Samstag, April 4, 2026
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Maschmeyer und Thelen: Erster Multimillionen-Exit bei Höhle der Löwen mit Lizza

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Maschmeyer & Thelen: Erster Multimillionen-Exit bei „Höhle der Löwen“ mit Lizza

Gründern und Investoren-Duo Thelen/Maschmeyer gelingt bislang größter DHDL-Exit – Hamburger Familienunternehmen übernimmt Mehrheit an Lizza

2016 investierten Frank Thelen und Carsten Maschmeyer in der “Höhle der Löwen” zusammen 150.000 Euro in das Frankfurter Food-Startup Lizza und verhalfen dem Unternehmen zu rasantem Wachstum. Gut drei Jahre und mehrere Millionen Lizza- Produkte später gelingt der Exit an CREMER, ein global agierendes Hamburger Familienunternehmen. CREMER übernimmt die Mehrheit an Lizza und treibt mit den Gründern das Produktportfolio, die Optimierung der Produktion sowie das internationale Wachstum voran. 

Vom Foodtruck zum Teig-Startup 

Anfang 2015 tüfteln die Lizza-Gründer Marc Schlegel (32) und Matthias Kramer (33) an einer gesunden Pizza. Ihre Leinsamenpizza “Lizza” vertreiben sie auf Wochenmärkten und Festivals. Die Nachfrage nach der Low-Carb-Pizza war groß. So groß, dass sich das Geschäft bald vom Foodtruck in eine eigene kleine Teigproduktion mit Onlineversand wandelte. Über den Onlineshop und Social Media verbreitete sich Lizza Anfang 2016 rasant und binnen weniger Wochen konnte Lizza Pizzaböden im Wert von mehr als 70.000 Euro verkaufen. 

Die Höhle der Löwen 

Das fanden auch “Die Höhle der Löwen” Investoren Maschmeyer und Thelen appetitanregend und investierten im September 2016 zusammen 150.000 Euro in das Frankfurter Food Startup. Während der Ausstrahlung brach Lizza alle Sendungs-Rekorde. Weit über 20.000 Bestellungen gingen in den Tagen nach Ausstrahlung ein und bescherten Lizza bereits im ersten Geschäftsjahr einen Millionenumsatz. Auch die Supermärkte wurden auf Lizza aufmerksam und binnen weniger Monate war Lizza in über 3.000 Märkten bundesweit erhältlich. 

Herausforderndes Wachstum 

Das schnelle Wachstum brachte aber auch einige Herausforderungen mit sich, allen voran das Management der Liquidität, den Umzug der gesamten Firma in eine neue Fabrik. Die Suche nach Fachkräften und nicht zuletzt auch die Entwicklung zahlreicher neuer Lizza- Produkte wie Pasta, Toasties sowie Brot und Brötchen. 

Von Pizza zum Low-Carb-Sortiment 

Aus der ursprünglichen Lizza-Pizza ist in wenigen Jahren ein echtes Vollsortiment an Low- Carb-Brot und Backwaren erwachsen. Das den sport- und fitnessbegeisterten Kunden rund um die Uhr zu jeder Mahlzeit begleitet. Dabei kommen die glutenfreien und nährstoffreichen Lizza-Produkte bei einer immer größer werdenden Fan-Community an. Davon zeugen über 130.000 Social-Media-Follower und mittlerweile weit über 250.000 Bestellungen im Onlineshop. 

Exit an Strategen 

Nun hat das Hamburger Familienunternehmen CREMER, das seine Venture Capital Aktivitäten unter dem Dach des bridges+links Family Venture Networks. Einem Zusammenschluss von eigentümergeführten Familienholdings und Family Offices – bündelt, die Mehrheitsanteile an Lizza übernommen. „Lizza bedient mit seinem Produktportfolio den wachsenden Markt gesunder und nachhaltiger Lebensmittel. Mit unserer langjährigen Expertise im Bereich Getreide und unserem weltweiten Handels-Netzwerk können wir den Erfolg von Lizza optimal unterstützen und gemeinsam das Geschäft ausbauen“, so Prof. Dr. Ullrich Wegner, CEO der Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG. 

Die Lizza-Gründer Marc Schlegel und Matthias Kramer sind von der Zusammenarbeit überzeugt:

“Wir freuen uns sehr, mit CREMER einen weitsichtigen und international erfahrenen Strategen für unser Geschäft gewonnen zu haben”. Auch Frank Thelen pflichtet bei: “Die Symbiose aus agilem Startup und erfahrenem Marktführer ist für die weitere Wachstumsreise perfekt”. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

Quelle Lizza GmbH

Qualität und Ausdauer gepaart mit Spaß und einen gewissen kindlichen Enthusiasmus

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nia health neurodermitis begleiterin

Nia die intelligente Neurodermitis Begleiterin

Stellen Sie sich und das Startup Nia Health kurz unseren Lesern vor!

Nia bietet Neurodermitis-Betroffenen die erste mit künstlicher Intelligenz ausgestattete vollumfängliche Unterstützung. Gemeinsam mit der Charité Berlin wurde von den Unternehmern Tobias Seidl und Oliver Welter sowie der Dermatologin Dr. Reem Alneebari die Firma Nia Health GmbH ins Leben gerufen. Die Nia App bietet Patienten und Angehörigen tägliche Unterstützung und verhilft mit personalisierten Inhalten und Funktionen zu einer erhöhten Lebensqualität. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Dr. Reem Alneebari, Dermatologin und Co-Gründerin von Nia, kann als Mutter einer an Neurodermitis erkrankten Tochter die Sorgen und Probleme von betroffenen Eltern gut nachvollziehen. Als Ärztin hat sie jedoch die Erfahrung gemacht, dass es Patienten oder Eltern von an Neurodermitis erkrankten Kindern oft an medizinischem Wissen fehlt, um auch außerhalb des Behandlungszimmers bestmöglich mit der Krankheit umzugehen. Mit der App Nia möchte sie genau dort ansetzen.

Welche Vision steckt hinter Nia Health?

Menschen sollen trotz Erkrankungen ihr Leben selbstbestimmt führen können. Unsere Technologie unterstützt sie dabei die Herausforderungen des täglichen Lebens zu meistern und ihre Erkrankung zu kontrollieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir mussten bei einigen potentiellen medizinischen Kooperationspartnern zu Beginn große Widerstände und Bedenken feststellen. Besonders bei der älteren Ärztegeneration wird technologischer Fortschritt mitunter eher als Bedrohung anstatt als Chance gesehen. Als wir noch kein greifbares Produkt zum Vorzeigen hatten, war die Überzeugungsarbeit vor klinischen Stakeholdern somit teilweise anstrengend. Heute, mit der Neurodermitis-Expertin PD Dr. Doris Staab, der Infrastruktur der Charité Berlin als Partner an Board sowie einem vorzeigbaren Produkt geht einiges deutlich schneller und einfacher.

Finanziert sind wir bislang über öffentliche Fördermittel wie zum Beispiel über das EXIST-Stipendium des BMWi. Darüberhinaus haben die drei Gründer einen hohen fünfstelligen Betrag an Eigenkapital in die seit Ende 2018 gestartete Entwicklung eingebracht.

Wer ist die Zielgruppe von Nia Health?

Aktuell kann unsere App von Neurodermitis-Betroffenen jeden Alters in Anspruch genommen werden. Besonders Junge Eltern von Neurodermitis-betroffenen Kindern nutzen unsere Anwendung gerne. Mittelfristig werden wir unsere Technologie neben Neurodermitis auch für weitere Indikationen öffnen – so zum Beispiel für Hauterkrankungen wie Schuppenflechte.

