Montag, Januar 5, 2026
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Energie neu gedacht: Ist Erdwärme die Lösung für nachhaltiges Heizen?

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die erdwärmebohrer management team bild

Die Erdwärmebohrer spezialisieren sich auf nachhaltige, effiziente Geothermiebohrungen und bieten innovative Lösungen für umweltfreundliches Heizen.

Wie entstand die Idee zu Die Erdwärmebohrer, und wer sind die Menschen hinter diesem innovativen Konzept?

Die bb&v handwerkerverbund GmbH wurde 2017 von Lukas Vorländer, Ludwig Brandt und mir in Berlin gegründet. Unser ursprüngliches Ziel war es, Unternehmern im Handwerk dabei unter die Arme zu greifen, ihren Betrieb effizienter zu organisieren. Wir haben großen Respekt vor jedem Unternehmer im Handwerk, der es schafft, mehrere Gesellen beim Kunden zu haben und dabei alles rundherum zu koordinieren, häufig mit nur einer Bürokraft: von der Angebotslegung über Personalmanagement und Einkauf, Weiterbildungen, Buchhaltung,  Finanzen u.v.m.

Da wir die Firma bootstrappen wollten, mussten wir von Anfang an die relevanten „Geldströme” innerhalb der Firmen adressieren. Wir haben mit dem Einkauf begonnen und eine Einkaufsgemeinschaft für Materialbeschaffung für Brunnenbauer geschaffen – inspiriert durch Ludwigs familiären Hintergrund in diesem Bereich. Doch schon bald wurde klar, dass unser gemeinsames Potenzial besser in der Kundenansprache und Akquise eingesetzt werden könnte.

In einer Zeit, in der die Geothermie-Technologie wenig Absatz fand, erkannten wir den wachsenden Bedarf und beschlossen, uns konsequent darauf zu fokussieren. Gemeinsam mit unserem Partner Bosch spezialisierten wir uns auf oberflächennahe Geothermiebohrungen – ein strategischer Schritt, aus dem schließlich unser heutiges Bohrunternehmen ‚Die Erdwärmebohrer‘ hervorging.

Seit 2023 leite ich das Unternehmen alleine weiter, nachdem Lukas und Ludwig sich entschieden haben, neue berufliche Wege einzuschlagen. Mein Fokus liegt darauf, ‚Die Erdwärmebohrer‘ weiter als Marktführer im Bereich oberflächennahe Geothermiebohrung zu etablieren.

Welche Vision verfolgt Die Erdwärmebohrer, und wie setzen Sie diese in die Tat um?

Unsere Vision ‚Klimaschutz durch Erdwärme‘ verwirklichen wir mit jeder verlegten Sonde – ein Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftssicheren Energieversorgung. Der Wärmesektor steht vor einer notwendigen Transformation. Als Familienvater und Unternehmer sehe ich es als meine Verantwortung, aktiv an einer nachhaltigeren Welt mitzuarbeiten. In Kombination mit einer PV-Anlage ermöglichen wir unseren Kunden echte Energieautarkie und schützen sie vor den Unsicherheiten des Energiemarkts. Um dies zu erreichen, sind wir deutschlandweit im Einsatz.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit Ihren Dienstleistungen an, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Anforderungen erfüllt werden?

Wir bedienen sowohl Privatkunden, die nachhaltige Heizlösungen für Eigenheime suchen, als auch Geschäftskunden wie Bauträger und Stadtwerke. Dabei stehen wir ganz vielfältigen Anforderungen gegenüber: Die Geologie in Deutschland unterscheidet sich stark in ihrer Wärmeleitfähigkeit, was maßgeschneiderte Lösungen erfordert. Weitere Merkmale, die variieren, sind Alter und Härte des Bodens. Granitboden benötigt eine andere Vorgehensweise als weicher Sand- oder Tonboden. 

Um unsere Projekte effizient zu planen, greifen wir auf eine umfangreiche, eigens aufgebaute Geologiedatenbank zurück.

Die Genehmigungen der Bohrungen erfolgen auf Landkreisebene. Hier gibt es pro Landkreis unterschiedliche Auflagen und Formulare.

In Fällen belasteter Böden arbeiten wir eng mit spezialisierten Partnern zusammen, um den Schutz des Grundwassers jederzeit sicherzustellen. Behördliche Auflagen zur Bohrtiefe variieren von Bundesland zu Bundesland, aber da verfügen wir über fundierte Erfahrungswerte. 

Nicht zuletzt erfüllen wir auch ästhetische Ansprüche unserer Kunden: Bei einem Erdwärmeheizsystem sind die Sonden vollständig im Erdreich verborgen und die Wärmepumpe findet Platz im Keller. Das macht diese Lösung besonders attraktiv – gerade bei denkmalgeschützten Gebäuden, wo andere Heizsysteme oft an ihre Grenzen stoßen.

Was unterscheidet Die Erdwärmebohrer von anderen Anbietern im Bereich erneuerbarer Energien?

Unsere Spezialisierung auf Geothermie ist unser klares Alleinstellungsmerkmal. Im Gegensatz zu klassischen Brunnenbauern, die gelegentlich auch für Erdwärmeheizungen bohren, konzentrieren wir uns ausschließlich auf diese Technologie. Mit spezieller Software (Earth Energy Designer von Blocon AB) berechnen wir präzise die Entzugsleistung für einen Zeitraum von 50 Jahren – ein entscheidender Vorteil, um den langfristigen Planungshorizont unserer Kunden zu bedienen.

Ein weiteres Merkmal, das uns auszeichnet, ist unser strukturierter Vertrieb: Als einziges Bohrunternehmen verfügen wir über ein professionelles Vertriebs-Team. Sieben unserer insgesamt 26 Mitarbeiter sind im Außen- oder Innendienst tätig, um Kundenwünsche kompetent und zuverlässig zu betreuen.

Vor welchen Herausforderungen stand Ihr Unternehmen bislang, und wie haben Sie diese gemeistert?

Unsere Gründung stand unter großem finanziellen Druck und hohem Zeitdruck: Wir hatten 12 Monate Zeit, um die Plattform rentabel zu machen. Damals hatte ich noch keinerlei Erfahrung im Vertrieb und reine Online-Verkäufe brachten nicht den gewünschten Erfolg. Daher entschieden wir uns dazu, einen klassischen Außendienst aufzubauen – ein entscheidender Schritt, um unsere Zielgruppen gezielt und effektiv anzusprechen.

Nach dieser herausfordernden Startphase wuchs unser Unternehmen stetig. Dank der Entwicklungen im Heizungsmarkt und der verstärkten Nachfrage nach nachhaltigen Energielösungen – vor allem durch die geopolitischen Ereignisse im Jahr 2022 – konnten wir weiter an Dynamik gewinnen.

Welche Rolle spielen technologische Innovationen in Ihrer Arbeit, und wie wirken sie sich auf Ihre Projekte aus?

Technologische Neuerungen prägen unsere Arbeit auf vielfältige Weise. Wärmepumpen werden immer leistungsfähiger und haben sich von einer Nischentechnologie zu einer attraktiven Alternative entwickelt. Für die präzise Auslegung setzen wir eine spezialisierte Software ein, die die Entzugslast über einen Zeitraum von 50 Jahren simuliert. Großprojekte werden zunehmend mit BIM (Building Information Modeling) geplant, dem digitalen Zwilling des Gebäudes, um Heizungsanlagen optimal auslegen zu können. Das trifft auch auf geothermische Heizsysteme zu.

Auch auf der Baustelle profitieren wir von Innovationen: Kürzlich haben wir in unsere vierte Siebanlage investiert. Diese trennt das Bohrgut von der Spülung und macht die Entsorgung nicht nur einfacher, sondern auch kosteneffizienter – ein klarer Vorteil für unsere Kunden, da die Container-Entsorgungskosten erheblich reduziert werden.

Zudem könnten Hightech-Lösungen künftig unsere Branche weiter verändern. Smart-Home-Technologien, die über Sensoren Innen- und Außentemperaturen sowie Wettereinflüsse automatisch abstimmen, haben das Potenzial, das Heizen noch effizienter und präziser zu gestalten.

Welche zukünftigen Entwicklungen und Erweiterungen planen Sie für Die Erdwärmebohrer?

Zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Stakeholdern hat unser Planungsingenieur CAD-Zeichnungen (Computer-Aided Design) eingeführt, womit wir uns als kompetenter Partner für komplexe Großprojekte etablieren können. Zusätzlich werden wir zwei weitere Ingenieure darin ausbilden, um unsere Kapazitäten zu erweitern.

Außerdem wird unser Planungsingenieur gerade in der Nutzung von FEFLOW geschult, einer führenden Software für die Simulation von Grundwasserströmung, Massen- und Wärmetransport. Dies ermöglicht uns, hochpräzise Analysen durchzuführen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, ohne auf externe Anbieter zurückgreifen zu müssen.

Wie trägt Ihr Unternehmen zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Nachhaltigkeit bei?

Rund 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland entfallen auf den Wärmesektor – höchste Zeit, unsere Gebäude, ob Wohnhäuser oder Bürotürme, zukunftsfähig zu machen.

Erdwärme ist dabei die stabilste und nachhaltigste Lösung. Sie ist unabhängig von Witterungseinflüssen, liefert durch die konstante Temperatur im Erdreich eine verlässliche Entzugsleistung und benötigt lediglich Strom für die Wärmepumpe. Damit ist Erdwärme die emissionsärmste aller Heizarten. Gleichzeitig überzeugt die Technologie durch minimalen Wartungsaufwand und eine Lebensdauer von 100 Jahren oder mehr.

Ein weiterer Vorteil: Mit einem Erdwärmesystem kann im Sommer kostenlos gekühlt werden. Dabei wird das Erdreich regeneriert, was die Effizienz erhöht und die Lebensdauer der Sonde verlängert

Unsere Aufgabe ist es dabei, Erdwärmebohrungen einfach verfügbar zu machen für unsere Kunden und mit hohem Qualitätsstandard kostensicher auszuführen.

Was würden Sie anderen Gründern raten, die in der Umwelt- und Energiewirtschaft Fuß fassen möchten?

Der Energiemarkt ist groß und als kleines Unternehmen stehen wir im Wettbewerb mit etablierten, oft deutlich größeren Akteuren. Das gelingt uns, weil uns die Idee einer klimafreundlichen Lebensweise antreibt und wir ein großartiges Team sind. Durchhaltevermögen und Optimismus sind dabei essenziell – gerade in Zeiten politischer Unvorhersehbarkeit. Mit dieser Haltung und einem klaren Fokus auf unsere Vision kann man es schaffen, sich erfolgreich im Markt zu behaupten.

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um sicherzustellen, dass Ihre Dienstleistungen langfristig wettbewerbsfähig bleiben?

Wir investieren in unsere Mitarbeiter und ermöglichen ihnen zusätzliche Qualifikationen, die sowohl sie beruflich als auch das Unternehmen voranbringen. Des Weiteren gehen wir strategische Partnerschaften ein mit Unternehmen aus der Bau-, SHK- und Immobilienwirtschaft. Seit diesem Jahr investieren wir auch in unser Marketing, das eng mit dem Vertrieb zusammenarbeitet.

Wie gehen Sie mit der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Energielösungen um?

Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Energielösungen nehmen wir als große Chance wahr. Der Geothermie-Markt zählt zu den Wachstumsbranchen in Deutschland, auch wenn die Nachfrage noch nicht so hoch wie bei Photovoltaikanlagen ist. Dennoch beobachten wir eine deutliche Zunahme der öffentlichen Diskussion und ein wachsendes Interesse an dieser Technologie.

