boden und Nahrungsmittelversorgung live erlebt. Als ich zurück in Deutschland war, wusste ich: Ich möchte ein Start-up gründen, was dagegen angeht. Zunächst habe ich eine Alternative zu Holzkohle entwickelt, bevor ich dadurch schließlich Pflanzenkohle als Bodenzugabe – und die damit verbundenen positiven Eigenschaften entdeckt habe. 

Welche Vision steckt hinter Wundergarten?

Unsere große Vision ist es natürlich, mit unserem Start-up nachhaltig etwas zum Klimaschutz beizutragen. Laut des UN-Klimarats liegen 90 Prozent des Klimaschutzpotenzials der Landwirtschaft in der Kohlenstoffspeicherung in Böden. Gleichzeitig möchten wir Gärtnern erleichtern und Menschen für Umwelt & Pflanzen begeistern. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine Herausforderung ist bis heute sicherlich der hart umkämpfte, preisgetriebene  Markt – voll von günstigen und teilweise qualitativ minderwertigen Erden. Es muss also zunächst eine Bereitschaft in Kunden:innen geweckt werden, Geld für nachhaltige Produkte auszugeben. Diese wächst ja zum Glück derzeit enorm. Gleichzeitig verlangt Wundererde viel Aufklärungsarbeit: Kaum jemand kann mit dem Begriff der Pflanzenkohle etwas anfangen, wir müssen erklären, was Pflanzenkohle eigentlich ist. Natürlich spielen finanzielle Aspekte bei so saisonalen Produkten auch immer eine Rolle. Zudem waren die Vorproduktionsleistungen enorm, wir haben das mit einem Gesellschafterdarlehen gelöst. Einen langen, finanziellen Atem muss man in dieser Branche allerdings mitbringen, hier gibt es kein schnelles Geld. 

Wer ist die Zielgruppe von Wundergarten?

Grundsätzlich jede*r Pflanzenliebhaber*in, egal ob Zimmerpflanze, Stadtbalkon oder großer Garten. Unsere Produkte erleichtern die Pflege und steigern den Ertrag. Natürlich erhoffen wir uns auch, dass die Industrie in Zukunft verstärkt mit Produkten arbeitet, die Pflanzenkohle enthalten. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Nur wenige Menschen wissen über die Vorteile von Pflanzenkohle Bescheid. Dabei kann Pflanzenkohle so viel für das Klima tun kann und erleichtert Gärtnern gleichzeitig unglaublich. All unsere Produkte sind also Helfer im Kampf gegen den Klimawandel, haben jedoch gleichzeitig auch einen realen Nutzen für all unsere Kunden*innen. Diese müssen nämlich weniger gießen und können gleichzeitig mehr ernten, auch hier spart man also wieder Ressourcen und rettet einigen Pflanzen das Leben, wenn sie mal vergessen werden. 

Wundergarten, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir auf jedem Balkon/in jedem Garten des Landes unsere Wundererde sehen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen. Eine Gründung kostet neben Zeit und Nerven auch viel Geduld, dessen muss man sich bewusst sein. Wenn man von der eigenen Idee überzeugt ist, bleibt man dran. 

Klug priorisieren! Besonders zu Beginn kommen einem die Tage wahnsinnig kurz vor und es gibt wahnsinnig viel zu tun und tausend Ideen gleichzeitig. Umso wichtiger ist, ordentlich zu priorisieren, da man nicht alles gleichzeitig schaffen kann.

Nachhaltig wachsen! Wir verfolgen mit Wundergarten ganz klar die Strategie, nachhaltig zu wachsen und Ziele, die wir erreichen wollen, jedes Jahr klar definieren. Es bringt jungen Firmen wenig, zu Beginn mit viel Druck den maximalen Profit zu machen und in der darauffolgenden Saison wieder abschmieren – also lieber Step by Step. 

Wir bedanken uns bei Johannes Musiol für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Netzwerken, Netzwerken und ein wenig Netzwerken

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Guardmine Smart Security Device Safe Babyphone Soundsystem Ladestation Powerbank

Guardmine Smart Security Device fünf Funktionen in einem Gerät: Safe, Videoüberwachung, Babyphone, Bluetooth-Soundsystem, Ladestation

Stellen Sie sich und Guardmine doch kurz unseren Lesern vor!

