Nach einem schweren Schicksalsschlag erfanden drei Brüder den traditionellen Familienbetrieb völlig neu: Mit Halleluja Sauna revolutioniert das junge Unternehmen den klassischen Saunabau und etabliert ein patentiertes Longevity-System, das Regeneration und High-Tech-Therapie direkt in den Alltag bringt.
Können Sie Halleluja Sauna kurz vorstellen und erzählen, wie aus einem traditionsreichen Schreinerbetrieb ein Unternehmen für Longevity und Regeneration entstanden ist?
Halleluja Sauna ist aus einer klassischen Schreinerei entstanden. Allerdings nicht aus einer Geschäftsidee von drei Brüdern, sondern aus einem persönlichen Schicksalsschlag, den wir als Kinder erlebten. Nach dem schweren Unfall unseres Vaters hat sich unser Fokus komplett verändert. Plötzlich ging es nicht mehr darum, schöne Designermöbel zu bauen, sondern um eine viel grundlegendere Frage: Was braucht ein Mensch, um wieder mehr Lebensenergie, Regeneration und Lebensfreude zu gewinnen?
Mit dieser Frage haben wir uns über Jahre intensiv beschäftigt. Was heute unter dem Begriff Longevity bekannt ist, war für uns damals ein sehr persönlicher Antrieb. Aus dieser Suche ist schließlich die Halleluja Sauna entstanden.
Sie haben den Familienbetrieb übernommen und daraus ein Unternehmen mit Millionenumsatz aufgebaut. Welche Entscheidungen waren auf diesem Weg besonders entscheidend?
Für mich waren drei Dinge entscheidend. Erstens: ein Produkt zu entwickeln, das einen so klaren Nutzen bietet, dass Kunden nicht lange überlegen müssen. Wenn der Mehrwert offensichtlich ist, dann wird auch die Kaufentscheidung deutlich einfacher.
Zweitens: das richtige Team. Wir haben Menschen zusammengebracht, die nicht nur fachlich stark sind – von Produktentwicklung über deutsches Präzisionshandwerk bis hin zu Marketing und Vertrieb –, sondern die alle dieselbe Leidenschaft teilen. Wir wollen alle etwas Außergewöhnliches schaffen.
Und drittens hatten wir von Anfang an ein klares Ziel: Wir wollten nicht einfach eine gute Sauna bauen, sondern die beste Sauna der Welt. Dieses Ziel prägt bis heute jede unserer Entscheidungen im Unternehmen.
Welche Vision verfolgen Sie mit Halleluja Sauna, und warum sind Sie überzeugt, dass Longevity alltagstauglich werden muss?
Unser Alltag ist heute schneller und intensiver als je zuvor. Stress ist nicht das Problem, aber Dauerstress ist es. Deshalb brauchen wir Orte und Routinen, an denen sich Körper und Nervensystem wirklich erholen können.
Genau das verstehen wir unter Longevity: kein Luxus-Wellness für wenige, sondern Regeneration als festen Bestandteil des Alltags. Wer dauerhaft leistungsfähig sein möchte, muss seinem Körper auch regelmäßig die Möglichkeit geben, sich zu erholen. Für uns ist das niemals ein Wellness-Trend gewesen, sondern ein Grundbedürfnis.
Mit Halleluja Sauna haben Sie nach eigener Aussage die weltweit erste konsequent auf Longevity ausgerichtete Sauna entwickelt. Was macht Ihr Konzept so besonders?
Die positiven Effekte des Saunierens werden seit Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht. Aus unserer Sicht liegt das eigentliche Problem aber nicht in der Sauna selbst, sondern darin, dass viele Menschen sie kaum nutzen. Jeder kennt jemanden, dessen Sauna daheim irgendwann zum Abstellraum geworden ist.
Deshalb haben wir nicht einfach eine weitere Sauna gebaut. Unser Ziel war es, ein Produkt zu entwickeln, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt und dadurch regelmäßig genutzt wird. Denn nur was regelmäßig genutzt wird, kann langfristig Teil einer Longevity-Routine werden. Genau darin sehen wir den entscheidenden Unterschied unseres Konzepts.
