Samstag, Februar 7, 2026
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Durch Fehler lernt man immer noch am besten

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Chris Kaiser Gründer von Click A Tree bzw. B’n’Tree, mit ein paar einfachen Mausklicks, Bäume pflanzen, in der Höhle der Löwen

Chris Kaiser Gründer von Click A Tree, mit ein paar einfachen Mausklicks, Bäume pflanzen, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Click A Tree doch kurz vor!

Hi, ich bin Chris Kaiser, der Gründer von Click A Tree . Ich war mehr als zehn Jahre im Tourismus tätig und habe auf fünf Kontinenten gelebt und gearbeitet, bevor ich 2018 Click A Tree gegründet habe.

Click A Tree macht ganzheitliche Nachhaltigkeit einfach. Wir ermöglichen es jedem, mit ein paar einfachen Mausklicks, Bäume zu pflanzen. Dabei profitieren neben der Umwelt alle Beteiligten: Das fängt bei einem fairen und gesicherten Einkommen der Beschäftigten auf den Pflanzprojekten an, und hört bei unseren Kooperationspartnern auf.

Wir haben bereits in 13 Ländern gepflanzt und sind zurzeit in drei Ländern, unter anderem in Ghana, tätig. Seit der Gründung haben wir mit Click A Tree bereits mehr als 100.000 Bäume gepflanzt.

Wie ist die Idee zu Click A Tree entstanden?

Der Wunsch, im großen Stil Bäume zu pflanzen, ist auf meiner letzten Station in Thailand entstanden. Dort habe ich fünf Jahre in engem Kontakt mit Elefanten gearbeitet und mich in diese besonderen Tiere verliebt. Leider haben sie ein großes Problem: ihr massiver Lebensraumverlust durch die Abholzung der Wälder, der durch Agrikultur, Infrastruktur und Klimawandel in unglaublichem Tempo voranschreitet.

Also wollte ich Bäume pflanzen, um diesen wundervollen Geschöpfen eine Heimat zu schaffen. Und so begann die Reise meines Startups, zunächst als B’n’Tree: Wir sind Partnerschaften mit den weltgrößten Buchungsportalen eingegangen, u.a. Booking, Expedia und Skyscanner. Für jede Buchung, die auf bedandtree.com beginnt, wird ein Baum gepflanzt. Das kostet den Nutzer wirklich nichts außer der Zeit für einen einzigen zusätzlichen Mausklick.

Da B’n‘Tree richtig gut ankam, kamen schnell Fragen von Menschen, die gerne Bäume pflanzen wollten, obwohl sie derzeit keine Reise planten. So entwickelte sich unsere Dachmarke Click A Tree.

Welche Vision steckt hinter Click A Tree?

Unsere Vision ist es, Bäume pflanzen fest im Alltag zu integrieren. Wir alle konsumieren mehrfach am Tag, warum sollten wir unserer Erde dabei nicht automatisch etwas zurückgeben? Jeder soll die Möglichkeit haben, durch seine Kaufentscheidung und sein Handeln, die Welt gesünder, fairer und somit besser für sämtliche Bewohner zu machen. Das geht inzwischen neben dem Reisebuchen zum Beispiel beim Blumenkauf, beim Essengehen oder direkt auf unserer Website clickatree.com.

Wer ist die Zielgruppe von Click A Tree?

Jeder, der auf einfache Art und Weise die Welt besser machen möchte, ist bei uns an der richtigen Adresse. Und natürlich bieten wir Unternehmen, die Gutes für die Umwelt tun und sich sozial engagieren möchten, eine wirklich unkomplizierte Lösung an. Auch unternehmerische Zielsetzungen lassen sich mit nachhaltiger Aufforstung auf unsere Pflanzprojekten wunderbar vereinbaren, denn wir erfüllen 16 der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Dankenswerterweise kamen die Macher von Die Höhle der Löwen auf mich zu und haben mich zur Bewerbung ermutigt. Ihnen hat die Idee von Click A Tree bzw. B’n’Tree gefallen und sie haben darin Potenzial gesehen. Natürlich ist die Teilnahme an dem Format der Traum eines jeden ambitionierten Gründers. Ich selbst hatte es mir einfach zu diesem Zeitpunkt noch nicht zugetraut, war zu schüchtern und dachte nicht ready zu sein. Im Endeffekt bin ich natürlich sehr froh über diesen Push, schließlich haben wir, wenn es um die Aufforstung unseres Planeten geht, keine Zeit zu verlieren.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Mit meinen Mentoren, allen voran Paul Blazek, haben wir uns bestmöglich auf alle denkbaren Fragen und Reaktionen der Löwen vorbereitet, dabei Zahlen und Wachstumsambitionen durchgerechnet und einen konkreten Plan erarbeitet, welche Summe und Ziele mit einem Invest verwirklicht werden sollen. Schließlich haben wir uns für das günstige Angebot entschieden, um die Chancen für eine Zusage zu maximieren und von dem Know-How eines oderer mehrerer Löwen profitieren zu können.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ich persönlich als Gründer fühle mich natürlich extrem geehrt, dass meine Idee so gut ankommt. Die Chance zu bekommen, mit solch bekannten Investoren zu sprechen und ihr Feedback zu erhalten, ist super klasse! Für diese wahnsinnig wertvolle Chance bin ich sehr dankbar. Die besondere Aufmerksamkeit, die mit der Ausstrahlung einhergeht, ist wohl eine einmalige Gelegenheit für jeden Gründer, der Teil der Show ist. Das gibt aber auch dem gesamten Team nochmal einen extra Motivationsschub und besonderen Drive.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Click A Tree aufmerksam werden?

Das war unfassbar wichtig. Zum einen, weil dieser Schritt dir das Selbstvertrauen gibt, dass sich Investoren tatsächlich für dein Startup interessieren könnten. Zum anderen aber auch, weil in der Vorbereitungsphase ein gewisser Druck aufgebaut wird, der dich dazu bringt dein volles Potenzial auszuschöpfen. Schließlich möchte man sich und sein Startup bestmöglich präsentieren und auch für die Zeit nach der Ausstrahlung so gut es geht vorbereitet sein.

Und last but not least, weil wir mit Click A Tree ja möglichst viel Impact haben möchten. Je mehr Aufmerksamkeit wir erhalten, desto mehr können bewirken, und das ist natürlich ganz große Klasse.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Tatsächlich war Carsten Maschmeyer von Anfang an mein persönlicher Favorit, da ich seine Arbeit am besten kenne und sehr schätze. Er verfügt über ein unfassbar gutes Netzwerk, was natürlich super wertvoll ist. Ich bin mir aber sicher, alle Löwen haben ihre Vorzüge und bringen uns Gründer*innen durch ihre Erfahrung und ihr Know-How voran.

Chris, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Dadurch, dass die Zeit knapp ist und wir laut renommierten Wissenschaftlern nur noch neun Jahre haben, bis uns der Klima-Kollaps droht, arbeiten wir auf Hochtouren daran, diesen abzuwenden.

Unser Ziel für die nächsten fünf Jahre ist darum kein geringeres, als 1 Milliarde Bäume zu pflanzen. Damit sind wir das erste Privatunternehmen weltweit, das in dieser Dimension aufgeforstet hat, sodass und ich mich dann getrost den Jeff Bezos der Nachhaltigkeit nennen kann. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Machen. Wie schnell verliert man sich in der Lektüre von zig Ratgebern, Büchern, Blogs und Webseiten, die einem alle beibringen, wie man das perfekte Startup in Windeseile hochzieht? Das ganze Wissen bringt einem aber nichts, solange man nicht selbst die Ärmel hochkrempelt und loslegt.
Und durch Fehler lernt man immer noch am besten. Einfach mal anfangen, auch, wenn man noch nicht genau weiß, wie es nach dem ersten Schritt weitergeht – das findet man dann ganz schnell raus, sobald jener nächste Schritt ansteht.

Teilen. Anfangs dachte ich, wenn ich allen von meiner Idee erzähle, wird sie mir geklaut. Das kann schon auch sein, aber davor schützt dich nichts und niemand. Doch je mehr Leuten du von deiner Idee erzählst, desto mehr Leute begeistern sich dafür und möchten dir helfen. Ohne Netzwerk geht gar nichts.

Genießen. Man muss seinen Fortschritt genießen. Man ist nicht nach 3 Monaten Millionär, aber man sollte auch die ersten 100 Instagram Follower feiern, die ersten 20 verkauften Produkte, das erste veröffentlichte Interview. Nur so bleibt man motiviert. Du befindest dich auf einer spannenden Reise – genieße sie.
Apropos Reise – denk beim Buchen deiner nächsten Reise doch daran, einen Baum zu pflanzen. Du erinnerst dich – bedandtree.com – dauert nur ein paar Sekunden und bewirkt echt viel. Dankeschön!

Chris Kaiser aus Radolfzell präsentiert „B´n`Tree“ – Bäume pflanzen als Marketingtool. Er erhofft sich ein Investment von 75.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Sehen Sie Click A Tree am 07. Juni 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Chris Kaiser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Durchhaltevermögen

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Routago Navigation für sehbehinderte Menschen Höhle der Löwen

Gerd Güldenpfennig und Stefan Siebert Gründer von Routago, sichere Navigation für blinde und sehbehinderte Menschen, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Routago doch kurz vor!

Sichere Navigation für blinde und sehbehinderte Menschen

Routago Assist ist die einzige weltweite sichere Fußgängernavigation und bietet umfangreiche Hilfsmittel, um blinde und sehbehinderte Menschen auf ihren Wegen zu unterstützen. Routago Assist ist der komplette digitale Assistent für die individuelle Mobilität als App auf dem Smartphone: barrierefrei, leicht verständlich und natürlich optimiert auf einfache Bedienung mit Voice-Over. Wir möchten mit unserer Assistenz-App einen Beitrag leisten zu mehr Sicherheit, Freiheit, Selbstbestimmung und vor allem zur Erleichterung der Mobilität im Alltag.

Routago entwickelt Technologien und Produkte für die Navigationsanforderungen, die nicht auf der Straße allein zu lösen sind. Unsere Technologieplattform erweitert die Mobilität mit einer einzigartigen, KI-basierten Routenplanung auf Gehwegen entlang der Straße, mit sicheren Straßen-Überquerungen, auf Fußwegen, in Parks und Grünanlagen, in Fußgängerzonen, über Plätze und in Unterführungen. Routago wird aktuell eingesetzt für die Navigation von Fußgängern, deckt aber auch autonome Lieferfahrzeuge, Fahrräder und alle anderen Formen der Mikro-Mobilität. Routago integriert sich in bestehende Mobilitätslösungen und übernimmt dort die Navigationsaufgaben, beispielsweise auf der „letzten Meile“.

