Donnerstag, April 3, 2025
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Welchen Mehrwert bietet Ihre Marke?

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Content-Marketing-Strategien, die Start-ups kennen sollten

In der heutigen digitalen Welt ist Content-Marketing unverzichtbar für den Erfolg eines Start-ups. Es geht nicht mehr nur darum, Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Vielmehr ist es entscheidend, eine Geschichte zu erzählen, die Marke zu etablieren und eine Beziehung zum Publikum aufzubauen. Content-Marketing kann das Wachstum beschleunigen, die Markenbekanntheit steigern und die Kundenbindung vertiefen. Doch bei der Flut an Informationen, die täglich auf Konsumenten einströmt, ist es entscheidend, mit Ihrem Content herauszustechen.

Dieser Beitrag beleuchtet essenzielle Content-Marketing-Strategien, die jedes Start-up beherrschen sollte, um seine Ziele zu erreichen und sich in einem wettbewerbsintensiven Umfeld durchzusetzen. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Zielgruppe verstehen, mit Storytelling fesseln, wertvollen Content kreieren und diesen effektiv verbreiten können, um Ihr Start-up auf die Erfolgsspur zu bringen.

Kennen Sie Ihre Zielgruppe

Buyer Personas entwickeln: Erstellen Sie detaillierte Profile Ihrer idealen Kunden, um maßgeschneiderte Inhalte zu erstellen, die resonieren. Überlegen Sie, welche Herausforderungen sie haben und wie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung diese lösen kann.

Kundenfeedback nutzen: Sammeln Sie aktiv Feedback über Umfragen, soziale Medien oder Kundeninteraktionen. Dieses Feedback liefert direkte Einblicke in die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe und ermöglicht es Ihnen, Ihre Content-Strategie entsprechend anzupassen.

Storytelling: Die Macht der Geschichten

Die Geschichte Ihres Start-ups erzählen: Nutzen Sie die Kraft des Storytellings, um die Entstehung Ihres Unternehmens zu teilen. Eine authentische Gründungsgeschichte kann eine starke emotionale Verbindung zum Publikum aufbauen.

Erfolgsgeschichten von Kunden hervorheben: Zeigen Sie, wie Ihre Produkte oder Dienstleistungen das Leben Ihrer Kunden verbessert haben. Solche Geschichten sind inspirierend und können potenzielle Kunden überzeugen.

Inhalte mit Mehrwert schaffen

Bildungsorientierte Inhalte erstellen: Entwickeln Sie Inhalte, die Ihre Zielgruppe informieren und ihnen helfen, ihre Probleme zu lösen. Leitfäden, How-to-Artikel, Webinare oder Tutorials sind Formate, die hier besonders gut funktionieren.

Unterhaltung nicht vergessen: Inhalte, die unterhalten, können die Aufmerksamkeit Ihres Publikums fesseln und die Bindung zu Ihrer Marke stärken. Denken Sie über kreative Ansätze nach, um Ihr Publikum zu engagieren.

Content-Verbreitung strategisch planen

Die richtigen Kanäle wählen: Identifizieren Sie die Plattformen, auf denen Ihre Zielgruppe aktiv ist, und passen Sie Ihre Inhalte entsprechend an. Nicht jede Plattform eignet sich für jede Art von Content.

SEO optimieren: Optimieren Sie Ihre Inhalte für Suchmaschinen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Verwenden Sie relevante Keywords, erstellen Sie ansprechende Meta-Beschreibungen und nutzen Sie interne Verlinkungen.

Interaktion fördern: Schaffen Sie Inhalte, die zur Interaktion einladen. Fragen am Ende eines Blogposts oder interaktive Elemente in Videos können das Engagement erhöhen.

Analyse und Anpassung: Nutzen Sie Analyse-Tools, um die Performance Ihres Contents zu überwachen. Verstehen Sie, was funktioniert und was nicht, und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an.

Visualisierung nutzen: Menschen reagieren stark auf visuelle Reize. Integrieren Sie Bilder, Grafiken und Videos in Ihren Content, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen und komplexe Informationen zugänglich zu machen.

Konsistenz bewahren: Eine regelmäßige Veröffentlichung von qualitativ hochwertigem Content hilft, ein treues Publikum aufzubauen. Planen Sie Ihre Inhalte strategisch und halten Sie sich an einen festen Veröffentlichungsplan.

Authentizität und Mehrwert im Zentrum des Content-Marketings

Das Geheimnis eines wirksamen Content-Marketings, besonders für Start-ups, liegt in der Fähigkeit, echte und bedeutungsvolle Verbindungen zum Publikum herzustellen. Authentizität spielt dabei eine entscheidende Rolle. Kunden sind heute mehr denn je daran interessiert, die Geschichten hinter den Marken zu kennen und sich mit ihnen auf einer persönlichen Ebene zu identifizieren. Ein Start-up, das seine eigene Entstehungsgeschichte, die Herausforderungen, die es überwunden hat, und die Leidenschaft, die sein Team antreibt, offen und ehrlich teilt, kann eine starke Loyalität und Vertrauen aufbauen.

Der Mehrwert, den Ihr Content bietet, ist ein weiterer entscheidender Faktor. Es geht nicht nur darum, die Merkmale Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung hervorzuheben, sondern darum, wie Sie die Probleme Ihrer Kunden lösen können. Bildungsorientierte Inhalte, die relevante Fragen beantworten und nützliche Informationen bereitstellen, sind enorm wertvoll. Sie positionieren Ihr Start-up als eine Autorität in Ihrem Bereich und schaffen ein Gefühl des Vertrauens und der Zuverlässigkeit.

Schließlich ist die Konsistenz Ihres Content-Marketings von Bedeutung. Ein stetiger Fluss an qualitativ hochwertigen Inhalten, die regelmäßig über die richtigen Kanäle verbreitet werden, hilft dabei, ein Publikum aufzubauen und zu erhalten. Durch die kontinuierliche Analyse und Anpassung Ihrer Content-Strategie können Sie sicherstellen, dass Ihre Inhalte resonieren und die gewünschte Wirkung erzielen.

In der Welt des Start-up-Content-Marketings geht es darum, eine Marke zu schaffen, die spricht, eine Geschichte zu erzählen, die inspiriert, und einen Wert zu liefern, der überzeugt. Indem Sie diese Elemente in Ihre Content-Strategie integrieren, können Sie nicht nur die Sichtbarkeit Ihres Start-ups erhöhen, sondern auch eine dauerhafte Beziehung zu Ihrem Publikum aufbauen, die das Fundament für anhaltenden Erfolg legt.

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – foxyburrow

Verwalten Sie Ihre digitalen Inhalte mühelos

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surfbank

SURFBANK ist ein innovatives Unternehmen, das eine Plattform entwickelt hat, um persönliche Inhalte wie Artikel, Links und Medien in einer zentralisierten Medienbibliothek zu organisieren und zu teilen, wodurch Nutzer einfach auf relevante Informationen zugreifen und diese mit anderen austauschen können

Können Sie uns einen kurzen Überblick über die Entstehung von SURFBANK geben und die Schlüsselpersonen vorstellen, die hinter diesem Projekt stehen? 

Benjamin Syring:  Alles auf einen Blick: Was hat mich dazu inspiriert, SURFBANK zu gründen? 

Ich war über 22 Jahre im Marketingbereich eines großen Automobilkonzerns in vielfältigen Funktionen tätig und hatte in den letzten Jahren viel mit den Themen digitaler Customer Experience und Content Management zu tun.  

Persönlich haben mich schon immer Menschen inspiriert, die über eine innere Unabhängigkeit verfügen und ihrem inneren Antrieb, ihrer Motivationen und Leidenschaften nachgehen, mit einem klaren Ziel vor Augen. Das sind die verrückten Snowboarder, die die steilsten Hänge oder dichte Wälder befahren, Surfer auf der Suche nach der perfekten Welle in der Arktis, Persönlichkeiten wie William McRaven, der die berühmte „Make-your-Bed“-Rede hält, der Big-Wave-Surfer Gareth McNamara, Reinhold Messner und die unglaubliche Expedition von Ernest Shackleton zum Südpol. 

Alles, was ich dazu finden konnte, wollte ich digital behalten, speichern und anschauen, wenn ich es wollte. Gleichermaßen habe ich gemerkt, dass ich an unterschiedlichen Stellen meine Favoriten abgelegt hatte:  als Bookmark im Browser, in Apps, als Screenshots auf dem Smartphone oder in Ordnern auf meinem Computer, offenen Tabs, usw. Man switcht heutzutage von App zu App und behält kaum mehr den Überblick.  

Mein Wunsch war, all dies für mich an einem Ort zugänglich zu machen, eine Art persönliche „Social Wall‘ für meine Favoriten. Daraus entstand die Idee, die Kernfunktionalität und der Name SURFBANK: eine App, in der ich meine Favoriten, meine „digitalen Perlen“ die ich beim „Surfen“ finde, in meiner Medienbibliothek speichern und in meinen eigenen Ordnern leicht wiederfinden kann. 

Die Idee wurde zunächst im engsten Freundeskreis und der Familie getestet. Das Gründerteam, bestehend aus langjährigen Freunden und Experten auf den Gebieten IT/Systeme mit Oliver Rudolph und Finanzen mit Ingo Fröhlich, hat sich schnell formiert.  

Inspiriert von Streaming-Plattformen und Mediatheken, haben wir ein klares Design entwickelt: Alles Wichtige auf einen Blick, mit einer persönlichen Struktur, relevanten Bereichen in Ordnern und Gruppen, einem Bereich nur für dich und der Austausch mit anderen, dem Social Media Hub und personalisierten Newsfeeds. Alles, was dich als Nutzer interessiert, an einem Ort, ohne dass du zwischen Apps wechseln musst. 

Ein zusätzliches Feature war die Idee, Favoriten in gemeinsamen Ordnern und Gruppen einfach mit anderen zu teilen. Jeder hat interessante und inspirierende Inhalte, die für andere relevant sein können. Nichts ist stärker als Empfehlungen und Tipps von jemandem, der sich auskennt, sei es unter Freunden, Fremden, der Familie oder Kollegen. 

Als dritte Säule wurde die „News Cloud“ hinzugefügt, in der Nutzer Medienfeeds auswählen können, sowie ein Social-Media-Hub, um alles Relevante auf einen Blick zu haben. 

Im „Public“-Bereich können alle User Einzelposts und ganze Ordner mit allen SURFBANK-Nutzern und Informationen aus erster Hand teilen. 

SURFBANK ist die Plattform, auf der jeder Nutzer die besten Informationen, das Wissen und die neuesten Nachrichten für sich findet – sowohl in der Community als auch individuell. Jeder Nutzer kann seine Informations-, Wissens- und Nachrichtenwelt nach seinen eigenen Vorlieben gestalten und ergänzen, unabhängig von Format und Quelle. 

Kein Content-Algorithmus, der den Inhalt steuert, keine [störende] Werbung, die den Geist jeder Persönlichkeit und sozialen Plattform verwässert. Selbstbestimmt, inspirierend, echt und direkt. 

