Donnerstag, Februar 26, 2026
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Hören Sie nie auf, Ihr Produkt weiterzuentwickeln

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Trive Multi-Asset-Investmentplattform

Trive ist eine Multi-Asset-Investmentplattform, die innovative Technologie nutzt, um komplexe und anspruchsvolle globale Investmentprodukte zusammenzuführen.

Stellen Sie sich und das Startup Trive doch kurz unseren Lesern vor!

Ich habe 17 Jahre lang bei PWC Türkei gearbeitet und bin im Unternehmen zum Partner für Finanzdienstleistungen aufgestiegen. Bei PWC habe ich viele finanzbezogene Projekte geleitet und gute Beziehungen zu großen Banken und Finanzinstituten aufgebaut. Meine Leidenschaft und mein Interesse an Fintech und Finanzen haben mich zu dem Startup Trive geführt.

Trive ist eine Multi-Asset-Investmentplattform, die innovative Technologie nutzt, um komplexe und anspruchsvolle globale Investmentprodukte zusammenzuführen. Unsere Plattform bietet einen digitalen und nutzerorientierten Service für Anleger, die ihr Investmentportfolio erweitern möchten. In letzter Zeit werden Anlagemöglichkeiten zwar immer interessanter, gleichzeitig steigt aber auch die Komplexität. Deshalb möchten wir mit Trive eine nahtlose und intuitive Plattform anbieten, mit dem wir unseren Nutzern zum größtmöglichen Erfolg verhelfen.

Ich freue mich sehr, dieses Unternehmen zu leiten. Bei Trive werden wir eine große Auswahl an verschiedenen Anlageprodukten anbieten, die jedem Anlagebedarf gerecht werden. Das Motto von Trive lautet „niemals stillstehen“, und das zeigt sich in der Entwicklung einer übersichtlichen, bequemen und intuitiven Plattform, die jedem ein breites Spektrum an Anlagemöglichkeiten bietet.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Unsere Investoren unterstützten die Idee, ein Unternehmen zu gründen, das einen klaren und spezifischen Zweck verfolgt. Ich war selbst Investor in verschiedenen Startups, weshalb es für mich vollkommen Sinn ergab, das Unternehmen auf folgenden Zweck auszurichten: Trive wurde gegründet, um Investoren auf ihrer finanziellen Reise zu unterstützen. Wir wollten all die übermäßige Komplexität beseitigen, die Anleger davon abhalten könnte, ihre langfristigen finanziellen Ambitionen zu erreichen, indem wir eine intuitive, aber hochentwickelte Plattform anbieten. Die Möglichkeit, meine Leidenschaften und Interessen in die Gründung einer Marke wie Trive einfließen zu lassen, war für mich eine Selbstverständlichkeit. 

Welche Vision steckt hinter Trive?

Die Vision hinter Trive ist es, eine weltweit zugängliche Finanzdienstleistungsplattform zu schaffen, die durch ständige Innovation angetrieben wird. Dabei sehen wir uns als vertrauensvollen Partner der Anleger. Für uns alle bedeutet „Trive“ „gedeihen“. Mit ständiger Innovation und kontinuierlichem Fortschritt wird Trive der Investmentpartner der nächsten Generation werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da ich zuvor mehrere beratende Funktionen im Finanz- und Fintech-Bereich innehatte, weiß ich aus erster Hand, wie schwierig es ist, eine neue Marke aufzubauen. Im Fall von Trive starten wir in einer Zeit, in der die gesamten globalen Finanzmärkte den Gegenwind der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen zu spüren bekommen. Wir waren jedoch in der Lage, uns darauf einzustellen, und wir arbeiten unter Berücksichtigung des aktuellen Umfelds. Als wir unseren strategischen Fahrplan für die Markteinführung aufstellten, war uns klar, dass es von entscheidender Bedeutung ist, alle Herausforderungen zu erkennen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Trive wird von der Trive Financial Holding gestützt.

Wer ist die Zielgruppe von Trive?

Unsere Plattform richtet sich an Menschen, die bereits über eine gewisse Erfahrung im Bereich der Geldanlage verfügen. Die Märkte, in denen unsere Marke tätig ist, fördern eine gut ausgebildete und investitionserfahrene Community. Unsere Zielgruppe besteht aus jungen Anlegern zwischen 25 und 40 Jahren mit moderater Risikobereitschaft, die sich ständig weiterbilden wollen. Wir bei Trive hoffen, die Fähigkeiten junger und dynamischer Anleger nutzen zu können und verstehen uns als Bindeglied zwischen ihnen und ihren finanziellen Zielen.

Wie funktioniert Trive? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Trive ist eine kostengünstige, provisionsfreie, benutzerfreundliche, digitale Multi-Asset-Anlageplattform. Zu Beginn wird die Plattform Aktien und ETFs anbieten. Der Vorteil unserer Marke besteht darin, dass wir mit der intuitiven High-Tech Plattform in der Lage sein werden, auf alle Anlagebedürfnisse unserer Kunden einzugehen.

Wir heben uns von anderen Anbietern ab, da wir uns als „Zwischenraum“ sehen. Einige Plattformen können zu komplex sein und die Kunden einschüchtern, während es anderen an Raffinesse mangelt. Das Produktangebot von Trive richtet sich an eine moderne, mobile, gebildete Person mit erstem Engagement und Verständnis für Investitionen, die eine seriöse Plattform sucht, um zu investieren und ihr wachsendes Portfolio zu verwalten. 

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Schon zum Start sind wir auf Wachstum und Expansion eingestellt. Das zeigt sich auch in unserer Partnerschaft mit Bayer 04 Leverkusen. Wir sind auf dem Weg nach oben und hoffen, dass wir in den nächsten fünf Jahren ein führender Akteur im Investmentbereich sein werden, unterstützt von dem zukunftsorientierten Ethos, das jeder hier bei Trive vertritt.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern geben?

Gründliche Recherche – Wenn Sie gründliche Recherchen in Ihren aufstrebenden Plan einbeziehen, können Sie sich von den Wettbewerbern in Ihrem Bereich abheben. So können Sie sich selbst und Ihr Unternehmen im besten Licht darstellen.

Fortschritt – Hören Sie nie auf, Ihr Produkt weiterzuentwickeln. Es gibt immer eine bessere Version.

Fangen Sie an – stehen Sie niemals still!

Wir bedanken uns bei Engin Çubukçu für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sprechen Sie mit Ihren Kund*innen

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smol nachhaltige recyclebare

smol: umweltfreundliche, recycelbare und nachhaltige Wäsche- und Haushaltsprodukten

Stellen Sie sich und das Start-up smol doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind smol und versorgen Menschen mit umweltfreundlichen, vollständig recycelbaren und nachhaltigen Wäsche- und Haushaltsprodukten. Zusammen mit Paula Quazi habe ich (Nick Green) smol 2018 in Großbritannien gegründet. Unser Ziel, mit kleinen Veränderungen, zu beginnen. Damit der Umstieg auf alltägliche Reinigungsprodukte, die besser für den Planeten sind, für alle so leicht wie möglich wird. Die Idee dahinter: Die traditionellen und großen Konzerne herauszufordern und zeigen, dass es auch anders und besser geht. Unsere kleinen Pods stehen den altbewährten Produkten in nichts nach – im Gegenteil, sie haben die gleiche Leistung verpackt in einem bequemeren Format und Service und helfen dabei, den Planeten nachhaltig zu schützen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Paula und ich haben uns während unserer beruflichen Laufbahn beim Konsumgüterriesen Unilever kennengelernt und so schnell gemerkt, dass vor allen alltägliche Produkte, die von allen in großen Mengen verwendet werden, der Schlüssel zum ökologischen und sozialen Wandeln sein können. Wir sind der festen Überzeugung, dass kleine Veränderungen wirklich einen großen Unterschied machen können, wenn wir als Menschen und Kund*innen zusammenkommen. 2018 haben wir uns dann dazu entschieden smol zu gründen, um den Menschen mit unseren Produkten den Umstieg auf umweltfreundliche und nachhaltige Produkte so einfach und bequem wie möglich zu machen. 

Welche Vision steckt hinter smol?

Unsere Vision ist es, allen Menschen umweltfreundliche, leistungsstarke und preiswerte Produkte ganz bequem nach Hause zu liefern – damit wollen wir den Wechsel zu (Reinigungs-) Produkten, die besser für den Planeten sind, mühelos machen. Statt einigen wenigen Menschen, die es sich leisten können, sofort 100 prozentige Nachhaltigkeit und Verzicht umzusetzen, vertrauen wir auf Millionen Menschen, die tagtäglich zusammen ihren kleinen Beitrag dazu leisten, den Planeten etwas zu entlasten.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Für uns stand fest, dass unsere Produkte nicht nur umweltfreundlich sein mussten, sondern auch genauso gut funktionieren mussten wie die der großen Marken – sonst würden die Kund*innen langfristig nicht zu einem umweltfreundlicheren Produkt wechseln. Wir haben zwei Jahre gebraucht, um eine Technologie dafür zu entwickeln, aber wir haben es geschafft. Wichtiger Bestandteil dabei war die Erfahrung von Paula im Bereich der Chemie. Wir wollten unbedingt plastikfreie Verpackungen haben, mussten aber sicherstellen, dass unsere Schachteln kindersicher sind – vor allem, weil diese direkt nach Hause geliefert werden.