Wie funktioniert Nia Health? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die App Nia stellt als erste intelligente Neurodermitis Begleiterin den Betroffenen dank selbstlernender Algorithmen schneller einen individualisierten und wirksamen Behandlungsplan zur Verfügung als dies über klassische Therapiemaßnahmen möglich ist. Dies ist ein Novum im deutschsprachigen Raum. Der behandelnde Arzt wird mithilfe von Nia direkt in die teledermatologische Dienstleistung integriert.

„Dank dieses ganzheitlichen Ansatzes geht Nia weit über die klassischen Tagebuch-Funktionen von App-Anbietern aus anderen Krankheitsfeldern hinaus“, erklärt Dr. Alneebari.

Als persönliche Assistentin hilft Nia den Betroffenen in der täglichen Interaktion durch unkompliziertes Aufzeichnen des Gesundheitsverlaufs, sich selbst bzw. das erkrankte Kind besser zu verstehen. Ein fachkundiger Report informiert den behandelnden Arzt übersichtlich und ausführlich über den Gesundheitsverlauf des Patienten. Dadurch entsteht für Betroffene und Ärzte eine fundierte Gesprächsgrundlage. Patienten erhalten basierend auf ihren individuellen Gesundheitsdaten personalisierte, direkt umsetzbare und medizinisch validierte Empfehlungen – flexibel sowie zeitlich und örtlich ungebunden. 

Nia Health, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren werden wir nicht nur die größte Neurodermitis-Plattform der Welt sein, sondern auch bereits in anderen Krankheitsfeldern führende technologische Lösungen am Markt anbieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir halten uns sehr an die Basics: Wie arbeiten viel, hart und diszipliniert. Wir sind der Überzeugung, dass sich mit der nötigen Ausdauer Qualität in unserer Branche immer durchsetzen wird. Gleichzeitig versuchen wir dabei Spaß und einen gewissen kindlichen Enthusiasmus hoch zu halten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tobias Seidl, Oliver Welter und Dr. Reem Alneebari für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habe den Mut, die ersten Schritte zu gehen

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xeem talente recruiting open innovation

Xeem bringt kreative Talente und Unternehmen durch innovatives Recruiting, Open Innovation und Skill Management zusammen

Stellen Sie sich und das Startup Xeem doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind zwei Studentinnen und angehende Gründerinnen: Géraldine Ulrichs und Janine Weirich. Kennengelernt haben wir uns während unseres Bachelor-Studiums Interactive Media Design an der Hochschule Darmstadt. Der interdisziplinäre Studiengang hat die drei Schwerpunkte Design, Informatik und Management.​ Durch zahlreiche gemeinsame Projekte sind wir ein eingespieltes Team geworden und haben bereits viele bereichsübergreifende Erfahrungen gesammelt. Gemeinsam haben wir unser Bachelorprojekt Xeem auf die Beine gestellt – dazu gleich mehr. 

Aktuell studieren wir Leadership in the Creative Industries, ebenfallsan der Hochschule Darmstadt. Ab Januar 2020 haben wir durch das Hessen Ideen Stipendium die Möglichkeit uns verstärkt auf unser Projekt Xeem zu fokussieren. Wir freuen uns riesig auf die bevorstehende Zeit und sind überwältigt von der positiven Resonanz, welche wir bislang zu unserer Gründungsidee erhalten.

Xeem ist eine Onlineplattform, auf der Open Innovation gefördert und eine Brücke zwischen Unternehmen und jungen Erwachsenen geschlagen wird. Dadurch entsteht ein innovativer Recruiting-Prozess. Als ersten Schritt laden Unternehmen Micro-Challenges hoch, an denen z.B. Studenten teilnehmen. Per Video Call entwickeln Teams ortsunabhängig kreative Ideen. Dabei werden zukunftsrelevante Skills, wie Kollaborationsfähigkeit und Innovationskraft, trainiert und Kontakt zu Unternehmen erzeugt. Das anonyme Team Feedback nach jeder Challenge visualisiert eigene Stärken und Schwächen. Daraufhin schlägt Xeem den jungen Erwachsenen passende Weiterbildungsmöglichkeiten von Drittanbietern vor, wie z.B. Seminare, Onlinekurse oder Podcasts. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Im Laufe unserer Studiums haben wir die Leidenschaft entwickelt gemeinsam an Projekten zu arbeiten, diese zu koordinieren und unsere Ideen zu realisieren. Da Interactive Media Design sehr interdisziplinär ist, haben wir nicht nur gelernt, wie man Konzepte entwickelt, sondern auch wie man diese prototypisch umsetzt und vermarktet. Dies bietet uns die ideale Grundlage, um ein eigenes Start-up zu gründen.

Der Entschluss, ein eigenes Unternehmen zu gründen, wurde dann während unseres Bachelor-Semesters gefestigt: Zu Beginn haben wir eine Forschungsarbeit geschrieben, die sich thematisch mit der „Digitale Transformation des Arbeitsmarktes” befasst. Hierbei kamen wir zu dem Ergebnis, dass sich nicht nur der Arbeitsmarkt wandelt, sondern auch die Fähigkeiten, welche in Zukunft an Bedeutung gewinnen und zunehmender gefragt sind – die sogenannten Future Skills. Zu diesen zukunftsrelevanten Skills zählen unter anderem der Umgang mit digitalen Medien, Teamfähigkeit und Innovationskraft. Somit war es unser Ziel, während unserer Bachelorarbeit eine Möglichkeit zu finden, diese gezielt zu trainieren. Und somit ist die Weiterbildungs- und Vernetzungsplattform Xeem entstanden.

Wir stehen absolut hinter unserem Projekt und sind uns dem Mehrwert bewusst, den das Projekt sowohl für junge Talente als auch für Unternehmen bietet. Daher ist es eine große Herzensangelegenheit von uns, das Projekt auf den Markt zu bringen und mit Leidenschaft an dem Aufbau unseres Start-ups zu arbeiten.

Was war bei der Gründung von Xeem die größte Herausforderung?

Offiziell und rechtlich wurde Xeem noch nicht gegründet. Dies liegt hauptsächlich daran, dass wir uns direkt nach unserem Bachelorabschluss für das Hessen Ideen Stipendium 2020 beworben haben, für das man bis zum 01.01.2020 noch nicht gegründet haben darf.

Daher können wir uns zu dieser Frage aktuell noch nicht äußern. Jedoch sind wir sehr auf das Jahr 2020 und auf unsere bevorstehende Gründung gespannt. Derzeit fokussieren wir uns auf die Ausarbeitung von Xeem und arbeiten an einem klickbaren Prototypen, den es bald auch als richtige App geben soll, und an unserer Website. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Die Antwort ist simpel und kurz: Ja! 

Jeder noch so kleine Schritt ist ein Schritt vorwärts in die richtige Richtung. Nichts ist perfekt, auch keine Idee, an der man monatelang tüftelt. Vielmehr ist es ein kontinuierlicher Prozess, der aus Höhen und Tiefen besteht. Doch jeder weitere Schritt bringt die Idee weiter voran und eröffnet weitere Türen und Möglichkeiten. 

Wir sind der Überzeugung, dass man es einfach angehen sollte. Im schlimmsten Fall hat man einiges fürs Leben gelernt sowie zahlreiches Feedback und Learnings für sein Projekt gesammelt, um die Idee zu verbessern und voran zu bringen.

Welche Vision steckt hinter Xeem?

