Donnerstag, April 3, 2025
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Testet Eure Lösung so früh wie möglich mit echten Kund*innen

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SIRIUS Online-Musikunterricht Klangübertragung

SIRIUS: Online-Musikunterricht mit hochqualitativer Klangübertragung

Stellen Sie sich und das Startup SIRIUS doch kurz unseren Lesern vor!

Meine Name ist Sebastian Riegelbauer und ich bin Softwareentwickler und Hobbymusiker. Mit SIRIUS haben wir für Musiker*innen einen digitalen Raum entwickelt, der den Online-Musikunterricht mit hochqualitativer Klangübertragung ermöglicht. Über 10.000 registrierte Lehrende und 30 Musikschulen unterstützen wir bei dem Aufbau des digitalen Unterrichtsangebots. Heute werden wir mit SIRIUS als Kultur- und Kreativpilot Deutschland 2021 als eines von 32 Unternehmen von der Bundesregierung ausgezeichnet. Darüber freuen wir uns sehr!

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker als Ideengeber, entwickelte ich eine Lösung, damit die Dozentinnen und Akademistinnen während des Lockdowns musikalisch in Kontakt bleiben konnten. Das Tool erfuhr in meinem Musiker-Freundeskreis so viel Zuspruch und Nachfrage, sodass ich letztes Jahr SIRIUS gründete. Nun konnte ich meine beiden Leidenschaften für Musik und Technologie zum Beruf gemacht, was großartig ist!

Welche Vision steckt hinter SIRIUS?

Als Softwareentwickler und Musiker, der aus einer sehr musikalischen Familie kommt war ich begeistert, dass ich so pragmatisch und schnell helfen konnte. Mittlerweile verfolge ich mit SIRIUS das Ziel, durch exzellenten Klang & höchsten Datenschutz den musikalischen Austausch weltweit zu beflügeln.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung am Anfang war es, das Problem genau zu identifizieren und in kurzer Zeit eine entsprechende technische Lösung zu entwickeln. Kurz nach der Veröffentlichung von SIRIUS in einer Betaphase hat der zweite Lockdown begonnen und wir hatten Hunderte von Neuanmeldungen pro Tag. Auf solch eine hohe Nachfrage waren wir nicht vorbereitet und es war eine große Aufgabe für mich als Unternehmer alle Bereiche abzudecken – von der technischen Weiterentwicklung, Datenschutz-Themen, Finanzen bis hin zum Kundensupport. Dabei habe ich kurzer Zeit sehr viel gelernt, wofür ich sehr dankbar bin.

Dank der hohen Nachfrage konnten wir sehr schnell die ersten Umsätze durch den Verkauf von Lizenzen erzielen und SIRIUS damit finanzieren. Zusätzlich werden wir von einem Business Angel unterstützt und haben kürzlich erst eine Gründerförderung erhalten. Für das Jahr 2022 spielen wir mit dem Gedanken weiteres Kapital durch Investoren aufzunehmen, um unseren Wachstum zu beschleunigen und neue Ideen auszuprobieren.

Wer ist die Zielgruppe von SIRIUS?

Wir sprechen freischaffende Musiker*innen an sowie Musikschulen und Hochschulen, für die unsere Kombination von optimaler Klangqualität und DSGVO-Konformität im Online-Musikunterricht sehr wichtig ist. Mir macht die Mischung aus den etablierten Institutionen und den freien kreativen sehr viel Spaß! Außerdem haben wir eine Schnittstelle entwickelt, sodass man SIRIUS als White-Label-Lösung in bestehende System integrieren kann.

Wie funktioniert SIRIUS? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

SIRIUS ist der digitale Raum für den klangoptimierten Online-Musikunterricht mit hochqualitativer Klangübertragung für Musikinstrumente und Gesang, ohne jegliche Kompression und Audiofilter. Audio wird immer gegenüber der Videoqualität priorisiert, sodass der Klang konstant hervorragend ist.
Der Unterricht erfolgt über den Computer oder über mobile Endgeräte. Schüler*innen und Unterrichtende treffen sich live in einem virtuellen Unterrichtsraum, in dem auch Funktionen wie Metronom und Stimmgerät den professionellen Musikunterricht unterstützen.
Die Kombination aus exzellentem Klang und hohem Datenschutz (dank unserer Peer-to-Peer Technologie & Serverstandort in Nürnberg) ist das Alleinstellungsmerkmal von SIRIUS.

SIRIUS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Während wir uns aktuell auf den DACH-Markt fokussieren, werden wir ab Mitte 2022 beginnen, SIRIUS auf internationalen Märkten zu etablieren.
Wir wollen schließlich den musikalischen Austausch weltweit beflügeln und ermöglichen. Unser Ziel ist es, global das #1 Videokonferenzsystem für die Musik zu werden!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Versteht ganz genau, welche Probleme Eure Nutzer*innen haben und was sie wirklich bewegt.
  2. Testet Eure Lösung so früh wie möglich mit echten Kund*innen und verbessert das Produkt in schnellen Iterationen.
  3. Lest das Buch “The Lean Startup” von Eric Ries.

Wir bedanken uns bei  Sebastian Riegelbauer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: SIRIUS

Kontakt:

Sirius Music Communications GmbH
Bülowstr. 68
D- 10783 Berlin

www.sirius.video
sebastian@sirius.video

Ansprechpartner: Sebastian Riegelbauer

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/sirius.video/
Facebook: https://www.facebook.com/SIRIUS.VIDEO/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/sirius-music-communications

Offen für Ratschläge sein

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Bitrock Digital Partners Venture Builder München

Bitrock Digital Partners unabhängiger Venture Builder mit Sitz in München

Stellen Sie sich und das Startup Bitrock Digital Partners doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Marc Mielmann und Lucas Kerscher, beide 39 Jahre, ehemalige Unternehmensberater und erfahrene Startup-Gründer. Kennengelernt haben wir uns über einen befreundeten Private-Equity-Investor. Wir haben sehr schnell gemerkt, dass wir die gleiche Vision teilen und identische Wertevorstellungen haben – das war der Startschuss für Bitrock. 

Bitrock Digital Partners ist ein unabhängiger Venture Builder mit Sitz in München. Zusammen mit etablierten Unternehmen aus verschiedenen Industrien baut Bitrock neue digitale Geschäftsmodelle mit signifikantem Umsatzpotential auf. Das umfasst sowohl die (digitalen) Produkte/Services als auch das Team sowie die Organisationseinheit – zum Beispiel eine neue Abteilung oder auch eine neue eigene Firma. Dabei geht Bitrock gerne mit seinen Partnern ins unternehmerische Risiko und hält Anteile an den gemeinsam gegründeten neuen Unternehmen oder erhält eine Umsatzbeteiligung.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

In diesem Fall gibt es nicht den einen Grund, sondern viel mehr eine Kombination aus dem richtigen Timing, den richtigen Leuten und einer gemeinsamen Vision. Marc und ich waren ja schon vor Bitrock unternehmerisch aktiv – und kommen beide auch persönlich aus einem sehr unternehmerischen Umfeld. Als wir dann 2018 die Chance gesehen haben mit unserer Vorstellung eines Venture Builders einen signifikanten Mehrwert im deutschen Mittelstand zu schaffen, kam der Entschluss Bitrock zu gründen.

Welche Vision steckt hinter Bitrock Digital Partners?

Die deutsche Industrie muss einen fundamentalen Wechsel durchleben, um in diesem globalen und immer stärker digitalisierten Wettbewerb mitzuhalten und zusätzlich ihre ESG-Ziele erreichen zu können. Wir sind überzeugt, dass dies ohne neue digitale Geschäftsmodelle nicht möglich sein wird und – wenn wir es nicht schaffen – es den deutschen Mittelstand in 10 bis 20 Jahren so nicht mehr geben wird. Wir wollen mit Bitrock die Weltmarktführer von Morgen mitgestalten und diese sind nach unserer Überzeugung digital, nachhaltig und agil.  

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als junges Unternehmen gibt es mehr als genug Herausforderungen. Die erste Herausforderung begleitet uns ständig und wird dies auch noch Jahre lang tun. Es ist die Bereitschaft, die Offenheit und der Mut unserer Kunden neue Wege zu gehen. Obwohl die Erkenntnis, dass ein „weiter so“ nicht reichen wird oft schon vorhanden ist, erfolgt die Umsetzung – aus verschiedenen Gründen – nur zögerlich. 

Die nächste große Herausforderung war und ist unser schnelles Wachstum. Wir haben uns von 2020 auf 2021 verdreifacht. Dies erfordert neben der operativen Arbeit, den Aufbau neuer Strukturen, die Einführung anderer Prozesse, sowie die neue Verteilung von Aufgaben und Themengebiete. Hier gehen wir auch selbst immer neue Wege und verstehen unsere eigene Organisation als Vorreiter.   

