Montag, Mai 11, 2026
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Risiken eingehen

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rookie babytragen

Rookie Babytragen exklusives Design, nachhaltige Fertigung und hohe Funktionalität

Stellen Sie sich und das Startup Rookie doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Benjamin Berndt, Gründer und Geschäftsführer von Rookie. Rookie ist eine Premium Direct-To-Consumer (DTC) Brand. Wir entwickeln, produzieren und vermarkten hochwertige Babytragen, die nicht nur stylisch aussehen, sondern auch praktisch sind. Seit der Gründung 2018 hat sich Rookie zu einer echten Marke unter jungen Eltern entwickelt. Heute besteht unser Team aus 10 Leuten, darunter 50% Marketer und zwei Mode-/Textildesigner. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich war schon immer unternehmerisch aktiv. In der Schule habe ich einen eBay Shop betrieben und nach einem Ausflug in die Corporate Welt habe ich meine erste GmbH gegründet. Für mich stand immer fest, dass ich Unternehmer sein wollte. 

Welche Vision steckt hinter Rookie?

Wir wollen eine globale „ikonische“ Brand werden, ähnlich wie Porsche. Dort sind die Produkte herausragend. Durch das Markenlogo auf dem Lenkrad wird aus dem hochwertigen Sportwagen wesentlich mehr als das reine Produkt: Nicht nur ein Auto, sondern ein Porsche. In Deutschland sind wir schon sehr weit. Unsere Babytrage wird häufig im Sprachgebrauch als „die Rookie“ bezeichnet. International haben wir aber noch viel Raum zu wachsen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Bei Gründung hatte niemand im Team auch nur den Ansatz einer Ahnung von der Entwicklung und der Produktion von Textilien und Babytragen. Wir haben täglich Lehrgeld zahlen müssen, aber eben auch gelernt. Mehrfach stand das Unternehmen kurz vor dem Scheitern:  Glücklicherweise konnten wir das Steuer immer wieder herumreißen. 

Finanziert sind wir komplett mit Eigenkapital. Gerade in den ersten Monaten haben wir stark auf Vorbestellungen gesetzt und mit dem eigenommenen Geld die Produktion finanziert. Das war häufig sehr eng kalkuliert und die Risiken waren enorm: Hätten die ersten 100 Kunden ihre Bestellungen wiederrufen, wären wir insolvent gewesen. 

Wer ist die Zielgruppe von Rookie?

Unsere Zielgruppe sind junge Eltern, die Wert auf hochwertige Produkte und Design legen. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Mantra in der Produktentwicklung ist „Create Products that parents love to use every day.“ Dies beinhaltet insbesondere Design und Funktionalität. Niemand nutzt gern Produkte, die nicht gut funktionieren. Viele Leute erfreuen sich an Schönheit. Rookie Babytragen bieten mehr als nur Funktionalität und ähneln, anderes als viele andere Babytragen auf dem Markt, keinem Trekkingrucksack. Sie haben ein cooles Design und eignen sich für Babys und Kinder mit einem Gewicht von 3,5 – 15 kg. 

Uns war wichtig, eine Babytrage zu entwickeln, die leicht ist, schnell und sehr einfach anzulegen ist und sowohl Männern als auch Frauen passt. 

Unsere Tragen wurden vom International Hip Dysplasia Institute als hüftfreundliche Babytrage zertifiziert: Das heißt, dass das Kind in ergonomisch korrekter Anhock‐Spreiz‐Position sitzt, so dass die Beinchen mindestens zu einem rechten Winkel angehockt sind.

Alle Rookies werden aus Bio‐Baumwoll‐ & Leinen‐Mischgewebe gefertigt, das für optimale Belüftung, Elastizität und Stabilität sorgt. Sie haben optimierte Schultergurte aus Yogamatten‐Material, die es ermöglichen, das Kind stundenlang bequem zu tragen. Rookie Tragen verteilen das Gewicht des Kindes optimal und tragen nicht auf, was den Vorteil hat, dass sie auch unter Jacken getragen werden können. 

Rookie, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind wir eine A-Marke für junge Eltern in den meisten Industrienationen der Welt. Wir werden außergewöhnlich schöne Produkte anbieten, die so gut funktionieren, dass Eltern sie jeden Tag lieben werden.

Konkret heißt das für uns, dass Rookie genannt wird, wenn man junge Eltern in fünf Jahren fragt: „Von welcher Marke würden Sie Produkte für ihr Baby kaufen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?“

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

So früh wie möglich in den Markt gehen und vom Feedback lernen

Klare monetäre Zielsetzung festlegen und monitoren: Kein Unternehmen wird erfolgreich, ohne Geld zu verdienen

Risiken eingehen: In Deutschland verhungert niemand, dessen Unternehmen scheitert. Es gibt ein begrenztes Verlustrisiko, aber ein unbegrenztes Gewinnrisiko.  

Wir bedanken uns bei Benjamin Berndt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Traut euch, abgelehnt zu werden

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Recruitee Recruiting Perry Oastdam CEO

Recruitee intuitives und kollaborative Recruiting Tool für Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Recruitee doch kurz unseren Lesern vor!

Perry Oostdam: Ich bin Perry Oostdam, CEO und Gründer von Recruitee, dem intuitiven und kollaborativen Recruiting-Tool für alle, die sich vorgenommen haben gemeinsam zu wachsen. Wir wollen Unternehmen jeglicher Größe dabei unterstützen, eine stärkere Zusammenarbeit bei Einstellungsprozessen zu ermöglichen und für alle Beteiligten zu einem positiven Erlebnis zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Perry Oostdam: Das ist tatsächlich aus der Notwendigkeit heraus entstanden. Damals hatte ich bereits ein anderes Unternehmen mit meinem Mitgründer Pawel Smoczyk gegründet und wir waren dabei, neue Teammitglieder zu finden und stark zu wachsen. Mit den vorhandenen Tools stießen wir dabei auf unsere Grenzen und merkten, dass es noch nichts auf dem Markt gab, das unseren Ansprüchen sowie unserem Ansatz des kollaborativen Recruitings folgte.

Welche Vision steckt hinter Recruitee?

Perry Oostdam: Wir möchten, dass Recruiting nicht mehr in Silos stattfindet, von denen ausschließlich die Personaler*innen und im besten Fall die*der Manager*in aus dem einstellenden Team etwas mitbekommen, sondern eine wirkliche Teamarbeit wird. Schließlich soll ja die Person, die eingestellt werden soll, auch wirklich in das Unternehmen passen. Dafür ist es wichtig zu verstehen, in welchem Team die*der Kandidat*in aufgenommen wird. Deshalb ist es unsere Vision, kollaboratives Recruiting zum neuen Standard zu machen, der in die Zukunft des Recruitings weist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Perry Oostdam: Wir wollten selbstbestimmt bleiben und haben deshalb den Weg des Bootstrappings gewählt. Wir hatten bereits eigene Ersparnisse, die durch die vorherige Gründung zustande kamen, und konnten unser Team so organisch wachsen lassen. ​​Die Tatsache, dass wir in der Anfangsphase des Unternehmens bootstrapped waren, bedeutete, dass die Kunden zu unseren Finanziers wurden. Es war befreiend, die volle Kontrolle über die Richtung unseres Unternehmens und die Produktentwicklung zu haben. Allerdings mussten wir das Unternehmen über den Cashflow steuern und uns darauf konzentrieren, alles wieder zu reinvestieren. Einen Echtzeit-Überblick über unsere wichtigsten Kennzahlen zu haben, um sie schnell anzupassen, war entscheidend, um das Unternehmen auf Kurs zu halten. 

Wer ist die Zielgruppe von Recruitee?

