Investoren müssen am 5. Oktober 2026 bei VOX zwischen ungewöhnlichen Produkten, ambitionierten Bewertungen und Geschäftsideen aus Lifestyle, Technologie, Familienalltag und Wellness entscheiden.
Am Montagabend wird es für die Investorinnen und Investoren besonders vielseitig. Gleich mehrere Konzepte könnten für intensive Diskussionen sorgen. Während ein Gründerteam eine Bewertung von zehn Millionen Euro aufruft, treten zwei junge Marken in einem direkten Battle gegeneinander an. Dazu kommen Männerpflege, eine besondere Babytragetasche und ein Akupressur-Konzept zur Selbstanwendung.
Die neue Folge läuft am 5. Oktober 2026 um 20:15 Uhr bei VOX. Mit dabei sind je nach Pitch Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch und Andreas W. Herb.
Zwei Konzepte kämpfen um die Aufmerksamkeit der Investoren
Gleich zu Beginn wartet eine besondere Konkurrenzsituation. whiffy und POP CHARMS treten in einem Battle gegeneinander an. Beide Konzepte beschäftigen sich mit dem Smartphone, könnten aber unterschiedlicher kaum sein.
POP CHARMS aus Frankfurt am Main setzt auf stylische Accessoires für Handyhüllen. Gründerin Kerstin Raibold bietet 20 Prozent der Firmenanteile für 70.000 Euro an. whiffy aus Berlin verfolgt dagegen einen ungewöhnlichen Ansatz: Friedrich Schulz, Anna Gregor und Sven Hecker haben Duft-Pods für Smartphones entwickelt. Für 100.000 Euro bieten sie 15 Prozent ihrer Firmenanteile.
Auch unter den Investorinnen und Investoren gehen die Meinungen auseinander. Janna Ensthaler und Ralf Dümmel interessieren sich für POP CHARMS, während Judith Williams und Carsten Maschmeyer whiffy favorisieren. Damit bekommt Frank Thelen eine entscheidende Rolle bei der Frage, welches Team die nächste Runde erreicht.
Don Quiff verbindet Haarstyling mit Kopfhautpflege
Robert Tarquini, Klaus Laimer und Max Kögl reisen aus Salzburg an und wollen mit Don Quiff eine neue Position im Markt für Männerpflege besetzen. Im Mittelpunkt steht die Idee, Styling und Pflege miteinander zu verbinden.
Das zentrale Produkt ist ein Energy Wax mit Koffein und Biotin. Nach Angaben der Gründer soll das Produkt nicht nur für das Styling eingesetzt werden, sondern gleichzeitig Haar und Kopfhaut pflegen. Der Ansatz dahinter: Während Shampoo bereits nach kurzer Zeit wieder ausgespült wird, verbleibt ein Stylingprodukt über viele Stunden im Haar.
Friseur Robert Tarquini bringt mehr als 30 Jahre Berufserfahrung mit und entwickelte das Wax zunächst für den Einsatz im eigenen Salon. Wirtschaftlich kann das Team bereits erste Zahlen vorweisen. Insgesamt wurden nach Angaben der Gründer rund 200.000 Euro Umsatz erzielt. Rund 40.000 Euro davon sollen innerhalb von drei Monaten über den TikTok-Shop entstanden sein.
Für 120.000 Euro möchten die drei Gründer 20 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben. Im Pitch dürfte allerdings nicht nur der Verkaufserfolg eine Rolle spielen. Auch die wissenschaftliche Grundlage der beworbenen Wirkung wird hinterfragt.
Eine Kinderärztin entwickelt eine Lösung aus ihrer eigenen Praxis
Eine ganz andere Geschichte bringen Katharina und Caspar Schroth aus Berlin mit. Katharina Schroth ist Kinderärztin und Mutter von vier Kindern. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie Peanut entwickelt, eine Babytragetasche, die Babys in einer sicheren Seitenlage beruhigen soll.
Die Idee entstand aus dem beruflichen Alltag der Ärztin. Für Hüftultraschalluntersuchungen hatte sie bereits vor Jahren eine eigene Seitenlagerungshilfe gebaut. Dabei beobachtete sie, dass Babys darin schnell zur Ruhe kamen. Eltern erkundigten sich daraufhin nach einer entsprechenden Lösung für zu Hause.
Aus dieser Beobachtung entwickelte das Ehepaar einen Prototyp. Die Tasche soll neben dem beruhigenden Effekt auch den Hinterkopf entlasten. Für den Markteintritt suchen Katharina und Caspar Schroth nun 100.000 Euro. Im Gegenzug bieten sie den Investoren 20 Prozent der Firmenanteile.
