Mittwoch, Februar 25, 2026
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Authentisches Marketing – Darf’s ein bisschen weniger sein?

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authentisches Marketing

47 Sekunden. Dann liefert die Suchmaschine: 3.700.000 Ergebnisse zu „sei authentisch“. Letzte Zweifel sind ausgeräumt: Authentizität ist Pflicht. Bei der Partnersuche, bei der Wahl des Jobs und im Marketing. Aber was bedeutet authentisches Marketing? Muss ich mein Privatleben in Social Media ausbreiten, um echt zu wirken? Was ist gut und was ist des Guten zu viel?

Ein stimmiges Bild der Persönlichkeit

Das Wort Authentizität stammt aus dem Griechischen, setzt sich aus den Worten Selbst und Sein zusammen und bedeutet genau das: Ich selbst sein, echt sein. Wenn von Authentizität die Rede ist, wird von Menschen wie Unternehmen Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit erwartet, kein künstliches Image. Ich selbst benutze im Marketing gern den Begriff stimmig, vor allem beim Aufbau einer Personenmarke. Das Personal Branding sollte die Persönlichkeit des Gründers oder der Gründerin stimmig widerspiegeln – mit Werten und Meinungen, mit Fails und Erfolgen. 

Leichter kann Marketing kaum sein: Statt uns Werbestrategien ausdenken zu müssen, können wir unseren KundInnen von uns und unserem (Geschäfts)leben erzählen. Du hattest eine bedeutende Erkenntnis in deinem Business? Schreib einen Blogartikel. Etwas in deiner Branche regt dich auf, du siehst das komplett anders? Sprich in einem Livestream auf Social Media darüber. Du hast einen neuen Ansatz entwickelt, der für dich das Problem XY nach zehn Jahren Trial & Error endlich gelöst hat? Wunderbar. Entwickle einen Kurs und vermarkte ihn mit deiner persönlichen Erfolgsstory zu dieser Problemlösung. 

Persönlichkeit entscheidet

Bei dieser Art von Marketing erleben unsere Follower, wie wir sind und was wir tun. Wir bieten ihnen einen Mix, je nach Persönlichkeit. Durchsetzungsstark, rebellisch, frech? Mitfühlend, sanft und lustig? Natürliche Unterschiede werden sichtbar. Das kommt bei den Menschen gut an. 

Das Potential zur Differenzierung ist die zweite große Stärke des authentischen Marketings. Auf einem immer stärker wachsenden Markt kann ich mich mit meiner Persönlichkeit von anderen abheben, bin unverwechselbar. Wenn hundert Unternehmen ein ähnliches Angebot machen wie ich, werden die Kundinnen und Kunden dann bei mir kaufen, wenn ihnen meine Persönlichkeit – die ja stimmig in meiner Marke gespiegelt ist – gefällt. 

Trennen zwischen persönlich und privat

Heißt das, ich muss jetzt jeden Tag auf Social Media zeigen, was ich esse, wie ich meinen Tag verbringe und welche Hochs und Tiefs es in meinem Leben gibt? Nein. Wieviel wir im Netz preisgeben, bestimmen wir zu jederzeit selbst. Wir setzen die Grenzen. Ich zum Beispiel trenne zwischen privat und persönlich. 

Persönlich ist, wenn ich darüber poste, wie ich meinen Business-Alltag mit Kind organisiere. Das ist ein Thema mit Mehrwert für andere Selbstständige mit Kind oder mit Kinderwunsch. Ob ich dagegen noch ein zweites Kind möchte, geht nur meinen Mann und mich etwas an. Das ist für mich privat.

Für eine Unternehmerin, die Familienmanagement als Businessthema gewählt hat, wäre der Aspekt „zweites Kind‘ aber vielleicht businessrelevant. Der direkte Kontext entscheidet.

Als Faustregel gilt: dem eigenen Gefühl folgen. Sich weder von Followern treiben lassen, die gern mehr Privates wüssten noch mit echten Learnings, Fails und Gefühlen hinterm Berg halten, weil wir Angst haben, Schwächen zu zeigen.

Authentisches Marketing macht uns nahbar und damit attraktiv. Doch wie viel Nähe wir zulassen, was wir im Marketing von uns preisgeben, das bleibt uns überlassen.

Autor

Kristin Woltmann: Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz als Holistic Business Coach begleitet die gelernte Bankkauffrau und studierte Betriebswirtin Kristin Woltmann Frauen auf dem Weg zu ihrem eigenen Business. 

Fotocredit: Lukas P. Schmidt

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Business Coach – wann lohnt er sich und was kostet er?

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business coach

Ob Gründer, Jungunternehmer oder erfahrener Unternehmer: Manchmal kann es im Berufsalltag besonders effektiv sein, einen Business Coach mit ins Unternehmensboot zu holen oder privat einen Coach zu engagieren. Es gibt unterschiedliche Beweggründe, warum sich Menschen beruflich coachen lassen, sei es aufgrund einer Neuorientierung, dem Berufsstart, einer Führungsposition oder aufgrund von berufsbezogenen Konflikten. Business Coach Ralf Rübsam weiß, worauf es beim Coaching ankommt, damit der Coach eine professionelle Hilfe darstellt.

Die Fälle, in denen ein Business Coach sinnvoll unterstützen kann, sind vielfältig. Das sind die häufigsten:

Coaching für neue Erkenntnisse und Lösungen

Einen außenstehenden Experte um Rat zu fragen, ist eine Möglichkeit, die Unternehmen zunächst womöglich befremdlich erscheint. Schließlich handelt es sich um eine fremde Person, der unternehmensinterne Angelegenheiten anvertraut werden sollen. Dennoch gehört es mittlerweile zu einer modernen Berufswelt dazu, auch im hohen Management von einem Coaching zu profitieren. Manchmal ist nämlich der subjektive Blick von großer Bedeutung und es fehlt vielleicht genau der eine Denkanstoß, den ein Coach liefern kann. Es sind die Ideen, die durch ein Coaching entstehen und auch einen Perspektivenwechsel bewirken können. Praxisnahe Erfahrungen des Coaches sind natürlich essentiell, denn Erfahrungswerte sind heutzutage das A und O und häufig die Motivation, etwas bewegen zu wollen. Die Berufsbezeichnung “Business Coach” gibt bereits zu verstehen, dass das Business oder eine Unternehmerpersönlichkeit gestärkt werden soll und dass gemeinsam neue Erkenntnisse, Lösungsansätze und Lösungswege erörtert werden sollen.

Coaching für die berufliche (Weiter-)Entwicklung

Ein Coaching kann effiziente Lösungswege aufzeigen, die beispielsweise explizite Unternehmensprozesse betreffen, aber auch allgemeine organisatorische Angelegenheiten. Häufig holen sich Unternehmen die Hilfe eines Coaches, wenn es sich um Fragen zu Führungsaufgaben handelt. Ein Coach steht auch Einzelpersonen bei beruflichen Neu- oder Umorientierungen zur Seite. Seine professionelle Begleitung bei beruflichen Veränderungen kann entscheidende Aspekte einbringen. Business Coaches besitzen zudem häufig Spezialkompetenzen, die beispielsweise den Umgang mit Konfliktlösungen betreffen. Coaching hat daher grundsätzlich das Ziel, Menschen in der beruflichen (Weiter-)Entwicklung zu unterstützen und unentdeckte Kompetenzen und Fähigkeiten aufzudecken sowie sie bei beruflichen Entscheidungen unterstützend zu begleiten.

Selbst- und Zeitmanagement optimieren

Coaching kommt dem Coachee in vielerlei Hinsicht zugute. Ohne ein gutes Selbst- und Zeitmanagement, können berufliche Entwicklungsmöglichkeiten nicht voll für sich genutzt werden und im Extremfall sogar negativen Stress hervorrufen. Ein Coach gibt hierfür Denkanstöße mit auf den Weg, ohne dabei aktiv in das berufliche Handlungsgeschehen einzugreifen. Schließlich steht der Coach seinem Coachee ausschließlich dafür zur Seite, dass dieser lernt, schlummernde Fähigkeiten zu entfalten und neue Perspektiven zu erkennen. Mit einem vom Unternehmen unabhängigen Coach profitieren die Mitarbeiter des gecoachten Unternehmens von dessen objektiver Sichtweise, wodurch sie zu neuen, effizienten Erkenntnissen gelangen und daraus neue Entwicklungschancen entdecken.

Coaching ist in jeder beruflichen Lebenslage nützlich

Ein Business Coach wird zwar häufig von Führungskräften engagiert, jedoch auch Menschen in jeglichen Stadien der Berufs- und Entwicklungsfindung können einen Coach zu Rate ziehen. Die eigene Karriere voranzubringen, hilfreiche Erkenntnisse aus beruflichen Orientierungsphasen zu erhalten sowie die persönlichen Potenziale in ein erfolgreiches Arbeiten umsetzen, mit diesen Fragen sind Coaches vertraut. Ein Coach arbeitet mit Unternehmern, Angestellten, Freiberuflern, Berufseinsteiger und Privatpersonen zusammen und geht individuell auf die jeweilige Situation ein. Heutzutage hat es sich als eine profitablen Strategie etabliert, sich im beruflichen Kontext coachen zu lassen.

