Donnerstag, April 3, 2025
Start Blog Seite 256

Viel mit Kunden sprechen!

0
Lendis hybrides Arbeiten Arbeitsplatz

Lendis intelligentes Tool für hybrides Arbeiten – hybrider Arbeitsplatz

Stellen Sie sich und das Startup Lendis doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind das Berliner Start-up Lendis und haben ein intelligentes Tool für hybrides Arbeiten entwickelt: Eine B2B-Softwarelösung, mit der Unternehmen ihr Arbeitsequipment von Laptop mit Software bis zum Bürostuhl mieten und digital verwalten können. So bieten wir eine Komplettlösung für den hybriden Arbeitsplatz und unterstützen so Unternehmen in der sonst oft komplizierten und zeitraubenden Organisation der Arbeitsplatzausstattung – insbesondere in Zeiten hybrider Arbeit und Mitarbeitern, die an den verschiedensten Orten außerhalb des klassischen Büros arbeiten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Stavros und ich kennen uns seit unserer gemeinsamen Zeit an der WHU – Otto Beisheim School of Management und der Boston Consulting Group. Als wir dort gemeinsam bei Kunden vor Ort gearbeitet haben, haben wir festgestellt, wie aufwendig und kompliziert alle Prozesse rund um die Ausstattung von Mitarbeitenden sind. Es werden unglaublich viele Ressourcen für das Thema Büro- und Mitarbeitendenausstattung eingesetzt – ein Thema, das nichts mit der Wertschöpfung und der Kernkompetenz vieler Unternehmen zu tun hat. Kaum ein anderer Prozess in Unternehmen läuft heute noch so analog ab wie die Bereitstellung und Verwaltung von Büroausstattung. Wir wussten, wir wollen das ändern. 

Angetrieben von dieser Beobachtung und diesem Gedanken haben wir dann Lendis gegründet. Gerade mit der Pandemie wurde die Komplexität und der Aufwand verbunden mit der Ausstattung von Mitarbeitenden in Unternehmen noch größer: in Zeiten von Hybrid-Work müssen die Mitarbeitenden nicht nur an einem Ort, also im Büro, sondern an ganz vielen Orten, wie zum Beispiel auch im Homeoffice einsatzfähig gemacht werden. Dadurch wird die Koordination aufseiten des Unternehmens um ein vielfaches komplexer. Wir haben daher angefangen, über unsere ursprüngliche Idee hinauszudenken und haben gemeinsam mit unseren Kund*innen eine Software-Lösung entwickelt, die diese Herausforderung löst: die Lendis-Plattform bietet unseren Kund*innen eine “One-Stop-Shop-Möglichkeit”, die komplette Ausstattung ihrer Mitarbeiter einfach und digital abzubilden – unabhängig vom Arbeitsort des Mitarbeiters und das ganze in einem monatlich kündbaren Abo-Modell. 

Vereinfacht gesagt: Das Unternehmen definiert die Produktpalette, Mitarbeitende oder Führungskräfte können ihre gewünschten Produkte dann anhand der vorgegebenen Unternehmensrichtlinien selbst bestellen, und Lendis übernimmt dann alle operativen Aufgaben wie Lieferung, Montage, Support, Umtausch und Rückgabe.

Welche Vision steckt hinter Lendis? 

Die hybride Arbeitswelt ist hier, um zu bleiben. Deshalb wollen wir  Unternehmen mit unserer Lösung dabei helfen, Remote-Arbeitsplätze für ihre gesamte Belegschaft digital aufzusetzen und zu verwalten – und das in Sekundenschnelle. Damit stehen endlich die Angestellten im Mittelpunkt – und nicht der Ort, an dem die Arbeit stattfindet. Im nächsten Schritt wollen wir den gesamteuropäischen Raum erobern und unseren Service jedem europäischen Unternehmen zur Verfügung stellen, das seinen Mitarbeitern effiziente und gut funktionierende Arbeitsplätze bieten will – egal ob im Büro oder remote. Jeder Schritt, den Lendis unternimmt, folgt der Vision, DAS Betriebssystem für hybrides Arbeiten in der Zukunft zu werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als Stavros und ich entschieden hatten, gemeinsam zu gründen, haben wir uns sehr strukturiert verschiedene Ideen, Märkte und Geschäftsmodelle angeschaut und nach verschiedenen Kriterien, wie z.B. Marktgröße, Wachstum oder auch Trends, bewertet. Zusätzlich haben wir viele Gespräche mit Unternehmen – also potenziellen Kunden – geführt, um ein Gespür für die größten Probleme und Pain Points zu bekommen und auch unsere Hypothesen auf dem Weg zur Entwicklung einer Lösung zu validieren. Zu den größten Herausforderungen vor und  in der Gründungsphase von Lendis gehörte sicherlich auch, den richtigen Product-Market-Fit zu finden und unser Angebot dabei kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ganz am Anfang haben wir uns dafür noch aus eigener Tasche finanziert und die ersten Monate von unseren Ersparnissen gelebt. Kurz darauf im Sommer 2018 kam mit PICUS dann unser erster VC-Investor dazu, der uns seitdem in allen Belangen unterstützt.

Wer ist die Zielgruppe von Lendis?

90 Prozent aller Unternehmen werden in Zukunft hybrid arbeiten. Unsere B2B-Softwarelösung unterstützt sowohl Konzernen wie Lufthansa und WWF, aber auch schnell wachsenden Start-ups wie Personio und infarm dabei, ihre Arbeitsprozesse zu digitalisieren und ihren MItarbeitenden überall einen produktiven Arbeitsplatz zu bieten.

Wie funktioniert Lendis? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben eine Software-as-a-Service-Plattform entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Workflows rund um die Ausstattung von Mitarbeitern mit Equipment, z.B. das On- und Offboarding, technischen Support oder die dezentrale Bestandsverwaltung digital abzubilden. Personal- und IT-Manager können mit Lendis bis zu 75 Prozent der Zeit einsparen, die sie für das On- und Offboarding von Angestellten oder für administrative Aufgaben wie die Rechnungsstellung aufwenden.

Das schöne für unsere Kunden ist, dass unsere Lösung nicht bei der Digitalisierung von Beschaffungsprozessen aufhört, sondern Unternehmen über uns in einem monatlich kündbaren Abo-Modell die gesamte benötigte Ausstattung gleich “mitmieten” können – Laptops, Smartphones, Stühle, Schreibtische und auch Akustiklösungen, alles bekommt man bei Lendis direkt aus einer Hand. 

Nach der Bestellung kümmern wir uns dann um den gesamten Lebenszyklus des Equipments. Von der Lieferung und Montage über den Support und die Instandhaltung bis hin zur Abholung des Inventars. Mit einem eigens von uns entwickelten Feature behält man zudem den Überblick über die Verteilung, den Zustand und die Kosten des Inventars.

Mit unserem Abo-Modell sparen Unternehmen bares Geld:

Eine Firma mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden kann bis zu 1,7 Millionen Euro an Ausgaben verbunden mit Equipment einsparen, während eine kleinere Firma mit ungefähr 1.000 Mitarbeitenden bis zu 380.000 Euro spart. 

Nachhaltiges wirtschaften ist uns sehr wichtig. Deswegen arbeiten wir zu 100% klimaneutral. Wir folgen dem Konzept der Circular Economy und vermieten unsere Ausstattung mehrmals. So verlängert sich die Lebensspanne des einzelnen Produkts. Zudem kooperiert Lendis nur mit Lieferanten, die sich an nachhaltige und umweltfreundliche Produktionsverfahren halten. Es ist dennoch leider unvermeidbar, dass während des Lebenszyklus’ eines Produktes CO2-Emissionen entstehen. Um diese zu kompensieren, arbeiten wir mit unseren Partner planetly und forto zusammen. Große Unternehmen, die mit uns zusammenarbeiten, kompensieren bis zu 6 Millionen Kilogramm CO2 Emissionen, während kleinere bis zu 2 Millionen Kilogramm ausgleichen.

Lendis, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen bis 2023 DAS Betriebssystem für hybrides Arbeiten in Europa werden. Deshalb arbeiten wir laufend an der Verbesserung und Erweiterung unserer Software, um Arbeitsprozesse und das Management der Ausstattung für Unternehmen weiter zu vereinfachen. Wir wollen in Zukunft jedes Unternehmen in Europa unterstützen, das seinen Mitarbeitenden einen effizienten und produktiven Arbeitsplatz bieten will – egal ob in einem Büro oder remote.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Viel mit Kunden sprechen! Nur durch intensive Kommunikation mit potenziellen Kund*innen könnt Ihr wichtige Insights und belastbare Erkenntnisse für die Entwicklung Eurer Lösung gewinnen und herausfinden, ob Eure Hypothesen wirklich stimmen. 

