Freitag, April 24, 2026
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Pfeffer & Frost Elisenlebkuchen in illustrierte Papierdosen Höhle der Löwen

Die Gründer von Pfeffer & Frost Elisenlebkuchen aus Nürnberg in nachhaltig, limitierten, exklusiven und illustrierte Papierdosen, in der Höhle der Löwen

Wie ist die Idee zu Pfeffer & Frost entstanden?

In seiner Schulzeit war Jannik bereits mit dem Sohn einer fränkischen Bäckerei befreundet, die in der Weihnachtszeit sehr leckere Original-Elisenlebkuchen herstellt. Jahre später, während des Informatikstudiums hat Jannik dann Tilman kennengelernt und eines Abends kam ihnen die “Schnapsidee”, dass man genau diesen handwerklich hergestellten Elisen viel moderner verpacken könnte.

Janniks Schwester hat beiden dann unser Grafikstudio ELLIJOT empfohlen. Gemeinsam mit Johannes – also zu viert – haben wir dann aus der ersten Ideen eine nachhaltige Strategie, das farbenfrohe Brand Design und eine plastikfreie Verpackung entwickelt.

Welche Vision steckt hinter Pfeffer & Frost?

Allem voran steht der Gedanke, dass Schenken Wertschätzung übermitteln und inspirieren soll. Aber das richtige Geschenk zu finden ist für viele Leute mit hohem Zeit- und Nervenaufwand verbunden. Wer schon mal einen anstehenden Geburtstag vergessen hat weiß, the struggle is real!

Da kam uns der Elisenlebkuchen als Nürnberger Exportschlager und Kulturbotschafter sozusagen gerade Recht. Voller fantastischer Zutaten (Haselnüsse, Mandel, getrocknete Früchte und Gewürze) schmeckt er frisch aus der Familienbäckerei vielen Menschen unvergleichlich gut.

Wie sie zumeist verpackt werden, macht uns allerdings weniger Freude: In der immer gleichen Blechdose mit Nürnberger Kupferstich und Einmal-Plastikfolie. Tatsächlich werden jedes Jahr schätzungsweise 300 Mio Lebkuchenverpackungen aus Plastik produziert. 

Das mussten wir ändern! Unsere Papierdosen sind wiederverwendbar, aber auch recyclebaren und werden jedes Jahr aufs Neue von internationalen Illustrator*Innen mit zeitlosen Motive und fantasievollen Charakteren gestalten, die zur Weihnachtszeit und darüber hinaus, allen den Kopf verdrehen. Damit unsere Lebkuchen lange frisch und saftig bleiben verpacken wir sie, statt in Plastik, in einer kompostierbaren Bio-Folie (aus Zellulose und Maisstärke). 

Und mit unserem Anspruch sind wir nicht alleine. So finden sich im Pfeffer & Frost Geschenkeshop mittlerweile sorgfältig kuratierte Geschenkideen befreundeter, nachhaltig agierender Start-Ups und Unternehmen. 

Was uns besonders freut: Viele Firmen entscheiden sich mittlerweile zur Weihnachtszeit, an Geburtstagen, zu Jubiläen und auch bei Teamevents für unsere Elisenlebkuchen in der gebrandeten Papierdose oder andere nachhaltige Geschenkideen aus unserem Shop. Bei vielen ist der Need for change angekommen und es werden weniger Kugelschreiber und USB Sticks verschenkt.

Für unsere Kunden machen wir es möglich: Mit gutem Gewissen Genuss schenken.

Wer ist die Zielgruppe von Pfeffer & Frost?

Pfeffer & Frost ist für jeden da, der etwas Besonders schenken und echte Gefühle ausdrücken möchte. Jeder der gerne nascht, unterhaltsames Design liebt, dem die Umwelt und die nächste Generation am Herzen liegt, der andere inspirieren möchte und der weiß, dass es nicht auf die Größe, sondern den Inhalt und die Intention ankommt, wird bei uns fündig. 

Privatpersonen genauso, wie kleine Firmen und große Konzerne, die ihren Mitarbeitern ein echtes „Danke für euer Engagement“ ausdrücken möchten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Im Winter letzten Jahres bekamen wir eine E-Mail von der Produktionsfirma mit der Frage, ob wir Lust hätten, uns für einen Auftritt in der Sendung zu bewerben. Wir hatten daran noch gar nicht gedacht, waren aber total Feuer und Flamme für die Idee. Jeder weiß, dass Die Höhle der Löwen eine sehr bekannte Sendung ist, die jungen Start-Ups mit innovativen Geschäftsideen eine große Plattform bieten kann.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Da gab es, wie bei jedem Weihnachtsmarkt oder anderem Event, einiges zu tun! Zuerst einmal mussten Mitten im Frühjahr unsere Bäcker die Öfen anwerfen und die traditionellen, sowie veganen Lebkuchen für die Präsentation in der Sendung zu backen. Nachher sollte selbstverständlich jeder der Löwen und Löwinnen beide Rezepturen kosten dürfen.

Während die Bäcker gebacken haben, füllten wir fleißig Fragebögen aus und drehten erste Kurzvideos über uns, unsere Start-Up Geschichte und unsere Mission. Bei der Produktionsfirma wollte man damit schon mal einen ersten Eindruck von uns gewinnen. Nun können wir mit Stolz sagen: Nicht nur Pfeffer & Frost Elisenlebkuchen, sondern auch die GründerInnen machen ganz schön was her.

Dann kam der wichtigste Teil – der Pitch musste geschrieben werden. Hierfür haben sich alle vier GründerInnen zusammengesetzt und die wichtigsten Argumente für Handwerk, bewussten Konsum und nachhaltige Verpackungen zusammengetragen. Das alles haben wir mit Hilfe der TV-Profis in eine lustige Form gebracht und sogar mit einer kleinen Challenge für die Löwinnen und Löwen versehen.

Natürlich gilt es im Voraus, alle InvestorInnen genau unter die Lupe zu nehmen und zu besprechen, welcher Löwe oder welche Löwin uns am stärksten unterstützen könnte. 

Dann ging es im März ans Set-Design – hier dürft ihr wirklich gespannt sein. Gemeinsam mit der Produktionsfirma haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unsere Lebkuchen und Zutaten am besten für die Sendung in Szene setzen. Wir können auf jeden Fall schon einmal verraten: Wir waren überglücklich so ein großartiges Set für das Weihnachtsspecial zu bekommen. Ein wahr gewordenes Weihnachtsträumchen! Im März war es dann endlich so weit und wir durften nach Köln zur Aufzeichnung fahren. Lebkuchen eingepackt, Hotel gebucht und los ging’s in Die Höhle der Löwen.

In den folgenden Monaten haben wir viel mit unseren Bäckereien und Verpackungs- und Logistikpartnern gesprochen, Kredite aufgenommen und so viele traditionelle und vegane Lebkuchen in umweltfreundlicher Verpackung produziert wie möglich war. Und ganz essenziell: Tilman hat den Webshop für die hoffentlich vielen Zugriffe fit gemacht. Nun heißt es Daumen drücken, dass auch alle Zuschauer einmal von unseren Lebkuchen probieren möchten und bestellen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Jede Instagram-DM, jede Mail, jeder Anruf und Markttermin – jeder Kundenkontakt – bringt uns viel Freude und Motivation. Die Liebe die wir in unsere Lebkuchen und auch den Shop und Service stecken, werden von den Kunden gesehen und gewürdigt.

Nichtsdestotrotz ist ein Auftritt bei solch einer bekannten Fernsehsendung, mit 2Mio. Zuschauern pro Sendung ein echtes Sprungbrett und ein Meilenstein. Wir haben es als Start up geschafft einem großen deutschen Sender positiv aufzufallen und dann auch noch ausgestrahlt zu werden. Wir feiern uns selbst meist zu wenig, aber da kann man sich schon mal ordentlich auf die Schultern klopfen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Pfeffer & Frost aufmerksam werden?

Pfeffer & Frost haben wir die ersten beiden Jahre als side project mit ganz viel Freude an der Entwicklung betrieben. Erst als wir unseren Ohren und den ersten Verkaufszahlen wirklich getraut haben, haben wir den Schritt zur GmbH-Gründung und Anstellung erster Mitarbeiter gewagt. Seit dem wachsen wir organisch und verdoppeln jährlich den Umsatz.

Letztes Jahr hat uns die Platzierung unseres veganen Elisenlebkuchen im Adventsome-Kalender stark gepuscht. Dieses Jahr ist es eine ganze Nummer größer. Das ist risky, aber auch eine riesen Chance, viele Menschen für handwerklich und nachhaltig produzierte Geschenke zu begeistern.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Unsere Favoritin war ganz klar Dagmar Wöhrl. Als Nürnbergerin und Botschafterin regionaler Besonderheiten schlägt ihr Herz sicher auch für Lebkuchen und mit unseren Familienbäckereien und ihrem Familienunternehmen im Rücken teilen wir die gleichen Werten.