Benutzer können auf SURFBANK ganz einfach alle Formate speichern und teilen [Artikel, Links, Videos, Bilder, Podcasts, Dokumente, Kontakte, Musik, Nachrichten, Standorte usw.], indem sie die Speicher- oder Freigabefunktion der Plattformen [Websites, Apps und ihre Smartphones] nutzen. 

Für mich sind es zum Beispiel Filme, Informationen über Projekte; Für andere kann es sich um Urlaubsplanung, das Speichern von Rezepten, Lifestyle-Websites, Einkaufsergebnisse oder einfach um erhaltene Links handeln. Es sind keine weiteren Bookmark-Tools mehr nötig und die Ära unzähliger Screenshots oder offenen Tabs auf Smartphones ist vorbei. 

Darüber hinaus können Benutzer ihr gesamtes Wissen und Tipps mit Freunden, Familie und Kollegen teilen und die Inhalte in freigegebenen Ordnern, Gruppen und Communities verwenden. Dadurch können ganze Content Communities und Expertennetzwerke entstehen, die jedem Einzelnen helfen, sich weiterzuentwickeln. 

Was ist die Vision von SURFBANK, und welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese Vision zu verwirklichen? 

Benjamin Syring:  Unsere Vision ist sehr klar und einfach: wir möchten die digitalen Erlebnisse, den Umgang mit unseren Informationen und den Nutzen, neu definieren.  

Der Kern von SURFBANK besteht neben der persönlichen Medienbibliothek darin, Benutzer und Gleichgesinnte durch Empfehlungen und Tipps zusammenzubringen. Jeder Mensch ist ein Experte, ein Influencer in seiner Welt, mit großartigen Empfehlungen, und das Teilen und Empfangen dieser Empfehlungen schafft einen echten Benefit. 

Wir verbinden die Funktionen unserer (1) persönlichen Social & Media Content Library, mit (2) der Power des WOM und profitieren von authentischen Empfehlungen und Wissensbeiträgen von anderen Usern auf globaler Ebene, sowie (3) der Power von Crowd-Wissen, also das kollektive Wissen und die Erfahrungen einer vielfältigen Gruppe von Einzelpersonen. Crowd-Wissen bereichert diesen Prozess, indem es eine breitere Perspektive und eine Fülle unterschiedlicher Erkenntnisse bietet und es SURFBANK-Benutzern ermöglicht, fundierte Entscheidungen auf der Grundlage der kollektiven Weisheit der Crowd zu treffen. 

SURFBANK scheint eine breite Palette von Funktionen anzubieten. Wer ist Ihre Hauptzielgruppe, und wie erfüllen Sie spezifisch deren Bedürfnisse? 

Benjamin Syring:  Wir sprechen grundsätzlich alle Internet-User an. Statistisch betrachtet, ist jeder ungefähr 7 Stunden täglich im Netz, beruflich und privat. Man informiert sich, sucht gezielt oder surft durchs Web und Apps, nutzt Messenger-Dienste mit Freunden, Familie und Kollegen.  

Informationen wie Bilder, Posts, Mitteilungen, Links von Freunden, die wir behalten wollen, werden aktuell über alle möglichen „Hacks“ abgelegt und gespeichert, aber dadurch auch überall verteilt. Daher sprechen wir in allererster Linie all diejenigen an, die einen zentralen Platz für ihre Inhalte suchen. Des Weiteren, die User, die sich mit anderen gerne austauschen, die Anregungen, Tipps und Empfehlungen von anderen, von Influencern oder Experten suchen. Selbst der berufliche Einsatz wird bedient, weil man relevante Infos zu seinem Arbeitsgebiet, Recherchen, Projekte allein oder in der Gruppe nutzen kann. 

Jedes Startup trifft auf Herausforderungen. Welche sind die größten, mit denen SURFBANK konfrontiert wird, und wie gehen Sie damit um? 

Benjamin Syring:  Die größte Herausforderung ist die Priorisierung der Weiterentwicklungsmöglichkeiten und die Funktionen. Wir haben viele interessante Ideen, die wir gerne umsetzen möchten. Wichtig ist aber, dass wir dies mit den Usern tun, was bedeutet, dass wir zukünftig mit der Community Bedarfe eruieren und priorisieren. Es geht darum, Funktionen zu schärfen und SURFBANK immer intuitiver zu machen. Um unsere Ideen und Pläne umzusetzen, setzen wir den nächsten Schritt und sind derzeit auf der Suche nach strategischen Partnern, Investoren und Mitarbeitern. Wir suchen Fachleute mit Erfahrung in den Bereichen Medien und Social Media, die aber auch einen innovativen Ansatz für moderne Funktionen und Technologien sowie für die zukünftige Entwicklung mitbringen. 

Sie haben SURFBANK als frei von Content-Algorithmen und Werbung beschrieben. Was macht Ihre Plattform sonst noch einzigartig gegenüber anderen Angeboten auf dem Markt? 

Benjamin Syring:  Unsere Plattform ist einzigartig und trifft durch verschiedene Funktionen auf Anhieb auf einen großen Bedarf, für den es zwar bereits vereinzelte Möglichkeiten gibt, aber keine maßgeschneiderte All-in-One Lösung.  

Wir treffen auf einen Nerv der Zeit: es gibt eine Fülle an Informationen, Angeboten, Apps, alles ist irgendwo. Wir bündeln die relevanten Funktionen und Möglichkeiten und verbinden diese mit technischen Möglichkeiten (AI), aber auch mit dem gesellschaftlichen Bedarf, weil Informationen und Wissen in Verbindung mit den eigenen Interessen zukünftig noch mehr Bedeutung haben werden. 

Mit unserer Plattform ist jeder User selbstbestimmt und bleibt es. Wir sind nicht davon angetrieben, anderen Content oder Werbung anzubieten, sondern davon, jedem zu ermöglichen, den besten für sich zu nutzen.  

Wie plant SURFBANK, sich in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln? Gibt es bestimmte Meilensteine oder neue Funktionen, die Sie einführen möchten? 

Benjamin Syring:  Wir haben eine klare Strategie, wie wir das Produkt weiterentwickeln möchten, maßgeschneidert auf die Bedarfe unserer User. Dabei wollen wir auf regionale und kulturelle Aspekte eingehen. Wir wollen User weltweit verbinden und ein Hub anbieten, in dem jeder von den Erfahrungen und dem Wissen anderer teilhaben kann. Jeder hat Interessen und kennt sich zu einem Thema aus, hat dazu Content gesammelt. Genau das mag für andere relevant, inspirierend und interessant sein.  

In welcher Weise nutzt SURFBANK Feedback und Interaktionen innerhalb der Community, um die Plattform weiterzuentwickeln und anzupassen?  

Benjamin Syring:  Eines der angesprochenen Funktionen wird eine Art integrierter Community-Center sein, in dem unsere User ihre Anregungen, Ideen und Kritik äußern können. Wir sehen dies als einen relevanten Erfolgsfaktor der Plattform an, weil der User immer am besten weiß, was er braucht und wie er das Tool am besten Nutzen kann. Zudem kommen die besten Ideen immer aus einer Crowd.  

Datenschutz ist ein großes Thema bei digitalen Plattformen. Wie gewährleistet SURFBANK, dass die persönlichen Informationen der Nutzer geschützt sind? 

Benjamin Syring:  Wir haben bereits während der Entwicklung des Konzeptes und der Plattform einen externen Datenschutzbeauftragten eingebunden, da uns das Thema wichtig und ist wir es sehr ernst nehmen. Ohne hohe Sicherheitsstandards und strenge Compliance-Richtlinien darf man heute ein solches Projekt nicht starten, aus Verantwortung gegenüber den Usern und deren Vertrauen.  

Die Daten sind auf einem geschützten europäischen Server sicher und wir führen regelmäßige Tests durch. Darüber hinaus haben wir eine eigene Policy definiert, die den Austausch und die Inhalte auf der Plattform regelt. 

Wie finanziert sich SURFBANK, insbesondere wenn Sie keine Werbung schalten und keinen Content-Algorithmus verwenden? 

Benjamin Syring:  Wir haben uns bisher aus Eigenmitteln finanziert. Um unsere ambitionierten Ziele und Funktionen umsetzen zu können, sind wir aktuell mit interessanten Partnern in Gesprächen, um strategische Allianzen aber auch Investoren mit einbinden zu können. 

Die App soll weiterhin kosten- und werbefrei bleiben. Für eine Signature-Premiumfunktion werden wir einige neue und überraschende Funktionen entwickeln. Wir sind überzeugt, dass die meisten User gerne mit einem überschaubaren Monatsbeitrag zur Finanzierung beitragen. 

Welchen Einfluss hatte die Gründungsumgebung und der Standort auf die Entwicklung von SURFBANK? 

SURFBANK, Benjamin Syring, Ingo Fröhlich, Oliver Rudolph, Management Team

Benjamin Syring:  Mein aktueller Standort ist Baden-Württemberg, konkret Stuttgart, wo es bereits eine interessante Startup- und Business Szene gibt. Für den Aufbau und die Entwicklung ist es optimal. Die zweite Dimension ist die digitale Zusammenarbeit und entsprechende Tools, die es uns erlauben, als internationales und erfahrenes Team trotzdem eng vernetzt zu sein und effizient zu arbeiten. Es gibt innovative Projektmanagement- und Kommunikationsplattformen, die wir nutzen, um immer up-to-date zu sein. Hinzu kommt, dass wir als Team breit aufgestellt und erfahren sind, sehr engagiert und initiativ und dabei fokussiert unseren Weg gehen. 

Könnten Sie drei Ratschläge nennen, die Sie anderen Gründern geben würden, die ein ähnlich ambitioniertes Projekt starten möchten? 

Benjamin Syring:  Sehr gerne: Alles beginnt mit der Beschreibung der Idee, dem Konzept mit einer klaren Zielbeschreibung, das von einem starken Umsetzungswillen getragen wird. Dazu gehört die Beschreibung des Teams und der benötigten Funktionen sowie ein Businessplan, der den finanziellen Erfolg rational aufzeigt. Unter anderem auf der Website „Gründerplattform“ findet ihr alle benötigten Ressourcen. Sucht euch unbedingt Menschen aus eurem Umfeld, die euch bei der Umsetzung unterstützen können. 

Wie misst SURFBANK den Erfolg ihrer Plattform, und welche Kriterien oder Metriken sind Ihnen dabei am wichtigsten? 

Benjamin Syring:  Wir haben parallel eine eigene Analytics-Plattform entwickelt, die uns sämtliche Daten und Statistiken zu User-Zahlen und der User-Journey aufzeigt. Wir verfolgen genau, wie die Plattform genutzt wird. Darüber hinaus zeigen uns die digitalen Auswertungen unserer Kommunikation, wie die Views, Konversion, das like-feedback und die Kommentare dazu sind sowie das Medienfeedback unserer Media Releases. Darüber hinaus sehen wir es erfreulicherweise sehr deutlich an den Anfragen von potenziellen Partnern, Investoren aber auch Personen, die für die Firma und das Produkt gerne arbeiten möchten. 