Unser Unternehmen reagiert darauf, indem wir kontinuierlich unsere Prozesse und unser Team weiterentwickeln, um den Anforderungen einer wachsenden Kundenzahl gerecht zu werden. Viele Bauherren suchen zunehmend langlebige, ästhetische Alternativen zu herkömmlichen Heizsystemen. Geothermie bietet ihnen genau das: Unabhängigkeit und Umweltfreundlichkeit. Unsere Kunden sehen darin eine Win-win-Situation für sich und das Klima – und wir sind gut aufgestellt, um diesen Bedarf auch in Zukunft zu decken.

Was motiviert Sie und Ihr Team, sich für den Ausbau der Erdwärme als Energiequelle einzusetzen?

Erdwärme ist so einfach wie genial: immer verfügbar, stabil, umweltfreundlich. Als Unternehmer und Familienvater sehe ich die enormen Chancen dieser Technologie für eine nachhaltige Zukunft. Diese Überzeugung teilen viele meiner Teammitglieder, die genauso wie ich daran glauben, dass wir mit unserer Arbeit einen wichtigen Beitrag für eine bessere Welt leisten können.

Es ist eine langfristige Aufgabe, die nicht von heute auf morgen gelöst ist. Aber mit jeder Bohrung kommen wir unserem Ziel, die Welt nachhaltiger zu gestalten, einen Schritt näher.

Bild: Managementteam @ Die Erdwärmebohrer

Wir bedanken uns bei den Philipp Bauer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie wird Solarstrom einfach und profitabel für Mehrfamilienhäuser?

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 Dach für Dach Gründerteam Leonard John und Jasper Klimas 

Dach für Dach macht Solarstrom für Mehrfamilienhäuser einfach, profitabel und zugänglich – von der Planung bis zur Abrechnung.

Wie entstand die Idee zu Dach für Dach, und was macht Ihr Unternehmen einzigartig?

Die Idee zu Dach für Dach entstand aus der Beobachtung, dass Mieterstrommodelle oft zu kompliziert und teuer sind, was den Zugang für viele Vermieter:innen erschwert. Auch Gespräche im familiären Umfeld zeigten schnell, dass ein großer Bedarf an einfacheren Lösungen besteht.

Passenderweise arbeitete Enpulse, die Innovations-Unit der EnBW, zeitgleich an neuen Ansätzen für Mieterstrom. Mit dem Ziel, nach vorigen Gründungen erneut im Bereich der Energiewende aktiv zu werden, stießen wir auf eine verblüffende Zahl: Nur 1 % der 3,3 Millionen Mehrfamilienhäuser in Deutschland nutzen PV-Anlagen. Dieses enorme Potenzial brachte uns schließlich über Enpulse zusammen und führte zur Gründung von Dach für Dach.

Unser Modell denkt Mieterstrom neu. Immobilienbesizer:innen werden in dem Mittelpunkt gesellt mit der Frage: Wie schaffen wir eine einfache Lösung, damit Solaranlagen auch für kleine Mehrfamilienhäuser rentabel werden? Dabei berücksichtigen wir die Bedürfnisse von allen Beteiligten im Mietbetrieb, um Gebäude schnell und unbürokratisch auszustatten. 

Welche Vision verfolgt Dach für Dach, und wie setzen Sie diese in der Praxis um?

Unsere Vision ist eine Solaranlage auf jedem Mehrfamilienhaus. Knapp die Hälfte der Deutschen wohnt in einem Mehrfamilienhaus und nimmt bisher kaum an der Energiewende teil. Wir möchten aber alle von günstigem Solarstrom profitieren lassen.

Wir begleiten Mehrfamilienhaus-Besitzer:innen also von der Planung bis zum Betrieb – von der Wirtschaftlichkeitsberechnung über das Zählerkonzept bis hin zur Vertragsgestaltung. Nach der Installation der PV-Anlage sorgt unsere innovative Software dafür, dass alle Verbrauchs- und Erzeugungsdaten erfasst und Abrechnungen automatisch erstellt werden.

Mehrfamilienhäuser hinken nicht nur beim Solarausbau hinterher, sondern auch bei Sanierungen. Wir wollen zukünftig helfen, Immobilien energieeffizient aufzuwerten, Kosten zu senken und Solarstrom langfristig profitabel zu machen. 

Wer sind die Köpfe dahinter, und welche Erfahrungen haben sie in das Unternehmen eingebracht?

Das Startup wird derzeit hauptverantwortlich von uns beiden, Jasper Klimas und Leonard John, aufgebaut. Leos letzte Station war die Mitgründung und Geschäftsführung der Impact-Jobplattform baito, mit Fokus auf nachhaltigen und sozialen Berufen, während Jasper als Mitgründer die Buchungsplattform DynAmaze aufgebaut hat und zuletzt bei dem Venture Builder PlayersTech als Head of Investments tätig war. Wir haben also bereits beide ein Software-Startup vom Start an aufgebaut. Zudem greifen wir nun auf das technische Know-how der EnBW und die umfassende Expertise des Venture Studios Enpulse zurück, das bereits andere CleanTech Startups erfolgreich aufgebaut hat. 

Was ist Ihre Zielgruppe, und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Lösungen deren Bedürfnisse optimal erfüllen?

Unsere Zielgruppe sind aktuell Privateigentümer von Mehrfamilienhäusern mit bis zu 12 Wohneinheiten. Bisher schrecken viele vor dem klassischen Mieterstrom-Modell oder der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) zurück, da sie zu komplex und unrentabel sind. Zukünftig wollen wir auch Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) bei der unkomplizierten Umsetzung von Solarprojekten unterstützen. Damit wir hier schnell die richtigen Probleme lösen ist es für uns wichtig, täglich mit unserer Zielgruppe in Kontakt zu sein und möglichst viele Erfahrungswerte zu sammeln.

Welche Herausforderungen haben Sie beim Aufbau von Dach für Dach bewältigt, und wie gehen Sie mit neuen Hürden um?

Das komplexe regulatorische Umfeld war eine der größten Herausforderungen. Mieterstrommodelle sind oft schwer verständlich und schrecken Vermietende ab. Mit Experten haben wir eine rechtssichere und zugleich anwenderfreundliche Lösung entwickelt. Neue Herausforderungen lösen wir flexibel, nutzen kontinuierliches Marktfeedback und optimieren unser Angebot gezielt. 

Als weitere zentrale Herausforderung galt es, das Vertrauen der Vermieter:innen zu gewinnen. Skepsis gegenüber Rentabilität und Verwaltungsaufwand sind wir mit klarer Kommunikation, Informationskampagnen und einer nutzerfreundlichen Software begegnet. Dank unserer Agilität und Kundennähe reagieren wir schnell auf Veränderungen du entwickeln unser Modell kontinuierlich weiter. 

Welche technologischen und innovativen Ansätze machen Dach für Dach zu einem Vorreiter in Ihrer Branche?

Dach für Dach bietet erstmals ein Modell, das es ermöglicht, Solarenergie für Mehrfamilienhäuser unkompliziert und profitabel zu produzieren. Besonders attraktiv ist dies als All-in-One-Paket für alle, die Vermietung nicht als Haupttätigkeit betreiben. Unser Vorteil ist der Mix aus Beratung für individuelle Projekte und Software für die spätere Verwaltung, sowie den reibungslosen Betrieb. Wichtig ist, dass wir mit verschiedenen technologischen Bedingungen bei Zählerschränken und Zählerhardware umgehen könnten. 

Wie sehen Ihre Pläne für die Weiterentwicklung von Dach für Dach aus, und auf welche neuen Projekte dürfen wir gespannt sein?

Aktuell konzentrieren wir uns auf kleine Mehrfamilienhäuser. Künftig wollen wir unser Modell auf WEGs und andere Strukturen ausweiten und deutschlandweit expandieren. Zudem planen wir Häuser mit Wärmepumpen, Speichern und Wallboxen weiter zu elektrifizieren. Das Ganze durch Kooperationen mit passenden Partnern für ganzheitliche Energielösungen. 

Wir sehen mehrere spannende Themen, die für uns relevant werden können: Förderungen und Regulatorik, Speicher, Wallboxen und Wärmepumpen sowie die Isolierung und Dämmung von Mehrfamilienhäusern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Gesetzgebung mit der anstehenden Bundestagswahl verändern wird.

Welche drei Ratschläge würden Sie jungen Gründerinnen und Gründern geben, die mit einer ähnlichen Idee starten möchten?

Zuerst Dinge schnell umsetzen und Fehler machen. Sprecht früh mit Kunden und Partnern, um ihre Bedürfnisse genau zu verstehen. Fehler gehören dazu, die einem helfen Vorgänge schnell zu verbessern. In jedem Fall öffnet ein starkes Netzwerk Türen und beschleunigt eure Entwicklung. 

Dazu hilft es sehr regulatorische Rahmenbedingungen zu verstehen. Besonders im Energiebereich sind Gesetze komplex. Nehmt euch Zeit diese frühzeitig zu verstehen und holt euch Expertise ins Team. 

Als dritter Ratschlag hilft es kundennah zu bleiben Feedback früh einzuholen, um das Produkt an etwaige Bedürfnisse anzupassen. Seid agil, testet Ideen schnell am Markt und passt sie flexibel an. Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit sind entscheidend. 

Wie trägt Dach für Dach dazu bei, nachhaltige Technologien voranzutreiben und langfristige Veränderungen zu bewirken?

Wir bringen die Energiewende in Form von Solaranlagen ins bzw. aufs Mehrfamilienhaus. Unser Angebot aus Beratung und Software ermöglicht erstmals den Solarausbau auf tausenden Mehrfamilienhäusern, für die dies vorher zu unprofitabel oder kompliziert war.

Unser Ziel ist es, Mehrfamilienhäuser zum aktiven Teil der Energiewende zu machen und zukünftig nicht nur den Ausbau von Solaranlagen, sondern auch Speichern, Wärmepumpen und Wallboxen zu ermöglichen. Damit sollen zukunftsfähige und umweltfreundliche Energielösungen auch im Mehrfamilienhaus ihren Platz finden.

Was unterscheidet Dach für Dach von anderen Wettbewerbern, und wie profitieren Ihre Kunden davon? 

Dach für Dach ist das erste Unternehmen, dass das sogenannte Einzählermodell gezielt für kleine und mittlere Mehrfamilienhäuser ermöglicht und sich dabei auf die Bedürfnisse von Vermietern und umsetzenden Fachbetrieben konzentriert, um Projekte schnell und unkompliziert realisieren zu können.

Im Gegensatz zur GGV und klassischem Mieterstrom setzt Dach für Dach auf das Einzählermodell im Mehrfamilienhaus. Unsere Modellrechnungen haben gezeigt, dass unser Modell die profitabelste Variante dieser drei Mieterstrom-Alternativen ist, während die GGV am wenigsten rentabel ist. 

Zudem wird durch unsere Modell Mieterstrom für viele kleinere Mehrfamilienhäuser erst profitabel, während auch Bestandsanlagen, die aus der Einspeisevergütung fallen, aber auch Neubauten mit PV-Pflicht von unserem einfachen Modell profitieren können. 

Fotograf: Alexis Papageorgio, Bildrechte: Dach für Dach GmbH

Wir bedanken uns bei Leonard John und Jasper Klimas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie ein einfacher Ball unsere Füße revolutionieren könnte

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EasZotic gründerin Elisabeth Tillery mit dem EasZer

EasZotic hat mit dem EasZer ein innovatives Produkt entwickelt, das die Fußgesundheit effektiv und unkompliziert unterstützt

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, den EasZer zu entwickeln, und was hat Sie dazu inspiriert, den Schritt von der Chiropraktik in die Produktentwicklung zu wagen?

