Donnerstag, April 3, 2025
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Stellt viele Fragen und hört dann auch richtig zu!

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MyCabin Kultur- und Kreativpilot*innen 2020

Finn, Lene, Michael, Sophia & Max,  Gründer*innen von MyCabin wurden als Kultur- und Kreativpilot*innen 2020 ausgezeichnet.

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!

Wir sind die Gründer*innen von MyCabin, einer digitalen Community-Plattform für nachhaltiges Reisen mitten in der Natur. Mittlerweile zählen wir 15 weitere Bergfreund*innen und Reiselustige aus der Bodenseeregion zu unserem Team. Bei MyCabin teilen Gastgeber*innen ihre schönsten Naturplätze mit verantwortungsbewussten Reisenden. Gemeinsam schaffen wir so eine regionale, nachhaltige und individuelle Alternative zu überfüllten Campingplätzen und zum illegalen Wildcamping. Wir setzen uns dafür ein, dass MyCabin für alle Beteiligten, inklusive der Natur, einen echten Mehrwert bietet. Deshalb binden wir alle Stakeholder in die Weiterentwicklung von MyCabin mit ein: Gastgebende, Gemeinden, Verbände, Nachhaltigkeitsinitiativen und Reisende.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Angefangen hat MyCabin als Studiprojekt, angestoßen von Finn Wilkesmann, der die Idee zur Plattform hatte. Für uns stand immer die Sache selbst im Vordergrund. Getrieben von unserer Motivation, das Konzept umzusetzen und Reisenden echten Erlebnisse in und mit der Natur zu ermöglichen, sind wir als Student*innen die ersten Schritte gegangen. Aus der Überzeugung heraus, dass wir mit MyCabin einen wirklichen gesellschaftlichen Mehrwert bieten sowie durch die Erfahrungen und Resonanz der Pilotphase haben wir uns dann dazu entschlossen, MyCabin als Unternehmen zu gründen. Dabei war das für uns nur die logische Schlussfolgerung aus den Schritten davor und unseren Zielen für die Zukunft; die Gründung selbst oder „ein Unternehmen zu haben“ hat für uns nie eine Rolle gespielt.

Welche Vision steckt dahinter?

Die Frage nach der Vision stellten wir uns schon sehr bald in unserem Gründungsprozess und halten es auch für unfassbar wichtig, sich der eigenen Vision bewusst zu sein. Wir checken regelmäßig, ob wir noch auf dem richtigen Pfad sind, um diese Vision zu erreichen, schließlich passieren täglich viele Dinge, neue Möglichketen ergeben sich etc. Die Vision hinter MyCabin lautet „Stell dir eine Welt vor, in der die Natur dein Zuhause ist“.  Wir möchten Menschen raus an die frische Luft bringen und gleichzeitig die Wertschätzung unserer Natur stärken. Die Natur soll sich nicht nur wie unser aller Zuhause anfühlen, wir müssen sie auch so behandeln: Rücksichtsvoll, nachhaltig, achtsam. 

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?

Zum einen war der Schritt von „viele motivierte Leute, die MyCabin als Hobby unterstützen“, hin zu einem professionellen Team herausfordernd. Wo macht man da den Cut? Da kam dann die Herausforderung hinzu, die erste Finanzierung zu bekommen, ohne die wir jetzt nicht wären, wo wir sind. Zum anderen war natürlich auch der Umgang mit Corona eine Herausforderung: Wie können wir trotz der schwierigen Situation den Menschen dennoch großartige Erlebnisse ermöglichen?

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall! Am wichtigsten ist es, dass man vollkommen hinter der eigenen Idee steht und bereit ist, dafür womöglich viel Arbeit und Zeit zu investieren. Wann ist die Idee schon perfekt? Es gibt meistens Optimierungsmöglichkeiten, doch die bemerkt man erst dann, wenn man sich auf den Weg macht. Das ist definitiv auch eines unserer Learnings: Es wird nicht immer so laufen, wie man es sich vorstellt oder wünscht – aber das ist okay so, daraus kann man lernen. 

Wie sind Sie auf die Auszeichnung Kultur und Kreativpiloten aufmerksam geworden?

Finn ist damals über den Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland Newsletter, kurz SEND, auf die Kreativpiloten aufmerksam geworden. In diesem Newsletter werden auch Wettbewerbe ausgeschrieben und so waren die Kultur- und Kreativpiloten dort dabei. Coole Sache dachten wir uns dann im Team, und so haben wir uns dann beworben!

