Donnerstag, April 3, 2025
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Feier dich und deine Erfolge so oft es geht, so bleibst du motiviert!

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Vulvani Stealth Mode Factory Berlin britta wiebe

Das Startup Vulvani ist Teil des Stealth Mode Förderprogramm der Factory Berlin: In diesem Interview erzählt die Gründerin Britta Wiebe mehr

Stell dich und dein Startup doch kurz unseren Lesern vor! 

Moin, ich bin Britta. Im April 2021 habe ich zusammen mit meinem Partner Jamin Vulvani gegründet. Vulvani ist die erste digitale Bildungsplattform rund um Menstruation, Zyklusgesundheit und Sexualität. Durch interaktive Online-Kurse, unserem Online-Magazin sowie Social-Media-Kanäle können Menschen unkompliziert und spielerisch Wissenslücken über den weiblichen Körper schließen. Wer seine Periodenbeschwerden, Stimmungsschwankungen und Besonderheiten des Zyklus endlich besser verstehen möchtet, ist bei uns genau richtig! Denn wir machen den Menstruationszyklus zur Lösung und nicht zum Problem. Let’s explore your body!

Warum hast du dich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Die Gründung eines eigenen Startups war am Anfang eigentlich gar nicht der Plan – der Wunsch eine sinnvolle Arbeit auszuüben, die mich auch erfüllt, war jedoch immer da. 

Durch meine Praxis von Free Bleeding bin ich über die natürliche Familienplanung auch zu Zyklusbewusstsein gekommen. Es ist eine wunderschöne kleine Abenteuerreise, die ich seitdem mit meinem Körper erlebe und mich selbst immer besser kennenlerne. Den Menstruationszyklus richtig zu verstehen, ist eine besondere Art, sich der eigenen Gesundheit, Wohlbefinden, Produktivität, Kreativität oder auch Fruchtbarkeit zu nähern – und genau das möchte ich jetzt durch Vulvani auch mit anderen teilen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall. Aus meiner Sicht ist das sogar sehr sinnvoll. Denn nur wenn wir anfangen, können wir uns und unsere Idee auch weiter entwickeln. Oft ist es ja ein Prozess und der Punkt, an dem vermeintlich alles perfekt ist, wird wahrscheinlich nie eintreten. Also lass dich aufs unperfekte Abenteuer ein und glaub an deine Idee! 

Welche Vision steckt hinter Vulvani?

Unsere Vision ist es, dass jeder Mensch die Mög­lich­keit hat, mehr über den eige­nen Kör­per zu ler­nen. Das Ziel von Vul­vani ist es, Tabu­the­men durch unter­halt­same Bil­dung zu nor­ma­li­sie­ren, um Men­schen zu stär­ken und inklu­sive Gesell­schaf­ten zu schaffen.

Wer ist die Zielgruppe?

Alle Menschen mit einem Uterus, Vulvani erreicht also als relevante Zielgruppe potenziell 51 % der Weltbevölkerung! Zunächst richten wir uns mit unseren Onlinekursen an menstruierende Menschen der Generation Y, die sich mit Themen wie Achtsamkeit, Selbstfürsorge oder Nachhaltig beschäftigen. Sie setzen sich bewusst mit dem eigenen Körper auseinander und haben Lust, online zu lernen. Ihnen wird durch gezielte Wissensvermittlung zum eigenen Körper selbstbestimmtes Entscheiden ermöglicht. 

Warum hast du dich für das Stealth Mode Förderprogramm beworben? 

Aus meinem Netzwerk haben schon zwei tolle Gründer:innen am Stealth Mode Programm teilgenommen und mir begeistert davon erzählt. Ich hatte Lust, mit anderen inspirierenden Gründer:innen gemeinsam zu lernen, zu wachsen und im engen Austausch zu sein. Auch mit dem Blick auf 2022 und unser bevorstehenden ersten Finanzierungsrunde habe ich mich auf das Förderprogramm beworben, um Intros zu Investor:innen zu bekommen, neue Kontakte zu knüpfen und mein Netzwerk noch weiter auszubauen – was auch super geklappt hat.  

Wie ist der Ablauf des Stealth Mode Förderprogramms? 

Das Förderprogramm dauert insgesamt 3 Monate. Neben dem persönlichen Mentoring hatten wir pro Woche meist zwei Workshops mit tollen internationalen Expert:innen – von UX Design über Storytelling für Investor:innen bis zu einem Pitch Training war alles dabei, was im Startup Alltag so ansteht. Aufgrund der aktuellen Situation haben die meisten Workshops und Events digital stattgefunden. Beim Demo Day am 15. Dezember sind alle Mentees aber alle live in Berlin zusammengekommen – die Übertragung war dann über YouTube.

Wie werdet ihr von den Mentor:innen unterstützt? 

In regelmäßigen Abständen habe ich mich mit meiner persönlichen Mentorin Yesica Ríos, der Gründerin von Jobmatch.me, getroffen. Sie hat mich vor allem Bereich Branding und Marketing unterstützt. Gerade als Startups mit begrenzten Ressourcen und einem kleinen Team, war das Mentoring wertvoll für mich, um neue Perspektiven kennenlernen und von Yesica’s jahrelangen Marketing-Expertisen zu profitieren. 

Wo möchtest du am Ende des Stealth Mode Förderprogramms stehen? 

Das große Finale von Stealth Mode war hybrid Mitte Dezember in Berlin veranstaltet. Alle Gründerinnen haben vor einer großartigen Jury unsere Startups gepitcht. Das war ein ganz besonderes Gefühl, mit allen Mentees und mit allen Mentees und den Organisatoren des Programms zusammenzukommen und uns unsere Erfolge der letzten Monate zu feiern. 

Wo siehst du dich und dein Startup in fünf Jahren? 

Im nächsten Jahr öffnen wir Vulvani als digitalen Bildungsplattform rund um zyklische Gesundheit. Wir bieten dann neben selbst erstellte Vulvani Originals, auch Co-created-Online-Kurse durch Kooperationen und Online-Kurse von internationalen Expert:innen an. Wir werden zu dem globalen Kompetenzzentrum rund um Menstruationszyklus. In 5 Jahren ist Vulvani der one-stop-shop für alle Themen rund um den weiblichen Körper – von interaktiven Online-Kursen bis hin zu innovativen Produkten. Wir möchten Menschen von der ersten Periode über Verhütung oder Fruchtbarkeit bis hin zur Menopause begleiten.

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Bau dir von Anfang ein starkes Netzwerk aus anderen Gründer:innen auf. Der Austausch mit Menschen, die auch auf der wilden Gründungsreise sind, ist goldwert.

Bewirb dich immer wieder auf Auszeichnungen und Förderprogramme. So bekommst du schnell wertvolles Feedback zu deiner Idee – und vielleicht auch direkt PR oder Unterstützung!

Feier dich und deine Erfolge so oft es geht, so bleibst du motiviert!

Wir bedanken uns bei Britta Wiebe für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Investiert in eure Resilienz

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not less but better stealth mode factory berlin christina roitzheim

Das Startup not less but better ist Teil des Stealth Mode Förderprogramm der Factory Berlin: In diesem Interview erzählt die Gründerin Christina Roitzheim mehr.

Stell dich und dein Startup doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Christina, Psychologin, Design Thinker und Co-Founderin von not less but better. Wenn sich nichts an unserer Smartphone-Nutzung ändert, werden wir im Durchschnitt 17 Jahre unseres Lebens an unseren Handys verbringen. Das ist mehr Zeit und Aufmerksamkeit als den meisten lieb ist. Deshalb haben wir mit not less but better die erste wissenschaftlich validierte App für gesunde Handynutzung entwickelt. In fünf Minuten am Tag lernst du, deine ungesunden Smartphone-Gewohnheiten zu erkennen und zu verbessern. Und das mit der Hilfe von AI zukünftig auch in Echtzeit. Also genau in den Momenten, in denen du dich im Handy verlierst. Unser diverses, internationales Team vereint Technologie und Psychologie, damit wir alle gesund online sein können.