Start-up Unternehmen aus der Technologieregion Karlsruhe und Forschungspartner des Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Wir setzten stark auf den Einsatz von KI in verschiedenen Bereichen der eigenen Technologieplattform und Produkte.

Mein Name ist Gerd Güldenpfennig, ich bin der Gründer und CEO von Routago. Ich habe vor 30 Jahren mein erstes Unternehmen gegründet, mit dem wir IT-Projekte für zahlreiche Unternehmen realisiert haben. Als sich vor einigen Jahren die Möglichkeit abzeichnete, noch einmal etwas Neues, etwas Eigenes mit gesellschaftlicher Bedeutung zu schaffen, habe ich nicht lang gezögert.

Wie ist die Idee zu Routago entstanden?

Wir alle im Routago Team haben mit dem Aufkommen der ersten iPhones vor über 10 Jahren begonnen Apps zu entwickeln. Wir waren fasziniert von den unglaublichen neuen Möglichkeiten, die sich hier eröffneten. Parallel haben wir über gemeinsame Arbeiten mit dem Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) am KIT die Anforderungen blinder Menschen kennengelernt. Die rasante technische Entwicklung der Smartphones hat uns bald die Möglichkeit an die Hand gegeben, diese Anforderungen und die neuen technischen Möglichkeiten zusammenzubringen. Ab 2016 haben wir dann gemeinsam mit dem SZS die Grundlagen für Routago in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt entwickelt.

Welche Vision steckt hinter Routago?

Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt der Mobilität. Es ist immer der Mensch, der von A nach B möchte. Es geht nicht um das Verkehrsmittel und noch viel weniger um die Frage ob Elektro- oder Verbrennermotor. Das wird in der Diskussion über die Mobilität und von den gängigen Navigationsanbietern völlig vernachlässigt. Ein Mensch geht beispielsweise nicht mitten auf der Straße und ein Fußgänger braucht ganz andere Informationen als die welche ihm heute angeboten werden. Und das gilt natürlich umso mehr, je mehr die individuelle Mobilität des Menschen beeinträchtigt ist. Wir wollen einfache und sichere Mobilität für alle Menschen, zukunftssicher integriert in die nachhaltigen Mobilitätkonzepte von morgen.

Wer ist die Zielgruppe von Routago?

Routago Assist erleichtert heute die Mobilität von blinden und sehbehinderten Menschen. In Zukunft richten wir uns an jeden Verkehrsteilnehmer der eine bessere, auf den Menschen zugeschnittene Navigation benötigt: seien es Rollstuhlfahrer, Menschen mit eingeschränkter Mobilität, mit speziellen Anforderungen oder einfach nur als Fußgänger. Routago bietet die jeweils geeigneten Wege an.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Das war meine Partnerin. Wir haben die Sendung häufig zusammen angesehen. Sie hat dann immer wieder gesagt, dass wir uns unbedingt bewerben müssen. Ich war aber lange der Meinung, dass es noch zu früh für uns ist. Dann hat sie eines Tages einfach eine sehr persönliche Bewerbung eingesendet, ohne dass ich es wusste. Es war eine so tolle Überraschung als eine positive Rückmeldung kam. Dann haben wir uns auf dem offiziellen Weg beworben und die aufregende Reise begann.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich weiß nicht, ob man sich darauf wirklich vorbereiten kann. Den meisten Menschen, wie auch uns, fehlt ja die Erfahrung was in einem Studio so alles auf einen zukommt. Natürlich sieht man sich die Staffel an und liest über die Löwen. Wir haben Routago auch bei anderen Pitch-Veranstaltungen vorgestellt und man versucht daher Antworten auf die typischen Fragen der Investoren bereitzuhalten. Die beste Vorbereitung war dann die Unterstützung durch das ganze DHDL-Team. Alle waren immer supernett, sehr hilfsbereit und haben uns auf dem gesamten DHDL-Weg an die Hand genommen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es ist eine großartige Bestätigung der jahrelangen Arbeit, die unser ganzes Team geleistet hat. Diese Anerkennung und die einmalige Möglichkeit, Routago den Löwen und so vielen interessierten Menschen vorstellen zu können, hat uns sehr motiviert.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Routago aufmerksam werden?

Es sind diese beiden Punkte, die für uns als Gründer von Bedeutung sind: die Chance mit bekannten Investoren zu sprechen und gleichzeitig mediale Aufmerksamkeit zu gewinnen. Diese beide Punkte sind für uns, wie sicher für alle Start-ups, eine zentrale Herausforderung. Deswegen freue ich mich sehr, dass wir mit unserer Teilnahme in der Höhle der Löwen gleich beide Themen einen großen Schritt voranbringen konnten.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Carsten Maschmeyer ist der Löwe, den wir stark im Fokus hatten. Sein Interesse an Tech-Investments und seine Kontakte in die USA passen sehr gut zu uns. 

Routago, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind bereits erfolgreich in den Markt gestartet, jetzt arbeiten wir intensiv an unserem Wachstum. In fünf Jahren wollen wir als Marktführer blinden und sehbehinderten Menschen auf der ganzen Welt helfen. Daneben haben wir dann unsere Technologie in weiteren Mobilitäts-Anwendungen im Markt: wir vertreten und begleiten den Menschen in der vernetzten Smart City und wir navigieren neben Fußgängern auch andere Mobilitätsteilnehmer.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der wichtigste Punkt: Durchhaltevermögen. Die Finanzierung des Start-ups muss für zwei Jahre stehen ab dem Zeitpunkt, an dem das Produkt zumindest präsentierbar ist.

Der zweite Punkt: Die Motivation von Investoren verstehen. Da wir ein High-Tech Produkt sind, welches sich auch noch im aktuellen Trend „KI“ bewegt, war unsere Erwartung, dass wir Investoren vor allem mit dem Potenzial unserer Technologie überzeugen können. Mit unseren bisher gemachten Erfahrungen ist das aber nur sehr selten der Fall, am ehesten bei jeweils aktuellen Hype-Themen. Ein Investor investiert ausschließlich in den zu erwartenden Markterfolg. Was wie eine Binsenweisheit klingt, bedeutet in der Praxis, dass der „Market-Proof“, selbst für Early-Stage- und für Impact-Investoren, nachweisbar gezeigt worden sein muss. Für ein Produkt wie unseres, welches sich in einem Marktsegment bewegt der für Investoren unbekannt ist, gilt das ganz besonders. Daher kommt auch der oben genannten wichtigste Punkt: Durchhalten können.

Drittens: Das „Trommeln“ für euer Produkt und euer Start-up muss von Anfang an gleichzeitig und gleichberechtigt zur Produktentwicklung erfolgen, oder sogar mit höherer Priorität. Gerne kümmert man sich zuerst begeistert um sein Produkt und ist der Meinung, dass man mit dem tollen Produkt dann quasi von alleine den Markt und die Investoren überzeugt. Das ist eine existenzbedrohende Fehleinschätzung.

Gerd Güldenpfennig (l.) und Stefan Siebert aus Ettlingen präsentieren mit Routago“Fußgängernavigation für Menschen mit Sehbehinderung. Sie erhoffen sich ein Investment von 600.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Routago am 07. Juni 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Gerd Güldenpfennig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habt den Mut, Dinge anders zu machen

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onesome: Digitaler Coach für Persönlichkeitsentwicklung

onesome: Digitaler Coach für Persönlichkeitsentwicklung

Stellen Sie sich und das Startup onesome doch kurz unseren Lesern vor!

Wir, Anouk, Swantje und Nadine, haben das Unternehmen vor einem Jahr gemeinsam gegründet, mit dem Ziel, Coaching zu demokratisieren und damit mehr Menschen den Zugang zu Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen. Entstanden ist onesome, ein digitaler Coach für Persönlichkeitsentwicklung, der ohne menschlichen Guide auskommt und somit günstiger und jederzeit abrufbar ist. Wir drei kombinieren unterschiedliche Kompetenzen. Anouk Harde verbindet psychologisches und technisches Wissen und hat einen Abschluss in Human-Computer-Interaction. Nadine Priessnitz ist unsere Start Up-Expertin und hat ihre Expertise darüber hinaus in Innovationsmanagement und Strategieberatung im HR-Umfeld. Swantje bringt als Geschäftsführerin von connect&develop, eine Beratung in Coaching und Executive Search, die entscheidenden Hintergründe rund um Personalentwicklungsfragen und Coaching mit.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir waren alle drei mit unseren eigenen Herausforderungen im Alltag konfrontiert: Swantje war als Coach immer durch ihre Zeit begrenzt, wollte aber mehr Menschen helfen als sie aktuell konnte. Anouk wollte im Coaching einen größeren Hebel haben und den Menschen einen langfristigen Veränderungspartner an die Hand geben. Und Nadine hat auf ihrem eigenen Weg einen Begleiter zur Selbstfindung und Orientierung gesucht und gleichzeitig gesehen, dass sie damit nicht alleine war.

Welche Vision steckt hinter onesome?

Für uns ist Persönlichkeitsentwicklung der Weg zu Selbsterkenntnis. Und diese ist der Schlüssel zu nachhaltiger Veränderung. Die Idee ist es, das kollektive Bewusstsein zu heben und eine nachhaltige Basis für einen besseren Umgang mit sich selbst und anderen zu schaffen. Und mit onesome wird das endlich für mehr Menschen möglich als bisher.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

In einem Startup fallen viele verschiedene Dinge an, für die es noch keine Experten oder überhaupt Mitarbeiter gibt. Hier den Überblick zu behalten, zu reagieren und dennoch nicht das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren, war jetzt in der Anfangsphase eine große Herausforderung, an der wir immer noch stetig wachsen. Auch haben wir uns als first-time Entrepreneure zu den verschiedenen Themen wie Produktentwicklung, Sales oder Marketing stets Rat von außen eingeholt – und tun das natürlich auch weiterhin. Gleichzeitig müssen wir auch fähig sein, schnell Entscheidungen zu treffen und auf unsere eigene Expertise vertrauen. Denn immerhin sind wir die Experten für unser Produkt, unseren Markt, unser Business und unsere Vision. Dieses Selbstbewusstsein hat sich bei uns mit jedem Tag, an dem wir an onesome arbeiten, gestärkt.