Probieren geht über studieren! Manchmal ist es besser, mit der vielleicht noch nicht ganz perfekten Idee schnell rauszugehen und sich auszuprobieren, statt zu viel darüber nachzudenken. Fehler machen ist erlaubt, schließlich lernt man dadurch am meisten und entwickelt sich stetig weiter. 

Ihr braucht ein starkes Team! Die ersten Kollegen, die Ihr einstellen werdet sind die wichtigsten. Wenn Ihr es schafft schon zu Beginn ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen, dann könnt Ihr gemeinsam auch hoch gesteckte Ziele erreichen.

Wir bedanken uns bei Julius Bolz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Lendis

Kontakt:

Lendis GmbH
Oranienburger Straße 66
D-10117 Berlin

https://www.lendis.io/
konrad.lange@lendis.de

Ansprechpartner: Konrad Lange

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/lendis.gmbh/
Instagram: https://www.instagram.com/lendis.de/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/lendis/
Twitter: https://twitter.com/lendis_io

Schaut euch den Markt vorher an

0
Diametos somnofox schnarchen

Mit Somnofox bietet Diametos ein medizinisch zertifiziertes Produkt zur anatomischen Ursachenanalyse des Schnarchens an

Stellen Sie sich und das Startup Diametos doch kurz unseren Lesern vor

Millionen Menschen in Deutschland schnarchen – die Ursachenforschung ist oft langwierig und zehrt an den Nerven. Mit unserem Medizinprodukt Somnofox möchten wir Schlafmediziner/innen die Möglichkeit geben, eine exakte Ursachenanalyse, die heute nur in spezialisierten Zentren möglich ist, einfach in der Praxis durchzuführen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Co-Founder Heiko Butz schnarcht selbst. Sein Schnarchproblem hat er jahrelang versucht zu lösen. Er weiß also, wie lange es dauern kann, eine richtige Diagnose zu bekommen. Seine persönliche Betroffenheit war ein Auslöser, ein Analyse-Produkt zu entwickeln. Wir sind überzeugt, dass Technologie das Leben vieler Patient/innen und auch deren Partner/innen sehr verbessern kann – und in Zukunft auch wird. Dies gilt grade für den spannenden Bereich der Medizintechnik. Wir sehen hier das Potenzial des wachsenden digitalen Gesundheitsmarkts.

Welche Vision steckt hinter Diametos?

Diametos macht die Schnarch-Diagnostik so einfach wie das Schnarchen selbst. Das Medizinprodukt Somnofox assistiert Schlafmediziner/innen bei der Frage, wo genau das Schnarchen eigentlich herkommt. Mit der Analyse bekommen die Patient/innen die richtige Therapieempfehlung. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Diametos hat ein weltweit einzigartiges Medizinprodukt zur Schnarchanalyse entwickelt. Bis hierhin war eine intensive Forschung über acht Jahre notwendig, die wir gemeinsam mit der TU München durchgeführt haben. Finanziert werden wir unter anderem durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg, die eine Million Euro an Fördergeldern bereitgestellt hat. Dazu bestehen noch Investments von Medtech-erfahrenen Business Angels. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt angehen, um Somnofox zu launchen und schauen uns nach einer weiteren Finanzierung um.

Wer ist die Zielgruppe von Diametos?

Auf der einen Seite haben wir Menschen, die an Schnarchen leiden. Das können die betroffenen Personen selbst sein, aber auch deren Partner/innen. Neben den Patient/innen richten wir uns aber auch an Ärzt/innen im Bereich der Schlafmedizin, Allgemeinmedizin, Kardiologie und Zahnmedizin.

Wie funktioniert Diametos? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit Somnofox bietet Diametos ein medizinisch zertifiziertes Produkt zur anatomischen Ursachenanalyse des Schnarchens an – es ist weltweit das erste und einzige seiner Art. Schnarchen kann viele Ursachen haben. Somnofox unterstützt die Schlafmediziner/innen bei ihrer Diagnose und damit auch bei der Wahl der richtigen Therapie. Das Medizinprodukt arbeitet mit Hilfe Künstlicher Intelligenz. Mit dieser werden akustische Feinheiten der Schnarchgeräusche analysiert. All das passiert unter Einsatz der weltweit größten Datenbank gelabelter Schnarchgeräusche. Sie steht uns exklusiv zur Verfügung.

Diametos, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen das führende Unternehmen im Bereich der digitalen Schlafdiagnostik werden – und damit Millionen Menschen helfen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer/innen mit auf den Weg geben?

Gründet etwas, wo ihr mit Herzblut dabei seid. Seid überzeugt von eurem Produkt, denn der Weg ist oft lang und steinig. Ihr braucht persönliche Motivation.

Investiert viel und ausgiebig in Recherche. Schaut euch den Markt vorher an, haltet nach möglichen Konkurrent/innen Ausschau. Gibt es Bedarf für euer Produkt?

Vergesst den Spaß nicht. Bei aller Arbeit, ihr gründet und darauf könnt ihr stolz sein.

Fotograf/Bildquelle: Tuca Paoli

Wir bedanken uns bei Heiko Butz und Christoph Janott für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Resilienz und ein gewisses Mindset

0
theblood isabelle guenou stealth mode

Das Startup theblood ist Teil des Stealth Mode Förderprogramm der Factory Berlin: In diesem Interview erzählt die Gründerin Isabelle Guenou mehr über sich und ihr Unternehmen

Stell dich und dein Startup doch kurz unseren Lesern vor! 

Für mich ist neu denken essenziell, denn ich bin Gründerin eines Startups in einem Bereich, in dem ich wirklich jeden Tag dazu lerne. Ich bin Isabelle, 26 Jahre alt, aus Berlin und Gründerin von theblood. Gemeinsam mit meiner Mitgründerin Miriam Santer, haben wir theblood ins Leben gerufen, um dazu beizutragen eine riesige Datenlücke zu schließen, die im Bereich der Gesundheitsdaten mit Hinblick auf Menstruation immer noch besteht. Wir haben uns zum Ziel gemacht Menstruationsblut zu analysieren und dieses auf verschiedene Parameter wie bspw. Spurenelemente, Hormone oder auch Vitamine zu untersuchen und geben unseren Nutzer:innen damit gezielte Gesundheitsreports und Informationen zurück. Relevant hierbei zu erwähnen ist, dass wir keine Krankheiten somit feststellen oder diagnostizieren. Wir verwerten die Blutprobe, die eh schon da ist. Und wollen Wissen generieren und zurückgeben.

Warum hast du dich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Das hat sich für mich eher ergeben. Meine Mitgründerin Miriam Santer und ich, wir haben uns schon im Masterstudium kennengelernt. Bereits zu dieser Zeit gab es auch die allererste Startup-Idee. Einige Jahre später hat mich die Konzeption zu einem Periodenprodukt mit Nahrungsergänzungsmitteln nicht losgelassen. Aus der Grundidee ist dann die Konzeption zu theblood entstanden. Nach meinen ersten Ausarbeitungen wollte ich dann Miriam unbedingt als Mitgründerin. Sie war von Sekunde eins an begeistert. Das Konzept so wie es bis dato steht haben wir dann zusammen ausgearbeitet. 

Trotz Gründungsgeist und dem Antrieb Wissen zu generieren, ist das gesamte Vorhaben ein Herzensprojekt für mich. Durch eigene persönliche Erfahrungen mit Endometriose und Ovarialzysten, kennen wir Gründerinnen die Problematik nur zu gut. Wir haben beide viele Jahre damit verbracht herauszufinden, was los ist, um schlussendlich richtige Diagnosen zu bekommen. Demnach möchte ich Wissen generieren und verbreiten. Ich bin davon überzeugt, dass mit mehr Wissen über Menstruationsblut ein ganz neuer Zugang zur Regelblutung geschaffen wird und das nicht nur für Menschen, die menstruieren. Blut bzw. die Menstruation kann hier ein Mediator für Wissen sein. 

Was war bei der Gründung von theblood die größte Herausforderung?

