Montag, Januar 5, 2026
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Einfach machen, legt los und plant nicht zu lang

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mamigut growth academy

Das Startup MamiGut ist Teil der Google for Startups Growth Academy: Im Interview erzählen die Gründer:innen mehr

Stellt euch und euer Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Bin ich eigentlich schwanger oder krank? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich schwanger war, unter starker Übelkeit litt und versucht habe, all die Tabletten und Kapseln zu schlucken, die man als werdende Mutter so benötigt. Was ich mich dabei vor allem gefragt habe: Warum gibt es keine leckere, wohlschmeckende Alternative? 

Ich bin Vanessa, 36 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern (vier und sechs Jahre) und habe mir als Gründerin der MamiLab AG mit MamiGut die europaweit erste Alternative zu herkömmlichen pre- und postnatalen Nahrungsergänzungsmitteln zur Aufgabe gemacht. 

MamiGut ist ein Vitamin- und Proteinshake, der (werdende) Mütter rundum versorgt, lecker ist und sich nicht wie Medizin anfühlt. Insbesondere bei Übelkeit sind Shakes sehr viel angenehmer einzunehmen als Tabletten und Kapseln.  Unsere Shakes beinhalten neben wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen (wie Folsäure, Eisen, DHA, etc.) auch hochwertiges Molkenprotein und sind individuell auf die Phasen Kinderwunsch bzw. Frühschwangerschaft, Schwangerschaft und Stillzeit zugeschnitten. Ein weiterer Pluspunkt:  Anders als die schnelle Einnahme von Nahrungsergänzung in Kapselform, schafft der Shake Raum für eine kurze Auszeit und einen Moment des Genusses.

Warum habt ihr euch entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich stamme aus einer Unternehmerfamilie und hatte schon immer den Wunsch, mein eigenes Unternehmen zu gründen. Während meiner Schwangerschaften habe ich dann erkannt, wie wenig ich eigentlich über meinen eigenen Körper und meine Gesundheit weiß. Ich war zudem erstaunt, wie sehr das Thema Frauengesundheit bis heute vernachlässigt wird. Hier wollte ich ansetzen und eine Plattform schaffen, die über den weiblichen Körper informiert, aufklärt und zudem kreative, angenehme Lösungen bei den jeweiligen Beschwerden anbietet.

Wie habt ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?

Ich habe die MamiLab AG ursprünglich als Einzelgründerin gegründet und innerhalb der ersten zwei Jahre alleine aufgebaut. Mit Eintritt in die Wachstumsphase habe ich nun dank Friedhelm A. Schmitt und Paul Kammerer die strategische Unterstützung von zwei erfahrenen Techgründern und -Investoren an meiner Seite. Friedhelm ist ein alter Studienfreund, den ich durch Zufall Ende letzten Jahres wieder getroffen habe und direkt für MamiGut begeistern konnte. Er hat den Frankfurter Investment Software Anbieter Fincite gegründet und etabliert. Dazu hält er zahlreiche Beteiligungen im

Technologie-Umfeld. Paul, den ich über Friedhelm kennengelernt habe, ist als CCO für Fincite tätig und hat langjährige Startup-Erfahrung als Business Angel. Ich schätze die beratende Unterstützung der beiden sehr. Außerdem bringen sie die Erfahrung und das Netzwerk mit, um die MamiLab AG zu einer europäischen Brand und zum Marktführer im Bereich der Frauengesundheit zu entwickeln.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei euch aus?

Mein normaler Arbeitsalltag ist ein Jonglieren zwischen Familie und Job, daher ist kein Tag wie der andere. Meist versuche ich jedoch, eine Kernzeit zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr für MamiGut zu reservieren – die Zeit, in der die Kinder im Kindergarten sind – falls sie nicht gerade krank sind.  In dieser Zeit sitze ich in der Regel am Schreibtisch, lösche Brände und versuche MamiGut voranzubringen. Die Aufgabenbereiche sind dabei total bunt: Von der Finanzierung, Jahresplanung und Marketingplanung über die Entwicklung neuer Rezepturen, Logistik bis zu Feedbackgesprächen mit Kunden ist alles dabei. 

Was mir ebenfalls wichtig ist, ist der regelmäßige Austausch mit anderen GründerInnen. Aus jedem der gemeinsamen Gespräche schöpfe ich neue Energie und vor allem Motivation. Pausen gönne ich mir in dieser Zeit ehrlich gesagt kaum, da um 15 Uhr bereits wieder Familienzeit ansteht, in welcher ich intensive Stunden mit meinen Kindern verbringe, bis sie gegen 19 Uhr ins Bett gehen und dann nochmal Zeit bleibt, mich für ein paar Stunden an den Schreibtisch zu setzen. Mein Arbeitstag ist ein permanenter Spagat zwischen Kindern und Startup, dennoch gibt mir gerade diese Abwechslung wahnsinnig viel Kraft und Zufriedenheit. 

Was unterscheidet euch von anderen Unternehmen?

Wir stellen Frauen in den Mittelpunkt. Die MamiLab steht dabei aber nicht nur für Female Empowerment, sondern auch für Mom Empowerment. Wir möchten Mütter darin bestärken, trotz Familie ein selbstbestimmtes Leben zu führen, im Beruf gefordert und gefördert zu werden und dabei Familie und Job in Einklang zu bringen. Zahlreiche Unternehmen fördern Frauen, wenige fördern Mütter. Das möchten wir ändern. 

Wer ist eure Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe sind starke Frauen, die (gesundheits-)bewusst leben und achtsam mit sich, ihrer Zeit und ihrer Familie umgehen möchten. Mit MamiGut sprechen wir Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere sowie stillende Frauen an, die eine gesunde, aber auch angenehme Nahrungsergänzung suchen, um sich und ihr Baby mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. 

Warum habt ihr euch für die Growth Academy beworben?

Ich hatte mich beworben, da wir mit MamiGut gerade in die erste große Wachstumsphase starten und eine Wachstumsstrategie entwickeln wollten, mit der wir nachhaltig wachsen können. Um die nächsten Schritte ganz bewusst gehen zu können, wollte ich mir im Rahmen der Growth Academy zusätzliches Wissen aneignen. Zudem hat mich die Aussicht auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Gründerinnen sehr gereizt, schließlich stehen wir am Ende oft vor den gleichen Problemen. Die gegenseitige Unterstützung und der Austausch untereinander sind dabei etwas unglaublich Wertvolles.

Wie lief die Growth Academy für euch ab?

Über einen Zeitraum von 8 Wochen fanden einmal pro Woche Workshops statt, in welchen verschiedene Modelle und Techniken zur Erstellung und Durchführung einer erfolgreichen Wachstumsstrategie vorgestellt wurden. Die Themen reichten von komplexen Wachstumsmodellen bis hin zu verhaltensökonomischen Theorien. 

Wie hat euch die Growth Academy unterstützt?

Innerhalb der Workshops konnten wir die gelernten Theorien direkt auf unsere Startups anwenden und die Themen im Kreis der Teilnehmer besprechen. Parallel dazu wurden uns Mentoren zur Seite gestellt, die uns bei konkreten Themen wie Online Marketing und Datenschutz in 1:1 Sessions unterstützten. Zudem kamen die teilnehmenden Gründerinnen am sogenannten “Founder Friday” zusammen, um im kleinen Rahmen über Themen zu sprechen, die uns gerade beschäftigen. Aufgrund der Pandemie fand das gesamte Programm digital statt.

Wo wolltet ihr am Ende der Growth Academy stehen?

Mein Ziel war es, am Ende der Growth Academy einen Überblick über die Möglichkeiten zu haben, eine zahlenbasierte Wachstumsstrategie zu entwickeln und das dazu passende Werkzeug an die Hand zu bekommen. Ich wollte einen klaren Plan haben, wie ich MamiGut zu Wachstum verhelfen kann – auf nachhaltige und kontrollierte Weise. Dieses Ziel ist erreicht! Wir sind bereits dabei, erste Maßnahmen, etwa im Rahmen des Relaunches unseres Webshops, umzusetzen. 

Wo seht ihr euch und euer Startup in fünf Jahren?

In 5 Jahren sehen wir uns als führende Plattform, die Frauen über ihren gesamten Lebenszyklus begleitet und Produkte und Services zu den Themen Gesundheit, Lifestyle und Wohlbefinden anbietet. Wir wollen Wegbegleiter sein, wenn es darum geht, unangenehme Symptome, etwa während der Menstruation, der Schwangerschaft und Stillzeit sowie der (Peri-)Menopause, zu lindern.

Welche 3 Tipps würdet ihr angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Just do it! Einfach machen, legt los, plant nicht zu lange, probiert aus und passt an. Nur so lernt man, wird schnell besser und kann vor allem  schnell überprüfen, ob die Idee funktioniert. 

Talk, talk, talk! Schafft und nutzt Netzwerke, tauscht euch untereinander aus, jedes Gespräch hilft! Ich nehme aus jedem Gespräch mit anderen Gründern, Investoren oder Unternehmen etwas mit, sei es ein Tipp, ein weiterer Kontakt, oder auch nur Motivation und Inspiration.

