Mittwoch, Januar 7, 2026
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Seid ehrlich zu euch selbst!

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STYLEMATE Label für farbenfrohe Lifestyle- & Tech-Accessoires

STYLEMATE Label für farbenfrohe Lifestyle- & Tech-Accessoires

Stellen Sie sich und das Startup STYLEMATE doch kurz unseren Lesern vor!

STYLEMATE ist unser neues Label für farbenfrohe Lifestyle- & Tech-Accessoires aus hochwertigem Saffiano- & Nappa-Leder.  Unsere Maxime: Premium-Produkte bei moderatem Preis, faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Herstellung zu vereinen. Gefertigt werden alle Objekte in Handarbeit in Manufakturen in Deutschland. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich war sehr lange im internationalen Fashion Bereich unterwegs, eine Zeit, die ich nicht missen möchte und die mich geprägt hat. Dort konnte ich wunderbare, spannende Projekte umsetzen, viele Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Irgendwann kam jedoch ein Punkt, an dem ich für mich erkannt habe: „Ich will es anders – vielleicht sogar – besser machen.“ Ich habe schon seit eh und je eine große Leidenschaft für Accessoires und edle Materialien, jetzt als Unternehmer kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen.

Welche Vision steckt hinter STYLEMATE? 

Gefühlt musste sich in der Vergangenheit immer das „Neue“ rechtfertigen – heutzutage ist es die Tradition, die sich aufgrund der Schnelllebigkeit in ihrer Präsenz behaupten muss. Wir bei STYLEMATE sehen beide Werte nicht als Widerspruch, sondern als sich bedingende Komponenten. Handwerkskunst trifft auf Tech- & Lifestyle-Accessoires. In unseren Items vereinen wir Tradition und Modernität – dieses Zusammenspiel fühlt sich für mich wie ein sympathischer Spannungsbogen an. Unser Ziel ist also, Schönes & Zeitloses zu schaffen, und dabei auch Ressourcen zu schätzen. Alle Bestellungen werden beispielsweise ohne Plastikverpackungen – sondern in Säckchen aus 100% Baumwolle – versandt. Die begleitenden Kartonagen sind vollkommen recycelbar, im Backoffice wird stark auf Vermeidung von Plastik geachtet. Und wir lassen jeden Tag durch die Stiftung Unternehmen Wald einen STYLEMATE-Baum pflanzen. Wir leben und lieben Vielfalt, so haben wir auch die Charta der Vielfalt unterschrieben.  

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung für mich war in den letzten Monaten, das „richtige“ Setup zu schaffen. Dazu gehörte, mir ein echtes, belastbares Netzwerk aufzubauen, Personen denen ich vertraue, von Lieferant:innen und Partner:innen bis zum gesamten Team. Dazu zählt für mich unbedingt aber auch das engste Umfeld. Es ist wichtig, Menschen um sich zu haben, die einen unterstützen und die nicht müde werden, einen zum Weitermachen & Durchhalten zu animieren. Eine langfristig erfolgreiche Unternehmensgründung ist ein Marathon, kein Sprint. Da braucht man ein paar Cheerleader, die ab und zu mal von der Seite „go, go, go“ rufen.  

STYLEMATE ist aus 100% Eigenkapital finanziert, was uns unabhängig und flexibel macht. Also überlegen wir im Vorfeld wirklich genau, wofür wir eine Summe ausgeben, und definieren, was das ROI-Ziel ist. Es ist schon ein Unterschied, wenn das Geld nicht als Angestellter verplant wird, sondern wenn es das eigene Portemonnaie für Investitionen ist. Ich vertraue auf unser Know-How sowie auf die Kompetenz und Leidenschaft aller Beteiligten. Daher war die Entscheidung zur Eigenfinanzierung eine recht schnelle. 

Wer ist die Zielgruppe von STYLEMATE? 

Ganz allgemein gesprochen: Menschen, die Lust auf coole Accessoires haben! Unsere Käuferschaft hat ein Faible für Luxus, Qualität und edle Materialien – aber keine Lust, dafür die hohen Margen der großen Konzerne zu zahlen. Ich denke, es sind Menschen mit Bewusstsein für Tradition und ebenso für die Moderne. Ich glaube, wir sprechen eine wirklich breite Zielgruppe an, unabhängig von Geschlecht und Alter. Das motiviert uns, immer wieder neue Produkte zu launchen. Viele weitere Ideen stecken schon in der Pipeline.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Der größte USP ist die Tatsache, dass unsere Produkte zu 100% in Deutschland hergestellt und zugleich zu fairen Preisen angeboten werden. In einer Zeit, in der Klimawandel, CO2-Ausstoß und Verpackungsmüll zu den wichtigsten Themen gehören, können wir hier mit STYLEMATE punkten, da z. B. lange, internationale Transportwege entfallen. Wir haben ein umfassendes Konzept erstellt und auch ganz klar unsere Werte definiert: von den europäischen Gerbereien und Häuten, die wir verwenden, der 100% recyclebaren Verpackung und dem kompletten Verzicht auf Plastik bis hin zur Auswahl der lokalen Manufakturen, die unsere wunderbaren Lederwaren herstellen.

Das alles unterscheidet uns vom Wettbewerb. Auch wenn viele Menschen es nicht gerne hören, ist Leder aus Tierhäuten zwar nicht vegan, aber es ist ein weitgehend natürliches Produkt. Der Vorteil ist, dass im Gegensatz zu PU-Leder (alias „veganem Leder“) tierisches Leder nicht aus Erdöl besteht und somit der Umwelt wesentlich weniger schadet. Rinderhäute entstehen als Beiprodukt der Lebensmittelindustrie – kein Tier stirbt extra für eines unserer Produkte. Wir feiern die Jahrhundertealte Tradition der Lederwaren mit einem ziemlich modernen Twist. 

STYLEMATE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Ich sehe STYLEMATE auch in 5 Jahren noch immer als ein charmantes Unternehmen mit dem Dreiklang Qualität – Made in Germany – mit Fokus auf Nachhaltigkeit. 

Langfristig würden wir gern den Bereich der Kollaborationen und Kooperationen mit externen Designern ausbauen, mit ihnen zusammen den Zeitgeist einfangen und in Accessoires umsetzen. Das wünsche ich mir für mich und für mein Unternehmen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Nicht erst anfangen, wenn man denkt, man wäre „ready“! Gründen ist ein immerwährender Prozess! Wir alle im Team lernen jeden Tag dazu, weil wir Fehler machen. Aus diesen wollen und sollen wir lernen.

Baut Euch ein Netzwerk auf, beleuchtet Euer Umfeld auch unter beruflichen Aspekten! Wer unterstützt Euch, auf wen baut Ihr? Menschen sind eine riesige Komponente, die man braucht. Es ist wichtig, ein gutes Netzwerk zu haben sowie Mitarbeiter:innen, die auch Spannung und Reibung aushalten können und trotzdem dabei bleiben und nicht gleich aufgeben, wenn es stressig wird. So eine Unternehmensgründung ist vergleichbar mit einer Ehe. 

Seid ehrlich zu euch selbst! Fragt Euch: Was kann ich? Und noch vielmehr: Was kann ich nicht? Für letztere Erkenntnis holt euch Leute an Bord, die diese Fähigkeiten besitzen. Verschiedene Sichtweisen im Team sind nicht immer einfach auszuhalten, sie fördern jedoch den Austausch, die Kreativität und die Lösung von Problemen, die unweigerlich aufkommen werden. Gemeinsam geht es besser. 

Wir bedanken uns bei  Felix Schmuck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Lerne gut zu kommunizieren und Menschen von deiner Sache zu überzeugen

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heylog kommunikationsdienst logistik

Heylog ist ein Kommunikationsdienst für die moderne Logistik

Stellen Sie sich und das Startup Heylog doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Bernhard Hauser und ich bin Mitgründer von Heylog. Heylog ist ein Kommunikationsdienst der WhatsApp, Facebook Messenger und Viber fit für die moderne Logistik macht, damit Disponent*innen immer in bester Verbindung mit ihren Fahrer*innen bleiben.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ganz ehrlich glaube ich, dass ich kein guter Angestellter bin und auch nie war. Als Gründer hatte ich immer das Gefühl, maximale Freiheit und Kreativität ausleben zu können, die in dieser Form in vielen Angestelltenverhältnissen einfach nicht möglich ist.

Welche Vision steckt hinter Heylog?

Die Logistikbranche ist eine harte Branche. Ganz besonders über die letzten Jahre hinweg kam sie durch globale Ereignisse, die sich massiv auf die komplexen Lieferketten ausgewirkt haben, nochmals zunehmend unter Druck.

Daher ist Digitalisierung entlang der Lieferketten heute nicht mehr optional, sondern dringend notwendig, um Sendungen effizient von A nach B zu bringen. Die fehlerfreie und reibungslose Kommunikation entlang dieser Lieferketten ist dabei ein entscheidendes Element und genau da setzen wir mit Heylog an.