Die Guardmine ist ein Smart Security Device, das fünf Funktionen in einem Gerät vereint. Sie ist in erster Linie ein mobiler, alarmgeschützter Safe, ermöglicht aber auch die Videoüberwachung von Wertgegenständen und von Räumen. Durch die Integration eines Mikrofons fungiert die Guardmine auch als Babyphone. Zudem kann die Guardmine als Soundsystem und als Powerbank verwendet werden. Seit der Firmengründung 2017 bin ich bei GerdBox GmbH als Geschäftsführer tätig und blicke bereits auf mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Vertrieb und Business Development zurück.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Motivation für die Entwicklung der Guardmine erhielt ich während eines Urlaubs in Italien, als uns am Strand in unserer Abwesenheit das Telefon und die Brieftasche gestohlen wurde. Diese Diebstahlproblematik im Urlaub war im Wesentlichen der Antrieb für mich. Mir kam die Idee eines Safes, der nicht nur möglichst einfach zu transportieren ist, sondern auch weitere Einsatzmöglichkeiten abdecken sollte, die man im Urlaub mit der Familie sonst noch braucht: ein Babyphon, eine Powerbank oder ein mobiles Soundsystem. Smart, also modern und digital sollte das Gerät auch sein, insofern ist die Guardmine auch einfach per App zu bedienen – die Fragestellung „wohin mit dem Schlüssel?“ ist somit obsolet.

Welche Vision steckt hinter Guardmine?

Wir wollten ein umfassendes Smart Security Device kreieren, das den Nerv einer mobilen, technologieaffinen Gesellschaft trifft, die das Thema Smart Device bereits vollständig in ihren Alltag integriert hat. Mit der Guardmine haben wir sicherlich mitten in Schwarze getroffen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ich habe bereits mehr als 15 Start-ups begleitet oder sogar mitbegründet. Alle von ihnen waren einzigartig – jedes hatte einen eigenen Charakter und damit verbundene Herausforderungen.

Die Entscheidung zur richtigen Designlinie war sicher eine, der größten Problemstellungen, die wir bei Guardmine hatten. Gerade die Bereiche Firmenname, Produktdesign und Corporate Identity erforderten mehr Aufmerksamkeit als andere – Wir haben mehrere Anläufe gebraucht, bis wir mit den Resultaten zufrieden waren. Die richtige Positionierung ist eines der wichtigsten To-Dos für Unternehmen. Eine weitere Herausforderung, der wir uns stellen mussten, war die Finanzierung des Projektes – bei allen Start-ups ein wichtiger Knackpunkt, und für viele von ihnen die größte Hürde. Durch meine langjährige Erfahrung im Start-up Environment sind uns diese Stolpersteine leichter gefallen als vielen anderen Jungunternehmen. Aktuell setzt sich die Finanzierungsstruktur aus einer Förderung des Zentrums für Angewandte Technologie (Leoben, Steiermark), zwei Business Angels, einigen Gesellschafterdarlehen und einer Kickstarter-Kampagne zusammen. 

Wer ist die Zielgruppe von Guardmine?

In erster Linie sind es Menschen wie Sie und ich, die die Hauptzielgruppe von Guardmine bilden. Jeder hat das Bedürfnis, Wertsachen möglichst unkompliziert und sicher aufzubewahren, zuhause und unterwegs. Eine unserer wichtigsten Zielgruppen sind daher Geschäftsreisende, die immer mehr Wert auf vernetzte Sicherheitslösungen legen. Darüber hinaus positionieren wir uns im B2B-Bereich als Security Allround-Lösung für die Hotellerie. Die Funktionen der Guardmine wurden für das tägliche Leben entwickelt und macht sie zu einem unverzichtbaren Begleiter in einer Vielzahl von Lebenssituationen.

