Dienstag, Mai 12, 2026
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Kommunikation: Rede über deine Idee

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KitchenTown

KitchenTown: Co-Working Space in einer Community aus Food Entrepreneuren

Stellen Sie sich und das Startup KitchenTown doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Lukas Neuß, ich bin Mitgründer und Geschäftsführer von KitchenTown Berlin. KitchenTown betreibt seit 2014 eine Plattform für Food- und Tech-Start-ups im Silicon Valley. Wir haben in Berlin im Oktober 2019 den zweiten Standort eröffnet, der die europäische Startup Szene erschließt. 

Mit Räumlichkeiten, Know-how und Netzwerk unterstützen wir neue Konzepte in Food & Beverage von der Idee bis zum fertigen Produkt. Ergänzt durch notwendiges Branchenwissen, bietet KitchenTown Start-ups Zugang zu allen relevanten Themen für die Realisierung einer Produktidee – alles unter einem Dach. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe mich schon länger mit Start-ups aus dem Lebensmittelbereich befasst. Als ich dann mit meinem Mitgründer Eike Kieras 2018 auf KichtenTown in San Francisco aufmerksam wurde, war mir klar, ich möchte diese Idee nach Europa bringen. Ein Ort für die Konzeptionierung und Realisierung innovativer Food Ideen hat in Europa noch gefehlt. 

Welche Vision steckt hinter KitchenTown?

Wir sind überzeugt, dass Lebensmittel ein Teil der Lösung der globalen Herausforderungen unserer Zeit sind. Genau deswegen haben wir mit KitchenTown Berlin einen physischen und virtuellen Ort geschaffen, der es Innovator:innen ermöglicht, Lösungen zu kreieren und zu realisieren, die einen positiven Einfluss auf die Welt haben, in der wir leben.  

Dabei spielt das Produkt bei uns eine zentrale Rolle. Wir verbinden Agilität und Industrie-Knowhow ganz nah an der Produktlösung. Wir wollen dazu beitragen, dass Food-Konzepte  entwickelt aber auch validiert werden. Das ist im Food-Bereich noch neu, aber wir glauben, dass das zu besseren Produkten führt.

Wie funktioniert KitchenTown Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Zentral in Berlin-Mitte, nur fünf Minuten vom Alexanderplatz, bieten wir unseren Membern einen Co-Working Space in einer Community aus Food Entrepreneuren. Besonders ist aber die professionelle Produktentwicklungs-Area inkl. fachlichem Sparring . Hier können Produktideen entwickelt und verfeinert werden. Mit den Mitgliedschaften können Interessierte in so ziemlich jeder Phase Teil von KitchenTown werden – je nachdem, wo sie sich auf ihrer Start-up Reise gerade befinden. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Im Oktober 2019 haben wir das erste Mal unsere Türen geöffnet. Sechs Monate später klopfte dann die Covid-19 Pandemie an – natürlich hat uns das erstmal herausgefordert. Die vielen Events, die einen großen Teil vom KitchenTown Lebens ausgemacht haben, fielen natürlich weg oder wurden ins Virtuelle verlegt. Das Netzwerken vis-a-vis ist natürlich etwas ganz anderes… Dennoch haben wir es dem ersten Lockdown zu verdanken, dass wir heute eine Möglichkeit entwickelt haben, auch über die Grenzen Berlins hinaus zu wachsen. So tummeln sich mittlerweile auch Member aus München, England, USA und Ghana bei uns im virtuellen Space.

Wer ist die Zielgruppe von KitchenTown?

Bei uns geht es um Produktinnovation im Lebensmittelbereich. Wir richten uns also an alle, die an neuartigen Lösungen arbeiten. Unser Slogan lautet deshalb „The home for food and foodtech startups”. Inhaltlich spannend sind für uns vor allem Themen wie personalisierte Ernährung, pflanzenbasierte Produkte, technische Lösungen, transparente Wertschöpfung sowie nachhaltige und gesunde Produkte. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie KitchenTown in fünf Jahren?

Die letzten 1,5 Jahre haben wir eine stabile Basis gebaut. Damit meine ich unsere Prozesse, das Management einer immer größer werdenden Community sowie Partnerschaften mit Industrie und Handel. Darauf werden wir aufbauen und unsere Vision, Innovator*innen eine Plattform zur Realisierung ihrer Konzepte zu geben, weiterverfolgen. Außerdem wollen wir uns noch mehr in der Europäischen Szene vernetzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Kommunikation: Rede über deine Idee – das wertvolle Feedback überwiegt immer das Risiko, dass deine Idee kopiert wird. 

Fokussiere dich: Dein Produkt kann nicht den ganzen Markt abdecken, alle neue Trends beinhalten und günstig sein. 

Netzwerk: Und zuletzt bau dir ein Netzwerk mit starken Partner:innen auf. Die One-Wo:man-Show kann nicht für immer funktionieren. 

Wir bedanken uns bei Lukas Neuß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die ersten Schritte entscheiden maßgeblich über den restlichen Weg

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Neulandia Kultur- und Kreativpilot*in 2020

Frederik Fischer, Gründer*in von Neulandia wurde als Kultur- und Kreativpilot*in 2020 ausgezeichnet

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!

Neulandia steht für „Neues Leben und Arbeiten auf dem Land“. Unsere Mission ist eine progressive und gemeinwohlorientierte Regionalentwicklung zu unterstützen. Das können große Bauprojekte sein wie unsere KoDörfer, die wir gemeinsam mit dem Münchner Architekturbüro agmm und der Genossenschaft Vielleben umsetzen. KoDörfer bestehen aus vielen kleinen, ökologisch gebauten Holzhäusern und großen Gemeinschaftsgebäuden, inklusive Coworking Space, Veranstaltungsflächen und Hofladen. Mit dem Summer of Pioneers bieten wir Großstädter:innen die Möglichkeit in einer Gemeinschaft aus 20 Kreativen das Landleben für sechs Monate zu testen. Neben unseren eigenen Projekten, beraten wir aber auch Kommunen und helfen bei der Gründung von Baugruppen in ländlichen Räumen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte in einem KoDorf leben, aber habe keines gefunden. Also musste ich mich gemeinsam mit meinen Mitstreiter:innen selbst auf den Weg machen. 

Welche Vision steckt dahinter?

Ich erkenne in den ländlichen Räumen gewaltiges Potenzial für eine nachhaltige und resiliente Gesellschaft. Unsere Projekte sprechen insbesondere Menschen an, die Lust auf eine gemeinwohlorientierte Dorf- und Stadtentwicklung haben und damit ein wichtiges Gegengewicht zu den in vielerlei Hinsicht schädlichen und seelenlosen Neubaugebieten darstellen. In den ländlichen Räumen erlebt man Selbstwirksamkeit, während die Stadt viele von uns zu reinen Konsument:innen macht. Und auch für unsere Demokratie halte ich einen besseren Austausch zwischen Stadt und Land für zwingend notwendig. Städter haben kaum noch Berührungspunkte mit Menschen in ländlichen Regionen und umgekehrt. Ich bin der Überzeugung, dass wir als Gesellschaft zukunftszugewandte Narrative brauchen und Menschen die diese glaubhaft verkörpern. Mit Neulandia bauen wir diesen Menschen eine Bühne. 

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?

Wir gehen mit unseren Projekten sehr lange in Vorleistung. Das zehrt auf Dauer an den Kräften, aber inzwischen sind wir übern Berg. 

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Gibt es einen anderen Weg? Ich kenne sie jedenfalls nicht, die perfekte und reibungslose Gründung. 

Wie sind Sie auf die Auszeichnung Kultur und Kreativpilot*innen Deutschland aufmerksam geworden?

Unter den Preisträgerinnen der vergangenen Jahre waren offen gestanden recht viele Freunde und Bekannte. So ist mir das Programm immer wieder begegnet und empfohlen worden. 

Wie wichtig sind solche Auszeichnungen?

Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie, in der häufig die Lauten, Rücksichtslosen und Dummdreisten belohnt werden. Alles, was mehr Aufmerksamkeit auf die Menschen legt, denen das Gemeinwohl mindestens so wichtig ist, wie das eigene Konto, ist wichtig und richtig. Ich persönlich habe zudem sehr von dem Netzwerk und dem Austausch mit den Mentor:innen profitiert. 

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?