Kosten sind in der Regel überschaubar

Die Kosten für ein Coaching sind individuell verschieden, denn es kommt hauptsächlich darauf an, in welchem Umfang und für welchen Zeitraum ein Business Coach engagiert wird. Zusätzlich relevant sind die Spezialisierungen und Qualifikationen des Coaches, die Art des Coachings (Einzel- oder Gruppen-Coaching), aber auch die Branche und der Ort des Coachings. Durchschnittlich ist mit einem Stundenhonorar von 150 EUR zu rechnen. Diese Zahl stellt allerdings keinen allgemein gültigen Richtwert dar und kann, je nach Coaching-Auftrag, davon abweichen. Dabei stellt sich auch schon schnell die Frage, wofür ein Coach überhaupt zu Rate gezogen werden soll und welche Vorteile daraus entstehen können. Wer bereits im Voraus weiß, was das Ziel des Coachings sein soll, kann dadurch womöglich Kosten einsparen.

Fazit

Business Coaching ist eine moderne Möglichkeit für Einzelpersonen, zielorientierte und strukturierte berufliche Entscheidungen zu treffen oder die berufliche Karriere in die optimale Richtung zu lenken. Unternehmen hingegen profitieren davon, dass ein Coaching zu einem guten Arbeitsklima, zu Motivation im Team sowie zu allgemeinem, unternehmerischem Erfolg beitragen kann. Sich coachen zu lassen, ist also immer eine hilfreiche Option, wenn man beruflich weiterkommen möchte.

Autor

Ralf Rübsam ist Experte für Potentialentfaltung in Unternehmen und Geschäftsführer der RSC GmbH. Sein Spezialgebiet sind Veränderungen in der Arbeitswelt. Er arbeitet intensiv mit den einzelnen Menschen und betrachtet jedes Unternehmen als komplexes Gebilde, in dem jedes Zahnrad wichtig und wertvoll ist.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bildrechte liegen alle bei Fördermittelberatung | RSC GmbH

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Definiert klar für euch, warum ihr eine Gründungsidee umsetzen wollt!

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cen. Label nachhaltige Couture Accessoires

cen. Label für nachhaltige Couture Accessoires mit kulturellem Mehrwert

Stellen Sie sich und das Startup cen. culture doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, mein Name ist Viktoria Heinzel und ich bin die Gründerin von cen., einem Label für nachhaltige Couture Accessoires mit kulturellem Mehrwert.

cen. steht für „culture embraces nature“ (Kultur umarmt Natur) und vereint die drei wichtigsten Werte der Marke: 1. kulturelle Wertschätzung (Kultur), 2. Respekt vor Menschen (umarmt), 3. Erhalt der Natur (Natur). Durch unsere hochwertigen und handgefertigten Schmuckstücke soll ein wichtiger Beitrag zum Erhalt von internationalen Kulturgütern und von kreativem Handwerk geleistet werden.

Die Vision zu cen. wurde von mir als Gründerin des Labels entwickelt, um einen wichtigen Beitrag zur Wahrung von internationalen Kulturgütern und rarem Kunsthandwerk zu leisten. Als Kunst- und Kulturinteressierte liebe ich es zu reisen, ferne Länder zu erkunden und hierbei besondere Kulturgüter zu erforschen. Zudem habe ich selbst einen Migrationshintergrund, weshalb mich die Themen Kultur, Identität und Tradition seit meiner Kindheit beschäftigen.

Durch mein Bachelorstudium und meine Berufserfahrungen im Bereich der Mode habe ich ein besonderes Auge für Details und qualitativ hochwertige Designs entwickelt. Mein anschließendes Masterstudium sowie Berufspraxis als Forscherin der Kreativwirtschaft befähigte mich zudem, den Dingen auf den Grund zu gehen und durch wissenschaftliche Methoden kreative Projekte fundierter anzugehen.

Seit 2021 unterstützen mich freiberuflich Sarah Sophie Eckert als Expertin in den Bereichen UX-Design und visuelle Kommunikation sowie seit 2022 Greta Grinkeviciute als Expertin in den Bereichen Markenkommunikation und Crowdfunding die Vision von cen. zu verwirklichen.  

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Die Lust und Ambition ein eigenes Gründungsprojekt umzusetzen, habe ich bereits während meines Modestudiums verspürt. Deshalb habe ich auch mein Pflichtpraktikum bei einer dänischen Designerin durchgeführt, die zu dem Zeitpunkt frisch gegründet hat. So konnte ich in kürzester Zeit einen authentischen Eindruck davon erhalten habe, was es bedeutet ein eigenes Label zu etablieren. Seither wusste ich, dass ich mich auch gerne irgendwann wagen wollen würde, allerdings hatte ich nach Abschluss meines Modestudiums nicht direkt eine für mich überzeugende Gründungsidee. Außerdem hatte ich mich damals noch nicht so richtig getraut und es präferiert zunächst wichtige Berufserfahrungen in der Industrie zu sammeln und meine Kompetenzen ggf. über einen Master weiter zu entwickeln.

Vor 1,5 Jahren, nach vielen unterschiedlichen Berufserfahrungen und einem erfolgreich absolvierten Masterstudium, habe ich meine damalige Intention wieder aufgegriffen und angefangen diese konkret umzusetzen. Ein eigenes Unternehmen in die Welt zu bringen, dass wirklich benötigt wird, da es einen wichtigen Mehrwert für unsere Gesellschaft und Natur schafft, fühlt sich für mich persönlich ganz besonders an. 

Was war bei der Gründung von cen. culture die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war es sicherlich das Label nebenbei als Sidepreneur zu entwickeln. Hierfür habe ich vor knapp 1,5 Jahren meine Arbeitsstunden bei meinem aktuellen Hauptarbeitgeber, der Hochschule der Medien (HdM), reduziert und mir einen freien Tag für cen. geschaffen. Mit einem Tag schafft man zwar wirklich nicht viel und dennoch bin ich Woche für Woche etwas vorangekommen. Seid Sarah und Greta bei cen. aktiv mitwirken, ist aber dann entscheidende Dynamik für die Entwicklung des Labels reingekommen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut! Als ich mit meiner Gründungsidee gestartet habe, war noch lange nicht alles perfekt – ich bezweifle, dass es jetzt so ist. Es ist wichtig, dass man – wenn man gründen möchte – irgendwann anfängt zu gehen. Denn erst, wenn man sich auf dem Weg macht und parallel viel darüber mit Menschen spricht, fängt sich der Weg zu deiner Gründung erst so richtig an zu formen. Deine vielleicht anfangs noch nicht ganz klare Gründungsidee wird auch durch Impulse anderer geformt und erhält dadurch den nötigen Feinschliff. 

Im Oktober 2020 hatte ich so gestartet, indem ich am Programm „Empowered by Entrepreneurship“ im Rahmen des EU-Projekts „INSITU“ zum Thema Social Entrepreneurship teilgenommen habe. Das HdM Startup Center war Teil dieses Projekts und hatte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein umfassendes Coaching zum Thema Gründung geboten. Wir haben sogar alle einen eigenen Coach an die Seite bekommen, der uns über die sechs Monate des Trainings begleitet hat. Mich hatte Margit Wolf von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH aktiv unterstützt und wichtige Impulse gesetzt.

Im Anschluss habe ich mich an Sandra Volz von der FCC Karrierefabrik gewendet, die mich seither bei der Etablierung eines nachhaltigen Geschäftsmodells für cen. berät und kontinuierlich motiviert dran zu bleiben.

Welche Vision steckt hinter cen. culture? 

Die Vision von cen. ist es einen entscheidenden Beitrag zur Wahrung internationaler Kulturgüter und von kreativem Handwerk zu leisten. Kreatives Handwerk oder auch Kunsthandwerk sind Teil unseres kulturellen Erbes und waren ein wichtiges Element bei der Herausbildung kultureller Identitäten. Dies spiegelt sich in den vielen traditionellen Artefakten verschiedener Gemeinschaften und indigener Völker auf der ganzen Welt wider. 

Um die Erhaltung von Kulturgütern aus dem Bereich des kreativen Handwerks aktiv zu unterstützen, wenden wir insbesondere neue 3D Drucktechnologien und den Co-Creation Ansatz an. Um die authentische Wiedergabe wichtiges Wissens rund um das Kulturgut sowie den Kulturwahrern zu ermöglichen, benötigen wir ein gutes Storytelling. 

cen. zielt darauf ab, kulturelle Erbe zu erhalten, um Kulturen, kulturelle Identitäten und ihre Traditionen am Leben zu erhalten. Wenn Traditionen nicht mehr lebendig gehalten werden, braucht es viel Zeit, Geduld und Wissen, um sie wiederzubeleben.

Unsere etablierten Werte der kulturellen Wertschätzung, des Erhalts der Natur und des Respekts für Menschen versuchen wir bestmöglich durch die folgenden innovativen Ansätze zu erfüllen: Kultur wird durch authentische Geschichten, Co-Creation und kulturelle Nachhaltigkeit aufgewertet. Natur wird durch Slow Fashion, Circular Design und neue Technologien geschützt. Menschen werden durch den Aufbau von Empathie, fairen Arbeitsbedingungen und die Gleichstellung der Geschlechter respektiert.