Wie funktioniert Guardmine? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wie bereits erwähnt, ist die Guardmine in erster Linie ein mobiler Tresor, der auch per Handy-App gesteuert werden kann. Wird sie im scharfen Zustand bewegt, schlägt sie mit einer Lautstärke von 120 Dezibel Alarm. Was uns zusätzlich von der Konkurrenz abhebt, sind gleich fünf unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten der Guardmine, die so individuell sind, wie unsere Kunden: Safe, Videoüberwachung, Babyphone, Bluetooth-Soundsystem, Ladestation.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Serienproduktion der Guardmine soll im November 2021 starten. In den folgenden Jahren wird dann der ganze DACH-Raum erschlossen. Parallel dazu entwickeln wir bereits abgespeckte Versionen der Guardmine, die beispielsweise nur über die Safe- und Lautsprecher-Funktion verfügen. Somit können wir auch günstigere Modelle auf den Markt bringen. Um all das bewerkstelligen zu können, bedarf es ein starkes und vor allem großes Team. Der Aufbau und die richtige Zusammenstellung gehören zu den spannendsten Phasen eines Start-ups und müssen auch bedacht umgesetzt werden. Langfristig haben wir uns es zur Aufgabe gemacht, die zunehmend technologieaffine Gesellschaft für Smart Home Devices zu begeistern und Stranddieben à la longue das Handwerk zu legen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Netzwerken, Netzwerken und ein wenig Netzwerken.

Wir bedanken uns bei Marinus Bouwman für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Guardmine

Kontakt:

GerdBox GmbH
Kärnterstraße 115/3
8700 Leoben
Österreich

www.guardmine.com
ries@guardmine.com

Ansprechpartner: Marinus Bouwman

Social Media:
Facebook: www.facebook.com/guardmine/
LinkedIn: www.linkedin.com/company/guardmine/
Instagram: www.instagram.com/guard.mine/
Twitter: www.twitter.com/guardmine1

Iteriert eure Idee kontinuierlich und seid offen für Veränderungen

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ApptiveGrid

ApptiveGrid: Digitalisiere deine Prozesse ohne dich mit Programmieren aufzuhalten

Stellen Sie sich und das Startup ApptiveGrid doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Christian und Norbert von ApptiveGrid, zwei Jecken aus dem schönen Köln. Wenn man uns nach unserem Beruf fragt, verstehen wir uns zuallererst als Problemlöser und dies seit vielen Jahren. Dabei hat jeder von uns seine eigene Geschichte. Während Norbert als Pionier der heutigen Digitalisierung bereits seit den 90ern mit der Entwicklung eines der ersten Internet-Providers aktiv ist, startet Christian schon 2009 in der App-Entwicklung durch. Bereits nach 2 Jahren verkauft er seine erste App an die Deutsche Bahn. Die erfolgreiche Call a Bike App wird dann später als White Label App auch anderen Bikesharing Partnern zu Verfügung stehen.  

ApptiveGrid kann jede:n der eine Idee für eine digitale Prozessoptimierung hat dazu befähigen sich seine eigene App Anwendung selbst zu konfigurieren. Seit 2009 sind wir mit unserer Agentur in Köln in der Softwareerstellung und Digitalisierung von Prozessen tätig. Dabei sehen wir bei unseren Kunden immer die gleichen Probleme. Kein Software-Tool entspricht den sehr individuellen Bedürfnissen der Nutzer:innen. Das liegt vor allem daran, dass die Ansprüche und Rahmenbedingungen immer unterschiedlich sind.

Die Krux dabei ist jedoch, dass nicht jede Firma die Kosten und den Aufwand einer Individualsoftware auf sich nehmen kann. Hier setzt ApptiveGrid an: Mit ApptiveGrid bieten wir ein Digitalisiserungstool an, welches jeden Prozess des alltäglichen (Arbeits-)Alltags und alle Kleinstabläufe abbilden und vereinfachen kann. Mit Hilfe eines ausgeklügelten Baukastensystems auf Basis modernster Low Code Technologie kann der Nutzer mit ApptiveGrid schlanke, digitale App Anwendungen für verschiedenste Use Cases aller Branchen selbst entwickeln und das ganz ohne Code.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Bevor wir mit ApptiveGrid als eigenes Produkt in die Startup-Welt gestartet sind, sind wir nun seit 12 Jahre gemeinsam als CEO’S in unserer Software-Agentur ZWEIDENKER tätig. Dabei wurden wir immer wieder mit den gleichen Problemen unserer Kunden konfrontiert. Individualsoftware maßgeschneidert auf den Anwender ist zu teuer und All-in-One Branchen-Lösungen schießen meist an den Bedürfnissen vorbei. 