In fünf Jahren werden die ersten KoDörfer stehen, der Summer of Pioneers wird überall in Deutschland Hotspots für innovatives und gemeinwohlorientiertes Unternehmertum entstehen lassen und mit unserem Netzwerk an Architektinnen und Projektsteuerern haben wir zahlreichen Gruppen dabei geholfen durch gemeinschaftliche Bauprojekte ihre Wohnträume zu erfüllen. 

Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründer*innen mit auf den Weg geben?

Alt, aber immer noch gut: Fokus! Ohne die passenden Mitstreiter:innen ist auch die beste Idee zum Scheitern verurteilt. 

Die ersten Schritte (Namensgebung, Rechtsform, Finanzierungsform) entscheiden maßgeblich über den restlichen Weg und wollen entsprechend gut durchdacht sein. 

Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland – die Auszeichnung der Bundesregierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Jedes Jahr werden im Namen der Bundesregierung 32 Unternehmen als Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland ausgezeichnet. Bewerben können sich Unternehmen, Selbständige, Gründer*innen und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und deren Schnittstellen zu anderen Branchen. Bei der Auszeichnung steht die Unternehmer*innenpersönlichkeit im Mittelpunkt. Die Titelträger*innen nehmen an einem einjährigen, individuell abgestimmten Mentoring-Programm teil. Dazu gehören Workshops, die Begleitung durch zwei Coaches, der Austausch mit den anderen Teams und mit Expert*innen sowie die bundesweite Aufmerksamkeit durch die Titelvergabe. 

Einfache Bewerbung

Die Bewerbung kann via Online-Formular auf www.kultur-kreativpiloten.de eingereicht werden. Zur Bewerbung reichen drei Dinge: Eine kurze Beschreibung der Idee, Informationen zur einreichenden Person oder zum Team und ein kurzes Motivationsschreiben, warum man Kultur- und Kreativpilot*in werden möchte. Das diesjährige Bewerbungsverfahren geht vom 15. Juni – 25. Juli 2021. 

Ideengeber und Organisator der Auszeichnung im Rahmen des Projektauftrags durch die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung ist das u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V. unter Leitung von Sylvia Hustedt und Christoph Backes. 

Wir bedanken uns bei Frederik Fischer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie entwickle ich eine visuelle Identität für mein Unternehmen?

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visuelle Identität
Women preparing vegetable meal for cooking, everything is so green, healthy and freshly harvested from garden. Making compost from leftovers.

In der Anfangsphase eines jeden Start-ups gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen: Sei es das Design eines Produkts oder einer Dienstleistung, das Marketing, die Entwicklung eines ansprechenden Kundendienstes oder nicht zuletzt die Bilanzen, um ein profitables Geschäft zu gewährleisten. Allerdings wird oftmals eine entscheidende Aufgabe von vielen Start-ups und auch kleineren Unternehmen (KMU) übersehen: die Entwicklung einer klaren visuellen Identität für ihre Marke. 

Start-ups haben den Vorteil, dass sie ihre visuelle Strategie neu entwickeln können. Sie müssen sich nicht mit den Herausforderungen eines veralteten visuellen Erbes auseinandersetzen, vor denen einige größere, etabliertere Marken stehen. Start-ups und KMU können sich also viel freier neu definieren und bestimmen, welche Werte sie ihrer Zielgruppe visuell vermitteln wollen.

Um Sie dabei zu unterstützen, haben wir bei iStock unsere Insights-Plattform Visual GPS entwickelt. Anhand unserer eigenen Daten und einer Umfrage unter mehr als 10.000 Verbrauchern weltweit können wir die Faktoren, die die Kaufentscheidungen von Verbrauchern beeinflussen, noch besser nachvollziehen und bestimmen, welche visuellen Präferenzen sich daraus ergeben.
Wie kann man also, basierend auf unseren Erkenntnissen, eine effektive visuelle Strategie entwickeln?

Verstehen Sie Ihren Kundenstamm 

Sie sollten sich vor allem die Zeit nehmen, die Bedürfnisse Ihrer Kunden zu verstehen und ihnen auch vermitteln, dass Sie auf ihre Wünsche eingehen. Nur dann wird es Ihnen gelingen, Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufzubauen. Laut unserer aktuellen Visual GPS-Studie sieht sich der Großteil der Menschen mit Vorurteilen konfrontiert – soll heißen: Weltweit haben sich sechs von zehn Menschen (62 Prozent) schon einmal diskriminiert gefühlt. Von diesen geben lediglich 15 Prozent an, dass sie in der Unternehmenskommunikation angemessen repräsentiert werden. Das ist ein klarer Weckruf für Unternehmen jeder Größe: Sie sollten ihre visuelle Kommunikation so gestalten, dass sie die Vielfalt ihrer Kunden abdeckt.

In der Praxis bedeutet das, dass Inklusivität in allen visuellen Darstellungen der Marke zum Ausdruck kommen sollte. Es ist zum Beispiel wichtig, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund möglichst authentisch darzustellen und sie nicht auf einen einzigen Identifikationsfaktor zu reduzieren. Es gibt Faktoren, wie Ethnie, Geschlecht, Fähigkeiten, Alter, sexuelle Orientierung, Religion und Körpertypen, die sich überschneiden – das sollten Sie berücksichtigen. Wir wissen, dass das nicht immer so einfach ist, wie es sich anhört. Deshalb haben wir einen Suchleitfaden erstellt, der Unternehmen bei der Auswahl inklusiver Bilder hilft. Der richtige Umgang mit dem Thema Inklusion ist von entscheidender Bedeutung. Denn Verbraucher scheuen sich nicht, Unternehmen zu kritisieren, die hier versagen. Immerhin kauft fast ein Drittel der Verbraucher inzwischen bei einer Marke, die eine Sache unterstützt, die ihnen am Herzen liegt. Damit wird deutlich, dass effektives wertebasiertes Marketing eine nachhaltige Wirkung erzielt.

Identifizieren Sie Gründe für die Kaufentscheidungen der Kunden 

Laut unseren Untersuchungen gibt es vier Themen, die die Entscheidungsfindung von Verbrauchern über alle Altersgruppen und Branchen hinweg weltweit bestimmen: Nachhaltigkeit, Technologie, Echtheit und Wohlbefinden. Was genau bedeutet das in der Praxis? 

  • Wohlbefinden bezieht sich auf die emotionale, mentale, spirituelle, familiäre und partnerschaftliche Gesundheit. Es geht darum, sich um uns selbst und die, die wir lieben, zu kümmern und unseren Lebensstil und unsere Freizeitgestaltung danach auszurichten.
  • Bei Echtheit geht es um die längst überfällige Akzeptanz unserer Unterschiede. Es geht um Empathie dafür, wie andere die Welt erleben, und um die Fähigkeit, unser ganzes Selbst in alles einzubringen, was wir tun – sowohl persönlich als auch beruflich. 
  • Technologie bezieht sich auf die grenzenlosen Möglichkeiten, die uns die moderne Technik bietet, und auf die Spannung, die aus der Verbindung von Technologie und Mensch entsteht.
  • Nachhaltigkeit befasst sich damit, wie das Thema ein integraler Bestandteil des täglichen Lebens für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen geworden ist. Und mit den verschiedenen Wegen, die Menschen in Richtung Umweltfreundlichkeit einschlagen.

Stellen Sie sicher, dass diese Themen bei der Konzeption Ihrer Kampagnen im Vordergrund stehen, um wirkungsvolle und ansprechende Inhalte einbinden zu können. Wenn Sie zum Beispiel ein neues Technologieprodukt vermarkten, zeigen Sie dann die menschliche Komponente und die Art und Weise, wie die Technologie Menschen zusammenbringt? Oder vermitteln Sie mit den Bildern, die Sie für Ihre sozialen Inhalte auswählen, „Echtheit“ und stellen Sie Ihre Kunden aus allen Schichten und Lebensbereichen authentisch dar? Und wenn Sie Ihre Marketingstrategie planen, haben Sie dann schon darüber nachgedacht. Wie Sie die nachhaltigen Praktiken Ihres Unternehmens visuell kommunizieren wollen? Mehr Einblicke in die verschiedenen Themen. Und wie Sie diese auf Ihr Markenmarketing anwenden können, finden Sie auf unserer Plattform Insights.