Der erste entscheidende Entschluss war für mich die größte Herausforderung. Zuvor habe ich als Projektmanagerin in einer Digitalagentur hauptsächlich Kund:innen aus dem Premium Automobilbereich betreut und beraten. Die Entscheidung zu treffen diese Welt hinter mir zu lassen war eine persönliche Herausforderung. Und wie für viele Gründer:innen ein Sprung ins kalte Wasser. Dennoch versuche ich wirklich tagtäglich dazuzulernen, weiterzubilden und mich herauszufordern. Es macht mir unfassbar Spaß und ich bin schon jetzt, noch in unserer Early-Stage Phase, dankbar für die Entwicklungen, die wir erzielt haben und auch noch werden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

 “Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat”. Das Zitat stammt von Mark Twain. Selbstverständlich kann man mit einer Idee starten! Auch wenn diese nicht perfekt ist. Jeder fängt mal klein an. Eine Entscheidung zu treffen und anzufangen ist der Grundstein für jede Gründung. Reflektion ist ein essenzieller Schlüssel, um eigene Kompetenzen einzuschätzen und somit auch Schwächen. Kompetenzen in sein Gründungsteam zu integrieren, die sich letztendlich ergänzen ist meiner Meinung nach unfassbar wichtig. 

Welche Vision steckt hinter theblood?

Die Vision ist groß, wir wollen Wissen generieren und Bewusstsein schaffen an Stellen, wo es jetzt noch fehlt. Wir sind inspiriert von der Wissenschaft, verführt von Achtsamkeit und wollen tatsächliche Innovationen an den Markt bringen. Theblood fördert die Qualität des bewussten Lebens und die Wertschätzung der Menstruation. Wir haben es uns zur Mission gemacht, den Menschen, die anscheinend noch zu wenig erforscht sind, Selbstbestimmung zu geben. Und das sind leider auch noch im Jahr 2022 – Frauen. Wir streben demnach auch an ein eigenes Office mit internem Labor aufzubauen. An diesem Ort wollen wir Wissenschaft in unsere Innovation einfließen lassen und mit Anspruch an Design und Kommunikation verbinden. Wir wollen nicht über unsere Mitarbeiter:innen bestimmen, Mitwirkende werden wir herausfordern und inspirieren. Aktuell arbeiten wir mit ausgewählten wissenschaftlichen Berater:innen und Ärzt:innen zusammen, um eine Grundlage für unser Vorhaben zu schaffen.

Wer ist die Zielgruppe?

Wir unterteilen unsere Zielgruppen zunächst in drei Segmente: Frauen, die mit Hormonschwankungen zu kämpfen haben, hier PCOS oder Endometriose schon diagnostiziert bekommen haben oder aber auch bspw. die Pille erst abgesetzt haben. Hier besteht ein relativ großes Bewusstsein für den eigenen Zyklus. Des Weiteren sind für uns auch Frauen von großer Relevanz, die erste Berührungen mit einem Kinderwunsch haben und hier erste Umstellungen eingeläutet haben. Zuletzt berücksichtigen wir auch sogenannte Bio Hacker, die einen besonderen Fokus auf körperliche Performance richten. Der Zyklus hier verrät auch Potenziale zu der aktuellen Leistungsfähigkeit, die wir berücksichtigen.

Warum hast du dich für das Stealth Mode Förderprogramm beworben? 

Die Factory Berlin ist eine besondere Community. Hier steckt nicht nur der Ort dahinter, sondern auch ein Verbund aus großen und kleinen Unternehmen, kreativen diversen Köpfen und Macher:innen, die ein großartiges Netzwerk bilden. Mit dem Stealth Mode Förderprogramm hatte ich hier die Möglichkeit Teil von zu sein und Austausch zu suchen und auch zu finden. Zudem habe ich mich im Voraus informiert, welche Startups in den letzten Stealth Mode Editionen mit dabei waren. Die meiste Motivation entnehme ich stets aus Gesprächen mit anderen Gründer:innen, die ihre Erfahrungen mit mir persönlich teilen.  

Wie ist der Ablauf des Stealth Mode Förderprogramms? 

Zu Beginn haben wir alle Teilnehmer:innen trotz Pandemie in der Factory Berlin kennengelernt. Mentor:innen wurden zugewiesen und es gab Remote-Workshops zu relevanten Themenbereichen wie Brand Building, Pitching, Financing, etc. Besonders der Austausch zwischen den Gründer:innen ist hilfreich, da man hier aus eigenen Erfahrungen nochmals lernt und von anderen Input bekommt, der einen weiterbringt. 

Wie werdet ihr von den Mentor:innen unterstützt? 

Durch regelmäßige Coachings werden die aktuellen Prozesse näher beleuchtet. Es wird viel hinterfragt, gechallenged und kalkuliert, was der nächste strategische Schritt sein soll. Umso häufiger die Coachings stattfinden, umso enger wird natürlich der Austausch und auch die Begeisterung für das eigene Vorhaben steigt bei den Mentor:innen. Diese enge Zusammenarbeit ist enorm effizient und gibt Raum für uns Gründer:innen zur Reflektion und Priorisierung.

Wo siehst du dich und dein Startup in fünf Jahren? 

In fünf Jahren haben wir definitiv erste interne Machbarkeitsstudien aufgestellt und abgeschlossen, unseren Prototypen für die letztendliche Produktion entwickelt und auch der Markteintritt liegt einige Jahre hinter uns. Mein Ziel ist es enorm tolle, smarte und wissbegierige Mitarbeiter:innen in einem Team zu vereinen. Diese sind dann schon an der nächsten Produktvision dran. Da ich selbst aus dem Brand Building und Digitalbereich komme, ist mir die einhergehende interne Community als auch die zur Marke sehr wichtig. Die FemTech Community ist generell eine sehr freundliche, aufgeschlossene und unterstützende Community. Dieses Gefühl wird auch intern im Team gefördert und spürbar sein. Theblood wird zu diesem Zeitpunkt Wissen generiert haben für die Menstruation. Somit ist vielen Menschen bewusst, es gibt auch einen lehrreichen spannenden Ansatz zur (eigenen) Menstruation, der nicht nervig und rosa sein muss, sondern individuell, lehrreich und spezifisch. 

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Mut

Resilienz

Und nochmals viel Resilienz!

Um sich in Krisen weiterzuentwickeln braucht es Resilienz und ein gewisses Mindset. Immer und immer wieder aufzustehen, können manche Menschen schon durch ihren puren Optimismus und starken Charakter. Andere lernen hier ihr Mindset anzupassen. So muss auch ich an mir, Tagein und Tagaus, arbeiten, mein Mindset erweitern und lernen, mit Herausforderungen und Aufgaben zu wachsen.  Ich denke, Resilienz ist durchaus ein starkes Fundament für Erfolg – Erfolg in jeglicher Hinsicht.  

Wir bedanken uns bei Natalia Walentynowicz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das große Ganze sehen

0
WILDWOODberlin Wäscherahmen

WILDWOODberlin platzsparender Wäscherahmen: funktional, nachhaltig, regional und fair hergestellt

Stellen Sie sich und das Startup WILDWOODberlin doch kurz unseren Lesern vor!

Hey ich bin Tobi, Objektdesigner aus Berlin. Ich entwerfe funktionale Nutzgegenstände aus nachwachsenden Rohstoffen. Mit WILDWOODberlin ersetze ich ressourcenverbrauchende Alltagsgegenstände durch neue, nachhaltige Designs.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe so viele Ideen, die ich gern umsetzen möchte. Mit WILDWOODberlin ist es mir möglich, die Dinge genauso zu gestalten, wie ich es möchte. Radikal nachhaltig und ohne Druck von außen.

Welche Vision steckt hinter WILDWOOD Wäscherahmen?

Ich möchte die millionenfach gekauften klapprigen Wäscheständer durch einen nachhaltigen Wäscherahmen ersetzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist es, sich und seinen Idealen treu und am Ball zu bleiben. Während der Pandemie sind meine alten Aufträge komplett weggebrochen. Das war Ideal um sich komplett auf ein neues Produkt einzulassen. Von den Coronahilfen konnte ich den Entwicklungsprozess finanzieren, das derzeitige Crowdfunding auf Startnext deckt dabei hoffentlich die Produktionskosten.  

Wer ist die Zielgruppe von WILDWOOD Wäscherahmen?

Naturfreunde und Designliebhaber.

Wie funktioniert der WILDWOOD Wäscherahmen? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Wäscherahmen hängt an der Wand und ist mit einer Bewegung aus- oder einklappbar. Er ist Wäschetrockner, Kleiderschrank und Kunstobjekt zugleich. Er besteht aus Nachwachsenden Rohstoffen und ist fair hergestellt. 

Für mich, bis heute nicht fassbar, dass es keinen anderen Anbieter gibt! Das Design macht so viel Sinn und dennoch wurde es bisher noch nicht entdeckt. Unterscheiden wird mich hoffentlich immer meine Ehrlichkeit. Denn die bleibt bei dem marktwirtschaftlichen Druck schnell auf der Strecke.