Unser Ziel ist es, die Kommunikation entlang der Supply Chain zu vereinfachen und Transport Managern die Werkzeuge dafür bereitzustellen, ihre Sendungen erfolgreich und effizient zu von A nach B zu bringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Mit Heylog schaffen wir einen Kommunikationsdienst, der in der Logistikbranche in dieser Form noch kaum verbreitet ist, allerdings dort ansetzt, wo klassische Kommunikation mit Fahrer*innen nicht ausreichend funktioniert.

Daher leisten wir auch viel Aufklärungsarbeit um zu zeigen, wie essentiell effiziente Kommunikation innerhalb der Logistik ist und wie viele Probleme sich damit auf einen Schlag lösen lassen.

Finanziert sind wir einerseits durch KUBIKx, den Venture Builder der Schmitz Cargobull Group, sowie andererseits durch den europäischen Investor Ninepointfive. Ich bin zugegeben sehr stolz, dass die Zusammenarbeit mit beiden Partnern ausgezeichnet funktioniert, denn wir können damit bereits zum Start von Heylog auf starke Branchenexpertise setzen.

Wer ist die Zielgruppe von Heylog?

Mit Heylog zielen wir zum Start auf die Kommunikation zwischen Disponent*innen und Fahrer*innen ab, die bereits heute – speziell wenn man als Logistikunternehmen mit Sub-Unternehmen zusammenarbeitet – Kanäle wie WhatsApp häufig zur Kommunikation nutzen.

Heylog setzt genau da an: Wir erweitern diese Kanäle und machen sie fit für die Logistik, indem wir uns um Themen wie Datenschutz und Datenspeicherung genau ansehen und außerdem Funktionen implementieren, die in der Logistik häufig nachgefragt werden wie beispielsweise automatische Übersetzungen in verschiedene Sprachen oder einfaches Dokumentenmanagement.

Wie funktioniert Heylog? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben uns bei Heylog ganz besonders darauf konzentriert, die Nutzung für beide Seiten – Disponent*innen sowie Fahrer*innen – so einfach wie möglich zu machen.

Um Heylog zu nutzen benötigen unsere Kund*innen lediglich einen modernen Browser – eine Installation oder Integration ist nicht notwendig. Die Fahrer*innen müssen ihrerseits keine weitere Kommunikations-App installieren, sondern können ganz einfach WhatsApp, Facebook Messenger oder Viber weiterhin verwenden.

Heylog, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zum Start von Heylog haben wir uns sehr bewusst auf einen Teil der Lieferkette konzentriert, der bereits heute kritisch für den fehlerfreien Transport von Sendungen national wie international ist.

Mittelfristig wollen wir uns allerdings die gesamte Lieferkette von Anfang bis Ende ansehen, um die Kommunikation effizient für alle involvierten Personen abzubilden. Hier gibt es in der Tat noch viel zu tun, aber ich freue mich schon sehr auf die Herausforderung!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich selbst bin Seriengründer und hatte auch das Privileg, einerseits als Freiberufler eng mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammenzuarbeiten sowie andererseits gemeinsam mit Facebook in Deutschland ein Programm umzusetzen, das Startups in der Wachstumsphase unterstützt. In all diesen Rollen konnte ich sehr viel von anderen Personen lernen.

Über die letzten zehn Jahre hinweg haben sich folgende drei Tipps für mich sehr bewährt:

Energie: Finde heraus, was dir Energie gibt und versuche eine Rolle zu finden, wo du genau das jeden Tag machen kannst

Netzwerk: Baue dir ein Netzwerk auf und unterstützte andere Menschen dabei, ihre Ziele zu verwirklichen

Kommunikation: Lerne gut zu kommunizieren und Menschen von deiner Sache zu überzeugen

Wir bedanken uns bei Bernhard Hauser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ehrgeiz, Zeit und kreative Lösungen

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turns Casual Wear

TURNS lässige Casual Wear für den urbanen Menschen

Stellen Sie sich und das Startup TURNS doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ein Slow Fashion Label aus Ansbach, gegründet von drei jungen Menschen, die ambitioniert sind, die Textilindustrie zukunftsfähiger zu gestalten. Das machen wir mit verschiedenen Innovationsprojekten, begonnen mit dem Projekt [re]made in Germany, bei dem wir aus Altkleidern neue Kleidung machen. Im Umkreis von nur 550km. Persönlich sind wir drei Gründer recht verschieden: Angelique Thummerer und Christian Dengler studieren noch, Katja Wagner hat bereits eine mehr als 10jährige Erfahrung in der Textilindustrie. Das Beste: jeder hat komplett unterschiedliche Fachbereiche, die er abdeckt – so haben wir zusammen ein breites Spektrum an Kompetenzen. Von Website Design, Programmierung, Photographie über Marketing und Vertrieb bis hin zu Prozessoptimierung und Textil. Das sehen wir als enormen Vorteil. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Uns drei eint die Vision einer Welt, die Morgen besser ist als Heute. Das klingt romantisch, ist aber die harte Arbeit vieler Unternehmer, Verbände und jedes Einzelnen. Wir lieben Textil und haben uns dieser Sache verschrieben, denn mit unserem Wissen können wir hier Probleme an der Wurzel packen und Dinge grundlegend verändern. Als zweitgrößter Umweltverschmutzer hat die Textilindustrie enorme Auswirkungen auf unser Klima. Mit ein bisschen Greenwashing und ein bisschen besserer Produktion als Normal wird sich daran wenig ändern.

Gleichzeitig legen tendenziell nur die gemeinnützigen Vereine die Finger in die Wunde und beschreiben, was alles nicht geht. Aus unserer Sicht braucht es aber mehr als das: wir müssen das Problem verstehen und daraus Verbesserungen herbeiführen. Das können wir nur, indem wir den Kunden auf diese Reise mitnehmen und unter Beweis stellen, dass Textil auch zukunftsfähig produziert werden kann. Und um genau das zu tun, müssen wir Unternehmer sein und Impact durch Skalierung erzeugen.  

Welche Vision steckt hinter TURNS ?

TURNS wird die Textilproduktion verändern. Wir werden neue Standards in Sachen Produktherstellung schaffen und in Frage stellen, wie bisher produziert wird. Unsere Vision ist simpel: ehrliche Textilproduktion. Ohne Gemauschel um die Herkunft der Komponenten, ohne Vertuschung von Problemen, die in jedem Produktionsprozess entstehen. Unsere Reise steht noch ganz am Anfang, wir werden Geduld, Geschick und Kapital benötigen um das umzusetzen. Aber die Zeit ist reif. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist und bleibt die Finanzierung. Wir sind fast ausschließlich eigenfinanziert und haben aufgrund unserer Vita sehr begrenzte Investment Möglichkeiten. Persönlich müssen wir uns dieses Jahr entscheiden, ob und wie uns wir mit unserem Unternehmen uns selbst finanzieren können. Gleichzeitig ist die Textilproduktion ein nicht leicht zu durchschauender Markt mit wenig unabhängiger wissenschaftlicher Arbeit. Viele Probleme sind jahrzehntelang ins Ausland verlagert worden und das Wissen gleich mit. Produktion neu zu denken benötigt auch zuverlässige und interessierte Partner. Das ist derzeit im deutschsprachigen Raum nicht unbedingt leicht. 

Wer ist die Zielgruppe von TURNS ?

TURNS stellt lässige Casual Wear für den urbanen Menschen her. Shirts, Flanells, Sneaker für jeden Tag und gerne auch für normale Arbeitstage. Der Style ist modern und zeitgemäß, die Qualitäten hochwertig – und die Preise bezahlbar. Unsere Mode soll für jeden sein, der sich gut kleiden möchte ohne Kompromisse bei der Herstellung. 

Was ist das Besondere an dem Label? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Natürlich ist unsere Philosophie deutlich anders, als die der meisten Modelabels. Das wird beim ersten Blick auf die Website bewusst – wenn wir als fair oder slow fashion Label ohne Zertifikate arbeiten. Oder aber beim Blick auf die Materialien, in denen nur sinnvolle Zutaten verwendet werden. Zudem ist unsere Transparenz greifbar: durch einen Scan des QR Codes auf jedem Kleidungsstück, wird die komplette Lieferkette offen gelegt. Und man kann sich den Herstellungsprozess bequem von der Coach anschauen. Das macht bisher keiner. 

TURNS , wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind wir ein wachsendes Unternehmen, das erste Innovationsprojekte erfolgreich abgeschlossen hat und die Mehrheit der Produkte sehr regional fertigt. Wir werden enge Kooperationen mit Entwicklungscentern und Hochschulen geknüpft haben, die mit uns gemeinsam Textilproduktion in Deutschland auf ein neues, skalierbares Level heben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der Wille: Gründer müssen unglaublich willensstark sein um all die Hürden auf sich zu nehmen und nicht bei Stolpersteinen direkt aufzugeben. 

Selbstreflektion. Um aus gemachten Fehlern aktiv zu lernen, muss man ständig an sich und seinen Prozessen arbeiten. Das ist unfassbar anstrengend und benötigt innere Stärke. 