Vergessen Sie das Urheberrecht nicht 

Marken sollte bei der Ausarbeitung ihrer visuellen Identität bewusst sein, dass es einige Fallstricke gibt, wie zum Beispiel Urheberrechtsfragen. Sicher gibt es im Internet eine Reihe hochwertiger, kostenloser Inhalte. Sie sollten jedoch unbedingt prüfen, wie die Urheberrechtsbedingungen gestaltet sind und in welcher Art und Weise Sie die Inhalte verwenden dürfen. Das Letzte, was ein Start-up braucht, ist eine Auseinandersetzung um Urheberrechtsfragen. Im Zweifelsfall gibt Ihnen die Auswahl eines seriösen Anbieters von Bildmaterial die Sicherheit, dass die Verwendung Ihrer Inhalte geschützt ist.

Sorgen Sie für Abwechslung beim Bildmaterial 

Experimentieren Sie mit verschiedenen Arten von visuellen Inhalten und versuchen Sie, mehr als nur Standbilder zu verwenden. Variieren Sie Ihre visuelle Kommunikation zum Beispiel anhand von Info- und Vektorgrafiken sowie Videos. In letzter Zeit hat gerade der Videokonsum zugenommen und bewegte Bilder sind ein wirkungsvolles Mittel. Um die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden zu wecken und Ihre Botschaft zu unterstreichen.

Für Start-ups und Unternehmen jeder Größe lohnt es sich, in Ihre visuelle Identität zu investieren. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Kundenstamm zu verstehen und nachzuvollziehen, was ihn motiviert. So können Sie einzigartige, differenzierte Inhalte erstellen, die die Markentreue fördern.

Titelbild: Credit svetikd/iStock

Autor: Jacqueline Bourke, Director of Creative Insights EMEA bei iStock 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Innovation kann nur aus Versuch und Irrtum entstehen

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TEAM U

TEAM U unterstützt als Sozialunternehmen Unternehmer:innen beim erfolgreichen Turnaround und Re-Start

Stellen Sie sich und TEAM U doch kurz unseren Lesern vor!

AvU: Ich bin Attila von Unruh und Social Entrepreneur. Die meisten, die mich kennen, sagen: das ist der Insolvenzexperte, der dabei helfen kann, eine Krise zu meistern, wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten geraten ist. Mit TEAM U unterstützen wir als Sozialunternehmen vor allem Unternehmer:innen beim erfolgreichen Turnaround und Re-Start. In letzter Zeit kommen immer mehr Gründer:innen und Start-Ups auf uns zu, denen wir helfen, Krisen frühzeitig zu erkennen und Insolvenzen zu verhindern.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Seit der Schulzeit bin ich Entrepreneur – mit 16 Jahren hatte ich mein erstes Business. 20 Jahre lang habe ich Unternehmen gegründet und erfolgreich aufgebaut. Dann bin ich krachend gescheitert! Der Verkauf meiner Eventmarketing-Agentur wurde zum Albtraum – alles was dabei hätte schiefgehen können, ging auch schief. Um es abzukürzen: Ich habe fünf Jahre gekämpft und musste dann Privatinsolvenz anmelden. Da erkannte ich, dass es keine passende Unterstützung für Entrepreneure in Krisen gibt! Man hat in einer solchen Situation nicht nur mit juristischen und finanziellen Fragen zu kämpfen, sondern ist auch emotional stark belastet. Das war die Initialzündung für TEAM U – ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen, das Menschen in Krisen unterstützt: unabhängig, kompetent und mit einem ganzheitlichen Ansatz.

Wie funktioniert TEAM U? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir wollen die erste Anlaufstelle sein, wenn Unternehmer:innen in Krisen geraten sind. Dabei verstehen wir uns als Lotsen, die Orientierung geben, Möglichkeiten und Lösungen aufzeigen und die richtigen Expert:innen empfehlen können. Wir haben bundesweit ein Netzwerk an Krisenexpert:innen und Berater:innen aufgebaut, die wir an die Betroffenen vermitteln können. Viele arbeiten ehrenamtlich – einige kosten Geld. Dafür suchen wir dann passende Fördermittel.

Zudem haben wir Unternehmenspartner, die uns inhaltlich, etwa bei der Rechtsberatung, oder finanziell unterstützen, wie etwa Hoist Finance bei der digitalen Plattform TEAM U Academy. Unternehmer:innen kennen sich in der Regel nicht mit dem Thema Insolvenzrecht und Sanierung aus. Sie brauchen verlässliche Informationen und vertrauenswürdige Ansprechpartner:innen, die helfen können. Denn Anwält:innen und Steuerberater:innen können nur begrenzt fachspezifisch beraten. Was ist aber mit den Ängsten und Sorgen? Mit wem kann man offen darüber reden?

Team U verfügt über ein Netzwerk an Ehrenamtlichen, die selbst Krisen gemeistert haben und unterstützen können. In einer existenzbedrohenden Krise ist es ganz wichtig, Sicherheit zu bekommen, um Entscheidungen treffen zu können – besonders, wenn es um das Überleben des eigenen Unternehmens geht. Ansonsten kann es passieren, dass man in einen Panikmodus verfällt und dann impulsiv und reaktiv und nicht überlegt und proaktiv handelt.  

Welche Vision steckt hinter TEAM U?

Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die offen und konstruktiv mit Krisen und Veränderung umgeht. Scheitern soll kein Makel sein, sondern als Chance gesehen und genutzt werden. Denn: Aus Fehlern lernt man.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die erste Frage war und ist immer noch die nach der Finanzierung. Wie sollen Unternehmer:innen, die kein Geld haben, Deine Arbeit bezahlen? Dabei ist diese für mich zunächst zweitrangig. Ich weiß, wie ich helfen kann und das ist der wichtigste Aspekt. Für die anderen Themen lassen sich immer Lösungen finden. Inzwischen haben wir viele Hürden gemeistert und mit TEAM U ein großartiges Team aufgebaut. In Europa haben wir mehr als 1.000 ehrenamtliche Mentor:innen ausgebildet und mehr als 25.000 Unternehmen erfolgreich beraten und unterstützt. Das ist auch alles eine Frage der Haltung: Es braucht einen starken Purpose! Aber auch Mut und eine gewisse Sturheit, sich nicht von Hindernissen und Gegenwind abhalten zu lassen.

Unsere größte Herausforderung war schon immer, dass der Bedarf an Beratung größer ist als unserer Kapazitäten. Um die Kapazitäten auszubauen, braucht es finanzielle Mittel. Hier haben wir die Denklogik verändert: Dieses Geld sollte nicht von den Betroffenen kommen, sondern von denen, die von unserer Arbeit profitieren. So kam es auch zu unserer Zusammenarbeit mit Hoist Finance. Man muss wissen: Eine Insolvenz kostet die Allgemeinheit im Schnitt 500.000 €. Nach Corona werden circa eine Millionen Unternehmen von Insolvenz bedroht sein. Hier können wir mit unserem Lösungsansatz einen unglaublichen Mehrwert schaffen. Für den Einzelnen und für die Gesellschaft. 

Als Sozialunternehmen finanzieren wir uns durch eigene Umsätze, Fördergelder (z. B. Bafa Beratungsförderung) und Spenden. Kürzlich haben wir erneut eine größere Spende der CMS Stiftung bekommen, um Menschen Zugang zu Rechtsberatung zu ermöglichen, die keine Mittel dafür haben. Wir wurden von der EU beauftragt, öffentliche Einrichtungen in Europa in unserem Lösungsansatz zu trainieren und schaffen damit eine große indirekte Wirkung. So unterstützt zum Beispiel die Stadt Madrid jetzt kleine Unternehmen und Selbständige mit unserem Ansatz, nachdem wir dort eine sehr engagierte Gruppe von Expert:innen trainiert haben – da steht vielleicht nicht TEAM U drauf, ist aber ganz viel TEAM U drin, mit einem Schuss spanischer Ideen.

Wer ist die Zielgruppe von TEAM U?

Wir unterstützen Unternehmer:innen und Selbstständige in Krisen, genauso wie Freiberufler:innen und Gründer:innen. Oft schlägt eine Firmeninsolvenz in eine Privatinsolvenz über. Das wollen wir verhindern und den beruflichen Re-Start ermöglichen. Denn nach der Krise muss es weitergehen – und es ist toll zu erleben, wenn jemand wieder neu durchstartet und Erfolg damit hat! Viele, denen wir geholfen haben, engagieren sich danach ehrenamtlich bei uns und helfen anderen, von ihren Erfahrungen zu profitieren. 

