Donnerstag, März 12, 2026
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Definiert klar für euch, warum ihr eine Gründungsidee umsetzen wollt!

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cen. Label nachhaltige Couture Accessoires

cen. Label für nachhaltige Couture Accessoires mit kulturellem Mehrwert

Stellen Sie sich und das Startup cen. culture doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, mein Name ist Viktoria Heinzel und ich bin die Gründerin von cen., einem Label für nachhaltige Couture Accessoires mit kulturellem Mehrwert.

cen. steht für „culture embraces nature“ (Kultur umarmt Natur) und vereint die drei wichtigsten Werte der Marke: 1. kulturelle Wertschätzung (Kultur), 2. Respekt vor Menschen (umarmt), 3. Erhalt der Natur (Natur). Durch unsere hochwertigen und handgefertigten Schmuckstücke soll ein wichtiger Beitrag zum Erhalt von internationalen Kulturgütern und von kreativem Handwerk geleistet werden.

Die Vision zu cen. wurde von mir als Gründerin des Labels entwickelt, um einen wichtigen Beitrag zur Wahrung von internationalen Kulturgütern und rarem Kunsthandwerk zu leisten. Als Kunst- und Kulturinteressierte liebe ich es zu reisen, ferne Länder zu erkunden und hierbei besondere Kulturgüter zu erforschen. Zudem habe ich selbst einen Migrationshintergrund, weshalb mich die Themen Kultur, Identität und Tradition seit meiner Kindheit beschäftigen.

Durch mein Bachelorstudium und meine Berufserfahrungen im Bereich der Mode habe ich ein besonderes Auge für Details und qualitativ hochwertige Designs entwickelt. Mein anschließendes Masterstudium sowie Berufspraxis als Forscherin der Kreativwirtschaft befähigte mich zudem, den Dingen auf den Grund zu gehen und durch wissenschaftliche Methoden kreative Projekte fundierter anzugehen.

Seit 2021 unterstützen mich freiberuflich Sarah Sophie Eckert als Expertin in den Bereichen UX-Design und visuelle Kommunikation sowie seit 2022 Greta Grinkeviciute als Expertin in den Bereichen Markenkommunikation und Crowdfunding die Vision von cen. zu verwirklichen.  

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Die Lust und Ambition ein eigenes Gründungsprojekt umzusetzen, habe ich bereits während meines Modestudiums verspürt. Deshalb habe ich auch mein Pflichtpraktikum bei einer dänischen Designerin durchgeführt, die zu dem Zeitpunkt frisch gegründet hat. So konnte ich in kürzester Zeit einen authentischen Eindruck davon erhalten habe, was es bedeutet ein eigenes Label zu etablieren. Seither wusste ich, dass ich mich auch gerne irgendwann wagen wollen würde, allerdings hatte ich nach Abschluss meines Modestudiums nicht direkt eine für mich überzeugende Gründungsidee. Außerdem hatte ich mich damals noch nicht so richtig getraut und es präferiert zunächst wichtige Berufserfahrungen in der Industrie zu sammeln und meine Kompetenzen ggf. über einen Master weiter zu entwickeln.

Vor 1,5 Jahren, nach vielen unterschiedlichen Berufserfahrungen und einem erfolgreich absolvierten Masterstudium, habe ich meine damalige Intention wieder aufgegriffen und angefangen diese konkret umzusetzen. Ein eigenes Unternehmen in die Welt zu bringen, dass wirklich benötigt wird, da es einen wichtigen Mehrwert für unsere Gesellschaft und Natur schafft, fühlt sich für mich persönlich ganz besonders an. 

Was war bei der Gründung von cen. culture die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war es sicherlich das Label nebenbei als Sidepreneur zu entwickeln. Hierfür habe ich vor knapp 1,5 Jahren meine Arbeitsstunden bei meinem aktuellen Hauptarbeitgeber, der Hochschule der Medien (HdM), reduziert und mir einen freien Tag für cen. geschaffen. Mit einem Tag schafft man zwar wirklich nicht viel und dennoch bin ich Woche für Woche etwas vorangekommen. Seid Sarah und Greta bei cen. aktiv mitwirken, ist aber dann entscheidende Dynamik für die Entwicklung des Labels reingekommen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut! Als ich mit meiner Gründungsidee gestartet habe, war noch lange nicht alles perfekt – ich bezweifle, dass es jetzt so ist. Es ist wichtig, dass man – wenn man gründen möchte – irgendwann anfängt zu gehen. Denn erst, wenn man sich auf dem Weg macht und parallel viel darüber mit Menschen spricht, fängt sich der Weg zu deiner Gründung erst so richtig an zu formen. Deine vielleicht anfangs noch nicht ganz klare Gründungsidee wird auch durch Impulse anderer geformt und erhält dadurch den nötigen Feinschliff. 

Im Oktober 2020 hatte ich so gestartet, indem ich am Programm „Empowered by Entrepreneurship“ im Rahmen des EU-Projekts „INSITU“ zum Thema Social Entrepreneurship teilgenommen habe. Das HdM Startup Center war Teil dieses Projekts und hatte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein umfassendes Coaching zum Thema Gründung geboten. Wir haben sogar alle einen eigenen Coach an die Seite bekommen, der uns über die sechs Monate des Trainings begleitet hat. Mich hatte Margit Wolf von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH aktiv unterstützt und wichtige Impulse gesetzt.

Im Anschluss habe ich mich an Sandra Volz von der FCC Karrierefabrik gewendet, die mich seither bei der Etablierung eines nachhaltigen Geschäftsmodells für cen. berät und kontinuierlich motiviert dran zu bleiben.

Welche Vision steckt hinter cen. culture? 

Die Vision von cen. ist es einen entscheidenden Beitrag zur Wahrung internationaler Kulturgüter und von kreativem Handwerk zu leisten. Kreatives Handwerk oder auch Kunsthandwerk sind Teil unseres kulturellen Erbes und waren ein wichtiges Element bei der Herausbildung kultureller Identitäten. Dies spiegelt sich in den vielen traditionellen Artefakten verschiedener Gemeinschaften und indigener Völker auf der ganzen Welt wider. 

Um die Erhaltung von Kulturgütern aus dem Bereich des kreativen Handwerks aktiv zu unterstützen, wenden wir insbesondere neue 3D Drucktechnologien und den Co-Creation Ansatz an. Um die authentische Wiedergabe wichtiges Wissens rund um das Kulturgut sowie den Kulturwahrern zu ermöglichen, benötigen wir ein gutes Storytelling. 

cen. zielt darauf ab, kulturelle Erbe zu erhalten, um Kulturen, kulturelle Identitäten und ihre Traditionen am Leben zu erhalten. Wenn Traditionen nicht mehr lebendig gehalten werden, braucht es viel Zeit, Geduld und Wissen, um sie wiederzubeleben.

Unsere etablierten Werte der kulturellen Wertschätzung, des Erhalts der Natur und des Respekts für Menschen versuchen wir bestmöglich durch die folgenden innovativen Ansätze zu erfüllen: Kultur wird durch authentische Geschichten, Co-Creation und kulturelle Nachhaltigkeit aufgewertet. Natur wird durch Slow Fashion, Circular Design und neue Technologien geschützt. Menschen werden durch den Aufbau von Empathie, fairen Arbeitsbedingungen und die Gleichstellung der Geschlechter respektiert.

Wer ist die Zielgruppe von cen.?

Das Label richtet sich an verschiedene Typen und Altersgruppen von Frauen. Wir haben drei cen women als unsere Zielgruppe herausgearbeitet: Die Künstlerin auf der Bühne, die Kulturbeauftragte oder -engagierte, die Kreativschaffende. Allen gemein ist, dass sie sich für Kunst und Kulturen sowie einzigartige Objekte des Kunsthandwerks interessieren und das Reisen lieben. Als Vertreterinnen der Slow Fashion Bewegung kaufen sie ihre Kleidung bewusst und nachhaltig ein und gestalten ihren Alltag gerne entschleunigt, um im Moment zu leben. Sie sind engagiert, mitfühlend und selbstbestimmt. Ihr Kleidungsstil ist natürlich und elegant zugleich, farblich eher dezent, jedoch immer mit besonderen Details.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Produkte sollen ähnlich wie die Kulturgüter von denen wir uns inspirieren lassen besondere Artefakte einer Kultur werden. Man trägt sie sicherlich auch eher für einen besonderen feierlichen oder feinen Anlass wie ein Jubiläum oder auch zum Ballett. Dadurch soll auch die Wertigkeit des Kulturguts angehoben werden. Gleichzeitig möchten wir durch die Gestaltung und den Verkauf unserer hochwertigen Couture Accessoires Kollektionen einzigartige Geschichten über rare Kulturgüter sowie deren Wahrer erzählen und weitergeben. Jede Kollektion thematisiert dabei ein bestimmtes Kulturgut eines Landes oder einer Region. 

Durch den Kauf unserer Produkte tragen unsere Käufer aktiv zur Wahrung von internationalen Kulturgütern und dem Erhalt von kreativem Handwerk bei.  Zudem setzen sie sich hierdurch für den Erhalt unserer Umwelt sowie dem respektvollen Umgang mit Menschen ein.

Unsere Kollektionen sollen immer klein bleiben und die Designs in geringer Stückzahl produziert werden. Damit möchten wir insbesondere der Überproduktion und dem Überkonsum von Produkten entgegenwirken, ganz im Sinne des Sustainable Development Goal Nr. 12.

Besonders an unseren Produkten ist sicherlich auch die Anwendung innovativer 3D-Drucktechnologien auf nachhaltigen Textilien, um z.B. Prints, die zusammen mit unseren Co-Creation Partnern entwickelt wurden, auf einer neuen Ebene festzuhalten. Hier arbeite ich als Designerin mit der Teilefabrik von alphacam GmbH zusammen, insbesondere mit Jana Jancke als Expertin im Bereich der additiven Fertigung.

Zudem werden unsere Schmuckstücke bei stitch by stitch fertiggestellt, ein Social Business, das als Schneidermanufaktur sozial und ökologisch nachhaltig arbeitet, was mir ein besonderes Anliegen war. Außerdem wollte ich unbedingt, dass die Couture Accessoires Made in Germany sind, denn mit „Couture“ assoziieren wir eher andere Länder wie Frankreich oder Italien.

cen. culture, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Also aktuell ist es ganz wichtig für uns die Produktion unserer ersten Kollektion „Sicily“ in Kleinserie durch die aktive Crowdfunding Kampagne auf Startnext (noch bis 31.7.22) möglich zu machen und hierdurch das Label aufs nächste Level zu bringen.