Ich habe viele Patientn mit Fußproblemen behandelt und festgestellt, dass herkömmliche Einlagen oft nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Es musste etwas Neues her, das besser funktioniert. Als ich nichts Passendes auf dem Markt finden konnte, habe ich beschlossen, selbst aktiv zu werden und den EasZer zu entwickeln.

Können Sie uns einen Einblick in die Gründungsgeschichte von EasZotic geben und was diese Reise für Sie persönlich bedeutet?

Ich habe EasZotic Ende 2023 gegründet und 2024 so richtig durchgestartet. Von der ersten Idee bis zur Marktreife vergingen jedoch fast vier Jahre voller Forschung, Tests und Anpassungen. Die Gründung war ein großer Schritt für mich, da ich neben meiner Haupttätigkeit als Chiropraktorin ein Unternehmen von Grund auf aufgebaut habe. Es war herausfordernd, aber auch unglaublich bereichernd, neue Dinge zu lernen und persönlich zu wachsen. Besonders dankbar bin ich meinem Mann, der immer hinter mir stand und mich in jeder Phase unterstützt hat – das hat mir die nötige Stärke gegeben, an meinem Traum festzuhalten.

Welche Vision verfolgen Sie mit EasZotic, und wie möchten Sie diese in den kommenden Jahren umsetzen?

Meine Vision ist es, weitere Produkte zu entwickeln, die den Alltag der Menschen erleichtern – ohne zusätzlichen Aufwand. Gleichzeitig möchte ich EasZotic als vertrauenswürdiges Unternehmen etablieren, das transparent und ehrlich mit seinen Kunden umgeht.

Wie genau funktioniert der EasZer, und was macht ihn im Vergleich zu bestehenden Lösungen auf dem Markt einzigartig?

Der EasZer ist ein innovativer Einlagen-Gummiball, den es in dieser Form noch nicht gibt. Dank seiner ellipsoiden Form passt er sich optimal dem Fuß an und wird in der Socke getragen. Anders als klassische Einlagen löst, dehnt und kräftigt der EasZer die Fußmuskulatur – und das alles, ohne dass zusätzliche Übungen nötig sind.

Wer gehört zur Zielgruppe von EasZotic, und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte den Bedürfnissen dieser Menschen gerecht werden? 

Der EasZer richtet sich an Erwachsene, die im Alltag nach einer einfachen Möglichkeit suchen, ihre Füße zu entlasten und zu entspannen – besonders bei viel Stehen oder Gehen. Er ist vielseitig einsetzbar: zur Unterstützung, Entspannung oder Aktivierung der Füße. Dank seiner Flexibilität kann er bei Bedarf verwendet und leicht wieder entfernt werden.

Welche Herausforderungen haben Sie auf Ihrem Weg von der Idee bis zur Marktreife des EasZer erlebt, und wie haben Sie diese gemeistert?

Die größte Herausforderung war, wie bei vielen Start-ups, die Finanzierung. Ich habe mein eigenes Erspartes investiert, um den Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Hinzu kamen die regulatorischen Anforderungen und zahlreiche Prototypen, die wir entwickeln mussten, bevor wir die perfekte Form und Füllung gefunden hatten.

Inwiefern hat Ihre Erfahrung als Chiropraktorin Ihr Produktdesign und Ihre Unternehmensstrategie beeinflusst?

Als Expertin für den Bewegungsapparat hatte ich viele Gelegenheiten, Prototypen direkt an Patienten zu testen und basierend auf ihrem Feedback zu optimieren. Die Rückmeldungen und das Vertrauen meiner Patienten haben mich stets motiviert, weiterzumachen, auch wenn es manchmal schwierig war.

Wie wichtig ist für Sie die Verbindung von Gesundheit und Technologie, und wie spiegelt sich das in EasZotic wider?

Die Verbindung von Gesundheit und Technologie ist wichtig, aber nicht alles muss kompliziert sein. Manchmal sind die einfachsten Lösungen die effektivsten – wie der EasZer, ein simpler Einlagen-Gummiball mit großer Wirkung.

Welche Rolle spielen digitale Vertriebskanäle wie Social Media und E-Commerce für das Wachstum von EasZotic?

Digitale Kanäle sind aktuell unser wichtigster Vertriebsweg. Als noch relativ unbekanntes Start-up nutzen wir Social Media und E-Commerce, um Reichweite aufzubauen und unser Produkt bekannter zu machen.

Gibt es konkrete Pläne für die Weiterentwicklung des EasZer oder die Einführung neuer Produkte in der Zukunft?

Ja, wir haben bereits Pläne für den EasZer V2 und V3. Außerdem gibt es immer Möglichkeiten, bestehende Produkte weiter zu optimieren.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ebenfalls mit limitierten Ressourcen eine innovative Idee umsetzen möchten?

Bleibt dran, auch wenn es manchmal aussichtslos erscheint. Bleibt euch selbst treu und hinterfragt jeden Ratschlag kritisch. Viele Leute raten einem von so einem Vorhaben ab – vielleicht, weil sie selbst Angst haben oder nicht daran glauben. Genau dann ist es wichtig, an sich und seine Idee zu glauben und nicht aufzugeben.

Was motiviert Sie jeden Tag, Ihr Unternehmen weiter voranzutreiben, und welche persönlichen Werte stehen hinter EasZotic?

Meine Motivation ist es, mit meinem Wissen Menschen zu helfen und ihnen das Leben einfacher zu machen – ohne hohe Kosten. Ehrlichkeit und Vertrauen stehen dabei für mich und EasZotic an erster Stelle.

Bild: Elisabeth Tillery @ EasZotic GmbH

Wir bedanken uns bei Elisabeth Tillery für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: EasZotic

Kontakt:

EasZotic GmbH
Pulverteich 20
D-20099 Hamburg

www.easzotic.com
easzotic@gmail.com

Ansprechpartner: Elisabeth Tillery

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Wie verändert diese Idee den Alltag von Frauen?

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NAILD Dilan Küçük von NAILD@ Kendra Storm Rae

NAILD bietet flexible, hochwertige Press-on Nails, die den Alltag von Frauen einfacher und stilvoller machen

Was war Ihre persönliche Motivation, NAILD zu gründen, und wie hat Ihre persönliche Geschichte als dreifache Mutter und Migrantin Ihre Gründungsreise beeinflusst?

Meine Migrationsgeschichte hat mich bereits in meiner Jugend geprägt: Ich hatte nicht die finanziellen Mittel, um mir Beauty-Dienstleistungen leisten zu können. Also brachte ich mir vieles selbst bei – aus der Notwendigkeit heraus, Lösungen zu schaffen. Diese DIY-Kultur, die ich aus meiner Familie kannte, wurde für mich zu einer wertvollen Ressource.

Vor acht Jahren, während meiner Elternzeit mit meinem ersten Kind, hatte ich kaum Zeit für regelmäßige Besuche im Nagelstudio. Gepflegte Nägel waren mir wichtig, doch mit einem Baby im Alltag war Flexibilität das A und O.

Während der Elternzeit verstärkte sich der Gedanke, dass ich mein Wissen und Können in eine praktikable Lösung umsetzen wollte – eine, die sich flexibel und einfach an den herausfordernden Alltag von Frauen anpasst. So entstand 2016 die Idee für NAILD: Eine Manikürelösung, die zugänglich, flexibel und hochwertig ist – genau das, was ich damals selbst gebraucht hätte.

Wie würden Sie NAILD in wenigen Sätzen beschreiben, und welche Menschen stehen hinter dem Unternehmen?

NAILD ist die erste Marke in Deutschland, die die Produktkategorie der wiederverwendbaren Press-on Nails besetzt hat. Wir bieten allen Interessierten eine hochwertige, flexible und einfach zugängliche Maniküre-Lösung, die sich ihrem Alltag anpasst. Hinter der Marke steht ein leidenschaftliches Team, das Trends liebt und sich für die Bedürfnisse unserer Kund*innen einsetzt – mit mir als Gründerin, die aus eigener Erfahrung genau weiß, worauf es bei der bestmöglichen Lösung ankommt.

Welche Vision verfolgen Sie mit NAILD, und wie wollen Sie diese langfristig erreichen?

Meine Vision ist es, unserer Zielgruppe unabhängig von Zeit oder Budget eine unkomplizierte Möglichkeit zu bieten, sich gepflegt zu fühlen. Langfristig wollen wir NAILD als DIE Marke für flexible Maniküre etablieren, mit innovativen Produkten und einem nachhaltigen Ansatz, der Trends und die Wünsche unserer Kund*innen vereint.

Für welche Zielgruppe haben Sie NAILD entwickelt, und wie stellen Sie sicher, dass die Bedürfnisse dieser Kundengruppe im Mittelpunkt stehen?

Unsere Zielgruppe sind all diejenigen, die wenig Zeit oder keinen Zugang zu einem Nagelstudio haben und sich Flexibilität wünschen. Auch jüngere Generationen, die früh Beauty Treatments ausprobieren wollen, aber noch keine langfristigen Entscheidungen für ihre Nägel treffen möchten, adressiert NAILD. Bei der Produktentwicklung ist uns außerdem das Feedback unserer Community enorm wichtig. Dadurch entwickeln wir Produkte, die einfach, schonend und anpassungsfähig sind.

Press-on Nails gibt es bereits seit einiger Zeit auf dem Markt – was macht NAILD Ihrer Meinung nach einzigartig und anders?

Wir waren die Ersten, die wiederverwendbare Press-on Nails in Deutschland angeboten haben. Unsere Produkte bestehen aus hochwertigem, ausgehärtetem Gel – dem gleichen Material, das in professionellen Nagelstudios verwendet wird. Außerdem haben wir die ersten echten Klebesticker speziell für Press-on Nails entwickelt, die Halt, Flexibilität und Schonung des Naturnagels perfekt kombinieren. Unsere Produkte bieten Qualität und Innovation, die andere inspiriert haben, aber unsere Lösungen bleiben einzigartig.

Sie haben NAILD komplett gebootstrapped aufgebaut und einen siebenstelligen Umsatz erreicht. Was waren die größten Herausforderungen dabei, und wie haben Sie diese gemeistert?

Von Anfang an verlief die Gründung parallel zu meiner Arbeit in verschiedenen Nebenjobs, ob Apotheke oder Restaurant — anders war es schlicht und ergreifend nicht möglich. Ich bin hier kein Ausreißer, gründen Frauen doch statistisch häufiger im Nebenerwerb. Es war daher essentiell für mich, klar zu priorisieren und pragmatisch viel in DIY-Arbeit zu übernehmen. Außerdem war es uns wichtig, nah an unseren Kund*innen zu bleiben, um mit schlanken Prozessen effizient zu arbeiten. Durch diesen Fokus konnten wir nachhaltig wachsen und profitabel bleiben.

Der Vorteil des Gründens in Eigenregie lag immer klar darin, dass wir die volle Kontrolle über unser Business hatten und niemandem Rechenschaft schuldig waren. Erst kürzlich habe ich das erste Mal einen Kredit bei einer Bank aufgenommen, die an mich und mein Geschäftsmodell geglaubt hat – ein Novum in der Geschichte von NAILD, aber auch ein wichtiger Schritt, um unser Unternehmen auf die nächste Stufe zu heben und weiter Pionier-Arbeit zu leisten. 

Welche Rolle spielt Ihre Erfahrung aus der Arbeit in  einer Bundesbehörde für Ihre Tätigkeit als Unternehmerin bei NAILD?

Es hat mir Disziplin, Struktur und die Fähigkeit gegeben, komplexe Herausforderungen effizient zu lösen. Das hilft mir bis heute, um als Unternehmerin den Überblick zu behalten und fundierte Entscheidungen zu treffen – besonders in einem kleinen, dynamischen Team.