TEAM U, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir stehen vor der nächsten Wachstumsstufe: Bisher haben wir Menschen mit Einzelgesprächen und individuellen Beratungen geholfen. Jetzt wollen wir unsere Hilfe mit digitalen Angeboten erweitern. Viele Informationen lassen sich digital vermitteln. Wir haben unsere Re-Starter Trainings, bedingt durch Corona-Auflagen, mit großem Erfolg als Online-Kurse angeboten. Dafür bauen wir derzeit die TEAM U Academy als Plattform auf. Da brauchen wir noch fachliche Unterstützung und natürlich eine Finanzierung. Wir bieten Unternehmen, die unsere Werte teilen, an, sich als Förderer zu beteiligen. Unser Ziel ist es, mit einer Finanzierung von 500.000 € unser TEAM U-Portal zur Nummer 1 in Deutschland zu machen. 

Ich würde gerne mit innovativen Start-Ups zusammenarbeiten, mit denen wir neue digitale Angebote entwickeln, die Betroffene unterstützen. Derzeit arbeiten wir unter anderem schon mit einem Start-Up aus München zusammen, um den Zugang zu einem Pfändungsschutzkonto digital zu ermöglichen. Das spart für Betroffene Zeit und Nerven und hilft ihnen, finanziell handlungsfähig zu bleiben, wenn ihr Konto nicht gepfändet werden kann. Inzwischen profitieren pro Monat mehr als 1.000 Menschen von diesem Angebot und die Zahl der User:innen steigt exponentiell. In fünf Jahren sind wir hoffentlich in ganz Europa aktiv und können so einen enormen Impact schaffen. Es ist eine unglaublich spannende Reise.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Krisen gehören zum Wachstum dazu – in Unternehmen wie auch in Beziehungen. Nutze sie als Möglichkeit, dich und dein Start-Up weiterzuentwickeln und bewerte Krisen nicht als etwas Negatives.

Hol dir externe Unterstützung – am besten schon vor der Gründung und über den ganzen Lebenszyklus deines Unternehmens hinweg. Übe den Perspektivwechsel und sei mutig, Entscheidungen zu treffen, auch wenn manche Entscheidungen unbequem sind.

Bau dir ein gutes Team auf – allein bleibst du eingeschränkt. Sei dir klar, was DU willst und was DU von Deinem Team erwartest. Lerne Konflikte auszuhalten und konstruktiv damit umzugehen. Sei unerschrocken und entschlossen und nimm die Herausforderungen an! 

Fotograf/ Bildquelle: Dieter Jacobi 

Wir bedanken uns bei Attila von Unruh für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Alles beginnt mit recherchieren

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Storyblok Headless Content-Management-System Headless CMS

StoryblokHeadless Content-Management-System (Headless CMS) funktioniert für Entwickler und Marketer

Stellen Sie sich und das Startup Storyblok doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Dominik Angerer, ich bin Co-Founder und CEO von Storyblok. Bevor ich 2017 gemeinsam mit Alexander Feiglstorfer Storyblok gegründet habe, habe ich in einer Agentur als Full-Stack-Entwickler für große, internationale Marken unterschiedlichste Digital-Projekte umgesetzt.

Storyblok ist das erste Headless Content-Management-System (Headless CMS), das sowohl für Entwickler als auch Marketer funktioniert. Mit Storyblok können Content-Erlebnisse auf jeder digitalen Plattform geliefert werden, während alle Inhalte zentral verwaltet werden. Mehr als 45.000 Anwender, darunter weltweit führende Brands wie Adidas, Pizza Hut und Coca-Cola nutzen Storyblok bereits.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mein Mitgründer Alexander Feiglstorfer und ich kamen aus einer Agentur, wo wir aus erster Hand sahen, wie viele Unternehmen mit ihrer Content-Organisation zu kämpfen hatten und wie die entsprechenden Systeme immer nur für eine primäre Zielgruppe  – Entwickler oder Marketer – konzipiert waren. Das führte regelmäßig zu Engpässen, Frustration und einer Menge verschwendeter Zeit und Geld. Als wir erfuhren, dass unser damaliges Enterprise-CMS seine Dienste einstellt und wir einen Ersatz finden mussten, entdeckten wir auf dem CMS-Markt eine riesige Lücke für eine CMS-Lösung, die sich neueste Technologien und Innovationen zunutze macht und gleichzeitig für Marketer völlig intuitiv zu bedienen ist. 

Wir haben schnell gelernt, dass viele Unternehmen, sowohl große als auch kleine, diese Einschätzung teilten. Die Entwicklung einer Headless-CMS-Lösung, mit der jeder Redakteur oder Marketer seine Inhalte auf jedem Kanal erstellen, verwalten und aktualisieren kann, war schließlich unser Ziel.

Welche Vision steckt hinter Storyblok?

Unsere Vision ist es, das global bevorzugte Headless Content Management System zu werden und Brands entscheidend dabei zu helfen,  dieser Welt packende Geschichten zu erzählen  – und ihr Storytelling im Hintergrund zu organisieren.

Die Ansprüche der Konsumenten an digitale Angebote steigen kontinuierlich. Kunden verlangen von Marken stärker denn je einzigartige, anspruchsvolle digitale Erlebnisse auf allen relevanten Kanälen. Für Marketingverantwortliche und Content Manager wiederum ist das Management dieser Inhalte mit großem organisatorischen Aufwand verbunden. Mit Storyblok wollen wir den Wartungsaufwand für Marken massiv reduzieren und ihr Content Management deutlich effizienter machen. Jede Plattform über ein separates, traditionelles Content-Management-System verwalten und bedienen zu müssen – ein Szenario, das nicht mehr zeitgemäß ist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung, die wir angenommen und auch gemeistert haben, war und ist die Organisation und Skalierung von Storyblok. Seit wir unser Unternehmen 2017 im österreichischen Linz an der Donau gegründet haben, arbeiten wir zu 100 Prozent remote. Heute besteht unser Team aus mehr als 40 Menschen, die aus 19 Ländern kommen und in allen Regionen der Welt zuhause sind. Unser Plan ist, die Anzahl unserer Teammitglieder bis zum Jahresende zu verdoppeln.     

Die ersten zweieinhalb Jahre haben wir uns komplett selbst finanziert, ehe wir 2019 in unserer ersten Seed-Finanzierungsrunde 2,5 Millionen Dollar eingesammelt haben. Storyblok war zu diesem Zeitpunkt bereits profitabel, sodass wir das Funding komplett in das Wachstum unseres Unternehmens stecken konnten. Im Februar 2021 folgte dann unsere Series-A, die uns 8,5 Millionen Dollar eingebracht hat. Dieses Geld nutzen wir, um in weitere Märkte zu expandieren und neue Funktionen unserer Software zu entwickeln.

Wer ist die Zielgruppe von Storyblok?

Unsere Zielgruppe sind die Marketingverantwortliche, Content Manager und Entwickler in Unternehmen, die ihren Kunden einzigartige, anspruchsvolle digitale Erlebnisse bieten wollen. Marken, deren Geschäftserfolg wesentlich von “Content-Erlebnissen” abhängt, wie z.B. der Website-Performance, oder der Möglichkeit, neue digitale Marketing-Kampagnen effizient umzusetzen, haben in Storyblok ein CMS zur Verfügung, das Teams bei der Kreation entsprechender Experiences unterstützt. 

Wie funktioniert Storyblok? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als Headless-Content-Management-System (Headless CMS) stellt Storyblok Entwicklern, Marketern und Content Managern eine Technologie zur Verfügung, mit der digitale Inhalte auf einfache und intuitive Weise in Form einzelner Content-Blöcke erstellt werden können – nur ein einziges Mal für alle Plattformen, auf denen eine Marke präsent ist. In der Praxis heißt das: Entwickler erstellen flexible Komponenten, die von Content-Teams mithilfe eines visuellen Editors und anpassbaren Workflows unabhängig verwaltet werden. 

Dieser visuelle Editor ist unser USP: Mit keiner anderen CMS-Lösung kann ein Redakteur Inhalte so einfach editieren, verwalten und veröffentlichen. Die Inhalte werden dann über eine API bereitgestellt, sodass einmal bearbeiteter Content flächendeckend ausgespielt wird: auf Websites, Mobile, in IoT- und AR-/VR-Anwendungen sowie auf allen anderen Plattformen. Storyblok fungiert in diesem Sinne wie ein Adapterstecker. Weitere Vorteile unserer Lösung: Plattform-Unabhängigkeit, freie Technologie-Wahl, Personalisierung und Lokalisierung des Contents, Flexibilität und Geschwindigkeit sowie regelmäßige Updates und Datensicherheit.