Xeem soll zukünftig kreative Talente und Unternehmen durch innovatives Recruiting, Open Innovation und Skill Management zusammenbringen. Unsere Vision mit Xeem ist es jungen Erwachsenen zu helfen, Grenzen beruflicher Selbstverwirklichung zu überwinden. Durch Xeem sollen sie mit mehr Selbstbewusstsein und Selbstkenntnis ihrer eigenen Stärken auftreten und gut vorbereitet ins Arbeitsleben starten. 

Unser ganz persönliches Anliegen ist es, junge und kreative Talente zu fördern und ihr vollen Potential auszuschöpfen. Deshalb sind wir neben Xeem als ehrenamtliche Mentorinnen bei STARTUP TEENS tätig, einer Initiative für gründungsinteressierte Teenager im Alter von 14-19 Jahren. Zusätzlich halten wir bereits Vorträge über das Gründen während des Studiums. Diese Möglichkeiten nutzen wir super gerne, um unser bisheriges Wissen mit jungen Erwachsenen zu teilen und ihnen eine Portion Motivation und positiver Energie mitzugeben.

Wer ist die Zielgruppe von Xeem?

Xeem umfasst zwei Zielgruppen – junge Erwachsene, wie z.B. Studierende, Schüler und Auszubildende, und Unternehmen. Junge Erwachsene können auf Xeem in Kontakt zu Unternehmen treten, an spannenden Challenges teilnehmen und ihre Future Skills trainieren. Darüber hinaus haben sie auch die Chance, ein Preisgeld zu gewinnen.

Auf der anderen Seite sind die Unternehmen. Diese sind zunehmend auf der Suche nach potentiellen Mitarbeitern, die kreativ sind und über Veränderungsbereitschaft und zukunftsrelevante Skills verfügen. Wir möchten mit Xeem eine Art innovatives Recruiting erschaffen. Der Recruiting-Prozess wird vereinfacht und Unternehmen erhalten über die Challenges einen Zugang zu passenden und kreativen Talenten. Unternehmen können somit nicht nur potentielle Mitarbeiter kennenlernen, sondern auch kreative Ideen und Impulse von außen erhalten. Außerdem können Unternehmen auf Xeem auf sich aufmerksam machen und es als Promotion-Methode nutzen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Vergleich zu bereits existierenden Plattformen legen wir bei Xeem einen starken Fokus auf die individuellen und kreativen Menschen hinter den Ideen und schaffen ein ganzheitliches Weiterbildungsportal. Folglich geht es um mehr als nur das Sammeln von Ideen für Unternehmen. 

Außerdem ist uns die Zugänglichkeit von Xeem enorm wichtig: Junge Erwachsene können die Onlineplattform ortsunabhängig als App nutzen. Somit sind die auf Xeem angebotenen Challenges und die gesamte persönliche Weiterbildung an keinen bestimmten Ort gebunden. Durch die kurzen Micro-Challenges haben junge Erwachsene die Möglichkeit in verschiedene Aufgabenbereiche einzutauchen und unterschiedliche Unternehmen kennenzulernen.

Für die Teilnahme an einer Challenge ist keine besondere Expertise notwendig, wie zum Beispiel Programmiererfahrung. Darüber hinaus erhalten die Nutzer auf Xeem persönliches Teamfeedback und eine Visualisierung der eigenen Stärken und Schwächen – der Lernfortschritt wird offengelegt und Selbstreflexion gefördert. Basierend auf den eigenen Stärken und Schwächen werden dem Nutzer individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten vorgeschlagen. 

Von anderen Challenge-Plattformen heben wir uns ab, da wir mit Xeem ein ganzheitliches Weiterbildungsportal geschaffen haben.

Xeem, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Xeem soll zukünftig junge Talente und Unternehmen zusammenbringen durch innovatives Recruiting, Open Innovation und Skill Management.

Wir hoffen, dass Xeem deutschlandweit zahlreiche Nutzer begeistert und ein fester Bestandteil von Recruiting-Prozessen wird. Bis dahin haben wir noch eine lange Reise vor uns. Wir sehen uns auf zahlreichen Messen, Events und als Sprecherinnen und Coaches auf Veranstaltungen. Egal, was auf uns zukommen wird, wir stehen der Zukunft offen und mit viel Vorfreude gegenüber.

In fünf Jahren sehen wir uns definitiv als Gründerinnen von unserem eigenen Start-up, die mit einem Lächeln auf dem Gesicht auf die tolle Zeit zurückblicken und motiviert der Zukunft entgegenschreiten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn wir angehenden Gründerinnen drei Tipps mit auf den Weg geben dürfen, dann sind es folgende:

Habe den Mut, die ersten Schritte zu gehen und einfach anzufangen, egal wie klein der Schritt ist! Denn wenn du es nie versuchst, dann wirst du niemals wissen, was du alles erreichen könntest.

Sei offen und erweitere stets dein eigenes Netzwerk! Schnell sollte dir bewusst werden, wie wertvoll und mächtig ein gutes Netzwerk und bestimmte Kontakte sein können.

Lerne aus Fehlern und gib niemals auf! Die Reise wird aus vielen Höhen und Tiefen bestehen, doch es ist wichtig am Ball zu bleiben, aus Fehlern zu lernen, gestärkt davon hervorzugehen und an seinen Träumen festzuhalten.

Wir bedanken uns bei Géraldine Ulrichs und Janine Weirich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Soziale Kontakte pflegen, Sport machen und ausruhen

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mediamox geschenkpanda geschenkideen geschenke

Mediamox: Geschenkpanda, ein Portal mit Geschenkideen für Frauen, Männer und Kinder

Stellen Sie sich und das Startup Mediamox kurz unseren Lesern vor!

Mediamox entwickelt nutzerfreundliche Digitalprodukte und hat 2019 mit eigenen Websites über 1,5 Millionen Nutzer erreicht. Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen sein neustes Projekt online gestellt – Geschenkpanda, ein Portal mit Geschenkideen für Frauen, Männer und Kinder.

Als Gründer der Mediamox GmbH habe ich (Marco Bardenheuer) in den letzten Jahren selber zahlreiche eigene Produkt entwickelt und auf den Markt gebracht. Außerdem berate ich große Unternehmen und Konzerne bei ihrer Digitalstrategie und unterstützte sie dabei, Webseiten nutzerfreundlicher zu machen und Conversion Rates zu optimieren.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mein erstes Unternehmen habe ich während des Studiums gegründet. Es hat mir schon immer unglaublich Spaß gemacht, kreativ zu werden, mir Geschäftsideen und Produkte auszudenken, diese komplett eigenständig umzusetzen und anschließend kontinuierlich zu verbessern.

Welche Vision steckt hinter Mediamox?

Großartige Produkte schaffen, die leicht zu bedienen sind und den Besuchern einen hohen Mehrwert bieten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Gutes Zeitmanagement ist für mich die größte Herausforderung: Ich setzte meine Produkte komplett selbst um – von Analysen und Konzept über Design, Nutzertests und Coding bis hin zu Content-Erstellung und Marketing. Das ist viel Arbeit, weshalb ich als One-Man-Show immer extrem priorisieren und sehr effizient arbeiten muss. Höchste Priorität haben dabei Kundenaufträge, die stets vor den eigenen Projekten stehen. Das Unternehmenist vollumfänglicheigenfinanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Geschenkpanda?