Die Nachfrage nach guten, möglichst flexiblen Digitalisierungstools wurde durch die Corona-Pandemie noch einmal verstärkt sichtbar, was uns den notwendigen Motivationsschub gab. Um dem entgegenzuwirken, haben wir eine Digitalisiserungs-Lösung geschaffen, welche modulbasiert jeden Prozess abbilden kann. Und gerade die vielen verschiedenen Module machen ApptiveGrid so einfach und gleichzeitig so vielfältig. Man kann es mit einer Kiste vieler bunter Legosteine vergleichen. Aus ihnen kann ein Haus gebaut werden, aber gleichzeitig auch eine Raumstation. Was es wird, hängt ganz von den Vorstellungen des Nutzers ab.

Welche Vision steckt hinter ApptiveGrid?

Unsere Vision ist es, die Digitalisierung auf die nächste Ebene zu bringen. Mit ApptiveGrid wollen wir jedem, ob Start-up, mittelständischem Unternehmen, oder Großkonzern, die Möglichkeit geben, ihre Prozesse und Daten so zu organisieren, dass sie den maximalen Nutzen aus der Digitalisierung herausholen können. Dabei erfordert ApptiveGrid als No-Code Plattform keine IT- oder Admin Kenntnisse, um sein eigenes Digitalisiserungsprogramm zu modellieren.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Herausforderungen beim Aufbau eines Start-ups gibt es eine Menge und keine davon ist zu unterschätzen. Für uns war die größte Herausforderung neben unseren Vollzeit-berufen die Zeit und Energie zu finden aus einer Idee auch ein klares Konzept zu erschaffen. Gleichzeitig war es uns wichtig von Anfang an Feedback zu generieren, um bereits vor der Entwicklung zu wissen, ob und wie wir am Markt bestehen können. 

Bisher haben wir es geschafft ApptiveGrid vollständig selbst zu finanzieren und sind darauf auch sehr stolz. Damit entfällt bislang die Auseinandersetzung mit weiteren Stakeholdern und wir können möglichst agil und effektiv die Entwicklung vorantreiben. Wir sind der Überzeugung, dass gute Produkte ihr Geld wert sind und legen den Fokus auf das Feedback unserer Nutzer.

Wer ist die Zielgruppe von ApptiveGrid?

Zielgruppe von ApptiveGrid ist jeder, der das Gefühl hat, dass Excel nicht das Optimum der Organisation von Daten sein kann. Jedes Mal, wenn ihr Informationen auf ein Blattpapier schreibt, seid ihr Teil der Zielgruppe von ApptiveGrid. Wenn ihr dann noch Herr der Lage über die Funktionalität sein wollt, rennt ihr bei uns offene Türen ein – und baut euch Eure passgenaue App dazu dann auch noch ruck zuck selbst.

Die Use Cases, welche ihr mit ApptiveGrid umsetzen könnt, fangen klein an – von der Kontaktdatenerfassung im Restaurant – und bis hin zur kompletten Büroorganisation. Den Ideen und Anwendungsfällen sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wie funktioniert ApptiveGrid? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es ist ein Werkzeugkasten Tool, durch das ihr eure Anwendungsfälle individuell in ApptiveGrid modellieren könnt. Ihr könnt Daten bspw. in der Form von Fragebögen oder Umfragen sammeln und sie tabellarisch wie in Excel strukturieren und organisieren. 

Gleichzeitig ist es aber auch möglich sie nach euren Anforderungen passgenau darzustellen. Ob als Tabellenansicht, Prozessübersicht, in einem Kalender oder einer Kartenansicht, alles ist möglich. Und das Beste daran ist, dass jeder von eurem Team direkt im Bilde ist und aktiv mitarbeiten kann. ApptiveGrid ist als Cloud-Web-Applikation und mobile App verfügbar. Somit kann jedes Teammitglied aktiv Einträge kommentieren, erweitern oder neue hinzufügen. Ansichten können immer öffentlich, aber auch mit Passwortschutz je nach Bedarf geteilt werden. 

Dabei heben wir uns vor allem durch folgende Punkte ab: 

ApptiveGrid ist eine cloudbasierte Datenbank, die in einem anwenderfreundlichen Design einer Tabelle daherkommt. Ein Tool für unzählige Use Cases.

Auf Basis eines Grids kann mit ApptiveGrid jeder ohne Programmierkenntnisse seine eigene App aufsetzen. Mit einem starken App Fokus unterscheidet es sich hier deutlich von seinen Mitbewerbern. 

