Donnerstag, April 3, 2025
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Vertrauen, Ambition und Spaß sind extrem wichtig

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Unchained Robotics Automatisierungstechnik

Unchained Robotics unabhängige Plattform für Automatisierungstechnik für Fertigungsprozesse in Unternehmen- Zugang zu Robotik und Automatisierung

Stellen Sie sich und das Startup Unchained Robotics doch kurz unseren Lesern vor!

Unchained Robotics ist eine unabhängige Plattform für Automatisierungstechnik für Fertigungsprozesse in Unternehmen. Wir sind ein Technologie-Startup aus Paderborn und verstehen uns als Problemlöser für die deutsche Wirtschaft. Wir öffnen den Zugang zur Robotik und Automatisierung für alle und bieten mit unserer Plattform maßgeschneiderte Lösungen, aber auch fertige Musterlösungen an, die bereits in Unternehmen erfolgreich eingesetzt wurden. Automatisierungstechnik ist dank Unchained Robotics einfach, flexibel und transparent.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mladen: 

Kevin und ich glauben daran, dass Robotik schon lange keine Raketen-Wissenschaft mehr ist. Nach meinem Aufenthalt in China habe ich gesehen, dass die Anwendung von Robotik einfacher und komfortabler zugänglich sein muss – für jeden und jede! Nur so bleibt Deutschland und ganz Europa langfristig wettbewerbsfähig.

Kevin: 

Es geht darum, einfache Lösungen anzubieten, die die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine verbessern. Alle Unternehmen sollten gleichermaßen von der innovativen Technologie profitieren “dürfen”. Als wir angefangen haben, waren all diese Punkte nicht gegeben. Die Robotik klingt nach einer sehr innovativen und modernen Branche, ist aber in alten, klassischen Prozessen des Maschinenbaus gefangen. Das wollen wir ändern!

Welche Vision steckt hinter Unchained Robotics?

Wir glauben an eine Welt, in der Robotik den Arbeitsalltag aller Menschen unterstützt. Für uns teilt sich die Welt nicht in ein “schwarz oder weiß”, in Mensch oder Maschine. Wir sind überzeugt davon, dass die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ein wichtiger Bestandteil unserer Zukunft ist – gerade auch mit Hinblick auf den akuten Fachkräftemangel. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben Unchained Robotics direkt aus der Universität heraus gegründet. Für uns gab es die fantastische Möglichkeit über das StartUp Transfer.NRW Programm den Grundstein von Unchained Robotics zu legen. Hierdurch bekamen wir wichtige Erkenntnisse in der Entwicklung, auch durch erste schnelle Industrieprojekte. Dank Venture Capital können wir nun weiter wachsen und unsere Services und Angebote ausbauen und verbessern.

Wer ist die Zielgruppe von Unchained Robotics?

Als Vermittler der Technologie wenden wir uns vor allem an den deutschen Mittelstand – und damit an das Rückgrat unserer Wirtschaft. Produzierende Unternehmen aus Metall-, Holz-, und Logistikindustrie sind derzeit unsere Hauptkunden. Uns ist es wichtig, dass unsere Lösungen nicht nur von großen Industrieunternehmen, sondern auch von KMUs eingesetzt werden können.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Plattform bietet maßgeschneiderte Lösungen, aber auch fertige Musterlösungen für Automatisierungen, die bereits in Unternehmen erfolgreich eingesetzt wurden. Durch eine Art “LEGO-Bauweise” bringen wir schnell und kosteneffizient Roboter und die notwendigen Komponenten zusammen. So können Automatisierungsprozesse im Unternehmen nahezu spielerisch implementiert werden. 

Statt also monatelang nach den passenden Anbietern zu suchen und auf der Suche an tiefergehenden Informationen zu verzweifeln, findet man bei Unchained Robotics alle wichtigen Informationen an einem Ort. So klickt man sich in nur wenigen Schritten seine eigenen Roboter zusammen.

Unchained Robotics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren jede produzierende Fabrik in Deutschland mit einem Roboter auszustatten, der über Unchained Robotics gefunden und implementiert wurde.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Vertraut auf euer Bauchgefühl, vor allem wenn es um die weitreichenden und wichtigen Entscheidungen geht.

Sucht euch Mitgründer:innen, denen ihr voll vertrauen könnt. Wichtig ist es, dass man sich auf die Stärken der Kolleg:innen verlassen kann und sich somit gegenseitig ergänzt und ausgleicht.

Genau so wichtig wie Mitgründer:innen sind auch die ersten Mitarbeiter:innen. Vertrauen, Ambition und Spaß sind extrem wichtig, wenn man gemeinsam etwas für Jahre und nicht nur für Monate aufbauen will.

Wir bedanken uns bei Mladen Milicevic und Kevin Freise für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mit einer Überarbeitung der Website ein höheres Google-Ranking erreichen

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website relaunch google-ranking

Wer das Ziel verfolgt, mit der eigenen Webseite in dem Google-Ranking weiter vorne zu erscheinen, der sollte sich einmal mit einer Überarbeitung der eigenen Webseite beschäftigen. Worum es sich bei einem solchen Relaunch genau handelt und welches die häufigsten Fehler bei der Überarbeitung einer Webseite sind, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag verraten. Außerdem stellen wir Ihnen vier Änderungen vor, die bei einem Relaunch Sinn ergeben. 

Was genau ist ein Relaunch?

Bei einem Relaunch handelt es sich im Grunde um die Überarbeitung und Optimierung einer bereits bestehenden Webseite. Diese wird während des Relaunchs zum Teil erneuert und anschließend wiederveröffentlicht, was als Relaunch bezeichnet wird.  

Häufige Fehler bei Relaunchs

Zu den häufigsten Fehlern im Rahmen eines Website-Relaunches gehören unter anderem die folgenden: 
  • Weiterleitungen funktionieren nach dem Relaunch nicht mehr
  • Die Ladezeit der Webseite hat sich verschlechtert
  • Es fehlen Title-Tag oder Meta-Descriptions
  • Auf der Webseite wurden die Google Search Console und Google Analytics nicht eingebunden
  • Das Kontaktformular funktioniert nicht wie gewünscht 
  • Die Darstellung auf mobilen Geräten ist mangelhaft
  • Das disavow File wurde nicht in der Google Search Console hochgeladen
  • Es wurde keine Sitemap erstellt
  • Es sind 404-Fehler auf der Webseite vorhanden 
  • Auf der Webseite sind mehr oder weniger indexierbare URLs vorhanden als zuvor
  • Google Ads und Facebook-Werbekampagnen wurden nicht verlinkt
  • Die Adressänderung wurde nicht in der Google Search Console vermerkt

Damit ein unkomplizierter Relaunch der Website funktioniert, sollten Sie bei der Überarbeitung Ihrer Webseite auf die Unterstützung durch eine professionelle Online-Marketing Agentur vertrauen. 

4 Relaunch-Arten für die Website

Eine Webseite kann auf unterschiedliche Arten überarbeitet werden, von denen während eines Relaunchs in der Regel mehrere durchgeführt werden. Mitunter wird auch die gesamte Website rundum erneuert, wofür alle vier Relaunch-Arten im Anschluss aneinander durchgeführt werden. 

Neue Technologie

Mitunter kann es Sinn ergeben, die verwendete Technologie einer Webseite auszutauschen oder zu erneuern. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Besucher von den Änderungen im Anschluss an den Relaunch so wenig wie möglich merken. Dies kann zum Beispiel erforderlich sein, sofern der Betreiber einer Website auf ein anderes System umsteigen möchte oder weil das verwendete CMS veraltet ist und daher keine Updates mehr bekommt.  

Änderung der Inhalte

Bei den meisten Webseiten, bei denen während des Relaunchs sowohl die Technik als auch das Design verändert werden, werden in den meisten Fällen auch die Inhalte verändert. Aus SEO-Sicht ist das ein Problem, da durch das Löschen guter Inhalte das Ranking der Webseite sinkt und dadurch auch die Zahl der Besucher. 

Häufig wird bei der Erstellung neuer Inhalte zudem vergessen, diese innerhalb der Webseite zu verlinken, was aus SEO-Sicht ebenfalls äußerst kontraproduktiv ist.  