Pfeffer & Frost, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wünschen uns natürlich, dass die Firma weiterwächst. Dass wir weiterhin so tolle, motivierte Leute finden, die wie wir viel Freude am Schenken und Entdecken nachhaltiger Produkte haben und daran unsere Kunden von einem nachhaltigen Lifestyle zu begeistern. 

Für die Weihnachtszeit haben wir es schon geschafft. Nun wollen wir ganzjährig den Privatbereich und auch die Geschäftswelt von sinnlosen (Wegwerf-)Geschenken befreien. Wir wollen mit Pfeffer & Frost bekannt werden, als die erste Adresse für inspirierende Geschenkideen fern des Supermarktregals – einer Art Vorratskammer für Geschenke mit gutem Gewissen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Anfangen.
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Gleichberechtigt im Team gründen.

Bild: Johannes Prein (l.), Elisabeth Weber und Jannik Zinkl präsentieren mit „Pfeffer & Frost“ Lebkuchen. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Pfeffer & Frost ist am 12.Dezember 2022 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Elisabeth Prein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sicher im Internet bezahlen

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online zahlungen

In unserer immer digitaler werdenden Welt hinterlassen wir online vermehrt Fußspuren. Das ist nicht unbedingt vorteilhaft, gerade wenn es um das Thema Finanzen geht. Zahlungsdaten sind besonders sensibel und sollten gut geschützt werden. Wir erklären Ihnen daher im Folgenden, wie Sie im Internet sicher bezahlen können und wie Sie sich vor Betrug schützen.

Einen Datenklau verhindern

Die größte Sorge bei Zahlungen im Internet ist, dass Cyberkriminelle an die eigenen Daten gelangen. Um das zu verhindern, hilft es, die eigene EC- oder Kreditkarte gar nicht erst im Internet anzugeben, um damit zu bezahlen. Hilfreicher sind sogenannte Prepaid-Karten, diese werden mit einem festen Betrag aufgeladen und anschließend zum Bezahlen genutzt. 

Sobald das Guthaben aufgebraucht ist, wird die Karte nutzlos. Für Kriminelle ist sie daher kein interessantes Ziel. Ein Datendiebstahl kann entweder direkt über einen Onlineshop erfolgen oder über E-Mails. Betrüger faken beispielsweise eine E-Mail der eigenen Bank und fordern darin auf, sensible Zahlungsdaten einzugeben. Viele Menschen erkennen die betrügerischen E-Mails nicht und fallen darauf rein.

Die Paysafecard

Die bekannteste Form der Prepaid-Guthabenkarte ist die Paysafecard. Sie können die Paysafe card online kaufen, sie wird mittlerweile fast überall auf der Welt akzeptiert. Die Karte wird mit einem individuellen Betrag aufgeladen und anschließend erhalten Sie einen Code, den Sie beim Bezahlvorgang eingeben. Es wird so lange von dem Guthaben bezahlt, bis dieses aufgebraucht ist. Erneut aufgeladen werden kann die Karte nicht. Das Guthaben auf der Paysafecard ist ein Jahr lang gültig und Sie haben die Wahl aus unterschiedlichen Beträgen, zwischen 10 und 100  Euro. Bleibt Restguthaben übrig, kann dieses natürlich ebenfalls wieder zum Bezahlen genutzt werden. Private Daten müssen während des gesamten Vorgangs nicht angegeben werden. 

Bitcoin und Kryptowährungen

Eine weitere Möglichkeit zur anonymen Zahlung sind Bitcoins. Dazu müssen jedoch zunächst einige Vorkehrungen erfolgen. Nicht jeder weiß, wie sich Bitcoins kaufen lassen und viele Onlineshops bieten diese Möglichkeit nicht an. In der Theorie ist die sichere Zahlung mit Bitcoins jedoch möglich: Sie legen dazu ein E-Wallet an und können anschließend Bitcoins kaufen. 

Durch die Nutzung des Wallets liegen die Coins jedoch nicht auf dem eigenen Rechner, dazu ist eine spezielle Software notwendig, die installiert werden muss. Bei einer Bezahlung mit Bitcoins wird nie die eigene IP-Adresse weitergegeben, sondern die Adresse des Servers, welcher durch die Software bereitgestellt wird. Das macht die Zahlung so anonym.

Schutz vor Betrug

Folgende Tipps helfen Ihnen im digitalen Alltag, um sich vor finanziellen Betrug im Internet zu schützen:

Achtung vor Phishing

Betrüger verschicken gerne Phishing-Mails. Sie sehen so aus, als kämen Sie von der eigenen Bank oder von einem seriösen Anbieter. Darin werden Sie darum gebeten, die eigenen Daten einzugeben, da beispielsweise das Konto freigeschaltet werden muss. Links innerhalb dieser E-Mail sollten nie angeklickt werden und geben Sie keine sensiblen Daten über eine E-Mail weiter. Häufig lässt sich anhand der E-Mail-Adresse erkennen, ob es sich wirklich um den angegebenen Anbieter handelt.

Die Seriosität prüfen

Gerade bei Käufen über Drittanbieter sollten Sie den Anbieter prüfen. Geschäftsadressen außerhalb der EU müssen nicht unseriös sein, allerdings steigt die Betrugsgefahr. Ebenso aufmerksam sollten Sie bei auffällig günstigen Angeboten, die jedoch kaum Bewertungen aufweisen, vorsichtig sein. Die Bewertungen helfen in jedem Fall weiter, genauso bei Online-Shops, die Sie nicht kennen: Suchen Sie online nach dem Shop und schauen Sie sich an, ob andere Menschen bereits Erfahrung damit gemacht haben.

Geschäfts- und Rückgabebedingungen prüfen

Vor jedem Kauf im Internet sollten Sie sich das Impressum anschauen sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen, inklusive Bedingungen rund um die Rückgabe. Diese Informationen sollten leicht zugänglich sein. Überfliegen Sie die Bedingungen, so müssen beispielsweise Rücksendungen immer zugelassen werden. Ausgenommen davon sind lediglich private Anbieter, die individuell gefertigte Stücke veräußern. Anhand dieser Angaben lässt sich die Seriosität schnell einschätzen.

Bildquelle: Bild von Pexels auf pixabay

Autor: Thomas Grotenclos

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein gesunder Optimismus ist sehr hilfreich

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Just Nosh: Lotus Pops veganer Snack aus Lotussamen

Just Nosh : Lotus Pops veganer Snack aus Lotussamen

Stellen Sie sich und das Startup Just Nosh doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Shweta Pahuja-Markull und ich komme aus Indien. Ich bin dort geboren und aufgewachsen. 2016 bin ich nach Berlin gezogen, um mit meinem Mann zusammenzuleben. Dort habe ich im August 2020 Just Nosh gegründet. Just Nosh ist ein Snack-Start-up, welches für natürliche, minimal verarbeitete Snacks auf Pflanzenbasis mit indischem Ursprung steht. Wir stellen veganes, geröstet, palmölfreie Snacks her mit der Motivation, dass wir es einfacher für Deutsche Konsumenten machen, lecker und gesund zu snacken. Es ist mein Ziel, mit Just Nosh die indische Snacking-Kultur nach Deutschland zu bringen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Mein Vater hat eine eigene Firma in der Schmuckindustrie in Indien und auch andere Familienmitglieder sind selbständig. Daher war es für mich immer ein Wunsch auch selber eine Firma zu gründen. Als ich 2016 nach Deutschland gezogen bin, habe ich angefangen Koch-Workshops und Indisches Catering anzubieten. Nebenbei habe ich bei einem Startup in der Getränkeindustrie gearbeitet. Da ich selber immer viele Snacks aus Indien mitgebracht habe und meine Freunde in Berlin diese sehr gefallen haben, kam ich auf die Idee zu Just Nosh.

Zudem ist mir gesunde und leckere Ernährung persönlich sehr wichtig und ich bin fest davon überzeugt, dass dies beides zusammen möglich ist. Indien bietet reichhaltige und vor allem gesunde Optionen und ich bin mir sicher, dass mit der richtigen Marke viele der indischen Snacks in Europa ein Hit werden können. Da es derzeit einen Boom bei neuen “gesünderen” Snacks und “Clean Label” Produkten gibt, hat mich bestärkt, dass jetzt die richtige Zeit dafür ist.

Was war bei der Gründung von Just Nosh die größte Herausforderung?