Warum hast du dich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich möchte einen aktiven Beitrag zur Gestaltung unserer Zukunft leisten. Das steckt in mir, seit ich ein Kind bin. Bereits mit sechs Jahren bin ich als Einzige in meiner Familie Vegetarierin geworden. Unternehmertum sehe ich als einzigartige Möglichkeit, dringende Probleme zu lösen. Dass “Handysucht” ein solches Problem ist, wurde mir klar, als ich 2017 im durch-digitalisierten Shanghai lebte. Ich möchte eine Zukunft mitgestalten, in der die vielen Vorteile der Digitalisierung wirken können, jedoch nicht unsere mentale Gesundheit kostet.

Was war bei der Gründung von not less but better die größte Herausforderung?

“Handysucht” ist ein sehr neues Phänomen. Das mobile Internet, wie wir es kennen, ist keine 15 Jahre alt. Damit steckt auch die Forschung, insbesondere zu Langzeiteffekten, noch in den Kinderschuhen. Wir konnten kaum auf bestehende Behandlungen oder Lösungen zurückgreifen, als wir anfingen, unser psychologisches Training zu entwickeln. Das wäre anders gewesen, hätten wir bspw. eine App gegen Depression entwickeln wollen. Deshalb haben wir es selbst in die Hand genommen: Mit Hilfe von Design Thinking entwickelten wir die psychologische Intervention neu und publizierten dazu eine Studie mit der Freien Universität Berlin. Wir konnten zeigen, dass drei Wochen unseres Trainings die Bildschirmzeit signifikant um 20% reduziert.

Eine weitere Herausforderung war es, auch bei der Arbeit eine gesunde Balance zu finden, á la “practice what you preach”. Den Satz “Der Aufbau eines Unternehmens ist kein Sprint, sondern ein Marathon” hatte ich bereits gehört, verstand aber erst später, was er im Kern bedeutet. Gründer:innen haben ein um 50% erhöhtes Risiko, mentale Krankheiten zu entwickeln. Das erscheint mir insbesondere als Gründerin im Bereich Mental Health wie ein wichtiges Dilemma, über das wenig gesprochen wird.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Unbedingt! Die Idee wird sich weiterentwickeln. Aus meiner Arbeit mit Design Thinking weiß ich: Um eine gute Idee zu haben, brauche ich erstmal 100 Ideen. Und dann geht es darum, so schnell wie möglich raus zu gehen und diese zu testen. Es ist wichtig, ständig und schnell zu lernen. Deshalb strukturieren wir unsere Arbeit in Hypothesen und Projekte behandeln wir als Experimente. Immer unter der Frage: Wie können wir am schnellsten unter Einsatz von wenigen Ressourcen am meisten lernen?

Welche Vision steckt hinter not less but better?

Die Zukunft unserer Gesellschaft ist digital. Diese Zukunft möchten wir mitgestalten und dabei helfen, die Vorteile der Digitalisierung für unsere Gesellschaft zu nutzen, ohne mit unserer mentalen Gesundheit dafür zu zahlen. Wir möchten Menschen dazu befähigen, selbst zu regulieren, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit sie online verbringen möchten.

Wer ist die Zielgruppe?

Die 200 Millionen Smartphone-User:innen, die aktiv etwas an ihrer Handy-Nutzung verändern wollen, aber mit den existierenden Lösungen daran scheitern. Das heißt Menschen, die ihre Handynutzung besser regulieren wollen, dann jedoch im Bett nur noch kurz etwas am Handy checken und sich dann in “Mindless Scrolling” verlieren.

Warum hast du dich für das Stealth Mode Förderprogramm beworben?

Anfang 2021 schrieb ich die Worte “Female Founders Tribe” auf mein Vision Board. Mir war klar: Ich wünsche mir Peers! Frauen, mit denen ich mich auf Augenhöhe über meine Herausforderungen als Gründerin austauschen kann. Dieser Austausch kam mit Stealth Mode in mein Leben. Weiterhin habe ich verstanden: Um ein Kind groß zu ziehen braucht es ein Dorf. Genau so ist es auch mit einem Startup. Ich wollte wichtige Kontakte in der Szene knüpfen und von den Besten lernen.

Wie ist der Ablauf des Stealth Mode Förderprogramms?

Das dreimonatige Accelerator-Programm bietet den idealen Rahmen, um sich auf die erste Finanzierungsrunde vorzubereiten. Das “Handwerkszeug” gibt es in Inputs von Branchenexpert:innen zu Themen von Funding Deck zu Cap Table Design. Panel-Diskussionen mit namhaften Vertreter:innen der Szene bieten wertvolle Einblicke und Kontakte. In vier Accountability Sessions konnten wir viel voneinander lernen. Mein persönliches Highlight war der Demo Day am 15. Dezember 2021. Auf der Factory Berlin Bühne vor einer Jury, Presse, Investor:innen und über 300 Menschen im Livestream zu pitchen war ein einmaliges Gefühl.

Wie werdet ihr von den Mentor:innen unterstützt?

Mein Mentor Matthias Laug (CTO von TIER Mobility) und ich haben uns freitags zum Lunch getroffen. Von sehr operativen Herausforderungen in der Produktentwicklung, bis hin zu strategischem Sparring hat er mich großartig unterstützt. Auch persönliche Themen wie “Wann weiß ich als Gründer:in, wann ich genug gearbeitet habe” kamen auf. Durch die großzügige Verbindung mit seinem Netzwerk war Matthias ein echter Hebel und Beschleuniger während des Zeitraums von Stealth Mode.

Wo möchtest du am Ende des Stealth Mode Förderprogramms stehen? 

Wir stehen nun kurz vor dem Abschluss unserer Pre-Seed Runde mit großartigen Partner:innen, die unseren Weg begleiten werden, gestärkt mit einem fantastischen Netzwerk für alle Herausforderungen der Zukunft.

Wo siehst du dich und dein Startup in fünf Jahren? 

In fünf Jahren sind wir die Go-to-Brand für digitales Wohlbefinden und haben eine leicht zugängliche und effektive Lösung für Millionen von Smartphone-Nutzer:innen weltweit entwickelt. Wir kombinieren Psychologie und AI auf diversen digitalen Geräten, um Menschen zu helfen, gesunde Entscheidungen zu treffen. Wir haben ein gesundes Unternehmen aufgebaut, das den Wert der mentalen Gesundheit nicht nur nach außen trägt, sondern auch nach innen lebt.

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Sucht euch Unterstützer:innen, die den Weg bereits gegangen sind. Das hilft, Abkürzungen zu nehmen und nicht jede (schmerzhafte) Erfahrung selbst machen zu müssen.

Findet euren Tribe! Von und mit anderen Lernen macht den Weg nicht nur angenehmer, sondern auch effektiver.

Investiert in eure Resilienz. Lernt euch selbst und eure (Denk-)Muster kennen. Startups sind eine rasante Achterbahnfahrt. Die Komplexität und Geschwindigkeit sind hoch. Übt, euch gut um euch selbst zu kümmern und gesunde Gewohnheiten aufzubauen.

Wir bedanken uns bei Christina Roitzheim für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Der Markt ist bereit für Software, die keinem die Zeit stiehlt

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Freshworks Kundenbeziehungsmanagement

Freshworks entwickelt einfach zu bedienende SaaS-Lösungen für das Kundenbeziehungsmanagement in kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie Start-ups.

Stellen Sie sich und Freshworks doch kurz unseren Lesern vor!

Freshworks ist ein ursprünglich aus Indien stammender Anbieter von SaaS-Lösungen mit Firmensitz in den USA. Wir entwickeln einfach zu nutzende Lösungen für das Kundenbeziehungsmanagement, beispielsweise ein Helpdesk, eine CRM-Suite oder eine Plattform für das IT-Servicemanagement. Die Software ist erschwinglich, schnell zu implementieren und auf den Endnutzer zugeschnitten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ganz am Anfang meiner beruflichen Karriere habe ich als IT-Trainer gearbeitet. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Nutzer:innen viele Anwendungen nur mühsam bedienen konnten. Die Software war klobig, die Benutzeroberfläche unübersichtlich und die Abläufe umständlich. Mein Gedanke war: Das muss einfacher gehen. Deswegen habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, möglichst unkomplizierte und einfach zu bedienende Software zu entwickeln.