Neues Design der Website

Wird das Design einer Website verändert, doch nicht an der Technik oder den Inhalten, so spricht man von einem sanften Relaunch. Denn die Anpassung der Gestaltung einer Webseite ist im Vergleich zu anderen Relaunch-Arten relativ simpel. Dabei sollten Sie in erster Linie darauf achten, dass die Benutzer durch die überarbeitete Gestaltung nicht verwirrt werden, sondern diesen auch im Anschluss an den Relaunch sämtliche Funktion wie gewohnt zur Verfügung stehen. 

Neue Domain der Website

Wird eine bestehende Webseite unter einer neuen Adresse wiederveröffentlicht, kann sich das äußerst stark auf die Sichtbarkeit von dieser auswirken. Sinn ergibt ein Wechsel der Website-Domain vor allem dann, wenn mit einer bestehenden Webseite in Zukunft auch internationale Nutzerschichten angesprochen werden sollen. Denn in diesem Fall kann eine Umstellung von einer .de auf eine .com zu einem gesteigerten Interesse im internationalen Raum beitragen. 

Autor: Alexander Triesch

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die Reise als Gründer ist lang und intensiv

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Forget.finance Finanz-App hybrides Finanzcoaching

Forget.finance ist die erste Finanz-App, die hybrides Finanzcoaching mit integrierter Vermögensverwaltung kombiniert

Stellen Sie sich und das Start-up Forget.finance doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Konradin Breyer und gemeinsam mit meinem Co-Founder Jurek Herwig habe ich 2020 das FinTech in Berlin gegründet. Forget.finance ist die erste Finanz-App, die hybrides Finanzcoaching mit integrierter Vermögensverwaltung kombiniert. Unsere Mission ist, jedem ein einfacheres Finanzleben und mehr Unabhängigkeit zu ermöglichen. Unser Beratungsmix aus einem personalisierten KI-Bot und echten Finanzcoaches hilft Nutzer:innen direkt über die Forget.finance App ohne Vorkenntnisse sinnvoll für ihr Ziele zu sparen und zu investieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mein Co-Founder Jurek Herwig und ich sind seit 2017 Freunde. Jurek war damals CTO von Neugelb und baute mit mehreren Teams die Commerzbank App auf. Ich verantwortete als Produktchef von Freeletics eine der erfolgreichsten Fitness-Coaching-Apps der Welt. Die App hat damals Millionen Menschen mit unterschiedlichen Fitness-Levels durch personalisierte Trainingspläne zum Sport motiviert. 

Mit einem Hintergrund in VWL und meiner Leidenschaft für Finanzthemen wurde ich (mittlerweile zertifizierter) Finanzexperte und habe immer mehr Freunden und Freundesfreunden bei ihren Finanzen geholfen. Angesichts der massiven Beratungslücke in der digitalen Finanzwelt beschlossen Jurek und ich, unsere Expertisen zusammenzuschließen. 2020 entstand die Idee, den digitalen Coaching-Ansatz von Freeletics in die Finanzwelt zu übertragen. Mit Forget.finance läuten wir eine neue Finanzberatungs-Ära ein, die transparent, personalisiert und automatisiert ist.

Welche Vision steckt hinter Forget.finance?

Unsere Vision ist es, dass jeder Mensch unabhängig von Finanzwissen und Vermögen seine bzw. ihre finanzielle Zukunft mit gutem Gefühl planen kann. Dafür bauen wir eine Plattform, die empathisch berät und das Finanzleben durch intelligente Integrationen von Finanzprodukten ganzheitlich automatisiert.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Trotz Gründung während einer globalen Pandemie haben wir ein Spitzenteam aus Finanz-, Tech-, Marketing- & Produkt-Expert:innen auf die Beine stellen können. Mit unserem kleinen Team haben wir in wenigen Monaten einen neuen, personalisierten Ansatz zum Sparen & Investieren auf den Markt gebracht, der nicht nur gut für die finanzielle Zukunft der Nutzer:innen ist, sondern auch nachhaltig ist und Spaß macht – davon können klassische Banken und Vermögensverwalter nur träumen und schauen sich unsere Entwicklung ganz genau an.

Um das zu schaffen, mussten wir Nutzer:innen intensiv in unsere Konzeption einbeziehen und die App in mehreren Iterationen entwickeln. Erst haben wir nur Finanzcoaching angeboten, mittlerweile investieren Kunden automatisch, indem sie ihr Konto verbinden und über uns ein Depot eröffnen. Dabei profitieren wir von meinem Produkt-Hintergrund von Freeletics, wo ich mehrere Hundert Entwicklungsschritte verantwortet habe. Das ist im FinTech-Bereich eher unüblich und herausfordernd. Wir müssen bei jedem Schritt die Regulatorik und Sicherheit bedenken, da wir schließlich wichtige Finanzentscheidungen beeinflussen und echtes Geld bewegen. 

Letztes Jahr erhielten wir bei unserer Pre-Seed Finanzierung  700.000 Euro von namhaften Gründern aus der Startup-Szene, darunter Marcus Wolsdorf (HW Capital) und Hanno Renner (Personio). Die Seed-Finanzierung  steht für dieses Jahr schon in den Startlöchern.

Wer ist die Zielgruppe von Forget.finance?

Altersarmut betrifft vor allem Millennials. Deshalb ist unsere App speziell auf die Bedürfnisse dieser Generation zugeschnitten. Es ist ungerecht, dass sich nur diejenigen optimal für die Zukunft aufstellen und Vermögen aufbauen, die durch ihr Umfeld einen Wissensvorsprung haben oder sich selbst tief in Finanzthemen eingraben – und selbst dann noch Fehler machen. Wir richten uns deshalb an alle, die ihre Finanzen mit einer digitalen, einfachen User Experience und mit Finanzcoaches an ihrer Seite regeln möchten. Das Vertrauen in klassische Finanzberater:innen ist bei jungen Menschen minimal. Wir wollen diese Branche mit unserem digitalen und empathischen Beratungsansatz revolutionieren.

Wie funktioniert Forget.finance? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Durch unseren Beratungsmix aus KI-Bot direkt in der App und menschlichen Finanzcoaches im Chat, motivieren wir junge Menschen, nachhaltig für ihre Zukunft zu sparen und zu investieren. Dabei vereinfachen wir das Thema Finanzen maximal, indem unsere App Nutzer:innen intelligente Spartöpfe und automatisierte Sparpläne zur Verfügung stellt. 

Sobald die Forget-App geöffnet wird, leitet der Finanzbot Coin Nutzer:innen personalisiert durch die Planung verschiedener Bereiche ihres Finanzlebens: vom Notgroschen, über konkrete Sparziele, bis hin zu langfristigen Investments für die finanzielle Zukunft. Auf spielerische Art und Weise lernen Sie dabei relevantes Finanzwissen und treffen mit dem Finanzbot Coin an ihrer Seite wichtige Finanzentscheidungen. 

Wer zusätzlich von realen Finanzexpert:innen beraten werden möchte, kann über den WhatsApp-Chat mit den Forget.coaches in Kontakt treten. Uund sich alle Finanzfragen beantworten lassen. Die Coaches geben Empfehlungen zu der ganz individuellen Situation und zu den besten Finanzprodukten am Markt. Und das ganz ohne Fachjargon und auf Augenhöhe.

Forget.finance, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten 5 Jahren werden wir zu der ersten digitalen Bank mit Beratung und Automatisierung des ganzen Finanzlebens. Ganz nach unserem Motto “Less Finance – More Life” werden unsere Kunden ein Leben mit mehr Freiheit und Unabhängigkeit leben, da wir ihre Finanzen ganzheitlich optimal regeln. Um die Hürden von Finanzprodukten maximal zu reduzieren, werden wir in unsere Plattform weitere Finanzprodukte mit unserem Coaching-Layer on top integrieren, etwa Versicherungen, Krypto und Immobilien. Das Forget-Team von aktuell 10 Mitarbeiter:innen wird sich bereits dieses Jahr verdreifachen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Die Reise als Gründer ist lang und intensiv. Ich würde deshalb Entrepreneurs empfehlen, an einem Thema zu arbeiten, das Sinn stiftet und für das man sich viele Jahre begeistern kann.