Die letzte und sehr aktuelle Herausforderung ist der Wettbewerb um Top-Talente, bei dem wir und unsere Ventures natürlich auch mit großen Playern wie den Googles und Apples dieser Welt konkurrieren. Für den langfristigen Erfolg sind unsere Mitarbeiter das wichtigste Erfolgskriterium.

Zur Thema Finanzierung. Bitrock ist bis heute vollständig eigenfinanziert und dies soll auch so bleiben. Das ermöglicht uns die unternehmerische Freiheit, in Dinge und Maßnahmen zu investieren, die wir für sinnvoll und wichtig halten und unabhängig von externen Faktoren wie zum Beispiel Investoren Entscheidungen zu treffen. Für uns bedeutet dies aber auch ein gesundes und nachhaltiges Wachstum des Unternehmens nach unseren Vorstellungen zu erreichen. 

Wer ist die Zielgruppe von Bitrock Digital Partners?

Unsere Zielgruppe sind mittelständische Unternehmen im DACH Raum. 

Wie funktioniert Bitrock Digital Partners? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Vereinfacht gesagt haben wir bei Bitrock drei Phasen. Am Anfang schauen wir uns das Umfeld des Unternehmens und das Unternehmen selbst an. Daraus leiten wir dann spannende Geschäftsideen, Produkte oder Services ab. In der nächsten Phase werden diese dann in unserem erprobten Prozess in verschiedensten Kategorien validiert. Sobald wir uns sicher sind mit welcher Initiative wir voll durchstarten wollen, folgt die letzte Phase. Dort geht es dann um die Umsetzung, Implementierung und letztlich die Skalierung der ausgewählten Lösung.

Als Vorteile würde ich drei wesentliche Bestandteile nennen, die uns besonders auszeichnen. Zum Ersten der unternehmerische Ansatz. Dies bedeutet, dass wir von unseren digitalen Geschäftsmodellen so überzeugt sind, dass wir bereit sind, unsere Arbeitsstunden für eine Umsatzbeteiligung o.ä. zu investieren. Der zweite Aspekt ist die Kombination von zwei Welten. Das Bitrock Team verbindet jahrelange Erfahrung in der Corporate Welt mit geballter Startup Kraft aus der Gründung zahlreicher eigener Ventures. 

Der letzte und wahrscheinlich wichtigste Punkt, der uns auch von unseren Wettbewerbern unterscheidet, ist unser Plattform Ansatz. Bitrock versteht sich als Plattform mit Zugang zu unterschiedlichsten Netzwerken. Da ein einzelnes Unternehmen fast nie die besten Spezialisten in allen Bereich hat, haben wir diesen Ansatz gewählt, um für jedes Projekt die richtigen Partner mit ins Boot zu holen. Ein Entwicklungspartner für IIoT Plattformen ist beispielsweise nicht automatisch der beste Partner für die Entwicklung eines Online-Marktplatzes. Durch diesen Plattform Gedanken, stellen wir immer sicher, dass das bestmögliche Team mit der größten Expertise an einem Projekt arbeitet. 

Bitrock Digital Partners, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir in unserem Bereich Marktführer im DACH Raum sein und die Go-to Adresse für alle Mittelständer, wenn es um das Thema neue digitale Geschäftsmodelle und Ventures geht. Zudem möchten wir bis dahin ein eigenes Portfolio an verschiedenen Assets etabliert haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das ist keine leichte Frage und immer stark abhängig von der Idee und den Gründern.

Der Erste ist, sich sehr früh und intensiv Gedanken über den Vertrieb zu machen. Konkret bedeutet das, wie bringe ich mein Produkt an den Kunden und was genau will der Kunde/die Kundin eigentlich. Das klingt jetzt wahrscheinlich etwas trivial, jedoch fällt einem auf, dass Gründer:innen sich so sehr auf das eigene Produkt fokussieren, dass Sie oft die wichtigste Komponente, die Kund:innen vernachlässigen. Natürlich ist ein gutes Produkt essenziell aber noch viel wichtiger ist es, dass ein Kunde dein Produkt kauft, du dir Feedback holen kannst und so dein Produkt noch weiter verbessern kannst. 

Der zweite Tipp ist immer offen für Ratschläge zu sein und sich aktiv Feedback zu holen. Insbesondere auch Feedback von außerhalb der eigenen „Filterblase“.  Das gibt immer wieder Inspiration und hilft natürlich, den einen oder anderen Fehler zu vermeiden. 

Mein dritter und letzter Tipp ist eine/n gute/n Partner:in in Crime und eine hohe Frustrationstoleranz zu haben. Dies bezieht sich anfangs auf die Gründer:innen, in den folgenden Jahren aber auch auf das gesamte Team. Unternehmertum und ein Start-up gründen ist wie eine Achterbahn. Man hat viele Erfolgserlebnisse, aber auch viele „Fuck-Ups“. In solchen Situationen die richtige/n Partner:in und das richtige Team zu haben kann teilweise darüber entscheiden, ob das Unternehmen bestehen bleibt oder nicht. Bei Bitrock bin ich sehr dankbar dies gefunden zu haben und glaube, dass wir gerade deshalb ein umso stärkeres Unternehmen sind. 

Wir bedanken uns bei Marc Mielmann und Lucas Kerscher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Glück kommt nicht von außen sondern von innen

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Kennzeichen.Express Kfz-Kennzeichen

Kennzeichen.Express Onlineshop für Kfz-Kennzeichen in Deutschland

Stellen Sie sich und das Startup Kennzeichen.Express doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Anton Luskan, Gründer von Kennzeichen.Express – dem Onlineshop für Kfz-Kennzeichen in Deutschland.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Auf die Idee für Kennzeichen.Express kam ich, als ich 2017 ein Auto anmelden wollte. Der Preis von 40€ für zwei Nummernschilder an der Zulassungsstelle erschien mir doch sehr hoch. Bei meiner anschließenden Recherche stieß ich auf das Kennzeichen-Kartell. Das sind eine Hand voll großer Unternehmen, die den deutschen Markt unter sich aufgeteilt haben. Die Preise werden durch Absprachen hochgehalten und der Wettbewerb so unterbunden. Für den Endverbraucher gab keine gute Alternative. Das sah ich als Chance und beschloss selbst etwas dagegen zu unternehmen.

Welche Vision steckt hinter Kennzeichen.Express?

Mit jeder Bestellung auf Kennzeichen.Express pflanzen wir Bäume. Gemeinsam mit unseren Kunden leisten wir damit einen positiven Beitrag zum Klimaschutz – für eine bessere Zukunft unseres Planeten. Bisher wurden knapp 200.000 Bäume, Mangroven um genau zu sein, gepflanzt.

Die Bäume werden auf Madagaskar,  einem der ärmsten Länder der Welt, gepflanzt. Mangroven binden 4x mehr CO2 als tropische Bäume. Eine Mangrove bedeutet ca. 305kg gebundenes CO2 – die Emissionen einer Autofahrt von Stockholm nach Rom. Außerdem sind Mangroven die Heimat vieler bedrohter Tierarten und bilden die Grundlage fruchtbarer Böden für die Einheimischen.

Wir wollten nicht nur selbst nachhaltig wirtschaften; wir wollten auch zeigen, dass es möglich ist, Verantwortung zu übernehmen und wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Damit wollen wir dazu beitragen, dass sich unsere Wirtschaft in eine gemeinwohlorientierte, werthaltige Richtung weiterentwickelt. „Sei du selbst die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst. “ – Mahatma Gandhi

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gab keine einzelnen großen Herausforderungen sondern eher viele kleine. Wie zum Beispiel Rechtsstreitigkeiten mit der Konkurrenz, Totalausfälle in der Logistik, technische Schwierigkeiten mit der Software.Wir sind bootstrapped. Gestartet sind wir also mit Ersparnissen. Gewachsen sind wir aus eigenen Mitteln.

Wer ist die Zielgruppe von Kennzeichen.Express?

Unsere Zielgruppe sind alle deutschen Autofahrer. Sowohl B2B als auch B2C.

Warum ist es wichtig, in der heutigen Zeit ein derart wichtiges Zeichen für die Umwelt zu setzen?

Die größten Herausforderungen unserer Zeit können nicht durch die Politik bzw. den Staat und gemeinnützigen Organisationen allein gelöst werden. Unternehmen sollten durch ihre Produkte, Praktiken und ihren Profit danach streben, keine Schäden anzurichten und allen zugute zu kommen. Gerade Branchen die stark zum Klimawandel beigetragen haben, sollten Verantwortung übernehmen und aktiv etwas dagegen tun und nicht nur ihren Profit maximieren. Elon Musk hat es mit Tesla vorgemacht und den Umstieg zur Elektromobilität eingeläutet. Die deutsche Autoindustrie hätte von Anfang an ebenfalls Vorreiter sein können und hat den Anschluss bisher leider verpasst.