Allerdings habe ich ziemlich schnell bemerkt, dass ein Einzelkämpfer nicht sehr weit kommt. Ich hatte nie die Ruhe, mich intensiv um Finanzen, Recruiting und Vertrieb zu kümmern. Deshalb war die Unternehmensgründung naheliegend. Eine gute Entscheidung, denn ich hatte nur wenig Erfahrung jenseits der Software-Entwicklung und habe von den Mitarbeiter:innen für die anderen Unternehmensfunktionen viel gelernt.

Welche Vision steckt hinter Freshworks?

Wenn ein Unternehmen die Zukunft gestalten möchte, sollte es nicht mit Software aus der Vergangenheit arbeiten. Deshalb bietet Freshworks einen gut durchdachten, skalierbaren Technologie-Stack. Er hilft Unternehmen, möglichst effizient zu arbeiten. Besonders wichtig ist uns, dass die Unternehmen ihre Kund:innen und Mitarbeiter:innen mit unseren Produkten einfach und schnell begeistern können.

Doch das ist nicht alles. Eine weitere Priorität sind zufriedene Mitarbeiter:innen. Dafür gebe ich ihnen viele Freiheiten und sorge im Unternehmen für Transparenz. Dann sind auch die Kund:innen zufrieden und das Geschäft läuft gut. Bewährt hat sich diese Unternehmenskultur vor allem während der Pandemie. Wir haben eine „No-one-left-behind“-Strategie formuliert, bei der wir niemanden entlassen haben. Das Leben dieser Menschen hing von Freshworks ab, also haben wir sie nicht im Stich gelassen.

Von der Idee bis zum Startup – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das Unternehmen hat in den letzten zwölf Jahren sehr viele Herausforderungen bestanden. Eine erste gab es direkt in der Gründungsphase und sie hat mit dem juristischen Sitz des Unternehmens zu tun. Monatliche Abogebühren von internationalen Kunden lassen sich leichter über amerikanische Banken abrechnen und um ein solches Konto zu bekommen, muss man ein amerikanisches Unternehmen sein.

Die zweite Herausforderung war der Umzug der Firmenzentrale nach San Mateo im Silicon Valley – und mein eigener Umzug dorthin. Wir waren bis dahin recht stark gewachsen, doch ich befürchtete, dass wir nun an eine Grenze gestoßen waren. Deshalb der Weg in die USA. Denn es ist meine feste Überzeugung, dass die weltweit besten Spezialisten für rasches Wachstum im Silicon Valley sitzen. Dort konnte ich Venture Capitalists persönlich treffen und leichter überzeugen.

Mit Erfolg: Seit 2018 haben wir 335 Millionen US-Dollar von VCs wie Accel, CapitalG, Sequoia und Steadview erhalten. Das hat das Wachstum erleichtert und uns dem Börsengang näher gebracht. Der war die letzte Herausforderung, die wir hervorragend gemeistert haben. Mehr als eine Milliarde Dollar beim Going Public zu erlösen und eine Marktkapitalisierung von 3,5 Milliarden Dollar zu erreichen ist ein großer Erfolg für das Unternehmen und seine Mitarbeiter:innen.

Wer ist die Zielgruppe von Freshworks?

Unsere Lösungen richten sich an kleine und mittelgroße Unternehmen in der ganzen Welt und aus allen Branchen. Doch unsere besondere Aufmerksamkeit gilt Startups und jungen Tech-Unternehmen, die so sind wie wir. Wer sein Geschäft erst aufbaut oder wer rasch wachsen will, benötigt hilfreiche Software. Für uns bedeutet das: Sie muss einfach und schlank sein. Kleinere Unternehmen haben nicht die Ressourcen, um mit umständlichen, trägen Anwendungen zu arbeiten.

Dabei haben wir von Anfang an auf einen internationalen Markt gezielt. Unser erster Kunde war eine australische Schule. Sehr bald danach hatten wir eine Handvoll Produkte an Unternehmen auf vier Kontinenten verkauft. Diese internationale Perspektive haben wir konsequent beibehalten und haben jetzt mehr als 50.000 Kunden aus über 120 Ländern.

Wie funktioniert Freshworks? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das gesamte Portfolio von Freshworks erleichtert die tägliche Arbeit und trägt dazu bei, Kund:innen zu begeistern – zum Beispiel durch hervorragenden Kundenservice oder besonders schnelle Hilfe im Helpdesk. Ein wichtiger Vorteil ist die Zeitersparnis für beide Gruppen. Die Mitarbeiter:innen eines Unternehmens müssen nicht lange nach Kundendaten suchen oder viele Rückfragen stellen. Dadurch sind die Kund:innen schneller am Ziel und zufriedener. Das geht nur mit einer möglichst einfach zu nutzenden Software. Andere Anbieter haben das zum Teil vergessen und ihre Anwendungen mit unübersichtlichen Funktionen ausgerüstet.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Ich würde gerne in fünf Jahren auf weiteres stürmisches Wachstum zurückblicken. Der Markt ist bereit dafür. Die Unternehmen benötigen einfach zu nutzenden Software, die ihnen nicht die Zeit stiehlt und sie begeistert. Anders ausgedrückt: Wir streben danach, eines der beliebtesten Unternehmen der Welt zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Der wichtigste Tipp überhaupt: Begeistere deine Kund:innen. Das Produkt oder der Service muss ihre alltäglichen Probleme lösen. In unserem Fall war es der Anspruch, SaaS wieder so einfach wie in seiner Anfangszeit zu machen.

Mein zweiter Tipp ist ebenfalls eine Lehre aus meiner Karriere als Unternehmer: Orientiere dich direkt an einem weltweiten Markt und baue die richtigen Produkte dafür. Binnenmärkte sind nur selten für ein rasches und nachhaltiges Wachstum geeignet.

Der dritte Tipp: Verliere nicht die Mitarbeiter:innen aus dem Blick. So sind wir unseren Wurzeln in Chennai, Indien treu geblieben. Bis heute entwickeln wir dort, nutzen aber den US-Firmensitz als Sprungbrett für die globale Weiterentwicklung.

Wir bedanken uns bei Girish Mathrubootham für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Lasst euch nicht durch andere unterkriegen

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knowunity lernplattform schulalltag

Knowunity digitale Lernplattform für Schüler:innen erleichtert den Schulalltag

Stellen Sie sich und das Startup Knowunity doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Gregor, Yannik, Julian, Benedict und Lucas, die fünf Gründer von Knowunity. Knowunity ist derzeit mit über 1,4 Millionen Nutzer:innen nach nur einem Jahr Deutschlands beliebteste und schnellst wachsende Schulapp. Mit Knowunity können Schüler:innen jedes Lernproblem in nur einer App lösen. Die App umfasst mehr als 130.000 kostenlose und auf Qualität geprüfte Lerninhalte von und für Schüler:innen, wie beispielsweise Lernzettel und zu allen Fächern, Themen und Klassenstufen ab der 5. Klasse. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind selbst teilweise noch zur Schule gegangen und haben schlichtweg keinen Weg gefunden, unseren Schulalltag auf dem Handy einfacher zu gestalten. Knowunity ist sozusagen aus unseren eigenen Problemen heraus entstanden. Wir wollten unbedingt an einer Lösung arbeiten, die allen Schüler:innen einen digitalen Schulalltag ermöglicht.

Welche Vision steckt hinter Knowunity?