Perry Oostdam: Im Grunde alle, die auf der Suche nach guten Mitarbeitenden sind: Egal, ob das Team wachsen soll, oder eine Stelle nachbesetzt werden muss. Recruitee ist dafür da, dass die Recruiting-Prozesse transparent und möglichst inklusiv gestaltet werden können. Ob Klein- und Mittelständische Unternehmen oder große Corporates, durch unsere Funktionalitäten ist das Tool auf alle möglichen Bedürfnisse anpassbar und kann sogar durch die API-Schnittstelle in bestehende Systeme integriert werden. 

Wie funktioniert Recruitee? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Perry Oostdam: Mit unserer intuitiven und einfach zu bedienenden Oberfläche können Personaler*innen den gesamten Einstellungsprozess abbilden und jederzeit Personen im Unternehmen einbinden, die in den einzelnen Schritten benötigt werden. Die individualisierbaren Dashboards ermöglichen es, dass alle wichtigen Informationen einem Ort gebündelt sind und das involvierte Team die für sie relevanten Informationen einsehen können.

Auch Prozessautomatisierungen sind möglich, wie etwa eine Terminvergabe für ein Bewerbungsgespräch (auf Grundlage der freien Kapazitäten des Teams) sowie der E-Mailversand von Zu- und Absagen beim Erfüllen bestimmter Bedingungen. Das macht es leichter und übersichtlicher für alle Personaler*innen, den Überblick zu behalten. 

Wie ist das Feedback?

Perry Oostdam: Ich denke, die Zahlen sprechen für sich: Wir sind aktuell das am schnellsten wachsende Tech-Startup in den Niederlanden, doch damit geben wir uns natürlich nicht zufrieden. Unsere Kunden sind froh, dass sie ihre Prozesse im Recruiting endlich in einem Tool abbilden können, anstatt ständig zwischen Programmen, wie etwa dem Mail-Programm, einem Projektmanagement-Tool und einem CMS zu wechseln. Die Koordination, um kollaboratives Recruiting möglich zu machen, ist dadurch viel zeiteffizienter geworden, Personaler*innen können sich also auf das Wesentliche konzentrieren – nämlich die*den Kandidat*in auf menschlicher Ebene zu begegnen und ihre einstellenden Teams zu involvieren.

Recruitee, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Perry Oostdam: Als produkt- und kundenorientiertes Unternehmen hoffen wir, unsere Werte stets in den Produkten, die wir anbieten, und den Menschen, die wir betreuen, zum Ausdruck zu bringen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Nummer 1 unter den HR-Tech-Marken in Europa werden, die für die besten Tools bekannt ist, mit denen Teams kollaborativ rekrutieren und wachsen können. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unser Produktangebot weiter ausbauen und HR-Teams mit noch mehr Tools unterstützen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Holt euch frühzeitig einen Mentor: Wenn ihr euch schon in der Anfangsphase einen Mentor sucht, könnt ihr sicher sein, dass ihr bei der Gründung eures Unternehmens keine wichtigen Schritte verpasst.

Versucht nicht, es allen recht zu machen: Die Rolle des Gründers bringt eine Menge Verantwortung und Meinungen darüber mit sich, was der richtige Weg vorwärts ist. Scheut euch nicht, das Heft in die Hand zu nehmen und das Unternehmen in eine Richtung zu lenken, die eurer Vision treu bleibt und mit euren Unternehmenszielen übereinstimmt.

Traut euch, abgelehnt zu werden: Viele „Neins“ können zu einem „Ja“ führen, und das ist alles, was ihr braucht, um loszulegen. Denkt daran: Wenn Ihr abgelehnt werdet, bittet um Klarstellung und Feedback. Das wird euch helfen, euer Konzept zu verfeinern.

Wir bedanken uns bei Perry Oostdam für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Werbung, ja bitte?

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Kleverscreen

Kleverscreen nimmt Kampf gegen Werbemüll auf

Stellen Sie sich und das Startup Kleverscreen doch kurz unseren Lesern vor!

Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, was für eine unglaubliche Ressourcenverschwendung die Produktion von Werbemüll darstellt. Jedes Jahr landen tausende Tonnen unadressierter Werbung ungelesen im Müll. Gleichzeitig verteilen die meisten Hausverwaltungen und Eigentümer Ihre Hausaushänge noch immer in Papierform. 

Kleverscreen löst genau diese beiden Probleme. Wir bieten allen Eigentümern und Hauverwaltungen ein kostenloses, digitales schwarzes Brett für jeden Hausaufgang an. Über unsere Onlineplattform kann die Verwaltung alle wichtigen Informationen mit wenigen Klicks mit den Nutzern der Gebäude teilen. Zusätzlich liefert jeder Screen nützliche Informationen, wie beispielsweise die Abfahrtzeiten von Bus & Bahn oder eine aktuelle Wettervorhersage. Gleichzeitig stellt Kleverscreen eine Plattform für digitale Werbung in den Hausaufgängen bereit. So bieten wir allen Werbetreibenden die Möglichkeit, hochwertige und zielgruppenspezifische Werbung zu schalten, ohne dabei die Umwelt durch die Produktion und Verteilung von Werbemüll zu zerstören. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nachdem wir auf das Werbemüllproblem aufmerksam geworden sind, haben sich uns die unglaublichen Auswirkungen erst nach und nach offenbart. Wir sind der Auffassung, dass Innovationen immer der bessere Weg zum Schutz unserer Umwelt sind als Verbote. Es war uns wichtig, einen Teil zur Lösung des Problems beizutragen.

Da wir beide bereits seit unserer Jugend einige Erfahrungen in der Selbstständigkeit gesammelt haben und darüber hinaus in der Immobilienwirtschaft zu Hause sind, war uns sofort klar, dass wir hier nicht länger zögern dürfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung aus unserer Sicht war es, die Vorstellung von der Optik und der Funktionsweise unserer Softwarelösungen, die sich bislang ja nur in unseren Köpfen befand, so umzusetzen, dass das Ergebnis genau dem entspricht, was wir für perfekt halten. Gerade in der Zusammenarbeit mit externen Programmierern und Designern bedeutete dies oftmals unzählige Anpassungen und viel Detailarbeit, bis das Resultat uns überzeugen konnte. 

Jeder Kleverscreen wird ausschließlich über die Einnahmen durch unsere Werbepartner finanziert. Die Werbetreibenden können je nach Bedarf auf einzelnen Screens oder auch in vielen Aufgängen unsere Möglichkeiten der digitalen Werbung nutzen. Trotz der hohen Sichtbarkeit und der vielen Möglichkeiten (hochwertige Bilder, Videos, Gifs usw.) orientieren sich die Preise dabei an den Kosten der Printwerbung. So soll der Umstieg auf die nachhaltige Digitalwerbung für die Unternehmen besonders attraktiv sein.

In der derzeitigen Phase stammen die Gelder für die Investitionskosten aus unseren Eigenmitteln. In Anbetracht der geplanten Wachstumsphase in den kommenden Jahren sind wir bereits mit potenziellen Investoren im Gespräch. 

Wer ist die Zielgruppe von Kleverscreen?

Unsere Zielgruppen sind zum einen alle Hausverwaltungen, Immobilienbestandshalter und Assetmanager. Egal ob Gewerbeobjekte oder Wohnhäuser: Jedes Unternehmen und jeder private Immobilieneigentümer ist darauf angewiesen, in irgendeiner Form mit den Nutzern seiner Objekte zu kommunizieren. Hier schaffen wir einen erheblichen Mehrwert.

Zum anderen sind unsere Zielgruppe alle Unternehmen, die auf eine kundennahe Werbung in den Hausaufgängen angewiesen sind. Das fängt bei dem Café oder dem Restaurant von nebenan an und beinhaltet letztendlich den gesamten stationären Handels- und Dienstleistungssektor. 

Wie funktioniert Kleverscreen?

Kleverscreen basiert auf einem eigens programmierten Onlinetool, welches es ohne die zusätzliche Installation einer Software ermöglicht, von überall auf der Welt Informationen zwischen den Nutzern eines Gebäudes und der Verwaltung auszutauschen. Gleichzeitig dient ein Teil jedes Kleverscreens als Werbefläche.