Kennzeichen.Express, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Viele Endverbraucher wissen nicht, dass Kennzeichen auch online erworben werden können. Wir möchten daher unseren Bekanntheitsgrad steigern, um noch mehr Menschen einen Mehrwert bieten und damit gleichzeitig noch mehr Bäume pflanzen zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1) Achte auf deine mentale Gesundheit, denn diese ist die Grundlage für alles Weitere. Ein guter Coach oder Therapeut sind Gold wert und ein echtes Privileg. Es lohnt sich auf seine Vergangenheit und Altlasten zu schauen und diese Aufzuarbeiten. Limitierende Glaubenssätze ausfindig zu machen und umzuschreiben. Der Effekt, den das aufs eigene Leben hat, ist immens.

2) Versuche nicht jemand zu sein, der du nicht bist. Finde deinen eigenen Weg der zu dir passt. Und finde heraus wer du bist, was dich ausmacht, wie du funktionierst. Finde heraus was deine Stärken sind und fokussiere dich auf diese. Ein sehr guter Anfang, um sich selbst besser zu verstehen, sind Persönlichkeitstests wie der von 16personalities.com, basierend auf dem Myers-Briggs-Typenindikator.

3) Glück kommt nicht von außen sondern von innen. Externale Faktoren wie Statussymbole, Sex, Geld, etc. machen nur kurzfristig glücklich. Durch die Hedonistische Tretmühle sind wir kurze Zeit später genauso glücklich oder unglücklich wie zuvor. Nachhaltiges Glück ist gleichzusetzen mit innerem Frieden. Bewusst in dem Moment zu sein. Nicht über die Vergangenheit zu denken und nicht an die Zukunft. Frei zu sein von Bedürfnissen. Zufrieden und dankbar zu sein mit dem was man hat. 

“Happiness is reality minus expectations.”

Wir bedanken uns bei Anton Luskan für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Du brauchst eine Vision, wohin deine Reise gehen soll

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Hamburg-Zanzibar Tumeric No. 1 Gin Kurkuma

Hamburg-Zanzibar: Tumeric No. 1 Gin mit Kurkuma

Stellen Sie sich und das Startup Hamburg-Zanzibar doch kurz unseren Lesern vor!

Wir brennen in der kleinsten Destille Hamburgs den „besten Gin der Welt“. Anfang dieses Jahres wurde unser selbstkreierter „Tumeric No. 1“ beim „World Gin Award“ als „World’s Best Flavoured“ ausgezeichnet. Seitdem haben zahlreiche Medien über Hamburg-Zanzibar berichtet und wir können gar nicht so schnell brennen, wie unsere Lager sich leeren . 

Wir, das sind mein Partner Hauke und ich, Yuka Suzuki. Während meiner Elternzeit mit unserem vierten Kind habe ich mich nebenberuflich selbständig gemacht und unser Gin-Startup gegründet. Dass es nur drei Jahre später so erfolgreich sein würde und wir beide unsere Jobs dafür aufgeben und hauptberuflich Gin destillieren und kreieren, hätten wir damals nie gedacht. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Unser Startup entstand aus Jux während der Elternzeit. Wir hatten uns eine kleine Destille für daheim zugelegt und wollten in unserer heimischen Küche eigentlich nur ein paar selbst gebaute Gin-Rezepte ausprobieren. Ich fand Gin immer ziemlich fürchterlich. Doch unser Gin mit den Resten Kurkuma der vergangenen Zanzibar-Reise hat mich sofort umgehauen. 

Dann dachten wir: Vielleicht könnten wir unseren Gin verkaufen und unseren Urlaub damit bezuschussen. Als es auf das Ende der Elternzeit zuging, suchte ich einen Weg, meine Arbeit um unsere vier Kinder herum zu gestalten. Ich begann nebenberuflich, Hamburg-Zanzibar aufzubauen. 2020 wagte ich den kompletten Schritt in die Selbständigkeit. 

Als unser Gin Anfang 2021 als bester Gin der Welt ausgezeichnet wurde, ging es dann Schlag auf Schlag. Die Medienresonanz war riesig und wir konnten uns vor Bestellungen gar nicht retten. So hängte dann auch Hauke Mitte dieses Jahres seinen Job als Biologe nach 20 Jahren an den Nagel und stieg in Vollzeit in unser Startup ein. 

Welche Vision steckt hinter Hamburg-Zanzibar?

Wir sind absolute Quereinsteiger und vertrauen auf unsere Intuition und unser Bauchgefühl. Genau das hat uns zum Erfolg geführt. Wir wollen außergewöhnliche Spirits kreieren, die mit polarisierenden Komponenten wie Kurkuma oder rosa Pfeffer vom Mainstream abweichen, und dennoch markttauglich sind. 

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Große Entscheidungen zu treffen ist immer herausfordernd. Darum haben wir zunächst klein angefangen und Hamburg-Zanzibar nebenberuflich gestartet. Wir haben anfangs nur eigenes Geld investiert, und das, obwohl wir nie im Geld schwammen. Wir glaubten an unsere Idee und haben dafür auf Urlaub, ein neues Auto und andere Dinge verzichtet, um „unser Baby“ ans Laufen zu bekommen. 

Vor der größten Herausforderung standen wir dann im ersten Lockdown. Sollten wir in unsere eigene Destille investieren? In einer Zeit, in der alle Bars geschlossen waren und wir auf unseren bis dato stärksten Vertriebskanal – den Hamburger Spezialitätenhandel, Concept Stores und Spirituosenläden – nicht wirklich bauen konnten? 

Der Kopf sagte „nein“, aber der Bauch war lauter (lacht)! So betreiben wir seit 2020 in Hamburg-Poppenbüttel die „kleinste Destille Hamburgs“ und stellen dort unsere Spirituosen her. Jeden Donnerstag gibt es einen Lagerverkauf. Wer mag, kann dann auch einen Blick auf die Destilliermaschine werfen und erfährt Insights aus der Welt der Botanicals. 

Wer ist die Zielgruppe von Hamburg-Zanzibar?

Gin erlebt eine Renaissance. Immer mehr Menschen verfallen ihm und haben Lust, ungewöhnliche Spirits zu probieren. Und genau diejenigen sind unsere Zielgruppe: Gin-Liebhaber, die mehr dem Genuss als der Wirkung frönen und bereit sind, sich geschmacklich auf etwas völlig Neues einzulassen; die nicht unbedingt den Gin „für jeden Abend“ suchen, sondern etwas Besonderes genießen möchten. 

Doch wir haben auch etwas im Angebot für Autofahrer oder diejenigen, die Gin lieber (fast) alkoholfrei genießen möchten. Unser „Dropping Gin“ verfeinert jedes Tonic Water mit einem unverwechselbaren Gin-Geschmack – ist aber dennoch (fast) alkoholfrei. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind Handwerker, eine Gin-Manufaktur sozusagen. Das heißt, dass wir jede Flasche mit Liebe brennen und nur kleine Mengen produzieren. 

Unseren prämierten „Tumeric No. 1“ schmeckt man garantiert aus 1.000 anderen Gins heraus. Er ist absolut speziell und außergewöhnlich. Jeder Schluck nimmt dich mit auf eine Reise. Seine besondere Note verleiht ihm der Kurkuma, der mal ursprünglich aus Zanzibar kam. Wir sind die einzigen, die Kurkuma als Lead-Botanical verwenden. Das bringt ein völlig neues Geschmackserlebnis mit sich und ermöglicht es, komplett neue Drinks zu kreieren. 

Hamburg-Zanzibar, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Derzeit sind wir überwiegend in Hamburg präsent. Wir wünschen uns, dass wir es schaffen, auch in anderen Metropolen Deutschlands im Handel und in den Bars vertreten zu sein.

Außerdem wollen wir das Besondere an unserem Gin noch stärker in den Fokus rücken. Wir machen den „besten Gin der Welt“, weil wir uns getraut haben, gegen den Strom zu schwimmen. Das wollen wir auch mit all unseren neuen Kreationen wie Akquavits, unserem „Dropping Gin“ oder weiteren Spirits unter Beweis stellen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Du brauchst eine Vision, wohin deine Reise gehen soll. Für mich war es die klare Vorstellung davon, dass ich meine Arbeit um unsere Familie und unsere Kinder herum gestalten kann. 

Such‘ dir Partner zum mentalen Sparring, die dich inspirieren und motivieren. Es ist manchmal so unfassbar anstrengend, ein Startup am Laufen zu halten. Da ist es eine Wohltat, sich mit Menschen auszutauschen, die einen verstehen und unterstützen. Ich empfinde das jedes Mal als eine regelrechte Energiedusche (lacht).

Schreib‘ einen guten Business- und Liquiditätsplan. So klar das Bauchgefühl und die Überzeugung für dein eigenes Business auch sind: Ich fand es hilfreich, alle Zahlen mit einem Experten durchzugehen. So konnte ich meine eigene Zielsetzung besser feststecken und an aktuelle Gegebenheiten anpassen. 

Wir bedanken uns bei Yuka Suzuki für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Hamburg-Zanzibar

Kontakt:

Hamburg-Zanzibar
Stadtrand & Co. GmbH
Poppenbüttler Landstr. 1
D-22391 Hamburg

www.hamburg-zanzibar.de
post@hamburg-zanzibar.de

Ansprechpartner: Yuka Suzuki & Hauke Günther

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/hhzanzibar/
Facebook: https://www.facebook.com/hhzanzibar

Erzähle deine Geschichte!

