Freitag, Oktober 16, 2026
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Kaufkraft durch Bewegung: Wie move2pay in der Höhle der Löwen mit „Movement Commerce“ überzeugen will

Das Startup move2pay verwandelt Bewegung in Shopping-Guthaben und wird am 19. Oktober 2026 in der Höhle der Löwen pitchen, um sein Geschäftsmodell vorzustellen.

Wie ist die Idee zu move2pay entstanden, wer steht hinter dem Startup und welcher Moment hat euch zur Gründung inspiriert?

Die Idee zu move2pay entstand aus einer einfachen Frage: Warum belohnen wir Konsum, Loyalität und Umsatz – aber nicht das Verhalten, das für unsere Gesundheit am wichtigsten ist: Bewegung?

Ich habe mich schon lange mit dem Thema Prävention und der Frage beschäftigt, wie man Menschen nachhaltig zu mehr Bewegung motivieren kann. Daraus entstand die Vision, Bewegung einen echten wirtschaftlichen Wert zu geben. Gemeinsam mit meiner Tochter Mia und unserem Team haben wir daraus move2pay entwickelt.

Heute bauen wir mit der SVAX GmbH eine Plattform an der Schnittstelle von Digital Health, E-Commerce und Plattformökonomie auf. Unser Ziel ist es, eine neue Kategorie zu etablieren: Movement Commerce – also Bewegung in reale Kaufkraft zu verwandeln.

In welcher Branche ist move2pay tätig und was zeichnet euer Geschäftsmodell aus?

move2pay verbindet Digital Health mit E-Commerce. Nutzer verbinden ihre Health- oder Fitness-App mit move2pay, sammeln durch ihre tägliche Bewegung Shopping-Guthaben und können damit bei unseren Shop-Partnern einen Teil ihres Einkaufs bezahlen.

Das Besondere daran: Unsere Nutzer erhalten keinen klassischen Rabatt. Wir verhandeln mit unseren Shop-Partnern einen Einkaufs- beziehungsweise Margenanteil und verwandeln diesen wirtschaftlichen Vorteil in Shopping-Guthaben für Bewegung. Der reguläre Produktwert bleibt damit sichtbar, während Bewegung zur zusätzlichen Kaufkraft wird.

Für Marken entsteht gleichzeitig ein neuer Vertriebskanal, über den sie gesundheitsbewusste und aktive Konsumenten erreichen und Bewegung gezielt als Kaufanreiz einsetzen können.

Welches konkrete Problem löst move2pay und welche Marktlücke habt ihr damit geschlossen?

Es gibt heute Milliarden von Menschen, die ihre Schritte, Workouts und Gesundheitsdaten über Smartphones, Smartwatches und Fitness-Apps erfassen. Gleichzeitig bewegen sich sehr viele Menschen zu wenig.

Bisher haben diese Daten für die Nutzer jedoch kaum einen direkten wirtschaftlichen Wert.

Genau hier setzt move2pay an: Wir machen Bewegung messbar wertvoll. Nutzer werden für etwas belohnt, das ihrer Gesundheit zugutekommt, und Marken erhalten gleichzeitig einen neuen Mechanismus, um Kunden zu aktivieren und zusätzlichen Umsatz zu generieren.

Wir verbinden damit erstmals Bewegung, Gesundheitsdaten und Commerce in einem durchgängigen Geschäftsmodell.

Warum habt ihr euch mit move2pay entschieden, in der Höhle der Löwen zu pitchen, und welche Aspekte standen dabei im Vordergrund?

Die Höhle der Löwen ist für ein Geschäftsmodell wie move2pay eine außergewöhnliche Plattform, weil wir unser Konzept innerhalb weniger Minuten einem Millionenpublikum erklären können.

Für uns ging es dabei nicht nur um Kapital. Die Sendung bietet die Möglichkeit, eine völlig neue Idee – Bewegung als Kaufkraft – sehr schnell bekannt zu machen und gleichzeitig potenzielle Nutzer, Markenpartner und strategische Partner zu erreichen.

Gleichzeitig wollten wir unser Geschäftsmodell vor sehr erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern auf den Prüfstand stellen. Gerade in einer frühen Wachstumsphase ist dieses Feedback enorm wertvoll.

Wer war von Anfang an euer absoluter Wunschlöwe in der Höhle der Löwen und warum passt dieser Investor perfekt zu eurer Vision?

Unser Wunschlöwe war von Anfang an Frank Thelen.

Für uns ist vor allem seine Erfahrung beim Aufbau und bei der Skalierung digitaler Geschäftsmodelle interessant. move2pay soll langfristig weit über den österreichischen Markt hinaus wachsen. Dafür braucht es neben Kapital vor allem Erfahrung bei Skalierung, Finanzierung und Internationalisierung sowie ein starkes unternehmerisches Netzwerk.

Genau diese Kombination war für uns besonders spannend.

Welche Form der Unterstützung durch die Investoren in der Höhle der Löwen erhofft ihr euch neben dem Kapital am meisten?

Für uns sind Netzwerk und Skalierungserfahrung fast genauso wichtig wie Kapital.

move2pay ist ein Plattformmodell. Je mehr attraktive Marken wir auf der einen und Nutzer auf der anderen Seite gewinnen, desto stärker wird das gesamte Ökosystem.

Besonders wertvoll sind deshalb Kontakte zu großen Marken und strategischen Partnern sowie Erfahrung bei User Acquisition, Vertrieb, Finanzierung und Internationalisierung.

