Donnerstag, April 3, 2025
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Essen neu gedacht: Ein Geheimtipp für gesündere Mahlzeiten

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nutriomix

Nutriomix stellt am 22. April in „Die Höhle der Löwen“ sein Startup vor, das mithilfe seiner innovativen Software traditionelle Gerichte gesünder gestaltet, indem es die Nährstoffzusammensetzung natürlicher Zutaten optimiert

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

Christof: Wir sind das Nutriomix-Gründerteam, bestehend aus einem Zellforscher und einem Mathematiker, die ihre Expertise gebündelt haben, um eine innovative Lösung für gesunde Ernährung im Alltag anzubieten. Mit 25 Jahren Forschung an menschlichen Zellen haben wir umfangreiche Erkenntnisse über einzelne Nährstoffe gewonnen und diese in eine Software integriert. Durch die Nutzung unserer Software können traditionelle Gerichte und Speisen gesünder gestaltet werden. Wir optimieren die Nährstoffzusammensetzung alleine durch Kombination natürlicher Zutaten.

In welcher Branche ist euer Startup tätig und was ist euer Kernprodukt?

Christof: Nutriomix ist im Food-Bereich tätig und verfügt über 25 Jahre Erfahrung in Laborexperimenten mit menschlichen Zellen. Diese Forschung ermöglicht es uns zu verstehen, welche Nährstoffe die Zellen vital halten, ihnen mehr Energie verleihen und ihre Lebensdauer verlängern können.

Durch unsere Software können wir die Nährstoffzusammensetzung aller Gerichte analysieren und durch Anpassungen traditionelle Rezepte ohne Zugabe von Zusatzstoffen gesünder gestalten. Indem wir die Rohstoffe in den Rezepturen verschieben, machen wir Lieblingsgerichte und -lebensmittel ausgewogener. In Kürze: Genuss ohne Reue.

Aziz: Es ist allgemein anerkannt, dass eine richtige Ernährung zu 80% zu einem längeren, gesünderen und glücklicheren Leben beiträgt und sogar unsere Psyche beeinflusst. Angesichts der Vielzahl von Ernährungstrends und Ratschlägen, die oft auf reduktionistischen Ansätzen basieren, bieten wir eine ganzheitliche Lösung an.

Christof: Die Nutriomix-Software bieten wir als Dienstleistung Lebensmittelherstellern. Wir optimieren Rezepturen und erlauben es Herstellern damit, ihre Produkte mit einer verbesserten Nährstoffzusammensetzung herzustellen.

Wie und wann ist die Idee für euer Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet?

Aziz: Unsere Idee entsprang meinem langjährigen Laborhintergrund. Über 25 Jahre hinweg habe ich mit einer Vielzahl von verschiedenen Zellen gearbeitet – sei es von Tieren oder Menschen, und sogar aus verschiedenen Organen des menschlichen Körpers. Mein Ziel war es, das Leben dieser Zellen zu verlängern, indem ich die Nährstoffzusammensetzung ihrer Nahrung veränderte.

Eine Erkenntnis war dabei durchgängig: Unabhängig von der Quelle der Zellen konnten sie nur dann vitaler und länger leben, wenn alle Nährstoffe in perfekter Balance zueinanderstanden. Ein isoliertes Ändern einzelner Nährstoffe führte entweder zu keinem Effekt oder sogar zu Schäden an den Zellen. Dies stand im starken Kontrast zu den reduktionistischen Ansätzen, die in vielen Ernährungstrends der Menschen zu finden sind – oft basierend auf der Zugabe einzelner Nährstoffe.

Die Natur ist von Natur aus komplex und alles steht in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Durch die Balance von etwa 70 Nährstoffen im Labor gelang es mir, das Leben und die Vitalität von Zellen zu verlängern und ihnen mehr Energie zu verleihen.

Christof: Unsere Geschäftsidee ist durch die Natur inspiriert. Wir wollten die Erkenntnisse aus dem Labor auf die menschliche Ernährung übertragen, ohne dabei auf Zusatzstoffe oder Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Wir kombinieren unverarbeitete, natürliche Lebensmittel durch unsere Software so intelligent miteinander, damit alle Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sind.

Aziz: Unsere Mission: Wir wollen es allen Menschen einfach machen, sich auf natürliche Weise optimal mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Dann verspüren sie weniger Hunger, sind ausgeglichener und legen kein ungewolltes Gewicht zu. 

Was macht euer Produkt im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendet ihr?

Aziz: Die meisten bestehenden Technologien, Diäten und Lösungen sind auf Beschränkungen ausgelegt, das Essen bestimmter Lebensmittel oder dem Rat zur Verwendung von  Nahrungsergänzungsmitteln. Diese Ansätze verändern oft die Ernährungsgewohnheiten und verschieben die Nährstoffprofile in eine bestimmte Richtung. Diese eindimensionale Herangehensweise betrachtet das Problem nach unserer Erkenntnis zu isoliert. Im Laufe der Jahre haben wir weltweit solche Trends beobachtet. Beispiele sind die ketogene Ernährung, glutenfreie Diäten, proteinreiche Ernährung, Proteinriegel, Vitaminsupplemente, und mehr. Die Tatsache, dass Menschen zunehmend an Gewicht zunehmen und ernährungsbedingte Krankheitsbilder auf dem Vormarsch sind, könnte als Beleg dienen, dass diese Ansätze nicht effektiv genug sind.

Christof: Unsere Lösung zielt darauf ab, eine optimale Versorgung mit Nährstoffen zu gewährleisten, ohne die Essgewohnheiten oder traditionellen Gerichte der Menschen zu verändern. Dabei achten wir darauf, dass bestimmte Nährstoffe weder in Übermaß noch in zu geringer Menge vorhanden sind.

Aziz: Unsere Technologie basiert auf jahrzehntelanger Forschung. Wir haben als Startup eine Studie durchgeführt, indem wir 66 Personen fünf Wochen lang mit unseren optimierten Gerichten versorgt haben. 90% der Teilnehmer berichteten von lang anhaltender Sättigung selbst nach geringen verzehrten Mengen unserer Lebensmittel. Im Ergebnis nahmen 70% der Teilnehmer ab. Dies wurde alleine durch eine ausgewogene Versorgung mit allen Nährstoffen erreicht.

Was ist die langfristige Vision eures Startups? Welche spezifischen Ziele wollt ihr in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

Aziz: Wir wollen zur Trendumkehr beitragen: Weg von der stetig steigenden Fokussierung auf weiter verarbeitete Lebensmittel, die mit chemischen oder physikalischen Zusätzen angereichert werden, hin zum Ursprung, hin zur bestmöglichen Verarbeitung natürlicher Rohprodukte.

Christof: Unser Know-how und unsere Software bieten wir Lebensmittelherstellern als Dienstleistung an. Wir optimieren gemeinsam mit dem Hersteller die Rezepturen, um neue Generationen von traditionellen Gerichten zu schaffen, die gesünder sind und idealerweise ohne Zusätze auskommen. In den nächsten 5 Jahren streben wir an, unsere Dienstleistungen so breit wie möglich in der Lebensmittelbranche bekannt zu machen und schrittweise zu etablieren – bei den Herstellern und bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Dafür verleihen wir Lebensmitteln mit balancierter Nährstoffzusammensetzung ein Nutriomix-Siegel.

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte eures Startups möchtet ihr besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

Aziz: Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Entwicklung das Leben vieler Menschen bereichern wird. Gleichzeitig erkennen wir, dass unsere Lösung eine umfassende Erklärung erfordert. Warum ist Nutriomix nicht nur der nächste Ernährungstrend? Warum setzen wir auf einen ganzheitlichen Ansatz? Diese und weitere Fragen wollen wir darlegen. Unser Auftritt bietet uns die Gelegenheit, unseren Ansatz zu erläutern.

Christof: Wir wollen der Öffentlichkeit und potenziellen Investoren zeigen, dass es möglich ist, gesunde Ernährung zu erreichen, ohne auf Nahrungsergänzungsmittel, Restriktionen oder kurzlebige Trends angewiesen zu sein. Wir möchten beweisen, dass diese Überzeugung wissenschaftlich fundiert ist und enormes Potenzial besitzt.

Aziz: Wir sind uns dabei bewusst, dass die Sendung ein Unterhaltungsformat ist und unser Geschäftsmodell ein eher untypisches ist. Wir stellen eine womöglich abstrakt wirkende, wissenschaftliche Methode vor, die software-gestützt ist. Wenn es uns jedoch gelingt, ausreichend Neugierde zu wecken und viele Menschen die positiven Effekte unserer optimierten Lebensmittel spüren zu lassen, sehen wir ein enormes Potenzial.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show? Wie plant ihr, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Aziz: Der Lebensmittelmarkt ist äußerst wettbewerbsintensiv. Es wird eine Herausforderung sein, sich in dieser Branche zu etablieren. Dafür brauchen wir starke Partner, die mit uns gemeinsam die nächsten Schritte angehen.

Christof: Wir sind uns außerdem bewusst, dass ein beträchtliches Marketingbudget erforderlich ist, um Bekanntheit zu erlangen, insbesondere im Food-Bereich. Als Start-up verfügen wir derzeit nicht über ein solches Budget. Wir hoffen darauf, Zugang zum Netzwerk und ein Investment der Löwen zu erhalten. Mit einer Investition würden wir schwerpunktmäßig in B2B-Marketing investieren, um unsere Branchenbekanntheit zu steigern.

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte?

Wenn wir eine Investition von „Die Höhle der Löwen“ erhalten, können wir unser Ziel der Bekanntheit und Umsatzsteigerung schneller erreichen. Falls wir jedoch kein Investment erhalten, werden wir auf organische und eigene Weise wachsen, wenn auch etwas langsamer. Wir sind überzeugt, dass unser Konzept erfolgreich ist und es an uns liegt, es aktiv und aufmerksamkeitsstark zu kommunizieren. Wir sind bereit, den steinigen Weg zu gehen, um unsere Ziele zu erreichen. Zusätzlich stehen wir in engem Kontakt mit weiteren prominenten Unternehmer-Persönlichkeiten, sodass wir gespannt sind, was die Zukunft bringen wird.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr auf eurem Weg als Gründer gelernt habt?

Wir haben erkannt, dass Marketing und Vertrieb mindestens 50% zum Erfolg einer Geschäftsidee beitragen. Selbst die beste Technologie wird nicht erfolgreich sein, wenn sie nicht effektiv vermittelt oder angeboten werden kann. Daher ist es entscheidend, dass wir unser Konzept so gut, reichweitenstark und klar kommunizieren, sodass es von jedem leicht verstanden werden kann.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Aziz: Apples Erfolg basierte auf der Zusammenarbeit eines technischen Genies mit einem Marketing-Genie. Daher ist es ratsam, äußerst selektiv bei der Partnersuche vor der Gründung zu sein. Strebe danach, die Besten der Branche zu finden, und stelle sicher, dass Dein Team die beiden Fähigkeiten Produktentwicklung und Marketing abdeckt.

Christof: Ich habe an der WHU studiert und viele meiner Kommilitonen sind erfolgreiche Gründer. Als Private Equity Investor habe ich in viele erfolgreiche Unternehmen investiert. Dabei habe ich zwei Dinge beobachtet: Erstens ist es einfacher, einen Schlüssel zu entwickeln, um ein bestehendes Schloss zu öffnen, als einen Schlüssel zu entwerfen und dann das passende Schloss zu finden. Zweitens haben Unternehmen, die das Leben der Menschen vereinfachen, eine größere Erfolgsaussicht.

