Dienstag, Oktober 20, 2026
StartInterviewsGesunde Tiefkühlkost für Kinder: Wie das Startup ratzfatz den Familienalltag entlastet

Gesunde Tiefkühlkost für Kinder: Wie das Startup ratzfatz den Familienalltag entlastet

Das Startup ratzfatz setzt auf Crowdfunding, um fünf neue Kindergerichte auf den Markt zu bringen, und benötigt dafür die Unterstützung von 2.200 Familien. Gründerin Sarina erklärt, warum die Kampagne über die Zukunft des Unternehmens entscheidet und welche Herausforderungen hinter der Entwicklung besserer Kindermahlzeiten stecken.

Sarina, kannst du dich und ratzfatz kurz vorstellen und erzählen, wie du gemeinsam mit Luisa auf die Idee gekommen bist, ein eigenes Unternehmen rund um Kinderernährung aufzubauen?

Ich bin Sarina, Mama von zwei Kindern und eine von drei Gründerinnen von ratzfatz. Gemeinsam mit Luisa und Maraike haben wir 2023 ratzfatz gegründet, weil wir überzeugt sind, dass Kinderernährung besser und der Familienalltag gleichzeitig einfacher werden muss.

Wir drei bringen ganz unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen mit, die sich bei ratzfatz sehr gut ergänzen. Ich habe viele Jahre in der Konsumgüterindustrie gearbeitet und verantworte bei uns Marketing und Vertrieb. Luisa kommt aus der Gastronomie, hat unter anderem das Kochhaus mit aufgebaut und kümmert sich bei ratzfatz um Produktentwicklung und Operations. Maraike hat Immobilienwirtschaft studiert und verantwortet unsere Finanzen und das Business Development.

Die Idee entstand aus einer Frage, die uns als Mütter beschäftigt hat: Warum gibt es für Erwachsene unzählige schnelle und praktische Essenslösungen, aber kaum wirklich gute Fertiggerichte speziell für Kinder?

Genau das wollten wir ändern. Mit ratzfatz entwickeln wir Tiefkühlgerichte, die Kindern schmecken, einen hohen Anspruch an Zutaten und Nährwerte erfüllen und in wenigen Minuten fertig sind.

Welche persönlichen Erfahrungen oder Beobachtungen haben euch zur Gründung bewegt und welches Problem möchtet ihr mit ratzfatz für Familien lösen?

Ich glaube, fast alle Eltern kennen diese Situation: Man kommt nach einem langen Tag nach Hause, die Kinder haben Hunger, alle sind müde und eigentlich möchte man nur noch Zeit miteinander verbringen. Stattdessen steht man in der Küche.

Gleichzeitig ist der Anspruch an Eltern enorm. Wir sollen frisch kochen, ausgewogen ernähren, beruflich erfolgreich sein und natürlich möglichst viel Zeit mit unseren Kindern verbringen. Irgendetwas bleibt dabei zwangsläufig auf der Strecke.

Wir wollen Eltern nicht erklären, wie sie ihren Alltag noch besser organisieren können. Wir wollen ihnen ganz konkret Arbeit abnehmen.

Denn ich finde, wir müssen aufhören, schnelle Lösungen automatisch mit schlechten Lösungen gleichzusetzen. Warum sollte ein Fertiggericht nicht auch aus guten Zutaten bestehen, viel Gemüse enthalten und Kindern richtig gut schmecken?

Unser Ziel ist es, dass Eltern ohne schlechtes Gewissen auf eine schnelle Lösung zurückgreifen können. Und dass dadurch mehr Zeit für das bleibt, was wirklich zählt.

Mit eurer Kampagne „Kinder auf die 1.“ stellt ihr die Bedürfnisse von Kindern in den Mittelpunkt. Was steckt hinter dieser Botschaft und welche Veränderungen möchtet ihr damit anstoßen?

Unsere Kampagne basiert auf einem Satz, den wahrscheinlich alle Eltern täglich sagen: „Gleich!“

„Gleich, ich muss nur noch schnell kochen.“ „Gleich, ich muss noch etwas erledigen.“ „Gleich, ich bin fertig.“

Dabei wollen wir doch eigentlich viel öfter „Jetzt!“ sagen.