Wir bedanken uns bei Benjamin Syring für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: SURFBANK

Kontakt:

CEO SRFBNK GmbH | SURFBANK Web/ App
Oelschlägerstrasse 30
D-70619 Stuttgart

https://www.surfbank.org

Ansprechpartner: Benjamin Syring

Social Media:
LinkedIn
Instagram
Facebook
YouTube
Apps

Verändert diese Technologie schon bald Ihr tägliches Pendeln?

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ARTICLY

ARTICLY, ein Unternehmen, das sich auf die Bereitstellung von Audioinhalten spezialisiert hat, revolutioniert die Art und Weise, wie wir Nachrichten konsumieren

Können Sie die Ursprungsidee von ARTICLY beschreiben und wie sich diese seit der Investition durch Carsten Maschmeyer entwickelt hat?

Wolf Weimer: ARTICLY wurde mit dem Ziel gegründet, eine App für Zeitung zum Hören an den Markt zu bringen. Seit der Investition durch Carsten Maschmeyer hat sich ARTICLY deutlich weiterentwickelt. Wo ursprünglich nur ein B2C-App stand, haben wir nun auch eine breite Produktpalette im B2B-Bereich. Neben unserem Content für Endnutzer, den wir in unserer Smartphone-App oder eben in der Audi Automotive App anbieten, bieten wir immer mehr Unternehmen und Organisationen unsere Audio-Kompetenz direkt an. So können wir auch dank neuen KI-Modellen herausragende Audio-Experiences für die interne oder externe Firmenkommunikation oder das Audio-Angebot von Verlagen schaffen. Die ein oder andere Tür dafür hat uns unser Investor Carsten Maschmeyer geöffnet. 

Wie hat der Deal in „Die Höhle der Löwen“ die Wachstums- und Expansionspläne von ARTICLY beeinflusst?

Lukas Paetzmann: Der Deal in „Die Höhle der Löwen“ hat das Wachstum und die Expansion von ARTICLY signifikant beschleunigt. Er brachte nicht nur die kleine Finanzspritze, sondern vor allem erhöhte Markensichtbarkeit. Dies ermöglichte es uns, neue Kooperationen zu bilden und unsere Technologie zu verbessern, was zur Erweiterung unseres Angebots und unserer Nutzerbasis führte.

ARTICLY hat einen bemerkenswerten Umsatzanstieg seit dem DHDL-Jubiläum verzeichnet. Was sind die Hauptfaktoren, die zu diesem Erfolg beigetragen haben?

Lukas Paetzmann: Der Umsatzanstieg von ARTICLY kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden: Neue Sichtbarkeit und Reichweite, Ausweitung des Angebots, stärkere B2B-Beziehungen, technologische Verbesserungen und Fokus auf Barrierefreiheit. Diese Strategien haben uns dabei unterstützt, eine breitere Nutzerbasis zu erreichen und unsere Einnahmequellen zu diversifizieren.

Mit dem kleinen Pivot hin zu B2B Audio Services: Wie hat sich dieser Schritt auf die Geschäftsstrategie und Kundenbasis von ARTICLY ausgewirkt?

Wolf Weimer: Der Pivot zu B2B Audio Services hat unsere Geschäftsstrategie wesentlich erweitert. Dadurch konnten wir unseren Kundenstamm diversifizieren und neue Einnahmequellen erschließen. Wir bieten nun spezialisierte Audio-Dienstleistungen für Unternehmen an und unterstützen diese bei der “Audiofizierung” ihrer bestehenden Inhalte. Wenngleich wir die größeren Umsätze im B2B-Bereich erwarten, bleibt unsere Endkunden-App für uns immer ein Herzstück unseres Medien-Startups. 

Durch welche spezifischen KI-Fortschritte konnte ARTICLY sein Angebot an kurzfristigen, news-seitigen Formaten ausbauen?

Lukas Paetzmann: Die Fortschritte in den KI-Technologien haben im letzten Jahr einiges verändert – auch im Audiobereich. Künstliche Stimmen, die stets abgehackt oder robotisch klangen, können sich mit der ein oder anderen Modifizierung inzwischen richtig gut hören lassen. Insgesamt konnten wir dadurch das Volumen und die Qualität unserer Audioinhalte steigern. Diese Fortschritte ermöglichten es uns, schnell auf aktuelle Ereignisse zu reagieren und unser Angebot an kurzen, news-seitigen Formaten zu erweitern. So erfreut sich unsere tägliche Presseschau, die fast vollständig automatisiert ist, bei unseren Hörern größter Beliebtheit. 

Können Sie mehr über die großen Deals mit Audi, o2, Deutsche Bahn, und Telekom erzählen? Wie wirken sich diese Partnerschaften auf die Zukunft von ARTICLY aus?

Lukas Paetzmann: Unsere Partnerschaften mit Audi, o2, Deutsche Bahn und Telekom haben unsere Präsenz im B2B-Segment signifikant erhöht. Regelmäßig haben wir von den Konzernen zurückgespiegelt bekommen, wie rekordverdächtig schnell wir neue Services in den Organisationen gelauncht bekommen haben. Solche Partnerschaften ermöglichen es uns, unsere Services in verschiedene Plattformen zu integrieren und haben neue Möglichkeiten für Wachstum und Expansion eröffnet. Die Mobilitäts- und Telekommunikationsbranche sind für unser Geschäft offensichtlich zwei Fokusbereiche, in denen bereits fruchtbare Kooperationen entstanden sind. Partnerschaften wie diese sind ein wesentlicher Teil unserer Zukunftspläne. 

Wie funktioniert die Integration der ARTICLY-App in ausgewählte Audi-Modelle und wie wurde das Nutzerfeedback bis jetzt aufgenommen?

Wolf Weimer: Über den neuen Audi Application Store sollen Fahrer möglichst nahtlos Zugriff auf ihre Lieblingsapps im Fahrzeug erhalten, ohne ein Smartphone benutzen zu müssen. Mit ARTICLY waren wir eine der ersten Apps im neuen Store und haben durch die enge Zusammenarbeit mit dem Automobilunternehmen eine für den Audi optimierte Experience geschaffen. Die ARTICLY-App wird nun Modell für Modell in mehr und mehr neuen Fahrzeugen verfügbar sein. Das Nutzerfeedback war bislang sehr positiv, insbesondere hinsichtlich des nahtlosen und bereichernden Hörerlebnisses. Die sogenannte Stickiness (“Wiederkehrende Nutzung”) scheint in Anbetracht der durchschnittlichen 35 Sessions im Monat pro User auch gegeben zu sein. 

Wolf WeimerCarsten Maschmeyer (c)Tim Kessler

Ab dem 1. Juli ist die ARTICLY-App über ein reguläres Abo verfügbar. Wie sieht das Geschäftsmodell dahinter aus und welche Zielgruppen möchten Sie damit erreichen?

Wolf Weimer: Die Early Mover haben bis Sommer 2024 die Möglichkeit, ARTICLY kostenlos zu nutzen. Im Prinzip soll die App im Fahrzeug ab Juli mit der Smartphone-App gleichziehen und ebenfalls ein Monats- und ein Jahresabonnement anbieten. Dabei wird es auch einen üblichen Revenue Share zwischen Audi und ARTICLY geben, sodass alle Seiten vom Erfolg der Automotive App profitieren. Audi-Fahrer passen als Zielgruppe optimal zu ARTICLY: Sie gelten als avantgardistisch, gesellschaftlich-interessiert, technikaffin und gebildet. Oft haben wir es mit vielbeschäftigten Personen zu tun, die ihre Fahrtwege durch spannende Hörartikel, Analysen oder politische Debatten bereichern möchten.

ARTICLY zählt zu den Top 3 der meistgehörten Inhalte in der Deutschen Bahn. Wie bewerten Sie diesen Erfolg und welche Auswirkungen hat er auf Ihre Strategie?

Lukas Paetzmann: Der Erfolg von ARTICLY, als einer der meistgehörten Inhalte in der Deutschen Bahn, bestätigt die Stärke unseres Angebots und die Nachfrage nach Qualitätsjournalismus im Audioformat – insbesondere dort, wo Menschen unterwegs sind. Dieser Erfolg unterstützt unsere Strategie, weiterhin innovative Wege zu finden, um unser mobiles Angebot auszuweiten und unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen.

Sie wurden von Kress zu den Digital-Köpfen des Jahres gekürt. Was bedeutet diese Anerkennung für Ihr Team und Ihre Vision?

Wolf Weimer: Diese Anerkennung ist eine Bestätigung unserer Innovation in einer Medienbranche, die sich mitunter zu schwer mit Startups und Innovationen tut. Wir sind überzeugt, dass Audio in Zukunft ein wesentliches Medium sein wird. Daher motiviert diese Auszeichnung unser Team und uns persönlich, weiterhin Grenzen zu verschieben und ARTICLY als führendes Angebot für auditive Inhalte weiterzuentwickeln.

Welche Rolle spielen Feedback und Vorschläge von Nutzern bei der Weiterentwicklung von ARTICLY?

Wolf Weimer: Wir sind sehr dankbar für das meist konstruktive Feedback, das uns regelmäßig erreicht. Erst letzte Woche hat uns ein Nutzer eine Liste mit sehr brauchbaren Feature-Wünschen zur Verfügung gestellt. An der Umsetzung einiger dieser Funktionen arbeiten wir bereits. Nutzerfeedback hilft uns, unsere App kontinuierlich zu verbessern und sicherzustellen, dass wir unseren Nutzern genau das bieten, was sie benötigen und wünschen. 

Zum Schluss: Welche langfristigen Ziele und Visionen hat ARTICLY, und wie planen Sie, diese zu erreichen?

Lukas Paetzmann: Unser langfristiges Ziel ist es, der führende Partner für Audioinhalte zu sein und Qualitätsinhalte in einem barrierefreien und innovativen Format einem audio-affinen Publikum zugänglich zu machen. Wir planen dieses Ziel zu erreichen, indem wir unsere Technologie weiterentwickeln, unsere Partnerschaften ausbauen und stets auf die Bedürfnisse unserer Nutzer eingehen.

Titelbild: Articly Gründer©Verena Kathrein

Wir bedanken uns bei Lukas Paetzmann und Wolf Weimer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Unerwartete Innovationen: Sechs Startups, die die Regeln neu schreiben

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29. april 2024

Am 29. April 2024 betreten sechs ambitionierte Startups die Bühne der „Höhle der Löwen“, um ihre innovativen Lösungen zu präsentieren

In einer Welt, die sich ständig wandelt und wo technologische Fortschritte und soziale Innovationen unaufhörlich unsere Lebensweise beeinflussen, ist der kreative Geist des Unternehmertums entscheidender denn je. Genau diesen Geist feiern wir in der neuesten Folge der „Höhle der Löwen“, in der visionäre Gründer die Chance erhalten, ihre bahnbrechenden Ideen einem breiten Publikum und einer kritischen Jury vorzustellen. Diese Sendung bietet nicht nur eine Plattform für Innovation, sondern auch ein Fenster in die Zukunft unserer Gesellschaft, in der Nachhaltigkeit, Inklusion und Gesundheit immer mehr in den Vordergrund treten.

