Sonntag, November 30, 2025
Start Blog Seite 59

Wie können ausgefallene Schulstunden zu echten Lernchancen werden?

0
LifeTeachUs Team bild

LifeTeachUs füllt ausgefallene Schulstunden mit wertvollem Lebenswissen und bringt Praxisnähe direkt ins Klassenzimmer.

Könnten Sie uns einen Einblick in die Gründungsgeschichte von LifeTeachUs geben und welche Personen hinter dem Unternehmen stehen? 

Die Idee zu LifeTeachUs ist aus meiner eigenen Schulzeit in Berlin entstanden. Ich hatte damals oft das Gefühl, nicht wirklich auf das Leben vorbereitet zu werden – und gleichzeitig fielen viele Unterrichtsstunden einfach aus. Ich fragte mich: Warum nutzen wir diese Zeit nicht sinnvoller?

Nach der Schule wurde mir noch klarer, wie stark der Lebensweg junger Menschen vom Elternhaus abhängt – obwohl das eigentlich nicht so sein sollte. Gemeinsam mit Hanna und Simon habe ich deshalb LifeTeachUs gegründet. Unsere Vision: mehr Bildungsgerechtigkeit und echte Chancengleichheit – unabhängig vom sozialen Hintergrund. Unser Ansatz ist einfach: Wir bringen Lebenswissen dorthin, wo es gebraucht wird – in die Schule. Immer dann, wenn Unterricht ausfällt oder ergänzt werden soll, kommen unsere LifeTeacher ins Spiel. Das sind Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen, die wir schulen und begleiten. Sie teilen ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung in sogenannten LifeLessons – und schaffen damit Begegnungen, die lange nachwirken.

Was ist die zentrale Vision von LifeTeachUs, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu realisieren? 

Wir wollen ein Bildungssystem, das fairer ist – und Kindern echte Chancen bietet. Der Weg dorthin beginnt mit einer Herausforderung, die kaum jemand kennt: In Deutschland fallen jede Woche rund eine Million Unterrichtsstunden aus. Das trifft vor allem die Kinder, die ohnehin weniger Unterstützung von zu Hause bekommen.

LifeTeachUs nutzt genau diese Lücke. Unsere LifeTeacher springen ein, wenn Unterricht ausfällt – und bringen zugleich wertvolles Lebenswissen mit. Sie motivieren, inspirieren und stärken soziale Kompetenzen. So entstehen echte Lernmomente, die weit über das Schulbuch hinausgehen.

Wie identifizieren Sie die Hauptzielgruppe Ihrer Initiative, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse erfüllt werden?

Unsere Zielgruppe sind alle Schüler:innen in Deutschland – egal, wie alt sie sind oder woher sie kommen. Wir wollen ihnen Wissen mitgeben, das im normalen Unterricht oft zu kurz kommt: Wie schreibe ich eine gute Bewerbung? Was muss ich über Finanzen wissen? Wie gehe ich mit Stress um? Dafür stehen wir im engen Austausch mit Schulen, Lehrkräften, Schüler:innen – und natürlich mit unseren LifeTeachern. So entwickeln wir unser Angebot ständig weiter und bleiben nah an dem, was wirklich gebraucht wird.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen aktuell im Bildungssektor, und wie geht LifeTeachUs damit um?

Der Lehrkräftemangel ist kein Zukunftsproblem, er ist längst Realität. Gleichzeitig fehlt es im Schulalltag oft an Praxisbezug. Beides wollen wir ändern. Mit unserer Web-App können Schulen gezielt LifeTeacher buchen – flexibel, kurzfristig und bedarfsgerecht. Die LifeLessons bringen nicht nur Wissen, sondern auch echte Lebensnähe in die Klassenzimmer. Das sorgt für mehr Abwechslung, mehr Motivation – und mehr Lust aufs Lernen.

Was unterscheidet Ihr Konzept von anderen Bildungsinitiativen im Markt? Welche Eigenschaften machen es einzigartig?

Wir setzen auf die Kraft der Zivilgesellschaft. Jeder Mensch trägt Wissen in sich – und wir glauben, dass dieses Wissen einen Platz in der Schule verdient. Ob Handwerkerin, Start-up-Gründer, Pflegekraft oder Rentnerin: Unsere LifeTeacher zeigen, wie vielfältig Lernen sein kann. LifeTeachUs ist mehr als eine Ausfallhelferin. Es ist eine Bewegung für mehr Bildungsgerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und neue Perspektiven im Schulalltag.

Könnten Sie uns einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen oder neue Projekte bei LifeTeachUs geben?

Unser Ziel ist klar: LifeTeachUs soll deutschlandweit wachsen – und langfristig auch international. Es gibt bereits erste Anfragen aus dem Ausland, aber unser Fokus liegt jetzt auf Deutschland. Hier gibt es noch viel zu tun. Unser großer Wunsch ist, dass es irgendwann ganz normal wird, sein Wissen mit der nächsten Generation zu teilen – so selbstverständlich wie Blutspenden. Denn genau solche Gesten machen unsere Gesellschaft stärker.

Wie integrieren Sie Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Bewusstsein in Ihre Unternehmensstrategie?

Wir verstehen Bildung als Schlüssel für nachhaltiges Handeln. Deshalb bringen wir Themen wie Umweltbewusstsein, soziale Verantwortung und Digitalisierung direkt in die Klassenzimmer – praxisnah und lebensrelevant. Zudem arbeiten wir eng mit Schulen, Unternehmen und engagierten Einzelpersonen zusammen, um langfristige Wirkung zu erzielen. Unsere LifeTeacher vermitteln nicht nur Wissen, sondern auch Haltung – und das prägt.

Welche Rolle spielt das Feedback von Lehrkräften und Schüler:innen in der Weiterentwicklung Ihres Angebots?

Feedback ist unser Kompass. Nach jeder LifeLesson holen wir Rückmeldungen ein – direkt von den Schüler:innen, Lehrkräften und LifeTeachern. So sehen wir, was gut funktioniert, wo wir besser werden können und welche Themen besonders gefragt sind. Diese Rückmeldungen fließen direkt in unsere Weiterentwicklung ein. Denn nur wenn wir zuhören, können wir auch wirklich etwas bewegen.

Wohin entwickelt sich Ihrer Meinung nach der Bildungsmarkt – und welchen Beitrag will LifeTeachUs leisten?

Der Bildungsmarkt steht an einem Wendepunkt. Digitalisierung, gesellschaftliche Veränderungen und Fachkräftemangel stellen Schulen vor neue Aufgaben. Wir glauben, dass flexible, praxisnahe Lösungen wie LifeTeachUs ein Teil der Antwort sind. Unsere Plattform wächst, unsere Community wächst – und mit jeder LifeLesson zeigen wir, wie viel Potenzial in der Gesellschaft steckt.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründer:innen im Bildungsbereich mit auf den Weg geben?

Wirkung vor Wirkungsmessung – der Mehrwert für die Kinder steht immer an erster Stelle.
Flexibel bleiben – nicht alles läuft nach Plan, aber oft wird’s dann noch besser.
Dranbleiben – Veränderung braucht Zeit, aber es lohnt sich.

Bild LifeTeachUs Team

Wir bedanken uns bei Ludwig Thiede für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Geld, Liebe, Zukunft – Überraschungen garantiert!

0
11. März 2025 21energy in 2 Minuten 2 Millionen @ PULS 4 Fotograf Gerry Frank

Heizen und Bitcoins schürfen – dieses Start-up könnte die Zukunft verändern!

Wenn die Heizung Bitcoins produziert: „2 Minuten 2 Millionen“ am Dienstag, 11. März 2025, um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4

Eine neue Ära des Heizens: 21energy kombiniert nachhaltige Wärmeversorgung mit der Erzeugung von Bitcoins am 11. März 2025 in 2 Minuten 2 Millionen

Mit 21energy präsentiert sich ein Start-up in der beliebten TV-Show 2 Minuten 2 Millionen, das Heizen revolutionieren will. Gründer Maximilian Obwexer aus Innsbruck hat ein Konzept entwickelt, das erneuerbare Energien mit der digitalen Finanzwelt verbindet: Heizsysteme, die nicht nur Wärme erzeugen, sondern gleichzeitig Bitcoins minen. Die innovative Technologie könnte eine nachhaltige Alternative zur klassischen Heizung bieten und die Energiewende vorantreiben.

Das Geschäftsmodell von 21energy hat bereits weltweit Aufmerksamkeit erregt, und Obwexer sieht großes Potenzial für eine internationale Expansion. Gefertigt wird ausschließlich in Österreich – doch um den nächsten großen Schritt zu machen, benötigt das Unternehmen Kapital. Mathias Muther erkennt die Chancen der Technologie und sieht in 21energy eine „riesengroße Möglichkeit“. Auch Eveline Steinberger, die für ihre kritischen Fragen bekannt ist, fordert den Gründer heraus. Wird es Obwexer gelingen, die Business Angels von seiner Idee zu überzeugen?

Liebesglück für alle? Eine ungewöhnliche Geschäftsidee sorgt für Diskussionen

Der nächste Pitch startet mit einem Schmunzeln: „Ich bin in einer glücklichen Ehe, also nicht die Zielgruppe“, kommentiert Investor Mathias Muther und bringt die Runde dazu, über ihr eigenes Beziehungsglück zu reflektieren. Der Grund: Paartherapeutin und Beziehungscoach Hilde Fehr stellt ihr Start-up „Liebe liegt in der Luft“ vor. Ihre Plattform bietet Frauen Unterstützung, um Selbstwert, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung zu stärken. Durch Online-Kurse sollen Frauen lernen, ihre Beziehungen zu verbessern – oder auch ihr Liebesglück neu zu entdecken.