Ihre Sauna vereint sieben Therapieformen in einem patentierten System. Welche Vorteile bietet diese Kombination für die tägliche Anwendung?
Wir sprechen intern bewusst von sieben aufeinander abgestimmten Regenerationsmodulen und nicht von Therapieformen. Der entscheidende Unterschied liegt für uns nicht in der Anzahl der Funktionen, sondern darin, wie sie zusammenspielen und einen klaren Rückzugsort für Körper und Geist schaffen.
Der größte Vorteil im Alltag ist die Einfachheit. Statt verschiedene Geräte oder Anwendungen zu kombinieren, startet der Nutzer mit wenigen Handgriffen seine persönliche Regenerationsroutine. Dadurch wird die Hürde, die Sauna regelmäßig zu nutzen, deutlich kleiner.
Genau diese Regelmäßigkeit ist für uns entscheidend. Ein System ist nur dann wirklich wertvoll, wenn es sich dauerhaft und unkompliziert in den Alltag integrieren lässt. Deshalb entwickeln wir unsere Regenerationsmodule auch kontinuierlich weiter.
An welche Zielgruppen richtet sich Halleluja Sauna hauptsächlich, und welche Bedürfnisse möchten Sie mit Ihrem Produkt erfüllen?
Unsere Zielgruppe sind Menschen, die verstanden haben: Für das eigene Wohlbefinden und die eigene Regeneration muss man selbst Verantwortung übernehmen.
Dazu gehören Menschen, die einen Ausgleich zu einem anspruchsvollen Alltag suchen, genauso wie Profisportler, Unternehmer und Führungskräfte, die Regeneration fest in ihre Routine integrieren. Gleichzeitig arbeiten wir mit Ärzten, Osteopathen, Physiotherapeuten, Gesundheitskliniken und Premium-Wellnesshotels zusammen. Und wir erleben, dass auch viele Familien – insbesondere Mütter – sich einen Ort wünschen, an dem sie im hektischen Alltag bewusst abschalten und neue Energie tanken können.
Am Ende verbindet all diese Menschen ein gemeinsames Bedürfnis: Sie wollen Regeneration einfach und regelmäßig in ihren Alltag integrieren. Genau dafür haben wir die Halleluja Sauna entwickelt.
Während viele Longevity-Anbieter auf Kliniken, Diagnostik oder Abonnements setzen, verfolgt Halleluja Sauna einen anderen Ansatz. Warum haben Sie sich bewusst für ein physisches Produkt entschieden?
Wir glauben an einfache Lösungen. Die beste Longevity-Strategie bringt nichts, wenn sie im Alltag nicht umgesetzt wird.
Deshalb haben wir ein Produkt entwickelt, das Regeneration unkompliziert zu Hause möglich macht. Gute Gewohnheiten entstehen leichter, wenn die Hürde möglichst gering ist. Das ist für uns der entscheidende Hebel.
Unsere Sauna ist kein Ersatz für Diagnostik oder medizinische Betreuung, sondern eine sinnvolle Ergänzung für den Alltag. Genau deshalb nutzen sie auch viele Ärzte selbst privat – weil sie so Regeneration regelmäßig und ohne großen Aufwand in ihr Leben integrieren können.
Sie entwickeln und fertigen Ihre Produkte selbst und setzen gleichzeitig auf KI-gestützte Prozesse. Welche Rolle spielen Innovation und eigene Produktion für den Erfolg von Halleluja Sauna?
Innovation gepaart mit hoher Geschwindigkeit spielt eine sehr große Rolle. Sauna wurde 150 Jahre lang nicht weitergedacht. Genau wie das Telefonieren mit Nokia – bis Apple kam. Genau so ist es bei uns. Wir wollen nicht starr sein und Recht behalten, was wir tun – wir hinterfragen uns täglich, was anders und besser sein muss.
