Sonntag, Januar 11, 2026
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Welche Hürden müssen Marken beim globalen Wachstum wirklich überwinden?

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MarketLeap team bild

MarketLeap erleichtert Marken mit KI und Automatisierung den internationalen Marktplatzeintritt – doch welche Herausforderungen gibt es dabei?

Könnten Sie uns einen Überblick über die Gründungsgeschichte von MarketLeap geben und welche Personen hinter dem Unternehmen stehen?

MarketLeap wurde 2022 von Mamoun Benkirane und Mekki Mouaddeb gegründet, beide ehemalige Führungskräfte bei Amazon und Jumia. Die Idee entstand, als Mamoun ein Webinar für Amazon-Verkäufer über die Expansion in neue Märkte durchführte und umfassendes Feedback über die Komplexität des Prozesses und der Tools erhielt. Gleichzeitig stellte Mekki fest, dass viele Verkäufer zwar über gute Fähigkeiten bei der Produktbeschaffung verfügten, aber Schwierigkeiten hatten, ihr Geschäft international auszuweiten. Gemeinsam gründeten sie MarketLeap, um Marken bei der globalen Expansion durch den Einsatz von KI und Automatisierung zu unterstützen.

Was ist die Kernvision von MarketLeap, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu realisieren?

MarketLeap verfolgt das Ziel, absolut verkäuferorientiert zu arbeiten und die Abläufe auf dem Marktplatz mit Hilfe von KI und Automatisierung zu vereinfachen, um Marken bei der globalen Expansion zu unterstützen. Wir konzentrieren uns darauf, Hindernisse für die internationale Expansion zu beseitigen, indem wir Marken mit globalen Marktplatzkunden durch Automatisierung, Echtzeitanalysen und strategische Partnerschaften verbinden.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Ihrer AI-gestützten E-Commerce-Plattform an, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse erfüllt werden?

Unsere Hauptzielgruppe sind D2C-Verkäufer (Direct-to-Consumer), die mit der Komplexität von Marktplätzen, der Einhaltung von Vorschriften und der internationalen Skalierung zu kämpfen haben. Wir unterstützen Marken wie Nordgreen und Edible Health mit KI-gestützter Automatisierung und strategischen Partnerschaften, um den Betrieb zu optimieren und global zu skalieren.

Mit welchen größten Herausforderungen ist Ihr Unternehmen derzeit konfrontiert, und welche Strategien setzen Sie ein, um diese zu bewältigen?

Unsere größte Herausforderung besteht darin, über 100 Marken zu verwalten und dabei schlank zu bleiben. Die einzige Strategie besteht darin, unsere Plattform weiter auszubauen, um Skalierbarkeit durch Automatisierung und KI zu ermöglichen.

Was unterscheidet MarketLeap von anderen E-Commerce-Plattformen, und was sehen Sie als Ihren einzigartigen Wettbewerbsvorteil an?

Im Gegensatz zu herkömmlichen SaaS-Tools oder globalen Distributoren ist MarketLeap vollständig integriert und KI-gesteuert, so dass Markeninhaber die Kontrolle über komplexe Abläufe behalten. Der Automatisierungsstack von MarketLeap übertrifft Marktplatzteams und Agenturen und ermöglicht einen wichtigen Schritt in Richtung Leistung und Effizienz.

Wie planen Sie, Ihr Unternehmen in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln, und gibt es spezifische Märkte oder Technologien, die Sie erschließen möchten?

Wir planen derzeit den Ausbau unserer KI-gesteuerten Automatisierungs-, Echtzeit-Analyse- und Integrationstools. Wir verdoppeln unsere Aktivitäten in den USA und verstärken unsere Präsenz in Madrid und New York City.

Könnten Sie drei wesentliche Ratschläge teilen, die Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben würden?

  1. Seien Sie besessen von dem Problem und glauben Sie an Ihre Vision 
  2. Arbeiten Sie in schnellen, iterativen Feedback-Schleifen 
  3. Bauen Sie ein starkes Team auf, das sich der Mission verpflichtet fühlt

Wie hat sich die Zusammenarbeit mit Partnern wie Inkari und Edible Health auf die Entwicklung von MarketLeap ausgewirkt?

Marken wie Inkari und Edible Health haben es uns ermöglicht, die Funktionen unserer Plattform weiterzuentwickeln und grenzüberschreitende Besonderheiten zu integrieren, wie z. B. den EU-UK-Übergang.

Inwiefern hat Ihre Erfahrung bei Unternehmen wie Amazon und Jumia die Entwicklung und Ausrichtung von MarketLeap beeinflusst?

Durch die Arbeit bei Amazon und Jumia haben wir aus erster Hand einen Einblick in die Komplexität von Marktplätzen erhalten. Wir haben Lücken bei der Datentransparenz, den Marktplatz-Tools und der internationalen Skalierbarkeit festgestellt. Das brachte uns dazu, MarketLeap zu gründen.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Plattform mit den sich ständig ändernden Anforderungen des globalen E-Commerce-Marktes Schritt hält?

Wir verbessern kontinuierlich unsere KI-gesteuerte Automatisierung, die Integration von Drittanbietern und die Datenverarbeitungsfunktionen. Die Plattform verarbeitet heute mehr Daten an einem einzigen Tag als im gesamten ersten Jahr – so anpassungsfähig ist sie.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz in Ihrer Plattform, und wie profitieren Ihre Kunden konkret davon?

KI ist das Herzstück der MarketLeap-Plattform und automatisiert Bestandsmanagement, Preisgestaltung, Compliance und Analysen. Dies hilft Marken, Zeit zu sparen, datengesteuerte Entscheidungen zu treffen und global zu skalieren.

Wie fördern Sie eine innovationsfreundliche Kultur innerhalb Ihres Unternehmens, um kontinuierlich neue Lösungen für den E-Commerce zu entwickeln?

Wir fördern eine innovationsfreundliche Kultur, indem wir zu Experimenten ermutigen, insbesondere wenn es um sogenannte „Two-Way-Door-Entscheidungen“ geht, die im Nachhinein rückgängig gemacht oder angepasst werden können. Außerdem fördern wir eine datengestützte Entscheidungsfindung und eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit. Zu guter Letzt pflegen wir enge 

Bild: Gründerteambild @ MarketLeap

Wir bedanken uns bei Mamoun Benkirane und Mekki Mouaddeb für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie verändert KI die Art, wie wir Mode entdecken?

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mixNmatch team bild @ Claudia Simchen

mixNmatch revolutioniert die Mode-Suche mit KI-gestützter Technologie, die Outfits intuitiv und personalisiert empfiehlt – doch wie funktioniert das genau?

Könnten Sie uns einen Überblick über mixNmatch und das Team hinter dem Unternehmen geben?

mixNmatch ist die Zukunft der Mode-Suche – eine KI-gestützte, intuitive Plattform, die Shopping smarter, persönlicher und effizienter macht. Statt sich mühsam durch unzählige irrelevante Treffer zu scrollen, können Nutzer:innen einfach den Anlass oder eine gewünschte Styling-Richtung eingeben – oder ein Referenzfoto eines Looks hochladen, der ihnen gefällt. Unsere KI versteht Mode kontextuell und liefert sofort perfekt abgestimmte Outfits.

Hinter mixNmatch steht ein interdisziplinäres Team aus FashionTech-Enthusiasten: CEO Kseniya Dockhorn, eine digitale Strategin mit McKinsey-Hintergrund und Erfahrung in der Modebranche, CMO Valeriya Pilkevich, eine KI-gestützte Marketing- und Automatisierungsexpertin, sowie CTO Hasan Uzun, ein erfahrener Softwarearchitekt mit tiefgehender Expertise in Cloud-Technologien, KI und Datenwissenschaft. Gemeinsam verbinden wir Technologie, Mode und E-Commerce zu einer völlig neuen Art des digitalen Shoppings

Was war der Auslöser für die Gründung von mixNmatch, und welche persönlichen Erfahrungen haben Sie dabei beeinflusst?

Die Idee zu mixNmatch entstand aus Frust – aus meiner eigenen Erfahrung als Kundin, Businessfrau und Mutter, aber auch als Brancheninsiderin mit einem eigenen Fashionlabel. Online-Shopping ist voller Hürden: irrelevante Suchergebnisse, unklare Größen, hohe Retourenquoten – und für kleinere sowie mittelgroße Marken ist es oft eine Herausforderung, online überhaupt sichtbar zu werden.

Mit meinem Hintergrund in Mode, E-Commerce und Künstlicher Intelligenz erkannte ich das Potenzial, diese Probleme durch Technologie zu lösen. So wurde mixNmatch geboren – eine Plattform und B2B-Lösung, die Mode-Shopping völlig neu definiert: mit intelligenter Freitext- und Bildsuche, die Nutzer:innen schnell und intuitiv zu perfekt passenden Outfits führt. Gleichzeitig fördern wir bewussten Konsum, indem wir gezielte Empfehlungen geben und so unnötige Fehlkäufe und Retouren reduzieren.

Wie sieht die Vision von mixNmatch aus, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu realisieren?