„Was mir gefällt, ist ihre Persönlichkeit“, lobt Investor Erich Falkensteiner. Doch ob das Geschäftsmodell überzeugt, bleibt abzuwarten. Christian Jäger wendet sich augenzwinkernd an die Investoren: „Liebe Freunde, ich glaub, es würde euch allen gut tun, einmal vorher so etwas zu machen, dann wäre die Scheidungsquote niedriger.“ Mathias Muther greift den Ball auf und fragt trocken: „Sind wir alle geschieden, oder?“ Katharina Schneider ergänzt lachend: „Alex und ich führen das Ranking mit zwei Mal.“

Start-ups mit Potenzial: Finanzbildung für Kinder und innovative Lebensmittel

Neben 21energy und „Liebe liegt in der Luft“ präsentieren sich in dieser Ausgabe zwei weitere Start-ups: Die Finanzbildungs-App „GoForIt“ aus der Steiermark und „CACHUU!“, ein innovativer Pesto-Mix aus Nordrhein-Westfalen, der zum Selbstanrühren gedacht ist. Beide Gründer hoffen, die Jury, bestehend aus Katharina Schneider, Eveline Steinberger, Christian Jäger, Erich Falkensteiner, Alexander Schütz, Mathias Muther und Charlotte Braunstorfer, für sich zu gewinnen. Besonders spannend: Braunstorfer vergibt das begehrte Tchibo-Start-up-Ticket, das bereits so manchem Unternehmen zum Durchbruch verholfen hat.

Wer sichert sich den Deal am 11. März 2025?

Die Show „2 Minuten 2 Millionen – Die PULS 4 Start-Up-Show“ begeistert jede Woche mit innovativen Ideen und spannenden Verhandlungen. Ob 21energy die Investoren überzeugen kann, wie sich „Liebe liegt in der Luft“ behauptet und welche Start-ups letztlich mit einem Deal nach Hause gehen – all das zeigt sich am Dienstag, 11. März 2025, um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4.

Bild 21energy in 2 Minuten 2 Millionen @ PULS 4 Fotograf Gerry Frank

Wie verändert ein einziges Gespräch die Sicht auf den Kunden?

0
conveo team bild

Conveo ermöglicht Unternehmen durch KI-gestützte Videointerviews tiefere Einblicke in das Kundenverhalten – schnell, präzise und aufschlussreich

Wie entstand die Idee zu Conveo und welche Erfahrungen haben Sie dazu inspiriert, das Unternehmen zu gründen?

Solange ich denken kann, denke ich über Startup-Ideen nach. Während meiner Arbeit bei McKinsey habe ich viele Projekte zur generativen KI durchgeführt, bei denen wir nach KI-Anwendungsfällen für einige der größten Unternehmen der Welt gesucht haben. Parallel dazu habe ich viele Forschungsprojekte realisiert, bei denen ich selbst unzählige Umfragen und Hunderte von Interviews durchgeführt habe. Ich habe aus erster Hand erfahren, wie wertvoll eine gute Forschung ist, die Unternehmen dabei hilft, kostspielige Fehler zu vermeiden und viel in die richtigen Chancen zu investieren. Aber ich habe auch erlebt, wie quälend langsam, teuer und kleinteilig das war. Ein Forschungsprojekt aufsetzen, Interviews planen, Notizen machen, übersetzen, auswerten. Und am Ende war es nie genug. Da kam mir die Idee.

Ihre KI-gestützten Videointerviews werden von Top-Marken wie Unilever, Orange und Google genutzt. Was macht Conveos Lösung so besonders, dass sie in so vielen Bereichen wie Markenbildung, Customer Experience und Innovation eingesetzt wird?

Wenn man genau darüber nachdenkt, löst Conveo eines der grundlegendsten Probleme: die Kunden zu verstehen. Es ist eine der Kernbotschaften von Y Combinator: Um erfolgreich zu sein, muss man etwas bauen, das die Menschen wollen. Das gilt für Startups, aber auch für die größten Unternehmen der Welt! Conveo ermöglicht es jedem Unternehmen und jedem Team, tiefgreifende Gespräche zu führen, um genau zu verstehen, was die Menschen wollen, was ihre Gewohnheiten sind, was sie bevorzugen und vieles mehr. Das ist wichtig für die Grundlagenforschung, um neue Produktmöglichkeiten oder zukünftige Aufgaben zu erforschen, aber auch für Marketing und Branding, Preisgestaltung, Kundenerfahrung, Feedbackstudien und vieles mehr.

Mit einer Finanzierungsrunde von 5 Millionen Euro und Investoren wie Y Combinator hat Conveo einen beeindruckenden Start hingelegt. Wie wird dieses Kapital genutzt, um Ihre Vision weiter voranzutreiben?

Für uns ging es 2024 vor allem darum zu beweisen, dass unser Produkt und unsere Vision für die Kunden wertvoll sind. Unsere Kunden sind sehr zufrieden und haben alle die gleichen Herausforderungen. Unser Produkt wird also erfolgreich genutzt und unsere Roadmap ist sehr klar. Im Jahr 2025 und darüber hinaus geht es darum, unsere Produktvision auszubauen und unser Go-to-Market-Team in unseren Kernmärkten, den USA und Europa, offensiv zu vergrößern. Wir sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern!

Kundeneinblicke in kürzester Zeit zu liefern, ist ein ambitioniertes Ziel. Wie stellen Sie sicher, dass die von Conveo gelieferten Antworten nicht nur schnell, sondern auch qualitativ hochwertig und fundiert sind?

Dies ist eine so zentrale Frage, die viele Komponenten hat. Das Wichtigste ist, dass das Interview eine großartige Erfahrung ist. Bei Conveo handelt es sich um ein natürliches Gespräch, bei dem die Menschen unglaublich engagiert sind und sich voll und ganz auf das Gespräch einlassen. Unsere Interviews dauern zwischen 5 und 90 Minuten. Dabei kommen Emotionen, verborgene Meinungen, Gewohnheiten und die wahren Gedanken zum Vorschein. Die Menschen lieben unsere Interviews. 94 % geben unserem Interviewer die Note 4/5 oder besser. Ein weiterer wichtiger Punkt, der uns sehr überrascht hat, ist die Tatsache, dass 83 % der Befragten angaben, dass sie sich mit einer KI wohler fühlen als mit einem menschlichen Interviewer.

Neben der Qualität des Interviews ist jeder Datenpunkt in der Conveo-Analyse mit einem genauen Zitat verknüpft. Mit nur einem Klick kommt man von der höchsten Analysestufe zur konkreten Aussage. Das schafft das Vertrauen, das unsere Kunden brauchen, um kritische Entscheidungen zu treffen.

Welche Herausforderungen mussten Sie in der frühen Phase von Conveo überwinden und wie haben Sie diese gemeistert?

Wir sind mit 0 Euro Umsatz zu Y Combinator gegangen, aber es kam uns so vor, als hätten viele Unternehmen bereits Millionen an Umsatz erzielt. Am Ende der drei Monate im Y Combinator-Programm in San Francisco gibt es den berüchtigten „Demo Day“, an dem jedes Startup vor 100 Investoren auftritt und die wichtigste Frage ist die nach dem Umsatz. Im Juli und August hatten wir 0 Einnahmen, also war das eine extrem stressige Zeit. Wir arbeiteten 24/7, Tag und Nacht, um unsere ersten Kunden zu gewinnen. Und dann, im September, ging es auf einmal los. Wir blicken gerne auf diese Zeit zurück.

Für welche Unternehmen oder Branchen ist Ihre Technologie besonders wertvoll und warum? Sehen Sie Potenzial für weitere Einsatzbereiche?

Conveo wird branchenübergreifend eingesetzt, z. B. in der Konsumgüterindustrie (Unilever und AB Inbev), im Technologiesektor (Google und andere), in der Telekommunikation, im Bankwesen, in der Pharmaindustrie, in der Beratung und in anderen Bereichen. Die Anwendungsfälle erstrecken sich über Teams aus Forschung, Marketing, Kommunikation, F&E, Produkt, Marketing und den CEO. Den Kunden zu verstehen, ist für das gesamte Unternehmen von Bedeutung. Die erfolgreichsten Unternehmen sind bei allem, was sie tun, auf den Kunden fixiert. Das ist es, was wir ermöglichen wollen. Conveo baut die zentrale Quelle für tiefes Kundenverständnis auf, die das gesamte Unternehmen nutzen kann.

Viele Unternehmen kämpfen mit der Integration von KI in ihre bestehenden Prozesse. Wie erleichtert Conveo seinen Kunden die Nutzung und den Mehrwert der Technologie?

Das ist genau der Grund, warum wir uns für die Entwicklung von Conveo entschieden haben. Da die Informationen vom menschlichen Gesprächspartner zur KI fließen und nicht umgekehrt, wie es bei Kundensupport- oder Vertriebstools mit KI typisch ist, ist das Risiko viel, viel geringer und der Integrationsbedarf zunächst gleich null. Das bedeutet, dass Conveo mit einer einzigen Lösung, die nicht tiefgreifend integriert oder fein abgestimmt werden muss, schnell auf mehrere Kunden skalieren kann, damit ein echter Mehrwert entsteht.

Wie sieht Ihre langfristige Vision für Conveo aus? Gibt es bereits Pläne für neue Features oder Expansionen?

Unsere langfristige Vision ist es, die einzige Quelle für Kundeneinblicke für jeden im Unternehmen zu schaffen. Stellen Sie sich das so vor, dass Qualtrics, Ipsos und McKinsey in einer einzigen Plattform vereint sind. Jeder im Unternehmen wird Conveo eine kundenbezogene Frage stellen können und die Lösung wird alle verfügbaren Informationen durchsuchen. Wenn das nicht ausreicht, kann Conveo selbstständig ein neues Forschungsprojekt aufsetzen, Hunderte von Interviews durchführen und eine vollständige Analyse erstellen, die mit der Unternehmensstrategie verknüpft ist und Risiken und Chancen aufzeigt.

Was war der bisher spannendste oder überraschendste Anwendungsfall, den Sie mit Ihrer Plattform erlebt haben?

Zwei unserer Kunden haben ihre Superbowl-Werbung mit Conveo getestet und auf der Grundlage unserer Erkenntnisse die Go-Ahead-Entscheidung getroffen. Dass wir dies in unserem ersten Jahr für millionenschwere Werbespots geschafft haben, ist ein unglaublicher Nervenkitzel.