Der Name Knowunity setzt sich zusammen aus den Wörtern “Knowledge” und “Community”. Wir möchten allen Schüler:innen mit unserer Plattform Zugang zur digitalen Bildung ermöglichen und zugleich ihren Schulalltag einfacher und digitaler gestalten. Außerdem ist es uns wichtig, zu jedem Problem oder jeder Frage eine passende Antwort zu haben sowie den Schüler:innen zu jeder Zeit Unterstützung anzubieten. Durch die sozialen Komponenten soll so auch der Spaß und das Interesse an Schule gefördert werden. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Organisation und Finanzierung waren wohl die beiden größten Herausforderungen. Zu Beginn (2019) haben wir Gründer selbst unser ganzes gespartes Geld eingebracht. Jetzt, zwei Jahre später, sind wir sehr glücklich darüber, unsere Vision mit namhaften Investoren wie u.a Project A, Mario Götze, Verena Pausder und vielen weiteren weiter vorantreiben zu können.

Wer ist die Zielgruppe von Knowunity?

Unsere App ist vor allem für Schüler:innen von der 5. bis zur 13. Klasse und soll hier die perfekte Möglichkeit zum Lernen bieten.

Wie funktioniert Knowunity? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Knowunity bietet die erste kostenlose all-in-one Plattform für Schüler:innen, auf der sie die Lerninhalte auf eine moderne und gewohnte Art und Weise erhalten, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen laden dafür ihre geprüften Materialien, wie z. B. Lernzettel oder Präsentationen hoch, teilen sie mit anderen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig – eben eine Plattform von und für Schüler:innen. Neben digitalen Lerninhalten in unzähligen Formaten gibt es auch viele weitere Features, wie z. B. den Q&A Bereich oder die Möglichkeit, Nachhilfe innerhalb von wenigen Minuten digital zu erhalten. Durch mehr als 15.000 Bewertungen mit durchschnittlich 4,7 von 5 Sternen ist Knowunity damit die beliebteste Lernapp unter Schüler:innen.

Knowunity, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten die größte digitale Lernplattform in Europa aufbauen, um somit noch mehr Schüler:innen einen digitalen und effektiven Schulalltag ermöglichen zu können. Wir arbeiten jeden Tag daran, unsere App noch besser zu machen und auf die Bedürfnisse der Schüler:innen einzugehen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Holt euch für Bereiche, in denen ihr wenig versteht, Hilfe dazu und arbeitet immer im Team.

Lasst euch nicht durch andere unterkriegen, aber beachtet Kritik und beschäftigt euch vor allem mit Feedback.

Startet kein Unternehmen nur mit dem Ansporn Geld zu verdienen, sondern mit der wirklichen Leidenschaft, ein Problem zu lösen.

Wir bedanken uns bei Gregor, Yannik, Julian, Benedict und Lucas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Passe dein Geschäftsmodell an den Markt an!

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advocado Matching-Algorithmus Anwalt 550 Partner-Anwälten

Advocado findet anhand eines Matching-Algorithmus den passenden Anwalt aus über 550 Partner-Anwälten

Stellen Sie sich und das Startup advocado doch kurz unseren Lesern vor!

Advocado ist unsere Antwort auf die Fragestellung, wie wir das unter alten Strukturen ächzende Rechtswesen tiefgreifend digitalisieren müssen. Unser knapp fünfzig köpfiges Team an den Standorten in Greifswald und Berlin arbeitet deshalb jeden Tag daran, Rechtssuchende anhand unseres eigenen Matching-Algorithmus mit einem unserer über 550 Partner-Anwälte zu verbinden, sowie deren Zusammenarbeit zu digitalisieren. Seit unserer Gründung in 2014 haben wir es so geschafft, mehr als 200.000 zufriedene Kunden zu bedienen. 

Welche Idee steckt hinter advocado? Wie kam es zur Gründung?

Zur Gründung von advocado kam es, da es seinerzeit und auch heute keine adäquate Lösung gab, seine Rechtsprobleme digital zu adressieren und lösen zu lassen. In Deutschland gibt es mehr als 100.000 zugelassene Anwälte. Aus dieser Masse den passenden und vor allem besten Anwalt zu finden, ist nahezu unmöglich. Dieses Problem wollen wir mit advocado lösen und jedem zu seinem Recht verhelfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Rechtsberatung ist komplex und erfordert ein hohes Maß an Vertrauen. Eine Lösung zu bauen, die Mandanten dann davon überzeugt, Ihr Rechtsproblem komplett online zu lösen, stellte eine echte Herausforderung dar. Stichworte wie Datenschutz und user experience geben hier den Ausschlag. Nichtsdestoweniger hat sich der Aufwand mehr als gelohnt – sehen wir doch tagtäglich die extreme Zufriedenheit unserer Kunden. 

Viele Kanzleien arbeiten dabei noch sehr traditionell und eher weniger digital als andere Branchen. Deswegen wenden wir über unser Kerngeschäft hinaus viel Schulungsaufwand und Service auf, um einige nicht so ganz digitalaffinen Anwälten mit unserem System vertraut zu machen. Nach kurzer Zeit klappt dann allerdings alles von alleine, da die Rechtsexperten unsere Plattform dann vollständig autark bedienen können. 

Wer ist die Zielgruppe von advocado?

Im Grunde genommen jeder, der mit rechtlichen Problemen noch allein dasteht. Dabei können wir auf alle inhaltlichen Fragestellungen reagieren – Ob nun eine Scheidung, Mietvertrag oder arbeitsrechtliche Sachen, inhaltliche Grenzen gibt es bei uns nicht.

Darüber hinaus wollen wir verstärkt auf Geschäftskunden, also kleine und mittlere Unternehmen sowie deren Entscheider zugehen. Auch – und das spielt für die Weiterentwicklung unseres Business eine zentrale Rolle, intensivieren wir mehr und mehr den Kontakt zu etablierten Anwaltskanzleien, für die wir Partner, nicht Gegner sind. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für die Rechtsanwälte sind wir die erste Adresse, um mehr Umsatz zu generieren und die Praxis zu digitalisieren, ohne investieren zu müssen. Für unsere Rechtssuchenden nimmt unser Matching-Algorithmus hier eine Protagonistenrolle ein, die von mehreren zusätzlichen Aspekten begleitet wird. Gerade dem sensiblen Thema der Datensicherheit, begegnen wir mit einer Verschlüsselung von persönlichen Daten gemäß Bankenstandard.

Darüber hinaus kümmern wir uns um das Thema Geschwindigkeit. Denn niemand wartet gerne lange auf eine bestimmte Dienstleistung. Deshalb gewährleisten wir, dass sich unsere Partner-Anwälte binnen zweier Stunden zu einer telefonischen und kostenfreien Ersteinschätzung bei Rechtssuchenden melden. Ebenso sind wir davon überzeugt, dass die Möglichkeit eines Festpreisangebotes ein zusätzlicher Anreiz ist, den passenden Rechtsbeistand via advocado zu beauftragen. So entsteht ein sehr transparentes und von vornerein klar definiertes, preisliches Niveau, auf dem sich beide Seiten bewegen. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Mandanten und Anwälte dann komplett über unsere Plattform miteinander arbeiten können. Schriftliche Kommunikation, Dokumentenaustausch und Archivierung sowie Videochat – eben alles was in heutiger Zeit dazugehört.

advocado, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Wesensmerkmale unserer Zukunftsagenda setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Dabei geht es uns in erster Linie um die Erweiterung unseres Produktportfolios sowie den Ausbau der automatisierten Funktionen unserer Legal-Plattform. Beide Faktoren spielen bei unserer größten Mission, der Expansion in weitere und für uns neue Zielländer eine sehr entscheidende Rolle. So gesehen wollen wir in fünf Jahren nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch in Kontinetaleuropa die führende Plattform unserer Partner-Anwälte und aller Rechtssuchenden werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn du dein Geschäftsmodell mitten auf der Reise an den Markt anpassen musst: passe dein Geschäftsmodell an den Markt an!

Versuche Investoren zu finden die einen langen Atem haben und die nicht nur Geld, sondern auch Know-how und Kontakte mit einbringen können!