Dream big! Überlegt euch, wo ihr hinwollt, was eure Vision, euer Traum ist und ruft ihn euch immer wieder ins Gedächtnis. Ein Ziel vor Augen zu haben motiviert auch in schwierigen Zeiten. 

Wir bedanken uns bei Vanessa van den Boom für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Stay foolish!

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123fahrschule Bildung

123fahrschule Bildung Ausbildungsstätte und Jobvermittlung für Berufskraftfahrer:innen sowie Fahrlehrer:innen

Stellen Sie sich und das Startup 123fahrschule Bildung GmbH doch kurz unseren Lesern vor!

123fahrschule Bildung GmbH ist eine Ausbildungsstätte und Jobvermittlung für Berufskraftfahrer:innen sowie Fahrlehrer:innen. Seit Jahren schon fehlen LKW- und Busfahrer:innen auf unseren Straßen – wir setzen uns zum Ziel, diesen Mangel zu beheben! Dabei verfolgen wir einen digitalen Ansatz: Im Blended-Learning-Modell bringen wir Lehrinhalte in Präsenz- und Online-Einheiten nahe. Nach Abschluss der Ausbildung vermitteln wir unsere Absolventen:innen an deutschland- und europaweit agierende Speditionen und Entsorgungsbetriebe, die wir als Partner gewinnen konnten. Auf diese Partner greifen wir auch für Fachkräfte zu, die ihren Führerschein an anderen Schulen erworben haben und nun einen Job suchen. Kurz zu mir: Mein Name ist Timi Arowolo, ich bin Berliner, 41 Jahre alt und seit 15 Jahren im Bereich Erwachsenenbildung im Fahrschulwesen mit Schwerpunkt Logistik tätig. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Gegründet hat das Unternehmen Boris Polenske – der Digitalpionier gründete vor knapp sechs Jahren bereits die digitalaffine Fahrschulkette 123fahrschule und merkte schnell, dass im Bereich Logistik ebenfalls großer Bedarf an neuen Herangehensweisen herrscht. Ich stieß sofort als Geschäftsführer dazu, weil mich die Idee überzeugte und meine Expertise zu hundert Prozent dazu passt! Aus dem Marketing und Vertrieb kommend, habe ich in den letzten 15 Jahren eine kleine Berliner Fahrschule zur größten regionalen Fahrschule im Bereich Logistik entwickelt. Ich habe wertvolle Erfahrungen gesammelt, wichtige Kontakte geknüpft und rege Lobbyarbeit betrieben – all das kommt nun perfekt meinem neuen Projekt zugute. Außerdem kann ich mit 123fahrschule als deutschlandweit größter Fahrschulkette im Background zügig über die Grenzen Berlins hinaus wachsen.

Welche Vision steckt hinter 123fahrschule Bildung GmbH

Wir möchten die Berufe, die mit Verkehr und Logistik zu tun haben, attraktiver machen und ins Bewusstsein der Menschen rücken. Mit meiner Expertise möchte ich dazu beitragen, die Ausbildung von Berufskraftfahrer:innen und Fahrlehrer:innen aufs nächste Level zu heben und den digitalen Wandel zum Positiven nutzen. Als weitere Vision trägt uns, das Image des Berufs Fahrlehrer/in zu verbessern und die Fahrschulbranche zu beleben. Deshalb gestalten wir nicht nur den Ausbildungsprozess viel digitaler, als die Branche es bisher kennt, sondern leben auch eine offene, agile Unternehmenskultur. Ein weiteres Ziel, das ich mir setze, ist zügige überregionale Expansion.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir gehören zur börsennotierten 123fahrschule SE Holding. Da unser Mutterkonzern auf finanziell stabilen Füßen steht, gelang die Finanzierung gut. Was viel mehr herausfordert: Menschen zu finden und zu begeistern – sei es fürs berufliche Fahren oder für engagierten, kompetenten Unterricht. Oft herrscht eine gewisse Skepsis gegenüber dem Dasein als „Bullifahrer“. Seit dem Wegfall der Wehrpflicht schrumpft die Zahl der Logistik-Fahrer:innen deutlich. Mit dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz von 2008, das weitere Qualifizierungen schriftlicher Art erforderte, sank der Zuspruch noch mehr. Als weitere Hürde wirkt der hohe Preis der Ausbildung: Bis zu 20.000 Euro können zusammenkommen. Deshalb hilft 123fahrschule Bildung GmbH aktiv beim Finden und Ausfüllen von Förderungsanträgen.

Wer ist die Zielgruppe von 123fahrschule Bildung?

Als Fahrlehrer:innen suchen wir aufgeschlossene Menschen mit kommunikativem Geschick, die gern unterwegs, digital affin und gesellig sind. Bezüglich der Fahrer:innen wenden wir uns an alle, die große Fahrzeuge faszinierend finden, sich mit sich selbst nicht langweilen und einen zuverlässigen Job mit guten Chancen suchen. 

Wie funktioniert 123fahrschule Bildung? Wo liegen die Vorteile? 

Wir schöpfen die Digitalisierung voll aus und bieten vertiefende digitale Lernangebote zum Wiederholen, mobile Organisation via App sowie Online-Kurse, die den Fachjargon näherbringen. Denn nicht jeder weiß, was ein Elefantenrennen ist! Bei der Ausbildungsfinanzierung stehen wir helfend zur Seite. Durch Partnerschaften mit großen Entsorgungs- und Logistikunternehmen genießen unsere Schüler:innen sehr gute Jobchancen. Zudem machen wir mit Spezial-Ausbildungen wie Rangier- oder Containerperfektionstraining, Ladungssicherungsseminare und Wechselbrückenperfektionstraining oder Schulungen im Bereich Gefahrgut, Ladekran- und Abschleppdienst oder Ökonomisches Fahren fit für die Bedürfnisse dieser Unternehmen. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Von Akquise über Finanzierung und Ausbildung bis hin zu Jobperspektiven bekommen Interessierte bei uns alles aus einer Hand. Wir haben über 400 Partner an der Seite, die sich über gut ausgebildete Fachkräfte freuen! Durch unsere Zugehörigkeit zu 123fahrschule SE sind wir groß aufgestellt und können bundesweit agieren – ein Novum unter Ausbildungsstätten dieser Branche. Unser Stammsitz in der Hauptstadt Berlin fördert Austausch und Lobbyarbeit, so dass ich meine in jahrelangem Einsatz geknüpften Verbindungen zu Branchen-Verbänden gut ausspielen und vertiefen kann. Auch unsere aktive Einbeziehung digitaler Technologien unterscheidet uns von anderen Fahrschulen des Logistikbereichs. 

123fahrschule Bildung, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist 123fahrschule Bildung ein Synonym für Ausbildung von Bus- und LKW-Fahrer:innen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ihr braucht eine Vision, Durchhaltevermögen und die nötige Portion Verrücktheit. Stay foolish!

Wir bedanken uns bei Timi Arowolo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Umgebe dich mit Leuten, denen du vertraust

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coachbetter

coachbetter Trainings- und Teammanagement Plattform im Fußball für Trainer, Vereine und Verbände

Stellen Sie sich und das Startup coachbetter doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Patrick Patzig und ich bin Mitgründer und CEO von coachbetter. Ich komme ursprünglich aus Frankfurt, lebe jetzt aber schon fast 10 Jahre in Zürich. Ich bin damals aus beruflichen Gründen in die Schweiz gezogen und habe vor meiner Zeit bei coachbetter unter anderem bei Ernst & Young und der FIFA gearbeitet. Bin selbst Fußballspieler und Trainer und liebe den Fußball und alles, was er mit sich bringt.

Wir hatten von Anfang an das Ziel mit coachbetter den Fußball, vor allem den Amateurbereich zu digitalisieren, und allen Trainern und Vereinen den Zugang zu einem professionellen Tool zu ermöglichen, egal auf welchem Leistungsniveau sie spielen. Wir wollen Trainern und Vereinen die Arbeit erleichtern und sie bei täglichen Herausforderungen unterstützen, vor allem in den Bereichen Trainingsplanung, Team Management, Trainer- und Spielerentwicklung, Videoanalyse sowie Kommunikation. Alle diese Features sind in unserer Plattform vereint. 

Inzwischen haben wir neben unserer Plattform auch eine integrierte App für Spieler mit direkter Schnittstelle und ein Zeichnungstool (www.movesboard.com), was coachbetter noch einmal einen besonderen Mehrwert gibt und Trainer und Spieler noch näher zusammenbringt. Zu den Kunden zählen u.a. Borussia Dortmund, der Schleswig-Holsteinische Fußballverband, FSV Frankfurt, SpVgg Bayreuth und der KSV Hessen Kassel (www.coachbetter.com/de/case-studies).

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich hatte das Gefühl, dass ich an einem Punkt angekommen bin, an dem ich selbst etwas aufbauen wollte, selbst etwas gestalten wollte, selbst für den Erfolg oder Misserfolg verantwortlich sein wollte. Ich hatte das Bedürfnis neue Erfahrungen zu sammeln und wollte dem Hamsterrad des «Corporate Thinking» entkommen.

