Dienstag, Oktober 20, 2026
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Höhle der Löwen Staffelfinale: Tränen, Comebacks und 5 Startups

Staffelfinale bei „Die Höhle der Löwen“: Scharfe Tränen, große Träume und fünf Startups

Das Staffelfinale von „Die Höhle der Löwen“ läuft am 26. Oktober 2026 um 20:15 Uhr bei VOX. Fünf Startups präsentieren ihre Geschäftsideen, dazu kommen emotionale Gründungsgeschichten und überraschende Angebote. Außerdem kehrt mit Mexican-Tears-Gründer David Weyhe ein bekanntes Gesicht aus der ersten Staffel zurück.

Staffelfinale mit fünf Startups und einem besonderen Wiedersehen

Zum Abschluss der 20. Staffel treten allpacka One, nüchtern, meinhaus.digital, LifeSaveAir und Kippo an. Die Bandbreite ist groß: Es geht um Transporte mit dem Fahrrad, alkoholfreie Drinks, KI-gestützte Sanierungsplanung und praktische Helfer für den Alltag.

Zwei Auftritte fallen besonders auf. Ein Erste-Hilfe-Produkt entstand aus einem lebensbedrohlichen Moment in einer Familie. Ein anderer Gründer steht vor einem beruflichen Neuanfang und hofft, mit seiner Erfindung eine neue Existenz aufzubauen.

Wiedersehen im Staffelfinale: Mexican Tears bringt die Löwen erneut zum Weinen

Schon in der ersten Staffel sorgte David Weyhe aus Bremen mit den extrem scharfen Saucen von Mexican Tears für einen legendären Auftritt. Investor Vural Öger kam damals an seine Grenzen.

„Ich habe noch nie in meinem Leben so eine scharfe Sauce gegessen“, sagte er nach dem Probieren.

Judith Williams erinnert sich gut an diesen Moment. Beim Wiedersehen erzählt sie, Öger habe damals sogar gefragt, ob man einen Notarzt rufen könne.

Jetzt stellen sich die Löwen erneut der Herausforderung und testen verschiedene Schärfestufen. Fast alle probieren die höchste Stufe. Die Reaktionen sind entsprechend deutlich, reichlich Milch steht bereit.

Diesmal geht es aber nicht nur um die Schärfe. Andreas W. Herb ist von den Produkten und den Geschäftszahlen beeindruckt. Er fragt den Gründer, ob er noch einen Geschäftspartner sucht. Damit hatte David Weyhe offenbar nicht gerechnet.

Ein konkretes Investment wird zunächst nicht bekannt. Herb verabschiedet sich jedoch mit einer Einladung zum weiteren Austausch. Der Auftritt könnte für Mexican Tears also auch wirtschaftlich interessant werden.

allpacka One: Faltbare Transportbox für jedes Fahrrad

Einkäufe, Pakete oder Getränkekisten mit dem Fahrrad zu transportieren, ist oft mühsam. Hier setzt das Leipziger Startup allpacka One an.

Jonathan Vincentz und Lukas Ludwig, beide 29 Jahre alt, haben eine faltbare Transportbox für den Gepäckträger entwickelt. Damit lässt sich nahezu jedes herkömmliche Fahrrad in wenigen Sekunden für größere Transporte nutzen.

Ausgeklappt bietet die Box 30 Liter Stauraum und trägt bis zu 20 Kilogramm. Wird sie nicht gebraucht, lässt sie sich platzsparend zusammenklappen. Zusätzliche Fahrradtaschen können weiterhin genutzt werden.

Die Idee entstand im Alltag: Lukas Ludwig hatte Probleme, seine Einkäufe mit dem Fahrrad nach Hause zu bringen. Zwei Jahre lang entwickelten die Gründer daraufhin ihr Produkt. Gearbeitet wurde zunächst im WG-Zimmer von Ludwig. Morgens musste dort erst das Bett hochgeklappt werden, damit genug Platz war.

Inzwischen läuft die Serienproduktion, die ersten Boxen werden ausgeliefert. Für den nächsten Schritt bieten die Gründer zehn Prozent ihrer Anteile für 250.000 Euro. Neben Kapital suchen sie vor allem Unterstützung beim Markenaufbau und im Vertrieb.

nüchtern: Alkoholfreier Italian Spritz als Einzelportion

Alkoholfreie Getränke sind längst mehr als klassische Softdrinks. Immer mehr Anbieter entwickeln Alternativen zu Cocktails und Aperitifs.

Die Berliner Gründerin Isabella Steiner kennt diesen Markt seit Jahren. 2020 startete sie einen Onlineshop für alkoholfreie Getränke. Aus diesen Erfahrungen entstand die Idee für eine eigene Marke.

Unter dem Namen nüchtern entwickelt Steiner hochkonzentrierte alkoholfreie Drinks in flüssigen Einzelportionen. Die Zubereitung ist einfach: Portion öffnen, ins Glas geben, mit Tonic auffüllen. Das erste Produkt ist ein alkoholfreier Italian Spritz, weitere Sorten sind in Planung.

Das kompakte Format soll Lagerung und Transport erleichtern. Gleichzeitig will die Gründerin zeigen, dass alkoholfreier Genuss keine Notlösung sein muss.