Am Anfang haben mein Mitgründer Jurek und ich alles zu zweit gemacht, jetzt müssen wir uns beim Skalieren voll vertrauen, dass jeder seine Bereiche top aufbaut. Deshalb mein Tipp: Seid geduldig bei der Co-Founder Suche. Es zahlt sich aus. Wir hatten eine Probezeit von 3 Monaten vereinbart, in der wir geprüft haben, ob wir komplementär sind, Ergebnisse erzielen und es auch Freude macht, gemeinsam zu arbeiten

Ein Netzwerk aus anderen Gründer:innen, Business Angels und Expert:innen in verschiedenen Bereichen sollte man früh und kontinuierlich aufbauen, bevor man diese wirklich “braucht”. Dann hat man schon ein Vertrauensverhältnis und es wird deutlich einfacher, wenn man später Finanzierung sucht, vor komplexen Fragen steht oder top Talente für’s Team sucht.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Forget.finance

Kontakt:

Forget X GmbH
Zeughofstraße 20
D-10997 Berlin

www.forget.finance
hello@forget.finance

Ansprechpartner: Konradin Breyer

Social Media:
App-Store
LinkedIn
Instagram
Facebook

An sich glauben!

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fayrganic apparel faire, vegane und nachhaltige Periodenunterwäsche

fayrganic apparel: Faire, vegane und nachhaltige Periodenunterwäsche

Stellen Sie sich und das Startup fayrganic apparel doch kurz unseren Lesern vor!

Der Name fayrganic ist aus den Worten „fair“ und „organic“ zusammengesetzt und stellt zwei der wichtigsten Grundsätze des Unternehmens dar. Wir sind ein nachhaltiges Startup aus Berlin. Wir möchten Menstruierenden ein nachhaltiges, faires, veganes und natürliches Periodenprodukt bieten, dass sich ihren Bedürfnissen anpassen lässt. Deshalb haben wir die modulare Periodenunterhose entwickelt.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Uns liegt das Thema Nachhaltigkeit am Herzen und vor allem im Bereich nachhaltige Periode gibt es noch einiges zu tun. Nachhaltigkeit liegt im Trend und viele Unternehmen springen auf den Zug mit auf. Dabei entsteht viel Greenwashing. Der Begriff Nachhaltigkeit ist leider nicht geschützt. Das bedeutet, jedes Unternehmen legt ihn anders aus. Wir möchten es besser machen und ganzheitlich nachhaltig handeln!

Was war bei der Gründung von fayrganic apparel die größte Herausforderung?

Durchhalten und jeden Stein im Weg beiseite räumen! Da wir hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Fairness haben, kamen für die Herstellung unseres Produkts nur GOTS-zertifizierte Unternehmen in Frage. Hier passende Partner*innen zu finden, die unsere Ansprüche erfüllen können, war nicht leicht!

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Jain. Das kommt ganz auf die eigenen Ansprüche an. Natürlich ist noch nicht alles perfekt wenn wir starten, aber es gibt Punkte, vor allem im Bereich Nachhaltigkeit, auf die wir nicht verzichten wollten. Darunter z.B. die GOTS-Zertifizierung. In anderen Bereichen können wir bestimmt noch besser werden und streben die Erfüllung dieser Ziele, nach dem Verkaufsstart, nach und nach an.

Welche Vision steckt hinter fayrganic apparel?

Wir möchten nachhaltige und faire Produkte entwickeln, die den Käufer*innen das Leben leichter machen und neue Maßstäbe im Bereich nachhaltige Periode setzten. Ganz nach dem Motto: „fair für alle!“

Wer ist die Zielgruppe von fayrganic apparel?

Zielgruppe sind erst einmal alle Menstruierenden Personen aber auch Menschen die gerne nachhaltige Unterwäsche kaufen. Personen die sich für einen nachhaltigen und fairen Lebensstil interessieren und diejenigen die im Bereich Periode einfach mal etwas Neues probieren wollen!

Was ist das Besondere an der Periodenunterwäsche?

Unsere Periodenunterwäsche ist die erste GOTS-zertifizierte auf dem Markt! Sowohl die Einlage als auch die Unterhose bestehen aus Bio-Baumwolle. Das wirklich besondere ist aber die Modularität. Die Einlage lässt sich fest und verrutsch-sicher in die Unterhose integrieren. Nach Belieben kann die Einlage ausgetauscht oder die Unterhose ohne Einlage getragen werden. Das heißt die Unterhose ist auch außerhalb der Periode tragbar.

Die Einlage wird es in verschiedenen Saugstärken geben, aus denen die Kund*innen wählen können. Wichtig ist uns vor allem der Begriff „vulvafriendly“. Das bedeutet keine Biozide wie Silberionen, keine Pestizide und keine synthetischen Materialien in der Einlage. Außerdem ist das Produkt rein vegan!

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wie gesagt, bieten wir die erste GOTS-zertifizierte Periodenunterwäsche auf dem Markt an. Auch die Modularität unterscheidet uns stark von unseren Wettbewerber*innen. Dadurch ist unser Produkt individualisierbar und vielseitig einsetzbar. Unser Produkt ist nicht nur durch die Wiederverwendbarkeit nachhaltig, sondern auch durch die Wahl der Materialien (Bio-Baumwolle). Die GOTS-Zertifizierung umfasst die gesamte Wertschöpfungskette sowie soziale Standards und unterliegt strengen Bestimmungen und Kontrollen. Auch verwenden wir, im Gegensatz zu vielen anderen Wettbewerbern, keine synthetischen Materialien in der Einlage und setzen hier ganz auf natürliche Stoffe.

fayrganic apparel, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ziel ist es, ein etabliertes Fair Fashion Unternehmen zu schaffen und unsere Ressourcen in die Entwicklung von nachhaltigen Innovationen zu stecken. Außerdem möchten wir eine Plattform schaffen, sich konstruktiv zum Thema nachhaltige und faire Bekleidung auszutauschen. Wir möchten uns dafür einsetzen im Bereich nachhaltige Mode mehr Transparenz zu schaffen und dem Begriff Nachhaltigkeit klarer zu definieren!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

-Durchhalten

-Hilfe holen

-An sich glauben!

Wir bedanken uns bei Lucie Vollmeyer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleib flexibel bei der Umsetzung

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Crossoak Lounge App Kontakte Umgebung

Crossoak mit der Lounge App neue Kontakte in deiner Umgebung finden

Stellen Sie sich und das Startup Crossoak doch kurz unseren Lesern vor!

Wir (Christian, Mario, Kristijan und Oliver) sind vier Teilhaber der im Juli gegründeten Crossoak GmbH. Zwei von uns leben in Reutlingen, einer in Zürich und einer in New York. Jeder Unternehmer der Crossoak GmbH hat langjährige, internationale Berufserfahrung in den verschiedensten Industrien (Fashion, Sport, Entertainment, Consulting, Automotive, Gastronomie) und Funktionen (IT, Projektmanagement, Eventmanagement, Marketing, und weitere). 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mit der Idee der App kam auch die Idee der Firmengründung. Wir waren überzeugt von unserem Konzept der App und wollten unsere Vision in unserem eigenen Unternehmen realisieren.

Welche Vision steckt hinter Crossoak?

Wir wollen es Leuten mit der Lounge App erleichtern neue Kontakte in ihrer unmittelbaren Umgebung zu knüpfen und zugleich versichern, dass die Privatsphäre der User respektiert wird, indem keine persönlichen Daten mit Dritten geteilt werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größte Herausforderung ist es die Aufmerksamkeit für unsere Lounge App zu schaffen. Als Produkt „Made in Germany“ möchten wir die App zuerst in Deutschland auf den Markt bringen und erhoffen uns Unterstützung bei der Erstellung von Kooperationen mit FHs, Unis und anderen Partnern. Eines der Hauptziele wird sein, dass die notwendige User-Dichte von Beginn an erreicht wird. Wir finanzieren uns bisher nur durch Eigenkapital der vier Teilhaber.

