Mellow Rush positioniert sich als Mood Drink für besondere Momente und wird am 14. September 2026 in der Höhle der Löwen in einem Battle antreten.
Wie ist die Idee zu Mellow Rush entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?
Die Idee zu Mellow Rush entstand aus einer ganz einfachen Frage: Warum gibt es für soziale Momente eigentlich fast nur die Wahl zwischen Alkohol, klassischen Softdrinks und Energy Drinks? Ich wollte einen Drink entwickeln, der sich erwachsen und besonders anfühlt und trotzdem alkoholfrei ist – für die Momente, in denen man gemeinsam anstößt, ausgeht oder einfach eine gute Zeit hat, ohne dass Alkohol im Mittelpunkt stehen muss. Hinter Mellow Rush stehe ich, Simone Lafargue, gemeinsam mit einem Team aus Produkt-, Brand-, E-Commerce- und Beverage-Expertinnen und -Experten. Unser Anspruch war von Anfang an: Wir wollen den Moment heben, nicht den Pegel.
In welcher Branche seid ihr tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell eures Startups aus?
Mellow Rush bewegt sich im stark wachsenden Markt für alkoholfreie Getränke und baut darin eine neue Kategorie auf: Mood Drinks. Wir verbinden besondere Geschmackswelten mit echten Botanicals wie Safran, Melisse oder Kamille und denken unsere Produkte immer vom gewünschten Moment aus. Unser Geschäftsmodell kombiniert Direct-to-Consumer über unseren eigenen Online-Shop mit dem stationären Handel. Langfristig möchten wir eine ganze Mellow-Rush-Familie für unterschiedliche Momente schaffen – vom Socializing über Fokus bis hin zu entspannten Abendmomenten.
Welches konkrete Problem löst Mellow Rush und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?
Immer mehr Menschen möchten weniger oder keinen Alkohol trinken, wollen aber trotzdem nicht den ganzen Abend Wasser oder eine sehr süße Limonade in der Hand halten. Gleichzeitig passen klassische Energy Drinks für viele soziale Situationen nicht. Genau dazwischen fehlte uns ein Produkt. Mellow Rush soll eine erwachsene alkoholfreie Alternative sein, die Geschmack, besonderes Trinkgefühl und Botanicals miteinander verbindet. Nicht als Verzichtsprodukt, sondern als eigenständige Wahl, auf die man sich wirklich freut.
Warum habt ihr euch für die Teilnahme an Die Höhle der Löwen entschieden und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?
Als ich für „Die Höhle der Löwen“ angefragt wurde, ging alles extrem schnell. Ursprünglich wollte ich gar nicht an einem Battle teilnehmen. Dann wurde ich überzeugt, habe innerhalb von ungefähr 20 Minuten meine Sachen gepackt und bin hingefahren. Mir wurde signalisiert, dass Mellow Rush gute Chancen haben könnte – und natürlich ist die Sendung eine außergewöhnliche Möglichkeit, eine junge Marke und eine neue Kategorie innerhalb kürzester Zeit sehr vielen Menschen zu erklären. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Ich würde in einem Battle gegen ein Startup antreten, das bereits seit vier Jahren am Markt war und rund zwei Millionen Euro Umsatz gemacht hatte. Mit meiner Erfahrung aus zehn Jahren Strategieberatung bei Strategy& und Accenture Strategy hätte ich mich mit diesem Wissen wahrscheinlich nicht bewusst in genau diese Ausgangssituation geschickt. Im Nachhinein bin ich trotzdem sehr froh, dass ich es gemacht habe – weil uns diese Erfahrung als Unternehmen enorm weitergebracht hat.
Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?
Unser absoluter Wunschlöwe war Andreas W. Herb. Gerade für Mellow Rush ist seine Erfahrung in der Getränkebranche unglaublich spannend. Er kennt nicht nur Markenaufbau und Vertrieb, sondern auch die Herausforderungen, die entstehen, wenn aus einem jungen Getränk eine wirklich skalierbare Marke werden soll. Für unsere Vision, Mellow Rush als neue alkoholfreie Getränkekategorie im Handel zu etablieren, wäre diese Kombination aus Branchenwissen, Netzwerk und unternehmerischer Erfahrung ein enormer Mehrwert.
Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?
Vor allem Erfahrung und Zugang. Im Getränkemarkt entscheidet nicht nur ein gutes Produkt. Produktion, Einkauf, Handel, Logistik, Distribution und Markenaufbau müssen gleichzeitig funktionieren. Genau hier kann ein erfahrener Investor enorm helfen – Türen öffnen, Fehler vermeiden und gemeinsam mit uns die richtigen Entscheidungen für die nächste Skalierungsstufe treffen. Kapital ist wichtig, aber das richtige Netzwerk und Sparring können für uns mindestens genauso wertvoll sein.