Am 29. April 2024, einem Abend, der in die Annalen der Unternehmensinnovation eingehen könnte, treten sechs Startups vor die Löwen, um ihre Projekte zu präsentieren, die von umweltfreundlichen Toilettenlösungen bis hin zu revolutionären Eisverpackungen reichen. Jedes dieser Unternehmen hat eine einzigartige Geschichte zu erzählen und eine Vision, die das Potenzial hat, Industrien zu verändern und unsere Lebensqualität zu verbessern. Mit einer Mischung aus technischem Know-how, sozialem Bewusstsein und unternehmerischem Mut könnten diese Gründer nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch die Anerkennung finden, die sie verdienen.

In dieser besonderen Ausgabe der „Höhle der Löwen“ sind wir Zeugen, wie aus Ideen Wirklichkeit wird und wie innovative Lösungen auf alltägliche Probleme angewandt werden, um die Welt ein Stück besser zu machen. Diese Unternehmen stellen sich den Herausforderungen unserer Zeit und bieten Lösungen, die zeigen, was möglich ist, wenn Leidenschaft und Kreativität auf die drängenden Bedürfnisse der Gesellschaft treffen. Lassen Sie uns gemeinsam diese spannende Reise antreten und entdecken, welche dieser sechs Startups das nächste große Ding sein könnte.

Unique United: Inklusion neu gedacht am 29. April 2024 in Die Höhle der Löwen

In Neuss entsteht eine Welt, in der Barrieren fallen. Unique United ist nicht nur eine digitale Plattform; es ist ein Tor zu einem inklusiveren Leben, das von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung gestaltet wird. Hier wird jeder dazu ermutigt, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, unterstützt durch umfassende Angebote von Jobs bis Reisen.

GelatoPack: Revolution in der Eiscreme-Logistik am 29. April 2024 in Die Höhle der Löwen

Mit der Einführung von GelatoPack schlägt Andreas Siebrecht aus Weilerswist ein neues Kapitel im Eisgeschäft auf. Diese spezielle Verpackung hält Eiscreme und Toppings stundenlang frisch – eine Innovation, die den Genuss unterwegs neu definiert und zugleich die Umwelt schont.

MIND VACATIONS: Eine Reise ins Innere am 29. April 2024 in Die Höhle der Löwen

Überlastung und Stress sind Zeichen unserer Zeit. MIND VACATIONS aus Hamburg bietet eine Flucht: Tee-Meditationen, die durch eine spezielle App unterstützt werden, um Geist und Seele zu beruhigen. Diese innovative Idee verspricht Entspannung und Erholung für überforderte Seelen.

tickSAFE: Sicherer Schutz vor Zecken am 29. April 2024 in Die Höhle der Löwen

Dr. Matthias Meinhold aus Nürnberg präsentiert mit tickSAFE eine sichere Methode zur Entfernung von Zecken, die das Übertragungsrisiko von Krankheiten minimiert. Dieses Instrument ist ein Muss für jeden Haushalt und Tierbesitzer, um gesundheitliche Risiken effektiv zu reduzieren.

Wiedersehen mit waterdrop®: Ein globales Phänomen am 29. April 2024 in Die Höhle der Löwen

waterdrop® hat sich seit dem ersten Auftritt in der „Höhle der Löwen“ zu einem globalen Player im Bereich gesunde Hydration entwickelt. Mit innovativen, umweltfreundlichen Produkten und prominenten Unterstützern wie Novak Djokovic setzt das Unternehmen aus Wien neue Maßstäbe in der Getränkeindustrie.

Finizio – Future Sanitation: Die Toilette der Zukunft am 29. April 2024 in Die Höhle der Löwen

Florian Augustin aus Berlin-Brandenburg stellt mit Finizio eine visionäre Lösung für eines der drängendsten Probleme unserer Zeit vor: Wasser- und Ressourcenverschwendung. Die Trockentoiletten von Finizio sind nicht nur umweltfreundlich, sondern produzieren auch einen wertvollen Dünger, der die Landwirtschaft revolutionieren könnte.

Diese sechs Startups zeigen, dass Innovationen in den unterschiedlichsten Bereichen unser tägliches Leben und unsere Umwelt nachhaltig verbessern können. Mit frischen Ideen und mutigen Visionen treten sie in der „Höhle der Löwen“ an, um nicht nur die Jury, sondern auch die Zuschauer zu überzeugen.

Bild Die Investoren (v.l.) Tillman Schulz, Nils Glagau und Ralf Dümmel nehmen die zonenkühlende Eis-Verpackung von „Gelatopack“ genau unter die Lupe.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Welche Finanzierung passt zu Ihrem Start-up?

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Bootstrapping vs. Venture Capital: Was passt besser zu Ihrem Start-up?

Die finanzielle Grundentscheidung für Gründer

Jedes Start-up steht vor einer zentralen Frage: Wie soll das junge Unternehmen finanziert werden? Diese Entscheidung legt den Grundstein für die Zukunft und beeinflusst maßgeblich die Entwicklung des Unternehmens. Bootstrapping, also die Selbstfinanzierung, und Venture Capital, die Finanzierung durch externe Kapitalgeber, stehen als prominente Optionen zur Auswahl. Beide Wege haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Geschäftsstrategie, die Unternehmenskultur und sogar die tägliche Arbeitsweise des Gründerteams.

Während Bootstrapping ein hohes Maß an Unabhängigkeit und Kontrolle verspricht, ermöglicht Venture Capital einen schnelleren Zugang zu Ressourcen und Märkten. Doch welcher Finanzierungsweg ist der richtige für Ihr Start-up? Diese Einleitung führt Sie in die komplexen Überlegungen ein, die Sie anstellen müssen, um eine informierte Entscheidung zu treffen, die Ihre unternehmerischen Ambitionen am besten unterstützt.

Bootstrapping: Gründen mit Eigenmitteln

Bootstrapping bedeutet, dass Sie Ihr Unternehmen ohne externe Finanzierungshilfe aufbauen. Diese Methode erfordert eine strenge Budgetkontrolle und eine kosteneffiziente Betriebsführung, fördert aber zugleich eine starke unternehmerische Disziplin.

Vorteile des Bootstrappings: Die Hauptvorteile liegen in der vollständigen Kontrolle über Unternehmensentscheidungen und der Unabhängigkeit von externen Geldgebern. Dies kann zu einer stärkeren Unternehmenskultur und zu einem tieferen Verständnis für das eigene Geschäft führen.

Herausforderungen beim Bootstrapping: Die größten Herausforderungen sind die begrenzten Ressourcen, die das Wachstum verlangsamen können, und der erhöhte Druck, schnell profitabel zu werden.

Venture Capital: Wachstum durch Investoren

Venture Capital kann ein Turbo für Ihr Start-up sein, bringt aber auch neue Anforderungen und Verantwortlichkeiten mit sich.

Wachstumsbeschleunigung durch VC: Mit Venture Capital können Sie schneller expandieren, in Produktentwicklung und Marketing investieren und so Ihre Marktpräsenz stärken.

Abwägungen bei Venture Capital: Zu den Nachteilen zählen der potenzielle Verlust der vollständigen Kontrolle und der Druck, die Erwartungen der Investoren zu erfüllen, was zu einer Fokussierung auf kurzfristige Ziele führen kann.

Anpassungsfähigkeit: Überlegen Sie, wie wichtig es für Ihr Start-up ist, agil zu bleiben und sich schnell an Marktveränderungen anzupassen. Bootstrapping könnte mehr Flexibilität bieten, während VC-finanzierte Unternehmen oft straffere Roadmaps folgen.

Markteintrittszeitpunkt: In schnelllebigen Branchen kann die Geschwindigkeit des Markteintritts entscheidend sein. Hier kann Venture Capital einen klaren Vorteil bieten.

Netzwerk und Mentoring: VCs bringen oft nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Kontakte und Branchenkenntnisse ein, die für Start-ups von unschätzbarem Wert sein können.

Langfristige Ziele: Entscheiden Sie, welche Finanzierungsform besser zu den langfristigen Zielen Ihres Start-ups passt. Möchten Sie eine unabhängige Marke aufbauen oder streben Sie eine schnelle Expansion und möglicherweise einen Exit an?

Die Weichen für die Zukunft stellen

Die Entscheidung, ob Bootstrapping oder Venture Capital für Ihr Start-up der richtige Weg ist, kann weitreichende Folgen haben. Sie beeinflusst nicht nur die unmittelbare Finanzlage Ihres Unternehmens, sondern auch seine langfristige Strategie, Kultur und sogar Ihr persönliches Engagement als Gründer. Beim Bootstrapping behalten Sie die volle Kontrolle und gestalten Ihr Unternehmen nach Ihren eigenen Vorstellungen, was zu einer starken Bindung und Identifikation mit Ihrem Geschäft führt. Andererseits ermöglicht Venture Capital eine beschleunigte Entwicklung und Expansion, die Ihr Unternehmen in kürzerer Zeit voranbringen kann, allerdings oft um den Preis eines Teils Ihrer Unabhängigkeit.

Es ist essenziell, dass diese Entscheidung nicht isoliert getroffen wird, sondern im Kontext der gesamten Unternehmensstrategie und -vision. Betrachten Sie, wie jede Finanzierungsoption Ihre Fähigkeit beeinflusst, auf Marktveränderungen zu reagieren, Talente anzuziehen und zu halten, sowie Ihre langfristigen Ziele zu erreichen. Auch die Branche, in der Sie tätig sind, und die Dynamik des Marktes sind entscheidende Faktoren, die berücksichtigt werden müssen.

Darüber hinaus sollten Sie Ihre persönliche Risikobereitschaft und Ihre unternehmerischen Ziele reflektieren. Sind Sie bereit, für schnelleres Wachstum einen Teil der Kontrolle abzugeben? Oder ist es Ihnen wichtiger, Ihre Vision eigenständig und unabhängig zu verwirklichen, auch wenn dies möglicherweise ein langsamerer Weg ist?

Letztlich gibt es keinen universell richtigen oder falschen Weg, sondern nur den Weg, der am besten zu den spezifischen Bedürfnissen und Zielen Ihres Start-ups passt. Nehmen Sie sich die Zeit, alle Aspekte gründlich zu evaluieren, suchen Sie gegebenenfalls Rat bei erfahrenen Unternehmern oder Beratern und treffen Sie eine informierte Entscheidung, die Ihr Start-up in eine erfolgreiche Zukunft führt

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Wie könnte ein einfaches Hobby Ihr Leben komplett verändern?

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kentmade

KENTMADE hat sich auf handgefertigte Buchstabenkissen spezialisiert, die individuell gestaltet werden und sowohl Komfort als auch Stil in jeden Raum bringen

Wie hat sich die Gründung von KENTMADE im November 2020 auf Ihr persönliches und berufliches Leben ausgewirkt?