Wer ist die Zielgruppe von cen.?

Das Label richtet sich an verschiedene Typen und Altersgruppen von Frauen. Wir haben drei cen women als unsere Zielgruppe herausgearbeitet: Die Künstlerin auf der Bühne, die Kulturbeauftragte oder -engagierte, die Kreativschaffende. Allen gemein ist, dass sie sich für Kunst und Kulturen sowie einzigartige Objekte des Kunsthandwerks interessieren und das Reisen lieben. Als Vertreterinnen der Slow Fashion Bewegung kaufen sie ihre Kleidung bewusst und nachhaltig ein und gestalten ihren Alltag gerne entschleunigt, um im Moment zu leben. Sie sind engagiert, mitfühlend und selbstbestimmt. Ihr Kleidungsstil ist natürlich und elegant zugleich, farblich eher dezent, jedoch immer mit besonderen Details.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Produkte sollen ähnlich wie die Kulturgüter von denen wir uns inspirieren lassen besondere Artefakte einer Kultur werden. Man trägt sie sicherlich auch eher für einen besonderen feierlichen oder feinen Anlass wie ein Jubiläum oder auch zum Ballett. Dadurch soll auch die Wertigkeit des Kulturguts angehoben werden. Gleichzeitig möchten wir durch die Gestaltung und den Verkauf unserer hochwertigen Couture Accessoires Kollektionen einzigartige Geschichten über rare Kulturgüter sowie deren Wahrer erzählen und weitergeben. Jede Kollektion thematisiert dabei ein bestimmtes Kulturgut eines Landes oder einer Region. 

Durch den Kauf unserer Produkte tragen unsere Käufer aktiv zur Wahrung von internationalen Kulturgütern und dem Erhalt von kreativem Handwerk bei.  Zudem setzen sie sich hierdurch für den Erhalt unserer Umwelt sowie dem respektvollen Umgang mit Menschen ein.

Unsere Kollektionen sollen immer klein bleiben und die Designs in geringer Stückzahl produziert werden. Damit möchten wir insbesondere der Überproduktion und dem Überkonsum von Produkten entgegenwirken, ganz im Sinne des Sustainable Development Goal Nr. 12.

Besonders an unseren Produkten ist sicherlich auch die Anwendung innovativer 3D-Drucktechnologien auf nachhaltigen Textilien, um z.B. Prints, die zusammen mit unseren Co-Creation Partnern entwickelt wurden, auf einer neuen Ebene festzuhalten. Hier arbeite ich als Designerin mit der Teilefabrik von alphacam GmbH zusammen, insbesondere mit Jana Jancke als Expertin im Bereich der additiven Fertigung.

Zudem werden unsere Schmuckstücke bei stitch by stitch fertiggestellt, ein Social Business, das als Schneidermanufaktur sozial und ökologisch nachhaltig arbeitet, was mir ein besonderes Anliegen war. Außerdem wollte ich unbedingt, dass die Couture Accessoires Made in Germany sind, denn mit „Couture“ assoziieren wir eher andere Länder wie Frankreich oder Italien.

cen. culture, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Also aktuell ist es ganz wichtig für uns die Produktion unserer ersten Kollektion „Sicily“ in Kleinserie durch die aktive Crowdfunding Kampagne auf Startnext (noch bis 31.7.22) möglich zu machen und hierdurch das Label aufs nächste Level zu bringen.

Das wird uns viele weitere Schritte ermöglichen. Jedes Jahr folgt eine neue Kollektion an Couture Accessoires – in fünf Jahren sind wird idealerweise so weit, dass wir auch Bekleidung anbieten können, also besondere Kleidung, die aus den Designs unserer Couture Accessoires herauswachsen.

Zudem kann ich mir sehr gut vorstellen, den Bereich der angewandten Forschung bei cen. weiter auszubauen und auch über europäische Förderprojekte wichtige Impulse mit der Marke zu setzen. 

Ich würde sagen in fünf Jahren haben wir es geschafft, als Marke mit kulturellem Mehrwert sichtbar und wirtschaftlich zu sein und zudem wichtige Impulse über unser Design und unsere Forschung zu setzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Seid mutig! Bleibt geduldig! Definiert klar für euch, warum ihr eine Gründungsidee umsetzen wollt!

Etwas zu gründen – egal ob full-time oder nebenbei – fühlt sich absolut überwältigend an, im Positiven wie im Negativen. Wenn man für sich nicht ganz klar weiß, warum man das Ganze macht und was einen tagtäglich hierzu motiviert, wird es schwierig werden eine Vision in die Wirklichkeit zu bringen.

Wir bedanken uns bei Viktoria Heinzel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: cen.

Kontakt:

cen. culture embraces nature.
Viktoria Heinzel
Sophienstr. 36
76133 Karlsruhe

www.cencouture.com
heinzelviktoria@gmail.com

Ansprechpartner Viktoria Heinzel

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Crowdfunding

Seinen eigenen Weg gehen und eigenen Erfahrungen machen

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Auntie psychische Gesundheit Wohlbefinden Mitarbeiter

Auntie digitale Lösungen für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeitern

Stellen Sie sich und das Startup Auntie doch kurz unseren Lesern vor!

Aber klar doch! Ich bin Mervi, CEO und Gründerin des finnischen Start-ups Auntie. Wir bieten eine digitale Lösung für Unternehmen, die das psychische Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter:innen verbessern wollen. Wir Finnen sind seit Jahren die Nummer eins im World Happiness Report, aber auch wir haben Probleme mit Überarbeitung und zunehmenden psychisch bedingten Krankheitsausfällen.

Ich selbst habe 2015 unter Burnout gelitten und aus erster Hand erfahren, wie schwierig es ist, angemessene und schnelle Hilfe zu finden. Mir war jedoch auch klar, dass frühzeitige Hilfe und Prävention genauso wichtig sind wie Therapie in akuten Krisenzeiten, und so entstand die Idee zu Auntie. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Impuls Auntie zu gründen, entstand aus meiner persönlichen Erfahrung heraus. Ich war frustriert darüber, wie langsam und schwierig der Prozess war, mir professionelle Hilfe zu holen. Dabei stellte ich fest, dass ich mit dem Problem alles andere als allein war. Die Ursache dafür sind strukturelle Probleme, die vor allem in den letzten Jahren immer deutlicher zutage getreten sind. Ironischerweise wirkt sich der langwierige Prozess, professionelle Hilfe zu erhalten, ebenfalls negativ auf die psychische Gesundheit aus.

Meine Schlussfolgerung war, dass die Hilfe viel früher ansetzen sollte, und zwar dort, wo viele Probleme ihren Ursprung haben: im betrieblichen Gesundheitsmanagement bzw. dessen bisherigem Ausklammern mentaler Gesundheit. Und wir sind mit unserem Ansatz nicht allein: Forschung und Erfahrung zeigen, dass gesunde und zufriedene Mitarbeiter:innen für Unternehmen nachhaltig besser sind: Weniger krankheitsbedingte Ausfälle, höhere Produktivität – die Liste der Vorteile ist lang.

Welche Vision steckt hinter Auntie?

Wir wollen psychisches Wohlbefinden am Arbeitsplatz für alle möglich machen und psychische Gesundheitsprobleme entstigmatisieren. Unsere Lösung soll leicht zugänglich und gleichzeitig persönlich und vertraulich sein. Mit unserem Angebot tragen wir dazu bei, die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen und die Unternehmenskultur zu stärken.

Ursprünglich sollte Auntie ein mobiles Game sein. Wir haben allerdings schnell gemerkt, dass seelisches Wohlbefinden eine menschliche Note braucht. Die Pandemie hat das einmal mehr bewiesen. 2016 kamen dann die ersten Auntie Professionals dazu. Inzwischen arbeiten wir mit über 120 staatlich geprüfte Therapeut:innen zusammen, die unseren Kund:innen in über 20 Sprachen zuhören und mit Rat zur Seite stehen. Wir bieten zwölf verschiedene Pakete an, die jeweils auf ein bestimmtes Problem oder eine Herausforderung im Berufs- oder auch Privatleben ausgerichtet sind, wie z. B. neue Herausforderungen im Beruf, Einsamkeit, Schlaflosigkeit oder die Rückkehr ins Büro.

Psychische Gesundheit ist ein großes und wichtiges Thema, welches sich immer mehr Unternehmen annehmen. Sie wollen ihre Mitarbeitenden dahingehend unterstützen. Was wir zusätzlich bieten und was uns auszeichnet, sind messbare Ergebnisse. Wir sind davon überzeugt, dass jede Anstrengung in diesem Bereich auf klaren, messbaren Daten beruhen muss, sonst werden Wohlfühlangebote für Unternehmen zum schmückenden Beiwerk ohne nachweisbaren Nutzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wie bei so vielen anderen Start-ups auch mussten wir in Aunties Frühphase das gesamte Team umstrukturieren. Das war ein kräftezehrender, langwieriger Prozess, der das Unternehmen fast zu Fall brachte. Ich war schon kurz davor, das Vorhaben aufzugeben, nachdem die Dinge so aufgeheizt waren. Doch zu guter Letzt ließ sich alles klären und ich konnte weitermachen. Vor unserer aktuellen Seed-Runde durch Verdane, sind wir mit kleineren Angel-Investitionen gestartet.

