Montag, Februar 2, 2026
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Warum Bits 12 Millionen Euro einsammelt – und Europas AML vereinheitlichen will

Bits sammelt 12 Mio. € Series A ein, um AML für europäische Fintechs zu vereinheitlichen

Bits, ein in Stockholm ansässiger Anbieter von Compliance- und Onboarding-Infrastruktur für regulierte Fintech-Unternehmen und Banken, hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 12 Millionen Euro eingesammelt. Die Runde soll die Produktentwicklung und die Expansion in Europa beschleunigen und es regulierten Unternehmen ermöglichen, schneller in neue Märkte einzutreten – bei weniger manueller Compliance-Arbeit und gleichzeitig hoher regulatorischer Sicherheit auch im großen Maßstab.

Die Runde wurde von Alstin Capital angeführt, mit Beteiligung von Cherry Ventures, Unusual Ventures und Alliance Ventures. Auch Haval van Drumpt, Chief Executive von Tre Sweden, investierte. Das Kapital wird genutzt, um die Automatisierung in Workflows zur Bekämpfung von Finanzkriminalität weiter zu vertiefen, zusätzliche regulatorische und datenbezogene Quellen abzudecken und die kommerziellen Aktivitäten in wichtigen Märkten zu skalieren.

Bündelung fragmentierter Compliance im Kampf gegen Finanzkriminalität

Banken und Fintech-Unternehmen sind in Europa mit steigenden Betrugs- und Geldwäscherisiken konfrontiert, während gleichzeitig die regulatorische Aufsicht strenger wird. Zusätzlich stehen sie unter Druck, schnelle, vollständig digitale Onboarding-Prozesse bereitzustellen. Viele Organisationen setzen nach wie vor auf fragmentierte Systemlandschaften aus lokalen Datenanbietern, manuellen Prüfungen und marktspezifischen Compliance-Setups.

Diese Fragmentierung führt zu langsameren Onboarding-Prozessen, höheren Betriebskosten und erheblicher Verzögerung bei der Expansion in neue europäische Jurisdiktionen. Häufig sind die Teams gezwungen, die Compliance-Organisation Markt für Markt neu aufzubauen. Durch die Bündelung dieser Prozesse haben Bits-Kunden wie Walley, Qliro und Alisa Bank die manuelle Fallbearbeitung um 50 bis 70 Prozent reduziert und die Onboarding- sowie Genehmigungszeiten um das Vier- bis Sechsfache verkürzt. Was früher Wochen oder Monate dauerte, kann nun in Tagen – in manchen Fällen sogar in Stunden – erledigt werden, während sich die menschliche Prüfung weiterhin auf Kunden mit höherem Risiko konzentriert.

Bits begegnet dieser Herausforderung mit einer einzigen paneuropäischen Compliance-Plattform, die Onboarding, Risikobewertung und kontinuierliches Monitoring abdeckt. Über die Integration erhalten Kunden Zugriff auf europäische Unternehmensregister, Daten zu wirtschaftlich Berechtigten, PEP- und Sanktionslisten sowie Betrugssignale. Diese werden mit automatisierter AML- und Betrugs-Entscheidungslogik sowie einem einheitlichen Fallmanagement in einem einzigen Prozess kombiniert.

Im Gegensatz zu marktspezifischen Anbietern oder Einzellösungen ersetzt Bits komplette lokale Compliance-Stacks durch eine einzige Plattform und ermöglicht es regulierten Unternehmen, grenzüberschreitend zu skalieren – ohne maßgeschneiderte Compliance-Aufbauten.

Entwickelt von Fintech- und Infrastruktur-Operatoren

Bits wurde 2022 von ehemaligen Operatoren von Klarna, AWS und Tink gegründet, die die operative Belastung fragmentierter und manueller Compliance-Prozesse beim Skalieren regulierter Finanzprodukte in Europa aus erster Hand erlebt haben.

Investition in Automatisierung und europäische Skalierung

Das neue Kapital soll in den Ausbau der Produkt-Features fließen, die Automatisierung in Workflows zur Erkennung von Betrug und Finanzkriminalität erhöhen. Und die Abdeckung weiterer europäischer Datenquellen erweitern. Außerdem plant Bits, seine Go-to-Market-Organisation zu skalieren, während das Unternehmen die weitere Expansion in der DACH-Region und in UK vorantreibt.

Zitate

„Für regulierte Unternehmen wird Compliance zunehmend zu einer Plattform-Herausforderung, die sich nicht mit Einzellösungen lösen lässt. Bits Technology vereint AML- und Fraud-Workflows in einem System – mit konsistenter Entscheidungslogik und klarer Nachvollziehbarkeit in Audits. Das Produkt ist außergewöhnlich und zeigt, dass das Team Compliance-Operations von innen heraus versteht. Mit der AMLA und dem EU-Schritt hin zu einem einheitlichen AML-Regelwerk steigen die Erwartungen. Viele Institute werden neu bewerten müssen, ob ihre Compliance-Technologie noch zweckmäßig ist und vollständig den Anforderungen entspricht“, sagt Alexander Meyer-Scharenberg, Principal bei Alstin Capital.

„Unsere Kunden müssen gleichzeitig skalieren, konvertieren und compliant bleiben“, sagt Jonatan Klintberg, CEO und Mitgründer von Bits. „Wir haben Bits gebaut, um Compliance zu einem Wachstumstreiber statt zu einem Engpass zu machen. Indem wir Onboarding-, Fraud- und AML-Workflows in einer einzigen Plattform zusammenführen, gewinnen Teams die Geschwindigkeit, Kontrolle und Sicherheit, die sie brauchen, um in Europa zu expandieren.“

Bild: Bits Technology Founder Team vltr Robin Lantz, Fredik Eriksson und Jonatan Klintberg (c)Bits Technology

Quelle Maschmeyer Group/ MM Support GmbH

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