Geduld: Selbstfinanzierte Unternehmen wachsen nicht durch Magie. Es benötigt Ehrgeiz, Zeit und kreative Lösungen. 

Wir bedanken uns bei Angelique Thummerer, Christian Dengler und Katja Wagner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kunden und Vertriebswege sehr genau verstehen

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enka face care akne

enka face care personalisierte Facecare bei hormonell bedingter Akne und Unreinheiten auf Basis eines Hauttests für zu Hause

Stellen Sie sich und das Startup enka by skinmade doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Molekularbiologe und seit 2012 als Labor und Forschungsleiter bei Dermatest tätig. Im Jahr 2014 traf ich im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes auf Viktor Balzer (Dipl.-Ingenieur; 2013-2020 am Fraunhofer-Institut tätig) und die Idee von skinmade wurde geboren: eine Kombination aus seinem produktionstechnischen Know-How und meinem derma-pharmazeutischem Wissen. Die Marke skinmade – personalisierte Gesichtspflege so einzigartig wie ein Fingerabdruck – starteten wir 2018 als Ausgründung des Fraunhofer-Instituts. Heute haben wir in allen größeren deutschen Städten sowie in London und Dublin insgesamt 20 Partner-Kosmetikstudios, über welche die Pflege vertrieben wird. 

Wir bieten personalisierte Lösungen für individuelle Hautprobleme. Die Basis ist unsere Hyperspektralmessung, derzeit einzigartig in der Kosmetikbranche. Um die Technologie, die hinter dem Unternehmen steckt, auch einer jungen Zielgruppe zugänglich zu machen, riefen wir 2020 die Marke enka face care ins Leben: personalisierte Facecare bei hormonell bedingter Akne und Unreinheiten auf Basis eines Hauttests für zu Hause. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Alles begann damit, dass ich nach einer Lösung für die unreine Haut meiner 14-jährigen Tochter suchte. Ich spürte ihren hohen Leidensdruck und nahm die Recherche nach einer Pflege- und Behandlungsserie für unreine Haut auf, die wirksam ist und bei der ein Arztbesuch nicht erforderlich ist.

Die Recherche war jedoch frustrierend und blieb erfolglos. Als Leiter der Forschungsabteilung eines dermatologischen Testinstitutes war mir klar, dass eine selbst entwickelte und hergestellte Lösung hermuss. Am besten personalisiert – denn Akne ist in der Intensität und Ausprägung sehr individuell.

Ich traf auf Dr. Dr. Ilsabe Bunge, die als Kind und Jugendliche selbst unter starker Akne litt, weshalb sie sich als erwachsene Frau für eine Facharztausbildung in der Dermatologie entschied. Verbunden in dem Bewusstsein für das Leid, das Hautunreinheiten bei Betroffenen verursachen können, entschlossen wir uns dazu, gemeinsam eine ganzheitliche und nachhaltige Gesichtspflege für von Unreinheiten und Akne betroffener Haut zu entwickeln. Seit 2020 ist diese über enka-facecare.com erhältlich.

Welche Vision steckt hinter enka face care?

Hinter enka face care steckt die Vision, Jugendliche, die von hormonell bedingter Akne betroffen sind, durch die individuelle Behandlung von Akne und Unreinheiten sowie die individuelle Begleitung währenddessen von Leidensdruck zu befreien. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere bisher größten Herausforderungen waren das Verstehen der Generation Z – unserer Zielgruppe, die Entwicklung einer Messtechnologie für die Heimanwendung sowie die Sensibilisierung der Zielgruppe dafür, dass eine nachhaltige Akne-Behandlung mehrere Wochen dauert und Durchhaltevermögen verlangt. 

Wer ist die Zielgruppe von enka face care?

Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren, die von hormonell bedingter Akne oder Unreinheiten betroffen sind. Aktuell: Fokus auf Deutschland.

Die Produkte sind generell anwendbar bei hormoneller bedingter Akne, also beispielsweise auch bei hormonell bedingter Akne nach Absetzen der Baby-Pille oder während/nach der Schwangerschaft. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

enka face care analysiert die Symptome der Haut für Unreinheiten und Akne mit einem bisher einzigartigen Hauttest für zu Hause und stimmt die Konzentration des Pflegegels darauf ab (Symptome: Mikroentzündungen, Hyperkeratose, Seborrhö, Wachstum und Vermehrung von Bakterien; Plus: Feuchtigkeitsgehalt). Die Besonderheit: auf Basis des Hauttests können individuell ausgeprägte Symptome gezielt behandelt werden. Dadurch erhöht sich die Wirksamkeit der Gesichtspflege um ein Vielfaches und Über- oder Unterpflege sind ausgeschlossen. 

Weitere Highlights: Die besonders effektive und bisher einzigartige Kombination der Wirkstoffe Tranexamsäure, Azelainsäure und Niacinamid. 

Die Verwendung von Vitamin C mit Goldpartikeln als ein potenziertes Antioxidans, das das Kollagengerüst der Haut vor freien Radikalen schützt, den Körper bei der Produktion von neuem Kollagen unterstützt und so die Bildung von Falten verlangsamt. Es sorgt außerdem für einen ebenmäßigen Hautton, gleicht Pigmentstörungen aus und beugt Altersflecken vor bzw. hellt diese auf. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Messtechnologie sowie unsere Produkte in-house weiterzuentwickeln, um beyond-state-of-the-art zu bleiben. 

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Kunden und Vertriebswege sehr genau verstehen.

Priorität auf Cashflow und Umsätze legen.

Mut, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Einfach mal machen und durchhalten und damit klarkommen, dass es gerade zu Beginn mehr Rückschläge als Erfolgserlebnisse gibt.

Wir bedanken uns bei Lars Rüther für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seien Sie sich Ihrer Schwächen bewusst

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kenjo software kmu

Kenjo All-in-One-Personalverwaltungs-Software für KMUs

Stellen Sie sich und das Startup Kenjo doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist David Padilla und ich bin der CEO und Mitbegründer von Kenjo. Kenjo ist eine All-in-One-Personalverwaltungs-Software für KMUs, die den Zeitaufwand für administrative Aufgaben reduziert. Dadurch sparen HR-Teams, Manager und Mitarbeiter Zeit und können sich dadurch voll auf ihre Angestellten konzentrieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin aus Leidenschaft im Personalwesen gelandet. Seit 2014 experimentiere ich mit konventionellen und unkonventionellen Personalmanagementpraktiken wie Holacracy oder Selbstmanagement. Im Jahr 2014 gründete ich mein erstes Unternehmen, EMPAUA, den ersten europäischen Salesforce-Partner für VC-finanzierte Unternehmen. Bei EMPAUA leitete ich nicht nur das Unternehmen im Bereich Holacracy-Management, sondern kümmerte mich auch um alle wichtigen Prozesse im Lebenszyklus der Mitarbeiter. Dazu zählen Rekrutierung, Gehaltsabrechnung, Freizeitmanagement, Leistung, Lernen und die Entwicklung der Mitarbeiter. Das zeigte mir die Möglichkeit auf, ein Unternehmen zu gründen, das mir etwas bedeutet. Für mich war es die Lösung, um anderen Unternehmen zu helfen, Verwaltungsarbeit loszuwerden und dadurch sinnvollere Arbeitsplätze zu schaffen.

Welche Vision steckt hinter Kenjo?

Kenjo gestaltet die Arbeit sinnvoll. Das ist möglich, indem wir Verwaltungsaufgaben in freie Zeit umwandeln, die HR-Teams, Manager und Mitarbeiter mit sinnvoller Arbeit verbringen können. Diese Vision ist weitreichend und nicht nur auf Büroangestellte beschränkt. Tatsächlich haben wir ein sehr intuitives Tool entwickelt, so dass auch Unternehmen in Sektoren, die nicht stark digitalisiert sind, von Kenjo profitieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war es, die Bedürfnisse der Personalleiter zu verstehen, um ihnen eine nützliche und maßgeschneiderte Lösung zu bieten. Ein Team von Fachleuten zusammenzustellen, das in der Lage ist, eine Software mit so vielen Funktionen und einer ziemlich hohen Komplexität zu entwickeln, war ebenfalls herausfordernd. Die Finanzierung haben wir seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2017. Dank der finanziellen Unterstützung des Schweizer Fonds Redalpine und der CEOs und Gründer von Unternehmen wie N26 (Maximilian Thayenthal und Noor van Boven, ehemaliger CPO), Wefox Group (Julian Teicke) und Taxfix (Mathis Buechi), konnten 6,8 Millionen Euro aufgebracht werden. Die Investition wurde für die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung des Produkts, sowie für die Erweiterung des Teams und die Konsolidierung unserer Lösung verwendet. Dadurch konnten wir Kenjo auf internationaler Ebene ausbauen und Büros in Berlin, Madrid und nach der jüngsten Expansion nach LATAM – auch in Mexiko eröffnen.

Wer ist die Zielgruppe von Kenjo?

Kenjos Zielgruppe sind Abteilungsleiter, Manager und Berater des Human Resources Bereichs, CEOs, Recruiter, Gründer, COOs, CFOs.