WILDWOODberlin, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Hoffentlich  bin ich dann Teil eines kleinen florierenden Unternehmens, welches ein gut durchdachtes Produkt nach dem anderen auf den Markt wirft.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Am Glauben deiner Idee festzuhalten, auch wenn du damit allein dastehst. Und erst loszulassen, wenn wirklich nichts mehr geht und du alles durchdacht und ausprobiert hast.

Offen für Kritik zu sein.

Immer wieder das große Ganze sehen und anpassen, falls nötig.

Wir bedanken uns bei Tobias Gärtner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleibe authentisch

0
the green mountain Fleischalternativen fleischersatz

The Green Mountain pflanzliche Fleischalternativen regional und nachhaltig

Stellen Sie sich und das Startup The Green Mountain doch kurz unseren Lesern vor!

Wir machen den besten und qualitativ hochwertigsten vegetarischen und veganen Fleischersatz, der kaum noch von den Originalen zu unterscheiden ist. Dafür setzen wir bei „The Green Mountain“ konsequent auf Schweizer Werte: Beste Qualität, Authentizität, Nähe zum Menschen, Manufakturproduktion, exzellente Leistung und Innovationskultur. 

Speziell die vergangenen Monate haben uns gezeigt, dass auch eine noch junge Marke wie unsere, eigene Fußabdrücke im Zukunftsmarkt Fleischalternativen hinterlassen kann. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Immer mehr Menschen reduzieren ihren Fleisch- und Wurstkonsum, obwohl sie den Geschmack eigentlich mögen. Wer heute vegan oder vegetarisch isst, zeigt sich vor allem reflektiert, umwelt-, gesundheits- und trendbewusst. Für diese Menschen sind unsere fleischfreien Produkte eine willkommene Alternative. Unsere Genuss-Produkte enthalten weniger Fett und gesättigte Fettsäuren als vergleichbare Fleischprodukte. 

Welche Vision steckt hinter The Green Mountain?

Für alle, die Genuss wollen, aber kein Fleisch, bieten wir die Alternative. Darum ist unser Claim: „Null Fleisch – Ächt Schwiiz“. Sofort mit unserem Start Ende 2018 haben wir die eigene, unverkennbare „The Green Mountain“ Handschrift gefunden. Unsere Produkte schmecken intensiv und bieten vegetarisches und veganes Essen für alle. Wir gestalten mit unserem jungen Team die Ernährung gerne jeden Tag nachhaltiger. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Der Einstieg in den deutschen Markt war eine riesige Herausforderung für uns. „The Green Mountain“ hat von der nachvollziehbaren Herkunft eines Rohstoffs bis zur kontrollierten Qualität der Produkte, vom geschmackvollen Markenerlebnis bis zum gesellschaftlichen Beitrag der innovativen Plant based Erzeugnisse, alle Produktbereiche auf Stärken und Schwächen untersucht und konkrete Ziele definiert. Der Markt unterscheidet sich deutlich von der Schweiz, auch im Preisniveau. Der Wettbewerb in Deutschland ist hart, wahrscheinlich sogar der härteste auf der Welt. Das führt dazu, dass die Verkaufspreise sehr niedrig sind.

Wer ist die Zielgruppe von The Green Mountain?

Vor allem Flexitarier. Wir möchten niemanden zum Fleischverzicht nötigen oder zum Vegetarismus bekehren. Unsere Mission ist: Wir wollen Menschen fleischlose Alternativen bieten, die auch echten Fleischliebhabern schmecken. Darin liegt die große Kompetenz unserer Manufaktur aus Graubünden in der Schweiz.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Philosophie bei „The Green Mountain“ wird jeden Tag gelebt: In unserer Schweizer Manufaktur werden immer die besten Zutaten so regional und nachhaltig wie möglich verarbeitet. Als Schweizer Startup haben wir uns in den vergangenen zwei Jahren großes Vertrauen bei den Verbrauchern und Verbraucherinnen erarbeitet. In verschiedenen Vergleichstests und Blindverkostungen haben wir unsere Wettbewerber geschlagen. Zum Beispiel war unser vegetarisches Burger-Patti klarer Testsieger in der Schweiz. Darauf und auf die Auszeichnung als „Bester Schweizer Newcomer“ sind wir sehr stolz.

The Green Mountain, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Die Nachfrage nach den „The Green Mountain“-Produkten wächst sehr erfreulich. Nach dem erfolgreichen Markenaufbau in der Schweiz, möchten wir mit „The Green Mountain“ jetzt die Marktchancen in Deutschland und Österreich offensiv wahrnehmen und das bestehende große Potenzial der Flexitarier auch hier bedienen. Stand heute sind unsere Produkte bereits in über 1.200 Filialen bei Edeka erhältlich. Seit Januar 2022 gibt es „The Green Mountain“ auch in Österreich. 

Alles deutet darauf hin, dass eine vegane und vegetarische Ernährungsweise keine Eintagsfliege ist, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Das sehen wir als Folge eines bewussteren Konsum- und Ernährungsverhaltens – und als unsere Chance. Der Trend hat sich durch die Pandemie zudem noch einmal beschleunigt. Die Menschen kochen verstärkt selbst und beschäftigten sich viel mehr mit dem Thema Ernährung.

In den nächsten Jahren wollen wir mit dem Markt für Fleischersatzprodukte wachsen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sei bei allem, was du tust leidenschaftlich. Bleibe authentisch – oder wie wir sagen „Ächt“. Und bleibe „wild and free“, so dass du immer für neue Ideen offen bist.

Wir bedanken uns bei Werner Ott für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: The Green Mountain

Kontakt

The Green Mountain
Riedlöserstrasse 7
CH-7302 Landquart
Schweiz

www.thegreenmountain.de
info@thegreenmountain.ch

Ansprechpartner: Werner Ott

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/thegreenmountain_de
Facebook: https://www.facebook.com/thegreenmountainde

Nicht unterkriegen lassen

0
The Mystery of Darkness Gothic Kollektion

The Mystery of Darkness alltagstaugliche Gothic Kollektion

Stellen Sie sich und das Startup The Mystery of Darkness doch kurz unseren Lesern vor! 

Mein Name ist Kim Hülscher und The Mystery of Darkness ist mein Modelabel. Ich bin 29 Jahre alt, lebe und arbeite in Hannover. An der Hochschule in Hannover studierte ich Modedesign und schon während dessen stellte ich handgefertigten Schmuck her, den ich auch verkaufte. Nachdem ich 2019 meinen Bachelor Abschluss absolviert hatte, ging ich mit The Mystery of Darkness in die Selbstständigkeit und fertigte in wenigen Stückzahlen Mode und Accessoires für die Gothic und Tribal Fusion Szene in Handarbeit. Zudem entwarf und fertigte ich Einzelstücke für Kunden auf Maß. Da ich mich in meiner Bachelorarbeit der Fetisch Szene widmete, bekam ich auch einige Kundenaufträge aus diesem Bereich mit u.a. Latex. Nach dieser Zeit voller Handarbeit in meinem Atelier soll es jetzt einen großen Schritt weiter gehen: Ich möchte meine erste alltagstaugliche Gothic Kollektion in kleiner Auflage produzieren lassen. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen? 

Mein ganzes Leben lang bin ich schon sehr kreativ, dahingehend wurde ich auch sehr von meiner stark kreativen Familie mütterlicherseits gefördert. Meine Großmutter, die selbst gelernte Schneiderin ist, hat mir schon früh das Nähen beigebracht, als wir zusammen in meiner Kindheit zum Beispiel für Puppen Kleider genäht haben. Somit hatte ich wohl schon mit 12 den Wunsch Modedesignerin zu werden. Nach Einblicken in verschiedene kreative Berufe wurde dennoch schnell klar, dass ich Modedesign studieren möchte. Während des Studiums habe ich dann schon festgestellt, dass ich mich selbstständig machen, meine Kreativität frei entfalten lassen und ein Label gründen möchte. Als ich 2014 dann begann handgefertigten Schmuck herzustellen, entstand nach und nach das Label The Mystery of Darkness. 

Was war bei der Gründung von The Mystery of Darkness die größte Herausforderung? 

Da ich direkt nach meinem Bachelor Abschluss in die Selbstständigkeit ging, stellten sich sehr viele Fragen, auf die man allgemein in der Schule oder dem Studium nicht wirklich vorbereitet wird. Was muss man beachten, wenn man sich selbstständig macht? Welche Formalitäten müssen bedacht werden? Kann ich irgendwelche Förderungen beantragen, die mir den Start erleichtern? Durch die Recherche und Besuche bei verschiedenen Beratungsstellen verging viel Zeit, die ich nicht in meine kreative Arbeit stecken konnte. Und neben der Zeit nahm es mir auch meine kreative Energie. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist? 