Das wird uns viele weitere Schritte ermöglichen. Jedes Jahr folgt eine neue Kollektion an Couture Accessoires – in fünf Jahren sind wird idealerweise so weit, dass wir auch Bekleidung anbieten können, also besondere Kleidung, die aus den Designs unserer Couture Accessoires herauswachsen.

Zudem kann ich mir sehr gut vorstellen, den Bereich der angewandten Forschung bei cen. weiter auszubauen und auch über europäische Förderprojekte wichtige Impulse mit der Marke zu setzen. 

Ich würde sagen in fünf Jahren haben wir es geschafft, als Marke mit kulturellem Mehrwert sichtbar und wirtschaftlich zu sein und zudem wichtige Impulse über unser Design und unsere Forschung zu setzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Seid mutig! Bleibt geduldig! Definiert klar für euch, warum ihr eine Gründungsidee umsetzen wollt!

Etwas zu gründen – egal ob full-time oder nebenbei – fühlt sich absolut überwältigend an, im Positiven wie im Negativen. Wenn man für sich nicht ganz klar weiß, warum man das Ganze macht und was einen tagtäglich hierzu motiviert, wird es schwierig werden eine Vision in die Wirklichkeit zu bringen.

Wir bedanken uns bei Viktoria Heinzel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: cen.

Kontakt:

cen. culture embraces nature.
Viktoria Heinzel
Sophienstr. 36
76133 Karlsruhe

www.cencouture.com
heinzelviktoria@gmail.com

Ansprechpartner Viktoria Heinzel

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Crowdfunding

Seinen eigenen Weg gehen und eigenen Erfahrungen machen

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Auntie psychische Gesundheit Wohlbefinden Mitarbeiter

Auntie digitale Lösungen für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeitern

Stellen Sie sich und das Startup Auntie doch kurz unseren Lesern vor!

Aber klar doch! Ich bin Mervi, CEO und Gründerin des finnischen Start-ups Auntie. Wir bieten eine digitale Lösung für Unternehmen, die das psychische Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter:innen verbessern wollen. Wir Finnen sind seit Jahren die Nummer eins im World Happiness Report, aber auch wir haben Probleme mit Überarbeitung und zunehmenden psychisch bedingten Krankheitsausfällen.

Ich selbst habe 2015 unter Burnout gelitten und aus erster Hand erfahren, wie schwierig es ist, angemessene und schnelle Hilfe zu finden. Mir war jedoch auch klar, dass frühzeitige Hilfe und Prävention genauso wichtig sind wie Therapie in akuten Krisenzeiten, und so entstand die Idee zu Auntie. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Impuls Auntie zu gründen, entstand aus meiner persönlichen Erfahrung heraus. Ich war frustriert darüber, wie langsam und schwierig der Prozess war, mir professionelle Hilfe zu holen. Dabei stellte ich fest, dass ich mit dem Problem alles andere als allein war. Die Ursache dafür sind strukturelle Probleme, die vor allem in den letzten Jahren immer deutlicher zutage getreten sind. Ironischerweise wirkt sich der langwierige Prozess, professionelle Hilfe zu erhalten, ebenfalls negativ auf die psychische Gesundheit aus.

Meine Schlussfolgerung war, dass die Hilfe viel früher ansetzen sollte, und zwar dort, wo viele Probleme ihren Ursprung haben: im betrieblichen Gesundheitsmanagement bzw. dessen bisherigem Ausklammern mentaler Gesundheit. Und wir sind mit unserem Ansatz nicht allein: Forschung und Erfahrung zeigen, dass gesunde und zufriedene Mitarbeiter:innen für Unternehmen nachhaltig besser sind: Weniger krankheitsbedingte Ausfälle, höhere Produktivität – die Liste der Vorteile ist lang.

Welche Vision steckt hinter Auntie?

Wir wollen psychisches Wohlbefinden am Arbeitsplatz für alle möglich machen und psychische Gesundheitsprobleme entstigmatisieren. Unsere Lösung soll leicht zugänglich und gleichzeitig persönlich und vertraulich sein. Mit unserem Angebot tragen wir dazu bei, die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen und die Unternehmenskultur zu stärken.

Ursprünglich sollte Auntie ein mobiles Game sein. Wir haben allerdings schnell gemerkt, dass seelisches Wohlbefinden eine menschliche Note braucht. Die Pandemie hat das einmal mehr bewiesen. 2016 kamen dann die ersten Auntie Professionals dazu. Inzwischen arbeiten wir mit über 120 staatlich geprüfte Therapeut:innen zusammen, die unseren Kund:innen in über 20 Sprachen zuhören und mit Rat zur Seite stehen. Wir bieten zwölf verschiedene Pakete an, die jeweils auf ein bestimmtes Problem oder eine Herausforderung im Berufs- oder auch Privatleben ausgerichtet sind, wie z. B. neue Herausforderungen im Beruf, Einsamkeit, Schlaflosigkeit oder die Rückkehr ins Büro.

Psychische Gesundheit ist ein großes und wichtiges Thema, welches sich immer mehr Unternehmen annehmen. Sie wollen ihre Mitarbeitenden dahingehend unterstützen. Was wir zusätzlich bieten und was uns auszeichnet, sind messbare Ergebnisse. Wir sind davon überzeugt, dass jede Anstrengung in diesem Bereich auf klaren, messbaren Daten beruhen muss, sonst werden Wohlfühlangebote für Unternehmen zum schmückenden Beiwerk ohne nachweisbaren Nutzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wie bei so vielen anderen Start-ups auch mussten wir in Aunties Frühphase das gesamte Team umstrukturieren. Das war ein kräftezehrender, langwieriger Prozess, der das Unternehmen fast zu Fall brachte. Ich war schon kurz davor, das Vorhaben aufzugeben, nachdem die Dinge so aufgeheizt waren. Doch zu guter Letzt ließ sich alles klären und ich konnte weitermachen. Vor unserer aktuellen Seed-Runde durch Verdane, sind wir mit kleineren Angel-Investitionen gestartet.

Wer ist die Zielgruppe von Auntie?

Unsere Zielgruppe sind Personalverantwortliche in Unternehmen. Viele von ihnen haben das Thema psychische Gesundheit bereits im Blick und einige Unternehmen haben sogar spezielle Positionen wie Chief Happiness Officer, Chief Wellness oder Feelgood Manager geschaffen. All diese Positionen wurden in erster Linie geschaffen, um das psychische Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu gewährleisten und zu verbessern. Wie die Stellenbezeichnung lautet und wie groß das Unternehmen ist, spielt für uns letztlich keine Rolle: Wenn die Person für das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen verantwortlich sind, zählt sie zu unserer Zielgruppe.

Wie funktioniert Auntie? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wie gesagt, wir haben derzeit zwölf Pakete für verschiedene Probleme und Herausforderungen des Alltags und des Berufslebens. Unternehmen können sie ihren Mitarbeitenden diskret zur Verfügung stellen. Das Konzept von Auntie senkt die Hemmschwelle, ein Gespräch zu eröffnen, und das vertrauliche Angebot bietet einen arbeitsmedizinischen Service, der nicht direkt mit dem Arbeitgeber verbunden ist. Unser Ansatz ist es jedoch, unsere Kunden und deren Mitarbeiter:innen damit nicht allein zu lassen, da unser Service einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Wir bieten Webinare an, die wir mit der Belegschaft zu verschiedenen Themen abhalten, und wir liefern den Unternehmen messbare Ergebnisse. Das ist auch das, was uns von vielen anderen Anbietern unterscheidet. 

Mit klaren KPIs und Dashboards für die HR-Expert:innen auf Kundenseite wird die Wirkung der niedrigschwelligen Unterstützung für Mitarbeiter DSGVO-konform messbar gemacht. Ohne ordentliche Daten und Zahlen sind Dienste wie der unsere zwar eine gute Möglichkeit für das Employer Branding, aber insgesamt nicht sehr effektiv und ehrlich gesagt eher dekorativ als eine echte Verbesserung. Wir ändern das.

Mervi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Weg hat uns gerade von unserem Heimatland und anderen europäischen Märkten hierher in die DACH-Region geführt. Darüber sind wir sehr stolz und glücklich. Jetzt sind wir dabei, uns hier zu etablieren, unser Team aufzubauen und uns bei den Kunden bekannt zu machen. Wir hoffen, dass wir in fünf Jahren die führende Lösung für mentales Wohlbefinden für Organisationen aller Größenordnungen sein werden. Außerdem erweitern wir unsere Dienstleistungen und Angebote stetig. Und wir lernen weiterhin aus den Erfahrungen und Daten dazu, um fortlaufend besser zu werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist, dass jeder seinen eigenen Weg geht und seine eigenen Erfahrungen macht. Generell würde ich Gründer:innen aber raten, an ihr Produkt zu glauben, es aber gleichzeitig ständig zu hinterfragen und zu optimieren. Es ist wichtig, nah an den Kunden zu sein und das Feedback mitzunehmen. 

Es ist auch wichtig, sich mit der eigenen Unternehmenskultur auseinanderzusetzen, denn mit einem zufriedenen und motivierten Team kommt man leichter und nachhaltiger voran.

Insofern wäre mein letzter Tipp, eine finnische Lösung für mentales Wohlbefinden in das eigene betriebliche Gesundheitsmanagement aufzunehmen, *zwinker*.

Wir bedanken uns bei Mervi-Lamminen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Done is better than perfect

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Kryptovergleich: Vergleichsplattform für Krypto, Assets, Börsen, Wallets

Kryptovergleich: Vergleichsplattform für Krypto (Assets, Börsen, Wallets, etc.)

Stellen Sie sich und das Startup Kryptovergleich doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, mein Name ist Philipp und ich bin Gründer von kryptovergleich.de, einer neuen Vergleichsplattform für Krypto (Assets, Börsen, Wallets, etc.). Ich komme ursprünglich aus dem IT-Bereich und habe knapp 7 Jahre bei einer großen deutschen Immobilienplattform gearbeitet. 2017 packte mich das Thema Blockchain und Kryptowährungen so sehr, dass ich eine Lernwebsite namens Cryptolist.de gründete. Anfang dieses Jahres wurde es dann Zeit für ein neues Projekt und seit Mitte Juni ist nun unsere neue Vergleichsplattform kryptovergleich.de online.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Bereits in meiner Ausbildungszeit startete ich kleinere digitale Projekte und versuchte diese zu vermarkten. Das Konzipieren, Designen und Entwickeln von digitalen Produkten hat mich immer gereizt und mir viel Freude bereitet. Im Mai 2019 zog ich einen Schlussstrich unter meine Festanstellung und konzentrierte mich nur noch auf meine eigenen Projekte. Was mich dabei immer antreibt ist die Freiheit im Unternehmertum. Ich liebe es, neue Ideen zu entwickeln, Dinge auszuprobieren und mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Welche Vision steckt hinter Kryptovergleich?

