Der de:hub Frankfurt vernetzt Startups, Corporates und Investor:innen, um Innovationen und neue Geschäftsmodelle im FinTech Umfeld zu entwickeln und zu skalieren
Können Sie unseren Leserinnen und Lesern den de:hub Frankfurt kurz vorstellen und erklären, welche Rolle dieser Hub innerhalb des deutschen Digital Hub Netzwerks einnimmt?
Das TechQuartier – der de:hub Frankfurt – ist der Innovation Hub im Rhein-Main-Gebiet mit Fokus auf FinTech und GreenTech. Wir bringen Start-ups, Corporates, Investor:innen und Talente zusammen, um gemeinsam an digitalen Geschäftsmodellen und neuen Technologien zu arbeiten. Im Digital Hub Netzwerk ist Frankfurt der offizielle FinTech Hub.
Was macht Frankfurt als Standort für einen Digital Hub besonders attraktiv und welche regionalen Stärken bringt die Metropolregion mit?
Frankfurt ist DIE Finanzmetropole. Hier sitzen die Vertretungen aller großen Banken und gleichzeitig ein Großteil der deutschen FinTechs. Die Rhein-Main-Region zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Standorten in Deutschland und Europa. Sie ist ein zentraler Knotenpunkt für politische und unternehmerische Entscheidungsprozesse, beherbergt Regierungseinrichtungen und Unternehmenszentralen und prägt zugleich technologische, wissenschaftliche sowie soziokulturelle Innovationen.
Welche Angebote, Programme oder Matchmaking Formate bieten Sie Gründerinnen und Gründern, um echte Fortschritte zu erzielen?
Das TechQuartier bietet in den Schwerpunktfeldern FinTech, GreenTech, AgriFood und Mittelstand mehrere Innovationsprogramme an, in denen wir Start-ups mit Corporate Partnern direkt vernetzen. Konkret sind das unsere Programme: TQ Accelerator: Digital Finance, Transformation für den Mittelstand – Die Innovators Challenge, Hessen10, Impact Challenge, Fundraising Readiness und die Programme der Growth Alliance für AgriFood-Start-ups: Idea Camp, Bootcamp und Accelerator. Außerdem veranstalten wir das IMPACT FESTIVAL, Deutschlands größtes Event für nachhaltige Transformation, bei dem Gründer:innen und sich mit Unternehmen und Investor:innen vernetzen können.
Wie arbeiten Sie mit etablierten Unternehmen, Mittelstand und Forschungseinrichtungen zusammen und welche Synergien entstehen daraus?
Wir arbeiten sowohl im Rahmen unserer Innovationsprogramme als auch in TechFusions und gemeinsamen Events mit Unternehmen und Mittelstand zusammen. Daraus entstehen Kontakte und konkrete Matches mit anderen Unternehmen und potenziellen Lösungen.
Welche technologischen oder gesellschaftlichen Trends beobachten Sie aktuell im Hub Umfeld besonders intensiv?
Im FinTech-Bereich spielt dieses Jahr das Thema Payment eine große Rolle. Aus diesem Grund starten wir auch gemeinsam mit unseren Partnern im April unseren Payment-Roundtable, bei dem wir führende Expert:innen aus Handel, Zahlungsverkehr und FinTech zusammenbringen, um transparent und fundiert zu beleuchten, wo händlergetriebene Payments heute stehen.
Abschließend gefragt: Welche strategischen Ziele verfolgt der de:hub Frankfurt für die kommenden Jahre und wie soll sich der Hub weiterentwickeln?
Dieses Jahr feiert das TechQuartier 10-jähriges Bestehen, was wir im Sommer mit einer großen Party feiern. Dieses Jahr rufen wir das Tech & Data Lab ins Leben – das erste souveräne Reallabor für Finanzinnovationen in Deutschland. In Sprints werden Teams an realen Herausforderungen arbeiten, Lösungen anhand von Daten aus der Praxis testen und Innovationen in Pilotprojekte oder marktreife Anwendungen umsetzen.
Zudem planen wir in den nächsten Jahren weitere Industrie-Formate und den Ausbau unserer bestehenden Netzwerkarbeit für den Finanzplatz.
Bildcredits/Fotograf: Maximilian Kafanke
Wir bedanken uns bei Alice Rettig für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

