Darüber hinaus hat Kleverscreen auch noch einige Features für die Bewohner an Bord: Eine Live-Anzeige für die Abfahrten von Bus und Bahn, eine Wettervorhersage, einen Community-Chat, einen Newsfeed und die Möglichkeit bestimmte Serviceleistungen, wie zum Beispiel die Hausreinigung, zu bewerten. Besonders hervorzuheben ist auch die Mehrsprachigkeit: Um jedem Bewohner Zugang zu den wichtigen Informationen bieten zu können, stellt Kleverscreen die Daten auf Wunsch der Hausverwaltung in beliebig vielen Sprachen bereit. 

Wo liegen die Vorteile? 

Ein wichtiger Vorteil liegt in der Vermeidung des Werbemülls. Über 90% der unadressierten Werbung landet ungelesen im Müll, obwohl für deren Produktion und Verteilung jede Menge Ressourcen verbraucht werden. Insbesondere für die lokalen Unternehmen stellt die Werbepost jedoch ein wichtiges Marketinginstrument dar. Während die Online-Riesen ihre potenziellen Kunden einfach mit Werbung via Facebook, Google und Instagram oder mit TV-Werbung über neue Angebote informieren können, ist die kundenahe Printwerbung für die kleineren Geschäfte unerlässlich. Kleverscreen bietet eine Möglichkeit nachhaltig zu handeln, ohne auf diese Werbemöglichkeit zu verzichten.

Aus eigener Erfahrung wissen wir außerdem, dass das Verteilen von Hausaushängen noch immer in Handarbeit erfolgt. Das bedeutet auch, dass sich, beispielsweise bei einer Veränderung des Ansprechpartners, die Mitarbeitenden ins Auto setzen und jedes einzelne Haus anfahren müssen. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit und vor allem CO2. Kleverscreen ermöglich eine kinderleichte und umweltschonende Kommunikation zwischen den Hausverwaltungen und den Nutzern und bietet dank der zusätzlichen Tools darüber hinaus einiges an Mehrwert. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit Kleverscreen sind wir weltweit der erste Anbieter, der allen Eigentümern und Hausverwaltungen ein völlig kostenloses schwarzes Brett anbietet. Weder den Eigentümern noch den Nutzern der Gebäude entstehen Kosten. Zudem bieten wir als erstes Proptech Startup eine Lösung für das Werbemüllproblem. 

Kleverscreen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nachdem wir noch in diesem Jahr unsere finale Testphase in den ersten Hausaufgängen beendet haben, werden wir in den kommenden Jahren mit der großflächigen Digitalisierung der Hausaufgänge beginnen. In fünf Jahren wird Kleverscreen die Umweltbelastung durch die Produktion und die Verteilung von Werbemüll massiv reduziert haben. Da das Problem neben Deutschland auch viele andere Länder betrifft, planen wir außerdem eine Ausweitung innerhalb des europäischen Marktes. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Kenne Deine Stärken und nutze sie! 

Kenne Deine Schwächen und suche Dir dort Unterstützung, wo andere besser sind als Du!

Fang einfach an!

Wir bedanken uns bei Darwn und Peter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein Team aufzubauen, welches an die Idee und das Produkt glaubt

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Die Gründer von Saatgutkonfetti, Konfetti das aus Saatgut von 23 heimischen Wildpflanzenarten besteht, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor! 

Wir sind Katja, Philip und Chris von Saatgutkonfetti! Philip ist 31 und in Köln großgeworden. Aktuell wohnt er in Kassel und studiert Produktdesign an der Kunsthochschule Kassel. Chris ist 31 und in Hürth bei Köln aufgewachsen. Im Anschluss an sein Geographie Studium in Bonn hat er als Projektmanager bei einer NGO für die Energiewende gearbeitet. Katja ist 34, hat Jura und Wirtschaft studiert und nach der Uni bei SAP und als Innovationscoach gearbeitet. Aktuell wohnt sie in Hamburg. 

Zu dritt haben wir vor ca. 2,5 Jahren Saatgutkonfetti gegründet und somit den Sprung in die Start- up-Welt und Selbstständigkeit gemacht. Unser Konfetti ist nicht nur zu 100% kompostierbar, vegan und macht unglaublich viel Spaß, sondern enthält auch das Saatgut von 23 heimischen Wildpflanzenarten, die nach ihrer Funktion im Ökosystem ausgewählt sind und als spätere Heimat und Nahrung für Insekten und andere kleine Tiere dienen. 

Kaufen kann man unser Konfetti in verschiedenen Concept-Stores, Bioläden, im Inhaber:innen geführten Einzelhandel und online. Perfekt ist es für Veranstaltungen und überall dort, wo gefeiert wird! Man kann es aber natürlich auch im Garten verteilen oder es zum Anlegen von Blühwiesen auf landwirtschaftlichen Flächen nutzen. Hauptsache, mit Spaß! 

Wie ist Ihre Idee entstanden? 

Als Produktdesigner versteht Philip es als seine Aufgabe, Probleme zu erkennen und an einer Lösung dafür zu arbeiten. Angefangen hat es dementsprechend mit der Müllproblematik beim Kölner Karneval und dem zunehmenden Biodiversitätsverlust auf unserer Erde. Im Rahmen seines Produktdesignstudiums hat er dann zusammen mit einer Kommilitonin das Konfetti erfunden und gleich den Green Product Award abgestaubt. Nach dem vielen positiven Feedback holte er Chris und Katja mit in’s Boot und zusammen starteten wir 2019 ein Crowdfunding. Das war die Gründung und somit der Startschuss für Saatgutkonfetti! 

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt? 

Wir wollen mit unserem Konfetti einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und gegen den Verlust der Artenvielfalt leisten, ohne dabei den Fokus auf Verzicht zu setzen. Nachhaltigkeit steht häufig im Konflikt mit Konsum und Spaß, unser Anliegen ist es, Freude zu verbreiten, ohne dabei Berge an Müll zu hinterlassen. Es ist uns wichtig, ein Bewusstsein für die Konsequenzen des eigenen Handelns zu schaffen, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Vielmehr soll mit Freude und Leichtigkeit positiver Impact geschaffen werden. Wir wollen ein Bild von einer bunten Welt vermitteln, in der die Menschen nicht gegen, sondern mit der Natur leben. 

Wer ist Ihre Zielgruppe? 

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die mit Spaß etwas Gutes tun wollen und denen die Umwelt und ein nachhaltiges Leben am Herzen liegen. Dazu gehören neben Privatleuten auch B2B Kund:innen – Firmen, die ein nachhaltiges Give-away suchen oder Händler:innen, die ein nachhaltiges Partyprodukt in ihren Regalen platzieren wollen. Darüber hinaus sind es alle möglichen Eventveranstalter:innen von groß bis klein, die das Konfetti für Festivals, Karneval, Hochzeiten oder andere Anlässe nutzen. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die  Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben? 

Tatsächlich ist die VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ auf uns zugekommen und hat angefragt, ob wir uns für die Sendung bewerben möchten. Wir haben uns beworben, wurden angenommen und haben uns natürlich sehr darüber gefreut, die Chance zu bekommen unser Produkte und unsere Vision vor solch einem großen Publikum – und natürlich den Löw:innen – präsentieren zu können. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet? 

Leider hatten wir gar nicht so viel Zeit, uns auf die Sendung vorzubereiten, da wir unseren Pitch direkt nach Erfüllung eines Großauftrages für Aldi Süd hatten. Trotzdem haben wir natürlich im Team die Köpfe zusammengesteckt um unser Produkt gut präsentieren zu können. Auch unser Produktionsteam hat uns bei der Vorbereitung unterstützt. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? 

Es hat uns wirklich sehr gefreut, dass unsere Idee eine solch große und positive Resonanz bekommt. Damit können wir vielen Menschen zeigen, wie wir auch anders gründen können, anders wirtschaften – zukunftsfähiger und nachhaltiger. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen?Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf Saatgutkonfetti aufmerksam werden? 