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sofatutor Lernvideos

sofatutor Online-Lernplattform für Schüler*innen mit knapp 11.000 Lernvideos

Stellen Sie sich und das Startup sofatutor doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Stephan Bayer, Gründer und CEO von sofatutor. sofatutor ist die umfassendste Online-Lernplattform für Schüler*innen im deutschsprachigen Raum mit knapp 11.000 Lernvideos, 40.000 Übungen und ebenso vielen Arbeitsblättern für alle Klassenstufen und Fächer. Seit über zehn Jahren arbeiten wir daran, das Lernen zu verbessern. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee für sofatutor kam mir während meines Studiums. Damals habe ich für mich und meine Kommiliton*innen Lernvideos erstellt und mich gewundert: Wieso macht das noch niemand? Denn zumindest mir wären manche Fächer in der Schule deutlich einfacher gefallen, wenn ich so eine Unterstützung gehabt hätte. 

Welche Vision steckt hinter sofatutor?

Mit sofatutor möchte ich Kinder unterstützen, ihre Freude am Lernen wiederzuentdecken. Mit individuellen Lernlösungen können wir nicht nur den Unterricht voranbringen, sondern auch mehr Chancengleichheit herstellen. Unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund müssen Kinder so gut wie möglich unterstützt werden, ihre eigenen Lernziele zu verfolgen: Ob das der Schulabschluss, die Vorbereitung auf ein spezielles Studium oder eine Ausbildung ist oder einfach der Wunsch, ein Thema endlich richtig zu verstehen. Meine Vision ist deshalb: an allen Schulen den Unterricht mit sofatutor zu ergänzen. So macht es z. B. Bremen seit 2018 und auch die Länder Sachsen und Hessen nutzen die Plattform für die Vertiefung von Lernstoff. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine Vorreiterstellung ist immer auch eine Herausforderung. Als Pionier im Online-Lernen sind wir seit 2008 mit sofatutor als eines der ersten Tools auf dem Markt. Vor allem am Anfang – als Videoplattformen wie YouTube noch ganz frisch waren – konnte man sich unter „Online-Lernen“ nichts vorstellen. Aber es hat sich einiges getan. Dass unser Konzept überzeugt, zeigen auch die Investments, die wir bisher sichern konnten. Zu Beginn diesen Jahres haben wir unsere Investorenstruktur neu geordnet und gestalten mit unseren neuen Investoren unsere nächsten Schritte, um weiter zu wachsen und die Allround-Lösung für alle Kinder bei Schulfragen anzubieten.

Wer ist die Zielgruppe von sofatutor?

Mir ist es wichtig, Schüler*innen, Eltern und Schulen zusammenzubringen. Nur dann kann Bildung funktionieren. Durch den Fachkräftemangel und das hohe Arbeitspensum stehen Lehrkräfte unter enormem Druck. Da bleibt nur wenig Zeit, sich intensiv um einzelne Schüler*innen zu kümmern. Digitale Lerninhalte sparen wertvolle Vorbereitungszeit und schaffen Raum für persönliche Hilfestellungen. Schüler*innen wollen wir helfen, Wissenslücken zu schließen und sich sicher im Unterricht und vor Prüfungen zu fühlen. Außerdem ist sofatutor eine große Entlastung für Eltern. Es freut uns, dass sich auch immer mehr Unternehmen, wie z. B. die Deutsche Telekom, entscheiden, ihren Mitarbeitenden mit Schulkindern den Zugang zu sofatutor als Corporate Benefit zu ermöglichen. 

Wie funktioniert sofatutor? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir bringen die digitale Lernwelt ins Kinderzimmer und den Klassenraum. Auf unserer Webseite und in der App stehen den Schüler*innen knapp 11.000 Lernvideos zur Verfügung, die didaktisch konzipiert und altersgerecht aufgebaut sind. Dazu gibt es mehr als 40.000 interaktive Online-Übungen, die mit den Inhalten aus den Videos zusammenpassen. So wird das Wissen direkt vertieft und angewendet. Schüler*innen können den Schulstoff so oft wiederholen und nochmal schauen, bis sie das Thema verstanden haben. Alle unsere Inhalte werden von Lehrkräften erstellt und geprüft. Es gibt außerdem noch einen Lernspiel-Bereich speziell für Grundschüler*innen, digitale Karteikarten, die zum regelmäßigen Vokabellernen animieren und eine Menge Abzeichen, die Kinder durch fleißiges Lernen sammeln können. Sollte ein Kind trotz der umfangreichen Erklärungen mal nicht weiterkommen, helfen Lehrkräfte im Live-Chat. 

sofatutor, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten Jahren soll sofatutor noch mehr zur ganzheitlichen Lernsuite werden, die im regulären Unterricht ankommt – ich verwende hier gern das Bild vom digitalen Schulrucksack, der mit allem gefüllt ist, was ein Kind während seiner Schulzeit braucht. Ich hoffe auch, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Politik, Schulen und uns EdTech-Unternehmen in der Zukunft weiter verbessert und intensiviert. Da hakt es bisher leider noch. Aber wir sind bereit für den Austausch. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Baue dir ein A-Team auf. Als Gründer*in neigt man dazu zu glauben, dass man selbst alles am besten kann. Wer so denkt, hängt in zu vielen Details fest und verliert seinen Fokus. Mein Tipp: Such dir Leute, die von gewissen Themen mehr verstehen als du und hole sie mit ins Boot. Als Gründer*in solltest du dich dann nur auf die Dinge konzentrieren, die für dein Business gerade am kritischsten sind. 

Erzähle deine Geschichte! Gerade in der Anfangsphase ist es unverzichtbar, kurz und knackig deine Story rüberzubringen. Egal, ob beim Pitchen vor Investor*innen oder beim Networking. Auch beim Klinkenputzen bei Fachjournalist*innen bringt dich eine persönliche Vision manchmal weiter als ein hochgestecktes Finanzierungsziel.

„Übe dich in produktiver Paranoia“ – Das Sprichwort von Jim Collins sollten sich alle Gründer*innen merken. Denke nicht nur in Ideallinien. Denke auch darüber nach, was schief gehen kann und wappne dich entsprechend. Dann kannst du auf vermeintlich unvorhergesehene Dinge schnell und effizient reagieren. 

Wir bedanken uns bei Stephan Bayer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: sofatutor

Kontakt:

sofatutor GmbH
Grünberger Str. 54
D-10245 Berlin

sofatutor.com
presse@sofatutor.com

Ansprechpartner: Tina O’Meara

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/sofatutor
Twitter: https://twitter.com/sofatutor
Instagram: https://www.instagram.com/sofatutor/?hl=de
Pinterest: https://www.pinterest.de/sofatutorcom/_created/

Finde dein persönliches „Warum“ und sei du selbst

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ahearo digitaler Audio-Kiosk: Zeitschriften und Magazine zum Hören

ahearo digitaler Audio-Kiosk: Zeitschriften und Magazine zum Hören

Stellen Sie sich und das Startup ahearo doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Johannes Garbarek, ich bin 35 Jahre jung, Familienvater und Gründer / Geschäftsführer der ahearo GmbH. Ich bin in Franken geboren und in ländlichen Regionen in Oberfranken aufgewachsen. Meine berufliche Laufbahn begann mit einer handwerklichen Ausbildung in der Möbelbranche, gefolgt von einer kaufmännischen Ausbildung und endete über verschiedene Stationen wie z.B. der Ottogroup als Marketingleiter eines mittelständischen Möbelherstellers von hochwertigen Boxspring- und Polsterbetten.

Mit der ahearo-App haben wir den ersten digitalen Audio-Kiosk in Deutschland entwickelt. Wir machen Zeitschriften, das Beste aus Online-Redaktionen und Qualitätsjournalismus hörbar, gelesen von den besten Hörbuchsprecherinnen und -sprechern und großartigen Stimmen Deutschlands. ahearo ist die App für Audio-Journalismus und eine verlagsunabhängige Audio-Streaming-Plattform mit kleinen Audio-Stories. Wir grenzen uns damit von Diensten wie Audible ab, die vor allem für Hörbücher stehen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Es gibt tatsächlich mehrere Gründe, die mich dazu bewegt haben, ein Unternehmen bzw. ahearo zu gründen. Das ist ein Teil meiner Geschichte und auch eines Problems, welches ich in unserer Gesellschaft kennenlernen durfte. Ich bin bereits im Alter von 7 Jahren das erste Mal mit Computern und Technologie in Kontakt gekommen, was für die damalige Zeit sehr früh war. Bereits mit 9 Jahren kaufte ich mir meinen eigenen ersten Computer und war von den Möglichkeiten, die es bereits damals gab, fasziniert und fand meine Leidenschaft in Technologie und Technik.