Viele Gründer, besonders mit Migrationshintergrund, stoßen auf Widerstände. Welche Erfahrungen haben Sie in der deutschen Gründerszene gemacht, und wie gehen Sie mit Vorurteilen um?

Ich habe oft erlebt, unterschätzt zu werden, sei es wegen meines Nachnamens oder meines Auftretens. Aber ich habe gelernt, diese Vorurteile mit überzeugenden Ergebnissen zu widerlegen. Mein Erfolg zeigt, dass es möglich ist, sich auch ohne perfekte Startbedingungen durchzusetzen.

NAILD hat es geschafft, ohne Fremdkapital auszukommen. Welche Überlegungen stecken hinter dieser Entscheidung, und gibt es Pläne für weitere Investitionen?

Wir wollten von Anfang an die volle Kontrolle über unsere Marke behalten und organisch wachsen. Kürzlich haben wir unseren ersten Kredit aufgenommen, um neue Produktkategorien zu entwickeln. Das war ein bewusster Schritt, um weiter zu expandieren und unser Sortiment zu diversifizieren.

Wie sehen Sie die Zukunft von NAILD? Gibt es Pläne für neue Produkte, Märkte oder eine Expansion?

Wir arbeiten an neuen Produktkategorien, die noch mehr Flexibilität bieten, und wollen international wachsen. Unsere Vision ist es, weiterhin Trends zu setzen und NAILD als DIE Marke für flexible und nachhaltige Manikürelösungen zu etablieren.

Welchen Ratschlag würden Sie anderen Gründerinnen geben, die in Deutschland ihren Weg finden möchten – insbesondere denen, die ebenfalls ohne große Netzwerke und Ressourcen starten?

Fangt an, auch wenn nicht alles perfekt ist. Baut früh ein Netzwerk auf und bleibt nah an euren Kund*innen. Herausforderungen sind Teil des Wachstumsprozesses – lernt, daran zu wachsen und euch zu verbessern.

Wie denken Sie, könnte die Gründerszene in Deutschland diverser und inklusiver gestaltet werden, damit mehr Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund gleiche Chancen erhalten?

Menschen mit Migrationsgeschichte gründen in Deutschland doppelt so häufig , wie Menschen ohne Einwanderungsgeschichte – die Gründer*innen sind also da. Das Problem ist die Sichtbarkeit. Wenn man sich anschaut, wie bspw. die  Start-up-Bühnen besetzt sind, merkt man, dass in Sachen Diversität noch deutlich Luft nach oben ist. Über 40 Prozent der Migrant Founders in Deutschland sehen sich im Kontakt mit Ämtern und Behörden im Nachteil. Bürokratie ist hier ein echtes Problem. Es braucht außerdem gezielte Programme, die Zugang zu Netzwerken und Kapital erleichtern. Vielfalt ist ein Mehrwert für unsere Wirtschaft und sollte stärker gefördert werden, um die deutsche Gründerszene innovativer und zugänglicher zu machen.

Bild: Dilan Küçük von NAILD@ Kendra Storm Rae

Wir bedanken uns bei Dilan Küçük für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie könnte KI unsere Gesundheits- und Beautybranche verändern?

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IQONIC.AI Maria Bruckert @ Fotocredits: Sara Czaja, IQONIC.AI

IQONIC.AI entwickelt KI-gestützte Lösungen, die die Gesundheits- und Beautybranche effizienter, personalisierter und zukunftsorientiert gestalten

Wie entstand die Idee zu IQONIC.AI, und welche persönlichen Hintergründe haben Sie, Maria-Liisa Bruckert und Martin Pentenrieder, in das Unternehmen eingebracht?

IQONIC.AI trifft genau den Nerv der Zeit. Die Gesundheitsindustrie steht seit Jahren vor erheblichen Herausforderungen – ein Thema, das immer wieder diskutiert wird. Als Experten für Transformation und DeepTech war uns schnell klar, dass hier enormes Potenzial schlummert. Gemeinsam mit Stakeholdern aus der Branche haben wir IQONIC.AI ins Leben gerufen, um die Versorgungsinfrastruktur grundlegend neu zu gestalten und gleichzeitig Synergien mit bestehenden Marktakteuren zu schaffen.

Welche Vision verfolgen Sie mit IQONIC.AI, und was treibt Sie täglich an, diese zu verwirklichen?

In erster Linie geht es darum Verantwortung zu übernehmen. Die Gesellschaft verändert sich, es geht aber darum auch für kommende Generationen stabile Umfelder zu schaffen. Mit IQONIC.AI verfolgen wir die Vision, die Gesundheitsversorgung durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und modernen Technologien grundlegend zu transformieren. Unser Ziel ist es, eine intelligentere, effizientere und personalisierte Gesundheitsinfrastruktur zu schaffen, die nicht nur die Patientenergebnisse verbessert, sondern auch die Arbeitsabläufe für medizinisches Personal optimiert und die Kosten im Gesundheitswesen nachhaltig senkt. 

Was uns täglich antreibt, ist die Möglichkeit, mit IQONIC.AI echte Veränderungen zu bewirken und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Die Herausforderungen im Gesundheitssektor sind immens, doch die Chancen, die neue Technologien bieten, sind riesig. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer Expertise und der richtigen Technologie Brücken schlagen können zwischen den bestehenden Systemen und einer zukünftigen, smarteren Gesundheitsversorgung. Die Vorstellung, dass wir durch unsere Arbeit einen konkreten Unterschied im Leben von Patienten und Ärzten machen können, motiviert uns, jeden Tag weiter an dieser Vision zu arbeiten.

Wie hilft Ihre KI-Technologie Kosmetikmarken, Retailern und Friseuren dabei, die Bedürfnisse ihrer Kund:innen besser zu verstehen und zu bedienen?

Unsere Technologie ermöglicht ein viel tieferes Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Kund:innen zu entwickeln, indem wir datengetriebene Einblicke und personalisierte Empfehlungen bieten. Unsere Lösung nutzt fortschrittliche Algorithmen, um das Verhalten und die Vorlieben der Kund:innen zu analysieren, Trends frühzeitig zu erkennen und maßgeschneiderte Empfehlungen in Echtzeit zu liefern.

Für Kosmetikmarken bedeutet das, dass sie ihre Produktentwicklung und Marketingstrategien gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Zielgruppen abstimmen können. Einzelhändler und Friseure profitieren von personalisierten Beratungsmöglichkeiten, die auf den individuellen Hauttypen, Haarstrukturen oder sogar auf saisonalen Trends basieren, um ihre Kund:innen optimal zu beraten und zu bedienen.

Darüber hinaus hilft unsere KI dabei, Inventar und Sortiment effizienter zu managen, indem sie Kaufgewohnheiten und Nachfrageprognosen berücksichtigt, was die Verfügbarkeit der richtigen Produkte zur richtigen Zeit sicherstellt. Insgesamt fördert IQONIC.AI eine stärkere Kundenbindung und ermöglicht es den Marken, mit ihren Kund:innen auf einer viel persönlicheren Ebene zu interagieren.

Die entstehenden Daten und das daraus resultierende Wissen, können die Entwicklung der Unternehmen daher langfristig nach vorne bringen.

Mit welchen Herausforderungen haben Sie seit der Gründung von IQONIC.AI zu kämpfen gehabt, und wie haben Sie diese gemeistert?

Neben den klassischen Herausforderungen, die mit der Einführung neuer Technologien einhergehen, mussten wir in den letzten Jahren auch mit volatilen Marktbedingungen zurechtkommen. Besonders die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben den Blick auf die Beauty- und Gesundheitsindustrie verändert und gleichzeitig neue Chancen eröffnet. Die schnelle Entwicklung des digitalen Marktes hat jedoch auch einige Nachteile mit sich gebracht – viele Investitionsentscheidungen wurden in kurzer Zeit getroffen, oft ohne die Qualität der Produkte ausreichend zu berücksichtigen. Jetzt sehen wir die langfristigen Effekte dieser Phase: In vielen Bereichen der Branche kommt es zu einer Verlangsamung der Innovationskraft, da nun vor allem „Nacharbeit“ statt zukunftsorientierter Investitionen im Vordergrund steht

Was unterscheidet IQONIC.AI von anderen Anbietern in der Beauty-Branche, und warum sollten Kunden Ihre Lösungen wählen?

Was IQONIC.AI von anderen Anbietern in der Beauty-Branche unterscheidet, ist unser einzigartiger Ansatz, der technologische Innovation mit einer tiefen Branchenkenntnis kombiniert. Unsere KI-Lösungen sind nicht nur darauf ausgelegt, die Bedürfnisse der Kund:innen in Echtzeit zu verstehen, sondern auch darauf, langfristige, datenbasierte Strategien zu entwickeln, die Marken helfen, sich kontinuierlich zu verbessern und zu wachsen. Während viele Anbieter standardisierte Lösungen bieten, die nur oberflächlich auf den Markt reagieren, geht IQONIC.AI einen Schritt weiter: Wir ermöglichen maßgeschneiderte, personalisierte Erlebnisse, die sich auf die individuellen Vorlieben und Bedürfnisse der Kund:innen konzentrieren.

Unsere Technologie bietet eine hohe Präzision bei der Analyse von Konsumverhalten, Haut- und Haartypen sowie persönlichen Vorlieben. Durch diese tiefe Personalisierung können Marken nicht nur ihre Produkte und Dienstleistungen gezielt anpassen, sondern auch ihre Marketing- und Verkaufsstrategien viel effizienter gestalten. Zudem legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit und Transparenz, was bei vielen unserer Partner und Kund:innen immer stärker nachgefragt wird. Als deutscher Anbieter müssen wir zudem alle hier geltenden Standards erfüllen.

Kunden sollten sich für IQONIC.AI entscheiden, weil wir ihnen nicht nur dabei helfen, ihre Kund:innen besser zu verstehen, sondern auch, langfristig und erfolgreich in einem zunehmend digitalisierten Markt zu agieren. Wir bieten eine Kombination aus innovativer KI-Technologie und fundiertem Branchenwissen, die es den Marken ermöglicht, nicht nur heute, sondern auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Sie haben begonnen, auch mit Apotheken zusammenzuarbeiten. Welche Chancen sehen Sie in dieser neuen Zielgruppe, und wie passt Ihre Technologie in diesen Kontext?

Der Apothekenmarkt steht vor großen Herausforderungen. Das Apothekensterben steht im Widerspruch mit den großen Chancen für die Apotheke im Wandel der Flächenversorgung. Die Entwicklunge der pharmazeutischen Dienstleistungen und die zunehmende digitale Vernetzung der Apotheke mit anderen Gesundheitsinfrastrukturen zeigt den Markttrend. Entsprechend müssen wir hier Wege definieren, die Apotheke neu zu denken und ihren Platz in der Gesundheitsinfrastutkur von Morgen nicht nur zu sichern, sondern auch neu zu definieren: Als Dreh- und Angelpunkt der flächendeckenden Versorgung.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre KI-Lösungen den hohen Erwartungen der Beauty- und Gesundheitsbranche gerecht werden?

Kontinuierliche Veränderung, kontinuierliches Feedback.

Das ist der Leitspruch. Der Markt verändert sich ständig, und das müssen wir auch. Wir dürfen niemals denken unser Produkt ist „fertig“, sondern für Ideen und Verbesserungen offen bleiben. Dafür bleiben wir nah am Markt und iterieren ständig. Auf diesen Prozess sollte in jeder Unternehmensphase immer viel Wert gelegt werden.

Welche Entwicklungen planen Sie in den nächsten Jahren, um IQONIC.AI noch stärker im Markt zu positionieren?