Unsere Vision: mixNmatch wird das „Google für Mode“ – die führende KI-gestützte Suchlösung für intuitive, personalisierte Produktempfehlungen und Styling-Beratung in Echtzeit. Wir revolutionieren die Art und Weise, wie Menschen Mode entdecken, indem wir es ihnen ermöglichen, mit Freitext- und Bildsuche direkt in kompletten Outfits zu suchen, statt sich mühsam durch unzählige einzelne Produkte zu scrollen.

Um diese Vision Realität werden zu lassen, entwickeln wir unsere API-First-Technologie kontinuierlich weiter und bauen strategische Partnerschaften mit Modeplattformen auf. Ein wichtiger Meilenstein ist bereits erreicht: Unsere B2C-Web-Plattform ist live! Unter mixnmatch.app können Nutzer:innen unsere innovative Suche ausprobieren, Inspirationen aus über 900 Marken und 300.000 Produkten erhalten und sofort passende Looks finden.

Jetzt gehen wir den nächsten Schritt: Wir starten maßgeschneiderte B2B-Pilotprojekte mit Fashion-Retailern, E-Commerce-Plattformen und D2C-Brands, um unsere Lösung direkt in deren Shops zu integrieren. So bringen wir KI-gestützte Mode-Suche dorthin, wo sie den größten Mehrwert für Kund:innen schafft – nahtlos eingebettet in bestehende Einkaufserlebnisse. 

An welche Zielgruppe richtet sich Ihre Lösung, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse erfüllt werden?

Unsere Lösung richtet sich an zwei Hauptzielgruppen:

1. Modebewusste, aber vielbeschäftigte Konsument:innen, die gezielt nach passenden Outfits suchen und sich nicht durch endlose Produktlisten scrollen wollen. Sie wünschen sich eine intuitive, inspirierende und smarte Sucherfahrung, die ihre individuellen Stilvorlieben und Bedürfnisse versteht.

2. Modehändler, E-Commerce-Plattformen und D2C-Brands, die ihre Produktsuche auf das nächste Level bringen und ihren Kund:innen eine intelligente, freitextbasierte und visuelle Suche ermöglichen möchten. Mit unserer KI-gestützten Technologie können sie nicht nur die Shopping Experience verbessern, sondern auch ihre Conversion Rates steigern und Retouren reduzieren.

Um diese Bedürfnisse bestmöglich zu erfüllen, setzen wir auf eine kontextbasierte KI, die Suchanfragen sowohl per Bild als auch per Text versteht – oder sogar eine Kombination aus beidem. So finden Nutzer:innen nicht nur einzelne Produkte, sondern ganze perfekt abgestimmte Looks.

Mit unseren B2B-Pilotprojekten gehen wir noch einen Schritt weiter: Wir entwickeln personalisierte Ergebnisse und Capsule-Wardrobe-Empfehlungen – also Kleiderschränke mit vielseitig kombinierbaren Key Pieces, die Nutzer:innen langfristig nutzen können. Diese Empfehlungen basieren auf Kundenprofilen, bisherigen Einkäufen und individuellen Styling-Präferenzen.

Welche besonderen Herausforderungen begegnen Ihnen im Fashion-Tech-Bereich, und wie gehen Sie damit um?

FashionTech ist eine faszinierende, aber komplexe Branche. Datenqualität, Marken-DNA und Größenvariationen erschweren personalisierte Empfehlungen. Wir setzen auf tiefgehendes Produkt-Tagging mit KI und arbeiten mit Modewissenschaftlern und Designern zusammen, um relevante Parameter zu verstehen. Zudem integrieren wir Echtzeit-Trends aus Social Media, damit mixNmatch nicht nur Produkte findet, sondern auch die neuesten Styles voraussieht.  

Was unterscheidet mixNmatch von anderen Mode-Lösungen/Apps auf dem Markt?

Wir haben die Mode-Suche neu gedacht: Während klassische Shopping-Plattformen eine endlose Liste von Produkten liefern, setzt mixNmatch auf eine intuitive, KI-gestützte Outfitsuche. Unsere Technologie kombiniert text- und bildbasierte Suche, versteht Styling-Kontexte und schlägt komplette Looks vor. Zudem arbeiten wir API-basiert, sodass unsere Lösung nahtlos in bestehende Shops integriert werden kann.  

Wie planen Sie, die Nutzung der Lösung in den kommenden Jahren zu erweitern oder zu verändern?

Wir haben die Mode-Suche neu gedacht: Während klassische Shopping-Plattformen eine endlose Liste von Produkten ausspucken, setzt mixNmatch auf eine intelligente, KI-gestützte Outfitsuche. Unsere Technologie kombiniert Text- und Bildsuche, versteht Styling-Kontexte und schlägt ganze Looks vor – in Echtzeit und individuell anpassbar.

Der große Unterschied? Die Nutzer:innen haben die Kontrolle. Statt sich durch vordefinierte, massentaugliche Looks zu klicken oder Outfits mühsam selbst zusammenzustellen, nutzen sie unsere KI-Stylistin in Echtzeit, um nach ihrem Wunschstil zu suchen. Ob „Business-Chic mit einem Hauch von Paris“ oder „lässig-elegant für ein Dinner“ – mixNmatch findet die passenden Teile sofort.

Auch für den B2B-Bereich setzen wir neue Maßstäbe: Unsere API-basierte Lösung lässt sich nahtlos in bestehende Online-Shops und Modeplattformen integrieren. So können Händler:innen ihren Kund:innen eine intuitive, inspirierende Produktsuche bieten – und gleichzeitig Conversion Rates steigern, Cross-Selling-Potenziale nutzen und Retouren reduzieren.

Unser Geschäftsmodell ist B2B-zentriert – wir helfen Fashion-Retailern, E-Commerce-Plattformen und D2C-Brands, ihre Mode-Suche auf ein völlig neues Level zu heben und ihren Kund:innen ein maßgeschneidertes, interaktives Shopping-Erlebnis zu ermöglichen. 

Welche zukünftigen Entwicklungen oder Features können die Nutzer von mixNmatch erwarten?

Unser Ziel ist es, mixNmatch als Standard-Suchtechnologie für Modeplattformen zu etablieren und unseren B2B-Partnern zusätzlich KI-basierte Backend-Prozessoptimierungen speziell für den E-Commerce anzubieten.

Neben der Erweiterung unserer KI-Modelle wollen wir personalisierte Empfehlungen noch intelligenter gestalten – etwa durch digitale Zwillinge, die den individuellen Stil und die Körpermerkmale eines Nutzers berücksichtigen. Gleichzeitig soll die Produktsuche transparenter werden, indem Nutzerinnen und Nutzer Nachhaltigkeitskriterien und persönliche Präferenzen einfach vordefinieren können.

Zudem wird unsere API in immer mehr Online-Shops pilotiert und integriert, um das Einkaufserlebnis branchenweit zu verbessern.

Wie tragen Sie mit mixNmatch zur Förderung nachhaltiger Mode bei?

Nachhaltigkeit beginnt mit bewussten Kaufentscheidungen. mixNmatch verfolgt das Ziel, Fehlkäufe und Retouren drastisch zu reduzieren, indem wir nur relevante, passgenaue Produktempfehlungen liefern. Das bedeutet weniger unnötige Bestellungen, weniger Rücksendungen und damit eine direkte Reduzierung von CO₂-Emissionen und Ressourcenverschwendung.

Natürlich ist der Weg noch lang, und wir suchen aktiv nach geeigneten Partnern und Fördermöglichkeiten, um unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiter auszubauen. Langfristig wollen wir Modekonsum intelligenter und transparenter machen – unter anderem durch individuell einstellbare Nachhaltigkeitspräferenzen, mit denen Nutzerinnen und Nutzer gezielt nach umweltfreundlichen Materialien, fairer Produktion oder lokalen Marken suchen können.

Schon jetzt unterstützen wir nachhaltige Labels mit mehr Sichtbarkeit durch unsere Plattform und arbeiten daran, auch Secondhand- und Mietmodelle in unser System zu integrieren. Unser Ziel ist es, nicht nur die Art und Weise, wie wir Mode finden, sondern auch wie wir sie konsumieren, grundlegend zu verändern.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?

Teste früh – und oft! Dein Produkt wird sich durch Nutzerfeedback stetig verbessern.

Bau ein starkes Netzwerk auf. Die richtigen Kontakte öffnen Türen, die du allein nicht einmal gesehen hättest.

Bleib agil. Der Markt verändert sich rasant – sei bereit, deine Strategie schnell anzupassen, ohne deine Vision aus den Augen zu verlieren.

Wie hat die Teilnahme am CreativeTech TrainingsCamp 2024 Ihr Unternehmen beeinflusst?

Die Teilnahme am CreativeTech TrainingsCamp 2024 der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH war für uns eine wertvolle Erfahrung, die uns nicht nur strategisch weitergebracht, sondern auch unser Netzwerk entscheidend erweitert hat.

Durch das Programm konnten wir wertvolle Kontakte zu Business Angels knüpfen, unter anderem zum Netzwerk Business Angels Frankfurt Rhein-Main, bei dem wir vor Kurzem gepitcht haben. Zudem erhielten wir Coaching-Support von mehreren Rechtsberatungen, die uns bei unseren spezifischen Fragen weitergeholfen haben.