Eine weitere Herausforderung ist, dass uns die Haltung – das Mindset – der Menschen wichtig ist, mit denen wir arbeiten. Wir möchten, dass die Menschen, die mit uns arbeiten – Mitarbeiter*innen, Partner*innen und Investor*innen – ähnliche Werte vertreten wie wir. Dabei geht es nicht darum, dass wir immer gleicher Meinung sind. Das wäre langweilig und auch nicht hilfreich für unser Business. Wir kommunizieren auf Augenhöhe, egal wie alt oder jung, erfahren oder unerfahren jemand ist. Doch wenn es nicht passt, muss man hier aktiv Grenzen ziehen. Das ist jedes Mal wieder ein großer Schritt und fällt uns nicht immer leicht.

Gestartet sind wir aus Swantjes Coachingunternehmen heraus und haben uns in der Startphase selbst finanziert. Mittlerweile konnten wir unsere Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen.

Wer ist die Zielgruppe von onesome?

Im ersten Schritt ist onesome für Organisationen verfügbar, die auf diesem Weg in ihre Mitarbeiter*innen investieren können. Eine gezielte Persönlichkeitsentwicklung stärkt die Motivation und Zufriedenheit von Menschen und damit auch von Mitarbeitenden in Unternehmen. Es lässt diese zudem im Alltag resilienter und produktiver werden. In Zeiten von extremem Wandel – hier sei nur das Stichwort New Work genannt – wird genau das immer wichtiger. Damit wird der Bedarf an Persönlichkeitsentwicklung immer größer. Bisher wird diese in Form von Coaching jedoch vor allem in den oberen Hierarchieebenen angeboten, da für ein Unternehmen hier enorme Stundenhonorare anfallen. Unsere App ist die Alternative zum individuellen Coaching – ein digitales Tool zur Persönlichkeitsentwicklung, das die Methoden, Fragen und Ergebnisse aus dem Coaching im Abo-Modell allen digital verfügbar macht. Damit können wir den Bedarf der Unternehmen erfüllen, denn onesome ist kostengünstiger und ermöglicht es so, alle auf dem Weg in die Zukunft mitzunehmen.

Im zweiten Schritt werden wir onesome dann auch dem Endverbraucher anbieten.

Wie funktioniert onesome? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

onesome ist ein digitaler Coach, mit dem Persönlichkeitsentwicklung für alle möglich wird. Er wie ein langfristiger persönlicher Begleiter, der sich individuell anpasst. Am Anfang beschäftigt sich jede*r mit der eigenen Zielsetzung: „Was möchte ich erreichen? Was ist mein Thema?“. Dann setzt sich der Prozess fort mit Fragestellungen wie “Wer bin ich“ und „Wo will ich hin?“. Themen, die die Basis für Selbstentwicklung darstellen. Danach geht es dann zu Bereichen wie „Kommunikation, Führung, Konflikt und Energiemanagement“ weiter in die Tiefe. Während der Bearbeitung passt sich die Tiefe des Erkenntnis- und Entwicklungsprozesses an den Bedarf und die Reife des Coachee an.

Ein Mix aus analytischen Tools, offenen und geschlossenen Reflexionen führt unsere Zielgruppe zur Selbsterkenntnis und -bewusstheit. Die Erarbeitung und das Tracking von Maßnahmen, Übungsanleitungen sowie Input zu Modellen und Methoden unterstützen in der Persönlichkeitsentwicklung. Wird die App von Unternehmen breit genutzt, hilft sie bei gezielter Steuerung von Transformationsbegleitungen und unterstützt Change-Prozesse. Auch verändert sich der Umgang der Mitarbeitenden untereinander – indem ich mich selbst besser kenne und gut mit mir umgehe, kann ich auch mit anderen besser umgehen.

Bisher gibt es im Markt vor allem Plattformen, auf denen ein automatisches Coach-Matching stattfindet und man Coaches für ein virtuelles Coaching buchen kann. Das ist immer noch nur zu vergleichsweise hohen Kosten möglich. Unser digitaler Ansatz macht den Prozess bezahlbar. Und die Flexibilität ist größer, denn auch zeitlich muss man sich mit onesome nach niemandem richten. Zusätzlich haben wir größten Wert auf eine User Experience gelegt, die die Nutzer*innen in den Mittelpunkt stellt, nicht das Unternehmen. onesome soll Spaß machen und in die Tiefe gehen. Aber nicht nur das: Mit der Begleitung des Prozesses durch unsere externen Partner im Rahmen von Workshops etc. sind einzelne Ergebnisse darüber hinaus für ein Unternehmen im Sinne von Community-/Teambuilding nutzbar.

onesome, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind überzeugt, dass der Bedarf an Coaching immer mehr zunehmen wird. Denn die Welt ist von Wandel geprägt und die Unsicherheit der Menschen nimmt zu. Zusätzlich wird es für viele von uns immer wichtiger, den Sinn in dem zu sehen, was wir tun und selbstwirksam zu sein. Selbsterkenntnis ist hier der Schlüssel. Und immer mehr Menschen brauchen eine qualitativ hochwertige Begleitung auf diesem Weg. Das können die Coaches, die es gibt, gar nicht abdecken und die meisten Menschen leider kaum bezahlen. Deshalb wollen wir onesome in den nächsten Jahren inhaltlich immer weiter ausbauen, um möglichst viele Menschen bei ihren Themen unterstützen zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Habt den Mut, Dinge anders zu machen, als man es vielleicht sonst tut. Sucht euch die Menschen gut aus, mit denen ihr arbeitet. Sprecht Konfliktsituationen offen an und sperrt euch mit dem Kernteam immer mal wieder für Stunden ein und redet über alles, was wirklich wichtig ist: Was solltest du unbedingt über mich wissen? Wo sehe ich mich in 5-10 Jahren? Wie fühle und verhalte ich mich in Konflikten und schwierigen Situationen und wie geht man dann am besten mit mir um? Was brauche ich, um arbeitsfähig zu sein und um Spaß an der Arbeit zu haben? Das haben wir selbst auch so gemacht und wiederholen das immer wieder.

Wir bedanken uns bei Anouk, Swantje und Nadine für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein gesunder Mix aus Selbstbewusstsein und Risikobereitschaft

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Lioneight

Lioneight – Für einen einzigartigen Internetauftritt! Damit der erste Eindruck nicht der letzte ist.

Stellen Sie sich und das Startup Lioneight doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Colin van den Berg. Seit ich denken kann gilt meine Leidenschaft dem Fußball. Ich liebe den Wettkampf. Die Motivation, immer das Beste aus mir herauszuholen, treibt mich an. Lange Zeit habe ich auf professionellen Niveau gespielt und den Traum Fußballprofi verfolgt. Als ich mir während eines Spiels im April 2019 leider eine schwere Verletzung zugezogen habe war schnell klar, dass ich lange Zeit ausfallen werde und vorläufig kein Fußball mehr spielen kann. Seit dem an widme ich mich voll und ganz meiner neuen Leidenschaft – dem Online-Marketing. Ähnlich wie beim Fußball habe ich mir auch hier sehr große Ziele gesetzt, sodass ich tagtäglich daran arbeite die bestmöglichste Version meiner Selbst zu werden. Mit Lioneight helfen wir Unternehmen, ihre Online-Präsenz auf ein neues Level zu heben und durch zielgerichtete Online-Marketing Strategien mehr Reichweite, mehr Kunden und letztlich mehr Umsatz übers Internet zu gewinnen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wie bereits erwähnt hat eine schwerere Verletzung bei mir zu einer längeren sportlichen Pause geführt. Da ich jedoch nicht der Mensch bin, der den Kopf in den Sand steckt,

wollte ich die Zeit und diese Chance nutzen und das bestmögliche aus der Situation machen. Da ich schon immer eine Faszination für die Bereiche Entrepreneurship und Online-Marketing hatte, entschied ich mich dazu ein Unternehmen zu gründen. Die Möglichkeiten, die uns das Internet bietet, sind grenzenlos, jedoch werden diese meiner Ansicht nach von vielen Unternehmen überhaupt nicht ausgeschöpft. Spätestens die aktuelle Pandemie hat uns dies denke ich gelehrt. Durch den Wegfall des “Offline-Geschäfts” aufgrund des Lockdowns, waren zahlreiche Unternehmen gezwungen ein digitales Geschäftsmodell aufzubauen, um so weiterhin am Markt bestehen zu können und konkurrenzfähig zu bleiben. Für Unternehmen, die langfristig erfolgreich sein möchten, führt meiner Meinung nach kein Weg an Online-Marketing vorbei.

Welche Vision steckt hinter Lioneight?

Mit Lioneight möchten wir für Unternehmen und Selbständige den Einstieg in die digitale Welt so einfach wie möglich gestalten. Wir möchten unseren Kunden als kompetenter Partner im Bereich der digitalen Vermarktung zur Seite stehen. Wichtig ist uns bei der Zusammenarbeit jeden Kunden bestmöglichst kennenzulernen, um so maximale Klarheit über seine Probleme, Wünsche und Ziele zu erlangen. Dadurch können wir unsere Strategien explizit auf die Bedürfnisse des Kunden ausrichten und so ein maßgeschneidertes Konzept liefern, das zu optimalen Ergebnissen führt. Eine intensive und individuelle Kundenbetreuung, die stetige Weiterentwicklung und perfekte Ergebnisse stehen bei uns an erster Stelle. Wir arbeiten ehrgeizig mit hochgesteckten Zielen und übernehmen volle Verantwortung für unsere Aufgaben, bei dem Spaß und Leichtigkeit, niemals verloren geht. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das ist ehrlich gesagt garnicht so einfach herunterzubrechen. Ich glaube als Gründer hat man mit sehr vielen Herausforderungen zu kämpfen, da man anfangs oftmals auf sich alleine gestellt ist. Umso glücklicher bin ich, dass mittlerweile mein Bruder Bennet unser Team bei allen operativen und strategischen Entscheidungen unterstützt. 

Meine Devise aber lautet: “Try an Error” – ich sehe das Unternehmertum als eine Art Prozess. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Aus Fehlern lernt man, wichtig ist jedoch, niemals aufzugeben, sondern Fehler und Probleme bewusst wahrzunehmen und an entsprechenden Lösungen zu arbeiten. Mittlerweile bin ich sogar sehr froh auf meinen Weg Fehler gemacht und nicht immer die richtige Entscheidung getroffen zu haben, denn dadurch kann ich meinen Kunden heute zeigen welche Sachen tatsächlich funktionieren und welche Maßnahmen sie und ihr Unternehmen massiv voranbringen. 