Da gibt es einige Ideen, die natürlich zur richtigen Zeit richtig kommuniziert werden müssen. Verraten wir so viel: Wir werden dem Portfolio unserer Partner immer gerechter. Viel wichtiger ist allerdings, die Erkentnnis der letzte Monate. Wir dürfen nicht die gleichen Fehler wie in anderen Innovationsfeldern machen:  wir müssen den Anwender mitnehmen. Dazu gehört viel Aufklärung, das entstehende Wissen zu vermitteln und auch zu erläutern, warum und wieso diese neuen Technologien ihren Weg finden. 

Wenn Sie auf Ihre Reise als Gründer:innen zurückblicken, welche drei wichtigsten Lektionen haben Sie gelernt? Welche würden Sie anderen Startups weitergeben?

Du musst an dich selber glauben, wer sonst sollte es tun. Das ist einer der wichtigsten Leitsätze für mich. Dazu gehören noch zwei weitere: „den anderen geht es genauso.“ und „Niemals den Mut verlieren“. Didaktisch erleben wir alle Hochs und Tiefs, das ist ganz normal. Aber die Gründungsreise erfordert vor allem, dran bleiben und durchhalten- daher ist Mentale Stärke extrem wichtig. Da hilft vor allem die amerikanische Denkweise: Vernetzen, Austauchen und Unterstützen.

Was bedeutet Innovation für Sie persönlich, und wie stellen Sie sicher, dass IQONIC.AI immer an der Spitze technologischer Entwicklungen bleibt?

Marktumfeld beobachten und nah an den Kunden und Anwendern bleiben. Trends erkennt man frühzeitig am Besten im Marktumfeld- daher sind für uns Netzwerk und Veranstaltungen u.a. Messen extrem wichtig. So stellen wir sicher das wir mit Gestalten und nicht nachträglich entwickeln.

Wie sieht Ihr Alltag als Gründer:innen aus? Wie gelingt es Ihnen, den Fokus zwischen operativen Aufgaben und strategischen Entscheidungen zu halten?

Struktur ist bei der Fülle an verschiedenen Aufgaben wichtig, und ein klarer Fokus des Gründer-/Managementteams. Dennoch bin ich überzeugt, dass es auch wichtig ist, in alle Unternehmensaufgaben einmal herein zu schnuppern. Um die Prozesse und Denkweisen der verschiedenen Aspekte wirklich zu greifen und umzusetzen. Letztlich sollten Stärken ausgespielt werden, egal ob sie im operativen oder strategischem Liegen.

Welche langfristige Vision haben Sie für IQONIC.AI? Wie möchten Sie das Unternehmen in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiterentwickeln?

Wir wollen den Wandel der Gesundheitsindustrie, vor allem im Hinblick auf die Versorgungsstruktur gestalten. Und somit dafür sorgen das jeder, immer und überall, barrierefreien Zugang zur Versorgung hat. Wenn wir das effizient und bezahlbar umsetzen, ebnen wir auch den Weg für künfige Generationen.

Titelbild: Maria Bruckert @ Fotocredits: Sara Czaja, IQONIC.AI

Wir bedanken uns bei Maria Bruckert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Wie vereint man KI und Kreativität?

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Mimikry.ai Gründerin Fenja Vespermann

Mimikry.ai entwickelt KI-Lösungen, die Medienproduktionen effizienter gestalten und kreative Prozesse unterstützen

Wie entstand die Idee zu Mimikry.ai, und wer steckt hinter dem Unternehmen?

Die Idee zu Mimikry.ai entstand aus unserer Frustration über die bestehenden AI-Lösungen für professionelle Medienproduktionen. Wir erkannten, dass es nur wenige Services gibt, die wirklich die spezifischen Bedürfnisse in den Bereichen Datenschutz, Kreativität und praxisnahen Anwendungsfällen abdecken. Als CEO übernehme ich die strategische Ausrichtung, während unser CTO Noel Lent tiefgehende Expertise in 3D, Produktion und Technologie einbringt. Érada Svetlana stärkt unsere Präsenz in Amerika, und wir haben starke internationale Partneragenturen sowie ein Board von europäischen Führungspersönlichkeiten. 

Was ist die Vision von Mimikry.ai, und welche Meilensteine haben Sie sich gesetzt, um diese zu erreichen?

Bei Mimikry.ai verbinden wir Technologie und Kreativität mit verantwortungsvoller KI-Nutzung. Als CEO ist es mein Ziel, neue Wege zu gehen und neue Perspektiven in der Tech-Branche sichtbar zu machen. Ich bin überzeugt, dass Fortschritt entsteht, wenn Technologie nicht nur effizient, sondern auch menschlich und respektvoll gestaltet wird. Unsere Erfolge reichen von KI-Tools für kreative Produktionen über virtuelle Markenbotschafter*innen bis hin zur Positionierung von Mimikry.aii als führendes, von einer Frau geleitetes Unternehmen in der kreativen Tech-Welt.

Mein Anliegen: Technologie gestalten und zeigen, dass Führung und Visionen unabhängig von Rollenbildern zum Erfolg führen können.

Welche Zielgruppen sprechen Sie mit Ihren KI-Lösungen an, und wie stellen Sie sicher, dass deren spezifische Anforderungen erfüllt werden?

Unsere KI-Lösungen unterstützen Unternehmen dabei, ihre Medienproduktionen effizienter und kreativer umzusetzen – vor allem im B2C-Bereich wie Fashion, Automobil oder Konsumgüter.

Im Mittelpunkt steht für uns, die spezifischen Bedürfnisse unserer Kund*innen zu verstehen und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Transparenz, Flexibilität und ein verantwortungsvoller Umgang mit Daten sind dabei selbstverständlich. Unsere Tools verbinden technische Präzision mit kreativem Anspruch und liefern Ergebnisse, die überzeugen – funktional und visuell.

Wie prägt Ihre Rolle als Frau und CEO von Mimikry.ai die Unternehmenskultur und die strategische Ausrichtung des Unternehmens?

Als junge Frau in einer Branche, die noch immer von klassischen Rollenbildern geprägt ist, ist es mir wichtig, genau diese aufzubrechen. Mit Mimikry.ai  möchte ich zeigen, dass Führung, Fortschritt und technologische Exzellenz nichts mit Geschlecht oder Alter zu tun haben. Diese Überzeugung prägt unsere Unternehmenskultur und -strategie. Ich setze auf ein Umfeld, das Kreativität und Vielfalt nicht nur anerkennt, sondern aktiv fördert. Unserem Team ermutige ich, neue Ideen mutig auszuprobieren – selbst wenn Fehler passieren. Denn genau daraus entstehen oft die besten Lösungen.

Was unterscheidet Mimikry.ai von anderen KI-basierten Anbietern auf dem Markt?

Wir sehen die Möglichkeit, eine Schnittstelle zwischen AI und Medien zu schaffen, die kreative Prozesse vereinfacht und mehr Raum für wichtige Aufgaben bietet. Dabei glauben wir weiterhin an menschliche Expertise in Film und Medien. Bedeutet: Wir arbeiten weiterhin mit erfahrenen Designern, Produzenten, Fotografen oder Direktoren zusammen und nutzen KI einfach da, wo es uns Arbeit erleichtert, ohne dass die Qualität leidet. Unser Fokus liegt nicht auf der breiten Masse, sondern auf einzelnen Kunden, um die Prozesse bestmöglich und maßgeschneidert zu verbessern.

Vor welchen besonderen Herausforderungen stand Ihr Unternehmen und welche Strategien haben Sie entwickelt, um diese zu meistern?

Eine große Herausforderung in der Tech-Szene ist ihr rasantes Tempo: Es entstehen ständig neue Services, die vor ein paar Jahren noch undenkbar waren. Oft wissen Unternehmen nicht einmal, ob sie diese neuen Ansätze überhaupt brauchen. Was uns dabei immer geholfen hat, ist, den Menschen hinter den Unternehmen aufmerksam zuzuhören und ihre Bedenken wirklich zu verstehen.. So baut man langfristig Vertrauen auf und erarbeitet realistische Ansätze. Das führt zu mehr Mut, um neue Wege zu gehen. Wir helfen dabei. 

Wie integriert Mimikry.ai Datenschutz und Kreativität in die Entwicklung von KI-Lösungen, und warum sind diese Werte für Ihr Startup so wichtig?

Wir setzen auf eine ethische Integration, indem wir ausschließlich bestehende Media-Assets und Inhalte unserer Kunden verwenden. Fehlen diese, erstellen wir eigene Datensätze basierend auf herkömmlichen Produktionsmethoden wie 3D, Foto- und Video-Assets sowie synthetischen Daten. Für große Kunden bieten wir die Möglichkeit, einen eigenen Server zu integrieren, um alle Daten lokal und sicher zu speichern. 

Welche neuen Features oder Produkte dürfen Kunden in der nahen Zukunft von Mimikry.ai erwarten?

Wir arbeiten an der Weiterentwicklung von virtuellen Ambassadoren, die Marken noch besser präsentieren können, sowie an Tools, die die Produktionsprozesse weiter entlasten. Unser Ziel ist es, Unternehmen noch mehr Flexibilität und Geschwindigkeit zu bieten, Tools zu entwickeln, die in bestehende interne Unternehmensprozesse integrierbar sind und das ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Derzeit gibt es größtenteils entweder oder und dadurch leidet die Qualität und Nutzbarkeit.

Wie wirkt sich der Fokus von Mimikry.ai auf effiziente Medienproduktionsabläufe auf die Zusammenarbeit mit Ihren Kunden aus?

Unsere KI-Lösungen automatisieren aufwändige, manuelle Prozesse und reduzieren dadurch Produktionszeiten signifikant. Statt Zeit und Ressourcen in repetitive Aufgaben zu investieren, können sich unsere Kunden auf strategisch wichtigere Themen konzentrieren – sei es die Entwicklung kreativer Konzepte, die Optimierung ihrer Wertschöpfungskette oder die Weiterentwicklung ihrer Marke.

Durch eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit stellen wir sicher, dass die Lösungen passgenau auf die individuellen Anforderungen abgestimmt sind. Unser Ziel ist es, langfristige Mehrwerte zu schaffen, ohne bestehende Teams zu ersetzen, sondern ihre Arbeit durch Effizienz und Innovation zu ergänzen. So fördern wir nicht nur Produktivität, sondern auch die kreative und strategische Weiterentwicklung unserer Kunden.

Welche Herausforderungen sehen Sie speziell als frauengeführtes Startup in der Tech-Branche, und wie gehen Sie damit um?

Als junge Frau in einer Branche, die oft noch von Vorurteilen geprägt ist, sehe ich Herausforderungen als Chance, neue Maßstäbe zu setzen. Mein Ziel ist es, zu zeigen, dass Technologie und Führung keine Frage von Geschlecht oder Alter sind.

Mit Mimikry.ai fördern wir Vielfalt und Perspektivwechsel – und das beginnt bei mir als CEO. Durch transparente Partnerschaften und kundenorientierte Lösungen beweisen wir, dass Ergebnisse und Visionen wichtiger sind als Klischees. Gleichzeitig möchte ich anderen Frauen zeigen, dass sie in der Tech-Branche genauso selbstverständlich ihren Platz haben.

Was würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern raten, die ebenfalls in der Tech-Branche Fuß fassen möchten?

Mein wichtigster Rat: Habt den Mut, euren eigenen Weg zu gehen, und bleibt euren Werten treu – sie geben euch Halt, selbst wenn es turbulent wird. Eine klare Vision, die euch langfristig antreibt, ist entscheidend. Sie hilft auch, durch schwierige Phasen motiviert zu bleiben.