Unser patentiertes Design, war die weltweit erste kindersichere Verpackung aus Pappe, hat uns aber auf dem Weg dorthin eine Menge Kopfschmerzen bereitet! Heute stellen wir fest, dass auch einige der großen Marken auf Kartonverpackungen umsteigen, und wir freuen uns, dass smol vielleicht eine kleine Rolle dabei gespielt hat, sie zu einem Wechsel zu bringen. Zu Beginn haben Paula und ich unsere Ersparnisse in smol gesteckt, aber wir hatten das große Glück, dass smol bereits nach den ersten 12 Wochen die Jahresprognose erreicht hatte. Wir haben somit schon ziemlich schnell große Erfolge gefeiert. So konnten wir schon früh eine Serie-A-Finanzierungsrunde aufbringen und in der ersten Hälfte des Jahres 2021 unsere Serie-B-Finanzierung abschließen. Dank dieser Finanzierung konnten wir unseren Maschinenpark und unsere Produktion erweitern, um die ständig wachsende Nachfrage zu befriedigen – und die Produktionslinie endlich aus meinem Wohnzimmer verlegen.

Wer ist die Zielgruppe von smol?

Im Grunde genommen jede*r, der Wasch- und Reinigungsmittel von den gängigen Marken kauft und nicht bereit ist in Sachen Leistung, Preis oder Komfort Kompromisse einzugehen, aber einen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchte. Wir legen großen Wert darauf, dass sich jeder Haushalt gute und nachhaltige Produkte leisten kann. Vor allem natürlich Familien mit Kindern, bei denen Waschen und Wischen eine nicht enden wollende Aufgabe ist. Wir erwarten keine sofort 100 prozentige Nachhaltigkeit von jeden einzelnen, wir vertrauen unter anderem auf Familien, die tagtäglich einen kleinen Beitrag dazu leisten wollen, dem Planeten etwas Gutes zu tun.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

In der Vergangenheit haben sich die großen Marken auf die Leistung konzentriert, während sie nur sehr langsam echte Nachhaltigkeitsvorteile erzielten. Öko-Marken sind meist nachhaltig, können aber die Erwartungen der Kund*innen an die Reinigungsleistung oder den Preis nicht erfüllen. Wir wollen das ändern und unseren Kund*innen eine großartige Reinigung bieten, die wirklich besser für unseren Planeten ist. Gespart wird bei uns nur an Plastik, Chemikalien, CO₂ und Tierleid, denn alle unsere Produkte sind vegan und tierversuchsfrei.

Sie sind nach hohen Industriestandards getestet, plastikfrei und vollständig recycelbar. Ein weiterer Unterschied macht der Service, denn Produkte, wie die Geschirrspülstabs und Waschmittel  Pods, können am Anfang für 14 Tage kostenlos getestet werden, um sich von der Leistung selbst zu überzeugen. Danach kann Menge und Liefertermin ganz einfach an den eigenen Putzplan angepasst werden und der automatischen Lieferung direkt bis an die Haustür steht nichts mehr im Weg. 

smol, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir lassen uns weiterhin von unserer Hauptaufgabe leiten: Wir wollen dazu beitragen, dass Millionen von Menschen mühelos auf umweltfreundlichere Produkte umsteigen können. Das bedeutet, dass wir neue Märkte erschließen müssen, um mehr Menschen mit unseren Produkten zu erreichen, aber auch, dass wir unsere Produktpalette erweitern müssen – es gibt nach wie vor viel zu viele alltägliche, riesige Produktkategorien ohne eine umweltfreundliche Alternative, die tatsächlich funktioniert. Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen. In Deutschland ist es unser Ziel, den Menschen die „Angst vor dem Abo“ zu nehmen. Die Idee des smol-Abos ist es, das Leben zu erleichtern, indem man eine Sache von seiner To-Do-Liste streicht – nämlich daran zu denken, Waschmittel zu kaufen. 17.285 Abonnenten in Deutschland sind bereits von diesem Modell überzeugt und wir konnten allen die Angst vor der Abo-Falle nehmen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der erste Tipp wäre, weniger Dinge zu tun, dafür aber mit vollster Überzeugung. Wir haben beispielsweise fast ein Jahr lang nur mit unseren Waschkapseln angefangen. Eine Website zu starten, die nur ein Produkt anbietet, war ein Risiko, aber es ermöglichte uns, sicherzustellen, dass unser Angebot so gut wie möglich war. 

Als zweiten Tipp empfehlen wir ein Team einzustellen, dass Ihre Marke wirklich versteht. Unsere ersten Teammitglieder waren gleichzeitig auch unsere Freunde und Familie. Die meisten von ihnen sind berufstätige Eltern, die ihr Privatleben mit der Arbeit vereinbaren mussten, genau wie unsere Kund*innen. Das hat uns schon früh geholfen, unsere Zielgruppe wirklich zu verstehen und eine Kultur zu schaffen, die zu unserer Marke passt. 

Und zu guter Letzt sprechen Sie mit Ihren Kund*innen. Von Anfang an haben wir dem Kund*innenservice eine hohe Priorität eingeräumt – wir beantworten jede E-Mail innerhalb von 24 Stunden und antworten auf jeden einzelnen Facebook- oder Instagram-Kommentar, den wir erhalten. Das hat uns nicht nur eine super loyale und engagierte Community beschert, sondern auch dazu geführt, dass wir viel darüber gelernt haben, was unsere Kund*innen brauchen, wie smol in ihr Leben passt und wie wir es besser machen können. 

Wir bedanken uns bei Nick Green für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Groß denken und Ziele mutig umsetzen

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SedaiNow ESG Daten

SedaiNow: ESG relevante Daten automatisiert zusammenzuführen, managen, Ziele festzlegen und Maßnahmen optimieren

Stellen Sie sich und das Start-up SedaiNow doch kurz unseren Lesern vor!

„Als 2022 in Berlin gestartete Plattform unterstützt SedaiNow Unternehmen bei der Aufbereitung ihrer ESG-Daten und in der strategischen Ausrichtung für verantwortungsvolles Management. Unser junges Team hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltiges Wirtschaften als ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Neben Umweltaspekten fließen soziale Gesichtspunkte sowie verantwortungsvolle Unternehmensführung in diesen Prozess mit ein.

Über unsere Plattform helfen wir Firmen und Finanzmarkteilnehmenden dabei, ESG-relevante Daten automatisiert zusammenzuführen, zu managen, Ziele festzulegen und Maßnahmen zu optimieren. Mithilfe proprietärer Algorithmen werden anschließend die benötigten Reports automatisch und zielgruppenspezifisch im gewünschten Format erzeugt. Für ein Höchstmaß an Transparenz erfolgen Datenaufbereitung sowie die anschließende Auditierung nach bewährten ESG-Standards und Frameworks und orientieren sich an allen aktuellen gesetzlichen und industriespezifischen Anforderungen.“

Welche Vision steckt hinter SedaiNow?

„Hinter dem Kürzel ESG – E für Environment, S für Social und G für Governance – verbirgt sich im Prinzip eine Hinwendung zu nachhaltigem und verantwortungsvollem Wirtschaften. Für uns als Pioniere im ESG-Management geht das einher mit dem Glauben, dass ökonomisches Handeln mit Gesellschaft und Umwelt im Einklang stehen muss. Entsprechend wollen wir uns mit unserer Plattform nicht nur als zentrale Anlaufstelle für ESG-Management etablieren und für mehr Transparenz sorgen, sondern nach dem Triple-Bottom-Line-Prinzip ‚People, Planet, Profit‘ eine Win-win-Situation für alle schaffen. Um das zu ermöglichen, müssen finanzielle und nicht finanzielle Kriterien gleichberechtigt nebeneinanderstehen.“ 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

„Die Idee, konventionelles Wirtschaften nachhaltig zu revolutionieren, entstand bei uns an verschiedenen Zeitpunkten unserer beruflichen Laufbahnen. Als Spezialist für ESG-Investment und Mitbegründer eines SDG-orientierten Impact Funds komme ich eher aus dem Bereich Finanzen. Über eine Projektarbeit lernte ich Kaspar Neftel kennen. Er fokussiert sich bei uns vor allem auf soziale und gesellschaftliche Aspekte, hat aber schon einige Unternehmen gegründet und ist in den letzten Jahren vor allem durch strenge Procurement-Anforderungen von Konzernen mit dem Thema in Kontakt gekommen.

Wir bringen also sowohl die operative als auch die analytisch finanzmarktorientierte Perspektive mit. Und da in Zukunft ESG-Themen noch stärker an Relevanz gewinnen – etwa in Bezug auf Finanzierungen –, war es für uns sinnvoll, gemeinsam ein Projekt auf die Beine zu stellen.“

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

„Aus eigener Tasche finanziert und mit der Unterstützung von Business Angels bauen wir SedaiNow in Berlin, München, Hamburg, Bremen und Chiang Mai auf. Dabei bewegen wir uns mit unserer selbst entwickelten ESG-Datenmanagement-Lösung in einem hochkomplexen Umfeld. Anders als bei klassischen Geschäftsberichten existiert beim Thema ESG noch keine einheitlich anerkannte Form des Reportings. Es gibt jedoch zahlreiche Frameworks und Standards, die eine Art Leitfaden darstellen, anhand derer sich Nachhaltigkeitsberichte strukturieren lassen.