Isabella Steiner fordert 300.000 Euro für zwölf Prozent ihrer Anteile. Die Löwen diskutieren nicht nur über den Geschmack. Es geht auch um die Positionierung und die Frage, wie sich eine neue Getränkemarke durchsetzen kann.

meinhaus.digital: KI hilft bei der Sanierungsplanung

Ein Eigenheim ist für viele ein Lebenstraum. Gerade bei älteren Immobilien können Sanierungen aber schnell teuer werden. Viele Käufer wissen zudem nicht, welche Maßnahmen wirklich nötig sind und welche Kosten auf sie zukommen.

Hier setzt meinhaus.digital aus München und Schwäbisch Gmünd an. Die Gründerinnen Leonie Dowling (37) und Carolin Krebber (35) verbinden Architekturwissen mit künstlicher Intelligenz. Ihre Plattform soll Käufern helfen, nötige Sanierungen zu erkennen und die Kosten besser einzuschätzen. Sie begleitet die Planung von der ersten Bewertung über die Finanzierung bis zur Renovierung.

Beide bringen rund zehn Jahre Berufserfahrung mit. Carolin Krebber arbeitete als Architektin, Leonie Dowling in der Strategieberatung, unter anderem für Unternehmen der Bauwirtschaft. Ihr Ziel: professionelle Sanierungsplanung für mehr Menschen zugänglich machen.

Die Gründerinnen fordern 425.000 Euro für fünf Prozent ihrer Anteile. Das entspricht einer Bewertung von 8,5 Millionen Euro. Diese Bewertung sorgt bei den Löwen für Diskussionen. Gleichzeitig zeigen mehrere Investoren Interesse am Geschäftsmodell.

LifeSaveAir: Erste-Hilfe-Gerät nach einem Familienschock

Hinter dem Dortmunder Startup LifeSaveAir steht eine Erfahrung, die eine Familie nachhaltig geprägt hat.

Vor sechs Jahren verschluckte sich Jonas, der damals elfjährige Sohn von Nabil Chehade, an einer Erdbeere. Der Junge bekam kaum noch Luft. Während sein Vater wie erstarrt war, half seine Mutter mit gezielten Rückenschlägen.

Für Nabil Chehade (46) wurde dieser Moment zum Ausgangspunkt einer Geschäftsidee. Mit seinen Cousins Aiman Chehade (32) und Jusef Chehade (31) entwickelte er LifeSaveAir. Das Erste-Hilfe-Gerät soll bei gefährlichen Atemwegsblockaden helfen. Nach viereinhalb Jahren Entwicklung und Zertifizierung wollen die drei das Produkt nun am Markt etablieren.

Emotional wird es, als Jonas selbst dazukommt. Der inzwischen 17-Jährige erzählt von seinen Erinnerungen und unterstützt seinen Vater beim Pitch. Auch Ralf Dümmel berichtet von einer ähnlichen Situation: Sein Sohn hatte sich einst an einem Schokobonbon verschluckt.

Neben der persönlichen Motivation müssen die Gründer aber auch wirtschaftlich überzeugen. Ein sicherheitsrelevantes Produkt zu vermarkten, stellt hohe Anforderungen an Wirksamkeit und Anwendung. Die Cousins fordern 100.000 Euro für zehn Prozent ihrer Anteile.

Kippo: Drehbarer Griff als Chance auf einen Neuanfang

Manchmal entsteht eine Geschäftsidee aus einem ganz persönlichen Problem. Patrick Waligorski aus Essen wollte bei der Gartenarbeit seine Handgelenke entlasten. Deshalb entwickelte der 51-Jährige Kippo, einen drehbaren Griff für Schubkarren und Sackkarren.

Beim Ausschütten drehen sich die Griffe mit, die Hände behalten ihre Position. Lästiges Umgreifen entfällt. Auch in Kurven sollen die Griffe mehr Komfort bieten.

Hinter der Erfindung steckt eine größere Herausforderung. Waligorski betreibt mit seinem Cousin einen Schrottplatz, doch der Mietvertrag für das Gelände läuft aus. Ein neuer Standort ist schwer zu finden. Der Unternehmer steht damit womöglich vor einem kompletten beruflichen Neuanfang.

Für 50.000 Euro bietet er 30 Prozent seiner Firmenanteile. Mit seiner offenen Art berührt er die Löwen, mehrere sehen Potenzial im Produkt. Waligorski erhält tatsächlich mehrere Angebote. Nun muss er entscheiden, welcher Investor ihn beim Aufbau seines Unternehmens am besten unterstützt.

Staffelfinale am 26. Oktober: Welche Startups sichern sich ein Investment?

Die geforderten Summen reichen von 50.000 Euro bei Kippo bis 425.000 Euro bei meinhaus.digital. Für die Löwen stellen sich deshalb ganz unterschiedliche Fragen: Wie groß ist der Markt? Welche Vertriebswege passen? Und welche Bewertung ist gerechtfertigt?

Im Laufe des Abends verhandeln Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb und Johannes Kliesch mit den Gründerinnen und Gründern. Das Wiedersehen mit Mexican Tears schlägt dabei die Brücke zu den Anfängen der Show.

Das Staffelfinale der 20. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ läuft am Montag, 26. Oktober 2026, um 20:15 Uhr bei VOX. Die Folge ist außerdem auf RTL+ verfügbar.

Bild Die „Löwen“ (v.l.) Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Janna Ensthaler, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel. Bildcredits RTL / Bernd-Michael Maurer

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage einer Pressemitteilung mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell bearbeitet.

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