Die hohe Aufmerksamkeit, die man durch so eine große Show erfährt, bietet natürlich viele Chancen und ist grade als kleines Start-up super wertvoll. Unser Wunsch ist es aber vor allem, dass Saatgutkonfetti kein kurzer Hype wird, sondern ein etabliertes Produkt, welches echten, positiven und nachhaltigen Impact leistet. Nur so können wir unsere Vision langfristig verfolgen und realisieren! 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus? 

Unsere zwei Favoriten vor der Show waren Ralf Dümmel und Nico Roßberg. Nico Roßberg wegen seines Schwerpunkts auf nachhaltige Produkte und Ralf Dümmel wegen seiner Vertriebsexpertise.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir möchten, dass Saatgutkonfetti in 5 Jahren das erste Produkt ist, was einem in den Sinn kommt, wenn man an Konfetti denkt! Außerdem soll es beweisen, dass man auch mit einem echten, grünen Geschäftsmodell, in dem nicht alles auf Profit ausgelegt ist, erfolgreich sein kann. Wir wollen Saatgutkonfetti weiter als regeneratives Business aufbauen, welches Produkte bietet, die nicht nur nicht schädlich sind, sondern darüberhinaus positiven Impact hinterlassen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben? 

Unserer Meinung nach ist es gut an einer Idee zu arbeiten, die nicht nur wirtschaftlichen Mehrwert hat, sondern vor allem einen Impact darüberhinaus hat und Spaß macht. Dadurch wird es zukunftsfähig und die Freude kommt nicht zu kurz. Außerdem ist es wichtig ein Team aufzubauen, welches an die Idee und das Produkt glaubt und mit intrinsischer Motivation dabei ist. So kann man gemeinsam mit voller Kraft durch die verschiedenen Phasen des Start-Up Rollercoasters fahren. Darüberhinaus finden wir es wichtig, das Unternehmen als Social Enterprise aufzubauen, um über das Produkt hinaus einen positiven Einfluss auszuüben.

Philip Weyer (l.), Christoph Trimborn (M.) und Katia Filippenko präsentieren mit Saatgutkonfetti Konfetti mit Pflanzensamen. Sie erhoffen sich ein Investment von 200.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Saatgutkonfetti war am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

waterdrop das erfolgreichste: Die Höhle der Löwen-Start-up

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waterdrop höhle der löwen

Zum Finale der zehnten Staffel von Die Höhle der Löwen kehrt das erfolgreichste Startup der Sendung – waterdrop® – als Gast zurück. Seit dem Deal mit Dagmar Wöhrl im Jahr 2018 verzeichnet das österreichische Unternehmen starkes Wachstum: 19 Stores in über 13 Ländern, darunter die USA, Frankreich und Italien, mehr als 200 Mitarbeiter und für 2021 einen geplanten Umsatz von 85 Millionen Euro.

Das Gründertrio Martin Donald Murray (36), Christoph Hermann (37), und Henry Murray (31) stellte sich ein Jahr nach ihrem Launch dem kritischen Blick der Löwen-Jury. „Die mediale Aufmerksamkeit, die wir durch die Sendung erhalten haben, war enorm und ein echter Push für waterdrop®. Die Server liefen nach dem TV-Auftritt heiß und uns kannten auf einmal Millionen Menschen in Deutschland. Wir hatten in den ersten 24 Stunden nach Ausstrahlung 30.000 neue Kunden!” sagt CEO Martin Murray. Die Teilnahme habe sich definitiv gelohnt. Mit der Familie Wöhrl habe sich eine langfristige Partnerschaft ergeben, die auch drei Jahre nach Teilnahme weiterhin fortbesteht.

Die wichtigsten Kennzahlen:

  • waterdrop ® wurde 2016 gegründet und ist DIE am schnellsten wachsende FMCG-E-Commerce-Marke in Europa
  • Mit bereits rund 1,5 Millionen Kunden und mehr als 750k Followern auf allen Social Media Plattformen haben sie eine der größten Online-Communities und Social Followings im europäischen Raum
  • waterdrop® erwartet in diesem Jahr 85 Millionen Euro Umsatz und wächst damit seit dem Start 2017 um 400 % pro Jahr
  • Bis heute mehr als 200 Millionen verkaufte „waterdrops“ in 13 Ländern
  • Erfolgreicher Launch in den USA mit Flagshipstore in Miami

Zu der Erfolgsstory gehört auch das neue Wiener HeadQuarter in den ehemaligen Gösserhallen, das Dagmar Wöhrl zusammen mit dem VOX-Kamerateam besichtigt. Es soll im Frühjahr 2023 fertiggestellt werden. Neben dem Gelände des neuen Headquarters wurde auch im Flagshipstore im Herzen von Wien gefilmt.

Was ist waterdrop ®?

waterdrop® ist der weltweit erste Microdrink. Der kleine Würfel enthält wertvolle Pflanzenextrakte, passt in jeden Flaschenhals und verwandelt Leitungswasser in ein Getränk mit Geschmack und hochwertigen Vitaminen. Das Wiener Unternehmen sagt der klassischen Getränkeindustrie seit fünf Jahren erfolgreich den Kampf an. Langfristig sollen Plastikflaschen und lange Transportwege überflüssig werden.

Mittlerweile umfasst das Sortiment elf Microdrinks, vier Microteas und zahlreiche Accessoires, die Lust auf mehr Wassertrinken machen.

und Kola-Nuss sowie BOOST mit Johannisbeere, Holunderblüte und Açaí. In vielen deutschen Haushalten stehen zahlreiche waterdrop® Flaschen als Sammlerstücke in den Vitrinen oder kommen im Kampf gegen Plastikflaschen zum Einsatz.

Regelmäßig erscheinen limitierte Editionen in Kooperation mit Designern wie Viktor&Rolf oder Celebrities wie Suki Waterhouse. Diese sind besonders begehrt.

Wie alles begann

Martin Murray, Gründer und CEO von waterdrop ®, arbeitete zuvor viele Jahre für BCG. Die Idee entstand im Flugzeug auf dem Weg von Singapore nach Hongkong, wo er 2015 seinen MBA absolvierte. Zu dieser Zeit war er beruflich viel unterwegs, wollte auf seine Gesundheit achten, konnte sich daher mit keinem der zuckerhaltigen Getränke an Bord wirklich anfreunden und war enttäuscht von der einzig bleibenden Alternative: Wasser.

Die Beverage-Branche war damals wie heute mit zwei großen Problemen konfrontiert: hohem CO₂-Ausstoß und enormen Plastikmengen. Martin Murray war überzeugt, dass es einen nachhaltigeren Weg geben muss, als zucker- und konservierungsstoffhaltige Getränke in Plastikflaschen um die Welt zu transportieren. Nach zwei Jahren intensiver Forschung entwickelte er zunächst allein und später gemeinsam mit Christoph Hermann sowie seinem Bruder Henry Murray den ersten waterdrop® Microdrink.

So soll es weitergehen

Neben der Expansion in den USA, Europa und Asien plant waterdrop® weitere Flagship Stores. Auch die Produktpalette soll um Kinderflaschen, Sportflaschen und neue Microdrinks erweitert werden. Zudem entwickelt sich waterdrop® zunehmend zu einem Drinktech-Unternehmen.

Die in diesem Jahr erschienene App war dabei erst der Anfang. Weitere Innovationen sollen folgen. Für Anfang nächsten Jahres ist eine Smart Cap geplant, die Wasser per Knopfdruck mithilfe von UV-C-Technologie entkeimt. Besonders in Ländern ohne sauberes Trinkwasser soll dies helfen, mehr Wasser zu trinken und langfristig den Einsatz von Einweg-Plastikflaschen zu reduzieren.

