Zwischen Glücksrad, Pflanzwand und Fensterdrohne: Dieser Abend wird ungewöhnlich
Die Höhle der Löwen geht am 21. September 2026 mit sechs neuen Geschäftsideen in die nächste Runde. Die Höhle der Löwen 2026 bringt diesmal ungewöhnliche Produkte, junge Gründer, persönliche Geschichten und ambitionierte Technologien zusammen. Von einem automatisierten Pflanzsystem über zuckerfreies Eis bis zur Fensterputzdrohne zeigen die Höhle der Löwen Startups, wie unterschiedlich Unternehmertum aussehen kann.
Die Höhle der Löwen startet mit einem Investment per Glücksrad
Anton Vrouzos und Marius Ludwig aus Düsseldorf und Köln wollen mit DEKADOME ein alltägliches Problem lösen: verstopfte oder langsam ablaufende Duschabflüsse. Ihr kompakter und wiederverwendbarer Abflussreiniger arbeitet mit Druckstößen und soll Haare sowie Shampoo- und Seifenreste lösen – ohne chemische Reiniger.
Ungewöhnlich ist nicht nur das Produkt, sondern vor allem die Verhandlung. Ein Glücksrad entscheidet darüber, welches Investmentangebot auf dem Tisch liegt. Möglich sind zwischen 30.000 Euro für 15 Prozent und 60.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile.
Umsätze können die Gründer bislang nicht vorweisen. Mit frischem Kapital wollen sie zunächst zeigen, dass tatsächlich Nachfrage besteht. Entsprechend kritisch diskutieren die Löwen, ob DEKADOME eine eigenständige Innovation oder letztlich ein klassischer Pömpel in neuer Form ist. Trotzdem weckt das Konzept das Interesse mehrerer Investoren.
Höhle der Löwen Startups zwischen Genuss und persönlicher Geschichte
Mit Poppy’s Eis bringt Alena Leeb aus Riefensberg eine Geschäftsidee mit, die aus ihrem Familienalltag entstanden ist. Das Eis besteht aus Frucht und Gemüse, verzichtet auf Industriezucker und ist glutenfrei, laktosefrei sowie vegan. Pro Stück kommen nach Angaben der Gründerin lediglich 60 Kalorien zusammen.
Die ersten Schritte hat Leeb bereits selbst finanziert. Mit 10.000 Euro eigenen Ersparnissen baute sie ihr Geschäft auf und verkaufte innerhalb von vier Monaten 10.000 Eis. Mittlerweile ist Poppy’s unter anderem in Schwimmbädern, Freizeiteinrichtungen und Familienhotels erhältlich.
Besonders persönlich wird der Pitch, als Leeb von einer drohenden Privatinsolvenz vor rund zehn Jahren erzählt. Ein Buch von Frank Thelen habe ihr damals geholfen, neue Perspektiven zu entwickeln. Nun steht sie ihm als Gründerin gegenüber. Für 40.000 Euro bietet sie 40 Prozent ihres Unternehmens an.
Die Höhle der Löwen erlebt einen ungewöhnlichen Pflege-Pitch
Deutlich provokanter tritt Markus Flagner aus Würzburg auf. Mit Penice präsentiert er ein Pflegegel, das unangenehmen Gerüchen im männlichen Intimbereich entgegenwirken soll. Statt Gerüche mit Parfüm zu überdecken, setzt das Produkt unter anderem auf Zink sowie Rhabarber- und Rettichextrakte.
Mit seiner Inszenierung als „Prinz Penis“ ist dem Gründer die Aufmerksamkeit im Studio sicher. Doch nach dem Überraschungsmoment zählen auch hier Geschäftsmodell, Marktpotenzial und Skalierbarkeit. Flagner verlangt 70.000 Euro und bietet dafür 25,1 Prozent seiner Firmenanteile.