Welche für eine Organisation relevant sind und in welchem Umfang sie Anwendung finden, muss individuell geprüft werden. Daher ist die Arbeit an der Plattform super spannend und bereichernd, gleichzeitig aber auch zeit- und ressourcenfordernd. Ein erster großer Meilenstein war hier sicherlich auch die Akquise unseres ersten Kunden. Denn nur bei der Zusammenarbeit mit Kunden bekommen wir genau die Einblicke, die wir brauchen, um unsere Ideen zu validieren.“

Wie funktioniert die ESG-Lösung von SedaiNow? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

„SedaiNow stellt seinen Kunden die erste umfängliche ESG-Datenmanagement-Plattform zur Verfügung und geht dabei über die Erstellung reiner ESG-Reportings hinaus. Getrieben vom Finanzmarkt und der Regulatorik zeigt sich unser Ansatz sehr flexibel. Schließlich ist nicht nur jedes Unternehmen anders, auch Gesetze ändern sich ständig oder müssen zum Teil noch geschrieben werden. Aus dieser Unsicherheit am Mark machen wir eine Stärke. Uns ist es egal, woher die CO2-Daten kommen, welches ERP-System im Einsatz ist oder wohin in welcher Form das Reporting geht.

Unser System kann Daten sehr flexibel in auditierbarer Form abbilden und verarbeiten. In einem ersten Schritt steht die Erfassung aller relevanten Daten an. Danach wird herausgefiltert, welche Frameworks in welchem Umfang für eine Organisation relevant sind. Durch proprietäre Algorithmen erzeugt das System anschließend automatisierte zielgruppenspezifische Berichte. Über einen eigenen Marktplatz haben Unternehmen zudem die Möglichkeit, mit weiteren Experten und SedaiNow-Partnern in Kontakt zu treten, etwa um sich Berichte auditieren und zertifizieren zu lassen.

Daneben fungiert die Software auch als effektives Management-Tool, das basierend auf den Ergebnissen der Reportings erlaubt, Ziele festzulegen und Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen. Da ESG-Ausweise bei Finanzierungen immer wichtiger werden, bieten wir Unternehmen und Finanzmarktteilnehmenden an, ihre ESG-Due-Diligence durchzuführen, ihre Portfolios kontinuierlich ESG-optimiert zu managen und die Reportings auf Fund- und Management-Ebene durchzuführen.“

Wer ist die Zielgruppe von SedaiNow?

„Mit unserer ESG-Datenmanagement-Plattform richten wir uns an Finanzmarktteilnehmende sowie kleine und mittlere Firmen. Entsprechend arbeiten wir aktuell nicht nur mit Banken, Versicherungen und Investoren, sondern auch mit Unternehmen im Immobiliensektor und mittelständischen Betrieben. Vor allem Letztere, die vielleicht schon seit Generationen in Familienhand liegen, engagieren sich in Bereichen wie Mitarbeitergesundheit oder Arbeitsschutz sehr gut und haben eine Vorreiterrolle eingenommen. Um sie dabei zu unterstützen, diese nachhaltigen Strukturen auch in Zukunft weiter auszubauen und etwa mit Blick auf das Lieferkettengesetz vom First-Mover-Effekt zu profitieren, hilft unser Analysewerkzeug, bestehende Stärken noch besser zu fokussieren und gleichzeitig mögliche Blindspots aufzudecken.“

SedaiNow, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

„In spätestens fünf Jahren wollen wir uns auf dem Markt etabliert haben und erste Anlaufstelle für unsere Kunden beim Thema ESG-Management sein. Um das zu erreichen, werden wir neben der Software auch unseren Marktplatz stetig weiterentwickeln und neue Experten und Partner dazugewinnen.“

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

„Anderen Gründern Ratschläge zu geben, ist gar keine einfache Sache. Für mich steht aber fest, dass ein gutes Team beim Gründen eine entscheidende Rolle spielt. Das sollte unbedingt zu euch passen und nicht nur genauso viel Spaß an der Sache haben wie ihr, sondern auch eure Vision teilen. Mindestens genauso wichtig ist es, den Markt genau zu beobachten, offen für Kritik zu sein und Learnings wirklich umzusetzen. Mir ist in diesem Zusammenhang ein Ausspruch im Kopf geblieben, von dem ich nicht mehr wirklich weiß, wer sein Urheber sein könnte. Sinngemäß hat mir aber mal jemand gesagt: ‚Hör dir jeden Rat an, lächle höflich und dann mach das, was du für richtig hältst.‘ Außerdem solltet ihr groß denken und eure Ziele mutig umsetzen, sie niemals aus den Augen lassen und gegen Per-se-Kritiker verteidigen.“

Bildquelle © Günther Schwering für SedaiNow

Wir bedanken uns bei Christian Walter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Stellt sicher, dass ihr den oder die richtigen Partner an eurer Seite habt. 

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sparrks business coaching

Sparrks: Coaching Plattform, die hochwertiges 1:1 Business Coaching in einem agilen und intuitiven Format anbietet

Stellen Sie sich und das Startup Sparrks doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo! Wir sind Jakob Hansen und Dr. Nicolas Stephan, die beiden Gründer von Sparrks. Sparrks ist eine innovative Coaching Plattform, die hochwertiges 1:1 Business Coaching in einem agilen und intuitiven Format anbietet – mehr dazu später.

Bevor wir Sparrks Anfang 2021 gegründet haben, waren wir beide einige Jahre in einer Unternehmensberatung tätig, wo wir uns auch kennengelernt haben. Privat lieben wir es beide Sport zu machen. Nicolas ist kürzlich sogar einen Ultramarathon gelaufen. Bei Jakob liegt der Fokus eher auf Ballsportarten, im Sommer am liebsten Beachvolleyball.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Jakob kommt aus einer Unternehmer- und Coach-Familie. Für ihn war schon immer klar, dass er einmal gründen würde. Nicolas hat bereits 2015 das erste Mal gegründet, das erfolgreiche Logistik-Unicorn sennder. Auch für ihn war klar, dass er wieder gründen würde. Die Möglichkeit, ein Thema für das man brennt und ein Produkt, von dem man überzeugt ist, dass es für andere Mehrwert stiftet, gemeinsam mit einem Team motivierter Kolleg:innen zu gestalten, ist für uns beide der größte Motivator. Wir lieben die Themen physische und mentale Gesundheit sowie persönliche Weiterentwicklung, was uns schließlich zu Sparrks geführt hat.

Welche Vision steckt hinter Sparrks?

Unsere Vision ist es, personalisierte, hoch-effektive Personalentwicklungslösungen für alle Mitarbeitenden anzubieten. Das vom Arbeitgeber investierte Kapital und die vom Mitarbeitenden investierte Zeit müssen sich lohnen.

Unser Start hierzu ist Business-Coaching: In all den Jahren in der Entwicklung von Führungskräften sowohl als Senior Manager bei Bain & Company als auch als Gründer haben wir erlebt, welchen Entwicklungs- und Motivationsschub Business Coaching erzeugen kann, insbesondere in der Zusammenarbeit mit einigen der weltweit besten systemischen Führungskräfte-Coaches. 1:1 Business Coaching ist erwiesenermaßen die effektivste strukturierte Personalentwicklungslösung.

1:1 Business Coaching wird jedoch leider in den meisten Unternehmen, falls überhaupt, aufgrund der hohen zeitlichen und finanziellen Aufwände nur einer sehr kleinen Gruppe an Top Managern angeboten. Die Gruppe, die jedoch am meisten vom Austausch mit erfahrenen Business Coaches profitieren würde und gleichzeitig den größten Impact auf das Unternehmen hat, sind die Leistungsträger im unteren und mittleren Management.

Und so dämmerte es uns bei einem Sonntagsbrunch: „Was wäre, wenn man in 4 Coaching-Sitzungen genauso viel oder mehr erreichen könnte, als in einer klassischen Reihe von 10+ Sitzungen? So könnte man Business Coaching wirklich demokratisieren mit einem klaren Fokus auf Wertschätzung der Zeit der zu coachenden Person und Wertstiftung für das Unternehmen.“

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, unabhängig zu bleiben und kein externes Kapital aufzunehmen. Zu Beginn haben wir jeweils einen kleineren Betrag selbst investiert und von Anfang an den Fokus darauf gesetzt, ein gesundes und profitables Business zu bauen. Glücklicherweise konnten wir sehr schnell erste zahlende Kunden gewinnen, die an unsere Vision geglaubt haben und von dem Konzept überzeugt waren.

Dadurch, dass wir „bootstrapped“ sind, müssen wir natürlich extrem kapitaleffizient arbeiten und jeden Kostenblock kritisch hinterfragen. Das ist nicht immer einfach, zwingt uns aber auch dazu, kreative Lösungen zu finden und uns auf das Wesentliche zu fokussieren.