Für die Gründung brauchte ich tatsächlich kaum Startkapital, da meine Dienstleistung aus meinem Wissen besteht. Jedoch habe ich im Laufe der Zeit viel in meine persönliche Weiterbildung investiert.

Wer ist die Zielgruppe von Lioneight?

Als Kernzielgruppe würde ich sagen, Selbständige, Unternehmer, sowie kleine und mittelständische Unternehmen, denen Lioneight hilft, ihre Online-Präsenz auf- und vor allem auszubauen. Aber auch Unternehmen, aus dem Ausland gehören beispielsweise zu unseren Kunden.

Wie funktioniert Lioneight? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Lioneight ist mehr als nur eine Online-Marketing-Agentur. Wir streben in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden ganz klar eine Partnerschaft an. Und genau das ist der Punkt, der uns von anderen Anbietern unterscheidet. Dadurch, dass wir auf einer sehr individuelle 1:1 Betreuung setzen, haben wir viel mehr Bewusstsein über die Probleme und Ziele unserer Kunden. Wir sind überzeugt davon, dass man als Team zielgerichteter und effektiver gute Ergebnisse erzielen kann. Wir messen unseren Erfolg an dem Erfolg unserer Kunden, wodurch wir stets motiviert sind, perfekte Ergebnisse zu erzielen. 

Diese Leidenschaft leben wir und haben Spaß an jedem Projekt – das ist unser Erfolgsrezept. Lioneight sieht in den Projekten nicht nur blanke Zahlen, sondern die Menschen dahinter. Dies macht jedes Projekt für uns zu einer Passion, in die wir 100% Herzblut stecken.

Lioneight, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das Ziel ist es, bis 2025 hunderten Unternehmen die Welt der digitalen Marketingmöglichkeiten näher gebracht zu haben. Lioneight soll bis dahin eine feste Größe in der Branche sein. Die Anlaufstelle für jeden, der auf messbare Erfolge und transparente Zusammenarbeit wert legt. Dafür geben wir jeden Tag unser Bestes.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ein Sprichwort, welches ich immer verfolge, lautet: “Du wirst das, was Du denkst” – man darf niemals den Glauben an seine eigenen Fähigkeiten verlieren. Dieses Mindset gilt es stets aufrechtzuerhalten und ganz egal welche Hürden auf einen zukommen, man darf sich niemals davon unterkriegen lassen. Solange man seine Ziele verinnerlicht und diese konsequent verfolgt, wird man diese auch erreichen. Ganz wichtig dabei ist jedoch, dass man das tut, was man liebt. So wird der Weg nämlich nicht zu Arbeit, sondern zu einer Reise. Ein gesunder Mix aus Selbstbewusstsein und Risikobereitschaft runden hierbei das Ganze perfekt ab. 

Wir bedanken uns bei Colin van den Berg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gesunder und respektvoller Umgang mit Neuem

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dixxer ist ein virales Netzwerk für Umfragen

dixxer virales Netzwerk für Umfragen zu alltäglichen gesellschaftlich relevanten oder unterhaltsamen Themen

Stellen Sie sich und das Startup dixxer doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Nurhan, die Frau von dem Seriengründer Coskun Tuna, der seit mehr als zwanzig Jahren in der Online-Branche tätig ist. Da bleibt es nicht aus, immer wieder mit unternehmerischen Themen konfrontiert zu werden. Völlig egal, ob es sich dabei um neue Ideen, Probleme oder Hürden handelt, mit denen ein Startup oder Unternehmen immer wieder zu tun hat. Als ich Josh vor 13 Jahren heiratete, hatte ich keine Vorstellung davon, was es bedeutet, mit Niederlagen und Scheitern umzugehen. Wenn mein Mann Tiefen erlebte, blieb ich ja nicht außen vor. Ich war immer mittendrin und lernte sozusagen mit ihm gemeinsam, durch das Tal der Tränen zu gehen. 

Ich habe zwei Söhne (6 und 11) und bin seit August 2020 selbst unter die Gründerinnen gegangen. Mein Unternehmen lautet dixxer GmbH. Dahinter verbirgt sich eine App, die als virales Netzwerk für Umfragen an den Start gegangen ist und die Frage „Was denkt Deutschland wirklich?“ beantwortet.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mein Mann hatte Anfang 2019 eine Idee, die in der Grundform der jetzigen dixxer App entsprach. Obwohl er unentwegt darüber sprach, nahm er sie nicht unternehmerisch in Angriff. Als ich ihn letztes Jahr erneut auf dixxer ansprach, gab er mir zu verstehen, dass er dafür keine Ressourcen hat und die Idee deshalb nicht realisieren wird. 

Da mir die Idee von Anfang an gut gefiel und ich wusste, dass er als Mentor für Gründer:innen zwei bis vier Mentees pro Jahr betreut, stand mein Entschluss fest. Ich sagte ihm, dass ich dixxer umsetze, wenn er mich als Mentor begleitet. Er hat nicht lange gefackelt und sofort zugesagt. Also gründeten wir zu gleichen Geschäftsanteilen im August 2020 die dixxer GmbH. Für mich als Frau eines Seriengründers fühlte sich das wie ein logischer Schritt an. Ich stehe allerdings noch ganz am Anfang und wage noch nicht, über Gründer- und Unternehmertum zu sprechen. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich großen Gefallen daran gefunden habe, an etwas zu arbeiten, dass sich mit vielen kleinen Schritten vielleicht zu etwas Großem entwickelt.

Welche Vision steckt hinter dixxer?

Umfragen sind ein so einfaches wie geniales Tool zur Mitbestimmung. Sie ermöglichen es, die eigene Meinung im Vergleich mit anderen zu verorten. Dementsprechend kommen sie gerade in den sozialen Medien zum Einsatz. Das Problem: ihre Vergänglichkeit. In der Masse an Posts und Informationen gehen sie schnell unter, sodass spannende Themen unbeachtet an den Usern vorbeiziehen. User können auf dixxer Umfragen erstellen und in ihren Lieblingsnetzwerken und/oder mit ihren Kontakten teilen. Um die Beantwortung so einfach und vergleichbar wie möglich zu gestalten, gibt der Fragende Antwortoptionen vor. Dies hat den positiven Effekt, dass Antworten nicht in endlose, unkontrollierbare Diskussionen ausarten. dixxer komprimiert also unterschiedliche Meinungen und ermöglicht es, die Ergebnisse zentral an einem Ort zu verwalten. So behält der Fragende den kompakten Überblick über die generierten Ergebnisse.

Solange weder rechtliche noch ethische Grenzen verletzt werden, gibt es inhaltlich keine Grenzen. Derzeit laufen viele Umfragen, die sich mit dem täglichen Umgang mit der Pandemie beschäftigen, aber auch berufliche Themen und solche aus dem Unterhaltungsbereich spielen eine große Rolle. Wie zum Beispiel: Ob beim Geld die Freundschaft aufhört oder ob sich das persönliche Sportverhalten durch die Pandemie geändert hat oder wie viele Bücher man im Monat liest und vieles mehr – alles Fragen aus dem Alltag. 

Schließlich geht es um die Frage: „Was denkt Deutschland wirklich?“. dixxer soll sich zu einem zentralen Netzwerk für die unterschiedlichsten Fragen und Antworten aus dem Alltag entwickeln, in das man immer wieder mal reinschaut, um sich zu unterhalten und spannende Ergebnisse für sich zu ziehen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Gründung ging recht flott und ohne große Hürden. Ich wurde von meinem Mann über die einzelnen Schritte und Herausforderungen bei einer Gründung ausführlich informiert. Von dem Gründungsdokument der Stammeinlage, der Gewerbeanmeldung bis hin zu den ersten Gesprächen mit Programmierern bekam ich ganz neue Einblicke. 

Auch mit der Unterstützung war das alles kein Selbstläufer. Ich war gezwungen, mir die Dinge und Informationen detailliert zu Gemüte zu führen. Schließlich bin ich gleichzeitig Ehefrau und Mutter von zwei kleinen Jungs. Das will auch alles unter einen Hut gebracht werden. Die größten Hürden gab es für mich bei den Gesprächen zu den technologischen Umsetzungen. Angefangen von der Domain über das Verständnis von Apps und Software bis hin zu rechtlichen Fragen und dem Betrieb einer Plattform. Das ist ganz schön viel Know-how, wo ich täglich enorm dazulerne. 

dixxer haben wir komplett eigenfinanziert. Das Unternehmen haben wir zu zweit zu gleichen Teilen gegründet. Derzeit fließt der Großteil des Geldes in die technologische Entwicklung. Im Juni fangen wir an, die App per Werbung in den sozialen Netzwerken bekannt zu machen. Die Geschäftsadresse haben wir in einem lokalen Co-Workingspace. Der Schwerpunkt liegt darauf, das Produkt und die Promotion zu finanzieren. Alle anderen Kosten halten wir so gering wie möglich. Im Augenblick brauchen wir weder ein Büro noch Angestellte, es geht eher darum, meine eigene Zeit so effizient wie möglich einzutakten.

Wer ist die Zielgruppe von dixxer?

Als Zielgruppe kommt jeder in Frage, der grundsätzlich soziale Netzwerke wie twitter, facebook, Instagram & Co. nutzt. Letztendlich basiert ja auch dixxer auf dem Netzwerkgedanken, nur dass hierbei Umfragen im Mittelpunkt stehen. Täglich werden Millionen von spannenden Meinungen, interessanten Fragen und kontroversen Kommentaren in sozialen Netzwerken geteilt. Vieles davon artet in endlosen Diskussionen aus und verschwindet auf Nimmerwiedersehen, ohne nutzbare Ergebnisse geschaffen zu haben. Das finde ich sehr schade und wird dem Gedanken einer Umfrage nicht gerecht. 

Also richtet sich dixxer an jeden, der seine Umfragen zentral an einem Ort verwalten will und komprimierte Ergebnisse erhalten will. Außerdem ist dixxer auch für diejenigen gedacht, die Spaß daran haben, ihre Stimme abzugeben. Das ist sehr unterhaltsam und mal was anderes, als per Daumen durch die üblichen Posts in den sozialen Netzwerken zu scrollen.