Der Markt für KI-gestützte Analyse- und Interviewlösungen wächst rasant. Wie differenziert sich Conveo von anderen Anbietern und wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das ist das Interview-Erlebnis von Conveo. Ein wirklich natürliches Gespräch mit Video. Das ist es, was uns die höchste Datenqualität für unsere Kunden liefert. Die meisten anderen Plattformen fühlen sich an wie eine Umfrage mit vielleicht ein paar unverbundenen Folgefragen, denen der Kontext fehlt und die sich überhaupt nicht personalisiert anfühlen. In Zukunft wird sich unser Wert mehr von der Datenerhebung zu einer umfassenden KI-Quelle für Mitarbeiter- und Kundeneinblicke verlagern. Jeder wird Conveo eine Frage stellen können, und die Lösung wird das vorhandene Wissen durchsuchen. Wenn das nicht ausreicht, wird es ein neues Projekt einrichten, Hunderte von neuen Interviews durchführen und diese in kürzester Zeit analysieren. Wir reduzieren die Reibung bei der Recherche auf 0. Und es gibt noch so viel mehr. Und wir arbeiten unglaublich eng mit unseren Kunden zusammen, um unsere Roadmap zu gestalten. Wir sind sehr gespannt auf das, was vor uns liegt.

Sie haben den Sprung von der Idee zur erfolgreichen Finanzierung geschafft. Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die sich in einer ähnlichen Phase befinden?

1. Habt große Träume und arbeitet mit Engagement an ihnen. Das klingt unglaublich klischeehaft. Hendrik sagt immer: „Sag niemals nein zu dir selbst. Lass es dir von der Welt sagen und ignoriere es trotzdem.“

2. Baut etwas Wertvolles für einen Kunden und geht von dort aus weiter. Aktion erzeugt Information. Fangt einfach an und entwickelt euch weiter. 

3. Umgebt euch mit den besten Leuten. Seien es Mitbegründer, die ersten Mitarbeiter oder andere Gründer.

Wir werden in naher Zukunft einige unglaublich spannende Funktionen mit multimodaler und Echtzeit-KI entwickeln, die die Forschungsindustrie verändern werden. Außerdem verändert sich die Welt mit KI und anderen technologischen Fortschritten, kulturellen Veränderungen, neuen Generationen, der Kreativwirtschaft und vielem mehr schneller denn je. Die Kundenforschung ist wichtiger denn je. Es ist eine unglaublich aufregende Zeit, um die Spielregeln zu ändern.

Bild: Teambild Conveo © Conveo

Wir bedanken uns bei Hendrik Van Hove und Dieter De Mesmaeker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie verändert unabhängiges Tracking das Marketing-Spiel?

0
MCANISM CEO Gunnar Millitz

MCANISM Technologies GmbH bietet innovative Tracking- und Analyse-Software für Performance- und Affiliate-Marketing, die Unternehmen maximale Datenhoheit und Effizienz ermöglicht

Können Sie uns eine kurze Vorstellung von MCANISM Technologies GmbH und den Menschen dahinter geben?

MCANISM ist ein Technologieunternehmen, das Performance- und Affiliate-Marketing auf ein neues Level hebt. Unser Team besteht aus Experten für IT, Marketing und Data Science. Gemeinsam entwickeln wir innovative, datengetriebene Lösungen, die unseren Kunden maximale Transparenz und Effizienz bieten.

Wie hat Ihre Erfahrung als DACH-Geschäftsführer Ihre Gründungsstrategie bei MCANISM beeinflusst?

Ich habe gelernt, wie wichtig Flexibilität, Datenhoheit und technologische Unabhängigkeit sind. Diese Prinzipien haben MCANISM von Anfang an geprägt. Unser Fokus liegt auf maßgeschneiderten Lösungen, die Unternehmen echte Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Welche Vision treibt MCANISM an und wie möchten Sie diese im Performance- und Affiliate-Marketing umsetzen?

Unsere Vision ist es, Unternehmen durch transparente und leistungsstarke Marketing-Technologien erfolgreicher zu machen. Wir bieten eine Tracking- und Analyse-Software, die ohne Drittanbieter auskommt. So ermöglichen wir maximale Kontrolle über Daten und Kampagnen.

Wie definieren Sie Ihre Zielgruppe und welche speziellen Bedürfnisse adressieren Sie dabei, insbesondere im Food- und Hotellerie-Bereich?

Unsere Zielgruppe sind Unternehmen, die datengetrieben arbeiten und Performance-Marketing ernst nehmen. Kunden, die ihre Geschäfte großteils offline verrichten, sind daher für uns bei MCANISM nicht von Interesse. Andere Branchen hingegen schon: Besonders im Food- und Hotellerie-Bereich helfen wir dabei, Streuverluste zu reduzieren, den Customer Lifetime Value zu steigern und Marketingbudgets effizienter einzusetzen.

Was unterscheidet Ihre eigene Tracking- und Analyse-Software von den herkömmlichen Lösungen am Markt?

Unsere Lösung ist unabhängig, datenschutzkonform und extrem präzise. Wir ermöglichen Unternehmen, ihre Datenhoheit zu wahren und Kampagnen ohne Verzerrungen durch externe Plattformen auszuwerten. Das sorgt für mehr Effizienz und bessere Entscheidungen.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre IT-Lösungen datenschutzkonform und zukunftssicher bleiben?

Datenschutz steht bei uns an erster Stelle. Unsere Software ist DSGVO-konform und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Durch eigene Server und regelmäßige Updates sind unsere Kunden immer auf der sicheren Seite.

Mit welchen Herausforderungen ist MCANISM in einem hart umkämpften Markt konfrontiert und wie gehen Sie damit um?

Der Markt ist dynamisch und von großen Playern dominiert. Wir setzen auf technologische Unabhängigkeit, Transparenz und Kundennähe. Unsere Lösungen sind flexibel und ermöglichen eine schnelle Anpassung an neue Anforderungen.

Welche strategischen Entwicklungen planen Sie, um die Marktposition weiter auszubauen?

Wir investieren in die Weiterentwicklung unserer Technologie, den Ausbau unserer deutschlandweiten Präsenz und neue Partnerschaften. Gleichzeitig optimieren wir bestehende Lösungen, um unseren Kunden immer den größten Mehrwert zu bieten.

Wie wichtig ist für Sie die Unabhängigkeit von Drittanbietern in der Kontrolle über Daten und Prozesse?

Sie ist von zentraler Bedeutung. Wer seine Daten in fremde Hände gibt, verliert Kontrolle über sein Geschäft. Unsere Kunden behalten die Hoheit über ihre Daten und können ihre Strategien ohne externe Abhängigkeiten steuern.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern basierend auf Ihren Erfahrungen geben?

Erfolg als Gründer erfordert Kontinuität, Marktgespür und eine durchdachte Wachstumsstrategie. Man sollte immer mit dem Schlimmsten rechnen und in schwierigen Zeiten Durchhaltevermögen beweisen. Rückschläge gehören dazu – wer langfristig dranbleibt, hat größere Chancen auf Erfolg. Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Erkennen von Marktlücken. Statt in überfüllten Märkten zu konkurrieren, lohnt es sich, gezielt Nischen zu identifizieren und als Spezialist Produkte für diese zu entwickeln. So schafft man sich einen echten Wettbewerbsvorteil. Schließlich sollte Wachstum mit Bedacht erfolgen. Es ist ratsam, zunächst lokal zu wachsen und das Geschäftsmodell zu festigen, bevor man zu unkontrolliert und mit zu hohem Risiko expandiert.

Inwiefern prägen Ihre bisherigen Erfolge und Herausforderungen die zukünftige Ausrichtung von MCANISM?

Unsere Erfolge sowie vertrauenswürdige Partnerschaften zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Herausforderungen haben uns gelehrt, agil zu bleiben. Wir werden unsere Technologien weiter optimieren, unsere Marktposition ausbauen und uns dadurch nach und nach als wichtiger Player in der Branche positionieren.

Bild: MCANISM CEO Gunnar Millitz @ MCANISM

Wir bedanken uns bei Gunnar Millitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie kann künstliche Intelligenz den Anerkennungsprozess beschleunigen?

0
INDIMA Gründerteam v.l.n.r. Gevorg Simonyan, Emin Vojnikovic.© INDIMA SkillBridge GmbH

INDIMA digitalisiert und automatisiert die Anerkennung internationaler Qualifikationen und hat am 27. Februar 2025 seine Lösung in der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ präsentiert

Wie ist die Idee zu INDIMA entstanden? Welche persönlichen oder beruflichen Erfahrungen haben dich zur Gründung inspiriert?

Die Idee zu INDIMA hat mein Co-Founder Gevorg Simonyan gehabt. Einerseits war er selbst von der Anerkennung betroffen und beruflich als Berufs- & Bildungsberater für Migranten:innen begleitete er viele Menschen durch den Prozess. Gevorg und ich lernten uns bei der Initiative UpdateSocial an der Johannes Kepler Universtität kennen, wo wir in der organisierten Ideenwerkstatt gemeinsam an der Idee arbeiteten. Die Fragestellung „Wie können wir hochqualifizierte Migranten:innen am besten ihren Qualifikationen entsprechend in den Arbeitsmarkt integrieren?”, beschäftigte uns damals.

Nach langer recherche und vielen Erfahrungsberichten stellten wir erschreckend fest wie viel Potenzial an internationalen Fachkräften ungenutzt ist, obwohl die heimische Wirtschaft händeringend nach Fachkräften sucht. Das Problem ist der lange, komplizierte und bürokratische Prozess der Anerkennung von ausländischen Qualifikationen. Wartezeiten von bis zu 12 Monaten sind keine Seltenheit. Ein Verlust für Wirtschaft und die betroffene Person. 

Am 27. Februar 2025 hast du INDIMA in der Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ präsentiert. Wie hast du diesen Moment erlebt, und welche Auswirkungen hatte die Show auf dein Unternehmen?