Mein neustes Produkt, Geschenkpanda, stellt Hunderte nachhaltige Geschenkideen vor. Die wichtigste Zielgruppe sind natürlich ökologisch und sozial engagierte Menschen, die gerade auf Geschenksuche sind. Geschenkpanda liefert aber auch Besuchern, die „mit Öko“ wenig anfangen können, jede Menge Inspiration. Egal ob es sich beispielsweise um eine umweltbewusste Familie handelt oder nicht – die allermeisten Eltern werden übereinstimmen, dass unbehandelte Holzbausteine aus FSC-zertifiziertem Holz ein schönes Geschenk für Kinder sind.

Wie funktioniert Geschenkpanda? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ein grünes Geschenkportal mit sinnhaften, fair hergestellten und umweltfreundlichen Geschenkideen gab es bisher nicht. Geschenkpanda besetzt diese Nische und erleichtert die Suche nach entsprechenden Geschenken. Während Konkurrenten zweifelhafte und kurzlebige Geschenke wie etwa Neon-Schleim, Basketball-Sets für die Toilette, Candy Grabber aus Plastik, irische Lordtitel oder bunte Knicklichter mit bedenklichen Inhaltsstoffen verkaufen, setzt Geschenkpanda auf nachhaltige und sinnhafte Geschenkideen, die redaktionell von Hand ausgewählt wurden.

Mit dem Geschenkfinder lassen sich die Geschenkideen bequem nach den eigenen Bedürfnissen filtern, so dass dem Nutzer beispielsweise nur ausgefallene Bio-Geburtstagsgeschenke für Frauen angezeigt werden. Geschenkpanda präsentiert außerdem Geschenke, die nichts kosten oder sich ganz einfach selbst machen lassen – ein weiterer Unterschied zu anderen herkömmlichen Geschenkportalen, die rein kommerziell ausgerichtet sind.

Mediamox, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Geschenkpanda soll in fünf Jahren eines der größten Geschenkportale sein und dazu beitragen, dass achtsamer und nachhaltiger geschenkt wird. Es wäre schön, wenn weniger sinnfreie Geschenke und stattdessen mehr ohnehin benötigte Verbrauchsgüter, Selbstgemachtes oder gemeinsame Zeit verschenkt werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fokussieren: Nur an einem einzigen Projekt arbeiten – und zwar mit vollem Zeit- und Energieaufwand.

Keep it simple: Mit einem Minimum Viable Product starten. Vor der finalen Entwicklung viele Nutzertests machen, um die Akzeptanz von Design und Funktionalität zu klären.

Soziale Kontakte pflegen, Sport machen und Ausruhen: Das Leben außerhalb der Arbeit darf keinesfalls zu kurz kommen.

Weitere Infos zu Geschenkpanda finden Sie hier

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marco Bardenheuer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Düsseldorfer Gründer Anatoli Teichrib gewinnt 64.000 Euro bei „Wer Wird Millionär?“

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Anatoli Teichrib gewinnt 64.000 Euro bei Wer Wird Millionär

So spannend kann eine Unternehmensfinanzierung sein: Am Montagabend nimmt Anatoli Teichrib (32) aus Düsseldorf auf dem Kandidatenstuhl der beliebten TV Show „Wer wird Millionär?“ Platz, um sich die Chance auf den Millionengewinn zu sichern. Millionär wird Teichrib nicht, doch der Mitgründer des Jungunternehmens Doli gewinnt immerhin 64.000 Euro. 

„Wahrscheinlich brauchen Sie das Geld für das Startup, oder?“, eröffnet Günther Jauch die Fragerunde mit Anatoli Teichrib, der dem TV-Moderator das Konzept von Doli erklärt:

Gemeinsam mit seiner Lebens- und Geschäftspartnerin Sarina Vieth engagiert er sich mittels stilvoller Glastrinkflaschen und -halme gegen den Plastikwahnsinn. Die Idee dazu kam beiden nach einer Asienreise, bei der sie mit eigenen Augen sehen mussten, wie Plastikmüll einfach ins Meer geschüttet wurde. 

Ursprünglich starteten Teichrib und Vieth vor vier Jahren mit Doli als Nebenprojekt. Kurze Zeit später kündigten beide ihren Job. Mit eigenständiger Finanzierung haben Vieth und Teichrib den Umsatz ihres Unternehmens jährlich mehr als verdoppelt und bis dato 41.000 Glasflaschen und 27.000 Trinkhalme verkauft, darunter auch an große Kunden und Marken wie Trivago, Calvin Klein oder EY. 

In diesem Jahr soll das Portfolio vergrößert werden, um weitere nachhaltige Produkte für Zuhause und Unterwegs anzubieten. Hier kommt die Finanzierungsrunde durch „Wer wird Millionär?“ gerade richtig. Dafür stellt sich Teichrib geschickt 11 Fragen aus Themengebieten wie Sport, Fernsehen, Kino oder Literatur. Den letzten Joker zieht er schließlich bei 64.000 Euro um herauszufinden, welcher Schriftsteller vorher ein Jurist war – und streicht die Summe für Doli ein. 

„Die Teilnahme bei Wer wird Millionär wird für mich auf jeden Fall einer der spannendsten und auch aufregendsten Momente  dieses Jahres  bleiben“, fasst Teichrib zusammen.  

Folge 123 von „Wer wird Millionär?“ kann ab sofort im Online-Stream bei TV NOW angesehen werden. Bildmaterial zur Sendung ist im Newsroom von RTL verfügbar. Weitere Infos zur Sendungen finden sich unter rtl.de.

Quelle ANTJE JOCHMANN PR

Mit offenen Augen durch die Welt gehen

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PIPPA&JEAN gerald heydenreich

PIPPA&JEAN Gründer Gerald Heydenreich im Interview über die Fusion mit Lia Vie

Stellen Sie sich und PIPPA&JEAN kurz unseren Lesern vor!

PIPPA&JEAN ist eine Social Selling Community für Schmuck, Accessoires und andere Lifestyleprodukte und wurde 2011 von Gerald Heydenreich und Annette Albrecht gegründet.

Mit unserem Geschäftsmodell haben wir das Social Selling revolutioniert, indem wir die Vorteile des E-Commerce, Social Media und Direktvertrieb zusammengeführt haben.

Zwischen 2012 und 2019 haben mehr als 5.000 Style Coaches ihr eigenes Fashionbusiness mit dem Fokus auf den Partyplan Direktvertrieb gestartet. Wobei in den letzten Jahren der Anteil der Online Verkäufe über Live Streaming Parties und Influencer stetig gewachsen ist. Zum Ende 2019 wurde daher die Entscheidung getroffen, sich in Zukunft exklusiv auf den Online Vertrieb über Influencer und Social Media zu fokussieren. Der Partyplan Direktvertrieb wurde mit der Firma LiaVie zusammengelegt, einer Tochter der Stütz / Xenox Gruppe, die seit 1934 erfolgreich Echt- und Modeschmuck herstellt und die zu Beginn des Jahres 2019 in den Direktvertrieb eingestiegen ist.

Über Gerald Heydenreich: 

Bereits mit 25 Jahren gründete Heydenreich sein erstes Unternehmen, die PORTUM AG. Damit baute er den ersten europäischen Anbieter für internetbasierte Einkaufsaktivitäten und Lösungen für den strategischen Einkauf auf. Das Unternehmen entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einem der führenden europäischen E-Sourcing-Anbieter mit einem Handelsvolumen von 10 Milliarden Euro und wurde im Jahr 2006 an IBX/CapGemini verkauft. 