Entwickelt und gehostet in Deutschland unterliegt ApptiveGrid strengsten europäischen Datenschutzrichtlinien. Die Sicherheit der Daten unserer User liegt uns besonders am Herzen.

ApptiveGrid, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Dabei folgen wir unserer Vision und wollen mit ApptiveGrid jedem ein Werkzeug an die Hand geben können, mit dem er seine ganz eigenen Prozesse abbilden und umsetzen kann. Mit ApptiveGrid konzentrieren wir uns im Moment auf den DACH Raum. Wir werden uns im Verlauf der nächsten zwei Jahre in anderen LändernFuß zu fassen. Wohin dann die Reise geht, lassen wir uns überraschen!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Schau auch mal über den Tellerrand. Manchmal verbergen sich hinter kleinen Ideen große Potenziale, welche zuerst nicht Teil eurer Roadmap waren. Haltet Ausschau nach solchen Chancen und nehmt sie mit

Iteriert eure Idee kontinuierlich und seid offen für Veränderungen. Nur wer seine Ergebnisse in Frage stellt, kommt voran. Überprüft regelmäßig, ob das was ihr tut, auch weiterhin der richtige Weg ist. Seid dabei auch offen für Veränderungen.

Just do it! Verbringt nicht zu viel Zeit mit Meetings- und Planungskonzepten im Detail. Manchmal muss man seine ersten Gedanken direkt umsetzen, um auch weiterzukommen.

Wir bedanken uns bei Christian Denker und Norbert Hartl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: ApptiveGrid

Die beliebtesten digitalen Geschäftsmodelle bei Software-Startups

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Geschäftsmodelle bei Software-Startups

Der Weg in die Selbständigkeit beginnt bei allen Startups mit der Wahl eines geeigneten Geschäftsmodells. Bei der Gründung eines Software-Startups setzt man vor allem auf digitale Geschäftsmodelle, die es ermöglichen, einen Nutzen für potenzielle Kunden durch den Einsatz digitaler Technologien zu schaffen.

Software-Startups konzentrieren sich darauf, neue digitale Lösungen bzw. Softwareprodukte auf den Markt zu bringen, die einen messbaren Mehrwert für Kunden bieten. Nur wenn Kunden bereit sind, dafür zu zahlen, kann man über eine erfolgreiche Monetarisierung dieser Lösungen sprechen. Das ausgewählte digitale Geschäftsmodell beschreibt, wie genau Startups mit ihren Produkten/Lösungen einen finanziellen Gewinn erreichen können.

Populäre Geschäftsmodelle im Überblick

Im Folgenden sind die digitalen Geschäftsmodelle mit realen Beispielen aufgelistet, die sich bei Software-Startups großer Beliebtheit erfreuen.

Mehrseitiger Online-Marktplatz

Als zentrale Schaltstelle dient ein mehrseitiger Marktplatz dazu, mindestens zwei Gruppen von Nutzern zusammenzubringen (z. B. Käufer und Verkäufer wie bei Otto, Fahrer und Passagieren wie bei Uber, Kunden und Berater wie bei Comatch), um den Verkauf von auf der digitalen Plattform angebotenen Produkten und Dienstleistungen an unterschiedliche Zielgruppen (B2B, B2C, C2С) über das Internet zu ermöglichen.

Mögliche Erlösquellen: Einmalige Aufnahmegebühr, Transaktionsgebühren, Gebühren für die Nutzung eines Online-Marktplatzes (Abo-Modell).

Beispiele: eBay, Amazon, Otto, Uber, Upwork, Airbnb, Comatch.

Subscription-Modell

Das Abo-Modell ermöglicht es Nutzern, einen Zugang zu digitalen Produkten/Inhalten/Services durch die Zahlung eines festgelegten (pro Monat oder pro Jahr) und/oder eines nutzungsabhängigen Betrags zu erhalten. Üblicherweise kommt dieses Modell bei SaaS-Angeboten zum Einsatz. Gegen eine Gebühr erhalten Endnutzer eine Möglichkeit, eine cloudbasierte Software für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen.

Beispiele: Office 365, Netflix, Spotify, Salesforce, Dropbox.