Baue ein Team von Expert*innen auf, die auf ihrem Gebiet mehr wissen als du!

Wir bedanken uns bei Andreas Schröteler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

5 Tipps für ein positives Mindset

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Kontrolliere das Unkontrollierbare – 5 Tipps für ein positives Mindset

Eine Studie der WHO zeigt, dass weltweit in 93 % der Länder psychosoziale Dienste gestört oder gestoppt wurden. Auslöser dafür war die Pandemie. Gleichzeitig ist es zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage an Unterstützung gekommen. Tendenz steigend. Deshalb ist es heute wichtiger denn je, dass wir unsere Köpfe aktiv mit positiven und optimistischen Gedanken füllen, um einer Abwärtsspirale von negativen Einflüssen entgegenzuwirken. Was du konkret tun kannst, wenn du mit etwas konfrontiert wirst, was außerhalb deiner Kontrolle liegt, erklärt Expertin Julia Ferstl. Sie verrät 5 Tipps, um in schwierigen Zeiten im Gleichgewicht zu bleiben.

Tipp 1: Fokus auf das eigene Leben

Wer hätte ahnen können, wie es sich anfühlt, wenn draußen in der Welt alles außer Kontrolle gerät? In einem Jahr hat sich viel verändert, doch eines ist noch immer wie vor der Pandemie: Unser Unterbewusstsein nimmt all die schlechten Nachrichten auf und speichert sie ab. Gerade in Zeiten wie diesen ist das keine gute Voraussetzung für das psychische Wohlbefinden der Menschen. Deshalb ist es essentiell wichtig, den Fokus auf das eigene Leben zu richten. Wer nicht mit Angst und Frust durch das Leben gehen will, hat eigentlich gar keine andere Wahl, als sich mehr und mehr auf sich selbst zu konzentrieren.

Tipp 2: Ziele setzen

Den Fokus auf das eigene Leben zu richten bedeutet, das Denken positiv auszurichten. Das Leben besteht nicht nur aus der »Pandemie«, auch wenn das bereits viele Menschen glauben. Eine Alternative wäre, sich beispielsweise über die eigenen Ziele im Leben Gedanken zu machen. Was möchtest du erreichen? Was sind deine Wünsche und Träume? Es gibt eine gute Nachricht: Genauso wie negative Nachrichten unser Unterbewusstsein erreichen, können wir selbst positive Gedanken in unserem Inneren wachsen lassen.

Tipp 3: Vermeide zu hohen Medienkonsum

Die schlechten Nachrichten, die einfach nicht aufhören wollen, prasseln ungebremst auf uns ein. Doch sie können aufhören – wir haben es selbst in der Hand. Es geht nicht darum zu verdrängen, was draußen geschieht. Es geht um das richtige Maß – wie überall im Leben. Wer sich von früh bis spät und nahezu ununterbrochen von Nachrichten und Berichten »füttern« lässt, trägt selbst einen Teil dazu bei, dass es eines Tages zu psychischen Problemen kommen kann. Nutze die frei gewordene Zeit für Aktivitäten, die sich positiv auf dich auswirken.

Tipp 4: Sich selbst wertschätzen

Wer sich selbst wertschätzt, lässt seinen Geist nicht unaufhaltsam mit negativen Schlagzeilen füllen. Wertschätzung sich selbst gegenüber bedeutet, täglich etwas für sich zu tun. Darauf zu achten, dass negative Einflüsse von außen nicht einfach so im eigenen Leben Platz finden dürfen, ist eine gute Voraussetzung für ein positives Mindset und ein starkes Selbstbewusstsein.

Tipp 5: Die eigene Gesundheit stärken

Dem Körper etwas Gutes zu tun, ihn mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen, regelmäßig Bewegung zu machen – all das fördert das Gefühl, Kontrolle über das eigene Leben zu haben. Auch Verantwortung zu übernehmen und auf Ziele zuzugehen, sind wichtige Bausteine für ein starkes »Ich«. Diese stärken deine Gesundheit und deinen Geist.

Fazit:

»Lenke deinen Fokus nicht auf Dinge, die du nicht kontrollieren kannst«, erklärt Expertin Julia Ferstl. Das, was wir nicht kontrollieren und beeinflussen können, kann Angst, Sorgen und Unmut bringen. All das wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Deshalb ist es wichtig, eine neue positive Richtung einzuschlagen und manchmal auch neue Wege zu gehen. Selbstvertrauen und Selbsterkenntnis sind der Schlüssel für ein erfülltes Leben.

Autorin:

Expertin Julia Ferstl begleitet Menschen in schwierigen Phasen und auf dem Weg zur Ganzwerdung. Durch einschneidende Erfahrungen und Krankheiten hat die Expertin einen Weg der persönlichen Entwicklung gemeistert. Heute lebt sie ihre Berufung und hilft Menschen, ihren Platz im Leben zu finden. Mehr zur Expertin gibt es hier https://www.juliaferstl.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Botenstoffe des Glücks

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gehirn glück

Was mein Gehirn tatsächlich mit meinem Glück zu tun hat

Unser Leben ist durch Faktoren wie Erfolg, Liebe, Gesundheit, Zufriedenheit und Ähnlichem geprägt. Viele Menschen definieren Glück unterschiedlich, einige sprechen von einer für sich festgelegte Balance von den gerade genannten Faktoren, andere empfinden bereits Glück, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben – die Varianz ist groß. Doch gibt es wirklich eine einheitliche Definition von Glück? Trotz der Tatsache, dass wir Individuen sind, laufen die biochemischen Prozesse im Gehirn bei allen Menschen gleich ab. Inwiefern diese eine entscheidende Rolle beim Glücksfindungs-Prozess spielen, erklärt uns Lebensglück-Expertin Silvana Alves gerne in diesem Gastbeitrag. 

Glücklich werden 

Wie erlangt man Glück? Was muss ich tun, um im Leben glücklich zu sein? Jeder Mensch wird sich diese Fragen schon einmal gestellt haben. Vielleicht auch du? 

Grundsätzlich kann man sagen, dass Glücksgefühle und Wohlbefinden da entstehen, wo die Chemie stimmt. Wie glücklich wir uns fühlen, steuern zu einem nicht ganz unerheblichen Teil unsere Hormone, insbesondere die Glückshormone. Glück wird im Gehirn durch bestimmte biochemische Botenstoffe ausgelöst (z. B. Dopamin, Serotonin, Oxytocin). Wenn wir eine Erfahrung machen, bei dem genau diese Botenstoffe ausgeschüttet werden, werden sie uns also ein Glücksgefühl bescheren und dies hinterlässt Spuren im Gehirn. Glückserfahrungen werden demnach von unserem Gehirn gelernt. Die Botenstoffe sind dabei eng an unsere psychischen Grundbedürfnisse gekoppelt. 

Glück der Beziehungen 

Da gibt es zum einen das Grundbedürfnis nach Nähe und Verbindung zu anderen Menschen. Erfahren wir diese, spüren wir das Glück der Beziehung. Besonders körperliche Nähe setzt das Glückshormon Oxytocin frei, welches auch als “Kuschelhormon” bekannt ist. Es ist verantwortlich für das Glücksgefühl, welches du spürst, wenn du dich in die Arme eines geliebten Menschen kuschelst oder deine Familienmitglieder umarmst. Oxytocin ist ein wahrer Wohlfühl-Booster, den du nur in Gesellschaft und intensiven Beziehungen mit anderen Menschen findest.

Glück der Belohnung 

Dann gibt es das Grundbedürfnis nach Kompetenz – wir möchten stark sein, etwas können, unserem Willen folgen. Hast du schon einmal eine Auszeichnung erhalten oder dir etwas gekauft, was du dir sehnlich gewünscht hast? Dann wirst du ein Glücksempfinden verspürt haben, welches auf die Ausschüttung von Dopamin und Endorphin zurückging. Unser Belohnungszentrum im Gehirn verwendet Dopamin als Neurotransmitter, der auch für Antrieb und Motivation sorgt. Endorphin hingegen wirkt wie ein körpereigenes Schmerzmittel und löst ebenfalls Euphorie aus. Das ist auch der Grund, weshalb du Verletzungen erst später spürst, wenn du eine sportliche Hochleistung vollbracht hast. Um glücklich sein zu können, sollte man sich also stets für die eigenen Ziele und Wünsche einsetzen und nie unter Wert verkaufen. 