Eine andere Herausforderung ist es, ein Top-Team mit tollen und motivierten Mitarbeiter:innen aufzubauen. Mit dieser Herausforderung sind wir vermutlich aktuell aber auch nicht alleine.

Wer ist die Zielgruppe von Sparrks  ?

Hochwertiges 1:1 Business Coaching ist traditionell dem Top-Management vorbehalten, was nicht zuletzt an dem hohen Preis liegt. Mit unserem innovativen Sparrks Coaching Ansatz zielen wir insbesondere auf die untere und mittlere Führungsebene, die bisher noch keinen Zugang zum Coaching hat. Und gerade diese Zielgruppe profitiert besonders von personalisierter Unterstützung, beispielsweise um den Sprung vom Mitarbeiter zur Führungskraft zu meistern oder effektiv im Middle Management zu navigieren.

Auf Kundenseite sind wir recht breit aufgestellt: Von jungen Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden bis zu Großkonzernen mit mehreren Zehntausend Mitarbeitenden ist alles dabei.

Wie funktioniert Sparrks? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Eine Sparrks Coaching Reise besteht aus 2 bis 4 digitalen Einzelcoachings mit einem Top Executive Coach. Zwischen den Coaching Sitzungen findet jeweils eine ca. zweiwöchige Praxisphase statt, in der der/ die Coachee das Gelernte direkt in der Praxis anwenden und ausprobieren kann. Der/ die Coachee wird durch Sparrks entlang der ganzen Reise eng begleitet und unterstützt.

Das Besondere an Sparrks ist der klare Fokus und die Einfachheit in der Nutzung. Bei jeder Coaching Reise wird vorab ein klares Lernziel definiert, auf das fokussiert hingearbeitet wird. Durch die zeitliche Begrenzung auf 4 Sessions wird die eigene Lösungskompetenz der Coachees aktiviert. Die Coachees werden so zu aktiven Gestaltern der eigenen Weiterentwicklung und verfallen nicht in eine Konsumentenhaltung. Ein weiterer Vorteil ist die klare Lösungsorientierung – erste Erfolgserlebnisse stellen sich bereits nach der ersten Session ein und steigern so die Motivation der Coachees am Ball zu bleiben.

Darüber hinaus ist Sparrks so konzipiert, dass es sich völlig problemlos und flexibel in den eigenen Arbeitsalltag integrieren lässt – egal wie voll der Kalender sein mag. Im Ergebnis erzielen unsere Coachees eine Kompetenzsteigerung von ~70%. Und das schneller, kostengünstiger und nachhaltiger als mit anderen Formaten.

Sparrks, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren sehen wir uns als einen der führenden Anbieter von hoch-personalisierten, effektiven und ressourcenschonenden Personalentwicklungslösungen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Stellt sicher, dass ihr den oder die richtigen Partner an eurer Seite habt. Vor allem eure Mitgründer und ersten Mitarbeitenden, aber auch eure Advisors. Hinterfragt kritisch, ob ihr externes Funding benötigt und möchtet. Bootstrapping und „The Venture Route” haben beide ihre Vor- und Nachteile. Versucht das Produkt so einfach wie möglich zu halten, mit der Möglichkeit, jederzeit, schnell und kostengünstig an dem Business Model zu schrauben und dieses mit Kund:innen zu testen.

Wir bedanken uns bei Jakob Hansen und Dr. Nicolas Stephan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum der eigene Nutzen beim Networking so wichtig ist

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networking

Beim Networking geht es darum, Kontakte zu knüpfen, die einem Vorteile für die berufliche und private Zukunft bringen können. Wichtig dabei ist, dass man diesen Kontakten auch etwas bieten kann. Denn beim Networking geht es nicht nur ums Nehmen, sondern auch ums Geben. Wie kann der eigene Nutzen aussehen? Und wie sollte man in Gesprächen damit umgehen?

Geben und Nehmen beim Networken

Beim Networking werden berufliche und private Kontakte geknüpft und gepflegt. Ziel ist es, ein eigenes Netzwerk aus Kontakten aufzubauen, die einem in der Zukunft Vorteile verschaffen und Hilfe leisten können. Vor allem der berufliche Nutzen steht beim Networking im Vordergrund. Es geht zwar auch um Wissenstransfer, aber hauptsächlich um Karriere. Sofern man einmal die ersten Kontakte geknüpft hat, ergibt sich ein Netzwerk im Normalfall sehr schnell. Denn jeder neue Kontakt bringt wiederum andere neue Kontakte. Um jedoch die Kontakte zu pflegen, muss man gegenseitigen Nutzen erbringen. Dieser kann auf verschiedene Art und Weise stattfinden.

Verschiedene Formen von Nutzen

Meistens muss der eigene Nutzen gar nicht so finanziell anspruchsvoll oder aufwendig sein. Oft reicht es schon aus, mit dem Gegenüber eine besondere Expertise oder Erfahrungen zu teilen. Andererseits kann man Jobs anbieten, sofern man dazu in der Lage ist oder sogar die Übernahme der Firma. Bei Business Club Events werden zudem oft über größere Güter wie Schiffe, Autos, Kunst oder Immobilien verhandelt. Hier kann natürlich auch etwas angeboten werden. Eine andere Möglichkeit ist es auch, dem Gegenüber noch weitere Kontakte vorzustellen, die wiederum einen Nutzen für ihn haben können.

So findet man den geeigneten Nutzen für das Gegenüber

Um einen Nutzen bieten zu können, sollte man zuallererst wissen, wen man überhaupt vor sich hat. Es ist also wichtig, erst einmal mit Menschen ins Gespräch zu kommen, um etwas über sie zu erfahren. Business Clubs können eine gute Möglichkeit sein, Kontakte kennenzulernen. Sie veranstalten regelmäßig Events, die auf Networking ausgelegt sind. Im besten Fall gibt es sogar die Möglichkeit, dass vor der Veranstaltung Gästelisten an die Teilnehmer verschickt werden. So weiß man bereits im Voraus, wer an diesem Tag anwesend sein wird. Dann kann man sich schon einmal Personen aussuchen, zu denen man Kontakt aufbauen möchte. Für eine gute Vorbereitung kann man im Vorfeld über die Zielperson recherchieren. 

Ob vor einem Event oder währenddessen, man sollte in jedem Fall herausfinden, bei welchem Unternehmen die Person arbeitet, welche Position sie hat und welche Produkte sie anbietet. Dann hat man schon einen oder sogar mehrere Anhaltspunkte dafür, welcher Nutzen für diese Person sinnvoll wäre. Oft ist es natürlich hilfreich, wenn man in einem ähnlichen Bereich arbeitet. Kommen beide Personen beispielsweise aus der Immobilienbranche, kann man sich besser über Erfahrungen austauschen. 

Den eigenen Nutzen ins Gespräch bringen

Wenn man erst einmal ins Gespräch gekommen ist, kann man relativ schnell auf den eigenen Nutzen zu sprechen kommen. Jedoch sollte der Zeitpunkt natürlich geeignet sein. Spricht man beispielsweise gerade über das Unternehmen oder den Beruf des Gegenübers, kann passenderweise ein Kontakt vorgeschlagen oder Erfahrungen und Wissen geteilt werden. Z.B. „Hey, wo du das gerade erwähnst, ich kenne da jemanden, der sich besonders gut damit auskennt. Vielleicht kann dir diese Person weiterhelfen.

Ich werde dir den Kontakt geben.“ Auch beim Gespräch über persönliche Vorlieben kann ein passender Nutzen schnell ins Gespräch gebracht werden: „Du sammelst alte Autos? Ich habe noch einen Oldtimer, den ich verkaufen möchte. Vielleicht wäre der etwas für dich.“ In den meisten Fällen ergibt sich im Laufe eines Gesprächs die Möglichkeit, den eigenen Nutzen einzubringen. Man kann das Gespräch natürlich auch in die Richtung lenken, z.B. mit der Frage nach Vorlieben oder der vergangenen Karriere. Sofern man einen eigenen Nutzen anbietet, kann man auch die Hilfe oder Angebote vom Gegenüber erwarten. 

Nach dem ersten Kennenlernen

Es ist wichtig, dass man nicht nur mit seinem Nutzen bei einem ersten Kennenlernen prahlt bzw. nur darüber redet, was man alles zu bieten hat. Viel wichtiger ist es, den eigenen Nutzen auch einzuhalten. Dabei ist es unabdinglich, den Kontakt zu pflegen. Man sollte zuverlässig und verbindlich sein und Versprechen einhalten. Hat man dem Gegenüber die Kontaktdaten einer anderen Person oder den Kauf eines Oldtimers angeboten, muss man das auch einhalten. 

Fazit

Den eigenen Nutzen beim Networking anzubieten, ist gar nicht so schwer. Man sollte die Person zunächst kennenlernen. Im Laufe des Gesprächs ergibt sich oft schon eine Möglichkeit, den eigenen Nutzen anzubieten. Je mehr Nutzen man bringt, desto besser läuft nicht nur das Gespräch, sondern desto höher sind auch die Chancen, ins Geschäft zu kommen. Meist geht mit dem eigenen Nutzen dann auch der Nutzen des Gegenübers einher. Wichtig ist es zudem, den Kontakt nach dem ersten Gespräch zu pflegen und Versprechen einzuhalten.