Ich habe Just Nosh während Covid gegründet, sodass die Preise für den Transport aus Indien natürlich sehr hoch waren, was sich schließlich auf die Gewinnspanne auswirken. Zudem hatte ich weder die Möglichkeit, meinen Produzenten persönlich zu treffen, noch konnte ich Produkttests in Berlin durchführen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich glaube, dass es die perfekte Idee nicht gibt. Ein Unternehmen zu gründen heißt immer auch Risiko eingehen und man kann erst mit der weiteren Entwicklung genauer verstehen, ob es klappen könnte. Aber natürlich kann man die Gründung und Aufbauen so risikoarm wie möglich auf die Beine stellen. Ich habe mit Just Nosh sehr lean angefangen und versuchte viele Antworten so günstig wie möglich zu erhalten. Wir lernen jeden Tag durch Unterhaltungen mit unseren Händlern, Kundinnen und Partner.  In der heutigen Zeit gibt es so viele Möglichkeiten für Hilfe, dass man definitiv die Lösungen finden kann. 

Welche Vision steckt hinter Just Nosh?

Unsere Vision ist es, die Erste Wahl für Clean Label, leckere und bekömmliche Snacks zu werden. Ich sehe so oft in Supermärkten, dass ein Produkt als gesund verkauft wird, aber wenn man in die Zutatenliste schaut, dann merkt man erst, dass das nicht der Fall ist. Unsere Kunden können darauf vertrauen, dass Just Nosh für leckeren Geschmack mit hoher Qualität und guten Nährwerten steht.

Wer ist die Zielgruppe von Just Nosh?

Wir haben Kundinnen vom Rentenalter bis zum Kleinkind. Aber der Großteil ist dann doch 22 – 45 Jahre alt und lebe in der Regel einen gesunden Lebensstil. Das heißt zum Beispiel, viele unserer Kundinnen versuchen weniger Fleisch zu essen und achten auf die Inhalte. Es sind zudem mehr Frauen als Männer und viele möchten neue Snacks probieren. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Snack-Regale in Supermärkten sind voll mit Kartoffelchips. Wir wollten neue Snacks in Deutschland bekannt machen und eine bessere Alternative bieten. Daher haben wir als unseren ersten Snack die ‘’Lotus Pops’’ ausgewählt. Die sind in Indien ein leckerer und gesunder Snack-Hit und jetzt erstmals in Deutschland erhältlich. Dieses Superfood besteht ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten, enthält keinen Zucker oder Zusatzstoffe und ist zu 100% natürlich lecker im Geschmack! 

Die Gepoppte Lotussamen bzw. Lotus Pops gehören zur Familie der Seerosen und werden hauptsächlich im Osten Indiens natürlich und nachhaltig angebaut. Alle Zutaten werden mit größter Sorgfalt ausgewählt, lokal von den Bauern in Indien hergestellt und dort produziert. Sie sehen ähnlich aus wie Popcorn, aber schmecken ganz anders. Wenn man die Lotus Pops mit Popcorn vergleicht, dann sind diese nachhaltiger gewaschen und haben 20% weniger Fett und 0% Zucker. 

 Lotus Pops sind
  • Vegan
  • Ohne Gluten
  • Ohne Zucker
  • Ohne Palmöl
  • Ohne Allergene

Just Nosh, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben mit 3 Lotus Pops Sorten angefangen und wollen in der Zukunft weitere Geschmacksrichtungen, aber auch ganz andere Snacks mit guten Nährwerten und Qualität mit indischem Hintergrund nach Europa bringen. Es ist wichtig für uns, die Indische Kultur, in der ich aufgewachsen bin, den Menschen in Europa näher zu bringen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Es wird immer mal Momente geben, an denen man an der eigenen Gründungsentscheidung zweifeln wird. Mein erster Tipp ist, Vertrauen in sich selbst zu haben und in schweren Zeiten sich zurück daran zu erinnern, warum man die Entscheidung zum Gründen getroffen hat. Das hat mir oft geholfen. Mein zweiter Tipp ist, sich an andere Menschen für Hilfe zu wenden. Hierbei ist wichtig, dass diese Menschen Erfahrung haben in den relevanten Bereichen. Und drittens sollte man schließlich viel Geduld haben, denn Gründen ist oft ein Ausdauersport. Ein gesunder Optimismus ist hierfür sehr hilfreich.

Wir bedanken uns bei Shweta Pahuja-Markull für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Es dauert immer länger und kostet mehr

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Roamy Audioguide-App Geschichte, Kunst, Kultur vorlesen lassen

Roamy Audioguide-App Geschichte, Kunst, Sehenswürdigkeiten und Kultur in der Umgebung vorlesen lassen

Stellen Sie sich und das Startup Roamy doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Jan Hichert und ich habe Roamy im Jahr 2020 gestartet. Roamy ist eine Audioguide-App, mit der sich neugierige Entdecker und Entdeckerinnen die Geschichte, Kunst und Kultur in ihrer Umgebung einfach und unmittelbar unterwegs vorlesen lassen. Die App greift auf Wikipedia zurück und bietet zu mehr als einer Million Orte weltweit wissenswerte Inhalte zum Hören. Roamy ist kostenlos im App Store für iOS erhältlich.

Warum haben Sie sich entschieden, dieses Startup zu gründen?

Roamy ist nicht mein erstes Startup, aber nachdem ich in den Jahren zuvor hauptsächlich als Angel Investor tätig war, hatte ich Lust, wieder selbst etwas aufzubauen. Ich bin damals viel Rad gefahren und habe mir oft gewünscht, Siri würde mir unterwegs etwas über meine Umgebung erzählen – hat sie aber nicht. Außerdem hat mich fasziniert, dass Wikipedia eine Milliarde Leser und Leserinnen hat, aber keine Hörer und Hörerinnen. Also haben wir angefangen Roamy zu bauen, quasi als Hobby während des ersten Corona-Lockdowns.

Welche Vision steckt hinter Roamy?

Wir wollen den Reiseführer der Zukunft bauen. Unser Ziel ist, eine weltumspannende Audio-App für Reisende zu schaffen, um ihnen ein besseres Reiseerlebnis zu ermöglichen. Dazu setzen wir auf Audio Augmented Reality. Bei Augmented Reality denken viele an Brillen, dabei eignet sich Hören oft besser, um zusätzliche Informationen aufzunehmen – so hat man auch den Blick frei, die Sehenswürdigkeiten direkt zu bewundern, anstatt aufs Handy zu schauen. 

Von der Idee bis zum Startup, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Roamy ist mein erstes B2C-Projekt und ich habe die Komplexität beim Erstellen einer App deutlich unterschätzt. Wir haben jetzt angefangen, Monetarisierungsmodelle zu testen, damit Roamy schon bald auf eigenen Beinen steht. Als erstes können User jetzt Eintrittskarten und „echte”, also menschliche Tourguides für über 5.000 Sehenswürdigkeiten in 60 Städten über die App buchen. 

Wer ist die Zielgruppe von Roamy?

Menschen jedes Alters und Geschlechts, die Interesse an Kultur und Reisen haben. Wir sehen aktuell, dass die App vorwiegend von Menschen ab 40 Jahren genutzt wird.

Wie funktioniert Roamy? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Roamy ist bereits heute der mit Abstand größte Audioguide der Welt, ermöglicht durch die Kombination von Wikipedia und Sprachsynthese. „Echte” Tourguides sind natürlich immer am besten und auch individuell produzierte Audiowalks können wundervoll sein, aber mit unserem generativen Ansatz erreichen wir mehr Menschen in mehr Sprachen für weitaus mehr Orte.

Zudem unterliegen die Inhalte durch die ständige Weiterentwicklung von Beiträgen auf Wikipedia auch einem beständigen Wandel – Themen kommen hinzu oder werden ausgearbeitet. So bleibt es unterwegs nie langweilig. Zudem können die Nutzer und Nutzerinnen Roamy indirekt mitgestalten – wenn ihnen Hintergrundinformationen fehlen, können sie diese direkt über Wikipedia anpassen lassen. Künstlich erstellte Stimmen sind heute schon sehr gut und werden in ein bis zwei Jahren nicht mehr von echten zu unterscheiden sein.

Roamy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen so vielen Menschen wie möglich einen Zugang zu Geschichte, Kunst und Kultur bieten. Heute als Audioguide, bald mit Empfehlungen und Audiowalks, und irgendwann als stetige Audio-Augmented-Reality-Begleitung, die Reisende zu den schönsten Orten führt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Es dauert immer länger und kostet mehr. Zweitens: Vorsicht, Gründer zu sein, ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Und drittens: Macht doch etwas, was die Welt ein klein wenig besser macht.

Wir bedanken uns bei Jan Hichert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

SEO für Startups: 4 Tipps für mehr Google-Sichtbarkeit

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SEO Startups Google-Sichtbarkeit

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist für Startups von großer Bedeutung, da sie damit ihre Sichtbarkeit im Internet erhöhen und somit mehr Kunden gewinnen können. Allerdings stellen begrenzte Budgets oft eine Herausforderung dar, wenn es darum geht, in SEO zu investieren. In diesem Text stellen wir vier Tipps vor, wie man auch mit kleinem Geldbeutel sein SEO verbessern kann.