Das hatte leider auch eine Schattenseite, die mich fortan durch das Leben begleitete, was mir leider erst viel später bewusst wurde. Durch die viele Zeit, die ich am PC oder beim Schrauben daran verbracht habe, schlich sich eine Lese- und Rechtschreibschwäche ein. Das Interesse an Büchern war lediglich auf das schulische beschränkt. Parallel hörte ich bereits sehr früh Hörspiele auf Kassette, was mich weiter auf meinem Weg begleitet. Ich war sehr audioaffin – und bin es bis heute.

Nachdem ich über viele Jahre hinweg Menschen kennenlernen durfte, denen es ähnlich oder sogar noch schlimmer geht, wie z.B. Legastheniker, Analphabeten, Sehbehinderte oder meine blinde Nachbarin, habe ich mich entschlossen, dieses Problem zu lösen und ein Unternehmen zu gründen.

Welche Vision steckt hinter ahearo?

Unsere Vision und unser Ziel ist es, Menschen mit Audio-Inhalten im Alltag nebenbei zu bereichern. Wir schaffen einen täglichen Begleiter, der dir die passenden Audio-Artikel liefern soll, je nachdem, was dich gerade bewegt oder beschäftigt. Ganz gleich, ob es hierbei um Information, Bildung oder Unterhaltung geht. Unser Ziel ist es, hochwertige journalistische Inhalte in die wachsende Audio-Welt zu transformieren und einen nachhaltigen Wert zu schaffen.

Zudem entwickeln wir mit unserem großartigen Team und starken Netzwerk an Experten eine eigene IT-Infrastruktur mit modernsten Technologien. In unserem Netzwerk befinden sich inzwischen acht Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstitute, wie das Institut für Informationssysteme an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hof, mit dem wir eine eigene KI und Sprachsynthese entwickelt haben. Diese werden wir bereits 2022 für Tagesjournalismus einsetzten. Hinzu kommt, dass wir die ahearo-App barrierefrei entwickeln, um Menschen mit Sehbehinderung oder Blinden einfachen Zugang zu Inhalten zu ermöglichen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Neben bürokratischen Hürden, die man in diesem Land so hat und die wahrscheinlich jeder Gründer und jede Gründerin erleben durfte, gibt es bei einem solchen Vorhaben auch rechtliche und branchenspezifische Herausforderungen. Anfangs war die Klärung von Urheber- und Nutzungsrechten mit einer fairen Vergütung für Journalisten und Autoren eine große Herausforderung – vor allem auf Verlagsseite, da hier die Rechtesituation teils sehr komplex war oder bis heute noch ist.

Hinzu kommen in der Verlags- und Medienwelt lange Entscheidungswege, Prozesse und leider auch etwas in die Jahre gekommene Systeme mit wenig bis keiner digitalen Anbindungsmöglichkeit.

Einer der größten Herausforderung ist, dass die Verlagshäuser Angst vor der Disruption bestehender Geschäftsmodelle haben, die jedoch aus unserer Sicht absolut unbegründet ist. Wir sind nicht Google, Apple oder Amazon. Wir haben bereits exklusive Partnerschaften mit Verlagshäusern geschlossen, die uns vertrauen und den Bedarf zur Handlung sehen, um die Abhängigkeit gegenüber den US-Tech-Monopolen auch Schritt-für-Schritt zu verändern, auch wenn das ein längeres und sicherlich ambitioniertes Vorhaben ist.

Die Finanzierung war von Anfang an alles andere als leicht. Als ich noch in der Festanstellung war, investierte ich jeden Euro in das Projekt und nahm mir für die Entwicklung des Projekts noch zusätzlich einen Privatkredit. Ich reduzierte meine privaten Kosten auf ein Minimum, löste meine Wohnung auf und lebte wieder in meinem Elternhaus und bei meiner Freundin. Ich machte nebenbei Design- und Marketingjobs, um mich über Wasser zu halten und flog mit einem kleinen Budget zur Entwicklung des ersten MVP der App nach Indien. Einer meiner Kunden, Freunde und inzwischen Gesellschafter investierte einen mittleren 5-stelligen Betrag. Außerdem halfen uns Family & Friends die Unternehmung aufrecht zu halten, was wirklich richtig hart war, uns jedoch das Überleben sicherte.

2020 haben wir dann mit Achim Hager, Telekommunikationsunternehmer, D-A-CH Manager der britischen Gamma-Gruppe und CEO der HFO-Telecom, einen großartigen Business Angel und Unternehmer gefunden, der uns seitdem begleitet und unterstützt. Inzwischen haben sich auch neue Kontakte zu Family Offices und auch zu europäischen Venture Capitalists ergeben, mit denen wir Anfang 2022 eine Finanzierungsrunde starten.

Wer ist die Zielgruppe von ahearo?

Die Zielgruppe von ahearo sind zum einen Menschen, die keine oder kaum noch Zeit zum Lesen von Zeitschriften haben, sich jedoch die Inhalte nebenbei – während der Fahrt, bei der Hausarbeit, beim Sport oder einfach in der Natur anhören. Außerdem sind heute in Deutschland knapp 12. Mio. Menschen auf Audio-Medien angewiesen. Darunter befinden sich vor allem Menschen mir Lese-Rechtschreibschwäche, Legastheniker, Analphabeten oder Sehbehinderte und blinde Menschen.

Wie funktioniert ahearo? 

Die ahearo-App ist im Apple AppStore und Google Play Store kostenlos zum Download verfügbar. Interessierte Hörer können auf ein Angebot von kostenlosen Audio-Artikeln zugreifen. Darüber hinaus gibt es auch ein Gold-Abo für nur 4,99 € monatlich, mit dem der Hörer exklusive Audio-Stories und Ratgeber erleben kann.

Wo liegen die Vorteile?

Der größte Vorteil ist, dass ich mir Artikel verschiedener Titel einfach und bequem anhören bzw. von angenehmen Stimmen vorlesen lassen kann und das ganz einfach nebenbei. Hinzu kommt, dass wir die passenden Inhalte für deine Interessen finden. Und falls wir diese noch nicht im Angebot haben, uns darum kümmern sie zur Verfügung zu stellen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben den Gründen für unsere Unternehmung unterscheiden wir uns sehr stark im technologischen Ansatz. Wir denken ganzheitlich und sind sehr datengetrieben. Dazu kommt die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz und Sprachsynthese mit smarten Algorithmen und auch eine einfache Bedienung für Barrierefreiheit. Außerdem können wir exklusive Inhalte anbieten, die es nur bei ahearo geben wird.

ahearo, wo geht der Weg hin? 

Mit ahearo wollen wir die digitale Transformation in der Verlags- und Medienbranche anpacken, was sicherlich eine Herkulesaufgabe ist. Wir bauen hier ein nachhaltiges Technologie- und Medienunternehmen.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren ist ahearo eine mehrsprachige nutzerzentrierte Plattform für Audio-Journalismus und barrierefreie Inhalte auf der Zielgeraden Richtung deutsche Börse.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Finde dein persönliches „Warum“ und sei du selbst. Warum tust du das, was du tust? Der monetäre und wirtschaftliche Aspekt ist für die Firma essenziell, für ein Unternehmen steht er jedoch an 2. Stelle.

2. Tue Gutes und erzähle davon. Teile Erfolge mit deinem Team und der Community und feiere auch mal.

3. Halte durch, gib nicht so schnell auf und lerne aus deinen Fehlern.
Hab‘ keine Angst vor Ihnen. Ein Nein heißt meistens „noch eine information nötig.“

Wir bedanken uns bei Johannes Garbarek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wanted – Mr. and Mrs. Right

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job-match

Der perfekte Job-Match

Die Digitalisierung und der Fachkräftemangel verändern unsere Arbeitswelt und unseren Arbeitsmarkt entscheidend. Neue Berufsbilder entstehen, andere Qualifikationen sind gefragt. Viele Unternehmen sind verunsichert. Ob der perfekte Job-Match gelingt, ist vor allem eine Frage der Aufgabe, die es zu lösen gilt. Soll ein Produkt neu entwickelt oder verbessert werden? Oder geht es um die Umsetzung stabiler Prozesse? Ob Expert:innen, Perfektionist:innen, Kreative oder Freigeister – sie alle werden gebraucht. Für jeden gibt es den richtigen Job-Match.

Berufe und Qualifikationen mit Zukunft

Ob SEO-Manager, KI-Spezialist oder Mechatroniker: Die Liste der Berufe, die durch den technologischen Wandel in den Unternehmen neu entstanden sind, lässt sich beliebig fortschreiben. Ihnen wird eine vielversprechende Zukunft vorhergesagt. Doch nichts ist gewiss. Unsere Arbeitswelt verändert sich ständig, und dies immer schneller. Anderen Berufen wiederum wird eine düstere Prognose vorhergesagt. Sie werden nicht mehr gebraucht und verschwinden. Software, Maschinen und künstliche Intelligenz werden die Arbeit übernehmen, die bisher Menschen in Lagerhallen, Supermärkten oder Steuerkanzleien gemacht haben.