Besonders wertvoll war auch der persönliche Austausch mit anderen lokalen, inspirierenden Startup-Gründer:innen. Die hands-on Workshops und intensiven Diskussionen haben uns nicht nur fachlich, sondern auch unternehmerisch gestärkt. Aus dem Camp ist ein starkes, unterstützendes Netzwerk entstanden, das uns langfristig begleiten wird.

Welche Bedeutung hat der Standort Frankfurt für Ihr Startup, und wie profitieren Sie vom lokalen Ökosystem?

Frankfurt ist ein noch kleines, aber schnell wachsendes Zentrum für Tech-Startups und entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Knotenpunkt für Innovation und Unternehmertum. Besonders die starke AI- und Tech-Community mit Akteuren wie AI Hub Frankfurt, Hessian.AI, STATION Frankfurt, TechQuartier, AI Meetup und Accelerator Frankfurt schafft ein dynamisches Netzwerk, das Gründer:innen unterstützt und fördert.

Die zentrale Lage ist ein weiterer großer Vorteil:

Sie erleichtert die Logistik, bietet Zugang zu internationalen Partnern und Märkten und macht Frankfurt zu einem idealen Standort für globale Geschäftsbeziehungen.

Allerdings gibt es noch einige Baustellen – insbesondere in der Förderlandschaft. Während Städte wie Berlin oder München gezielte finanzielle Unterstützungsprogramme für junge Startups anbieten, fehlt es in Frankfurt noch an vergleichbaren Initiativen für Gründer:innen, die nicht direkt aus lokalen Universitäten kommen. Hier besteht großes Verbesserungspotenzial, um Frankfurt langfristig noch attraktiver für aufstrebende Startups zu machen.

Bild: mixNmatch @ Claudia Simchen

Wir bedanken uns bei Kseniya Dockhorn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Was steckt hinter dem Erfolg ?

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SANVT team bild

SANVT, spezialisiert auf nachhaltige Premium-Basics, hat 2024 mit neuen Kollektionen und spannenden Entwicklungen auf sich aufmerksam gemacht – was steckt dahinter?

Wie hat sich SANVT seit unserem letzten Interview entwickelt, und was waren für Sie die größten Meilensteine im Jahr 2024?

Seit unserem letzten Interview hat sich SANVT stark entwickelt. 2024 konnten wir unseren Umsatz um mehr als 75% steigern, mit einem besonders großen Anstieg bei unserem Bestseller, dem Perfekten T-Shirt (+77%). Der Erfolg wurde durch die Auszeichnung des Süddeutsche Zeitung Magazins als Testsieger für das beste T-Shirt erheblich gestärkt. Weitere Meilensteine waren die Eröffnung unseres ersten Pop-Up Stores in München und der Launch unserer Merino-Strickkollektion. All diese Entwicklungen haben maßgeblich zu unserem Wachstum beigetragen. 

2024 war Ihr bisher erfolgreichstes Jahr – welche Faktoren haben Ihrer Meinung nach zu diesem Erfolg beigetragen?

Dass das Jahr so erfolgreich war, lag vor allem an drei zentralen Faktoren: Erstens die Auszeichnung im SZ-Magazin, die unsere Markenbekanntheit enorm gesteigert hat. Zweitens der positive Anlauf unserer neuen Merino-Kollektion, die sowohl bei unseren Bestandskund:innen als auch bei neuen Interessenten sehr gut ankam. Und schließlich, die verstärkte Aktivität auf Social Media, besonders auf Instagram und TikTok, die uns geholfen hat, neue Zielgruppen zu erreichen und die Kundenbindung zu vertiefen

Das SANVT Office-Team ist gewachsen. Wie haben die neuen Teammitglieder die Dynamik und den kreativen Prozess im Unternehmen beeinflusst?

Die Erweiterung des Teams hat den kreativen Prozess definitiv bereichert. Neue Perspektiven und Ideen haben frische Impulse gebracht, die uns als Unternehmen voranbringen. Außerdem stärkt die Vielfalt der Kompetenzen die Zusammenarbeit. Es ist spannend zu sehen, wie jeder seine eigene Expertise einbringt und die Dynamik positiv beeinflusst. 

Sie haben neue, nachhaltige Produktionspartner gewonnen. Welche Kriterien legen Sie bei der Auswahl dieser Partner zugrunde, und wie wirken sie sich auf Ihre Kollektionen aus?

Bei der Auswahl nachhaltiger Partner achten wir besonders auf Transparenz, ethische Arbeitsbedingungen und umweltfreundliche Produktion. Unsere neuen Produktionspartner setzen auf nachhaltige Materialien und energieeffiziente Fertigungsprozesse, was nicht nur die Umwelt schont, sondern auch höchste Qualität unserer Kollektionen garantiert. So können wir sicherstellen, dass jedes Kleidungsstück unserer Kollektion unseren eigenen Standards entspricht und die Erwartungen unserer Kund:innen an verantwortungsvoll produzierte Mode erfüllt.

Können Sie uns mehr über die neue Kollektion erzählen, die Sie 2024 herausgebracht haben? Was macht sie besonders, und wie wurde sie von Ihrer Zielgruppe angenommen?

Wir haben unsere Strick-Kollektion neu aufgelegt und als Merino Kollektion herausgebracht. Alle unsere Strickwaren bestehen nun aus 100% Super Geloong Merinowolle, eine der hochwertigsten und feinen Wollsorten, die es gibt. Die Kollektion ist besonders, da die verwendete Merinowolle Wärme speichert und thermoregulierend fungiert. 

Wenn Sie auf das Jahr 2024 zurückblicken: Gab es Herausforderungen, die Sie bewältigen mussten, und was haben Sie daraus gelernt?

2024 standen wir vor der Herausforderung, der plötzlich gestiegenen Nachfrage nach unseren Produkten, während unser Team noch relativ klein war. Wir hatten nicht immer ausreichend Lagerbestände, um mit dieser Nachfrage Schritt zu halten. Da unsere Produktion in kleinen, familiengeführten Betrieben stattfindet, stellte uns dies immer wieder vor logistische Herausforderungen und kollidierte mit unserer Produktionsdauer. Aus diesen Erfahrungen haben wir gelernt, wie wichtig es ist, unsere Produktions-prozesse noch effizienter zu gestalten und eng mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten, um die Balance zwischen Qualität und Verfügbarkeit zu wahren. Gleichzeitig hat uns diese Herausforderung gezeigt, wie stark das Interesse an nachhaltigen und verantwortungsbewussten Produkten wächst.

Mit Blick auf 2025: Welche konkreten Pläne und Ziele haben Sie für die Weiterentwicklung von SANVT, und was können Ihre Kunden erwarten?

Ein konkretes Ziel für 2025 ist es, mehrere neue Produkte zu launchen, die es in der Form noch nicht von SANVT gibt. Um sicherzugehen, dass wir die richtigen Produkte entwickeln, haben wir eine Produktumfrage an unsere Kund:innen gestartet. Kund:innenfeedback ist für uns extrem wichtig, um sicherzustellen, dass wir Produkte anbieten, die tatsächlich gewünscht und gebraucht werden. Außerdem planen wir die Eröffnung unseres ersten dauerhaften SANVT Stores – in unserer Heimat München. 

Wie stellen Sie sicher, dass SANVT auch in Zukunft innovativ und nachhaltig bleibt, während Sie weiterwachsen?

Um sicherzustellen, dass SANVT auch in Zukunft innovativ und nachhaltig bleibt, setzen wir weiterhin auf lange Produktentwicklungsphasen, in denen wir jedes Detail sorgfältig durchdenken und testen. Diese intensiven Phasen sind notwendig, weil wir keine Kompromisse in Bezug auf Qualität, Verarbeitung und Nachhaltigkeit eingehen. Jeder Schritt, vom Design bis zur Produktion, wird so geplant, dass er den höchsten Standards entspricht. Auch wenn das bedeutet, dass es etwas länger dauert, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, glauben wir, dass sich diese Zeit auszahlt – sowohl für unsere Kund:innen als auch für die Umwelt. 

Welche Rolle spielt Ihr Team bei der Umsetzung Ihrer Vision, und wie fördern Sie eine Kultur der Kreativität und Zusammenarbeit?

Unser Team spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung unserer Vision. Wir arbeiten mit viel Vertrauen und Transparenz, was bedeutet, dass alle Teammitglieder regelmäßig Updates zu den aktuellen Projekten erhalten und verstehen, wie ihre Arbeit zur Gesamtvision beiträgt. Diese offene Kommunikation fördert eine Kultur der Zusammenarbeit, in der jeder Einblick in alle Bereiche des Unternehmens hat. Besonders in einer Start-Up-Umgebung, in der jeder seine Ideen und Perspektiven einbringt, entsteht eine kreative Atmosphäre, die Innovationen fördert.

Seit 2022 haben wir eine deutliche Veränderung im Markt wahrgenommen, besonders in Hinblick auf das wachsende Konsumentenbewusstsein für Nachhaltigkeit und ethische Produktionspraktiken. Gleichzeitig hat die E-Commerce-Landschaft, insbesondere während und nach der Pandemie, starke Schwankungen erlebt. Die Krise hat viele Unternehmen gezwungen, ihre Online-Strategien schnell anzupassen, und hat gleichzeitig den Druck auf nachhaltige Geschäftsmodelle verstärkt. Wir sehen, dass Kund:innen zunehmend nach Marken suchen, die qualitativ hochwertige Produkte bieten und vor allem Verantwortung übernehmen. 