Wer ist die Zielgruppe von Auntie?

Unsere Zielgruppe sind Personalverantwortliche in Unternehmen. Viele von ihnen haben das Thema psychische Gesundheit bereits im Blick und einige Unternehmen haben sogar spezielle Positionen wie Chief Happiness Officer, Chief Wellness oder Feelgood Manager geschaffen. All diese Positionen wurden in erster Linie geschaffen, um das psychische Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu gewährleisten und zu verbessern. Wie die Stellenbezeichnung lautet und wie groß das Unternehmen ist, spielt für uns letztlich keine Rolle: Wenn die Person für das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen verantwortlich sind, zählt sie zu unserer Zielgruppe.

Wie funktioniert Auntie? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wie gesagt, wir haben derzeit zwölf Pakete für verschiedene Probleme und Herausforderungen des Alltags und des Berufslebens. Unternehmen können sie ihren Mitarbeitenden diskret zur Verfügung stellen. Das Konzept von Auntie senkt die Hemmschwelle, ein Gespräch zu eröffnen, und das vertrauliche Angebot bietet einen arbeitsmedizinischen Service, der nicht direkt mit dem Arbeitgeber verbunden ist. Unser Ansatz ist es jedoch, unsere Kunden und deren Mitarbeiter:innen damit nicht allein zu lassen, da unser Service einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Wir bieten Webinare an, die wir mit der Belegschaft zu verschiedenen Themen abhalten, und wir liefern den Unternehmen messbare Ergebnisse. Das ist auch das, was uns von vielen anderen Anbietern unterscheidet. 

Mit klaren KPIs und Dashboards für die HR-Expert:innen auf Kundenseite wird die Wirkung der niedrigschwelligen Unterstützung für Mitarbeiter DSGVO-konform messbar gemacht. Ohne ordentliche Daten und Zahlen sind Dienste wie der unsere zwar eine gute Möglichkeit für das Employer Branding, aber insgesamt nicht sehr effektiv und ehrlich gesagt eher dekorativ als eine echte Verbesserung. Wir ändern das.

Mervi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Weg hat uns gerade von unserem Heimatland und anderen europäischen Märkten hierher in die DACH-Region geführt. Darüber sind wir sehr stolz und glücklich. Jetzt sind wir dabei, uns hier zu etablieren, unser Team aufzubauen und uns bei den Kunden bekannt zu machen. Wir hoffen, dass wir in fünf Jahren die führende Lösung für mentales Wohlbefinden für Organisationen aller Größenordnungen sein werden. Außerdem erweitern wir unsere Dienstleistungen und Angebote stetig. Und wir lernen weiterhin aus den Erfahrungen und Daten dazu, um fortlaufend besser zu werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist, dass jeder seinen eigenen Weg geht und seine eigenen Erfahrungen macht. Generell würde ich Gründer:innen aber raten, an ihr Produkt zu glauben, es aber gleichzeitig ständig zu hinterfragen und zu optimieren. Es ist wichtig, nah an den Kunden zu sein und das Feedback mitzunehmen. 

Es ist auch wichtig, sich mit der eigenen Unternehmenskultur auseinanderzusetzen, denn mit einem zufriedenen und motivierten Team kommt man leichter und nachhaltiger voran.

Insofern wäre mein letzter Tipp, eine finnische Lösung für mentales Wohlbefinden in das eigene betriebliche Gesundheitsmanagement aufzunehmen, *zwinker*.

Wir bedanken uns bei Mervi-Lamminen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Done is better than perfect

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Kryptovergleich: Vergleichsplattform für Krypto, Assets, Börsen, Wallets

Kryptovergleich: Vergleichsplattform für Krypto (Assets, Börsen, Wallets, etc.)

Stellen Sie sich und das Startup Kryptovergleich doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, mein Name ist Philipp und ich bin Gründer von kryptovergleich.de, einer neuen Vergleichsplattform für Krypto (Assets, Börsen, Wallets, etc.). Ich komme ursprünglich aus dem IT-Bereich und habe knapp 7 Jahre bei einer großen deutschen Immobilienplattform gearbeitet. 2017 packte mich das Thema Blockchain und Kryptowährungen so sehr, dass ich eine Lernwebsite namens Cryptolist.de gründete. Anfang dieses Jahres wurde es dann Zeit für ein neues Projekt und seit Mitte Juni ist nun unsere neue Vergleichsplattform kryptovergleich.de online.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Bereits in meiner Ausbildungszeit startete ich kleinere digitale Projekte und versuchte diese zu vermarkten. Das Konzipieren, Designen und Entwickeln von digitalen Produkten hat mich immer gereizt und mir viel Freude bereitet. Im Mai 2019 zog ich einen Schlussstrich unter meine Festanstellung und konzentrierte mich nur noch auf meine eigenen Projekte. Was mich dabei immer antreibt ist die Freiheit im Unternehmertum. Ich liebe es, neue Ideen zu entwickeln, Dinge auszuprobieren und mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Welche Vision steckt hinter Kryptovergleich?

Die Kryptowelt ist noch extrem jung, laut und undurchsichtig. Viele Projekte und Konzepte werden wieder verschwinden, einige wenige werden aber bestehen bleiben. Aber eines fehlt in diesem Markt aktuell ganz gewiss: Transparenz. Wir bieten dafür eine Vergleichsplattform für das Thema Krypto/Web3, auf der sowohl Assets als auch Produkte und Services untereinander verglichen werden können. Krypto-Neulingen möchten wir damit den Einstieg erleichtern und sie bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind noch nicht lange auf dem Markt, deshalb war die bisher größte Challenge eine erste Version der Plattform zu bauen. Der modulare, technische Aufbau der Plattform, der gewählt wurde, um direkte Vergleiche zu ermöglichen, war eine echte Herausforderung. Aber auch die detaillierte Recherchearbeit zu 31 Kryptowährungen, 25 Börsen und 15 Wallets hat uns viel Zeit und Mühen gekostet. Durch die Einnahmen aus meinen bisherigen Projekten konnten die Entwicklungskosten der neuen Plattform querfinanziert werden. Auf diese Weise mussten wir kein externes Kapital aufnehmen.

Wer ist die Zielgruppe von Kryptovergleich?

Die Kernzielgruppe sind Anfänger und Interessierte im Kryptobereich, die auf der Suche nach passenden Krypto-Börsen und Wallets für den Start in die Kryptowelt sind. Wir bieten sowohl Neulingen als auch fortgeschrittenen Nutzern zudem die Möglichkeit, Kryptowährungen anhand von interessanten Metriken (Marktdaten, Performance, Projektinformationen, Bewertungen, etc.) miteinander zu vergleichen.

Wie funktioniert Kryptovergleich? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kryptovergleich liefert hilfreiche Informationen, Metriken und Bewertungen zu aktuell 31 Kryptowährungen, 25 Börsen und 15 Wallets. Dabei listen wir die Optionen nicht nur übersichtlich auf, wie es bereits einige andere Websites tun, sondern ermöglichen es diese auch direkt (1:1) miteinander zu vergleichen, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten. Gerade bei der Auswahl einer Krypto-Börse oder Wallet spielen die persönlichen Präferenzen eine große Rolle. 

Kryptovergleich, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der noch sehr junge Sektor Krypto/Web3 wird auch noch in den nächsten Jahren sehr dynamisch bleiben und sich schnell verändern. Wir möchten mit diesem jungen Markt mitwachsen, uns den Bedürfnissen der Nutzer anpassen und unser Angebot an Vergleichsthemen, Metriken und Funktionen stetig erweitern. In 5 Jahren streben wir an die führende Vergleichsplattform für Krypto Assets, Services und Produkte zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Done is better than perfect: Diesen Tipp beherzige ich leider selbst oft zu wenig: Bevor man sich in Details verliert, sollte man so schnell wie möglich mit einem MVP an den Markt gehen, um Nutzerfeedback zu sammeln. 

Team is key: Die eigenen Stärken aber vor allem Schwächen zu kennen ist enorm wichtig. Gerade für diese “blind spots” ist es essentiell, motivierte Mitarbeiter oder Co-Founder zu finden, die an das Produkt glauben, ein hohes Energielevel mitbringen und auch auf persönlicher Ebene sehr gut passen.

Kill your darlings: Manchmal steht uns das eigene Ego im Weg und wir verlieben uns zu schnell in eigene Ideen und Entscheidungen. Versuche immer wieder den Spieß umzudrehen und deine eigenen Produkte gemeinsam mit dem Team zu „challengen“, zu hinterfragen und die User Experience kompromisslos in den Fokus zu stellen.