Wie funktioniert dixxer? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Anwendung ist simpel. dixxer lässt sich am Desktop oder per App am Smartphone bedienen. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich, wenn man seine Stimme abgeben oder eine Umfrage starten will. Nur so lässt sich vermeiden, dass willkürliche und von Bots manipulierte Aktivitäten auf dixxer stattfinden. Darüber hinaus stehen dann auch alle relevanten Funktionen zur Verfügung. 

Die Handhabung ist einfach, wenn man eine Umfrage (wir nennen das dixxer Karte) erstellen will: Mit dem Klick auf Karte erstellen erhalte ich die Möglichkeit, Bilder hochzuladen oder zu Nachrichtenartikeln einen Link zu setzen. Anschließend formuliere ich meine Meinung oder Frage und gebe mindestens zwei bis fünf Antwort- bzw. Kommentaroptionen vor, aus denen sich Interessenten die für sie passende auswählen können – fertig. 

Meine Umfrage kann ich zudem in meinem Lieblingsnetzwerk oder mit meinen Freunden teilen und mir so gleich erste Reaktionen einholen. Ansonsten habe ich die Möglichkeit, mich auf dem Stream in dixxer umzuschauen und selbst meine Stimme abzugeben. Das ist die Basisarbeit von dixxer. Weitere Funktionen, wie zum Beispiel die Option, Umfragen in Blogartikel einzubinden oder Ergebnisse miteinander zu vergleichen, folgen bald. 

dixxer ist keine Umfragetechnologie im herkömmlichen Sinne, bei denen man minutenlange Schritte zu einem Thema durchläuft. Es gibt auch kein Belohnungssystem in Form von Coins oder Rabatten. dixxer ist ein virales Netzwerk für Umfragen zu alltäglichen gesellschaftlich relevanten oder unterhaltsamen Themen. 

dixxer, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das ist eine verdammt gute Frage, die ich auch immer wieder von meinem Mann gestellt bekomme. Ich konzentrierte mich im Moment eher auf einen zeitlich überschaubaren Rahmen. Das bedeutet, ich weiß, was die Plattform jetzt kann und in den nächsten Wochen können wird. Das macht mich optimistisch, obwohl ich um den schweren und langen Weg des Aufbaus weiß. Das wird kein Zuckerschlecken, aber ich bin zäh und zuversichtlich. 

Mein Ziel ist es, in den ersten sechs Monaten mindestens 10.000 Installationen zu bekommen und eine feste Usergemeinschaft aufzubauen. Vielleicht können wir ja in fünf Jahren wieder ein Interview führen… 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der erste und vermutlich wichtigste Tipp ist, Ausschau nach einem erfahrenen Gründer oder einer erfahrenen Gründerin zu halten, um sich Tipps und Ratschläge zu holen. Das spart enorm viel Zeit und Umwege. Niemand sollte sich dazu verdammt fühlen, jeden Schritt selbst neu gehen zu müssen, wenn andere dies bereits getan haben und einem sagen können, wie man am besten mit der jeweiligen Situation umgeht. 

Mein zweiter Tipp ist der gesunde und respektvolle Umgang mit Neuem. Es hilft, sich mit Ehrfurcht an neue Dinge heranzuwagen, statt sich aus Angst einer Sache komplett zu verschließen. Insbesondere bei der Softwarethematik hatte ich anfangs überhaupt keine Ahnung. Auch jetzt bin ich noch keine wirkliche Expertin, aber darum geht es ja auch nicht. Schließlich kannst du ja auch ein Auto fahren, ohne die technischen Details des Motors zu kennen. Als ich mich mit den Themen beschäftigte, merkte ich schnell, wie meine Lernkurve nach oben schoss. Das kommt alles, wenn man erst einmal loslegt. 

Zuletzt noch die Sache mit dem Wissen und der Scham. Kein Wissen zu besitzen, ist nicht schlimm, aber aus Schamgefühl die Gelegenheit zu verpassen Wissen anzueignen ist schlimm. Ich frage nach, wo ich nur kann. Keine Frage ist mir zu peinlich, auch wenn man mir eine Sache zwei- oder dreimal erklären muss. Ich habe eine Unternehmung angestoßen, daher kann ich es mir nicht erlauben, Fragen ungeklärt zu lassen. 

Wir bedanken uns bei Nurhan Tuna für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sei authentisch!

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FOR PEOPLE WHO CARE Piñerka vegane Bauchtasche

FOR PEOPLE WHO CARE: Piñerka vegane Bauchtasche aus Ananasfasern

Stellen Sie sich und das Startup FOR PEOPLE WHO CARE doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Anna und Johanna und gemeinsam haben wir FOR PEOPLE WHO CARE gegründet.

Anna ist der kreative Kopf und Gründerin von FOR PEOPLE WHO CARE – man kann wort-wörtlich sehen, wie die Ideen als Locken aus ihrem Kopf sprudeln. Mit vielen Jahren Erfahrung in der Mode-Branche und das Gefühl bei großen Konzernen gegen eine Wand zu reden, wenn es um die Vermeidung von Plastik und umweltschädlichen Materialien ging, kam die einzig natürliche Reaktion: dann muss ich es eben selber machen.

Diese Motivation, gepaart mit unendlicher Kreativität, Überzeugungskraft und einer zurückliegenden Karriere als Poker-Spielerin, machen sie zu einer einzigartigen Gründerin. Die Aufgaben bei FOR PEOPLE WHO CARE umfassen Produktdesign, Head of Production und Foto- und Videomaterial.

Johanna ist im echten Leben eigentlich Ärztin und arbeitet als Anästhesistin, wo sie Menschen tag-täglich wunderschöne Träume beschert. In ihrer Freizeit träumt sie davon, den Planeten zu retten und ist daher außerdem Mit-Gründerin von FOR PEOPLE WHO CARE. Dort ist sie gleichzeitig Model (mit dem Zahnpasta-Lächeln), Social-Media-Manager, Customer Support und die Finanzabteilung.

Was uns beide vereint, ist eine unendliche Liebe zu Aktivitäten in der Natur und der Wunsch, den Generationen nach uns auch diese Natur zu erhalten.

Die Marke FOR PEOPLE WHO CARE steht für qualitativ hochwertige Taschen und Accessoires aus innovativen, nachhaltigen Materialien frei von tierischen Inhaltsstoffen und Plastik. Wir fertigen einen Großteil unserer Produkte in unserer Manufaktur in Innsbruck in einem kleinen Team. 

Wir verwenden für unsere Produkte innovative, nachhaltige Materialien, wie beispielsweise Piñatex und waschbares Kraftpapier. Piñatex wird aus den Blättern der Ananaspflanze hergestellt und ist ein Nebenprodukt einer bereits bestehenden Industrie. Für die Herstellung des Rohstoffes werden also weder zusätzliches Land noch Wasser benötigt. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Anna war schon immer selbstständig, ob als Fotografin oder als Poker-Spielerin, und Johanna hat nach einer Erfüllung neben ihrer Arbeit als Anästhesistin gesucht. Beide haben gemeinsam als Handelsagentinnen gearbeitet und dort die vielen Schattenseiten der Mode-Branche gesehen. Die einzig logische Konsequenz, etwas zu verändern, war ein eigenes Unternehmen zu gründen und es besser zu machen! 

Was war bei der Gründung von FOR PEOPLE WHO CARE die größte Herausforderung?

Als Gründerinnen stehen wir jeden Tag vor neuen unerwarteten Herausforderungen. Die größte Herausforderung war und ist für uns wahrscheinlich die Finanzierung. Wir haben von Anfang an alles selbst ohne Kapitalgeber finanziert und möchten das auch gerne so lange wie möglich fortführen. Aus diesem Grund haben wir aktuell eine Crowdfunding Kampagne für unser neuestes Produkt am Laufen. Durch die Kampagne können wir die Produktion vorfinanzieren und müssen nicht Material- und Produktionskosten aus eigener Tasche finanzieren.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Johanna würde sofort sagen, na klar. Anna ist die Perfektionistin im Team. Da sie für Produktdesign und auch die Produktion verantwortlich ist, war es für sie sehr schwer zu Beginn (und auch immer noch), den Perfektionismus etwas abzulegen. Wir versuchen wirklich so viel wie möglich nach dem Konzept „Machen – Feedback holen – Verbessern“ umzusetzen. Bis jetzt sind wir mit diesem Konzept sehr gut gefahren und wir sind zuversichtlich auch in Zukunft so step by step voran zu kommen. Und es ist auch wichtig zu erkennen: Das Produkt wird nie fertig und perfekt sein, es wird sich immer weiter entwickeln. 

Welche Vision steckt hinter FOR PEOPLE WHO CARE?

Unsere Vision ist es, eine Marke aufzubauen, welche der Umwelt nicht weiter schadet sondern verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgeht. Außerdem legen wir sehr viel Wert auf eine Produktion in Innsbruck und der EU, da wir so die höchste Qualität und die Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsstandards garantieren können. Uns ist es außerdem wichtig, dass bei der Herstellung unserer Produkte kein Plastik oder tierische Inhaltsstoffe verwendet werden. Deswegen verwenden wir ausschließlich innovative, vegane Materialien. Dazu gehören unter anderem Piñatex und waschbares Kraftpapier. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten nachhaltigen Konsum stylish zu machen und wir unterstützen mit jeden verkauften Produkt ein umweltrelevantes Projekt. Frei nach dem Motto: Tu was Gutes für deinen Style und für den Planeten! 

Wer ist die Zielgruppe von FOR PEOPLE WHO CARE?

Zur Zielgruppe gehören alle Menschen, denen Nachhaltigkeit, Schonung vor Ressourcen und ein respektvoller Umgang mit Menschen und Tieren wichtig ist und die Freude an stylischen, nachhaltigen Produkten haben. 

Was ist das Besondere an Piñerka?

Piñerka ist unsere und deine neue Lieblings-Bauchtasche. Es ist offensichtlich, dass die Bauchtasche in den letzten Jahren ein Comeback hingelegt hat. Sie ist die Handtasche für einfach jede*n. Es ist also Zeit, dieses super praktische Alltags-Accessoire nachhaltig und stylish zu gestalten!

Wir haben dafür Piñatex entdeckt, ein Material, das aus den Abfallprodukten der Ananas-Ernte hergestellt wird. Jedes Jahr bleiben bei der Ernte weltweit ca 40.000 Tonnen Blätter der Ananas-Pflanzen übrig, die normalerweise auf dem Müll landen. Piñatex ist zu 100% vegan, PETA approved und GOTS zertifiziert. Das Material ist außerdem sehr robust und wasserabweisend. Das Design ist bewusst zeitlos und unisex.

