Sicher navigieren ohne Satelliten: Tech-Startup QOODA gewinnt den Münchener Businessplan Wettbewerb 2026 von BayStartUP
München, 30. Juli 2026 – QOODA gewinnt den Münchener Businessplan Wettbewerb 2026. Das DeepTech-Startup entwickelt quantenbasierte Technologien für eine präzise Navigation ohne Satellitensignal. Quantensensoren erfassen kleinste Unterschiede im Magnetfeld der Erde, die gemeinsam mit weiteren Sensordaten und Künstlicher Intelligenz ausgewertet werden. Den zweiten Platz belegt Linq Photonics mit photonischen Steuerungssystemen für skalierbare Quantencomputer. Auf Platz drei folgt micro factory 3DSolutions, die den harzbasierten 3D-Druck für medizinische Anwendungen vollständig automatisiert. BayStartUP zeichnete die drei Sieger gemeinsam mit der LfA Förderbank Bayern in München aus.
Mit ihren Geschäftsmodellen adressieren die ausgezeichneten Startups zentrale Herausforderungen in den Bereichen sicherheitskritische Navigation, Quanteninformatik und medizinische Produktion. Die Lösungen haben das Potenzial, die europäische Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und bestehende Industrien technologisch weiterzuentwickeln.
Inhaltsverzeichnis
- Sicher navigieren ohne Satelliten: Tech-Startup QOODA gewinnt den Münchener Businessplan Wettbewerb 2026 von BayStartUP
- Rekordbeteiligung zum 30-jährigen Jubiläum
- Platz 1: QOODA entwickelt Navigation ohne Satellitensignal
- Platz 2: Linq Photonics macht Quantencomputer kompakter
- Platz 3: micro factory automatisiert medizinischen 3D-Druck
- Acht Startups erreichten das Wettbewerbsfinale
- Wettbewerb begleitet Startups auf dem Weg zum Geschäftsmodell
Rekordbeteiligung zum 30-jährigen Jubiläum
Noch nie haben so viele Teams am Münchener Businessplan Wettbewerb teilgenommen. Insgesamt gingen 382 Startups an den Start – so viele wie in der 30-jährigen Geschichte des Wettbewerbs noch nie. Viele der teilnehmenden Unternehmen entwickeln Technologien, die auf aktuelle Herausforderungen der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft ausgerichtet sind.
Barbara Dombay, Geschäftsführerin von BayStartUP, sagt:
„Der Münchener Businessplan Wettbewerb bringt Gründerteams an einen entscheidenden Punkt: Sie müssen zeigen, dass aus einer technologisch überzeugenden Lösung ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen entstehen kann. Zugleich gewinnen die Nominierten Sichtbarkeit bei Investoren. Fundiertes Feedback und der Zugang zu relevanten Kontakten sind starke Argumente für eine Teilnahme.“
Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt ergänzt:
„Die drei Gewinner zeigen eindrucksvoll, wie viel Erfindergeist und unternehmerischer Mut in Bayerns Gründerszene stecken. Aus klugen Ideen werden konkrete Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit und im besten Fall die Weltmarktführer von morgen. Mit dem Münchener Businessplan Wettbewerb geben wir innovativen Köpfen die Bühne und Unterstützung, die sie brauchen, um aus Ideen erfolgreiche Unternehmen zu machen.“
Oliver Menner, Generalbevollmächtigter bei der LfA Förderbank Bayern, sagt:
„Bayern ist, was Zukunftstechnologien angeht, ganz vorne dabei. Als LfA ist uns sehr daran gelegen, für ein Umfeld zu sorgen, in dem Unternehmergeist, Hightech und Innovationen nicht an der Finanzierung scheitern. Deshalb unterstützen wir Gründerinnen und Gründer mit einem breiten und passgenauen Angebot an Förderkrediten, Risikoübernahmen und Venture Capital über unsere VC-Tochter Bayern Kapital.“
Platz 1: QOODA entwickelt Navigation ohne Satellitensignal
QOODA aus München entwickelt quantenbasierte Lösungen für Navigation und Positionierung, die unabhängig von globalen Satellitennavigationssystemen funktionieren. Damit richtet sich das Startup an Anwendungen, bei denen Signale wie GPS gestört, manipuliert oder nicht verfügbar sind.