Genau darum geht es bei „Kinder auf die 1.“. Wir möchten Eltern ermöglichen, ihren Kindern mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, ohne dafür an anderer Stelle noch mehr leisten zu müssen.

Natürlich löst ein Fertiggericht nicht alle Herausforderungen des Familienalltags. Aber wenn wir mit unseren Gerichten dafür sorgen, dass Eltern 20 oder 30 Minuten weniger in der Küche stehen, sind das vielleicht fünf Runden Uno, zwei Kapitel im Lieblingsbuch oder einfach ein entspannter Abend.

Mit unserer Kampagne wollen wir auch eine größere Diskussion anstoßen: Warum wird von Eltern eigentlich immer erwartet, noch effizienter zu werden? Vielleicht brauchen wir nicht noch bessere Wochenpläne und Meal-Prep-Routinen, sondern endlich mehr Angebote, die Familien wirklich entlasten.

Weniger „Gleich.“ Mehr „Jetzt.“ Das ist unser Antrieb.

Wie entwickelt ihr eure Produkte und welche Kriterien sind euch bei Zutaten, Nährwerten, Geschmack und Alltagstauglichkeit besonders wichtig?

Bei uns steht am Anfang immer die Frage: Was essen Kinder wirklich gerne?

Für unsere fünf neuen Gerichte haben wir deshalb eine Marktforschung durchgeführt und Eltern gefragt, welche Mahlzeiten sie sich für ihre Kinder wünschen. Herausgekommen sind vor allem Klassiker, die Kinder lieben.

Unser Anspruch ist es, genau diese Lieblingsgerichte gesünder zu machen. Mit viel Gemüse, ohne unnötige Zusatzstoffe und mit einer Nährwertzusammensetzung, die wir bewusst auf Kinder ausrichten.

Dabei ist Geschmack für uns nicht verhandelbar. Das gesündeste Gericht bringt nichts, wenn Kinder es nicht essen. Deshalb testen wir unsere Produkte immer wieder und entwickeln sie so lange weiter, bis Geschmack, Zutaten und Alltagstauglichkeit zusammenpassen.

Und natürlich müssen sie schnell gehen. Unsere Gerichte sollen in wenigen Minuten auf dem Tisch stehen. Denn genau darin liegt für Familien der Mehrwert.

Der Markt für Kinderlebensmittel ist groß und wird von etablierten Marken geprägt. Was unterscheidet ratzfatz von anderen Angeboten und welche Zielgruppe möchtet ihr erreichen?

Der Markt für Kinderlebensmittel ist voller Produkte, die speziell für Kinder vermarktet werden. Aber wenn man genauer hinschaut, sind das häufig Snacks, Süßigkeiten oder Produkte, bei denen vor allem die Verpackung kindgerecht ist.

Wir konzentrieren uns auf etwas anderes: vollwertige Hauptmahlzeiten für Kinder.

Wir möchten die Lücke zwischen selbst gekochtem Essen und klassischen Fertiggerichten schließen. Unsere Produkte sollen so praktisch sein wie ein Fertiggericht, aber mit einem deutlich höheren Anspruch an die Zutaten und Nährwerte.

Und wir wollen Kinder nicht mit irgendwelchen vermeintlichen Gesundheitsprodukten überzeugen, sondern mit Gerichten, die sie ohnehin lieben. Nudeln, Pizza, Tortellini oder Spätzle. Nur eben mit mehr Gemüse und einer durchdachten Rezeptur.

Unsere Zielgruppe sind nicht nur Eltern, die sich besonders intensiv mit Ernährung beschäftigen. Wir wollen alle Familien erreichen, die ihre Kinder gut ernähren möchten, aber nicht jeden Tag Zeit und Energie haben, frisch zu kochen.

Denn gute Ernährung darf keine Frage davon sein, wie viel Zeit Eltern zur Verfügung haben.

Auf eurer Crowdfunding-Seite sprecht ihr von 2.200 Familien, die eure Mission begleiten. Wie ist diese Community entstanden und welchen Einfluss haben die Familien auf eure Produktentwicklung?

Die 2.200 Familien sind unser Ziel für die aktuelle Crowdfunding-Kampagne. Wir brauchen 2.200 Familien, die unsere neuen Produkte vorbestellen, damit wir sie produzieren können.

