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Lexroom entwickelt mit Lexroom KI Zivilrecht eine Plattform für europäische Kanzleien und Rechtsabteilungen. Das Startup will juristische Arbeit schneller, präziser und einfacher machen und expandiert nun weiter in Europa.
Lexroom KI Zivilrecht erweitert den europäischen Rechtsmarkt
Lexroom sichert sich 50 Millionen US-Dollar in Series B – KI für das europäische Zivilrecht
Die Runde wird von Left Lane Capital angeführt, gemeinsam mit Base10 Partners, Eurazeo, Acurio Ventures und weiteren Bestandsinvestoren. Sie folgt acht Monate auf die 19-Millionen-Series-A und finanziert die Expansion in den kontinentaleuropäischen Rechtsmarkt. Dort arbeitet die Mehrheit der über eine Million Anwälte Europas täglich.
Mailand, 19. Mai 2026 – Lexroom gibt heute den Abschluss einer Series-B-Finanzierungsrunde über 50 Millionen US-Dollar bekannt. Angeführt wird die Runde von Left Lane Capital. Außerdem beteiligen sich Base10 Partners, Eurazeo, Acurio Ventures sowie die Early Investors Entourage und View Different.
Die Finanzierung folgt acht Monate nach der Series A über 19 Millionen US-Dollar. Damit steigt das insgesamt eingeworbene Kapital auf mehr als 73 Millionen US-Dollar. Die Plattform zählt inzwischen mehr als 8.000 Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen zu ihren Nutzern.
Fehlerhafte KI Lösungen sorgen für Probleme in Kanzleien
Hinter der Finanzierung steht eine klare These: KI für Juristen funktioniert nur mit einer starken Datenbasis.
Viele Anbieter verfolgen aktuell einen anderen Ansatz. Sie passen allgemeine Sprachmodelle an juristische Inhalte an und kombinieren diese mit einer entsprechenden Oberfläche. Allerdings lassen sich die Ergebnisse oft weder prüfen noch sauber zitieren.
Deshalb verlieren viele Anwälte das Vertrauen in solche Systeme. Bereits mehr als 1.300 Gerichtseingaben mit KI-generierten Fehlern wurden dokumentiert. Dazu zählen erfundene Urteile, nicht existierende Paragraphen und falsch wiedergegebene Quellen.
Mehrere führende Kanzleien mussten sich deshalb bereits öffentlich bei Richtern entschuldigen.
Lexroom setzt auf verlässliche juristische Daten
„Als wir Lexroom gegründet haben, war uns von Anfang an klar: Anwälte brauchen bessere Werkzeuge, und Sprachmodelle können sie liefern“, sagt Paolo Fois, CEO und Mitgründer von Lexroom.
„Was bislang fehlte, war die Datengrundlage – aktuelle Gesetze, einschlägige Urteile und juristische Verfahren. Eine KI für das kontinentaleuropäische Recht muss zuerst in Daten denken. Genau das bauen wir jetzt gemeinsam mit Left Lane auf: das KI-Rückgrat der Rechtsbranche.“
Die Nutzungsdaten zeigen bereits deutliche Ergebnisse. Zwei Drittel der Lexroom-Anwender sind täglich aktiv. 94 Prozent nutzen die Plattform jede Woche. Solche Werte erreichen meist nur zentrale Arbeitswerkzeuge wie E-Mail oder Word.
Auch im Kanzleialltag zeigt sich der Effekt deutlich. Recherchen dauern heute oft nur noch Minuten statt Stunden. Schriftsätze entstehen in Stunden statt in Tagen.
Dadurch können Anwälte mehr Mandate gleichzeitig betreuen, ohne an Qualität zu verlieren.
Expansion nach Deutschland und Spanien startet
Die Auswirkungen reichen über einzelne Kanzleien hinaus. In Europa arbeiten mehr als eine Million Anwälte. Die meisten davon sind in Einzelkanzleien oder kleinen Sozietäten tätig.
Diese Kanzleien übernehmen einen großen Teil der juristischen Arbeit. Oft sind sie außerdem die erste Anlaufstelle für Bürger mit rechtlichen Fragen.
Schnellere Kanzleien bedeuten deshalb auch ein schnelleres Rechtssystem. Mandanten erhalten schneller fundierte Antworten und der Zugang zum Recht wird einfacher.
Die mehr als 8.000 Kanzleien auf der Plattform profitieren bereits davon. Mit der neuen Series B will Lexroom diesen Vorteil nun im gesamten europäischen Rechtsmarkt ausbauen.
„Paolo, Martina und Andrea haben etwas geschafft, das in diesem Markt selten ist“, sagt Paddy Dillon, VP bei Left Lane Capital.
„Lexroom hat ein B2B-Produkt entwickelt, das Nutzer wirklich begeistert und täglich verwenden. Gleichzeitig macht die Plattform Anwälte besser und nicht überflüssig. KI wird hier zum Partner und nicht zur Bedrohung.“
Den Anfang machte Italien. Das Land zählt rund 250.000 zugelassene Anwälte und gilt als eines der anspruchsvollsten Rechtssysteme Europas.
Mit der Series B startet Lexroom jetzt den Markteintritt in Spanien und Deutschland. Lokale Teams entwickeln dort gemeinsam mit Kanzleien neue Funktionen für die jeweiligen Rechtssysteme.
Bild v.l.: Andrea Lonza, Paolo Fois, Martina Domenicali@Lexroom
Quelle akima

