Was bedeutet für Sie langfristiger Erfolg, und wie möchten Sie diesen mit SANVT erreichen?

Langfristiger Erfolg bedeutet für mich nicht nur finanzielles Wachstum, sondern auch die Fähigkeit, unseren Werten treu zu bleiben und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Um diesen langfristigen Erfolg zu erreichen, setzen wir auf kontinuierliche Innovation und Transparenz. Wir möchten langfristig ein Unternehmen aufbauen, das für Authentizität und Verantwortung steht.

Abschließend: Gibt es eine Botschaft, die Sie Ihren Kund:innen und Unterstützer:innen für 2025 mit auf den Weg geben möchten?

Vielen Dank für eure Unterstützung auf diesem Weg! Euer Vertrauen in SANVT bedeutet uns unglaublich viel. Im kommenden Jahr und darüber hinaus werden wir weiterhin alles daransetzen, nachhaltige, innovative und hochwertige Produkte zu liefern. Wir sind entschlossen, in einer Zeit, in der Veränderung unvermeidlich ist, unseren Beitrag zu leisten und den Weg für eine bessere, nachhaltigere Zukunft zu ebnen – und freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit euch zu gehen!

Bild: Gründerteambild @ SANVT

Wir bedanken uns bei Benjamin Heyd für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Neue Chancen für Start-Ups: Ein frischer Wind in der Investorenrunde

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Erich Falkensteiner 2 Minuten 2 Millionen @ Puls4 Gerry Frank

Erfolgs-Hotelier Erich Falkensteiner verstärkt das Investoren-Team von „2 Minuten 2 Millionen“

Ein neues Gesicht in der hochkarätigen Runde der Business Angels

Die Start-Up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ startet in ihre 12. Staffel und bringt so viele Investoren wie noch nie zuvor ins PULS 4-Studio. Mit dabei: Erich Falkensteiner, der international erfolgreiche Hotelier, der als letzter Investor den Kreis der Business Angels vervollständigt. Gemeinsam mit Vertriebsexpertin Katharina Schneider, Innovations-Spezialistin Eveline Steinberger, Selfmade-Millionär Christian Jäger, Wirtschaftsgröße Alexander Schütz und Erfolgsunternehmer Mathias Muther bringt er noch mehr Kapital und Expertise für österreichische Start-Ups ins Spiel.

Falkensteiners Weg an die Spitze der Hotellerie

Mit nur 19 Jahren trat Erich Falkensteiner in die Fußstapfen seiner Familie und übernahm den etablierten Hotelbetrieb. Mit Ehrgeiz, Mut und unternehmerischem Gespür entwickelte er das Unternehmen weiter und schuf eine der renommiertesten Hotelmarken Europas. Seine Falkensteiner Ventures investieren gezielt in innovative Geschäftsideen, insbesondere in den Bereichen Hotellerie, Food & Beverages, Lifestyle, Bildung sowie Technologie. Seine unternehmerische Erfahrung und strategische Denkweise machen ihn zum idealen Investor für aufstrebende Start-Ups, die nach einer starken Führungspersönlichkeit suchen.

Neue Chancen für mutige Gründerinnen und Gründer

Seine Rolle als Investor ist für Erich Falkensteiner nichts Neues: Bereits in der PULS 4-Show „2 Minuten 2 Mentoren“ begleitete er junge Unternehmer:innen mit Rat und Tat. Nun folgt der nächste Schritt mit einem klaren Ziel: Er will Innovationen fördern, die nicht nur wirtschaftliches Potenzial haben, sondern auch inspirieren. „Ich möchte Start-Ups unterstützen, die mit Mut und einer klaren Vision in die Zukunft blicken. Vor allem, wenn es um nachhaltige Unternehmenswerte und zukunftsweisende Lösungen geht“, erklärt Falkensteiner.

Zwei Minuten, die alles verändern können

Die Start-Up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ verspricht auch in der neuen Staffel wieder Nervenkitzel und spannende Pitches. Zwei Minuten stehen den Unternehmer:innen zur Verfügung, um die hochkarätige Investorenrunde von ihrer Idee zu überzeugen. Mit der erweiterten Investment-Power durch Erich Falkensteiner wird das Potenzial für bahnbrechende Innovationen noch größer.

Bereits in der ersten Ausgabe der neuen Staffel präsentieren vielversprechende Start-Ups wie Cell Genius aus Tirol, das eine revolutionäre Methode zur Zell-Regeneration entwickelt hat, oder das Wiener Unternehmen happytiptoes, das auf nachhaltige, wiederverwendbare Zehenwärmer setzt, ihre Ideen vor den Investor:innen.

Start der neuen Staffel: 20. Februar 2025

Mit der Verstärkung durch Erich Falkensteiner setzt „2 Minuten 2 Millionen“ neue Maßstäbe für die Förderung von Start-Ups in Österreich. Die Show läuft ab dem 20. Februar immer donnerstags um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4 und bietet Gründer:innen die Chance ihres Lebens. Die große Frage bleibt: Wer wird die Investoren überzeugen und das nächste große Ding in der Start-Up-Szene werden?

Erich Falkensteiner 2 Minuten 2 Millionen @ Puls4 Gerry Frank

Wie verändert sich unser Blick auf Finanzen?

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fundscene Dr. Anabel Ternès von Hattburg Foto: Copyright- Bettina Volke Fotografie
Dr. Anabel Ternès von Hattburg Foto: Copyright- Bettina Volke Fotografie

Fundscene: Neuaufstellung des internationalen Finanzmagazins – Mehr Internationalität, Lifestyle und praktisches Finanzwissen

Fundscene, das renommierte Magazin für Finanzthemen, präsentiert sich in neuem Look & Feel. Mit einem überarbeiteten Logo, einer klaren thematischen Neuausrichtung und einem verstärkten Leitungsteam setzt Fundscene neue Maßstäbe in der Welt der Finanz- und Lifestyle-Medien. Ziel ist es, Leserinnen und Lesern den Zugang zu relevanten Finanzthemen zu erleichtern, ohne zusätzlichen Aufwand – informativ, international, inspirierend und umsetzbar.

Neue Ausrichtung: Finanzwissen trifft Lifestyle

Fundscene verfolgt einen innovativen Ansatz, der Finanzthemen mit Lifestyle verbindet. Neben aktuellen Finanznachrichten, Insider-Tipps und fundiertem Faktenwissen bietet das Magazin eine neue Perspektive auf das Thema Vermögensaufbau. Dabei stehen Genuss und finanzieller Erfolg im Mittelpunkt:

  • Investieren mit Stil: Von spannenden Aktien bis Luxusgüter wie Immobilien, Whisky und Oldtimer.
  • Places to Be: Must-visit-Locations wie St. Tropez, Knokke und St. Moritz, ergänzt durch Hidden Places für wahre Genießer, um Netzwerke zu erweitern.
  • Must Buy: spannende Accessoires, Bücher, …
  • Inspirierende Events und Tagungen: Empfehlungen für Veranstaltungen und spannende Networking-Möglichkeiten mit hochkarätigen Persönlichkeiten.
  • Praxisnahe Finanz-Tipps: Von der Frage „Was ist eigentlich Krypto?“ bis hin zu konkreten Strategien, um finanzielle Sicherheit und Vermögen auszubauen – einfach, greifbar und machbar.

„Unser Ziel ist es, Finanzen nicht nur verständlicher, sondern auch greifbarer zu machen. Wir möchten unseren Lesern zeigen, wie man Genuss und Vermögensaufbau verbinden kann – und das alles ohne zusätzlichen Aufwand,“ erklärt Sabine Elsaesser, Geschäftsführerin von Fundscene.

Verstärktes Leitungsteam: Dr. Anabel Ternes von Hattburg an Bord

Fundscene erweitert sein Führungsteam mit Dr. Anabel Ternes von Hattburg, einer international renommierten Zukunftsforscherin und Branding-Expertin. Als erfahrene Journalistin, die u.a. für FOCUS online und das Herrenmagazin TWEED schreibt, bringt sie fundierte Medien- und Innovationserfahrung mit.

„Ich freue mich sehr, Fundscene dabei zu unterstützen, Finanzthemen globaler, inspirierender und zugänglicher zu machen. Es geht darum, Finanzen als Chance zu begreifen – für jeden Einzelnen,“ so Dr. Anabel Ternes von Hattburg.

Neben ihr verstärken Markus Elsaesser und Stefan Kny, Mitgründer der Publisher Gang, das Team. Die Publisher Gang steht für kreative Medienprojekte und setzt auf hochwertige Inhalte mit Mehrwert.

Mehrsprachigkeit geplant

Fundscene richtet sich verstärkt international aus: Artikel werden neben Deutsch künftig auch auf Englisch veröffentlicht.

Über Fundscene

Fundscene ist das internationale Magazin für Finanzen und Lifestyle, das seit vielen Jahren mit einer festen Lesergruppe fundiertes Wissen und genussorientierte Themen verbindet. Fundscene ist als deutsche und englischsprachige Ausgabe erhältlich – bisher nur als online Magazin, bald auch als print Magazin. Als Teil der Publisher Gang mit einer Leserschaft von ca. einer halben Million unique Visitors pro Monat bietet Fundscene praxisnahe Inhalte, die inspirieren und den Alltag bereichern. Mit der Neuausrichtung schafft Fundscene einen einzigartigen Mix aus Finanzkompetenz, Lifestyle-Trends und internationalem Networking.