Wenn einem die finanziellen Möglichkeiten dazu gegeben sind, dass man noch nicht sofort von seiner Arbeit komplett leben muss, bin ich mir sicher, dass man sein Projekt auch Stück für Stück entwickeln kann. Doch ist es natürlich hilfreich, wenn das Konzept einer Idee schon steht um damit zu starten. 

Welche Vision steckt hinter The Mystery of Darkness? 

Meine Vision ist es eine weitere frische Alternative zu den etablierten Standard Gothic Kollektionen anzubieten und damit meinen Teil zur Vielfalt der Szene beizutragen. Nicht wie bei so vielen anderen Bekleidungsunternehmen soll die Produktion in Europa und nicht in Asien stattfinden. The Mystery of Darkness soll ein Szene Modelabel sein, welches Wert auf Qualität, Kundennähe und durchdachte Details für die praktische Anwendung im Alltag legt. Ich möchte kein unpersönliches, gesichtsloses Unternehmen sein, sondern auch als Person für mein Unternehmen stehen. 

Wer ist die Zielgruppe von The Mystery of Darkness? 

Die Zielgruppe von The Mystery of Darkness sind alle, die Gothic, Fetisch und/oder einfach alternative fancy Mode in fröhlichem Schwarz mögen. 

Was ist das Besondere an den Produkten? 

Die Kollektion The Dark Lilium ist mit Liebe und Leidenschaft entstanden. Mir ist es wichtig, dass ich auf meine Kunden eingehe und das Feedback mit einbringe. Sind Oberteile für große Männer lang genug, ist ein Verschluss bei hoch geschlossenen Oberteilen vorhanden, um besser, evtl. auch noch nach dem Schminken oder Styling der Haare, gut in das Teil zu kommen oder passen unter die Kapuze auch voluminöse Haare wie beispielsweise Dreads. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wie schon bei meiner Vision beschrieben und auch bei der Beschreibung zu der Besonderheit meiner Produkte, möchte ich mit The Mystery of Darkness eine frische Alternative anbieten, in Europa produzieren und auf die Kundenwünsche und -Feedbacks eingehen. Mein Label soll weniger als profitgesteuertes Unternehmen, und mehr als leidenschaftliches Projekt gesehen werden. 

The Mystery of Darkness, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Der Weg führt erst mal durch meine Crowdfunding Kampagne bei Startnext, um die Produktion der Kollektion The Dark Lilium zu finanzieren. Dies soll der Start sein meinem Label zum Wachstum zu verhelfen. In der Zukunft sehe ich mich darin, mit The Mystery of Darkness anderen weiterhin ein Stück meiner Leidenschaft und Liebe an diesem Beruf weiterzugeben. Das Label soll sich soweit entwickeln, dass neue Kollektionen durch das Unternehmen selbst und nicht durch Crowdfunding entstehen können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben? 

Mein erster Tipp ist, dass wenn Leidenschaft in dem Beruf steckt man sich nicht unterkriegen lassen soll. Selbstständigkeit ist ein harter Weg, doch das Glück seine Leidenschaft in seinen Beruf zu stecken ist diesen Weg wert. Als Zweites möchte ich anderen Gründern ans Herz legen, jede mögliche Hilfe und Unterstützung anzunehmen, die sie bekommen können. Natürlich heißt es nicht umsonst „selbst“ und „ständig“, aber man kann nicht in jedem Bereich, der nun mal als Selbstständiger auf einen zukommt, Wissen haben oder gut darin sein. Um Hilfe bitten zeigt keine Schwäche, es ist menschlich nicht allwissend oder alles könnend zu sein. Zuletzt ist es leider auch sehr wichtig sich mit Gesetzen, Marken-und Patentrechten auseinanderzusetzen. Wie bei meinen Herausforderungen bereits erwähnt kommt mit einer Gründung nun mal auch eine Menge Formalitäten auf einen zu. 

Wir bedanken uns bei Kim Hülscher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die richtigen Kontakte knüpfen

0
GoLexic Stealth Mode Förderprogrammes Factory Berlin Samantha Merlivat

Das Start-up GoLexic ist Teil des Stealth Mode Förderprogrammes der Factory Berlin: In diesem Interview erzählt die Gründerin Samantha Merlivat mehr über sich und ihr Unternehmen

Stell dich und dein Startup doch kurz unseren Leser:innen vor! 

Ich bin Samantha Merlivat und ich baue GoLexic auf. Das ist ein Unternehmen, um Kindern mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Legasthenie die Leseförderung zu erleichtern. Mit unserer App können wir Kindern helfen, ihre Lese- und Rechtschreib-Fähigkeiten zu verbessern. Sie basiert auf einer anerkannten Offline-Legasthenie-Methode, die wir um digitale Features ergänzt haben – damit können wir messen, wie gut die Kinder lesen können und den Lernprozess personalisieren.

Warum hast du dich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit dem Thema Legasthenie und konnte in vielen Gesprächen mit betroffenen Eltern feststellen, dass sie ähnliche Herausforderungen erleben: Viele müssen ein bis drei Jahre warten, bis sie eine Diagnose der Schwierigkeiten ihres Kindes erhalten und müssen ständig um Unterstützung kämpfen. 

Bei LRS wird in der Regel eine Eins-zu-eins-Intervention mit ausgebildeten Spezialist:innen oder Therapeut:innen vorgenommen. Es war mir klar, dass eine digitale Lösung helfen könnte, die Unterstützung für die betroffenen Kinder zu verstärken und lange Wartezeiten zu reduzieren. Was mich aber noch mehr dazu bewegt hat das Unternehmen zu gründen, war das Gefühl, dass alle heutigen Entwicklungen nur für Fachleute geeignet sind. Bisher gibt es keine Tools auf dem Markt, die sich an Eltern richten. Genau das wollte ich ändern. Als ich ein Kind war, habe ich selbst miterlebt, wie meine Eltern mit diesem Problem zu kämpfen hatten, weil mein Bruder ein Legastheniker ist. Der Gedanke, eine Lösung zu schaffen, die anderen Eltern wirklich helfen kann, hat mich enorm motiviert.

Ich hatte das Gefühl, dieses Produkt muss es geben. Schließlich handelt es sich um ein echtes Problem und es gibt einen konkreten Markt dafür, der nicht abgedeckt ist, denn die Eltern werden bei den traditionellen Methoden zur Behandlung von LRS nicht berücksichtigt.

Was war bei der Gründung von GoLexic die größte Herausforderung?

Zum ersten Mal ein Start-up zu gründen und dann auch noch als Einzelunternehmerin ein digitales Produkt zu entwickeln. Man muss ein so breites Spektrum an Fähigkeiten abdecken, um ein Unternehmen zu führen, ein Team aufzubauen, ein digitales Produkt zu entwickeln, dieses Produkt zu vermarkten und Finanzierung zu sichern… Im ersten Jahr war es richtig hart, allein für jeden Aspekt des Unternehmens und letztendlich für jede Entscheidung verantwortlich zu sein. Die Lernkurve war extrem steil und ich musste 1.000 Fehler machen und dann herausfinden, wie ich sie vermeiden kann. Hierdurch habe ich viel über die Unternehmensführung und über mich selbst gelernt.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja. Wer auf eine perfekte Idee wartet, wird nie starten. Im Gegenteil, die perfekte Idee (und somit der Fit zum Produktmarkt) entsteht erst im Laufe eines Prozesses, der viel Forschung, Prototyping, Testen und Iteration erfordert. Die perfekte Idee ist für mich nicht der Startpunkt.

Welche Vision steckt hinter GoLexic?

Mit GoLexic möchten wir eine innovative, skalierbare und bezahlbare Lösung anbieten, die jedem Kind einen unmittelbaren Zugang zu einem wirksamen Behandlungsprogramm für LRS ermöglicht. Dazu setzen wir Technologien ein, um die Behandlung zu erleichtern und zu gewährleisten, dass alle Nutzer:innen ein Kind mit Legasthenie unterstützen und bei der Überwindung der Schwierigkeiten helfen können.

Wer ist die Zielgruppe?