Die Show ermöglichte uns aufzuzeigen wie wichtig es ist im Bereich Integration und Anerkennung zu digitalisieren und automatisieren. Wir haben unsere Lösung präsentiert die Menschen schnell und transparente Perspektiven gibt, unsere heimische Wirtschaft unterstützt und Verwaltungskosten senken kann. Eine WIN-WIN-WIN Situation! Wie Alexander Schütz sagte, ist es genau das was wir in Österreich brauchen! 

Persönlich erfüllt es mich mit stolz solche Worte von den Investoren und Investorinnen zu hören. Wir sehen auch, dass die mediale Präsenz auch die richtigen Personen erreicht, die sich tagtäglich mit der Anerkennung beschäftigen und konnten erste Termine bereits vereinbaren. Das Interesse an INDIMA wurde nicht nur in Österreichs Behörden geweckt sondern auch in unserem Nachbarland Deutschland. 

Fun Fact: Aufgrund der Sendezeitverschiebung auf Dienstag 20:15 Uhr wird unsere Folge auch am 04.03. auf Puls4 ausgestrahlt. Über die doppelte Sendezeit freuen wir uns.

Welche Vision steckt hinter INDIMA, und welche Schritte hast du bereits unternommen, um diese zu verwirklichen?

Unsere Vision ist es INDIMA EU-weit anzubieten, um soviele Menschen wie möglich bei der Anerkennung von internationalen Qualifikationen und der Arbeitsmarktintegration zu helfen. Wir befinden uns mit mehreren Behörden in Hochschulen in Österreich, im Austausch die INDIMA gerne nutzen wollen, um technologieunterstützt Anerkennungsverfahren zu absolvieren. Das würde die Bearbeitungszeit bei den Behörden um bis zu 80% senken. Das Antragsteller:innen monatelang auf ihre Anerkennung warten, wird es bald nicht mehr geben in Österreich! 

Für welche Zielgruppe sind eure Lösungen besonders relevant? Wie stellt ihr sicher, dass eure Produkte deren Bedürfnissen gerecht werden?

Besonders spannend ist unsere Lösung für Behörden (Anerkennungsstellen) und Hochschulen (Zulassungsstellen) die Qualifikationen von internationalen Fachkräften und Student:innen bearbeiten. Durch INDIMA erhalten Prüfer in nur 5 Minuten eine detailierte Analyse über die Gleichwertigkeit zwischen der internationalen Qualifikation und dem heimischen equvivalent.

Die zweite Zielgruppe die wir ansprechen sind Internationals die ihre Karrierechancen in Österreich verbessern wollen. In nicht reglementierten Berufen ist eine Anerkennung grundsätzlich nicht notwendig, erhöht jedoch die Jobchancen um das Doppelte. Darum bieten wir Menschen mit internationalen Qualifikationen zum 2min2mio Spezialpreis um 19.90EUR eine Bewertung an. Die Antragsteller:innen erhalten in nur wenigen Minuten ihr Resultat und können ein von uns erstelltes Zertifikat mit den Ergebnissen potenziellen Arbeitgeber vorlegen.

Wir entwickeln kundenorientiert und gehen hier aktiv in den Austausch mit Nutzer:innen innerhalb der Behörden. Uns ist es wichtig uns stetig zu verbessern, damit die Behörden die Entscheidung über die Anerkennung so schnell wie möglich treffen können. 

Was unterscheidet Indima von bestehenden Alternativen auf dem Markt, und was macht eure Technologie oder Herangehensweise einzigartig?

Wir bei INDIMA setzten auf unseren eigens entwickelten Algorythmus und künstliche Intelligenz. Wir sind derzeit die einzige Lösung die vollautomatisch in wenigen Minuten Qualifikationen inhaltlich sowie auf formale Kriterien prüfen und abgleichen kann. Und wir erweitern die menschliche Intelligenz durch Künstliche. Derzeitige Lösungen bieten keine Automatisierungen an, um den Prozess in den Behörden wirklich zu beschleunigen. 

Welche Herausforderungen hast du auf dem Weg zur Marktreife gemeistert, und welche Hürden gab es nach der Präsentation bei „2 Minuten 2 Millionen“?

Aus einer großartigen Idee und Motivation die Welt für viele Menschen ein Stück besser zu machen ein fertiges Produkt zu entwickeln ist ein langer Weg mit vielen Ups & Downs. Unsere Idee wurde von zahlreichen Preisen u.a. EDISON Award, UpdateSocial, Gründer:innenstipendium der Stadt Linz und Social Impact Award in der frühen Phase ausgezeichnet. Die Anerkennung motivierte uns, unsere Idee auch wirklich in die Tat umzusetzen. Wir entwickelten ein erstes MVP präsentierten es potenziellen Nutzern und sammelten so wichtiges Feedback. Software für Behörden zu entwickeln ist nicht leicht und es muss auf viele Richtlinien und Details geachtet werden.

Durch einen Kontakt lernten wir 2024 Walter Huemer GF der Huemer Group GmbH kennen. Seine Expertise in der Entwicklung von Softwareprodukten und IT Beratung im öffentlichen Sektor war für uns seit dem Zusammenschluss im Juni 2024 eine Bereicherung. Die INDIMA ist ein eigenständiges Unternehmen, dass auf Erfahrungen aus über 25 Jahren IT-Unternehmertum zurückgreifen kann. Gemeinsam entwickleten wir die Software Plattform sowie unseren KI-Algorithmus zur marktreife und können ein fertiges Produkt vorstellen und in Prozesse integrieren. Nun stehen für uns vertiefte Gespräche mit nationalen sowie internationalen Behörden an.

Wie kann die Software bestmöglich in bestehende Prozesse integriert werden? Welche Prozesse in den Behörden müssen sich ändern, um effizienter IT-gestützt arbeiten zu können? Trotz einiger offener Fragen, die bei radikalen Innovationen normal sind, blicken wir optimistisch in die Zukunft. Wir prognostizieren erste erfolgreiche Integrationen bis Ende 2025 (im öffentlichen Sektor kann das auch manchmal länger dauern). 

Wie haben Kunden, Investoren oder potenzielle Geschäftspartner auf INDIMA nach der Ausstrahlung der Sendung reagiert?

Potenzielle Kunden wie Hochschulen, Behörden und internationale Personalrecruiter haben sehr positiv auf INDIMA reagiert. Durch die mediale Aufmerksamkeit sind Kontakte und Demo Termine entstanden. Nun heißt es für uns den Nutzen nochmal direkt den Personen zu präsentieren die tagtäglich sich mit dem Thema Anerkennung und Bewertung internationaler Qualifikationen beschäftigen. Um eine Mitarbeiterin in der Behöhrde zu zitieren: „Es wird endlich an der Zeit auch in unserem Bereich durch Technologie unterstützt zu werden.”

Welche Erkenntnisse hast du aus der intensiven Pitch-Vorbereitung und der Teilnahme an der Show mitgenommen?

Ich habe gelernt ein komplexes Thema in nur wenigen Sätzen anschaulich zu beschreiben. Zuversichtlich kann ich sagen, dass ich INDIMA und den Anerkennungsprozess auch Menschen verständlich erklären kann, die mit der Thematik noch nie Berührungspunkte gehabt haben. Ein wichtiger Skill, um unsere Vision voranzutreiben. Hier möchte ich mich bei meinen Mitgründern Gevorg Simonyan und Walter Huemer (Huemer Group GmbH) sowie meiner Communicationcoach Alessa Prochaska (zflys GmbH) für ihre Unterstützung bei der Vorbereitung bedanken. Ohne das tolle Team wäre es viel schwerer gewesen für mich!

Welche nächsten Schritte stehen für Indima an, und in welche Richtung möchtest du das Unternehmen in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Ganz klar wollen wir mit den ersten Behörden in Österreich die Integration in ihre Systeme und Prozesse meistern, da sind wir schon dran. In den kommenden Jahren wollen wir EU weit expandieren und uns als Marktführer als Software für Anerkennung von internationalen Qualifikationen positionieren. Wir freuen uns bereits, dass bereits heute schon internationales Interesse besteht und erste Gespräche stattfinden. 

Wenn du drei essenzielle Ratschläge für andere Gründer geben müsstest, welche wären das?

  1. Einfach machen! Eine Idee zu haben ist gut, aber die Umsetzung ist das, was dich von Träumern abhebt. 
  2. Presistence. Nicht zu schnell Aufgeben! Gründer zu sein kann mit einer Achterbahn verglichen werden. Es gibt Höhen und Tiefen. Man muss lernen mit beidem umgehen zu können. Jedes Nein bringt dich einen Schritt näher an das Ziel. 
  3. Baue dir ein Netzwerk auf. Zu „netzwerken” wie man als Founder so schön sagt ist ein wichtiger Skill den man erlernen sollte. Durch so manche Gespräche können sich großartige Chancen entwickeln.

Gibt es Entscheidungen oder Prozesse, die du heute anders angehen würdest, wenn du noch einmal von vorne beginnen könntest?

Es gibt bestimmt das eine oder andere Ereigniss, das ich im Nachhinein anders gemacht hätte. Jedoch bin ich über meine persönliche sowie berufliche Entwicklung sehr zufrieden und denke das auch eine Fehlentscheidung wichtig ist für den Wachstum. Denn nur aus Fehlern kann man lernen. Ich scheue mich nicht vor meinen Fehlern manchmal bin ich auch stolz, weil ich gelernt habe wie es nicht geht. 

Bild: Gründerteam v.l.n.r. Gevorg Simonyan, Emin Vojnikovic.© INDIMA SkillBridge GmbH

Wir bedanken uns bei Emin Vojnikovic für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie kann eine Idee aus dem Motorsport die Logistikbranche verändern?

0
meight founder und interviewgeber luis mendes

Meight digitalisiert kleine und mittelständische Speditionen mit einer benutzerfreundlichen Cloud-Plattform, die Effizienz steigert, Kosten senkt und Nachhaltigkeit in der Logistik vorantreibt

Wie ist die Idee zu Meight entstanden, und welche persönliche Motivation steckt hinter der Gründung?