Bild Aziz Cayli (l.) und Christof Schlindwein präsentieren mit Nutriomix eine Software für Nährstoffoptimierung. Sie erhoffen sich ein Investment von 500.000 Euro für 5 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Nutriomix am 22. April 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Aziz Cayli und Christof Schlindwein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neue Wege zur psychischen Gesundheit: Eine Plattform, die Verbindung schafft

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peers. stellt am 22. April in Die Höhle der Löwen, die innovative Plattform vor, die schnellen Zugang zu psychologischer Unterstützung durch ein einzigartiges Gruppenmatching bietet

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

Wir sind drei Gründer:innen, die wissen wovon sie reden, denn wir selbst steckten auch schon in sehr herausfordernden Lebensphasen. Wir haben feststellen müssen, dass weder Bücher, Selbsthilfe-Apps noch Coachings das Gefühl geben konnten, nicht allein mit den eigenen Problemen zu sein. Wir denken, es gibt keine bessere Basis für die Gründung unseres Startups peers. als diese Erfahrungen in positive Energie umzusetzen. Wir, das sind Julia Maria Hautumm (geb. Rüttgers, 31, CEO, M.Sc.), Sophie Schürmann (32, CEO, M. Sc. Business Psychology) und Max Kirschning (29, CTO, M. Eng.), ein komplementäres Gründerteam, dass sich klar in BWL, Tech und Psychologie aufteilt. 

In welcher Branche ist peers. tätig und was ist eure Kern-Dienstleistung?

Wir haben eine Plattform geschaffen, die Menschen Zugang zu hochwertiger psychologischer Unterstützung bietet, ohne den bürokratischen Aufwand und die langen Wartezeiten herkömmlicher Therapieansätze. Dabei meine ich nicht, eine reine psychologische Selbsthilfe App, sondern einen innovativen Ansatz, der die notwendige menschliche Komponente nicht verliert.

Mit einem intelligenten deutschlandweiten Gruppenmatching bringen wir in kürzester Zeit eine optimale Gruppe zusammen (wichtigstes Kriterium für den Erfolg) und ordnen diese einer passenden Psychologin zu. Dafür haben wir bei peers. einen eigenen KI-basierten Matching-Algorithmus entwickelt. Mit unseren digitalen Gruppenkursen unter Gleichgesinnten, geleitet von erfahrenen Psycholog:innen (Stress, Ängste, depressive Verstimmungen, zwischenmenschliche Beziehungen) können unsere Kunden zu allen Tageszeiten hochwertige Betreuung direkt von zu Hause aus erhalten. 

Wie und wann ist die Idee für zu peers. entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet?

Hierfür möchte ich gerne in zwei Bereiche aufteilen. In meine persönlichen Gründe und dann auch in die gesellschaftlichen Gründe.

Lassen Sie uns zuerst auf den gesellschaftlichen Bereich schauen. Da findet man nämlich recht beeindruckende Zahlen. In Deutschland leiden jährlich knapp 18 Millionen Menschen an einer klassifizierten psychischen Diagnose. 

Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz liegen bei durchschnittlich 9 Monaten – wodurch sich Symptome chronifizieren können und der Schweregrad der Erkrankung sich erhöhen. Die KKH hat einen 85%igen Anstieg von Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen, allein von 2022 auf 2023 verzeichnet. Das ist ein so starker Anstieg wie nie zuvor in der jüngeren Vergangenheit. Es gibt 67 Tausend Frühverrentungen in Deutschland jedes Jahr nur aufgrund von psychischen Erkrankungen. 

Und das bei einem Durchschnittsalter von 48 Jahren. Also fast 20 Jahre vor der eigentlichen Rente. So könnte ich traurigerweise ewig weitermachen. Deswegen braucht es niedrigschwellige psychologische Angebote, die den hohen Bedarf abdecken können. In einer Gesellschaft, in der Vereinsamung ein zunehmendes Problem darstellt, braucht es Angebote, die den menschlichen bzw. sozialen Fokus nicht verlieren. Und aus diesem Grund bringen wir bei peers. vielmehr wieder Menschen mit Menschen in Verbindung.

Allerdings möchte ich auch meine persönlichen Gründe nicht verschweigen. Wir alle (das gesamte Gründerteam) haben selber mal eine Psychotherapie gemacht. Jeder, der schon mal psychologische Unterstützung in Anspruch genommen hat, weiß wie mühsam der Weg ist, bis hin zu einem Therapieplatz. Die lange Suche, die wiederholende Ablehnung aufgrund voller Praxen kann ganz schön an einem zerren.

Das Gute ist und das können wir jetzt sagen: Es gibt immer einen Ausweg! Für uns Gründer:innen war das damals der Austausch mit anderen, die ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Die Erkenntnis, dass es so viele andere Menschen da draußen gibt, denen es genauso geht wie einem selbst, die vielleicht schon einen Tick weiter sind und einem nochmal eine ganz neue Perspektive auf die gleiche Situation geben können. Dadurch haben sich bei uns damals die Dinge verändert. 

Was macht peers. im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendet ihr?

Eines zuallererst: zu peers. gibt es kein vergleichbares Angebot auf dem Markt!

Auf Basis eines anfänglich gestellten Fragebogens betreiben wir deutschlandweit ein intelligentes Gruppenmatching mit maschinellem Lernen in Kombination mit wissenschaftlich fundierten Kriterien der Gruppenzusammensetzung, wobei Gleichgesinnte nicht nur anhand ihrer Symptome, sondern auch anhand ihrer Lebenssituation, Persönlichkeit, und soziodemografischen Daten gematcht werden. Diese Gruppe von Gleichgesinnten wird einer Psycholog:in zugeordnet, welche die Gruppe über 6 oder 12 Monate professionell begleitet. 

Somit können wir das Ganze anbieten, ohne lange Wartezeit, skalierbar und zu einem Bruchteil der Kosten. Das deutschlandweite Matching mittels unseres eigenen KI-basierten Matching-Algorithmus ist deswegen so wichtig, weil die Gruppenzusammensetzung eins der wichtigsten Kriterien für die Effektivität und den Erfolg ist. Wir können innerhalb kürzester Zeit eine optimale Gruppe zusammenbringen. Das ist eine Möglichkeit, die der analogen Gruppenangebote vor Ort aufgrund geographischer Beschränkungen in den meisten Fällen verwehrt bleibt.

Was ist die langfristige Vision von peers.? Welche spezifischen Ziele wollt ihr in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

Kurzfristig gesehen wollen wir eine klare und kontinuierliche Produktverbesserung durch Integration neuer Funktionen, Feedback von Nutzern und Innovationen im Bereich der digitalen psychologischen Unterstützung. Dazu gehört auch der Ausbau strategischer Partnerschaften mit Krankenkassen/Krankenversicherungen, Kliniken, Unternehmen und anderen Organisationen, um den Zugang zu unseren Dienstleistungen zu erleichtern und unsere Reichweite zu erweitern. Selbstverständlich steht auch die sukzessive Ausweitung unserer Kurse im Vordergrund. Langfristig gesehen bedeutet das: The sky is the limit! Expansion unserer Plattform auf neue Märkte und Zielgruppen, um einen größeren Einfluss und eine größere Reichweite zu erzielen und psychologische Unterstützung für Kinder- und Jugendliche.

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte von peers. möchtet ihr besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

Es gibt zwei Aspekte, die uns wichtig sind. Da wäre zuerst die Entstigmatisierung von psychischen Gesundheitsproblemen. Durch die Präsenz in einer populären TV-Show können wir dazu beitragen, das Bewusstsein für die psychische Gesundheit in der Gesellschaft zu erhöhen und das Gespräch darüber zu normalisieren. Da geht es vor allem um folgende Punkte Zugänglichkeit und Inklusion: Unser digitales Unterstützungsangebot ist für Menschen jeden Alters und Hintergrunds zugänglich, was dazu beiträgt, Barrieren abzubauen und die Versorgung für alle zu verbessern.

Zudem ermöglichen wir es Menschen, dass sie aktiv an ihrer mentalen Gesundheit arbeiten können und sich nicht allein gelassen zu fühlen, was zu einem Gefühl des Empowerment und Selbstwirksamkeit führen kann. Indem wir als Gründer:innen offen über psychische Gesundheit sprechen und unsere eigene Geschichte teilen, können wir anderen Mut machen, ihre eigenen Herausforderungen anzusprechen und Unterstützung zu suchen. Dazu wollen wir das „Community-Building“ nicht vergessen: Unser Angebot fördert den Austausch und die Gemeinschaft zwischen Gleichgesinnten, was dazu beiträgt, Isolation zu reduzieren und ein Gefühl der Verbundenheit zu schaffen.

Der zweite Aspekt betrifft die Skalierung von peers. Dazu gehört, dass wir die Reichweite erhöhen wollen und potenzielle Investoren und strategische Partnerschaften aufbauen wollen, die es uns ermöglichen, unser Startup auf die nächste Stufe zu heben. Da geht es vor allem um folgende Punkte:

Innovatives Produkt: Unser digitales psychologisches Unterstützungsangebot ist einzigartig und innovativ, da es eine Kombination aus Online-Gruppenkursen, professioneller Psychologenunterstützung und Gleichgesinntenaustausch bietet.

Unsere Plattform ist skalierbar und kann leicht auf neue Märkte und Zielgruppen ausgeweitet werden, was ein hohes Wachstumspotenzial bietet.

Der Markt für digitale psychosoziale Unterstützung wächst stetig, und wir haben die Möglichkeit, eine führende Position in diesem Bereich einzunehmen und einen bedeutenden Einfluss zu erzielen.

Wir können bereits Erfolge und positive Rückmeldungen von Nutzern vorweisen, die die Wirksamkeit unseres Ansatzes unterstreichen und das Vertrauen potenzieller Investoren stärken.

Strategisch sinnvolle Investoren an Bord holen, die zusammen mit uns peers. vorantreiben

Durch Partnerschaften mit Krankenkassen/Krankenversicherungen und Kliniken, und anderen Organisationen haben wir bereits wichtige Weichenstellungen vorgenommen und können auf ein solides Fundament für weiteres Wachstum aufbauen.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show? Wie plant ihr, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Durch die Show erhoffen wir uns sowohl finanzielle Unterstützung als auch die Möglichkeit, von der Expertise der Löwen zu profitieren. Eine Investition von einem oder mehreren Löwen würde es uns ermöglichen, unser Wachstum zu beschleunigen, unser Angebot zu erweitern und unsere Marktposition zu stärken. Die finanziellen Mittel würden wir für Marketing- und Vertriebsaktivitäten, Produktentwicklung, Technologieinvestitionen und den Ausbau unseres Teams verwenden.

Wenn man einen Deal mit den Löwen anstrebt, dann darf man allerdings nicht nur auf das Geld schielen. Expertise und Netzwerk sind enorm wichtig. Die Löwen bringen eine Fülle von Erfahrungen, Fachwissen und Kontakten in verschiedenen Branchen mit. Wir planen, ihre Expertise und ihr Netzwerk in Bereichen wie Marketing, Versicherungen, Vertrieb und Produktentwicklung zu nutzen, um unser Unternehmen weiter voranzubringen.

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung von peers. nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung ect.?

Wir werden die durch die Show gewonnene Aufmerksamkeit nutzen, um unsere Reichweite zu erhöhen. Durch gezielte Marketing- und Vertriebsaktivitäten werden wir unsere Nutzerbasis erweitern und unser Angebot bekannter machen. Wir werden strategische Partnerschaften und Kooperationen mit Krankenkassen/Krankenversicherungen, Kliniken und anderen Organisationen ausweiten, um unser Wachstum zu beschleunigen und unser Angebot zu erweitern. Natürlich werden wir auch weiterhin an der Verbesserung und Weiterentwicklung unseres bestehenden Angebots arbeiten, um unseren Nutzern eine noch bessere Erfahrung zu bieten und auch neue Produkte bzw. Dienstleistungen entwickeln, um unser Angebot zu diversifizieren. 

Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr auf eurem Weg als Gründer gelernt habt?

Niemals hätte ich gedacht, dass ich als Gründerin in dieser intensiven Form so herausgefordert werde. Leidenschaft und Durchhaltevermögen stehen ganz oben auf der Liste. Sonst ist das nicht zu schaffen. Mein Credo: Sei leidenschaftlich für deine Idee und sei bereit, durch die Höhen und Tiefen des Unternehmertums zu gehen – es ist eine emotionale Achterbahnfahrt! Dazu gehört übrigens auch dieser Faktor: It’s all about the team! Stelle ein starkes Team auf, das Bock auf deine Vision hat und mit dran zieht.

Tja und dann wäre da noch dies: Networking, networking, networking! Baue ein starkes Netzwerk von Mentoren, Investoren und Kooperationspartnern auf und fange so früh wie möglich damit an. Sie können dir helfen, dein Unternehmen voranzutreiben. Im Grunde bleibt dann nur noch eins: bleib ständig dran und werde nie müde! Testen, ändern, neu ausprobieren, nochmal ändern, testen!

Sei bereit, flexibel zu sein und deine Strategie anzupassen, wenn sich die Bedingungen ändern oder neue Erkenntnisse auftauchen. Zu diesen Erkenntnissen zählt übrigens auch das Feedback von Kunden und anderen Stakeholdern. Das hilft uns, unser Produkt kontinuierlich zu verbessern und besser auf die Bedürfnisse einzugehen.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Punkt 1: Eine klare und transparente Kommunikation. Die Fähigkeit, klar zu kommunizieren und eine offene Kommunikationskultur im Team aufrechtzuerhalten, trägt dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden und die Zusammenarbeit zu verbessern. Das sehen und lernen wir an jedem einzelnen Arbeitstag. Ohne dein Team bist du nichts: Baue ein starkes und vielfältiges Team auf, dass deine Fähigkeiten ergänzt und deine Vision teilt.

Fehler sind gut und gehören dazu: Sei bereit, aus Fehlern zu lernen und sie als Teil des Lernprozesses zu akzeptieren. Kundenzentrierung: Unser Fokus auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden hat uns dabei geholfen, ein Produkt zu entwickeln, das echten Mehrwert bietet und eine treue Kundenbasis aufbaut.

Habe Geduld! Erfolg kommt selten über Nacht – sei geduldig und halte an deiner Vision fest, auch wenn es Rückschläge gibt. Mein Fazit als Gründerin: Fokus nicht verlieren! Es ergeben sich immer mögliche Abzweigungen und Entscheidungen müssen getroffen werden. Verliere dabei nicht den eigentlichen Fokus. 

Bild V.l.: Philippe Driessen, Julia Maria Rüttgers, Sophie Schürmann präsentieren mit „peers.“ Psychosoziale Unterstützung in online Gruppenkursen. Sie erhoffen sich ein Investment von 400.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie peers. am 22. April 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Sophie Schürmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Von der Natur inspiriert

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avoocadoo

AVOOCADOO am 22. April in Die Höhle der Löwen, das von dem Ehepaar gegründete Startup bietet kreative Lebensmittel auf Avocado-Basis und eine Textilkollektion, die den Avocado-Lifestyle zelebriert.

Könnt ihr uns eine kurze Einführung in euer Startup geben? Wer seid ihr als Gründer? 

Wir sind ein Ehepaar, das gemeinsam AVOOCADOO im Jahr 2021 gegründet hat. Unser Startup ist das Ergebnis unseres Traumes, kreativ tätig zu sein und Produkte zu schaffen, die das Leben der Menschen bereichern. Wir bieten phantastische Lebensmittel auf Avocado-Basis und eine Textilkollektion, die den Lifestyle der Avocado verkörpert. Unsere Mission ist es, durch unsere Produkte ein positives Lebensgefühl zu vermitteln und zu zeigen, dass man nicht nur das ist, was man isst, sondern auch das, was man zu träumen wagt.

In welcher Branche ist euer Startup tätig und was ist euer Kernprodukt ? 

AVOOCADOO ist in der Lebensmittel- und Modebranche tätig. Unser Kernprodukt sind innovative Avocado-basierte Lebensmittel, von Guacamole bis zu anderen kreativen Avocado-Kreationen. Parallel dazu führen wir eine Textilkollektion, die von der Vielseitigkeit und dem kreativen Potential der Avocado inspiriert ist.

Wie und wann ist die Idee für euer Startup entstanden? 

Unsere Geschichte nahm ihren Anfang in einer gemeinsamen Leidenschaft für die Avocado, dieses wunderbare Superfood, das so viel mehr als nur Nahrung bietet. Es ist ein echtes Kraftpaket an Nährstoffen und positiven Eigenschaften. Bei AVOOCADOO haben wir die Avocado nicht nur als Lebensmittel, sondern als Symbol für Vitalität, Kreativität und frisches Lebensgefühl verstanden. Wir erkannten schnell, dass es auf dem Markt eine Lücke für hochwertige, kreative Avocado-Produkte gab, die wir mit unserer Leidenschaft und Expertise füllen konnten. Unser Ziel war es, etwas Einzigartiges zu schaffen, das die lebendige Energie der Avocado einfängt und eine Quelle der Freude und des Wohlbefindens wird, um positive Veränderungen im Leben zu inspirieren.

Was macht euer Produkt im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig?

Unsere Produkte zeichnen sich durch Frische, Qualität und Kreativität aus. Wir nutzen innovative Verfahren, um die natürlichen Aromen und Nährwerte der Avocado zu bewahren und bieten gleichzeitig modische Produkte an, die diese Lebensweise widerspiegeln. Mit AVOOCADOO möchten wir eine Welt erschließen, in der die Avocado nicht nur zu einem Lifestyle wird, sondern auch zu einer Quelle der Inspiration und des persönlichen Wohlbefindens. Wir möchten nicht nur dem Körper die Kraft der Avocado geben, sondern auch dem Geist, sich selbst zu verwirklichen.

Was ist die langfristige Vision eures Startups?

Unsere Vision ist es, AVOOCADOO zu einer Lifestyle-Marke auszubauen, die für Nachhaltigkeit, Gesundheit und Kreativität steht. In den nächsten 1-5 Jahren möchten wir unsere Produktpalette erweitern, unsere Marktpräsenz international verstärken und führend in der Avocado-basierten Produktinnovation werden.

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen?

Wir glauben, dass „Die Höhle der Löwen“ die perfekte Plattform bietet, um unsere Vision und unsere Produkte einem breiten Publikum vorzustellen. Wir möchten die Investoren besonders von der Einzigartigkeit und dem Marktpotenzial unserer Avocado-Produkte und der Textilkollektion überzeugen.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show?

Wir suchen nach einer Investition, die es uns ermöglicht, unsere Produktionskapazitäten zu erweitern und unsere Marketingaktivitäten zu intensivieren. Expertise in der Skalierung und in internationalen Marktexpansionen wäre ebenfalls sehr wertvoll.

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus?

Nach der Show planen wir, unsere Vertriebskanäle auszubauen, neue Produkte zu entwickeln und in weitere nachhaltige Praktiken zu investieren. Wir möchten AVOOCADOO nicht nur in Deutschland, sondern weltweit als Synonym für hochwertige Avocado-Produkte etablieren.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr auf eurem Weg als Gründer gelernt habt?

Eine der wichtigsten Lektionen war, immer flexibel zu bleiben und schnell auf Veränderungen zu reagieren. Ebenso wichtig war es, eine klare Vision zu haben und dieser treu zu bleiben.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Seid leidenschaftlich bei dem, was ihr tut, und schreckt nicht davor zurück, Risiken einzugehen. Bewahrt Ausdauer und Geduld. Und vergesst niemals, dass jede große Reise mit einem kleinen Schritt beginnt.

Bild: Sajda und Markus Kindler präsentieren mit „AVOOCADOO“ Drinks und Desserts aus Avocados. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

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Wir bedanken uns bei Sajda und Markus Kindler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Eine Innovation, die Bequemlichkeit neu definiert

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ByeByeToe

ByeByeToe®, das innovative Unternehmen hinter der Unterhose, die Cameltoe verhindert, wird am 22. April in der „Höhle der Löwen“ vorgestellt. Die Gründerin Marie Mueller präsentiert dort ihre speziell entwickelte Damenunterwäsche, die sowohl Komfort als auch Diskretion bietet

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

Ich bin Marie Mueller und die Gründerin & Erfinderin von ByeByeToe®. Ich komme aus der Medienvermarktung, hatte diese Idee aber Jahre im Hinterkopf.

In welcher Branche ist dein Startup tätig und was ist euer Kernprodukt ?

Ich habe eine Unterhose für Frauen entwickelt, die als Haupt-USP das unangenehme in den Schritt ziehen und damit auch den sogenannten „Cameltoe“ vermeidet.

Wie und wann ist die Idee für dein Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet?

Die Idee ist wie gesagt schon lange da und ich habe mir die internationalen Produkte hierzu angeschaut, die ich allesamt nicht ideal fand. Hier musste es die Möglichkeit geben, eine einfache und vor allem bequeme Lösung zu schaffen – und so habe ich gemeinsam mit meinem Produzenten ByeByeToe® entwickelt.

Was macht dein Produkt im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendet ihr?

Die Innovation, die es noch nicht am Markt gibt, ist die geschützte Lösung der weichen und formbeständigen Schrittverstärkung, die das Höschen bequem macht und fest genug ist, um auch die Verformung und das Einschneiden fester Stoffe zu verhindern und so unauffällig, dass man den Slip nicht als Funktionswäsche erkennt.

Was ist die langfristige Vision deines Startups? Welche spezifischen Ziele willst du in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

International die „Cameltoe“ Lösung No. 1 zu sein – sowie der bequemste Sport Tanga, der sämtliche Sportteams ausstattet. Bisher statten wir Deutsche Beachvolleyball- und Hockey Nationalteams sowie Reiterinnen aus.

Warum hast du dich entschieden, in der „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte deines Startups möchtest du besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

Weil dort erfahrene Startup Spezialisten sitzen, die mit der jeweiligen Infrastruktur und dem Know How die besten Partner sind um ByeByeToe ® auf das nächste Level zu heben. 

Der Hauptaspekt ist, dass wir eine Lösung haben für ein Thema, das fast jede Frau kennt, sei es im Sport in der Leggings oder beim Tragen von normalen Hosen. Weiterhin haben wir durch die Verarbeitungstechnologie eine weitere Lösung für das Tragen von Strings geschaffen: ByeByeToe® vermeidet das Wundscheuern im Po-Bereich – viele Frauen tragen deswegen keine Strings, weil es ihnen unangenehm ist.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhoffst du dir durch die Show? Wie planst du, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Im ersten Schritt Cash um Ware einkaufen zu können. ByeByeToe war eine zeitlang ausverkauft, was natürlich für FOMO sorgt, aber ohne Umsatz kein Wachstum. Am liebsten die Expertise eines Löwen der E-Commerce kann & versteht und im Handel tätig ist.

Wie sieht dein Fahrplan für die Entwicklung von ByeByeToe nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte?