Die Gründung von KENTMADE war für mich lange Zeit wie ein Traum. Es dauerte eine Weile, bis ich realisierte, dass meine Idee, die ursprünglich im Keller begann und für Freunde gedacht war, plötzlich ein marktfähiges Produkt ist. Bis heute bin ich über jede einzelne Bestellung und jedes positive Feedback unglaublich glücklich. In den letzten vier Jahren habe ich eine erstaunliche persönliche Reise erlebt und dabei unglaublich viel über mich selbst gelernt. Ich bin wesentlich belastbarer geworden und habe meine Prioritäten klarer definiert. KENTMADE kam genau zur richtigen Zeit. Es erfüllt mich und stellt für mich die perfekte Ergänzung zum Muttersein dar.

Ich habe immer gerne gearbeitet. Nach meinem Mode- und Designstudium verbrachte ich sieben Jahre in der Modebranche, zuletzt als Merchandise Manager und genoss meine Arbeit sehr. Als ich nach meinem zweiten Kind bereit war, wieder ins Berufsleben einzusteigen, gab es keine passende Stelle für mich. Die Gründung von KENTMADE kam völlig unerwartet und spontan, aber genau zur richtigen Zeit. Ich hatte nie professionell nähen gelernt, sondern es nur als Hobby betrieben.

Das Nähen der Buchstabenkissen habe ich mir selbst beigebracht. Drei Jahre lang habe ich jedes Kissen eigenhändig genäht und hergestellt. Diese handwerkliche Tätigkeit war eine neue Erfahrung für mich und es war unglaublich befriedigend zu sehen, was man mit viel Willenskraft und Engagement erreichen kann. Mit der aktuellen Expansion wachse ich in Prozesse hinein, die ich während meines Studiums gelernt habe, und freue mich auf das, was noch kommen wird.

Wie hat die Geburt Ihres dritten Kindes und Ihre Rolle als Mutter von drei Kindern Ihre Unternehmensführung beeinflusst?

Als ich im November 2020 mit KENTMADE live ging, erfuhr ich gerade, dass ich mit unserem dritten Kind schwanger war. Es war offensichtlich, dass ich mich nicht Vollgas in die Selbstständigkeit stürzen konnte, da bald wieder ein Säugling im Haus sein würde. Ich sage immer: In den ersten Jahren habe ich das Unternehmen mit angezogener Handbremse geführt. Ich habe wenig Werbung geschaltet und es einfach laufen lassen. Glücklicherweise hatte ich trotzdem immer Aufträge, was mich sehr freute.

Langsam und organisch zu wachsen, passte perfekt zur Lebensphase, in der ich mich befand. Diese Zeit war nicht immer einfach, da ich nicht nur das Baby hatte, sondern auch eine 5-jährige Tochter und einen 3-jährigen Sohn. Ich habe viel am Abend und mit dem Baby in der Trage gearbeitet. Das funktionierte alles gut, bis es anfing zu krabbeln

Mutter von drei Kindern zu sein hat meine Unternehmensführung auf verschiedene Weisen beeinflusst: Zunächst einmal hat es meine Zeitmanagementfähigkeiten weiter herausgefordert und mich gelehrt, Prioritäten noch klarer zu setzen. Mit drei Kindern ist es noch wichtiger geworden, effizient zu arbeiten und meine Zeit sorgfältig zu planen, um sowohl meiner Familie als auch meinem Unternehmen gerecht zu werden. 

Ein Unternehmen zu führen und Mutter von drei Kindern zu sein bedeutet auch, flexibel sein zu müssen und schnell auf Veränderungen zu reagieren. Es ist unvermeidlich, dass unvorhergesehene Ereignisse auftreten können, die meine Zeit und Aufmerksamkeit erfordern. Dies hat mich gelehrt, mich anzupassen, um mein Unternehmen weiterhin erfolgreich zu führen, während ich mich auch um meine Familie kümmere.

Insgesamt hat die Geburt unseres dritten Kindes meine Unternehmensführung gestärkt, indem sie meine Fähigkeit zur effektiven Zeitverwaltung, Flexibilität und Priorisierung weiterentwickelt hat.

Was hat Sie dazu bewogen, über eine Expansion nachzudenken und wie haben Sie den Übergang von der Eigenproduktion zur Zusammenarbeit mit Produktionsstätten erlebt?

Nach drei Jahren, in denen ich alles eigenhändig gemacht hatte, von der Produktion der Produkte bis hin zu Social Media, begannen erste Gedanken an Expansion aufzukommen. Ich wurde immer häufiger gefragt, ob ich mein Unternehmen ausweiten oder weiterhin als Kleinunternehmerin tätig sein möchte. Vor etwa einem Jahr wurde mir klar, dass ich mehr wollte: Ich strebte nach Wachstum und wollte größer denken können. Die Nachfrage nach meinen Produkten stieg, und meine Kapazitäten waren ausgeschöpft. Trotzdem fiel es mir schwer, den Gedanken an Expansion zu akzeptieren: Würden andere die gleiche Qualität liefern können?

Würden sie meinen hohen Qualitätsstandards gerecht werden? Es fiel mir schwer, die Produktion aus der Hand zu geben und ich fühlte mich, wie vor einem riesigen Berg stehend. Anfangs war ich überfordert und wusste nicht, wie ich vorgehen sollte oder womit ich überhaupt anfangen sollte. Nach zahlreichen Gesprächen mit meiner Familie und Freunden entschied ich mich schließlich für den Weg der Expansion. Ich begann, nach Produktionsstätten zu suchen, recherchierte und telefonierte stundenlang und musste viel Geduld aufbringen.

Viele Produktionsstätten unterschätzten die Komplexität meines Produktes oder trauten sich nicht einmal an die Produktion heran. Der Weg bis zum heutigen Status quo war lang, aber es hat sich gelohnt. Ich habe unglaublich viel gelernt und bin persönlich stark gewachsen.

Wie haben Sie die geeignete Produktionsstätte gefunden und welche Kriterien waren Ihnen bei der Auswahl wichtig?

Fündig wurde ich durch Recherche, viele Emails und Telefonate. Ich bin heute noch wahnsinnig dankbar für die zwei Produktionsstätten, die ich gefunden habe. Zwischendurch habe ich nicht mehr daran geglaubt. Für die Suche hatte ich keine Strategie. Mir war wichtig, dass die Produktion in Europa von statten geht, den hohen Anspruch meines Produktes halten kann und Interesse an einer langfristigen Partnerschaft hat. Auch Nachhaltigkeit, faire Löhne und hochqualifizierte Mitarbeiter waren mir ein Anliegen. Mein Produkt ist äußerst komplex, hochwertig und handgefertigt.

Es kann nicht maschinell hergestellt werden und erfordert präzises Arbeiten sowie die genaue Einhaltung der Maße. Eine Produktionsstätte muss bereit sein, meine Kissen herzustellen. Es ist ja nicht nur ein Produkt, das einmalig bemustert, und danach immer wieder produzieren werden kann, vielmehr verkauft KENTMADE ja alle Buchstaben von A-Z! Das bedeutete auch für mich, 26 technische Zeichnungen, 26 Muster und vielem mehr. Es war ein langwieriger Weg, den ich gemeinsam mit der Produktionsstätte gehen musste. Doch die Mühe hat sich definitiv gelohnt! 

Können Sie mehr über den Lernprozess erzählen, den Sie durch die Expansion Ihres Unternehmens durchlaufen haben?

Die Expansion bedeutete für mich, meine Komfortzone zu verlassen und Aufgaben anzugehen, die mir weniger liegen, wie zum Beispiel rechtliche Aspekte, Steuern und die Wahl der Gesellschaftsform. Als kreativer Kopf liebe ich es, neue Produkte zu kreieren und zu gestalten. Doch schnell wurde mir klar, dass ich mich auch um die weniger ansprechenden Seiten der Expansion kümmern, und dabei strukturiert vorgehen muss. Rückblickend war dies ein äußerst lehrreicher Prozess, der mir ein Verständnis für Gesellschaftsformen und Steuerrecht vermittelt hat. 

Ich musste auch lernen, Dinge loszulassen und Aufgaben an andere zu übergeben. Obwohl ich gerne alles selbst erledige, ist dies nicht möglich, wenn man wachsen möchte. Zum ersten Mal von anderen abhängig zu sein, war eine große Umstellung für mich.

Das Setzen realistischer Ziele und die Festlegung einer realistischen Timeline waren ebenfalls Teil meines Lernprozesses. Es ist wichtig einen Weitblick zu haben und zu verstehen, dass bestimmte Handlungen bestimmte Konsequenzen nach sich ziehen. Prozesse benötigen Zeit und dauern oft länger als erwartet. Doch es lohnt sich, Zeit in den Aufbau eines stabilen Fundaments zu investieren und dabei genau zu arbeiten. 

Welches neue Produkt haben Sie kürzlich auf den Markt gebracht und was macht es besonders?

Die neue Städtekissenkollektion ist da. Die ersten beiden Kissen sind erhältlich: Ein B für Berlin und ein H für Hamburg! Ich bin unglaublich aufgeregt und dankbar, da ich lange darauf hingearbeitet habe. Die Designs wurden von der talentierten Berliner Designerin Ekaterina Koroleva speziell für KENTMADE entworfen und entsprechen genau meiner Vision! Das Design ist wie ein Wimmelbild – überall gibt es etwas aus der Stadt zu entdecken. Es macht einfach Spaß.

Jedes Kissen ist ein Unikat, da der Stoff immer anders zugeschnitten wird. Was für ein schönes, individuelles Produkt! Die Kissen bestehen aus einem hochwertigem, robustem Canvas, der sich wunderbar anfühlt. Der Stoff wird nachhaltig in Portugal für KENTMADE hergestellt und bedruckt. Das Produkt wird komplett handgefertigt. Alles unter einem Dach.

Wie sehen Sie die Zukunft von KENTMADE und welche Ziele haben Sie sich für die kommenden Jahre gesetzt?

Ich bin voller Vorfreude und Aufregung für das, was die Zukunft bringt. Es werden viele weitere Städtekissen folgen. Ich glaube fest an die Städtekissen-Kollektion und sehe diese auch für internationale Städte. #kentmadegoesinternational

Zusätzlich werde ich in den kommenden Jahren das Sortiment um neue großartige Produkte erweitern und dadurch die Produktion stetig erhöhen. Und natürlich möchte ich weiterhin mit meinen KundInnen und Followern in regem Austausch und Kontakt stehen. Sowohl persönlich als auch über Social Media. Hier möchte ich meine Aktivitäten weiter ausbauen, um noch näher am Leben meiner InteressentInnen dran zu sein.  

Die Nachfrage nach individuellen Produkten, die positive Emotionen hervorrufen oder damit verbunden werden, wächst. Meine Kissen erfüllen genau diese Bedürfnisse: Sie sind einzigartige Unikate, gemütliche und wunderschöne Geschichtenerzähler von höchster Qualität. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Merkmale auch zukünftig weiterhin stark nachgefragt sein werden.