Grundlage der Technologie ist die hochauflösende Kartierung sogenannter magnetischer Feldanomalien. Dafür kombiniert QOODA Quantensensorik mit Sensorfusion und KI-gestützter Datenauswertung. Die daraus entstehenden Magnetfeldkarten dienen als alternative Referenz für eine präzise Lokalisierung. Einsatzmöglichkeiten sieht das Unternehmen unter anderem in der Luftfahrt, Robotik, autonomen Systemen sowie weiteren sicherheitskritischen Bereichen.
Dr. Björn Pötter, Geschäftsführer von QOODA, erklärt:
„Mit unserer quantensensorbasierten Technologie gestalten wir GPS-freie Navigation neu. Der Münchener Businessplan Wettbewerb bietet uns die passende Plattform, um Technologie und Marktpotenzial sichtbar zu machen. Das fundierte Feedback und der Austausch mit Branchenexperten unterstützen uns dabei, Wachstum strukturiert vorzubereiten und strategische Partnerschaften gezielt auszubauen.“
Platz 2: Linq Photonics macht Quantencomputer kompakter
Linq Photonics entwickelt kompakte Steuerungssysteme für Quantencomputer. Während bisher große und aufwendig ausgerichtete optische Komponenten benötigt werden, setzt das Unternehmen auf photonische Chips, die Licht gezielt leiten und steuern.
Dadurch kann der Platzbedarf der Systeme um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig lassen sich deutlich mehr Recheneinheiten eines Quantencomputers – sogenannte Qubits – parallel steuern. Die Technologie soll damit den Weg für leistungsfähigere Quantencomputer im industriellen Einsatz ebnen.
Das Team um die in München lebende Gründerin Jade Robinson arbeitet derzeit im Rahmen des EXIST-Forschungstransfers an der Universität Heidelberg an der Vorbereitung der Unternehmensgründung.
Platz 3: micro factory automatisiert medizinischen 3D-Druck
micro factory automatisiert den gesamten 3D-Druckprozess für Dental- und weitere medizinische Anwendungen – vom Druck über die Reinigung und Aushärtung bis zur Ausgabe des fertigen Bauteils.
Das Startup entwickelt Systeme, die Bauteile aus flüssigem Kunststoffharz herstellen und anschließend automatisch weiterverarbeiten. Dadurch werden manuelle Arbeitsschritte reduziert, Anwender geschützt und Fertigungsprozesse standardisiert. Dentallabore, Zahnarztpraxen und weitere medizinische Einrichtungen sollen medizinische Produkte dadurch reproduzierbar, dokumentiert und skalierbar herstellen können.
Acht Startups erreichten das Wettbewerbsfinale
Neben den drei Siegerteams waren fünf weitere Startups für das Finale nominiert:
- dehaze entwickelt KI-basierte digitale Zwillinge, um individuelle Risiken für chronische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.
- IsoSphere Technologies arbeitet an einer CO₂-basierten Technologie für die nachhaltigere Herstellung isotopenmarkierter Verbindungen, die unter anderem in der Arzneimittelentwicklung und Krebsdiagnostik eingesetzt werden.
- Meda AI analysiert ärztliche Dokumentationen mithilfe von KI und identifiziert bisher nicht abgerechnete Leistungen.
- Soul of Concrete entwickelt eine vollautomatisiert herstellbare dreidimensionale Carbon-Bewehrung als Alternative zu Stahl.
- Venedy entwickelt eine autonome KI-Plattform, die Sicherheitslücken in Programmierschnittstellen erkennt, erklärt und Lösungsvorschläge erstellt.
Wettbewerb begleitet Startups auf dem Weg zum Geschäftsmodell
Der Münchener Businessplan Wettbewerb unterstützt Gründerteams seit 30 Jahren dabei, aus technologischen Innovationen tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Kundennutzen, Marktpotenzial, Vertrieb, Umsetzung, Kapitalbedarf und Finanzplanung.
Die eingereichten Businesspläne werden von erfahrenen Unternehmern, Branchenexperten und Kapitalgebern bewertet. Alle teilnehmenden Teams erhalten ein ausführliches schriftliches Feedback – unabhängig davon, ob sie das Finale erreichen. Die besten Startups präsentieren ihre Geschäftsmodelle zusätzlich vor einer Expertenjury und haben die Chance auf Preisgelder und weitere Unterstützung.
Bild: BayStartUP Prämierung Phase 3 im Businessplan Wettbewerb Südbayern Bildcredits © BayStartUP / Bert Willer
Quelle BayStartUp GmbH















