Sonntag, April 19, 2026
StartEvents & TermineUN ECOSOC: Warum junge Menschen den KI und Jugendarbeitsmarkt jetzt selbst neu...

UN ECOSOC: Warum junge Menschen den KI und Jugendarbeitsmarkt jetzt selbst neu denken

UN ECOSOC – Wenn junge Menschen die Regeln für KI, new Work und ihre Zukunft selbst gestalten

Der KI und Jugendarbeitsmarkt steht zunehmend im Fokus internationaler Debatten. Beim ECOSOC Youth Forum bringen junge Menschen ihre Perspektiven auf KI Youth Employment ein und entwickeln konkrete Ansätze für eine faire und inklusive Arbeitswelt im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.

Im Sitz der Vereinten Nationen wurde in dieser Woche nicht nur über künstliche Intelligenz gesprochen, dort wurde über ihre sozialen Folgen verhandelt, und zwar aus einer Perspektive, die in Debatten über Zukunft, Arbeit und Digitalisierung noch immer viel zu selten im Zentrum steht: der von jungen Menschen selbst. Dabei spielte auch der KI und Jugendarbeitsmarkt eine zentrale Rolle.

Junge Perspektiven im Zentrum der Debatte

Beim ECOSOC Youth Forum 2026 fand am 15. April das Side Event „AI’s Impact on Youth Employment: Co-Creating Pathways to Decent Work“ ausgerichtet von AIESEC und WE EMPOWER statt. Mehr als 60 Teilnehmende überwiegend zwischen 18 und 27 Jahren aus unterschiedlichen Ländern, Sektoren und Lebensrealitäten kamen zusammen, um nicht bloß die Risiken von KI zu diskutieren, sondern konkrete Lösungen zu entwickeln – insbesondere im Kontext von KI und Jugendarbeitsmarkt und KI Youth Employment.

Wie KI den Arbeitsmarkt für junge Menschen verändert

Die Ausgangslage war eindeutig. Junge Menschen erleben derzeit, wie sich der Arbeitsmarkt durch KI verschiebt: Einstiegsjobs verschwinden oder werden automatisiert, Praktikumsaufgaben werden von Tools übernommen, Bewerbungsprozesse laufen zunehmend über Algorithmen. Zugleich hinken Bildungssysteme den neuen Anforderungen hinterher, und der Zugang zu KI-Kompetenzen bleibt global extrem ungleich.

Den Anfang machten kurze Impulse und ein Panel, besetzt mit Carmen Gamon Lazaro, Management and Programme Analyst Strategic Workforce Planning Section Office of Human Resources Department of Management Strategy, Policy and Compliance of the UN, Zukunftsforscherin und Psychologin Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg, Psychologin und ehemalige Vice President of AIESEC International Lorena Stephanie und die Executice Director of Ontario Montclair School District Veronica Bucheli, moderiert von Abdul Wasay, President Communications of AIESEC International.

KI und Jugendarbeitsmarkt: ECOSOC Youth Forum setzt Impulse Bildcredits: AIESEC Speakers

Die größten Herausforderungen im KI und Jugendarbeitsmarkt

Die Teilnehmenden dann beschrieben in dem nachfolgenden Workshop diese Lage nicht als ein abstraktes Zukunftsszenario, sondern als Realität. Ihre Analyse zeigte drei besonders drängende Muster: eine wachsende Lücke zwischen schulischer Ausbildung und den Anforderungen des KI-Zeitalters, ungleiche Zugänge zu KI-Bildung und Training sowie einen schrumpfenden Zugang zu Einstiegspositionen, die traditionell den Übergang ins Berufsleben ermöglicht haben – zentrale Herausforderungen im KI und Jugendarbeitsmarkt.

Konkrete Lösungsansätze aus dem Youth Forum

Aus dieser Diagnose entstanden acht konkrete Lösungsansätze, die im Raum entwickelt, vorgestellt und anschließend gemeinsam priorisiert wurden.