Freemium-Modell

Bei diesem digitalen Geschäftsmodell wird die Basisversion (mit einem eingeschränkten Funktionsumfang) eines kostenpflichtigen Softwareprodukts kostenlos zur Verfügung gestellt. Möchten Endnutzer einen Zugang zu weiteren Funktionen und Ressourcen erhalten, wird ihnen eine kostenpflichtige Vollversion angeboten. Dieses Modell kommt oft in der Akquisitionsphase im Rahmen eines Abo-Modells zum Einsatz, um potentielle Kunden auf angebotene Softwareprodukte/Lösungen aufmerksam zu machen. Das Freemium-Modell ist bei Software-Startups besonders beliebt, weil es ermöglicht, basierend auf dem wertvollen Feedback von Endnutzern das angebotene Produkt um gewünschte Funktionen zu erweitern und damit das allgemeine Business-Modell zu optimieren.

Reale Beispiele: Xing,Spotify, Skype, Amazon, Pandora, Viber, Duolingo.

On-Demand-Modell

Das On-Demand-Modell ermöglicht es Endnutzern, ein Nutzungsrecht für einen befristeten Zeitraum zu erwerben und die tatsächliche Nutzung eines Produkts/eines Services zu bezahlen (nach dem Prinzip Pay-Per: Zeiteinheit, Transaktion, Click, View usw.). On-Demand werden auch SaaS-Lösungen angeboten, die bei einem Anbieter betrieben werden und auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden können. Die Software wird je nach Bedarf online genutzt und bezahlt.

Reale Beispiele: Salesforce, WordPress, Amazon Video, Upwork, Google (bei der Schaltung einer Werbung).

Nutzergenerierte Inhalte

Software-Startups setzen auf Anwendungen/Plattformen, die kostenlos (oder zu günstigen Preisen) angeboten werden und es Endnutzern ermöglichen, Informationen unterschiedlicher Art auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Da solche Anwendungen eine große Anzahl von Nutzern haben, sind Nutzer aktiv an der Erstellung von internen Inhalten (Texten, Bildern, Fotos, Videos, Audios usw.) beteiligt. Die Monetarisierung erfolgt dabei über klassische Anzeigen, den Verkauf von bestimmten Datensegmenten oder Premium-Abonnenten (YouTube ist ein typisches Beispiel dafür.).

Andere Beispiele: MySpace, Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook.

Fazit

Um ein geeignetes digitales Geschäftsmodell auszuwählen, lohnt es sich, Erwartungen und Bedürfnisse einer Zielgruppe zu ermitteln, Vor- und Nachteile bekannter Modelle abzuwägen und Wachstumsperspektiven zu analysieren. Die richtige Wahl und die vernünftige Kombination einiger Modelle steigern die Chancen von Startups. Sich auf dem IT-Markt erfolgreich zu etablieren.

Autor: Boris Shiklo

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Investiere in das beste Team!

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Vuframe

Vuframe smarte und interaktive 3D-Visualisierung von Produkten

Stellen Sie sich und das Startup Vuframe doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Andreas Zeitler und ich bin Gründer und Geschäftsführer von Vuframe. Mit 16 kam mein erstes Computerspiel auf den Markt und zehn Jahre lang war ich in der Gaming-Industrie tätig – ich war ein typischer Nerd und im Grunde meines Herzens bin ich das auch immer noch.

Die Technologie und Idee hinter Vuframe® hat auch definitiv in dieser Branche ihren Ursprung. Ich wollte eine Plattform bauen, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Produkte als smarte, interaktive 3D-Visualisierungen überall in der Digitallandschaft einbetten und vermarkten zu können. Heute bauen unsere Kunden mit der Plattform zudem noch AR & VR Apps für ihren Vertrieb und ganze virtuelle Showrooms, die sie nach Belieben für ihre digitalen, hybriden und physischen Messen editieren können – ganz ohne erforderliche Programmierkenntnisse. Ein 3D-Baukasten für Unternehmen sozusagen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin ein Macher, ich packe die Dinge gerne an, und wenn ich eine Idee habe, bin ich leidenschaftlich dabei und kann auch nicht lockerlassen. Mir war schon relativ früh bewusst, dass ich selbst etwas starten möchte – meine Erfahrungen brachten mir am Ende dann die zündende Idee.

Welche Vision steckt hinter Vuframe?