Wir bedanken uns bei Philipp Duringer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Kryptovergleich.de

Kontakt:

kryptovergleich.de
Philipp Duringer
c/o Office Club
Frankenstraße 152
D-90461 Nürnberg

www.kryptovergleich.de
mail@kryptovergleich.de

Ansprechpartner: Philipp Duringer

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Think out of the box

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ALIVION Spark M-20 Methanol

ALIVION: Spark M-20 mobile Messgerät für Methanol in alkoholischen Getränken

Stellen Sie sich und das Startup Alivion doch kurz unseren Lesern vor!

ALIVION möchte elektronischen Geräten (wie unserem Smartphone) das «Riechen» ermöglichen. Auf diese Weise können die Lebensmittel, die wir essen, sowie die Luft, die wir atmen, auf giftige Schadstoffe untersucht werden, und ein einziger Atemstoß kann vielleicht schon bald ausreichen, um mehr über die Gesundheit eines Menschen zu erfahren. ALIVION wurde 2020 von Dr. Jan van den Broek (unserem CTO) und mir als Spin-off der ETH Zürich gegründet.

Seitdem hat unsere Technologie bereits verschiedene Auszeichnungen erhalten, unter anderem den renommierten «de Vigier Stiftung» Preis sowie den Emerging Technologies Competition Award der Royal Society of Chemistry. Unser erstes Produkt ist ein mobiles Messgerät, der Spark M-20, mit dem die Methanolkonzentration in alkoholischen Getränken in weniger als 2 Minuten bestimmt werden kann. Jährlich erleiden tausende von Menschen eine Methanolvergiftung und mit unserem Produkt möchten wir dies verhindern.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als Forscher an der ETH Zürich hatten wir grosses Interesse an unserer Technologie in der Bevölkerung und Industrie. ALIVION haben wir gegründet, um die Menschen an diesen Fortschritten teilhaben lassen zu können.

Welche Vision steckt hinter ALIVION?

Unsere Smartphones können sehen, hören, reagieren auf Berührung und können zwischenzeitlich sogar denken. Was komplett fehlt sind das Riechen und Schmecken. Dies möchten wir ändern!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als Gründer erlebe ich täglich größere und kleinere Herausforderungen. Wichtig ist hierbei, dass man ein Team hat, auf das man zählen kann und welches die Vision des Unternehmens tagtäglich mitträgt. So kann man gemeinsam alle Herausforderungen eines Startups meistern.

Wir sind ein Spin-Off der ETH Zürich und genießen daher das Privileg von der ETH Zürich unterstützt zu werden. Darüber hinaus haben wir engagierte Investoren an Bord, die sich auch persönlich in das Unternehmen miteinbringen, was uns sehr stolz macht.

Wer ist die Zielgruppe von ALIVION?

Nach Angaben der Organisation «Ärzte ohne Grenzen» führen bereits geringe Mengen von Methanol jedes Jahr bei Tausenden von Menschen zu dauerhafter Erblindung und sogar zum Tod. Unser Methanoldetektor ermöglicht Brennereien, aber auch Winzern, Lebensmittelbetrieben und der Getränkeindustrie eine einfache, schnelle und mobile Messung von Methanol in ihren Getränken. In der EU, den USA und anderen Ländern existieren strenge gesetzliche Richtlinien für Methanol in Getränken oder Handdesinfektionsmitteln. Bisher war es notwendig, Proben alkoholischer Getränke an Labore zu senden, was teuer und zeitaufwändig ist sowie geschultes Personal erfordert. Mit dem Spark M-20 kann nun direkt vor Ort eine Messung erfolgen und in weniger als 2 Minuten das Resultat abgerufen werden. Auch die Chemieindustrie, das Gesundheitswesen, die Polizei und viele weitere Bereiche zeigen Interesse.

Wie funktioniert der Spark M-20? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Spark M-20 ist das erste und einzige mobile Messgerät für Methanol in alkoholischen Getränken. Er wurde in der Schweiz entwickelt, wird in Deutschland produziert und entspricht damit höchsten Qualitätsstandards. Mithilfe des Gerätes kann eine sofortige Qualitätskontrolle vor Ort erfolgen – dank automatischer Temperaturkontrolle sowohl beim Brennen im Keller als auch draußen. Dabei ist der Spark M-20 für sämtliche Getränke anwendbar, z.B. Obstbrände, Grappa, Whiskey, Calvados, Brandy, Sherry oder Cognac. Bis zu 1‘000 Messergebnisse können auf dem Gerät gespeichert und auf den PC übertragen werden.

Bisher gibt es am Markt keinen vergleichbaren Anbieter.

ALIVION, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren werden wir noch weitere Produkte auf dem Markt haben, um systematisch die ALIVION-Vision umzusetzen. Entwicklungen an unserem zweiten Produkt laufen bereits.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Geduld: Der Aufbau eines Startups ist mit Höhen und Tiefen verbunden. Ich rate allen Gründern geduldig zu sein, auch wenn bestimmte Vorhaben länger dauern als gedacht und unter Umständen nicht sofort funktionieren. Man sollte sich dadurch nicht ermutigen lassen und immer das Große und Ganze, die zugrundeliegende Vision, im Hinterkopf haben

Eine gesunde Fehlerkultur: Es ist legitim und sogar notwendig, bei der Gründung eines Unternehmens auch Fehler zu machen. Das Unternehmen mit seiner Kultur und den Best Practices muss sich erst mit der Zeit entwickeln und Fehler sollten als Chancen zum Lernen gesehen werden

Think out of the box: Es lohnt sich frühzeitig unkonventionelle Wege zu gehen und Neues auszuprobieren. So können neue Möglichkeiten für das Unternehmen entstehen. Hierbei ist auch der Austausch mit verschiedenen Sparrings-Partnern, das können Mitarbeiter, Investoren oder auch andere Gründer sein, elementar.

Wir bedanken uns bei Andreas Güntner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das sind die besten Tools, um schnell und erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten

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tools selbstständigkeit

Der Start in die Selbstständigkeit ist heute längst nicht mehr so schwierig wie noch vor einigen Jahren. Das zeigt sich auch deutlich in den Zahlen. So steigt laut Statista zum Beispiel die Anzahl der Selbstständigen in freien Berufen seit etlichen Jahren konsequent an. Der Gedanke, sich als sein eigener Chef die Arbeit selbst einteilen zu können, klingt sicher für viele Menschen verlockend. Unter der Selbstverwirklichung auf der einen Seite darf die Professionalität auf der anderen Seite aber nicht leiden. Zum Glück gibt es mittlerweile immer mehr Tools, die den Selbstständigen, Freelancer:innen und Gründer:innen helfen, ihre täglichen To-dos und das gesamte Management rund um das eigene Business auf einem professionellen Niveau zu erledigen.

Dies ist eine Auswahl der wichtigsten Tools, damit du dein Business schnell starten und erfolgreich auf das nächste Level heben kannst.

Finanzen

Die Finanzen sind das A und O in der Selbstständigkeit. Dazu gehört natürlich auch ein richtiges Konto, das den Ansprüchen sowohl von Freelancer:innen und Selbstständigen als auch Gründer:innen gerecht wird. Ein solches Konto bietet die digitale Bank N26. Hier gibt es sowohl ein privates als auch ein Businesskonto. Alle Transaktionen lassen sich über eine App steuern. Mittels verschiedener Spaces kann das Geld in Kategorien unterteilt werden. So verliert man den Überblick nicht. Die Businesskonten bei N26 gibt es in drei Tarifen: die kostenlose Standardvariante, das N26 Business Smart für 4,90 Euro im Monat und die Business You Variante für 9,90 Euro im Monat. 

Büro- und Kundenmanagement

Wer selbstständig oder freiberuflich arbeitet, hat eine Menge nebenher zu managen – sei es die eigene Buchhaltung, Steuern und Kosten, aber auch alle Belange rund um den Kunden wie Warenaus- und -eingänge, CRM und Rechnungen. Um nicht den Überblick zu verlieren, lohnt sich ein Blick auf die Bürosoftware von WISO MeinBüro. Mit der ganzheitlichen SaaS-Lösung in der Cloud können Nutzer sogar geräteunabhängig von überall auf ihre Geschäftsdaten zugreifen. Die Anbindung von Online-Banking, zum Beispiel zu der digitalen Bank N26, und Webshops wie z. B. Shopify oder Shopware machen das Handling von eingehenden Bestellungen einfacher, da Vorgänge automatisiert ablaufen oder mit nur wenigen Klicks erledigt sind. Man hat alle E-Commerce-Aktivitäten einfach im Blick. WISO MeinBüro ist sozusagen das eigene Büro in der Tasche.

Workflow

Wer Inhalte erarbeitet, Texte schreibt oder Content erstellt, für den lohnt sich ein Account bei Google Workspace. Hier gibt es jede Menge Möglichkeiten, Inhalte zu speichern und diese mit dem Kunden oder den Mitarbeitenden zu teilen. Aber auch Tools wie der Google-Kalender, Google Meet für Videocalls, Gmail und diverse Büroanwendungen wie Docs, Tabellen und Präsentationen können hier intuitiv genutzt werden. Eine echte Arbeitserleichterung!