Wie wichtig sind solche Auszeichnungen?

Diese Auszeichnungen sind sehr wichtig! Sie zeigen, dass man den Nerv der Zeit trifft und für uns zeigt diese besondere Auszeichnung, dass wir einen relevanten Beitrag auch in der Kulturbranche leisten. Außerdem sind Auszeichnungen wie diese kein einmaliges Happening, sondern eine Eintrittskarte zu einem großartigen Netzwerk, welches die Entwicklungsmöglichkeiten eines jungen Unternehmens nochmal stark fördern kann. So haben wir tolle Menschen kennengelernt, die uns begleitet und geholfen haben, MyCabin wachsen zu lassen.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?

In fünf Jahre wollen wir Outdoor-Reisenden nicht nur ein flächendeckendes Angebot an naturnahen Übernachtungsplätzen im gesamten deutschsprachigen, sondern auch in angrenzenden Ländern zur Verfügung stellen. Durch eine benutzerfreundliche Plattform ermöglichen wir nicht nur erfahrenen Outdoor-Enthusiast*innen, sondern auch denjenigen, die es noch werden wollen, die Natur auf ursprüngliche Weise zu erleben. Unsere technologische Vision: Mit einem Klick zur individuellen Alpenüberquerung mit Übernachtungen mitten in der Natur. Bis dahin ist noch viel zu tun, aber wir krempeln die Ärmel hoch und legen uns ins Zeug!  

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer*innen mit auf den Weg geben?


1. Überwindet die „Ich-schaff-das-alleine-Einstellung“ und holt euch Unterstützung. Ob Mentor*in, Mitgründer*in, Sparring-Partner*in, Mitarbeiter*in: Ihr könnt und müsst das nicht allein schaffen!

2. Stellt viele Fragen und hört dann auch richtig zu! Klar ist es wichtig, über eure Idee zu sprechen. Aber noch wichtiger ist es, die Bedürfnisse und Ansichten eurer Zielgruppen zu verstehen und von erfahrenen Personen zu lernen. Redet nicht nur mit den offensichtlichen Zielgruppen, sondern holt so früh wie möglich alle Akteur*innen, die von eurer Idee direkt oder indirekt betroffen sind, mit ins Boot.

3. Setzt euch eine klare Vision, die zum Leitanker für alle Entscheidungen wird. Alle im Team sollten die Bedeutung der Vision verstehen und sich für die Erfüllung einsetzen.

Gründen heißt jeden Tag neue Herausforderungen zu lösen und Probleme zu überwinden. Das ist zunächst erst einmal verdammt anstrengend und ein Prozess, der viel Commitment und Engagement bedarf. Aber wenn man sich und der Vision bei der Umsetzung treu bleibt, wird es sich lohnen – ob finanziell, persönlich, oder gesellschaftlich. Die Ziele sind individuell und das ist auch okay so, solange diese allen im Team klar sind. Mit MyCabin verfolgen wir das übergeordnete Ziel, einen möglichst großen gesellschaftlichen Impact zu generieren. Wir sind gespannt wo uns die Reise hinführt.

Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland – die Auszeichnung der Bundesregierung für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Jedes Jahr werden im Namen der Bundesregierung 32 Unternehmen als Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland ausgezeichnet. Bewerben können sich Unternehmen, Selbständige, Gründer*innen und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und deren Schnittstellen zu anderen Branchen. Bei der Auszeichnung steht die Unternehmer*innenpersönlichkeit im Mittelpunkt. Die Titelträger*innen nehmen an einem einjährigen, individuell abgestimmten Mentoring-Programm teil. Dazu gehören Workshops, die Begleitung durch zwei Coaches, der Austausch mit den anderen Teams und mit Expert*innen sowie die bundesweite Aufmerksamkeit durch die Titelvergabe. 

Einfache Bewerbung

Die Bewerbung kann via Online-Formular auf www.kultur-kreativpiloten.de eingereicht werden. Zur Bewerbung reichen drei Dinge: Eine kurze Beschreibung der Idee, Informationen zur einreichenden Person oder zum Team und ein kurzes Motivationsschreiben, warum man Kultur- und Kreativpilot*in werden möchte. Das diesjährige Bewerbungsverfahren geht vom 15. Juni – 25. Juli 2021. 