Glück der Entspannung 

Ein weiteres Grundbedürfnis, welches eng an Glückshormone gekoppelt ist, stellt das Streben nach Autonomie dar. Das bedeutet, dass du Gefahren vermeiden und sorgenfrei leben willst. Wenn dir das gelingt, sinken der Cortisol- und Adrenalinspiegel. Dadurch stellt sich eine Entspannung ein, so dass die Bahn frei ist für das körpereigene Morphin (Zufriedenheit) und Serotonin (Gefühl der Beruhigung). Dieses Gefühl erlangst du beispielsweise, wenn du nach einem harten Arbeitstag oder Nachhauseweg durch bitterkalten Schnee in dein Zuhause zurück kommst, dich mit einer Decke auf die Couch kuschelst und die wohlige Wärme genießt. Adrenalin ist jedoch nicht schlecht, im Gegenteil – es steuert unseren Wachheits- und Aufmerksamkeitsgrad, steigert die Motivation und fördert die geistige Leistungsbereitschaft. Du erlebst dich als autonom und somit frei von Fremdsteuerung und Leistung führt dazu, dass du dein Grundbedürfnis nach Autonomie decken kannst. 

Fazit 

Man sieht also: Ob wir Glück empfinden, wird hauptsächlich im Gehirn entschieden. Ausschlaggebend für die Aussendung von Botenstoffen sind unsere Handlungen und Erfahrungen im Äußeren. Es gibt Glückshormone, die bei Ausschüttung für verschiedene Arten von Glücksgefühlen sorgen. Das ist eine faszinierende und spannende Tatsache, bedeutet sie doch auch, dass unser Gehirn nicht darauf ausgelegt ist, jeden Tag nur Euphorie und Glücklichsein zu empfinden. Die Mischung macht’s – und wenn du deine Grundbedürfnisse kennst, dürfte es ein Leichtes sein, eine schöne Balance davon herbeizuführen. Unsere Gefühlswelt möchte erlebt und genossen werden! 

Autor

Silvana Alves Wurzeln befinden sich in der Psycho- und Verhaltenstherapie. Seit 25 Jahren bildet sie sich ununterbrochen in Bereichen der Neurowissenschaften, Psychologie und Gesprächstherapie fort, um ihren Klienten eine der bestmöglichen Transformationen in ihrer eigenen Praxis in Rosenheim zu bieten. Seit 2016 entwickelte sie Online-Programme wie „Switch to be happy“ und „VIP Happy Masterclass“, welche für UnternehmerInnen und Selbstentscheider sind, die nach ihrem Lebensglück, der Lebensfreude sowie nach Leichtigkeit in ihren Alltag streben. Sie schafft es, dank ihrer einzigartigen Kombination aus Fähigkeiten, wiederholt Menschen auf ihr nächstes Glückslevel zu heben.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vieles ergibt sich von alleine

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Econos Zugang zu alternativen grünen Investmentmöglichkeiten

Econos ermöglicht den Zugang zu alternativen grünen Investmentmöglichkeiten

Stellen Sie sich und die Plattform Econos doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Theresa Hauck, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Econos. Mit Econos ermöglichen wir Privatanlegern Zugang zu alternativen grünen Investmentmöglichkeiten, die traditionell nur professionellen Investoren zugänglich sind. Dabei setzen wir auf Blockchain-basierte Technologien und tokenisieren die Investmentmöglichkeiten. Der Investmentprozess ist für Investoren vollständig digital und lässt sich online innerhalb von wenigen Minuten abschließen.

Das Besondere ist, dass unsere Investmentmöglichkeiten natur- oder technologiebasierte Lösungen für den Klimaschutz darstellen. Damit vereinen wir finanzielle und ökologische Interessen und Erwartungshaltungen unserer Anleger. Das kann beispielsweise ein Venture Capital Fonds mit Fokus auf Klimatechnologie sein. Aber auch ein Waldinvestment oder die Projektentwicklung von erneuerbaren Energien, wie beispielsweise Solar- oder Batteriespeicheranlagen, stehen bei Econos zur Auswahl.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Für mich stand sehr früh fest, dass ich Unternehmerin werden möchte. Mit der Gründung von Econos konnte ich meine Leidenschaft fürs Investieren mit meinem Sustainability-Hintergrund vereinen. Dabei steht für mich aber besonders das große Ganze im Zentrum: Investments sind ein enorm großer Hebel für nachhaltige Wirkung. Die großen Investoren dieser Welt haben die finanziellen Möglichkeiten der Energiewende bereits erkannt. Es war an der Zeit, neueste Technologien zu nutzen, um diese Möglichkeiten auch Privatanlegern zu eröffnen und noch mehr Kapital in die richtige Richtung zu lenken.

Was war bei der Gründung von Econos die größte Herausforderung?

Mit der Verwaltung von (privatem) Kapital geht enorm viel Verantwortung einher. Unser Fokus liegt darauf, die finanziellen Ziele unserer Anleger zu erreichen und gleichzeitig die besten Investments zu finden und zu tätigen, die unserem Nachhaltigkeitsanspruch entsprechen. Das Vertrauen unserer ersten Anleger zu gewinnen war eine große Herausforderung. Gleichzeitig mussten wir so von Anfang an extrem professionell arbeiten und haben uns schnell ein starkes Partnernetzwerk (u.a. Pelion Green Future, Pacifico Energy Partners und der World Fund) aufgebaut, um die nötige Expertise und Infrastruktur abzudecken.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, auf jeden Fall! Das muss man sogar, denn oft ist Schnelligkeit gefragt. Wir lernen täglich dazu. Ständiges Feedback und Verbesserungen sind für einen frühen Erfolg unermesslich wichtig. Gleichzeitig muss man in der Gründungsphase wissen, bei welchen Faktoren man von Anfang an keine Abstriche machen darf. Hierzu zählen bei uns: Das Vertrauen der Kunden, regulatorische Sauberkeit und Compliance sowie eine Klarheit bei unserer Investmentstrategie sowie Definition von Nachhaltigkeit.

Welche Vision steckt hinter Econos?

Econos soll im Kapitalmarkt der Zukunft die zentrale Anlaufstelle für nachhaltige Investments werden, sowohl für private als auch für professionelle Anleger. Wir merken schon heute, dass die Erwartungshaltung von Investoren weit über finanzielle Faktoren hinausgeht. Wir wollen die Investitionen über Econos als Hebel für nachhaltige Veränderung nutzen und einen signifikanten Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten. Traditionelle Finanzinstitute werden es aufgrund von fehlender Innovationskraft schwer haben, die Paradigmenwechsel unserer Zeit bzgl. Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der nötigen Geschwindigkeit und mit der nötigen Glaubwürdigkeit mitzugehen. Diese Lücke werden wir füllen.

Wer ist die Zielgruppe von Econos?

Jeder Anleger, unabhängig von seiner Investment-Erfahrung und der Größe seines Portfolios, findet bei uns die passende Investmentmöglichkeit. Was alle unsere Anleger verbindet, ist, dass sie mit ihrem Vermögensaufbau mehr als finanzielle Rendite verfolgen. Bei uns investieren Anleger ab 100 Euro bis zu siebenstelligen Beträgen.

Viele Anleger sind auf der Suche nach besonderen Investmentmöglichkeiten. Eines unserer beliebtesten Investmentmöglichkeiten ist zum Beispiel der größte Venture Capital Fonds Europas mit Fokus auf Klimatechnologien. Solch ein Investment bietet ein attraktives ‘upside potential’, da jungen Unternehmen extrem schnell wachsen und damit an Wert gewinnen können. Gleichzeitig werden Technologien finanziert, die potenziell bahnbrechend für unser Klima sein werden.