Was mir damals gefehlt hat war lediglich eine Idee. Während meiner eigenen Trainerausbildung hatte ich dann den Geistesblitz. Als ich im Rahmen dieser Ausbildung selbst ein Training gestalten sollte, war die Suche nach passenden Übungen sehr mühsam und zeitaufwendig. Spätestens als ich dann mit meinen Zetteln auf dem Platz stand und durch den einsetzenden Regen kaum mehr meine Notizen lesen konnte war mir klar: Trainingsplanung muss auch digital möglich sein, und zwar einfach, qualitativ hochwertig und vor allem nutzerfreundlich.

Mit coachbetter habe ich die Chance, das zu tun was mich beruflich und privat erfüllt. Meine Leidenschaft, den Fußball, mit meinem Beruf zu verbinden und dabei einen so grossen Mehrwert für alle Trainer, Vereine und Verbände zu schaffen, ist für mich ein Traum und macht mich unglaublich glücklich und stolz.

Welche Vision steckt hinter coachbetter?

Unsere Vision lautet «Inspire coaches to coach and players to play”. Genau das ist es, was wir erreichen wollen. Wir wollen mit unserer Plattform den Fußball weltweit weiterentwickeln. Für uns sind dabei der Trainer und eine professionelle, digitale Infrastruktur der Schlüssel zum Erfolg. Mit unseren Tools wollen wir Trainern helfen, sie in ihren Alltag zu unterstützen, sodass sie sich voll auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: Jeder einzelne Spieler und dessen Entwicklung. Irgendwo sind wir auch Fußballromantiker geblieben und erhoffen uns, dass unser Tool weltweit genutzt wird. Deshalb bieten wir auch eine kostenlose Version der Plattform an, damit wirklich jeder die Chance hat, coachbetter zu nutzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ich denke, jedes Startup hat zu Beginn ähnliche Herausforderungen. Wie finde ich die richtigen Leute und wie kann ich sie halten, was sind meine Go-to-Market oder Pricing Strategien, wie werde ich attraktiv für Investoren.

Wir, und die ganze Welt, wurden schon gleich zu Beginn unserer jungen Unternehmensgeschichte mit einer der größten Herausforderungen konfrontiert. Die Covid-19 Pandemie hat natürlich alle Pläne, Ideen und Go-to-Market Strategien von heute auf morgen zu Nichte gemacht. Während Corona war kein Trainer auf dem Fussballplatz und an eine Fortsetzung von Trainingseinheiten war nicht zu denken. Um so stolzer sind wir, dass wir genau zu dieser Zeit ein enormes Wachstum verzeichnen konnten, vor allem durch z.B. das Anbieten von «Quarantäne Übungen», spannenden Artikeln zu aktuellen Themen und wir zudem natürlich auch mehr Zeit hatten, die Plattform technisch zu optimieren.

Genau diese Entwicklung hat in unserer Seed Runde wichtige Investoren wie den Swiss Founders Fund oder TheVentureCity überzeugt. Insgesamt konnten wir rund eine Millionen US-Dollar einsammeln und zu dem frischen Kapital vor allem auch wichtige strategische Partner wie z.B. Markus Egger oder Stephan Herth für uns gewinnen. Wie wahrscheinlich ein Großteil aller Startups sind wir mit Eigenfinanzierung von uns Gründern gestartet. Wir haben unsere ganzen Ersparnisse in unsere Vision und unseren Traum gesteckt und in jeder freien Sekunde neben unseren damaligen Hauptjobs an coachbetter gearbeitet.

Wer ist die Zielgruppe von coachbetter?

Coachbetter ist die optimale Lösung für alle Trainer, Vereine und Verbände. Im Kern steht bei uns immer der Trainer. Dabei ist es egal, ob es der einzelne Coach aus der Kreisliga ist oder ein Coach im Nachwuchsleistungszentrum eines Bundesligisten. Trainer zu Beginn ihrer Karriere nutzen coachbetter mehr für die Aneignung von Wissen, Inspiration und Trainingsgestaltung. Bei Vereinen und Verbänden nimmt coachbetter eine noch wichtigere Rolle ein – es hilft neben den verbesserten Trainingsinhalten auch die Kommunikation zu verbessern, die Vereins- oder Verbands-Philosophie zu verbreiten und hält alle Informationen an einem Ort. Je besser die (digitale) Infrastruktur, desto mehr Zeit bleibt für alle jeden einzelnen Spieler optimal zu entwickeln. 

Wie funktioniert coachbetter? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt im Markt natürlich viele Tools die gewisse Bereiche des Trainings, der Organisation und Kommunikation teilweise abdecken, einige sind viel zu teuer, andere zu kompliziert. Coachbetter ist die einzige Plattform, die alle Tools vereint – nutzerfreundlich, qualitativ hochwertig und kostengünstig. Coachbetter ist eine Lösung für alle.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In der Startup Welt sind fünf Jahre natürlich eine Ewigkeit. Bei uns passiert in drei Monaten so viel, wie bei vielen anderen Unternehmen über Jahrzehnte nicht. Mit coachbetter bringen wir nicht nur ein noch nie da gewesenes Produkt auf den Markt, wir revolutionieren die Art und Weise, wie Fußballtrainer, -vereine und -verbände arbeiten. Unsere Ambition ist es aber, innerhalb der nächsten 5 Jahre das führende SportTech Startup im Bereich der Trainingsplanung, Team Management und der Kommunikation im Breitensport zu sein, mindestens in Europa und der USA, wenn nicht sogar weltweit.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich habe coachbetter damals mit drei sehr guten Freunden gegründet, mit Simon, Thomas und Stefan. Das wäre mein erster Tipp: Umgebe dich mit Leuten, denen du vertraust, die dieselben Ziele verfolgen und die alles dafür geben, diese Ziele zu erreichen. Je stärker das Core-Team ist, desto stabiler ist das Fundament des Unternehmens.

Als zweiten Tipp ist es denke ich sehr wichtig, schnell Entscheidungen zu treffen und agil zu sein. Jedes Zögern kostet Geschwindigkeit und darum geht es bei uns in der Startup Welt. Entscheidungen sind nicht richtig oder falsch, sie werden richtig oder falsch. Wenn wir mal eine falsche Entscheidung treffen, können wir sofort gegensteuern und haben nicht viel Zeit verloren, egal in welchem Bereich, egal ob Personal, Produkt oder Strategie.

Den wichtigsten Tipp, den ich angehenden Gründern mit auf den Weg geben möchte, ist «Never Give Up!». Wenn man sich entscheidet ein Unternehmen zu gründen, kommt das mit sehr vielen Höhen, aber auch mit sehr vielen Tiefen, schlaflosen Nächten, Sorgen und Bedenken. Nicht immer führen voller Einsatz und Leidenschaft zu Erfolgen, z.B. auf der Suche nach Investoren, Kunden und Partnerschaften oder der Produktentwicklung. Rückschläge haben auch mich und coachbetter stärker gemacht, egal wie oft man hinfällt, es ist wichtig immer wieder aufzustehen – und das Kämpfen lohnt sich und ich geniesse es in vollen Zügen. Keine Frage, immer wieder würde ich ein Unternehmen gründen!

Wir bedanken uns bei Patrick Patzig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: coachbetter

Kontakt:

Coach Better AG
Opfikonerstr. 64
8304 Wallisellen
Schweiz

www.coachbetter.com
thomas.grimm@coachbetter.com

Ansprechpartner: Thomas Grimm, Co-Founder

Social Media:
Instagram
Facebook
YouTube
LinkedIn

Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße

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Hempions, Hanf Lebensmittel aus Hanfsamen dem Superfood für Champions, waren in 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründer von Hempions, Hanf Lebensmittel aus Hanfsamen dem Superfood für Champions, waren in 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Hempions doch kurz vor!

Wir sind die Hempions, ein auf Hanfprodukte spezialisiertes Start-up aus Österreich.  Als aktive und ehemalige Spitzensportler wissen wir, wie wichtig eine vollwertige Ernährung für den Körper ist, um Höchstleistungen zu vollbringen. Mit Hempions machen wir Hanf, den Nährstoffallrounder, für jede und jeden zugänglich. Der gute Geschmack steht bei uns an oberster Stelle, da gesunde Ernährung nicht nur vollwertig sein soll, sondern auch gut schmecken muss.

Wie ist die Idee zu Hempions entstanden?

Mitgründer Daniel litt als Ski Weltcup Profi an chronischen Rückenschmerzen und suchte die Lösung in der Ernährung. Auf der Ausschau nach den besten Lebensmitteln wurde er bei Hanfsamen fündig, einem der komplettesten Superfoods überhaupt. Die wertvollen Nährstoffe halfen Daniel wieder fit zu werden und in den Profisport zurückzufinden. Diese Geschichte hat uns so begeistert, dass wir zusammen als Team mit Daniel, Florian, Lukas und Fabian Hempions im Jahr 2018 gründeten.

Welche Vision steckt hinter Hempions?

Unsere Vision ist es, die Leistungsfähigkeit der Menschen zu verbessern und dabei der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Wer ist die Zielgruppe von Hempions?