Die Gründung von Meight ist aus der Überzeugung heraus entstanden, dass die Logistikbranche smarter, effizienter und nachhaltiger gestaltet werden kann. Unsere Wurzeln liegen im Motorsport und der Entwicklung von Software für die MotoGP. Dort dreht sich alles um Präzision, Innovation und maximale Leistung – Prinzipien, die wir in den Lkw-Verkehr übertragen haben. Doch anstatt auf Geschwindigkeit zu setzen, wollen wir die Effizienz und Nachhaltigkeit der Branche steigern.

Wir sehen, dass der Lkw-Verkehr eine Schlüsselrolle in der Wirtschaft spielt. Trotzdem arbeiten viele kleine und mittelständische Speditionen noch mit veralteten, papierbasierten Prozessen oder schwerfälligen IT-Systemen. Von den rund 500.000 Speditionen in Europa sind 95 % familiengeführt – und genau diese Unternehmen haben oft keinen Zugang zu modernen Technologien, die ihnen ihre Arbeit erleichtern könnten.

Mit Meight wollen wir das ändern. Unsere Vision: kleine und mittelständische Unternehmen zu digitalisieren und mit benutzerfreundlichen Tools auszustatten. Die digitale Plattform hinter Meight gibt Speditionen die Möglichkeit, effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger zu arbeiten – mit intuitiven Tools, die leicht zu integrieren sind. Wir möchten nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken, sondern ihnen auch helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und sich für die Zukunft optimal aufzustellen.

Welche konkreten Herausforderungen im Bereich Transport und Logistik löst Meight, und wie unterscheidet sich eure Lösung von bestehenden Angeboten?

Viele kleine und mittelständische Speditionen kämpfen mit steigenden Betriebskosten, ineffizienten Routenplanungen und fehlender Transparenz. Dazu kommt der Druck, mit großen Anbietern Schritt zu halten. Bestehende Systeme sind oft teuer, schwer anpassbar und wenig intuitiv.

Mit unserer cloudbasierten Plattform setzen wir bei diesem Problem an. Durch effizientes Flottenmanagement können Kosten gesenkt und Prozesse durch datenbasierte Entscheidungen optimiert werden. Echtzeit-Tracking und die nahtlose Integration von Subunternehmern sorgen für vollständige Transparenz entlang der gesamten Lieferkette.

Meight setzt nicht nur auf Automatisierung, sondern auf eine Lösung, die Kosten- und Servicequalität gleichermaßen in den Fokus rückt. Unsere Plattform ist einfach zu integrieren, benötigt keine teure IT-Infrastruktur und ermöglicht eine schnelle Skalierung ohne hohe Zusatzkosten.

Zudem ist Nachhaltigkeit kein nachträglicher Gedanke, sondern Kern unseres Geschäftsmodells – von smarter Routenplanung bis hin zur Reduktion von Leerfahrten. Mit unserem Rundum-Sorglos-Ansatz bieten wir Speditionen eine zukunftssichere Lösung, die kontinuierlich weiterentwickelt wird und sich flexibel an neue Herausforderungen anpasst.

Nachhaltigkeit spielt in der Logistik eine immer größere Rolle. Wie trägt Meight dazu bei, Transporte effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten?

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Plattform. Durch intelligente Routenplanung und optimierte Flottensteuerung helfen wir Unternehmen, den Kraftstoffverbrauch zu senken und Emissionen zu reduzieren. Unsere datenbasierte Analyse unterstützt Unternehmen dabei, Einsparpotenziale, sowohl in der Planung als auch in Echtzeit in allen Prozessen, zu identifizieren – sei es durch effizientere Touren oder einen effizienteren Fahrzeugeinsatz.

Ein Beispiel hierfür ist unser Kunde Lusiaves in Portugal, ein Unternehmen mit 600 Lkw, das Meight integriert hat, um die Kraftstoffeffizienz seiner Flotte zu verbessern. Ein weiterer Kunde, Portugalenses, eine Spedition mit 220 Lkw, konnte durch unsere Lösung papierbasierte Prozesse vollständig eliminieren.

Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als natürlichen Bestandteil effizienter Logistik zu etablieren.

Ihr setzt auf eine cloudbasierte Plattform – welche technologischen Innovationen stecken dahinter, und wie profitieren Logistikunternehmen davon?

Während viele Wettbewerber noch auf serverbasierte Systeme setzen, ist Meight von Anfang an cloudbasiert aufgebaut. Das bedeutet, dass unsere Kunden keine eigenen IT-Infrastrukturen betreiben und verwalten müssen und ortsungebunden auf das System zugegriffen werden kann. Außerdem können neue Funktionen jederzeit nahtlos integriert werden – ohne zusätzliche Kosten für Updates oder Wartung.

Ein weiterer Vorteil ist die Echtzeit-Datenverarbeitung. Logistikunternehmen profitieren davon, weil sie jederzeit Zugriff auf aktuelle Daten haben und fundierte Entscheidungen treffen können. Unsere intelligenten Algorithmen helfen dabei, Prozesse zu automatisieren und unnötige manuelle Eingriffe zu reduzieren.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Lösung nicht nur Unternehmen, sondern auch Fahrer:innen im Alltag unterstützt und ihre Arbeitsbedingungen verbessert?

Für uns ist klar: Digitalisierung darf nicht nur im Büro stattfinden – sie muss auch auf der Straße ankommen. Deshalb haben wir unsere Plattform so gestaltet, dass sie nicht nur für Disponent:innen und Logistikmanager:innen, sondern auch für Fahrer:innen einfach und intuitiv nutzbar ist. Die Meight FahrerApp sorgt mit ihrem benutzerfreundlichen Design und Gamification-Ansatz dafür, dass Fahrer:innen direkt eingebunden werden und Arbeitsabläufe noch effizienter gestaltet werden können.

Unsere Lösung hilft Disponent:innen, ihre Touren effizienter zu planen, Wartezeiten zu reduzieren und Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Durch eine optimierte Kommunikation zwischen Disposition und Fahrpersonal vermeiden wir Missverständnisse und verbessern die Zusammenarbeit.

Was sind aktuell die größten Herausforderungen für Meight, und wie geht ihr als Team damit um?

Eine der größten Herausforderungen ist die Digitalisierung einer traditionell stark analog arbeitenden Branche. Viele Speditionen arbeiten seit Jahrzehnten mit etablierten, aber oftmals veralteten, Methoden und sind skeptisch gegenüber neuen Technologien. Unsere Aufgabe ist es, diese Unternehmen von den Vorteilen moderner, digitaler Lösungen zu überzeugen.

Dafür setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir entwickeln unsere Plattform gemeinsam mit ihnen weiter, sodass sie perfekt auf ihre Anforderungen zugeschnitten ist.

Welche Zielgruppe sprecht ihr mit Meight an, und wie stellt ihr sicher, dass eure Lösung optimal auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist?

Unsere Hauptzielgruppe sind kleine und mittelständische Speditionen, die sich gegen größere Wettbewerber behaupten müssen. Ihre größte Herausforderung sind hohe Kosten, ineffiziente Prozesse und fehlende digitale Werkzeuge.

Wir hören genau hin, was unsere Kunden brauchen, und entwickeln maßgeschneiderte Lösungen, die einfach zu bedienen und leicht zu integrieren sind – auf der gesamten Wertschöpfungskette. Unser Ziel ist es, ihnen die gleiche technologische Leistungsfähigkeit wie großen Unternehmen zu ermöglichen.

Der Logistiksektor ist ein stark umkämpfter Markt. Was ist euer Alleinstellungsmerkmal, das euch langfristig erfolgreich macht?

Unser Alleinstellungsmerkmal liegt in der Kombination aus Cloud-Technologie, Benutzerfreundlichkeit und Kosteneffizienz. Während viele Anbieter hohe Gebühren für jede zusätzliche Funktion verlangen, bieten wir eine skalierbare Lösung ohne versteckte Kosten.

Zudem investieren wir kontinuierlich in die Weiterentwicklung unserer Plattform, sodass unsere Kunden immer von den neuesten Innovationen profitieren.

Wie sieht die Zukunft von Meight aus? Welche nächsten Schritte und Entwicklungen stehen an?

Unser Ziel ist es, weiterzuwachsen und Meight als führende digitale Lösung für den Logistiksektor zu etablieren. Wir wollen noch mehr Unternehmen dabei unterstützen, ihre Prozesse zu digitalisieren, Kosten zu senken und nachhaltiger zu wirtschaften.

Dazu gehören neue intelligente Funktionen für Routenplanung, Echtzeit-Tracking und datenbasierte Flottenoptimierung, an deren Weiterentwicklung wir kontinuierlich arbeiten.

Mit welchen Partnern oder Unternehmen arbeitet ihr zusammen, um eure Vision voranzutreiben?

Wir arbeiten mit führenden Unternehmen und Branchenverbänden zusammen, um unsere Lösungen noch besser auf die Bedürfnisse der Logistikbranche abzustimmen. Durch diese Kooperationen können wir Innovationen schneller vorantreiben und Meight als Standardlösung im Markt etablieren.

Gibt es einen bestimmten Moment oder eine Erfahrung in der Gründungsgeschichte, die euch besonders geprägt hat?

Ein prägender Moment war, als Meight mit dem ersten großen Kunden zusammengearbeitet hat und klar geworden ist, wie stark Meight die Effizienz und Nachhaltigkeit in diesem Betrieb verbessern konnte. Das hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründer:innen mit auf den Weg geben, die ein Technologie-Startup im B2B-Bereich aufbauen wollen?

  1. Kenne deine Zielgruppe – Verstehe genau, welche Probleme du löst.
  2. Bleibe flexibel – Der Markt verändert sich schnell, passe dich an.
  3. Denke langfristig – Baue eine Lösung, die auch in fünf Jahren noch relevant ist.