Welche Rolle spielt die persönliche Erzählung und die Verbindung zu Ihrer Kundschaft für den Erfolg Ihres Unternehmens?

Die persönliche Erzählung spielt eine herausragende Rolle. Meine Kissen sind nicht nur Produkte, sondern Träger von Geschichten aus meinem Leben. Schritt für Schritt werde ich diese Geschichten preisgeben. Ich befinde mich noch am Anfang und bin in der Phase, meine Personal Brand aufzubauen. Doch ich freue mich darauf, meine Geschichte zu teilen, denn es gibt unglaublich viel zu erzählen. Es sind Themen, die mich geprägt haben und mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin. Ich glaube fest daran, dass meine Geschichte für viele inspirierend sein kann und ich vielleicht sogar Frauen ermutigen kann, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Meine Kunden sind das Wichtigste! Ohne sie hätte ich den Schritt in die Expansion nicht gewagt und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich freue mich auf die Zukunft und darauf, mit meiner Persönlichkeit und meinen Produkten etwas zurückgeben zu können. 

Welche Botschaft möchten Sie anderen Unternehmerinnen und Unternehmern mitgeben, die ähnliche Herausforderungen meistern müssen?

Es ist ein bekanntes Klischee, aber dennoch so wahr: Es lohnt sich, am Ball zu bleiben. Die Selbstständigkeit gleicht einer Achterbahnfahrt: Zu Beginn kribbelt es, wenn die Fahrt losgeht. Man ist voller Adrenalin und freudig aufgeregt, aber zugleich auch etwas ängstlich. Doch weil man sich getraut hat einzusteigen, bringt man die Fahrt auch zu Ende. Während der Fahrt lassen wir einige Schreie los, die wir einfach loswerden müssen, aber das ist erlaubt und tut sogar gut! Wenn die erste Runde vorbei ist und die Fahrt endet, steigen wir aus und denken: „Das war mega! Gleich nochmal!“

Wir bedanken uns bei Tracey Kent für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: KENTMADE

Kontakt:

KENTMADE
Bücklestraße 3
D-78464 Konstanz

www.kentmade.de
tracey@kentmade.de

Ansprechpartner: Tracey Kent

Social Media:
Instagram
Facebook

Wie können Events die Welt ein Stück grüner machen?

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SHOWZ organisiert nachhaltige Events und schafft umweltfreundliche Markenerlebniswelten, die sowohl innovativ als auch ansprechend sind

Welche spezifischen Maßnahmen ergreift SHOWZ, um seine Events nachhaltig zu gestalten?

Ayan Yuruk: “Wir haben einige Maßnahmen, um unsere Konzepte und Produktionen nachhaltig zu verwirklichen. Alle Mitarbeitenden, ganz besonders die Creatives, sind geschult und besitzen das Bewusstsein, schon bei der Ideation grün zu denken. Dadurch entsteht von Beginn an ein Spirit, von dem man kaum noch abdriften kann. Darüber hinaus haben wir eine Climate Officerin im Team, die sich kontinuierlich mit unseren existierenden, aber auch potenziellen Lieferanten auseinandersetzt und sie für jedes neue Projekt auf unsere Kriterien prüft.

In der Praxis legen wir bereits direkt am Anfang unserer Konzeptphase viel Wert darauf, keine überflüssigen Materialien bei den Markenerlebniswelten wie Events, Pop-Ups oder Store- und Schaufensterdesigns zu verwenden oder oder klimafreundliche Alternativen zu planen, die sich weniger schädlich auf unsere Umwelt auswirken. Direkt im Sourcing sollte für jedes Material immer eine der nachhaltigsten Alternativen bereitstehen. Natürlich gibt es manchmal unausweichliche Ausnahmen.

Unsere Lieferanten wissen, dass sie uns bei neuen Entwicklungen zu nachhaltigen Materialien oder neuen alternativen Materialien sofort abholen sollen. Wir designen unsere gesamten Konzepte möglichst circular und planen eine Weiterverwendung der Materialien bereits ein, z.B. durch Elemente, die durch kleine Änderungen einen neuen Look erhalten und anderweitig eingesetzt werden können. Lokale Ressourcen, kurze Lieferwege, Abfallmanagement und Energieeffizienz in Form von Green Energy sind für uns wichtige Bausteine.”

Wie misst SHOWZ den Erfolg seiner Bemühungen im Bereich der Nachhaltigkeit?

Ayan Yuruk: “Wir haben für SHOWZ einen Ecoscore-Rechner entwickelt, der eine gute Methode ist, um für jedes Projekt den Score zu berechnen und ggf. Anpassungen vornehmen zu können. Es gibt dabei auch Minuspunkte, die das Team natürlich vermeiden möchte. Wenn ein bestimmter Wert erreicht ist, darf das Konzept ein hausinternes Siegel tragen. Einige unserer Kunden möchten das Siegel gerne in ihrer Kommunikation nutzen, aber so weit sind wir noch nicht. Es ist alles ein fortlaufender Prozess.”

Können Sie Beispiele für die Nutzung umweltfreundlicher Materialien bei Ihren Events/Produktionen geben?

Ayan Yuruk: “Wir arbeiten viel mit natürlichen Materialien und mixen diese mit kontrastreichen Elementen, die recycled sind. Für die aktuelle Präsentation in unserem Showroom haben wir z.B. altes Zeitungspapier zusammenpressen lassen und mit einer ökologischen kleisterartigen Mischung zu einer Gebirgslandschaft gestaltet. Alles wurde mit Eco-Farbe veredelt und mit dekorativen Elementen abgerundet. Wir haben aus alten Drahtseilen einen Korallenriff nachgebaut, dafür zusätzlich alte Gummischläuche oder Plastikfasern verwendet, was sich jetzt vielleicht nach einer Wasteland Installation anhört, es aber nicht ist. Uns ist es wichtig, dass unsere Konzepte as eco-friendly as possible, yet as sexy as chanel sind.

Ich kann Jute-Installationen, Möbel aus Euro-Paletten und Skulpturen aus Pet-Flaschen nicht mehr sehen. In unseren Konzepten erkennt kein Mensch, dass es sich um recycelte Materialien handelt. Außerdem ersetzen wir handelsübliche POS (Point-Of-Sale) Materialien, wie z.B Kapa oder Forex-Platten mit zertifizierten und säurefreien 100 Prozent recycelten Alternativen, darunter Displayplatten aus Papier oder Wabenplatten. Unsere Set-Designerin Theresa Schwaiger hat zudem mit der TU Darmstadt eine tolle Lösung zum Einsatz gebracht, bei der mit Hilfe von Geopolymere eine zementfreie Produktion von Ziegelbausteinen ermöglicht wurde oder zerbrochene Ziegel erneut verwendet worden sind.”

Inwiefern beeinflusst die Fokussierung auf Nachhaltigkeit die Auswahl Ihrer Geschäftspartner und Sponsoren?

Ayan Yuruk:“Aktuell arbeiten wir nicht ausschließlich mit umweltbewussten Marken, aber wir versuchen immer näher dorthin zu kommen. Das Thema Nachhaltigkeit und die Umsetzung, gerade in unserer Branche, ist ein stetiger Prozess. Uns ist es wichtig, unsere Kundschaft auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Ich sehe uns wie eine Art Katalysator, der die umweltbewussten Produkte und Materialien an die Kund:innen und somit auch in ihren Wirkungsbereich bringt. Mit Wirkungsbereich meine ich hier, in Bezug auf unsere Industrie, die Stage, in der das Bewusstsein für den Nutzen und Need von nachhaltigen, alternativen Materialien an die breite Masse gelangt.

Und das eben mit dem Beweis, dass es anders funktionieren kann. Einerseits ermutigen wir die Lieferanten klimafreundlicher zu sourcen und zu entwickeln, auf der Kundenseite schaffen wir das Bewusstsein und das Verständnis für das Neue. Stellt euch vor, wir probieren ein neues Material aus, wissen nicht wie es reagieren wird und es geht etwas schief. Was dann? Um in solchen Fällen nicht sofort gecancelt zu werden, müssen wir alle Parteien abholen und gemeinsam aus Fehlern lernen.”

Welche Rolle spielt Technologie bei der Entwicklung Ihrer nachhaltigen Konzepte?

Ayan Yuruk: “Wir sparen viele Ressourcen dank Technologien und können unsere Konzepte und Erlebnisse skalieren, ohne dabei Müll zu produzieren. Jedes Konzept, jede Kampagne hat eine digitale oder virtuelle Verlängerung. Wir arbeiten viel mit AR. Es ist irre, was wir alles als Erweiterung der Realität bauen können, was physisch unvorstellbar wäre. Durch hybride Events schaffen wir über das physische Erlebnis hinaus Reichweite und können das Konzept bzw. den Content  nachhaltig für die Kommunikation weiter nutzen.”

Wie sehen Sie die Zukunft von nachhaltigen Markenerlebniswelten in der Eventbranche?

Ayan Yuruk: “Wenn ich keine sehr positive Vision für die Zukunft hätte, würde ich nicht so viel hinein investieren, um es möglich zu machen. Aktuell ist so ein Event wie ein One-Night-Stand. Man verbringt ein paar schöne Stunden mit der Installation und am nächsten Morgen ist sie weg und wird geghosted. Alles landet im Müll und wird nie wieder genutzt.”

Können Sie erläutern, wie SHOWZ dazu beiträgt, das Bewusstsein für nachhaltige Produktion zu schärfen?

Ayan Yuruk: “Mit diesem Interview zum Beispiel. Ich habe mich lange davor versteckt, darüber zu reden, was wir alles tun, um umweltfreundlicher zu werden. Warum? Weil ich Angst vor der heute sehr verbreiteten Cancel-Culture und Bashing habe. Diese Art und Weise geht mir tierisch auf die Nerven. Wir leben in einer Gesellschaft, die erstmal laut schreit und beschimpft, statt kleinere Erfolge zu feiern. Keine Marke traut sich noch was zu sagen. Ist Ayan perfekt? Nein. Ich fliege sehr viel und bin daher leicht angreifbar. Kompensiere ich? Ja! National nutze ich nur die Bahn und verzichte gänzlich aufs Fliegen. Sind wir bei SHOWZ perfekt? Nein natürlich nicht, aber wir tun einiges, um uns zu verbessern. As I said: it’s a process.”

Wie plant SHOWZ, seine Nachhaltigkeitsziele in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln?

Ayan Yuruk: “Das tolle an diesem Thema ist die Community. Es ist sehr viel Support da, wenn man danach fragt. Wir sind alle zusammen in der Sache verfangen und müssen einander helfen, um noch effizienter und noch grüner zu werden. Jeden Tag kommt es zu neuen Kontakten und Lösungsansätzen. Das hilft uns in der Entwicklung. Zudem sind wir immer mit offenen Augen unterwegs, bilden uns weiter, probieren viel aus und werden darin immer besser. Und wir unterstützen Organisationen, die zu einer positiven CO2 Bilanz beitragen.”