Genäht wird die Piñerka in der Nähe von Warschau in einer kleinen Schneiderei. Der kleine Familien-Betrieb hat die besten Nähmaschinen, wenn es um die Verarbeitung von leder-ähnlichen Materialien geht.

Für die weiteren Einzelteile der Bauchtasche haben wir uns lange auf die Suche nach den besten Einzelteilen begeben und sind fündig geworden: Ein Reißverschluss von YKK, Innenfutter und Gurt aus 100% Baumwolle, ein plastikfreier Verschluss und ein graviertes Label aus waschbarem Papier!

Pro verkaufter Piñerka werden außerdem 3 m² Regenwald auf Borneo gepflanzt!

Die Crowdfunding Kampagne läuft noch bis 13.6. auf www.startnext.com/pinerka und dort kann die Piñerka zu einem tollen Vorverkaufspreis als Dankeschön für die Unterstützung der Kampagne gebucht werden. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Hinter uns steckt kein großes Unternehmen und wir stehen wirklich mit vollem Herzen hinter unserem Projekt. Wir achten außerdem darauf, dass wir nur vegane Materialien verarbeiten und dass die soziale Verantwortung beim ersten Glied der Lieferkette beginnt. Bereits jetzt können wir einen Großteil unserer Produkte in Innsbruck herstellen und wir erweitern aktuell unsere Produktionskapazitäten um bald alle Produkte in Innsbruck fertigen zu können. 

FOR PEOPLE WHO CARE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir machen auf jeden Fall weiter und sind uns sicher, dass wir mit dem Trend der Zeit gehen. In 5 Jahren werden wir die Anzahl unserer Produktionsstätten erhöht haben und alle Produkte vor Ort in Innsbruck herstellen können. Der nächste Schritt ist dann eine Manufaktur in Deutschland um den deutschen Markt auch mit Produkten „MADE IN GERMANY“ beliefern zu können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Es werden dir immer Steine in den Weg gelegt werden und ganz besonders, wenn du etwas anders machen möchtest, als es normalerweise gemacht wird, sind die Steine umso größer. Egal! Wenn deine Idee gut ist und du daran glaubst, klettere über jeden einzelnen Stein. Als Team zu gründen kann in schwierigen Momenten wirklich Gold wert sein und es gibt euch die Möglichkeit die Aufgaben zu verteilen und so effektiver die einzelnen Stärken zu nutzen. Außerdem: Sei authentisch! Wenn die Story hinter deinem Projekt schlüssig ist und die Menschen sehen, dass du mit deinen Herzen dahinter stehst, hast du viel bessere Chancen auch ihre Herzen mit deinem Projekt zu erobern!

Link zum Crowdfunding

Wir bedanken uns bei Anna und Johanna für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: FOR PEOPLE WHO CARE

Kontakt:

FOR PEOPLE WHO CARE KG
Liebeneggstr. 16
6020 Innsbruck
Österreich

www.forpeoplewho.care
johanna@forpeoplewho.care

Ansprechpartnerin: Johanna Bittner

Social Media:
Instagram: www.instagram.com/forpeoplewho.care

Ein kreatives Team und ein starkes Netzwerk

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DÉRIVE Augmented Reality Kunst-& Kommunikationsplattform

DÉRIVE Augmented Reality Kunst-& Kommunikationsplattform

Stellen Sie sich und das Startup DÉRIVE doch kurz unseren Lesern vor!

DÉRIVE ist die neue wegweisende Augmented Reality Kunst-& Kommunikationsplattform, maßgeschneidert und im Kontext zukunftweisender E-Mobilität. 

Erst mal vorab: Wir hassen stumpfe Werbung, aber wir lieben großartige Erlebnisse. Das Fahren eines E-Autos ist ein Erlebnis. Doch was passiert während der 20 Minuten Wartezeit, während mein Elektroauto am Supercharger aufgeladen wird? Nichts. Und genau hier sahen wir eine Marktlücke voller Potenzial – für Kunden und Geschäft gleichermaßen. Das war die Geburtsstunde unserer neuen Marke DÉRIVE. 

Im Rahmen unseres Pilot-Projektes auf dem Berliner EUREF-Campus können Fahrer*innen, die während des Ladeprozesses warten, mit DÉRIVE in eine spektakuläre Augmented Reality Welt eintauchen, realisiert von Effekt-Etage Berlin. Es ist eine einzigartige und revolutionäre Kommunikations- und Produktplattform, die es im Umfeld von E-Ladesäulen so noch nicht gegeben hat. 

Im Moment featuren wir in der AR Installation einen exklusiv von der Königlichen Porzellanmanufaktur für DÉRIVE designten, handgefertigten Kurland Coffee-to-Drive Becher. Die limitierte Auflage wird an 300 Nutzer*innen verschenkt. Weitere Unternehmen, die ihre Produkte auf diese innovative, kunstvolle Weise platzieren möchten, sind bereits mit uns in Kontakt. 

Im Übrigen: „Wir“, das sind Chris Kippenberger, Founder des Studio Kippenberger und Herausgeber des Avantgarde Mobilitätsmagazin VÉHICULE sowie Prof. Nik Hafermaas und Rico Zocher, die gemeinsam die Berliner Innovationsagentur Graft Brandlab leiten. 

Warum haben Sie sich entschieden, eine Marke zu gründen?

In der Zusammenarbeit mit innovativen Mobilitätsunternehmen haben wir in der letzten Zeit verstärkt beobachtet, wie die Mobilitätsbranche ihren Fokus auf den Ausbau der E-Infrastruktur und Logistik legt. Die Entwicklung und Gestaltung eines Erlebnisses rund um Elektroautomobilität hört allerdings am Ladepunkt auf. Diese Chance wollten wir nutzen. Statt darauf zu warten, als Dienstleister für die Mobilitätsbranche neue Lösungen zu entwickeln, setzen wir auf die Innovationskraft unserer Pioniersidee und agieren proaktiv als eigener Anbieter. Dabei haben wir unsere Expertise gebündelt, um das Beste zu vollbringen. 

Welche Vision steckt hinter DÉRIVE?

Wir wollen den digitalen Augmented Reality-Raum als innovative Kommunikationsplattform im Umfeld von Ladepunkten weltweit etablieren und so neuartige Kommunikations- und Vermarktungswege im Kontext nachhaltiger Mobilität entwickeln. 

In Zukunft bieten wir unseren exklusiven AR-Space Kreativen und Künstler*innen an, die mit ihren außergewöhnlichen Ideen die Fahrer*innen von E-Autos auf einzigartige Weise erreichen können. So kuratieren wir ganzheitliche Erlebnisse, die über die klassische Werbung hinaus geht.  

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir hatten diese Idee, waren begeistert und wollten direkt starten. Die Herausforderung war es dann, den Proof of Concept, also unser Pilotprojekt, zu finanzieren. Es hat sich allerdings schnell herausgestellt, dass die Partner, die wir ansprachen, sofort Feuer und Flamme waren. Somit danken wir den Verantwortlichen des EUREF-Campus, der KPM Berlin sowie der Effekt-Etage für ihr Engagement und Investment. 

Fragen, die sich nun stellen, sind zum Beispiel wie monetarisiert man einen digitalen AR-Raum, der noch ‚regulation-free‘ ist? Auch hier werden wir Pionierarbeit leisten. 

Wer ist die Zielgruppe von DÉRIVE?

Mit unserer Marke DÉRIVE richten wir uns an drei Zielgruppen. Auf der Konsumentenseite sprechen wir die Fahrer*innen von E-Fahrzeugen mit einer innovativen, progressiven und zugleich nachhaltigen Denkweise an. Early adopters, die zukunftsorientiert sind und sich neuen Medien und Techniken zuwenden. 

Auf der Business-Seite stellen Premium-Marken und zukunftsorientierte Unternehmen die zweite Zielgruppe. Sie wollen ihre Produkte und Services auf eine innovative Art und Weise kommunizieren, was auch zu ihrer nachhaltigen Unternehmensausrichtung passt. Und schließlich sind OEMs wie Tesla und Porsche als auch E.ON, innogy und Co. als Anbieter der Elektro-Infrastruktur unser Target.

Wie funktioniert DÉRIVE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

DÉRIVE funktioniert ganz einfach: Im Umfeld eines Ladepunkts befindet sich ein überdimensionierter DÉRIVE Hinweis mit QR Code. Mit dem Smartphone oder Tablet gelangen die Fahrer*innen sofort in den AR-Space. In dieser AR-Experience können künstlerische Installationen, Produkte, Services, Messages, Sounds und weiteres eingebettet werden. Über einen Instagram-basierten Rückkanal können Interaktionen gestartet und spezifischer Content gespielt werden. Den kommunikativen Möglichkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt. 

Mit unserer neuen Kommunikationsplattform sind wir absolute Pioniere im Markt. Die Gestaltung der Schnittstelle zwischen Technik und Menschsein ist unsere Expertise, die wir mit DÉRIVE wieder unter Beweis stellen. 

DÉRIVE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir mit DÉRIVE einen Paradigmenwechsel eingeläutet haben – hin zu einer unternehmerischen Kreativ-Plattform, die Produkte und Services entwickelt und in die Welt bringt. 

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfach machen. Wenn Gründer*innen eine klare Vision haben, sollen sie versuchen, sie sofort zu realisieren. Wichtig sind dabei aber vor allem ein kreatives Team und ein starkes Netzwerk. Unser Credo: „Always work with people that are smarter than yourself”. Während jede einzelne Person das Team mit besonderen Fähigkeiten ergänzt, sollen alle gemeinsam für die Idee brennen. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: DÉRIVE

Kontakt:

Graft Brandlab GmbH
Heidestrasse 50
DE-10557 Berlin

www.derive-germany.de
rico@graftbrandlab.com
Ansprechpartner: Rico Zocher

Social Media
Instagram: https://www.instagram.com/derive_germany/

What you can do today can improve all your tomorrows!

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Walkabout nachhaltige Schmuckmarke angelehnt an Australien

Walkabout nachhaltige Schmuckmarke angelehnt an Australien aus recycelten Materialien

Stellen Sie sich und das Startup Walkabout doch kurz unseren Lesern vor!

Walkabout – Your Piece of Australia ist eine nachhaltige Schmuckmarke mit einzigartigen Designs angelehnt an Australien. Walkabout repräsentiert den positiven „no worries“-Lifestyle und inspiriert dich dabei, diesen auch nach außen zu tragen. Der aus feinsten, recycelten Materialien hergestellte Schmuck sorgt dafür, dass du immer ein Stück Australien bei dir trägst.