Bild: Luis Mendes © Meight

Wir bedanken uns bei Luis Mendes für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Monteurwohnungen in Rüsselsheim – Unterkünfte für Arbeiter

0
monteurzimmer
Clean hotel room with wooden bunk beds. Vintage effect style pictures.

Monteurzimmer in Rüsselsheim

Rüsselsheim ist ein wichtiger Industriestandort mit zahlreichen Baustellen, Produktionsstätten und Montageprojekten. Wer als Monteur oder Handwerker in der Stadt arbeitet, braucht eine passende Unterkunft – bezahlbar, gut gelegen und praktisch ausgestattet. Genau das bieten Monteurwohnungen Rüsselsheim. Sie sind speziell darauf ausgelegt, den Bedürfnissen von Fachkräften gerecht zu werden, die temporär in der Region tätig sind. Die Apartments bieten nicht nur eine angenehme Atmosphäre zum Ausruhen, sondern auch alles, was für den täglichen Bedarf erforderlich ist.

Die Monteurzimmer in Rüsselsheim sind vollständig möbliert und bieten eine sinnvolle Alternative zu teuren Hotels. Eine eigene Küche ermöglicht es, selbst zu kochen und Kosten zu sparen, während kostenloses WLAN eine problemlose Kommunikation mit Familie oder Kollegen sicherstellt. Waschmöglichkeiten sind in den meisten Unterkünften vorhanden, sodass auch längere Aufenthalte problemlos möglich sind. Wer mit dem Auto anreist, findet oft Parkplätze direkt vor der Tür oder in unmittelbarer Nähe.

Günstige Monteurzimmer mit idealer Lage

Die Lage einer Unterkunft spielt eine entscheidende Rolle. Günstige Monteurzimmer in Rüsselsheim befinden sich meist in strategisch günstiger Umgebung, sodass die Wege zu Baustellen, Industriegebieten oder Unternehmen kurz bleiben. Dank der guten Infrastruktur ist auch die Anbindung an die Autobahn oder öffentliche Verkehrsmittel optimal. Pendeln wird dadurch effizienter, und nach Feierabend bleibt mehr Zeit für Erholung.

Neben der praktischen Lage sind die Monteurwohnungen Rüsselsheim auch preislich attraktiv. Gerade bei längeren Projekten ist es wichtig, eine kostengünstige Unterkunft zu finden, ohne auf Komfort zu verzichten. Die Apartments sind so gestaltet, dass sie ein gemütliches Zuhause auf Zeit bieten. Einzelpersonen, kleine Teams oder größere Arbeitsgruppen – für jede Konstellation gibt es eine passende Lösung.

Handwerkerwohnungen in Rüsselsheim – Flexibilität für jede Projektlänge

Ein kurzfristiger Auftrag oder ein mehrmonatiges Bauprojekt? Handwerkerwohnungen in Rüsselsheim lassen sich flexibel anmieten, je nach Dauer des Aufenthalts. Diese Flexibilität ist besonders für Unternehmen von Vorteil, die ihre Mitarbeiter regelmäßig an verschiedenen Standorten unterbringen müssen. Die unkomplizierte Buchung und faire Mietkonditionen machen die Unterkünfte zu einer idealen Lösung für jeden Handwerker.

Neben Funktionalität wird auch Wert auf eine angenehme Atmosphäre gelegt. Nach einem langen Arbeitstag gibt es nichts Besseres als ein gemütliches Bett, eine warme Dusche und die Möglichkeit, sich in einer entspannten Umgebung zu erholen. Sauberkeit und regelmäßige Wartung sind selbstverständlich, damit sich jeder Bewohner wohlfühlt.

Erfahren Sie mehr über Arbeitszeitpausen.

Monteur Wohnung Rüsselsheim – Eine Alternative zum Hotel

Viele Handwerker entscheiden sich bewusst gegen ein Hotel und für eine Monteur Wohnung Rüsselsheim. Der Hauptgrund? Mehr Freiheiten und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Anstatt jeden Abend auswärts essen zu müssen, kann selbst gekocht werden. Statt in einem kleinen Hotelzimmer zu wohnen, bietet eine Monteurwohnung mehr Platz und Privatsphäre. Diese Faktoren machen den Aufenthalt angenehmer und gleichzeitig kosteneffizienter.

Ein weiterer Vorteil ist die Gemeinschaft. Wer mit Kollegen reist, kann sich eine Wohnung teilen und hat dennoch ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Gleichzeitig entsteht ein Gefühl von Zuhause, das in einer anonymen Hotelumgebung oft fehlt. Dadurch lassen sich längere Aufenthalte deutlich angenehmer gestalten.

Die richtige Unterkunft trägt wesentlich zur Arbeitsqualität bei. Wer gut schläft und sich wohlfühlt, startet ausgeruht in den nächsten Arbeitstag. Genau deshalb sind Monteurwohnungen Rüsselsheim die beste Wahl für alle, die in der Stadt arbeiten und eine praktische, kostengünstige und gut gelegene Unterkunft suchen.

Bild: Wer in Rüsselsheim als Monteur oder Handwerker tätig ist, benötigt eine komfortable und bezahlbare Unterkunft. Monteurzimmer in Rüsselsheim bieten die ideale Lösung – gut gelegen, praktisch ausgestattet und perfekt für kurze sowie längere Aufenthalte. Bildquelle

Autor: Martin Voznik

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Führung, Innovation und Wachstum

0
führung pexels antoni shkraba

Warum Executive Coaching für die Führung von Startups unerlässlich ist

Als Start-up steht man einer Vielzahl an besonderen Herausforderungen gegenüber. Dazu gehört vor allem der Mangel an Ressourcen. In den meisten Fällen haben Start-up-Unternehmen ein Mindestkapital und eine Basisausstattung, was die Geschäftsräume angeht. Die Produktion oder das Angebot von Dienstleistungen fallen zu Beginn meist ebenfalls geringer aus. Der wesentliche Hintergrund ist, dass ein gesundes Unternehmenswachstum über die Jahre zu einer plangemäßen Vergrößerung des Start-ups führt.

Für die effektive Unterstützung des schnellen Wachstums sowie dem branchen- und krisengerechten Umgang mit Ressourcenbeschränkungen kann Executive Coaching beitragen. Dadurch ist es möglich den bei Start-ups ebenfalls hohen Entscheidungsdruck besser handzuhaben und von Anfang an bessere Unternehmensentscheidungen zu treffen. Für den Aufbau der finanziellen und weiteren, materiellen Ressourcen und des Kundenstamms ist die Führung einer der wichtigsten Einflussfaktoren.

Daher wird Start-ups empfohlen von Anfang an auf eine gute Führung zu setzen und diese mit den wachsenden Aufgaben und Marktanforderungen zu entwickeln und fördern. Executive Coaching setzt genau an dieser Stelle an. Die Kombination aus der Animation zur Herausbildung der eigenen Lösungsfindung sowie der Anleitung in der Praxis stellen die Säulen dieser Coachingform dar. 

Die Rolle des Executive Coachings bei der Führungskräfteentwicklung

Wesentliche Bestandteile des Executive Coachings finden sich in der Erfassung, wo die Führungskraft gerade steht. Das bedeutet, dass man gemeinsam betrachtet, wie man seinen eigenen Führungsstil bewertet und wie man ihn in eigenen Worten beschreiben würde. Dann kann betrachtet werden, inwiefern sich der Führungsstil im Start-up wieder findet und ob er überhaupt zum Unternehmen und den Aufgaben passt. Aufgrund der ehrlichen Betrachtung vom aktuellen Zustand sowie den Zielen können auch ganz individuelle Probleme wie Selbstbewusstsein, Belastbarkeit sowie Ängste erkannt und formuliert werden.

Mit Hilfe eines Führungskräfte Coaching ist es möglich in der kleinen Gruppe oder in Einzelsitzungen neue Ziele und Wege zu erstellen. Diese können dann in einer oder mehrerer Folgesitzungen besprochen, angepasst und verändert werden. Auf diese Weise haben Führungskräfte die Möglichkeit mit dem Coach auf Augenhöhe und im geschützten Rahmen Probleme zu erkennen und zu lösen.

Wichtige Fähigkeiten, die durch Coaching für Start-up-Führungskräfte gefördert werden:

  • Strategisches Denken: Dies schließt die Formulierung der Projektbearbeitung ebenso mit ein wie die Anpassung von Produkten und Dienstleistungen an die Bedürfnisse der Zielgruppen. Es findet an jedem Arbeitstag Anwendung und gehört zu den wichtigen Eigenschaften einer guten Führungskraft.
  • Emotionale Intelligenz: Dazu gehört, dass man sich in die Emotionen und Anliegen sowie Probleme von Angestellten, anderen Führungskräften im Team bis hin zu Kunden hineinversetzen kann. Sie dient als wesentlicher Bestandteil für die Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie der Kundenbetreuung.
  • Effektive Kommunikation: Kurze Wege stellen eine notwendige Optimierung in jedem Unternehmen dar. Dazu zählt auch eine zielgerichtete Kommunikation auf allen Anstellungsebenen. In der Kommunikation sollte unter anderem ausgeschlossen werden, dass man mit einem Mitarbeiter nicht ungerecht umgeht, weil er ihm unsympathisch ist. Die Aufarbeitung der eigenen Themen im Leben kann dabei helfen keine Stellvertreterkonflikte als Führungskraft zuzulassen. Eine effektive Kommunikation schließt zudem ein, dass man seine Nachricht genau an den Mitarbeiter, Lieferanten oder Kunden richten kann. Dies beugt unnötigen Missverständnissen vor und erreicht die gewünschten Zielgruppen wesentlich besser.
  • Belastbarkeit und Krisenmanagement: Verschiedene Entwicklungen auf die Einkaufspreise sowie Einschränkungen der Lieferwege oder der Nachlass der Kaufkraft durch Veränderungen in der Weltpolitik können Führungskräfte belasten. Dazu gehören auch überdurchschnittlich hohe Krankschreibungen unter den Mitarbeitern. Damit das strategische Denken sowie die Unternehmensführung und -leistung nicht unter erhöhter Belastung leiden, ist das Training von Krisenmanagement und der Belastbarkeit essentiell.