Wer ist die Zielgruppe von Crossoak?

Im ersten Schritt sind Studenten aller Geschlechter im Alter von 18-29 Jahren die Zielgruppe unserer Lounge App. Generell gibt es keine Einschränkung für Personen ab 18.

Wie funktioniert die App? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Lounge ermöglicht es spontan und live neue Leute aus der direkten Umgebung kennenzulernen. Anders als bei gängigen Dating Apps wird der Nutzer dazu aufgefordert, aktiv zu sein um Kontakte live und in Echtzeit im nahen Umfeld zu knüpfen – es reicht nicht auf der Couch zu sitzen und links und rechts zu „swipen“, sondern man muss sich im wahren Leben über den Weg laufen. Die App „connected“ einander nur bei gegenseitigem Interesse. Da die andere Person sich in unmittelbarer Nähe (Bluetooth-Range) befindet, werden somit auch Fake-Profile eliminiert. Zusätzlich legen wir höchsten Wert auf das Thema Privatsphäre: Profildaten bleiben auf dem Smartphone und werden nicht auf Servern gespeichert. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser erstes Ziel ist es die Lounge App in Deutschland auf den Markt zu bringen und zu etablieren. Wir möchten aktiv Feedback von unseren Usern einholen und auf deren Bedürfnisse eingehen. Später möchten wir die App in verschiedenen internationalen Märkten anbieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Bleib flexibel bei der Umsetzung – versteife Dich nicht zu sehr auf Deine Idee, sondern reagiere auf die Anforderungen, die Dir Deine Kundschaft vermittelt

2. Spreche lieber über Deine Idee mit anderen, anstatt sie geheim zu halten und hole Dir möglichst viel Feedback aus Deinem Umfeld

3. Fokussiere dich auf die Umsetzung und den Prototypen und verliere dich nicht zu sehr in Details

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Crossoak

Kontakt:

Crossoak GmbH
Deilinger Str. 45
D-78564 Wehingen

https://www.lounge-app.eu
info@lounge-app.eu

Ansprechpartner: Mario Wolf

Social Media:
TikTok
LinkedIn

Covid-Leadership reloaded: Fünf Erfolgs-Skills für das Jahr 2022

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leadership skills

Nach Remote und Digital Leadership und dem Erwerb von umfangreichem technologischen Knowhow 2021 zählen Krisen-Skills für Führungskräfte im neuen Jahr mehr denn je: mit Fokus auf Menschenführung, Resilienz und flexiblen Strategien zur Krisenbewältigung. 

Welche fünf Leadership-Skills für Führungskräfte 2022 besonders wichtig sein werden, analysiert Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy.

„Im ersten Pandemiejahr 2020 ging es um’s Feuerlöschen, darum möglichst rasch zu handeln, Führungskräfte sind von einem Ausnahmezustand in den nächsten katapultiert worden: von heute auf morgen mit dem Unternehmen digital zu werden, alte Businessmodelle zu verwerfen und in wenigen Wochen neue digitale zu implementieren – und praktikable Rahmenbedingungen für die richtige Mischung aus remote und hybridem Arbeiten zu schaffen“, so Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy. 

Wie sich Führung verändert: von der Feuerwehr zum Krisen-Management 

Mit Ausblick auf das neue Jahr 2022 ist der Fokus nun ein ganz anderer: „Weg vom akuten Feuerlöschen geht es jetzt verstärkt darum, die noch an unzähligen Stellen in den Unternehmen schwelenden Glutnester unter Kontrolle zu halten, um bei dieser Metapher zu bleiben. Das stellt Führungskräfte vor völlig neue Herausforderungen“, sagt die Dekanin. 

Nach der sachlichen und fachlichen Ebene der Unternehmensführung bringt uns die anhaltende Krise mit ihren Unwägbarkeiten und einer permanenten Unplanbarkeit zur Essenz der krisenbedingten Selbst- und Menschenführung. „Führungskräfte müssen nun auf die emotionale Ebene von Leadership setzen – und dafür braucht es ein Set mit ganz speziellen Soft Skills.“ 

Diese fünf Leadership-Skills sind für das Jahr 2022 für Führungskräfte absolut wesentlich:

Ein Zukunftsbild gegen die Gegenwarts-Tristesse malen.

Wenn wieder und wieder kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht ist, nimmt unweigerlich der Frust zu. Die Krise nagt an der Motivation, den Gemütern und der psychischen und mentalen Gesundheit von Mitarbeitern, aber auch von Führungskräfte selbst. Die Mehrfachbelastungen zwischen Home Office, Home Schooling, drohendem Jobverlust und sich ständig ändernden Bedingungen führten zu innerer Unruhe und einem zunehmenden Unsicherheitsgefühl. Barbara Stöttinger rät daher in Zeiten wie diesen, sich Inspiration von großen Persönlichkeiten der jüngeren Geschichte zu holen, die es mit einer Extraportion Mut, eiserner Disziplin und beinahe unmenschlicher Widerstandsfähigkeit geschafft haben, auch ausweglos erscheinenden Krisen zu meistern. Ein Vorbild sei Nelson Mandela: „Er musste eine lebenslange Haftstrafe absitzen und fand dennoch die Kraft, an seiner Vision einer neuen Gesellschaft für Südafrika weiterzuarbeiten – ohne Aussicht darauf, dass sein Albtraum jemals ein Ende haben sollte.“

Oder Viktor Frankl, der spätere Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, entkam dem Horror von vier Konzentrationslagern. „Auch er schaffte es, trotz grausamer Ausweglosigkeit seinen Blick hoffnungsvoll in eine unbestimmte Zukunft zu richten und sich vorzustellen, wie er etwa seine Antrittsvorlesung an der Universität Wien halten würde“, führt Barbara Stöttinger aus. „Von Ausnahmeerscheinungen wie ihnen können wir lernen, mit Krisen umzugehen:

Statt darauf zu warten, dass sich alles wieder normalisiert, ist es ganz wesentlich, die Aufs und Abs des (Business-) Lebens als sich ständig verändernde Rahmenbedingungen zu akzeptieren – ähnlich wie das Wetter“, sagt sie. Im zweiten Schritt gehe es darum, den Fokus auf die gestaltbare Zukunft zu lenken: „Wir brauchen nicht nur als Gesellschaft, sondern auch in Unternehmen eine größere Vision, ein Zukunftsbild, an dem wir bauen können und das uns Kraft und Motivation gibt, um weiterzumachen“, sagt Stöttinger. Soll bedeuten: nicht über den schwierigen Status Quo lamentieren, sondern proaktiv gemeinsam an der Zukunft arbeiten – unabhängig davon, welche Überraschungen die Pandemie noch für uns bereithält. 

Ambiguitätstoleranz erwerben. 

„Komplexe Probleme erfordern komplexe Lösungen – dazu müssen wir lernen, Widersprüchlichkeiten auszuhalten und eine Toleranz dafür zu entwickeln“, so Barbara Stöttinger. „Was heute gilt, kann morgen schon obsolet sein“: das zeigen auch die Informationen zum Corona-Virus, die durch neu hinzukommende Forschungserkenntnisse immer wieder aktualisiert werden (müssen). Wissen hat eine immer kürzere Halbwertszeit, Fakten sind manchmal unvollständig oder widersprüchlich, Maßnahmen nicht immer logisch. 

Fokus auf Lösungen richten.

Egal, ob es um Probleme der Gegenwart oder um mögliche der nahen Zukunft geht: Den Blick allein darauf zu richten, bringt uns nur tiefer in den Gedankenstrudel. „In der öffentlichen Diskussion geht es häufig darum, was falsch ist oder schiefläuft, der Fokus auf Lösungsvorschläge fehlt zumeist leider“, sagt Barbara Stöttinger. Hier seien auch in den Unternehmen gerade die Führungskräfte gefordert, ihre Rolle als „Chief Executive Problem Solvers“ wahrzunehmen: „Moderne Führung bedeutet auch, andere Menschen und sich selbst zu neuen Lösungen zu ermutigen.“ Besonders wichtig sei es daher, „Fake News und die damit verbundenen Unsicherheiten mit Fakten, rationalem Denken und mutigem Handeln zu begegnen.“

Strategic Foresight als Scenario Modeling Tool etablieren.