Wie funktioniert Kenjo?

Kenjo verfügt über mehr als zwölf Module zur Vereinfachung von Personalverwaltungs-Aufgaben. Wir haben Tools für Freistellungen, Digital-HR, Anwesenheit, Workflows, Berichte und Analysen. Themen wie Gehaltsabrechnung, Personalbeschaffung, elektronische Unterschrift und die Schichtplanung können ebenfalls innerhalb der Anwendung erledigt werden. Wir haben eine intuitive und benutzerfreundliche Schnittstelle entwickelt. Auf diese Weise haben Personalleiter Zugang zu allen Dashboards, Berichten und Analysen, die automatisch auf der Grundlage der Informationen ihrer Mitarbeiter erstellt werden.

Teamleiter und Manager können ebenfalls auf bestimmte Informationen zugreifen, sofern das Managementteam der Organisation dies beschließt. Mitarbeiter können bestimmte Tools, beispielsweise um Urlaub und Abwesenheit zu beantragen, Arbeitszeiten zu erfassen oder um das Unternehmens-Organigramm einzusehen, verwenden. Unternehmen können einen Jahresvertrag mit verschiedenen Tarifen abschließen. Zur Auswahl stehen die Kategorien Starter, Growth und Connect. Die Software kann vor dem Kauf in einer 14-tägigen kostenlosen Testphase ausprobiert werden.

Wo liegen die Vorteile?

Einer der größten Vorteile ist Kenjos Benutzerfreundlichkeit. Wir erhalten sehr viel positives Feedback dazu, die Software ist trotz der Vielzahl von Tools einfach zu navigieren und benutzen. Die Zeitersparnis ist ebenfalls ein nennenswerter Vorteil. Personalabteilungen können bis zu 40 Arbeitsstunden pro Monat einsparen, indem sie die Anzahl der administrativen, manuellen und sich wiederholenden Aufgaben verringern. Auf diese Weise können die meisten Prozesse optimiert werden, da die Software von der gesamten Organisation genutzt werden kann und die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Teams verbessert wird.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kenjo weist zwei Besonderheiten auf: Einerseits ist es ein Werkzeug, das von Unternehmen aus verschiedenen Sektoren genutzt werden kann, insbesondere aber von solchen, die zum Industrie-, Handels- oder Dienstleistungssektor gehören. Wir haben einige Funktionen wie z.B. Wechselschichten, die speziell für diese Branchen entwickelt wurden. Darüber hinaus macht die einfache Handhabung das System für Mitarbeiter zugänglich, die nicht von vornherein technologisch versiert sind oder in einem digitalen Umfeld arbeiten. Gleichzeitig konzentriert sich Kenjo auf die Entwicklung und das Wachstum der Mitarbeiter auf beruflicher, aber auch auf persönlicher Ebene. Wir wollen ein positives Arbeitsumfeld schaffen und haben dafür Lösungen wie Leistungsbewertungen und Umfragen zum Arbeitsklima entwickelt. Mit diesen Instrumenten ist es möglich, die Mitarbeiterzufriedenheit zu messen und Verbesserungspotential zu erkennen. So wird mühelos ein Arbeitsumfeld geschaffen, das Wachstum ermöglicht.

Kenjo, wo geht der Weg hin?

Kenjo ist in Berlin ansässig und hat ein Büro in Madrid. Wir sind auch in der Schweiz, Österreich und Lateinamerika aktiv und haben dort Kunden. Wir wollen weltweit expandieren und durch unser intuitives Personalverwaltung-Tool den Zeitaufwand für administrative Aufgaben selbst in nicht stark digitalisierten Branchen minimieren. In Zukunft werden wir weitere Produkte und Dienstleistungen anbieten, um bessere Arbeitsplätze zu schaffen und den Mitarbeitern ein besseres Erlebnis zu bieten, beispielsweise durch Sozialleistungen, Lern- und Entwicklungsprodukte.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren möchte ich bei Kenjo die gleiche Unternehmenskultur leben, die wir durch unsere Software auch bei unseren Kunden vermitteln wollen. Deswegen führen wir regelmäßig konkrete Maßnahmen durch, um die Erfahrung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu verbessern. Das hat dazu geführt, dass wir Ende 2021 sowohl in Deutschland als auch in Spanien die Auszeichnung ‚Great Place To Work‘ erhalten haben. Wir sind sehr stolz auf den Preis. Er beweist, dass wir zufriedene Mitarbeiter haben und bei der Stärkung des Teams auf dem richtigen Weg sind. Darauf wollen wir aufbauen, denn für uns ist es entscheidend, sinnvolles Arbeiten zu ermöglichen und Mitarbeitern einen Mehrwert zu bieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn ich zukünftigen Gründern drei Ratschläge geben müsste, würde ich Folgende nennen: 

Gehen Sie die Sache aus einer gesunden Motivation an. Wenn Sie Geld verdienen wollen, ist die Gründung eines Start-ups nicht die beste Idee, zumindest nicht unter Berücksichtigung des Risikos. Ein Startup von Grund auf aufzubauen, ist hart, wirklich hart und herausfordernd. Ich glaube, es fast unmöglich in schwierigen Zeiten, ohne gesunde Motivation, die einen antreibt, weiterzumachen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Gründungsteam ausgewogen ist. Seien Sie sich Ihrer Schwächen bewusst und umgeben Sie sich mit Menschen, die Sie ergänzen. Es ein langer Weg, vor allem wenn Sie ein B2B-Unternehmen gründen. Es dauert zwei Jahre, bis Ihr Unternehmen die ersten Babyschritte macht, und mindestens vier Jahre, um eine gewisse Geschwindigkeit zu erreichen. Seien Sie darauf vorbereitet.

Wir bedanken uns bei David Padilla für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleib stark und halte durch

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Boss Fitness Fitness-App Bewegung am Arbeitsplatz 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründer von Boss Fitness, der Fitness-App die für mehr Bewegung am Arbeitsplatz sorgt, waren in 2 Minuten 2 Millionen

Wie ist die Idee zu Boss Fitness entstanden?

Wir sind früher immer ewig in Meetings gesessen und haben uns gedacht: Das kann es nicht sein! Wir sitzen den ganzen Tag! Besprechungen werden träge, Null Output, Rückenschmerzen sind Alltag. Und da haben wir uns gedacht, hier braucht es eine Lösung die nachhaltig und jederzeit verfügbar ist. Bei unseren Recherchen ist uns ganz schnell bewusst geworden: Obwohl wir weltweit so viel Zugang zu ärztlichen Einrichtungen und Gesundheitsaufklärung haben wie noch nie, sind die Menschen in entwickelten Gesellschaften kränker denn je. Über 80% der ÖsterreicherInnen kennen oder leiden an Rückenschmerzen und Depressionen haben sich seit Corona verfünffacht. Übergewicht und Stress sind Alltag. Eine der zentralen Ursachen dafür ist ewiges Sitzen. Nicht um sonst heißt es „Sitzen ist das neue Rauchen“!

Welche Vision steckt hinter Boss Fitness?

Ein Arbeitsumfeld, das auf Gesundheit und Freude basiert. Als Office Gamechanger verändern wir die Arbeitswelt zum Positiven und machen damit Österreich und die Welt nachhaltig bürofit. Das ist unser Beitrag zum Ziel „Gesundheit & Wohlergehen“ (=SDG 3) für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, zu denen sich die 193 Mitgliedsstaaten – unter anderem Österreich – verpflichtet haben. Das Ziel: „Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.“

Unsere Mission ist es, mit der BOSS FITNESS-Gesundheitsplattform durch zielgerichtete Angebote präventiv für physische und mentale Fitness zu sorgen und 1. Ansprechpartner in den Bereichen Bewegung, Mentale Fitness und Ernährung zu sein. 

Wer ist die Zielgruppe von Boss Fitness?

Das Training ist für alle, die täglich Stunden in Meetings oder am PC verbringen und vor allem für jene 50% der Menschen, die sich fast gar nicht bewegen. Mit unserem Training erreichen Unternehmen nun endlich auch endlich jene, die sich nicht so gerne bewegen und keine Freude mit Laufevents oder vereinzelten Yogakursen haben. Das ist bei bisherigen Bewegungsangeboten immer zu kurz gekommen. Aber auch Privatpersonen, StudentInnen, etc. profitieren extrem von BOSS FITNESS.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Für uns war sehr klar: Wenn wir eine Idee haben, wo wir davon überzeugt sind, dass es ein Gamechanger ist, der einen Impact für unsere Gesellschaft hat, dann ist die PULS 4-Show „2 Minuten 2 Millionen“ die ideale Plattform für ein zusätzliches Investment und für mehr Bekanntheit.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns mit unserem 2-Minuten-Pitch ziemlich intensiv auseinandergesetzt. Die größte Challenge war definitiv, unsere wichtigsten Botschaften in 2 Minuten rüberzubringen. Denn 2 Minuten vergehen wie im Flug.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das war super motivierend. Wir sind sehr happy, dass unser Plan aufgegangen ist und wir bei „2 Minuten 2 Millionen“ Investoren von unserer Mission begeistern konnten. Außerdem war für uns sehr wichtig, dass das Thema „Gesundheit am Arbeitsplatz“ wieder einmal in den Fokus gerückt wird. Man kann nicht oft genug darüber sprechen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Boss Fitness aufmerksam werden?