Die Kryptowelt ist noch extrem jung, laut und undurchsichtig. Viele Projekte und Konzepte werden wieder verschwinden, einige wenige werden aber bestehen bleiben. Aber eines fehlt in diesem Markt aktuell ganz gewiss: Transparenz. Wir bieten dafür eine Vergleichsplattform für das Thema Krypto/Web3, auf der sowohl Assets als auch Produkte und Services untereinander verglichen werden können. Krypto-Neulingen möchten wir damit den Einstieg erleichtern und sie bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind noch nicht lange auf dem Markt, deshalb war die bisher größte Challenge eine erste Version der Plattform zu bauen. Der modulare, technische Aufbau der Plattform, der gewählt wurde, um direkte Vergleiche zu ermöglichen, war eine echte Herausforderung. Aber auch die detaillierte Recherchearbeit zu 31 Kryptowährungen, 25 Börsen und 15 Wallets hat uns viel Zeit und Mühen gekostet. Durch die Einnahmen aus meinen bisherigen Projekten konnten die Entwicklungskosten der neuen Plattform querfinanziert werden. Auf diese Weise mussten wir kein externes Kapital aufnehmen.

Wer ist die Zielgruppe von Kryptovergleich?

Die Kernzielgruppe sind Anfänger und Interessierte im Kryptobereich, die auf der Suche nach passenden Krypto-Börsen und Wallets für den Start in die Kryptowelt sind. Wir bieten sowohl Neulingen als auch fortgeschrittenen Nutzern zudem die Möglichkeit, Kryptowährungen anhand von interessanten Metriken (Marktdaten, Performance, Projektinformationen, Bewertungen, etc.) miteinander zu vergleichen.

Wie funktioniert Kryptovergleich? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kryptovergleich liefert hilfreiche Informationen, Metriken und Bewertungen zu aktuell 31 Kryptowährungen, 25 Börsen und 15 Wallets. Dabei listen wir die Optionen nicht nur übersichtlich auf, wie es bereits einige andere Websites tun, sondern ermöglichen es diese auch direkt (1:1) miteinander zu vergleichen, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten. Gerade bei der Auswahl einer Krypto-Börse oder Wallet spielen die persönlichen Präferenzen eine große Rolle. 

Kryptovergleich, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der noch sehr junge Sektor Krypto/Web3 wird auch noch in den nächsten Jahren sehr dynamisch bleiben und sich schnell verändern. Wir möchten mit diesem jungen Markt mitwachsen, uns den Bedürfnissen der Nutzer anpassen und unser Angebot an Vergleichsthemen, Metriken und Funktionen stetig erweitern. In 5 Jahren streben wir an die führende Vergleichsplattform für Krypto Assets, Services und Produkte zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Done is better than perfect: Diesen Tipp beherzige ich leider selbst oft zu wenig: Bevor man sich in Details verliert, sollte man so schnell wie möglich mit einem MVP an den Markt gehen, um Nutzerfeedback zu sammeln. 

Team is key: Die eigenen Stärken aber vor allem Schwächen zu kennen ist enorm wichtig. Gerade für diese “blind spots” ist es essentiell, motivierte Mitarbeiter oder Co-Founder zu finden, die an das Produkt glauben, ein hohes Energielevel mitbringen und auch auf persönlicher Ebene sehr gut passen.

Kill your darlings: Manchmal steht uns das eigene Ego im Weg und wir verlieben uns zu schnell in eigene Ideen und Entscheidungen. Versuche immer wieder den Spieß umzudrehen und deine eigenen Produkte gemeinsam mit dem Team zu „challengen“, zu hinterfragen und die User Experience kompromisslos in den Fokus zu stellen.

Wir bedanken uns bei Philipp Duringer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Kryptovergleich.de

Kontakt:

kryptovergleich.de
Philipp Duringer
c/o Office Club
Frankenstraße 152
D-90461 Nürnberg

www.kryptovergleich.de
mail@kryptovergleich.de

Ansprechpartner: Philipp Duringer

Social Media:
Linkedin

Think out of the box

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ALIVION Spark M-20 Methanol

ALIVION: Spark M-20 mobile Messgerät für Methanol in alkoholischen Getränken

Stellen Sie sich und das Startup Alivion doch kurz unseren Lesern vor!

ALIVION möchte elektronischen Geräten (wie unserem Smartphone) das «Riechen» ermöglichen. Auf diese Weise können die Lebensmittel, die wir essen, sowie die Luft, die wir atmen, auf giftige Schadstoffe untersucht werden, und ein einziger Atemstoß kann vielleicht schon bald ausreichen, um mehr über die Gesundheit eines Menschen zu erfahren. ALIVION wurde 2020 von Dr. Jan van den Broek (unserem CTO) und mir als Spin-off der ETH Zürich gegründet.

Seitdem hat unsere Technologie bereits verschiedene Auszeichnungen erhalten, unter anderem den renommierten «de Vigier Stiftung» Preis sowie den Emerging Technologies Competition Award der Royal Society of Chemistry. Unser erstes Produkt ist ein mobiles Messgerät, der Spark M-20, mit dem die Methanolkonzentration in alkoholischen Getränken in weniger als 2 Minuten bestimmt werden kann. Jährlich erleiden tausende von Menschen eine Methanolvergiftung und mit unserem Produkt möchten wir dies verhindern.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als Forscher an der ETH Zürich hatten wir grosses Interesse an unserer Technologie in der Bevölkerung und Industrie. ALIVION haben wir gegründet, um die Menschen an diesen Fortschritten teilhaben lassen zu können.

Welche Vision steckt hinter ALIVION?

Unsere Smartphones können sehen, hören, reagieren auf Berührung und können zwischenzeitlich sogar denken. Was komplett fehlt sind das Riechen und Schmecken. Dies möchten wir ändern!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als Gründer erlebe ich täglich größere und kleinere Herausforderungen. Wichtig ist hierbei, dass man ein Team hat, auf das man zählen kann und welches die Vision des Unternehmens tagtäglich mitträgt. So kann man gemeinsam alle Herausforderungen eines Startups meistern.

Wir sind ein Spin-Off der ETH Zürich und genießen daher das Privileg von der ETH Zürich unterstützt zu werden. Darüber hinaus haben wir engagierte Investoren an Bord, die sich auch persönlich in das Unternehmen miteinbringen, was uns sehr stolz macht.

Wer ist die Zielgruppe von ALIVION?

Nach Angaben der Organisation «Ärzte ohne Grenzen» führen bereits geringe Mengen von Methanol jedes Jahr bei Tausenden von Menschen zu dauerhafter Erblindung und sogar zum Tod. Unser Methanoldetektor ermöglicht Brennereien, aber auch Winzern, Lebensmittelbetrieben und der Getränkeindustrie eine einfache, schnelle und mobile Messung von Methanol in ihren Getränken. In der EU, den USA und anderen Ländern existieren strenge gesetzliche Richtlinien für Methanol in Getränken oder Handdesinfektionsmitteln. Bisher war es notwendig, Proben alkoholischer Getränke an Labore zu senden, was teuer und zeitaufwändig ist sowie geschultes Personal erfordert. Mit dem Spark M-20 kann nun direkt vor Ort eine Messung erfolgen und in weniger als 2 Minuten das Resultat abgerufen werden. Auch die Chemieindustrie, das Gesundheitswesen, die Polizei und viele weitere Bereiche zeigen Interesse.

Wie funktioniert der Spark M-20? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Spark M-20 ist das erste und einzige mobile Messgerät für Methanol in alkoholischen Getränken. Er wurde in der Schweiz entwickelt, wird in Deutschland produziert und entspricht damit höchsten Qualitätsstandards. Mithilfe des Gerätes kann eine sofortige Qualitätskontrolle vor Ort erfolgen – dank automatischer Temperaturkontrolle sowohl beim Brennen im Keller als auch draußen. Dabei ist der Spark M-20 für sämtliche Getränke anwendbar, z.B. Obstbrände, Grappa, Whiskey, Calvados, Brandy, Sherry oder Cognac. Bis zu 1‘000 Messergebnisse können auf dem Gerät gespeichert und auf den PC übertragen werden.

Bisher gibt es am Markt keinen vergleichbaren Anbieter.

ALIVION, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren werden wir noch weitere Produkte auf dem Markt haben, um systematisch die ALIVION-Vision umzusetzen. Entwicklungen an unserem zweiten Produkt laufen bereits.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Geduld: Der Aufbau eines Startups ist mit Höhen und Tiefen verbunden. Ich rate allen Gründern geduldig zu sein, auch wenn bestimmte Vorhaben länger dauern als gedacht und unter Umständen nicht sofort funktionieren. Man sollte sich dadurch nicht ermutigen lassen und immer das Große und Ganze, die zugrundeliegende Vision, im Hinterkopf haben

Eine gesunde Fehlerkultur: Es ist legitim und sogar notwendig, bei der Gründung eines Unternehmens auch Fehler zu machen. Das Unternehmen mit seiner Kultur und den Best Practices muss sich erst mit der Zeit entwickeln und Fehler sollten als Chancen zum Lernen gesehen werden

Think out of the box: Es lohnt sich frühzeitig unkonventionelle Wege zu gehen und Neues auszuprobieren. So können neue Möglichkeiten für das Unternehmen entstehen. Hierbei ist auch der Austausch mit verschiedenen Sparrings-Partnern, das können Mitarbeiter, Investoren oder auch andere Gründer sein, elementar.