Aktuell liegt der Schwerpunkt unserer App auf der Unterstützung von Eltern, um ihren Kindern zu Hause zu helfen, wenn sie Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben. Mit der App kann man jedem Kind mit LRS helfen, unabhängig davon, ob es Legasthenie hat oder „nur“ eine Leseschwäche. Zukünftig möchten wir die App so weiterentwickeln, dass auch Lehrer:innen sie bei der Arbeit mit ihren Schüler:innen benutzen können.

Warum hast du dich für das Stealth Mode Förderprogramm beworben? 

Das Stealth Mode Programm gilt als ein großartiges Förderprogramm für Gründer:innen und ich war sehr beeindruckt von den Absolvent:innen, die dieses Programm erfolgreich abgeschlossen haben. Entscheidend für mich waren die Themen, die im Rahmen des Programmes abgedeckt werden. Es ging mir darum, mehr zu erfahren, was beim Fundraising jenseits des Pitchings passiert: Verhandlungen, rechtliche Fragen, Terms Sheets, etc. 

Durch Stealth Mode habe ich eine absolut neue Vorstellung davon bekommen, worauf Investor:innen achten und was sie berücksichtigen müssen, damit ein Deal für sie sinnvoll ist. Diese Kenntnisse und Erfahrungen sind für Menschen, die zum ersten Mal gründen und nicht aus der Startup-Welt kommen, nicht so einfach zu erhalten.

Wie ist der Ablauf des Stealth Mode Förderprogrammes? 

Nachdem ich mich online beworben und mein Pitchdeck eingereicht hatte, wurde ich zur Teilnahme an der Kohorte eingeladen. Anschließend traf ich die anderen Gründer:innen und das Factory Berlin Team persönlich und wir kamen weiterhin jede Woche während der Online-Meisterklassen zusammen. Alle Mentees erhielten zudem eine Factory Berlin Membership und viele von uns trafen sich während des Programmes regelmäßig dort zur Zusammenarbeit. Im Laufe des Programmes bereiteten wir uns auf den Stealth Mode Demo Day vor und arbeiteten an unseren Pitches und Pitching Skills. Der Demo Day ist zwar gleichzeitig der Höhepunkt des Programmes, doch die Verbindungen zwischen den Gründer:innen und dem Stealth Mode Team sind noch lange nicht zu Ende! Dank dieses Programmes konnte ich viele tolle Freundschaften aufbauen.

Wie werdet ihr von den Mentor:innen unterstützt? 

Es gibt wöchentliche Workshops zu verschiedenen Themen, die man als Gründer:in unbedingt beherrschen sollte: Von UX-Forschung bis hin zu Finanzplanung, Rechts- und Datenschutztraining sowie natürlich alles, was mit dem Fundraising zu tun hat. Des Weiteren gibt es regelmäßige Check-ins mit den individuellen Mentor:innen, die mehr auf das Erreichen unserer individuellen Ziele im Laufe des Programmes achten.

Wo möchtest du am Ende des Stealth Mode Förderprogrammes stehen? 

Zum Ende des Stealth Mode Förderprogrammes möchte ich mich in einer starken Position befinden, um GoLexic zu pitchen und mehr Kontrolle über die Fundraising-Prozesse bzw. -Verhandlungen zu haben. 

Wo siehst du dich und dein Start-up in fünf Jahren? 

Ich sehe uns als ein globales Unternehmen, das sein Angebot in mehreren Sprachen in Schulen und zu Hause bei immer mehr Eltern anbietet, die ihren Kindern beim Leseverständnis helfen möchten.

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Wissen, wo es Kompetenzlücken gibt und die richtigen Kontakte knüpfen, die diese füllen: Mit Mitgründer:innen, Mitarbeiter:innen, Coaches oder Berater:innen.

Bei der Entwicklung eines Produktes sollte man klein anfangen und genau wissen, welche Features man unbedingt haben muss, haben sollte und haben kann. Bleibe auf die Must-haves konzentriert und erweitere sie anschließend Stück für Stück.

Frühzeitig verstehen, was die Investitionsentscheidungen der diversen Investor:innen und VCs beeinflusst.

Wir bedanken uns bei Samantha Merlivat für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mit der Zielgruppe sprechen!

0
Yanwu stealth mode Esé Oghene

Das Start-up Yanwu ist Teil des Stealth Mode Förderprogrammes der Factory Berlin: In diesem Interview erzählt die Gründerin Esé Oghene mehr über sich und ihr Unternehmen

Stell dich und dein Startup doch kurz unseren Leser:innen vor! 

Hallo zusammen! Mein Name ist Esé Oghene und ich komme ursprünglich aus East London, Großbritannien! Seit zwei Jahren lebe ich nun in Berlin. Mein Startup heißt Yanwu. Wir sind ein Peer-to-Peer-Produkt für mentale Wellness für die Black Community. 

Warum hast du dich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Als ich Schwierigkeiten mit meiner psychischen Gesundheit hatte, fand ich es wirklich kompliziert, für mich eine:n PoC Therapeut:in zu finden. Heute sind nur 3 Prozent der psychologischen Fachkräfte im Vereinigten Königreich PoC und die Warteliste für eine Therapie liegt bei fast acht Monaten. Ich und andere Menschen aus meiner Community brauchen unbedingt Zugang zu Therapeut:innen, die sich mit uns identifizieren können und unsere kulturellen Besonderheiten verstehen. Außerdem suchen viele Menschen aus meiner Community aufgrund des Stigmas, das mit psychischer Gesundheit verbunden ist, nicht die nötige Unterstützung. PoC werden mit 40 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit von der Polizei kontrolliert und erfasst, was nicht der Fall sein sollte.

Deshalb wollte ich für PoC wie mich einen Weg schaffen, um auf zugängliche und bezahlbare Art und Weise die angemessene Unterstützung zu erhalten, die wir brauchen – und zwar von Menschen, mit denen wir uns identifizieren und denen wir vertrauen.   

Was war bei der Gründung von Yanwu die größte Herausforderung?

Ehrlicherweise war für mich die größte Schwierigkeit, mich und das Produkt in der Anfangsphase finanziell zu unterstützen. Ich kenne viele andere Startup-Gründer:innen, die nebenbei noch mehrere Jobs mit langen Arbeitszeiten haben, um ihre Vision in der Frühphase zu unterstützen. Dieses Thema muss meiner Meinung nach in der Startup-Szene mehr diskutiert werden. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall! Jedenfalls sind für mich das Problem, das ich versuche zu lösen, und die Personen, die ich unterstütze, unverändert geblieben. Doch wie bei vielen anderen Produkten hat sich meine Idee seit dem Beginn gewandelt und weiterentwickelt. Das ist völlig normal und sollte meiner Meinung nach von allen Gründer:innen begrüßt werden. 

Welche Vision steckt hinter Yanwu?

Yanwu soll ein Safe Space für die Black Community sein, in dem sie Probleme mit der psychischen Gesundheit diskutieren und Unterstützung finden können. Viele unserer Communitys sind auf gemeinschaftsbasierte Unterstützung angewiesen, und so wollte ich, dass sich dies in einem Produkt widerspiegelt, das sich an uns richtet. 

Wer ist die Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe sind in erster Linie PoC auf dem europäischen Festland, die unter leichten psychischen Problemen leiden. Zukünftig würden wir unser Produkt gerne ausweiten, um PoC auch in anderen Regionen zu unterstützen. 

Warum hast du dich für das Stealth Mode Förderprogramm beworben? 

Da ich noch relativ neu in der Berliner Startup-Szene bin, hoffte ich, dass es für mich hilfreich sein würde, mich mit einem etablierten Netzwerk von Gründer:innen zu verbinden, um mich auf dieser Reise zu unterstützen. 

Wie ist der Ablauf des Stealth Mode Förderprogrammes? 

Das Programm dauert drei Monate und jede Woche gibt es Masterclasses vom Factory Berlin Netzwerk, die uns bei unserer Startup-Journey unterstützen. Die Themen umfassen Marketing und Branding, Unternehmensfinanzierung und das Verständnis von Term Sheets. Des Weiteren werden Mentees jeweils mit einer, einem Mentor:in aus der Industrie zusammengebracht, die, der uns durch den Prozess führt und uns zweiwöchentlich 1:1 mit Fachwissen unterstützt. Schließlich gipfelt das Programm in unserem Stealth Mode Demo Day, an dem wir vor in Deutschland tätigen VCs pitchen. 

Wie werdet ihr von den Mentor:innen unterstützt? 