Innovation und Wachstum durch Coaching 

Weitere Vorteile und Effekte eines Executive Coachings finden sich in der messbaren Verbesserung der Führung sowie dem Vorantreiben von Innovationen. Vor allem beim Thema Innovationen handelt es sich um ein für Start-ups besonders relevantes Alleinstellungsmerkmal. Denn dadurch ist es möglich neue Lösungen zu finden und diese gegenüber dem meist traditionellen Markt vorzustellen und zu etablieren. 

Aufgrund des verbesserten Umgangs mit Belastungen sowie Risiken ist kreatives Denken und die agile Entscheidungsfindung auch in stressigen und schwierigen Situationen möglich. Das Executive Coaching ist auf die jeweilige Branche und den Führungsstils des Klienten zugeschnitten. Dadurch kann die Führungskraft in ihren Stärken bekräftigt werden und Schwächen abbauen. In der Konsequenz kann betriebliche Effizienz durch Innovation im Denken und Handeln für anhaltendes Wachstum des Start-up-Unternehmens führen.

Fazit  

Die positiven Folgen von Executive Coaching kann letztlich jedes Unternehmen gebrauchen. Dabei sollte eine gesunde und starke Führung auch für Start-Ups eine hohe Bedeutung haben und nicht erst im Laufe der Jahre eine Rolle einnehmen. Durch eine gute Führung kann im Grunde genommen auf jeden Unternehmensbereich Einfluss genommen werden. Starke Führungskräfte tragen zu einem widerstandsfähigem und gut funktionierenden Team bei. 

Dadurch ist es vor allem für junge Unternehmen wie Start-ups möglich in der wettbewerbsintensiven nationalen und internationalen Branche zu überleben und eine eigene Berechtigung zu etablieren. Für den langfristigen Erfolg bietet sich daher an der Formung und Förderung der Führungskräfte von Anbeginn an einen hohen Stellenwert einzuräumen. Immer mehr Start-ups binden Executive Coaching schon in ihren Business-Plan und ihre mittel- bis langfristige Unternehmensplanung frühzeitig ein.


Titelbild/ Bildquelle: Bild von Antoni Shkraba für pexels

Autor: Autor: Zentury Media

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Ist KI die Zukunft des Kundenservice?

0
fonio.ai daniel Keinrath

fonio.ai entwickelt KI-gestützte Telefonassistenten, die Unternehmen helfen, Anrufe effizient und rund um die Uhr zu managen

Können Sie uns einen Überblick über die Entstehung von fonio.ai geben und welche Personen hinter dem Unternehmen stehen?

fonio.ai wurde im September 2024 von Daniel Keinrath (CEO) und Matthias Gruber (CTO) in Wien gegründet. Beide sind erfahrene Serial Entrepreneurs: Keinrath verkaufte sein vorheriges Startup Getnano an die Influencer-Plattform Stylink, während Gruber als ehemaliger Chief Product Officer von Platomics ein Team von fast 100 Fachkräften leitete. Ihr gemeinsames Ziel ist es, KMUs mit hohem Anrufaufkommen bei der Bewältigung ihres Telefonsupports zu unterstützen.

Was ist die Vision von fonio.ai, und welche Schritte planen Sie, um diese zu verwirklichen?

Die Vision von fonio.ai ist es, den Kundenservice durch KI effizienter, kostengünstiger und skalierbarer zu machen. Unternehmen sollen rund um die Uhr erreichbar sein, ohne auf teure Callcenter angewiesen zu sein. Dafür verbessert fonio.ai kontinuierlich die Sprachqualität und Dialogfähigkeiten, integriert sich tiefer in Unternehmenssoftware und expandiert in neue Branchen und Märkte, um noch mehr Unternehmen eine smarte Telefonassistenz zu ermöglichen.

Auf welche Zielgruppen fokussiert sich fonio.ai, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse erfüllt werden?

fonio.ai richtet sich an KMUs, Startups und Unternehmen mit hohem Anrufaufkommen, darunter Arztpraxen, Autohäuser, Hausverwaltungen, E-Commerce-Unternehmen und Versicherungen. Durch kontinuierliches Kundenfeedback wird sichergestellt, dass alle spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen erfüllt werden.

Welche besonderen Herausforderungen begegnen Sie im Bereich der KI-gestützten Telefonie, und wie geht Ihr Team damit um?

Eine große Herausforderung sind E-Mail-Adressen in Telefongesprächen, da sie schwer verständlich sind. Mit fonio 2.0 werden wir die erste Firma weltweit sein, die deutsche E-Mail-Adressen präzise erkennt und verarbeitet. Ein weiteres zentrales Thema ist DSGVO-Konformität, die für deutsche Unternehmen essenziell ist. Daher setzen wir auf eine vollständig europäische Infrastruktur und maximale Datensicherheit.

Was unterscheidet fonio.ai von anderen KI-Telefonassistenten auf dem Markt?

fonio.ai bietet natürliche Dialogfähigkeit, personalisierte CRM- und Kalenderintegration sowie eine DSGVO-konforme Infrastruktur – und ist derzeit die einzige KI-Telefonlösung, die speziell für den deutschen Markt entwickelt wird.

Während 99 % der Wettbewerber Whitelabel-Lösungen aus den USA nutzen, die nicht DSGVO-konform sind, baut fonio.ai seine Technologie nativ und für Deutsch. Die meisten Anbieter entwickeln ihre KI primär für die englische Sprache, um den Massenmarkt zu bedienen. Das führt zu Qualitätsverlusten, wenn die KI mit deutschsprachigen Anrufern interagieren muss. Zudem sind viele Alternativen zu technisch und kompliziert, während unser System mit nur wenigen Klicks einsatzbereit ist – ohne aufwendige Konfigurationen für E-Mail-Versand oder Nummernverlinkung.

Wie sehen Ihre Pläne für die zukünftige Entwicklung von fonio.ai aus, insbesondere in Bezug auf neue Funktionen oder Märkte?

Bis Sommer wird fonio.ai die Sprachqualität weiter optimieren, sodass Anrufer keinen Unterschied mehr zu echten MitarbeiterInnen erkennen. Ziel ist die Marktführerschaft im DACH-Raum, bevor die Expansion in weitere Märkte beginnt.

Welche Rückmeldungen erhalten Sie von Ihren Kunden, und wie beeinflussen diese Ihr Produktdesign?

Es ist verrückt. Die meisten unserer Kunden würden wir eher als Fans bezeichnen. Ihr Feedback treibt unsere Entwicklung voran. Wöchentlich erhalten wir über 10 relevante Feature-Requests, die wir gezielt priorisieren und in die Produktoptimierung einfließen lassen.

Wie gewährleistet fonio.ai die Integration in bestehende Systeme wie CRM oder Terminkalender?

fonio.ai führt vor, während und nach dem Telefonat API-Requests durch und integriert sich nahtlos in bestehende Systeme. Die KI kann auf alle gängigen Terminkalender wie Outlook, iCloud und Google zugreifen und selbstständig Termine vereinbaren.

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um die Datenschutzanforderungen Ihrer Kunden zu erfüllen?

Datenschutz hat oberste Priorität. Alle Anrufe werden DSGVO-konform über europäische Server in Nürnberg abgewickelt. Auf Wunsch können Daten in Echtzeit gelöscht werden.

Können Sie drei Ratschläge für andere Gründer teilen, die ein Startup im Technologiebereich aufbauen möchten?

Fokus auf echten Mehrwert – Konzentriere dich darauf, was dein Produkt wirklich leisten soll. Bei uns sind das hochwertige KI-Telefonate. Viele Startups verlieren sich in Design-Fragen statt in der Kernfunktion.

Kundenfeedback als Treiber – Sprich regelmäßig mit deinen Kunden, verstehe ihre Bedürfnisse und passe dein Produkt gezielt an.

Produkt & Sales vor Fundraising – Ein starkes Produkt und gute Verkaufszahlen ziehen Investoren automatisch an. Wer echten Mehrwert schafft, bekommt Funding von selbst.

Wie hat sich die Nachfrage nach Ihren Dienstleistungen seit der Gründung entwickelt, und welche Faktoren tragen zu diesem Wachstum bei?

Seit dem Marktstart im September 2024 hat fonio.ai über 300 Kunden gewonnen, mit stark wachsender Nachfrage. Haupttreiber sind der Fachkräftemangel im Kundenservice, die steigende Akzeptanz von KI-Lösungen und positive Kundenempfehlungen, die das Wachstum beschleunigen. Bis Ende 2025 soll die Kundenzahl auf 5.000 Unternehmen steigen.

Welche Rolle spielt das Thema Künstliche Intelligenz in Ihrem Unternehmen, und wie sehen Sie dessen zukünftige Entwicklung?

KI steht im Mittelpunkt unseres Unternehmens – sie transkribiert Meetings, optimiert Prozesse und automatisiert Abläufe. Wir sind überzeugt, dass KI, genau wie unser Produkt, Menschen von repetitiven Aufgaben befreien wird, sodass sie mehr Zeit für das Wesentliche haben.

Foto: Daniel Keinrath, Mitgründer von fonio.ai

Credit: fonio.ai/keinrath.com

Wir bedanken uns bei Daniel Keinrath für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was bremst deutsche Unternehmen bei der KI-Transformation aus?

0
ziya founder team Haris Yalcinkaya, Enes Arpaci und Ilirjan Bytyqi

Ziya unterstützt Unternehmen dabei, Künstliche Intelligenz effizient und strategisch zu implementieren – mit innovativen Softwarelösungen und praxisnaher Beratung

Wie haben Sie, Haris Yalcinkaya, Enes Arpaci und Ilirjan Bytyqi, sich kennengelernt, und was hat Sie dazu inspiriert, gemeinsam Ziya zu gründen?