Direkt im Anschluss baute Gerald Heydenreich auf seine Erfahrung im Online-Handel auf und startete gemeinsam mit Gustavo Garcia Brusilovsky BuyVIP, eine exklusive E-Commerce Community im Fashion- & Lifestyle-Bereich. Das Konzept des exklusiven Private Sales Clubs für renommierte Modemarken entwickelte sich schnell. Auch BuyVIP wurde zu einem einschlagenden Erfolg: Das Unternehmen wurde 2010 mit einem Umsatz von mehr als 100 Mio. € an Amazon verkauft. 

Welche Vision steckt hinter PIPPA&JEAN?

Unsere Vision ist es, 100.000 Frauen in die erfolgreiche Selbstständigkeit zu begleiten und ihnen dadurch zu persönlicher Freiheit zu verhelfen, sodass Karriere und ein erfülltes Privatleben keinen Widerspruch mehr darstellen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Hochwertiger Modeschmuck ist ein sehr anspruchsvolles Produkt, für das sehr viel Fachwissen in der Produktion, Qualitätskontrolle und Kompetenz in der Materialbeschaffenheit erforderlich ist. Dies ist eine unserer größten Herausforderungen. Außerdem ist es stets herausfordernd, die besten Mitarbeiter, die unsere Vision teilen, zu finden.

Wer ist die Zielgruppe von PIPPA&JEAN?

Frauen, die haupt- oder nebenberuflich Geld verdienen möchten, sind unsere Zielgruppe. Denen es wichtig ist, flexibel zu sein, ihre Arbeitszeiten selbst zu bestimmen und die Lust auf Mode haben. Eigentlich jede Frau, die Spaß an dem haben will, was sie tut.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Schmuck ist hochwertig, innovativ und trendbewusst. Er unterstreicht die Persönlichkeit jeder Frau. Aber noch wichtiger ist, dass durch den Schmuck und das Geschäftsmodell von PIPPA&JEAN Frauen selbständig werden können. 

Wie kam es zur Fusion von PIPPAJEAN und Lia Vie?

Wir haben einen Partner gesucht, um den Partyplan Direktvertrieb von PIPPA&JEAN auf eine neue Ebene zu bringen. Kombinierte Marktmacht bringt bessere Verhandlungsspielräume bei Lieferanten und letztendlich attraktivere Preise im Markt. Lia Vie ist in unseren Augen der beste Partner auf dem deutschen und österreichischen Markt und deshalb haben wir Lia Vie ausgewählt.

Inwiefern passen die beiden Unternehmen zusammen?

Lia Vie ist familiengeführt und lebt klare Werte, die unseren sehr ähnlich sind. Nach acht Jahren PIPPA&JEAN ist es uns sehr wichtig, in welches Umfeld wir unsere Style Coaches überführen. Die richtigen Werte, Visionen und Einstellungen sind für uns Grundvoraussetzungen! Lia Vie hat über 50 Jahre Schmuckerfahrung durch ihr Mutterunternehmen Xenox und verfügt über entsprechende Fachkompetenz. Ausserdem ist das Design mit unseren Kollektionen kompatibel.

Wie geht es nach der Fusion der Unternehmen weiter?

Nach einer Übergangszeit wird sich PIPPA&JEAN auf das Online Geschäft konzentrieren sowie Kooperationen mit Influencern weiter ausbauen. Das Partyplan Direktvertriebsgeschäft wird dann von Lia Vie weitergeführt.

Was hat Gerald Heydenreich als Gründer in naher Zukunft noch vor?

Wir haben vor einem Jahr, parallel zu PIPPA&JEAN, ein neues Unternehmen gegründet: youtiful, die weltweit erste Beauty Involvement Marke. Ich werde, mit meiner Mitgründerin Annette Albrecht-Wetzel, dieses Unternehmen in 2020 weiter ausbauen. Innerhalb kürzester Zeit haben wir bereits über 1.500 Vertriebspartner gewinnen können. Unser Start war phänomenal! Wir freuen uns sehr auf alles, was wir schon in Planung haben.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als erstes muss man mit offenen Augen durch die Welt gehen und Chancen erkennen. Dann geht es darum zu bewerten, wie groß ein Unternehmen werden kann. Jedes Unternehmen braucht fast gleich viel Arbeit. Also sollte man sich auf jene konzentrieren, die wirklich gross werden können. Danach geht es meiner Meinung nach nur noch darum, aus Worten Taten werden zu lassen. Durchzuhalten und möglichst schnell gleichgesinnte, motivierte Mitunternehmer und Mitarbeiter zu finden. Einfach machen und nicht darüber nachdenken, was alles schiefgehen kann. Denn es geht sowieso immer etwas anderes schief, als man ursprünglich dachte.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Gerald Heydenreich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Skalierbarkeit: Nicht die Großen, sondern die Schnellen werden die Gewinner sein

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ARTMO ist The Art Network, das Netzwerk für die Kunstwelt

ARTMO ist The Art Network, das Netzwerk für die Kunstwelt

Stellen Sie sich und das Startup ARTMO doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Klaus Rasche, ich bin Kunstliebhaber und erfahrener Senior Manager mit Stationen in Australien und China. Mit einem Offline-Online Geschäftsmodell wurde ich zweimal mit dem Australischen Small Business Champions Award ausgezeichnet. Nach dem erfolgreichen Exit im Jahr 2013 zog es mich nach Shanghai. Dort arbeitete ich unter anderem als Management Consultant und Operations Director für LINKO HR und betreute deutsch-chinesische Joint Ventures. Heute bin ich CEO von ARTMO.

ARTMO ist „The Art Network“, das erste themenbasierte Netzwerk für die Kunstwelt. Stellen Sie sich ein Netzwerk wie LinkedIn für die Kunstwelt vor, mit allen sozialen Komponenten die Instagram und Facebook bieten, mit unterhaltsamen Inhalten, mit einem provisionsfreien Onlineshop und offen für jedermann. ARTMO bietet eine Plattform, die unterhaltsame und informative Inhalte mit einem Marktplatz verbindet und eine direkte Kommunikationsmöglichkeit zwischen Künstlern, Kunstinteressierten, Sammlern und Käufern schafft.

Ein absolutes Novum für die Kunstwelt, waren doch bisher Künstler und Käufer durch den Zwischenhändler Galerie strikt getrennt – mit weitreichenden Folgen für den Kunstmarkt. So sind die Preise durch Galerieprovisionen zwischen 30 und 50 Prozent aufgeheizt, einen Zweitmarkt für Privatverkäufe von Kunst gibt es im Grunde nicht. All dies ändert ARTMO. Zugleich bietet es Galerien den Zugang zu neuen Märkten, um mit kuratierter Auswahl mehr Kunden zu erreichen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Meine Liebe zur Kunst, das fachliche Know-how und die internationalen Kontakte haben es mir ermöglicht, zusammen mit Co-Founder Konrad Krawczyk sowie unseren Partnern Emon Yao und Nick Laursen ARTMO zu gründen. Die guten Erfahrungen mit weltweit vernetzten Joint Ventures haben mich bestätigt, dass vielfältige kulturelle Hintergründe für ein neues Business sehr fruchtbar sind. Und so haben wir die globale Online-Plattform geschaffen, die Künstler, Sammler und Interessierte über das gemeinsame Interesse an der Kunst miteinander vernetzt.

Welche Vision steckt hinter ARTMO?

Die Vision ist ebenso groß wie bestechend einfach: „Connecting The Art World“.

Und diese Vision ist bereits Realität, da ARTMO als weltweit einziges soziales Kunst-Netzwerk online ist und wenige Monate nach Launch schon mehr als 10.000 aktive Nutzer in über 120 Ländern als Community miteinander vernetzt.