Tipp 1: Suchbegriffe und Keywords recherchieren

Eine wichtige Grundlage für erfolgreiches SEO ist die Recherche von relevanten Suchbegriffen und Keywords. Diese Begriffe und Wörter geben Auskunft darüber, wonach Nutzer in Suchmaschinen suchen und welche Inhalte sie erwarten. Indem Startups die richtigen Suchbegriffe und Keywords recherchieren und ihre Inhalte darauf ausrichten, können sie sicherstellen, dass diese für die Nutzer relevanter und interessanter sind.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man Suchbegriffe und Keywords recherchieren kann. Eine Möglichkeit ist die Nutzung von Keyword-Tools, die Suchbegriffe und Keywords anhand verschiedener Faktoren wie Suchvolumen und Wettbewerbsintensität auswerten und sortieren. Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung der Google Search Console, um zu sehen, welche Suchbegriffe Nutzer bereits verwendet haben, um auf die eigene Website zu gelangen. Auf diese Weise können Startups herausfinden, welche Suchbegriffe besonders relevant für ihr Angebot sind und sich daher lohnen, in ihren Inhalten zu verwenden.

Tipp 2: Onpage-Optimierung

Unter Onpage-Optimierung versteht man Maßnahmen, die direkt auf der eigenen Website durchgeführt werden, um dessen Sichtbarkeit und Relevanz für bestimmte Suchbegriffe in den Suchmaschinen zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise die Optimierung der Meta-Tags und der Überschriften, die Verwendung von alt-Attributen bei Bildern, die Strukturierung des Textes mithilfe von Überschriften und Absätzen, sowie die interne Verlinkung der Seiten innerhalb der Website.

Startups sollten bei der Onpage-Optimierung vor allem darauf achten, ihre wichtigsten Suchbegriffe und Keywords in den Meta-Tags und Überschriften zu verwenden, ohne dabei die Lesbarkeit und Qualität des Textes zu beeinträchtigen. Auch die interne Verlinkung ist wichtig, um Suchmaschinen zu signalisieren, welche Seiten für sie besonders relevant sind. Eine saubere und benutzerfreundliche Website-Struktur hilft zudem dabei, dass Nutzer länger auf der Seite verweilen und die Seite weiterempfehlen, was wiederum positive Auswirkungen auf die Suchmaschinen-Rankings haben kann.

Tipp 3: Inhalte optimieren und aktualisieren

Es ist wichtig, regelmäßig neue Inhalte auf der eigenen Website zu veröffentlichen, da dies die Sichtbarkeit und Relevanz der Seite in den Suchmaschinen erhöht. Suchmaschinen bevorzugen Websites, die aktuell und mit frischen Inhalten versorgt werden. Zudem bieten neue Inhalte auch Nutzern einen Mehrwert und können dazu beitragen, dass die Website viele wiederkehrende Besucher hat.

Ein eigener Blog oder Ratgeber-Bereich eignet sich gut dazu, regelmäßig neue Inhalte zu veröffentlichen, die auf die Nutzerbedürfnisse ausgerichtet sind und somit auch eine hohe SEO-Relevanz haben. Basierend auf der vorausgegangenen Keyword-Recherche sollte neuer Content erstellt werden können, der in wenigen Monaten Sichtbarkeit bei Google erzielt und somit für qualifizierte Website-Besucher sorgt.

Tipp 4: Backlinks aufbauen

Backlinks sind Links von externen Websites, die auf die eigene Website verweisen. Sie sind ein wichtiges Ranking-Kriterium für Suchmaschinen, da sie als Indikator für die Relevanz und Autorität einer Website dienen. Je mehr hochwertige Backlinks auf eine Website verweisen, desto besser wird sie in den Suchmaschinen ranken.

Startups können Backlinks aufbauen, indem sie hochwertige und relevante Inhalte auf ihrer Website veröffentlichen, die von anderen Websites verlinkt werden. Eine Möglichkeit ist es auch, Gastartikel auf anderen Websites zu publizieren und darin auf die eigene Website zu verlinken. Zudem können Unternehmen auch direkt Kontakt mit den Betreibern von Websites aufnehmen und um einen Backlink bitten. Es ist jedoch wichtig, dass die Backlinks von vertrauenswürdigen und relevanten Websites stammen, um eine positive Wirkung auf das Ranking zu erzielen.

Fazit

Im Fazit dieses Blog-Artikels haben wir vier Tipps für SEO für Startups mit wenig Budget vorgestellt. Zunächst empfehlen wir, sich auf wichtige und relevante Keywords und Suchbegriffe zu konzentrieren und diese in den Meta-Tags und Überschriften zu verwenden. Weiterhin ist es wichtig, regelmäßig neue und hochwertige Inhalte zu veröffentlichen und die Onpage-Faktoren wie Überschriften und interne Verlinkungen zu optimieren. Zudem sollten Startups Backlinks von vertrauenswürdigen und relevanten Websites aufbauen, um die Autorität und Relevanz ihrer Website zu erhöhen.

Um ihre SEO-Bemühungen weiter voranzubringen, empfehlen wir Startups, sich laufend über die aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich SEO zu informieren und ihre Strategien dementsprechend anzupassen. Zudem sollten sie regelmäßig die Performance ihrer Website überwachen und die Ergebnisse analysieren, um Schwächen und Verbesserungspotentiale aufzudecken. Mit der richtigen Herangehensweise und etwas Geduld können Startups ihre SEO-Bemühungen erfolgreich voranbringen und ihre Sichtbarkeit und Relevanz in den Suchmaschinen erhöhen – auch ohne großes Budget.

Autor:
Alexander Walz ist Gründer und Geschäftsführer des Vermittlungsportals Agenturtipp.de, das Unternehmen dabei unterstützt, die passende Agentur zu finden. Als ehemaliger SEO-Freelancer und SEO-Experte ist er mit dem Werkzeug der Suchmaschinenoptimierung bestens vertraut.

Website:
https://www.agenturtipp.de

Bildquelle: Bild von Diego Velázquez auf pixabay

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Chrono24 globaler Online-Marktplatz für Luxusuhren

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Jennifer Bodenseh seit Juli 2022 CFO bei Chrono24 dem globale Online-Marktplatz für Luxusuhren im Interview über Herausforderungen und Ziele

Jennifer Bodenseh seit Juli 2022 CFO bei Chrono24 dem globale Online-Marktplatz für Luxusuhren im Interview über Herausforderungen und Ziele

Stellen Sie sich doch bitte kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Jennifer „Jenny“ Bodenseh. Ich bin 36 Jahre alt und lebe in der schönen Pfalz gemeinsam mit meinem Mann und meinem Sohn. Wir haben mit unseren Katzen drei weitere Mitbewohner.

Seit Juli diesen Jahres bin ich bei dem Marktplatz für Luxusuhren Chrono24 als CFO tätig.

Meine Freizeit verbringe ich mit der Familie und mit der Renovierung unseres Hauses. Wenn dann noch Zeit übrig ist, wartet im Garten auch noch etwas Arbeit, aber auch viel Vergnügen!

Welches waren für Sie die größten Herausforderungen?

Jennifer Bodenseh: Im Berufsleben war es eine große Herausforderung – besonders in der Anfangszeit meiner Karriere – mir das gewollte Gehör zu verschaffen und meine Ideen am richtigen Ort zu platzieren. Wenn man als junge Angestellte im Rechnungswesen dem Vorstandsvorsitzenden hinterherlaufen muss, um die Finanzabteilung nachhaltig zu verändern, gehört dazu schon eine große Überwindung – zunächst. Besonders in juniorigen Positionen läuft man oft gegen Hierarchie-Wände. Steter Tropfen höhlt aber den Stein – ich habe nie aufgegeben und so viele Erfolge verbuchen können.

Bei Chrono24 bin ich besonders stolz darauf, dass wir im C-Level in kürzester Zeit tiefes Vertrauen aufbauen konnten.

Was hat Sie in Ihrer Jugend am meisten geprägt?

Die berufliche Selbstständigkeit meines Vaters und das damit verbundene schwankende Einkommen unserer Familie hat mich stark geprägt und das Bedürfnis nach finanzieller Stabilität sowie einen starken Unternehmergeist ausgelöst. 

Aus dem täglichen Leben konnte ich so schlussfolgern, dass man arbeiten muss, um Geld zu verdienen – und besonders hart arbeiten, um viel Geld zu verdienen.

Was hat Sie bewogen, von init zu Chrono24 zu wechseln?