„Durch die Krise mussten viele Führungskräfte rasch reagieren und sich neue Geschäftsmodelle oder einen neuen Zugang zu ihren Kunden überlegen“, sagt Barbara Stöttinger. Dieses unternehmerische Denken ist mehr denn je gefragt. „Wir haben gelernt, anders zusammenzuarbeiten. Jetzt geht es darum, neue Businessmodelle und Unternehmenskulturen so aufzustellen, dass sie zukunftsfähig sind.“ Dabei sei eine Frage zentral: Was tun wir, wenn die Pandemie die nächsten zwei bis drei Jahre oder sogar länger anhält? Das Zauberwort heißt Strategic Foresight, also die Fähigkeit in unterschiedlichen Zukunftsszenarien zu denken. „Zwar ist noch nie ein Szenario so eingetreten, wie wir es vorausgedacht haben. Aber: Die Tatsache, dass wir uns so intensiv mit unterschiedlichen Möglichkeiten beschäftigt haben, hat uns bei unseren Entscheidungen flexibel, effizient und schnell gemacht – unabhängig davon, was die Zukunft auch bringen mag“, so Stöttinger.

In die eigene Resilienz investieren.

Zu den wichtigsten Leadership-Skills im kommenden Jahr gehört jedenfalls die Fähigkeit, unter Druck einen klaren Kopf bewahren zu können und sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. „Als Führungskraft muss man immer damit rechnen, dass die Strategie an die veränderten Umweltfaktoren angepasst werden muss. Hier darf man sich nicht beirren lassen, sondern muss mit dem nötigen Pragmatismus couragiert neue Schritte setzen, um die gesteckten Ziele zu erreichen“, sagt Barbara Stöttinger. 

Zu dieser Widerstandskraft gehört es, mit Konflikten professionell umzugehen und Kritik – speziell innerhalb des Teams – zuzulassen, auszuhalten und gemeinsam zu reflektieren. 

Autor: Barbara Stöttinger

Quelle WU Executive Academy

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Von CrowdDesk zu portagon

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renaming

So gelingt das Renaming erfolgreich 

Jedes Unternehmen hat seine eigene Chronik. Nicht nur entwickelt es sich weiter, auch externe Faktoren wie Zufälle oder globale Ereignisse beeinflussen seine Richtung. Dabei bedarf jede Veränderung einer Überprüfung der eigenen Positionierung und Strategie. In einigen Fällen muss das Unternehmen eine gänzlich neue Ausrichtung samt Namen entwickeln. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Renaming? Und was gilt es dabei zu beachten? 

Die neue Marke 

Wenn Start-ups erwachsen werden, ist es mitunter an der Zeit, den eigenen Namen zu hinterfragen. Denn manchmal verkörpert der Name nicht mehr das Geschäft des Unternehmens. So auch bei portagon. 2015 als Software für Crowdfunding gestartet, sind wir mittlerweile zum ersten Ansprechpartner für jegliche Finanzierungsvorhaben unserer Kund:innen geworden und erfüllen Bedürfnisse, von denen wir vor einigen Jahren noch nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt. 

Genau aus diesem Grund haben sich unsere Gründer Jamal El Mallouki und Johannes Laub im Sommer letzten Jahres für ein Renaming entschieden. Aus CrowdDesk wurde im September portagon. Abgeleitet aus dem Lateinischen „porta” für Tor oder Zugang und dem griechischen Wort „-gonos” für Nachkommenschaft oder neue Generation.Mit dem neuen Namen kam auch ein Rebranding – eine ganz neue Marke, die all das widerspiegelt, was portagon heute ist.  

Reality Check „Name vs. Marke” 

Doch wie gelingt ein solcher Renaming-Prozess eigentlich? Schließlich kann ein Name nicht einfach gewechselt werden. Meist hängt an diesem eine etablierte Identität, eine Markenbekanntheit und Persönlichkeit. Um diese nicht zu verlieren, gibt es einige Schritte, die Unternehmen im Prozess unbedingt beachten sollten: 

  • Reality Check: An erster Stelle steht der Reality Check und damit einhergehend die Frage: Braucht es wirklich das Renaming? Um eine objektive Einschätzung zu erhalten, lohnt es sich, nicht nur in den eigenen Reihen zu diskutieren. Auch das Feedback von externen Stakeholdern kann hilfreich sein.
     
  • Sparring: Im zweiten Schritt sollten Unternehmen daher in das Sparring mit externen Partner:innen gehen. Etwa einer professionellen Markenagentur. Die zugrunde liegende Frage: Geht es nur um einen neuen Namen oder um die Neuausrichtung der Markenarchitektur? Schließlich kann ein ganzes Rebranding ziemlich teuer und zeitaufwendig werden – jegliche Schritte sollten also so zielgerichtet wie möglich gestaltet werden.
     
  • Status-quo-Analyse: Schlussendlich sind eine interne Analyse und die Abwägung von Kosten vs. Nutzen ein wichtiger Bestandteil des Prozesses. Wichtige Fragen hier: Wie viel Kapital ist bisher in die Markenbekanntheit geflossen? Sind wir wirtschaftlich in der Lage, ein Rebranding zu meistern? Schaffen wir es, mit der bestehenden Unternehmenskultur ein Rebranding durchzuführen und wie beziehen wir das Team mit ein? Besonders die Motivation der einzelnen Teammitglieder spielt in diesem Schritt eine wichtige Rolle.

Die Namensfindung als Prozess 

Wenn der Prozess beschlossen ist, das Team aufgestellt und die Kosten fixiert sind, fängt der wohl wichtigste Schritt an. Die Namensfindung. Ein meist langer und mühsamer Prozess, denn Namen gibt es wie Sand am Meer. 

Doch welcher Name eignet sich für das eigene Unternehmen, klingt spannend und unterstreicht die Marke? Normalerweise gibt es für die Namensfindung ein paar festgelegte und standardisierte Schritte: Man schaut sich den Markt, die Zielgruppen, Visionen und den eigenen Purpose genau an. Darauffolgend brainstormt das Team passende Ideen und clustert diese sinnvoll. Schlussendlich werden die Verfügbarkeit und Schutzwürdigkeit einiger Namen geprüft und der ausgewählte Name letztlich als Marke beim Deutschen Patent und Markenamt angemeldet. 

Manchmal kann dieser Prozess jedoch auch anders ablaufen. Nämlich genau dann, wenn ein herkömmlicher Name nicht zum Unternehmen und dessen Positionierung passt. In solchen Situationen können Wortneuschöpfungen helfen. Immerhin verkörpern diese das Wesen des Unternehmens sehr genau. So steht portagon für die neue Generation des Kapitalmarkts und unser Name drückt dies explizit aus. 

Feedback ist das A und O 

Das erfolgreiche Renaming samt internem Roll-out und Designprozess ist nur der Anfang. Im nächsten Schritt heißt es Feedback einholen und den Markenauftritt analysieren. Schließlich soll die neue Marke für alle Stakeholder mit Leben gefüllt werden. Eine oft trivial erscheinende Maßnahme, die dennoch wichtig ist und meist vergessen wird. Dafür sollten auf die sichtbare Transformation Maßnahmen folgen, die das Rebranding nach außen endgültig nachvollziehbar machen. Konkret bedeutet dies: das Produkt optimieren, Content sowie Case Studies anpassen und das Messaging auf den neuen Auftritt abstimmen. 

Fazit 

Obwohl Renaming-Prozesse komplex sein können, bieten sie Unternehmen mitunter einen hohen Mehrwert. Schließlich stellen sie sicher, dass der Markenauftritt auch wirklich die eigene Vision und Mission widerspiegelt. Dabei ist es wichtig, vorab einen Reality Check zu machen und sich erfahrene Sparring-Partner an Bord zu holen. Denn wenn das Team an einem Strang zieht und sich einig über To-dos sowie Ziele ist, steht einer erfolgreichen Neuausrichtung nichts mehr im Weg. 