In jedem Fall erstmal „Nude/Hauttöne“ auf den Markt zu bringen. Die Community wird sonst eine Petition starten, wenn wir die nicht endlich liefern. Wir konnten erstmal nur mit einer Farbe starten, aufgrund Mindestabnahmemengen beim Stoff der extra für uns hergestellt wird etc. und da haben wir uns für die Farbe schwarz entschieden. Da wir einen sehr engen Draht auch über Zoom Calls mit unseren Kunden haben, wissen wir was gewünscht ist und können dies mit den nächsten Kollektionen umsetzen.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die du auf deinem Weg als Gründerin gelernt hast?

Gründen ist kein Sprint und auch kein Marathon – es ist ein sich ständig wiederholender Iron Man. Immer wenn man denkt, man hat gerade das Schwimmen erfolgreich abgeschlossen und kann sich aufs Fahrrad setzen, befindet man sich wieder mitten auf dem See. Heißt, es ist alles sehr viel anstrengender und dauert sehr viel länger als eingeplant – wenn es denn einen Businessplan gibt.

Welche Tipps würdest du anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Ist das Produkt/die Idee ausgereift und braucht der Markt sie wirklich. Das hunderste Mee-Too Produkt welches keine signifikanten Vorteile bietet, wird es extrem schwer haben.

Weiterhin ist es wichtig vorher zu wissen, welche Skills sind um die Herstellung/Vermarktung etc. inhouse vorhanden und welche Leistungen müssen on top hinzugekauft werden. Es bringt nichts, eine Wahnsinnsidee zu haben, aber keine Ahnung davon wie die Vermarktung funktioniert und man monatlich Unsummen an Agenturbudget aufbringen muss, deren Arbeit man noch nicht mal kontrollieren und nachvollziehen kann. Und noch tausend andere Tipps – gerne mal in einem Podcast.

Bild: Marie Mueller präsentiert die Anti-„Cameltoe“ Unterhose ByeByeToe. Sie erhofft sich ein Investment von 100.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie ByByeToe am 22. April 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Marion Müller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie hat ein Fernsehauftritt ein junges Unternehmen verändert?

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MINIATOURING

MINIATOURING, ein Hersteller von individualisierbaren und hochqualitativen Reisecaravans, hat sich seit seinem Auftritt in „Die Höhle der Löwen“ kontinuierlich weiterentwickelt

Wie hat sich MINIATOURING seit dem Auftritt in „Die Höhle der Löwen“ entwickelt und wer sind die Menschen hinter diesem Erfolg?

Die Teilnahme an „Die Höhle der Löwen“ hat uns kurzfristig eine sehr hohe Aufmerksamkeit eingebracht. Es war allerdings sehr schwer für uns von der Aufmerksamkeit gewinnbringend zu profitieren, da die Verfügbarkeit unserer Camper zu diesem Zeitpunkt sehr limitiert war. Einen Investoren Deal konnten wir erst nach der Ausstrahlung der Sendung abschließen. Das Investment wurde dann vor allem in die Produktentwicklung und dem Ausbau unserer Produktionskapazitäten gesteckt. Bis dieser Prozess abgeschlossen war, war die anfängliche Aufmerksamkeit, welche die Sendung eingebracht hatte, allerdings schon wieder deutlich abgeebbt.

Wir konnten daher nicht schlagartig wachsen, sondern mussten in gesunden Schritten größer werden. Mittlerweile existieren zwei verschiedene Produktlinien: Der Mini-Wohnwagen M22 (Nachfolger des Modells, welches bei „die Höhle der Löwen“ vorgestellt wurde) und der Kompakt-Wohnwagen M24 (Ein Wohnwagen mit Stehhöhe im Innenraum). Den sicherlich größten Schritt haben wir durch den Aufbau unseres Händlernetzes getätigt, welches dafür gesorgt hat, dass die Marke MINIATOURING aktuell in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien und Tschechien präsent ist. Auch das Team hinter MINIATOURING ist deutlich gewachsen.

Die Mitarbeitenden sind größtenteils zusammen mit dem Unternehmen gewachsen und haben Ihre Rollen den sich verändernden Größenverhältnissen angepasst. Auch meine persönliche Rolle als Geschäftsführer hat diesen Wandel erlebt. Hatte ich im Jahr 2020 noch selbst aktiv bei der Herstellung der Fahrzeuge mitgewirkt, hat sich daraus eine reine Rolle des Managements entwickelt.

Was ist die langfristige Vision von MINIATOURING und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu erreichen?

MINIATOURING haben wir zur Marke entwickelt, welche ganz spezifische Eigenschaften vertritt: Wir stehen für individualisierbare, hochqualitative Reisecaravans mit besonderen Ansprüchen an Design, Funktionen und Reisetauglichkeit. Alle unsere Caravans werden exakt nach Kundenwunsch gebaut, sind ohne Anhängerführerschein nutzbar, verfügen über eine Außenküche und setzen im Innenraum auf einen Möbelbau aus Echtholz in Schreinerqualität.

Durch die außergewöhnliche Kompaktheit der Fahrzeuge, ist sichergestellt, dass die Camper eine hohe Mobilität behalten und eine tatsächliche Reisetauglichkeit mit sich bringen. Enge Gassen, unwegsames Gelände oder steile Passstraßen können so ohne Probleme gemeistert werden. Ein praktischer Effekt, der in Zukunft immer wichtiger werden wird: Auch von Elektroautos können unsere Caravans gezogen werden. Deshalb wird langfristig das Thema Elektromobilität immer mehr in den Vordergrund gestellt werden.

Wer genau ist Ihre Zielgruppe und wie erfüllen Sie mit Ihren Caravans die spezifischen Bedürfnisse dieser Kunden?

Ein Kunde hat mir letztens folgendes gesagt: „Ich habe das Gefühl ein Großteil der Branche baut Caravans, die weiß, hässlich und aus Plastik sind und dafür gemacht sind auf einem Dauerstellplatz zu stehen“. So würde ich selbst es zwar nicht formulieren, es verdeutlicht aber zugespitzt die Gedankengänge unserer Zielgruppe. Unsere Kunden wollen Rundreisen unternehmen, Sie möchten ein Fahrzeug besitzen, welches einen gewissen Lifestyle-Faktor mit sich bringt und individuell gestaltbar ist. Sie möchten einen Camper, der sich vom vielleicht etwas biederen Image des klassischen Caravans abhebt. Diese Nachfrage bedienen wir in dem wir eine Fertigung nach Kundenwunsch anbieten, auf eine sehr hohe Qualität und aufregendes Design, neue Funktionen und eine extreme Kompaktheit setzten.

Welche Herausforderungen sind Ihnen seit dem Start begegnet und wie haben Sie diese gemeistert?

Die größte Herausforderung nach der eigentlichen Entwicklung war mit Sicherheit der Aufbau der Produktion. Ein solches Projekt ist sehr komplex und erfordert viel Vorbereitung. Um die Komplexität einer laufenden Produktion meistern zu können, ist es zwangsweise notwendig systematisch zu arbeitet. Bedeutet konkret: Jede Schraube, jedes Bohrloch, jedes Lieferteil, jeder Montageschritt muss klar definiert und dokumentiert werden. Wir zerlegen unsere Fahrzeuge vereinfacht gesagt in einen großen Baukasten, der genau nach Anleitung zusammengebaut wird.

Was macht die Caravans von MINIATOURING einzigartig im Vergleich zu anderen Anbietern auf dem Markt?

Die Antwort speist sich aus den vorherigen Erläuterungen. Wir bieten extrem kompakte Caravans mit neuen Funktionen in einem ganz besonderen Design und in höchster Qualität. Den Einsatz von Elektrozugfahrzeugen ermöglichen wir bereits jetzt schon.

Welche neuen Entwicklungen oder Erweiterungen planen Sie für die Zukunft von MINIATOURING?

Unser Portfolio steht für den Moment. Sicherlich werden wir noch weitere Entwicklungen für den Einsatz hinter Elektro-Fahrzeuge anstoßen. Für den Moment etablieren wir das bestehende Angebot und möchten unser Angebot in Frankreich und den Niederlanden Verfügbar machen.

Wie integrieren Sie Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung in Ihre Produktentwicklung und Unternehmenskultur?

Das Thema behandeln wir von zwei Seiten. Der Herstellung und der Nutzung der Produkte. Zum einen setzten wir bei der Herstellung auf möglichst viele nachhaltige und recycelbare Werkstoffe, zum anderen greifen wir auf ein sehr regionales Lieferanten Netzwerk mit kurzen Lieferwegen zu. So nutzen wir vorwiegend Lieferteile aus Deutschland für die Herstellung unserer Caravans. Wir verwenden aber auch modernste Materialien wie pulverbeschichtetes Aluminium obwohl der Rohstoff Aluminium sicherlich nicht für sein Nachhaltigkeit bekannt ist, ermöglicht er aber eine sehr lange Haltbarkeit der Caravans.

Denn am wenigsten nachhaltig wäre ein Produkt, dass auf Grund von Qualitätsmängeln nach 10 Jahren verschrottet werden muss. Auch die tatsächliche Nutzung, also das Reisen mit den Caravans funktioniert auf Grund der Kompaktheit der MINIATOURING-Fahrzeuge klimaschonend: Kompakte Abmessungen, bedeuten weniger Luftwiederstand während der Fahrt und damit einen niedrigen Treibstoff- bzw. Energieverbrauch.

Wie gehen Sie mit Kundenfeedback um und wie fließt dieses in die Weiterentwicklung Ihrer Produkte ein?

Wie hören unseren Kunden zu, welche Funktionen Ihnen wichtig sind und welche vielleicht auch nicht. So hat sich gezeigt, dass ein Großteil unserer Kunden keine Verwendung für eine Küche oder eine Nasszelle im Innenraum hat. Bei vielen Caravans- und Reisemobilen bleiben diese Komponenten über langen Zeitraum ungenutzt. Deshalb bieten wir immer eine Außenküche und Außendusche an.

Was war die größte Lektion, die Sie seit dem Start von MINIATOURING gelernt haben?

Auf organisches Wachstum zu setzten, definitiv. Man ist verleitet, zu denken unternehmerische Probleme ließen sich immer mit ausreichend Geld lösen. Sicherlich ist das teilweise auch richtig. Ich habe aber auch gelernt, dass es wichtig ist allen handelnden Personen inklusive mir selbst die Zeit zu geben mit dem Unternehmen persönlich mitzuwachsen und Fehler machen zu können. In einem zu schnell wachsenden Unternehmen dürfen nur wenige Fehler gemacht werden, da deren Auswirkungen zu gravierend wären. Die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung wäre damit extrem erschwert. Für mich ist klar, dass ein Unternehmen nur so schnell wachsen kann, wie die Fähigkeiten und Expertisen der handelnden Personen.


Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein Unternehmen in der Freizeit- und Reisebranche starten möchten?

Eine klare Positionierung. Grenzen Sie sich vom Rest der Branche ab und überlegen Sie welche klaren Gründe für Ihr Angebot sprechen.
Suchen Sie sich Multiplikatoren, welche die Reichweite Ihres Angebots erhöhen: Ein Multiplikator ist beispielsweise ein Händler, der Ihr Angebot in einer Region verfügbar macht auf die Sie selbst keinen Zugriff haben. Misstrauen Sie Ihrem eigenen Geschäftsmodell: Wenn Ihr Geschäftsmodell auch in einem Worst-Case-Szenario funktioniert, stehen die Chancen gut für langfristigen Erfolg.

Inwiefern unterscheidet sich der neue „Kompakt-Wohnwagen M24“ von seinem Vorgängermodell?