Ich habe Enes während meines Informatikstudiums an der TU Dortmund kennengelernt; ungefähr zum Anfang meines Masterstudiums hatten wir dann auch Illi das erste Mal getroffen. Bei uns hat vieles gestimmt; ich konnte mich schon Anfang an mit beiden zu sehr wichtige Themen austauschen. Als die Idee mit DatenLabel aufkam, brauchte ich zunächst einen Partner, mit dem ich das Projekt auf die Beine stellen konnte. Anschließend brauchten wir beide eine weitere Person, die mit uns aus einem reinen Informatikprojekt ein Unternehmen aufbauen konnte. Da wir mit Enes zwei Informatiker sind und Illi seinen Master in BWL absolviert hat, ist das Team auch dahingehend super aufgestellt.

Welche spezifischen Herausforderungen sehen Sie in der Implementierung von Künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen, und wie adressiert Ziya diese?

Viele deutsche Unternehmen sind viel zu langsam – gerade wenn es um das Thema KI geht. Oftmals sind sich die Unternehmen nicht im klaren, wie sie das Thema KI überhaupt angehen sollen. Mit dem DatenLabel IdeaHub werden unternehmensweit KI-Use-Case-Ideen gesammelt und abhängig von den Unternehmenszielen qualifiziert; diese qualifizierten Use-Cases bieten somit eine super Grundlage, um endlich ins tun zu kommen.

Wie unterstützt Ihre KI-Pipeline „DatenLabel“ Unternehmen dabei, KI-Projekte effizienter umzusetzen, und welche Rolle spielt sie in Ihrer Gesamtstrategie?

DatenLabel ist eine Pipeline, die angefangen von einer KI-Use-Case-Idee Unternehmen Schritt für Schritt durch den Prozess begleitet. Basierend auf einem Use-Case wird in DatenLabel ein Projekt angelegt, Daten eingehangen und mit unserem Labeling-Editor entsprechend der zu lösenden Aufgabe etikettiert – d.h. die Daten werden der KI so verständlich gemacht, dass diese bestimmte Aufgaben automatisiert durchführen kann.

In der Gesamtstrategie eines Unternehmens spielt eine effektive Datenkennzeichnung eine entscheidende Rolle, da sie die Grundlage für präzise und zuverlässige KI-Anwendungen bildet.

Welche Branchen oder Unternehmensgrößen profitieren besonders von Ihren Dienstleistungen, und wie passen Sie Ihre Lösungen an die spezifischen Bedürfnisse dieser Zielgruppen an?

Eine sehr gute Frage. Wir haben festgestellt, dass KI-Projekte bezüglich ihrer Datengrundlage oftmals höchst indivudelle Ansprüche besitzen. Deswegen haben wir DatenLabel von Grund auf modular entworfen; die Hauptfunktionalitäten werden durch Plugins ergänzt. So passt sich DatenLabel auf die konkreten Anforderungen eines Unternehmens an.

Bezüglich der Unternehmensgröße: bisher haben wir KI-Projekte von kleinsten Unternehmen bis hin zu riesigen Konzernen unterstützt; ich denke die Bereitschaft zur KI-Transformation ist eher die entscheidende Frage, weniger die Größe.

Als eines der ersten Startups, das in die zweite Phase des EXIST-Gründungsstipendiums übergegangen ist, welche Herausforderungen haben Sie auf diesem Weg gemeistert, und welche Unterstützung war dabei besonders hilfreich?

Ich denke den ersten Schritt in die Unternehmen zu schaffen war mit unter die größte Herausforderung. Am Anfang waren wir diesbezüglich sehr auf uns alleine gestellt, doch mittlerweile bekommen wir auch super Unterstützung durch unser Netzwerk, unsere Mentoren, usw.; am Ende ist es wie mit vielen Dingen – einfach dran bleiben bis es klappt.

Was unterscheidet Ziya von anderen KI-Beratungsunternehmen, und welche Alleinstellungsmerkmale bieten Sie Ihren Kunden?

Unsere Produktpalette macht den Unterschied. Wir sind kein einfaches Beratungsunternehmen. Unsere Standardsoftwarepallette – insbesondere DatenLabel – ermöglicht es unseren Kunden die KI-Transformation besonderen schnell und agil durchzuführen. Insbesondere unsere Datenanalysetools, LLM-basierten Systeme und unsere KI-Pipeline machen uns erst zu einem richtigen Start-up.

Wie sehen Ihre zukünftigen Pläne aus? Gibt es neue Produkte oder Dienstleistungen, die Sie in naher Zukunft einführen möchten?

Das Ziel ist DatenLabel mit den Kunden so weit zu entwickeln, dass weltweit die Unternehmen unsere SaaS nutzen können. D. h. die Skalierung von DatenLabel weltweit ist unser primäres Ziel.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein Technologie-Startup in Deutschland aufbauen möchten?

In Deutschland zu gründen wird oft mit Bürokratie, Papierkram, etc. assoziiert und Leute schrecken davor zurück; aber am Ende ist das ähnlich wie das erste Semester an der Uni: alles ist neu, man muss sich irgendwie zurecht finden und falls man Zugang zu einem Mentor hat, der diesen Weg bereits gegangen ist, dann sollte man diesen Vorteil auf jeden Fall nutzen.

So richtige drei goldene Regeln oder so habe ich leider nicht, aber die folgenden Punkte sind schon besonders wichtig:

Commitment: wenn ihr euch Entschieden habt, dann heißt es Augen zu und durch. Ein Plan B ist eine viel zu große Ablenkung und raubt euch die wertvolle Energie, die ein Start-up erfordert.

Gelassenheit: für mich persönlich wahrscheinlich der wichtigste Punkt; ein Start-up zu gründen heißt ständig neue Challenges meistern zu müssen; mein Vater sagt immer, alles was du machst und dich dabei stresst, das kannst du auch ohne Stress machen. Zugegeben, das ist oft leichter gesagt als getan, aber mit der Zeit wird man tatsächlich besser sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.

Geschwindigkeit: der große Vorteil, den ein Start-up gegenüber den meisten etablierten Unternehmen hat, ist die Geschwindigkeit – besonders am Anfang. Diesen Vorteil zu verstehen und richtig einzusetzen ist wahrscheinlich die große Kunst des Gründens.

Wie gewährleisten Sie bei Ziya die Datensicherheit und den Schutz der Privatsphäre Ihrer Kunden, insbesondere im Hinblick auf DSGVO-Vorgaben?

Gemeinsam mit unseren Kunden schauen wir uns erst an, um welche Daten es sich handelt. Alle unsere Server stehen in Deutschland und werden von deutschen Anbietern betrieben. Zudem testen wir unsere Software auf Sicherheit und Funktionalität. Und ganz wichtig: wortwörtlich von Anfang an stand uns ein super IT-Rechtsanwalt als Mentor zur Seite.

Wir sehen die DSGVO als eine sehr wichtige und richtige Verordnung zum Schutz der EU-Bürger; gerade jetzt, wo KI-Ansätze immer mächtiger werden, ist diese Verordnung wichtiger denn je.

Wie fördern Sie innerhalb Ihres Teams Innovation und Kreativität, um stets am Puls der technologischen Entwicklung zu bleiben?

Wir haben eine sehr offene und direkte Kommunikation in unserem Team. Wir verstehen uns sehr gut und wir brainstormen gemeinsam wenn einer von uns alleine nicht weiter kommt. Mit Enes tausche ich mich oft zu technischen Themen aus und mit Illi wird viel über Strategie geredet.

Wenn ich gerade nicht weiter komme, mache ich dann eine längere Pause und nehme Abstand zu den Dingen. Oft ist es so, sobald man zurück kommt fällt einem innerhalb von wenigen Minuten eine super Lösung ein.

Und natürlich Lesen; seit meiner Studienzeit lese ich täglich die News zu neuen Entwicklungen aus meinen Bereichen. Gerade beim Thema KI ist diese Gewohnheit jetzt wichtiger denn je.

Welche Rolle spielt der Standort Dortmund für Ihr Unternehmen, und wie nutzen Sie das lokale Netzwerk und die Ressourcen für Ihre Entwicklung?

Super Frage. Ich bin selbst komplett begeistert von dem, was Dortmund zu bieten hat. Das Netzwerk bei uns in der Stadt ist wohl mit unter die größte und wichtigste Unterstützung für unser Start-up. Ich möchte gar nicht anfangen aufzuzählen, weil ich sicherlich was vergessen werde, aber angefangen von Institutionen wie dem CET und der Wirtschaftsförderung, über super Events wie der diwodo, bis hin zu der neuen Initiative – dem innoclub – ist hier alles dabei. Besonders die Menschen selbst machen dieses großartige Netzwerk aus, und wir verdanken ihnen wirklich sehr viel.

Wie sehen Sie die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland, und welche Rolle möchte Ziya in diesem wachsenden Markt einnehmen?

Ich denke, viele Unternehmen in Deutschland stehen vor einer entscheidenden Wahl: weitermachen wie bisher oder sich neu erfinden.

Das bedeutet insbesondere, KI nicht als einmalige Heldenaktion im Unternehmen zu betrachten, bei der ein großes, langjähriges Projekt ausreicht, sondern einen echten Paradigmenwechsel zu vollziehen. KI muss zur Kernkompetenz werden, damit Unternehmen eine KI-Kultur etablieren und kontinuierlich in der Lage sind, ihre Prozesse mit KI zu erweitern oder sogar vollständig zu automatisieren.

Das Ziel von Ziya ist es, Unternehmen in ihrer KI-Transformation umfassend zu unterstützen – insbesondere durch unsere Softwarelösungen, die genau diese Ziele verfolgen.

Bild: Timi Vuong © privat

Wir bedanken uns bei Haris Yalcinkaya für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neueste Beiträge

pi-optimal Agenturen Workflows effizient gestalten

Wie viel Potenzial steckt in Prozessen, die sich selbst optimieren?

0
pi-optimal zeigt, wie selbstlernende Workflows den Arbeitsalltag spürbar entlasten können. Das Team verbindet Forschung und Praxis, um Prozesse so zu gestalten, dass sie sich kontinuierlich verbessern.