Doch auch die Anforderungen in bestimmten Berufen verändern sich ständig. Dabei gilt: je spezialisierter das Jobprofil ist, umso wichtiger sind besondere Fähigkeiten. Aktuelles Fachwissen entscheidet häufig darüber, ob Kandidat:innen für einen Job infrage kommen oder nicht. Beispiel Programmierer: Jeder Betrieb verfolgt seine eigene Philosophie und Strategie, wie und womit er programmiert. Beinah jährlich entstehen neue Programmiersprachen. All dies kann eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers spielen. Während Bewerber:innen im Trend liegende Programmiersprache beherrschen sollten, ist es für Unternehmen ratsam, darauf zu achten, dass sie potenziellen Bewerbern die Wahl lassen und neuen Sprachen und Technologien offen gegenüberstehen.

Mein Tipp:

Skizzieren Sie die Jobbeschreibung und die erforderlichen Qualifikationen so präzise wie möglich anhand der zu erfüllenden Aufgabe. Legen Sie exakt fest, wie Bewerber:innen die geforderten Jobqualifikationen und Skills nachweisen können.

Unternehmen brauchen Spezialist:innen und Generalist:innen

Jedes Unternehmen braucht Mitarbeitende, die sich sehr gut in ihrem Spezialgebiet auskennen. Der Spezialist ist ein absoluter Experte seines Faches. Er liebt die Perfektion und das Detail. Doch nicht an allen Arbeitsplätzen werden Spezialist:innen benötigt. Einige Jobs erfordern einen generalistischen Blick auf die Dinge. 

Generalist:innen sind sogenannte Multitalente. Als Allrounder kennen sie sich in vielen Bereichen aus und können die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen. Sie verstehen den Kontext ihrer Aufgabe und verfügen über vernetztes Wissen. Und sie sind agil, sind spezialisiert auf Veränderung und können sich leicht an neue Situationen anpassen. Sie sind in der Lage, alte Strukturen aufzubrechen und durch neue zu ersetzen. Durch den Einsatz innovativer Technologien und Verfahren sorgen Generalist:innen dafür, eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. Beispielsweise ermöglichen sie über soziale Medien einen besseren Zugang zu Kunden.

Mein Tipp

Unternehmen brauchen sowohl Spezialist:innen als auch Generalist:innen. Das Profil von Spezialist:innen ist deutlich klarer. Daher ist es für Betriebe einfacher, Spezialist:innen einzustellen. Das Profil von Generalist:innen exakt zu definieren, ist bei weitem schwieriger. Jedoch werden sie für bestimmte Aufgaben dringend benötigt.

Der richtige Social Skill-Mix

Neben Fachkompetenz und beruflichen Qualifikationen sind vor allem Social Skills für den perfekten Jobmatch entscheidend. Welche methodischen, sozialen und persönlichen Kompetenzen sind vom Unternehmen gewünscht? Welche Soft Skills bringen Bewerber:innen mit?

Verfügen Mitarbeitende über bestimmte methodische Kompetenzen, so hilft das, Aufgaben und Probleme zu lösen und sich die dafür erforderlichen Methoden und Fähigkeiten anzueignen. Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Menschenkenntnis oder Empathie sind vor allem für den zwischenmenschlichen Kontakt und die Zusammenarbeit wichtig. Persönliche Kompetenzen wie Leidenschaft oder Neugierde entscheiden maßgeblich über die Leistungsbereitschaft und das Engagement eines Mitarbeitenden. Jedes Unternehmen sollte daher eindeutig festlegen, welche Soft Skills für welchen Job genau benötigt werden.

Wissen und Kompetenzen lassen sich erwerben. Soft Skills hingegen hat man, oder hat man nicht. Für bestimmte Jobs und Aufgaben brauchen Unternehmen beispielsweise Mitarbeitende mit Disziplin, Durchsetzungsvermögen oder Eigeninitiative. Social Skills entscheiden daher oftmals über die generelle Einsatzfähigkeit und das langfristige Entwicklungspotenzial eines Menschen. Im Gegenzug hat aber auch jeder Arbeitgeber die Verpflichtung, den Anforderungen, die Social Skills an ihn richten, nachzukommen. Hat ein Mitarbeitender die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, so sollte das Unternehmen dieser Erwartungshaltung auch entgegenkommen.

Mein Tipp:

Eigenschaften wie Flexibilität, Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit und Verantwortungsbewusstsein sind heute am Arbeitsplatz wichtiger denn je. Bringen Ihre Mitarbeitenden einen guten Querschnitt dieser Top-Skills mit, sind Sie als Unternehmen gut aufgestellt. Angesichts der Digitalisierung spielen aber auch Eigenschaften wie Neugierde, die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen und zur digitalen Kommunikation zunehmend eine entscheidende Rolle.

Fazit

Es gibt ihn, den idealen Mitarbeitenden für den perfekten Job-Match. Voraussetzung ist ein klares Anforderungsprofil, das neben Hard Skills auch die Social Skills berücksichtigt, und dabei immer die zu erfüllende Aufgabe und die Entwicklung des Unternehmens im Blick hat und auf Veränderungen entsprechend reagiert.

Autoreninfo:

Matthias Höfer ist Geschäftsführer der CLEVIS Consult. Seit mehr als 10 Jahren berät er Unternehmen bei Fragen der Digitalisierung von HR, der HR Strategie und Transformation. Mit der Erfahrung von über 700 Projekten in diesem Kontext zählen Matthias Höfer und sein Team zu den zu den Top Spezialisten im DACH Raum im HR. www.clevis.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Unternehmen beim Kunden gekonnt präsentieren

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kunden präsentieren

In einer Beziehung muss man sich kennen, um sich zu vertrauen. Das gilt im Privaten genauso wie in Geschäftsbeziehungen. Denn eines ist klar: nur wer präsent ist, kann verkaufen. Potenzielle Neukunden müssen auf Ihr Angebot aufmerksam werden. Und auch die Bestandskunden sollten immer wieder an Ihr Unternehmen erinnert werden – sonst könnten sie sich womöglich zur Konkurrenz verlaufen. Seriös, solide und professionell: Der erste und bleibende Eindruck sollte stimmen. Deshalb ist es gerade für junge Unternehmen wichtig, das Unternehmen in der Öffentlichkeit präsent zu machen. Corporate Identity, Website oder die Firma mit Präsentationsmappe vorstellen – wir zeigen die wichtigsten Eckpunkte, um das eigene Unternehmen bestmöglich zu präsentieren.

Kundenpotenziale aufspüren – So gelingt’s

Das Kundenpotenzial zu erweitern und den Erfolg Ihrer Firma zu sichern – darum geht es bei der Sichtbarmachung Ihres Unternehmens. Setzen Sie dabei vor allem auf diese Elemente:

Corporate Identity

Jeder Mensch ist einzigartig und unverwechselbar. Dies ist auch auf Unternehmen übertragbar: mit einer eindeutigen, wiedererkennbaren Identität machen Sie Ihr Business dem Kunden vertraut. Wer sind Sie, was bieten Sie und wohin geht die Reise? Zeigen Sie dem Kunden den einzigartigen Charakter Ihres Unternehmens – das Design Ihres Firmenlogos spielt dabei eine Schlüsselrolle. Diese Alleinstellungsmerkmale sorgen dafür, dass sich Ihre Firma von der Konkurrenz absetzt.

Gedruckte Marketingelemente

Den eigenen Charakter der Firma darstellen: die Printmedien haben dabei noch lange nicht ausgedient. Denn die gedruckten Marketingelemente haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Auftritt im Internet – der Kunde kann Ihre Firma im wahrsten Sinne des Wortes er-fassen. Ein Flyer aus hochwertigem Spezialpapier oder eine Firmenmappe aus edlem Karton bieten dem Kunden ein positives haptisches Erlebnis. Sie geben dem Kunden dadurch ein Stück Ihres Unternehmens „in die Hand“. In Verbindung mit den optischen Reizen Ihres Logos und der inhaltlichen Vorstellung des Unternehmens bleibt dem Kunden Ihre Marke im Gedächtnis.

Das Unternehmen präsentieren

Eine Firmenpräsentation für Kunden findet typischerweise als klassische Power-Point-Präsentation statt. Denkbar sind aber auch andere Formate, wie ein freier Vortrag. Das Ziel ist aber immer gleich: die Firma soll potenziellen Kunden – beispielsweise im Rahmen einer Messe – vorgestellt werden. Zeigen Sie dabei, was Ihr Unternehmen ausmacht, ohne die Zuhörer mit Zahlenkolonnen zu langweilen. Es gilt: weniger ist mehr. Folgende Punkte sollten unbedingt in der Firmenpräsentation enthalten sein:

–        Einige Fakten zum Unternehmen: Mitarbeiteranzahl, Jahresumsatz, Gründungsjahr.

–        Grundlage des Geschäftsmodells und Produktangebot: Wer sind die Kunden und was sind Ihre umsatzstärksten Produkte? Was schätzen die Kunden an Ihren Produkten?