Unsere Community haben wir seit dem Start von ratzfatz aufgebaut. Über unseren eigenen Onlineshop, Social Media, den Lebensmitteleinzelhandel und vor allem über den direkten Austausch mit Eltern.

Dieser Austausch ist für uns unglaublich wertvoll. Wir wollen nicht am Schreibtisch entscheiden, was Familien brauchen, sondern gemeinsam mit ihnen Produkte entwickeln, die tatsächlich im Alltag funktionieren.

Deshalb haben wir für unsere neuen Gerichte gezielt Eltern befragt. Welche Gerichte lieben ihre Kinder? Was fehlt ihnen im Supermarkt? Was muss ein Produkt leisten, damit sie es regelmäßig kaufen?

Die Antworten haben unsere Produktentwicklung maßgeblich beeinflusst.

Mit der Crowdfunding-Kampagne gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter. Familien entscheiden durch ihre Vorbestellung ganz konkret mit, ob diese Produkte auf den Markt kommen.

Mit eurer Startnext-Kampagne möchtet ihr die nächsten ratzfatz Produkte auf den Markt bringen. Warum habt ihr euch für Crowdfunding entschieden und welche konkreten Entwicklungsschritte sollen damit finanziert werden?

Wir haben in den vergangenen Jahren unglaublich viel gelernt. Wir haben Produkte entwickelt, einen eigenen Onlineshop aufgebaut und unsere Gerichte in den Lebensmitteleinzelhandel gebracht. Dabei haben wir auch erlebt, wie schwierig es ist, als kleine Marke gegen große etablierte Unternehmen anzutreten.

Die Lebensmittelbranche ist kapitalintensiv. Neue Produkte bedeuten hohe Vorleistungen für Entwicklung, Produktion, Verpackungen und Logistik. Gleichzeitig braucht es Zeit und Geld, um im Handel sichtbar zu werden.

Deshalb haben wir uns bewusst für Crowdfunding entschieden. Wir wollen nicht einfach weitere Produkte produzieren und hoffen, dass sie gekauft werden. Wir wollen zuerst zeigen, dass es genügend Familien gibt, die genau diese Produkte haben möchten.

Konkret wollen wir fünf neue Kindergerichte auf den Markt bringen: Cheesies, Tortellinchen, Dinobolo, Spätzelein und unsere Spinudel. Alles beliebte Kinderklassiker, die wir mit viel verstecktem Gemüse neu gedacht haben.

Die Vorbestellungen sollen uns ermöglichen, die notwendigen Produktionsmengen zu erreichen und die Herstellung sowie den Markteintritt zu finanzieren. Die Auslieferung ist für Februar 2027 geplant.

Für uns geht es dabei allerdings um weit mehr als einen Produktlaunch. Die Kampagne entscheidet darüber, ob und wie es mit ratzfatz weitergeht. Wir haben in den vergangenen Jahren viel investiert, ausprobiert und gelernt. Jetzt müssen wir zeigen, dass genügend Familien unsere Produkte wirklich wollen und bereit sind, sie zu kaufen.

Wenn wir bis zum 31. Oktober 2.200 Familien erreichen, können wir weitermachen. Wenn nicht, können wir ratzfatz in der bisherigen Form nicht fortführen.

Crowdfunding bedeutet auch, eine Community von der eigenen Idee überzeugen zu müssen. Welche Herausforderungen erlebt ihr bei der Kampagne und welche Erkenntnisse habt ihr bisher gewonnen?

Die größte Herausforderung ist ganz klar die Reichweite.

Wir sind inzwischen bei der Halbzeit unserer Kampagne angekommen und haben erst rund zehn Prozent unseres Ziels erreicht. Das ist deutlich weniger, als wir uns erhofft hatten. Und es bedeutet, dass noch ein enormer Weg vor uns liegt.

Gleichzeitig sehen wir etwas Interessantes: Die Conversion auf unserer Startnext-Seite liegt etwa dreimal so hoch wie der übliche Wert auf der Plattform. Das zeigt uns, dass unser Angebot bei den Menschen, die wir erreichen, durchaus auf Interesse stößt. Unser Problem ist vor allem, genügend Menschen auf die Seite zu bekommen.

Aber natürlich müssen wir uns auch selbstkritisch fragen, ob wir den Nutzen unserer Produkte und die Dringlichkeit der Kampagne klar genug kommunizieren.