Als Mentorin habe ich Katrin Bacic, die CSO von Wayra Deutschland, einem IT-Accelerator mit Sitz in München, an meiner Seite. Sie hat mich dabei unterstützt, Kontakte zu ihrem Netzwerk zu knüpfen, mein Pitch Deck zu prüfen und mir strategische Tipps zu geben, um meine Ziele zu erreichen. Sie engagiert sich leidenschaftlich für die Gleichberechtigung von Frauen und Vielfalt. Es war wirklich schön, mit Katrin zusammenzuarbeiten und ich hoffe, dass unsere Beziehung auch nach dem Programm weitergehen wird! 

Wo möchtest du am Ende des Stealth Mode Förderprogrammes stehen? 

Ich möchte gerne eine klare Vorstellung von meinen ersten Produkt-Features haben und meine Beta-App entwickeln. Idealerweise wäre die erste Version der App Anfang 2022 fertig. 

Wo siehst du dich und dein Startup in fünf Jahren? 

Ich würde gerne eine App haben, die Tausende von Angehörigen der Black Community dabei unterstützt hat, ihre mentalen Gesundheitsprobleme zu erkennen und Unterstützung in der Community zu suchen. Die App sollte auf mehreren Kontinenten funktionieren und mein Ziel ist es, mit Krankenkassen zusammenzuarbeiten, damit immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Einkommen Zugang zu unserem Produkt haben.

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Fange dort an, wo du bist! Nicht alle haben einen Hochschulabschluss in Betriebswirtschaft oder eine lange Erfahrung mit erfolgreichen Startups. Doch es gibt eine Menge Unterstützung, online und durch Startup-Communities, die dich bei deiner Vision unterstützen. 

Den Wandel annehmen. Im Laufe des Bauprozesses ändern sich viele Ideen ständig und entwickeln sich weiter. Vergiss nicht, an der Vision festzuhalten, aber die Lösung locker zu halten. 

Mit der Zielgruppe sprechen! Ihre Erkenntnisse und Probleme sind entscheidend für die Marktanpassung eines Produktes. Nimm kontinuierlich Kontakt zu den Kund:innen auf und entwickle eine Lösung, die sie lieben werden. 

Wir bedanken uns bei Esé Oghene für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Durchhaltevermögen und genügend Disziplin

0
Bluemoon MTP Dreamz Sleep Drink Schlaf

Bluemoon MTP: Dreamz Sleep Drink für einen erholsamen Schlaf

Stellen Sie sich und das Startup Bluemoon MTP doch kurz unseren Lesern vor!

Unser kleines Start Up, die Bluemoon MTP GmbH, besteht aus zwei Gründern.          Der eine, Tim, ist von Beruf Chemikant und Maschinenbauingenieur und der andere, Michael, ist von Beruf Industriekaufmann und Sportwissenschaftler. In unserer Freizeit verbinden uns gemeinsame sportliche Aktivitäten und das Interesse an neuen Innovationen und Geschäftsideen. Unser Firmensitz ist momentan in Hammersbach, einem kleinen Örtchen in der Nähe von Frankfurt am Main. Zur Zeit lassen sich die anfallenden Aufgaben  neben unserem Hauptberuf  noch bewältigen. Wir hoffen aber, falls die positive Entwicklung in den nächsten Wochen so weiter geht, einen Mitarbeiter oder Mitarbeiterin in Teilzeit einzustellen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ein eigenes Unternehmen mit einem physischen Produkt aufzubauen, war schon länger ein Traum von uns. Dieser Traum ist über die letzten Jahre mit verschiedenen kleineren Projekte im E-Commerce stetig gewachsen. Im Dezember 2020 haben wir uns dann intensiver mit dem Gedanken auseinandergesetzt und nach einer Idee gesucht, diesen Traum  in die Tat umzusetzen. Wir stellten uns eines Tages die Frage, warum gibt es eigentlich so viele Energy-Drinks mit Koffein für den Tag, aber kein Getränk oder wie wir es nennen, einen Anti-Energy Drink für den Abend bzw. die Nacht, um einfach besser und schneller einzuschlafen zu können. Nach weiteren  Recherchen auf dem deutschen Markt und einigen Vergleichen mit möglichen Konkurrenz-Produkten haben wir uns entschlossen, diese Idee einfach in die Tat umzusetzen. Die erste Dose unseres Dreamz Sleep-Drinks sollte dann knapp 1 Jahr später das Licht der Welt erblicken. 

Welche Vision steckt hinter Dreamz?

Die Vision unseres Teams ist es, die Marke Dreamz fest am Getränke-Markt zu etablieren und als das unverwechselbare Synonym für die neue Nische „Sleep-Drinks“ zu werden. Die Zukunft der Marke Dreamz sehen wir dabei sowohl im Online-Direktvertrieb als auch im Einzelhandelsverkauf, in dem sich Getränke in Form einer Dose ideal als „To-Go-Produkt“ nach einem stressigen Arbeitstag oder dem Sport eignen. Mit Dreamz möchten wir die Getränkeinnovation auf den Markt bringen, die all die kurzen schlaflosen Nächte endgültig der Vergangenheit angehören lassen. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als größte Herausforderung hat sich das Abfüllen von Dosen in einer kleineren Menge zu wirtschaftlichen Konditionen herausgestellt . Leider gibt es kaum Abfüller, die eine adäquate Abnahmemenge für ein Startup in der Frühphase anbieten. Auch die Rezepturentwicklung mit all den  nicht ganz gewöhnlichen Inhaltsstoffen und in der gewünschten Dosierung war mit den meisten Abfüllern so nicht durchführbar. Die ganze Problematik wurde zudem noch durch die anhaltendende Pandemie verstärkt. Das Startup Dreamz ist bis zum jetzigen Zeitpunkt durch Eigenkapital finanziert . In absehbarer Zeit wird sich dies aber ändern, da die nächsten Schritte mit deutlich höherem Kapitalaufwand verbunden sind.

Wer ist die Zielgruppe von Dreamz?

Zur Zielgruppe von Dreamz gehören jene Menschen, die nach einem stressigen Alltag abends nichts zu Ruhe kommen, weil das Gedankenkarussell mal wieder seine Runden dreht.  Unsere Hauptzielgruppe umfasst dabei Workoholics, Freizeit- und Spitzensportler, Gamer, Reisende, Studenten, Eltern und/oder Schichtarbeiter. Also eben all jene Menschen, die einfach zu wenig Schlaf  in Ihrem Alltag bekommen. Mit Dreamz bieten wir all jenen Personen eine einfache  Möglichkeit, den Körper bei der Entspannung am Abend und beim Einschlafen auf natürliche Weise zu unterstützen.  

Was ist das Besondere an dem Drink? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Dreamz Sleep Drink ist ein  „To-Go-Produkt “  in einer 250ml Dose, das sich durch eine hochwirksame 3-Wege-Rezeptur auszeichnet, die sich erwiesenermaßen positiv auf das Schlafverhalten auswirkt, ohne die unerwünschten Nebenwirkungen von Medikamenten oder Schlafmitteln. Unsere hochdosierten und aufeinander abgestimmten Inhaltsstoffe wie L-Tryptophan, Melatonin und Passionsblumenextrakt wirken gezielt auf die Einschlafphase und helfen dem Körper sich zu entspannen. Im Vergleich zu Mitbewerben haben wir trotz der etwas höheren Produktionskosten auf eine besonders wirksame Zusammensetzung und Dosierung geachtet,  bei der Geschmacksrichtung haben wir versucht, eine angenehme fruchtige Note mit einzubringen ohne zu aufdringlich oder zu süß  zu wirken. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nach erfolgreicher Marktetablierung von Dreamz möchten wir über die nächsten fünf Jahre kontinuierlich wachsen und unser Portfolio weiter vergrößern und mit dem Sleep Drink eine gute Alternative  zu all den Energy-Drinks bieten. Denn wer gut schläft, ist am nächsten Morgen auch ohne Unmengen an Koffein fit und ausgeruht. 

Welche 3 Tipps würden sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als Gründer werden dir viele Steine in den Weg gelegt. Wichtig ist es hier, ein gutes Durchhaltevermögen und genügend Disziplin zu haben,  um auch mit Rückschlägen umzugehen zu können.                                                                                         Solltest du schon länger mit dem Gedanken spielen deine erste Idee in die Tat umzusetzen , dann beginne die Reise doch parallel zu deinem aktuellen Beruf.           Der letzte Tipp ist ziemlich schnell erzählt – MACHEN! Zu oft reden wir über mögliche gute Ideen, doch oftmals bleibt es bei dem Gedanken.                                             Wir wollen die Erfahrungen und das Erlernen von neuen Dingen in einer solch kurzen Zeit nicht mehr missen.