Jennifer Bodenseh: Der Wechsel zu Chrono24 war für mich ein logischer nächster Karriereschritt zu einem der spannendsten Unternehmen Deutschlands. In einer agilen Startup-Kultur, wie sie bei Chrono24 herrscht, ist das effektive Gestalten oft einfacher und dynamischer. Zudem ist die Schaffung der passenden Strukturen zu weiterem Wachstum eine meiner großen Stärken und bei Chrono24 gefragt – das Unternehmen wächst und gedeiht. In dieser Situation sind klare Wachstumsstrategien und dazu passende Prozesse nötig, und dafür werde ich sorgen.

Welche Veränderungen wird es im kommenden Jahr bei Chrono24 geben?

Es wird auf jeden Fall ein spannendes Jahr mit vielen Veränderungen und Neuerungen, auf das ich voller Vorfreude blicke. Genaueres kann und darf ich zu diesem Zeitpunkt hierzu leider nicht sagen. Im C-Level wird es auf alle Fälle noch Änderungen geben.

Wie wirken sich die steigenden Rohstoffkosten und die steigende Inflation auf das Uhrengeschäft aus?

Beides hat einen Einfluss auf den Uhrenmarkt und hat auch bereits bei dem Großteil der Hersteller in diesem Jahr zu Preisanpassungen geführt. Rolex beispielsweise hat die Preise zweimal erhöht, was den Markt aber nicht wesentlich belastet hat. Im Gegenteil – die Zielgruppe für diese Produkte kauft unter verschiedenen Gesichtspunkten, auch unter dem Aspekt des Werterhalts und Investments, und daher hat dieser Markt kaum unter den weltweiten Geschehnissen zu leiden.

Auf welchen Märkten ist Chrono24 am Aktivsten?

Chrono24 ist ein internationaler Marktplatz. Dennoch gibt es einige Märkte, die aktuell an der Spitze liegen. In den USA zum Beispiel gibt es eine wachsende Käuferschicht, die sehr aktiv auf unserer Plattform ist. Auch Asien gehört zu den sehr aktiven und wachsenden Märkten.

In Europa ist Deutschland unser Heimatmarkt und entsprechend groß, aber auch das Frankreich und Italien sind sehr aktive Märkte.

Wer ist der klassische Kunde der bei Chrono24 kauft?

Wir sprechen eine sehr breite Käuferschicht an – mehr als 40 Prozent des Umsatzes machen die Altersgruppen Gen Z und Millenials. Unsere Käufer sind an den verschiedensten Aspekten von Uhren interessiert – das Handwerk, Design und Optik, aber auch Luxusuhren als Investment zählen dazu.

Der klassische Kunde bei Chrono24 ist also nicht Mitte 50, Akademiker und Eigenheimbesitzer, sondern wir sprechen tatsächlich den Markt in seiner Gänze an.

Kaufen eher Männer oder Frauen bei Chrono24?

Aktuell stellen noch die Männer die Mehrheit der Uhrenkäufer – aber ich hoffe, in Zukunft kaufen auch mehr Frauen auf Chrono24! Interessant ist, dass Frauen aus den USA die aktivste Käufergruppe unter den Damen sind. Mehr als ein Viertel allen Umsatzes von Frauen kommen aus den USA, gefolgt von Deutschland mit 20 Prozent und Italien mit acht Prozent.

Frauen lieben übrigens Uhren von Rolex: Mehr als 50 Prozent kaufen nur diese Marke. Und Frauen sind spendabler: Frauen bezahlen durchschnittlich 4.110 Euro pro Uhr. Männer dagegen bestellen Zeitmesser für durchschnittlich 3.600 Euro bei Chrono24.

Wie wird sich das Online/eComerce Business mit Uhren weiter entwickeln?

Der Markt wird generell weiter wachsen, insbesondere der pre-owned-Bereich ist ein starker Treiber und verzeichnet größere Wachstumsraten als der Absatz der Marken direkt über Konzessionäre an die Kunden. Und das größte Detailwachstum ist im Online-Markt, was wir sehr deutlich spüren. So konnte alleine das erste Halbjahr 2022 – trotz aller weltweiten Widrigkeiten – einen enormen Zuwachs zum Vergleichszeitraum 2021 verzeichnen.

Aktuelle Studien wie der Deloitte-Report verheißen ebenso immenses Wachstum dieses Marktes im Internet.

Welche neuen Möglichkeiten werden sich in Zukunft für Käufer und potentielle Interessenten durch das Web3 und Metaverse ergeben?

In dem Bereich haben wir als Chrono24 zunächst keine Planung, wir beobachten die Entwicklung allerdings sehr genau

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?

Auf jeden Fall bei Chrono24, und nach einem erfolgreichen Börsengang des Unternehmens. Zudem mit einer strategischen Aufstellung, die dem Unternehmen weiter gesundes Wachstum ermöglicht.

Bild: Jennifer Bodenseh, Chief Financial Officer von Chrono24 / Bildrechte: Chrono24 GmbH

Wir bedanken uns bei Jennifer Bodenseh für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleibt euch selbst treu!

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peeku erotische Literatur Frauen

PEEKU ist die digitale Plattform für usergenerierte erotische Literatur – von Frauen für Frauen

Stellen Sie sich und das Startup PEEKU doch kurz unseren Lesern vor!

Anabel: PEEKU ist die digitale Plattform für usergenerierte erotische Literatur – von Frauen für Frauen. Man kann sich sowohl als Leser*in von den authentischen Stories  inspirieren lassen und/oder selbst zur Autor*in werden und die eigenen Erlebnisse und Fantasien teilen. Gegründet wurden die Plattform 2022 von Anabel Romero und Nicole Gruber, mit dem Ziel, die weibliche Lust endlich zu enttabuisieren und all ihre Facetten sichtbar zu machen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Nicole: Wir haben uns vor sechs Jahren kennengelernt, als sich unsere beruflichen Wege gekreuzt haben. Daraus ist eine nun schon lang anhaltende Freundschaft geworden, in der wir schon immer ganz offen und ohne Scham über die Themen Sexualität und Lust sprechen konnten. Dabei ist uns immer wieder aufgefallen, dass die weibliche Sexualität schon viel zu lange aus der Sicht des Mannes erzählt wird. Für uns war klar: Das müssen wir ändern und die Geschichte der weiblichen Lust neu schreiben.

Was war bei der Gründung von PEEKU die größte Herausforderung?

Anabel: Wir sehen unsere größte Herausforderung gleichzeitig auch als eine große Stärke von uns.

Da wir keinen klassischen, betriebswirtschaftlichen Hintergrund haben, gibt es aktuell viel für uns zu lernen. Wir bringen uns dabei einige Themen selbst bei. Wir gehen dabei auch hin und wieder unkonventionelle Wege, die nicht für jeden auf den ersten Blick nachvollziehbar sind. Unser Credo dabei: Immer auf das eigene Bauchgefühl vertrauen!

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Nicole: Unbedingt! Man sollte sogar starten, denn ein perfektes Produkt wird es ohnehin nie geben. Wenn wir Eines in den letzten Monaten gelernt haben, dann, dass sich ein Produkt immer im Flow befindet und sich ständig ändern und weiterentwickeln wird – ganz egal, in welcher Phase man sich befindet. Je früher man damit rausgeht, desto schneller kann man sich auch Feedback einholen. Das wiederum ist essenziell, um die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe in die Optimierung des Produktes einfließen zu lassen.

Welche Vision steckt hinter PEEKU?

Anabel: Mit PEEKU möchten wir die Geschichte der weiblichen Lust neu schreiben – aus der Sicht der Frauen! Wir vermitteln ein realistisches Bild der weiblichen Lust und möchten jede Frau dabei unterstützen ihr sexuelles Selbstbild zu stärken und ihre Lust selbstbestimmt zu erforschen und/oder auszuleben.

Wer ist die Zielgruppe von PEEKU?

Nicole: Mit unserer Plattform sprechen wir Frauen an, die mit dem aktuellen erotischen Content im Internet nicht zufrieden und auf der Suche nach alternativen Angeboten sind. Unser Ziel ist es dabei einen realistischen Blick auf die weibliche Lust zu ermöglichen und jeder Nutzer*in einen sicheren Raum zu bieten, in dem sie ihre Fantasie erleben und erforschen kann. PEEKU ist aber generell für die Menschen da, die sich von erotischer Literatur inspirieren lassen möchten, ihre Sexualität gerne erforschen, ihre Fantasien mit anderen teilen und mit überholten Klischees und Stereotypen brechen wollen. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Anabel: Erotische Literatur boomt! Die meisten bestehenden Plattformen, die erotische Literatur anbieten, sind allerdings kein Ort, an dem man sich als Frau wohlfühlt. Die Seiten sind überladen mit obszönen Werbeanzeigen, die Stories beinhalten teilweise illegalen Content oder die Nutzer*innen verhalten sich unangebracht und geben einem als Leser*in oder Autor*in ein unangenehmes Gefühl. Mit PEEKU möchten wir einen modernen und ästhetischen Raum schaffen, indem die Bedürfnisse, Fantasien und Wünsche der weiblichen Lust sichtbar gemacht werden und einen Platz finden – fernab von jeglichem Schmuddelimage.