Über The Publisher Gang

Das Gründerteam von The Publisher Gang setzt sich aus vier kreativen Köpfen zusammen, die sich zusammengeschlossen haben, um ihrer Leidenschaft für die Produktion von Magazinen und Medien nachzugehen. Die Gründer sind Markus Elsässer, Sabine Elsässer, Christine Arnoldt und Stefan Kny.

Unser Magazin-Portfolio aus print- und online Medien umfasst eine Vielzahl von Themenbereichen. Darunter Essen und Kochen, Startups, Newsportale,Reisen, Luxusautomobile, Urban Lifestyle, KI, Luxus auf Sylt, Online-Marketing, Affiliate-Marketing, Karriere, Politik, Wirtschaft und Finanzen.

Kontakt:
Sabine Elsaesser
Geschäftsführerin Fundscene und Publisher Gang
E-Mail: contact@thepublishergang.com

Titelfoto:  Dr. Anabel Ternès von Hattburg Foto: Copyright- Bettina Volke Fotografie

Wird der After-Sales-Bereich in Unternehmen unterschätzt?

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PartsCloud Gründerteambild Fabian Gemmecke (links), Benjamin Reichenecker (rechts) © Michael Rocktaeschel

PartsCloud digitalisiert die Ersatzteillogistik und hilft mittelständischen Maschinenbauunternehmen, ihre Aftersales-Prozesse effizienter und profitabler zu gestalten

Könnten Sie uns einen Überblick über die Gründungsgeschichte von PartsCloud und die beruflichen Hintergründe der Gründer geben?

Benjamin Reichenecker: “PartsCloud wurde von Fabian Gemmecke (COO) und mir, Benjamin Reichenecker (CEO), gegründet. Mit meiner 15-jährigen Erfahrung im Bereich Ersatzteile, die ich zunächst im Management Consulting und später in der Geschäftsführung eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens gesammelt habe – und Fabians Expertise im Maschinenbau, und seiner umfassenden Erfahrung in der Prozessoptimierung, haben wir die Herausforderungen der Ersatzteillogistik für Mittelständler aus erster Hand erlebt. Ich als “Verursacher” bei dem Sondertraktorbauer Holder, Fabian als “Leidtragender” in der Logistikautomatisierung und im OEM-Bereich. Unser Ziel war es, eine universelle Plattform zu schaffen, die den Aftersales-Bereich digitaler und einfacher gestaltet. Wir wollten insbesondere dem Mittelstand die Möglichkeit geben, mit minimalem Aufwand an das Niveau großer Unternehmen anzuschließen.”

Was ist die zentrale Vision von PartsCloud, und welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese zu verwirklichen?

Fabian Gemmecke: “Unsere Vision bei PartsCloud ist es, die Digitalisierung im Maschinenbau voranzutreiben und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen zu helfen, ihr volles Geschäftspotenzial im Aftersales-Bereich auszuschöpfen. Mit PartsOS bieten wir das erste spezialisierte Betriebssystem für das Ersatzteilgeschäft an, das die Planung, Fulfillment und Logistik nahtlos digital verknüpft. Unser Ziel ist es, das Ersatzteilmanagement zu einem entscheidenden Umsatzfaktor zu transformieren – und das mit minimalem Aufwand.”

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Ihrem digitalen Ersatzteil-Fulfillment an, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Bedürfnisse erfüllt werden?

B.R: “Unsere Hauptzielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Mit PartsOS ermöglichen wir ihnen, ihre Ersatzteillogistik ohne eigene Logistik- oder IT-Teams effizient zu managen. Durch enge Zusammenarbeit und kontinuierliche Anpassung unserer Plattform an die Bedürfnisse des Mittelstands stellen wir sicher, dass sie optimal unterstützt werden – selbst bei unvollständigen Daten dank unserer KI-gestützten Datenbereinigungstools.”

Mit welchen besonderen Herausforderungen sehen Sie sich im Bereich der Ersatzteillogistik konfrontiert, und wie begegnet PartsCloud diesen?

F.G: “Bisher gab es keine einfache digitale Lösung für die Ersatzteillogistik – viele Unternehmen setzen auf komplexe ERP-Systeme, oft mit begrenztem Erfolg. Wir ermöglichen den Sprung von manuellen Prozessen zu einer vollständig digitalisierten Ersatzteillogistik. Und wenn die Verfügbarkeit steigt, ohne dass der Bestand explodiert, wird schnell klar: Es hat sich gelohnt.”

Was unterscheidet Ihr Geschäftsmodell von anderen Anbietern im Bereich der Ersatzteillogistik?

B.R: “Unser Geschäftsmodell basiert auf einer Plattform, die Unternehmen eine vollständig digitalisierte und automatisierte Ersatzteillogistik ermöglicht. Wir kombinieren unsere eigene Software, etwa für die Planung, mit erstklassigen externen Lösungen wie unseren Warehousing-Partnern DSV und Gebrüder Weiß – alles zentral über PartsOS verfügbar. Unsere flexible, skalierbare Lösung kommt ohne große Investitionen in Infrastruktur oder Personal aus und wächst mit den Anforderungen unserer Kunden – von KI-gestützter Planung bis zur vollständigen Prozessautomatisierung.”

Wie planen Sie, das Angebot von PartsCloud in Zukunft weiterzuentwickeln?

B.R: “Wir entwickeln unsere Plattform kontinuierlich weiter und bieten unseren Kunden regelmäßig neue Funktionalitäten, die echten Mehrwert schaffen. Dazu zählen fortschrittliche Analysetools, ein wachsendes Partnernetzwerk und die Expansion in neue Märkte – wie unsere jüngste Expansion in die USA, wo wir für unsere Kunden unser Partnernetzwerk erweitert und ein Lager in Chicago eröffnet haben. Zudem setzen wir auf innovative Technologien wie Time-Series Models zur Vorhersage von Ersatzteilbedarf, also generative KI für Datensets – eine Lösung, die Unternehmen selbst kaum entwickeln oder aus bestehenden Systemen nutzen können.”

Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau für Ihr Geschäftsmodell?

F.G: “Die Digitalisierung ist das Herzstück unseres Geschäftsmodells, denn während Produktion und Entwicklung längst digitalisiert sind, bleibt der After-Sales-Bereich oft analog – obwohl er im Maschinenbau über 35 % des Umsatzes und höhere Margen als das Neuanlagengeschäft ausmacht. In wirtschaftlichen Abschwüngen bleibt das Servicegeschäft stabil und kann den Umsatz in wenigen Jahren um 30–60 % steigern. Zudem beeinflusst die Servicequalität direkt die Investitionsentscheidungen der Kunden. Kurz gesagt: After-Sales ist ein Game-Changer – wer hier stark aufgestellt ist, wächst schneller und stabiler.”

Wie gewährleisten Sie die Qualität und Zuverlässigkeit der von Ihnen angebotenen Logistikdienstleistungen?

F.G: “Wir arbeiten mit ausgewählten Logistikpartnern, die höchste Qualitätsstandards erfüllen, und integrieren unsere Plattform nahtlos in deren Prozesse für maximale Transparenz und Effizienz. Durch kontinuierliche Leistungsüberwachung, regelmäßige Vor-Ort-Besuche und direktes Kundenfeedback stellen wir sicher, dass unsere Partner Spitzenleistungen liefern. Gleichzeitig entwickeln wir digitale Fähigkeiten, die weder Dienstleister noch Kunden allein realisieren könnten, um unsere Services stetig zu verbessern.”

Welche Bedeutung messen Sie der Benutzerfreundlichkeit und dem Design Ihrer Plattform bei?

F.G: “Benutzerfreundlichkeit steht bei uns an erster Stelle – im Gegensatz zu komplexen ERP-Systemen setzen wir auf intuitive Bedienung. Unsere Plattform ist so gestaltet, dass sie ohne umfangreiche Schulungen oder IT-Kenntnisse genutzt werden kann, sodass keine spezialisierten Mitarbeiter erforderlich sind. Ein klares, übersichtliches Interface sorgt dafür, dass alle wichtigen Funktionen schnell und einfach zugänglich sind.”

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein Startup im Logistik- oder Technologiebereich planen?

B.R: “Absoluter Kundenfokus. Besonders in unserem Bereich, wo Kundenbedürfnisse oft unklar sind, weil sie sich an suboptimale Prozesse gewöhnt haben. Der Schlüssel liegt im konsequenten Nachfragen und Sicherstellen, dass der Kunde im Gespräch den größeren Redeanteil hat – denn wer mehr fragt, versteht mehr. Und es ist wichtig, den Kunden an die Hand zu nehmen – anders als in anderen Industrien, wo man Produkte einfach releasen und schauen kann, wie Kunden damit umgehen, müssen wir sicherstellen, dass unsere Kunden wirklich mit unserer Lösung arbeiten und sie lieben. Das läuft etwas entgegen dem Gedanken, schnell zu skalieren, aber es macht am Ende den Unterschied.”