Das ist ganz einfach zu beantworten: Sehr wichtig! Jedes Unternehmen braucht Aufmerksamkeit, um sein Angebot bekannt zu machen. Und je mehr Menschen von unserer Vision und Mission erfahren, desto größer ist die Chance, dass sich in unserer Arbeitswelt wirklich etwas ändert. Und dass jeder mehr auf sich und seinen Körper achtet.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten einerseits Philipp Maderthaner mit seiner Expertise im Bereich Marketing & Sales im Fokus, aber auch den Go-Student-Gründer Felix Ohswald und Alexander Schütz. Schön, dass sich dann Alexander Schütz und Martin Rohla von der Idee von BOSS FITNESS begeistern lassen konnten.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Wir befinden uns derzeit noch in Verhandlungen und denken, im zweiten Halbjahr Gewissheit zu haben.

Boss Fitness, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen unser Angebot noch weiter ausbauen. Daher sind wir gerade auf der Suche nach starken Kooperationspartnern im Bereich Ernährung und mentale Stärke sowie Marketing & Sales.

Zudem werden wir auch verstärkt etwas längere Trainingsvideos in unser Programm einbauen (Afterwork-Trainings), damit unsere TeilnehmerInnen noch besser rundumversorgt sind. Diese etwas intensiveren Workouts sind für vor, während oder nach der Arbeit gedacht und bringen noch mehr Bewegung und mentale Stärke in den Alltag. 

Und für die Zukunft:  BOSS FITNESS gehört an jeden Büroarbeitsplatz. Und davon gibt es alleine im DACH-Raum ca. 38 Millionen. BOSS FITNESS soll künftig genauso zur täglichen Routine gehören, wie Mails beantworten oder Zähneputzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Staystrong. Stayhealthy. Staypositive. Was meinen wir damit? Bleib stark und halte durch. Niemand wird über Nacht erfolgreich und es gibt immer Rückschläge, die man nur bewältigen kann, wenn man wieder aufsteht und dabei seine Vision nicht aus den Augen verliert.

Und was natürlich auch sehr wichtig ist: Schau auf deine Ressourcen. Denn nur ein gesunder und motivierter Geist bringt Topleistungen! Und Spaß und Freude sollten bei einem Startup nie zu kurz kommen. Schließlich ist es Lebenszeit und die sollten wir so gut wie möglich verbringen!

Unser letzter Tipp: Versuche den Fokus immer auf die positiven Dinge zu legen, denn nichts läuft immer nach Plan. Und selbst wenn es mal nicht so läuft, wie du es dir vorstellst: Wenn du den Blick auf das Positive richtest, erhöht sich einfach die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein persönlicher Erfolg früher oder später einstellt.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Boss Fitness

BOSS FITNESS
Das Corporate Fitness Institut
A-1130 Wien

https://www.bossfitness.at
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Ansprechpartner: Sylvia Oberauer

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Gebrauchte Bücher kaufen oder verkaufen und finanziell profitieren! 

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gebrauchte bücher Second-Hand-Bücher

Gebrauchte Bücher zu erwerben oder zu verkaufen, ist heute dank diverser Online-Plattformen im Internet ganz einfach. So lässt sich mit wenigen Klicks wieder Platz im Bücherregal schaffen und die Werke inspirieren den nächsten Leser. Und auch Käufer profitieren, indem sie Bücher zu Schnäppchenpreisen erwerben. 

Doch wo lassen sich gebrauchte Bücher am besten kaufen oder verkaufen und welche Gründe sprechen dafür, gebrauchte Bücher zu erwerben? Und wie lässt sich das Geschäft mit gebrauchten Büchern gewinnbringend umsetzen? 

Wo kauft oder verkauft man gebrauchte Bücher am besten?

Auf Online-Buchhändler-Plattformen oder Kleinanzeigen-Portalen finden sich wahre Schnäppchen. So profitieren Geringverdiener wie Studenten und Auszubildende von einer großen Auswahl an günstigen, gebrauchten Büchern auf Studibuch.de. Hier lassen sich Second-Hand-Fachbücher erwerben, die andernfalls mit hohen Kosten zu Buche schlagen. 

Inzwischen existieren auch immer mehr sogenannte ReCommerce-Portale wie Momox oder Rebuy. Hier können Verkäufer viele Bücher auf einen Streich verkaufen. Käufer profitieren von einer großen Auswahl an Romanen, Sachbüchern und Biografien. 

Die Portale können mit Flohmärkten verglichen werden. Sie kaufen Bücher zu fairen Preisen an und verkaufen sie weiter. Um ein Buch verkaufen zu können, muss die ISBN-Nummer angegeben werden. So berechnet die Plattform den Wert der Bücher. Allerdings besteht das Risiko, dass der Ankauf von vielen Büchern auf einmal den Verdienst minimiert. 

Aufwendiger gestaltet sich der Verkauf einzelner Bücher über Kleinanzeigen-Portale. Hier verhandeln die Käufer gern über die Chatfunktion. Allerdings erzielen die Anbieter unter Umständen mehr Geld und können die Ware bequem per Post versenden. 

Warum sollte man gebrauchte Bücher erwerben? 

Gebrauchte Bücher sind deutlich günstiger als Neuware. Dies macht sich insbesondere bei der Fachliteratur bemerkbar, die über das gesamte Studium hinweg erworben werden muss und im Vergleich zur Belletristik mit hohen Kosten verbunden ist. Studenten können diese finanzielle Herausforderung selten stemmen und profitieren von dem Kauf gebrauchter Literatur. 

Zudem unterstützen Menschen, die Gebrauchtes online beziehungsweise offline verkaufen oder kaufen, aktiv die Umwelt. Durch die Weitergabe der Bücher verlängert sich die Verwendungsdauer, mehrere Menschen ziehen aus dem Produkt einen Mehrwert und die Bücher werden weder im Müll entsorgt noch auf dem Dachboden eingelagert. 

Viele Bücher sind zeitlos und können über Jahre hinweg konsumiert werden. So bleibt die Nachfrage bestehen. 

Die Vorteile von gebrauchten Büchern 
  • Gebrauchte Bücher sind kostengünstig. 
  • Geringverdiener können sich Fachliteratur gebraucht leisten. 
  • Zeitlose Bücher lassen sich mehrfach weiterverkaufen
  • Gebrauchte Bücher unterstützen den Umweltschutz. 
Der Nachteil von gebrauchten Büchern 
  • Gebrauchte Bücher sind unter Umständen abgegriffen.

Wie macht man möglichst viel Umsatz mit gebrauchten Büchern? 

Je besser die Bücher erhalten sind, desto höher fällt der finanzielle Gewinn aus. Ein guter Zustand des Covers, keine Eselsohren und Flecken auf den Seiten und keine weiteren Beschädigungen ermöglichen es dem Verkäufer, einen höheren Preis zu verlangen.

Zudem bestimmt die Nachfrage das Geschäft. Der Verkauf eines gebrauchten Reiseführers, der aufgrund der technischen Innovationen dieser Epoche zunehmend unbeliebter wird, erzeugt weniger Gewinn als der Verkauf von Fachliteratur. Große Umsätze lassen aber auch hier auf sich warten. 

Wer mit dem Verkauf gebrauchter Bücher Geld verdienen und einen lukrativen Nebenverdienst erzielen möchte, sollte sich auf den Verkauf von beliebten und wertvollen Erstausgaben spezialisieren. Weiterhin lohnt sich der Verkauf signierter Bücher oder von Büchern mit geringer Auflage. Im Vergleich zu tausendfach verkauften Bestsellern sprechen diese Bücher Sammler an und verfügen über eine höhere Wertigkeit. So lässt sich Gebrauchtes unkompliziert verkaufen.

Fazit 

Gebrauchte Bücher werden auf Flohmärkten, Online-Buchhändler-Plattformen, Kleinanzeigen-Plattformen oder ReCommerce-Portalen zum Verkauf angeboten. Die Käufer profitieren von günstigen Angeboten, den Verkäufern eröffnet sich die Möglichkeit eines profitablen Nebenverdienstes. Second-Hand-Bücher sind kostengünstig, Käufer und Verkäufer unterstützen durch den Weiterverkauf den Umweltschutz und zeitlose Werke können nach dem Erwerb wieder verkauft werden. Viel Umsatz versprechen limitierte oder signierte Werke und wertvolle Erstausgaben. 

Bild:pixabay

Autor: Vanessa Al-Assi

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Der Manufakturensammler Jan Heipcke

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Jan Heipcke

Traditionelles Handwerk erhalten und die Betriebe dahinter zukunftsfähig machen: Diese Aufgabe begeistert Jan Heipcke.