Ideengeber und Organisator der Auszeichnung im Rahmen des Projektauftrags durch die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung ist das u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V. unter Leitung von Sylvia Hustedt und Christoph Backes. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach fragen!

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VR Training Persönlichkeitsentwicklung

wondder VR Training auf dem Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung

Stellen Sie sich und das Startup wondder doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Mihai Streza, ich bin Gründer und Geschäftsführer von wondder. Ich habe wondder 2019 mit der Absicht gegründet, Menschen, Organisationen und Unternehmen durch VR voranzubringen. Ursprünglich bin ich Diplom-Informatiker und kann auf langjährige Erfahrungen als Strategieberater und Early Stage Investor zurückblicken, unter anderem in Unternehmen wie Roland Berger, Accenture und AQAL Capital.

wondder kreiert immersive Lernerfahrungen durch eigens entwickelte Virtual-Reality-Erlebnisse gepaart mit ethischer Künstlicher Intelligenz. Im ersten Schritt hat das Unternehmen ein Trainingspaket in Virtual Reality zum Thema Diversity & Inclusion entwickelt. Das Ziel hierbei ist es, durch diese nächste Entwicklungsstufe von Unternehmensschulungen, messbare Ergebnisse für mehr Inklusion und Diversität weltweit zu schaffen. Die Methodik stützt sich auf aktuelle Forschungsergebnisse führender Institute, u.a. Harvard, Stanford und Universitat de Barcelona. Diese wondder VR Trainings wurden bereits in über 30 Unternehmen, in sechs verschiedenen Ländern erfolgreich durchgeführt. Wir kombinieren Spitzentechnologien mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und einer großen Leidenschaft für Innovation, um Vorurteile abzubauen und die mentale Gesundheit eines jeden Menschen zu fördern. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich war schon immer ein Macher, seit meiner Kindheit. Es fasziniert mich, etwas aus dem Nichts heraus zu kreieren. Gründungen sind für mich sehr spannend und gleichzeitig ein Vehikel für Selbstverwirklichung/ “Self-Actualisation”. Selbstverwirklichung wird in der Entwicklungspsychologie als eines der menschlichen Bedürfnisse beschrieben, sei es in älteren Modellen, wie in Abraham Maslow’s berühmter “Bedürfnispyramide” oder in neueren Analysen, zum Beispiel von Ken Wilber. 

Welche Vision steckt hinter wondder?

An der Transformation des menschlichen Bewusstseins global, in Millionen von Menschen, mit zu wirken. Die tollsten Erlebnisse für Persönlichkeitsentwicklung weltweit zugänglich zu machen – die Vorstellung, wie unzählige Menschen auf der ganzen Welt, Schulungen und Trainings durchlaufen können, die bisher nur den mächtigsten, reichsten Führungskräften vorbehalten waren. Zuhause, im Wohnzimmer, mit einer VR-Brille. Für ein paar Euro. 

Wir benötigen eine bedeutende Transformation unseres Bewusstseins (consciousness). Wenn wir diese Entwicklung schaffen, können wir die “großen” Themen lösen – Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit, epidemische Süchte, destruktives, selbstvernichtendes Verhalten. Die Entwicklungspsychologie belegt, dass solch eine Entwicklung in einer bestimmten Population geschehen kann, wenn 10% der Population die Entwicklung, als Speerspitze, schafft. Wir wollen dazu beitragen, dass diese kritische Masse von 10% den “Sprung” schaffen, und damit die Lawine losgetreten wird, die es uns ermöglicht, eine wünschenswerte Zukunft zu gestalten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine immense Herausforderung war und ist die kulturelle Zurückhaltung deutscher Unternehmen, wenn es um innovative Themen geht. Es wird gerne und viel über Innovation gesprochen, aber, wenn der Mietvertrag vergeben wird, dann doch lieber an eine Physiotherapie, denn “Software ist ja bekanntlich eine sehr riskante Angelegenheit”. Aber das kam später, als wir schon Produkte hatten.

Eine große Herausforderung davor ist und war für mich immer (das ist meine dritte Gründung), die Innere. Sich von einer angeblichen Sicherheit zu lösen und in das Ungewisse, in den Abgrund der Unsicherheit einer Neugründung zu schauen. Und das mit echten, wichtigen Themen. Einen neuen Online Shop für Sneakers zu gründen, würde bei mir nicht viel Aufruhr (innerlich) erzeugen. Aber auch keinen Antrieb. 