Wir bedanken uns bei Andreas Güntner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das sind die besten Tools, um schnell und erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten

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tools selbstständigkeit

Der Start in die Selbstständigkeit ist heute längst nicht mehr so schwierig wie noch vor einigen Jahren. Das zeigt sich auch deutlich in den Zahlen. So steigt laut Statista zum Beispiel die Anzahl der Selbstständigen in freien Berufen seit etlichen Jahren konsequent an. Der Gedanke, sich als sein eigener Chef die Arbeit selbst einteilen zu können, klingt sicher für viele Menschen verlockend. Unter der Selbstverwirklichung auf der einen Seite darf die Professionalität auf der anderen Seite aber nicht leiden. Zum Glück gibt es mittlerweile immer mehr Tools, die den Selbstständigen, Freelancer:innen und Gründer:innen helfen, ihre täglichen To-dos und das gesamte Management rund um das eigene Business auf einem professionellen Niveau zu erledigen.

Dies ist eine Auswahl der wichtigsten Tools, damit du dein Business schnell starten und erfolgreich auf das nächste Level heben kannst.

Finanzen

Die Finanzen sind das A und O in der Selbstständigkeit. Dazu gehört natürlich auch ein richtiges Konto, das den Ansprüchen sowohl von Freelancer:innen und Selbstständigen als auch Gründer:innen gerecht wird. Ein solches Konto bietet die digitale Bank N26. Hier gibt es sowohl ein privates als auch ein Businesskonto. Alle Transaktionen lassen sich über eine App steuern. Mittels verschiedener Spaces kann das Geld in Kategorien unterteilt werden. So verliert man den Überblick nicht. Die Businesskonten bei N26 gibt es in drei Tarifen: die kostenlose Standardvariante, das N26 Business Smart für 4,90 Euro im Monat und die Business You Variante für 9,90 Euro im Monat. 

Büro- und Kundenmanagement

Wer selbstständig oder freiberuflich arbeitet, hat eine Menge nebenher zu managen – sei es die eigene Buchhaltung, Steuern und Kosten, aber auch alle Belange rund um den Kunden wie Warenaus- und -eingänge, CRM und Rechnungen. Um nicht den Überblick zu verlieren, lohnt sich ein Blick auf die Bürosoftware von WISO MeinBüro. Mit der ganzheitlichen SaaS-Lösung in der Cloud können Nutzer sogar geräteunabhängig von überall auf ihre Geschäftsdaten zugreifen. Die Anbindung von Online-Banking, zum Beispiel zu der digitalen Bank N26, und Webshops wie z. B. Shopify oder Shopware machen das Handling von eingehenden Bestellungen einfacher, da Vorgänge automatisiert ablaufen oder mit nur wenigen Klicks erledigt sind. Man hat alle E-Commerce-Aktivitäten einfach im Blick. WISO MeinBüro ist sozusagen das eigene Büro in der Tasche.

Workflow

Wer Inhalte erarbeitet, Texte schreibt oder Content erstellt, für den lohnt sich ein Account bei Google Workspace. Hier gibt es jede Menge Möglichkeiten, Inhalte zu speichern und diese mit dem Kunden oder den Mitarbeitenden zu teilen. Aber auch Tools wie der Google-Kalender, Google Meet für Videocalls, Gmail und diverse Büroanwendungen wie Docs, Tabellen und Präsentationen können hier intuitiv genutzt werden. Eine echte Arbeitserleichterung!

Produktivität

Als Selbstständige:r ist man durchaus häufiger in der Versuchung, Dinge zu vertagen. Nicht selten leidet dann die Produktivität darunter. Gerade in den Anfängen verstrickt man sich mitunter in Kleinigkeiten, die vorerst gar keine Priorität haben sollten. Abhilfe schafft da zum zum Glück Evernote – eine gute Produktivitäts- und Organisations-App. Evernote unterstützt Start-ups und Selbstständige dabei, die digitale Informationsflut zu bewältigen, Ideen umzusetzen und effizienter im Team zu arbeiten. Das Produktivitäts-Tool ermöglicht Nutzer:innen, Aufgaben festzuhalten und aufzuteilen, diese mithilfe verschiedener Features zu tracken und so die Zusammenarbeit innerhalb der Teams zu verbessern. Durch das Festhalten von To-dos in Evernote können sich Start-ups auf das Wesentliche konzentrieren und all ihre Dokumente und Informationen an einem Ort speichern und leicht wiederfinden – von Gesprächen über Recherchen bis hin zu Besprechungsprotokollen und mehr.

Onlinepräsenz

Wer den Weg in die Selbstständigkeit wagt, hat in den meisten Fällen bereits von Beginn an ein gutes Netzwerk, um an erste Projekte zu kommen. Ein essentieller Punkt für eine mittel- und langfristig gute Auftragslage ist heutzutage auch eine gute Onlinepräsenz: Alleine durch Word-of-Mouth können sich die wenigsten Selbstständigen finanzieren. Heißt das nun, Webdesign und Coden lernen zu müssen? Mit Tools wie Wix ist das zum Glück überflüssig. Hier kann man sich, ohne jegliche Vorkenntnisse, eine professionelle Website ganz nach den eigenen Vorstellungen bauen. Mit dem Website-Baukasten können Selbstständige aus verschiedenen Vorlagen wählen oder eine eigene Website personalisieren, mobile Versionen der Website erstellen und mit verschiedenen SEO-Tools den Traffic steigern. Der erste Schritt Richtung Selbstständigkeit ist also getan!
Das ist nur eine Auswahl der wirklich großartigen Tools, die Freelancer:innen, Selbstständige und Gründer:innen nutzen können. Mit den ihnen steht nun dem Erfolg nichts mehr im Wege.

Autor

Sabine Blumrich ist freie Redakteurin und Kommunikationsexpertin in Berlin. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin hat sie viele Jahre als Redakteurin für TV-Sender und Zeitungen gearbeitet. Sabine Blumrich ist selber seit zwölf Jahren selbstständig. Mit ihrer Expertise berät sie Unternehmen, Gründer, Selbstständige und Freelancer.

Bildquelle/Fotograf: Robert Lehmann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sprich über Deine Idee, statt sie geheim zu halten

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teethlovers Bio Zahnpulver im Glas mit Bambusdeckel

teethlovers Bio Zahnpulver im Glas mit Bambusdeckel

Stellen Sie sich und das Startup teethlovers doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind teethlovers und revolutionieren seit 2020 den Zahnpflegemarkt. Mit unseren Bio-Zahnpulvern ist das tägliche Zähneputzen effektiv, 100% natürlich und frei von unnötigem Verpackungsmüll! 

teethlovers Zahnpulver entfernt schonend Zahnbelag, wirkt Karies entgegen und ist in vier leckeren Sorten erhältlich. Es wird vom Verband deutscher Dentalhygieniker und von Zahnärztinnen und -ärzten der Biologischen Zahnmedizin empfohlen. 

Das plastikfreie teethlovers Glas mit Bambusdeckel kann ganz einfach wiederbefüllt werden – mit dem Vorratsglas aus unserem Onlineshop oder an über 80 Auffüllstationen deutschlandweit. Wir stehen für strahlende Lächeln in einer gesunden Umwelt!

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Marie und ich, Alex, haben schon 2015 unabhängig voneinander unsere eigenen Zahnpflegeprodukte hergestellt. Damals noch für den Eigenbedarf, weil wir so unzufrieden waren, mit den Produkten auf dem Markt. Mit den teils toxischen und überflüssigen Zusatzstoffen in herkömmlichen Zahnpasten wollten wir nicht in den Tag starten. Ökologische Alternativen waren uns zu abrasiv oder nicht reinigend genug. Und die immer anfallende Plastiktube passte auch nicht in unser Verständnis einer nachhaltigen Zukunft.

Wir haben uns zusammengetan und gemeinsam unser Traumprodukt entwickelt. Die bis zu 80% Zusatzstoffe haben wir aus der Zahnpasta geworfen. Denn unsere Mundschleimhaut ist durchlässig für die Inhaltsstoffe der Zahnpflegeprodukte, die so in den Gesamtorganismus gelangen. Konservierungsmittel, Schaum- und Farbstoffe gehören dementsprechend nicht in den Mundraum. 

In der herkömmlichen Zahnpasta sind nur 20% Wirkstoffe. Unser Zahnpulver hingegen besteht aus 100% Wirkstoffen für die Zahn- und Mundpflege. Alle Inhaltsstoffe sind natürlich, lebensmittelecht und bio zertifiziert. 

Damals wurde unser Zahnpulver im Freundes- und Bekanntenkreis ein absoluter Geheimtipp. Die Nutzenden hatten oft zum ersten mal keine Probleme mehr mit Ablagerungen, Zahnstein und Zahnfleischentzündungen. Sehr schnell war die Nachfrage so groß und wachsend, dass uns klar war: unser Zahnpulver hat einen Markt und braucht ein Unternehmen! Viele Jahre, Studien und Entwicklungen später, sind wir auf den Markt gegangen.

Was war bei der Gründung von teethlovers die größte Herausforderung?

Die Verpackung ist unsere größte Baustelle. Denn wir wollen nicht nur das effektivste Zahnreinigungsmittel auf dem Markt anbieten, sondern einen Mehrwert auf allen Ebenen schaffen. Deshalb gibt es bei teethlovers keine erdölbasierten Plastik-Verpackungen und ein Auffüllkonzept für Zero Waste. Allerdings ist es sehr schwierig funktionale Alternativen zum weitverbreiteten, erdölbasierten Plastik und seinen starken Barriereeigenschaften zu finden. Unser Glas mit Bambusdeckel ist ein super Anfang. Die kompostierbaren Nachfüllpackungen mussten allerdings unser Sortiment verlassen, da diese zu durchlässig für die Pflanzenextrakte im Pulver waren. Dafür funktionieren unsere jetzigen Vorratsgläser sehr gut. Aber auch hier sind wir in Optimierungsprozessen, um ein Mehrweg-System zu schaffen.

Und nach vielen Jahren Forschung und Entwicklung, werden wir hoffentlich bald auch unsere erdölfreien Proben launchen. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich denke, dass muss man sogar. Denn was ist schon perfekt? Erst in der wirklichen Interaktion mit dem Markt und der Kundschaft entsteht das wertvolle Feedback, mit dem ein Unternehmen sein Produkt optimieren kann. Die Idee muss ins Leben überführt werden, um wahr und nicht perfekt zu werden.
Gleichzeitig ist eine ausführliche Marktrecherche sowie ein intensives Testen und Weiterentwickeln des Produkts auch innerhalb des Marktes unabdingbar. Start und Weiterentwicklung gehen ab einem bestimmten Zeitpunkt Hand in Hand.

Welche Vision steckt hinter teethlovers?