Das Grundprinzip klingt vielleicht simpel, ist jedoch im Alltag ein großer Vorteil, da Updates schneller veröffentlicht und Marketing-Kampagnen effizienter durchgeführt werden. Wenn Inhalte nur einmal im Back-End geändert werden müssen und über alle Kanäle hinweg ausgespielt werden können, spart das wertvolle Arbeitszeit, die in anderen Bereichen gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Storyblok, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit Storyblok als Headless CMS konnten wir bis in den letzten drei Jahren rund 75.000 Projekte in mehr als 130 Ländern umsetzen – und wir möchten weiter wachsen, ortsunabhängig und in der ganzen Welt. Wir planen dieses Jahr unseren Markteintritt in den USA, zudem wird unsere Präsenz im europäischen Raum durch Niederlassungen in Deutschland und Irland verstärkt. Zudem werden wir noch in diesem Jahr ein komplettes Redesign von Storyblok vorstellen sowie unser Partnerprogramm weiter ausbauen.

Unser Ziel ist es, das global führende Headless CMS zu werden und mit unserer Technologie Unternehmen dabei zu helfen, digitale Erlebnisse zu schaffen, die aus Käufern Fans werden lassen. Gleichzeitig wollen wir  weiterhin ein entwickler-orientiertes Produkt anzubieten, das auch Content Manager intuitiv bedienen können. Basierend auf Kundenfeedback arbeiten wir fortlaufend an Funktionen, die die tatsächlichen Probleme des Content Managements lösen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Planen, planen und noch mehr planen. Alles beginnt damit, zu recherchieren, ob eure „gute Idee“ für ein Produkt oder eine Dienstleistung bei Verbrauchern oder Unternehmen Anklang finden wird. 

Als Nächstes geht es darum, zu verstehen, was euer übergreifendes Unternehmensziel ist. Das mag einfach klingen – aber viele Gründer starten ein Unternehmen, ohne eine realistische Vorstellung davon zu haben, was sie erreichen wollen. 

Einen guten Partner zu finden, kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Als alleiniger Gründer fühlt man sich manchmal alleine und einsam, mit einem Gründerteam oder einen Mitgründer hingegen kann man Herausforderungen gemeinsam angehen und diese meistern.

Wir bedanken uns bei Dominik Angerer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Alles was man macht sollte man selbstbewusst angehen

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ensun Technologiescouting

ensun: Die innovative Lösung für Technologiescouting

Stellen Sie sich und das Startup ensun doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Benjamin Hill, ich bin gerade 21 Jahre alt geworden und einer der beiden Gründer und Geschäftsführer der ensun GmbH. Gemeinsam mit meinem Bruder Christopher Hill, habe ich im Dezember 2019 ensun gegründet.
Die ensun GmbH befasst sich mit Technologiescouting, also kurz gesagt: Wir unterstützen Unternehmen die Digitalisierung besser zu durchlaufen, indem wir ihre Digitalisierungsprojekte, Problematiken und technologischen Fragestellungen mittels einer KI an passende Lösungsanbieter, primär Hightech Start-ups und Hightech KMUs, vermitteln. Aktuell sind wir ein Team von 13 Leuten, sind DACH-weit vertreten und haben ein Expertennetzwerk von rund 1.300 Lösungsanbietern. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Tatsächlich war es schon als kleiner Junge mein Traum und auch mein Ziel ein eigenes Unternehmen in der Softwarebranche zu gründen. Dementsprechend hatte ich schon immer eine Faszination für die Selbstständigkeit und den Willen etwas Eigenes aufzubauen. Zusammen mit meinem Bruder kam dann die Idee, bei der wir schnell gemerkt haben, so etwas gibt es noch nicht – obwohl Digitalisierung doch ein so großes und wichtiges Thema ist. So führte eins zum anderen und wir haben uns gedacht, diese Lücke am Markt müssen wir füllen.

Welche Vision steckt hinter ensun?

Unsere Vision ist ganz klar die Digitalisierung, weit und groß gedacht, auf der ganzen Welt voranzutreiben und versteckte Potenziale aufzudecken. Wir wollen Technologien finden, sie an passende Probleme matchen und zweckentfremden, um sie auch in anderen Bereichen einzusetzen. Zudem decken wir extrem potente Start-ups auf, die wir dementsprechend an die passenden Unternehmen bzw. Kunden bringen. Dadurch schaffen wir effiziente Vertriebswege für junge Unternehmen und bringen gleichzeitig die Digitalisierung voran.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine doch sehr große Herausforderung war es unseren Businessplan zu verfassen. Es ist nicht unwesentlich diesen sehr konsistent zu schreiben. Das bedeutet sehr gute Quellen zu verwenden, detaillierte Analysen vorzuweisen (z.B. Marktreife, Marktsättigung, etc.) und vor allem das eigene, noch nicht existierende, Produkt so gut zu durchdenken und detailliert zu beschreiben, dass ein Investor davon überzeugt ist. Meiner Meinung nach stellt niemand so kritische Fragen wie ein Investor. Ist ja auch verständlich, da es reines Risikokapital geht. Daher ist es umso wichtiger, dass man selbst einen ganz klaren Blick darauf hat, was man machen will. Einem muss außerdem klar sein, dass wahrscheinlich nicht direkt nach einem ersten Gespräch gegründet wird. Man durchläuft immer einen Prozess in dem einem erstmal klar wird, wie sehr man sich differenzieren muss.

Wer ist die Zielgruppe von ensun?

In unserem Fall haben wir zwei Zielgruppen. Zum einen unsere Problemsteller, welche sehr breit gefächert sind. Klar, einige Industrien sind stärker vertreten als andere, aber von Maschinenbau über Lebensmittel und Einzelhandel bis hin zur Automobilbranche ist alles mit dabei. Momentan sind es primär mittelständische Unternehmen aus der DACH-Region aber auch einige große Konzerne sind unter ihnen zu finden.

Auf der Experten-Seite besteht unsere Zielgruppe hauptsächlich aus High-Tech Start-ups, also kleinen Unternehmen bis ca. 50 Leuten, die sich in Nischen bewegen. Meistens in den Bereichen Sensorik, KI, Softwareentwicklung und ähnliches. Doch unser Expertennetzwerk hat auch einige KMUs und Lehrstühle mit dem Fokus auf Technologien zu bieten. 

Wie funktioniert ensun? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Prinzip von ensun ist sehr simpel: Als Problemsteller inseriert man ein Digitalisierungsprojekt oder eine technologische Herausforderung aus dem eigenen Unternehmen. Der Inserierungsprozess dauert maximal 10 Minuten und dient dazu das Problem und das Wunschziel genauer zu beschreiben. Wichtig dabei ist, dass weder das Problem noch das Ziel technisch beschrieben werden muss. Ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung arbeitet die Plattform selbstständig weiter. Unsere KI analysiert das Projekt semantisch und lexikalisch und leitet daraus die benötigten technologischen Voraussetzungen ab. Auf der Expertenseite geschieht etwas Ähnliches.

Die KI untersucht die Produkte und Technologien der Experten und kann daraus beurteilen welche technologischen Voraussetzungen die Technologien mit sich bringen. Da wir also nicht nur auf das Produkt an sich und dessen bisherige Einsatzgebiete schauen, sind wir in der Lage Technologien aus ganz anderen Branchen und Industrien zu nehmen und diese auf neuartige Bereiche zu matchen. Wir hatten tatsächlich auch schon häufiger den Fall, dass eine Technologie zweckentfremdet wurde, woraus letzten Endes eine super Lösung entstand. Daraus bilden sich natürlich diverse Vorteile: Wir finden Technologien, die man sonst niemals auf diesen Usecase gematched hätte. Dadurch ergeben sich viel mehr Möglichkeiten für potenzielle Lösungen. Außerdem ist das Matching an sich durch die KI deutlich schneller und effizienter als ein Mensch das ausführen könnte.