Autor

Kristin Baumhardt ist Head of Marketing bei portagon, einem Softwaredienstleister für digitale Finanzierungen aus Frankfurt am Main. Das Unternehmen digitalisiert durch seine Produkte und Leistungen das Geschäft der Kapitalaufnahme und -vermittlung für Unternehmen, Banken, Emissionshäuser und Finanzanlagenvermittler. So treibt portagon die Digitalisierung der Geschäftsmodelle voran und eröffnet neue Finanzierungswege für verschiedenste Unternehmen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Zwei Dinge sind besonders wichtig: Mut und Vertrauen

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kernique Nuss Bites bio vegan zuckerfrei

kernique Nuss Bites: 100% bio, vegan und zuckerfrei -glutenfrei, laktosefrei und sojafrei

Stellen Sie sich und das Startup kernique doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, wir sind Katja & Marcel und wir sind die beiden Gründer von kernique. Wir sind ein Social Impact Food-Startup, das bio-vegane & zuckerfreie Nuss Bites entwickelt hat. Mit jedem verkauften Snack setzen wir uns dafür ein, dass Ernährungs- und Umweltwissen endlich auch fester Teil unseres Bildungssystems werden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Themen Gesundheit & Ernährung liegen uns persönlich sehr am Herzen, denn Marcel hat seit über 20 Jahren selbst Typ-1 Diabetes. Dadurch erleben wir jeden Tag, welche essenzielle Rolle Ernährung für langanhaltende Gesundheit spielt. Wir sind aber auch überzeugt, dass gesunde Ernährung Spaß machen und Bereicherung statt Verzicht sein sollte. 

Nach unserem Studium haben wir uns entschieden, dass wir die Themen, die uns wichtig sind, selbst anpacken & unsere Zukunft aktiv gestalten möchten. Außerdem glauben wir, dass Nüsse das Superfood schlechthin sind, aber ein echt angestaubtes Image haben. Das wollten wir unbedingt ändern. Aus diesen Überzeugungen heraus ist schließlich unser Start-up „kernique“ entstanden, mit dem wir Nuss-KERNE einzigartig (unique) machen (falls sich jemand fragt, wofür der Markenname wohl steht ).

Welche Vision steckt hinter kernique?

Wir kämpfen für eine Gesellschaft, die Gesundheit wertschätzt – ihre eigene & die ihrer Umwelt. Für diese Vision möchten wir Verantwortung übernehmen und Menschen Möglichkeiten bieten, sich im Alltag gesund & nachhaltig zu ernähren. Für uns ist aber klar, dass dies mehr als nur einen Snack braucht. Deshalb sind wir gleichzeitig auch Ratgeber und engagieren uns in der Wissensvermittlung.

Unsere Vision ist es, mit jedem Bissen einen Mehrwert für sich selbst und unsere Gesellschaft zu schaffen – frei nach dem Motto „jeder Bissen für mehr Wissen!“ Dabei verstehen wir uns selbst nicht als anonymes Unternehmen, sondern als Menschen, die für Ihre Werte einstehen und diese durch ihre Marke nach außen tragen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gab auf jeden Fall einige Herausforderungen für uns und wir haben uns auch sicher nicht den einfachsten Weg ausgesucht. Zunächst einmal entsprechen unsere selbst entwickelten Rezepturen, so ganz ohne Zucker, Stabilisatoren und künstliche Zusatzstoffe, nicht gerade den Industriestandards. Entsprechend war es für uns eine riesige Herausforderung, einen Produktionspartner zu finden, der unsere Werte teilt – vor allem, weil wir in diesem Punkt keine Kompromisse eingehen. 

Eine große Herausforderung für Start-ups ist auch die Sichtbarkeit. Es gibt jeden Tag unzählige neue Produkte, sodass man leicht in der Masse untergehen kann. Deshalb ist unser Anspruch, bei allem, was wir tun, eben ein BISSEN anders zu sein und die Menschen zu überraschen – sei es bei unserem Produktnamen oder bei unserer aktuell laufenden Crowdfunding-Kampagne.  

Dabei sind wir bislang komplett eigenfinanziert und haben an vielen langen Tagen & kurzen Nächten unsere Rezepturen, Website, Design & Markenauftritt selbst auf die Beine gestellt. Achja, ein besonderes Highlight letztes Jahr war für uns die Unterlassungserklärung eines großen Konzerns, durch die wir gezwungen waren, den offiziell angemeldeten Produktnamen und das gesamte Verpackungsdesign komplett neu aufzubauen.

Wer ist die Zielgruppe von kernique?

Unsere Nuss Bites sind für alle Menschen, die kompromisslos lecker snacken wollen – und das ganz ohne schlechtes Gewissen. Egal, ob jemand einfach seinen Zuckerkonsum reduzieren möchte, sich vegan oder low carb ernährt oder eine Unverträglichkeit gegen Soja, Laktose oder Gluten hat: Unsere Snacks passen immer!

Wir sprechen auch bewusst Menschen an, die Lust haben, mit Snacks nicht nur ihrer eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun, sondern auch einen sozial-ökologischen Mehrwert zu schaffen.

P.S.: Unsere Nuss Bites sind auch für alle, die mal etwas anderes snacken wollen als den klassischen Riegel. Deshalb haben wir unsere Bites auch mit einem Augenzwinkern „KEIN RIEGEL“ genannt.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere liegt bei uns sowohl in den Produkten selbst als auch im Impact, der durch sie generiert wird. Wir haben uns bewusst vom klassischen Riegelformat abgewendet und uns stattdessen für mundgerechte Bites entschieden, die man pur oder als Topping genießen kann.

Bei unseren Zutaten sind wir kompromisslos: Wir verwenden ausschließlich natürliche Geschmackskomponenten, wie Kakao & Kokos und verzichten nicht nur auf Industriezucker, sondern wirklich auf JEDE Form von Zucker. Stattdessen gibt es bei uns Bio-Süße aus fermentierter Maisstärke. Diese hält den Blutzuckerspiegel stabil, wirkt antioxidativ & ist auch noch gut für die Zähne. Das ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal! Zudem sind unsere Nuss-Bites zertifiziert glutenfrei, laktosefrei & sojafrei. Wir bieten also all das Gute aus naturbelassenen Nüssen mit einer Geschmacksexplosion on-Top. 

Mit jedem verkauften Snack unterstützen wir außerdem Projekte zur Ernährungsbildung in regionalen Schulen & Kitas. Dabei lernen Kinder, was in unserem Essen steckt und wie viel Spaß es macht, selbst Gemüse anzubauen. So macht snacken doch gleich doppelt Spaß!

kernique, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen unsere Nuss Bites als einen wunderbaren Startpunkt und ein Medium, durch das wir unsere Werte transportieren. Entsprechend ist der Lebensmitteleinzelhandel für uns sehr wichtig, um möglichst viele Menschen zu erreichen und damit auch mehr Impact schaffen zu können. Wir sind aber auch überzeugt, dass es passend zu unserer Vision noch viele weitere Produkte geben wird, die Gesundheit ohne Verzicht, dafür mit richtig viel Impact schaffen. Hierfür werden wir uns auch über unser Start-up hinaus persönlich einsetzen: laut, bunt & ehrlich!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als Start-up sollte man so früh wie möglich mit dem Community-Building beginnen, denn es ist unfassbar wertvoll, Supporter*innen hinter sich zu haben. Ohne Menschen, die sich schon früh für das Produkt interessieren und vor allem die Menschen hinter dem Produkt unterstützen möchten, ist es sehr schwer sich von der Masse abzusetzen. Nur durch möglichst viele Unterstützer*innen können erste große Meilensteine, wie bei uns gerade die anstehende Erstproduktion, gemeinsam erreicht werden.

Außerdem sollte man sich möglichst früh möglichst viel ehrliches Feedback einholen – abseits von Family & Friends. Auch wenn das manchmal echt schmerzen kann, führt gerade Kritik oft zu völlig neuen Erkenntnissen und erspart unnötige Arbeit. Wichtig ist es, immer wieder die eigenen Annahmen und Wünsche, mit denen der potenziellen Kund*innen abzugleichen. Das zu akzeptieren und andere Perspektiven wertzuschätzen, ist sowohl in der beruflichen als auch der persönlichen Entwicklung ein großer Schritt.