Wir bedanken uns bei Christina Roitzheim für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Geduld und Optimismus

0
Libati app chronisch kranke

Libati ist eine App, mit der chronisch Kranke neue Orte entdecken können, passend zu ihren eigenen individuellen Bedürfnissen

Stellen Sie sich und das Startup Libati doch kurz unseren Lesern vor!

Libati ist eine App, mit der chronisch Kranke neue Orte entdecken können, passend zu ihren eigenen individuellen Bedürfnissen. Man gibt zunächst an, von welcher Krankheit/ von welchen Krankheiten man betroffen ist und welche Gegebenheiten die eigenen Symptome triggern. Danach können besuchte Orte wie Restaurants, Cafés, Hotels etc. auf die Tauglichkeit bezüglich der eigenen Krankheit/ Trigger bewertet werden und selbst kann man natürlich die von anderen Nutzern geschriebenen Bewertungen lesen. Gemeinsam mit unseren Nutzern möchten wir dafür sorgen, dass chronisch Kranke endlich mehr Transparenz und schnellen Zugriff auf notwendige Informationen haben! 

Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten haben wir auch ein Hygiene-Feature implementiert, mit dem Locations auf die Einhaltung von Hygienestandards bewertet werden können.Unser Gründerteam besteht aus Katrin (CEO, M.Sc. International Business Studies), Doro (COO, Staatsexamen Zahnmedizin) und Nikhil (BA Produktdesign). Im Bereich Entwicklung werden wir fleißig unterstützt von Ben (B.Sc. Wirtschaftsinformatik) und Geo (B.Sc. Informatik).

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Heutzutage kann man Digitalisierung dazu nutzen, nicht nur Geld zu verdienen, sondern damit auch etwas Gutes zu tun – und genau diese Chance möchten wir nutzen. Unser Team hat selber im familiären Umfeld und im Freundeskreis mehrere Personen, die von chronischen Krankheiten betroffen und deshalb im Alltag eingeschränkt sind. Mit Libati können wir nicht nur ihnen, sondern dank der vielen Möglichkeiten heutzutage auch vielen anderen Menschen helfen. 

Welche Vision steckt hinter Libati?

Heutzutage können wir gesunden Menschen mit 3 Klicks im Internet entscheiden, welches Restaurant, Hotel, Café etc. wir besuchen. Betroffene von chronischen Krankheiten und Menschen mit Geheinschränkungen haben dieses Glück meist nicht, denn viel zu viele Informationen fehlen im Vorhinein: Asthmatiker fragen sich zum Beispiel: Gibt es dort Parkplätze in der Nähe? Muss ich Treppen steigen, oder gibt es einen Aufzug? – Während jemand mit Adipositas unsicher ist, ob die Toilettenkabinen groß genug sind und Allergiker im Vorhinein herausfinden müssen, ob es Gerichte gibt, die sie bestellen können. Diese Informationen sind meist im Vorhinein nur mit viel Aufwand zu bekommen. Unsere Vision ist es, chronisch Kranken wieder zu mehr Freiheit zu verhelfen – denn wir finden, dass es jeder verdient hat, frei und unabhängig unterwegs sein zu können. In Zukunft möchten wir die App auch internationalisieren und auf viele weitere Krankheiten ausweiten.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war definitiv, das passende Team aufzubauen. Am Anfang waren Katrin und Doro erst einmal alleine – und als BWLerin und Medizinerin konnten wir die Idee so natürlich nicht umsetzen. Deshalb sind wir dankbar, im Nachhinein unseren Designer Nikhil und unsere Entwickler Ben und Geo gefunden zu haben. Momentan ist es unsere größte Challenge, eine große Community mit vielen Nutzern aufzubauen, die die Locations in unserer App bewerten und diese somit mit Leben füllen. Deshalb würden wir uns umso mehr freuen, wenn ihr als Leser unsere App herunterladen und mit uns die Welt ein kleines Stückchen besser machen würdet!

Finanziert haben wir uns bis jetzt durch Crowdfunding und durch ein Preisgeld, das wir bei einem Startup Wettbewerb der Universität Erlangen-Nürnberg gewonnen haben. Momentan sind wir auf der Suche nach einem Investor. Wir haben auch die ersten Affiliate Partner gefunden, deren Produkte wir unseren Nutzern in einer Unterseite der App zeigen. Wir arbeiten ausschließlich mit Firmen zusammen, die Produkte/Apps/Services anbieten, die für chronisch Kranke einen Mehrwert haben.

Wer ist die Zielgruppe von Libati?

Unsere Nutzer bzw. Early Adopter sind chronisch kranke Menschen in Deutschland, die sich von ihrer Krankheit im Alltag eingeschränkt fühlen und die regelmäßig ein Smartphone benutzen. In Deutschland ist heutzutage jeder Zweite von einer chronischen Krankheit betroffen, davon ist jeder Vierte stärker im Alltag eingeschränkt.

Wie funktioniert Libati? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Libati ist eine community-basierte Plattform, mit der chronisch Kranke neue Locations passend zu ihren individuellen Bedürfnissen finden können. Die App funktioniert folgendermaßen: Zunächst registriert sich der Nutzer und vervollständigt sein Profil. Dabei ist es vor allem wichtig, dass er nicht nur die Krankheit(en) auswählt, von der/denen er betroffen ist, sondern auch die individuellen Triggerfaktoren bzw. Präferenzen. Je nach Krankheit wird der Nutzer durch eine Reihe von Screens geführt, die mögliche Präferenzen passend zur jeweiligen Krankheit abfragt. Wenn der Nutzer all diese Angaben gemacht hat, landet er auf einer Karte, auf der ihm die verschiedenen Orte in seiner Nähe angezeigt werden- markiert in den Ampelfarben rot, grün und gelb. 

Ein rot markierter Ort zeigt an, dass basierend auf den Bewertungen der anderen Nutzer diese Location mit hoher Wahrscheinlichkeit die Symptome der Krankheit triggern könnte/ nicht den eigenen Präferenzen entspricht. Orange markierte Orte haben bezüglich der ausgewählten Trigger mittelmäßige Bewertungen bekommen und ein grün markierter Ort sollte zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit für den jeweiligen Nutzer geeignet sein. Im Übrigen könnte der Nutzer auch zunächst ohne Registrierung und Angabe der Trigger fortfahren, um sich die Funktionen der App anzusehen, würde dann aber nicht die individuellen Empfehlungen für Orte bekommen. Wenn der Nutzer eine bestimmte Location anklickt, bekommt er dann detailliertere Bewertungen zu den einzelnen Triggern angezeigt, sowie gegebenenfalls hochgeladene Bilder und Kommentare, die andere Nutzer hinzugefügt haben.

Momentan gibt es unseres Wissens nach keine vergleichbare App für chronisch Kranke.

Es gibt ein paar Lösungen, die Barrierefreiheit abdecken, aber keine weiteren chronischen Krankheiten. Was unsere App außerdem einzigartig macht, ist ihre Individualisierbarkeit. Nutzer können nicht nur ihre Krankheit auswählen, sondern auch noch individuelle Präferenzen und Trigger. Denn wenn wir eins von unseren App-Testern und anderen chronisch Kranken gelernt haben, dann, dass jeder Mensch ganz unterschiedliche Symptome hat und auf unterschiedliche Gegebenheiten in Restaurants, Hotels etc. Wert legt.

Libati, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wünschen uns, dass wir in 5 Jahren Vollzeit an Libati arbeiten können, schon einige Mitarbeiter haben und fleißig mit der Internationalisierung der App beschäftigt sind! Wir glauben daran, dass Libati gut skalierbar ist und da chronische Krankheiten ein globales, vom Einkommensstatus der Länder unabhängiges Problem sind, denken wir, dass wir mit Libati noch vielen Menschen helfen können. Dazu brauchen wir aber eine starke Community, weshalb wir uns über jeden einzelnen Nutzer und jede einzelne Bewertung in der App sehr freuen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Genug Zeit, Geduld und Optimismus mitzubringen, auch wenn es mal Rückschläge gibt. Nicht jeder wird eure Idee toll oder vielversprechend finden. Und ein funktionierendes MVP hat man nicht in 2 Tagen fertig. Auch wir stehen immer noch relativ am Anfang. Aber wenn man an die eigene Idee glaubt und von Anfang an viel Arbeit in das Startup steckt, kann man alles schaffen!

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Neueste Beiträge

hate Blocker Thaddäus Leutzendorff Gründer hateBlocker faires Leben

Wer schützt uns, wenn Worte zur Waffe werden?

0
hateBlocker bietet eine digitale Lösung, um sich wirksam gegen Hass im Netz zu wehren – einfach, rechtssicher und mit echten Konsequenzen für Täter*innen.