PEEKU, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nicole: Wir möchten die Nummer eins Plattform für usergenerierte erotische Literatur weltweit werden. Wir möchten uns von Anfang an international ausrichten, da die weibliche Lust ein global relevantes Thema ist. In 5 Jahren möchten wir daher bereits international expandiert haben. Wenn man über erotischer Literatur spricht, soll einem als erstes PEEKU in den Kopf kommen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Hört immer auf euer Bauchgefühl.

Sprecht so früh wie möglich mit so vielen Menschen wie möglich über eure Idee.

Bleibt euch selbst treu!

Wir bedanken uns bei Anabel Romero und Nicole Gruber für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Tauscht euch gerade zu Beginn viel mit anderen Gründer:innen aus

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edusiia digitale Netzwerk Bildung
@ Aris Fotografie / edusiia GmbH

edusiia digitale Netzwerk für Bildung verbindet Menschen und Organisationen aus allen Bildungsbereichen

Stellen Sie sich und das Startup edusiia doch kurz unseren Lesern vor!

edusiia ist das digitale Netzwerk für Bildung. Wir bringen dort Menschen und Organisationen aus dem gesamten Bildungsbereich zusammen und bieten ihnen eine dauerhafte Plattform, um Bildung gemeinsam besser zu machen. Engagierte Personen aus der Bildung können sich bei edusiia in virtuellen Räumen zu konkreten Projekten austauschen, gezielt nach Bildungsthemen und -veranstaltungen suchen und sich mit spannenden Akteur:innen aus dem Bildungsbereich vernetzen.

Bildungsorganisationen können eigene Diskussionsräume anlegen und moderieren, auf eigene Termine, Veranstaltungen und Angebote hinweisen und neue Mitglieder, Kund:innen sowie Mitarbeitende in der Community finden. edusiia ist komplett in Deutschland gehostet, legt die DSGVO besonders streng aus und wird von der Investitionsbank Berlin gefördert.

Die Gründer:innen von edusiia sind Anna und Niki Papadopoulos und Georg Babing – wir kennen uns seit unserer gemeinsamen Schulzeit, sind eng befreundet und teilen dieselben Werte und Vorstellungen einer digitalen, kreativen Bildungslandschaft, die interdisziplinär und interkulturell zusammenarbeitet und den Spaß am Lernen für alle fördert. Wir bringen die Expertise für Start-ups, Bildung und Communities mit, um edusiia erfolgreich zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der erste Grund: In Deutschland gibt es zwar zahlreiche großartige Bildungsinitiativen und -ansätze, aber oft bleiben diese Projekte nur einem kleinen Kreis bekannt. Viele Menschen und Organisationen arbeiten im Bildungsbereich bisher isoliert voneinander, echter Dialog findet meist nur punktuell bei Veranstaltungen statt – und interdisziplinäre Diskussionen sind eine absolute Seltenheit. Mit edusiia wollen wir Brücken zwischen den Akteur:innen bauen, die im Bildungsbereich aktiv sind und ihnen einen konstruktiven Austausch ermöglichen.

Der zweite Grund ist ganz persönlich: Wir drei Gründer:innen brennen für gute Bildung und wollen, dass sich hier etwas zum Positiven wandelt! Im Team bringen wir verschiedene Blickwinkel auf Bildung zusammen: Anna ist Innovationsbegleiterin und dreifache Mutter, Niki ist ausgebildete Logopädin und Georg lehrt an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Welche Vision steckt hinter edusiia?

Wir wollen langfristig erreichen, dass edusiia die zentrale digitale Anlaufstelle für alle Bildungsakteur:innen wird und einen echten Beitrag dazu leistet, Bildung besser zu machen – zunächst in Deutschland, später darüber hinaus!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben 2020 mit der Planung zu edusiia begonnen und sind damit direkt in die Pandemie gerutscht. Das war natürlich für uns wie für alle anderen eine Ausnahmesituation, wir haben es aber stets geschafft, über Videokonferenzen und andere Tools weiter an unserem Konzept zu arbeiten. Zunächst haben wir dann mit einem Prototypen unsere Vermutungen getestet, zahlreiche Gespräche mit Menschen und Organisationen aus dem Bildungsbereich geführt und uns um einen funktionierenden Business Plan gekümmert. 2021 folgte die Gründung unserer GmbH, im Oktober 2022 konnten wir endlich mit unserem komplett selbst entwickelten Netzwerk offiziell starten.

Da wir alle drei parallel noch andere Jobs hatten, war für uns vor allem das Zeitmanagement eine große Herausforderung – wann können wir wie viel Zeit in edusiia stecken, wie kriegen wir alles unter einen Hut? Das zweite knifflige Thema war und ist die Finanzierung unseres Unternehmens. Wir haben viel aus eigener Kraft gestemmt und vor ein paar Monaten erfreulicherweise eine Förderung durch die Investitionsbank Berlin bekommen, die unser Konzept eingehend geprüft hat. Wir sind zuversichtlich, dass wir edusiia in den nächsten Monaten über Premium-Mitgliedschaften und strategische Partnerschaften auf immer stabilere Füße stellen können.

Wer ist die Zielgruppe von edusiia?

Wir haben zwei Hauptzielgruppen: Die erste große Gruppe sind Bildungsorganisationen – also Kitas, Schulen und Universitäten, aber auch Stiftungen, Verlage, Fortbildungsbetriebe, EdTech-Start-ups, Verbände und weitere Institutionen mit Bildungsbezug. Die zweite große Gruppe: Personen mit Bildungsbezug, die in diesem Feld mit Begeisterung lehren, forschen und arbeiten – wir nennen sie Bildungsenthusiast:innen. Uns war es von Anfang an wichtig, unser Netzwerk interdisziplinär anzulegen: Der Austausch zwischen Bildungsgruppen mit unterschiedlichsten Erfahrungen, Inspirationen und Ideen macht unsere Community zu etwas ganz Besonderem und hilft unseren Mitgliedern dabei, ganz neue Kontakte zu knüpfen und mehr Wirkung zu entfalten.

Wie funktioniert edusiia? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

edusiia funktioniert im Kern wie ein soziales Netzwerk, unsere Mitglieder können also sehr leicht Beiträge teilen, miteinander in Kontakt treten und gezielt nach Themen, Bildungsakteur:innen und -angeboten suchen. Mitmachen ist grundsätzlich für alle kostenlos, Bildungsorganisationen können mit einem kostenpflichtigen Premium-Profil zusätzliche Funktionen nutzen.

Wir sehen vor allem vier Punkte, die edusiia besonders machen. Erstens: Der Fokus auf Bildung. Unser digitales Netzwerk ist komplett auf Bildungsakteur:innen und deren Bedürfnisse zugeschnitten. Zweitens: edusiia ist die erste Plattform, die Akteur:innen, Themen und Probleme der deutschen Bildungslandschaft in Echtzeit erfasst. Drittens: edusiia ist eine in Deutschland gehostete Plattform, die Datenschutz besonders ernst nimmt und die DSGVO streng auslegt. Viertens: Wir ermöglichen Vernetzung sowie produktive Zusammenarbeit und unterstützen die Community bei Bedarf aktiv durch gutes Community Management.

edusiia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir in Deutschland eine feste Anlaufstelle für Bildungsakteur:innen sein, aber auch international Fuß fassen – das Potenzial unseres Netzwerks wird noch einmal deutlich größer, sobald wir Mitglieder aus weiteren Ländern für unsere Community gewinnen und es damit ermöglichen, gelungene Bildungsideen über Ländergrenzen hinweg auszutauschen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tauscht euch gerade zu Beginn viel mit anderen Gründer:innen aus. Sein eigenes Start-up zu gründen, ist ein großartiges Abenteuer und bringt viel Spaß – aber es gibt auch zahlreiche Dinge, die ihr am Anfang vermutlich so nicht auf dem Schirm habt. Je mehr ihr mit Leuten sprecht, die diese Reise schon hinter sich haben, desto mehr werdet ihr für euren eigenen Weg mitnehmen können.

Prüft Unterstützungsangebote. Es ist ein bisschen mühsam, sich durch die zahlreichen Programme und Angebote zu klicken, die es für Gründer:innen gibt – aber es kann sich lohnen! Ausgehend von eurem Konzept und eurer Branche solltet ihr unbedingt Zeit darauf verwenden, nach Förderungen, Coachings etc. zu suchen. Es gibt jede Menge davon und ihr riskiert mit Bewerbungen darauf nicht mehr, als Absagen zu kassieren.