Produktivität

Als Selbstständige:r ist man durchaus häufiger in der Versuchung, Dinge zu vertagen. Nicht selten leidet dann die Produktivität darunter. Gerade in den Anfängen verstrickt man sich mitunter in Kleinigkeiten, die vorerst gar keine Priorität haben sollten. Abhilfe schafft da zum zum Glück Evernote – eine gute Produktivitäts- und Organisations-App. Evernote unterstützt Start-ups und Selbstständige dabei, die digitale Informationsflut zu bewältigen, Ideen umzusetzen und effizienter im Team zu arbeiten. Das Produktivitäts-Tool ermöglicht Nutzer:innen, Aufgaben festzuhalten und aufzuteilen, diese mithilfe verschiedener Features zu tracken und so die Zusammenarbeit innerhalb der Teams zu verbessern. Durch das Festhalten von To-dos in Evernote können sich Start-ups auf das Wesentliche konzentrieren und all ihre Dokumente und Informationen an einem Ort speichern und leicht wiederfinden – von Gesprächen über Recherchen bis hin zu Besprechungsprotokollen und mehr.

Onlinepräsenz

Wer den Weg in die Selbstständigkeit wagt, hat in den meisten Fällen bereits von Beginn an ein gutes Netzwerk, um an erste Projekte zu kommen. Ein essentieller Punkt für eine mittel- und langfristig gute Auftragslage ist heutzutage auch eine gute Onlinepräsenz: Alleine durch Word-of-Mouth können sich die wenigsten Selbstständigen finanzieren. Heißt das nun, Webdesign und Coden lernen zu müssen? Mit Tools wie Wix ist das zum Glück überflüssig. Hier kann man sich, ohne jegliche Vorkenntnisse, eine professionelle Website ganz nach den eigenen Vorstellungen bauen. Mit dem Website-Baukasten können Selbstständige aus verschiedenen Vorlagen wählen oder eine eigene Website personalisieren, mobile Versionen der Website erstellen und mit verschiedenen SEO-Tools den Traffic steigern. Der erste Schritt Richtung Selbstständigkeit ist also getan!
Das ist nur eine Auswahl der wirklich großartigen Tools, die Freelancer:innen, Selbstständige und Gründer:innen nutzen können. Mit den ihnen steht nun dem Erfolg nichts mehr im Wege.

Autor

Sabine Blumrich ist freie Redakteurin und Kommunikationsexpertin in Berlin. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin hat sie viele Jahre als Redakteurin für TV-Sender und Zeitungen gearbeitet. Sabine Blumrich ist selber seit zwölf Jahren selbstständig. Mit ihrer Expertise berät sie Unternehmen, Gründer, Selbstständige und Freelancer.

Bildquelle/Fotograf: Robert Lehmann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sprich über Deine Idee, statt sie geheim zu halten

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teethlovers Bio Zahnpulver im Glas mit Bambusdeckel

teethlovers Bio Zahnpulver im Glas mit Bambusdeckel

Stellen Sie sich und das Startup teethlovers doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind teethlovers und revolutionieren seit 2020 den Zahnpflegemarkt. Mit unseren Bio-Zahnpulvern ist das tägliche Zähneputzen effektiv, 100% natürlich und frei von unnötigem Verpackungsmüll! 

teethlovers Zahnpulver entfernt schonend Zahnbelag, wirkt Karies entgegen und ist in vier leckeren Sorten erhältlich. Es wird vom Verband deutscher Dentalhygieniker und von Zahnärztinnen und -ärzten der Biologischen Zahnmedizin empfohlen. 

Das plastikfreie teethlovers Glas mit Bambusdeckel kann ganz einfach wiederbefüllt werden – mit dem Vorratsglas aus unserem Onlineshop oder an über 80 Auffüllstationen deutschlandweit. Wir stehen für strahlende Lächeln in einer gesunden Umwelt!

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Marie und ich, Alex, haben schon 2015 unabhängig voneinander unsere eigenen Zahnpflegeprodukte hergestellt. Damals noch für den Eigenbedarf, weil wir so unzufrieden waren, mit den Produkten auf dem Markt. Mit den teils toxischen und überflüssigen Zusatzstoffen in herkömmlichen Zahnpasten wollten wir nicht in den Tag starten. Ökologische Alternativen waren uns zu abrasiv oder nicht reinigend genug. Und die immer anfallende Plastiktube passte auch nicht in unser Verständnis einer nachhaltigen Zukunft.

Wir haben uns zusammengetan und gemeinsam unser Traumprodukt entwickelt. Die bis zu 80% Zusatzstoffe haben wir aus der Zahnpasta geworfen. Denn unsere Mundschleimhaut ist durchlässig für die Inhaltsstoffe der Zahnpflegeprodukte, die so in den Gesamtorganismus gelangen. Konservierungsmittel, Schaum- und Farbstoffe gehören dementsprechend nicht in den Mundraum. 

In der herkömmlichen Zahnpasta sind nur 20% Wirkstoffe. Unser Zahnpulver hingegen besteht aus 100% Wirkstoffen für die Zahn- und Mundpflege. Alle Inhaltsstoffe sind natürlich, lebensmittelecht und bio zertifiziert. 

Damals wurde unser Zahnpulver im Freundes- und Bekanntenkreis ein absoluter Geheimtipp. Die Nutzenden hatten oft zum ersten mal keine Probleme mehr mit Ablagerungen, Zahnstein und Zahnfleischentzündungen. Sehr schnell war die Nachfrage so groß und wachsend, dass uns klar war: unser Zahnpulver hat einen Markt und braucht ein Unternehmen! Viele Jahre, Studien und Entwicklungen später, sind wir auf den Markt gegangen.

Was war bei der Gründung von teethlovers die größte Herausforderung?

Die Verpackung ist unsere größte Baustelle. Denn wir wollen nicht nur das effektivste Zahnreinigungsmittel auf dem Markt anbieten, sondern einen Mehrwert auf allen Ebenen schaffen. Deshalb gibt es bei teethlovers keine erdölbasierten Plastik-Verpackungen und ein Auffüllkonzept für Zero Waste. Allerdings ist es sehr schwierig funktionale Alternativen zum weitverbreiteten, erdölbasierten Plastik und seinen starken Barriereeigenschaften zu finden. Unser Glas mit Bambusdeckel ist ein super Anfang. Die kompostierbaren Nachfüllpackungen mussten allerdings unser Sortiment verlassen, da diese zu durchlässig für die Pflanzenextrakte im Pulver waren. Dafür funktionieren unsere jetzigen Vorratsgläser sehr gut. Aber auch hier sind wir in Optimierungsprozessen, um ein Mehrweg-System zu schaffen.

Und nach vielen Jahren Forschung und Entwicklung, werden wir hoffentlich bald auch unsere erdölfreien Proben launchen. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich denke, dass muss man sogar. Denn was ist schon perfekt? Erst in der wirklichen Interaktion mit dem Markt und der Kundschaft entsteht das wertvolle Feedback, mit dem ein Unternehmen sein Produkt optimieren kann. Die Idee muss ins Leben überführt werden, um wahr und nicht perfekt zu werden.
Gleichzeitig ist eine ausführliche Marktrecherche sowie ein intensives Testen und Weiterentwickeln des Produkts auch innerhalb des Marktes unabdingbar. Start und Weiterentwicklung gehen ab einem bestimmten Zeitpunkt Hand in Hand.

Welche Vision steckt hinter teethlovers?

Unsere Vision ist es mit der wirksamsten Zahnpflege für strahlende Lächeln in einer gesunden Umwelt zu sorgen.

Ganz einfach, zähneputzend, jeden Tag, mit effektiven, 100% natürlichen Wirkstoffen! Wir möchten komplett müllfreie Zahnpflege ab dem ersten Zähnchen bis ins höchste Alter ermöglichen. Damit das tägliche Zähneputzen nicht nur gut für die Zähne und Umwelt ist, schmecken unsere Zahnpulver in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen auch super lecker. Zähneputzen soll nämlich auch Spaß machen.  

Wer ist die Zielgruppe von teethlovers?

Alle Menschen mit Zähnen, die Wert auf ihre Mundgesundheit legen. Es ist eine große Hemmschwelle, die meist fest verankerte Zahnpflege-Routine zu ändern. Ein neues Produkt auszuprobieren, dass nicht mehr die alte Gewohnheit der Paste bedient, ist ein großer Schritt. Da hilft das konkrete Bedürfnis rundum gesund leben zu wollen. Wer auf Bio-Lebensmittel achtet, möchte sich meist keine Schadstoffe in den Mund geben und wird stutzig, wenn er oder sie sich das erste mal mit den Inhaltsstoffen ihrer Zahnpasta auseinandersetzt. 