Welche nächsten Schritte sind für Mellow Rush nach dem Auftritt in der Höhle der Löwen geplant und gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?
Die wichtigste Entwicklung nach unserem Auftritt war für uns zunächst strategisch: Wir haben unsere Positionierung noch einmal grundlegend geschärft. Wir haben verstanden: Wir sind kein Botanical Drink. Wir sind ein Mood Drink. Genau daraus ist heute unsere große Vision entstanden, die Kategorie Mood Drinks in Deutschland und Europa aufzubauen. Aktuell befinden wir uns in einer Finanzierungsrunde über 1,1 Millionen Euro bei einer Pre-Money-Bewertung von zwei Millionen Euro und haben bereits sehr starke Partner an Bord. Parallel bauen wir unser Online-Geschäft und den stationären Handel aus und entwickeln weitere Mellow Moods für unterschiedliche Situationen. Und wenn wir in vier Jahren zurückblicken, hoffe ich, dass wir nicht über zwei Millionen Euro Umsatz sprechen – sondern über 20 Millionen.
Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg als besonders wertvoll erwiesen?
Eine der wertvollsten Erkenntnisse ist, dass auch Situationen, die im ersten Moment unbequem oder unerwartet sind, ein Unternehmen enorm weiterbringen können. Für uns war „Die Höhle der Löwen“ genau so ein Moment: Die Erfahrung hat uns gezwungen, noch klarer zu beantworten, wofür Mellow Rush eigentlich steht. Daraus entstand die Positionierung als Mood Drink. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass bei einem physischen Produkt ein starkes Produkt und eine gute Marke allein nicht reichen. Die Supply Chain ist mindestens genauso entscheidend. Wenn Rohstoffe fehlen, eine Produktion verschoben wird oder Verpackungen nicht rechtzeitig verfügbar sind, hilft die beste Marketingkampagne nichts. Und schließlich ist echtes Kundenfeedback oft wertvoller als wochenlange interne Diskussionen.
Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?
Nicht zu lange im stillen Kämmerlein perfektionieren. So früh wie möglich mit echten Kundinnen und Kunden testen, zuhören und bereit sein, die eigene Positionierung immer wieder zu hinterfragen. Manchmal entsteht die stärkste strategische Klarheit nicht am Schreibtisch, sondern aus einer Situation, die anders läuft als erwartet. Gerade bei physischen Produkten sollte man außerdem Supply Chain, Working Capital und Skalierbarkeit von Beginn an genauso ernst nehmen wie Marke und Vertrieb. Und: Fokus. Als Gründerin sieht man jeden Tag zehn neue Chancen. Die schwierigste Aufgabe ist häufig nicht zu entscheiden, was man macht – sondern was man bewusst noch nicht macht.
Was unterscheidet Mellow Rush im Supermarktregal oder im Online-Shop optisch und inhaltlich von der Konkurrenz?
Mellow Rush soll schon auf den ersten Blick anders aussehen als ein klassischer Soft- oder Energy Drink. Wir arbeiten mit einer sehr emotionalen, farbenfrohen Markenwelt und denken jede Sorte als eigenen Mood und Moment. Inhaltlich setzen wir auf kalorienarme, zuckerfreie Rezepturen und echte Botanicals. Entscheidend ist aber die Kombination: Wir verkaufen nicht einfach einen Geschmack, sondern starten bei der Frage: Wie soll sich dieser Moment anfühlen? Genau daraus entstehen Produkt, Geschmack und Design.
Wie bereitet ihr eure Lieferkette und euren Online-Shop auf den enormen Nachfrage-Ansturm am Abend der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen vor?
Das ist tatsächlich eines der Themen, mit denen wir uns am intensivsten beschäftigen. Wir haben auf unserem bisherigen Weg bereits erlebt, wie schnell steigende Nachfrage eine junge Supply Chain an ihre Grenzen bringen kann – und daraus sehr viel gelernt. Für die Ausstrahlung planen wir deshalb zusätzliche Produktionsmengen und Sicherheitsbestände und stimmen Produktion, Lager und Fulfillment eng aufeinander ab. Gleichzeitig bereiten wir unseren Online-Shop technisch auf deutlich höhere Zugriffszahlen vor und planen auch Kundenservice und Versandkapazitäten entsprechend. Unser Ziel ist natürlich, dass möglichst viele Menschen Mellow Rush direkt nach der Sendung ausprobieren können.
Sehen Sie Mellow Rush am 14. September 2026 in der Höhle der Löwen
Bild Simone Lafargue, Gründerin von Mellow Rush aus Stuttgart Foto: RTL
Wir bedanken uns bei Simone Lafargue für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.
