Unsere Vision ist es, die Art, wie wir leben, arbeiten und Geschäfte tätigen, durch digitale Realitäten zu verbessern und die Welt ein bisschen mehr miteinander zu verknüpfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben bis dato 3,2 Millionen Euro Risikokapital von deutschen und internationalen Privatinvestoren eingesammelt. Die Kapitalsuche war am Anfang definitiv eine Herausforderung, denn 2015 erfreuten sich Startups und dann auch noch in Zusammenhang mit 3D vor allem in Deutschland noch nicht so einer Beliebtheit wie heute – da hat man Risikokapital nur im Ausland gefunden.

Die größte Herausforderung ist und bleibt aber das Team: Die richtigen Kollegen zu finden und ins Team zu bringen, ist tagtäglich eine Challenge – gerade, wenn man so stark wächst wie wir in diesem Jahr, in dem sich unser Team mehr als verdoppelt hat. Für mich als „Techie“ fehlt hier auch manchmal vielleicht das nötige Einfühlungsvermögen, das man für gute Mitarbeiterführung und -motivation braucht – man sieht schon, auch persönliches Wachstum gehört beim Gründen dazu. 

Alles in allem sind das nur Wachstumsschmerzen und mein Team ist letztlich mit einer der Gründe, warum ich jeden Morgen aufstehe und auch nach fünf Jahren einfach wahnsinnig gerne zur Arbeit gehe. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen!

Wer ist die Zielgruppe von Vuframe?

Unsere Zielgruppe sind die Pioniere und Vorantreibenden in Unternehmen, diejenigen, die offen für revolutionäre neue Marken- und Produkterlebnisse sind und neue Wege gehen möchten. Meistens stecken solche Köpfe im Marketing oder Business Development, wenn es dafür nicht sowieso schon eine eigene Innovationsabteilung gibt.

Wie funktioniert Vuframe? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Kunden laden ihre CAD-/3D-Daten auf unserer Plattform hoch; diese werden automatisch in hübsche, kompakte und gegen Reverse Engineering geschützte 3D-Visualisierungen umgewandelt. Sie sind smart, interaktiv, überall integrierbar und zudem in AR und VR nutzbar. 

Genauso leicht lassen sich mit der Plattform AR &VR Apps für den Vertrieb oder Kunden realisieren, sowie editierbare, virtuelle Showrooms. Vorteile unserer Technologie sind die Möglichkeit, selbst große Daten ohne visuellen Qualitätsverlust zu komprimieren und die Plattform ohne Programmierkenntnisse bedienen zu können. 

Was uns unterscheidet: Unsere ausgespielten 3D-Modelle können nicht mehr in technische Baupläne rekonstruiert werden. Materialdaten, Teilenummern, technische Abmessungen etc. sind also vor Dritten geschützt. Die Sicherheit ist ein extrem wichtiges Thema und absolutes Entscheidungskriterium für die meisten Unternehmen.

Vuframe, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir uns als internationaler Marktführer, wenn es um immersive Technologien geht. Wir befinden uns gerade in einer großen, aber gesunden Wachstumsphase und sind dank der neuesten Entwicklungen großer Firmen wie Apple und Google zuversichtlich, dass diese Technologien uns langfristig helfen, einfacher und ressourcenschonender weltweite Geschäfte miteinander zu tätigen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Was ich ziemlich schnell gelernt habe: Du kannst das nicht ohne den Support eines leidenschaftlichen, gleichgesinnten Teams machen, dem du vertraust. Investiere also in das beste Team!

Fehler sind manchmal die beste Option, um voranzukommen, deshalb muss das mit der Angst vor dem Fehlermachen aufhören!

When in doubt – look at the data! So nerdig das auch klingt, aber Zahlen sprechen einfach für sich und helfen meistens bei der Entscheidungsfindung – manchmal eben entgegen der populärsten Meinung.

Wir bedanken uns bei Andreas Zeitler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Vuframe

Kontakt:

Vuframe GmbH
Hoppestraße 5
DE-93049 Regensburg

https://vuframe.com
marc.zeitler@vuframe.com

Ansprechpartner: Marc Zeitler

Social Media:
LinkedIn: https://linkedin.com/company/vuframe
Facebook: https://facebook.com/vuframe
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Instagram: https://instagram.com/vuframe
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