Autoren:

Alexander Schungl und Tanja Hacker sind CEOs und Gründer vom Premium Leaders Club. Der Business Club stellt ein umfangreiches Netzwerk aus verschiedenen Experten dar und bietet regelmäßig verschiedene Events an.

Bildquelle Alexander Schungl und Tanja Hacker sind CEOs und Gründer vom Premium Leaders Club

https://www.premium-leaders.club/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mama und Business

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familie und business

 5 goldene Tipps zur Vereinbarkeit und für mehr Power, Zeit und Geduld

Hast du einen Job und eine Familie, die du mal mehr mal weniger gut im Griff hast? Deine Partnerschaft fordert Aufmerksamkeit und dir kommen Zweifel, ob du weiterhin alles hinbekommen wirst. Die Expertin Julia Thea Sperling-Behne, Wirtschaftspsychologin und Bildungswissenschaftlerin MA, kennt diesen Alltag und die Gedanken um Business und Privatleben sehr gut und hat als Gründerin und Inhaberin von ConsultingForYou erfolgreiche praxisnahe Lösungsmöglichkeiten erschaffen. Was es am besten zu beachten gilt, ist für dich nachfolgend in 5 goldenen Tipps zusammengefasst.

1. Zeit für dich

Sobald es in einem Bereich in deiner Rolle als Mutter, im Job oder als Partnerin stressig wird, verlangt dies viel von dir ab. An erster Stelle ist es wichtig, dass du dir täglich bewusst Zeit für dich beanspruchst, um durchzuatmen und dir über deine ganz persönlichen Bedürfnisse klar wirst. Du brauchst je nach Belastungsgrad 15-30 Minuten pro Tag nur für dich. Erschaffe dir kleine Inseln zur Erholung. Mach dir eine Notiz an deine Tür und kommuniziere, dass du dir gerade eine Pause nimmst. In der Zeit machst du das, worauf du Lust hast. Durch diese Auszeit kannst du mit vollgetankten Akkus in den Familien- und Arbeitsalltag zurückkehren und bist kreativer bei der Findung von Problemlösungen.

2. Klare Regeln für alle definieren & mitteilen

Keine Regeln können befolgt und eingehalten werden, wenn diese nicht existieren. Nimm dir die Zeit mit deiner Familie und formuliert Wünsche sowie Regeln für euer Zusammenleben. Nachdem alle Regeln ausgearbeitet sind, können diese zum Beispiel auf einem Rule-Board in Form einer Tafel aufgeschrieben oder an den Kühlschrank angebracht werden. Jedes Familienmitglied kann die Regeln einsehen und bei Regelbruch darauf höflich hingewiesen werden.

3. Altersgerechte Verhandlungen

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel,” so sagte es einst Goethe. Kinder benötigen diese Wurzeln, um Flügel entwickeln zu können. Die besten Regeln bringen nichts, wenn sie nicht eingehalten werden. Und deine Kinder verlangen genau nach dieser liebevollen Orientierung. Daher ist es wichtig auch die Konsequenzen festzulegen, wenn besprochene Dinge nicht eingehalten werden. Je nach Alter deiner Kinder bietet es sich an, die Konsequenzen von den Kindern selbst zu formulieren.

Je mehr Einfluss deine Familienmitglieder in die Festsetzung der Familienregeln und der Konsequenzen bei deren Verletzung nehmen können, desto höher fällt die Identifikation damit aus. Da Konsequenzen vor allem bei Kindern mit hohen Altersunterschieden zueinander nicht gleich ausfallen können, sind an dieser Stelle sehr gute und kindgerechte Erklärungen erforderlich. 

4. Zeiten festlegen und einhalten

Teile dir deinen Tag in Zeitfenster ein. Solltest du im Homeoffice sein, ist die Strukturierung deines Tages wichtig. Hast du zum Beispiel schulpflichtige Kinder, nutze die Zeit für deine Arbeit. Sobald der Kindergarten oder die Schule aus hat, fängt die Familienzeit an. Im Anschluss an das gemeinsame Essen und der Unterstützung bei Hausaufgaben steht eventuell noch der Chauffeurservice an, um deine Kinder zu ihren Freunden zu bringen. Falls dein Mann im Homeoffice ist oder nachmittags zu Hause ist sprich dich mit ihm ab.

Er kann ebenfalls Teile des Familienlebens übernehmen. Bei schulpflichtigen Kindern der Sekundarstufe II kannst du besprechen, inwiefern deine Kinder am Familienleben aktiv mitwirken. Bei der Zeiteinteilung ist es wichtig sich stets auf das Familien Zeitfenster oder das Arbeitsfenster zu fokussieren und diese Bereiche, wenn es dir guttut, sichtbar abzugrenzen.

5. Rechtzeitig Unterstützung suchen

Mütter mit einem Job sind Superhelden. Auch Helden müssen sich ausruhen und sich umsorgen lassen. Versuche keinem Ideal nachzueifern, sondern ergründe, welche körperlichen und mentalen Ressourcen Tag für Tag verfügbar sind. Sobald du eine Überlastung spürst, suche nach einer effektiven Lösung. Hat sich bei dir eine Überlastung erst einmal eingestellt, dauert es Wochen bis Monate, bis du in deiner Mitte bist und auf deine volle Arbeitskraft zurückgreifen kannst. Vor allem bei mehreren Rollen im Alltagsleben, ist es wichtig seine eigenen Ressourcen stets im Blick zu haben und rechtzeitig zu schützen.

Fazit: Glück und Erfüllung sind kein Märchen!

Der Weg zu einem erfüllten und glücklichen Leben ist nicht ohne Hindernisse zu erreichen, doch können wir dem persönlichen Glück die Tür öffnen. Offenheit, Durchhaltevermögen, eine wertschätzende familiäre Kommunikation, Beständigkeit, Kooperation und Konsequenz lohnen sich im Bereich der Familie und des Jobs. Strukturiere deinen Alltag, lege gemeinsam mit deiner Familie Regeln fest und achte auf konsequente Verhandlungen.

Behalte deine Zeit für dich gleichermaßen im Auge, wie beispielsweise die Bedürfnisse deiner Kinder, deiner Partnerschaft, deiner Kollegen und deines Chefs. Sobald du merkst, dass du dir zu viel zumutest oder sich in mehreren Lebensbereichen zu viel Stress ansammelt, zieh rechtzeitig die Notbremse. Bitte um Hilfe und kümmere dich verstärkt darum deine mentalen und körperlichen Akkus aufzuladen. Alles Gute für deine Familie und viel Erfolg in deinem Job!

Autor

Julia Thea Sperling-Behne ist Inhaberin und Gründerin von ConsultingForYou. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht Frauen beim Thema Female Empowerment aktiv zu unterstützen.

www.juliasperlingbehne.com/store

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Achte auf dich

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Möbelentfalter rettet Möbel Hamburg

Möbelentfalter rettet alte und kaputte Möbel in und um Hamburg

Stellen Sie sich und das Startup Möbelentfalter doch kurz unseren Lesern vor!

Hej, ich bin Lena, die Gründerin von Möbelentfalter. Wir retten alte, kaputte Möbel in und um Hamburg, arbeiten sie auf und verkaufen sie für ein fairen Preis weiter. Wir sind ein nachhaltiges und lokales Unternehmen, mit dem Fokus, Lieferwege kurz zu halten, sowie Neuproduktion von Ware und schlechte Arbeitsbedingungen zu minimieren.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe Möbelentfalter vor zwei Jahren nach meinem Architekturstudium gegründet, weil ich etwas in der Gesellschaft verändern möchte. Möbel landen auf dem Sperrmüll oder verstauben im Keller. Wir bieten eine Alternative auf dem Hamburger Möbelmarkt an und sind nicht nur Verkäufer, sonder auch Dienstleister. Dazu kommt, dass der klassische 9 to 5 Job sich für mich nicht richtig anfühlte, deswegen habe ich dann den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Und ich würde es immer wieder genauso machen!

Was war bei der Gründung von Möbelentfalter die größte Herausforderung?

Da ich Möbelentfalter im Januar 2020 gründete, fing zeitgleich die Pandemie an. Dies machte es nicht unbedingt einfacher, die Idee des Möbelrettens zu verbreiten. Doch durch immer wieder kleine Türen, die sich öffneten, hat sich der Weg der Möbelentfalter gezeigt. Ich habe im ersten Jahr an mehreren Orten gearbeitet, begonnen auf meinem Balkon, dann auf der Gartenfläche im Schrödingers, weiter in einem Keller in Altona, einen Werkstattplatz im Oberhafen und dann nochmal nach Wilhelmsburg. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich eingegroovt habe, aber ich glaube, das ist auch normal und man lernt dadurch auch viel über sich und das eigene Unternehmen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall!!! Bei mir fing es damals mit Makramee, also Blumenampelflechtung an. Weiter habe ich in Möbel eingeflochten und letztendlich ist Möbelentfalter daraus entstanden. Einfach mal anfangen, dann wird sich der Weg schon zeigen.

Welche Vision steckt hinter Möbelentfalter?