–        Organigramm: Wer leitet die Firma? Welche Ansprechpartner sind für den potenziellen Kunden von Interesse?

–        Qualitätsmerkmale und Kundenreferenzen: Gibt es staatliche Zertifikate, die die Qualität des Unternehmens belegen? Zitate und Rezensionen von Kunden unterstreichen den positiven Eindruck.

–        Fachkompetenz: Vor allem bei Unternehmen, die beratende Dienstleistungen anbieten, sollte die Kompetenz der Mitarbeiter präsentiert werden.

Unternehmens-Website

„Irgendwie“ im Netz präsent zu sein ist schon lange nicht mehr genug. Hochwertige Inhalte und Professionalität auf der Unternehmens-Website sind das A und O für die Präsentation im Internet. Denn die Webseite ist Ihr wichtigstes Aushängeschild und stellt eine Verbindung zu möglichen Kunden her. Setzen Sie auch hier auf die Corporate Identity: das Design der Seite trägt wesentlich zum Wiedererkennungswert Ihres Unternehmens bei. Das Ziel der Seite sollte sein, dass der Kunde Kontakt zu Ihnen aufnimmt. Lassen Sie sich im Zweifel von erfahrenen Marketingspezialisten bei der Erstellung der Seite helfen.

Authentizität

Was versprochen wird, muss gehalten werden: Authentizität ist oberstes Gebot für eine gelungene Firmenpräsentation. Das authentische Auftreten sorgt dafür, Vertrauen beim Kunden aufzubauen und sich langfristig gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Denn letztlich basiert der Erfolg Ihres Unternehmens auf der vertrauensvollen Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kunden. Bei allen Marketingmaßnahmen, die Sie einsetzen, ist darauf zu achten, keine leeren Versprechungen zu machen. Wie bei persönlichen Beziehungen gilt auch hier: ein guter, ehrlicher Charakter kann überzeugen.  

Autor: Ursula Schnagl

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fange an, bevor du fertig bist!

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Second flowers blumendeko hochzeiten

Second flowers nachhaltige Blumendeko für Hochzeiten und Events

Stellen Sie sich und das Startup Second flowers doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Alexandra Endres und ich bin die Gründerin von Second flowers. Bei uns geht es um nachhaltige Blumendeko für Hochzeiten, Events und die Gastronomie. Wir teilen regional Blumendeko auf zwei Veranstaltungen, statt sie nach wenigen Stunden auf einer Veranstaltung in die Tonne zu werfen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich hatte einen Aha-Moment auf unserer Hochzeit, als wir trotz aller Bemühungen, die Blumendeko an Gäste zu verschenken am nächsten Tag ein einem Meer aus Blumen standen, die wir einfach nicht mehr gebraucht haben. Ich habe mir direkt gedacht „Oh Gott, wie schade! Was machen wir denn jetzt?“ und es gab aber keine wirklich gute Lösung. Wir haben ganz viel selbst noch mitgenommen, aber auch einiges stehen lassen. Die Location hat die Blumen dann entsorgt. Das fühlte sich so falsch und schlecht an. Die Blumendeko hielt sich noch eine ganze Woche und ich dachte mir, da muss eine Lösung her! Die Blumen müssen dahin umziehen, wo sie nochmal gebraucht und wiederverwendet werden. Und da war die Idee geboren!

Was war bei der Gründung von Second flowers die größte Herausforderung?

Das Leben und der Plan, den wir alle oft ja so detailliert dafür haben.

Als die Idee zu Second flowers entstand, war ich gerade am Ende meiner Elternzeit und bin wieder in meinen alten Job eingestiegen (ich war im Marketing bei einem Sondermaschinenbauer). Dazu kam ein 1jähriges Kind und eine Hausbauplanung. Nichts hat dafür gesprochen, sich nun auch noch in ein Startup zu stürzen. Und so musste Second flowers etwas hinten anstehen. Im Winter 2020 sah ich dann den Moment gekommen und habe allen Mut zusammen genommen und alle Zweifel beiseite gekehrt und einfach gegründet.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut! Das sollte man auch, weil die Idee durch Impulse von außen wächst und sich verändert. Ich sage immer, dass Second flowers in den ersten Monaten nach jedem Gespräch ein Arm oder ein Bein gewachsen ist. Das klingt vielleicht komisch, aber man hat ja als Gründer:in auch einen Tunnelblick oder sitzt in seiner Gründer:innen-Bubble. Andere Menschen sehen viel objektiver drauf und vielleicht nochmal mehr „von oben“ und können wirklich helfen. Daher einfach losgelaufen! Angst und Zweifel werden nie ganz verschwinden. Gründen ist eine Achterbahnfahrt und darauf kann man sich ohnehin nicht vorbereiten.

Welche Vision steckt hinter Second flowers?

Einen Markt für Second hand Blumendeko aufzubauen. Weil wir es uns auf Festen schön machen dürfen und dennoch nicht außer Acht lassen sollten, dass damit ökologische Auswirkungen verbunden sind. Durchs Teilen können wir diese ganz erheblich reduzieren, weil wir Ressourcen schonen. Der Blumenhandel ist ein globales Geschäft. Wir haben in Deutschland immer weniger regionale Gärtner. Wenn Blumen aus den Niederlanden kommen, sind sie noch halbwegs ökologisch und sozial vertretbar, aber ganz viele Blumen reisen aus Südamerika oder Afrika zu uns. Ihre Aufzucht ist mit hohem Wasserverbrauch und dem Einsatz von Düngern und Pestiziden verbunden. Die gerade so trendigen Trockenblumen werden gebleicht und gefärbt. Dadurch werden in Asien Flüsse, Seen und teilweise das Grundwasser verschmutzt. Alles nicht sehr umweltfreundlich, aber weit genug weg, um nicht hinsehen zu müssen. Da wollen wir Bewusstsein und eine Möglichkeit zur Umweltschonung schaffen.

Und ganz nebenbei durch das Sharing-Modell auch Kosten senken!

Wer ist die Zielgruppe von Second flowers?

Das sind Brautpaare, die nach ihrer Hochzeit die Blumendeko weiterleben lassen und gleichzeitig ihre Kosten senken wollen. Aber auch Paare, die diese Blumendeko gebraucht übernehmen möchten. Dabei teilen wir aber z.B. nicht den Brautstrauß oder den Anstecker. Das sind für zu emotionsgeladene Blumen. Es geht primär um den Tischschmuck. 

Gleichzeitig können Blumendekos ja auch auf anderen Festen wiederverwendet werden: auf (freien) Taufen, kirchlichen Festen wie Kommunionsfeiern, bei Geburtstagen oder anderen Jubiläen und auf Firmenevents. Nicht zuletzt zeigt sich die Gastronomie als Abnehmer offen. Dort gibt es oft Blumenabos, die wir durch Second flowers ablösen können. Deutlich besser für die Umwelt und kostensenkend!

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Dass es uns gibt und andere eine solche Möglichkeit noch gar nicht bieten. Da ist Second flowers absolut einzigartig. 

Second flowers, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Bis dahin wollen wir ein großes, deutschlandweites Netzwerk aus PartnerFlorist:innen aufgebaut haben, die ihren Brautpaaren, aber auch anderen Blumendeko planenden Menschen die Blumenweitergabe aktiv anbieten. Gleichzeitig möchten wir so bekannt werden, dass auch genug Abnehmer die gebrauchte Deko wiederverwenden. Das ist echte Pionierarbeit und der Weg ist lang. Aber wir sind zuversichtlich, denn Nachhaltigkeit geht uns alle an und in diesem Bereich ist noch viel Luft nach oben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Fange an, bevor du fertig bist! Denn du bist nie soweit! 

Geh raus mit deiner Idee, hol dir Feedback von Familie, Freunden, aber auch ganz „ungeschöntes“ aus deiner Zielgruppe. Die solltest du natürlich kennen und ihre Meinung ist die wichtigste! Und dann lass die Idee wachsen und sich verändern. Nichts ist in Stein gemeißelt. 

Und umgibt dich mit Menschen, die dich unterstützen! Am Besten suchst du dir ein Netzwerk in deiner Region, in dem du dich mit anderen Gründern austauschen kannst, denn ganz offen gesagt, werden viele Menschen in deinem nahen Umfeld das Gründen erstmal kritisch sehen und werden dich nicht genug ermutigen. Such dir die, die dich antreiben! 

Fotografin Anna Mardo

Wir bedanken uns bei Alexandra Endres für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Wähle dein Team mit Bedacht

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urbankissed mode

Urbankissed: Online-Marktplatz für faire und nachhaltige Mode

Stellen Sie sich und das Startup Urbankissed doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Sophie, die Gründerin des nachhaltigen Mode Marktplatzes Urbankissed, welchen ich während meines Studiums in „Fashion Business“ in Mailand und London gegründet habe. Ich habe mein Studium vor bald zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen und arbeite seitdem hauptberuflich an unserem Startup.