Gleichzeitig solltet ihr flexibel genug sein, um auf Marktveränderungen zu reagieren. Die richtige Balance aus Beharrlichkeit und Offenheit macht den Unterschied. Und: Verzettelt euch nicht auf zu viele Ideen oder Möglichkeiten. Ein klarer Fokus ist oft der Schlüssel, um wirklich voranzukommen.

Welche besonderen Vorteile bieten Ihre KI-Lösungen Medienproduktionen im Vergleich zu traditionellen Arbeitsweisen?

Unsere KI-Lösungen von mimikry.ai verstehen sich nicht immer als Ersatz, sondern Ergänzung zu traditionellen Arbeitsweisen in der Medienproduktion. Heißt: Wir setzen dort an, wo klassische Prozesse an ihre Grenzen stoßen – sei es bei zeitaufwändigen Routinen, begrenzten kreativen Ressourcen oder der Notwendigkeit, in kurzer Zeit personalisierte Inhalte in hoher Qualität zu liefern.

Mimimkry.ai Tools erleichtern wiederkehrende Aufgaben, schaffen Freiraum für kreative Ideen und helfen dabei, Herausforderungen wie knappe Deadlines oder komplexe Projekte effizient zu meistern. Gleichzeitig bleiben die individuellen Handschriften und kreativen Visionen der Teams erhalten, während unsere KI die Umsetzung unterstützt und optimiert. So verbinden wir das Beste aus beiden Welten: menschliche Kreativität und technologische Präzision.

Inwieweit beeinflusst Ihr persönlicher Führungsstil als CEO die Vision und die Umsetzung von Projekten bei Mimikry.ai?

Ich würde sagen, ich setze auf Offenheit, Transparenz und eine enge Zusammenarbeit und genau dies ist mir auch bei Projekten wichtig. Ebenfalls, dass sich jedes Mitglied gesehen und gehört fühlt. Jeder Mensch hat seine eigenen Stärken und ich setze darauf, diese im Team sinnvoll einzusetzen. So schaffen wir Projekte, die nicht nur effektiv sind, sondern auch menschliche Werte und kreative Freiheit fördern.

Wie bleibt Mimikry.ai angesichts der rasanten technologischen Entwicklungen wettbewerbsfähig?

Ein großer Teil unserer Arbeit besteht aus intensiver Recherche, täglichen Experimenten und der Zusammenarbeit mit starken Partnern. Unser Team hat eine große Leidenschaft für Technologie, weshalb wir kontinuierlich up-to-date bleiben. Diese Leidenschaft und unser Engagement machen uns besonders als Team aus. Wir sind überzeugt, dass sich die Medienwelt in den kommenden Jahren sehr ändern wird, und freuen uns darauf, aktiv dabei zu sein.

Bild: Fenja Vespermann @ Mimikry.ai

Wir bedanken uns bei Fenja Vespermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


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Fenja Vespermann
Gneisenaustraße 12
D-20253 Hamburg

www.mimikry.ai
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Wie entstand der perfekte Genuss ohne Kompromisse?

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Better Cakez Gründerin Isabelle Forster 4 @Better Cakez

Better Cakez steht für allergikerfreundliche, vegane Snack-Kuchen, die gesund, nachhaltig und unwiderstehlich lecker sind

Wie entstand die Idee für Better Cakez und was inspirierte Sie zur Gründung?

Die Idee für Better Cakez kam mir, als ich während meines Jurastudiums gesundheitliche Probleme bekam und eine Gluten– und Laktoseunverträglichkeit diagnostiziert wurde. Ich liebe Kuchen und plötzlich konnte ich meine heißgeliebten Kuchen nicht mehr essen – das war ein harter Einschnitt für mich. Aber ich wollte mich nicht damit abfinden und begann in meiner Küche zu experimentieren, um Kuchen zu kreieren, die nicht nur allergikerfreundlich, sondern auch gesünder und sündhaft lecker sind. Zwei Jahre habe ich an den Rezepten gearbeitet und dabei meine Freunde als Testpersonen eingespannt. Sie waren so begeistert, dass sie mich schließlich überredet haben, die Kuchen auf den Markt zu bringen und nicht nur selbst zu essen. Meine Leidenschaft zu Kuchen und mein persönlicher Leidensweg haben mich also zufällig zur Unternehmensgründung von BETTER CAKEz bewegt.

Welche Werte und Überzeugungen prägen Ihre Arbeit bei Better Cakez, und wie spiegeln sie sich in Ihren Produkten wider?

Gesundheit, Genuss, Nachhaltigkeit und Innovation stehen für mich im Mittelpunkt. Es war mir wichtig, Produkte zu schaffen, die nicht nur schmecken, sondern auch gut für den Körper und die Umwelt sind. Deshalb sind unsere Kuchen vegan, glutenfrei, frei von Industriezucker und enthalten bis zu 34 % Gemüse. Wir achten auf plastikfreie Verpackungen und all unsere Zutaten sind aus ökologischer Landwirtschaft. Mit unseren Produkten möchte ich zeigen, dass gesunde Ernährung nicht langweilig sein muss – sondern sündhaft lecker sein kann.

Was ist Ihre langfristige Vision für Better Cakez, und wie wollen Sie diese erreichen?

Ich träume davon, den Kuchenmarkt zu revolutionieren und Menschen weltweit eine gesündere Alternative zu bieten. Meine Vision ist es, zu zeigen, dass gesündere Ernährung und Genuss kein Widerspruch sind. Unser Online-Shop, der nach dem Launch binnen weniger Tage ausverkauft war, hat uns gezeigt, wie groß das Interesse an unseren Snack-Kuchen to go, die gesünder und sündhaft lecker sind, ist. Jetzt liegt der Fokus darauf, BETTER CAKEZ weiterzuentwickeln – mit neuen Sorten, der Expansion in den Lebensmitteleinzelhandel und weiterer innovativer Ideen. Ich möchte Menschen überall die Möglichkeit geben, unsere Kuchen zu probieren, sei es im Supermarkt, im Hotel oder bei Caterings.

Wer gehört zu Ihrer Hauptzielgruppe, und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte deren Bedürfnisse erfüllen?

Unsere Hauptzielgruppe sind gesundheitsbewusste Menschen zwischen 18 und 40 Jahren, die in städtischen Gebieten leben. Für sie bieten wir Snack-Kuchen to go, die gesünder und sündhaft lecker sind – perfekt für einen aktiven Lebensstil ohne auf Süßes verzichten zu müssen. Wir achten darauf, dass die Produkte nicht nur allergikerfreundlich und praktisch sind, sondern auch geschmacklich überzeugen. Durch direkten Kundenkontakt auf Social Media holen wir regelmäßig Feedback ein und passen uns daran an.

Welche Herausforderungen haben Sie seit der Gründung von Better Cakez bewältigen müssen, und was haben Sie daraus gelernt?

Eine der größten Herausforderungen war es, Rezepturen zu entwickeln, die unsere Snack-Kuchen to go, die gesünder und sündhaft lecker sind, geschmacklich und qualitativ perfekt machen. Der Aufbau einer eigenen Produktionsstätte und der direkte Kontakt mit Kunden auf Messen und Veranstaltungen waren ebenfalls große Schritte. Besonders stolz bin ich auf die Resonanz, die wir auf Events erleben. Dort haben wir gelernt, dass unsere Kuchen Menschen aller Altersgruppen begeistern – selbst skeptische Messebesucher auf einer Wurst- und Käsemesse waren am Ende überzeugt.

Unsere Snack-Kuchen to go, die gesünder und sündhaft lecker sind, passen perfekt zu aktuellen Trends wie veganer, glutenfreier und nachhaltiger Ernährung. Wir arbeiten kontinuierlich an neuen Sorten und nutzen Social Media, um unsere Community über unsere Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Über Social Media zeigen wir unseren Backalltag und erreichen mit unseren Reels fast mit bis zu 1 Million Menschen, was uns als noch kleines Unternehmen auch ein klein wenig stolz macht.

Was unterscheidet Better Cakez von anderen Unternehmen in der Branche und macht Ihre Marke einzigartig?

Unsere Marke vereint Genuss und Gesundheit auf innovative Weise. Unsere Snack-Kuchen to go, die gesünder und sündhaft lecker sind, bieten ein einzigartiges Geschmackserlebnis mit bis zu 34 % Gemüse. Sie sind praktisch, nachhaltig und in einem attraktiven To-Go-Glas verpackt. Außerdem sind sie ungekühlt sogar mindestens 12 Monate haltbar. Unser Auftritt auf Social Media und unseren Events zeigt uns, wie sehr wir uns von der Masse abheben. Die Reaktionen der Menschen, wenn sie erfahren, was in unseren Kuchen steckt, sind immer ein Highlight. Große Augen, ein Staunen und dann der Satz: „Das hätte ich nie geschmeckt!“

Welche neuen Entwicklungen oder Produkte dürfen wir in naher Zukunft erwarten?

Wir arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung und dem Testen neuer Ideen und Sorten, um unser Angebot zu erweitern. Gleichzeitig möchten wir unsere Snack-Kuchen to go, die gesünder und sündhaft lecker sind, nicht nur im stationären Handel in Deutschland, sondern auch im Ausland verfügbar machen. Ein weiterer wichtiger Schritt für uns ist die Vergrößerung unserer Produktion, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und unser Wachstum weiter voranzutreiben.

Wie stellen Sie sicher, dass Better Cakez sowohl qualitativ hochwertige Produkte als auch einen nachhaltigen Ansatz bietet?

Unsere Snack-Kuchen to go stellen wir in einer biozertifizierten Produktionsstätte her. Wir achten auf hochwertige Bio-Zutaten und verwenden plastikfreie Verpackungen. Die Nachhaltigkeit unserer Produkte, kombiniert mit einer langen Haltbarkeit, macht sie nicht nur umweltfreundlich, sondern auch praktisch für den modernen Alltag.

Was würden Sie anderen Gründern raten, die ihr eigenes Unternehmen starten möchten, insbesondere in einem hart umkämpften Markt?

Mein wichtigster Rat ist: Habt den Mut, eure Vision zu verfolgen, und bleibt authentisch. Nutzt die Macht von Social Media, um mit eurer Zielgruppe zu kommunizieren. Und lasst euch nicht entmutigen, wenn Dinge nicht sofort klappen. Dranbleiben!

Welche Fehler sollten Gründer Ihrer Meinung nach vermeiden, basierend auf Ihren eigenen Erfahrungen?

Ich würde mich einfach allgemein halten und sagen, ein starkes Netzwerk ist sehr viel wert. Und das haben wir zum Glück sehr früh aufgebaut.

Wie messen Sie den Erfolg Ihres Unternehmens, und worauf sind Sie bisher am meisten stolz?

Unser Erfolg zeigt sich in der Begeisterung unserer Kunden und dem positiven Feedback, das wir täglich erhalten. Besonders stolz bin ich auf den Launch unseres Online-Shops, der nach wenigen Tagen ausverkauft war und auf die Reaktionen bei Events oder unseren Straßenumfragen. Dass Menschen uns von Social Media kannten und extra zu unseren Ständen kamen, bestätigt, dass unser Konzept genau den Nerv unserer Community trifft. Ich hätte auch niemals gedacht, dass wir auf Social Media so eine große Reichweite mit dem Zeigen unseres Backalltags bekommen und das ist ein sehr schönes Gefühl.

Titelbild: Better Cakez Gründerin Isabelle Forster @Better Cakez

Wir bedanken uns bei Isabelle Forster für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Haben Sie schon die Magie der Live-Musik hautnah erlebt?