Wir sind gegen die immer größer werdende Wegwerfgesellschaft. Wir wollen was verändern. Es gibt so viele tolle Möbel, wo ein Kratzer drin ist, ein Bein ab, oder die Schublade klemmt. Diese ganzen Möbel landen auf dem Sperrmüll. Möbelentfalter hilft euch, dies zu ändern. Das Lieblingsstück von deiner Oma wird wieder aufgehübscht oder der alten Kommode vom Dachboden wird ein neues Leben gegeben. Lasst uns gemeinsam Möbel retten!

Wer ist die Zielgruppe von Möbelentfalter?

Menschen, die ein Faible für antike Möbelstücke haben, sind bei uns genau richtig. Wir arbeiten viel mit Vollholzmöbeln, haben viele schöne Dekoelemente und polstern auch gern das eine oder andere Stück mit schicken Stoffen wieder auf. Wer darauf steht, sollte unbedingt mal bei uns im Laden in Hamburg vorbei schauen.

Wie funktioniert Möbelentfalter? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Da Möbelentfalter ein lokales Unternehmen ist, werden die Lieferwege auf ein Minimum reduziert. Dazu kommt, dass wir alles an Möbeln aufarbeiten. Wir sind sehr breit aufgestellt und können von Holzarbeiten bis zur Polsterung alles anbieten. Wir haben großen Spaß an neuen Herausforderungen und sind immer offen für neue Ideen. Schreib uns einfach, welches Möbelstück dir Sorgen bereitet und warum und wir finden eine Lösung.

Möbelentfalter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Momentan haben wir ein kleinen Laden in der Schanze und eine kleine Werkstatt in der Neustadt. Wir möchten eine große Fläche in Hamburg anmieten, wo Laden, Werkstatt, Lager und Workshop in einem sein kann. Deswegen haben wir am 19.08. eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gestartet, um das umsetzen zu können. Davon wollen wir dann auch die Gehälter der Mitarbeiter*innen bezahlen, denn momentan arbeiten alle ehrenamtlich.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Nimm dir immer mal wieder Zeit für dich. Achte auf dich, denn schnell merkst du garnicht mehr, wenn du arbeitest und dann arbeitest du nur noch. Ich spreche da aus Erfahrung. 

Vernetze dich mit anderen Gründer*innen, tausche dich aus und hol dir Hilfe, wenn du mal nicht weiter weißt. Besonders als Einzelgründerin kann ich dir sagen, dass das ganz viel Wert ist.

Es gibt viele Berg- und Talfahrten. Das ist normal und gehört dazu. Ein schöner Spruch dazu: Die Spitze eines Berges ist der Anfang vom Nächsten, also Kletter weiter!

Wir bedanken uns bei Lena Charlene Roof für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Persistence is key

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WorkGenius

WorkGenius bietet eine KI-gestützte Lösung für Unternehmen und Freelancer:innen an

Stellen Sie sich und WorkGenius doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Daniel Barke, Co-Founder und CEO von WorkGenius. Unser Scale-Up bietet eine KI-gestützte Lösung für Unternehmen und Freelancer:innen an. Dabei bringt unsere KI Projekte von Unternehmen mit passenden Talenten zusammen. Zusätzlich bietet unsere Plattform Unternehmen sämtliche Tools, um die Arbeit mit Freelancer:innen zu managen. 

Neben meiner Arbeit bei WorkGenius moderiere ich den OMR-Podcast “Free Talent” und bin als Redner tätig.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als mein Co-Gründer Marlon Rosenzweig und ich uns noch im Studium befanden, arbeiteten wir in diversen Nebenjobs, die rein gar nichts mit unseren Studienfächern zu tun hatten. Wir waren frustriert davon, dass es durchaus Bedarf an Studierenden als qualifizierte Arbeitskräfte gab, welchen die Unternehmen einfach nicht stillen konnten. Und wenn Studierende arbeiteten, wurde ihr Potenzial selten voll ausgeschöpft. Uns war klar: Es muss eine Lösung geben, welche es Arbeitskräften und Unternehmen leicht macht, das gegenseitige Potenzial zu erkennen und auszunutzen. 

Welche Vision steckt hinter WorkGenius?

Bei WorkGenius zählen vor allem zwei Dinge: Fähigkeiten und Kompetenzen. Unsere KI wählt die passenden Kandidat:innen nicht aufgrund von irgendwelchen demografischen Merkmalen aus. Das berüchtigte „Vitamin B”, also individuell vorteilhafte, bereits bestehende Berufsbeziehungen, werden ebenfalls nicht von der KI berücksichtigt. Es zählen einzig und allein die Fähigkeiten der Arbeitskraft. Wir haben die Vision, dass Unternehmen ihre Projekte mit der bestmöglichen Qualität in der höchstmöglichen Geschwindigkeit durchführen können, während Freelancer:innen die volle Kontrolle und Freiheit bei der Auswahl ihrer Aufträge haben. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Nach unserem Rebranding 2018 konnten wir das Vertrauen einiger sehr bedeutender Investoren gewinnen (z. B. Unternehmer Axel Sven Springer), was uns 8,5 Millionen Euro für unser Business eingebracht hat. Schon damals wussten wir: Das wird unser Ticket für den US-Markt, der ein riesiges Potenzial bietet. Die Zahl der Arbeitnehmer:innen in freien Berufen in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich und ihre Arbeit ist zunehmend unerlässlich. Dennoch beläuft sich ihr Anteil an der Arbeitnehmerschaft hierzulande “nur” auf 9,6 Prozent. In der US-amerikanischen Bevölkerung stellen Freelancer:innen dagegen bereits heute beachtliche 36 Prozent. Studien sagen sogar einen Anteil von über 50 Prozent ab dem Jahr 2027 voraus. Dabei gibt es diverse Besonderheiten im Vergleich zum deutschen Arbeitsmarkt zu berücksichtigen, darunter z. B. rechtliche Themen wie der Umgang mit Krankenversicherungen, unterschiedliche Regelungen hinsichtlich der Steuer sowie eine andere soziale und demografische Bevölkerungsstruktur. 

Dieser Einstieg war auch unsere bisher größte Herausforderung. Für meinen Geschäftspartner Marlon Rosenzweig und mich ist New York City mittlerweile zu einer zweiten Heimat geworden. Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt und wir konnten im Juni 2022 den amerikanischen Personaldienstleister JBC akquirieren. JBC hat bis dato größtenteils traditionell agiert, um Talente zu finden – nun profitieren die über 200 Recruiter:innen von unserer Technologie, um noch effizienter und schneller arbeiten können.  Das hat uns die Tür zum amerikanischen Markt noch weiter geöffnet und unseren Jahresumsatz auf 100 Millionen US-Dollar vergrößert.

Wer ist die Zielgruppe von WorkGenius?

Alle Unternehmen, die bereits mit Freelancer:innen zusammenarbeiten oder dies in Zukunft noch tun wollen, gehören zu unserer Zielgruppe. Wir agieren branchenübergreifend in sämtlichen Bereichen und auch unabhängig von der Größe der Unternehmen. Zu unseren Kunden zählen sowohl Start-ups als auch Betriebe aus dem Mittelstand bis hin zu großen Konzernen. Wer bereits gute Erfahrungen mit der Arbeit von Freelancer:innen gemacht hat, dem bieten wir die Tools, die Zusammenarbeit künftig noch besser und effizienter zu gestalten. Dazu zählen z. B. eine Reihe automatisierter Vorgänge wie Project Tracking, aber auch kommunikative Lösungen wie eine eigene Messaging-Funktion oder Verwaltungsaufgaben wie Vertragsgestaltung und Bezahlung. 

Auf Arbeitnehmerseite möchten wir alle erreichen, die die Vorteile und Freiheiten einer Karriere als Freiberufler:in genießen wollen – ohne die zeit- und nervenaufreibende Suche nach Aufträgen und Selbstmanagement. 

Was macht WorkGenius? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

WorkGenius bringt Talente und Projekte zusammen und hilft so Unternehmen beim Personalmanagement und Freelancer:innen bei der Projektakquise. Die Vorteile liegen darin, dass WorkGenius den Unternehmen innerhalb kürzester Zeit unkompliziert erfahrene Arbeitskräfte vorschlagen kann und das vollautomatisch. Für die Freelancer:innen läuft es ähnlich ab, sie bekommen schnell und einfach passende Projekte vorgeschlagen. Unsere All-in-one-Plattform unterstützt beide Seiten zusätzlich beim wechselseitigen Management. Während sich Unternehmen und Freelancer:innen auf ihre Arbeit konzentrieren können, macht WorkGenius im Hintergrund den Rest. 