Unser führender Online-Marktplatz für faire sowie nachhaltige Mode bietet über 100 nachhaltige und ethische Marken hauptsächlich aus Europa an. Neben Kleidern und Taschen aus nachhaltigen und innovativen Materialien bieten wir eine Auswahl an natürlichen Beauty-Produkten, umweltfreundlicher Sport- & Bademode, handgefertigte Wohnaccessoires und Schmuck aus recyceltem Material an, welche für einen achtsamen urbanen Lebensstil begeistern. Die bestellten Produkte werden von unseren Marken direkt an die Kunden versandt.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte schon immer mein eigenes Unternehmen aufbauen und meine Fähigkeiten, die von Wirtschafts- und Finanzwissen bis hin zu Know-how in der Modebranche reichen, nutzen. Als ich vor vier Jahren als Assistentin eines Relationship Managers und als Marketing Coordinator bei der Credit Suisse arbeitete, fehlte mir der Enthusiasmus in der Branche und ich konnte nicht alle meine Fähigkeiten einsetzen.

Zur gleichen Zeit, als nachhaltige und ethische Mode vor 4-5 Jahren in der Gesellschaft weniger ein Thema war, entwickelte ich immer größeres Interesse daran, vor allem nachdem ich die verheerenden Auswirkungen der Kleidung erkannt hatte, die ich trug. Ich habe erkannt, dass sich die Gesellschaft dessen überhaupt nicht bewusst ist, da große Modemarken die Wahrheit verheimlichen.

Noch vor zwei-drei Jahren gab es nur wenige nachhaltig und fair produzierte Marken. Diejenigen, welche ich kannte, waren nicht nur teuer, sondern auch schwer zu finden und nicht wirklich trendy. Ich kannte auch keine Plattform, die ein großes Angebot an erschwinglicher, trendiger und bewusster Kleidung mit einem interaktiven Kundenerlebnis kombiniert.

Da habe ich eine große Chance gesehen. Ich wollte Bewusstsein schaffen und nachhaltige Mode besser zugänglich machen. Daher habe ich mich entschieden, den ersten Marktplatz für bewusste Mode zu eröffnen, der die richtige Balance zwischen genussvollem, aber bewusstem Konsum bietet.

Ich habe mich entschieden, auf Drop-Shipping-Ebene zu arbeiten (Produkte werden direkt von unseren Marken an unsere Kunden gesendet ohne Zwischenstopp), um sicherzustellen, dass wir kein Lager voller unverkaufter Bestände haben. Dieses Geschäftsmodell war vor vier Jahren vor allem in der Schweiz noch nicht bekannt, aber es ermöglichte mir, mit geringem Budget zu starten, auf möglichst viele bewusste Marken aufmerksam zu machen, schnell zu expandieren und international zu skalieren.

Was war bei der Gründung von Urbankissed die größte Herausforderung?

Ich habe diesen Marktplatz selbst entwickelt, ohne tiefgehende Kenntnisse in der Website-Entwicklung zu haben. Ich habe mir jedoch alle notwendigen Fähigkeiten autodidaktisch beigebracht. Dies hat sehr viel Durchhaltevermögen gekostet.

Eine weitere Herausforderung war, dass ich zu Beginn alleine ohne ein Team alles aufbauen musste. Mittlerweile ist unser Team auf vier Personen angewachsen, und wir können uns somit gut austauschen bezüglich Skalierung und Verbesserung von unserem Marktplatz.

Auch die Implementierung unseres “Slow & Ethical” Index, welcher Kriterien entlang der Wertschöpfungskette definiert für eine transparente und standardisierte Aufnahme der Produkte, war sehr aufwendig.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Unbedingt, sonst wird man eingeholt von grösseren Players. Auch wenn es als Unternehmer schwierig ist, muss man den Perfektionismus unbedingt abschalten können, um vorwärts zu kommen.

Welche Vision steckt hinter Urbankissed?

Mit Urbankissed möchten wir nachhaltige und ethische Mode zugänglich machen und die Schäden von Fast Fashion unterstreichen.

Unsere Vision ist es nachhaltige und faire Mode zu entstigmatisieren und ein Umfeld zu schaffen, in dem zum bewussten Konsumieren angeregt und die Freude an den ausgewählten Produkten vermittelt wird.

Wer ist die Zielgruppe von Urbankissed?

Unser Wunsch ist es jeden ansprechen zu können, denn wir sind überzeugt, dass nachhaltige und ethische Mode für alle zugänglich sein sollte. 

Aktuell wenden wir uns aber hauptsächlich an Frauen aus Westeuropa die zwischen 24 und 50 Jahre alt sind. Wir betrachten den Zielmarkt Westeuropa zur Zeit als sinnvoll, da die Mehrheit unserer Brands ebenfalls aus dieser Region stammt und somit die Lieferwege kurz sind. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als unsere Plattform in 2017 auf den Markt kam, war sie eine der ersten ihrer Art. Daher sind wir eine der ältesten Plattformen und verfügen somit über eines der größten und breitesten Produktangebote, das dennoch sorgfältig ausgewählt ist, um trendige und qualitativ hochwertige Waren zu garantieren.

Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf kleine bis mittelgroße Marken, da diese in der Regel sehr kurze Lieferketten haben. Dies ermöglicht es uns, sie einfacher zu überwachen und sie können bei Bedarf sehr schnell verbessert werden.

Wir haben auch unseren eigenen “Slow & Ethical” Index eingeführt, welcher 15 nachhaltige und ethische Kriterien entlang der Lieferkette beinhaltet. Tatsächlich durchläuft jedes einzelne Produkt diesen Index, was unseren Prozess in der Tat einzigartig macht. Wir prüfen unsere Marken auf Produktebene und nicht nur Marken als Ganzes. Dieser Index dient nicht nur als Verifizierer für nachhaltige und ethische Marken, sondern bietet auch Transparenz gegenüber unseren Verbrauchern, sodass Sie sich ihr eigenes Werturteil bilden können. Da wir auf Drop-Shipping-Ebene arbeiten, können wir uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren, nämlich die Beschaffung und Überprüfung wirklich nachhaltiger und ethischer Marken.

Wir ermöglichen den Einkauf direkt von der Quelle. So vermeiden wir ein Lager voller unverkaufter Waren, sondern bieten die neuesten Kollektionen aus einer großen Auswahl an kuratierten & achtsamen Marken.

Darüber hinaus legen wir großen Wert auf die Kunst des “Slow-Livings”, um bewusst zu konsumieren. Wir versuchen, eine neue Verbindung zwischen der Ware und dem Verbraucher herzustellen, damit unsere Artikel über Jahre Freude bereiten. Die meisten unserer Kleider sind nicht billig, haben aber tatsächlich die richtigen Preise, um fair zu bezahlen und zu produzieren und haben natürlich die richtige Qualität, damit unsere Produkte lange halten.

Wir haben auch verschiedene und fortschrittliche Synchronisationsmethoden für verschiedene E-Commerce-Software. Unsere Marken sind sehr dankbar darüber.

Urbankissed, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die jüngsten Ereignisse in der Modebranche haben deutlich gezeigt, dass wir erst am Anfang von allem stehen. Da das Bewusstsein und die Nachfrage stark wachsen, sind die Besucherzahlen und Bestellungen auf unserer Plattform in den letzten Monaten stark gestiegen. Im zweiten Quartal 2021 haben wir außerdem eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen, um mehr in Marketingaktivitäten zu investieren.

Wir wollen die Bekanntheit steigern und so viele kleine Marken wie möglich unterstützen, die besten Marken aus verschiedenen Regionen der Welt anbieten sowie die richtige Balance zwischen internationalem und lokalem Einkaufen von bewussten Marken anbieten. Natürlich möchten wir uns auch mehr innerhalb der nachhaltigen Modebranche vernetzen und Kooperationen eingehen, um unsere Vision zu verbreiten.

Um bewusste Marken noch mehr zu skalieren und zu stärken, suchen wir nach Verstärkung unseres Teams. Durch Wachstum und Aufmerksamkeit hoffen wir, auch größere Fast-Fashion-Marken unter Druck zu setzen, ihre Produktionsprozesse zu überdenken und den Status Quo zum Besseren zu verändern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Sie kennen bestimmt den Song „You can get it if you really want but you must try, try and try…“ von Jimmy Cliff, und das ist wirklich der beste Ratschlag, den ich jedem Unternehmer geben kann. Ich versuche, buchstäblich jeden Tag Probleme zu lösen, und ja, das mag anstrengend klingen, aber am Ende, wenn alles einfach zu lösen wäre, hätten die Konkurrenten uns längst überholt.

Bereit, Neues zu lernen. Dies ist eine Reise, bei der Sie sich ständig neues Wissen aneignen, um Ihre kreativen und kommerziellen Ideen umsetzen zu können.

Wähle dein Team mit Bedacht: Mit deinem Team wirst du durch verschiedene Höhen und Tiefen gehen. Wichtig ist, sich gegenseitig täglich Energie und Motivation zu geben.

Wir bedanken uns bei Sophie Brunner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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