Wie es der Name vermuten lässt, ist unser Kompakt-Wohnwagen etwas größer als unser Mini-Wohnwagen und damit eher an Familien gerichtet. Er verfügt im Gegensatz zum Mini-Wohnwagen über eine Stehhöhe im Innenraum. Das ist der Hauptunterschied. Ansonsten haben die Varianten sehr viele Gemeinsamkeiten. Materialauswahl und Funktionen entsprechen der MINIATOURING-Identität.

Wie stellen Sie sicher, dass die Qualität und Innovativität Ihrer Produkte auch bei steigender Produktion erhalten bleibt?

Das stellen wir vor allem durch vorsichtiges Wachstum sicher. Wir betrachten uns immer noch als Nischenhersteller und begrenzen auch bei höherer Nachfrage unser Angebot, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten und letztendlich den Eigenschaften der Marke gerecht zu werden.

Wir bedanken uns bei Hannes Trautmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Schneller Zugang zu psychischer Gesundheit: Diagnose und Therapie neu definiert

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KlenicoMe

KlenicoMe bietet einen Full-Service für Menschen mit unerkannten psychischen Problemen und erleichtert den Zugang zu Diagnose und Therapie.

Laura, könntest du uns kurz erzählen, was KlenicoMe genau macht und wie die Idee für dieses Startup entstanden ist?

KlenicoMe ist ein Full-Service-Angebot für Menschen, die psychische Probleme bei sich erkannt haben, aber noch nicht in therapeutischer Behandlung sind. Betroffene warten oft zu lange, bevor sie sich Hilfe suchen. So können sich Beschwerden verschlimmern. Zudem werden Menschen mit psychischen Beschwerden zunächst oft fehlerhaft diagnostiziert – bei bestimmten Krankheiten liegt die Fehlerquote bei 60 Prozent! Die Herausforderung liegt auch darin, dass Symptome oft in mehreren Bereichen vorliegen und viele Menschen an einer Mischung aus verschiedenen Erkrankungen leiden. Mit unserem niedrigschwelligen Ansatz stellen wir frühzeitig die richtige Diagnose und empfehlen die individuell passende digitale Therapie-App oder Psychotherapie.

Unsere Muttergesellschaft Klenico ist 2015 aus einem Spin-off der Uni Zürich entstanden und hat eine Softwarelösung entwickelt, die es Therapeut:innen und Ärzt:innen erleichtert, psychische Krankheiten zu diagnostizieren. Diese klinische Software, die wir im Hintergrund einsetzen, ist schon seit Jahren in Kliniken und Praxen im Einsatz und schlägt auch bei komplexen Fällen die richtigen Diagnosen vor. 

Als Co-Gründerin und CEO, welche persönliche Motivation treibt dich an, im Bereich der digitalen psychischen Gesundheit zu arbeiten?

Ich finde das Thema digitale psychische Gesundheit extrem wichtig und sehr spannend zugleich. Hier tut sich gerade so viel! Wir sehen in Deutschland, in der Schweiz und in vielen Ländern Europas massive Engpässe bei der Versorgung von psychisch belasteten Personen. Und der Bedarf steigt – nach Corona ist die Rate von psychischen Erkrankungen mindestens um 20 Prozent gestiegen (OECD 2021). Digitale Angebote allein werden das Problem leider nicht lösen, aber sie können sicherlich dazu beitragen, diese große Herausforderung zu meistern und Menschen zu befähigen, ihre psychische Gesundheit selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.

Deshalb habe ich KlenicoMe gegründet: Einerseits können wir Menschen, die sonst vielleicht gar keine Hilfe in Anspruch nehmen würden, den Zugang zu einer Lösung für ihre psychischen Beschwerden verschaffen. Betroffene, die wiederum bereits auf einen Therapieplatz warten, können dank KlenicoMe die Wartezeit bis zum Therapiestart erheblich verkürzen, da sie mit unserem Tool eine Diagnose und Beratung über die für sie am besten geeignete digitale Therapie erhalten.

KlenicoMe verspricht einen schnellen und einfachen Zugang zur Diagnose und entsprechenden Therapieoptionen. Wie genau funktioniert euer Prozess und welche Technologien setzt ihr dabei ein?

KlenicoMe ist ein intuitives digitales Tool, das Nutzer:innen durch einen umfangreichen Fragebogen führt, der etwa 20-30 Minuten in Anspruch nimmt. Das Konzept haben wir selbst entwickelt und programmiert und anschließend in Studien getestet. Dieser Mental Health Check deckt alle Bereiche psychischer Erkrankungen ab, von Depressionen über Angstzustände und Persönlichkeitsstörungen bis hin zu Suchterkrankungen. Diese werden nicht nur oberflächlich diagnostiziert – wenn wir beim ersten Screening etwas finden, gehen wir in die Tiefe der einzelnen Bereiche. Das macht unsere Lösung besonders und unterscheidet sie von Konkurrenzangeboten. So kann KlenicoMe manchmal Krankheiten entdecken, die von Fachleuten jahrelang nicht richtig diagnostiziert wurden. Für Betroffene ist es natürlich eine große Erleichterung, wenn sie endlich wissen, woher ihre Beschwerden kommen und wie man sie behandeln kann.

Nach der Diagnose bieten wir ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin an, die Behandlungsvorschläge machen. So erhalten Nutzer:innen nicht nur eine Diagnose, sondern auch konkrete Handlungsoptionen – eine wertvolle Alternative zur oft langwierigen Suche nach geeigneten Therapieplätzen oder Hilfsangeboten.

Inwiefern unterscheidet sich KlenicoMe von anderen Angeboten im Bereich der digitalen psychischen Gesundheit?

Bisher ist KlenicoMe das einzige Unternehmen, dessen System durch die Klassifizierung nach ICD-10 und DSM-5 eine intelligente psychische Diagnose ermöglicht. Die Abkürzung „ICD” steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”. Mithilfe des ICD-Codes können weltweit Krankheiten und Gesundheitsprobleme eindeutig zugeordnet werden. Die Klassifizierung erfolgte von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). ICD-10 ist die aktuell weltweit gültige Version des Zuordnungssystems für medizinische Diagnosen. 

Welche Herausforderungen siehst du in der digitalen Diagnostik und Therapie von psychischen Erkrankungen, und wie begegnet KlenicoMe diesen?

In der digitalen Diagnostik und Therapie von psychischen Erkrankungen stehen wir vor mehreren zentralen Herausforderungen. Eine der größten ist sicherlich der zunehmende Fachkräftemangel. Im digitalen Raum, wo auch teilweise die persönliche Interaktion automatisiert wird, muss die initiale Diagnosestellung besonders präzise und bedachtsam erfolgen. Dies ist vor allem deshalb kritisch, weil digitale Gesundheitslösungen oft eine geringere Flexibilität in der Behandlung aufweisen, verglichen mit traditionellen Therapieansätzen.

Eine einmal gestellte Diagnose kann den weiteren Behandlungspfad maßgeblich bestimmen und somit auch die Wirksamkeit der Therapie beeinflussen.
Ein weiterer Aspekt ist die Notwendigkeit, Patient:innen so früh wie möglich an die passenden therapeutischen Angebote und Fachkräfte zu vermitteln. Derzeitige Engpässe im Gesundheitssystem, wie lange Wartezeiten auf Therapieplätze, verschärfen die Problematik. Hier müssen wir innovative Wege finden, um Betroffene schneller und effizienter zu unterstützen. Neben einer Lösung zur digitalen Diagnostik und Vermittlung an die richtige digitale Therapie arbeiten wir bei KlenicoMe an der Verbesserung der initialen Symptombeurteilung.

Unser Ziel ist es, eine Art Ersteinschätzung zu ermöglichen, die noch vor der eigentlichen Diagnosestellung eine Orientierungshilfe bietet. Damit soll es möglich sein, bereits frühzeitig Anzeichen psychischer Erkrankungen zu erkennen und die Betroffenen an die richtigen Stellen weiterzuleiten. Dieser Ansatz basiert auf der Überzeugung, dass eine frühzeitige und genaue Erfassung der Symptome entscheidend für den Erfolg der weiteren Behandlung ist.

Wie stellt KlenicoMe sicher, dass die Nutzer eine korrekte Diagnose erhalten und wie wird die Qualität der Therapieoptionen gewährleistet?

Wir sind uns bewusst, dass im Bereich der psychischen Gesundheit die Genauigkeit der Diagnose und die Effektivität der Therapie entscheidend sind. Aus diesem Grund haben wir mehrere Maßnahmen implementiert, um diese Standards zu erfüllen. Erstens gewährleisten wir, dass jede Diagnose und Therapieempfehlung von einer qualifizierten Therapeutin oder einem Therapeuten begleitet wird. Wir glauben fest daran, dass die menschliche Expertise unverzichtbar ist, um die Nuancen psychischer Erkrankungen vollständig zu erfassen und zu verstehen. Diese persönliche Betreuung stellt sicher, dass die Diagnose nicht nur auf Symptomen basiert, sondern auch den individuellen Kontext und die Lebensumstände der Betroffenen berücksichtigt.

Zweitens ist die Qualität unserer Software durch strenge Zertifizierungsprozesse garantiert. Wir halten uns an die höchsten Standards für digitale Gesundheitsanwendungen, um sicherzustellen, dass unsere Tools nicht nur effektiv, sondern auch sicher für unsere Nutzerinnen und Nutzer sind. Unsere diagnostische Software ist ein CE-zugelassenes Medizinprodukt der Klasse I nach MDD. Wir führen kontinuierlich wissenschaftliche Erhebungen zu unseren Diagnoseverfahren durch. 

Schließlich wird die Qualität der Therapieoptionen, die wir unseren Nutzerinnen und Nutzern anbieten, sorgfältig geprüft und gewährleistet. Wir bieten ausschließlich offiziell zugelassene und erstattungsfähige Therapieoptionen an, die als Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) anerkannt sind. Dies bedeutet, dass jede von uns empfohlene Therapieoption einer strengen Prüfung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unterzogen wurde, um ihre Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität zu bestätigen. Auf diese Weise können unsere Nutzerinnen und Nutzer sicher sein, dass sie Zugang zu den besten verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten haben.

Wie geht KlenicoMe mit Themen wie Datenschutz und Sicherheit um, insbesondere im Kontext sensibler Gesundheitsdaten?

Datenschutz und Sicherheit haben bei uns allerhöchste Priorität. KlenicoMe erfüllt natürlich alle Bestimmungen der DSGVO und des Schweizer Datenschutzgesetzes. Dazu kommen hohe Sicherheitsvorkehrungen bei der Speicherung der Daten, sodass es für Mitarbeitende von KlenicoMe und unbeteiligte Dritte unmöglich ist, Rückschlüsse auf getestete Personen zu ziehen. Seit Juli 2019 hat Klenico die CE-Zertifizierung als Medizinprodukt. Alle oben genannten Sicherheitsaspekte sind dabei detailliert berücksichtigt.

Welche Rolle spielt die Nutzerrückmeldung in der Entwicklung und Verbesserung von KlenicoMes Diensten?

Wir führen fortlaufend Nutzertests durch, um unser Angebot stets zu verbessern. So haben wir erst kürzlich anhand von User-Feedback die Art der Abfrage der Symptome für unserer Nutzerinnen und Nutzer weiter optimiert. Der „Mobile First“-Ansatz, bei dem die Benutzerfreundlichkeit auf mobilen Endgeräten im Vordergrund steht, stammt beispielsweise ebenfalls ausschließlich aus den Nutzungsdaten, die wir sammeln. 

Laura, als erfolgreiche Gründerin im Tech-Bereich, welche Ratschläge würdest du anderen Frauen geben, die ein Startup gründen möchten?