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SofaConcerts Miriam Schütt Geschäftsführerin Gruenderin (c)Frau Siemers Fotografiert

SofaConcerts verbindet Musikliebhaber mit talentierten Künstler:innen und schafft unvergessliche Live-Musik-Erlebnisse für jeden Anlass.

Können Sie uns etwas über die Entstehung von SofaConcerts erzählen und wie die Idee ins Leben gerufen wurde?

Vor einigen Jahren, war ich gemeinsam mit meiner Mit-Gründerin Marie-Lene auf einem Wohnzimmerkonzert eingeladen. Das Konzept war damals noch kaum verbreitet und recht unüblich. Gemeinsam mit einigen Freunden saßen wir im Wohnzimmer und lauschten einer unfassbar tollen Band, bei der wir die ganze Zeit nur dachten, WOW warum ist sie noch nicht in den Charts. Wirklich jeder ging an dem Abend mit einem großen Strahlen nach Hause und wir dachten uns, warum gibt es so etwas nicht häufiger?

Es gibt so viele unfassbar gute Musiker:innen weltweit und fast jeder bezeichnet sich als Musikfan, Anlässe gibt es ebenfalls mehr als genug. Was uns fehlte: eine Plattform, die geniale Musik-Acts und eben Menschen, die gerne Live-Musik genießen und auf der Suche nach besonderen Momenten sind, zusammenbringt. Gesagt, getan. So ist SofaConcerts aus der Liebe zur Musik heraus entstanden. Heute ist “SofaConcerts” in ganz Deutschland und darüber hinaus ein Begriff und es finden täglich Sofakonzerte statt.

Wer sind die Menschen hinter SofaConcerts, und welche persönlichen Hintergründe haben sie in das Unternehmen eingebracht?

Gegründet habe ich (Miriam Werkmann) SofaConcerts gemeinsam mit einer alten Schulfreundin Marie-Lene Armingeon. Uns beide hat schon immer gute Musik von aufstrebenden Künstler:innen, sowie Konzerte immer begeistert. Ich selbst war damals in einem großen Konzern in einem sicheren Job im Marketing tätig, meine Mitgründerin schloss gerade ihr Studium ab. Doch das Erlebnis ließ uns nicht los. Wir haben beschlossen, die Plattform zu bauen, die uns selbst gefehlt hat und damit Zugang zu guter Live-Musik weltweit ermöglicht. Heute führe ich das Unternehmen gemeinsam mit Peter Wilhelm und einem ca. 10 köpfigen Team. Jeder von uns brennt für die Vision von SofaConcerts und Live-Musik im Generellen. 

Welche Vision verfolgt SofaConcerts, und wie setzen Sie diese in Ihrer Plattform und Ihrem Service um?

Unsere Vision hat sich in all den Jahren nicht verändert und das ist total schön zu sehen: Unser Ziel ist es, die Anlaufstelle Nummer 1 für gute Live-Musik für die unterschiedlichsten Anlässe zu sein. Außerdem wollen wir, dass neue, gute Newcomer und Newcomerinnen entdeckt und gehört werden und wir Bühnen schaffen, die es sonst so nicht gegeben hätte.

Dafür wir haben wir eine Plattform geschaffen, auf der man für seinen Anlass (ob Wohnzimmerkonzert, Geburtstag, Firmenfeier, Hochzeit etc). Künstler:innen entdecken, mit ihnen in Austausch und sie direkt buchen kann. All das funktioniert über SofaConcerts. 

Welche Zielgruppe möchten Sie mit Sofaconcerts ansprechen, und wie schaffen Sie es, sowohl Künstlern als auch Gastgebern einen Mehrwert zu bieten?

In erster Linie vernetzen wir Menschen, die Musik lieben und für ihre Veranstaltungen Live-Musik suchen mit grandiosen Musiker:innen.  Die Zielgruppe ist daher recht breit: von Menschen, die für den JGA oder Geburtstag ein Highlight suchen und ein SofaConcerts buchen, bis hin zur Firmenfeier, Teamevent, oder eben auch regelmäßige Veranstaltungsreihen. Sie können ihre Wunschkünstler:innen direkt über die Plattform finden und buchen. 

Außerdem gibt es auch die Möglichkeit sich ein “Host”-Profil anzumelden. Dies ist vor allem für diejenigen relevant, die regelmäßiger ein Konzert bei sich Zuhause, im Cafe oder oder veranstalten wollen. Sie können sich als Gastgeber oder Gastgeberin bei SofaConcerts anmelden und (internationale) Artists, die sowieso auf Tour sind und zb ein Tag frei haben, können sich so bewerben, um dort ein Konzert zu spielen.
Damit sind wir ein 2-Sided Marketplace.

Für Künstler:innen bieten wir Mehrwert, indem wir ihnen neue Gigs beschaffen, die sie sonst so nicht gehabt hätten. Wir sind nur erfolgreich, wenn es auch unsere Artists sind. 

Welche Herausforderungen gibt es bei der Organisation von intimen Konzertformaten, und wie geht SofaConcerts damit um?

Ein SofaConcert zu organisieren ist simpel: alles, was es dafür benötigt, ist eine Location, ein Artist und Zuhörer:innen. Der Artist bringt (bei kleineren Veranstaltungen bis 100 Gäste) in der Regel alles selbst mit. In all den Jahren haben wir bisher nur positive Rückmeldungen bekommen und selbst, wenn ein Act mal krank wird, schaffen wir es doch immer auch kurzfristig einen Ersatz zu finden. 

Was macht SofaConcerts im Vergleich zu anderen Plattformen für Live-Musik so besonders und einzigartig?

Wer es einmal erlebt hat, möchte es immer wieder erleben, das sagen die SofaConcerts Kunden und Kundinnen. Ob zum (runden) Geburtstag, als Highlight der Hochzeit oder Firmenfeier, ein Abend mit Freunden, oder das Special zum JGA, bei SofaConcerts kann man unfassbar viele tolle Musik-Acts entdecken, die auch zb große Festivals spielen (wie zb Amistat und viele weitere)  und sie einfach und unkompliziert für ein Konzert buchen. Du findest hier nicht die 08/15 Alleinunterhalter.
Das Besondere an SofaConcerts ist die Nähe zwischen den Künstler:innen und dem Publikum. Es gibt keinen Graben, keine riesige Bühne, die trennt – stattdessen entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die sowohl für die Gäste als auch für die Musiker:innen unvergesslich ist. Jeder Abend ist individuell und besonders und im Fokus steht die Musik. Dazu kommt die Vielfalt der Künstler:innen aus der ganzen Welt und die Möglichkeit, Livemusik in den eigenen vier Wänden oder an ungewöhnlichen Orten zu genießen.

Was uns außerdem auszeichnet und nach all den Jahren immer noch so unfassbar schön ist, ist das Feedback, das wir nach jedem Konzert bekommen. Nach jedem Konzert bewertet der Kunde oder die Kundin den/die Künstler:in und dabei haben wir eine Durschnittszufriedenheitsrate von 4,99/5 Sterne bei über 12.000 Bewertungen. Es rufen uns häufig Kunden an, die sagen, es war einer der schönsten Abende in ihrem Leben etc. Musik berührt Menschen, egal welchen Alters und SofaConcerts verbindet diese. 

SofaConcerts (c)FrauSiemersFotografiert

Wie hat sich SofaConcerts in den letzten Jahren entwickelt, und welche neuen Features oder Projekte stehen in naher Zukunft an?

SofaConcerts ist aus der Liebe zur Live-Musik heraus entstanden, wir haben zunächst alles selbst aufgebaut und geboostraped. Wir haben die Plattform gebaut, die uns selbst gefehlt hat.
Gestartet mit nur Wohnzimmerkonzert, kann man heute auf SofaConcerts Musiker und Musikerinnen für jeden Anlass buchen und erleben. Die Plattform ist gewachsen und hat tausende an Artists, dies bedarf natürlich auch immer technische Weiterentwicklungen. SofaConcerts bietet den komplett Ablauf an: von der Suche über einen Act, bis hin zur Bezahlung und automatische Rechnungsstellung für den Künstler oder die Künstlerinnen. Momentan arbeiten wir noch an einem Telefonfeature, um die Kommunikation zwischen den Buchenden und den Acts auch weiter zu vereinfachen. Außerdem wird sich kontinuierlich unser UX verbessern 

Während Corona, war dies unfassbar wichtig für uns. In der Zeit haben keine Konzerte mehr stattgefunden, wir mussten uns innerhalb wenigen Stunden quasi neu erfinden. Und das taten wir in dem wir die digitalen Konzerte und auch Musikbotschaften ins Leben gerufen haben. Außerdem haben wir die Plattform Songgeflüster gegründet auf der man eigene Songs von unseren Artists auf Basis einer persönlichen Geschichte und Briefing schreiben lassen kann.

Die digitalen Konzerte haben nun wieder abgenommen, werden aber nach wie vor gerade bei internationalen Team noch gebucht. Der Fokus liegt allerdings nun wieder auf den Offline Konzerten.

Gab es ein besonderes Konzert oder Ereignis, das die Bedeutung von SofaConcerts für die Community besonders unterstrichen hat?

Ja, da gibt es sehr viele. Sehr wichtig für SofaConcerts und für unser Wachstum waren immer unsere kreative Marketingmaßnahmen. So haben wir relativ früh, als wir SofaConcerts gegründet haben einen Viralhit gelandet, mit über 20 Mio Aufrufen, der das Konzept verbreitet hat.
Das machen wir nach wie vor. Entscheidende Erlebnisse, waren zum Beispiel das Sofakonzert mit Bosse (als Undercover Artist), oder unsere Konzertaktion mitten in der Stadt, die ebenfalls viral ging. 

Welche Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die eine Plattform aufbauen möchten, die Menschen und Erlebnisse miteinander verbindet?

Das wichtigste ist es sich ein Team aufzubauen, dass für die Vision brennt und auch Lust hat langfristig dabei zu sein, um diese zu erreichen. Dabei empfand ich es als besonders wichtig, gerade beim Aufbau eines Marktplatzes /IT Produkt, dass der CTO intern besetzt ist und es nicht an eine Agentur abgegeben wurde.

Außerdem konnten wir immer zeigen, dass gerade am Anfang, Marketing nicht teuer sein muss. Kreiert die Geschichten, die Menschen berühren und überlegt wie ihr eure Zielgruppe, ob mit Videos über Meta, oder durch gezielte Presse-Guerilla Aktionen erreicht. Das haben wir komplett intern immer umgesetzt und so eine Menge Marketingkosten, gerade zu Beginn sparen können. 

Ein weiterer wichtiger Punkt, wenn man ein Marktplatz aufbauen möchte, ist es immer ein Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot zu haben. Hast du von einem Part zu viel, kommt es sehr schnell zu Frust. Das muss sich von Anfang an die Waage halten. 

Außerdem kann ich jedem Gründer oder Gründerin nur empfehlen, sich mit anderen Startup-Gründerinnen auszutauschen. Dabei ist es relativ egal, was sie aufbauen, denn fast jeder durchlebt gleiche Höhen und Tiefen. Der Austausch bringt einen nicht nur persönlich, sondern auch für das Unternehmen immer etwas 

Wie reagieren Sie auf Feedback von Künstlern und Nutzern, und welche Maßnahmen ergreifen Sie, um die Plattform kontinuierlich zu verbessern?

Wir sind gerne und viel im Austausch mit unseren Nutzern. Nach jedem Konzert, bewertet auch der Nutzer den Artists und andersherum, hier herrscht eine immens hohe Zufriedenheit von 4,99/5 Sternen. Ansonsten gehen wir auch regelmäßig in den Austausch mit unseren Nutzern oder bekommen auch immer wieder Feedback als Mail. Was wir umsetzen können, besprechen wir direkt und setzen es auch um. 