Unsere Vision ist es mit der wirksamsten Zahnpflege für strahlende Lächeln in einer gesunden Umwelt zu sorgen.

Ganz einfach, zähneputzend, jeden Tag, mit effektiven, 100% natürlichen Wirkstoffen! Wir möchten komplett müllfreie Zahnpflege ab dem ersten Zähnchen bis ins höchste Alter ermöglichen. Damit das tägliche Zähneputzen nicht nur gut für die Zähne und Umwelt ist, schmecken unsere Zahnpulver in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen auch super lecker. Zähneputzen soll nämlich auch Spaß machen.  

Wer ist die Zielgruppe von teethlovers?

Alle Menschen mit Zähnen, die Wert auf ihre Mundgesundheit legen. Es ist eine große Hemmschwelle, die meist fest verankerte Zahnpflege-Routine zu ändern. Ein neues Produkt auszuprobieren, dass nicht mehr die alte Gewohnheit der Paste bedient, ist ein großer Schritt. Da hilft das konkrete Bedürfnis rundum gesund leben zu wollen. Wer auf Bio-Lebensmittel achtet, möchte sich meist keine Schadstoffe in den Mund geben und wird stutzig, wenn er oder sie sich das erste mal mit den Inhaltsstoffen ihrer Zahnpasta auseinandersetzt. 

Wie funktioniert teethlovers? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Anwendung ist super einfach. Die trockenen oder leicht angefeuchteten Borsten der Zahnbürste leicht in das Zahnpulver drücken. Das Pulver bleibt haften und kann anschließend im Mundraum verteilt werden. Die Rezeptur ist darauf ausgelegt, dass sofort die Speichelproduktion angeregt wird, und somit aus dem Pulver im Mund eine Emulsion wird, mit der die Zähne mit der manuellen oder elektrischen Zahnbürste geputzt werden. Denn Speichel ist das körpereigene, beste Mittel um den Zahnschmelz zu remineralisieren. Da anders als bei Pasten, keinerlei Zusatzstoffe und Konsistenzgeber im Weg stehen, kann der Speichel seine Arbeit leisten. Die Wirkstoffe des Zahnpulvers helfen zusätzlich Säuren zu puffern, Mineralstoffe bereit zu stellen, Kariesbakterien zu hemmen und Ablagerungen effektiv zu entfernen.

Wir bieten bewusst das lose Pulver an, da es ohne Zusatzstoffe auskommt und sich dieses besonders schnell auflöst. Es gibt auch Zahnputztabletten bzw. -Tabs in praktischer Darreichungsform. Diese werden allerdings unter hohem Energieaufwand gepresst und benötigen immer auch Bindemittel. Ein weiterer Grund, weshalb wir die Pulverform bevorzugen ist, dass jede:r  problemlos die individuell benötigte Menge nutzen kann. 

teethlovers, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten mit unserem Zahnpulver in aller Munde sein. Deshalb werden wir in den kommenden Jahren unseren Vertrieb über den Bio-Fachhandel und Online-Kanäle ausbauen. Außerdem arbeiten wir mit zahnärztlichen Praxen zusammen. Diese sollen schon kommendes Jahr die lang ersehnten teethlovers Proben für ihre Patient:innen erhalten. Natürlich haben wir eine Reihe von Produkten in der Pipeline, die unser Zahnpflege-Sortiment ergänzen werden.

Wir freuen uns außerdem darauf, das teethlovers-Team auszubauen und unser Unternehmen sowie unseren ökologischen Aktivismus transparent mithilfe der Gemeinwohlökonomie darzustellen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  • Arbeite im Gründungs-Team, denn die ständig auftretenden Herausforderungen, Höhen und Tiefen, sind gemeinsam oft einfacher und definitiv freudvoller zu bewerkstelligen.
  • Sprich über Deine Idee, statt sie geheim zu halten, und hol Dir so früh wie möglich Feedback und Input aus Deinem oder einem (Gründungs-) Netzwerk.
  • Mach nicht alles alleine: wenn Du einen wichtigen Arbeitsbereich selbst nicht kompetent abdecken kannst, hole Dir direkt die entsprechende Expertise von außen in Dein Team oder Unternehmen. Ich habe meine Zeit und Nerven manchmal mit technischen Dilemmas verschwendet, die ein Profi in wenigen Minuten bereinigen konnte. 

Bild © teethloversPurpose Products GmbH Heiligengeiststrasse 6-8 26121 Oldenburg

Wir bedanken uns bei  Christina Kaiser für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Grenzen kennen und abstecken

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re:cap

Mit re:cap optimieren Unternehmen ihren Cashflow nachhaltig, indem sie zukünftige Umsätze aus ihrem Abo-Geschäftsmodell gegen On-Demand-Finanzierungen eintauschen

Stellen Sie sich und das Startup re:cap doch kurz unseren Lesern vor!

Hi! Ich bin Paul Becker, Mitgründer und CEO von re:cap. Bei re:cap bieten wir Software-Firmen mit wiederkehrenden Einkommensströmen eine neue Art der Finanzierung jenseits von Risikokapital oder Bankkrediten an, um ihre wahren Wachstumspotenziale voranzutreiben. Mit re:cap optimieren Unternehmen ihren Cashflow nachhaltig, indem sie zukünftige Umsätze aus ihrem Abo-Geschäftsmodell gegen On-Demand-Finanzierungen eintauschen. Unsere Funding-Plattform verknüpft Software-Firmen auf der einen Seite mit institutionellen Investoren auf der anderen Seite, sodass Investoren Zugang zu einer gänzlich neuen Anlageklasse erhalten. 

Das Besondere an re:cap ist die Arbeit mit tagesaktuellen Daten, ein voll automatisiertes Underwriting sowie die Transaktionsabwicklung. Das ist auf dem Level einzigartig und verändert die Art und Weise, wie Unternehmen sich finanzieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe Wirtschaftsinformatik als duales Studium absolviert und habe während der Studienzeit regelmäßig in Unternehmen, meist größeren Konzernen, gearbeitet, um dort Praxiserfahrung zu sammeln. Dabei habe ich sehr schnell festgestellt, dass es mich damals nicht begeistert hat, in einem großen Konzern zu arbeiten. Spätestens im fünften Semester war mir klar, dass ich nach dem Studium selbst ein Unternehmen gründen will. Unternehmer zu sein bietet eine interessante Kombination aus Verantwortung und Freiheit – einerseits genießt man den vermutlich größten Gestaltungsfreiraum, den man im beruflichen Kontext haben kann, andererseits erwarten aber auch diverse Parteien (Mitarbeiter, Kunden, Investoren), dass man die richtigen Entscheidungen trifft, und das birgt jede Menge Verantwortung. Dieses Zusammenspiel hat mir von Anfang an sehr gut gefallen.

Welche Vision steckt hinter re:cap?

Hinter re:cap steckt die Vision, das Kapital für die Wirtschaft von morgen neu zu definieren. Wir wollen jedem Unternehmen ermöglichen, Zugang zu genau der Finanzierung zu erhalten, die seine Anforderungen am besten erfüllt. Unser erstes Produkt zahlt auf die Vision ein, indem es Technologieunternehmen mit regelmäßigen, wiederkehrenden Einnahmeströmen die perfekte Finanzierung für ihre Wachstumsambitionen bietet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Während der Ideen-Phase war die größte Herausforderung die klare Definition dessen, was wir eigentlich machen wollen – in einem finanztechnischen und regulatorischen Sinne. Vergeben wir Kredite? Handelt es sich um Factoring? Brauchen wir dafür eine Banklizenz? Nachdem das geklärt war, standen Teamaufbau und Produktentwicklung im Fokus. Die Rekrutierung der ersten Köpfe neben meinem Mitgründer Jonas und mir war entscheidend, da man hiermit immer den Standard einer Organisation definiert. Seit Anfang des Jahres sind wir am Markt und entsprechend liegt unser Fokus natürlich darauf, möglichst viele Kunden von unserer Lösung zu überzeugen und zu verstehen, wo wir uns verbessern können und welche neuen Kundengruppen für uns interessant sind. Seit Gründung haben wir zwei Finanzierungsrunden mit Angels und VC-Investoren abgeschlossen.

Wer ist die Zielgruppe von re:cap?

Bei re:cap konzentrieren wir uns momentan auf SaaS-Unternehmen, also Software-Unternehmen mit regelmäßig wiederkehrenden Umsätzen. Diese Unternehmen haben es bei der Finanzierung nicht so leicht, da sie keine Sicherheiten vorweisen können und insbesondere in der Wachstumsphase nicht profitabel operieren. Deshalb sind sie auf Venture Capital beschränkt und müssen diese Finanzierungsquelle für alle Initiativen nutzen – auch für diejenigen, die einen sehr planbaren Return on Investment haben (wie zum Beispiel Marketingausgaben) und für die sich eine flexible oder kurz laufende Finanzierung besser eignet. Im Gegensatz zu Banken, verbinden wir bei re:cap uns direkt mit den Systemen der Unternehmen und können damit eine Kreditentscheidung auf Basis der originären Daten treffen, anstatt auf manuell aggregierte Dokumente oder externe Auskunfteien zurückzugreifen. Das macht unsere Auswertungen genauer und schneller und dadurch einfacher für die Unternehmen

Wie funktioniert re:cap? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Über lange Zeit war Risikokapital die einzige denkbare Finanzierungsform für viele Start-ups, auch wenn sie nicht immer sinnvoll eingesetzt wurde. Die aktuellen Entwicklungen in der Startup-Branche wirken da wie ein Katalysator: Spätestens jetzt, nachdem die VC-Investitionen in den letzten Wochen und Monaten deutlich zurückgegangen sind, haben viele Start-ups begonnen, ihren Finanzierungsmix zu überdenken und nach Alternativen zu Venture Capital zu suchen. Während Gründer von Venture Capital-Investoren nach einem langwierigen Prozess eine größere Finanzierung gegen Anteile an ihrem Unternehmen erhalten, können sie mit re:cap jederzeit flexibel mit minimalem Zeitaufwand auf die Liquidität zugreifen, die sie gerade brauchen – ohne dabei Anteile abzugeben, Mitspracherechte zu gewähren, oder persönliche Haftung zu übernehmen.