Quelle STILGEFLÜSTER GmbH

Einfach durchziehen und nicht aufgeben

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Grundriss in Lebensgröße höhle der löwen

Maximilian Mühlegg (l.), Gissou Ataee und Lucas Nummer Gründer von Grundriss in Lebensgröße, macht dein zukünftiges Zuhause in 1:1 Lebensgröße erlebbar, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Grundriss in Lebensgröße doch kurz vor!

In Lebensgröße ist das erste Projektionsunternehmen, das Ihre Kunden über die gesamte Bauplanungs- und -umsetzungsreise begleitet. In den drei Erlebniswelten – Planung, Grundrissprojektion und Küchenplanung – wird unseren Kunden sein zukünftiges Zuhause in 1:1 Lebensgröße erlebbar gemacht und jegliche Unsicherheit genommen. Durch das reale Raumerlebnis lassen sich Planungsfehler vermeiden und der Hausbau oder der Küchenkauf planungssicher und kompromisslos angehen.

Wie ist die Idee zu Grundriss in Lebensgröße entstanden?

Wir waren selbst jahrelang in der Immobilienbranche tätig und ständig kam die Frage auf: ’Wie fühlen sich denn x m² an? Kann ich mir nicht vorstellen.’ Also begann unsere Recherche und damit auch die Entstehungsgeschichte von Grundriss in Lebensgröße.

Welche Vision steckt hinter Grundriss in Lebensgröße?

Wir revolutionieren die gesamte Baubranche mit unseren lebensgroßen Projektionen. Und wir decken mögliche Planungsfehler noch vor dem Baubeginn auf. Wir schaffen Klarheit, Transparenz und Sicherheit für alle Beteiligten.

Wer ist die Zielgruppe von Grundriss in Lebensgröße?

Unsere Zielgruppe setzt sich hauptsächlich aus privaten Bauherren, aber auch Fertighausverkäufern, Bauträgern und Architekten zusammen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung: Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir sind riesen Fans der Sendung – bereits seit Staffel 1. Deshalb haben wir direkt die Initiative ergriffen!

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Zuerst haben wir uns an den Pitch gesetzt – danach hieß es üben, üben, üben.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung: Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es ist uns natürlich eine große Ehre in der Sendung zu sein – und das in der letzten Folge der Jubiläumsstaffel. Danach haben wir einen neuen Antrieb gespürt. Aus unserem kleinen ‚Start-up’ wurde im Nu ein Unternehmen mit mehreren Standorten, welche alle gemeinsam an einem Strang ziehen und auf die Ausstrahlung am Montag hinfiebern.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch: Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Grundriss in Lebensgröße aufmerksam werden?

Unsere Priorität lag schon immer im Unternehmensaufbau. Wir erwarten uns Kontakte in die Branche und nachhaltige Verkaufstrainings durch die Expertise der Investoren. Natürlich freuen wir uns aber auch sehr darüber, zusätzliche Aufmerksamkeit für unsere Problemlösungen zu generieren.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Lucas hatte aufgrund seiner Vertriebserfahrung im B2B Bereich Carsten Maschmeyer im Fokus, Gissou hingegen Judith Williams aufgrund gemeinsamer Herkunft und Girl-Power.

Grundriss in Lebensgröße, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir eröffnen bis 2025 insgesamt 25 Standorte, erweitern unsere customer journey stetig und werden die Marke, wenn es um den Hausbau geht.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

No risk no fun: Einfach durchziehen und nicht aufgeben, komme was wolle.

Maximilian Mühlegg (l.), Gissou Ataee und Lucas Nummer aus München präsentieren mit Grundriss in Lebensgröße eine Grundriss-Projektionshalle. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Grundriss in Lebensgröße ist am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Maximilian Mühlegg, Gissou Ataee und Lucas Nummer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Hinterfragt es: Immer wieder

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colorsafe seife farbeffekt händewaschen die blaue

Katrin Klein Gründerin von Colorsafe, Seife mit Farbeffekt für das richtige und sichtbare Händewaschen- Die BLAUE, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup colorsafe doch kurz vor!

colorsafe ist ein Startup aus Köln, gegründet von Katrin Klein. Das Startup hat die erste Seife mit Farbeffekt entwickelt hat für das richtige und sichtbare Händewaschen. DIE BLAUE.

Wie ist die Idee zu colorsafe entstanden?

Im ersten Lockdown betreute ich meine beiden Nichten und meine Großnichte. Die Bedeutung des gründlichen Händewaschens war klar. Aber ich merkte schnell, dass es mir unmöglich war, bei drei kleinen Kindern zu sehen, ob die Hände richtig gewaschen waren. Und wie soll man Kindern erklären, dass sie etwas wegmachen sollen, was gar nicht sichtbar ist? Ich probierte es also erstmal mit selbst gefärbten Seifen. 


Das Prinzip „seifen & sehen“ funktionierte wunderbar. Auch ich stellte fest, dass ich mir seit 49 Jahren nie richtig die Hände gewaschen hatte. Wie übrigens mehr als 90% der Menschen – so lernte ich später dazu. Es war mir sofort klar, ich möchte eine Seife entwickeln, die das richtige Händewaschen einfach und sichtbar macht.

Welche Vision steckt hinter colorsafe?

Wir möchten mit colorsafe clevere, einfache Produkte für die Gesundheit und Sicherheit entwickeln ohne zusätzliche Ressourcen zu verbrauchen.
So wie DIE BLAUE. Eine Seife, die sofort sichtbar macht, wo noch nachgeseift werden muss. Es wird kein zusätzliches Produkt benötigt oder hergestellt, um diesen Effekt zu zeigen.

Wer ist die Zielgruppe von colorsafe?

Wir möchten mit „DIE BLAUE“ alle ansprechen und erreichen. Da das richtige Händewaschen uns alle betrifft. Deshalb haben wir bewusst DIE BLAUE – clever Kids soap und „DIE BLAUE – clever soap“ auf den Markt gebracht. Die Zielgruppen sind die neugierigen Menschen, die sich und etwas hinterfragen, was so einfach scheint, aber von über 90% der Menschen nicht richtig gemacht wird und natürlich Kinder, die damit kinderleicht erlernen, wie das Händewaschen funktioniert. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Immer wieder sprachen mich Freunde darauf an und ich habe immer gesagt, dass ich mich dort nicht bewerbe. Dann habe ich es aber doch getan! 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Das war wirklich schwierig, da die Vorbereitungen und Bewerbungsdurchläufe sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben und ich ja gerade dabei war colorsafe an den Markt zu bringen. Ich habe meinen Pitch und mich auf möglichst viele Fragen vorbereitet, die man von der Höhle kennt. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? Ich kenne hier keine Zahlen und weiß somit gar nicht, zu welchen wenigen Startup Unternehmen ich gehöre, aber es ist schon ein unfassbarer Schritt und Erfolg. Irgendwie kann ich es immer noch nicht ganz glauben, wie sich alles entwickelt hat.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf colorsafe aufmerksam werden?

Ich hätte diese Aufmerksamkeit natürlich nie ohne die Teilnahme in der Höhle erhalten und dies ist natürlich für ein Startup phantastisch.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Nils Glagau und Carsten Maschmeyer.

Katrin, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?


Ich hoffe gesund mit Familie, Freunden und einem kleinen Team das 5-Jährige von colorsafe feiern. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich habe ja bislang die meisten Erfahrungen aus meinen Tätigkeiten im Konzern und Mittelstand machen können und egal, wo ich gearbeitet habe oder nun als Gründerin: Wenn es für einen selber nicht schlüssig erscheint, warum etwas nicht gehen oder klappen soll, dann hinterfragt es. Immer wieder. Egal wie genervt die Leute dann auch sind. In den meisten Fällen ist es möglich. Dies sind meine Erfahrungen.