Kunst ist ein aufregendes Feld, um es online umzusetzen, mit großem bisher unerfülltem Potenzial für eine echte digitale Revolution in der Kunst-Welt. Wir erwarten, dass demnächst das „Self-Growing-Momentum“ einsetzt und sich unsere Community innerhalb kürzester Zeit vervielfacht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da wir mit der Kombination aus einer sozialen Kunst-Plattform und einem provisionsfreien Kunst-Onlineshop unerforschtes Territorium betreten hatten, konnten wir nicht auf Erfahrungen und Mitbewerber-Modelle schauen. ARTMO musste sich quasi von Beginn an selbst erfinden. Infolgedessen hatten wir eine aufregende Trial-and-Error Phase mit vielen Veränderungen auf der Plattform. Mittlerweile ist ARTMO nicht nur getestet, sondern hat ein Momentum entwickelt, welches bereits Skalierbarkeit bewiesen hat.

Bisher war ich persönlich der Business Angel für ARTMO, jedoch ist für das notwendige schnellere Wachstum weiteres Kapital nötig. Unsere erste Finanzierungsrunde hat am 17. Dezember auf Companisto, dem größten Investoren-Network der DACH-Region, begonnen. Die Runde läuft bis maximal zum 20. Januar, doch bereits jetzt sind wir zuversichtlich, dass wir das Finanzierungsziel schneller erreichen werden: In einer exklusiven Vorab-Runde konnten wir innerhalb der ersten sieben Tage die Investoren des Companisto Angel Club für ARTMO begeistern und haben rund ein Drittel der Kapitalsumme einsammeln können.

Wer ist die Zielgruppe von ARTMO?

Laut Studien interessiert sich mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in den USA aktiv für bildende Kunst. Sie besuchen mindestens einmal in zwölf Monaten ein Museum, eine Ausstellung, eine Galerie und dergleichen. Vorsichtig mit dem Faktro 25 Prozent hochgerechnet auf andere Industrienationen bedeutet das allein in den USA und Europa eine Zielgruppe von 174 Millionen Menschen, die wir erreichen können. ARTMO bietet vier verschiedene User-Profile: Member, also jeder, der sich für Kunst interessiert, Künstler, Galerien und Universitäten.

Wie funktioniert ARTMO? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

ARTMO ist eine Plattform mit allen sozialen Funktionen, die man von anderen Netzwerken kennt. Der Trend hin zu themenbasierten Netzwerken war bereits in den vergangenen anderthalb Jahren zu erkennen.

Der integrierte Shop, der über Abonnements anstelle von Provisionen läuft, ist im Bereich von Kunst-Onlineshops eine Revolution, da alle anderen ausschließlich über Provisionsmodelle funktionieren. Wir haben den weltweit ersten Kunst-Zweit- und Direktmarkt ins Leben gerufen.

Wie ist das Feedback?

Insbesondere Künstler reflektieren durchweg positiv, da sie auf ARTMO erstmalig die Möglichkeit haben, ihre Werke provisionsfrei direkt zu verkaufen. 

ARTMO, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben bereits mehr als 10.000 aktive Nutzer mit Profilen aus über 120 Ländern. Kurzfristig erwarten wir mit dem einsetzenden „Self-Growing-Momentum“ eine Vervielfachung der Nutzerzahlen.

Wir werden die Plattform kontinuierlich weiterentwickeln und neue Online-Technologien implementieren, die insbesondere die digitale Kunstwelt aufregend machen werden. Augmented und Mixed Reality, Virtual Reality und Live-Übertragungen. Die Möglichkeiten sind nahezu endlos.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Business Model: Wenn der Gründer mit seinem Projekt eine Marktlücke oder Nische bedient und das Produkt oder der Service einzigartig ist, dann nicht den Glauben verlieren, wenn es mal holprig wird. Wenn aber in einen Markt vorgestoßen wird, der bereits besetzt ist, dann muss das Business Model ein „Disrupter“ sein, gerade wenn mit kleinem Budget gestartet wird. In einen bereits unter mehreren Mitbewerbern verteilten Markt mit schmalem Investment einzusteigen, wird nur schwerlich funktionieren. Dafür benötigt es zum Start mindestens ein zweistelliges Millionen-Investment, um schnell und wirkungsvoll zu sein. 

Skalierbarkeit: Nicht die Großen, sondern die Schnellen werden die Gewinner sein.

Team: Eine One-Man-Show wird nicht funktionieren. Die Kernpositionen müssen mit verlässlichen Partnern besetzt sein, weil jedes Start-up reichlich Herzblut, Schweiß und Tränen kosten wird. Die vier Must-Have-Positionen, die aus meiner Erfahrung heraus besetzt sein müssen, sind für ein digitales Start-up das Web Development, Marketing, Produktentwicklung und Finanzen.

Wir bedanken uns bei Klaus Rasche für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kalkulierte Risiken eingehen

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snocks socken amazon

SNOCKS Gewinner des Amazon Verkaufspartner Awards im Interview

Stellen Sie sich und das Startup SNOCKS kurz unseren Lesern vor!

SNOCKS macht den Einkauf von Basics wie Socken und Boxershorts zu einem echten Erlebnis. Wir möchten qualitativ hochwertige und funktionale Produkte für jede Lebenssituation zu einem fairen Preis anbieten.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir wollten schon immer unser eigenes Ding machen. Schon früher in Familienurlauben haben wir zusammen Geschäftsideen wie eine gemeinsame Gärtnerei entwickelt. Nun verkaufen wir eben Socken und Unterwäsche.

Welche Vision steckt hinter SNOCKS?

Wir möchten SNOCKS langfristig als die Lifestylemarke schlechthin etablieren. Dabei soll weder die Qualität unserer Produkte noch der Geldbeutel unserer Kunden leiden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine große Herausforderung war es, unsere Produktpalette ständig zu erweitern und an die Nachfrage anzupassen. SNOCKS ist bis auf einen Kredit aus dem Jahre 2017 in Höhe von 50.000 Euro komplett eigenfinanziert.

Wer ist die Zielgruppe von SNOCKS?

Junge Menschen, die Produkte suchen, die perfekt zu ihrem Lifestyle passen, funktional sind und nicht übertrieben viel Geld kosten.

Was ist das Besondere an den Socken? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Socken sind qualitativ hochwertig, einfach zu pflegen und passen zu jeder Lebenssituation. Im Gegensatz zu vielen anderen Strümpfen sind unsere Socken rutschfest und helfen gegen Schweißfüße

Warum haben Sie sich entschieden ihre Produkte über Amazon zu verkaufen?

Wir waren von Anfang an begeistert von Versand durch Amazon, sprich Amazon übernimmt die Lagerung, die Verpackung und den Versand der Produkte. Gerade jungen Kerlen wie uns, die ihr Business zunächst noch nicht Vollzeit betreiben können, bietet das Angebot die perfekte Starthilfe. So konnten wir uns komplett auf unsere Produkte konzentrieren.

Wie lange verkaufen sie schon auf Amazon?

Seit 2016. Wir sind als 2-Mann-Betrieb gestartet und konstant gewachsen. Mittlerweile umfasst unser Team 15 Mitarbeiter und wir konnten unseren Umsatz in den Millionenbereich steigern. 

Wie zufrieden sind Sie mit der Betreuung und dem Support?

Wir pflegen gute Beziehungen zu Amazon und sind mit der Zusammenarbeit immer sehr zufrieden gewesen.