Der 40-Jährige kauft Traditionsbetriebe. Dass einige Familienunternehmen den Schritt in die Zukunft nicht aus eigener Kraft schaffen, erlebte er bereits während seines BWL-Studiums: „Ich habe Betriebe kennengelernt, die in ihrer Historie steckenbleiben und ihre Produkte nicht weiterentwickeln, dadurch verlieren sie ihre Marktnähe und damit enormes Potential.“ Doch das traditionelle Handwerk, das viele Betriebe zu bieten hatten, faszinierte Heipcke, die Wertigkeit und Langlebigkeit handgefertigter Produkte ließen ihn nicht mehr los. Zusammen mit einem Freund gründet er eine GmbH, die kleine und mittelständische Betriebe mehrheitlich übernimmt und in die Zukunft führt. Mittlerweile gehören bereits drei Unternehmen dazu. 

Mit Seifen fing alles an

Vor mehr als zehn Jahren übernahm Jan Heipcke die älteste Seifenmanufaktur Deutschlands. Er sah Potential in dem Unternehmen und war begeistert vom alten Handwerk. Seit 1840 stellt das Traditionsunternehmen Seifenprodukte nach alten und neuen Rezepturen und Verfahren her. Neben den modernen Fertigungstechniken werden bis heute viele Produkte in Handarbeit mit Hilfe von bis zu 100 Jahre alten Formen hergestellt. Da die Manufaktur aber bis 2009 größtenteils in der Lohnherstellung für andere Unternehmen gefertigt und kaum in die eigene Marke investiert hat, war es für das Unternehmen schwierig, den Markt mitzuentwickeln. Genau das ging Jan Heipcke an, als er die Manufaktur übernahm. Er erweiterte das Sortiment Schritt für Schritt mit der eigenen Marke: „Heute setzen wir vor allem auf unsere eigenen kundennahen Produkte, welche wir stetig weiterentwickeln.“ 

Renaissance der festen Seifen 

Genau zur richtigen Zeit, wie er rückblickend erkennt, denn das Image der festen Seife wandelte sich bald. Der Klassiker aus bunt gekachelten 70er-Jahre Bädern, den die Flüssigseife rasch verdrängte, wird angesagtes Zero-Waste-Produkt für Haut und Haar. Doch für Heipcke umfasst das Thema mehr: „Nachhaltigkeit ist uns ein besonderes Anliegen, deshalb sind die Produkte plastikfrei verpackt und besonders langlebig“, sagt er. „Wir möchten den Trend des umweltbewussten Konsums unterstützen.“ Das Unternehmen kommuniziert die eigenen Nachhaltigkeitsziele und deren Fortschritte transparent auf der Website. Die festen Seifen für Hand, Körper und Haare bestehen aus rein natürlichen Inhaltsstoffen und werden in der Region Heidelberg gefertigt. Zudem sind sie frei von jeglichen tierischen Bestandteilen und damit vegan. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Umstellung aller Produkte auf palmölfreie Inhaltsstoffe zu großen Teilen abgeschlossen. 

Unternehmen zukunftsfähig machen

Nicht jeder Traditionsbetrieb, der Schönes oder Nützliches in Handarbeit herstellt, kann erhalten bleiben: „Das funktioniert natürlich nur, wenn Produkte angeboten werden, die ein Markt abnehmen möchte“, sagt Heipcke. Bei Unternehmen mit dieser Voraussetzung gebe es dann, je nach Ausgangssituation, unterschiedliche Meilensteine, um zukunftsfähig zu werden. Das können interne Prozesse wie Digitalisierung, Besetzungen oder auch eine bessere Ausrichtung des Produktsortiments sowie Schärfung der Marketingmaßnahmen sein. Auf dem Weg vom Traditionsbetrieb zu einem zukunftsfähigen Unternehmen funktioniert jedoch nicht immer alles gleich so reibungslos, wie man sich das vorher vorstellt. Das weiß Jan Heipcke mittlerweile aus Erfahrung: „Es ist beispielsweise nie leicht, innerbetriebliche, festgefahrene Strukturen aus der Vergangenheit aufzubrechen.“   

Nachhaltiges Wirtschaften

Doch die Arbeit lohne sich allemal: „Wenn man es schafft, eine Manufaktur nicht einstauben zu lassen, sondern den Markt im Blick behält, ist es möglich, tolle Produkte aus Traditionsbetrieben zu erhalten“, sagt Heipcke. Das nachhaltige Wirtschaften sei dabei kein Widerspruch in sich, im Gegenteil: „Für einige Marktbegleiter ist der Fokus auf Nachhaltigkeit sogar der einzige Grund zur Wirtschaftlichkeit.“ Mit seinen drei Betrieben – die Seifenmanufaktur, ein Hersteller von Bettwäsche und Bettwaren sowie ein Hersteller von Pflegeprodukten mit denen Naturkosmetika individuell zusammengestellt werden können – setzt Jan Heipcke ausschließlich auf nachhaltige Produkte. Und er schließt weitere Investitionen in Traditionsbetriebe nicht aus. 

Autor

Tina Theißing kommuniziert als PR-Beraterin der Agentur Sputnik für Klar Seifen (www.klarseifen.de). Bevor sie zur Agentur kam, war sie als freie Journalistin einer Tageszeitung tätig, absolvierte ein PR-Fernstudium an der deutschen Presseakademie und arbeitete als Pressereferentin bei einem Reiseveranstalter.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Zähne zusammenbeißen und durch!

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Alpha Progression Krafttrainings-App

Alpha Progression ist eine Krafttrainings-App, die User dabei unterstützt, optimal Muskeln aufzubauen.

Stellen Sie sich und das Startup Alpha Progression doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Marwin Sinapius und Benjamin Schnabel und haben im Januar 2020 Alpha Progression ins Leben gerufen.

Alpha Progression ist eine Krafttrainings-App, die User dabei unterstützt, optimal Muskeln aufzubauen. Sie ist die bestbewertete Krafttrainings-App im deutschsprachigen Raum und wurde 2021 sogar von Apple als App des Tages ausgezeichnet, worauf wir sehr stolz sind.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Marwin und ich kennen uns schon 13 Jahre. Wir haben zusammen in Deutschland und Schottland Economics studiert und bereits während des Studiums vom Gründen eines eigenen Unternehmens geträumt.

Nach dem Studium, als ich (Benjamin) mehrjährige Erfahrungen als Personal Trainer gesammelt hatte, wurde es dann konkret. Ich war an meiner Kapazitätsgrenze angelangt und konnte keine weiteren Kund:innen mehr aufnehmen. Das hat Marwin und mich zum Nachdenken gebracht:

“Wie schaffen wir es, viel mehr Menschen auf ihrer Reise zum Traumkörper zu unterstützen, ohne dass die Kapazität eines einzelnen Personal Trainers das Limit darstellt?”

Eine digitale Lösung musste her – und zwar eine App! Erstaunlicherweise gab es nämlich noch keine richtig gute Krafttrainings-App, mit der das Training intuitiv aufgezeichnet werden kann und die gleichzeitig als virtueller Personal Trainer dient.

Seit uns diese Erkenntnis kam, hat es keinen Tag gegeben, an dem wir nicht mit voller Begeisterung an der Idee und anschließend dem Produkt Alpha Progression gearbeitet haben.

Welche Vision steckt hinter Alpha Progression?

Wir wollen es jedem ermöglichen, optimal Muskeln aufzubauen – nicht nur denjenigen, die mehrere Hundert Euro pro Monat für einen Personal Trainer aufbringen können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die erste Herausforderung stellte sich direkt nach der Idee, eine Krafttrainings-App zu entwickeln. Diese musste natürlich auch programmiert werden! Einen Informatiker hatten wir nicht im Team.

Also doch keine App? Auf keinen Fall! Aufgeben war keine Option. Wir glaubten fest an unsere Vision. Also hieß es: Learning by Doing! Ich war hauptsächlich für die Trainingsinhalte zuständig und Marwin hat programmiert (und sich das Programmieren Step by Step beigebracht).

Das hat sicherlich länger gedauert und war mit mehr frustrierenden Momenten verbunden, als hätten wir die App-Entwicklung ausgelagert. So gab es z.B. oft Situationen, in denen es wirklich so aussah, als ob es für uns unmöglich wäre, die App fertig zu entwickeln. Zum Glück hat es dann mit viel Geduld doch geklappt – und zwar erfolgreicher, als wir es uns jemals erträumt hätten.

Im Nachhinein sind wir froh, die App selbst programmiert zu haben, da wir alles selbst finanzieren konnten und keine Missverständnisse in der Kommunikation mit einem:einer (evtl. externen) Programmierer:in aufkommen konnten.

Die zweite enorme Herausforderung stellte sich kurz nachdem wir die App im Januar 2020 veröffentlicht hatten: Alle Fitnessstudios wurden Lockdown-bedingt im März 2020 geschlossen. Schlimmer hätte es uns kaum treffen können, da unsere App hauptsächlich für das Training im Fitnessstudio ausgelegt ist. Folglich sind unsere Umsätze fast auf 0 Euro zurückgegangen und wir schwebten in Ungewissheit, wann/ob die Fitnessstudios wieder öffnen.