Als weiteren Vorteil sollte man auch nicht außer Acht lassen, dass folgend nach dem Matching die Experten eine Bewerbung mitschicken. Diese Bewerbungen beinhalten erste Lösungsansätze, sodass der Problemsteller ein erstes Bild der Lösung bekommt und diese ebenfalls besser beurteilen kann, um am Ende den besten Partner auswählen zu können. All diese Dinge, das Gesamtkonzept, ist genau das, was uns von anderen Anbietern unterscheidet: Schnelle und einfache Inserierung, klarer Fokus auf das Wesentliche, unsere KIs, der Bewerbungsprozess, das Matching und der Entscheidungsprozess.

ensun, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Weg geht jetzt natürlich total in die Skalierung, was als Plattform sehr wichtig ist. Wir wollen viele User und viele Projekte haben, um eine Menge Traffic auf die Plattform zu bekommen. Dementsprechend ist der nächste Schritt ein internationaler Roll-Out. Erst europaweit und gerne in fünf Jahren dann auch weltweit. Klar, als Online-Plattform ist das etwas einfacher zu erreichen, da keine physischen Voraussetzungen benötigt werden. Somit sehen wir uns in fünf Jahren auch als Marktführer in diesem Bereich.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich bin immer der Meinung, wenn man eine Idee hat, für die man wirklich brennt, dann sollte man es ausprobieren, komme was wolle. Einfach von nichts aufhalten lassen und keine Angst vor irgendwas haben, denn was ist das schlimmste was passieren kann? Man bekommt ein „Nein“.

Man sollte wirklich hinter seinen Visionen stehen und auch Gegenfeuer aushalten können. Gerade mit Hinblick auf Investoren ist dies ein ganz wichtiger Punkt. Kritische Fragen und Gegenwind sollten einen nicht direkt zum Zweifeln oder aus dem Konzept bringen. Daran kann man nur wachsen. 

Der dritte und vielleicht auch wichtigste Tipp ist, egal wie alt man ist oder aus welchem Bereich man kommt, alles was man macht sollte man selbstbewusst angehen. Man sollte wissen, wofür man steht und was man erreichen will und dann auch an sich selbst glauben! 

Wir bedanken uns bei Benjamin Hill für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein gutes HR-System und seine Bedeutung für den Arbeitsalltag

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HR-System

Die Arbeit der Personalabteilung muss seit jeher hohen Ansprüchen gerecht werden. Das Recruiting-Verfahren soll die passenden Mitarbeiter in ein Unternehmen bringen und darüber hinaus für eine möglichst lange Bindung derselben sorgen. Zudem müssen alle Abteilungen des Betriebs im Blick behalten Lohnabrechnungen pünktlich erstellt werden. Neben der umfangreichen organisatorischen Arbeit darf selbstverständlich der Datenschutz nicht zu kurz kommen. Durch den Einsatz eines guten HR-Systems lässt sich der Aufwand erheblich reduzieren.

Analoge und digitale Denkmuster kollidieren miteinander

Während im Privatleben der (Personal-)Mitarbeiter die Digitalisierung in Form von Online-Shopping, Online-Banking oder auch des Wechsels von Dienstleister längst bewältigt hat, scheinen in zahlreichen Unternehmen HR-Prozesse oder zumindest Teile davon noch immer auf analoger Basis abzulaufen. Diese überaus zeitaufwendige Vorgehensweise sorgt für eine hohe Diskrepanz zwischen beruflichen und privaten Denkmustern, sodass sich eine wachsende Unzufriedenheit kaum aufhalten lässt. Während dieser Phase ist der gesamte HR-Prozess bedroht, wodurch sowohl das innere als auch äußere Erscheinungsbild eines Unternehmens in Frage gestellt wird.

Ein gutes HR-System kann Abhilfe schaffen

Eine gut aufgebaute bzw. entwickelte Personalmanagement-Software ist in der Lage, alle relevanten HR-Prozesse innerhalb eines Unternehmens abbilden zu können. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Software von Haufe. Durch die Digitalisierung lassen sich jede Menge operative Tätigkeiten vollständig automatisieren oder zumindest in Form einzelner Workflows vereinfachen. Sobald die HR-Software in die Struktur integriert und betriebsbereit ist, lässt sich in der Regel ein sofortiger Mehrwert feststellen, wodurch mehr Handlungsfreiheit im Bereich der strategischen Aufgaben entsteht. Ein zentraler Aspekt eines modernen HR-Systems ist die digitale Personalakte, welche die Grundvoraussetzung darstellt. Die Akten sind hierbei zu jeder Zeit, sicher und ebenso schnell abrufbar. Die Softwarelösungen sind zudem fähig, automatische Erinnerungen durchzuführen oder HR-Reports zu erstellen, wodurch für die Mitarbeiter einer Personalabteilung eine hohe Zeitersparnis resultiert. Neben einer deutlich gesteigerten Effizienz ergibt sich aus dem Einsatz eines HR-Systems eine hohe Maß an Rechtssicherheit im Bereich Datenschutz und Aufbewahrungsfristen.

Erheblicher Mehrwert für das gesamte Unternehmen

Die zunehmende Komplexität im Bereich Personalmanagement sowie die gesteigerte Erwartungshaltung der Mitarbeiter im Unternehmen sind schlagende Argumente für die Einführung einer intelligenten Softwarelösung. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Verwaltungsaufwände reduzieren und sich Workflows wesentlich effizienter abwickeln lassen. Rücken strategische HR-Aufgaben in den Vordergrund und sorgen für eine positivere Innen- und Außenwirkung. Mittlerweile lässt sich nur schwer rechtfertigen, weshalb Mitarbeiter oder Bewerber lange auf eine Rückmeldung zu verschiedenen Themen warten müssen. Die Nutzung eines HR-Systems kann in diesem Zusammenhang die Bewältigung von täglich anfallenden HR-Aufgaben um ein Vielfaches erleichtern. 

Bildquelle: Haufe-Lexware GmbH & Co. KG

Autor: Sophia Eiffel

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Alle Projekte stehen und fallen mit dem Team

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sonamedic geführter Meditation Musik Binauralen Beats

sonamedic App: Kombination aus geführter Meditation, Musik und Binauralen Beats

Stellen Sie sich und das Startup sonamedic doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Philipp Hofheinz und sonamedic ist eine App für Entspannung und Fokus, die ich gemeinsam mit meinem Mitgründer Andreas Lehnert in Ettlingen im Nordschwarzwald entwickelt habe. Das besondere an sonamedic: Unsere geführten Meditationen basieren auf binauralen Beats, einer wissenschaftlich belegten Methode der Audiotherapie, um über Töne verschiedene Gemütszustände wie Entspannung, Schlaf oder Konzentration zu fördern. Unsere Klangreisen in Verbindung mit binauralen Beats sorgen dafür, dass sich auch bei Nutzern ohne Meditationserfahrung innerhalb kürzester Zeit eine positive Wirkung einstellt. sonamedic hilft so dabei, zu entspannen, motiviert zu bleiben oder besser einzuschlafen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Andreas und ich kommen ursprünglich aus dem Musikbusiness. Ein Jobumfeld, in dem man bekanntermaßen nicht immer rechtzeitig ins Bett kommt: Tourneestress, ein unregelmäßiger Lebens- und Arbeitsrhythmus sowie Einschlafprobleme gehören zu weit verbreiteten Begleiterscheinungen. Das führte uns zu der Frage, wie man auf einfache und gesunde Weise zu Entspannung und besserem Schlaf finden kann. Wir haben zu dieser Fragestellung zwei Jahre lang geforscht und 2018 schließlich sonamedic gegründet. 

Studien bestätigen zudem, dass es für Anwendungen wie sonamedic einen großen Markt gibt: 80 Prozent der berufstätigen Bevölkerung zwischen 35 und 60 Jahren leiden an Schlafstörungen (Quelle: DAK Gesundheitsreport 2017), 63 Prozent der Deutschen empfinden ihr Stresslevel im Job als hoch (Quelle: YouGov-Studie 2019). Insgesamt gibt es in unserer Gesellschaft also eine klare Tendenz zur inneren Unruhe, die durch Krisen wie die Covid-19-Pandemie weiter steigt. Um sich entspannen zu können und den genannten Problemen entgegenzuwirken, suchen immer mehr Menschen einen Ausgleich durch Achtsamkeitstraining oder Meditation – häufig unterstützt durch Apps. 

Welche Vision steckt hinter sonamedic?

Wir möchten Menschen ein besseres Lebensgefühl vermitteln, einfach dadurch, indem sie zuhören. Bei der Umsetzung dieser Vision kommt uns unser Background in der professionellen Audioproduktion zugute, der uns von Anfang an ermöglicht hat, das klangliche Potenzial voll ausnutzen und so ein einzigartiges Meditationsangebot schaffen.

Ich habe bei der Gründung von sonamedic, vor allem beim Vorstellen der Geschäftsidee ganz oft gehört: “Achtsamkeits-Training mit dem Handy? Das passt ja überhaupt nicht zusammen! Die Leute sollten ihre Handys besser öfter mal weglegen!” Ich verstehe diesen Ansatz und habe selbst lange über diese Diskrepanz nachgedacht. Aber ich war und bin überzeugt davon, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, die neuen technologischen Möglichkeiten zu einem vitalen Teil unserer Welt zu machen. Wir müssen diese Welt bloß neu denken – und die Verbindung zwischen Mensch, Daten und Technologien anders betrachten.