WorkGenius übernimmt für beide Seiten die Abwicklung des Finanziellen. Wir bezahlen die Freelancer:innen direkt und stellen unseren Unternehmenskunden die erbrachten Leistungen in Rechnung. Dadurch garantieren wir eine schnelle und einfache Entlohnung der Arbeitskräfte. Dies ist unser Alleinstellungsmerkmal.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden zahlreiche Arbeitnehmer:innen in Kurzarbeit geschickt, entlassen oder mussten aus dem Home-Office arbeiten. Viele dieser Entwicklungen haben dazu geführt, dass Arbeitnehmer:innen ihren Arbeitsalltag grundlegend überdacht haben. Sich in Kurzarbeit mit einem Freelancing-Projekt etwas hinzuzuverdienen klingt verführerisch, vor allem, wenn man dank der WorkGenius-KI nicht einmal selbst nach passenden Projekten suchen muss. Viele Arbeitnehmer:innen haben sich an das Home-Office und die damit einhergehende Flexibilität gewöhnt. Durch das freiberufliche Arbeiten bleibt diese Flexibilität weiterhin bestehen, auch wenn etliche Büros ihre Türen mittlerweile wieder öffnen. 

Von dieser Flexibilität profitieren auch die Unternehmen. Die Auswirkungen diverser globaler Geschehnisse für die nächsten Monate lassen sich derzeit nur schwer vorhersehen. In diesem Zusammenhang ermöglicht WorkGenius, unkompliziert auf kurzfristig schwankenden Personalbedarf zu reagieren. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit der kürzlichen Akquise von JBC haben wir einen großen Personaldienstleister in den USA für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag akquiriert und damit unser Team sowie unseren Jahresumsatz deutlich aufgestockt. Unsere Mission ist es, die HR-Branche und die Arbeitswelt grundlegend zu revolutionieren. Die Welt wird immer schnelllebiger und das trifft auch auf die Arbeitswelt zu. Nicht nur klassische Bewerbungsmappen, sondern auch vermeintliche Standarddokumente, wie das Anschreiben oder Zeugnisse, werden immer mehr zu Relikten, je mehr wir auf KI vertrauen, um unsere Vakanzen zu besetzen. In fünf Jahren werden noch mehr Unternehmen auf Freelancer:innen setzen und WorkGenius wird seine Marktführerposition weiter ausbauen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ideen sind alles: Auf eine gute Geschäftsidee kommt es an. Was braucht die Welt? Was hat es noch nie gegeben? Wo kann ich mit meinen Ideen etwas verändern?

Persistence is key: Von nichts kommt auch nichts. Rückschläge, Probleme und Krisen sind ganz normal. Wer seine Vision nicht aus den Augen verliert, wird diese früher oder später auch verwirklichen können.

Network, Network, Network: Sei es für Know-How, Inspirationen und Unterstützung oder Investments – Beziehungen und Kontakte sind wichtig, um das eigene Business voranzutreiben, wenn man selbst einmal nicht weiter weiß.

Wir bedanken uns bei Daniel Barke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid ehrgeizig, aber nicht verbissen

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unitplus anlagekonto UnitPlus Anlagekonto verbindet Bankkonto mit Geldanlage Fabian Mohr fotograf markus lieder

UnitPlus Anlagekonto, welches die Flexibilität eines Bankkontos im Zahlungsverkehr mit dem Ertragspotential einer professionellen Geldanlage verbindet

Stellen Sie sich und das Startup UnitPlus doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Fabian Mohr (CEO), Kerstin Schneider (CFO) und Sebastien Segue (CTO), das Gründerteam hinter UnitPlus. Wir wollen unsere langjährigen Erfahrungen als Aktienanalyst, Unternehmensberaterin und Backend-Entwickler dafür einsetzen, um Sparen so einfach wie Investieren zu machen. Dafür haben wir mit UnitPlus die weltweit erste  Anlage-Konto-App an den Markt gebracht, die  Nutzer:innen ermöglicht, in professionell gemanagte und nachhaltige Portfolios zu investieren, ohne dabei auf die gewohnte Flexibilität eines Bankkontos im Zahlungsverkehr verzichten zu müssen. Wir finden, dass Geld so lange produktiv und nachhaltig angelegt werden soll, bis man es anderweitig benötigt. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind der Überzeugung, dass Geldanlage noch einfacher, sinnvoller und flexibler angeboten werden kann, als es heute weltweit möglich ist. Wir haben uns auch schon immer gefragt, warum es eigentlich keine Möglichkeit gibt Geld so lange zu investieren, bis man es für bequem für Bezahlungen nutzen möchte. Daher haben wir uns gedacht, dann machen wir es selbst. Wir haben also das Marktbedürfnis erkannt und uns dabei auch selbst als Nutzer:innen gesehen. Gerade das Thema Inflation ist die letzten Monate natürlich auch sehr stark aufgekommen. Daher möchten wir es mit unserer Anlage-Konto-App allen Menschen, egal ob mit oder ohne Erfahrung am Kapitalmarkt, ermöglichen, einfach und flexibel Geld anzulegen. 

Welche Vision steckt hinter UnitPlus?

Wir wollen Normalverbraucher:innen zum Financial Empowerment ermutigen und unproduktives Kapital so lange sinnvoll investiert arbeiten lassen, bis es im Alltag genutzt wird. Das klingt vielleicht erstmal nach nicht viel, aber alleine in Deutschland liegen über 3 Billionen Euro mehr oder weniger ungenutzt auf Konten herum. Davon knapp 1 Billion Euro auf Tagesgeldkonten. Während es einerseits schon lange keine  nennenswerten Zinsen mehr gibt, führt die Inflation real zu einem enormen Kaufkraftverlust.

Dies möchten wir ändern und langfristig an unserer Vision einer Welt ohne unproduktives Kapital arbeiten. Mit UnitPlus haben wir dazu den Startschuss gegeben, langfristig denken wir das Thema global aber viel größer; denn gerade auch in Schwellenländern mit zweistelligen Inflationsraten ist UnitPlus ein Produkt, welches Menschen helfen kann, finanziell unbestimmter zu leben. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen? 

Ein weltweit neuartiges Produkt aufzubauen, erfordert viel Durchhaltevermögen und Stressresistenz. Gerade in einem so hoch regulierten Markt wie dem Finanzmarkt ist das Übereinbringen von Innovation mit bestehenden Regularien und Anlegerschutz nicht immer einfach. Hier hatten wir im Aufbau viele Herausforderungen zu lösen, da wir ein Produkt aufbauen wollten, welches für und nicht gegen die Nutzer:innen arbeitet. Ich denke nach vielen schlaflosen Nächten ist uns das gelungen, auch, weil wir mit der Aion Bank einen starken und technisch erstklassigen Bankpartner gefunden haben. 

Wer ist die Zielgruppe von UnitPlus?

Grundsätzlich jede:r, der sich mit dem Thema Vermögensaufbau, Geldanlage und Bezahlungen beschäftigt. Hier wollen wir, dass sich App und Debitkarte so unkompliziert wie nur denkbar an die Alltagssituationen unserer Zielgruppen anpassen und individuell so genutzt werden können, wie jede*r das möchte.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit UnitPlus haben wir ein weltweit neuartiges Anlagekonto entwickelt, welches die Flexibilität eines Bankkontos im Zahlungsverkehr mit dem Ertragspotential einer professionellen Geldanlage verbindet. Mit dieser Harmonisierung möchten wir Geldanlage noch einfacher, bequemer und flexibler machen. Geldanlage selbst verstehen wir hierbei nicht als selektives Trading und dem Kauf von Einzelaktien, sondern als breit gestreutes Investment, mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeitskriterien.

Durch die Einführung von am Kapitalmarkt angelegtem Geld in den weltweiten Zahlungsverkehr sind wir dabei an einem Höchstmaß an persönlicher Freiheit für die Nutzer:innen interessiert. Darüber hinaus haben wir einen neuartigen Sparplan entwickelt, der technisch auf Open Banking beruht und es allen Nutzer:innen ermöglicht monatlich den für sie optimalen Betrag angepasst an ihre Lebensumstände anzulegen.

UnitPlus, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Harmonisierung von Investitions- und Zahlungsströmen hat gerade erst begonnen. 5 Jahren möchten wirr eine Plattform anbieten, die es ermöglicht, Geld so lange ertragsorientiert zu investieren, bis man es für Zahlungen benötigt. Wir wollen das Thema also durch tägliche Kontaktpunkte stärker in den Massenmarkt bringen und eine echte Alternative vor der Inflation auf dem Bankkonto bieten. In 5 Jahren werden wir das Angebot in andere Märkte getragen haben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einen klaren Plan zu haben ist wichtig, stoisch an diesem festzuhalten aber nicht.  Erwartet daher das unerwartete und betrachtet jede Herausforderung als gute Gelegenheit, das Produkt oder die Dienstleistung noch besser zu machen. Außerdem sollte man sich von Anfang an Gedanken dazu machen, wie man eigentlich Geld verdienen möchte. Zu häufig haben Startups dies vernachlässigt, was gerade in der aktuell weltwirtschaftlich herausfordernden Zeit nicht gerne gesehen wird. Zu guter Letzt: Habt Spaß an dem, was ihr macht. Seid ehrgeizig, aber nicht verbissen.  