Bei all den Herausforderungen, die auf einen warten, sind aber zwei Dinge besonders wichtig: Mut & Vertrauen. Wir sind überzeugt, dass nur durch Mut Neues entstehen kann und dass das Vertrauen in den eigenen Weg letztlich auch an das Ziel führt.

Wir bedanken uns bei Katja & Marcel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: kernique

Kontakt:

NU STEP GmbH
Kirschenstraße 10
D-73035 Göppingen

www.kernique.de
hi@kernique.de

Ansprechpartner: Marcel Fortwingel

Social Media :
Crowdfunding auf Startnext

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Starkes Team, flexibles Mindset, individuelle Balance

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evercann Animal Care Ergänzungsfuttermittel Hanf Tiere

evercann Animal Care hochwertige und nachhaltige Ergänzungsfuttermittel und Pflegeprodukte aus Hanf für Tiere- mit natürlichem Gehalt an CBD (Cannabidiol)

Stellen Sie sich und das Startup evercann Animal Care doch kurz unseren Lesern vor!

Die evercann Animal Care GmbH beschäftigt sich zusammen mit ihrem Mutterkonzern, der evercann GmbH, seit Jahren entlang der Wertschöpfungskette mit dem Rohstoff Nutzhanf. Nachhaltige Investments gewinnen seit längerem an Priorität und Hanf nimmt in dieser Dynamik zusehends einen berechtigten Platz ein. Denn richtet man den Blick auf die Pflanze und die daraus entstehenden Rohstoffe, erkennt man sehr vielseitige Verwendungsmöglichkeiten.

Diese Synergien hat die evercann Animal Care GmbH genutzt und den Fokus auf die Herstellung von Ergänzungsfuttermitteln auf Hanfbasis gelegt. Nicht nur die ökologische Verantwortung spielte hier eine ausschlaggebende Rolle, sondern auch das Tierwohl im Allgemeinen war Treiber für die Gründung der Firma. In Zusammenarbeit mit Experten aus den Bereichen Tiermedizin und Landwirtschaft sind hochwertige wie auch nachhaltige Ergänzungsfuttermittel und Pflegeprodukte aus Hanf entstanden, die sowohl an Heim-wie auch an Nutztiere verfüttert und angewendet werden können. In diesem Zusammenhang werden auch eigene klinische Studien mit ausgewählten Fachärzten vorangetrieben.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ob Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen, alle haben mich bestätigt, diesen Schritt zu gehen. Für mich selbst war es auch eine absolut logische Weiterentwicklung. Meine Komfortzone zu verlassen, fiel mir weder privat noch beruflich nie schwer und hat mich eher gereizt. Das ließ sich auch gut mit meiner vorherigen Rolle als Change Managerin im Bankwesen verknüpfen. Mein neues Arbeitsumfeld hat mich dennoch, vor allem anfangs, ganz neu gefordert. Aber genau das wollte ich! Allerdings habe ich unterschätzt, wie es ist, auch sein langjährig aufgebautes Standing und die damit verbundenen Annehmlichkeiten hinter sich zu lassen. In meiner neuen Branche werde ich immer noch mit Unklarheiten aufgrund der inhaltlichen Thematik „Cannabis/CBD“ konfrontiert, zusätzlich zu der strukturellen Herausforderung, die mit einer Start-up Gründung einhergehen. Aber es lohnt sich, denn selbst bestimmt ein Unternehmen aufzubauen macht mir viel Freude!

Welche Vision steckt hinter evercann Animal Care?

Unternehmerisch liefert Hanf auf mehreren Ebenen Antworten auf wichtige Fragen unserer Zeit: Welche Nahrungsmittel und/oder Ergänzungen möchte ich meinem Körper zuführen? Das Thema wird mittlerweile ganzheitlich betrachtet und Menschen legen immer mehr Wert auf nachhaltige und natürliche Produkte, das gilt ebenso für Tiernahrung. Und die Zahl der Tierbesitzer/innen ist gerade jetzt in Pandemiezeiten stark angestiegen. Parallel wächst auch der Markt im Health Care Segment für Tiere signifikant. Diesem Bedürfnis kommt die evercann Animal Care GmbH nach, die sich nicht nur auf die Herstellung von innovativen und individuellen Futtermitteln auf Hanfbasis für Nutztiere und Nager, sondern auch für Hunde und Pferde spezialisiert hat. Ebenso ist es uns möglich, gemeinsam mit Kunden Pflegeprodukte für Tiere zu entwickeln und individuell zu gestalten. 

Und ganz nebenbei kann Hanf noch zum Klimaschutz beitragen. Durch Photosynthese können Hanfpflanzen große Mengen an Kohlenstoff in Stängeln, Wurzeln und Böden speichern. Die große Biomasse-Produktion geht einher mit einem großen Potenzial zur CO2-Speicherung. Bei der Herstellung unserer Futtermittel achten wir bei jedem Schritt konsequent auf eine CO2-Reduzierung, beispielsweise durch unseren regionalen Anbau im Münsterland. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Eine andere Gründerin hat es mal so beschrieben: „In den ersten zwei Jahren gibt es nur zwei Emotionen: Absolute Euphorie und Terror.“ Dem kann ich zu 100 Prozent zustimmen. Das erste Mal sein eigenes Produkt im Verkaufsregal stehen zu sehen, ist aber dann ein sehr schönes Gefühl, denn man weiß, wieviel Arbeit, Diskussionen und Anstrengungen in diesem Projekt stecken. Wenn wir dazu noch so positive Erfahrungsberichte und Therapieerfolge seitens unserer Kunden und Kundinnen erhalten, dann macht mich das mehr als stolz! 

Wer ist die Zielgruppe von evercann Animal Care?

Kunden, meist aus der Futtermittelindustrie- oder der Heimtierbranche, haben die Möglichkeit entweder auf ein bereits bestehendes Produktsortiment mit den Herstellermarken Calmy Dog und Calmy Horse zurückzugreifen oder gemeinsam mit der evercann Animal Care GmbH eine eigene Produktlinie unter ihrer Eigenmarke zu entwickeln.  Es werden ausschließlich natürliche Zutaten verwendet und die gesamte Hanfpflanze verwertet. Mit weiteren hochwertigen Futterrohstoffen entstehen hieraus dann u.a. Ergänzungsfuttermittel wie Snacks, Pulver, Pellets und Pasten, ebenso Pflegeprodukte wie Öle, Cremes oder Shampoos. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Safety first! Anders als unsere Konkurrenz im Bereich CBD- bzw. Hanfprodukte für Tiere arbeiten wir nicht mit Isolaten und/oder hoch potenzierten CBD-Gehalten, die aktuell, laut europäischem Einzelfuttermittelkatalog, nicht für Tiere zugelassen sind. Auch bieten wir keine Vollspektrum-Produkte an, da deren THC-Anteil meist zu hoch ist und sich dementsprechend negativ auf die Gesundheit von Tieren auswirken kann. Wir halten uns hingegen strikt an den europäischen Einzelfuttermittelkatalog. Dieser beinhaltet unter den Punkten 6.7.1 und 6.7.2 die Zulassung der Erzeugnisse Hanfmehl und Hanffaser aus der Cannabispflanze. Hier sind nur Sorten zugelassen, deren THC- (Tetrahydrocannabinol) Wert von 0,2 % genetisch nicht überschritten werden kann. Wir verwenden genau dieses EU-zertifizierte Nutzhanfmehl, das u.a. auf unserem eigenen Feld im Münsterland angebaut wird und den gesetzlich vorgeschriebenen THC-Gehalt von 0,2 Prozent nicht überschreitet und somit keine berauschende Wirkung besitzt. 

Unser Hanfmehl enthält einen natürlichen Anteil an Cannabinoiden, hierzu zählt auch Cannabidiol (CBD). Der Anteil ist prozentual nicht exakt darzulegen, da der CBD-Gehalt durch den Erntezeitpunkt wie auch durch die Anzahl der Sonnenstunden beeinflusst wird. 