Bild: Fabian Gemmecke (links), Benjamin Reichenecker (rechts) © Michael Rocktaeschel

Wir bedanken uns bei Fabian Gemmecke und Benjamin Reichenecker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Schluss mit Ladechaos – Ist das die Lösung für Elektrofahrer?

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enapi Gründerteambild © ENAPI

ENAPI vernetzt Ladestationsbetreiber und eMobility-Dienste, um das Laden von Elektrofahrzeugen endlich einfach und nahtlos zu machen.

Wie würden Sie ENAPI in wenigen Sätzen beschreiben, und was hat Sie dazu inspiriert, das Unternehmen zu gründen?

ENAPI ist die fehlende Verbindung in der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Unser Ziel ist es, das fundamentale Problem der mangelnden Konnektivität zwischen Ladestationsbetreibern (CPOs) und eMobility-Diensten (EMPs) zu lösen. Heute existieren unzählige Ladepunkte und hunderte verschiedene Apps und Karten, aber der Zugang dazu ist oft kompliziert, ineffizient und frustrierend für Fahrer. Wir setzen am Kern des Problems an und sorgen dafür, dass sich CPOs und EMPs nur einmal mit ENAPI verbinden müssen, um sofort mit allen relevanten Marktteilnehmern interoperabel zu sein.

Die Idee zu ENAPI entstand aus meinen eigenen Erfahrungen als VC und später als Teil des Bonnet-Teams, wo ich hautnah erlebte, wie herausfordernd es ist, Ladeinfrastrukturen zu vernetzen. Die Marktakteure agieren weitgehend isoliert in ihren eigenen Silos, und der mühsame Aufbau bilateraler Verbindungen zwischen CPOs und EMPs ist extrem ressourcenintensiv. Es wurde schnell klar, dass die Branche eine Lösung braucht, die nicht nur technische Hürden abbaut, sondern auch neuen Marktteilnehmern den Einstieg erleichtert und ihnen ermöglicht, sich ohne große Barrieren zu integrieren.

Welche Vision verfolgt ENAPI, und wie setzen Sie diese Vision in Ihrer täglichen Arbeit um?

Als Infrastrukturplayer ist es für uns nicht entscheidend, wer am Ende „gewinnt“ – für uns zählt, dass der gesamte Markt profitiert. Unsere Vision ist eine Welt, in der jeder E-Autofahrer problemlos, überall und zu fairen Preisen laden kann. Wir sind überzeugt, dass wir die Mobilitätswende nur dann erfolgreich gestalten können, wenn alle Akteure im Markt nahtlos miteinander kommunizieren. Das bedeutet, dass wir die bestehenden Hürden abbauen müssen, denn die Elektromobilität kann ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn jeder Ladepunkt, unabhängig vom Land oder Anbieter, für den Fahrer zugänglich und nutzbar ist.

In unserem täglichen Handeln setzen wir diese Vision um, indem wir die technischen Barrieren für die Vernetzung der Ladeinfrastruktur eliminieren. ENAPI bietet eine hochmoderne, kosteneffiziente Plattform, die den Marktteilnehmern sofortige Interoperabilität ermöglicht, ohne dass sie eigene Integrationen entwickeln müssen. Und das Beste: Wir bieten diese Konnektivität kostenlos an. Warum? Weil wir überzeugt sind, dass sie eine Grundvoraussetzung für den Fortschritt der gesamten Branche ist. Erst wenn diese Basis geschaffen ist, können wir weitere Ineffizienzen identifizieren und lösen.

Wer sind die Menschen hinter ENAPI, und welche Erfahrungen und Kompetenzen bringen sie in das Unternehmen ein?

Hinter ENAPI stehen drei Gründer, die sich in ihren Fähigkeiten perfekt ergänzen. Ich selbst, Jakob, habe als Investor bei Project A, EF und APX tiefgehende Einblicke in den EV-Lademarkt gewonnen und später bei Bonnet gelernt, wie problematisch die Konnektivität wirklich ist. Mein Mitgründer Dennis bringt exzellente Erfahrung in der Softwareentwicklung mit. Er ist seit 15 Jahren in der Industrie, hat breit akzeptierte Standardprotokolle mit entworfen, und sorgt dafür, dass unsere Plattform nicht nur technisch funktioniert, sondern auch zukunftssicher ist. Leo, unser dritter Mitgründer, kam dazu, um mit uns strategische Konzepte weiterzuentwickeln und das Unternehmen operativ zu skalieren.

Unser Team basiert auf gegenseitigem Vertrauen und einer klaren, gemeinsamen Mission: die Elektromobilität endlich auf die nächste Stufe zu heben.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit ENAPI an, und wie stellen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse optimal erfüllt werden?

Unsere Hauptzielgruppen sind zum einen die Betreiber von Ladestationen (CPOs), die ihre Ladepunkte für eine möglichst große Anzahl von Nutzern zugänglich machen möchten, und zum anderen die eMobility Service Provider (EMPs), die ihren Kunden einen nahtlosen Zugang zur Ladeinfrastruktur bieten wollen.

Was uns von anderen Lösungen unterscheidet, ist unser radikaler Ansatz: Statt hohe Integrationskosten und komplexe bilaterale Verträge in Kauf zu nehmen, müssen sich unsere Kunden nur einmal mit ENAPI verbinden – danach sind sie sofort mit allen relevanten Partnern interoperabel. Wir hören genau hin, welche Bedürfnisse sie haben, und bauen unsere Plattform so, dass sie nicht nur zuverlässig funktioniert, sondern auch die bestmögliche Datenqualität liefert.

Was macht ENAPI im Vergleich zu anderen Unternehmen in Ihrer Branche einzigartig?

Wir denken anders. Während viele Startups sich auf neue Apps oder Karten konzentrieren, setzen wir dort an, wo das eigentliche Problem liegt: bei der grundlegenden Vernetzung der Marktteilnehmer. Und während andere Unternehmen hohe Gebühren für den Zugang zu Konnektivität verlangen, machen wir ihn kostenlos.

Unser Ansatz ist, die technische Grundlage für eine funktionierende EV-Ladeinfrastruktur als Commodity bereitzustellen. Erst wenn diese Basis geschaffen ist, können echte Innovationen entstehen – sei es durch bessere Preismodelle, optimierte Zahlungsabwicklungen oder effizientere Netzauslastung.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie bei ENAPI bisher konfrontiert worden, und wie haben Sie diese gemeistert?

Die größte Herausforderung ist die extreme Marktfragmentierung. Es gibt hunderte verschiedene Unternehmen mit eigenen Lösungen, Standards und Interessen. Viele von ihnen haben sich an den Status quo gewöhnt und sehen zunächst keinen unmittelbaren Anreiz, etwas zu ändern.

Unser Ansatz war es daher, transparent und eng mit der Industrie zusammenzuarbeiten. Wir haben nicht einfach eine Lösung entwickelt und gehofft, dass sie angenommen wird – wir haben frühzeitig mit den Marktteilnehmern gesprochen, ihre Herausforderungen verstanden und eine Plattform entwickelt, die genau ihre Probleme adressiert.

Wie stellen Sie sich die Zukunft von ENAPI vor, und welche Entwicklungen oder Projekte planen Sie in den kommenden Jahren?

Wir stehen erst am Anfang. Unsere erste Priorität ist es, noch mehr Unternehmen auf unsere Plattform zu bringen, um die Ladeinfrastruktur für alle Beteiligten effizienter zu machen. Langfristig sehen wir aber viele weitere Möglichkeiten: von optimierten Finanzabwicklungen über intelligente Lastmanagement-Systeme bis hin zu neuen Geschäftsmodellen für Betreiber und Anbieter.

Was hat Sie bei der Entwicklung von ENAPI am meisten überrascht oder beeindruckt?

Die enorme Nachfrage nach einer besseren Lösung. Wir wussten, dass es Probleme gibt – aber erst als wir mit Unternehmen gesprochen haben, wurde uns klar, wie groß der Frust wirklich ist. Diese Resonanz hat uns noch mehr motiviert, unsere Lösung voranzutreiben. Innerhalb von weniger als sechs Monaten haben wir mehr als 350.000 Ladepunkte integriert und Partnerschaften mit 8 der 10 größten eMobility Service Provider (eMSPs) in Europa geschlossen.

Welche Bedeutung hat Innovation für ENAPI, und wie integrieren Sie neue Technologien oder Ansätze in Ihre Arbeit?

Innovation ist unser Kern. Wir setzen auf modernste Technologien, um eine Plattform zu schaffen, die nicht nur effizient funktioniert, sondern auch skalierbar und zukunftssicher ist. Offene Standards und maximale Flexibilität sind dabei entscheidend.

Was würden Sie anderen Gründern aus Ihrer bisherigen Erfahrung mitgeben, die am Anfang ihres Weges stehen?

Fokussiert euch auf ein echtes Problem. Viele Startups scheitern nicht, weil ihre Idee schlecht ist, sondern weil sie kein echtes Kundenproblem lösen. Sprecht früh mit euren potenziellen Nutzern und testet eure Idee in der Praxis. Und noch etwas: Baut ein starkes Team mit unterschiedlichen Stärken auf – das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Wie wichtig ist Ihnen Nachhaltigkeit bei ENAPI, und wie setzen Sie diesen Wert in Ihrem Geschäftsmodell um?