Wie funktioniert Econos?

Zunächst wählt Econos anhand von ökonomischen und ökologischen Kriterien eine Investmentmöglichkeit aus, welche anschließend mittels Tokenisierung in kleine Stücke geteilt wird. Die Token sind dabei nicht, wie etwa bei Aktien, physisch als Urkunde verbrieft, sondern ausschließlich digital auf der Blockchain gespeichert. Anleger wählen eine beliebige Höhe für ihr Investment aus und zeichnen vollständig digital. Die zu den erworbenen Tokens gehörigen Rechte und Informationen werden dann sicher auf der Blockchain gespeichert. 

Econos kümmert sich außerdem auch um die gesamte Bürokratie und Verwaltung des Investments. Während der Haltedauer informiert Econos alle Anleger regelmäßig über ihr Investment. Anleger erhalten außerdem Rückflüsse und Renditezahlungen, je nach Investment laufend oder endfällig. Durch unsere mittelbaren Investments bilden wir so die Charakteristiken der Rückflüsse von institutionellen Investoren nach.

In Zukunft wird es außerdem die Möglichkeit geben, Tokens über einen Zweitmarkt zu handeln. Die Chancen der Blockchain-Technologie sind enorm.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Econos ist nicht ‘nur’ Investment-Plattform, sondern stellt als Assetmanager auch sicher, dass die Qualität der Investments höchsten Standards entspricht. Wir erheben vorrangig erfolgsbasierte Gebühren und stellen so sicher, dass wir dieselben Interessen wie unsere Anleger verfolgen. Außerdem bietet Econos durch sein breites Netzwerk den Zugang zu besonders attraktiven Investmentmöglichkeiten. Wir sind beispielsweise die einzige Plattform, die ein mittelbares Investment in den World Fund, den größten Climate Tech VC Fonds in Europa, anbietet. Unsere Anleger schätzen genau diese Exklusivität und Besonderheit.

Welche Tipps findet man noch auf der Webseite?

Anleger finden auf der Econos Webseite vor allem alle Informationen zu den einzelnen Anlageklassen und unseren Investmentprodukten. Wir treten extrem gerne in persönlichen Kontakt mit unseren Anlegern, weshalb wir individuelle Fragen auch per Chat, E-Mail und in persönlichen Gesprächen adressieren. Derzeit arbeiten wir außerdem daran, noch mehr Inhalte und Hintergrundwissen zu Themen rund um nachhaltige Investments, Tokens und Blockchain, Vermögensaufbau, etc. bereitzustellen und unseren Erfahrungsschatz zu teilen.

Warum ist das Thema Finanzen gerade für Frauen für Sie so wichtig?

Finanzen beziehungsweise Vermögensaufbau ist grundsätzlich für jeden und jederzeit wichtig. Insbesondere die aktuelle makroökonomische Situation bzgl. Negativzinsen und steigender Inflation verdeutlicht, wie wichtig es ist, sein Geld zu investieren.

Frauen investieren im Durchschnitt viel weniger als Männer – leider. Am deutschen Aktienmarkt stehen 7,9 Millionen Investoren nur rund 4,5 Millionen Investorinnen gegenüber.

Wie verändert sich die Finanzbranche in den kommenden 12 Monaten?

Der Kapitalmarkt wird weiter digitalisiert und demokratisiert werden. Dadurch wird sich insbesondere der private Kapitalmarkt weiter öffnen. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird eine immer stärkere Rolle spielen. Regulatorische Neuerungen werden die großen Player vor enorme Herausforderungen stellen und tiefgreifende Veränderungen erfordern, insbesondere um Greenwashing zu vermeiden. Außerdem werden makroökonomische Faktoren wie Zinsen und Inflation die Finanzbranche weiter stark beeinflussen.

Econos, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen mit Econos die Möglichkeiten neuer Technologien ausschöpfen und in absehbarer Zeit weitere Funktionen und neue Features schaffen. Dazu zählt auch die Möglichkeit, gekaufte Anteile künftig digital und flexibel an einem Zweitmarkt handeln zu können und damit die Liquidität von klassischerweise illiquiden Investments entstehen zu lassen. Außerdem wollen wir immer mehr Menschen und Kundengruppen den Zugang zu alternativen grünen Anlageprodukten ermöglichen, unseren Beitrag zum Klimaschutz maximieren und die Finanz- und Investmentbranche weiter nachhaltig verändern. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn es ums Gründen geht, gibt es für mich nur einen zentralen ‘Tipp’. Einfach starten und machen. Vieles ergibt sich von alleine.

Wir bedanken uns bei Theresa Hauck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Glaubt an eure Idee und brennt dafür!

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VIGOROUS

VIGOROUS innovative, nachhaltige und vegane Zahnpasta

Stellen Sie sich und das Startup VIGOROUS doch kurz unseren Lesern vor!

Das Alleinstellungsmerkmal von VIGOROUS liegt in einer Serie hochwertiger, innovativer und nachhaltiger Zahnpasten. Wir – das sind Maiko, Hannes und Jannik – sind davon überzeugt, dass Zahnpasta noch viel mehr kann als nur Zähneputzen. Bisher haben wir eine Vitaminzahnpasta herausgebracht, die sehr gut von den Leuten angenommen wurde. Jetzt sind eine Koffeinzahnpasta und eine Melatoninzahnpasta in Arbeit.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Auslöser war, dass Maiko im Schulunterricht erfahren hat, dass die Mundschleimhaut Nährstoffe aufnehmen kann. Damals war er davon so fasziniert, dass er sich gegen ein Medizinstudium entschieden und VIGOROUS gegründet hat. Hannes und ich fanden die Idee von Zahnpasta, über die auch Vitamine, Koffein oder Melatonin aufgenommen werden kann, genauso spannend und waren schnell mit vollem Einsatz dabei.

Welche Vision steckt hinter VIGOROUS?

Wir wollen den Alltag und die Gesundheit der Menschen durch hochwertige, innovative und nachhaltige Kosmetikprodukte verbessern. VIGOROUS soll aber auch auf gesamtgesellschaftliche Probleme wie den Klimawandel und die soziale Ungerechtigkeit eine Antwort haben, denn Unternehmen haben auch eine über den Umsatz hinausgehende Verantwortung

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war es, zuverlässige, hochqualifizierte Partner zu finden, mit denen wir gerne zusammenarbeiten. Denn obwohl wir uns mittlerweile durchaus als Experten für Zahnpasta bezeichnen können, gibt es immer wieder ungeklärte Fragen, für die wir auf Expertise von außen angewiesen sind. Die Entwicklung der Rezeptur übernimmt natürlich auch ein darauf spezialisiertes Entwicklerunternehmen.

Was die Finanzierung angeht, so haben wir uns vollständig selbst finanziert, wobei Maiko das Geld aus einem größeren privaten Darlehen eingebracht hat. Außerdem veranstalten wir gerade ein Crowdfunding auf Startnext unter dem Namen “Zahnpasta Next Level” zur Finanzierung der beiden neuen Zahnpasten. Das Geld aus der Crowdfunding-Kampagne kann uns einen Boost geben und dafür sorgen, dass wir auch für die beiden neuen Zahnpasten keinen Kredit aufnehmen müssen. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Wer ist die Zielgruppe von VIGOROUS?

Die Zielgruppe sind Vegetarier und Veganer sowie alle, die gerne den Wachmach-Effekt von Koffein oder die erhöhte Schlafqualität durch Melatonin genießen und die es cool oder praktisch finden, dies durchs Zähneputzen zu erreichen. Auch ein gewisses Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein zeichnet unsere Zielgruppe aus.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt bisher kaum Konkurrenzprodukte und die, die es gibt, haben klare Nachteile. Wir stehen deshalb mit einer recht neuen Idee erstmal alleine da und können Leute für uns gewinnen. Außerdem kommunizieren wir klare Werte wie Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit und setzen dies auch um. Unsere Tuben und Verpackungen bestehen zum Beispiel aus recycelten Materialien und wir versenden klimaneutral.