Die Entwicklung und die starke Integration dieser Technologien in unser ganzes Leben ist Realität und hat unheimlich viel Kraft; und die kommenden Generationen werden ihre Smartphones nicht wieder weglegen und weniger online sein. Statt uns gegen diese Kraft zu stellen, sollten wir eher darüber nachdenken, wie wir diese neuen Möglichkeiten sinnvoll einsetzen können. Und genau das wollen wir mit sonamedic ermöglichen.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es, ein Produkt zu entwickeln, das – zunächst bei uns selbst – die gewünschte Wirkung entfaltet. Da wir beide nicht aus der traditionellen Meditation kommen, haben wir unseren Schwerpunkt bei der Unterstützung der gewünschten Gemütszustände von Anfang an auf die Wirkung von Sound gelegt.

Nachdem wir selbst über die ersten produzierten Audio-Sessions zu besserem Schlaf gefunden haben, wollten wir natürlich wissen, ob das bei anderen Menschen ebenfalls funktioniert. In Zusammenarbeit mit mehreren großen deutschen Thermalbädern konnten wir dann in verschiedenen Wellnessbereichen umfangreiche Analysen zur Wirkungsweise binauraler Beats durchführen. Mittlerweile haben diese Bäder Lounges für ihre Gäste eingerichtet, in denen man unsere Audioprogramme zur Entspannung nutzen kann.

Nachdem wir von dem Konzept überzeugt waren, bestand die nächste Herausforderung darin, eine wirklich benutzerfreundliche App zu entwickeln. Hier haben wir nach der Public Beta alles nochmal umgeschmissen und die App auf Basis von Usertests, Nutzerfeedback und Nutzungsanalysen “from Scratch” komplett neu konzeptioniert und entwickelt. Das Ergebnis ist unsere neue App, die seit Juni 2020 verfügbar ist und natürlich kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ich denke, es ist uns gelungen, bei aller technischen Komplexität im Hintergrund eine wirklich einfach zu nutzende App zu bauen, deren Bedienung richtig Spaß bringt.

Zur Finanzierung: sonamedic ist von Anfang an und auch aktuell komplett eigenkapitalfinanziert.

Wer ist die Zielgruppe von sonamedic?

sonamedic richtet sich an jeden der Entspannung und innere Ruhe sucht. Aufgrund der geführten Meditationen eignet sich die App besonders für Meditations-Einsteiger, aber auch Meditations-Experten kommen auf ihre Kosten. Wir bieten aktuell über 100 individuell komponierte Klangreisen an und erweitern unser Angebot stetig. Ursprünglich als Anwendung für den Endverbraucher gestartet, kommt sonamedic inzwischen auch immer häufiger im Bereich der betrieblichen Gesundheitsvorsorge zum Einsatz. Mitarbeiter können verschiedene Klangreisen nutzen, um sich zu entspannen, ihre Produktivität zu fördern oder Stress zu reduzieren. Es liegt auf der Hand, dass die psychische Gesundheit der Mitarbeiter essenziell für den Unternehmenserfolg ist.

In unserer digitalen Welt haben wir die Möglichkeit, neue Produkte, Leistungen und Technologien im Bereich Gesundheit für quasi jeden verfügbar zu machen. Das ist neu – und das ist gut so. 5G bringt uns bald die Cloud überall hin. Dadurch können wir immer komplexere und effektivere Services auf unsere Mobilgeräte holen und entsprechende Angebote nutzen. Und diese Anwendungen sind auch nicht zwingend “rein digital”, sondern funktionieren ideal in Kombination mit Vor-Ort-Behandlungen. 

Wie funktioniert sonamedic? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als einziger Anbieter im deutschsprachigen Raum bietet sonamedic eine App für Entspannung und Fokus, die sprachlich begleitete Musik- und Soundwelten vollumfänglich mit binauraler Beats kombiniert. Diese binauralen Beats entstehen im Gehirn, wenn dem rechten und dem linken Ohr – idealerweise über Kopfhörer – zwei unterschiedliche Frequenzen zugespielt werden. Unser Gehirn versucht automatisch, diesen Tonhöhen-Unterschied zu messen und erzeugt dazu einen dritten, psychoakustischen Ton im Kopf. Einen “Phantom-Ton”, über den gezielt Hirnwellenbereiche stimuliert und variiert werden können, die für bestimmte Zustände wie Entspannung oder Fokus geeignet sind. Für die Klangreisen von sonamedic betten wir binaurale Beats in individuell komponierte Musik ein, wodurch jede Session ihre eigene, passgenaue Soundwelt erhält. Eine weitere Besonderheit der sonamedic App: Die begleitenden Texte werden von prominenten deutschen Stimmen gesprochen. 

sonamedic, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel wird auch in fünf Jahren noch darin bestehen, Menschen mit der Kraft von Sound und Musik dabei zu helfen, entspannter und fokussierter zu sein. Durch die technologische Entwicklung, neue Schnittstellen und vor allem auch die zunehmende Akzeptanz und Integration solcher Services durch Behandler und Krankenkassen werden wir unser Angebot zunehmend im Bereich Unternehmen und bspw. betrieblichem Gesundheitsmanagement etablieren. 

Hinzu kommt die ebenfalls stark steigende Akzeptanz von Themen wie mentaler und kognitiver Fitness, Achtsamkeitstraining oder auch Meditation. Bis vor wenigen Jahren war das vielen Menschen alles noch viel zu esoterisch. Mittlerweile finden sich aber verschiedene Angebote, über die man sich solchen Themen dann “ohne Räucherstäbchen” nähern kann. Und das ist ja auch genau der Ansatz von sonamedic.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Alle Projekte stehen und fallen mit dem Team, das daran arbeitet. Daher überlegt euch sehr gut, mit wem ihr zusammenarbeitet und wem ihr welchen Aufgabenbereich sinnvoll zuordnet. 
  2. Ein Plan B ist nie ausreichend. Man braucht in der Regel auch noch einen Plan C, D, E und F, bevor sich die Dinge in die gewünschte Richtung entwickeln. 
  3. “In der Ruhe liegt die Kraft”, daher: Keine Hektik, gerade wenn alle tierisch Hektik machen. 

Wir bedanken uns bei Philipp Hofheinz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie der innovative Online-Service DoktorABC das Gesundheitswesen besser macht

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DoktorABC

Der neue Trend Telemedizin ist nicht nur ein interessantes Geschäftsfeld. Die Ärzte und vor allem die Patienten profitieren in vieler Hinsicht davon, weil Wege wegfallen, Kosten sinken und eine diskrete Beratung ohne persönlichen Kontakt möglich wird. Die Webplattform DoktorABC leistet in diesem Bereich Pionierarbeit in Deutschland.

Rechtliche und technische Voraussetzungen

Durch die Corona-Krise hat die Verbindung von Medizin und Digitalisierung einen weiteren Schub bekommen. Rein rechtlich ist es in der EU schon seit 2003 erlaubt, über Cross-Border-Verschreibungen Medikamente in andere EU-Staaten zu versenden. Auch Fernbehandlungen wurden im Jahr 2018 vom Deutschen Ärztetag genehmigt, sodass jetzt Sprechstunden über Video ebenso legal sind wie ein Besuch beim Hausarzt. In den Zeiten der Lockdowns ist es also möglich, einen Arzt zu konsultieren, ohne sich der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen.

Die Betreiber der Plattform DoktorABC haben es sich zur Mission gemacht, diese Möglichkeiten allen Patienten zugänglich zu machen. Die Website stellt die Verbindung zwischen den Nutzern und approbierten Ärzten und zertifizierten Apotheken her. So kommen die Anwender sehr schnell in den Genuss einer medizinischen Behandlung. Dabei gelten auch technologisch sehr hohe Sicherheitsstandards. Die Website wird unter anderem von dem US-Unternehmen LegitScript betreut und erfüllt die Standards der britischen Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency.

Vorteile für die Benutzer

Diese neue Form der medizinischen Betreuung hat eine ganze Reihe von Vorteilen für die Benutzer. Vor allem sparen sie Zeit, weil sie sich Wege und viele Stunden in den überfüllten Wartezimmern qualifizierter Ärzte ersparen. Es ist auch schneller möglich, mit einem Arzt zu sprechen als über eine herkömmliche Terminvergabe.