Klar, es gibt internationale Player im Bereich „Revenue-based Finance“, und die schauen auch intensiv auf Deutschland. Daher kommt es zu einem gewissen Grad auf die Geschwindigkeit der Exekution an, um zu entscheiden, wer Marktführer wird und bleibt. In Deutschland sind wir jedoch der einzige lokale Anbieter mit einem lokalen Team, Netzwerk und Know-How im Markt und sind damit dem internationalen Wettbewerbern überlegen. 

re:cap, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser initiales Ziel war es eine neue Finanzierungslösung für SaaS-Unternehmen in Deutschland bereitzustellen. Das haben wir geschafft und wachsen geographisch und was die Zielgruppe betrifft bereits jetzt darüber hinaus. Gerade erst haben wir unsere internationale Expansion verkündet und sind nach Deutschland nun auch in den Niederlanden live. Bereits heute verfolgt rund ein Viertel der Unternehmen auf unserer Plattform kein klassisches SaaS-Modell. Die Anzahl unserer Kunden hat sich im zweiten Quartal 2022 bereits mehr als verdoppelt. 

Unser Fokus auf Software-Firmen mit wiederkehrenden Einnahmen ist erst der Anfang unserer Reise und bildet eine starke Basis, um in Zukunft Finanzierungslösungen für jegliche Art von Unternehmen anbieten zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Die richtigen Mitgründer sind das Wichtigste. Nicht nur fachlich, sondern vor allem persönlich muss es funktionieren.

2. Ich finde es fraglich, wenn jemand aus einer rein kommerziellen Motivation heraus gründet. Es braucht mehr als das. Wer keine echte Leidenschaft für seine Dienstleistung oder sein Produkt hat, wird auf Dauer nicht durchhalten.

3. Es gibt immer Höhen und Tiefen und häufig muss man sehr hart kämpfen. Dennoch sollte man seine Grenzen kennen und abstecken, um Dinge nicht zu persönlich zu nehmen und nicht zu nah an sich ran zu lassen.

Wir bedanken uns bei Paul Becker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Setzt von Anfang auf effiziente Neukundengewinnung

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compado
Office Shooting Berlin at Compado GmbH with CEO and founder Andreas Hoogendijk

Compado digitale Plattform für Neukundengewinnung

Stellen Sie sich und das Startup Compado doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Andreas Hoogendijk und habe 2017 gemeinsam mit Emanuel Hoch das Tech-Unternehmen Compado in Berlin gegründet. Compado ist eine digitale Plattform für Neukundengewinnung: Wer seinen Kundenstamm ausbauen möchte, kann über die Compado-Plattform kaufmotivierte NutzerInnen ansprechen – zum Beispiel, indem das eigene Produkt oder die Dienstleistung in redaktionellen Artikeln, Ranglisten oder Quizzes präsentiert wird. Der Clou: Bei Compado zahlen Marken nur, wenn unsere NutzerInnen tatsächlich zu Kunden werden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Schon während des Studiums war ich unternehmerisch tätig – eigene Ideen umzusetzen begleitet mich schon mein ganzes Leben und ist so etwas wie mein “Modus Operandi” – wann immer ich Geschäftsmodelle sehe, die mich begeistern, versuche ich diese mit einem motivierten Team umzusetzen. “Klein Klein” ist nichts für mich, ich setze gerne ambitionierte Ziele um – und das funktioniert eben am besten im Team. Ambitionierte Ziele umzusetzen, eine neue Realität zu erschaffen, das ist etwas, was meiner Meinung nach am besten im Rahmen eines eigenen Unternehmens umsetzbar ist. Zurzeit baue ich mit Compado die weltweit führende Plattform für digitale Neukundenakquise auf – ein Mammutvorhaben, das unglaublich motivierend ist.

Welche Vision steckt hinter Compado? 

Die Neukundengewinnung im Internet ist erstaunlich ineffizient. Viele Werbetreibende verschwenden ihre Werbegelder, indem sie für Werbung zahlen, die schlussendlich nicht zum Kauf führt. Mit unserer Plattform, die sich auf Werbung für kaufmotivierte Zielgruppen spezialisiert, ist es hingegen möglich, direkt potentielle Neukunden anzusprechen. Gleichzeitig muss nur dann eine Erfolgsvergütung gezahlt werden, wenn es tatsächlich zum Kauf kommt. Unsere Vision ist es, den Waste im Online-Marketing deutlich zu reduzieren, einen effizienten Gegenentwurf zu verschwendeten Werbegeldern zu liefern und die weltweit führende Plattform für digitale Neukundengewinnung zu bauen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die größte Herausforderung ist sicherlich, unsere Plattformen für neue Industrien zu öffnen – auch, wenn die grundsätzlichen Techniken und Technologien der digitalen Neukundengewinnung generalisierbar sind, ist die Neukundengewinnung in jeder Branche unterschiedlich. Es macht einen fundamentalen Unterschied, ob man Neukundengewinnung für Sprachschulen, Essenslieferservices, Supermärkte oder Browserspiele betreibt – jedes Segment hat da seine eigenen Gesetze. Unsere Plattform, unsere Neukundengewinnung neuen Industrien zur Verfügung zu stellen, heißt also auch immer erst einmal die Gepflogenheiten der Industrie zu lernen und unsere Tools darauf abzustimmen. Mittlerweile sind wir darin sehr gut – allerdings durften wir hier über die Jahre eine Menge dazulernen. 

Compado wächst grundsätzlich aus dem eigenen Cash-Flow heraus. Wir haben die Stärke “aus uns selbst heraus” zu wachsen und tun das auch. Zudem wurden wir bereits im Rahmen von zwei Funding-Runden unterstützt: In einer ersten Seed-Runde hat uns Global Founders Capital unterstützt, während unsere Series-A von 468 Capital angeführt wurde. Auch die Tech-Investoren von SB21 und Cherry Ventures haben in unsere Plattform investiert. Es ist zudem durchaus denkbar, dass es bei dem jetzigen Expansionskurs und dem stetigen Ausbau unserer Plattform nicht bei der Series-A bleibt, sondern in der Zukunft weiteres Wachstumskapital eingesammelt wird. 

Wer ist die Zielgruppe von Compado? 

Grundsätzlich alle Unternehmen und UnternehmerInnen, die digital Neukunden gewinnen möchten und dabei nur eine Erfolgsprovision zahlen möchten. Besonders große Neukundenzuwächse erzielen wir bei Produkten und Dienstleistungen mit hohen Customer Lifetime Values: diese Unternehmen kennen üblicherweise ihren Customer Value gut – also wie viel ein Neukunde für sie wert ist – und können dementsprechend optimierte Kampagnen mit uns aufsetzen. Umso besser Marken ihren Kundenwert beziffern können, umso effektiver arbeitet unsere Plattform. Zu Segmenten mit hohen Customer Lifetime Value gehören bspw. Apps, Software, Abo-Modelle bzw. Produkte mit wiederkehrenden Zahlungen, Lieferdienste oder Online-Kurse – um nur ein paar zu nennen. 

Wie funktioniert Compado? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir sind in der Lage, an diversen “Orten” im Internet unsere Neukundenansprachen zu platzieren: So betreiben wir bspw. selber ein großes Portfolio an Medienseiten und kooperieren mit den großen Verlags- und Medienhäusern. Auf diesen unterschiedlichen “Plätzen” gibt es diverse “Frontends”, die wir dafür nutzen können, um Marken zu präsentieren – z.B. Artikel, Ranglisten, Quizzes oder Banner. In diesen “Frontends” präsentieren wir kaufbereiten NutzerInnen, dessen Interessenlage auf eine erhöhte Kaufbereitschaft schließen lässt, passende Marken, mit denen wir kooperieren. Häufig nutzen wir dafür ausgefeilte Machine-Learning-Technologien, die das Kaufinteresse eines Nutzers aufschlüsselt und eine zum Kaufinteresse passende Marke präsentiert. 

Compado, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir wollen grundsätzlich in der Lage sein, Marken dort zu präsentieren, wo sich deren potentiellen Neukunden aufhalten. Dafür bauen wir stetig unsere Präsenz im World Wide Web aus – in 5 Jahren werden wir sowohl die Anzahl als auch die Reichweite unserer Medienseiten deutlich gesteigert haben, um somit einen noch größeren “Neukundenpool” bieten zu können. Gleichzeitig werden wir die Anzahl und Reichweite unserer Kooperation mit namhaften Medienhäusern gesteigert haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Puh, mit Blick auf die vielen Jahre Branchenerfahrung in der digitalen Neukundengewinnung würde ich sagen: Setzt von Anfang auf effiziente Neukundengewinnung, idealerweise mit Erfolgsvergütung. Es gibt mittlerweile einige Dienstleister, die entweder auf Erfolgsbasis arbeiten oder mithilfe von Machine-Learning-Techniken auf Zielwerte optimieren. Man muss diese nur aufspüren und testen. Etwas allgemeiner ist darüber hinaus natürlich ein gutes Team das allerwichtigste: Talentierte und motivierte Leute zusammenzubringen ist ein absolutes Must-Have und, so trivial wie es klingt, absolut essentiell.

Ferner empfehle ich, von Anfang an mit dem eigenen Produkt an die Öffentlichkeit zu gehen: In den sozialen Medien News zu teilen, auf Messen und Konferenzen präsent zu sein, medial stattzufinden – das alles ist sehr wichtig und sollte von Tage eins an betrieben werden; die Welt ist so voller Informationen und Overchoice, dass man anderen gezielt Anhaltspunkte liefern muss, um die eigene Dienstleistung leicht zu verstehen. Damit fängt man am besten sofort an.

Wir bedanken uns bei Andreas Hoogendijk für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Crypto und Nachhaltigkeit – was steckt dahinter?

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codos foundation

Codos Foundation: innovatives Belohnungssystem in Form eines new generation purpose driven token, welcher jede nachhaltige Pendelentscheidung belohnt

Stellen Sie sich und das Startup Codos Foundation doch kurz unseren Lesern vor!

Hi! Ich bin Luca, einer der Co – Founder der Codos Foundation und des Codos Projektes. Wir sind ein junges und ambitioniertes Team und haben im Dezember 2021 die Codos Foundation, eine gemeinnützige Schweizer Stiftung, mit Sitz in Zug, gegründet.

An dieser Stelle fragt sich bestimmt die ein oder andere Person, wieso man als StartUp eine Stiftung gründet, das ist doch relativ untypisch?

Auf unsere Stiftung und den Sinn dahinter werde ich gleich im unteren Teil näher eingehen, aber vorab ein paar Details zu dem was wir im Rahmen unseres Projektes machen und für was wir als Team stehen.

Unsere Mission ist es Menschen auf der ganzen Welt zu nachhaltigem Verhalten zu motivieren, sie näher zusammen zu bringen und gemeinsam zig Millionen Tonnen an CO2 einzusparen. Das Problem, auf welches wir uns fokussieren, ist die enorme Umweltverschmutzung, welche durch das tägliche Pendeln mit Verbrennungsmotoren verursacht wird. 

Leider benutzt die überwiegende Mehrheit (bis zu 70% in der EU und bis zu 80% in den USA) von uns noch ihr Auto, um zur Arbeit zu gelangen und somit ist diese einzelne Routineaktion des täglichen Pendelns für 5% globaler CO2 Emissionen verantwortlich.

Aktuell entwickeln wir mit unserem Development Team die Codos App, welche Machine Learning und AI verwendet, um automatisch und unter Wahrung der User-Privatsphäre das Verkehrsmittel zu erkennen, das für den Arbeitsweg und den Uniweg (für Studenten) verwendet wird.

Es ist unser Ziel, die Menschen zu motivieren, ihr Pendelverhalten nachhaltig zu verändern und auf alternative und umweltfreundliche Verkehrsmittel für den Arbeitsweg / Uniweg umzusteigen. 

Codos führt ein neuartiges und innovatives Belohnungssystem in Form eines new generation purpose driven tokens ein, welcher jede nachhaltige Pendelentscheidung belohnt.  Wir sind der Überzeugung, dass wir durch unseren fortschrittlichen Ansatz und unsere Kombination des Nachhaltigkeitsssktors und der Blockchaintechnologie, einen signifikanten Mehrwert schaffen können und ein sich selbstfinanzierendes Anreizsystem für CO2 Vermeidung entwickeln können.

Da wir uns sowohl auf Unternehmen und Erwerbstätige, aber auch Unis und Studenten konzentrieren, haben wir bereits erste Partnerschaften mit Unternehmen aufgebaut und auch im institutionellen Sektor kooperieren wir mit Universitäten wie der LMU, TUM, Uni St. Gallen, HDBW und dem MCF Programm in Belgrad.

Unser Konzept fördert jegliche Art des umweltfreundlichen Transports (Fahrrad, Gehen, Car – Sharing, öffentliche Verkehrsmittel) und  wir sind auch bestrebt speziell in der Automobilindustrie die Elekrtomobilität zu fördern und hier gemeinsam daran zu arbeiten den Menschen zu helfen sich für jegliche Form der nachhaltigen Fortbewegung zu begeistern. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wer ein seriöses Projekt in die Tat umsetzen möchten, muss in der Regel früher oder später ein Unternehmen gründen. In unserem speziellen Fall haben wir uns dazu entschieden eine Stiftung in Zug, dem sogenannten „Crypto Valley“ der Schweiz zu gründen. Mit unserer Stiftung haben wir uns der Entwicklung und Pflege eines Belohnungssystems (Codos) für messbare CO2 – Vermeidung verschrieben.

Es ist unsere oberste Priorität die Privatsphäre unserer zukünftigen User mit den höchsten technischen Standards zu gewährleisten und zu schützen und gleichzeitig möchten wir für unser Vorhaben ein Maximum an Transparenz schaffen.Damit eine Stiftung überhaupt operativ und aktiv sein darf, muss ein präziser Stiftungszweck definiert werden und an diesen Zweck muss die Stiftung sich streng halten. 

Folglich garantiert man mit einer Stiftung die höchstmögliche Transparenz und es ist zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar was mit finanziellen Mitteln passiert und wofür diese verwendet werden.

Durch unsere Stiftungsgründung haben wir eine solide Basis geschaffen, die uns auf der einen Seite professionelles Development der Belohungsplatform ermöglicht und andererseits deutlich macht, dass dieses Projekt nicht auf den finanziellen Vorteil der Gründer oder beteiligter Personen abzielt, sondern eben durch die gemeinnützige Struktur wirklich das Interesse der Allgemeinheit und unser Ziel einer nachhaltigen Zukunft verfolgt wird.

Eine Sache, die man berücksichtigen sollte, ist, dass die Begriffe „Blockchain“ oder „Crypto“ immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnen und bei vielen Menschen Interesse wecken, aber eben ein gewisser Anteil der Leute diesem Thema auch noch recht skeptisch und vorsichtig gegenübersteht. 

Mit der Wahl unserer Unternehmensform möchten wir den Menschen die Möglichkeit geben, sich genauestens über das Projekt zu informieren, selbst herauszufinden wie nutz voll und einflussreich die Blockchain Technologie sein kann und wir möchten auch viele Vorurteile und die gewisse Angst mancher Leute vor den Begrifflichkeiten und dem was dahinter steckt aus dem Weg räumen. 

Welche Vision steckt hinter Codos Foundation?

Für uns stand von Anfang an fest, dass wir etwas Großes erreichen möchten und wir unsere Ziele hoch setzen werden. Unsere Vision ist es, die Menschen nicht nur über das enorme Problem und die Dringlichkeit für nachhaltige Maßnahmen aufzuklären, sondern wir möchten ihnen einen signifikanten Anreiz geben und sie motivieren ihr Verhalten langfristig zu ändern!

Unserer Ansicht nach können wir unsere Ziele und den größten Nachhaltigkeitseffekt nur als Einheit und miteinander schaffen! Wir wollen Menschen in Ländern und Regionen überall auf der Welt erreichen und eine nachhaltige Community aufbauen, welche durch dieselbe Aktion, nämlich die tägliche Pendelroutine, verbunden ist.

Auf die lange Sicht möchten wir das Codos System skalieren und viele Millionen Menschen als nachhaltige Pendler gewinnen. Codos soll zeigen, dass wir innovative Ansätze und Lösungen brauchen, um uns gemeinsam weiterzuentwickeln.

Unser Ansatz sticht beim Bekämpfen der enormen CO2 Belastung mit Sicherheit heraus, umso wichtiger ist es für uns den Anfang zu machen und zu zeigen, dass eine Kombination aus Nachhaltigkeit und Blockchain Technologie einen „real world benefit“ haben kann!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen bisher kann man in drei Klassen unterteilen:

Zum einen war die Gründung der Stiftung sehr anspruchsvoll und zeit – sowie kapitalintensiv. Durch unsere Gründung in der Schweiz mussten wir die höchsten regulatorischen Standards durchlaufen und erfüllen. Dazu gehörten umfangreiche Maßnahmen, um Geldwäscherei zu verhindern, rechtliche Absicherungen jeglicher Art und Affiliierungen wie beispielweise mit dem VQF (eine regulatorische Organisation, welche vollkommene Übereinstimmungen mit allen Standards der FINMA (FINMA übersieht den Schweizer Finanzmarkt also vergleichbar mit der BAFIN in Deutschland) sicherstellt.

Eine zweite große Herausforderung für uns war es ein ökonomisches Design für unser Anreizsystem zu finden, um ein sich selbst – finanzierendes Model schaffen zu können.

Unseren Token sehen wir in einer neuen, sich entwickelnden Kategorie, nämlich „purpose driven tokens“, und er gestaltet sich als ein hybrid token (payment und utility Funktion). 

Für das genauere Verständnis, wie wir für unseren Token Wert generieren, wie sich unsere Stiftung finanziert und wie wir Angebot und Nachfrage von unserem Codos token steuern, müssten wir tiefer in das token ökonomische System und die technischen Details eintauchen.

Diese Details würden allerdings den Rahmen dieses Interviews sprengen und daher schlage ich jedem interessierten Leser / Leserin vor, sich bei Fragen an unser Team zu wenden.

Die dritte Herausforderung, die ich nennen möchte, ist die Seite des technischen Developments. Wie ich bereits im oberen Teil angesprochen habe, lag unser Fokus von Anfang an auf Privatsphäre und Sicherheit. Dazu kommt natürlich die Integration von Features wie „automated transportation mode detection“ und der starke Machine Learning Fokus unserer App.

Für Alle, die neugierig sind und ebenfalls mehr zum Thema Blockchain Integration und App Entwicklung erfahren möchten, schlage ich ebenfalls vor sich an uns zu wenden.

Wir sind für Fragen jeglicher Art offen und nehmen uns gerne die Zeit!  Finanziert haben wir uns bisher durch private Investitionsrunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen. Im Punkto Finanzierung stehen uns noch viele Möglichkeiten und Wege offen, welche wir für uns nutzen möchten.

Wer ist die Zielgruppe von Codos Foundation?

Unsere Zielgruppe sind erwerbstätige Personen mit der Notwendigkeit zur Arbeit zu pendeln und Studenten, die zur Universität pendeln.

Wir haben uns mit verschiedenen Studentenkreisen bereits ausgetauscht und sind hier auf sehr positives Feedback gestoßen. Wie man sich vielleicht gut vorstellen kann sind viele junge Menschen (also insbesondere Studenten) an Nachhaltigkeit und innovativen Technologien interessiert.

Für uns war natürlich auch wichtig nicht nur zu schauen, wie die junge Generation auf unser Konzept reagiert, sondern auch festzustellen, wie ausgeprägt das Interesse bei Erwerbstätigen und verschiedenen Altersgruppen ist. 

Hierzu haben wir uns natürlich Feedback von unserem persönlichen Netzwerk eingeholt, aber auch eine professionelle Umfrage mit 5.000 Befragten in Deutschland, USA, UK, Italien und Frankreich durchgeführt.  Das Fazit war für uns recht überraschend, da der Großteil von unserem System und speziell der Kombination von Nachhaltigkeit und Crypto bzw. Blockchain Technologie sehr überzeugt und positiv beeindruckt war.

Wenn wir uns noch kurz vor Augen halten wollen, wie groß unsere Zielgruppe ist, dann können wir einen Blick auf die folgenden Zahlenwerte legen:

Erwerbstätige Menschen EU + UK + USA = 385 Millionen

Menschen mit Notwendigkeit zu pendeln (EU + UK + USA) = 270 Millionen

Allein in EU + UK + USA 270 Millionen Menschen als potenzielle Usergruppe

Erwerbstätige Menschen weltweit = 3,3 Milliarden

Menschen mit Notwendigkeit zu pendeln (weltweit) = 2,31 Milliarden

Abzüglich Russlands, China und weitere Länder, welche aus regulatorischen Gründen nicht vorteilhaft und fragwürdig sind, bleiben immer noch mehr als eine Milliarde an potenziellen Usern weltweit

Wie funktioniert Codos? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kurz zusammengefasst besteht Codos aus zwei Teilen:

Zum einen entwickeln wir die Codos App, welche wir als Messgerät ansehen, um jede nachhaltige Pendelentscheidung validieren zu können und um je nach gewähltem Transportmittel die CO2 Einsparung im Vergleich zu einem gewöhnlichen Verbrennungsmotor quantifizieren zu können. Hierfür haben wir unseren eigenen CO2 Algorithmus entwickelt.