VIGOROUS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen uns als Kosmetikunternehmen etablieren, das hochwertige, innovative und nachhaltige Produkte zu fairen Preisen anbietet und den Leuten eine echte Verbesserung ihrer Gesundheit und Lebensqualität bietet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Glaubt an eure Idee und brennt dafür! Wenn ihr selbst nur halb davon überzeugt seid, wird auch der Unternehmenserfolg entsprechend ausfallen.

Zweitens: Bleibt hartnäckig! Zweifel und Probleme gibt es immer und immer wieder und die sehen am Anfang oft unüberwindbar aus. Wenn ihr aber beharrlich bleibt, gelingt irgendwann der Umschwung.

Drittens: Arbeitet wie die Besessenen! Es gibt so Vieles zu erledigen und selbst wenn ihr Einiges mit wenig Aufwand erreicht, wärt ihr mit noch mehr Anstrengung weiter gekommen.

Wir bedanken uns bei Maiko, Hannes und Jannik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sorgenfrei umziehen

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MoveAgain Umzugsplattform Umzug

MoveAgain: Umzugsplattform rund um den Umzug

Stellen Sie sich und das Startup MoveAgain doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Alex Renner, ich bin 31 Jahre alt und einer der Geschäftsführer von MoveAgain. Nach Stationen bei mehreren Startups (u.a. Zalando & trivago) in Deutschland bin ich aufgrund privater Gründe nach Zürich gezogen und hab mit Mladjan Filipovic gemeinsam das Unternehmen MoveAgain gestartet. 

MoveAgain ist eine Umzugsplattform, welche es Umziehenden ermöglichen soll, die bestmögliche Lösung für ihren Umzug zu finden. Wir haben einen Preisalgorithmus entwickelt, welcher den exakten Preis für den Umzug innerhalb weniger Sekunden berechnet und den Umzug direkt buchbar macht. Im Hintergrund arbeiten wir mit Umzugsunternehmen zusammen, die diese Aufträge ausführen und ihre gesamte Administration (Marketing, Payment etc.) über MoveAgain abwickeln.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Für mich war seit Beginn meiner Berufslaufbahn klar, dass ich mich zu irgendeinem Punkt selbständig machen möchte. Nach verschiedenen Stationen bei Startups war Ende 2017 der logische nächste Schritt, ein eigenes Startup zu gründen und alle diese Erfahrungen zu nutzen. 

Des Weiteren war es für mich immer wichtig, an interessanten Problemen zu arbeiten, da ich sonst schnell gelangweilt bin. Dies funktioniert natürlich am besten, wenn man eine eigene Firma gründet und entscheiden kann, welche Themen gelöst werden müssen, um das Unternehmen weiterzuentwickeln.

Welche Vision steckt hinter MoveAgain?

Mit MoveAgain wollen wir Menschen helfen, sorgenfrei in die neuen vier Wände einzuziehen. Ob mit Klavier, Marmorstatue oder Großaquarium umgezogen wird, jeder Umzug wird mit MoveAgain zum stressfreien Erlebnis. Das ermöglichen wir durch technologischen Fortschritt – unsere Internetplattform soll für alle Fragestellungen die passende Lösung finden, egal ob mit Umzugsunternehmen oder in Eigenregie umgezogen wird. In unserer Vision gibt es nur noch Menschen, die an MoveAgain denken, wenn sie sorgenfrei umziehen möchten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Im Laufe der letzten 4 Jahre haben wir natürlich viele Herausforderungen überwinden müssen, um das Unternehmen weiterzuentwickeln. Die größte Herausforderung war und ist es, talentierte Mitarbeitende für unser Unternehmen zu finden. Das Thema Umzug ist kein sexy Thema wie Fashion oder Fitness – daher haben wir viel Arbeit und Zeit investiert, um die richtigen Mitstreiter für unser Projekt zu finden, die ebenfalls so für das Thema brennen wie wir. 

Wir haben seit der Gründung von MoveAgain mehrere Finanzierungsrunden mit Business Angels sowie VCs eingesammelt, welche das schnelle Wachstum von MoveAgain finanzieren und uns bei unternehmerischen Fragestellungen unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von MoveAgain?

Unsere Zielgruppe erstreckt sich über alle Haushalte, die planen, in ihre neuen vier Wände zu ziehen. Dabei konzentrieren wir uns aktuell auf die Gruppe, welche den Umzug mithilfe einer professionellen Umzugsfirma abwickeln möchte. In Zukunft werden wir mit verschiedenen Produkten den gesamten Umzugsmarkt abdecken. Das bedeutet, Kund:innen können unseren Service nutzen, egal ob sie in ein neues WG-Zimmer ziehen oder einen Umzug in ihre neue 10-Zimmer-Villa planen. Wir möchten mit unserer Produktpalette jedem Kunden und jeder Kundin einen individuellen Service bieten.

Wie funktioniert MoveAgain? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf unserer Plattform können die Kund:innen innerhalb von wenigen Minuten einen Umzug buchen. Der Kunde oder die Kundin muss lediglich auf unserer Seite grundlegende Daten zum Umzug angeben (Wohnort, Etage etc.) und das Umzugsgut bestimmen (Möbel, Kisten etc.) und erhält dann innerhalb weniger Sekunden den Preis für den Umzug. Im Hintergrund sucht der Empfehlungsalgorithmus von MoveAgain den richtigen Partner aus, ohne dass der Kunde etwas davon mitbekommt. Wir übernehmen also die Auswahl des richtigen Partners, basierend auf den Präferenzen des Kunden. Des Weiteren bleibt MoveAgain immer der Ansprechpartner für den Kunden, sodass wir bei Problemen oder Sonderwünschen uns direkt kümmern können.

Der Vorteil liegt klar darin, dass wir den gesamten Prozess für den Kunden abdecken und ihn bei seinen Problemen und Sorgen professionell beraten – das alles ganz digital. Bei vielen anderen Anbietern auf dem Markt ist lediglich die Kontaktaufnahme des Kunden digitalisiert und die restliche Abwicklung wird über Telefon, E-Mails und lästige Hausbesuche realisiert. Der Kunde muss ausserdem diesen Prozess mit vielen verschiedenen Anbietern durchlaufen, was lästig ist und viel Zeit in Anspruch nimmt. Wir vergleichen für den Kunden und nehmen ihm die ganze Arbeit ab – praktisch ein Rundum-Sorglos-Paket. 

MoveAgain, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

MoveAgain soll in 5 Jahren der führende Anbieter von Dienstleistungen rund um Umzug in Europa sein. Wir sind seit 6 Monaten in Deutschland aktiv und haben gerade die Expansion in zwei weitere Länder gestartet.  Wir sehen uns mit unserem Produkt als Marktführer und wollen mit ständigen Innovationen den Kund:innen alle Services anbieten, welche sie beim Umzug in ihre neuen vier Wände benötigen. Von der Beratung zum Umzug bis hin zum neuen Backofen – alles aus einer Hand. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Einfach loslegen und starten. Das meiste wird sich auf dem Weg verändern – deshalb ist es sinnfrei, alles detailliert zu planen. Es reicht aus, einen groben Plan zu haben, wohin die Reise gehen soll.
  2. Such dir eine Idee mit einem Markt aus, der groß genug ist oder irgendwann mal groß genug sein wird, um eine Milliardenfirma aufzubauen.
  3. Suche dir Mitgründer:innen aus, die begeistert sind und unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen.

Wir bedanken uns bei Alex Renner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: MoveAgain

Kontakt:

MoveAgain
Hohenstaufenring 55
50674 Köln

www.moveagain.de
info@movegain.de

Ansprechpartner: Alexander Renner, CEO

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/moveagainch
Linkedin: https://www.linkedin.com/company/moveagainch/

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