Und diese Dringlichkeit ist real. Denn wir haben uns entschieden, mit dieser Kampagne auch die Zukunft unseres Unternehmens zu verknüpfen. Wir können nicht einfach weitermachen wie bisher, wenn wir unser Ziel nicht erreichen.

Was ich gerade besonders intensiv lerne: Ein gutes Produkt allein reicht nicht. Auch eine starke Mission reicht nicht. Man muss es schaffen, dass Menschen davon erfahren, sich angesprochen fühlen und tatsächlich handeln.

Crowdfunding ist in dieser Hinsicht unglaublich ehrlich. Man sieht jeden Tag, ob das, was man tut, funktioniert. Und man muss bereit sein, sehr schnell daraus zu lernen.

Als Gründerinnen müsst ihr Produktentwicklung, Finanzierung, Marketing und Unternehmensaufbau miteinander verbinden. Wie teilt ihr euch die Aufgaben auf und welche Erfahrungen haben euch bisher besonders geprägt?

Wir sind drei Gründerinnen mit sehr unterschiedlichen Stärken, die sich gut ergänzen.

Luisa verantwortet unsere Produktentwicklung und Operations. Sie bringt durch ihre Erfahrung in der Gastronomie und beim Aufbau des Kochhauses viel Wissen rund um Lebensmittel, Prozesse und Produktentwicklung mit. Maraike hat Immobilienwirtschaft studiert und kümmert sich bei uns um Finanzen und Business Development. Ich selbst komme aus der Konsumgüterindustrie und verantworte Marketing und Vertrieb.

Natürlich sind die Grenzen im Startup-Alltag fließend. Gerade als kleines Team muss jede dort anpacken, wo es gerade notwendig ist.

Was mich besonders geprägt hat, ist die Erkenntnis, dass Gründen viel weniger geradlinig ist, als es von außen manchmal aussieht.

Wir haben mit ratzfatz schon unglaublich schöne Momente erlebt. Von unserem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ bis zu den ersten Produkten in den Supermarktregalen. Aber wir mussten auch Entscheidungen treffen, die wehgetan haben. Produkte hinterfragen, Strategien verändern und unseren eigenen Onlineshop schließen.

Ich glaube, eine der wichtigsten Fähigkeiten als Gründerin ist, sich nicht zu sehr in die eigene ursprüngliche Idee zu verlieben. Man muss an der Vision festhalten können und gleichzeitig bereit sein, den Weg dorthin immer wieder zu verändern.

Gerade bei Produkten für Kinder spielen Vertrauen, Qualität und transparente Kommunikation eine wichtige Rolle. Wie gewinnt ihr das Vertrauen der Eltern und wie geht ihr mit unterschiedlichen Erwartungen an Kinderernährung um?

Kinderernährung ist ein sehr emotionales Thema. Fast alle Eltern wollen das Beste für ihre Kinder, aber was genau das bedeutet, darüber gibt es viele unterschiedliche Vorstellungen.

Wir möchten Eltern deshalb nicht belehren oder ihnen vermitteln, dass es nur einen richtigen Weg gibt.

Unser Anspruch ist, Produkte zu entwickeln, bei denen wir selbst als Mütter ein gutes Gefühl haben. Wir achten auf hochwertige Zutaten, einen hohen Gemüseanteil und eine kindgerechte Nährwertzusammensetzung.

Gleichzeitig kommunizieren wir offen, was unsere Produkte können und was nicht. Ein Fertiggericht ersetzt keine abwechslungsreiche Ernährung. Aber es kann ein sinnvoller Bestandteil davon sein.

Ich finde es auch wichtig, den Druck aus der Diskussion zu nehmen. Eltern müssen nicht jeden Tag perfekt kochen, damit sich ihre Kinder gut ernähren.

Vertrauen entsteht für uns durch gute Produkte, transparente Zutaten und dadurch, dass wir unseren eigenen Anspruch ernst nehmen. Nicht durch große Versprechen.

Welche nächsten Produkte und Entwicklungsschritte plant ihr für ratzfatz und wo möchtet ihr mit eurem Unternehmen in den kommenden Jahren stehen?