Hinter der Marke stecken die beiden Gründerinnen Larissa (28) und Carolin (26), 2 Schwestern aus der Nähe von Karlsruhe, die eine Leidenschaft teilen – Australien. 

Larissa hat „Sprache, Kultur und Translation“ mit Schwerpunkt Informationstechnologie studiert, danach Arbeitserfahrung als Social-Media-Managerin in einer Event-Agentur und als Freelancer in London gesammelt und schließlich Ende 2020 einen Job als Marketing- und Kommunikationsmanagerin in einer internationalen Firma in Baden angefangen. 

Carolin studierte dual BWL mit dem Schwerpunkt „Event-, Messe- und Kongressmanagement“ und arbeitet seither in einer Eventagentur in Karlsruhe. Aufgrund von COVID-19 ist sie seit April 2020 in Kurzarbeit und konnte sich daher den Traum von der Selbstständigkeit (nebenher) erfüllen.

Gemeinsam haben sie im Juli 2020 Walkabout gegründet und bauen die Marke neben ihren Haupttätigkeiten auf.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

In den letzten Jahren mutierte Australien immer mehr zu einem beliebten Reiseziel vieler Menschen und gleichzeitig zu einem Lieblingsort, an den man sein Herz verlieren kann. Genauso ging es uns Gründerinnen auch, als wir während unserer Reisen Zeit in Australien verbrachten. 2020 wurden dann die Grenzen zu diesem wunderschönen Land auf unbestimmte Zeit geschlossen – eine Situation für viele, die die Sehnsucht nach diesem Land verstärkte. Dies haben wir auch in unserem Umfeld sehr stark mitbekommen und überlegten uns: „Es muss doch eine Möglichkeit geben, den Menschen wenigstens ein bisschen Australien nach Hause bringen zu können.“ Schnell stand unsere Idee fest, mit der wir dieses Problem lösen können.

Da die Umstände unserer Arbeitssituation zeitlich sehr passend waren, beschlossen wir all unseren Mut und unsere Stärke zusammenzunehmen und den schon oftmals angedachten Schritt der Unternehmensgründung zu wagen. Inspiriert von der „Just do it“-Attitüde Down Unders und ausgestattet mit dem Gründer-Gen entstand die Marke Walkabout – eine nachhaltige Schmuckmarke, die es jedem Einzelnen ermöglicht, sich ein Stück Australien und somit das Lebensgefühl des Landes nach Hause zu holen. Und wie ginge das besser als mit unseren einzigartigen Schmuckstücken, wodurch nicht nur die Verbundenheit mit Australien nach außen getragen wird, sondern gleichzeitig viele großartige Erinnerungen, Emotionen und positive Werte? So wird eine gesamte Lebenseinstellung durch unseren Schmuck repräsentiert. 

Und was sollen wir sagen? Es war die beste Entscheidung und wir lieben es!! 

Was war bei der Gründung von Walkabout die größte Herausforderung?

Den für uns passenden und unseren Vorstellungen und Kriterien der Nachhaltigkeit sowie Arbeitsmoral entsprechenden Produzenten zu finden, der zudem noch wunderschönen Schmuck herstellt. 5 Produzenten und 20 Samples später haben wir eine kleine und motivierte Manufaktur auf Bali gefunden, die all unseren Vorstellungen gerecht wird. Jedes unserer Schmuckstücke wird liebevoll und mit viel Liebe zum Detail von den talentierten Goldschmieden unter ethischen Bedingungen handgefertigt hergestellt. Wie sie ihren Abfall nachhaltig entsorgen und ihre Arbeitsmoral an erster Stelle steht, haben wir detailliert auf unserer Webseite beschrieben. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Na klar! Perfekt ist gar nichts. Stärker denn je haben wir in den letzten Monaten nach dem Motto „learning by doing“ gelebt. Die Idee entwickelt sich von Tag zu Tag immer weiter – genauso wie du selbst. Habe deine Ziele im Hinterkopf und versuche, jeden Tag 1% besser zu sein als am Vortag. So erreichst du mit deiner Idee schrittweise kleine Meilensteine. Und eins können wir sagen: Individuell und einzigartig zu sein mit all den großartigen Ecken und Kanten ist viel besser als perfekt zu sein. 

Welche Vision steckt hinter Walkabout?

Wir möchten mit Walkabout ein positives und langfristig nachhaltiges Unternehmen mit motivierten Menschen aufbauen, in dem sich jedes Individuum kreativ und frei entfalten kann. Die Work-Life-Balance möchten wir in eine Life-Life-Balance umwandeln. Bei Walkabout stehen familiäres und freundschaftliches Miteinander an höchster Stelle. Wir wollen das Leben, angelehnt an den australischen „no worries“-Lifestyle, bestmöglich gemeinsam gestalten und genießen. 

Das Thema „mindset“ in Verbindung mit einem „healthy lifestyle“ liegt uns besonders am Herzen, denn wir sind überzeugt: Das Leben ist wunderschön! Genieße es, koste alle Dinge bestmöglich aus, mache das was dich inspiriert, motiviert und von ganzem Herzen glücklich macht – denn man lebt eben nur ein einziges Mal! 

Unseren größten Traum verraten wir hier: ein eigener Walkabout-Laden am Bondi Beach in Sydney. Bist du dabei?

Wer ist die Zielgruppe von Walkabout?

Ganz klar jeder, der eine positive und gelassene Lebenseinstellung mit sich tragen möchte und ein „healthy mindset“ mit offenen Armen begrüßt. Und natürlich auch die Menschen, die sich in das wunderschöne Down Under verliebt haben und immer ein Teil Australiens mit sich tragen möchte. Das Geschlecht spielt hierbei keine Rolle. 

Zusammenfassend könnte man sagen: Wenn du Australien liebst oder jemanden, der schon einmal dort war, durch ein Geschenk eine Freude machen willst oder du selbst einfach nur ein positives Mindset verfolgst und diese Werte von innen nach außen tragen willst, fällst du in unsere Zielgruppe. 

Was ist das Besondere an den Produkten?

Das Design dieser Produkte gibt es so noch nirgends zu kaufen und ist somit einzigartig. Wir entwerfen im Voraus alle Designs mit Stift und Papier selbst. Auch der Hintergrund mit Australien ist neu in der Schmuckbranche. Unser Alleinstellungsmerkmal kommt hiermit sehr gut zur Geltung. Ebenso gibt es bisher die Kombination aus positiven Mindset zusammen mit Nachhaltigkeit auf diese Art und Weise noch nicht. Hoch qualitativ, einzigartig und nachhaltig in einem. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Walkabout unterscheidet sich vor allem in den Designs unserer Produkte, sowie in der Phil-AUS-ophie des Unternehmens. Wir möchten zusätzlich zu der Möglichkeit immer ein Stück Australien bei sich zu tragen, Menschen auch dabei helfen, das Leben vollkommen zu genießen und sie darin zu bestärken genau das zu machen, was sie im Leben inspiriert und glücklich macht – ganz nach der „Just-do-it“-Attitüde und dem Motto der Australier: „no worries!“.

Außerdem ist uns unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt persönlich wichtig und viel mehr als nur ein Trend. Aus diesem Grund zieht sich das Thema Nachhaltigkeit durch unsere Unternehmensprozesse – von den Produktmaterialien über die Lieferkette bis hin zu unserer Unternehmenskultur.

Mindestens genauso wichtig ist es uns jedoch, unserer Welt etwas zurückgeben zu können, denn: Sharing is caring. Aus diesem Grund spenden wir anfänglich 1% unseres Jahresumsatzes an Hilfsorganisationen. Wichtig dabei ist es uns, jeweils eine regional australische Charity-Organisation zu unterstützen sowie ein Projekt, das sich für den Natur-, Umwelt- & Klimaschutz einsetzt. Unser Ziel ist es, im Laufe der Zeit auch deutsche / regionale sowie balinesische Projekte zu unterstützen, ganz nach der Devise: Geben & Geben.

Walkabout, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen Walkabout als eine Marke, die für Nachhaltigkeit, Fairness und positives Mindset steht. Uns ist es besonders wichtig, uns von der schnelllebigen und ausbeuterischen Fashion- und Schmuckindustrie zu distanzieren und den Menschen nachhaltig etwas zu geben, an dem sie sich erfreuen können. Walkabout steht für Positivität, Happiness, Gelassenheit und menschliches Miteinander. Wir möchten internationale Bekanntheit erreichen und Menschen auf der ganzen Welt inspirieren und miteinander verbinden. Durch Events oder weltweite Co-Working Spaces möchten wir unsere Unternehmensphilosophie leben und verbreiten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn du eine Idee hast und mit allen Zellen deines Körpers davon überzeugt bist, dann mache es! Fange irgendwo an und dann kommt die Sache schon ins Rollen. Die Hauptsache ist, dass du startest.

Feiere selbst die kleinsten Ziele, die du erreicht hast und sei stolz auf dich.

Es gibt Up’s and Down’s – das ist normal und ein gutes Zeichen, dass du auf dem richtigen Weg bist. Tanke Kraft und bleib dran – es zahlt sich im Nachhinein aus!

Und jetzt: los. Setze dich, nachdem du das gelesen hast, an ein To Do, das du heute auf deiner Liste stehen hast, denn: What you can do today can improve all your tomorrows!

Wir bedanken uns bei Larissa und Carolin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nicht länger als nötig im Stealth-Mode bleiben

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Zero EC Datentransfer Bandbreitendichte

Zero EC: Die Revolution im Datentransfer höhere Bandbreitendichte bei 99% geringerem Energieverbrauch

Stellen Sie sich und das Startup Zero EC doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein deutsch-israelisch-schweizerisches Startup, dem es als erstem Unternehmen weltweit gelungen ist freie Elektronen zu leiten. Vereinfacht gesagt haben wir damit den Beweis erbracht, dass es neben Kupfer und Glasfaser noch eine weitere, deutlich effizientere Möglichkeit gibt Daten zu übertragen.