Unsere Produkte sind ideal für Menschen, die ein gesundes und nachhaltiges Leben führen und dennoch nicht auf Genuss verzichten wollen. Da wir unsere Produkte mit Spitzenköchen zusammen entwickeln, finden diese auch in der gehobene Gastronomie Anwendung.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Den Tipp bekamen wir von der Produktionsleiterin von 2 Minuten 2 Millionen im Zuge einer Startup-Show. Als Chancen sahen wir vor allem den großen Werbeeffekt der Show. Zudem war auch eine Zusammenarbeit mit einem prominenten Investor interessant.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Für die Aufnahme der Sendung haben wir mit zwei Pitch-Trainern an der perfekten Pitch gearbeitet und diesen tagelang trainiert. Darüber hinaus haben wir auch an unserem Produktdesign gefeilt. Für die spätere Ausstrahlung haben wir vor allem unser Lager gefüllt und die gesamte Produktpalette überarbeitet. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Teilnahme an der Show war ein absolutes Highlight und sehr motivierend. Als Sportler wollten wir dabei unsere Bestes geben und vor der Kamera glänzen. Ich denke, das ist uns gelungen und wir konnten viele neue Kunden für uns begeistern. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? 

Die Show “2 Minuten, 2 Millionen” war gleich aus mehreren Gründen ein wichtiger Meilenstein. Zum einen, weil wir unseren Bekanntheitsgrad in Österreich wesentlich steigern konnten. Zum anderen, weil unsere Produkte bei Investoren und Kunden sehr gut angekommen sind und wir basierend auf diesem Feedback ein Proof-of-Concept aufweisen können. Mit diesem fällt es uns wesentlich leichter, neue Vertriebspartner zu gewinnen.

Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Hempions aufmerksam werden?

Absolut, neben verschiedenen lokalen und Online Medien ist so auch die größte Zeitung in Österreich, die Kronen Zeitung, auf uns aufmerksam geworden und hat uns einen Artikel in deren Sonntags-Magazin gewidmet. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Als Wunsch-Investor hatten wie den Winzer Leo Hillinger im Fokus. Dieser verfügt über Erfahrungen im Food-Bereich und ein entsprechendes Netzwerk über den Vertrieb seiner Weine. Aufgrund der niedrigen Bewertung haben wir dennoch dessen Angebot abgelehnt. 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Im direkten Anschluss zur Sendung hatten wir mit einer Welle von Bestellungen alle Hände voll zu tun. Dabei waren Logistik, Kunden-Support und Vertrieb gleichermaßen gefordert. Damit sind wir auch gewachsen und haben unsere Kapazitäten vergrößert. Der nächste Schritt ist der Ausbau unserer Vertriebskanäle national und international sowie weitere Gespräche mit Investoren. 

Hempions, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere Aufgabe ist es, mehr Menschen und Vertriebspartner von unseren Produkte zu begeistern und unser Produktportfolio weiter zu verbessern. Unser Ziel ist es, in fünf Jahren die ersten zweistelligen Millionen-Umsätze zu schreiben. Darüber hinaus haben wir uns zum Ziel gesetzt, Hanf-Lebensmittel massenfähig zu machen und einen flächendeckenden Vertrieb in Europa und Nordamerika zu erreichen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Warte nicht, an deinem eigenen Traum zu arbeiten, denn es gibt nichts erfüllenderes. Auch wenn du nur langsam beginnst, ist es besser als nichts zu tun. Ganz nach dem Motto: gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.

Gründen ist eine emotionale Achterbahnfahrt, und es wird schwieriger wie du es dir vorgestellt hast. Du wirst oft über das Aufhören nachdenken, dennoch lohnt es sich weiterzumachen.

Feedback und Tipps von anderen Gründern ersparen dir viel Zeit, Geld und Nerven. Scheue dich nicht davor, andere um Hilfe zu bitten, nur so kommst du weiter. 

Wir bedanken uns bei Florian und Fabian Braitsch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Impact und Wirtschaftlichkeit müssen sich nicht ausschließen

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LearnTech Hub Innovation-Hub

LearnTech Hub ist der Innovation-Hub für die Zukunft der Bildung und die Arbeitswelt von morgen

Stellen Sie sich und den LearnTech Hub doch kurz vor.

Der LearnTech Hub ist der Innovation-Hub für die Zukunft der Bildung und die Arbeitswelt von morgen. Wir wollen, dass sich hier Startups aus den Bereichen Edtech (Bildungstechnologie), HR-Tech und New Work, Unternehmen und Bildungseinrichtungen treffen und austauschen, um gemeinsam die technologischen Möglichkeiten der Bildung und Arbeitswelt zu nutzen und es jedem Menschen zu ermöglichen, durch vielfältige und individuelle Lern- und Arbeitswege einen Beitrag zur Gesellschaft von morgen leisten zu können. 

Wie viele Mitglieder hat der LearnTech Hub derzeit?

Aktuell sind es 40 Startups, 30 Netzwerk & Unternehmenspartner, bis Ende des Jahres werden es über 100 sein. 

Wie kam die Idee zustande? 

Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Bereiche Edtech und HR-Tech in Deutschland bisher ziemlich vernachlässigt worden. Und das obwohl es einen stark wachsenden Bedarf gibt. In Schulen und Hochschulen müssen wir uns ansehen, wie wir digitale Bildung und Skills vermitteln, die in diese Zeit oder sogar ins Morgen passen. Im Bereich der betrieblichen Weiterbildung ist es wichtig, dass wir neu Skills trainieren oder verlerntes wiederbeleben, Up- und Re-skilling also.

Das Stichwort: Lebenslanges Lernen, gerade im Hinblick auf den wachsenden Fachkräftemangel gibt es hier großen Handlungsbedarf. Noch größer ist der Bedarf auf globaler Ebene: Die Zahl der Lernenden, die in den kommenden Jahren weltweit Bedarf für weiterführende Ausbildungs- und Lernangebote haben, wird geradezu explodieren. Da in vielen Ländern aber bereits jetzt die Bildungssysteme an ihr Limit kommen, gibt es durch diese riesige Herausforderung für Edtech-Startups auch eine große Chance, gleichzeitig einen großen, stark wachsenden Markt zu adressieren und dabei neben dem Klimawandel eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre zu lösen.

Was ist das Ziel hinter der Idee?

Der LearnTech Hub wird zum „Place to be“ für Edtech-, HR-Tech- und New Work-Startups aus der DACH-Region und darüber hinaus zum europäischen Leuchtturm rund um die Themen Zukunft der Bildung und Arbeitswelt von morgen. Außerdem wollen wir Vorbild in der Zusammenarbeit zwischen Startups, Unternehmen und Bildungseinrichtungen sein – die Herausforderungen im Bereich der Bildung von morgen können nur gemeinsam gelöst werden. Dafür wollen wir die kreativsten Köpfe Europas in einem einzigartigen Umfeld zusammenbringen, jeder sollte jeden Tag die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Der LearnTech Hub ist eine Allianz verschiedener Partner: Initiiert wurde der LearnTech Hub durch das Innovations- und Startup-Zentrum Campus Founders, die auch eine Grundfinanzierung bereitstellen. Unter dem Dach des LearnTech Hub engagieren sich neben den Campus Founders weitere strategische Partner wie das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und die Technische Universität München, die mit eigenen Programmen und Projekten ein breites Angebot für Startups, Unternehmen oder Bildungseinrichtungen schaffen. Eines unserer Vorbilder ist für uns die Station F in Paris – unter einem Dach gibt es vielfältige, sich ergänzende Startup-Programme, Konzepte für Unternehmen und Bildungseinrichtungen: immer mit dem Fokus auf Bildung und Arbeit. Inzwischen werden auch erste Programme im Rahmen des LearnTech Hub durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert, während wir andere Programme durch Unternehmenspartnerschaften finanzieren.

Welche Zielgruppe wollt ihr mit dem LearnTech Hub erreichen?

Wenn wir die Zielgruppe des LearnTech Hub zusammenfassen müssten: Wir verbinden alle, die Innovationen im Bereich Bildung und Arbeit der Zukunft vorantreiben möchten. Konkret bedeutet das, dass wir auf der Startup-Seite alle Edtech-, HR-Tech- und New Work-Startups ansprechen. Von der Pre-Seed Phase bis zum Börsengang wollen wir die erste Anlaufstelle sein. Die verschiedenen Programme sind dann jeweils auf bestimmte Untergruppen ausgelegt. Beispielsweise bei unserem Fast-Track-Programm auf Startups aus der Seed und frühen Series A-Phase aus dem B2B-Segment. Auf Unternehmensseite sprechen wir das C-Level sowie die Bereiche HR, Learning & Development und Transformation an. Bei Bildungseinrichtungen fokussieren wir uns aktuell auf Hochschulen, wenn sich Schulen bei uns melden, verweisen wir gerne auf kompetente Partner wie Eduvation.

Erklären Sie bitte, was sie von anderen Anbietern unterscheidet. 

Wir verstehen uns als offener Hub und arbeiten daran, in Zukunft noch mehr Programme anbieten zu können. Wichtig ist uns, dass die Partner unsere Vision teilen und mit uns auf Augenhöhe agieren – das können wir nämlich am besten: wir verbinden die Stärken vieler sich ergänzender Partner und wollen dazu beitragen, aus einem eher fragmentierten Markt an Unterstützungsangeboten im Bereich von Bildungsinnovationen ein noch stärkeres und kohärenteres Ökosystem zu schaffen.