Lasst Kritik zu. Die Gefahr beim Gründen ist, dass man nur auf die positiven und bestärkenden Stimmen um sich herum hört, aber eventuelle Kritik ausblendet. Die ist aber wichtig, um sein eigenes Konzept zu testen, zu hinterfragen und anzupassen! Keine Idee ist perfekt und man sollte offen genug dafür sein, ehrlich darüber mit anderen zu diskutieren.

@ Aris Fotografie / edusiia GmbH

von links nach rechts Niki Papadopoulos, Anna Papadopoulos, Georg Babing

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: edusiia

Kontakt:

edusiia GmbH
c/o Factory
Rheinsberger Str. 76/77
D-10115 Berlin

https://edusiia.com/
hallo@edusiia.com

Ansprechpartner: Anna Papadopoulos, Georg Babing, Nike Papadopoulos

Social Media:
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Instagram

Seid mutig und priorisiert, wo ihr eure Zeit investieren möchtet

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Pacifico team bild

Pacifico entwickelt Wind- und Solarparks, Batteriespeicheranlagen sowie Erzeugungskapazitäten für grünen Wasserstoff

Stellen Sie sich und das Startup Pacifico Energy Partners doch kurz unseren Lesern vor:

Das Unternehmen gründete ich 2016 zusammen mit Fabian Herberg. Wir lernten uns bei McKinsey kennen, wo wir zusammengerechnet ca. 15 Jahre lang als Berater für große Energieversorger tätig waren. Bevor ich zu McKinsey ging, habe ich am Massachusetts Institute of Technology (MIT) Energieökonomie studiert. Fabian studierte zuerst Physik an der Humboldt Universität in Berlin, schloss hier mit einem Diplom ab und hat anschließend einen Master in VWL in Cambridge abgeschlossen. 

Mit Pacifico Energy Partners oder kurz “Pacifico” sind wir im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Wir entwickeln v.a. Wind- und Solarparks, unterstützen Kommunen und Landeigentümer bei der Entwicklung ihrer Flächen und kümmern uns um das Repowering bestehender Anlagen. Nach der Entwicklung von baureifen Anlagen veräußern wir diese an passende Eigentümer und unterstützen weiterhin sowohl beim Bau, der Finanzierung und dem Stromverkauf, also auch bei der Betriebsführung über die gesamte Lebensdauer der Anlagen. Nicht zuletzt haben wir auch noch die ersten Projekte im Batterie- und Wasserstoffbereich gestartet – kurzum: Wir sind ein Allrounder der Energiewende.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Im Laufe der Jahre fiel mir immer wieder auf, dass bei den großen Playern der Energiewirtschaft einige Dinge nicht schnell genug vorangehen. Insbesondere wenn man sich die aktuellen Herausforderungen der Energiewende vor Augen führt. Hier lautet ja die Frage: Was brauchen wir, um unsere Klimaziele zu erreichen? Ich würde sagen, das sind im Kern drei Dinge:

Erstens sind das passgenaue Lösungen. Hier spielt Dezentralität eine große Rolle. Das heißt, die Energieversorgung von morgen kann nicht allein über große Kraftwerke sichergestellt werden. Die großen Energieversorger haben aber über Jahrzehnte genau das gemacht, nämlich große, grundlastfähige Kraftwerke gebaut. Für die Transformation unseres Energiesystem nehmen aber eben kleinere und dezentrale Projekte eine immer wichtigere Rolle ein. Und genau das können wir besser leisten, weil wir alles in allem wesentlich agiler sind.

Zweitens sind das schlichtweg neue Anlagen zur Erzeugung nachhaltiger Energie. Die Zielsetzungen der Politik sind ja recht ambitioniert, aber die Anzahl an neuen Entwicklungsprojekten passt noch nicht dazu. Es kommt nicht von irgendwo, dass regelmäßig die öffentlichen Ausschreibungen neuer Windparks unterzeichnet sind. Das Problem: Die Entwicklung von neuen Projekten im Bereich der Erneuerbaren ist immer mit Risiken verbunden. . Aufgrund dieser Risiken lassen sich Projekte langsamer realisieren, werden kleiner oder bleiben gar ganz auf der Strecke. Das ist problematisch, denn: Ohne Entwicklung kein Grünstrom. 

Drittens braucht es das nötige Know-how. Die Entwicklung und der Bau von Wind- und Solarparks ist eine komplexe Angelegenheit, durch unsere Spezialisierung auf die Projektentwicklung kennen wir uns mit den Optimierungsmöglichkeiten aus und können immer die richtigen Lösungen anbieten. Dies beinhaltet nicht nur die technisch optimale Lösung, sondern auch Möglichkeiten, die Interessen von Kommunen und Landeigentümern z.B. in Bezug auf Beteiligungsoptionen passgenau zu gestalten.

Welche Vision steckt hinter Pacifico?

Uns geht es darum, der Energiewende den nötigen Rückenwind zu geben. Dabei denken wir ganzheitlich und betreuen Anlagen deshalb von der Projektidee, über die Projektentwicklung bis zum Ende der Betriebslaufzeit als Betriebsführer. Somit sind wir als Projektpartner für Kommunen oder Landeigentümer langfristige Partner und unterstützen so auch dabei, die Akzeptanz von erneuerbaren Energien langfristig zu steigern. 

Neben dem weiteren Ausbau der Kapazitäten zur Erzeugung von grünem Strom sind wir außerdem gerade dabei, unsere Entwicklertätigkeit auf die zukunftsweisenden Technologien Wasserstoff und Batteriespeicher auszudehnen. Grüner Wasserstoff ist elementar für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien, des Schwerlastbereichs oder des Flugverkehrs und Batteriespeicher brauchen wir, um die Volatilität der Erneuerbaren abzufangen und unser Stromnetz zu stabilisieren. Insbesondere dann, wenn immer mehr Kohle- und Atomkraftwerke abgeschaltet werden. 

Letztlich treiben wir die Internationalisierung von Pacifico weiter voran. Die Energiewende ist ein globales Projekt und kann nur über Ländergrenzen hinweg geschafft werden. Derzeit sind wir mit Deutschland, Italien, Polen, den Niederlanden und Spanien in 5 europäischen Märkten aktiv und hoffen, bald weitere Märkte zu erschließen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Inhaltlich waren Fabian und ich durch unsere Vorkenntnisse und Erfahrungen von Anfang an gut für unsere Tätigkeiten gerüstet. Unternehmensaufbau ist allerdings die zweite Disziplin, die man als Gründer beherrschen muss. Teilweise fanden wir es schwierig, bei einem schnell wachsenden Unternehmen die notwendigen Strukturen zu schaffen, um eine hohe Wachstumsgeschwindigkeit auch nachhaltig beizubehalten. Mittlerweile sind wir allerdings sehr stolz auf unser Team, unsere Unternehmenskultur und auf Pacifico als Ganzes. 

Wir hatten schon mit Gründung die Weichen für eine solide Finanzierung gestellt, da wir von Anfang an mit Alexander Samwer (mittlerweile Pelion Green Future) als Ankerinvestoren zusammengearbeitet haben. Dies ist insbesondere für das Kapital für die Entwicklung neuer Projekte wichtig. Da wir sehr schnell aus eigenen Cashflows unsere Mitarbeiter und unser Wachstum finanzieren konnten, waren wir anders als andere Start-ups nicht auf unzählige Finanzierungsrunden angewiesen. Allerdings suchen wir stetig nach neuen Finanzpartnern für die Finanzierung und Umsetzung von neuen Projektportfolios.

Wer ist die Zielgruppe der Pacifico?

Das ist sehr vielseitig: Bei der Projektentwicklung sind das Landeigentümer, Kommunen, kleinere Projektentwickler und im Endeffekt alle Akteure, die einen starken und erfahrenen Partner wie Pacifico suchen. Auf der Finanzseite sind es Partner, die Interesse haben, Geld in Projektportfolios in der Entwicklungsphase zu investieren und diese gemeinsam mit uns bis zur Baureife oder zur schlüsselfertigen Anlage zu bringen.

Wie funktioniert Pacifico? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Damit Deutschland bis 2045 und die EU bis 2050 klimaneutral wird, braucht es noch deutlich mehr Wind- und Solarparks, Batteriespeicheranlagen sowie Erzeugungskapazitäten für grünen Wasserstoff. Um das zu erreichen, kombinieren wir Know-how, Agilität und Finanzstärke. Mit unserem Know-how bezüglich der Regulatorik, der Finanzierung, Netzanschlüssen & Co. beschleunigen wir die Projektentwicklung und damit die Energiewende. Zweitens unsere Unternehmenskultur: Wie gesagt kommen Fabian und ich aus der Unternehmensberatung und kennen die Dynamiken und Prozesse der großen Energieversorger. Das kombinieren wir mit dem unternehmerischen Denken eines Start-ups. Unser Team besteht aus vielen jungen klugen Köpfen, die die Energiewirtschaft neu denken wollen und können. Letztlich sorgt unsere stabile Finanzierung dafür, dass wir auch das nötige Kapital zur Umsetzung größerer Projektportfolios haben.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zunächst wollen wir mehr Projekte entwickeln, begleiten und betreuen. Das klingt zwar etwas langweilig, aber es geht zunächst um geradliniges Wachstum. Unser Ziel ist, dass unsere Anlagen bis 2025 eine Millionen Menschen mit grünem Strom versorgen. 