Höhle der Löwen 2026: Fünf junge Gründer drehen den Pitch um
Für einen bemerkenswerten Moment sorgen Max Lauterbach, Simon Zitzmann, Jonas Frank, Nick Werneck und Niklas Gabriel. Die 19- und 20-Jährigen aus Erlangen präsentieren CompactGreens, eine automatisierte Pflanzenwand für den Anbau von Kräutern, Salaten, Tomaten, Chilis oder Erdbeeren in Innenräumen.
Ein Wassertank, eine selbst entwickelte Bewässerungstechnik und eine App sollen den Pflegeaufwand deutlich reduzieren. Licht und Bewässerung werden automatisch an die jeweiligen Pflanzen angepasst.
Nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit und abgeschlossenem Beta-Test berichten die Gründer von mehr als 170 Kaufanfragen. Für 180.000 Euro wollen sie 15 Prozent ihres Unternehmens abgeben. Ihr Auftritt beeindruckt die Investoren so sehr, dass die Rollen zeitweise getauscht werden: Die Gründer dürfen auf den Sesseln der Löwen Platz nehmen, während die Investoren die Pitch-Position übernehmen. Trotz aller Begeisterung bleiben Preisgestaltung, Marge und Unternehmensbewertung entscheidende Punkte.
Höhle der Löwen Startups suchen Lösungen für den Familienalltag
Gesa Vieting aus Dortmund präsentiert mit monobag eine Handtasche mit integrierter Tragehilfe für Kinder. Gemeinsam mit Co-Gründerin Anja Dürrwang entwickelte sie das Produkt für Situationen, in denen Kinder unterwegs nicht mehr weiterlaufen möchten.
Die Tasche ist für Kinder bis maximal 20 Kilogramm ausgelegt und soll insbesondere auf Reisen, beim Einkaufen und im täglichen Familienleben zusätzliche Flexibilität bieten. Vieting präsentiert die gemeinsame Geschäftsidee allein und sucht 75.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Neben Kapital wünschen sich die Gründerinnen vor allem unternehmerische Erfahrung und einen starken Sparringspartner.
Die Höhle der Löwen zwischen Fensterputzen und Zukunftstechnologie
Technologisch ambitioniert wird der Abend mit clearBee. Ronald Lilleg-Staudenherz und Naveen Rajan SK aus Wien wollen die Fensterreinigung mithilfe einer Drohne automatisieren.
Das System kombiniert eine handelsübliche Drohne mit Reinigungsadapter und Ladestation. Die Drohne soll Fenster selbstständig anfliegen und regelmäßig reinigen. An der Station wird sie geladen und mit Reinigungsmittel versorgt. Statt stark verschmutzte Scheiben einmal aufwendig zu säubern, basiert das Konzept auf einer kontinuierlichen Pflege.
Rund 450.000 Euro sind nach Angaben der Gründer bereits in die Entwicklung geflossen. Nun suchen sie weitere 300.000 Euro für zehn Prozent ihres Unternehmens. Gleichzeitig macht der Pitch deutlich, dass zwischen einer ambitionierten Vision und einem vollständig marktreifen Produkt noch Entwicklungsarbeit liegen kann.
Die Höhle der Löwen am 21. September 2026 setzt auf große Gegensätze
Die neue Folge zeigt die enorme Bandbreite der Höhle der Löwen Startups. Ein einfaches Werkzeug für den Duschabfluss trifft auf autonome Drohnentechnik, eine Pflanzenwand auf Eis ohne Industriezucker und eine Handtasche auf Intimpflege.
Gerade diese Gegensätze prägen die Höhle der Löwen 2026. Entscheidend ist am Ende nicht allein, wie überraschend eine Idee klingt. Die Gründer müssen zeigen, dass Produkt, Nachfrage, Zahlen und Unternehmensbewertung zusammenpassen. Am 21. September 2026 wird sich in Die Höhle der Löwen zeigen, welche Konzepte den Sprung vom überzeugenden Pitch zum Investment schaffen.
Bild Die „Löwen“ (v.l.) Judith Williams, Frank Thelen, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel und Andreas w. Herb.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

