Katrin Klein aus Köln präsentiert mit Colorsafe eine färbende Seife. Sie erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Colorsafe ist am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Katrin Klein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nur wer für etwas brennt kann auch entfachen

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Steve Müller DeWok innovatives Kochsystem in der Höhle der Löwen

Steve Müller Gründer von DeWok, innovatives Kochsystem ohne Strom überall kochen, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mein Name ist Steve Müller und ich bin Gründer der DeWok GmbH. Wir sind ein junges Kölner Startup-Unternehmen, das innovative und außergewöhnliche Ideen, in Erfindungen für den Alltag umwandelt. Wir entwickeln mit großer Leidenschaft, Hingabe und vor allem mit herausragender Kompetenz Produkte. Produkte, die nachhaltig produziert und dazu noch ein frisches, modernes Design bieten. Unser erstes Produkt, unser DeWok, ist ein innovatives Tischkochgerät. Der DeWok läuft ohne Strom und ist die erste flexible Kochinsel und die perfekte Ergänzung beim Grillen, beim Campen, Zuhause, Garten, am See oder beim Picknick. Der Aufbau und die Auswahl der hochwertigen Materialien ermöglicht es, in verschiedensten Temperaturebenen zu kochen, um eine vitamin- und nährstoffreiche Zubereitung zu gewährleisten. Kochen ohne Strom, egal wann, egal wo, egal was.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Ein Freund erweckte in mir, den Entwickler, den Drang etwas Neues zu kreieren, nach dem er sich über die für ihr eher langweilige „Fondue- und Raclette-Kultur“ in Deutschland ausgelassen hat. Ich wollte etwas Innovatives, ein Ganzjahres-Produkt am besten ohne Strom, es muss flexibel sein, eine schonende Zubereitung von Nahrungsmitteln garantieren und ein modernes Design bietet. 

Nach vielen Stunden des Zeichnens, Rechnens und Ausprobierens war ein neues Kochsystem geboren, für den nur noch der richtige Name fehlte. Der fiel schließlich meiner Frau ein, die feststellte: „Dat ist ne kölsche Erfindung und wird in Köln hergestellt , das heißt „DäWok“ und steht in der rheinländischen Mundart für „der Wok“ , internationaler gedacht änderte ich nur noch das Ä in E und schon war DeWok geboren.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Kochen wird immer wichtiger in Deutschland – und das bestenfalls frisch, lecker, knackig und gesund. Und Kochen soll auch etwas Geselliges sein. DeWok steht für gesundes kochen und Gemeinschaft. DeWok ist ein Küchengerät und Kochsystem was die Menschen zusammenbringt – zuhause oder unterwegs. Schon beim Zubereiten der Speisen soll man gemeinsam Spaß haben. Er vereint alle diese Anforderungen in einem zeitlosen Design mit edlen Materialien und er ist nicht an eine Steckdose gebunden. Das neue Tisch-Kochsystem erfüllt fast jeden Kundenwunsch, gesunde und leckere Gerichte sind mithilfe abgestimmter Temperaturverteilung in der Pfanne möglich.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

DeWok ist für alle da – vom Studenten über den flotten Großstadt-Hipster bis hin zum eingefleischten Grillfan, Camper und Designverliebte, ein Ganzjahresprodukt für alle. Mit dem raffinierten System lassen sich selbst dort noch köstliche Gerichte zaubern, wo gar keine Küche vorhanden ist. Da es außerdem keine Steckdose benötigt, sind Sie damit auch nicht ans Haus gebunden. DeWok ist funktional, auch junge Menschen versuchen wir zu begeistern. Wir besuchen sogar Schulen und Sport-Leistungszentren um bei Kindern und Jugendlichen die Lust zum „Selber-Kochen“ zu wecken. Ihnen zu zeigen, dass Gemüse „ yummy“ schmecken kann, wenn durch eine schonende Zubereitung Nährstoffe und Vitamine erhalten bleiben können.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Die VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen ist eine gute Chance, sein Produkt weiter nach vorne zu bringen und als begeisterter Zuschauer war mir direkt klar, dass ich mit DeWok in die Sendung muss. Da ich bei der Bewerbung überzeugt habe, wurde ich eingeladen – es war ein tolles Gefühl!

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich lebe mein Produkt und war mir sehr sicher, die Fragen der Löwen gut beantworten zu können. Ich bekam jedoch auch super Tipps vom Team von Sony im Vorweg, um die Aufregung in den Griff zu bekommen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? 

„Nur wer für etwas brennt, kann auch entfachen“. Als Unternehmer durchläuft man mehrere Ebenen zum Erfolg. Wichtig ist: weitermachen, auch wenn es schmerzt. Auch wenn man denkt, es geht nicht mehr: weitermachen! Es ist eine Probe und in den meisten Fällen wird man belohnt und das ist genügend Motivation.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf DeWok aufmerksam werden? 

Vielleicht einer der entscheidendsten Schritte für mein Startup, man bekommt sehr viel Aufmerksamkeit und Feedback, jetzt heißt es weitermachen und die Erfahrung mitnehmen.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Im Fokus habe ich Ralf Dümmel, Nico Rosberg und Dagmar Wöhrl.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

DeWok steht für „Qualität, Lifestyle, funktionales und formschönes Design. DeWok wird neben allen hochwertigen Marken stehen. Es ist ein neuer Trend, das neue Kocherlebnis heute hat man DeWok, heute „wokken“ wir! Es gibt weitere Produkte und vor allem Zubehör und auch die Markenbildung ist für uns ganz wichtig.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

1. Als Unternehmer durchlaufen Sie mehrere Ebenen zum Erfolg. Wichtig ist: Weitermachen, auch wenn es schmerzt. Auch wenn man denkt, es geht nicht mehr. Weitermachen! Es ist eine Probe. Sind Sie dafür gemacht?

2.Die eigene Gesundheit darf man nicht vernachlässigen. Sie gibt die entsprechende Power, die man für den Erfolg und das Durchhalten braucht.

3. Jeder Unternehmer braucht ein Motto, ein Mantra. Etwas woraus man Kraft schöpft. 

Mein beiden Motto´s:

1. „Nur wer für etwas brennt kann auch entfachen“.

2. „Gesund bin ich und aus dem Rest muss ich was machen“.  

Steve Müller (r.) aus Köln präsentiert die Fondue-Revolution DeWok. Er erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 12,5 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Zum Pitch hat er seinen Freund, den Sterne-Koch Christian Lohse, mitgebracht. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

DeWok ist am 25. Oktober 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Steve Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Be your own muse!

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muse BEAUTY BEAUTY Lifestyle kosmetik

muse BEAUTY BEAUTY- und Lifestyle-Shop für hochwertige und luxuriöse Kosmetik- und Pflegeprodukte

Stellen Sie sich und das Startup muse BEAUTY doch kurz unseren Lesern vor!

muse BEAUTY ist ein 2021 gegründeter BEAUTY- und Lifestyle-Shop für hochwertige und luxuriöse Kosmetik- und Pflegeprodukte sowie spannende Nischenmarken, die bisher nur Beauty- und Fashion-Insidern bekannt sind. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf tierversuchsfreie, vegane und nachhaltige Marken im Sortiment. Die Schönheitswünsche und Pflegebedürfnisse der Männer werden selbstverständlich ebenfalls berücksichtigt. Einen besonderen Platz im Portfolio nehmen die medizinischen Beauty-Produkte der Marke MBR® ein. Diese setzen dort an, wo normale Hautpflege endet. Sie können somit durchaus als Hautpflege an der Grenze zur Medizin bezeichnet werden. Darüber hinaus haben wir Home- und Lifestyle-Accessoires wie Duftkerzen im Sortiment. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

muse BEAUTY ins Leben zu rufen war eigentlich vorhersehbar. Durch meine Jobs in der Fashion-Branche für BOSS und s.Oliver kam ich immer wieder in Berührung mit der Beauty-Szene. Mein Beruf als Fotografin hat meine Begeisterung für die Welt der Kosmetik- und Pflegeprodukte zusätzlich gesteigert. Den entscheidenden Ausschlag für die Entscheidung, ein Unternehmen im Beauty-Bereich zu gründen, war dann aber ein völlig anderer, ein sehr persönlicher. 