Der komplette Service, der aus Beratung, Ausstellung eines Rezepts und Versand der Medikamente besteht, spart dem Benutzer nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.

Der Benutzer beantwortet einen diskreten Online-Fragebogen. Ein Arzt überprüft die Antworten und wenn es keine weiteren Fragen gibt, schlägt er Behandlungsoptionen vor und stellt ein Online-Rezept aus. Der Benutzer kann dieses Rezept dann in einer der auf der Plattform vertretenen Apotheken einlösen, die ihm das Medikament mit einer kostenlosen Lieferung am nächsten Tag zusendet. Wenn der Benutzer möchte, kann er das Rezept auch in einer Versandapotheke seiner Wahl einlösen.

Die Minimierung der persönlichen Kontakte bietet gefährdeten Menschen die Sicherheit, dass sie vor Ansteckung geschützt sind. Sie brauchen nicht einmal vor die Tür zu gehen und bekommen trotzdem eine qualifizierte medizinische Behandlung!

Bei sensiblen und persönlichen Themen (etwa Geschlechtskrankheiten oder Potenzproblemen) können Menschen, denen es peinlich wäre, mit einem Arzt persönlich darüber zu sprechen, eine sehr diskrete Beratung bekommen. Bei allen Leistungen, die sie über die Plattform DoktorABC erhalten, haben die Benutzer es mit EU-zertifizierten Ärzten und Apothekern zu tun.

Diese vielen Vorteile haben zu einer großen Zufriedenheit bei den Patienten geführt. 94 % der deutschen Benutzer bewerten die Website auf Trustpilot mit der Vertrauensnote „ausgezeichnet“. Viele Mediziner sehen die Digitalisierung ebenfalls positiv. Schon jetzt bieten 17 Prozent der deutschen Ärzte Videosprechstunden an. Weitere 40 % der Ärzte haben vor, das in Zukunft zu tun.

Verbesserte medizinische Betreuung durch moderne Technologien

Durch die Verwendung einer schon vorhandenen digitalen Infrastruktur wird es leichter, ländliche Räume medizinisch zu versorgen. Auch in der Pflege werden Online-Plattformen es künftig ermöglichen, dass alte Menschen länger in ihren eigenen Wohnungen bleiben und behinderte Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Von der eindrucksvollen Entwicklung in diesem Bereich profitieren nicht nur Technologie-Unternehmen im Silicon Valley, sondern auch innovative KMUs in Deutschland. 

Die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft unterstützt momentan gezielt kleine und mittlere Unternehmen in der Branche beim Markteintritt und der Vernetzung mit potenziellen Geschäftspartnern. Plattformen wie DoktorABC sind dabei wichtige Akteure, um Kontakte zwischen Ärzten, Patienten, Apothekern und innovativen neue Unternehmen herzustellen.

Bildquelle pixabay

Autor: Paul Bergmann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Schnelligkeit schlägt Perfektion

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palamo packaging

Palamo: Packaging, Labels and More- hilft durch den Verpackungsdschungel

Stellen Sie sich und das Startup Palamo doch kurz unseren Lesern vor!

Palamo steht für Packaging, Labels & More und ist ein Corporate Startup der All4Labels Gruppe. Als digitaler Weggefährte möchten wir die Art und Weise, wie Produkte verpackt werden, nachhaltig verändern. Dabei unterstützen wir Unternehmen aller Art auf ihrem Weg durch den Verpackungsdschungel. Egal ob Kleinstkunde, Startup, Mittelständler oder Produktinnovation im Konzern, die Kunden können mit uns wachsen und profitieren von geringen Bestellmengen, schnellen Lieferzeiten und einer großen Vielfalt nachhaltiger Materialien. In meiner Position als Co-Founder & CEO kümmere ich neben den Bereichen Sales, HR & Business Development vor allem um alles was liegen bleibt bzw. verhindert, dass meine Co-Founder und ihre Teams effizient arbeiten können.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nachdem die Beteiligungsgesellschaft Triton Ende 2019 die Mehrheit an der All4Labels Gruppe erworben hatte gab es seitens des Aufsichtsrates erste Überlegungen ein neues digitales Geschäftsmodell mit den o.g. Merkmalen aufzubauen. Da ich bereits mehrere Unternehmen gegründet habe und zudem bestens innerhalb der Gruppe vernetzt bin, kam ich in die engere Auswahl und dann ging alles sehr schnell. Was mich schlussendlich überzeugt hat war die Möglichkeit bei Palamo wirklich etwas bewegen zu können. Als IBU steht es uns frei unfaire Vorteile zu nutzen, wenn es sinnvoll ist oder auch völlig neue Strukturen zu erschaffen und verproben. Um sicherzustellen, dass genau das auch passiert haben wir uns mit dem Corporate Company Builder Bridgemaker aus Berlin zusammengetan, deren unkonventionelle aber dennoch zielgerichtete Methodik mich von Anfang an begeistert hat. 

Welche Vision steckt hinter Palamo?

Wie bereits eingehend erwähnt hat Palamo es sich zur Mission gesetzt, die Art und Weise wie Unternehmen ihre Produkte verpacken nachhaltig zu verändern. Um das zu erreichen möchten wir eine Plattform schaffen, die Zugang zu hochwertigen und nachhaltigen Verpackungslösungen ermöglicht. Ob Geschäftstreibende mit Kleinstvolumen oder Experten mit Großmengen, bei uns finden alle das passende Angebot. Gleichzeitig soll diese Plattform mehr sein als ein reiner Onlineshop.Sie soll unseren Kunden als Inspiration, Informationsquelle und Treffpunkt im Verpackungsdschungel dienen.  

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als Corporate Startup müssen wir uns um die Finanzierung zum Glück weniger Gedanken machen, kämpfen dafür jedoch mit anderen Herausforderungen. Die größte besteht sicherlich in der kontinuierlichen Vermittlung beider Welten (Anmerkung der Redaktion: Startup und Corporate). Hier ist kontinuierlich viel Fingerspitzengefühl erforderlich, um möglichst viele unfaire Vorteil zu heben ohne jedoch an Geschwindigkeit zu verlieren.

Wer ist die Zielgruppe von Palamo?

Palamo spricht in erster Linie Kleinstunternehmen & Startups an. Gerade für diese Zielgruppen ist es oft schwer durch den Verpackungsdschungel hindurch zu blicken und sich zurecht zu finden. Aber auch größere Unternehmen stoßen immer wieder auf Herausforderungen z.B. beim Sourcing nachhaltiger Materialien. Mit unserer eigenen Produktionsstätte in Deutschland und ausgewählten Partnern in Europa sowie unserer Mutter, können wir unsere Kunden entlang der gesamten Wachstumskurve begleiten. 

Wie funktioniert Palamo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir treten als Weggefährte auf, leiten durch den Verpackungsdschungel, beraten und lösen Problemstellungen gemeinsam mit unserem Kunden. Unsere UX/ UI ermöglicht jederzeit schnelle und informierte Entscheidungen zu treffen. Kurze Lieferzeiten, geringe Mindestbestellmengen, transparente Lieferketten und eine Vielzahl nachhaltigen Materialien runden das Bild ab.

Palamo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren haben wir uns hoffentlich auch über die Grenzen von Deutschland hinaus einen Namen gemacht. Unsere UX/ UI ist einzigartig und soweit fortgeschritten, dass wir in jedem Schritt des Entscheidungs- und Kaufprozesses online unterstützen und nur noch auf expliziten Kundenwunsch persönlich beraten. Unser Produkt- und Serviceportfolio besteht zu 100% aus nachhaltigen Alternativen, wir leisten einen echten Beitrag zur CO2-Kompensation und unterstützen über Palamo hinaus eine Vielzahl von Nachhaltigkeitsinitiativen im Sinne einer echten Circular Economy. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Schnelligkeit schlägt Perfektion (meistens)

2. Achtet bei der Suche nach neuen Mitarbeitern darauf, dass Sie das Herz am rechten Fleck und Drive haben. Talent ist nur die halbe Miete.

3. Versucht immer ihr selbst und nie die schlechte Kopie von jemand anderem zu sein.

Wir bedanken uns bei Maximilian Minkwitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Palamo

Kontakt:

Palamo GmbH
Möllner Landstraße 15,
DE-22969 Witzhave

https://palamo.com/
hello@palamo.com

Ansprechpartner: Maximilian Minkwitz

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/palamopackaging/
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