Wo sehen Sie den Hub in fünf Jahren?

Dann haben wir gemeinsam mit Partnern aus Bildung, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Politik, großen Unternehmen, Mittelständlern und Scale-Ups mit dem LearnTech Hub ein „Center of Gravity“ geschaffen, in dem wir eine Vielzahl von Startups, Unternehmen und Bildungseinrichtungen bei Innovationen für Bildung & Arbeit unterstützen. In fünf Jahren werden neben der DACH-Region auch viele Mitglieder aus ganz Europa im LearnTech Hub vertreten sein. Der Impact des LearnTech Hubs und seiner Mitglieder wird sich weit über Deutschland hinaus erstrecken und so für viele Menschen durch innovative Bildungs- und Arbeitswege neue Chancen eröffnen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist ein starkes Gründerteam. Die Aufgaben sind so vielfältig, dass es alleine schwierig ist, alle notwendigen Skills für die Anfangszeit mitzubringen. Gleichzeitig ist die psychische Belastung oft hoch. Dann ist ein Partner wichtig, mit dem man sich in schwierigen Zeiten austauschen kann – gleichzeitig ist die gegenseitige Motivation im Team ein wichtiger Faktor, der über Tiefpunkte hinweg hilft.

Die Arbeit im Startup ist oft sehr anstrengend und intensiv, um in schwierigen Momenten durchzuhalten hilft es, sich klarzumachen, welchen Impact man haben kann und warum man diesen Weg gewählt hat – gerade bei Edtech- und HR-Tech-Startups merkt man, dass diese besonders für ihre Ideen brennen. Impact und Wirtschaftlichkeit müssen sich nicht ausschließen. Viele erfolgreiche Startups verfolgen eine gesellschaftliche Mission, die gleichzeitig einen großen Bedarf erfüllt, der es ermöglicht, das Geschäftsmodell auf Wachstum und Skalierung auszurichten und so langfristig neben dem gesellschaftlichen Impact auch wirtschaftlich sehr erfolgreich zu sein.

Wir bedanken uns bei Fabian Klein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Blickt über euren Tellerrand hinaus

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fusion campus accelerator gaming Stefanie Waschk

Stefanie Waschk vom Fusion Campus Accelerator für Startups im Gaming Bereich im Interview

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern kurz vor

Hallo, ich bin Stefanie Waschk, Geschäftsführende Gesellschafterin von Fusion Campus und mittlerweile seit mehr als 20 Jahren in der Games Branche und an der Schnittstelle zu anderen Branchen tätig. Ich habe Fusion Campus 2021 zusammen mit Ubisoft Blue Byte und Gladstone Capital gegründet. Wir bringen Gaming-Knowhow in andere Branchen: Games sind unsere Leidenschaft, Games sind Emotion, Games sind (technische) Innovation und Games involvieren. Diese Mehrwerte auch in anderen Wirtschaftszweigen gewinnbringend und nachhaltig einzusetzen, haben wir uns zur Aufgabe gemacht. Dabei setzen wir auf Technologien, Methoden, Mechanismen und Didaktiken aus der Games-Industrie und verbinden diese lösungsorientiert mit den individuellen Zielen der Unternehmen. 

Stellen Sie uns und unseren Lesern den Fusion Campus Accelerator kurz vor!

Der Fusion Campus Accelerator ist ein Startup-Programm für Gründungsteams mit innovativen Lösungsideen, die sich Methoden, Know-how oder Technologien aus dem Bereich Gaming bedienen. In einem rund fünfmonatigen Programm erwarten die Startups Workshops, individuelles Mentoring, Networking-Events und ein Startbudget von 5.000€ zur Weiterentwicklung ihres Projekts. Die Teams können sich mit Gründungs- und Games-Expert:innen austauschen, werden mit Unternehmenspartnern zusammengebracht und können so wertvolles Feedback für die Produktentwicklung und ihr Unternehmen sammeln. Auf dem Demo Day darf sich das Gewinnerteam des Batchs zudem über eine Siegprämie von 20.000€ freuen. Fusion Campus und damit auch der Accelerator werden gefördert durch das Land NRW. Offizieller Partner ist die Wirtschaftsförderung Düsseldorf.

Welche Startups können sich bewerben?

Die Bewerbung steht sowohl Gründungsteams offen, die auf dem Bereich Gaming kommen und ihre innovativen Lösungen zukünftig auch Unternehmen anderer Branchen zugänglich machen wollen, als auch Startups aus anderen Branchen, die sich bei ihren Geschäftsideen Methoden, Know-how oder Technologien aus dem Bereich Gaming bedienen (z.B. Gamification, Serious Games, AR-, XR- und VR-Technologien). Fokus des Accelerators sind die Förderung von Startups in der Early Stage oder späten Pre-Seed Phase, die kurz vor oder kurz nach ihrer Gründung stehen.

Wie können sich Startups bewerben?

Vor der Bewerbung führen die Teams zunächst ein Kennenlerngespräch mit der Acceleratormanagerin Sophie Roth. Danach können sie ihre ausgefüllten Bewerbungsunterlagen (ein Formular mit verschiedenen Fragen zum Startup sowie zur Geschäftsidee und ihr Pitchdeck) an uns senden. 

Wie läuft das dann ab?

Die Bewerbungsunterlagen werden zunächst formell geprüft und dann trifft eine unabhängige Fachjury (darunter verschiedene Games- und Gründungsexpert:innen) zunächst eine Vorauswahl von 10 Startups. Diese Teams werden zu einem Live-Pitch vor der Jury geladen, die dann auch über die finalen fünf Accelerator-Teams entscheidet.

Was unterscheidet Sie von anderen Acceleratoren?

Als Schnittstelle zwischen der Games-Branche und anderen Wirtschaftszweigen bietet Fusion Campus Startups mit dem Accelerator-Programm die einzigartige Möglichkeit, neben der Unterstützung bei klassischen Gründungsthemen auf das Know-how von Games-Expert:innen zurückzugreifen und innovative Methoden und Technologien aus dem digitalen Spielebereich in ihrem Geschäftsfeld außerhalb des Gamings einzusetzen. Zudem matchen wir die Teams nicht im Gießkannen-Prinzip, sondern dediziert mit passenden Unternehmenspartnern, wovon beide Seiten profitieren.

Gibt es den richtigen Zeitpunkt, um ein Startup zu gründen?

Am besten noch dieses Jahr– dann könnt ihr euch direkt auch für unseren nächsten Batch bewerben 

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Stefanie Waschk aus?

Neben dem ganz normalen “Startup-Wahnsinn”, den wohl alle Unternehmer:innen in der Anfangsphase kennen (viel Arbeit, wenig Schlaf), haben viele Arbeitstage etwas von “Sendung mit der Maus für Erwachsene”: Ich bekomme sehr tiefe Einblicke in unterschiedlichste Unternehmen und das ist wahnsinnig spannend. Mich fasziniert es nach wie vor, wie einfallsreiche Köpfe aus den beiden so unterschiedlichen Welten mit verschiedenen Mindsets gemeinsam kreativ werden und dabei so geniale Lösungen für die Wirtschaft entstehen.

Im Vergleich zur internationalen Startup Szene wie sehen Sie die deutsche Startup Szene?

Sie wird leider noch häufig unterschätzt: Obwohl es eine niedrigere Gründungsquote im Vergleich zu anderen Ländern gibt, können sich diese Startup-Gründer wesentlich besser etablierten. Demzufolge konnten sich viele junge deutsche Startups rasant entwickeln. Auch die Gründer:innen im Fusion Campus Accelerator aus Düsseldorf, Köln, Hamburg, Berlin und München haben uns gezeigt, dass es in ganz Deutschland vielversprechende Startups gibt. Deutschland ist nicht nur das Land der Erfinder und Ingenieure, sondern mittlerweile auch ein Top-Gründerland. Gerade die Kombination aus klassischer Industrie und innovativen Startups hat maximales Potential für Innovationen. Deshalb ist es kein unrealistisches Ziel Deutschland zu einem führenden Standort für Cross-Innovation aus der Gaming Industrie auszubauen.  

Welches sind die größten Fehler junger Gründer?

Viele Gründer:innen bringen sehr gute Ideen mit, entwickeln ihre Probleme aber nicht nahe genug am Kunden. Beim Thema Nutzerorientierung kann man viel von der Gamesbranche lernen. Hier heißt es: Was nicht gefällt, was nicht verstanden wird, wird nicht gespielt – ergo nicht gekauft. Aus diesem Grund möchten wir Startups im Fusion Campus Accelerator auch die Möglichkeit bieten, sich von Unternehmenspartnern – also potentiellen B2B-Kunden – Feedback zur Produktentwicklung zu holen.

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?

Blickt über euren Tellerrand hinaus: Von anderen Branchen, Startups und Menschen kann man viel lernen.

Nutzt die Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten, die euch geboten werden.

Um es (adaptiert) mit Thorsten Dirks Worten zu sagen: Wenn man einen Sch**ßprozess gamifiziert, dann hat man einen sch**ß gamifizierten Prozess. Badges und Highscores alleine schaffen (noch) kein motivierendes, involvierendes und nachhaltiges Erlebnis.