Ich litt jahrelang unter akuten Hautproblemen. Das führte soweit, dass ich vor einigen Jahren mit starken Entzündungsreaktionen der Haut stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Diagnose war ein chronisch atopisches Ekzem. Langfristig bei der Heilung geholfen hat mir die richtige Auswahl von Beauty-Produkten, ein bewusster Lebensstil und die Zufuhr von Nährstoffen über eine gesunde Ernährung sowie ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel. Heute ist dieses Hauptproblem bei mir weitestgehend unter Kontrolle. Seitdem verfolge ich den Beauty-Markt mit anderen Augen und maximalem Interesse. Der Weg zu einem eigenen Online-Beauty-Shop mit überzeugenden Pflegeprodukten war im Grunde die logische Konsequenz.

Was war bei der Gründung von muse BEAUTY die größte Herausforderung?

Die letzten anderthalb Jahre waren stark von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf Arbeitsprozesse geprägt. So standen auch wir vor der Herausforderung, sämtliche Brainstormings und Meetings über Videocall- und Messenger-Tools zu bewältigen. Obwohl wir alle Digital Natives sind, pushen aber persönliche Treffen, insbesondere beim Aufbau eines Teams, dieses wichtige Wir-Gefühl natürlich viel stärker. 

Eine weitere Herausforderung war sicherlich die finale Sortimentszusammenstellung für den Launch. Wir haben alle Marken vorher persönlich getestet und dabei viele großartige Brands entdeckt. Natürlich war es nicht möglich, zum Start alle Marken ins Portfolio zu nehmen. Aber unser Sortiment wird regelmäßig aufgestockt und so dürfen sich muse BEAUTY-Kunden immer wieder auf spannende, neue Pflegeprodukte freuen. 

Und natürlich stehen wir vor der spannenden Aufgabe, den dynamischen Prozess der Digitalisierung auch im e-Commerce-Bereich aktiv mitzugestalten. Beauty-Unternehmen erweitern gerade massiv ihre Technik-Units. Und wenn man die unfassbar große Technikmesse „Consumer Electronic Show“ in Las Vegas besucht, erschlägt einen die Menge an neuen Beauty-Technologien. Es gibt smarte Make-up-Drucker, 3D-Drucker für Gesichtsmasken oder intelligente Spiegel, die Frisuren auf den Kopf der Kunden projizieren und gleichzeitig die Kommunikation mit einem Stylisten ermöglichen. Nicht zu vergessen die virtuellen Influencer, die ins Rennen geschickt werden.

Insbesondere die „Try before you buy“-Technologien werden boomen.

Dieser Bereich ist schon sehr weit vorangeschritten. So funktioniert virtuelle Schminke zum Beispiel auch, wenn sich die Kunden bewegen oder die Lichtverhältnisse abrupt wechseln. Für den Nutzer hat das natürlich einen hohen Nutzwert: Erst durch Augmented Reality-Tools den perfekten Look kreieren, dann das Produkt shoppen. Kosmetik ist somit für den Endkunden auf einen völlig neue Art und Weise erlebbar. Mit diesen digitalen Innovationen, die durch Künstliche Intelligenzen, Augmented Reality und weiteren digitalen Lösungen erst ermöglicht werden, wird die gesamte Kosmetik-Branche auf eine ganz neue Ebene gehoben und optimal zukunftsfähig gestaltet. Das betrifft auch den Kundenservice. Hier stehen massive digitale Veränderungen an, zum Beispiel der verstärkte Einsatz von Bots, KIs oder Sprachsoftware.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wenn man auf den Zeitpunkt wartet, dass alles perfekt ist, startet man mit großer Wahrscheinlichkeit nie. Wer von seiner Idee überzeugt ist und diese anderen glaubhaft präsentieren kann, sollte den Start wagen und den Weg bestreiten. Wenn der erste Schritt gegangen ist, ergeben sich oft weitere Ideen und Möglichkeiten. Man sollte seine Idee auf diesem Weg als dynamisches Innovation Lab betrachten und nicht als starres Konstrukt. 

Welche Vision steckt hinter muse BEAUTY?

Unser Slogan „Be Your Own Muse” steht für die Vision, jede Frau und jeden Mann darin zu stärken, sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen, an sich zu glauben und sich selbst zu inspirieren. Mit den ausgewählten Nischenprodukten, die muse BEAUTY bietet, möchten wir das unterstützen. Natürlich ist eine gepflegte Haut nur der äußerliche Aspekt, aber die bewusste Pflege und das Einräumen der täglichen Me-Time über eine Pflege-Routine kann ein Schritt in diese Richtung sein. 

Selbstverständlich berücksichtigen wir auch die aktuellen Trends im digitalen Bereich. muse BEAUTY soll mit sinnvoll eingesetzten, digitalen Innovationen eine emotionale, stark nutzwertige und personalisierte Erlebniswelt bieten. 

Was uns wichtig ist: Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt. Wir agieren mit ihm auf Augenhöhe. Auch über den Kundenservice und die Kommunikation mit dem Kunden möchten wir ein positives Nutzererlebnis garantieren. Diese Nähe, zum Beispiel über ein persönliches Gespräch bei Kundenfragen, schafft Vertrauen und wird von unserer Zielgruppe wertgeschätzt.

Wer ist die Zielgruppe von muse BEAUTY?

muse BEAUTY richtet sich weder an eine bestimmte Altersgruppe noch an ein bestimmtes Geschlecht. Die Zielgruppe von muse BEAUTY verbindet ein bestimmtes Lebensgefühl und den Anspruch an Beauty- und Lifestyle-Produkte abseits der gängigen Marken und Kosmetik-Brands. muse BEAUTY-Kunden suchen bewusst Produkte für ihren jeweiligen Hautanspruch und setzen sich mit diesen intensiv auseinander. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alle der außergewöhnlichen Make up-, Pflege- und Duftmarken in unserem Shop haben wir vorher über einen langen Zeitraum selbst getestet und nur die überzeugendsten Brands in unser Kosmetik-Portfolio aufgenommen. 

Wir möchten uns zudem über ein einzigartiges Kundenerlebnis von der Konkurrenz abheben. Dieses wird an allen sogenannten Customer Touchpoints regelmäßig neu mit emotionalen, individuellen Erlebnissen angereichert werden. Der persönliche Kontakt und die direkte Interaktion, zum Beispiel in eigenen muse BEAUTY-Communities und -Gruppen, wird in unserer Omnichannel-Strategie eine zentrale Rolle einnehmen. 

muse BEAUTY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, muse BEAUTY als feste Adresse für ausgesuchte Nischenprodukte und -marken zu etablieren und eine zufriedene, stetig wachsende Community aufzubauen. Das Angebot des Shops soll dabei stetig erweitert werden. Der nächste Schritt in Hinblick auf Expansion ist eine Brand Extension mit Sitz in Deutschland. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Go for it! And: Be your own muse!

Betrachte deine Idee als dynamisches Konstrukt und erlaube Abwandlungen und Veränderungen.

Bleibe flexibel! Gerade in der Covid 19-Pandemie haben wir gelernt, dass wir uns immer wieder flexibel auf neue Situationen, die durchaus auch Rückschläge nach sich ziehen können, reagieren und kreativ Lösungen finden müssen.

Wir bedanken uns bei  Geraldine Khakshouri für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Eine positive Fehlerkultur ist für die Innovation sehr wichtig

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Motesque biomechanik

Motesque kombiniert Biomechanik mit KI für die Erfassung von Bewegung und Körperformen

Stellen Sie sich und das Startup Motesque doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Kai Oberländer. Ich bin Professor für Biomechanik und CEO von Motesque.

Zusammen mit dem renommierten Biomechaniker Prof. Dr. Gert-Peter Brüggemann, dem Experten für Computer Vision, Tobias Lang, sowie dem Industriedesigner Tobias Fink habe ich 2015 das Startup in New York City gegründet. Wir entwickeln biomechanische Technologien und Lösungen, mit denen wir zur Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens aller Menschen beitragen. 