Wie funktioniert teethlovers? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Anwendung ist super einfach. Die trockenen oder leicht angefeuchteten Borsten der Zahnbürste leicht in das Zahnpulver drücken. Das Pulver bleibt haften und kann anschließend im Mundraum verteilt werden. Die Rezeptur ist darauf ausgelegt, dass sofort die Speichelproduktion angeregt wird, und somit aus dem Pulver im Mund eine Emulsion wird, mit der die Zähne mit der manuellen oder elektrischen Zahnbürste geputzt werden. Denn Speichel ist das körpereigene, beste Mittel um den Zahnschmelz zu remineralisieren. Da anders als bei Pasten, keinerlei Zusatzstoffe und Konsistenzgeber im Weg stehen, kann der Speichel seine Arbeit leisten. Die Wirkstoffe des Zahnpulvers helfen zusätzlich Säuren zu puffern, Mineralstoffe bereit zu stellen, Kariesbakterien zu hemmen und Ablagerungen effektiv zu entfernen.

Wir bieten bewusst das lose Pulver an, da es ohne Zusatzstoffe auskommt und sich dieses besonders schnell auflöst. Es gibt auch Zahnputztabletten bzw. -Tabs in praktischer Darreichungsform. Diese werden allerdings unter hohem Energieaufwand gepresst und benötigen immer auch Bindemittel. Ein weiterer Grund, weshalb wir die Pulverform bevorzugen ist, dass jede:r  problemlos die individuell benötigte Menge nutzen kann. 

teethlovers, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten mit unserem Zahnpulver in aller Munde sein. Deshalb werden wir in den kommenden Jahren unseren Vertrieb über den Bio-Fachhandel und Online-Kanäle ausbauen. Außerdem arbeiten wir mit zahnärztlichen Praxen zusammen. Diese sollen schon kommendes Jahr die lang ersehnten teethlovers Proben für ihre Patient:innen erhalten. Natürlich haben wir eine Reihe von Produkten in der Pipeline, die unser Zahnpflege-Sortiment ergänzen werden.

Wir freuen uns außerdem darauf, das teethlovers-Team auszubauen und unser Unternehmen sowie unseren ökologischen Aktivismus transparent mithilfe der Gemeinwohlökonomie darzustellen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  • Arbeite im Gründungs-Team, denn die ständig auftretenden Herausforderungen, Höhen und Tiefen, sind gemeinsam oft einfacher und definitiv freudvoller zu bewerkstelligen.
  • Sprich über Deine Idee, statt sie geheim zu halten, und hol Dir so früh wie möglich Feedback und Input aus Deinem oder einem (Gründungs-) Netzwerk.
  • Mach nicht alles alleine: wenn Du einen wichtigen Arbeitsbereich selbst nicht kompetent abdecken kannst, hole Dir direkt die entsprechende Expertise von außen in Dein Team oder Unternehmen. Ich habe meine Zeit und Nerven manchmal mit technischen Dilemmas verschwendet, die ein Profi in wenigen Minuten bereinigen konnte. 

Bild © teethloversPurpose Products GmbH Heiligengeiststrasse 6-8 26121 Oldenburg

Wir bedanken uns bei  Christina Kaiser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Grenzen kennen und abstecken

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re:cap

Mit re:cap optimieren Unternehmen ihren Cashflow nachhaltig, indem sie zukünftige Umsätze aus ihrem Abo-Geschäftsmodell gegen On-Demand-Finanzierungen eintauschen

Stellen Sie sich und das Startup re:cap doch kurz unseren Lesern vor!

Hi! Ich bin Paul Becker, Mitgründer und CEO von re:cap. Bei re:cap bieten wir Software-Firmen mit wiederkehrenden Einkommensströmen eine neue Art der Finanzierung jenseits von Risikokapital oder Bankkrediten an, um ihre wahren Wachstumspotenziale voranzutreiben. Mit re:cap optimieren Unternehmen ihren Cashflow nachhaltig, indem sie zukünftige Umsätze aus ihrem Abo-Geschäftsmodell gegen On-Demand-Finanzierungen eintauschen. Unsere Funding-Plattform verknüpft Software-Firmen auf der einen Seite mit institutionellen Investoren auf der anderen Seite, sodass Investoren Zugang zu einer gänzlich neuen Anlageklasse erhalten. 

Das Besondere an re:cap ist die Arbeit mit tagesaktuellen Daten, ein voll automatisiertes Underwriting sowie die Transaktionsabwicklung. Das ist auf dem Level einzigartig und verändert die Art und Weise, wie Unternehmen sich finanzieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe Wirtschaftsinformatik als duales Studium absolviert und habe während der Studienzeit regelmäßig in Unternehmen, meist größeren Konzernen, gearbeitet, um dort Praxiserfahrung zu sammeln. Dabei habe ich sehr schnell festgestellt, dass es mich damals nicht begeistert hat, in einem großen Konzern zu arbeiten. Spätestens im fünften Semester war mir klar, dass ich nach dem Studium selbst ein Unternehmen gründen will. Unternehmer zu sein bietet eine interessante Kombination aus Verantwortung und Freiheit – einerseits genießt man den vermutlich größten Gestaltungsfreiraum, den man im beruflichen Kontext haben kann, andererseits erwarten aber auch diverse Parteien (Mitarbeiter, Kunden, Investoren), dass man die richtigen Entscheidungen trifft, und das birgt jede Menge Verantwortung. Dieses Zusammenspiel hat mir von Anfang an sehr gut gefallen.

Welche Vision steckt hinter re:cap?

Hinter re:cap steckt die Vision, das Kapital für die Wirtschaft von morgen neu zu definieren. Wir wollen jedem Unternehmen ermöglichen, Zugang zu genau der Finanzierung zu erhalten, die seine Anforderungen am besten erfüllt. Unser erstes Produkt zahlt auf die Vision ein, indem es Technologieunternehmen mit regelmäßigen, wiederkehrenden Einnahmeströmen die perfekte Finanzierung für ihre Wachstumsambitionen bietet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Während der Ideen-Phase war die größte Herausforderung die klare Definition dessen, was wir eigentlich machen wollen – in einem finanztechnischen und regulatorischen Sinne. Vergeben wir Kredite? Handelt es sich um Factoring? Brauchen wir dafür eine Banklizenz? Nachdem das geklärt war, standen Teamaufbau und Produktentwicklung im Fokus. Die Rekrutierung der ersten Köpfe neben meinem Mitgründer Jonas und mir war entscheidend, da man hiermit immer den Standard einer Organisation definiert. Seit Anfang des Jahres sind wir am Markt und entsprechend liegt unser Fokus natürlich darauf, möglichst viele Kunden von unserer Lösung zu überzeugen und zu verstehen, wo wir uns verbessern können und welche neuen Kundengruppen für uns interessant sind. Seit Gründung haben wir zwei Finanzierungsrunden mit Angels und VC-Investoren abgeschlossen.

Wer ist die Zielgruppe von re:cap?

Bei re:cap konzentrieren wir uns momentan auf SaaS-Unternehmen, also Software-Unternehmen mit regelmäßig wiederkehrenden Umsätzen. Diese Unternehmen haben es bei der Finanzierung nicht so leicht, da sie keine Sicherheiten vorweisen können und insbesondere in der Wachstumsphase nicht profitabel operieren. Deshalb sind sie auf Venture Capital beschränkt und müssen diese Finanzierungsquelle für alle Initiativen nutzen – auch für diejenigen, die einen sehr planbaren Return on Investment haben (wie zum Beispiel Marketingausgaben) und für die sich eine flexible oder kurz laufende Finanzierung besser eignet. Im Gegensatz zu Banken, verbinden wir bei re:cap uns direkt mit den Systemen der Unternehmen und können damit eine Kreditentscheidung auf Basis der originären Daten treffen, anstatt auf manuell aggregierte Dokumente oder externe Auskunfteien zurückzugreifen. Das macht unsere Auswertungen genauer und schneller und dadurch einfacher für die Unternehmen

Wie funktioniert re:cap? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Über lange Zeit war Risikokapital die einzige denkbare Finanzierungsform für viele Start-ups, auch wenn sie nicht immer sinnvoll eingesetzt wurde. Die aktuellen Entwicklungen in der Startup-Branche wirken da wie ein Katalysator: Spätestens jetzt, nachdem die VC-Investitionen in den letzten Wochen und Monaten deutlich zurückgegangen sind, haben viele Start-ups begonnen, ihren Finanzierungsmix zu überdenken und nach Alternativen zu Venture Capital zu suchen. Während Gründer von Venture Capital-Investoren nach einem langwierigen Prozess eine größere Finanzierung gegen Anteile an ihrem Unternehmen erhalten, können sie mit re:cap jederzeit flexibel mit minimalem Zeitaufwand auf die Liquidität zugreifen, die sie gerade brauchen – ohne dabei Anteile abzugeben, Mitspracherechte zu gewähren, oder persönliche Haftung zu übernehmen.

Klar, es gibt internationale Player im Bereich „Revenue-based Finance“, und die schauen auch intensiv auf Deutschland. Daher kommt es zu einem gewissen Grad auf die Geschwindigkeit der Exekution an, um zu entscheiden, wer Marktführer wird und bleibt. In Deutschland sind wir jedoch der einzige lokale Anbieter mit einem lokalen Team, Netzwerk und Know-How im Markt und sind damit dem internationalen Wettbewerbern überlegen. 

re:cap, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser initiales Ziel war es eine neue Finanzierungslösung für SaaS-Unternehmen in Deutschland bereitzustellen. Das haben wir geschafft und wachsen geographisch und was die Zielgruppe betrifft bereits jetzt darüber hinaus. Gerade erst haben wir unsere internationale Expansion verkündet und sind nach Deutschland nun auch in den Niederlanden live. Bereits heute verfolgt rund ein Viertel der Unternehmen auf unserer Plattform kein klassisches SaaS-Modell. Die Anzahl unserer Kunden hat sich im zweiten Quartal 2022 bereits mehr als verdoppelt. 