Unser unmittelbarer Fokus liegt auf unserer Crowdfunding-Kampagne und den fünf neuen Kindergerichten. Wir möchten die 2.200 Familien erreichen, die wir brauchen, um die Produkte Anfang 2027 auszuliefern.

Und ich möchte an dieser Stelle ganz offen sein: Ob wir diese Pläne umsetzen können, hängt davon ab, ob unsere Kampagne erfolgreich ist. Wir haben uns entschieden, alles auf diese Karte zu setzen. Wenn wir unser Ziel nicht erreichen, können wir ratzfatz nicht weiterführen.

Wenn wir es schaffen, möchten wir mit unseren neuen Gerichten den nächsten großen Schritt gehen. Parallel haben wir Produkte wie unsere Kinderpizza und unsere Dino-Nuggets mit Hähnchen, Gemüse und Hirse entwickelt, mit denen wir ebenfalls großes Potenzial sehen.

Langfristig möchten wir ratzfatz als feste Marke für schnelle, bessere Kindermahlzeiten etablieren. Wir wollen, dass Eltern im Supermarkt ganz selbstverständlich zu ratzfatz greifen können, wenn sie eine unkomplizierte Mahlzeit für ihre Kinder suchen.

Unsere Vision ist, eine neue Kategorie im Tiefkühlregal zu etablieren. Denn während es für Erwachsene eine riesige Auswahl an schnellen Mahlzeiten gibt, ist das Angebot für Kinder noch immer erstaunlich klein.

Aber bevor wir über die nächsten Jahre sprechen können, müssen wir jetzt erst einmal die kommenden zwei Wochen erfolgreich meistern. Dafür brauchen wir 2.200 Familien, die an unsere Idee glauben und unsere Produkte vorbestellen.

Welche drei Ratschläge würdet ihr anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit einer eigenen Produktidee in einem wettbewerbsintensiven Markt Fuß fassen möchten?

Erstens: Verliebt euch in das Problem, nicht in eure Lösung.

Wir haben in den vergangenen Jahren mehrfach erlebt, dass Produkte oder Vertriebswege, von denen wir anfangs überzeugt waren, nicht so funktioniert haben wie erwartet. Das ist schmerzhaft, aber entscheidend ist, daraus Konsequenzen zu ziehen. Die Vision darf bleiben. Die Strategie muss sich verändern dürfen.

Zweitens: Unterschätzt Vertrieb und Distribution nicht.

Gerade bei physischen Produkten ist eine gute Idee nur der Anfang. Es reicht nicht, ein großartiges Produkt zu entwickeln. Ihr müsst auch verstehen, wie es zu den Kundinnen und Kunden kommt, welche Margen notwendig sind und wie ihr genügend Menschen erreicht. Ein Produkt, das niemand sieht, wird auch niemand kaufen.

Drittens: Sucht euch Menschen, mit denen ihr auch durch schwierige Zeiten gehen könnt.

Gründen ist emotional, finanziell und persönlich oft herausfordernder, als man es sich vorher vorstellt. Deshalb ist es unglaublich wichtig, Mitgründerinnen und Mitgründer zu haben, die sich ergänzen, ehrlich miteinander sind und auch dann zusammenhalten, wenn nicht alles nach Plan läuft.

Wir erleben gerade selbst eine Phase, in der es um sehr viel geht. Ob wir mit ratzfatz weitermachen können, hängt vom Erfolg unserer Crowdfunding-Kampagne ab. Das ist keine einfache Situation. Aber wir stehen als Gründerinnen gemeinsam dahinter und geben bis zum letzten Tag alles.

Und vielleicht noch ein vierter Rat: Sprecht offen darüber, wenn Dinge nicht funktionieren. In der Startup-Welt wird viel über Erfolge gesprochen und viel zu wenig über die schwierigen Phasen. Dabei lernt man gerade aus denen am meisten.

Bild mit KI bearbeitet Fotocredits: privat

Wir bedanken uns bei Sarina Morawiak für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: ratzfatz

Kontakt:

ratzfatz food GmbH
Greifswalder Straße 40
10405 Berlin
Deutschland

www.ratzfatz-food.com
Crowdfunding-Kampagne auf Startnext
Sarina@ratzfatz-food.com

Ansprechpartnerin: Sarina Morawiak

Social Media:
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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.

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