Gründen passt nicht zu jedem gleich gut, und das ist völlig in Ordnung. Frauen, die darüber nachdenken, sollten zu sich selbst ehrlich sein. Eine sehr hohe Resilienz, großer Eigenantrieb und die Fähigkeit, Niederlagen einigermaßen gut wegstecken zu können, sind wichtige Eigenschaften, die aus meiner Erfahrung wichtig sind. 

Außerdem ist Gründen gerade am Anfang auch eine finanzielle Herausforderung. Ein Unternehmen von Null aufzubauen ist toll, aber wird schnell unangenehm, wenn schon früh das Geld ausgeht. Frauen, deren finanzielles Polster nicht groß genug ist, können auch neben dem Beruf gründen oder bei einer bereits in Entwicklung befindlichen Unternehmensidee als Mitgründerin einsteigen, um dieses Problem zu umgehen.

Wie siehst du die Zukunft von KlenicoMe und gibt es Pläne für neue Funktionen oder Expansionen in andere Märkte?

Langfristig sehe ich KlenicoMe als international anerkannten Vorreiter der digitalen psychischen Gesundheitsversorgung, in der sich unsere Diagnostik und Therapiebegleitung als neuer Standard etabliert hat. Durch die Integration in das Erstattungssystem können alle Versicherten in Deutschland Klenico kostenfrei nutzen – ein Modell, das wir global ausweiten wollen.

Wir werden eine zentrale Rolle in hybriden Versorgungsmodellen spielen, die die Interaktion mit Therapeut:innen und fortschrittliche Technologie kombinieren, um die Versorgung effektiver und zugänglicher zu machen. Wir werden uns auch auf die Weiterentwicklung in Richtung KI konzentrieren, um nicht nur Früherkennung und sinnvolle Steuerung von Betroffenen, sondern auch Rückfallerkennung zu ermöglichen und so Menschen mit psychischen Erkrankungen kontinuierliche Unterstützung zu bieten.

In fünf Jahren wird KlenicoMe das Wohlbefinden von Menschen auf der ganzen Welt fördern, indem es den Zugang zu qualitativ hochwertiger Versorgung ausweitet und Effizienz und Einfühlungsvermögen in der Behandlung psychischer Erkrankungen neu definiert.

Wie hat die COVID-19-Pandemie die Bedeutung von digitalen Gesundheitsdiensten, insbesondere im Bereich der psychischen Gesundheit, verändert?

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) erlebt Deutschland einen deutlichen Anstieg von Krankmeldungen aufgrund von Arbeitsbelastungen und depressiven Erkrankungen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 stiegen die Fehlzeiten wegen seelischer Leiden im Vergleich zum Vorjahr um 85 Prozent – ein noch nie dagewesener Anstieg.

Dieser Trend wurde ursprünglich durch die Corona-Pandemie angestoßen und durch Faktoren wie Digitalisierung, Inflation und zunehmende Arbeitsbelastung weiter beschleunigt. Die volkswirtschaftlichen Kosten, die durch Depressionen entstehen, sind erheblich und wurden von der Versicherung Allianz in Deutschland bereits vor einem Jahrzehnt auf bis zu 22 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

Gleichzeitig sind die Menschen in Deutschland offen gegenüber digitalen Gesundheitsanwendungen: Eine aktuelle repräsentative Studie der Online-Therapieplattform HelloBetter zeigt, dass sich ein Drittel der Deutschen vorstellen kann, eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) bei psychischen Belastungen zu nutzen. Insbesondere die Generation Y zeigt sich sehr aufgeschlossen gegenüber digitalen Therapieoptionen, mit 44% der 29- bis 43-Jährigen, die sich eine Nutzung vorstellen können, um ihre psychischen Belastungen zu reduzieren.

Abschließend, welche Vision hast du für die Rolle der digitalen Technologie in der Zukunft der psychischen Gesundheitsversorgung?

Ich bin davon überzeugt, dass wir uns in Richtung einer hybriden psychotherapeutischen Versorgung bewegen, also einer Kombination aus Technologie und physischen Angeboten. Technologie kann Psychotherapeut:innen nicht ersetzen, aber sie kann helfen, Versorgungslücken zu schließen, Kosten zu verringern, Fehler in Diagnose und Therapie zu minimieren und vieles mehr.

Wir bedanken uns bei Laura Henrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wie junge Unternehmer Branchen neu definieren

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22. april 2024

Am 22. April 2024 präsentierten sich erneut ambitionierte Gründer in der Show „Die Höhle der Löwen“, um ihre innovativen Geschäftsideen vorzustellen, die von nachhaltigen Produkten bis hin zu revolutionären technologischen Lösungen reichten

In einer Zeit, die durch rasante technologische Fortschritte und ein wachsendes Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit gekennzeichnet ist, treten junge Unternehmer mit bahnbrechenden Ideen hervor. Sie zeigen eine beeindruckende Bereitschaft, traditionelle Branchen herauszufordern und dabei soziale sowie umweltfreundliche Werte zu integrieren. Diese neue Generation von Innovatoren nimmt nicht nur die Herausforderungen unserer Zeit an, sondern entwickelt auch praktische Lösungen, die das Potenzial haben, unseren Alltag grundlegend zu verbessern und die Umwelt zu schonen. Mit einer Mischung aus kreativem Unternehmergeist und einem starken Engagement für Nachhaltigkeit stellen diese jungen Gründer herkömmliche Praktiken in Frage und setzen neue Maßstäbe in ihren jeweiligen Feldern.

BETULA NATURA am 22. April 2024 in Die Höhle der Löwen

Valeria Weingardt, die mit nur 16 Jahren in die Welt des Unternehmertums eintrat, hat mit BETULA NATURA eine innovative Lösung für ein umweltbedingtes Problem geschaffen. Ihre Zahnbürstenhüllen aus Birkenrinde sind eine Antwort auf die umweltschädlichen Plastikhüllen, die oft verwendet werden. Birkenrinde, bekannt für ihre natürlichen antibakteriellen und wasserabweisenden Eigenschaften, bietet eine nachhaltige Alternative. Valeria hat die Idee während einer Schulstudie entwickelt, bei der sie feststellte, dass Zahnbürsten in Birkenrinde deutlich weniger Bakterien aufwiesen als jene in Plastikhüllen. Durch ihre einfallsreiche Idee und das Engagement für ökologische Nachhaltigkeit hat Valeria ein Produkt geschaffen, das sowohl umweltfreundlich als auch praktisch ist, insbesondere für den Einsatz auf Reisen.

NUTRIOMIX am 22. April 2024 in Die Höhle der Löwen

Christof Schlindwein und Aziz Cayli, die Begründer von NUTRIOMIX, haben eine Software entwickelt, die das Potenzial hat, die Ernährungswissenschaft zu revolutionieren. Mit einem umfassenden Verständnis der zellulären Bedürfnisse haben sie einen Algorithmus geschaffen, der Rezepturen analysiert und sie so anpasst, dass sie ein optimales Gleichgewicht aller notwendigen Nährstoffe bieten. Ihre Mission ist es, die Lebensmittelindustrie zu transformieren, indem sie alltägliche Lebensmittel gesünder und nährstoffreicher machen. Das Endziel ist ein Sortiment von Lebensmitteln, die mit einem Nutriomix-Siegel für ausgewogene Nahrung zertifiziert sind, was nicht nur die Lebensqualität der Konsumenten steigern, sondern auch neue Standards für gesunde Ernährung setzen soll.

ByeByeToe am 22. April 2024 in Die Höhle der Löwen

ByeByeToe® ist ein speziell entworfener String-Tanga der fortschrittliche Technologien nutzt, um Komfort ohne das unangenehme in den Schritt ziehen zu bieten. Er ist in der Mitte mit einem weichen Padding verstärkt und vermeidet so den „Cameltoe”-Effekt, so wird international umgangssprachlich die Verformung des Schritts bei der Frau benannt. Marie Mueller hat mit ByeByeToe eine effektive Lösung für das Problem der unerwünschten Abzeichnungen durch eng anliegende Kleidung entwickelt. Durch die Verwendung von Laser-Cut-Bonding-Technologie eliminiert der ByeByeToe sichtbare Nähte und bietet einen nahtlosen, bequemen Sitz und verhindert gleichzeitig das Wundscheuern beim Tragen. Dieser innovative Ansatz macht ByeByeToe besonders beliebt bei Frauen, die aktiven Lifestyle pflegen und dabei Wert auf Ästhetik und Tragekomfort legen.

AVOOCADOO am 22. April 2024 in Die Höhle der Löwen

Markus und Sajda Kindler aus Stuttgart teilen eine Passion für Avocados, bekannt für ihre Gesundheitsvorteile und weltweit beliebt. Um das häufig umständliche Zubereiten der Frucht zu vereinfachen, haben sie AVOOCADOO gegründet. Ihr Startup hat eine Produktlinie von Avocado-basierten Bio-Smoothies entwickelt, die vegan, kaltgepresst und ohne Zuckerzusatz sind. Angeregt durch positive Rückmeldungen planen sie nun, ihr Sortiment zu erweitern, inklusive spezieller Kaffeegetränke wie Avoccino, Avolatte und Avochai, sowie Snacks und Desserts aus Avocado. Das Ziel des Gründerehepaars ist es, ihre innovative Produktreihe deutschlandweit zu etablieren. Dafür suchen sie Investoren und bieten 15 Prozent ihrer Firmenanteile für 150.000 Euro an, um die Markteinführung ihrer neuen Produkte zu unterstützen.

Wiedersehen mit FreeMOM am 22. April 2024 in Die Höhle der Löwen

FreeMOM, das in der vorherigen Staffel von „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt wurde, hat seitdem beeindruckende Fortschritte gemacht. Unter der Leitung von Anika Schmidt und Lena Pieper hat sich FreeMOM als Freelancing-Plattform für arbeitende Mütter etabliert. Mit über 3.000 registrierten Freelancing-Moms und mehr als 200 kooperierenden Unternehmen hat FreeMOM zahlreiche Projekte erfolgreich abgeschlossen. Die Unterstützung durch die Investorin Tijen Onaran, die ihr umfangreiches Netzwerk zur Verfügung stellte, hat wesentlich zum Erfolg und zur Expansion von FreeMOM beigetragen.

Wiedersehen mit FUTURISED am 22. April 2024 in Die Höhle der Löwen

FUTURISED, das bereits in der ersten Folge der 14. Staffel präsentiert wurde, hat unter der Führung von Max Schlensag und mit der Unterstützung von Investor Carsten Maschmeyer beachtliche Erfolge erzielt. Ursprünglich für die Optimierung von Verwaltungsvorgängen in Banken entwickelt, hat FUTURISED sein Anwendungsspektrum erweitert und bietet nun auch Lösungen für Versicherungen und Kommunen. Durch diese Erweiterung konnte FUTURISED seinen Umsatz deutlich steigern und seine Marktpräsenz ausbauen.

Fazit:
Diese Startups verdeutlichen die Vielfalt und Innovationskraft junger Unternehmer. Von nachhaltigen Produkten bis hin zu technischen Lösungen, die das tägliche Leben verbessern, zeigen diese Unternehmen, wie tiefgreifend sie Branchen transformieren und dabei sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Werte fördern können. Ihre Geschichten sind Beispiele dafür, wie Vision, Kreativität und Engagement zu realen Veränderungen führen, die weit über den unmittelbaren Markt hinaus Einfluss haben.