KI unterstützt uns dabei, schnell und kosteneffizient unsere Produkte und unser Unternehmen weiter zu entwickeln. Schließlich geht es um den Nutzen für unsere Kunden. Das steht im Mittelpunkt.
Welche Herausforderungen begegnen Ihnen beim Aufbau einer Premium-Marke in einem internationalen Wachstumsmarkt, der von bekannten Unternehmen aus den USA geprägt wird?
Die größte Herausforderung ist nicht die Konkurrenz aus den USA. Es ist die eigene Geschwindigkeit. Wachstum gelingt nur, wenn man die richtigen Menschen für sein Team gewinnt. Diese Menschen müssen fachlich stark sein, aber vor allem zur Unternehmenskultur passen und die eigenen Werte teilen.
Genauso wichtig ist es, innovativ zu bleiben. Wer eine Premium-Marke aufbauen will, darf sich nicht auf vergangenen Erfolgen ausruhen. Man muss sich ständig weiterentwickeln und jeden Tag ein Stück besser werden. Genau das treibt uns an.
Halleluja Sauna hat bereits Kunden aus Wirtschaft, Sport und Unterhaltung gewonnen. Wie wichtig sind solche Referenzen für die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens?
Solche Referenzen sind für uns kein Name-Dropping, sie bestätigen uns in unserem Tun. Wenn sich Menschen, die aus vielen Angeboten wählen können, ganz bewusst für uns entscheiden, zeigt das, dass sie von unserer Qualität überzeugt sind.
Trotzdem bauen wir nicht für prominente Namen, sondern für Menschen mit hohen Ansprüchen. Die Referenzen sind deshalb einfach das Ergebnis guter Arbeit.
Welche nächsten Produktentwicklungen und Wachstumsziele stehen bei Halleluja Sauna aktuell im Fokus?
Die neueste Entwicklung ist erst wenige Tage alt und heißt Halleluja Genesis. Mit der Genesis haben wir eine Longevity Sauna gebaut, die finnische Saunakultur und modernste Infrarot-Technologie vereint.
Außerdem haben wir unsere sieben Regenerationsmodule um ein weiteres ergänzt. So findet sich jetzt ein Ionisator in der Halleluja Genesis. Über eine Million Ionen pro cm³ sorgen für ein Gefühl von frischer Luft, wie man es beispielsweise vor einem Wasserfall kennt.
Ein völlig neuer Ansatz, der gerade auch vom Fraunhofer-Institut erforscht wird. Dort wird Raumluft-Ionisation zur Bekämpfung von Viren getestet und die Ergebnisse sind sehr vielversprechend.
Uns ist die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst in unserer Manufaktur und modernster Forschung und Innovation, die in unsere Produkte einfließt, ein großes Anliegen.
Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein Familienunternehmen übernehmen und mit einer innovativen Idee erfolgreich neu ausrichten möchten?
- Bewahre den Kern, aber hinterfrage alles. Respektiere das Lebenswerk der Generation vor dir, aber verstecke dich nicht dahinter. Die Werte dürfen bleiben, die Art, wie ihr sie lebt, muss sich weiterentwickeln.
- Denk groß und habe den Mut, sichtbar zu sein. Die meisten setzen sich zu kleine Ziele oder geben beim ersten Gegenwind auf. Wenn du von deiner Idee überzeugt bist, steh dafür ein, auch wenn nicht jeder in deinem Umfeld sie sofort versteht.
- Professionalisiere dein Unternehmen, aber verliere nie deine Seele. Nutze Daten, Prozesse und KI, wo sie sinnvoll sind. Investiere in die richtigen Menschen und lerne zu verkaufen. Denn am Ende kaufen Menschen nicht nur ein Produkt, sie kaufen Vertrauen. Und das entsteht durch Persönlichkeit, Qualität und echte Leidenschaft.
Bildcredits Halleluja Sauna
Wir bedanken uns bei Simon Bauer für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder















