Montag, März 23, 2026
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Habt Spaß dabei was und wie Ihr arbeitet 

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eeaser

eeaser beschleunigt industrielle Energieeffizienz durch digitale Dienstleistung

Stellen Sie sich und das Startup eeaser doch kurz unseren Lesern vor!

Ich habe über 10 Jahre im Business Development von erneuerbaren Energien für Industrieunternehmen gearbeitet. Dabei habe ich immer wieder erleben müssen das Firmen selbst wirtschaftliche Effizienzmaßnahmen nicht umsetzen – meistens lag es an fehlendem Wissen. Das war frustrierend und die Motivation eeaser zu gründen. Zum Gründerteam gehören auch noch Michael Berger, er kümmert sich um Energietechnik, und Philipp Günther der sich um die IT-Entwicklung kümmert.

eeaser beschleunigt industrielle Energieeffizienz durch digitale Dienstleistung. Unsere Web-Anwendung, der eeaser accelerator, identifiziert und priorisiert Energieeffizienzmaßnahmen. Darüber hinaus bekommen unsere Nutzer Hintergrundinformationen zur Umsetzung der Maßnahmen. Unser Ansatz adressiert die Breite, wir werden tausende Unternehmen weltweit bei Ihrer Dekarbonisierung unterstützen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ganz zentral war für uns alle die Überzeugung das es unsere Lösung bedarf (eine Beschleunigung der Energieeffizienz ist ja auch explizites Ziel im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen). Ein digitaler Ansatz ist hier sehr vielversprechend. Natürlich gehört auch die Lust am Unternehmertum dazu die wir alle mitbringen – diese hilft durch die Durststrecken, die immer wieder kommen.

Welche Vision steckt hinter eeaser?

Wir haben uns vor einiger Zeit sowohl eine explizite Vision als auch Mission formuliert. Die Vision lautet “A sustainable industry serving people and planet”. Die Mission lautet “We empower people to take smart, data-driven actions to accelerate industrial energy efficiency”. Beides hilft uns, um bei unseren strategischen Entscheidungen die Orientierung zu behalten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Drei große Herausforderungen sind: 1) Das passende Team zu finden, 2) Die ersten zahlenden Kunden zu finden wenn man „nur“ einen Prototypen hat und 3) einen ersten Investor zu finden wenn noch wenig Traction vorhanden ist aber bereits Kapital benötigt. Wir haben uns im ersten Jahr aus Eigenkapital und den ersten Umsätzen finanziert – bis zur ersten pre-Seed Finanzierungsrunde die wir im Sommer 2022 abgeschlossen haben.

Wer ist die Zielgruppe von eeaser?

Da müssen wir zwischen Nutzern und Kunden unterscheiden – das ist bei uns nicht deckungsgleich. Die Nutzer sind kleine und mittlere Industrieunternehmen, die ihren Energieverbrauch reduzieren möchten. Diese Unternehmen können mit unserem eeaser accelerator schnell und kostengünstig Einsparmaßnahmen identifizieren. Da wir einen Breitenansatz verfolgen, also sehr viele Unternehmen adressieren, sind unsere Kunden aber eher Multiplikatoren – wie z.B.: Kammern oder Sektor Verbände die viele Lizenzen für Ihre Zielgruppe erwerben.

Wie funktioniert eeaser? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

eeaser fragt Daten von unseren Nutzern zu deren Energieverbräuchen und der installieren Energietechnik ab. Aus diesen Daten können wir mögliche Einsparpotentiale identifizieren, quantifizieren und somit priorisieren. Die Nutzer bekommen dazu noch technische Hintergrundinformationen, die bei der Umsetzung helfen. Die zentralen Vorteile von eeaser sind Schnelligkeit und Kosteneffizienz und dass wir keine Messtechnik installieren müssen – dadurch können wir sehr viele Unternehmen erreichen. Natürlich gibt es auch viele weitere Anbieter wie Energieauditoren, Energiemanagementsysteme oder spezialisiertere Software-Lösungen. Wir sehen uns dabei aber weniger als Wettbewerber, sondern eher als begleitende Maßnahme und Einstieg in das Thema Energieeffizienz.

eeaser, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren werden wir mehrere tausend Unternehmen bei der Dekarbonisierung unterstützt haben. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technik und die Notwendigkeit höherer Energieeffizienz wird die Nachfrage kontinuierlich wachsen. Entsprechend wird sich unser Angebot weiterentwickeln.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Habt Spaß dabei was und wie Ihr arbeitet – denn es ist sehr viel Arbeit.

Kümmert Euch um das Team und etabliert Wege für gute und konstruktive Kritik.

Sucht Euch Berater bewusst aus. Es gibt sehr viele Acceleratoren, Experten und „Experten“. Ein Blick von außen ist extrem hilfreich, aber oft nur dann wertvoll, wenn die Ratgeber wirklich verstanden haben was Ihr macht.

Die drei Gründer von eeaser (von links nach rechts) Philipp Günther, Michael Berger und Martin Haagen

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nicht zu lange zögern oder Nachdenken

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wings for living rotorblätter urbane outdoor

Wings for Living fertigt aus alten Rotorblättern ausgedienter Windkraftanlagen urbane Outdoor Funiture

Stellen Sie sich und das Startup Wings for Living doch kurz unseren Lesern vor!

Wings for Living ist ein im Jahr 2020 gegründetes Start-Up. Aus alten Rotorblättern ausgedienter Windkraftanlagen fertigen wir urbane Outdoor Furniture, sozusagen als „Flügel zum Leben.“ Rotorblätter bestehen zu einem großen Teil aus glasfaserverstärktem Kunststoff und sind daher bis jetzt schwer zu recyceln.  Die Rotorblätter werden zum Teil vergraben, in der Zementindustrie verbrannt oder tatsächlich auch ins  Meer geworfen.  Die so saubere Windenergie hat für uns somit einen mehr als faden Beigeschmack, wenn man denn weiß, wieviele Windräder in den kommenden Jahren auf Grund von Ineffizienz  schon wieder zurückgebaut werden. 

Mit unserem Partner Anmet und dem Designlehrstuhl der Universität Zielona Góra entwerfen und entwicklen wir Outdoor Möbel, welche wir passender Weise „Wings“ nennen.  Mit nur einem Schnitt, viel Kreativität und Handarbeit entstehen völlig einzigartige, neue Produkte. Somit schaffen wir ohne hohe Umweltbelastung ein neues Produkt, mit dem wir im Sinne einer zirkulären Ökonomie, Ressourcen schonen und das Leben vorhandener Rohstoffe um viele Jahre verlängern. „We turn the future of outdoor living“ ist dabei unser Leitsatz. Unsere Wings sind schon heute das Möbel der Zukunft. André Schnabel 45 Jahre (Links im Bild, Founder) und Toni Schuster 23 Jahre (rechts im Bild, Co-Founder) sind die Ideentreiber hinter der Firma Wings for Living.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nachhaltigkeit ist glücklicher Weise nicht nur ein Trend, sondern vielmehr Bestandteil und Notwendigkeit im Leben aller und natürlich auch vieler Industrien geworden. Es fordert neue Denkansätze. Einen wirklichen Impact zu geben und selbst etwas zu verändern, war schon immer unser innerster Antrieb. Als sich 2020 die Möglichkeit auftat, ein völlig neues Produkt zu schaffen, auf den Markt zu bringen und damit ein bestehende Umweltthematik anzugehen, war uns sofort klar, dass wir diese Idee umsetzen möchten. 

Der Drang nach Selbstverwirklichung, eine solide betriebswirtschaftliche Ausbildung und etliche Jahre Berufserfahrung waren dabei natürlich sehr förderlich.  

Welche Vision steckt hinter Wings for Living?

Gemäß unserem Leitsatz „We turn the future of outdoor Living.“ ist es unsere Vision, die Stadt der Zukunft heute schon erlebbar zu machen und das Morgen aktiv zu gestalten. Wenn wir einen wirklichen Impact bringen wollen, ist es in unseren Augen unabdingbar, die zirkuläre Ökonomie voranzutreiben. Alles, was in Zukunft neu entstehen soll, darf keine neuen Rohstoffe benötigen.  Wir glauben fest an eine Veränderung der Mobilität, durch welche Innenstädte wieder grüner werden und gemeinschaftliches, urbanes Leben wieder mehr Platz in Städten bekommt.

Die Innenstadt der Zukunft wird aus nachhaltigen und wiederkehrenden Rohstoffen bestehen. Innovative Sitzmöblierung zum Verweilen oder auch Haltestellen werden immer größere Bedeutung gewinnen. Wir sehen uns mit unseren Wings hier als Vorreiter im urbanen Outdoor-Möbel Markt. Dabei kommt auch die Produktinnovation nicht zu kurz. Schon jetzt kombinieren wir unsere Wings mit Solarfolien, um autarkes Laden von mobilen Endgeräten zu ermöglichen – Windenergie im Ruhestand trifft auf Solarenergie.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Finanzierung von Wings for Living wurde bisher ausschließlich aus privaten Eigenmitteln und natürlich aus den Erlösen der Produktverkäufe gestemmt. Die größte Herausforderung war und ist es hierbei, unsere Ideen und Visionen bezüglich neuer Produkte als auch aller Themen rund um den Webshop, Marktauftritt, Branding und Advertising zu finanzieren. 

Es ist daher für uns unabdingbar, jetzt Investoren mit ins Boot zu holen, um die Entwicklung der Wings, unser Brand Building nach vorn zu treiben und natürlich Reichweite zu generieren. Hierbei sind wir schon in den ersten Gesprächen. 

 Wer ist die Zielgruppe von Wings for Living?

Unsere Zielgruppe ist sowohl der B2B als auch der B2C Bereich. Im B2B setzen wir verstärkt den Fokus auf urbane Stadtmöblierung, Kommunen aber auch Architekten und Landschaftsbauer. Hier haben wir bereits eine Exklusiv-Partnerschaft mit einem der größten Stadtmöblierer vereinbaren können. Im B2C Bereich sind wir gerade stark in der Entwicklung. Wir möchten smarte Home-Living-Lösungen schaffen, die Möglichkeit der Individualisierung anbieten und besonders die Verbindung zwischen Comfort und Chic schaffen. Hierfür möchten wir eine Online Welt rund um Wings for Living erschaffen, in der Kunden Ihre Wings schon bei der Konfiguration digital erleben können.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wings for Living, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Vorteil liegt ganz klar in der Ressourcenschonung, der extremen Langlebigkeit und der Einzigartigkeit jedes einzelnen Möbelstücks. Durch den Einsatz eines Holz-Ersatzes aus upgecycelten Altkleidern und Altplastik schaffen wir ein zu 100% upgecyceltes Produkt, welches so gut wie keinen Pflegeaufwand und somit keine Folgekosten verursacht. 

Die Wings bestechen durch ihre organische Form, sind ein absoluter Hingucker und fügen sich perfekt in das Landschaftsbild ein. Durch die Einzigartigkeit des Materials, künftiger kompletter Individualisierungsmöglichkeit und der Kombination mit Solartechnologie sehen wir uns als Vorreiter im Bereich nachhaltiger Outdoor-Möblierung. In 5 Jahren möchten wir ein Bestandteil in Städten und Kommunen sein und natürlich auch die Gärten von privaten Kunden mit unseren Wings bereichern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nicht zu lange zögern oder Nachdenken, sondern in das „Machen“ kommen und Dinge ausprobieren.

Rückschläge gehören zum Unternehmeralltag dazu. Nutzt diese als Motivation um stärker zu werden und weiter Vorwärts zu gehen.

Immer einen Schritt größer und höher zu Denken als man selbst glaubt. Die Idee oder das Produkt bekommen damit einen größeren Auftrieb

Wir bedanken uns bei André Schnabel und Toni Schuster für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Wings for Living

Kontakt:

Wings for Living UG
Ullersdorfer Str., 13a
D-01324 Dresden

www.wings-for-living.de
info@wings-for-living.de

Ansprechpartner: André Schnabel

Social Media:
Instagram
Facebook
LinkedIn

Nutze die Angebote von Wirtschaftsförderungen und erfolgreichen Gründern

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KRINTERVENT Wachstumgsberatung für Selbständige

KRINTERVENT Wachstumsberatung für Selbständige und kleine Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup KRINTERVENT doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Andreas Schulz und ich beschäftige mich seit 20 Jahren mit Wachstum und Krisen in Unternehmen. Ich durfte früh in meiner Laufbahn eine Unternehmenskrise miterleben. Mit 23 Jahren wurde ich Abteilungsleiter und sechs Monate später durfte ich 30 % meiner Mitarbeiter entlassen. Ich habe versucht herauszufinden, wie es dazu kam und warum man es nicht verhindern konnte.

Von diesem Zeitpunkt an, hat mich das Thema Unternehmenskrise nicht mehr losgelassen und ich will heute noch alles darüber wissen. So wurde ich in meinem Berufsleben zum Problemlöser und habe viele unterschiedliche Bereich führen dürfen. Wenn alles lief, dauerte es nicht lange und mein Telefon klingelte. Entweder mein Chef oder ein externer Headhunter, der eine Herausforderung hatte.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Anfang 2021 traf ich den Entschluss, dies nicht mehr als Angestellter machen zu wollen. Ich wusste, es gibt viele Unternehmen, die von meinem Know-how profitieren können.

Durch mein Interesse an Krisen, bin ich mit vielen Unternehmer*innen in Kontakt gekommen, die sich in einer solchen Situation befanden. Sie suchten häufig nach Rat, wollten oder konnten sich aber nicht keinen Unternehmensberater leisten.

Kleine Unternehmen haben nicht das Geld, dass ein klassischer Unternehmensberater verlangt. Oftmals sind das 5 – 50-tausend Euro für ein Mandat. Außerdem funktionieren Sie komplett anders als mittelständische oder große Unternehmen. Mit Best-Practice-Lösungen a la Google oder Apple können die nichts anfangen. Nicht jedes Unternehmen kann seine Produkte darüber hinaus einfach im Internet verkaufen.

Diese sehr engagierten Unternehmer*innen sollten jedoch auch eine Chance bekommen, in Krisenzeiten zu wachsen. Aus diesem Grund entschied ich mich, meinen Job zu kündigen und mein Wissen insbesondere Selbständigen und kleinen Unternehmen anzubieten.

Welche Vision steckt hinter KRINTERVENT?

In Deutschland haben 99,8 % aller angemeldeten Unternehmen weniger als 50 Mitarbeiter. Sie sind das Rückgrat unseres Wohlstands und Innovationsmotor. Wir brauchen zwingend diese Unternehmen, wenn wir auch in Zukunft in Wohlstand leben wollen.

Ich möchte möglichst viele dabei begleiten, aus ihren vorhandenen, großartigen Ideen, dauerhaft erfolgreiche Unternehmen zu machen. Mit schnellen Verbesserungen und einfachen Lösungen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

In Deutschland zu gründen, ist alles andere als unkompliziert. Ich habe fast sechs Monate vor dem Start begonnen, mich schlau zu machen, alles Notwendige in die Wege zu leiten und den Start gut vorzubereiten.

Nichtsdestotrotz habe auch ich Fehler gemacht und Lehrgeld zahlen müssen. Leider ist unser Staatsystem so komplex und überreguliert, dass selbst die eigenen Mitarbeiter in den Behörden falsche Informationen weitergeben.

Den Beginn meiner Selbständigkeit finanzierte ich ausschließlich mit Eigenmitteln. Für Werbekosten habe ich später ganz bewusst eine KfW-Gründerförderung in Anspruch gekommen. Zu dem Zeitpunkt waren die Zinsen aber auch noch sehr günstig.

Wer ist die Zielgruppe von KRINTERVENT?

Meine Kunden sind Selbständige und kleine Unternehmen, deren Erfolgswelle abgeebbt ist oder bei denen das Wachstum stagniert. Ich lege den Fokus auf Umsatzsteigerungen, um die aktuelle Situation zu verbessern.

Restrukturierungen und Sanierungen sind nicht mehr mein Thema. Das könnte ich zwar theoretisch auch, aber das will ich nicht.

Meine Methodik funktioniert branchenunabhängig. Meine Kunden sind sehr divers. Da waren bereits Einzelhändler, IT-Firmen bis hin zu hoch spezialisierten Produzenten dabei. Selbst mit Behörden und Vereinen bin ich zurzeit im Austausch.

Wie funktioniert KRINTERVENT? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Anders als die klassische Unternehmensberatung. Ich komme nicht um lange zu bleiben, sondern möchte möglichst schnell meine Kunden auf den richtigen Weg bringen. Meine Beratung ist auf eine schnelle Umsetzung ausgelegt ist.

Für den schnellen Erfolg ist es wichtig, mit dem was da ist und den Fähigkeiten der Beteiligten zu arbeiten. Ich vermeide deshalb teure oder langwierige Investitionen und versuche erst gar nicht dem Unternehmen eine neue Ausrichtung zu verkaufen.

Ziel ist es, nach 6 Beratungsstunden ein fertiges Wachstumskonzept zu haben. Durchschnittlich liegen zwischen dem strategischen Erstgespräch und dem Abschlussgespräch, über die praktische Umsetzung des Konzeptes, sechs Wochen. Bei sehr engagierten Kunden oder hohem Handlungsdruck geht es auch mal in vier Wochen. Die Abrechnung erfolgt nach Beratungsstunden und nicht nach einem pauschalen Tagessatz.

6 Beratungsstunden reichen meistens auch aus, um das praktisch durchführbare Konzept zu erstellen. Bei der Umsetzung kann ich nichts mehr machen, da ich keine Entscheidungen für meine Kunden treffe oder ausführe. Das bekommen die Unternehmer*innen auch gut ohne mich hin. Andernfalls wäre ich ein Interim Manager und das bin ich nicht.

KRINTERVENT, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nach vorne. Egal, wie sehr uns die nächsten Jahre herausfordern werden, meine Kunden werden auf der Gewinnerseite stehen. Davon bin ich überzeugt.

Im Idealfall bin ich in fünf Jahren auf einer Veranstaltung von vielen Hidden Champions. Die Veranstaltung wird von mir ausgerichtet und meine ehemaligen Kunden sind die Gäste.

Ansonsten werde ich immer da zu finden sein, wo Gründer, Jungunternehmer und Inhaber von kleinen Unternehmen anzutreffen sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nutze die Angebote von Wirtschaftsförderungen und erfolgreichen Gründern für eine gute Startvorbereitung.

Deine Geschäftsidee muss deinem Kunden einen Mehrwert bieten und nicht bloß großartig sein.

Glaube nicht alles, was dir auf Social Media Plattformen erzählt wird. Am Ende braucht es viel Engagement und Fleiß, um ein dauerhaft erfolgreiches Unternehmen aufzubauen.

Wir bedanken uns bei Andreas Schulz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

SEO-Potenziale nutzen und Umsatzbasis erweitern

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SEO

72% aller Nutzer von Suchmaschinen klicken ausschließlich auf die organischen Suchanfragen. Diese Statistik zeigt sehr eindrucksvoll, dass es auch heute noch sehr lohnend ist, in den organischen Suchergebnissen weit oben zu stehen. Dies schmälert in keiner Weise die Bedeutung von Suchmaschinenwerbung und anderen Pay-per-Click-Anzeigen – dennoch liegen im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) nach wie vor große Potenziale. Doch wie lässt sich dieses Potenzial nutzen? Welche Maßnahmen sind erforderlich und was bringt am Ende Erfolg?

Am Anfang steht die Analyse

Eine gute SEO-Analyse ist heute die Basis für den Erfolg sämtlicher Maßnahmen in diesem Bereich. Nur so lässt sich die eigene Webpräsenz am Ende zielgerichtet ausbauen und optimieren. Das Ziel dabei: Mehr Autorität und bessere Rankings in den Suchergebnissen gängiger Suchmaschinen. Darüber hinaus lässt sich so die eigene Zielgruppe besser verstehen und entsprechend eingrenzen.

Eine gute SEO-Analyse umfasst dabei unter anderem folgende Bestandteile:

  • Potenzial bei der Onpage-Optimierung (z.B. Keyword-Analyse, Nutzerfreundlichkeit, gute Aufbereitung der Inhalte)
  • Potenzial bei der Offpage-Analyse (z.B. Linkbuilding, Kooperationen, Präsenz in Social Media Netzwerken und auf anderen relevanten Plattformen, wahrgenommene Expertise)
  • Potenzial bei der technischen SEO (Ladezeiten, mobile Website, Cyber-Sicherheit)

Alle der oben genannten Bereiche umfassen auch eine Konkurrenzanalyse. Dabei werden die wichtigsten Konkurrenten identifiziert und gecheckt, welche SEO-Metriken diese mitbringen. Anhand dessen lassen sich zweierlei Dinge ablesen:

  • Wo sind noch Schwächen zu finden, bei denen eine Abgrenzung gut möglich ist?
  • Welche Aspekte sind potenziell besonders erfolgreich?

Die SEO-Analyse sorgt also dafür, dass der Status quo ermittelt wird. So können Optimierer verstehen, wo die eigene Webpräsenz steht. Auf Basis der gewonnen Informationen lassen sich dann zielgerichtete Maßnahmen ableiten und entsprechend planen.

SEO-Optimierung: Die Durchführung der Maßnahmen

Die einzelnen Maßnahmen zur SEO-Optimierung werden aus den Ergebnissen der SEO-Analyse herausgearbeitet. Eine Priorisierung erweist sich dabei als hilfreich:

  • Priorität 1: Dringende Maßnahmen: Grobe technische Fehler auf der Website können das Ranking der Website insgesamt gefährden. Diese müssen deshalb stets sofort angegangen werden. 
  • Priorität 2: Low Hangig Fruits: In die Kategorie „Low Hanging Fruits“ fallen Maßnahmen, die sich in sehr kurzer Zeit umsetzen lassen. Diese sollten möglichst früh erledigt werden, weil sie schon einen positiven SEO-Effekt erzielen können, während die aufwendigeren Maßnahmen sich noch in der Umsetzung befinden. Low Hanging Fruits können zum Beispiel technische Einstellungen oder auch eine Optimierung der internen Verlinkung beinhalten.
  • Priorität 3: Maßnahmen mit großem Impact: Die SEO-Maßnahmen mit den größten Auswirkungen sind häufig auch recht aufwendig. Dazu gehört insbesondere die Erstellung neuer Inhalte auf Basis der Keyword-Analyse. Darüber hinaus spielen hier auch Linkbuilding und Content-Distribution eine wichtige Rolle. 

Maßnahmen mit eher geringem Impact und verhältnismäßig hohem Aufwand runden die SEO-Optimierung ab. Sie sollten auf der Prioritäten-Liste jedoch nicht so weit oben stehen. 

SEO-Monitoring: Erfolgskontrolle ist wichtig

SEO-Optimierung ist kein Einzelereignis, sondern ein dauerhafter Prozess. Aus diesem Grund sollten die Maßnahmen regelmäßig kontrolliert werden. Entsprechende SEO-Tools helfen schon heute dabei, Ranking-Änderungen nahezu in Echtzeit zu sehen und auch die Gründe dafür herleiten zu können. Darüber hinaus lassen sich heute auch Veränderungen bei der Konkurrenz überwachen und entsprechend gegensteuern. Langfristige Content-Audits sorgen zudem dafür, dass alles up-to-date bleibt und die Qualität mit der Zeit nicht leidet.

Suchmaschinenoptimierung ist heute wichtiger denn je

Die Komplexität der Suchmaschinenoptimierung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Aus diesem Grund ist eine gewisse Expertise für entsprechende Erfolge unumgänglich. Wer jedoch eine SEO-Abteilung mit Fachpersonal aufbaut oder sich externe Experten ins Boot holt, kann auf diesem Weg die Umsatzbasis deutlich verbreitern. 

Abbildung 1: SEO bietet heute viel Potenzial, ist dafür aber auch deutlich komplexer als in der Vergangenheit. Bildquelle: @ PhotoMIX-Company / pixabay.com

Autor Thomas Hoffmann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Förderung einer positiven und integrativen Kultur

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SingleStore Cloud-native Datenbank

SingleStore Cloud-native Datenbank um Daten in Echtzeit zu vereinheitlichen und zu vereinfachen

Könnten Sie unseren Lesern bitte kurz SingleStore vorstellen?

SingleStore ist eine Cloud-native Datenbank, die mit Geschwindigkeit und Skalierung für datenintensive Anwendungen entwickelt wurde. Unser Ziel ist es, moderne Daten in Echtzeit zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Das ist der Grund, warum wir existieren. Wir wurden entwickelt, um ein einziger Speicher für Analysen und Transaktionen auf einer Plattform in Echtzeit zu sein.

Die Zukunft erfordert Echtzeit, und wir ermöglichen unseren Kunden seit mehreren Jahren Streaming, operative und analytische Verarbeitung in Echtzeit mit einer einzigen, universell einsetzbaren, modernen, Cloud-nativen Datenbank. Wir haben ein fantastisches Produkt und sind bereits führend in der Echtzeit-Analytik.

SingleStore hat mehr als 350 Kunden, und 50 % unserer Buchungen und Umsätze stammen von Fortune 500-Unternehmen. Wir beschäftigen weltweit mehr als 400 Mitarbeiter und wir wachsen weiter und erweitern unser Team um Top-Talente.

Wie wurde SingleStore gegründet?

SingleStore hat seinen Sitz in San Francisco und wurde im Januar 2011 unter dem Namen MemSQL gegründet. Die erste Version des Produkts wurde entwickelt, um die Anforderungen von Echtzeit-Analytik-Workloads mit geringer Latenz zu erfüllen und die neu verfügbare, erschwingliche Hardware mit großem Speicher zu nutzen. 

Wir änderten unseren Namen von MemSql (In-Memory Sql), weil er nicht genau beschrieb, wer wir waren. Im Jahr 2020 haben wir uns in SingleStore umbenannt, um unser Ziel der Vereinheitlichung und Vereinfachung moderner Daten in Echtzeit in einem einzigen Speicher darzustellen. Wir hatten uns von einer In-Memory-Datenbank zu so viel mehr als nur einer Datenbank entwickelt. Unser Name steht dafür, wie wir Unternehmen dabei helfen, sich schneller anzupassen, unterschiedliche Daten in Echtzeit zu nutzen und digitale Innovationen zu beschleunigen, indem wir alle Daten über eine Plattform operationalisieren. Wir sind sehr stolz auf unser Erbe, aber wir glauben, dass die Zukunft darin besteht, dass Daten-Workloads in einem einzigen Speicher untergebracht werden.

Was ist die Vision hinter SingleStore?

Wir bei SingleStore haben das Unternehmen mit einer sehr einfachen Idee gegründet. Moderne Daten erfordern eine andere Art von Datenbank, um das Beste aus ihnen herausholen zu können. 

Wir wollten das „Oracle der modernen Daten“ sein. Die erste Generation von Datenbanken waren die Oracles, Informix und DB2s. Die zweite Generation war die der Datenbanken, in der DB2, Couchbase und die anderen 300 Einzug hielten. 

Die nächste Generation von Datenbanken wäre die Konsolidierung vieler dieser Datenbanken und Datentypen in einer Datenbank, die moderne Daten verarbeiten kann, und zwar in einer hybriden Multi-Cloud-Umgebung mit extrem niedriger Latenz, und das in Echtzeit.

Das ist SingleStore. 

SingleStore vereinfacht den Datenstapel eines Unternehmens, indem es im Durchschnitt zwischen drei und sieben Datenbanken eliminiert und sie durch eine einzige Datenbank, nämlich SingleStore, ersetzt. Das ist der wahre Grund, warum unser Firmenname SingleStore lautet. SingleStore für, wenn nicht alle, so doch die meisten Ihrer Datentypen.

Ich glaube, dass das neue Zeitalter der Datenbanken, die überleben und gedeihen werden, diejenigen sind, die den Benutzern die Möglichkeit geben, die Antworten, die sie brauchen, in Echtzeit zu erhalten. Unsere Absicht ist es, unsere Benutzer an die erste Stelle zu setzen und sie zu befähigen. 

Vor kurzem haben wir unter der Führung von Goldman Sachs 116 Millionen Dollar eingeworben, womit das Unternehmen mit 1,3 Milliarden Dollar bewertet wird. Wir planen, diese Finanzierungsrunde zu nutzen, um unsere Produkt-Roadmap in den Bereichen Analytik, verteiltes SQL und Entwicklererfahrung weiter voranzutreiben. Die Mittel werden uns auch bei der Expansion und der Einführung in vielen verschiedenen Märkten wie APAC und EMEA helfen.

Wer ist die Zielgruppe von SingleStore?

SingleStore unterstützt Organisationen und Unternehmen in den Bereichen Finanzen, Medien, Energie, Technologie und Einzelhandel. Unser Produkt wurde entwickelt, um Entwicklern das Leben mit Funktionen zu erleichtern, die eine skalierbare Leistung bieten, die Migration beschleunigen und helfen, die Kosten zu senken. Zu unseren Kunden zählen Unternehmen wie Kelloggs, Siemens und GE.

Wie funktioniert SingleStore? Was sind die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern von Datenspeichern?

Die Unternehmen von heute generieren Transaktionsdaten aus allen Bereichen ihres Geschäfts. Anwendungen sind die entscheidenden digitalen Berührungspunkte, die reaktionsschnell, interaktiv und in Echtzeit sein müssen, um Kunden in Datenerlebnisse zu verwickeln, die sie zum Wiederkommen bewegen. Die datenintensiven Anwendungen von heute verfügen über große Datensätze, die sich oft schnell ändern und aktualisieren und auch schnell wachsen. Außerdem greifen viele Benutzer auf diese Daten zu, so dass sie aktuell und schnell sein müssen.

Hier kommt SingleStore ins Spiel und hilft unseren Kunden, schnell auf die benötigten Daten zuzugreifen und sie zu analysieren. Echtzeit-Analysen können ein Unternehmen in die Lage versetzen, fundierte und schnelle Entscheidungen zu treffen. Viele der Dienste und Anwendungen, die heute genutzt werden – von Mitfahrdiensten bis hin zu den Echtzeit-Tracking-Diensten, die einige große Pizzamarken anbieten – benötigen Echtzeit-Analysen, um innerhalb von Millisekunden (und nicht erst nach Minuten, Tagen oder Stunden) Maßnahmen und Antworten zu liefern. Echtzeit ist entscheidend, denn die Kunden werden nicht mehr auf Sie warten – sie werden weiterziehen.

Wohin entwickelt sich SingleStore? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir setzen unsere Zukunft darauf, unsere Kunden dort abzuholen, wo sie sind, und sie dorthin zu bringen, wo sie hinwollen. Unser hybrides Modell basiert auf diesem Prinzip sowie auf einem Multi-Modell für Geschwindigkeit, verteiltem SQL (geodistributierte, skalierbare, intelligente Anwendungen, die sich auf brauchbare, dauerhafte Daten stützen), Zero-Trust-basierter Datenbanksicherheit (Compliance-Zertifizierungen) und einer nahtlosen, reibungslosen Entwicklererfahrung, die es den Nutzern ermöglicht, sich schnell anzumelden und Zugang zu den aktuellen Daten zu erhalten.

Ich sehe die Rolle des CEO darin, die Ambitionen des Unternehmens voranzutreiben und festzulegen, und ich sehe mich in der Lage, SingleStore zu mehr als nur einem Top-Datenbankunternehmen zu führen. Der Meilenstein auf unserem Weg ist es, zu den Top 3 Datenunternehmen der Welt zu gehören.

Was waren die größten Herausforderungen, denen Sie sich seit Ihrem Amtsantritt als CEO stellen mussten?

Ich bin 2019 zu SingleStore gekommen und habe in den ersten Monaten viel Zeit damit verbracht, mit unseren Kunden zu sprechen und ein Verständnis dafür zu entwickeln, wo wir bei der Entwicklung unseres Produkts stehen. Infolgedessen haben wir zwei sehr wichtige Entscheidungen getroffen – dass wir eine Hybrid-Cloud und in Zukunft eine Cloud und eine reine Cloud sein werden.

Wir glauben, dass Unternehmen in Zukunft mit einer geringeren Anzahl von Datenbanken arbeiten werden, um die Risiken zu verringern, die mit der Verschiebung von Daten zwischen mehreren Datenbanken verbunden sind. Eine Datenbank, die einen Großteil der Arbeitslasten in einer hybriden Multi-Cloud-Umgebung kombinieren kann, wird viel effizienter sein und reibungslose, ultraschnelle Funktionalität bieten. Wir werden SingleStore als eine einzige Datenbank weiterentwickeln, die den wachsenden Anforderungen aller unserer Kunden gerecht wird.

Sie haben viel Erfahrung in Führungspositionen, von Start-ups bis zur Unternehmensebene. Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern geben?

Die wichtigste Erkenntnis aus meiner Tätigkeit als CEO ist, dass diese Rolle rund um die Uhr besetzt ist. Es kommt darauf an, was man tut, was man sagt, was man praktiziert und – noch wichtiger – was man zulässt.

Es passiert so viel, dass man, wenn man keine Prioritäten setzt, seine Wochen und Monate mit Arbeit vollstopfen kann und dabei die wichtigen Dinge verpasst. Ich priorisiere meinen Tag oder meine Woche immer nach den folgenden 5 Dingen:

Sicherstellen, dass ich die Vision und Mission von SingleStore mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern kommuniziere

Konzentration auf die Geschäftsstrategie in Bezug darauf, wie wir uns am besten vom Markt abheben, und Förderung dieser Aspekte durch unsere Organisation

Ich verbringe Zeit mit meinem Team und fördere den Teamgeist in der gesamten Organisation

Umsetzung der Strategie auf datengestützte Weise

Förderung einer positiven und integrativen Kultur

Wir bedanken uns bei Raj Verma für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Pfade, die nicht funktionieren, frühzeitig erkennen und nicht weiterverfolgen

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MyFlexHome hotel-abo

MyFlexHome flexibles Hotel-Abo für deine notwendigen Übernachtungen

Stellen Sie sich und das Startup MyFlexHome doch kurz unseren Lesern vor!

MyFlexHome ist das erste Hotel-Abo Deutschlands. Wir bieten eine völlig neue und innovative Wohnform für Personen in hybriden Arbeitsmodellen an, die nicht in der Nähe ihres Büros wohnen. Für die Anwesenheitstage im Büro bucht der Mitarbeiter seine Hotelnächte im Abo zu einem konstanten Preis und profitiert von weiteren Vorteilen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben in unserem Freundes- und Bekanntenkreis gesehen, dass viele Leute in den letzten beiden Jahren weggezogen sind, aber gleichzeitig ihren Job behalten haben. Daraufhin haben wir uns gefragt, wie sie zukünftig an Ihrem Arbeitsort übernachten werden, wenn es wieder teilweise zurück ins Büro geht. Für die Idee vom Hotel-Abo haben wir sehr viel positives Feedback erhalten und das Konzept in einem Businessplan weiterentwickelt. Dies gab uns die Motivation zur Gründung von MyFlexHome.

Welche Vision steckt hinter MyFlexHome?

Lebe und arbeite wo du möchtest – Homeoffice am Lieblingsort – Hotel-Abo für Bürotage.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Überzeugung der Hotellerie, mit uns ein Abo zu einem konstanten Preis anzubieten, für eine neue Zielgruppe der „Hybrid Worker“. Aktuell sind wir noch eigenfinanziert durch das Gründerteam.

Wer ist die Zielgruppe von MyFlexHome?

Personen in hybriden Arbeitsmodellen, wir nenne sie die „Hybrid Worker“, die nicht in der Nähe ihres Büros wohnen, und alle Personen, die regelmäßig eine Unterkunft von 4-12 Nächten pro Monat in einer Stadt benötigen.

Wie funktioniert MyFlexHome? 

Der Kunde bucht über die Homepage in einem Hotel seiner Wahl ein Abo für 4-12 Nächte pro Monat zu einem konstanten Preis. Die Anzahl der Nächte kann er monatlich anpassen und sollten nicht alle Übernachtungen genutzt werden, können die Nächte auch im nächsten Monat genutzt werden.

Wo liegen die Vorteile? 

Der Kunde spart bei uns bis zu 60% im Vergleich zu einzelnen Buchungen oder einer festen monatlichen Miete für eine Zweitwohnung. Zusätzlich erhält er als MyFlexHome Kunde besondere Vorteile im Hotel, die er sonst nicht bekommt, z.B. eine Gepäckaufbewahrung zwischen seinen Aufenthalten. Unser Buchungsprozess ist sehr schlank gestaltet und alle Nächte sind mit nur einem Klick buchbar.  

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Einen direkten Konkurrenten zu MyFlexHome gibt es unserer Einschätzung nach (noch) nicht. Mit unserem Abo-Modell ist man extrem flexibel (monatlich kündbar), es ist einfach (Hotel auswählen und buchen) und günstig (Zahlung nur für tatsächliche Nächte statt einer Monatsmiete).

MyFlexHome, wo geht der Weg hin?

Nach der erfolgreichen Pilotphase in München werden wir ab spätestens 2023 in weiteren deutschen Städten unser Angebot eines Hotel-Abos ausweiten.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen mittelfristig Europas führende Plattform für Hotel-Abos werden und somit die Alternative zu klassischen Wohnformen, wie einer Zweitwohnung, für Berufspendler werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Frühzeitiger Austausch mit allen relevanten Stakeholdern und regelmäßiges Challengen des eigenen Wegs. Pfade, die nicht funktionieren, frühzeitig erkennen und nicht weiterverfolgen.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Machen statt warten

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Rettergut nachhaltige Lebensmittel

Rettergut: Nachhaltige Lebensmittel aus geretteten Zutaten

Stellen Sie sich und das Startup Rettergut doch kurz unseren Lesern vor!

Rettergut ist 2019 aus der brillianten Idee der Dörrwerk GmbH Gründer entstanden, unansehnliches Obst oder Gemüse für leckere Produkte zu nutzen. Das Dörrwerk hatte sich auf Fruchtpapier beschränkt, aber schnell wurde klar, dass es noch viel mehr Rohstoffe zu retten gibt. Seitdem zaubern wir aus geretteten Lebensmitteln und anderen hochwertigen Rohstoffen haltbare Produkte wie Suppen, Aufstriche, Pesto, Nudeln, Schokolade oder Erfrischungsgetränke – oft in Bioqualität, meist vegan, immer vegetarisch.

Ein Teil des Umsatzes stecken wir in nachhaltige und soziale Projekte zur Förderung der Wertschätzung von Lebensmitteln. Damit wollen wir dabei helfen, dass verantwortungsvoller Umgang mit der Natur, bestmögliche Ressourcennutzung und Respekt vor Lebensmitteln selbstverständlich werden und kein „nice to have“ sind. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich glaube, mein Bruder und ich haben das „Unternehmer-Gen“. Und eine gute Idee. So beginnt das ja häufig. Ein Unternehmen zu gründen und eine Marke aufzubauen ist wie ein Abenteuer. Du weißt nie, was für Herausforderungen hinter der nächsten Ecke auf dich lauern. Da brauchst du Geduld, Vertrauen in dich selbst, ein gutes Team und den gewissen inneren Antrieb. Und der liegt bei uns klar darin, dass wir mit unserem Umsatz etwas Gutes tun wollen.

Welche Vision steckt hinter Rettergut?

Wir haben als Früchte-Retter begonnen, sind dann zu Lebensmittelrettern geworden und befinden uns nun auf dem Weg, noch andere Dinge zu retten. Die Vision ist ganz klar: Rettergut Produkte auf jedem Frühstücks-, Mittags- und Abendbrot-Tisch im gesamten deutschsprachigen Raum. Unsere Mission ist es, Menschen mithilfe unserer Produkte und unserer Kommunikation über die Wertschätzung von Lebensmitteln, den Respekt vor der Natur und den schonenden Umgang mit Ressourcen zu informieren. Das heißt allerdings nicht, dass wir alles besser wissen, vielmehr lernen wir selbst jeden Tag dazu und können damit Teil einer Veränderung in der Foodbranche sein, die letztlich die Ernährungswende vorantreiben soll.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das Sourcing ist die größte Herausforderung. Wo fällt Verschwendung an? Wo bleiben Lebensmittel übrig? Wie finden wir sie und zu welchem Preis können wir sie einkaufen. Denn Lebensmittel retten ist teuer, wir gehen immer eine Extrameile, um die Rohstoffe zu finden, einen fairen Preis zu zahlen und dann auch noch das perfekte Produkt dafür zu entwickeln. Das ist auch die größte Herausforderung in der Kommunikation: zu erklären, warum unsere Produkte ihren Preis mehr als wert sind. Und dann haben wir auch noch den hohen Anspruch, mit unseren jährlichen Spenden und Förderbeträgen wirklich wirksam zu werden. Wir freuen uns, dass es Investoren gibt, die uns dabei seit Langem vertrauensvoll unterstützen. Und wir sind stets offen für neue Investoren.

Wer ist die Zielgruppe von Rettergut?

Menschen, die klima- und umweltpolitisch interessiert sind und tendentiell eher viel arbeiten und wenig Zeit haben. Denn wir stehen ja für moderne, gesunde Convenience Produkte. Veganer Aufstrich zum Frühstück, heiße Suppe zum Mittag und Pasta Pesto zum Abendessen. Mit Rettergut Produkten kann man tatsächlich seinen kompletten Tag gestalten. Damit sind wir der Renner für Singles und für Familien, denn es geht schnell, ist gesund, bio oder vegan und du tust ganz automatisch etwas Gutes, denn die Spende steckt in jedem Produkt schon mit drin. Wir begeistern damit die Anti-AKW Generation genauso wie die Friday for Future Generation.

Wie funktioniert Rettergut? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir suchen wie die Detektive nach zu rettenden Rohstoffen. Häufig werden wir auch angesprochen von Unternehmen, die Rohstoffe im Produktionsprozess „übrig“ haben oder bei ihnen aussortiert werden würden. Diese kaufen wir ein und kreieren Produkte daraus. Vom Umsatz dieser Produkte geht dann ein gewisser Prozentsatz pro Jahr an soziale oder nachhaltige Projekte, die wir fördern möchten, um die Lebensmittelwertschätzung voranzutreiben.

Wir sind Pioniere im Bereich der Lebensmittelrettung und europaweit noch immer der einzige Anbieter solcher Produkte. Wir werden unser Portfolio an Produkten aber erweitern, denn nach und nach gibt es weniger zu retten und Hersteller fühlen sich dazu inspiriert, selbst Produkte aus Gerettetem zu erfinden. Immer wichtiger wird es uns, den sozialen und nachhaltigen Impact zu erhöhen, den wir mit unserem Umsatz in die Welt bringen können. 

Rettergut, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden sicherlich noch immer im wunderschönen Marienpark neben dem spektakulären Gelände von Brew Dog sitzen, aber wahrscheinlich auf wesentlich mehr Quadratmetern, um das bis dahin dreifache Team unterzubringen. Wir werden voraussichtlich mehr als 1000 Tonnen Lebensmittel gerettet haben und dürfen auf unseren signifikanten Impact stolz sein, den wir mitgestalten konnten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Immer im Blick haben, warum du das Ganze eigentlich tust. Machen statt warten. Auch mal Pausen einlegen.

Fotograf/Bildquelle: Jacqueline Schulz

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Rettergut

Kontakt:

Dörrwerk GmbH
Marienpark 22
D-12107 Berlin

www.rettergut.de
hallo@rettergut.de

Ansprechpartner: Lisa Kachler

Social Media:
Instagram
Facebook
LinkedIn

Nimm dir stets die nötige Zeit, um die richtigen Leute einzustellen

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MoBerries Recruiting Plattform Terence Hielscher

MoBerries Recruiting Plattform basierend auf einer Künstlichen Intelligenz

Stellen Sie sich und das Startup MoBerries doch kurz unseren Lesern vor!

Ich heiße Terence Hielscher und bin Founder von MoBerries – einem Software-Unternehmen im Bereich Recruitment, das 2015 in Berlin gegründet wurde. Unser Ziel ist es Menschen dabei zu helfen, Chancen auf dem Arbeitsmarkt effizient und transparent zu erkennen. 
Das heißt: Wir helfen Bewerbern dabei, schnell und simpel zu ihrem Traumjob zu kommen. Gleichzeitig unterstützen wir Unternehmen dabei, effizient die richtigen Bewerber zu erhalten und helfen Recruitern dabei, ihre Kandidaten passgenau mit Jobs zu verbinden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mir war schon immer klar, dass ich im Leben unternehmerisch tätig werden wollte. Ich habe mich bereits im ersten Semester meines Studiums gezielt bei den besten Investoren in Deutschland als studentischer Mitarbeiter beworben und am Ende einen Job bei einem der Top 10 Investoren in Deutschland erhalten. Dabei hatte ich das Glück Einblicke in alle Abläufe einer Unternehmensgründung zu bekommen und konnte darüber hinaus noch während meines Studiums eine Ausbildung als Business Analyst, Researcher und Produkt Manager durchführen.

Im Zuge meiner Tätigkeit für Michael Brehm und seinen Venture Fund, der in über 32 Ländern mit über 100 Portfoliounternehmen tätig war, entdeckte ich meine Leidenschaft für die Optimierung des Recruitings. Ich konnte fast 1.000 offene Stellen im Portfolio besetzen. Gewachsen ist das Interesse durch die damals zu betreuenden Unternehmen, die zum Teil bis zu 300.000 Bewerbungen pro Jahr erhielten. Eingestellt wurden von diesen Bewerbern am Ende aber lediglich 0,2%. Aus dieser Motivation heraus habe ich zusammen mit Mo Moubarak, der damals ebenfalls für Michael Brehms Tochtergesellschaften gearbeitet hatte, MoBerries gegründet.

Welche Vision steckt hinter MoBerries?

MoBerries ist der Marktplatz für Robotic Prozess Automatisierungen im Recruiting. Es ist eine Automatisierungssoftware, die mühsame, manuelle digitale Aufgaben erledigt und die Arbeit eines menschlichen Arbeiters auf einen „digitalen Arbeiter“ überträgt. RPA-Lösungen sparen Unternehmen Zeit und Geld und steigern gleichzeitig die Produktivität, indem sie es den Mitarbeitern ermöglichen sich auf unternehmenskritische Aufgaben zu konzentrieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Mit die größte Herausforderung sind die verschiedenen Abhängigkeiten des Recruitingmarktes. Gerade in der Aufbauphase einer Plattform wie MoBerries sind diese Abhängigkeiten nicht zu vernachlässigen. So kommen Bewerber nur auf die Plattform, wenn die Auswahl an offenen Stellen und Unternehmen groß genug ist. Gleichzeitig ziehen Unternehmen eine Plattform nur in Erwägung, wenn genug Bewerber im Pool sind. Um dieses Gleichgewicht in die Balance zu bekommen, benötigt es innovative Ansätze und datengetriebenes Handeln.

Unser Startkapital wurde damals von Michael Brehm und seinem Netzwerk bereitgestellt. Danach kamen im Laufe der Zeit viele in Deutschland sehr angesehene Business Angels dazu. Mittlerweile haben wir Investoren aus der ganzen Welt und die letzte Investmentrunde war von einem einflussreichen Investor aus Qatar.

Wer ist die Zielgruppe von MoBerries?

Schnell wachsende Unternehmen, die effizient Bewerber beschaffen und datengesteuerte Methoden anwenden möchten.

Wie funktioniert MoBerries? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

MoBerries ist eine Recruiting Plattform, die basierend auf einer Künstlichen Intelligenz, Anforderungsprofile von Stellenausschreibungen mit Bewerberprofilen aus allen Kanälen abgleicht und so die relevantesten Bewerber für Unternehmen findet. Darüber hinaus bieten wir Unternehmen die Möglichkeit überschüssige Bewerber über einen personalisierten Link an das MoBerries Netzwerk weiterzuempfehlen und Geld zu verdienen, sobald diese Bewerber von anderen Unternehmen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen oder eingestellt werden.

Die Vorteile von MoBerries kurz zusammengefasst:

– Über 250 Personalvermittler empfehlen mehr als 10.000 Kandidaten wöchentlich

– Bereits über 2.000 Unternehmen monetarisieren ihren Talentpool über MoBerries

– Via Messenger Bots haben wir insgesamt 1,7 Millionen Bewerber die Jobs suchen

– Unternehmen können mit Hilfe von MoBerries ihr Active Sourcing automatisieren

MoBerries, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Fokus liegt stets auf der selben Mission: Wir helfen dabei Karrieren zum Gedeihen zu bringen – MoBerries wird zum größten Kandidaten-Empfehlungsnetzwerk von Bewerbern, die nach einem nächsten Karriereschritt suchen und schafft zeitgleich die beste Erfahrung für Kandidaten. Um diese Mission weiterhin zu verfolgen, werden wir Features und Produkte aufbauen, die sich mit aktuellen Herausforderungen auf dem Recruitingmarkt beschäftigen und bestehende Probleme sowohl für Bewerber, also auch für Unternehmen und Recruiter lösen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sei immer der Durchschnitt der 5 Personen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.

Sei dir immer im Klaren darüber, was du nicht weißt und hole dir die besten Leute, die diese Themen für dich übernehmen oder dir ihr Wissen vermitteln.

Nimm dir stets die nötige Zeit, um die richtigen Leute einzustellen.

Wir bedanken uns bei Terence Hielscher für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ziele nach dem Mond

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ConvinZe hilft Selbständigen und Unternehmen dabei, TikTok zu rocken

ConvinZe hilft Selbständigen und Unternehmen dabei, TikTok zu rocken

Stell dich doch unseren Lesern kurz vor!

Hey, ich bin Davide, 15 Jahre alt, Founder & Schüler. Schon mit 6 Jahren habe ich Marketing geliebt und einen großen Drang verspürt, etwas Eigenes zu kreieren. Jetzt helfe ich mit meiner Agentur ConvinZe anderen Unternehmen dabei, auf TikTok Accounts auf- und auszubauen und Ads zu schalten, die rocken.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag von Davide Mercatali aus? 

Ein normaler Tag fängt bei mir normalerweise um 06:45 Uhr an. Ich mache mich fertig und fahre zur Schule. Da beginnt der Unterricht um 07:45 Uhr und endet um 14 Uhr. Dann fahre ich wieder nach Hause und lerne bis ca. 16 Uhr. Dann arbeite ich bis 19 Uhr und mache bis 19:30 Uhr noch Sport. Zwischen 19:30 Uhr und 22 Uhr verbringe ich Zeit mit meiner Familie. Zum Schluss arbeite ich noch ca. eine Stunde und gehe dann schlafen.

Was macht ConvinZe?

ConvinZe ist eine TikTok Agentur. Wir helfen Unternehmen dabei TikTok zu rocken. Egal ob einen Account auf- oder ausbauen oder Ads schalten. Wir können immer helfen. Außerdem schalten wir mit 4133 Marketing, meine erste Agentur, Facebook Ads. Im Moment liegt aber mein Fokus auf ConvinZe.

Warum hast du dich entschieden, so jung zu gründen?

Ich habe mich schon mit sechs Jahren für das Unternehmertum interessiert. In diesem Alter fängt man ja ein bisschen an “richtig zu denken”, und als ich das erste Mal in einen Saturn bei uns in Karlsruhe gegangen bin, haben mich erst mal die ganzen Farben und die Technik geflasht. Da habe ich gedacht: „Davide, wenn du 18 ist, gründest du einfach ein Elektrogroßhandel“. Außerdem habe ich schon damals einen unglaublich großen Drang verspürt, etwas Kreatives und Eigenes zu kreieren. Der Saturn war der erste große Impuls, der diesen Drang in diesem Moment klarer gemacht hat. 

Im Lockdown hatte ich sehr viel freie Zeit und wollte diese nicht mit Videospiele oder Filme verschwenden. Zusätzlich wurde der Drang, etwas zu kreieren, immer stärker. Da habe ich mich gefragt, wie ich diese Zeit sinnvoll nutzen kann und habe angefangen, mich im Marketing, Vertrieb, Mindset usw. weiterzubilden.

Mit diesem Wissen wollte ich anderen Unternehmen helfen, mein Netzwerk erweitern, interessante und inspirierende Persönlichkeiten kennenlernen und meine Fähigkeiten ausbauen. Ebenso ist das Gründen als Schüler perfekt. Man hat nachmittags viel Zeit, man hat eine Absicherung (die Eltern) und man hat keine Verpflichtungen. Deswegen kann man ohne Druck (außer man macht sich selber welchen) sein eigenes Ding aufbauen. Deswegen ist das (fast) die beste Zeit zum Gründen.