Viele Unternehmen bieten eine riesige Produktauswahl an, die Konsumenten oft überfordert. Vor allem beim Kauf von beratungsintensiven Produkten wie Matratzen, Laufschuhen oder Fahrrädern merken sie häufig erst erst im Nachhinein, dass diese nicht zu ihrem Bewegungsapparat passen und den Körper eher strapazieren als entlasten. Das wollen wir ändern. 

Wir haben unser langjähriges Know-How aus der Biomechanik mit modernsten KI-Ansätzen kombiniert und damit Lösungen entwickelt, mit denen wir menschliche Körperformen und -proportionen sowie menschliche Bewegungen detailgenau erfassen können. Daraus können wir datengestützte Empfehlungen im Health-Tech- und E-Commerce-Bereich erstellen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Meine Entscheidung, Motesque zu gründen, basierte auf der Tatsache, dass es in der Biomechanikbranche einen hohen Bedarf an innovativen Lösungen gibt.  Als Berater für führende Unternehmen in den USA und Europa habe ich die Erfahrung gemacht, dass die etablierten Unternehmen neue Konzepte zwar gerne hören, aber immer wieder daran scheitern, sie technisch umzusetzen. Vor allem dauert die Entwicklung meistens extrem lange. Wir sprechen hier von etlichen Jahren. Als agiles Startup sind wir da wesentlich schneller. 

Das war der Hauptgrund, der mich zur Gründung von Motesque veranlasste. Dafür habe ich ein interdisziplinäres Team aus Industriedesignern, Softwareentwicklern und Biomechanikern, wie mir, zusammengestellt. 

Welche Vision steckt hinter Motesque?

Unser Gründerteam hat die Vision, die Gesundheit der Menschen so lange wie möglich zu erhalten und ihre Lebensqualität zu verbessern. Leider wird das heutzutage immer schwerer. Abgesehen von stetig wachsendem Stress und seinen Folgen tragen auch unpassende Produkte wie zum Beispiel eine falsche Matratze zur Belastung unserer Gesundheit bei. In einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts berichten über 60 Prozent der Befragten von Rückenschmerzen. Dieser Befund betrifft alle Geschlechter und zieht sich durch fast alle Altersgruppen. Unsere Überzeugung lautet: Das lässt sich vermeiden!  

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Seit 2015 haben wir uns intensiv mit der Idee befasst, eine KI-gestützte SaaS-Lösung für biomechanische Anwendungen auf den Markt zu bringen. Der eigentliche „Startschuss“ kam dann im Jahr 2018, als wir unter anderem unsere Series-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen haben. Der Inhaber des Prothesenherstellers Ottobock, Prof. Hans Georg Näder, unterstützt uns dabei als Investor und Partner der ersten Stunde. 

Eine der größten Herausforderung war für uns von Anfang an, unsere Lösungen an große Unternehmen mit eingefahrenen Prozessen zu vertreiben. Speziell unsere IoT-basierte Sensor-Plattform wurde in der Vergangenheit häufig als zu visionär empfunden. Da muss dann besonders viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Außerdem werden wir auch heute noch von großen IT-Abteilungen als Konkurrenz empfunden, weil wir mit unserem vergleichsweise kleinen Team wesentlich agiler sind.

Wer ist die Zielgruppe von Motesque?

Mit unserer 3D-Avatar-Lösung sprechen wir Hersteller und Händler an, die ihren Kunden ein einzigartiges Einkaufserlebnis bieten wollen. Sie erhöht die Zufriedenheit der Endkunden, da diese auf Anhieb das richtige Produkt finden und dadurch Retouren vermeiden. Im Zuge dessen wird auch die Umwelt nicht unnötig belastet.

Im medizinischen Bereich unterstützt unser Sensor-System Personen mit Prothesen oder Orthesen dabei, ihre Therapie zu verbessern und gegebenenfalls die Genesungszeit zu verkürzen. Sporttreibenden können wir mit unseren IMU-Sensoren im Geschäft den perfekten Laufschuh empfehlen. Dadurch können Verletzungen verhindert und gleichzeitig die Performance gesteigert werden. 

Unsere Lösungen sind also breit einsetzbar. Ich bin überzeugt, dass wir erst einen Teil dessen realisiert haben, was damit eigentlich möglich ist.

Wie funktioniert Motesque? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben wie gesagt zwei Produktbereiche. Bei dem einen handelt es sich um unsere Sensoren, die sich am Körper befestigen lassen und menschliche Bewegungen zuverlässig messen. Maßgeschneiderte, intelligente Software-Anwendungen liefern schnelle und leicht verständliche Ergebnisse innerhalb von Sekunden. Unsere Geräte sind mobil, schnell einsatzbereit und einfach zu bedienen, beispielsweise in einem Laden, in einer Klinik oder im Haus des Patienten. Durch eine Cloud-Integration erfolgen Produktaktualisierungen und kontinuierliche Überwachung automatisch im Hintergrund. Das System kann in der jeweiligen CI unserer Kunden gebrandet werden.

Unser zweites Produkt ist die KI-basierte Lösung, mit deren Hilfe die Kunden von Online-Shops oder Einzelhandelsgeschäften anhand ihrer Körperdaten einen 3D-Avatar erstellen lassen können. Während die Sensoren beispielsweise von Ottobock bei der Anpassung von Prothesen verwendet werden oder in Sportgeschäften wie Asics dabei helfen, den idealen Laufschuh zu finden, simuliert unsere 3D-Avatar-Lösung die Interaktion der jeweiligen Person mit unterschiedlichen Produkten wirklichkeitsgetreu. 

Am Ende läuft beides darauf hinaus, optimale Produkte oder Produkteinstellungen für den individuellen Bedarf und Gebrauch ausfindig zu machen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen am Markt stehen bei uns die Gesundheit und die optimale Nutzung der gewonnen Daten im Vordergrund. All unsere Lösungen sind cloudbasiert und als Whitelabel erhältlich. Zudem ist die Technik auch ohne akademisches Know-how in Biomechanik verständlich und auf sämtlichen Endgeräten leicht anwendbar. 

Motesque, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit unseren beiden Standorten in Deutschland und den USA sind wir bereits heute international aufgestellt und werden diesen Weg konsequent weiter gehen. Unsere Lösungen sollen allen Unternehmen bereitstehen, die ihren Endkunden oder Patienten mehr bieten wollen als nur halbwegs passende Standardlösungen.Wir finden es wichtig, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Mit Blick auf die Zukunft wollen wir, dass wissenschaftlich fundierte und entsprechend individualisierte Produktempfehlungen in den nächsten Jahren zum Standard in vielen Bereichen werden. Bis dahin ist es zugegebenermaßen noch ein weiter Weg. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass wir mit unseren Lösungen die ersten Schritte in diese Richtung getan haben.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste für den Erfolg eines Startups ist aus meiner Erfahrung mit Motesque, dass die Lösung einen absoluten Mehrwert für die Anwender haben muss. In unserem Fall geht es um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen, um optimierte Einkaufserlebnisse und eine geringere Umweltbelastung.

Es passiert vor allem am Anfang häufig, dass der eingeschlagene Weg in einer Sackgasse endet. Dann ist es wichtig, nicht den Mut zu verlieren, sondern nach einem Ausweg zu suchen. Dazu gehört auch, aus Fehlern zu lernen, die beim Aufbau eines Startups unweigerlich passieren. Eine positive Fehlerkultur ist für die Innovation sehr wichtig.

Außerdem halte ich einen starken Kampfgeist für unverzichtbar. Dabei ist es wichtig, Risiken einzugehen und immer wieder Neues auszuprobieren. Denn das Alt-Bekannte gibt es ja schon. Und die Gründung eines Startups geschieht nicht in der Wohlfühlzone. 

Wir bedanken uns bei Kai Oberländer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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