Unser Fokus auf Software-Firmen mit wiederkehrenden Einnahmen ist erst der Anfang unserer Reise und bildet eine starke Basis, um in Zukunft Finanzierungslösungen für jegliche Art von Unternehmen anbieten zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Die richtigen Mitgründer sind das Wichtigste. Nicht nur fachlich, sondern vor allem persönlich muss es funktionieren.

2. Ich finde es fraglich, wenn jemand aus einer rein kommerziellen Motivation heraus gründet. Es braucht mehr als das. Wer keine echte Leidenschaft für seine Dienstleistung oder sein Produkt hat, wird auf Dauer nicht durchhalten.

3. Es gibt immer Höhen und Tiefen und häufig muss man sehr hart kämpfen. Dennoch sollte man seine Grenzen kennen und abstecken, um Dinge nicht zu persönlich zu nehmen und nicht zu nah an sich ran zu lassen.

Wir bedanken uns bei Paul Becker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Setzt von Anfang auf effiziente Neukundengewinnung

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compado
Office Shooting Berlin at Compado GmbH with CEO and founder Andreas Hoogendijk

Compado digitale Plattform für Neukundengewinnung

Stellen Sie sich und das Startup Compado doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Andreas Hoogendijk und habe 2017 gemeinsam mit Emanuel Hoch das Tech-Unternehmen Compado in Berlin gegründet. Compado ist eine digitale Plattform für Neukundengewinnung: Wer seinen Kundenstamm ausbauen möchte, kann über die Compado-Plattform kaufmotivierte NutzerInnen ansprechen – zum Beispiel, indem das eigene Produkt oder die Dienstleistung in redaktionellen Artikeln, Ranglisten oder Quizzes präsentiert wird. Der Clou: Bei Compado zahlen Marken nur, wenn unsere NutzerInnen tatsächlich zu Kunden werden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Schon während des Studiums war ich unternehmerisch tätig – eigene Ideen umzusetzen begleitet mich schon mein ganzes Leben und ist so etwas wie mein “Modus Operandi” – wann immer ich Geschäftsmodelle sehe, die mich begeistern, versuche ich diese mit einem motivierten Team umzusetzen. “Klein Klein” ist nichts für mich, ich setze gerne ambitionierte Ziele um – und das funktioniert eben am besten im Team. Ambitionierte Ziele umzusetzen, eine neue Realität zu erschaffen, das ist etwas, was meiner Meinung nach am besten im Rahmen eines eigenen Unternehmens umsetzbar ist. Zurzeit baue ich mit Compado die weltweit führende Plattform für digitale Neukundenakquise auf – ein Mammutvorhaben, das unglaublich motivierend ist.

Welche Vision steckt hinter Compado? 

Die Neukundengewinnung im Internet ist erstaunlich ineffizient. Viele Werbetreibende verschwenden ihre Werbegelder, indem sie für Werbung zahlen, die schlussendlich nicht zum Kauf führt. Mit unserer Plattform, die sich auf Werbung für kaufmotivierte Zielgruppen spezialisiert, ist es hingegen möglich, direkt potentielle Neukunden anzusprechen. Gleichzeitig muss nur dann eine Erfolgsvergütung gezahlt werden, wenn es tatsächlich zum Kauf kommt. Unsere Vision ist es, den Waste im Online-Marketing deutlich zu reduzieren, einen effizienten Gegenentwurf zu verschwendeten Werbegeldern zu liefern und die weltweit führende Plattform für digitale Neukundengewinnung zu bauen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die größte Herausforderung ist sicherlich, unsere Plattformen für neue Industrien zu öffnen – auch, wenn die grundsätzlichen Techniken und Technologien der digitalen Neukundengewinnung generalisierbar sind, ist die Neukundengewinnung in jeder Branche unterschiedlich. Es macht einen fundamentalen Unterschied, ob man Neukundengewinnung für Sprachschulen, Essenslieferservices, Supermärkte oder Browserspiele betreibt – jedes Segment hat da seine eigenen Gesetze. Unsere Plattform, unsere Neukundengewinnung neuen Industrien zur Verfügung zu stellen, heißt also auch immer erst einmal die Gepflogenheiten der Industrie zu lernen und unsere Tools darauf abzustimmen. Mittlerweile sind wir darin sehr gut – allerdings durften wir hier über die Jahre eine Menge dazulernen. 

Compado wächst grundsätzlich aus dem eigenen Cash-Flow heraus. Wir haben die Stärke “aus uns selbst heraus” zu wachsen und tun das auch. Zudem wurden wir bereits im Rahmen von zwei Funding-Runden unterstützt: In einer ersten Seed-Runde hat uns Global Founders Capital unterstützt, während unsere Series-A von 468 Capital angeführt wurde. Auch die Tech-Investoren von SB21 und Cherry Ventures haben in unsere Plattform investiert. Es ist zudem durchaus denkbar, dass es bei dem jetzigen Expansionskurs und dem stetigen Ausbau unserer Plattform nicht bei der Series-A bleibt, sondern in der Zukunft weiteres Wachstumskapital eingesammelt wird. 

Wer ist die Zielgruppe von Compado? 

Grundsätzlich alle Unternehmen und UnternehmerInnen, die digital Neukunden gewinnen möchten und dabei nur eine Erfolgsprovision zahlen möchten. Besonders große Neukundenzuwächse erzielen wir bei Produkten und Dienstleistungen mit hohen Customer Lifetime Values: diese Unternehmen kennen üblicherweise ihren Customer Value gut – also wie viel ein Neukunde für sie wert ist – und können dementsprechend optimierte Kampagnen mit uns aufsetzen. Umso besser Marken ihren Kundenwert beziffern können, umso effektiver arbeitet unsere Plattform. Zu Segmenten mit hohen Customer Lifetime Value gehören bspw. Apps, Software, Abo-Modelle bzw. Produkte mit wiederkehrenden Zahlungen, Lieferdienste oder Online-Kurse – um nur ein paar zu nennen. 

Wie funktioniert Compado? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir sind in der Lage, an diversen “Orten” im Internet unsere Neukundenansprachen zu platzieren: So betreiben wir bspw. selber ein großes Portfolio an Medienseiten und kooperieren mit den großen Verlags- und Medienhäusern. Auf diesen unterschiedlichen “Plätzen” gibt es diverse “Frontends”, die wir dafür nutzen können, um Marken zu präsentieren – z.B. Artikel, Ranglisten, Quizzes oder Banner. In diesen “Frontends” präsentieren wir kaufbereiten NutzerInnen, dessen Interessenlage auf eine erhöhte Kaufbereitschaft schließen lässt, passende Marken, mit denen wir kooperieren. Häufig nutzen wir dafür ausgefeilte Machine-Learning-Technologien, die das Kaufinteresse eines Nutzers aufschlüsselt und eine zum Kaufinteresse passende Marke präsentiert. 

Compado, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir wollen grundsätzlich in der Lage sein, Marken dort zu präsentieren, wo sich deren potentiellen Neukunden aufhalten. Dafür bauen wir stetig unsere Präsenz im World Wide Web aus – in 5 Jahren werden wir sowohl die Anzahl als auch die Reichweite unserer Medienseiten deutlich gesteigert haben, um somit einen noch größeren “Neukundenpool” bieten zu können. Gleichzeitig werden wir die Anzahl und Reichweite unserer Kooperation mit namhaften Medienhäusern gesteigert haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Puh, mit Blick auf die vielen Jahre Branchenerfahrung in der digitalen Neukundengewinnung würde ich sagen: Setzt von Anfang auf effiziente Neukundengewinnung, idealerweise mit Erfolgsvergütung. Es gibt mittlerweile einige Dienstleister, die entweder auf Erfolgsbasis arbeiten oder mithilfe von Machine-Learning-Techniken auf Zielwerte optimieren. Man muss diese nur aufspüren und testen. Etwas allgemeiner ist darüber hinaus natürlich ein gutes Team das allerwichtigste: Talentierte und motivierte Leute zusammenzubringen ist ein absolutes Must-Have und, so trivial wie es klingt, absolut essentiell.

Ferner empfehle ich, von Anfang an mit dem eigenen Produkt an die Öffentlichkeit zu gehen: In den sozialen Medien News zu teilen, auf Messen und Konferenzen präsent zu sein, medial stattzufinden – das alles ist sehr wichtig und sollte von Tage eins an betrieben werden; die Welt ist so voller Informationen und Overchoice, dass man anderen gezielt Anhaltspunkte liefern muss, um die eigene Dienstleistung leicht zu verstehen. Damit fängt man am besten sofort an.

Wir bedanken uns bei Andreas Hoogendijk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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