Wir bedanken uns bei Stefanie Waschk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Challenged euch oder sucht euch Challenges mit/von Anderen

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TUKEA bequemer BH ohne Bügel

TUKEA bequemer BH ohne Bügel und vor allem ohne Oma-Look

Stellen Sie sich und das Startup TUKEA doch kurz unseren Lesern vor! Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Juliane (37 Jahre) war selbst lange auf der Suche nach dem perfekten BH. „Nach meiner Schwangerschaft wollte ich auf den Komfort von Soft-BHs ohne Bügel nicht mehr verzichten und suchte etwas ähnlich Bequemes – allerdings ohne Oma-Look.“ Fündig wird sie nicht. Und weil es fast allen Frauen, mit denen sie darüber spricht, ähnlich geht, entscheidet sie: „Dann mache ich ihn eben selbst, den perfekten BH.“  TUKEA entsteht, als Juliane auf Modedesignerin Louise Unger (31 Jahre) trifft. „Genau wie Juliane war auch ich auf der Suche. Auf der Suche nach nachhaltiger Unterwäsche, die sexy ist.“

Was war bei der Gründung von TUKEA die größte Herausforderung?

Wie bei jedem Startup stehen wir vor vielen Herausforderungen, die gemeistert werden wollen. Ein großes Thema sind die Mindestbestellmengen der Lieferanten, als kleines Unternehmen ist es schwierig, diese zu erfüllen. 

Unsere größte Herausforderung: uns als Team zu finden, haben wir eher zufällig hinbekommen. Wir sind uns ohne aktiv zu suchen in einem Workshop begegnet und haben schnell gemerkt, wie gut unsere Vision und unsere Werte zusammen passen.

Momentan ist unsere Crowdfunding Kampagne eine große Herausforderung, vor allem auch emotional – werden wir unser Ziel erreichen und somit die erste Produktionslinie beginnen können? Da wir zu zweit sind, können wir uns immer wieder gegenseitig aufbauen, aufmuntern und zurück in die Realität holen.  

Und die sieht gut aus.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man sollte es sogar! Wir können nur jedem raten, einfach anzufangen, auch wenn man selbst es noch nicht für perfekt hält. . Denn es geht nicht darum gut vorbereitet zu sein und alles richtig zu machen, sondern zu lernen wie eine Unternehmerin zu denken. Und das heißt flexibel sein, Chancen zu erkennen und diese auch zu nutzen. Man sollte nicht alle Aufmerksamkeit nach Innen richten, sondern sich vielmehr umschauen und auf seine Umgebung reagieren. Das Produkt  oder der Service wird sich mit der Zeit sowieso  noch weiterentwickeln und es ist wichtig, so früh wie möglich mit den Kund*innen zu interagieren und das Produkt dann nach und nach zu verbessern. Wir arbeiten sehr stark nach der Devise “Better done than perfect”, sonst verpasst man einfach zu viele Chancen.

Welche Vision steckt hinter TUKEA?

Wir wollen einen BH entwickeln, mit dem wir den Unterwäsche-Markt revolutionieren. Bei uns dürfen Brüste sein, wie sie sind. Wir wollen mit unserer Unterwäsche  Frauen empowern – denn der Tag fängt mit der Unterwäsche  an und  wir wissen wohl alle wie ätzend schlecht sitzende Unterwäsche ist. Wir möchten es einfach machen, schöne UND bequeme Wäsche zu finden. Das diese dann auch noch nachhaltig und fair in Europa produziert ist, ist für uns selbstverständlich.

Wer ist die Zielgruppe von TUKEA?

In unserer TUKEA welt sind alle willkommen, die Brüste haben und sich mit nachhaltiger und gut sitzender Unterwäsche sexy fühlen wollen. 

Den Anfang machen wir für größere Oberweiten, weil wir dort den dringendsten Bedarf sehen. Jedoch planen bereits auch kleinen Größen nachhaltige Unterwäsche zu bieten. Denn das Angebot deckt nicht annähernd den Bedarf ab. Bei uns gibt es keine Altersbeschränkung, man muss nur Brüste mitbringen.

BHs in großen Größen gibt es kaum ohne Bügel, oft nur für die Zielgruppe 50+ und so gut wie nie nachhaltig produziert, das ändern wir nun.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf den ersten Blick bietet der Wäschemarkt BHs für jeden Geschmack und jede Größe. Doch sieht man genauer hin, wird klar: Das Angebot deckt nicht annähernd den Bedarf ab. Große Größen gibt es entweder mit Bügel – oder mit zu wenig Halt, meistens im Oma-Look und kaum nachhaltig produziert. Unser BH ist gemacht für große Größen, er bietet perfekte Unterstützung, ist bequem UND sexy und außerdem nachhaltig produziert.

In der Industrie werden BHs für kleine Größen entworfen, für die großen Größen wird dann einfach hochskaliert. Weil ein BH für große Größen aber viel mehr leisten muss, funktioniert das nicht. Unseren Schnitt haben wir direkt für große Größen entworfen. Nur so kann ein BH entstehen, der wirklich passt – der das Gewicht der Brust trägt, ohne zu drücken, einzuschneiden oder auszuleiern.“

TUKEA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden mit TUKEA zunächst nachhaltige Unterwäsche für alle Größen etablieren. Doch mit nachhaltiger Wäsche soll nicht Schluss sein, wir werden nach und nach unser Sortiment ausweiten um somit wirklich gute und durchdachte, nachhaltige Produkte anzubieten. Wir arbeiten dabei sehr eng mit unserer Community zusammen und lassen die Bedürfnisse und Wünsche in die jeweiligen Produktentwicklungen mit einfließen. So entstehen Produkte, die wirklich gewollt werden. Da wir ein gesundes Wachstum anstreben, sehen wir uns in fünf Jahren als etablierte Love Brand für nachhaltige Unterwäsche und mit einer aktiven Boobs-Community.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Macht es zu eurem Hobby eure Komfortzone zu verlassen. Fühlt ihr euch noch nicht bereit genug euch bei Social Media zu präsentieren? Dann macht dennoch genau das!! Challenged euch oder sucht euch Challenges mit/von Anderen. Nichts lässt einen besser, gesünder und schneller über sich hinauswachsen als seine Komfortzone stetig zu erweitern. Ihr werdet so stolz und happy sein.

Wartet nicht ab, bis euer Produkt perfekt ist, sondern geht raus auf den Markt. Es gibt nichts  schlimmeres als das perfekte Produkt – nur leider völlig an  den Kund*innen vorbei entwickelt. 

Ganz wichtig: Habt Spaß an dem was ihr tut! Tauscht euch aus und baut euch ein Netzwerk  auf! Gründen ist erstmal einsam, daher sucht eure Teampartner so aus, dass ihr Misserfolge gemeinsam aufarbeitet und  Erfolge gemeinsam feiern könnt! Und baut euch ein Netzwerk auf, das ist wirklich unersetzlich und hat uns bereits so oft helfen können, sei es mit Tipps zu  Lieferant*innen oder Erfahrungsaustausch!

Wir bedanken uns bei Juliane Bock für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sprich mit deinen Usern

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codum coding-buddy

Codum verbindet (angehende) Programmierer:innen weltweit mit einem Coding-Buddy

Stellen Sie sich und das Startup Codum doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Isabella Hoesch, ich bin im Münchner Süden in Schäftlarn aufgewachsen. Nach dem Abitur bin ich fürs Studium ins Ausland gegangen und für den ersten Job in San Francisco geblieben. Die erste Berufserfahrung habe ich als Junior in einem Behavioural Data Science-Team eines Fintech Startups im Silicon Valley gesammelt. Dafür habe ich mir das Programmieren zum Teil selbst beibringen müssen. 

2020, pünktlich zu Corona, bin ich dann nach München gezogen und von FinTech zu LegalTech gewechselt – beim Startup Captain Frank. 

Als mir immer klarer wurde, dass ich selber gründen möchte, musste ich einsehen, dass man basic Programmier-Skills, vor allem im Bereich Web Development, heutzutage einfach braucht. Deswegen entschied ich mich dafür, ein Web Development Bootcamp bei Le Wagon zu absolvieren und lernte dort richtig wertvolle Dinge für meine Unternehmung. 

Auch wenn man nicht Entwickler:in werden will: Basis-Skills im Programmieren machen dir und den Entwicklern, mit denen du arbeitest, das Leben leichter. Das gilt nicht nur für Gründer, sondern auch zum Beispiel für Produktmanager:innen oder Designer:innen. 

Meine Plattform Codum verbindet (angehende) Programmierer:innen weltweit mit einem Coding-Buddy für kollaboratives Lernen und Project-Building.