Eine Millionenbewertung sorgt bei den Investoren für Gesprächsstoff
Zahlenmäßig sticht an diesem Abend vor allem HEIONTEC hervor. Andreas Heine, Anton Ledwon, Dr. Frank Schneider und Waldemar Lewtschenko fordern 250.000 Euro und bieten dafür lediglich 2,5 Prozent ihrer Firmenanteile. Rechnerisch entspricht das einer Unternehmensbewertung von zehn Millionen Euro.
Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Technologie. HEIONTEC arbeitet daran, elektrische Energie aus vorhandener Umgebungswärme zu gewinnen. Das Verfahren basiert auf speziell entwickelten elektrochemischen Zellen. Zwischen zwei Elektroden befindet sich ein eigens entwickelter Elektrolyt, durch den mithilfe der Umgebungswärme elektrische Energie entstehen soll.
Als mögliche Einsatzgebiete sieht das Team unter anderem Sensoren und andere Kleinstverbraucher in Industrieanlagen oder Gebäuden. Gerade dort sind zahlreiche Messpunkte im Einsatz, deren Batterien regelmäßig ausgetauscht werden müssen oder die eine Verkabelung benötigen.
Damit treffen im Pitch zwei entscheidende Fragen aufeinander: Wie groß ist das wirtschaftliche Potenzial der Technologie – und rechtfertigt dieses bereits die aufgerufene Bewertung?
Zenny bringt Akupressur in den Alltag
Jelena Meyer Vicente aus Bottrop präsentiert mit Zenny ein Konzept, das Akupressur einfacher zu Hause anwendbar machen soll. Das Kit arbeitet ohne Nadeln und enthält Ohrkarten sowie sogenannte Zenny Patches.
Die selbstklebenden Patches bestehen aus medizinischem Silikon und einem kleinen, mit 24-karätigem Gold plattierten Metallgewicht. Sie werden mithilfe einer Pinzette auf ausgewählte Punkte am Ohr geklebt und können dort mehrere Tage verbleiben. Durch leichtes Massieren sollen die jeweiligen Punkte stimuliert werden.
Der persönliche Hintergrund der Gründerin spielt bei der Entstehung eine wichtige Rolle. Als ihre Mutter an Brustkrebs erkrankte und eine Chemotherapie erhielt, beschäftigten sich Mutter und Tochter mit verschiedenen komplementären Ansätzen. Dazu gehörte auch Akupressur, die nach Darstellung der Gründerin während dieser Zeit unter anderem bei Schwindel oder Übelkeit als begleitendes Ritual genutzt wurde.
Aus dieser Erfahrung entwickelte Meyer Vicente schließlich die Idee, Akupressur leichter für die Selbstanwendung zugänglich zu machen. Für Zenny sucht sie 100.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent der Firmenanteile.
Von 70.000 bis 250.000 Euro: Die Investoren haben die Wahl
Die Folge am 5. Oktober deckt damit eine ungewöhnlich große Bandbreite ab. Auf der einen Seite stehen leicht verständliche Konsumprodukte, die schnell in den Handel oder über Social Commerce skaliert werden könnten. Auf der anderen Seite steht mit HEIONTEC eine Technologie, deren wirtschaftliche Perspektive deutlich komplexer bewertet werden muss.
Auch die geforderten Investments unterscheiden sich erheblich. POP CHARMS startet mit 70.000 Euro, während HEIONTEC 250.000 Euro verlangt und gleichzeitig nur einen sehr kleinen Unternehmensanteil anbietet.
Genau diese Mischung dürfte den Abend interessant machen. Denn für die Investoren geht es nicht allein darum, welche Idee auf den ersten Blick begeistert. Entscheidend sind Geschäftsmodell, Marktpotenzial, Bewertung, Skalierbarkeit und die Frage, bei welchem Team Kapital und Erfahrung tatsächlich den nächsten Wachstumsschritt ermöglichen können.
Welche Konzepte am Ende ein Investment erhalten und bei welchen die Vorstellungen von Gründern und Investoren zu weit auseinanderliegen, zeigt VOX am 5. Oktober 2026 um 20:15 Uhr.
Bild Jelena Meyer Vicente präsentiert mit „Zenny“ Ohrakupressur zur Selbstanwendung. Investorin Janna Ensthaler (l.) macht den Praxistest. RTL / Bernd-Michael Maurer