Bild Die „Löwen“ Tillman Schulz, Dagmar Wöhrl (M.) und Tijen Onaran nehmen die Zahnbürstenhülle aus Birkenrinde von „Betula Natura“ genau unter die Lupe.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Digitalisierung auf Knopfdruck: Die Zukunft der Zahlungen

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YoYo.TIPS

YoYo.TIPS, vorgestellt von Gründer Joachim Sedlmeir war am 15. April in der Höhle der Löwen, revolutioniert die Digitalisierung von Trinkgeldern, Spenden und Zahlungen mit einer benutzerfreundlichen Plattform, die Transaktionen einfach und sicher macht

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

Unser Startup, YoYo.TIPS, wurde von mir, Joachim Sedlmeir, zusammen mit einem engagierten, erfahrenen Team um mich herum ins Leben gerufen. Wir haben eine große Leidenschaft mit einer großen Vision, Trinkgelder, Spenden und Zahlungen digital und unkompliziert zu gestalten.

In welcher Branche ist euer Startup tätig und was ist euer Kernprodukt oder eure Kern-Dienstleistung?

YoYo.TIPS ist in der Finanz- und Technologiebranche tätig und bietet eine innovative Plattform für die Digitalisierung von Trinkgeldern, Spenden und Zahlungen.

Wie und wann ist die Idee für euer Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die ihr adressieren wolltet?

Die Idee für YoYo.TIPS entstand aus der Beobachtung einer Marktlücke und einem spezifischen Problem: der mangelnden Digitalisierung im Bereich Trinkgelder und Spenden. Gemeinsam mit meinem Team haben wir die Notwendigkeit erkannt, eine benutzerfreundliche Lösung zu schaffen, um diese Prozesse zu vereinfachen und zu modernisieren.

Was macht euer Produkt oder eure Dienstleistung im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendet ihr?

YoYo.TIPS zeichnet sich durch seine Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und innovative Technologie aus. Unsere Plattform ermöglicht es Unternehmen und Organisationen, Trinkgelder, Spenden und Zahlungen einfach und sicher zu verwalten, ohne komplexe oder teure Lösungen implementieren zu müssen. Alles ganz einfach und smart per Web-App. Auf der Website „yoyo.tips“ wird in Sekundenschnelle ein Account & QR-Code erstellt. Und schon kann es losgehen.

Was ist die langfristige Vision eures Startups? Welche spezifischen Ziele wollt ihr in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

Unsere langfristige Vision ist es, mit Unterstützung unseres engagierten Teams die weltweite Digitalisierung von Trinkgeldern, Spenden und Zahlungen voranzutreiben. In den nächsten 1-5 Jahren streben wir an, unsere Plattform zu erweitern, neue Märkte zu erschließen und führend in diesem Bereich zu werden.

Warum habt ihr euch entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte eures Startups möchtet ihr besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

Wir haben uns entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen, weil wir die einzigartige Möglichkeit sehen, unsere innovative Lösung einem breiten Publikum zu präsentieren und potenzielle Investoren zu gewinnen. Wir möchten insbesondere die Skalierbarkeit und das Wachstumspotenzial von YoYo.TIPS hervorheben.

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhofft ihr euch durch die Show? Wie plant ihr, die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Durch Die Höhle der Löwen erhoffen wir uns nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit, von der Expertise der Löwen zu profitieren. Wir planen, die Investition für die Weiterentwicklung unserer Plattform, Marketingaktivitäten und die Expansion in neue Märkte zu nutzen.

Wie sieht euer Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte/Dienstleistungen?

Nach Die Höhle der Löwen planen wir, unsere Plattform weiter zu verbessern, neue Funktionen hinzuzufügen und unsere Präsenz auf dem Markt zu stärken. Unser engagiertes Team hat konkrete Pläne für die Expansion in neue Regionen und die Einführung zusätzlicher Produkte/Dienstleistungen.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr auf eurem Weg als Gründer gelernt habt?

Als Gründer habe ich zusammen mit meinem Team gelernt, wie wichtig es ist, flexibel zu sein, auf Feedback zu hören und kontinuierlich zu lernen und zu wachsen. Wir haben auch die Bedeutung eines starken Teams und einer klaren Vision für den Erfolg eines Startups und der Idee erkannt.

Welche Tipps würdet ihr anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

Unsere wichtigsten Tipps für andere Gründer sind: bleibe fokussiert auf deine Vision, sei bereit, Herausforderungen anzunehmen und zu lernen, um dich weiterzuentwickeln, und baue ein starkes Netzwerk aus Unterstützern und Mentoren auf, die dich und dein Team auf eurem Weg begleiten. Ein Tipp zum Schluss: Nutzt und erzählt anderen von www.YoYo.TIPS

Bild: Joachim Sedlmeir präsentiert das digitale Trinkgeld-Management „YoYo.TIPS“. Er erhofft sich ein Investment von 120.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

YoYo.TIPS war am 15. April 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Joachim Sedlmeir für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neue Ära der Unternehmensschulung: Effizienzsteigerung ohne Grenzen!

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Zick Learn

Zick Learn transformiert die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter schulen, indem es innovative Microlearning-Technologien einsetzt, die direkt über gängige Chat-Clients zugänglich sind

Wie positioniert sich Zick Learn in Bezug auf herkömmliche Methoden der Unternehmensschulungen?

Zick Learn unterscheidet sich in Sachen Unternehmensschulungen durch seinen innovativen Ansatz, der die Unzulänglichkeiten herkömmlicher E-Learning-Methoden behebt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schulungsprogrammen, die oft mit niedrigen Abschlussquoten zwischen 5 und 15 % zu kämpfen haben, weist unser Produkt eine beeindruckende Abschlussquote von über 85 % auf. Diese deutliche Verbesserung übertrifft den derzeitigen Marktstandard und beweist unser Engagement, unseren Kunden greifbare Ergebnisse zu liefern.

Der Kern unseres Erfolges liegt darin, dass wir den Mitarbeitenden unserer Kunden Schulungen sozusagen häppchenweise anbieten können, die sie direkt über ihr Smartphone aufrufen können. Diese Zugänglichkeit steigert nicht nur das Engagement, sondern ermöglicht auch höhere Abschlussquoten und stellt sicher, dass Mitarbeitende die Schulungsinhalte vollständig verinnerlichen.

Welche Plattformen unterstützt Zick Learn für die Bereitstellung von Lerneinheiten?

Zick Learn unterstützt eine Vielzahl von Plattformen für die Bereitstellung von Lerneinheiten und gewährleistet so Flexibilität und Zugänglichkeit für unsere Kunden und deren Mitarbeiter. Unsere Plattform ist so konzipiert, dass sie sich nahtlos in verschiedene Unternehmens-Chat-Clients wie MS Teams, WhatsApp, Webex und Slack integrieren lässt. Wenn es einen Chat-Client auf dem Markt gibt, der in Unternehmen verwendet wird, wird er auch auf Zick Learn zu finden sein.

Dieser plattformübergreifende Ansatz ermöglicht es uns, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Vorlieben unserer Kunden einzugehen und sicherzustellen, dass die Lerneinheiten unabhängig von der in ihrem Unternehmen verwendeten Kommunikationsplattform bequem abgerufen und abgeschlossen werden können. Wir haben Kunden, die MS Teams als offiziellen Client verwenden, aber die Marktdurchdringung von WhatsApp nutzen, um verschiedene Zielgruppen innerhalb der Organisation zu erreichen.

Wie plant Zick Learn, das europäische Wachstum voranzutreiben?

Europa ist ein 50 Milliarden schwerer Markt, den wir direkt bedienen können. Wir nutzen unser bestehendes Netzwerk und unsere Partnerschaften, um unsere Präsenz in den wichtigsten europäischen Ländern auszubauen. Im Moment konzentrieren wir uns auf Großbritannien, Irland, Südafrika und Deutschland. Durch die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern und Branchenführern können wir auf lokales Fachwissen und Marktkenntnisse zurückgreifen und so unsere Angebote auf die spezifischen Bedürfnisse europäischer Unternehmen zuschneiden.

Darüber hinaus wissen wir, wie wichtig die Einhaltung von Vorschriften und die Lokalisierung auf dem europäischen Markt sind. Daher möchten wir dafür zu sorgen, dass unsere Plattform alle relevanten Vorschriften und Standards einhält (wir sind seit dem ersten Tag vollständig DSGVO-konform), und wir legen stets großen Wert auf die Lokalisierung, um den verschiedenen sprachlichen und kulturellen Präferenzen in Europa gerecht zu werden. Unsere Plattform unterstützt Deutsch, Englisch und Italienisch für die Creator von Lerneinheiten, während unsere KI-basierten Übersetzungen Schulungen in über 200 Sprachen liefern.

Wir werden unsere Plattform auf der Grundlage des Feedbacks unserer europäischen Kunden weiter verbessern, indem wir Funktionen integrieren, die auf spezifische regionale Anforderungen und Vorlieben eingehen (unsere asiatischen Kunden lieben es beispielsweise, am Ende jeder Schulung ein personalisiertes Diplom zu erhalten).

Was sind die Hauptziele der deutschsprachigen Version von Zick Learn für den DACH-Markt?

Die Hauptziele der deutschsprachigen Version von Zick Learn für den DACH-Markt drehen sich um die effektive Durchdringung und Betreuung von Kunden in dieser Region. Unsere Hauptziele sind:

Marktdurchdringung: Aufbau einer starken Präsenz auf dem DACH-Markt durch effektive Ansprache potenzieller Kunden, Aufbau eines hohen Bekanntheitsgrades und Gewinnung eines bedeutenden Marktanteils.

Lokalisierung: Anpassung der Plattform an die sprachlichen und kulturellen Präferenzen der deutschsprachigen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dazu gehören die Übersetzung aller Inhalte ins Deutsche sowie die Anpassung der Funktionen an die lokal geltenden Vorschriften und Geschäftspraktiken.

Kundenbindung: Pflege enger Beziehungen zu den Kunden in der DACH-Region durch außergewöhnlichen Kundenservice, persönlichen Support und maßgeschneiderte Lösungen, die ihren individuellen Bedürfnissen und Herausforderungen gerecht werden.

Innovation und Differenzierung: Kontinuierliche Innovation unserer Plattform, um unseren Mitbewerbern voraus zu sein und innovative Lösungen anzubieten, die den sich entwickelnden Anforderungen des DACH-Marktes entsprechen. Dazu gehört die Integration neuer Funktionen, Technologien oder Lernmethoden, die bei deutschsprachigen Nutzern Anklang finden.

Welche Rolle spielt die geplante KI-basierte Funktion „Content Rejuvenation“ bei der Weiterentwicklung von Zick Learns Plattform?

Unser Ziel ist es, das Leben aller Akteure, die mit unserem Produkt zu tun haben, zu vereinfachen: die Lernenden, die IT-Teams und letztlich auch die Creator der Lerneinheiten. Heute ist die Erstellung von Schulungen für Zick Learn vier Mal schneller als die Erstellung jeder anderen Art von Schulung: Es dauert nur noch Tage statt Wochen. Und wir sind bestrebt, dies noch schneller zu machen.

In den letzten sechs Monaten haben wir eine KI mit den Lernregeln trainiert, die wir mit der UC Berkeley basierend auf unseren Gründungsergebnissen entwickelt haben, sowie mit den Best Practices, die unsere Kunden bei der Erstellung von Schulungen für Zick Learn entwickelt haben. Das Ergebnis ist eine Maschine, die in der Lage ist, jeden vorhandenen Schulungsinhalt in ein Lernmodul umzuwandeln, das geteilt werden kann: Formatierung, Struktur, Emojis, Übungen – und das alles in weniger als 3 Minuten.