Wie reagiert Ihre Kundschaft auf die Integration von Nachhaltigkeit in Ihre (Event)Konzepte?

Ayan Yuruk: “Ganz unterschiedlich. Einige sind überrascht und neugierig. Andere feiern uns dafür, dass wir so viel Wert darauf legen. Es gibt aber auch die, die das Thema einfach ignorieren, weil sie sonst auch nicht viel damit am Hut haben. Die fragen sich dann oft: Warum jetzt anfangen, wenn wir sowieso nicht dafür stehen? Das finde ich sehr schade und den falschen Ansatz. In Zukunft hoffe ich, dass wir als Firma in unserem weiteren Wachstum an den Punkt kommen, ausschließlich mit Marken, die sich bewusst mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen und identifizieren, zusammenzuarbeiten. 

Was sind die größten Herausforderungen bei der Umsetzung nachhaltiger Konzepte in der (Event)Branche?

Ayan Yuruk: “Die größte Herausforderung ist die Zeit. Die Konzepte müssen immer noch mit engen Deadlines umgesetzt werden. Wenn wir aber alternative Materialien und Konzepte wollen, müssen wir die Zeit dafür aufwenden. Das fehlt oftmals und wenn die Zeit knapp wird, greift man oft auf proven Concepts zurück. Fernab des Faktors Zeit, hat es sehr starken Einfluss auf die Kreativpozesse.”

Inwiefern inspiriert SHOWZ andere Unternehmen in der Branche, nachhaltiger zu handeln?

Ayan Yuruk: “Wir erhalten sehr positives Feedback, denn die Community ist der Wahnsinn. Man teilt sehr viel miteinander, gute und schlechte Erlebnisse und das wiederum inspiriert andere, etwas auszuprobieren. Seitdem ich offen über Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein rede, merke ich, wie sich das Verhalten von Kund:innen, Agenturkolleg:innen oder sogar bei mir im Freundeskreis ändert.”

Welche innovativen Ansätze verfolgt SHOWZ, um die Attraktivität nachhaltiger Events zu steigern?

Ayan Yuruk:“Wir versuchen, eco-friendly richtig sexy zu machen. Ich glaube nicht daran, dass Eco-Konzepte umgesetzt werden würden, wenn sie scheisse aussehen.”

Wie integriert SHOWZ Nachhaltigkeit in seine Unternehmenskultur und täglichen Abläufe?

Ayan Yuruk:“Nachhaltigkeit wird ein Baustein unseres Onboardings werden. Gerade arbeiten wir ein Konzept dazu aus. Nachhaltigkeit ist unser Lead Value, daher entscheidend für alle Team-Mitglieder:innen. Teilweise bewerben sich die Menschen nur deswegen bei uns.”

Welche zukünftigen Trends im Bereich Nachhaltigkeit sieht SHOWZ für die Eventbranche?

Ayan Yuruk:“Circulare Konzepte. Es muss nicht mehr alles weggeschmissen werden. Es ist okay, ein Konzept nach einem Jahr, leicht verändert oder umdekoriert, erneut zu verwenden. Ganz ehrlich, warum kann ein LV das Weihnachtsschaufenster im Folgejahr umdekoriert nicht nochmal einsetzen? Würden wir deswegen weniger kaufen? I don’t think so. Auch wenn es gar nicht schlecht wäre, weniger zu konsumieren.”

Wie fördert SHOWZ den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Bereich der Nachhaltigkeit?

Ayan Yuruk:“Wie bereits erwähnt, ist es ein stetiger Prozess und wir lernen alle voneinander. Es gibt einige Plattformen und jetzt sogar auch Konferenzen im Marketing Bereich. Bei der BAM! Boat in Berlin durfte ich über Green Marketing sprechen. Wir haben uns mit anderen Agenturen und Expert:innen ausgetauscht und tun es weiterhin. We are in this together und können nur zusammen gewinnen. Ansonsten verlieren wir alle.”

Wir bedanken uns bei Ayan Yuruk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Können Sie Ihr Team aus der Ferne effektiv führen?

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Remote Leadership: Führung auf Distanz meistern

Wir leben in einer Ära der Digitalisierung und Globalisierung, die die Arbeitswelten radikal transformiert hat. Remote Leadership, einst eine Seltenheit, ist heute eine Notwendigkeit und stellt eine der zentralen Säulen moderner Unternehmensführung dar. Die Fähigkeit, Teams über geografische, zeitliche und kulturelle Grenzen hinweg zu leiten, wird zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für den Erfolg von Organisationen. Dieser tiefgreifende Wandel erfordert von Führungskräften nicht nur ein Umdenken, sondern auch die Entwicklung neuer Fähigkeiten und Strategien.

In dieser neuen Arbeitswelt sind Führungskräfte mit einzigartigen Herausforderungen konfrontiert: Wie baut man Vertrauen auf, wenn persönliche Interaktionen fehlen? Wie fördert man Teamgeist, wenn alle Teammitglieder isoliert arbeiten? Wie stellt man sicher, dass die Kommunikation effektiv bleibt und nicht in der Flut digitaler Nachrichten untergeht? Diese und viele weitere Fragen prägen den Alltag von Remote-Führern.

Der folgende Beitrag erkundet die verschiedenen Dimensionen von Remote Leadership. Er bietet praktische Einblicke und Strategien, um effektiv auf Distanz zu führen, und beleuchtet, wie Führungskräfte die Produktivität fördern, Engagement aufbauen und eine Kultur der Zusammenarbeit in virtuellen Teams kultivieren können. Wir tauchen ein in die Welt der digitalen Führungskompetenzen, erkunden die Bedeutung von Kommunikation und Vertrauen und bieten Lösungen für die einzigartigen Herausforderungen, die das Führen aus der Ferne mit sich bringt.

Die Essenz effektiver Kommunikation

Kommunikation ist das A und O in der Führung auf Distanz. In einer Umgebung, in der nonverbale Signale fehlen, muss jede Nachricht klar und unmissverständlich sein. Führungskräfte müssen eine Kommunikationsstrategie entwickeln, die regelmäßige Updates, Feedback-Sessions und den offenen Austausch von Ideen beinhaltet. Digitale Tools wie Videokonferenzen, Instant Messaging und gemeinsame Arbeitsplattformen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Vertrauen als Fundament des Remote Teams

Vertrauen ist die Grundlage jeder erfolgreichen Remote-Führung. Es zu etablieren und zu erhalten, erfordert Transparenz, Konsistenz und Integrität seitens der Führungskraft. Mitarbeiter müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Leistungen anerkannt werden und dass sie die notwendige Unterstützung erhalten, um ihre Ziele zu erreichen.

Zielorientierung in der virtuellen Führung

Die Definition klarer, messbarer Ziele ist in der Remote-Führung unerlässlich. SMART-Ziele helfen, die Erwartungen zu präzisieren und bieten eine Grundlage für die Bewertung des Fortschritts. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen dieser Ziele sorgen dafür, dass das Team fokussiert und motiviert bleibt.

Kultivierung einer starken Remote-Kultur

Eine positive und inklusive Kultur ist für den Erfolg eines Remote-Teams von zentraler Bedeutung. Führungskräfte müssen eine Umgebung schaffen, in der sich alle Teammitglieder wertgeschätzt und integriert fühlen. Virtuelle Teambuilding-Aktivitäten, informelle Treffen und die Anerkennung von Leistungen tragen dazu bei, ein Gefühl der Gemeinschaft und des Engagements zu fördern.

Umgang mit Herausforderungen der Remote-Arbeit

Remote Leadership bringt spezifische Herausforderungen mit sich, wie die Isolation der Teammitglieder und die Schwierigkeit, eine Work-Life-Balance zu wahren. Proaktive Maßnahmen zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und zur Unterstützung der Mitarbeiter bei der Gestaltung eines effektiven Arbeitsumfelds sind entscheidend.

Technologie als Werkzeug und Herausforderung

Die richtige Nutzung von Technologie ist entscheidend für effektive Remote-Führung. Gleichzeitig birgt sie Risiken in Bezug auf Datenschutz und Überwachung. Eine sorgfältige Auswahl von Tools, die sowohl die Produktivität fördern als auch die Privatsphäre respektieren, ist notwendig.

Remote Leadership ist weit mehr als nur ein vorübergehender Trend oder eine Antwort auf die weltweiten Veränderungen durch die Pandemie. Es ist eine dauerhafte Veränderung in der Art und Weise, wie wir Arbeit verstehen und organisieren. In der heutigen vernetzten Welt ist die Fähigkeit, Teams aus der Ferne zu führen, eine Kernkompetenz, die Führungskräfte beherrschen müssen, um in einem immer komplexeren und dynamischeren Arbeitsumfeld erfolgreich zu sein.

Eine effektive Remote-Führung trägt nicht nur zur Steigerung der Produktivität und Effizienz bei, sondern fördert auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter, indem sie Flexibilität und eine bessere Work-Life-Balance ermöglicht. Führungskräfte, die in der Lage sind, eine Kultur der Inklusion, Offenheit und des Vertrauens zu schaffen, werden Teams leiten, die widerstandsfähiger, engagierter und innovativer sind.

Die zukünftige Arbeitswelt verlangt von Führungskräften, dass sie agil sind, schnell auf Veränderungen reagieren und in der Lage sind, über Grenzen hinweg zu inspirieren und zu motivieren. Die Entwicklung von Remote Leadership-Fähigkeiten ist somit keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Indem Führungskräfte lernen, effektiv auf Distanz zu kommunizieren, Ziele zu setzen, Leistungen zu erkennen und eine unterstützende Teamkultur zu pflegen, können sie ihre Teams zum Erfolg in der neuen Ära der Arbeit führen.

Letztlich geht es beim Remote Leadership nicht nur darum, mit den technologischen Entwicklungen Schritt zu halten, sondern auch darum, menschliche Verbindungen und ein starkes Teamgefüge zu bewahren, selbst wenn die physische Nähe fehlt. Die Kunst der Fernführung erfordert ein tiefes Verständnis für die menschliche Natur, Empathie und die Fähigkeit, über Medien hinweg zu verbinden und zu inspirieren. Führungskräfte, die diese Kunst meistern, werden die Architekten erfolgreicher, zukunftsorientierter Organisationen sein

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – Sergey Nivens

Wenn die Kundschaft nicht zahlt – ein Leitfaden zum weiteren Vorgehen

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In einer aktuellen Umfrage von Coface S.A. gaben rund 65 Prozent der Unternehmen an, dass sie mit Zahlungsverzögerungen ihrer Kundschaft konfrontiert seien. Kommt das Geld nicht rechtzeitig aufs Konto, kann das kurzfristig die Liquidität des Unternehmens bedrohen, speziell auch dann, wenn es sich um kleine Unternehmen handelt. Langfristig ist bei nicht beglichenen Rechnungen sogar dessen Existenz gefährdet, wenn zum Beispiel wichtige Investitionen aufgrund von Liquiditätsengpässen nicht getätigt werden können. Doch wie können Unternehmen souverän vorgehen, wenn ihre Kunden nicht zahlen?