Es ist eine Plattform für Karriere-Wechsler, die sich selbstständig das Programmieren beibringen und letztendlich einen Job im Tech-Bereich finden wollen. Um dem einsamen und oft frustrierendem Self-Teaching Abhilfe zu verschaffen, matcht Codum Lernende nach Lernziel und Programmiersprachen. Unsere Coding-Buddies arbeiten auf verschiedene Arten miteinander. Die einen fangen ihren allerersten Kurs gemeinsam an, während andere gemeinsam Projekte fürs Portfolio bauen oder sich auf technische Interviews vorbereiten.
Besonders spannend ist, dass sich aktuell eigene Codum-Communities in Ländern wie Nigeria und Zimbabwe bilden. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Dass ich irgendwann mal gründe, war nie aus der Welt. Aber ich wollte nie nur des Gründers wegen etwas starten. Es muss da schon wirklich ein Problem geben, das man angehen kann und wo man selbst einen Mehrwert liefern kann. 

Ich bin schon immer mehr ‘Startup’-, weniger ‘Corporate’-Mensch. Als drittes von fünf Kindern, also als Doppel-Mittelkind, wollte ich Dinge anders machen, als der Rest. Damit hat es vielleicht auch ein bisschen zu tun.  Gründen ist eine spannende Herausforderung! Mir gefällt der Gedanke, gute Ideen umzusetzen und voll hinter dem zu stehen, was man tut und zu wissen, warum man es tut.

Ich habe zwei Dinge bemerkt, zuallererst an mir selbst: A) wie viele Menschen mit ihrer Motivation und Disziplin, dem inneren Schweinehund, kämpfen, wenn es um Self-Teaching mit Online-Ressourcen geht – und B) auf der anderen Seite, wie gefragt Tech-Talente sind. Damit war mir recht schnell klar, dass ich da einen Mehrwert schaffen kann.

Codum ist tatsächlich aus einem Eigenproblem entstanden. Ich habe viel mithilfe von Online-Ressourcen selbstständig gelernt und programmiert. Ich habe selbst gemerkt, wie schwierig das sein kann. Damit meinen Zielen in Sachen Programmieren nicht das gleiche Schicksal blüht, wie den meisten Neujahresvorsätzen, wusste ich: ich muss mich mit Menschen mit ähnlichen Interessen und Zielen umgeben. Ich muss das Gruppenmomentum nutzen.  

Ganz am Anfang habe ich in einer Online-Coding-Community für Frauen einen Post darüber gemacht: “Suche buddy für Pair-Programming, weil alleine = lonely&frustrating&inefficient, wer hat lust?”. Schwupps, hatten sich etliche Programmiererinnen gemeldet – offensichtlich war ich nicht die einzige.

Daraufhin habe ich zusammen mit meinem Buddy einen Matching-Algorithmus geschrieben und – zack – hatten wir 300 Frauen aus aller Welt gematcht, die wirklich coole Projekte gemeinsam gebaut haben. So kam die Idee auf, das ganze etwas professioneller aufzusetzen und für jeden und jede anzubieten.

Was war bei der Gründung von Codum die größte Herausforderung?

Während Corona alleine zu gründen. Ironischerweise habe ich alleine gegründet. Codums Message ist ja, dass man gemeinsam stärker ist. Und das stimmt natürlich auch beim Aufbau einer Firma. Aber passende Mitgründer:innen zu finden ist nicht einfach. Man sagt nicht ohne Grund: Co-gründen ist wie eine Ehe, da sollte der/die Partner/in schon passen. Corona hat das Ganze noch erschwert. Man kann zwar alleine auch vieles schaffen. Allerdings braucht es viel mehr Zeit, Geduld und Nerven.

Inzwischen habe ich eine super Geschäftspartnerin: meine Schwester Tatjana. Sie war eine von Codums ersten Nutzerinnen, war also von Anfang an dabei und steigt demnächst voll mit ein – nachdem auch sie das Le Wagon Bootcamp abgeschlossen hat!

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

“Perfekt” gibt es meiner Meinung nach nur als Zeitform! Wenn ich den Anspruch habe, dass etwas perfekt – also fertig und nicht verbesserbar sein muss, dann verschwende ich entweder wahnsinnig viel Zeit und Ressourcen, um im Zweifelsfall etwas herzustellen, was meine User garnicht brauchen, oder ich fange nie an, weil ich denke, dass es nicht gut genug ist.

Meine Best Practice sieht stattdessen so aus: Stell’ deinen Usern etwas Minimales hin, frag sie nach Feedback, verbessere dein Produkt, frag wieder nach Feedback und wiederhole das Ganze. Ja, ich bin Verfechterin des Lean-Startup-Prinzips. Bezieh’ deine User mit ein. So stellst du sicher, dass du nicht am Markt vorbei entwickelst. 

Unsere Website ist aktuell als Betaversion live. Unsere User wissen: Es ist ein Prototyp, deswegen verzeihen sie uns Bugs. Vielmehr helfen sie uns, neue Verbesserungen und Features zu konzeptualisieren, indem sie teilhaben und Feedback geben. 

Welche Vision steckt hinter Codum?

Die Go-To-Platform für Karrierewechsler:innen im Techbereich zu werden. Egal, was du gelernt hast; egal, wie alt du bist oder wo du geboren bist – jeder und jede kann programmieren lernen und einen Job in der Technologiebranche landen. Dabei unterstützen wir unsere User.

Wer ist die Zielgruppe von Codum?

Motivierte und lernhungrige Menschen weltweit, die sich mit Hilfe von Online-Ressourcen Programmieren selber beibringen. Das sind meist entweder Anfänger:innen, die ihren allerersten Kurs machen wollen oder Fortgeschrittene, die sich auf ihren ersten “Job in Tech” vorbereiten.

Nutzer:innen sind zum Beispiel eine ehemalige Bankerin, ein Musiker oder Lehrer in Finnland, den USA oder in Nigeria. Unsere Zielgruppe ist sehr divers, aber was sie vereint, ist die Motivation zu Lernen. 

Wie funktioniert Codum? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Codum ist aktuell eine reine Matchmaking-Plattform, auf der User mit einem sogenannten Accountability-Partner, also Coding-Buddy, fürs gemeinsame Lernen und Programmieren gematcht werden. Was danach kommt sind zehn Wochen gemeinsames Lernen oder an einem Projekt arbeiten. 

Wir sind also kein weiterer Kursanbieter und keine Academy, wir bieten keine eigenen Kursinhalte an. Zugang zu qualitativen Lernmaterialien bekommen unsere Nutzer:innen über unsere Partnerschaften mit Bootcamps und unsere Sammlung an gratis Online-Ressourcen.

Codum, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir legen gerade erst los. Aktuell haben wir einen Prototypen, seit Februar sind wir damit live. Es haben sich über eintausend Nutzer:innen aus der ganzen Welt in wenigen Wochen auf unserer Plattform angemeldet.

Im Beriech New Learning und Tech Talent ist wahnsinnig viel los. Es gibt viele Wege, die man einschlagen kann. Gerade lernen wir viel von unseren Usern – und konzeptualisieren so unsere nächsten Schritte.

Generell kann ich aber verraten: die User soll die Plattform nichts bis wenig kosten. User zahlen mit Motivation und Engagement. Und das soll sich für sie auszahlen. Denn Tech Talent lockt natürlich Tech Talent-Recruiter an. Wir möchten unseren Usern visibility – also Sichtbarkeit – und Recruitern Zugang zu Talenten geben. 

Wir beginnen bald mit der Suche nach passenden Business Angeln, die sich mit Codums Vision und Mission identifizieren und sich in dieser spannenden Phase einen Platz in der ersten Reihe sichern wollen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Dinge ausprobieren. Im schlimmsten Fall hast du was gelernt.

Mit anderen Gründer:innen umgeben! 

Sprich mit deinen Usern. Sie wissen am besten, was sie brauchen.

Wir bedanken uns bei Isabella Hoesch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Suche die Discomfort-Zone und arbeite an deiner dicken Haut

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synctive abo modelle im maschinenbau

Synctive: Management-Software für Abo-Modelle im Maschinenbau

Stellen Sie sich und das Startup Synctive doch kurz unseren Leser*innen vor!

Unser IoT-Startup Synctive wurde 2021 von Manuel Rüsing, Alexander Wunder und mir, Albert Gorlick, in Bielefeld gegründet und hat eine Management-Software für Abo-Modelle im Maschinenbau entwickelt, die sämtliche Informationen und Geschäftsprozesse zentral an einem Ort bündelt. Mit Synctive wollen wir eine Win-Win-Situation für die deutsche Industrie schaffen. Nicht nur Maschinenhersteller können ihre Geschäftsfelder erweitern und ihre Margen erhöhen, auch deren Kunden, zum Beispiel kleine und mittlere Unternehmen, profitieren von diesem flexiblen Abo-Modell. Statt hoher einmaliger Investitionen beim Kauf einer Maschine, zahlen sie flexibel für die Maschinenverfügbarkeit und koppeln so ihre Kosten an den Umsatz. Um ihr Abo-Modell effektiv zu managen, benötigen Maschinenhersteller jedoch ein System, dass die Prozesse und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen optimal unterstützt. Mit Synctive nehmen wir die Komplexität und helfen bei der Steuerung und Automatisierung wesentlicher Prozesse. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Durch vielfältige Erfahrungen im und um den Maschinenbau herum, haben wir erkannt, dass Produktinnovation nicht mehr der alleinige Schlüssel zum langfristigen Erfolg sein kann. Die Synctive-Lösung soll dazu beitragen, jedem Maschinenhersteller die Geschäftsmodell-Innovation zu ermöglichen. Für uns alle gilt: Wir haben Lust etwas wirklich Großes aufzubauen, das einen wirtschaftlichen Impact hat. Diese Möglichkeit sehen wir und investieren unsere komplette Arbeit, Zeit und Leidenschaft.