Sie sind Gewinner des Amazon Verkaufspartner Awards in der Kategorie „Verkaufspartner des Jahres“. Wie wichtig ist die Auszeichnung und wie geht es jetzt weiter?

Wir sind unglaublich dankbar für die Auszeichnung. Für uns zeigt der Award, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wollen jetzt auf jeden Fall das Momentum nutzen und weiter Vollgas geben.

Würden Sie anderen Startups empfehlen ihre Produkte über Amazon zu verkaufen?

Wie immer kommt es auf das Produkt an. Bei physischen Produkten würden wir es zu Beginn auf jeden Fall empfehlen. Gerade im Bereich Export profitieren wir sehr von der Infrastruktur, die Amazon uns zur Verfügung stellt. Wie generieren 15 Prozent unseres Umsatzes durch internationale Kunden und verkaufen unsere Produkte bis in die USA.

SNOCKS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist die Lifestylemarke SNOCKS nicht mehr wegzudenken. Und das nicht nur in Bezug auf Socken und Boxershorts, mehr verraten wir vorerst nicht

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Keine Angst vor Rückschlägen haben, kalkulierte Risiken eingehen und von Beginn an ein Netzwerk aufbauen

Wir bedanken uns bei Johannes Kliesch und Felix Bauer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nicht Zeit gegen Geld tauschen!

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Dawid Przybylski Gründer von Finest Audience

Dawid Przybylski gehört eher nicht zu den typischen Start-up-Gründern – er blickt bereits auf 17 Jahre Erfahrung als Unternehmer zurück und beschäftigt sich immerhin schon seit 7 Jahren mit der Konzipierung und Realisierung von überdurchschnittlich erfolgreichen Online-Werbekampagnen. Mit seinem Start-up „finest audience“ hat er nun eine Plattform geschaffen, die seine umfassenden Learnings in einer Masterclass komprimiert. Im Interview erfahren Sie mehr über seine Motivation und seine Fehler. 

Warum haben Sie sich als bereits erfolgreicher Unternehmer entschieden, finest audience zu gründen?

Dawid Przybylski: Die Frage ist absolut berechtigt, ich habe ja nach dem Verkauf meiner umsatzstarken Agentur einen Weg gefunden, mit deutlich weniger Arbeit ungefähr zehn Mal so viel Geld wie vorher zu verdienen. Zu dieser Zeit kamen immer mehr Menschen auf mich zu, die mich gefragt haben: „Dawid, welches Geheimnis steckt hinter deinem Online-Werbeerfolg?“ Um diese Frage nicht immer wieder aufs Neue zu beantworten, habe ich schließlich meine funktionierenden Strategien zusammengefasst und in einen Masterclass-Kurs verwandelt. 

Welche Vision steckt hinter finest audience?

Ich möchte andere Menschen davon abhalten, die Fehler, die ich bereits gemacht habe, zu widerholen. Einer der größten Fehler im Online-Business: Zeit gegen Geld zu tauschen und nicht zu merken, dass man sich in einem Goldenen Hamsterrad dreht.

Was bedeutet „Goldenes Hamsterrad“?

Dawid Przybylski: Als Angestellter läuft man im normalen Hamsterrad, kümmert sich nur um die Aufgaben, die einem zugeteilt werden und kommt selbst nicht voran. Im Goldenen Hamsterrad laufen Workaholics und Unternehmer, die immer mehr Zeit gegen immer mehr Geld tauschen und nicht merken, dass sie schon kurz vor dem Kollaps stehen.

Wer ist die Zielgruppe von finest audience?

Dawid Przybylski: Unternehmer, Freiberufler und Gründer, die mit möglichst wenig Werbeeinsatz Online-Anzeigen schalten möchten, die wirklich „rasieren“. Dabei ist es vollkommen egal, welche Zielgruppe angesprochen werden soll oder aus welcher Branche man selbst kommt. 

Wie funktioniert finest audience? Wo liegen die Vorteile? Wie unterscheidet sich finest audience von anderen Anbietern?

Dawid Przybylski: Der Kern von finest audience ist eine Masterclass und die dazugehörige Community, die ich für die Vermitttlung meiner Learnings nutze. Der große Vorteil liegt darin, dass sich finest audience auch für absolute Anfänger eignet, die noch keine Vorkenntnisse besitzen. Wir beginnen sozusagen bei null und führen unsere Teilnehmer dann Schritt für Schritt bis auf mein Niveau. Dabei unterscheidet sich unsere Werbe-Strategie von den üblichen und bekannten Vorgehensweisen durch ihre Kreativität und das „Um-die-Ecke-denken“.

Wie ist das Feedback?

Dawid Przybylski: Hervorragend! Viele der  Teilnehmer konnten bereits während der Masterclass die Effektivität ihrer Online-Ads massiv erhöhen und erstaunliche Umsatzzuwächse erzielen. 

finest audience, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Dawid Przybylski: Im Zentrum einer überdurchschnittlich schnell anwachsenden Community von „Adhawks“, die in der Online-Werbung neue Wege gehen, dem „Goldenen Hamsterrad“ erfolgreich entfliehen konnten und endlich mehr Zeit und Geld für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben.   

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ausreichend schlafen! Wer dauerhaft kreativ und produktiv bleiben will, muss seine Batterien regelmäßig aufladen.

Nicht mehr Zeit opfern, um noch mehr Geld zu verdienen – stattdessen: ausgetretene Pfade verlassen und neue Wege ausprobieren.

Gleich von den Besten lernen und nicht Geld und Zeit für „Experten“ verschwenden, die ihren Erfolgsweg nicht auch schon selbst gegangen sind und ihre Fehler selbst gemacht haben.

Wir bedanken uns bei Dawid Przybylski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bei Rückschlägen am Ball bleiben

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aumentoo Corporate Startup Engagement

aumentoo: Corporate Startup Engagement

Stellen Sie sich und das Startup aumentoo kurz unseren Lesern vor!

Harald: Sehr gern, mein Name ist Harald Ostler, ich bin Gründer und CEO von aumentoo. Davor war ich über 20 Jahre im Software B2B Geschäft in unterschiedlichen Managementfunktionen tätig.

Stefan: Und ich bin Stefan Lang, CTO und Mitgründer von aumentoo. Während meiner Schul- und Studienzeit habe ich bereits zwei Software-Unternehmen gegründet. Nach dem Masterabschluss in Informatik habe ich mich allerdings vollständig aumentoo gewidmet. 

Harald: Wir entwickeln die gleichnamige aumentoo-Plattform, die es Corporates und KMUs ermöglicht, ihren ganzen Innovationsprozess effektiv und effizient darauf abzubilden. So können beispielsweise Startups für unternehmenseigene Innovationsprogramme wie Accelerator-Programme, Inkubatoren oder Innovation Challenges gescoutet und analysiert werden. Ebenso können konkrete Projekte zwischen einem oder mehreren Startups und dem eigenen Unternehmen abgewickelt und gesteuert werden. Wodurch die gesamte Innovationstätigkeit des Unternehmens einen Riesensprung nach vorne macht, sowohl was die Professionalität als auch die Effizienz betrifft.

Denn, Corporates brauchen Innovationen, Startups haben diese. Mit einem professionalisierten und business orientierten Corporate Startup Engagement (CSE) können Unternehmen ihre Innovationskapazität um ein Vielfaches steigern. aumentoo hilft hier die unterschiedlichen Deal Flow Aktivitäten sowie Intelligence Quellen zu integrieren, den CSE Geschäftsprozess zu steuern und Mitarbeiter effizient einzubinden um das Innovationspotential zu heben.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Harald: Etwas neues zu gestalten und aufzubauen reizte mich schon immer. Als Gründer hat man hier alle Karten in der eigenen Hand – Unternehmertum ist einfach etwas unglaublich wertstiftendes und tolles!