Ein Gespräch kann Wunder bewirken

Unternehmer und Selbstständige können anfangs verunsichert sein, wenn die Rechnungen nicht pünktlich bezahlt werden. Schließlich wurde die Leistung doch erbracht? Besonders dann, wenn Unternehmer noch wenige Kunden haben, mit denen sie sehr persönliche Beziehungen pflegen, ist dies eine unangenehme Situation. Vielleicht ist es ein unzufriedener oder unzuverlässiger Neukunde? Was könnte dahinter stecken? Um diese Fragen zu klären, ist es hilfreich, als Allererstes das Gespräch zu suchen. Oft reicht dafür eine kurze Mail oder ein freundlicher Anruf. Schließlich kann immer Unvorhersehbares geschehen: Der Kunde ist krank, hat Fragen zur Rechnung oder diese ist im Spam-Ordner gelandet. Und auch das Vergessen ist menschlich und kommt mal vor. Durch ein Gespräch können deswegen Unklarheiten oft aus dem Weg geräumt werden. 

Was, wenn ein Gespräch nicht hilft? Tipps für eine zielführende Mahnung

Dann heißt es, professionell und strukturiert vorgehen, um die Chancen auf einen erfolgreichen Zahlungseingang zu steigern. Die Erstellung von Mahnungen ist jetzt der übliche Schritt für Unternehmen und Selbstständige. Damit das Bezahlen des Betrags möglichst reibungslos und zügig geschieht, ist eine korrekte Mahnungserstellung wichtig. Schließlich soll der Kunde eine eindeutige und neutrale Aufforderung erhalten, damit möglichst wenige Missverständnisse entstehen. Am besten wird hierfür eine geeignete Software genutzt. Mithilfe dieser müssen nur noch die individuellen Daten eingegeben werden, das Grundgerüst der Mahnung steht bereits. Auch können hier Mahngebühren und Verzugszinsen eingefügt werden. 

Ist auf der Rechnung kein Fälligkeitsdatum angegeben, darf auf die erste Mahnung keine Gebühr erhoben werden. Erst nach der ersten Mahnung tritt der Verzug auf. Müssen weitere Mahnungen gestellt werden, können hierauf Mahngebühren und Verzugszinsen in Rechnung gestellt werden. 

Erhält die Rechnung ein Fälligkeitsdatum, so tritt der Verzug sofort nach Ablauf des Datums ein. Der Gläubiger kann nun auf die erste Mahnung bereits eine Mahngebühr sowie Verzugszinsen erheben. Die Mahngebühr darf maximal die durch den Verzug entstandenen Kosten abdecken und der Verzugszins liegt bei fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz.  

Und wie so oft gilt, der Ton macht die Musik: Eine Zahlungserinnerung klingt wesentlich freundlicher als eine Mahnung, obwohl sich letztlich das Gleiche dahinter verbirgt.

Wie viele Mahnungen müssen verschickt werden?

Es hat sich etabliert, drei Mahnungen zu schicken, bevor der Kunde als Schuldner in Verzug gesetzt wird. Rein rechtlich ist jedoch nur eine einzige Mahnung bei Privatpersonen nötig – bei Geschäftskunden sogar keine einzige. Trotzdem ist es ratsam, mit den Kunden in Kontakt zu treten und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen aufrechtzuerhalten. Das funktioniert in den meisten Fällen nur, wenn nicht direkt mit einem Anwalt oder einem Gerichtsverfahren gedroht wird. 

Die letzte Lösung: das gerichtliche Mahnverfahren und das Inkassounternehmen

Das gerichtliche Mahnverfahren wird überwiegend eingeleitet, wenn alle Mahnungen unbeachtet blieben. Die meisten Schuldner reagieren, bevor die letzte Mahnung ins Haus flattert. Größtenteils können Unklarheiten an dieser Stelle schon beseitigt werden. Das gerichtliche Mahnverfahren sollte daher nach den außergerichtlichen Maßnahmen folgen und gilt als letzter Schritt. Weiß ein Unternehmer nicht mehr weiter, kann er das Verfahren relativ einfach online beantragen. 

Auch ein Inkassoverfahren kann eine Option darstellen. Hier erhält ein Inkassobüro vom Unternehmen die Vollmacht, die fälligen Schulden eintreiben zu dürfen. Das kann zu einer Einigung führen, bedeutet aber für das beauftragende Unternehmen auch zusätzliche Kosten, die das Inkassounternehmen für seine Leistung einfordert. Ob sich das für ein Unternehmen lohnt, gilt es abzuwägen. 

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, das sogenannte Factoring. Dabei handelt es sich um eine Finanzierungsform, bei der offene Forderungen an Dritte verkauft werden. Mittlerweile gibt es einige Unternehmen, die Factoring anbieten und innerhalb von wenigen Stunden offene Rechnungsbeträge begleichen. Die Vorteile sind, dass die Liquidität des fordernden Unternehmens sofort wieder hergestellt ist. Überfällige Rechnungen, erhöhte Inanspruchnahme von (Dispo-)krediten und ein zeitintensives Mahnwesen fallen somit weg.

So kann man dem Zahlungsverzug bestmöglich vorbeugen 

Kunden um die Zahlung bitten zu müssen, ist nervig und kann sich auch auf die Kundenbeziehungen auswirken. Deswegen gibt es einige Dinge, die dazu beitragen, dass es möglichst gar nicht erst zu dem Fall kommt. Zum einen ist es wichtig, alle Pflichtangaben bei einer Rechnung anzugeben. Zum anderen vermeiden gut sichtbare Kontakt- und Zahlungsinformationen unnötige Rückrufe. Wer als Unternehmen nicht nur eine, sondern mehrere Zahlungsmöglichkeiten anbietet, kann zudem von zufriedenen Kunden profitieren und gilt als serviceorientiert. Das Abbauen etwaiger Hürden bei der Zahlung, wie zum Beispiel das Angebot von Onlinezahlung anstatt Banküberweisung, ist auch hilfreich. Zuletzt kann ein realistisches Zahlungsziel ein guter Kompromiss für Kunden und Unternehmen sein, damit keiner von beiden in Schwierigkeiten gerät.

Autor

Fin Glowick ist Chief Revenue Officer (CRO) bei WISO MeinBüro. Die Softwarelösungen von WISO MeinBüro decken alle wichtigen Bereiche des Büromanagements von Selbstständigen, Freiberuflern und kleinen Unternehmen ab – von Angebots-, Auftrags- und Rechnungsstellung, über das Online-Banking und die vorbereitende Buchhaltung, die Zeiterfassung und das Dokumentenmanagement bis hin zur Personalverwaltung.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Könnte Ihr Bürostuhl der Grund für Ihre Rückenschmerzen sein?

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Ergotopia bietet ergonomische Bürolösungen an, um Gesundheit und Produktivität am Arbeitsplatz zu steigern

Könnten Sie uns bitte eine kurze Einführung in Ergotopia geben und uns etwas über die Gründer Richard Rupp, Alexander Weitnauer und Lara Adloff erzählen?

Die Gründungsidee entstand, als Richard Rupp auf einem Snowboard-Trip unerwartet starke Rückenschmerzen bekam, die er auf langes Sitzen zurückführte. Er entdeckte für sich die Vorteile eines höhenverstellbaren Schreibtischs als Lösung für einen bewegungsarmen Arbeitsalltag. Begeistert von dieser Erkenntnis, gründete er gemeinsam mit Alexander Weitnauer und Lara Adloff einen Online-Shop, der sich auf ergonomische Büroausstattung spezialisiert.

Was ist die Vision von Ergotopia, und wie planen Sie, diese zu realisieren?

Ergotopia strebt danach, Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität am Arbeitsplatz durch ergonomische Möbel und ganzheitliche Lösungen zu verbessern. Das Expertenteam, darunter Physiotherapeuten, Trainer und Ärzte, will nicht nur ergonomische Produkte bieten, sondern auch Bewusstsein für die Ursachen körperlicher Beschwerden schärfen und präventive Lösungen anbieten. Ein YouTube-Kanal unterstützt diese Ziele, indem er unterhaltsame, bewegungsfördernde Inhalte bereitstellt und eine aktive Community aufbaut – mit bereits 296.000 Follower (April 2024).

Wer ist die Zielgruppe und auf welche Weise erfüllen Sie deren spezifische Bedürfnisse?

Unsere Zielgruppe sind Gesundheitsbewusste, Gesundheitsbetroffene, Menschen mit Sicherheits- und Qualitätsbewusstsein sowie Produktivitätsliebhaber. Unsere Produkte helfen einen gesünderen Arbeits- und Lebensalltag zu erschaffen. Beispielsweise erinnert unser höhenverstellbarer Schreibtisch Desktopia Pro X an das regelmäßige Aufstehen per Lichtsignal und/oder Vibration. 

Welche Hauptherausforderungen sieht Ergotopia aktuell und in der Zukunft, und wie begegnet Ihr Unternehmen diesen?

Die Kaufkraft ist durch die wirtschaftliche Situation schwächer und die Preissensitivität ist gestiegen. Darauf reagieren wir mit der Erweiterung unseres Portfolios für diese Zielgruppe. 

Ergotopia hat den ntv Deutschen Gesundheits-Award 2023 gewonnen. Was macht Ihr Unternehmen einzigartig im Vergleich zu anderen Anbietern im Bereich der ergonomischen Büroausstattung?

Ergotopia hebt sich durch qualitativ hochwertige und innovative ergonomische Produkte hervor. Das Unternehmen bietet zudem kostenlose Fachartikel, Infografiken und Online-Kurse an, um Gesundheit und Aktivität am Arbeitsplatz zu fördern. Ein informativer YouTube-Kanal und eine interaktive App ergänzen dieses Angebot und unterstreichen das Bestreben, sich über das Übliche hinaus von den Wettbewerbern zu unterscheiden.

Wie sieht die zukünftige Ausrichtung aus, und welche Entwicklungen oder Neuerungen können wir erwarten?

Ein wichtiges Ziel für die kommenden Jahre ist die Expansion von Ergotopia in weitere Länder Europas.

Abschließend, könnten Sie drei Ratschläge für andere Gründer teilen, basierend auf Ihren Erfahrungen ?

Seid mutig und denkt an Herausforderungen statt an Problemen. 

Sucht euch die richtigen Leute (und lasst Stellen notfalls eine Zeit lang unbesetzt), die eure Vision teilen und mit Leidenschaft und Expertise voranbringen.

Organisiert euch agil und reflektiert regelmäßig die Zusammenarbeit und Meilensteine.

Wir bedanken uns bei Richard Rupp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Ergotopia

Kontakt:

Ergotopia GmbH
Pfnorstraße 10
D-64293 Darmstadt

https://www.ergotopia.de/

Ansprechpartner: Richard Rupp und Alexander Weitnauer

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