Welche Motivation treibt Sie und Ihr Team an, kontinuierlich neue Ansätze zu entwickeln und die Begeisterung für Live-Musik zu fördern?

Was uns eam meisten antreibt, ist zu sehen was wir durch SofaConcerts bei vielen bewirken. Musik hat unfassbar viel Kraft und wir hören immer wieder so schöne unterschiedliche Geschichten und Anlässe für die ein SofaConcert gebucht wurde. Neulich erst bekamen wir einen Anruf einer 90 Jährigen Lady, deren Enkel für sie als Überraschung ein Konzert gebucht hatten. Sie meinte zu uns, das war der schönste Geburtstag, den sie je hatte. Derartige Geschichten treiben uns an. Unser Ziel ist es außerdem neue Gigs zu schaffen und Menschen zu bewegen, dass Live-Musik einfach eines der schönsten Highlights für jede Feier ist. So schaffen wir Gigs, die eben so nicht zustande gekommen wären, wenn es SofaConcerts nicht  gäbe und damit neue Einkommensquellen für die SofaConcerts Artists. 

Titelbild: Miriam Schütt Geschäftsführerin Gruenderin (c)Frau Siemers Fotografiert

Wir bedanken uns bei Miriam Schütt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Mode und Gaming: Ist das die Zukunft des digitalen Lifestyles?

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Nicola Mizon Vizta Digital KUTUR Runway

Vizta Digital bringt mit KUTUR Runway eine Plattform auf den Markt, die Mode, Gaming und Technologie für einzigartige digitale Fashion-Erlebnisse vereint

Was war Ihre persönliche Motivation, Vizta Digital zu gründen, und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?

Während meiner Arbeit bei Spilgames (dort habe ich mit meinem Co-Founder Tung Nguyen zusammengearbeitet) bin ich auf das Potenzial aufmerksam geworden. Wir haben bei über 200 Millionen monatlich aktiven Spielerinnen gesehen, dass es eine riesige weibliche Gaming-Community gibt, die Fashion- und Beauty Games liebt – aber der Markt in Bezug auf Angebot total veraltet ist und mittlerweile für die Fashion- und Lifestyle Industrie die Zielgruppe der Gamer eine hohe Relevanz hat. Wenn man derzeit auf Dress to impress (einem Fashion Game auf der Roblox Plattform) sieht, dass in kurzer Zeit mehr als 1 Millionen zeitgleich spielende Spieler (concurrent User Sessions) erreicht und mehr als 3,5 Milliarden Game Sessions gesehen hat, dann kann man ein Gefühl dafür bekommen, dass ein richtig cooles Free2Play Fashion Game außerhalb der Roblox Welt Potential hat. Diese Erkenntnis plus unser Mix aus Gaming-, Tech und Fashion-Expertise im Team hat uns motiviert, VIZTA zu gründen.

Wie kam es zur Idee, Mode und Gaming in KUTUR Runway zu verbinden, und welche Vision verfolgen Sie mit dieser Plattform?

Die Gaming-Industrie wächst auf 196 Milliarden Dollar in 2024, während die Fashion Industrie (Retail und Online) bei 1 Billion Dollar liegt – zwei riesige Märkte, die wir verbinden. Mit KUTUR Runway schaffen wir die erste Mobile-Gaming-Plattform mit fotorealistischer 3D-Mode, die beide Welten authentisch zusammenbringt. Mit KUTUR Runway schaffen wir die erste Plattform, die diese Welten authentisch verbindet. Unser Ziel ist es, über Mode hinaus eine umfassende Lifestyle-Plattform aufzubauen, die später auch Beauty, Pet, Fashion und weitere Social Lifestyle Themen einschließen wird.

KUTUR Runway vereint Mode, Mobile-Gaming, Blockchain und Handel – wie schaffen Sie es, diese verschiedenen Welten erfolgreich miteinander zu verknüpfen?

Wir haben einen einzigartigen Ansatz entwickelt, der Spitzentechnologie mit authentischen Mode-Erlebnissen verbindet. Unsere photorealistische 3D-Technologie setzt neue Standards für digitale Mode auf mobilen Plattformen. Die Integration von Web3 ermöglicht echtes digitales Eigentum an Mode-Items, während unser KI-gestütztes Fashion-Creator-Tool Mode-Design demokratisiert. Durch strategische Partnerschaften mit Vogue Singapore, Sleek Media stellen wir sicher, dass unsere Technologie im Einklang mit den Bedürfnissen der Modewelt steht.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit KUTUR Runway an, und wie gehen Sie sicher, dass deren Bedürfnisse und Interessen optimal bedient werden?

Wir fokussieren uns auf modebegeisterte Gamer und die Digital Fashion Community zwischen 15-35 Jahren, besonders die weibliche Gen Z. Diese Zielgruppe ist nicht nur super aktiv im Mobile-Gaming, sondern legt auch großen Wert auf kreative Selbstentfaltung und authentische digitale Erlebnisse. Durch unseren community-getriebenen Ansatz und die Integration mit beliebten Social Media Plattformen wie TikTok sprechen wir diese Digital Natives in ihrer gewohnten Umgebung an. Unsere Erfahrung zeigt, dass diese Zielgruppe besonders nach authentischen digitalen Erlebnissen sucht.

Die Kombination von Mode und Gaming ist innovativ. Was macht KUTUR Runway im Vergleich zu anderen Mode- oder Gaming-Plattformen einzigartig?

Der Markt wird noch immer von 10-15 Jahre alten Spielen wie Covet Fashion dominiert, die sich kaum weiterentwickelt haben. KUTUR Runway hebt sich durch mehrere Innovationen ab: Wir sind das erste Mobile-Game mit vollständig 3D-gerenderten Kleidungsstücken in Fotoqualität. Unser Crafting-System erlaubt es Spielern, eigene Mode zu kreieren – etwas, das es in bestehenden Mode-Spielen nicht gibt. Zudem bieten wir ein einzigartiges „Active Collections“-System, bei dem Spieler historische Mode-Looks sammeln und nach kreieren können. Ein besonderes Feature ist auch die TikTok-Integration: Spieler können ihre Avatare mit dem iPhone Motion-Capture-System Tänze aufführen lassen und als virtuelle Influencer auf sozialen Medien aktiv werden.

Welche Herausforderungen haben Sie bei der Entwicklung von KUTUR Runway erlebt, und wie haben Sie diese gemeistert? 

Die größte Herausforderung war die Entwicklung der 3D-Technologie für mobile Geräte – insbesondere bei der realistischen Darstellung von Kleidung, die sich natürlich am Avatar bewegen soll. Wir haben dies durch ein innovatives System gelöst, bei dem sich Kleidungsstücke wie Jacken automatisch an verschiedene Körperformen anpassen. Es reizt die Grenzen von Hard- und Software aus. Eine weitere Herausforderung war die Balance zwischen technischer Innovation und Spielspaß. Statt uns in technischen Details zu verlieren, fokussieren wir uns auf ein solides Fundament mit intuitiven Spiel Levels und bauen darauf schrittweise weitere Features auf. Mit unserem kleinen Team mussten wir auch sehr strategisch priorisieren, welche Features wir wann entwickeln.

Blockchain-Technologie spielt bei KUTUR Runway eine Rolle. Welche Vorteile sehen Sie darin für Ihre Plattform und Ihre Nutzer? 

Die Integration von Web3-Technologie ermöglicht unseren Nutzern echtes digitales Eigentum an ihren Mode-Items. Dies schafft eine völlig neue Kategorie des Mode-Unternehmertums: Spieler können nicht nur Mode sammeln, sondern auch als Designer eigene Kollektionen erstellen und diese auf unserem Marktplatz handeln. Die Technologie aus dem Web3 Umfeld garantiert dabei die Authentizität und den Wert der digitalen Mode-Stücke. Dies geht weit über bisherige Mode-Spiele hinaus, die keine echten Handelsmöglichkeiten bieten, und schafft die Möglichkeit auf ein digitales Ökosystem, das der realen Modewelt näher kommt.

Wie planen Sie, KUTUR Runway mittelfristig zur weltweit größten digitalen Fashion Creator Community auszubauen?

Wir starten mit grundlegenden Gameplay-Features, führen dann unser von Animal Crossing inspiriertes Crafting-System ein und bauen parallel starke Partnerschaften mit Top-Modemarken und Ambassadoren auf. Unser Netzwerk in die Modeindustrie hilft uns dabei, richtig große Kooperationen mit Fashion- und Lifestyle Brands einzugehen. Wir wollen modebegeisterten Spielern die Möglichkeit bieten, über technologische Innovation gepaart mit individuellen Trendsetting neue Wege im Bereich von digital fashion zu gehen.

Wie beeinflussen Videospiele Ihrer Meinung nach die heutige Sprache, Ästhetik und Gewohnheiten in der realen Welt, und wie spiegelt sich das in Ihrem Projekt wider?

Vom ‚Anime‘ über ‚E-sports-Luxus‘ bis hin zu ‚Tech-wear‘ – Gaming prägt z. T. komplett neue Mode-Kategorien. Mit einem Gaming-Markt von 196 Milliarden Dollar, der größer ist als Musik, Filme und Streaming-TV zusammen, revolutionieren wir die Art, wie besonders Gen Z mit Mode interagiert. Das verändert auch die Art, wie Menschen mit Produkten und Marken interagieren. Was wir besonders bei der Gen Z beobachten, ist der Wunsch nach aktivem Engagement statt passivem Konsum. Bei KUTUR Runway greifen wir diesen Trend auf und schaffen eine Plattform, auf der Mode nicht nur konsumiert, sondern aktiv gestaltet und geteilt wird. Die Gaming-Ästhetik beeinflusst dabei auch die reale Modewelt. Diese Verschmelzung von digitaler und physischer Mode ist ein Kernaspekt unserer Vision.

Wir sehen einen fundamentalen Wandel in der Modewelt: Die klassische Top-down-Kommunikation von Marken funktioniert bei der Gen Z nicht mehr. Diese Generation sucht nach Authentizität und aktiver Teilhabe. Mit KUTUR Runway demokratisieren wir Modedesign durch unsere KI-gestützten Kreativ-Tools. Nutzer können ihre eigenen Kollektionen entwickeln und durch unser Crafting-System zum Leben erwecken. Durch die Integration von Web3-Technologie schaffen wir zudem echtes digitales Eigentum an Mode-Items. So entstehen neue Kategorien des Mode-Unternehmertums, bei denen Nutzer zu echten digitalen Modeschöpfern werden können. 

Mit der erfolgreichen Pre-Seed-Finanzierung und Fördermitteln von 1,5 Millionen Euro – wie nutzen Sie dieses Kapital, um Ihre Vision für Vizta Digital zu verwirklichen?

Das Investment fließt in drei Bereiche: Entwicklung unseres Spiels, die Weiterentwicklung unserer 3D- und KI-Technologie, Aufbau strategischer Partnerschaften mit Modemarken und Influencern sowie die Vorbereitung unseres Markteintritts mit Fokus auf Community-Building via Cultural Marketing.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründern geben, die ebenfalls in innovativen, technologiebasierten Branchen Fuß fassen möchten?

Baut ein Team mit sich ergänzender Expertise auf, fokussiert euch auf echte Marktbedürfnisse statt kurzlebige Trends und knüpft starke strategische Partnerschaften – die öffnen euch Türen und verleihen eurem Projekt Glaubwürdigkeit. Ganz wichtig: Done is better than perfect.

Titelbild: Nicola Mizon @Jonas Huckstorf, Berlin- Bildrechte: Vizta Digital

Wir bedanken uns bei Nicola Mizon für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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