Unser Ziel ist nicht, einfach nur eine App größer zu machen, sondern eine neue Kategorie im Commerce aufzubauen.

Welche nächsten Schritte plant ihr mit move2pay nach eurem Auftritt in der Höhle der Löwen und welche konkreten Pläne gibt es für Wachstum und Skalierung?

Unser Fokus liegt klar auf Skalierung.

Aktuell arbeiten wir bereits mit rund 60 Shops und Marken zusammen und bauen dieses Netzwerk kontinuierlich aus. Parallel wollen wir die Zahl unserer Nutzer deutlich steigern und move2pay technologisch weiterentwickeln.

Neben der App bauen wir den Marketplace weiter aus und arbeiten unter anderem an einem Webshop, einer Shopify-Integration sowie perspektivisch an Lösungen für den stationären Handel.

Langfristig soll Bewegung nicht nur innerhalb der move2pay-App einen Wert haben. Unsere Vision ist, dass „Pay with move2pay“ zu einer eigenen Bezahloption wird – online und offline.

Gleichzeitig wollen wir unsere Daten- und AI-Komponenten ausbauen und Nutzern zukünftig noch stärker dabei helfen, Bewegung, Ernährung, Schlaf und andere gesundheitsrelevante Faktoren zu verstehen und positiv zu beeinflussen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf eurem bisherigen Gründerweg mit move2pay als besonders wertvoll erwiesen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war für uns, wie entscheidend Geschwindigkeit und echtes Nutzerfeedback sind.

Man kann sehr lange über Produkte, Funktionen und Geschäftsmodelle nachdenken. Am Ende lernt man aber am meisten, wenn echte Nutzer das Produkt verwenden und echte Partner bereit sind, damit Geschäfte zu machen.

Eine zweite wichtige Erkenntnis ist, dass man als Startup sehr klar priorisieren muss. Ressourcen sind immer begrenzt. Deshalb muss man ständig entscheiden, welche wenigen Dinge gerade wirklich Wachstum oder Produktqualität voranbringen.

Und vielleicht am wichtigsten: Eine starke Vision ist wichtig – aber man darf sich nicht in die erste Version des Weges verlieben. Die Vision kann gleich bleiben, während sich das Geschäftsmodell und das Produkt auf dem Weg dorthin mehrfach verändern.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

So früh wie möglich mit echten Kunden sprechen und das Produkt in den Markt bringen.

Nicht darauf warten, bis alles perfekt ist. Die wichtigsten Erkenntnisse kommen meistens erst dann, wenn Menschen tatsächlich bereit sind, das Produkt zu nutzen oder dafür zu bezahlen.

Gleichzeitig sollte man sich sehr genau überlegen, welches eine Problem man wirklich lösen möchte. Gerade am Anfang ist die Versuchung groß, gleichzeitig zehn Dinge zu bauen.

Und man sollte Ausdauer nicht unterschätzen. Startups entwickeln sich selten linear. Entscheidend ist, schnell zu lernen, Dinge zu verändern, wenn sie nicht funktionieren, und trotzdem konsequent an der übergeordneten Vision festzuhalten.

Welches spezifische Problem löst die Technologie von move2pay für Firmenkunden und wie messbar ist dieser Vorteil?

Für unsere Markenpartner lösen wir vor allem ein Problem: Wie schafft man einen zusätzlichen Kaufanreiz, ohne die eigene Marke permanent über klassische Rabatte zu entwerten?

Über move2pay können Marken einen Teil des Produktpreises mit Bewegung bezahlbar machen. Der Kunde erlebt dadurch einen starken Preisvorteil, gleichzeitig bleibt der reguläre Produktwert beziehungsweise UVP sichtbar.

Für die Marke entsteht damit ein neuer Performance- und Vertriebskanal.

Der Vorteil ist sehr konkret messbar: von Reichweite und Aktivierung über Klicks und Neukunden bis hin zu Bestellungen, Warenkorb und Umsatz. Langfristig wollen wir Marken diese Daten in einem eigenen Self-Service-Dashboard transparent zur Verfügung stellen.

Wie sieht eure Strategie aus, um B2B-Kunden zu gewinnen, und welche Rolle spielt der Auftritt in der Höhle der Löwen für die Markenbekanntheit von move2pay?

Unser stärkstes Argument im B2B-Bereich ist der tatsächliche Zugang zu einer aktiven Community.

Wir wollen Marken nicht einfach Werbefläche verkaufen, sondern zusätzliche Kunden und Umsatz bringen. Deshalb wachsen beide Seiten unseres Marktplatzes gemeinsam: Je größer unsere Nutzerbasis wird, desto interessanter wird move2pay für Marken. Und je attraktiver die Marken auf der Plattform werden, desto interessanter wird move2pay für Nutzer.

Die Höhle der Löwen kann diesen Netzwerkeffekt erheblich beschleunigen. Die enorme Bekanntheit der Sendung hilft uns nicht nur bei der Gewinnung neuer Nutzer, sondern macht move2pay gleichzeitig für deutlich mehr Marken und potenzielle strategische Partner sichtbar.

Unser Ziel ist, dass Marken künftig nicht mehr nur darüber nachdenken, wie viel Rabatt sie geben, sondern wie viel Bewegung sie ihren Kunden ermöglichen können.

Sehen Sie move2pay am 19. Oktober 2026 in der Höhle der Löwen

Bild Gründer Mia Allouche und Karim Allouche, move2pay und Markenbotschafter Steffen Baumgart (v.re.) 
Foto: RTL

Wir bedanken uns bei Mia Allouche und Karim Allouche für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.

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