Zweitens wollen wir die Schlüsseltechnologien Batteriespeichersysteme und grünen Wasserstoff in die Fläche bringen. Beides steckt sowohl in Deutschland als auch in Europa noch in den Kinderschuhen und bietet enorm viel Entwicklungspotential.

Letztlich wollen wir Pacifico weiter als Firma wachsen lassen, unsere Unternehmenskultur aufrechterhalten und weiter ausbauen. Es macht uns wahnsinnig viel Spaß, mit unserem Team zu arbeiten –  diese Dynamik wollen wir bewahren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.  Seid mutig und priorisiert, wo ihr eure Zeit investieren möchtet. Es gibt links und rechts immer wieder viele Opportunitäten, die wenig mit der eigentlich Kernidee des Unternehmens zu tun haben, aber kurzfristig attraktiv erscheinen. Ein gewisser Opportunismus mag sinnvoll sein, aber letztlich ergibt es mehr Sinn, sich auf die wirklich wichtigen Themen zu konzentrieren und auch mal eine Opportunität liegen zu lassen. 

2. Habt Spaß an der Reise und probiert euch vor allem in der meist schwierigen Anfangsphase auf eure Stärken zu besinnen. Für die ersten erfolgreichen Schritte muss nicht immer alles perfekt sein. Deshalb sollte man sich zunächst auf seine Stärken konzentrieren und diese ausspielen.

3. Baut ein starkes Team auf, das eure Fähigkeiten ergänzt. Eines der wichtigsten Kriterien für Erfolg ist, tolle Leute mit komplementären Fähigkeiten um sich zu haben und diese zu einem Team zusammenzuschweißen. Ich bin fest überzeugt, dass jeder erfolgreiche Gründer nur so gut ist wie sein Team. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Oftmals steht vor dem WIE das WANN

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RWInnoTec ist Teil des SpinLab - The HHL Accelerator

Das Startup RWInnoTec ist Teil des SpinLab – The HHL Accelerator: In diesem Interview erzählen die Gründer:innen mehr

Stellt euch und euer Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Wir, die RWInnoTec GmbH, entwickeln und vertreiben Maschinen auf Basis der Radiowellen- Technologie zur Erwärmung verschiedenster Materialien. Der derzeitige Fokus liegt auf einer umweltfreundlichen, nachhaltigen und kostengünstigen Straßensanierung, von der auch die Gesellschaft, etwa in Form von verringerten Stauzeiten und weniger Straßenschäden, profitiert. So können mit der Technologie perspektivisch etwa Heißasphalt zu jeder Jahres- und Tageszeit direkt auf der Baustellte zur Schlaglochsanierung bereitgestellt, rissiger Asphalt wieder ausgeheilt oder allzu kaputte Straßenbeläge heiß aufgenommen und direkt vor Ort als Heißasphalt wiederverwendet werden. Später sollen weitere Themenfelder wie die schnelle Bauwerksanierung oder der chemikalienfreie thermische Holzschutz in das Portfolio aufgenommen werden.

Warum habt ihr euch entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir als Team haben an dem Thema schon seit vielen Jahren am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ sowie an der Hochschule für Technologie, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) erfolgreich gearbeitet und geforscht. Neben dem großen Potential ist uns jedoch auch bewusst geworden, dass es kein Unternehmen gibt, welches das Knowhow für eine Markteinführung der Produkte besitzt und diese für interessierte Nutzer bereitstellen kann. Da lag der Schritt, es selbst in die Hand zu nehmen, nahe, zumal wir schon seit einiger Zeit mit potentiellen Anwendern in Forschungs- und Entwicklungsprojekten und in dem Innovationsnetzwerk RWTec zusammenarbeiteten. 

Wie habt ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?

Wir arbeiten als Team schon viele Jahre erfolgreich auf dem Gebiet der Forschung zusammen. Hierfür ist neben dem dabei aufgebauten Vertrauen wahrscheinlich unsere Interdisziplinarität ein Grund. Durch sie haben wir schon vor langer Zeit gelernt, dass verschiedene Perspektiven auf ein Problem eher eine Bereicherung darstellen als eine Last. Als die Idee einer Ausgründung reifte, merkten wir schnell, dass wir hierfür noch eine kaufmännische Perspektive benötigten, die wir glücklicherweise in Person meiner Schwester gefunden haben.  

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei euch aus?

Ich glaube, wie bei vielen Startups gibt es DEN normalen Arbeitstag nicht. Im Prinzip ist es ein ständiger Spagat zwischen dem Betreten von Neuland, dem Abarbeiten von notwendigen Aufgaben und dem Löschen von plötzlich auftretenden Problembrandherden. Begleitet wird dies von einem überaus dynamischen Terminkalender und dem stetigen Blick auf die Notwendigkeit der nächsten anstehenden Finanzierung des Ganzen. Ein ganz normaler Arbeitstag also, der einem aber genauso Raum für viele spannende Begegnungen und Gespräche gibt, sowie die Möglichkeit, alles in einem eigenen Rhythmus zu erledigen. 

Was unterscheidet euch von anderen Unternehmen?

Das ist schwer, da es ja nicht DAS andere Unternehmen gibt. Ich denke, jeden einzelnen Puzzlestein unseres Unternehmens gibt es auch irgendwo anders, aber die Kombination all dieser ist bei uns einzigartig. 

Wer ist eure Zielgruppe?

Ausgehend von unseren Wurzeln sind die Menschen unsere Zielgruppe, die in einer lebenswerten Umwelt fair miteinander zusammenleben wollen. Bei unserem ersten Fokus-Produkt, der Straßensanierung, stellen demnach die Städte und Gemeinden unsere erste Zielgruppe dar, da wir hier mit ihnen am wirksamsten dieses Ziel verfolgen können. In anderen Bereichen arbeiten wir bevorzugt mit Unternehmen zusammen, wobei die Basis und die grundsätzlichen Motive ebenfalls passen müssen. 

Warum habt ihr euch für SpinLab – The HHL Accelerator beworben?

Eine gute Idee zu haben und zu wissen, wie man sie technisch umsetzt, ist noch kein Garant dafür, das entsprechende Produkt auch in den Markt bringen zu können. Der Weg vom Wissenschaftler zum Unternehmer ist quasi eine Lehre, die man durchlaufen muss, wobei das SpinLab in unseren Augen eine der besten Meisterwerkstätten hierfür ist.

Wie werdet ihr unterstützt?

Im Prinzip kann man die Unterstützung vielleicht mit dem bekannten Slogan „Hilfe zur Selbsthilfe“ umschreiben. Wir erhalten verschiedene Möglichkeiten wie beispielsweise eine Infrastruktur, Wissen, ein beachtliches Netzwerk und nicht zuletzt ein ehrliches und fundiertes Feedback. Alles halt, was zu einer Lehre dazugehört. 

Wo möchtet ihr am Ende des SpinLab – The HHL Accelerator stehen?

Wörtlich genommen hoffen wir dann in unserer eigenen Produktionshalle zu stehen. Darüber hinaus besteht das wichtigste Ziel der nächsten sechs Monate in der Absicherung der weiteren Finanzierung. Daneben wollen wir aber auch einen großen Schritt in Richtung Markteinführung unseres ersten Produktes gehen und erste signifikante Umsätze generieren. 

Wo seht ihr euch und euer Startup in fünf Jahren?

In fünf Jahren soll ganz klar die wirtschaftliche Konsolidierung der Firma abgeschlossen sein. Neben dem dann anstehenden Tagesgeschäft wollen wir auch weiterhin sowohl unsere Visionen in der Straßensanierung als auch Schritt für Schritt die anderen Themengebiete angehen, um die Welt für alle Stück für Stück lebenswerter zu gestallten. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Eine schwierige Frage, da Tipps erfahrungsgemäß immer zu einer konkreten Situation passen sollten. Aber vielleicht ist diese Erkenntnis ja der erste Tipp, den ich geben kann. Eine weitere allgemeine Erfahrung, die mir immer wieder hilft, ist die, dass oftmals vor dem WIE das WANN steht. Der dritte Tipp ist schließlich ein großes Dankeschön an mein Team, welches die Basis unseres Startups bildet und ohne das alles nicht funktionieren würde. 

Fotograf Eric Kemnitz

Wir bedanken uns bei  Dr. Markus Kraus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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