Wichtig ist hierbei anzumerken, dass wir uns nur auf den Arbeitsweg / Uniweg fokussieren, jegliche private Aktivitäten werden nicht erfasst und bleiben somit aus Gründen der User Privatsphäre ungeachtet.

Neben der Codos App müssen wir natürlich jetzt noch die Frage klären, wie die User belohnt werden. 

Hierzu führen wir unseren „new generation purpose driven token“ – Codos ein.

Interessant an unserem Konzept ist, dass wir uns von anderen Crypto Projekten in vielen Hinsichten unterscheiden, z.B. haben wir für unser Model das sog. „Mining Prinzip“ verwendet, allerdings haben wir dieses neu definiert und ganz speziell auf unseren Usecase angepasst. 

Hier eine kurze Erklärung, was ich damit meine:

Allgemein belohnen Kryptowährungsprotokolle ihr dezentrales Netzwerk an Machinen. Codos macht sich dieses Prinzip des Minings zu eigen und definiert diese Prinzip ganz neu, zu unserem sog. “Organic Mining & Proof of Susutainability”:

Erklärung von Crypto Mining am Beispiel von Bitcoin (vereinfachte Version):

Möchte eine Person Bitcoins an eine andere Person senden, dann wird diese Transaktionsinformation an das System gesendet. Das Bitcoin System besteht aus einem dezentralen Netzwerk an Maschinen, welche als Miner bezeichnet werden. Diese Miner besichern das Netzwerk und validieren die Transaktionen im System. Hierfür müssen sie Rechenleistung aufbringen, was einen signifikanten Arbeitsaufwand darstellt. Sobald die Transaktion erfolgreich validiert und ausgeführt wurde, werden die Miner für die von ihnen eingesetze Rechenleistung und den daraus entstehenden Arbeitsaufwand in neuen Bitcoins belohnt (ohne die Belohnung gäbe es für die Miner keinen Anreiz diese Arbeit auszuführen).

Codos’s Prinzip des “organic mining” (vereinfachte Version):

Wenn wir nun auf unseren speziellen Usecase zurückkommen, können wir Folgendes annehmen: Wenn eine Person nicht den bequemen Weg wählt und sich in das gemütliche Auto setzt, sondern sich bewusst anstrengt und auf alternative, umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigt, dann können wir diese Anstrengung ebenfalls als Arbeitsaufwand definieren, nämlich die Arbeit des nachhaltigen Pendelns. Die App fungiert als Messgerät und kann somit diese Arbeit und Anstrengung validieren und quantifizieren (also validieren, ob eine Person tatsächlich z.B. mit dem Fahrrad gefahren ist und quantifizieren, wie viel CO2 eingespart wurde). Jeder nachhaltige Pendler / Pendlerin wird somit also selber zum Organic Miner und für die verrichtete Arbeit des nachhaltigen Pendelns werden die organice Miner in Codos belohnt.

Codos Foundation, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Eines unserer großen Ziele ist es langfristige Partnerschaften mit Unternehmen und Institutionen (wie z.B. Universitäten) aufzubauen und diese zu pflegen.

Besonders interessant sind für uns Entscheidungsträger im Transport – und Mobilitätssektor, da wir hier großes Potential sehen gemeinsam Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität zu fördern, aber auch die Automobilindustrie ist für uns sehr spannend und wir sehen großes Potential für Partnerschaften. 

Wenn ich über Kooperation mit der Automobilindustrie spreche, dann meine ich vor allem die Förderung von E – Mobilität und das Ziel, Elektroautos als nachhaltigere Alternative im Vergleich zu Verbrennungsmotoren vermehrt an den Endverbraucher heranzubringen.

Als Stiftung möchten wir in der Zukunft eine anerkannte Institution werden und nicht nur die Codos Belohnungsplatform entwickeln, sondern uns auch für Bildung im Nachhaltigkeits – und Cryptosektor einsetzen und natürlich umweltfreundliche und innovative Technologien fördern.

Im Bezug auf das Codos Projekt selber haben wir viele spannende Schritte geplant, dazu gehört der Eintritt in neue Märkte und Regionen (z.B. Asien, Afrika etc.), aber auch das Einführen von sogenannten „second layer rewards“, welche wir als Zusatz zum Codos Token sehen. Diese „second layer rewards“ gestalten sich als nicht materielle Belohnungen für nachhaltige Pendler, sondern hier steckt eine andere Logik dahinter.

Hier nehme ich aber noch nicht zu viel vorweg!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Struktur und Organisation sind meiner Meinung nach Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiche Projekt. 

Unser Ansatz war von Anfang an sehr akribisch und strukturiert gewählt, somit konnten wir die einzelnen Schritte von der Ideenphase, über die Konzeptentwicklung, bis hin zur Unternehmensgründung und den tatsächlichen Entwicklungsprozessen durchlaufen, ohne wesentliche Schritte auszulassen oder fälschlicherweise zu überspringen.

Mein zweiter Tipp ist definitiv Zusammenhalt im Team aufzubauen und auch konstant an diesem Zusammenhalt zu arbeiten. 

Essenzielle Entscheidungen sollten gemeinsam getroffen werden und jedes Teammitglied sollte sich im Unternehmen wohl und vor allem dazugehörig fühlen. Bei unserem StartUP sieht man ganz deutlich, wie gerne wir an dem Projekt arbeiten.  Wir sind nicht nur gemeinsam im Büro, sondern wir unternehmen auch Sachen zusammen, tauschen uns aus und sind füreinander da. Unserer Meinung nach ist das der Weg, um langfristig gute Leistung zu erbringen und auch zufrieden in der Arbeit zu sein!

Zuletzt kann ich nur sagen, dass man als Teil eines StartUps viel Motivation braucht und Flexibilität was Arbeitszeiten angeht einplanen sollte.

Gerade in der Anfangs Phase müssen Abläufe schnell passieren, man muss Anpassungen vornehmen und es treten laufend unerwartete Sachen auf. Diese „Ups and Downs“ sollten das StartUp garnicht demotivieren, sondern eher dabei helfen kreativ zu sein und gemeinsam an Lösungen und Antworten zu arbeiten!

Wir bedanken uns bei Luca Kern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Codos Foundation

Kontakt:

Codos Foundation
Bahnhofstr.20
6300 Zug
Schweiz

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luca.kern@codos.network

Ansprechpartner: Luca Kern

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DeepSkill: Digitale Plattform für ganzheitliche Personalentwicklung

Stellen Sie sich und das Startup DeepSkill doch kurz unseren Lesern vor!

Miriam: Wir sind Miriam Mertens und Peter Goeke, das Gründerteam von DeepSkill. Wir sind 2020 zusammen mit DeepSkill und unserer Mission gestartet, Unternehmen mit Deep Skills produktiver, nachhaltiger und menschlicher zu machen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Peter: Die Motivation, etwas zu bauen und damit wirklich etwas zu bewegen, treibt uns an. Dazu ist einer unserer Werte: „Impact“. Zudem haben wir in dem Mangel emotionaler Skills in der Arbeitswelt das Marktpotential gesehen. Wir haben erkannt, dass wir mit unserem Gründungs-Thema, für das wir brennen und mit dem wir uns auskennen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

Welche Vision steckt hinter DeepSkill?

Miriam: Wir wollen Deep Skills in die Breite der Mitarbeiterschaft tragen. Denn wir glauben daran, dass emotionale Fähigkeiten der Schlüssel für beruflichen Erfolg in der Zukunft sind. In fünf Jahren sollen emotionale Fähigkeiten der Business Skill No. 1 sein. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Peter: Wir haben zu Beginn der Pandemie 2020 gegründet, wodurch sich neben den üblichen Gründungshürden zusätzliche Herausforderungen ergaben. Der Teamaufbau und das Teambuilding sind remote definitiv eine Challenge. Auf der anderen Seite war die Kapitalsuche auch eine herausfordernde Aufgabe. Doch wir haben die Hürden, aus unserer Sicht, gut gemeistert.

Miriam: Zur Finanzierungsfrage: Wir setzen auf Venture Capital und Business Angels, um unsere Prozesse zu automatisieren, unsere Tech weiterzuentwickeln sowie unseren Content-Datenbank auszubauen.

Wer ist die Zielgruppe von DeepSkill?

Peter: Als Ansprechpartner der Unternehmen richten wir uns an HR-Entscheiderinnen, Personalverantwortliche und Business Owner. Unsere Teilnehmenden stammen aus allen Ebenen der Unternehmen. Von jungen bis älteren Führungskräften, als auch Mitarbeitende unterer Ebenen.

Wie funktioniert DeepSkill? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Miriam: Mit unseren Kund:innen starten wir mit einer Analysephase, in welcher wir die Zielverhaltensweisen festlegen und diesen den benötigten Skills zuordnen. Basierend auf den Erkenntnissen unserer Bedarfsanalyse konfigurieren wir maßgeschneiderte Lern- und Coachingprogramme für die Lerngruppen. Über unsere digitale Lernplattform können alle Teilnehmenden ortsunabhängig am Programm über mehrere Monate teilnehmen.

Andere Anbieter setzen eher auf standardisierte, kürzere Vorort-Programme.

DeepSkill, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Peter: In der Zukunft möchten wir die Plattform Nr. 1 für ganzheitliche Personalentwicklung in Europa sein. Die wichtigsten Meilensteine sind die vollständige Automatisierung unserer Prozesse, die angestrebte Internationalisierung und die Weiterentwicklung unserer Plattform. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben

Peter: Sucht euch eine Idee, die ihr wirklich mit Leidenschaft verfolgen könnt. Auch über Jahre. 

Miriam: Setze auf Diversität im Team, so generiert ihr die besten Ideen und baut euch ein Netzwerk auf. Dafür ist die Teilnahme an Accelerator-Programmen sehr hilfreich. Uns hat der Digitalhub in Bonn und das xDeck in Köln sehr geholfen. 

Bild Credit Rheinproduktiv

Wir bedanken uns bei Miriam Mertens und Peter Goeke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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