Bildquelle © UnitPlus Markus Lieder

Wir bedanken uns bei Fabian Mohr für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Dateimanagement leicht gemacht: 3 gängige Systematiken für Professionals

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Dateimanagement

Ein JPEG hier, ein DOCX da und eine PDF obendrauf. Ganz abgesehen von der Vielzahl an Endungen, wächst auch die Anzahl der Dateien mit den Jahren – und zwar in jedem Unternehmen. Bevor aber die Masse an Speicherorten und die damit verbundene, ständige Suche nach Dateien ihre bösen Folgen zeigen, bietet es sich an, ein Ablagesystem zu entwickeln. Dabei definiert man für das ganze Unternehmen die Regeln zum Speichern von Content, Downloads, Kundendaten und mehr. Doch: Wie sieht ein einheitlicher Dateiname aus, der gleichzeitig durch Suchfunktionen besser gefunden wird? Und welche Ordner-Hierarchien ergeben am meisten Sinn?

Jedes Unternehmen braucht ein systematisches Dateimanagement

Egal, um wie viele Dateien es sich letztendlich handelt, keiner der Mitarbeiter:innen möchte ewig nach Dokumenten oder Vorlagen suchen, Kolleg:innen fragen müssen oder im schlimmsten Fall die benötigten Dateien gar nicht erst finden. Um also erst einmal grundlegend für Ordnung im Datendschungel zu sorgen, müssen Manager:innen in Unternehmen ein zielführendes Dateimanagement etablieren. Dazu ergibt es Sinn, eine zentrale Datenbank anzulegen, auf die alle relevanten Personen im Unternehmen Zugriff haben und diese dann anhand gängiger Systematiken mit Inhalten zu füllen.

Die Komplexität des angewendeten Systems hängt dabei immer vom letztendlichen Datei-Aufkommen und der Vielfalt verschiedener Dateitypen ab. Arbeitet das Unternehmen mit vielen Kundendaten, die ebenfalls verschiedene Formate haben (bspw. Druckereien, Agenturen, etc.) oder gilt es nur eine Dateiform abzulegen? Gestützt darauf treffen Manager:innen dann die Wahl, wie sie mit dem Aufkommen an Dateien umgehen, um diese nicht in “dunklen Ecken” des Speichers zu verlieren. Die drei Systeme, die sich über Jahre bewährt haben, eignen sich dabei gleichermaßen für alle Ansprüche an die Speicherung. Da die angewendeten Systematiken mit der Anzahl von abgelegten Dateien wachsen, sind sie zudem einfach skalierbar. 

1. Das Sieben-Ordner-System auf drei Ebenen

Der Psychologe George A. Miller beschrieb 1956 die Tatsache, dass sich der Mensch maximal 7 (+/- 2) Informationen im Kurzzeitgedächtnis merken kann. Auch wenn diese Theorie mittlerweile oft bestritten wird und viele Wissenschaftler:innen sagen, dass die Anzahl auch von anderen Faktoren abhängt und durchaus kleiner ausfallen kann, fußt das Sieben-Ordner-System eben auf der Millerschen Zahl. 

Das System beginnt mit sieben Hauptordnern. Am Beispiel einer Agentur könnten diese Ordner bspw. folgende sein:

  1. Anleitungen
  2. Organisation
  3. Team
  4. Kunden
  5. Vertrieb
  6. Social
  7. Archiv

Die Beispiel-Agentur hat die sieben Hauptordner nach gemeinsamer Überlegung im Team erstellt. Nun erstellt die Agentur pro Hauptordner sinnvolle Unterordner. Wieder jeweils maximal sieben.

  1. Anleitungen
    1. Dateiablage
    2. Social-Media-Tools
    3. Slack
    4. Microsoft Teams
  2. Organisation
    1. Rechnungen
  3. Team
    1. Arbeitsverträge
    2. Vorstellung
    3. Speaker Profiles
  4. Kunden
    1. Case-Studies
    2. Kunden A-J
    3. Kunden K-Q
  5. Vertrieb
    1. Angebote
  6. Social
    1. Vorlagen
    2. Instagram
    3. LinkedIn
  7. Archiv
    1. Ehemalige Kunden
    2. Social-Archiv

Auf der dritten Ebene, die jetzt folgt, können dann entweder wieder sieben Ordner pro Unterordner angelegt werden, oder aber die Agentur könnte sich dafür entscheiden, die Ordner sinngemäß zu füllen. Beispielsweise könnte es mit nur sieben Kunden-Unterordnern schwerfallen, allen Kund:innen einen Ordner zuzuweisen.

2. Konsequente Dateibenennung anhand drei einfacher Regeln

Ist das Ordner-System erst einmal umgesetzt und im Unternehmensalltag integriert, geht es nun an die Dateien selbst. Es ist wichtig, gerade zu Suchzwecken und zur Anzeige der richtigen Reihenfolge einer strikten Richtlinie zur Dateibenennung zu folgen. Dateinamen folgen dazu bestenfalls stets folgendem Format: JJJJ_MM_TT_Beschreibung der Datei / Keywords zur Datei. Dabei ist es besonders wichtig auf relevante Keywords bei der Benennung zu achten, da damit die sinnvolle Indexierung und eben auch das Auffinden über die Suchfunktionen der Dateibrowser möglich wird. Die drei Regeln dazu lauten:

  1. Der Tag und der Monat im Datum werden immer zweistellig geschrieben (z.B. 06 statt 6). Auch dies dient der korrekten Sortierung durch Software.
  2. Das im Dateinamen beschriebene Datum ist bei eingescannten Rechnungen, Angeboten, etc. immer das Datum, das auf dem jeweiligen Dokument steht. Bei allen anderen Dateien ist es das Datum, an dem der/die Mitarbeitende die Datei anlegt. Dieses Vorgehen vermeidet, dass eingescannte Dokumente, die erst später abgelegt werden, ein falsches Datum tragen.
  3. Das Datum ist invertiert. Das dient dem Zweck der automatischen Reihenfolge, der die meisten Ordner-Softwares (Apples Finder, Windows Explorer, etc.) folgen. Durch das invertierte Datum sortiert die Software die Dateien korrekt auf-/absteigend.

3. Systematische Unterstützung durch Technik und Automatisierung

Unternehmen, die täglich mit einem extrem hohen Aufkommen an Daten umgehen müssen, nutzen oftmals Technologie, die viele der manuellen Vorgänge bei der Ablage vereinfacht oder automatisiert. Ein oft genutztes Beispiel wäre OCR (Optical Character Recognition). OCR liest anhand künstlicher Intelligenz papierbasierte Dokumente ein und erkennt die Schriftzeichen darauf. Dieser Vorgang ermöglicht es dann, Daten wie Kontoverbindungen von einer Papierrechnung automatisch zu erkennen oder Mail-Adressen auszulesen. Diese können mit entsprechender Software auch direkt in den Kundendaten abgelegt werden. 

Ein anderes Beispiel zur Unterstützung durch Software sind Dateimanager. Diese können lokal oder auch als cloudbasierte Lösung funktionieren, wenn es wichtig ist, dass das gesamte Team, von überall auf das zentrale Mediencenter zugreifen kann. Das Angebot reicht hier – natürlich immer basierend auf der Komplexität und dem Anspruch, der an die Lösung gestellt wird – von kostenloser Software bis hin zu Abo-Modellen. Der Vorteil beim Einsatz vieler dieser Lösungen ist, dass die Software sowohl Metadaten (Eigenschaften einer Datei), die die Suche und Verwaltung erleichtern, als auch Angaben wie das Datum automatisch anlegen kann und zudem die Indexierung der Daten automatisiert.

Bei dem Einsatz von Software oder Technologie ist es jedoch zu empfehlen, den eigenen Bedarf erst einmal zu analysieren. Es bringt nichts, wenn man von Anfang an eine vielversprechende Lösung nutzt, die letztendlich aber komplett unterqualifiziert für das eigene Vorhaben ist. Andersherum bringt es auch nichts, einen teuren OCR-Scanner anzuschaffen, der letztendlich in der Ecke verstaubt, weil wider Erwarten alle Rechnungen direkt in digitaler Form eintreffen. Vielmehr ist es wichtig, direkt mit Anwender:innen der Dateiablagen in den Dialog zu gehen und gemeinsam auszuarbeiten, welche der Prozesse eine entsprechende Technologie vereinfachen kann.

Fazit: Am Anfang Zeit aufwenden, um sie jahrelang zu sparen

Klare Ordnerstrukturen und sinnvoll abgelegte Dateien sorgen nicht nur für geschonte Nerven, sondern auch für selbstständige Arbeit im Team. Klar, denn niemand muss aufwändig nach Anleitungen suchen und auch gesuchte Vorlagen sind schnell auffindbar. Durch das Dateimanagement schaffen Entscheider:innen und Manager:innen eine solide Grundlage für die Mitarbeiter:innen und behalten gleichzeitig die Kontrolle über die Daten. Der größte Vorteil jedoch: Durch die konsequente Anwendung der Ablagesysteme steht auch einer späteren – und vor allem einfachen – Integration sinnvoller Dateimanagement-Lösungen nichts im Wege, da diese meist dankbar auf eine Grundordnung der Dateien reagieren.

Autor

Lynn Klemke ist Event- und PR-Managerin bei Wedia. Zuvor war sie als Marketing-Managerin für den DACH-Bereich im Unternehmen tätig. Lynn arbeitet seit Februar 2021 bei Wedia und sammelte vorher zahlreiche Erfahrungen im Bereich Content-, Social-Media- und Produktmanagement.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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