Indem wir diese Hürde beseitigen, beschleunigen wir die Produktion neuer Inhalte und erleichtern den Zugang zu unserer Plattform für Kunden mit kleineren L&D-Teams.

Welche Vorteile bietet Microlearning im Vergleich zu traditionellen Schulungsmethoden laut RPS Research?

Einfach ausgedrückt: Es ist eine bahnbrechende Methode:
  • Verbesserte Interaktion: Microlearning präsentiert Inhalte in mundgerechten, leicht verdaulichen Häppchen, was dazu beiträgt, die Aufmerksamkeit und die Interaktion der Lernenden während des gesamten Schulungsprozesses aufrechtzuerhalten. Kürzere Lerneinheiten sind für die Lernenden oft ansprechender und weniger überwältigend, was zu einer höheren Teilnahme und Merkfähigkeit führt.
  • Verbesserte Merkfähigkeit: Die Forschung legt nahe (und unsere Daten belegen dies), dass Microlearning im Vergleich zu herkömmlichen Schulungsmethoden dazu beiträgt, dass sich Lernende die Informationen besser merken können. Durch die Vermittlung von Inhalten in kleinen, fokussierten Segmenten können die Lernenden die wichtigsten Konzepte im Laufe der Zeit besser aufnehmen und behalten.
  • Kosteneffizienz: Microlearning erfordert in der Regel weniger Ressourcen und weniger Zeit für die Entwicklung im Vergleich zu traditionellen Schulungsmethoden. Die kürzere Dauer von Microlearning-Modulen reduziert die Produktionskosten und ermöglicht es Unternehmen, Inhalte bei Bedarf schnell zu aktualisieren und anzupassen, was langfristig zu Kosteneinsparungen führt.

Wie beabsichtigt Zick Learn, das Investitionsziel von 4 Millionen Euro zu erreichen?

In Anbetracht des aktuellen Markt- und Investitionsumfelds ist dies sicherlich ein anspruchsvolles Ziel, aber wir sind zuversichtlich, dass wir dank unserer Einzigartigkeit und unserer Ergebnisse dieses Ziel erreichen können. Wir unterhalten enge Beziehungen zu allen großen europäischen Edtech-VC-Fonds. Wir haben schon früh festgestellt, dass die Erfolgschancen und der Einfluss auf unsere Zukunft umso größer sind, je spezialisierter der Investor ist. Wir treffen uns mit ihnen auf Veranstaltungen, halten sie über unseren Newsletter auf dem Laufenden und treffen sie regelmäßig zu Einzelgesprächen.

Wenn es darum geht, einen neuen Investor ins Boot zu holen, sind wir sehr wählerisch. Wir haben schon einem potenziellen Hauptinvestor “nein, danke” gesagt, weil sein strategischer Einfluss auf unser Wachstum als Team und als Unternehmen – abgesehen von dem Geld, das er investiert hätte – minimal gewesen wäre.

Abgesehen davon ist die geheime Zutat eine einfache: Wir wissen bereits, dass wir ein hervorragendes Produkt haben, das ein branchenübergreifendes- und grenzüberschreitendes Problem löst. Unsere Kunden lieben uns. Wir konzentrieren uns also auf Sales (und das ist auch der Grund für die Expansion in die DACH-Region: eine enorme Chance mit Tausenden unserer ICPs).

Welche Auswirkungen hat die Integration von Microlearning auf die Arbeitsabläufe der Nutzerinnen und Nutzer laut Zick Learns Ansatz?

Die Freiheit, dann zu lernen, wenn es für den einzelnen Lernenden am besten ist. Zugang zu Schulungsinhalten für Gruppen, die in der Vergangenheit von Lernangeboten ferngehalten wurden (z. B. Arbeiter, Techniker im Außendienst, Mitarbeiter im Feld usw.). Steigerung der Lernkurve: Durch Microlearning kann man die gleiche Menge an Inhalten in einem Bruchteil der Zeit lernen. Die Möglichkeit, all dies während der Arbeit zu tun, ist etwas, das in Unternehmen immer mehr zur Normalität wird.

Was sind die Hauptmerkmale der textbasierten Microlearning-Plattform von Zick Learn?

Ich führe diese Diskussion immer mit meinem Mitgründer Andrea: Ein Produkt wird an seinen Ergebnissen gemessen, nicht an seinen Funktionen.

Das wichtigste Ergebnis ist, dass unsere Nutzer effizient lernen können, und es gibt keinen besseren Weg zu lernen, als wenn man in seiner eigenen Sprache lernt. Aus diesem Grund haben wir als erste KI-basierte Funktion eine automatische Übersetzung in über 200 Sprachen auf der Grundlage der Präferenzen der Lernenden eingeführt.

Wir möchten auch, dass das Training an den Lebensstil der Lernenden angepasst ist: Deshalb liefern wir Trainings häppchenweise auf dem Gerät, das sie in der Tasche haben, und in dem Chat-Client, den sie bereits mögen und nutzen. So können sie nicht nur entscheiden, wann sie die Schulung absolvieren, sondern auch, ob sie es kurz pausieren, es für spätere Zwecke archivieren oder die Suchmaschine des Chat-Clients nutzen, um nach vergangenen Schulungen zu suchen und ihr Wissen zu vertiefen.

Eine weitere wichtige Funktion sind unsere Daten. Ich bin ein datengesteuerter Mensch, und unser Produkt bietet sowohl den Lern-Managern als auch den Lernenden echte Auswertungen der Daten, die aus ihren Interaktionen, ihrem Engagement, ihrer Lernkurve, ihrer Lernzeit und vielem mehr stammen.

Wir bedanken uns bei Matteo Penzo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Hautpflege: Eine Innovation, die Natur und Schutz vereint

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SKEETOO

SKEETOO hat am 16. April in der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ sein innovatives Startup vorgestellt, das ein festes Duschgel auf natürlicher Basis entwickelt, welches speziell gegen Gelsen/Stechmücken wirkt

Können Sie uns und unseren Lesern Ihr Startup kurz vorstellen und erklären, was das Besondere an Ihrem Produkt ist?

Wir, Katrin Buchinger-Schlader und Daniela Gefahrt, haben SKEETOO gegründet, ein Startup, das ein festes Duschgel auf natürlicher Basis entwickelt hat, welches speziell gegen Gelsen/Stechmücken wirkt. Das Besondere an unserem Produkt ist, dass es nicht nur effektiv Gelsen/Steckmücken abwehrt, sondern dabei auf natürliche Inhaltsstoffe setzt und somit umweltfreundlich und für alle Hauttypen geeignet ist

Was ist die Vision Ihres Startups und was möchten Sie mit Ihrem Unternehmen langfristig erreichen?

Unsere Vision ist es, den Schutz vor Gelsen-/Stechmückenstichen weltweit zu revolutionieren und dabei einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Langfristig möchten wir eine breite Palette an Hautpflegeprodukten entwickeln, die Menschen auf natürliche Weise vor Gelsen/Stechmücken schützen.

Wer ist die Zielgruppe für Ihr Produkt und warum gerade diese Gruppe?

Unsere Zielgruppe umfasst somit nicht nur umweltbewusste Verbraucher und Familien, sondern auch Menschen, die ihre Zeit aktiv in der Natur verbringen. Dazu gehören Outdoor-Liebhaber wie Wanderer, Camper, Bergsteiger, Golfer und generell alle, die Freizeitaktivitäten im Freien bevorzugen. SKEETOO bietet ihnen eine effektive, natürliche Lösung gegen Gelsen/Stechmücken, die ihre Zeit im Freien angenehmer macht, ohne dabei Kompromisse beim Umweltschutz eingehen zu müssen.

Was hat Sie dazu bewogen, Ihr Startup in der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ zu präsentieren?

Unser Hauptanliegen war es, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, dass Gelsen/Stechmücken nicht nur lästig sind, sondern auch Krankheiten übertragen können, die ernsthafte Gesundheitsrisiken mit sich bringen. Durch die Integration unseres natürlichen Duschgels in die tägliche Routine des Duschens möchten wir einen einfachen, aber effektiven Schutz gegen Gelsenstiche bieten. Uns ist es wichtig zu zeigen, dass mit SKEETOO ein gesundheits- und umweltbewusster Schutz gegen Gelsen möglich ist, der sich nahtlos in den Alltag integrieren lässt. Durch unsere Teilnahme an der Sendung strebten wir danach, nicht nur potenzielle Investoren für unser innovatives Produkt zu gewinnen, sondern auch eine breitere Bewegung für einen bewussteren und gesünderen Umgang mit unserer Umwelt zu inspirieren.

Mit welchen Erwartungen und Zielen sind Sie in die Sendung gegangen und gab es spezielle Investoren, die Sie überzeugen wollten?

Wir gingen mit der Hoffnung in die Sendung, Investoren zu überzeugen, die Erfahrung in der Konsumgüterbranche haben und uns helfen können, uns im Markt zu positionieren und den Vertrieb auszubauen. 

Wie war Ihre Erfahrung in der Sendung und gab es überraschende Momente oder Herausforderungen?

Unsere Erfahrung in der Sendung war sehr positiv, obwohl sie nicht ohne Herausforderungen war. Ein überraschender Moment war das hohe Interesse mehrerer Investoren, was uns bestätigte, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die größte Herausforderung war, in kurzer Zeit unsere Leidenschaft und die wissenschaftliche Fundierung unseres Produkts zu kommunizieren.

Welches Feedback haben Sie erhalten und welcher Investor war besonders interessiert?

Das Feedback war durchweg positiv und bestärkend. Besonders hervorzuheben ist das Interesse eines Investors, Heinrich Prokop, der umfangreiche Erfahrungen im Handelssektor vorweisen kann und uns seine Expertise für den Markteintritt angeboten hat.

Wie hat sich Ihr Startup seit dem Auftritt in der Sendung entwickelt und gab es signifikante Veränderungen oder Erfolge?

Seit unserem Auftritt in der Sendung hat sich für unser Startup SKEETOO vieles zum Positiven gewendet. Die erfolgreiche Firmengründung war nur der Anfang einer Reihe bedeutender Erfolge und Entwicklungen. Wir haben unser Produkt auf den Markt gebracht. 

Zudem haben wir unser Netzwerk signifikant ausbauen können. Durch die Teilnahme an der Sendung konnten wir wertvolle Kontakte zu Branchenexperten, potenziellen Geschäftspartnern und anderen Startups knüpfen, die uns neue Perspektiven und Wachstumsmöglichkeiten eröffnet haben.

Insgesamt hat der Auftritt in der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung unseres Startups gehabt. Wir sind stolz auf das, was wir bisher erreicht haben, und freuen uns auf das, was noch vor uns liegt.

Was sind die nächsten Schritte für Ihr Unternehmen und wo sehen Sie Ihr Startup in fünf Jahren?

In den nächsten Schritten planen wir, unsere Produktlinie zu erweitern und im Handel Fuß zu fassen.

Zum Schluss, welche Tipps würden Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben, die überlegen, sich in ähnlichen Shows zu präsentieren?

Für Gründer, die überlegen, sich in ähnlichen Shows zu präsentieren, lautet unser Rat: Seid authentisch, bereitet euch gründlich vor, und fokussiert euch darauf, eure Leidenschaft und die Einzigartigkeit eures Produkts zu kommunizieren. Nutzt die Gelegenheit, nicht nur Investoren zu gewinnen, sondern auch eine Geschichte zu erzählen, die euer Publikum begeistert und bindet.

Bild: Copyright Credit: (c) PULS 4/ Gerry Frank

Wir bedanken uns bei Katrin Buchinger-Schlader und Daniela Gefahrt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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