Da Datenübertragung die Grundlage jeder Berechnung ist, die in einem Computer stattfindet, stellt unsere patentierte Übertragungstechnologie einen Paradigmenwechsel dar, eine Green IT-Lösung die eine tausendfach höhere Bandbreitendichte bei 99% geringerem Energieverbrauch ermöglicht! Ein technologischer Durchbruch für den wir im Übrigen mit dem German Innovation Award 2021 ausgezeichnet worden sind.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir kommen aus der akademischen Grundlagenforschung. Als Prof. Ron Naaman, ein führender Wissenschaftler im Bereich der freien Elektronen, gemeinsam mit Erez Halahmi, unserem heutigen CTO, die Idee für die Nutzung freier Elektronen hatten, war schnell klar, dass man für die Entwicklung und Anwendung einer solchen Technologie ein Unternehmen brauchen würde.

Welche Vision steckt hinter Zero EC?

Wir möchten einen massiven Leistungszuwachs bei Chips ermöglichen und gleichzeitig die Emissionen für Halbleiter und Datenübertragung um über 99% senken. Wir glauben, dass eine Welt, in der Laptops mit einer Standard-Batterie ein Jahr lang laufen und dabei um ein Vielfaches leistungsfähiger sind, tatsächlich möglich ist. Und zwar nicht erst in 50 Jahren, sondern innerhalb der nächsten 10-15 Jahre!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Man kann das ganz gut in drei Phasen unterteilen: Die Grundlagenforschung, die Nutzbarkeit und die konkrete Produktapplikation. Die größten Herausforderungen zum Start waren physikalischer Natur. Unser Forschungsbereich wird eher als Nische wahrgenommen, weil bisher niemand daran denkt, dass freie Elektronen in Halbleitern eingesetzt werden können.

Nachdem hier der Proof-of-concept erreicht war, mussten wir beweisen, dass unsere Technologie in bestehende Produkte und Fabrikationsmethoden integriert und im High-End Bereich der Halbleiterindustrie eingesetzt werden kann. Und aktuell arbeiten wir gemeinsam mit Kunden und Entwicklungspartnern an der ersten konkreten Produktapplikation. Was die Finanzierung betrifft, sind wir natürlich extrem dankbar, dass schon in der ersten frühen Phase Investoren das Potential erkannt, an uns geglaubt und bisher einen zweistelligen Millionenbetrag investiert haben. 

Wer ist die Zielgruppe von Zero EC?

Die meisten IT-Anwendungen, ob Cloud-Services, AI, Big Data oder Super-/Quantum-Computing, erfordern entweder eine höhere Leistung oder eine höhere Energieeffizienz. Unsere Technologie liefert beides. Direkte Zielgruppen sind deshalb in der ersten Phase High-End Halbleiter-Hersteller wie Intel, TSMC, AMD u. ä. Und natürlich auch Apple, das mit seinem neuen M1-Prozessor einen Weg geht, der sich mit unserer Technologie großartig kombinieren lässt.

Wie funktioniert Zero EC? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Zero EC ist so etwas wie die LED für die IT Industrie. Die meisten denken nie darüber nach, warum in der IT soviel Strom verbraucht wird. Man hat sich daran gewöhnt, dass es einfach so ist. So ähnlich wie es früher mit den Glühlampen war. Irgendwann entdeckte dann jemand, dass man keinen Draht aufheizen muss, um Licht zu machen, sondern dass es andere Wege gibt. So ähnlich ist es mit unserer Technologie. Wir können Daten transportieren und benötigen dafür so gut wie keinen Strom – daher auch unser Firmenname: Zero EC (Energy Consumption). 

Zero EC, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren wollen wir bewiesen haben, dass mit unserer Technologie eine Vielzahl von Problemen in der Halbleiterindustrie nicht nur gelöst werden können, sondern dass unsere Technologie auch der Schlüssel zu Green IT ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1: Nicht länger als nötig im Stealth-Mode bleiben. Wir hatten natürlich den besonderen Fall, dass wir es mit einer High-Tech-Innovation zu tun hatten und aufgrund laufender Patentverfahren vorsichtig sein mussten. Vielleicht waren wir aber auch einen Tick zu vorsichtig. Wir gehen jetzt erst kommunikativ in die Offensive und merken, wie sehr das innerhalb kürzester Zeit die gesamte Wahrnehmung unseres Startups gegenüber potenziellen Partnern und Investoren positiv verändert.

2: Die richtigen Partner finden! Wir arbeiten weltweit mit einer Vielzahl von Institutionen (bspw. Bar-Ilan-Universität, Fraunhofer Institut) sowie führenden Wissenschaftlern zusammen – ohne sie hätten wir es niemals in rund 10 Jahren von der Grundlagenforschung bis zur ersten Produktapplikation geschafft.

3: Simplify! Da es eine hochkomplexe Technologie ist, stellt das auch die größte Herausforderung dar: Wege zu finden, unsere Story so einfach wie möglich zu erzählen und dabei das Wissen und die Expertise der jeweiligen Zielgruppe zu berücksichtigen.

Wir bedanken uns bei Daniel Graf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Zero EC

Kontakt:

Zero EC SA
Le Château 3
CH-2028 Vaumarcus
Switzerland

https://www.zeroec.ch/
info@zeroec.ch

Ansprechpartner: Daniel Graf

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/zeroecch/

Wie können wir von hier aus besser werden?

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Löwenanteil: Bio Gerichte proteinreich lange haltbar im Glas

Stellen Sie sich und das Startup Löwenanteil doch kurz unseren Lesern vor! 

Einer gesunden und genussvollen Ernährung, selbst bei einem stressigen Alltag, steht mit unserem Konzept nichts mehr im Wege. Proteinreich, 100% Bio, lange haltbar, sehr lecker und praktisch im Glas verpackt: Das ist Löwenanteil, Bio-Gerichte, welche mit viel Raffinesse gemeinsam mit einem Bio-Spitzenkoch entwickelt wurden und zu Hause in nur drei Minuten verzehrbereit auf dem Tisch stehen. Dahinter stehen wir, Thomas Kley und Robin Redelfs, Gründer und Geschäftsführer von Löwenanteil. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Die Gründung von Löwenanteil war die Lösung unseres Problems: Viel Arbeit im Alltag, viel Sport und die Ernährung blieb da leider mangels Lust und Zeit auf der Strecke. Herkömmliche Lösungen haben uns dabei nicht überzeugt und nicht das geliefert, wonach wir gesucht haben – also haben wir es selbst gemacht. Dass wir beide zusammen etwas Eigenes auf die Beine stellen würden, war uns allerdings auch schon einige Monate vor der Idee für Löwenanteil klar. 

Welche Vision steckt hinter Löwenanteil? 

Unser Ziel ist es, die Barrieren für gesunde Ernährung abzubauen und zugänglich für alle zu machen. So ist es unsere Vision, gesunde und sportlich orientierte Ernährung so einfach und stressfrei wie möglich zu machen. Durch die Reduktion von Stress ermöglichen wir unseren Kosument:innen eine erhöhte Lebensqualität und die Freiheit, in der Freizeit ihren eigentlichen Interessen nachzugehen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Bio-Gerichte, die schmecken, satt machen und qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe bieten – klingt einfacher, als es ist. Zu unseren größten Herausforderungen gehörte daher anfänglich vor allem die Auswahl der passenden Produzent:innen für unsere Produkte. Es war zudem für uns als Gründer besonders zu Beginn eine besondere Challenge, die vielen verschiedenen Themen gleichzeitig voranzubringen. Vertrieb, Kommunikation, Finanzen und vieles mehr – die Learnings dabei waren und sind allerdings groß und absolut essentiell. 

Finanzierung 

Begonnen haben wir mit ca. 45.000 € welche sich aus unseren eigenen Mitteln und der Unterstützung von der Familie zusammensetzte. Mit unserem Unternehmenskonzept sind wir schnell auf großen Zuspruch gestoßen. So sah es auch Square One Food, unser strategischer sowie monetärer Investor, welcher uns seit Ende 2019 mit einer Finanzierung von 225.000 € bei unserem Wachstum unterstützt. 

Wer ist die Zielgruppe von Löwenanteil? 

Zu unserer Zielgruppe gehören sportlich begeisterte Menschen mit einem aktiven Lebensstil, die sich gesünder ernähren möchten, fitter werden wollen und keine Lust bzw. Zeit haben, selbst zu kochen – egal auf welchem Leistungsniveau. Zu Beginn hatten wir einen treuen, sehr großen CrossFit und/oder Fitness-Kundenstamm, der auch heute noch zu unseren treuen Fans zählt. Doch wir verzeichnen auch einen starken Zuwachs an Kund:innen ohne oder mit geringem Sportbezug, die sich einfach nur gesund und stressfrei im Alltag – egal ob Zuhause oder im Büro – ernähren möchten. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

In unseren Produkten haben wir Faktoren kombiniert, die uns selber wichtig sind. Neben einer hohen Sättigung war es uns besonders wichtig, ein Convenience Produkt zu schaffen, mit einer langen Haltbarkeit, wieder verschließbar und in drei Minuten verzehrbereit. Außerdem stand für uns die kompromisslose Qualität aus hochwertigen Bio-Lebensmitteln, erstklassigen Rezepten entwickelt durch einen Bio Spitzenkoch, einem hohen Proteinanteil und keinen Zusätzen von Zucker oder Konservierungsstoffen, immer an erster Stelle. Und auch optisch sollten sich unsere Produkte durch einen coolen sowie modernen Look von anderen Fertiggerichten abheben.

Löwenanteil, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Aktuell setzen wir den Fokus vor allem auf Deutschland und Österreich. Allerdings möchten wir langfristig unsere Community, das Löwenrudel, in ganz Europa vergrößern. Unser Portfolio steht noch am Anfang, aber wir haben noch viele weitere Ideen und Konzepte, die wir in den nächsten Jahren Realität werden lassen möchten. Sicher ist, dass es sich dabei immer um proteinreiche Convenience- Ernährung in Bio Qualität handeln wird. E-Commerce wird dabei für uns dauerhaft im Fokus stehen und soll ergänzend durch den Offlinehandel verstärkt werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Geduld mitbringen, die meisten Dinge gehen nicht so schnell, wie man manchmal denkt.
Viel mit anderen Gründer:innen sprechen und sich austauschen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass man unfassbar viel aus den Geschichten, Fehlern und Erfolgen anderer lernen kann.

Immer bei sich bleiben und gleichzeitig viel reflektieren. Es ist immer gut, auch links und rechts zu schauen und sich Anregungen/ Tipps zu holen und im Austausch zu sein. Wichtig: Das Vergleichen mit anderen sollte nicht der hauptsächliche Antrieb für alles sein. Fragt Euch selber: Wer sind wir? Wo stehen wir jetzt gerade? Wie können wir von hier aus besser werden? 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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