Außerdem, wenn man in den letzten Jahren im Innovationsbereich aufmerksam hingesehen und hingehört hat, so hat man schnell gemerkt, dass es eigentlich allen Unternehmen, die Innovation mit externen Partnern wie Startups betreiben an etwas Großem fehlt: einer guten und effizienten Plattform, um alle Beteiligte des Innovationsprozesses an einem Ort versammelt zu haben – so ist die Idee zu aumentoo entstanden. 

Stefan: Hinzu kommen natürlich noch die Vorteile die eine eigene Gründung mit sich bringen. Man hat die Freiheiten über alle Realisierungsmöglichkeiten selbst zu entscheiden, kann eigene Gedanken und Ideen schnell umsetzen und verproben ohne der Bürokratie mit Vorgesetzten ausgesetzt zu sein. Speed ist dabei sicherlich auch einer der großen Treiber. Schneller, besser und innovativer zu sein als die großen, langsamen Unternehmen.

Welche Vision steckt hinter aumentoo?

Harald: Ganz einfach – Wir möchten Firmen helfen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

Wir möchten deutsche und, in weiterer Folge auch, europäische Unternehmen bei ihren Innovationstätigkeiten so gut unterstützen, dass sie sich im zunehmend globalisierten Wettbewerb mit – so viel müssen wir noch zugeben – innovationsstärkeren amerikanischen und chinesischen Unternehmen messen können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Harald: aumentoo ist derzeit zu 100% eigentümerfinanziert, wobei nun auch für das weitere und vor allem schnellere Wachstum eine Finanzierungsrunde für nächstes Jahr geplant ist.

Die größte Herausforderung ist bei einem B2B-Business sicher oft dieselbe: lange Sales Zyklen bei den Zielkunden, wodurch das Wachstum am Anfang mitunter etwas stocken kann. 

Stefan: Vor allem am Anfang ist auch die Personalsituation eine große Challenge für eigentlich jedes junge StartUp. Man ist noch völlig unbekannt und sucht trotzdem die besten Talente für sein Unternehmen. Da dauert es mitunter zu Beginn recht lange bis man die richtigen Leute überzeugen kann den Weg mit einem zu gehen. Das konnten wir jedoch bald durch eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hochschulen auflösen und damit ein sehr motiviertes Team aufbauen.

Auf der technischen Seite sind natürlich auch die unterschiedlichen Anforderungen der Kunden als Herausforderung zu nennen. Wir bieten unsere Plattform sowohl als SaaS Lösung als auch OnPremise im eigenen Rechenzentrum unserer Kunden an. Bei OnPremise Installationen haben dabei alle Kunden andere Infrastrukturen und Voraussetzungen die beachtet werden müssen. Allerdings konnten wir hier in den letzten Jahren viel Erfahrung sammeln und bisher alle Installationen erfolgreich durchführen.

Wer ist die Zielgruppe von aumentoo?

Harald: Alle Firmen die ihre Investitionen in die Zukunft effektiver und effizienter steuern möchten. Dies wären jegliche (Groß-)unternehmen, die ernsthaft Innovation in ihren Unternehmen treiben wollen. Dafür sind sie bereit mit externen Partnern (wie Startups, Scale-ups oder anderen Institutionen) zusammenzuarbeiten und eine ganzheitliche Plattform suchen, auf der sie alle damit zusammenhängenden Projekte abwickeln können. 

Stefan: Dabei sind wir komplett Branchen-unabhängig. Egal ob Automobilindustrie, Haushaltsgerätehersteller oder Versicherungen – jedes Unternehmen das professionell mit dem Thema Innovation umgehen möchte fällt dabei in unsere Zielgruppe.

Wie funktioniert aumentoo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Harald: aumentoo ist eine Cloud basierte Plattform, bestehend aus einer Web sowie einer App Anwendung für die Mitarbeiter des aumentoo nutzenden Unternehmens. Die App, die über Tablets und Smartphones genutzt werden kann, ist besonders auf (Pitch-) Events und Geschäftsreisen von Vorteil, da wichtige Unternehmensdaten direkt eingepflegt und für das Team zugänglich gemacht werden können. Über die Plattform können z.B. von den zuständigen Innovationsmanagern über diverse Datenbankschnittstellen bestimmte Startups oder Innovationen gescoutet und verwaltet werden. Ein großer Vorteil ist, dass z.B. ein Innovationsmanager eines Unternehmens ein gefundenes, potenzielles Partnerunternehmen sehr einfach an seine Kollegen in den jeweiligen Fachbereichen weiterleiten und Feedback einholen kann. Dabei muss sich der Empfänger nicht einmal in aumentoo anmelden. 

Durch die Integration von sogenannten Microservices (Mail-Funktion, die einen zu einer externen Seite mit den jeweiligen Daten, weiter leitet) und Chat-Funktionen können auch Externe und Mitarbeiter ohne einen aumentoo Zugang ihren Input liefern und sich am Prozess beteiligen. aumentoo ist sowohl Business Intelligence-Plattform, CRM und Projektmanagementtool mit Fokus auf Corporate-Startup-Engagement. 

Zusammengefasst: aumentoo ist eine Enterprise Software, die den gesamten „execution“ Prozess bis hin zum laufenden Management Reporting abbildet, und den Mitarbeitern dabei eine Social Media User Experience bietet. 

Wie ist das Feedback?

Harald: Das Feedback zu aumentoo ist durchweg sehr positiv. Unsere Kunden bestätigen uns, dass die Software einfach zu nutzen und aus Business Sicht konzipiert ist um eben die unterschiedlichen Innovations Aktivitäten (wie beispielsweise Scouts, Corporate Venture Programme, Kooperationen) sinnvoll im eigenen Unternehmen zu integrieren und Mitarbeiter am Prozess zu beteiligen. Dieser „Eine-Plattform-Gedanke“ kommt bei unserer Zielgruppe sehr gut an, weil Mitarbeiter nun ein speziell für die Innovationsarbeit ausgelegtes Tool bekommen. 

Stefan: Als besonders positiv wird auch oft die intuitive Benutzeroberfläche erwähnt, da wir kein weiteres kompliziertes SAP für die Mitarbeiter darstellen. Sondern sich unsere Anwendung eher wie eine Social Media Plattform anfühlt und bedienen lässt.

aumentoo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Harald: Das Corporate Startup Engagement wird sich weiter professionalisieren und echte Mehrwerte für Firmen generieren (vom financial Investment zum strategischen Investment). Wir werden diese Entwicklung maßgeblich unterstützen und über unsere Vertriebskanäle ein wichtiger Vorreiter im Bereich Corporate Startup Engagement sein.

Jetzt gilt es eine solide Kundenbasis im DACH-Raum aufzubauen, weitere Partner zu gewinnen und dann sicherlich auch eine kommende Finanzierungsrunde abzuschließen. 

Stefan: In 5 Jahren soll aumentoo der Standard für “Corporate Startup Engagement” bzw. Innovationsmanagement in Europa sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Harald: Aus unserer Sicht, schnell Ideen am Markt verproben, auch bei Rückschlägen am Ball bleiben. Und vor allem auf ein hervorragendes, diverses und hoch motiviertes Team setzen – dann kann man alles schaffen!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Harald Ostler und Stefan Lang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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