Die Versuchung war groß, die App inhaltlich auf das Training zuhause auszurichten. Dies hätte uns kurzfristig sehr sicher profitieren lassen. Jedoch hielten wir an unserer Vision fest, eine App für optimalen Muskelaufbau zu sein – und dies geht nunmal am besten im Fitnessstudio oder im gut ausgestatteten Home-Gym (was während des ersten Lockdowns kaum jemand hatte).

Wir blieben also unserer Linie treu und haben die Zähne zusammengebissen.

Zum Glück öffneten dann im Juni 2020 die Fitnessstudios wieder. Unsere Nutzerzahlen stiegen sofort rasant an. Leider war dieser Effekt nicht von langer Dauer, da im November 2020 erneut alle Fitnessstudios geschlossen wurden – dieses Mal für ganze sieben Monate. Das war die härteste Zeit, die unser Unternehmen jemals erleiden musste. Da wir keine Vergleichsumsätze aus vergangenen Jahren vorzulegen hatten, wurden uns sogar die Corona-Hilfen gänzlich verwehrt.

Nichtsdestotrotz blieben wir so gut es ging optimistisch. Wir arbeiteten pausenlos daran, die App noch besser zu machen. So haben wir z.B. den Plangenerator so angepasst, dass das verfügbare Equipment eingestellt werden kann, sodass auch im gut ausgestatteten Home-Gym effektiv trainiert werden kann. Zudem haben wir die App vollständig auf Englisch übersetzt, um sie weltweit verfügbar zu machen.

Die harte Arbeit hatte sich gelohnt! Ab Mai 2021 öffneten wieder die ersten Fitnessstudios und die Nutzerzahlen stiegen wieder – und zwar noch rasanter als im Vorjahr. Auch der Anstieg der Bewertungen im App Store und Play Store war enorm. Bereits ein paar Monate nach Wiedereröffnung waren wir die bestbewertete Krafttrainings-App im deutschsprachigen Raum und wurden im November 2021 sogar von Apple als App des Tages ausgezeichnet.

Wer ist die Zielgruppe von Alpha Progression?

Zu unserer Zielgruppe gehören alle, die optimal Muskeln aufbauen wollen.

Wie funktioniert Alpha Progression? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Alpha Progression App erstellt individuelle Muskelaufbau-Trainingspläne. Im Vergleich zu anderen Anbietern steht bei den Plänen zu 100% der Muskelaufbau im Fokus. Zudem handelt es sich nicht um lediglich vorgefertigte Pläne. Jeder Plan wird nämlich durch den Algorithmus maßgeschneidert angefertigt und berücksichtigt über 1.000 Trilliarden mögliche Inputkombinationen. Bei der Planerstellung beachten wir das Equipment, Geschlecht, die Trainingserfahrung, Trainingshäufigkeit, Trainingsdauer, Fokussetzung und ggf. bestimmte Periodisierungsmethoden.

In jeder Einheit gibt die App genaue Empfehlungen, welches Gewicht und wie viele Wiederholungen ausgeführt werden sollen. Diese “Progressionsempfehlungen” sind natürlich auch auf optimalen Muskelaufbau ausgerichtet.

Alpha Progression ist die einzige App, mit der das Training auch periodisiert werden kann, um die Erschöpfung besser zu managen und somit besser Muskeln aufzubauen. So kann das Training in Zyklen strukturiert werden. Während eines Zyklus können dann wöchentlich Parameter wie die Satzanzahl und der Anstrengungsgrad angepasst werden, um das Training zunehmend anstrengender zu machen. Phasen der Erholung (“Deloads”) können ebenfalls eingebaut werden.

Viele User benutzen die App aber auch einfach “nur”, um ihr Training aufzuzeichnen und anhand unserer umfangreichen Graphen-Section auszuwerten. Wir bekommen regelmäßig Feedback, wie intuitiv es ist, mit Alpha Progression das Training zu tracken.

Alpha Progression, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Derzeit expandieren wir weltweit. In 5 Jahren wollen wir nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch international die meistgenutzte Krafttrainings-App sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Zähne zusammenbeißen und durch! Wenn etwas in der kurzen Frist sehr anstrengend, aber in Einklang mit der Vision des Unternehmens ist, dann wird es sich langfristig auszahlen, diese Richtung beizubehalten.

Es ist definitiv möglich, ohne Fremdfinanzierung ein Unternehmen erfolgreich zu gründen – gerade im Online-Business!

Frag dich bei jeder Entscheidung in der Produktentwicklung, was der Mehrwert für die User ist und nicht was die Auswirkung auf den Umsatz ist. Der Umsatz steigt automatisch, wenn Mehrwert vorhanden ist (und gut kommuniziert wird).

Wir bedanken uns bei Benjamin Schnabel  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Alpha Progression

Kontakt:

Alpha Progression – Schnabel & Sinapius GbR
Goltzstr. 13a
10781 Berlin

https://alphaprogression.com
info@alphaprogression.com

Ansprechpartner: Benjamin Schnabel

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Keine Angst vor offener Kommunikation

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Natural Doze Functional Food & Beverage Nahrungsergänzungsmittel

Natural Doze Functional Food & Beverage- Nahrungsergänzungsmittel als Soft Drops

Stellen Sie sich und das Startup Natural Doze doch kurz unseren Lesern vor!

Natural Doze wurde 2021 von Leon Ellerbrock, Christian Rolner und Aranga Rahim in Hamburg gegründet – für die operativen Geschäfte ist Leon zuständig. Mitte 2021 haben wir die Hamburger Designerin Katrin Oeding und ihr Team als strategische Partner dazugewonnen, um unseren Fokus auf Design und Nachhaltigkeit weiter auszubauen. „Getreu unseres Namens, einer Anspielung auf die ‚Natürliche Dosis‘, handelt es sich um Functional Food Produkte, welche eine Einnahme von Vitamin-Präparaten durch angenehme und natürliche Weise ersetzen lassen. Anfang dieses Jahres sind wir mit unserem ersten Produkt auf den Markt gegangen.

Die „Soft Drops“ sind mit essentiellen Nährstoffen versetzte Weingummis, und sowohl im Handel als auch in unserem Online-Shop erhältlich. In naher Zukunft werden wir weitere Produkte unter der Functional Food Kategorie in den Markt bringen. Damit wir von Beginn an eine direkte Kundenbeziehung aufbauen können, um unsere Produkte kontinuierlich verbessern sowie aufbauend des Feedbacks, neue Ideen entwickeln können.     

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Dafür gab es mehrere Gründe, hervorzuheben sind allerdings sicherlich eine gewisse familiäre Prägung, das Gefühl von Selbstbestimmung und das Streben nach greifbaren Ergebnissen. So sind in meiner Familie alle zu einem gewissen Zeitpunkt selbständig gewesen oder sind dies immer noch, was mich sehr geprägt hat, auch irgendwann selber ein Unternehmen zu gründen. Es nahm mir zudem auch die Illusion, dass es schwierig sei, Unternehmer zu werden. Das „aber“ zu einer Unternehmensgründung und dem „richtigen Zeitpunkt“ wird in meinem Bekanntenkreis gern diskutiert.

Der Aspekt „Freiheit“ hat für mich bis heute eine große Bedeutung. Auch wenn ich natürlich mehr Stress und Verantwortung habe als vorher, schätze ich das Gefühl, selber entscheiden zu können, wann und wo ich arbeite und was ich tun will. 

Darüber hinaus hat mir im Angestelltenverhältnis zuletzt oft das „big picture“ gefehlt. Wieso wird das jetzt gemacht? Warum ist das wichtig? Ich wurde nicht zu 100% mitgenommen und wenn, dann nur in kleinen Startups, wo die Hierarchie noch begrenzt ist. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und wollte gerne alles im Unternehmen verstehen. Dafür war die Gründung dann letztendlich der einzig richtige Weg.

Welche Vision steckt hinter Natural Doze?

Auch wenn die Rubrik „Functional Food & Beverage“ für die meisten noch recht neu ist, wird der Bereich Vitamins/Minerals oder auch Supplements ja schon ewig von großen, etablierten Unternehmen geprägt. Mich störte allerdings die Vermarktung dieser Produkte und was die Einnahme in Form von Pillen und Tabletten mit uns macht. Es gibt uns das Gefühl „Medizin“ einzunehmen und ist – sowohl bildlich als auch buchstäblich gesprochen – oft mit einem bitteren Beigeschmack verbunden.