Wir führen über die Mindestanforderung hinaus weitere Analysen durch, neben der Bestimmung der THC- und CBD-Werte auch Analysen hinsichtlich des Gehalts von Pflanzenschutzmitteln, Schimmel, Fäkalkeimen und Salmonellen. Zudem arbeiten wir eng mit den nötigen Behörden und Kontrollinstanzen zusammen und sind beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW als Futtermittelproduzent registriert.

evercann Animal Care, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Schon jetzt nehmen wir im Bereich Hanf-Futtermittel eine Vorreiterposition ein. Diese wollen wir weiter ausbauen und legen unseren Fokus ganz klar auf die Produktentwicklung und den eigenen Anbau. Um Deutschland fit für den internationalen Wettbewerb zu machen, bedarf es hinsichtlich der gesetzlichen Regelungen zum Thema Hanfanbau aber noch weiterer Schritte seitens der Regierung. Darauf hoffen wir in den nächsten Jahren. Denn warum abhängig machen vom Ausland, wenn wir mit dem Anbau auch hierzulande die Wirtschaft ankurbeln und Landwirten eine neue und vor allem nachhaltige Perspektive bieten können? Denn Hanf dient vom Anbau bis zur Verwertung der Umwelt und bietet ein enormes Potential für nachhaltige Produkte. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben

Teamgeist! Ohne das Team hätten wir uns nicht so rasant in den letzten 24 Monaten entwickeln können. Als Mitarbeiter in einem Start-up (und gerade in der volatilen Cannabis Branche) muss man ein sehr flexibles Mindset haben und mir auch Vertrauen schenken können. Das funktioniert nur, wenn ich mit jedem seine / Ihre individuelle Balance aus Sicherheit und Freiraum finde und wir offen über Fehler sprechen können – denn die macht jeder von uns. 

Also: starkes Team, flexibles Mindset, individuelle Balance

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gut gepokert – Glück im Job und im Privatleben

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glück job privatleben

5 Tricks, die Ihnen beides für neue Jahr bescheren!

Beruf und Karriere prägen das Bild der Deutschen und von Kindheitstagen an werden die meisten Menschen schon darauf geprägt, Leistung erbringen zu müssen. Doch was ist, wenn man den Erfolg beruflich geschafft hat und sich trotzdem leer und einsam fühlt? Nicht wenige erfolgreiche Unternehmer spüren den Sinn des Lebens neben einem 24 Stunden Job nicht mehr. Sie fühlen sich mit dem Rücken zur Wand gedrückt aus Angst, dass der Schritt in mehr Freizeit gleichzeitig einen Rückschritt im Beruf bedeutet und finanzielle Einbußen oder Statusverlust mit ihm einhergehen. Wie Sie mit 5 Tricks das neue Jahr mit mehr Zufriedenheit beginnen können, erklärt Ihnen die Lebensglücksexpertin und Psychotherapeutin Silvana Alves im folgenden Gastbeitrag.

Flexibilität innerhalb der Arbeitszeit 

Damit Glück im Job und Privatleben im neuen Jahr endlich Hand in Hand gehen können, sollte man in der Arbeitswelt flexibler werden, was die Zeiten und Projekte angeht. Dabei ist es völlig egal, wie es die anderen machen oder was vermeintlich gesellschaftlich vorgegeben ist. Denn es geht um Ihr Glück und das ist nur individuell erreichbar, da jeder Mensch nun mal ein Individuum ist und es nicht gesund sein kann, wenn man sich dauerhaft in eine Schablone oder vorgefertigte Muster zwingen lässt. Hören Sie auf Ihre innere Uhr und gestalten Sie Ihre Arbeitszeiten dann nach ihr, damit Sie einen guten Rhythmus finden und in einen vitalen Flow kommen können. Sind Sie hier flexibel, lässt sich auch das Privatleben besser organisieren und leben lassen.

Freiheiten finden 

Starre Konzepte engen Sie ein und rauben Ihnen die Möglichkeiten, sich frei zu entfalten und mit sich in eine innere Ruhe zu kommen. Nur wenn es Ihnen gelingt, sich gewisse Freiheiten zu nehmen, können Sie glücklich und gesund sein. Das gilt sowohl für den Arbeits- wie auch für den Privatbereich. Was spricht schon dagegen, sich beruflich so zu orientieren, dass man gewisse Entscheidungen selbst in der Hand hat und sein Arbeitsleben selbstbestimmt angehen kann? Oder was hindert Sie daran, mal wieder mit den Jugendfreunden ein Wochenende wegzufahren und den Alltag somit ein wenig aufzulockern? Nichts, das ist es. Bauen Sie diese Elemente in Ihr Leben aktiv ein, werden Sie schnell spüren, wie Sie das Glücksempfinden und das Lachen ein regelmäßiger Begleiter  Ihres Alltags wird.

Gesunde Routinen entwickeln 

Bei allem Wunsch nach Freiheit sollten Sie jedoch beachten, dass Sie auch Routinen in Ihrem Leben haben, die Ihnen Sicherheit bringen und ressourcensparend wirken. Wer immer nur etwas außerhalb der Reihe unternimmt und sich ständig neu erfindet, benötigt wahnsinnig viel Energie und Kraft. Gesünder ist es, an bewährten Routinen festzuhalten und sich das immer wieder zu eigen zu machen, was einen gewohnten Ablauf bringt. Die richtigen Routinen, die Sie trotzdem glücklich sein lassen, sind gesund und schonen Ihre Kräfte. Überlegen Sie sich, wo Sie immer wiederkehrende Elemente einbauen und dadurch für alle Beteiligten die Hektik und Unruhe ausmerzen wollen.

Ziele definieren 

Hier kommt unweigerlich das Bild des Pferdes mit der Karotte vor der Nase ins Spiel. Nur wer einen Antrieb hat, schafft es, sich immer wieder neu zu motivieren und die großen Aufgaben des Lebens anzugehen. Definieren Sie die Ziele für sich, die dann wie eine Karotte vor Ihnen schweben und Ihnen die Energie geben, Ihre Akkus aufgeladen zu halten. Wer keine Ziele hat, kann auch nicht träumen und verliert sich in der Schnelle des modernen Alltags – die richtige Fokussierung verhindert das und geben allem einen Sinn. Entscheiden Sie selbst, was Sie privat und beruflich erreichen wollen und hängen Sie sich diese „Karotten“ immer wieder aufs Neue in Ihren Korridor, um am Ende erfolgreich zu sein.

Herausforderungen als Chance sehen 

Eins ist klar – auch im neuen Jahr wird es Herausforderungen geben und es wird nicht immer alles wie am Schnürchen für Sie laufen. Daher ist es wichtig, jede Herausforderung als Chance zu betrachten. In einer solchen Situation kann man als Mensch immer wachsen und sich weiterentwickeln. Das eigene Mindset entscheidet, ob diese Entwicklungen einen positiven oder negativen Verlauf nehmen. Sorgen Sie daher dafür, dass Sie auch in einer schwierigen Situation immer den Fokus darauf legen, dass das Glas für Sie halb voll und nicht halb leer ist.

Ein Fazit

Jeder gute Pokerspieler hat auch immer noch ein Ass im Ärmel, um das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Dieses Ass im Ärmel im neuen Jahr sind für Sie diese 5 Tipps und Tricks, mit deren Hilfe Sie den Weg zum privaten und beruflichen Glück finden können, wenn Sie nicht von ihm abweichen und ihm stets konsequent folgen!

Autor:

Silvana Alves Wurzeln befinden sich in der Psycho- und Verhaltenstherapie. Seit 25 Jahren bildet sie sich ununterbrochen in Bereichen der Neurowissenschaften, Psychologie und Gesprächstherapie fort, um ihren Klienten  die bestmögliche Transformation in ihrer Praxis in Rosenheim zu bieten. 2016 entwickelte sie Online-Programme wie „Switch to be happy“ und „VIP Happy Masterclass“ für UnternehmerInnen und Selbstentscheider, die nach Lebensglück, Lebensfreude und Leichtigkeit in ihrem Alltag streben und dies, dank Silvana Alves einzigartigen Kombination aus Fähigkeiten, auch erreichen.

Silvana Alves – Silvana Alves

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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