Welche Vision steckt hinter Synctive?

Wir helfen Unternehmen der Industrie dabei relevant zu bleiben, indem wir die notwendige Transformation des Geschäftsmodells im Maschinenbau ermöglichen. Es geht um den Maschinenbau 2.0, also die Entwicklung zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen Maschinenhersteller und Maschinenbetreiber. Wir befinden uns heute an einem entscheidenden Punkt in Richtung flexiblerer Geschäftsmodelle: Maschinennutzer wollen ihre Cashflow-Ströme vorhersehbarer und krisenfester machen. Die Technologie, die Maschinen miteinander verbindet, hat Equipment-as-a-Service-Modelle endlich zu einer realistischen und sinnvollen Option gemacht. „Netflix für die Industrie 4.0“ wird sich durchsetzen und die traditionellen Verkaufs-, Leasing- und Mietmodelle ergänzen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

In unserem Fall war es besonders wichtig, den richtigen Point of Departure zu finden – also was verändert sich im Markt, warum verändert es sich und welche Lösung wird akut und in Zukunft benötigt.

Finanziert haben wir uns über Förderprogramme zur Existenzgründung und erste Kundenumsätze. Mit der kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde mit Capnamic als Lead-Investor nehmen wir erstmalig bewusst externes Geld auf, um den weiteren Ausbau des Teams, der Lösung und das Wachstum zu beschleunigen.

Wir haben große, ambitionierte Ziele und haben dafür nun entschlossene und starke Partner an unserer Seite. 

Wer ist die Zielgruppe von Synctive?

Synctive arbeitet mit Kunden aus verschiedensten Bereichen des Maschinenbaus. Dazu zählen Hersteller von Maschinen für die Logistik, Baubranche, Metallverarbeitung, Lebensmittelindustrie und vielen mehr. Grundsätzlich ist jedes Unternehmen für uns interessant, das Maschinen herstellt hat. Das ist einzigartig! 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Dank der All-in-One Lösung von Synctive kann jeder Maschinenhersteller den Schritt zum nutzungsbasierten Equipment-as-a-Service-Geschäftsmodell schnell und einfach schaffen: und das ohne eine komplexe, langwierige und kostspielige Integration verschiedener Softwarelösungen. 

Wo geht der Weg von Synctive hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ziel ist es, Synctive als Synonym für das Management von Abo-Modellen im Maschinenbau zu etablieren – ähnlich wie es SAP für ERP-Systeme geschafft hat. Auf dem Weg dorthin wird das Managementsystem der zentrale Baustein sein, um den ein Ökosystem herum geschaffen wird, dass die Einführung, Operationalisierung, Finanzierung und Absicherung von Maschinen-Abos ermöglicht.

In fünf Jahren wollen wir 150 bis 200 Mitarbeitende in Standorten in Deutschland, Europa und den USA haben. Besonders USA ist als Markt unfassbar spannend, weil dort das flexible Service-Mindset tief in der Business-Kultur verankert ist. Wir glauben an ein starkes Wachstum und damit sind wir nicht alleine. McKinsey ist sich sicher, dass 65% der Maschinenbauer im Jahr 2025 EaaS-Modelle anbieten werden. Der Markt wächst gerade jährlich um 35% – diesen Aufschwung wollen wir voll mitnehmen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfach machen: Sobald eine Geschäftsidee vorhanden ist, sollte sie schnellstmöglich am Markt mit echten Kunden getestet werden. Es geht um Geschwindigkeit und Ehrlichkeit mit sich selbst und der Idee. Das Feedback des Kunden ist Gold wert. Es kann dabei helfen, die anfängliche Idee zu konkretisieren oder zu verwerfen. Dennoch immer an Henry Ford denken: „Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.“

Reflexion und Ehrlichkeit: Der Gründer-Alltag ist schnelllebig, es passieren sehr viele Dinge parallel und man entwickelt sich als Mensch unheimlich schnell weiter. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, um Geschehnisse, Gespräche, Höhen und Tiefen zu reflektieren und konstant mit sich selbst und anderen offen, ehrlich und transparent umzugehen. Hilfreich sind hier persönliche Mentoren, erfahrene Menschen und Experten, die dir helfen können, Pläne und Gedanken zu hinterfragen.

Suche die Discomfort-Zone und arbeite an deiner dicken Haut: Der wiederholte Sprung in ungewohnte Situationen und Umfelder hilft dir dabei, über dich hinaus zu wachsen und eine steile Lernkurve zu durchlaufen. Ein netter Nebeneffekt: Du entwickelst eine Resilienz, die dich durch das Auf-und-Ab des Gründertums bringt. Gründen sollte als eine Alles-oder-Nichts, eine jetzt-oder-nie-Entscheidung gesehen werden. Selten gibt es den einen perfekten Zeitpunkt.

Wir bedanken uns bei Albert Gorlick für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fokus auf das wesentlich Angebot

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AdsMasters Full-Service-Agentur Amazon

AdsMasters: Full-Service-Agentur spezialisiert auf den Verkauf auf Amazon

Stellen Sie sich und das Startup AdsMasters doch kurz unseren Lesern vor!

Wir von AdsMasters sind eine Full-Service-Agentur, spezialisiert auf den Verkauf auf Amazon. Aktuell betreuen wir 25 Marken & Hersteller im Monat beim Verkauf auf Amazon. Gestarten sind wir im Jahre 2017/2018 und sind aktuell ein Team von 4 Leuten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vor dem initialen Start erhielten wir bereits viele Anfragen aus dem Bekanntenkreis, bezüglich der Betreuung beim Verkauf auf Amazon. Wir selber waren auch eCommerce-Händler im Zeitraum 2013-2017 und konnten so aus eigener Erfahrung berichten, wie es ist auf Amazon aktiv zu verkaufen.

Welche Vision steckt hinter AdsMasters?

AdsMasters ist der Verkaufspartner für ambitionierte Marken & Hersteller für den Marktplatz Amazon. Aktuell verwalten wir ca. 3 Millionen € Werbebudget pro Jahr, bis zum Jahr 2027 wollen wir das verwaltete Werbebudget auf min. 20 Mio € pro Jahr erhöhen. Gleichzeitig wollen wir den von uns aktiv verwalteten eCommerce-Umsatz von 53 Mio€ (2021) auf 300 Mio. € im Jahr 2027 steigern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Fokussierung auf ein Thema ist besonders schwer, insbesondere wenn viele Anfragen generiert werden, die sich auf andere Themenbereiche beziehen, die fachlich ebenfalls abgedeckt werden können. In der Anfangszeit waren wir eine eCommerce-Full-Service-Agentur, wir haben Online-Shops aufgebaut, Google Ads-Kampagnen und Facebook-Kampagnen geschaltet. Wir haben alles für slle gemacht, dies haben wir im Jahre 2021 dann aktiv beendet und fokussieren uns nun ausschließlich auf den Marktplatz Amazon.

Wer ist die Zielgruppe von AdsMasters?

Unsere Zielgruppe lässt sich in drei Untergruppen unterteilen:

  1. Online-Pure-Player mit einem min. Jahresumsatz von 2 Mio €
  2. Marken aus dem stationären Handel, die nun auf Amazon durchstarten wollen
  3. Großunternehmen und Konzerne, die eine Amazon-Strategie und deren Umsetzung benötigen.

Wie funktioniert AdsMasters? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

AdsMasters ist nur die Firmenbezeichnung, unser Außenauftritt läuft auf Tobias Dziuba. Wir sind daher die persönliche Amazon Agentur mit “Skin in the Game”! Neben der persönlichen Komponente, liegt ein weiterer Vorteil in unserer Inhouse-Tech-Lösung. Wir haben unser eigenes Amazon-Advertising-Tool gebaut mit denen wir Kampagnen optimieren, erstellen sowie auswerten, genau nach unseren Vorstellungen. 

AdsMasters, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren verwalten wir über 300 Mio. € Umsatz und betreuen ca. 20 Mio € Werbeausgaben auf Amazon. Neben unseren Standort in Düsseldorf eröffnen wir auch ein Büro in den USA.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Fokus auf das wesentlich Angebot, auch wenn es kurzfristig heißen sollte auf Umsatz zu verzichten.
  2. Sparsam aushalten: Gerade am Anfang heißt es “Cash is King” unnötige Kosten sollten gemieden werden.
  3. Akzeptanz für schwierige Zeiten: Es ist vollkommen normal, dass es nicht immer bergauf geht, damit sollte jeder Gründer rechnen und sich mental und geschäftlich darauf vorbereiten. 

Wir bedanken uns bei Tobias Dziuba für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: AdsMasters

Kontakt:

AdsMasters GmbH
Tobias Dziuba
Oerath 128b
D-41812 Erkelenz

https://tobias-dziuba.de/
hallo@tobias-dziuba.de

Ansprechpartner: Tobias Dziuba

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