Nachhaltigkeit ist der Kern unseres Geschäftsmodells. Elektromobilität kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie für alle zugänglich und effizient ist. Indem wir die Konnektivität verbessern, sorgen wir dafür, dass bestehende Ladepunkte optimal genutzt werden und unnötige Leerstände vermieden werden.

Gibt es ein bestimmtes Ereignis oder einen Erfolg, der Sie besonders stolz macht und den Sie gerne mit uns teilen möchten?

Definitiv unsere erfolgreiche Seed-Finanzierungsrunde. Nachdem wir in der Pre-Seed-Phase gestartet sind, konnten wir nun insgesamt zehn Millionen Euro einsammeln. Zu sehen, dass Investoren an unsere Idee glauben und wir beweisen konnten, dass sie funktioniert, war ein entscheidender Moment für uns. Jetzt geht es darum, diese Chance zu nutzen und mit nahtlosen EV-Ladeerlebnissen alle vom Umstieg auf Elektromobilität zu begeistern.

Bild: Gründerteambild © ENAPI

Wir bedanken uns bei dem Gründerteam für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

PSI 2025: Die spannendsten Werbeartikel-Innovationen!

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psi 2025 brandible messe team bild

Als Europas führende Messe für Werbeartikel bietet die PSI in Düsseldorf alljährlich einen umfassenden Überblick über die neuesten Entwicklungen der Branche. Auch in diesem Jahr war ich vor Ort, um die spannendsten Innovationen und Trends zu entdecken. Von technologischen Fortschritten bis hin zu kreativen Produktideen – die PSI 2025 hat einmal mehr gezeigt, wohin sich die Branche bewegt. Danilo Schmidt, Gründer und CEO von Brandible, war für uns unterwegs und berichtet von seinem Erlebnis, sowie von den innovativsten Neuerungen in der Werbemittel-Industrie. 

Bereits beim Betreten des Messegeländes war die Atmosphäre spürbar: Ein reger Austausch, freundliche Gesichter und eine Vielzahl an Ausstellern, die mit einzigartigen Produkten auf sich aufmerksam machten. Der erste Eindruck? Begeisterung. Dennoch fiel auf, dass eine optimierte Orientierung hilfreich gewesen wäre – ein größerer Lageplan an zentralen Punkten oder bereits bei der Ankunft ausgegeben hätte das Erkunden der Hallen erleichtert.

Technologische Fortschritte: Mehr als nur Werbeartikel

Die PSI 2025 machte deutlich, dass Werbeartikel längst nicht mehr nur klassische Giveaways sind, sondern zunehmend mit innovativen Technologien kombiniert werden. Ein besonderes Highlight waren Rucksäcke mit integriertem Display. Diese können über eine App gesteuert werden, wodurch sich das angezeigte Motiv dynamisch anpassen lässt – ein echter Hingucker für Marken, die auffallen möchten.

Ebenfalls beeindruckend war die Entwicklung im Bereich UV-Druck und Lasergravur. Besonders spannend: das Lasern von Handyhüllen, das individuelle und hochwertige Designs ermöglicht – und das innerhalb weniger Sekunden. Die Präzision und Detailtiefe dieser Technik eröffnet völlig neue Möglichkeiten für personalisierte Werbeartikel.

Praktische und kreative Produktneuheiten

Neben den technologischen Highlights überzeugten auch zahlreiche Produkte durch clevere Ideen und hohe Funktionalität. Transportable Arbeitsplätze für Laptops beispielsweise bieten nicht nur eine praktische Lösung für mobiles Arbeiten, sondern auch eine smarte Werbefläche. Unternehmen können ihre Logos gezielt platzieren und gleichzeitig ein nützliches Produkt bereitstellen.

Ein weiteres überraschendes Highlight: beschreibbares Porzellan. Ob Tassen, Teller oder Schalen – mit speziellen Stiften können diese Produkte individuell gestaltet und jederzeit wieder neu beschrieben werden. Eine kreative Lösung, die sowohl für den Alltag als auch für Events eine interessante Möglichkeit bietet.

Das Erlebnis PSI: Austausch, Networking und Inspiration

Neben den Produkten selbst war auch das Messeerlebnis prägend. Bereits am Abend der Ankunft ergaben sich erste Begegnungen mit Branchenkollegen – bekannte Gesichter, interessante Gespräche und eine spürbare Vorfreude auf die kommenden Tage. Der erste Messetag begann mit einem kurzen Treffen mit einem langjährigen Kunden, bevor es direkt in das Getümmel ging. Von Werbetextilien über innovative Verpackungslösungen bis hin zu edlen Schreibgeräten – die Vielfalt war beeindruckend.

Ein besonderer Bereich der Messe war die Sonderschau zur Veredelung. Hier konnte man Maschinen in Aktion sehen, Prozesse live erleben und wertvolle Einblicke in neue Veredelungstechniken gewinnen. Die Möglichkeit, Produkte direkt zu testen, führte dazu, dass viele Stände zum Verweilen einluden – sei es durch interaktive Produktpräsentationen oder kleine Genussmomente wie einen Schokobrunnen oder kreative Süßwarenkonzepte.

Fazit: PSI 2025 setzt neue Maßstäbe

Die PSI 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie sehr sich die Werbeartikelbranche weiterentwickelt. Technologische Fortschritte, nachhaltige Materialien und kreative Designs bestimmen die Trends. Besonders in Erinnerung bleiben die Rucksäcke mit Display, die transportablen Arbeitsplätze, das beschreibbare Porzellan sowie die innovativen Laser- und Drucktechniken.

Neben all den beeindruckenden Produkten zeigte die Messe aber auch, wie wichtig der persönliche Austausch ist. Gespräche mit Herstellern, das Entdecken neuer Ideen und das Networking mit Branchenexperten machen die PSI jedes Jahr aufs Neue zu einem unverzichtbaren Event.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass das Erlebnis für Besucher weiter optimiert wird – mehr Ruheplätze, verbesserte Orientierung und eine noch stärkere digitale Integration könnten das Messeerlebnis auf das nächste Level heben. Dennoch bleibt die PSI die zentrale Plattform für Innovationen und Trends in der Werbeartikelbranche.

Autor

Danilo Schmidt ist Gründer und CEO von Brandible, einem der top Online-Anbieter in Europa, wenn es um das Thema Werbemittel geht. Brandible bietet über 150.000 verschiedene und individualisierbare Werbeartikel an.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Investor mit Visionen und Unternehmergeist

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Mathias Muther 2 Millionen 2 Mio @ Puls 4 Gerry Frank

Mathias Muther bringt frische Impulse in die Investorengruppe von „2 Minuten 2 Millionen“

Die beliebte Start-Up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ startet am 20. Februar in ihre 12. Staffel und bringt so viel Investoren-Power wie nie zuvor. Neben den bereits etablierten Business-Angels wie Katharina Schneider, Eveline Steinberger und Christian Jäger nimmt nun auch Mathias Muther Platz in der hochkarätigen Runde. Der Vorarlberger Unternehmer und Mitbegründer der Aerocompact-Gruppe, eines führenden Unternehmens für Solar-Racking-Technologie, feiert damit sein Debüt als Investor in der PULS 4-Show.

Ein Pionier der erneuerbaren Energien

Mathias Muther gilt als Vorreiter im Bereich erneuerbare Energien. Seine Aerocompact-Gruppe hat sich international einen Namen gemacht und setzt auf innovative Lösungen für Solaranlagen. Doch Muther denkt weiter: Als Investor sucht er nach nachhaltigen, zukunftsweisenden Ideen, die nicht nur finanziell erfolgversprechend sind, sondern auch gesellschaftliche und ökologische Verantwortung mit sich bringen.

Er sieht seine Rolle nicht nur als Kapitalgeber, sondern auch als Mentor für aufstrebende Gründer:innen. In einem Marktumfeld, das sich rasant verändert, sind Unternehmen gefragt, die nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen anbieten. Besonders Start-Ups, die sich auf erneuerbare Energien, Technologie oder digitale Innovationen konzentrieren, dürften von seiner Unterstützung profitieren.

„Als Investor unterstütze ich nicht nur eine Geschäftsidee, sondern auch die Menschen dahinter – ihr Engagement, ihre Leidenschaft und ihre Vision. In ein Start-Up zu investieren bedeutet nicht nur finanzielle Hilfe, sondern auch den Glauben an eine Idee, die das Potenzial hat, die Welt zu verändern,“ erklärt Mathias Muther.

2 Minuten, die alles verändern können

Wie in jeder Staffel haben die Gründer:innen genau 2 Minuten Zeit, um die Investoren von ihrer Vision zu überzeugen. Nur wer mit Innovation, Marktpotenzial und einer starken Präsentation punktet, hat Chancen auf ein Investment. Besonders in einem Markt, in dem nachhaltige Technologien und innovative Geschäftsmodelle an Bedeutung gewinnen, kann Muthers Expertise für Start-Ups entscheidend sein.

Investments sind dabei nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Know-hows und der richtigen strategischen Entscheidungen. Muther wird insbesondere darauf achten, ob ein Start-Up das Potenzial hat, langfristig zu bestehen und ob es sich an globalen Entwicklungen orientiert. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit suchen Investoren nach nachhaltigen und robusten Geschäftsmodellen, die langfristige Marktchancen bieten.