Wie schwer war es für dich, die ersten Kunden zu akquirieren?

Der erste Kunde kam aus Zufall. Mein erster Beitrag auf LinkedIn ist zufällig viral gegangen (ca. 125.000 Views) und so ist der erste Kunde auf mich aufmerksam geworden. Dieser war allerdings beim ersten Projekt unbezahlt. Der erste von Anfang an zahlender Kunde kam im März nach 3 Monaten. Er wurde über LinkedIn auf mich aufmerksam, hat mich angeschrieben und nach 1-2 Calls haben wir uns entschieden zusammenzuarbeiten.

Wer ist der klassische Kunde, der zu dir kommt?

Ich habe kein “klassischen Kunden”. Ich habe von Start-ups über Coaches bis E-Commerce viele verschiedene Arten von Kunden.

Wo siehst du dich in den nächsten fünf Jahren?

Mein Ziel ist es, zu einer der führenden TikTok Agenturen im DACH-Raum (vielleicht sogar Global) zu werden. Langfristig kann ich mir vorstellen, im E-Commerce einzusteigen.

Welche Bücher kannst du unseren Lesern empfehlen? 

Eigentlich sind die Klassiker immer am besten. Zum Beispiel „Rich Dad, Poor Dad“ und „Wie man Freunde gewinnt“.

Welche drei Tipps hast du für junge Startup Gründer? 

Lebe nach dem Motto: Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, wirst du
zwischen den Sternen landen (Angeblich von Friedrich Nietzsche)
Nimm nur konstruktives Feedback von den richtigen Personen an
Gebe niemals aus. Setze dir ein Ziel, handle, analysiere und optimiere.

Wir bedanken uns bei Davide Mercatali für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sog-Marketing: Keine Zauberei, sondern stimmiges Marketing-Konzept

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Sog-Marketing

Wir sitzen im Liegestuhl und nippen an unserem Limoncello-Spritz, derweil füllen uns Tausende neue Buchungen unserer Kund*innen das Konto. Ein Gefühl wie im Schlaraffenland.

Sog-Marketing macht es möglich. Oder? 

Leider ein Märchen! Wer glaubt Millionengewinne ohne Mühe und ohne bekannte Marke zu realisieren, der läuft fehl. Trotzdem gibt es den berühmten Kunden-Sog und der ist ein spannendes, vielschichtiges Phänomen, das auf einer glasklaren Positionierung basiert, durchdacht Emotionen anspricht und konsequent umgesetzt werden muss.

Ein Gastbeitrag von Kristin Woltmann 

Die Begriffe Sog-Marketing oder Magnetismus-Marketing suggerieren, du müsstest nur einen Knopf drücken und schwupp seist du für Kun:innen anziehend. In Wahrheit bedeutet Sog-Marketing überzeugendes Marketing, das in einer fein abgestimmten Komposition deine Traumkundinnen und Traumkunden abholt. Ihre Probleme und Wünsche sind Hauptthema der Komposition. Du musst deine Traumkundschaft sehr gut kennen, um die richtigen praktischen, aber auch emotionalen Lösungen anbieten zu können.

Magnetisch durch Klarheit

Dazu bedarf es zunächst der eigenen Positionierung. Sie muss glasklar sein, damit magnetische Anziehung entstehen kann. Das gilt nicht nur im Bezug auf die Personenmarke, sondern auf jedes einzelne Produkt. Kann ich mein Angebot in ein bis zwei Sätzen pitchen? Dann ist meine Positionierung deutlich. Wie lautet der Pitch für jedes einzelne Angebot? 

Je klarer du in deinem Inneren bist, desto klarer und stimmiger kannst du deine Marke nach Außen vertreten. Klarheit sorgt für ein stimmiges, anziehendes Gesamterscheinungsbild. Ecken und Kanten dürfen sein, mutige Botschaften sind sogar erwünscht. Das könnte einigen KundInnen missfallen? Macht nichts. Du kannst ohnehin nicht alle erreichen. Mit Wischi-Waschi-Marketing gibt es keinen Sog. 

Sog-Marketing funktioniert, wenn dein gesamter Markenauftritt auf die Gefühlswelt deiner Zielgruppe abgestimmt ist. Luxusmarken wie Rolex oder Luis Vuitton führen es vor. Wer bei Rolex eine Uhr kauft, kauft das Gefühl von Luxus, Besonderheit und Reichtum mit. 

Alle Macht den Emotionen

Diese emotionale Welt spricht nicht jeden an. Deshalb solltest du gut überlegen, welche Gefühle für deine Wunschkund*innen die größte Rolle spielen könnten. Liebe, Fürsorge, einfühlsame Betreuung? Oder kommt bei deinem Angebot eher eine kraftvolle Gefühlsgruppe zum Tragen: Stärke, Mut, Kraft, sogar Heldentum? 

Wünscht sich deine Klientel Genuss, Entspannung und Hingabe? Finde aus der Vielzahl möglicher Emotionen diejenigen heraus, die zu deiner Traumkund*in und zu dir passen. 

Wenn du digital arbeitest, ist es umso wichtiger, dass alle Bestandteile deiner Marke mit der gewählten emotionalen Welt harmonieren, weil deine Angebote nicht mit allen Sinnen erlebbar sind. 

Von der Angst, etwas zu verpassen

Noch ein Wort zu den besonders bekannten magnetischen Marken, die gern ein zusätzliches Marketingmittel einsetzen, um das Verlangen nach ihren Produkten zu steigern: Artificial Scarcity, die künstliche Verknappung. Es kann schon reichen, nur den Eindruck zu erwecken, ein Produkt sei knapp, um es begehrenswerter und gefragter zu machen. Auch hierbei ist ein Gefühl im Spiel, nämlich die Angst, etwas zu verpassen. 

Apple bedient sich genauso wie Rolex und Co. dieser Methode. Wir alle kennen das: Das Unternehmen kündigt ein neues iPhone an und die halbe Welt dreht durch, belagert die Stores lange bevor sie öffnen. 1500 Euro für ein Telefon? Egal. Wen interessiert der Preis? Hauptsache, als einer oder eine der Ersten ein Exemplar ergattern. 

Ein solcher Hype fällt so wenig vom Himmel wie es das Schlaraffenland gibt. Er ist das Ergebnis von über alle Ebenen konsequent und stimmig aufgebauter magnetischer Marketingarbeit. 

Vorsicht vor falschen Versprechungen

Wer dir also mit Slogans wie „Der Erfolg kommt von allein“ oder „Mein Coaching bringt dir sofort Millionen!“ etwas anderes verspricht, gehört mit großer Wahrscheinlichkeit zu den selbst ernannten Premium-Coach-Gurus, die auf dem umkämpften Online-Beratungsmarkt verstärkt ihr Unwesen treiben. Ihre Versprechen sind so falsch wie die Testimonials, mit denen sie untermauert werden sollen, oft begleitet von aufdringlichen Anrufen und emotionaler Erpressung. Hier geht es nicht um Coaching für seriöses Sog-Marketing, sondern um schnellverdientes Geld für den Anbieter. Mit echter, qualitativer Coachingleistung, die gutes Geld wert ist, hat das nichts zu tun. 

Autor:

Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz als Holistic Business Coach begleitet die studierte Betriebswirtin und Marketing-Expertin Kristin Woltmann Frauen auf dem Weg zu ihrem eigenen Business. 

Fotograf Bildquelle Lukas P. Schmidt lps-photography.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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