Ein Vorschlag verband staatliche Regulierung mit Bildungsarbeit: Unternehmen sollen bei der Einführung von KI stärker in die Verantwortung genommen werden, während NGOs und zivilgesellschaftliche Träger Unternehmen wie auch Bewerbende zu einem verantwortungsvollen Umgang mit KI schulen. Ein anderer Ansatz setzte auf portable Micro-Credentials, also kurze, praxisnahe Qualifikationen, die direkt an den Bedarf der Wirtschaft gekoppelt und über Ländergrenzen hinweg anerkennbar sind. Wieder andere Gruppen forderten, dass KI-Kompetenz nicht als Spezialthema behandelt werden darf, sondern in allen Fächern und Lernkontexten vermittelt werden sollte.

Forderungen nach klaren Regeln für KI

Besonders deutlich wurde dabei ein gemeinsamer Nenner: KI braucht Regulierung. Mehrere Gruppen forderten Regeln für den Einsatz von KI im Recruiting, damit menschliche Urteilskraft im Einstellungsprozess nicht durch automatisierte Systeme ersetzt wird. Andere betonten, dass Bildungsangebote nicht von oben herab gestaltet werden dürfen, sondern lokal ansetzen müssen, etwa durch Jugendinitiativen, die vor Ort Bedarfe erheben und daraus passgenaue Trainingsangebote entwickeln.

KI und Jugendarbeitsmarkt: ECOSOC Youth Forum setzt Impulse Bildcredits: AIESEC

Gerechtigkeit und Zugang als zentrale Themen

Auch der Gerechtigkeitsaspekt spielte eine zentrale Rolle. Die Teilnehmenden machten klar: Wenn KI-Bildung nur dort stattfindet, wo ohnehin schon Ressourcen, Infrastruktur und Zugang vorhanden sind, dann wird die Technologie bestehende Ungleichheiten eher verschärfen als abbauen.

Junge Menschen als Mitgestalter der Arbeitswelt

Das Besondere an dieser Session war die Haltung dahinter. Die Jugendlichen verstanden sich nicht als Zielgruppe, die „nachziehen“ muss. Sie verstanden sich als Mitgestalterinnen und Mitgestalter eines neuen Arbeitsmarkts. Ihre zentrale Botschaft: Nicht junge Menschen müssen sich allein anpassen, Systeme, Institutionen und Arbeitgeber müssen sich ebenso verändern.

Ein klarer Anspruch für die Zukunft

Am Ende stand kein kulturpessimistischer Befund, sondern ein klarer Anspruch. Wenn KI die Arbeitswelt umformt, dann muss diese Transformation fair, reguliert, inklusiv und menschenzentriert gestaltet werden. Genau dafür lieferten die jungen Teilnehmenden einen bemerkenswert präzisen Entwurf – mit klaren Impulsen für den KI und Jugendarbeitsmarkt und die Debatte rund um KI Youth Employment.

Bildcredits: AIESEC

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Anabel Ternès von Hattburg
Anabel Ternès von Hattburg
CEO Sustain Plus, Experts for Life und BrightShift Media & SRH Institute for Innovation & Sustainability Management, Professur für Kommunikationsmanagement in der Nachfolge von Dieter Kronzucker, Präsidentin Club of Budapest Germany, Zukunftsforscherin mit starkem KI Knowhow, Unternehmerin, Journalistin, Radio-Moderatorin - Thought Leader Dr. Anabel Ternès steht für Innovation, Nachhaltigkeit und Self-Leadership. Mit ihren Texten, Shows, Podcasts und Vorträgen inspiriert sie für eine stärkere Verbindung zu uns, zu anderen und für ein Eintreten für eine lebenswerte Welt, in der Technologie und Nachhaltigkeit voneinander profitieren.
- Advertisement -
spot_img

StartupValley WhatsApp

Sei immer einen Schritt voraus! Tägliche Updates: Events, Termin & echte Insider-Tipps – direkt in dein WhatsApp!

StartupValley Newsletter

Erhalte regelmäßig die wichtigsten internationalen Startup-News in dein Postfach!

PREMIUM STARTUPS

Neueste Beiträge

Premium Events

spot_img
spot_img
spot_img
spot_img

Das könnte dir auch gefallen!

StartupValley Newsletter

Erhalte regelmäßig die wichtigsten internationalen Startup-News in dein Postfach!