Alexander Schütz erneut im Investoren-Stuhl

Neben dem Neuzugang Mathias Muther kehrt ein altbekannter Investor zur Show zurück: Alexander Schütz, Finanzexperte und Investor, wird erneut auf einem der begehrten Stühle Platz nehmen. Schütz hat sich in den vergangenen Staffeln einen Namen gemacht und ist bekannt für seine klaren und direkten Einschätzungen. Sein Fokus liegt auf Ideen, die den Markt nachhaltig beeinflussen können und hinter denen leidenschaftliche Unternehmer:innen stehen.

Ein Investment-Boost für mutige Start-Ups

Mit dem frischen Wind, den Mathias Muther in die Show bringt, erhalten Start-Ups mehr Investitionsmöglichkeiten. Besonders Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Technologie und nachhaltige Innovationen profitieren von seiner Expertise. Sein Gespür für neue Technologien und seine Erfahrung als Unternehmer könnten Start-Ups entscheidend helfen, die auf Wachstum und Skalierung setzen.

Ein Investment von Muther kann für viele Start-Ups der entscheidende Schritt sein, um neue Märkte zu erschließen und Produkte weiterzuentwickeln. Gerade in den Bereichen Energie und Technologie, wo Innovation entscheidend ist, zählt das richtige Netzwerk oft mehr als Kapital. Muther bietet neben finanzieller Unterstützung ein wertvolles Netzwerk aus Branchenexperten und Unternehmen, die junge Gründer:innen begleiten.

Die 12. Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ verspricht nicht nur spannende Pitches, sondern auch neue Chancen für mutige Gründer:innen. Wer die Investoren überzeugt, erhält die Möglichkeit, sein Start-Up auf das nächste Level zu heben.

Muther betont, dass er besonders auf die Teamdynamik und die langfristige Vision eines Start-Ups achtet. „Gute Ideen gibt es viele, aber am Ende sind es die Menschen, die den Unterschied machen. Ein starkes Gründerteam ist entscheidend, um Herausforderungen zu meistern und ein Unternehmen nachhaltig wachsen zu lassen“, sagt er.

Sendestart am 20. Februar 2025

Mit dem Neuzugang von Mathias Muther und der Rückkehr von Alexander Schütz erwartet die Zuschauer eine aufregende neue Staffel der beliebten Start-Up-Show. „2 Minuten 2 Millionen“ läuft ab dem 20. Februar immer donnerstags um 20:15 Uhr auf JOYN & PULS 4.

Bild: Mathias Muther 2 Millionen 2 Mio @ Puls 4 Gerry Frank

Was macht dieses Museum anders als alle anderen?

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Vanessa Kammermann Gründerin WOW Museum @ Sabine Biedermann

WOW Museum München ist ein interaktives Erlebnismuseum, das spielerisch mit Wahrnehmung und Illusionen experimentiert.

Wie entstand die Idee zur Gründung des WOW Museum München, und welche Personen stehen hinter diesem Konzept?

Die Idee entstand in Neuseeland, auf einer Reise mit drei Kindern und einer ordentlichen Portion Neugier. Matthias und ich hatten eine dieser berühmten „Schnapsideen“, die mit genug Herzblut, Mut und Durchhaltevermögen zu etwas Großem werden konnten. Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Menschen die Grenzen ihrer Wahrnehmung spielerisch erforschen können. Heute stehen hinter dem Konzept nicht nur wir, sondern ein engagiertes Team, das unsere Vision teilt und weiterentwickelt.

Welche Vision verfolgt das WOW Museum München, und welche Schritte unternehmen Sie, um diese zu realisieren?

Wir sind ein Museum der anderen Art: spielerisch, interaktiv, unkonventionell. Einerseits wollen wir als „Door-Opener“ für die Museumswelt fungieren, indem wir Edutainment mit Tiefgang verknüpfen. Andererseits sind wir Friedensstifter in einer Welt, in der Meinungen oft als absolute Wahrheiten gelten. Bei uns lernen die Besucher:innen, dass Wahrnehmung subjektiv ist und dass nicht alles, was man sieht, der Realität entspricht. Unser interaktiver Museums-Guide und unsere buchbaren Führungen machen diese Erfahrung für alle erlebbar.

Wer zählt zur Hauptzielgruppe des Museums, und wie stellen Sie sicher, dass deren Erwartungen und Bedürfnisse erfüllt werden?

Von 3 bis 93 Jahren – wirklich jede:r! Unser Anspruch ist es, dass alle mit einem Lächeln hinausgehen. Ob durch Experimente, Fotos oder schlichtes Staunen: Wer sich auf das Spiel einlässt, entdeckt das „innere Kind“ wieder. Unsere Exponate sprechen unterschiedliche Altersgruppen an, sodass der Museumsbesuch zum gemeinsamen Erlebnis wird.

Mit welchen besonderen Herausforderungen sahen Sie sich bei der Eröffnung des Standorts in München konfrontiert, und wie haben Sie diese gemeistert?

Ein Drama in mehreren Akten: Brandschutzauflagen im Keller, Bewilligungen in letzter Minute, Malerarbeiten, die sich verzögerten. Die Bodenfarbe? Pünktlich zur Eröffnung nicht fertig! Also hieß es: nacharbeiten, improvisieren, neu streichen. Aber auch das gehört dazu. Jedes Projekt hat seine Stolpersteine, man muss nur kreativ bleiben und weitermachen.

Was unterscheidet das WOW Museum München von anderen Museen für optische Illusionen, und was macht es einzigartig?

Unsere DNA ist Interaktivität. Es geht nicht darum, durch eine Ausstellung zu schlendern und passiv zu konsumieren, sondern um das aktive Erleben. Unser digitaler Museumsguide, Augmented Reality-Welten mit Museumszwergen, die Liebe zum Detail in jedem Raum, die enge Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern und eine klare Mission: Bildung durch Erleben. Wir sind ein lebendiger Ort, keine Aneinanderreihung von optischen Effekten.

Welche zukünftigen Entwicklungen und Erweiterungen planen Sie für das WOW Museum München, um das Besuchererlebnis weiter zu verbessern?

Wir haben gerade neue AR-Stationen eingeführt und stehen erst am Anfang. In Zürich sind wir bereits interaktiver – das wird auch in München kommen. Der erste Schritt: unser WOW-Logo im Foyer, das Besucher:innen selbst gestalten können. Die Vision? Noch mehr immersive Erlebnisse, die Technologie und Kunst auf eine spielerische Art verbinden.

Wie integrieren Sie technologische Innovationen in Ihre Ausstellungen, um den Besuchern ein interaktives und immersives Erlebnis zu bieten?

Von digitalen Museumsführern über Augmented Reality bis zu interaktiven Lichtinstallationen: Technologie ist unser Werkzeug, um Kunst und Wissenschaft lebendig zu machen. Wir sehen sie nicht als Selbstzweck, sondern als Erweiterung unseres Erlebniskonzepts.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern und Gemeinschaften für das WOW Museum München?

Eine große! Wir wollen ein einzigartiger Ort sein, der nicht nur bestehende Konzepte kopiert, sondern neue Ideen hervorbringt. Das geht nur, wenn wir mit Kreativen aus der Region zusammenarbeiten. Sie bringen frische Impulse, wir bieten die Plattform – eine Win-Win-Situation.

Wie messen Sie den Erfolg des Museums, und welche Indikatoren sind für Sie dabei am wichtigsten?

Ganz einfach: zufriedene Besucher:innen. Wir finanzieren uns zu 100 % durch Ticketverkäufe, also ist es unser wichtigster Maßstab, ob die Menschen mit einem Lächeln gehen, ob sie wiederkommen und ob sie uns weiterempfehlen. Zahlen sind wichtig, aber die Energie, die im Museum herrscht, ist oft noch aussagekräftiger.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ein ähnliches Projekt ins Leben rufen möchten?

Keine Zweifel, nur Überzeugung. Wenn du startest, dann richtig. Wer sich fragt, ob es eine gute Idee ist, sollte es lieber lassen.

Mit Herz und Seele dabei sein. Dein Projekt wird dich auffressen, dir den Schlaf rauben und dich manchmal verzweifeln lassen – aber es wird dich auch erfüllen.

Freude an der Aufopferung haben. Es ist kein 9-to-5-Job. Wenn du das nicht liebst, wird es nicht funktionieren.

Wie sehen Sie die langfristige Entwicklung der Branche für Erlebnis- und Illusionsmuseen, und welche Rolle möchten Sie darin spielen?

Die Zukunft der Innenstädte steht auf der Kippe. Onlinehandel, steigende Mieten, veränderte Konsumgewohnheiten – all das bedroht klassische Geschäftsmodelle. Städte, Händler und Tourismusverbände müssen dringend umdenken und Konzepte fördern, die mehr sind als reine Verkaufsflächen. Erlebnisorte wie unser Museum können ein zentraler Baustein dieser neuen Stadtlandschaft sein. Ob wir dabei weiter expandieren oder unsere Standorte noch intensiver ausbauen, wird sich zeigen. Fest steht: Wir haben eine Mission, die weit über optische Täuschungen hinausgeht. 

Bild: Vanessa Kammermann Gründerin WOW Museum @ Sabine Biedermann

Wir bedanken uns bei Vanessa Kammermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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