Das ist für viele Menschen unangenehm. Dieses negative Gefühl wird durch das sterile/langweilige Design dieser Produkte meist nur verstärkt. Wir wollten also zwei Themen angehen: Wie kann die Einnahme von wichtigen Nährstoffen erhöht werden ohne Kompromisse eingehen zu müssen? Wie schaffen wir eine komplett neue Ausgangslage in Bezug auf das Corporate Branding? Und so haben wir eine Lifestyle-Marke geschaffen, die es unseren Kunden ermöglicht, ihre Vitamine und Mineralien sorglos mit der schon vorhandenen Essensroutine zu vereinen. Snacks, Drinks oder Mahlzeiten mit einem Produkt, welches man nicht im Schrank versteckt, sondern gern als belebendes Element für zu Hause nutzt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als junger, unerfahrener Gründer ist es glaube ich fast unmöglich Fehler zu umgehen und Herausforderungen unemotional zu begegnen. Die große Herausforderung für einen 24-jährigen war es zuerst einmal, von Produzenten ernst genommen zu werden und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass die Zusammenarbeit mit Natural Doze Potenzial hat. Viele haben auch unseren Startup-Status belächelt. Das war echt nicht einfach. Auf der anderen Seite gab es auch einige, die gerade deshalb Lust hatten mit uns zu kooperieren. Das war dann der Schlüssel für eine gute Zusammenarbeit. Neben industriellen Partnern hatten wir große Probleme mit einem sehr volatilem Rohstoff-Markt, der durch die Corona-Krise und strapazierten Lieferketten gestärkt wurde – sowohl bei Inhaltsstoffen als auch Verpackungsmaterialien.

Dies hat zu Verzögerungen und schwierigen Entscheidungen geführt: Kaufen wir das, was wir gerade brauchen und entlasten unseren Cash-Flow, oder kaufen wir größere Mengen und vermeiden dadurch kurzfristige Preiserhöhungen und lange Lieferzeiten bei Nachbestellungen. Das hat den Start für mich als erstmaligen Gründer noch intensiver gestaltet, aber im Nachhinein nur noch stärker gemacht. Eine weitere Herausforderung, mit der sich wohl viele Gründer ungeachtet der Branche konfrontiert sehen, ist leider immer noch die deutsche Bürokratie. Da hat man schon manchmal das Gefühl, es ist nicht wirklich gewollt, dass wir in Deutschland viele starke Gründerinnen und Gründer haben. Wenn ich mir dann noch vorstelle, ich würde die Sprache nicht zu 100% zu beherrschen, ist das schon echt herausfordernd. Irgendwie funktioniert es dann doch immer, aber der Weg dorthin ist fast immer steinig.

Auf persönlicher Ebene war es definitiv das Zeitmanagement und die tägliche Routine. Es wird einem eben nicht mehr gesagt, was man wann und wo machen soll, sondern muss dies für sich selber herausfinden und sein System entwickeln. 

Für die Finanzierung bin ich den ersten Schritt gemeinsam mit meinen strategischen Partnern aus dem Online- und Food-Bereich gegangen. Meinen Teil habe ich als unternehmerisches Risiko also mit einem Darlehen gedeckt. Nun sind wir gerade dabei, Wagniskapitalgeber für neue Produkte und eine geplante Teamvergrößerung, ins Boot zu holen.

Wer ist die Zielgruppe von Natural Doze?

Anfangs gingen wir davon aus, dass wir vor allem Menschen ansprechen, die sehr ernährungs- und sportbewusst sind. Nach kurzer Zeit wurde uns aber klar, dass es vor allem Menschen sind, die Ihre „Wohlfühl“-Routine ungerne aufgeben wollen und lieber auf einfache Art und Weise ihre Gesundheit fördern wollen. Das ist teilweise auf wenig Zeit und/oder Gemütlichkeit zurückzuführen. Mit unserem ersten Produkt sind es vor allem Frauen zwischen 24-36, die sich entweder im Studien- oder Arbeitsstress befinden. Unsere weiteren Produkte in der Pipeline werden dann deutlich mehr Unisex aufgestellt sein.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die langfristige Vision von Natural Doze setzt sich deutlich von den Konkurrenzprodukten ab. Wir fokussieren uns nicht auf den Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln, die man zusätzlich zur Nahrung einnimmt. Es sind Lebensmittel oder Snacks, die von vornherein z.B. Vitamine, Mineralstoffe und Nährstoffe enthalten. So müssen unsere Kunden ihren Lebensstil nicht umstellen und bleiben ihrer Ernährungsroutine treu und das alles ohne schlechtes Gewissen.

Die Qualität der Produkte darf natürlich bei all diesen Vorteilen natürlich nicht zu kurz kommen. Um die Stabiltät unserer hochwertigen Inhaltsstoffe zu gewährleisten, achten wir sehr auf den Herstellungsprozess. Bei unserem aktuellen Produkt, Vitamin Drops, arbeiten wir mit einem Niedertemperaturverfahren, in dem die Produkte bei weniger als 30 Grad erhitzt werden und so sichergestellt ist, dass die Nährstoffe auch nach Produktion voll erhalten sind.

Des Weiteren sind unsere Produkte vegan, gluten- und allergenfrei. Wir nutzen rein natürliche Farbstoffe aus Früchten und Gemüse. Der Nachhaltigkeitsfaktor wird bei uns von Beginn an großgeschrieben. Im Vergleich zu vielen anderen Marken in diesem Segment sind unsere Dosen aus recyceltem Plastik; das Etikett besteht aus Rohrzuckerfasern, Hanf und Leinen, und unsere eigenen Versandverpackungen sind aus FSC-zertifiziertem Papier. Das besondere an unseren Verpackungen ist, dass sie nicht geklebt, sondern nur gesteckt sind, sodass wir auch hier Material zugunsten der Umwelt sparen. 

Natural Doze, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Langfristig würden wir gerne bis zu 30 Produktkategorien im Bereich Functional Food & Beverage anbieten können und dies sowohl über den stationären und den Online-Handel. Ein weiteres Ziel ist eine europaweite Distribution und eine Marktstärke in allen wichtigen EU-Märkten. Ein für uns spannendes Thema, mit dem wir uns auch schon jetzt akribisch beschäftigen, ist das Thema „Digital Health“ und „Personalised Nutrition“. Langfristig können wir so unseren Kunden individuell angepasste Produkt anbieten, die auf die Gesundheit des Einzelnen angepasst sind und durch begleitende Datenanalyse eine langfristige Verbesserung der Gesundheit unterstützen. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, was die Zukunft bringen wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich glaube, die Liste an Tipps für angehende Gründerinnen und Gründern ist lang. Die drei wichtigsten Tipps, die mir persönlich geholfen hätten, sind:

1. Pragmatism always wins. 

Fast jeden Tag bekommt man es mit neuen Problemen und Herausforderungen zu tun. Manchmal etwas signifikanter, manchmal weniger. Wichtig ist es, lösungsorientiert zu bleiben und nicht in Hysterie zu verfallen – das musste ich auch lernen. Klar, Probleme können einem oft schlaflose Nächte bereiten, aber jedes Problem kann auch eine Chance sein, sodass wir Unternehmerinnen und Unternehmer dann sogar gestärkt aus der Situation hervorgehen. 

2. Sei offen für Kritik und Feedback, aber bleibe deinem Weg treu. 

Gerade, wenn Du noch unerfahren bist und Wege zum ersten Mal einschlägst, ist die Unsicherheit, ob dieser Weg richtig ist, natürlich groß. Deshalb ist es meines Erachtens auch super wichtig, mit vielen Menschen zu sprechen, die schon Erfahrungen als Gründer haben oder schon länger in deinem Markt sind. Du solltest allerdings nicht nach jedem Feedback oder Kritik alles über den Haufen werfen. Nimm die neuen Einblicke auf und überlege konsolidiert, was von dem Feedback für Dich wirklich hilfreich ist, um das Unternehmen weiter voran zu bringen. Der Pivot einer Idee oder eines Kurses ist erfahrungsgemäß nicht verkehrt, gerade wenn sich der Markt verändert, allerdings würde ich trotzdem meiner Grundeinstellung treu bleiben, denn zu viel hin und her ist auch nicht hilfreich und verwässert im Auge des Kunden oft das Wertversprechen Deiner Marke. 

3. Keine Angst vor offener Kommunikation.

Egal ob mit Dienstleistern, Partnern oder Investoren – kommuniziere immer ehrlich und versuche nicht dem Konfliktpotenzial aus dem Weg zu gehen, denn langfristig verlierst Du damit immer. „Ja, ich möchte die Person nicht verärgern“ oder „Mich stört gerade etwas tierisch, aber das wird sich mit der Zeit schon legen“. Fatale Sätze, die ich am eigenen Leib erleben musste. Oft erwischt man sich dabei, dass die Kommunikativ nicht wirklich zu 100% offen ist (konfliktscheu oder zu viel Optimismus). Leider verschleppt man so Probleme und macht diese in der Regel meist nur noch schlimmer als vorher. Kommuniziere von Anfang an mit der Offenheit und Ehrlichkeit, die du selber erwarten würdest. Denn eine Firma ist nicht zu vergleichen mit einem Disput im Freundeskreis, der sich im Idealfall von selbst löst. So wissen alle Beteiligten, wo der andere steht und es kommt zu keinen bösen Überraschungen.

Fotograf/ Bildquelle: Thabea von Freier

Wir bedanken uns bei Leon Ellerbrock für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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