Finanziert haben wir uns anfänglich selbst. Die IBB hat uns später einen Zuschuss gegeben, ein Business Angel hat uns dieses Jahr auch unterstützt, inzwischen haben wir auch ordentlich Umsatz.

Wer ist die Zielgruppe von wondder?

Die Zielgruppe ist momentan B2B; Unternehmen, die das Potenzial von Training in Virtual Reality sehen, vor allem in seiner Qualität und Finesse, und den Drang haben, die tollsten, neuesten Entwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien zu nutzen. 

Mittelfristig werden wir auch B2C ansprechen – die Endkunden, die Zuhause ausgezeichnetes Training für Persönlichkeitsentwicklung für wenig Geld durchführen möchten, um an sich selbst zu arbeiten. Wir pilotieren schon Testprodukte für B2C – dieses Jahr alleine werden es drei werden, eines ist gelauncht, die anderen zwei kommen demnächst raus. 

Wie funktioniert wondder? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ich nehme selbst bereits seit 18 Jahren an Trainings und Seminaren für Persönlichkeitsentwicklung teil. Für ein Seminar bin ich mal auf die Bahamas geflogen. Die Teilnahmegebühr alleine lag bei 10.000 USD. Flüge, Hotels, eine Woche Seminar, noch ein paar Tage für die Reise. Man investiert schnell 20.000 USD und 10 Tage seines Lebens für solch ein Seminar. Die Ergebnisse sind phänomenal. Aber es ist auch ziemlich exklusiv. 

wondder funktioniert so: wir schicken den Kunden eine VR Brille und machen die Trainings Online. Der Kunde macht eine 20.000 USD Persönlichkeitsentwicklung durch, ohne das Haus zu verlassen, für ein paar Euro. Wo liegen die Vorteile? Unterscheidung von anderen Anbietern? Andere Anbieter machen es anders. Wir machen es so. 

wondder, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel: Führender Anbieter von VR Training auf dem Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung zu sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ratschläge sollte man bekanntlich denen geben, die danach fragen. Pauschalaussagen bringen meiner Erfahrung nach niemanden voran. Wer eine Frage hat, darf sich sehr gerne melden

Wir bedanken uns bei Lukas Koch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: wondder

Kontakt:

VaRc GmbH
Potsdamer Straße 143
DE-10783 Berlin

https://wondder.io
mihai@wondder.io

Ansprechpartner: Mihai Streza, CEO

Social Media
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/wondder/
Facebook: https://www.facebook.com/wondder.berlin
Instagram: https://www.instagram.com/wondder.berlin/
Twitter: https://twitter.com/wondder_berlin

Ein Misserfolg ist keine Katastrophe, Aufgeben schon!

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Alfons Riek Festo Gründermotor Meisterklasse

Alfons Riek Vice President für Technologie und Innovation bei Festo, Partner bei der Gründermotor Meisterklasse, im Interview

Stellen Sie sich kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Alfons Riek und ich bin ein Fan von Technologie und Innovation. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in einem Gebiet arbeiten darf, das auch meinen persönlichen Interessen entspricht. Meine persönliche Mission ist es, die Welt mit Technologie und Innovation zu einem besseren Ort für uns alle zu machen. Und wir haben viele Herausforderungen, die es zu lösen gilt.

Warum hat Festo sich entschieden, als Partner beim Gründermotor mitzuwirken?

Festo hat seine Wurzeln im Schwabenland und als Familienunternehmen übernehmen wir auch Verantwortung für die Region, in der wir sind. Baden Württemberg bietet als Bundesland einzigartige Möglichkeiten. Es ist das Land der hidden champions, der klein- und mittelständigen Familienunternehmen, der Tüftler usw. Darüber hinaus haben wir eine hervorragende Universitätslandschaft, die sich über viele Orte erstreckt. Und nicht zuletzt gibt es auch viele Großkonzerne, die ihre Wurzen hier haben.

Mit welchem Thema werden Sie die Meisterklasse begleiten?

Wir sind an einem Hochlohnstandort – das ist eine Herausforderung, denn wir stehen in einem ständigen Wettbewerb mit der ganzen Welt. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Wir stehen vor einer Zeitenwende der industriellen Produktion. Nicht nur die Klimaziele sind Veränderungstreiber, sondern auch Veränderungen im Consumer Verhalten setzen neue Maßstäbe. Wir wissen alle, dass wir nicht mehr so weiter machen können, wie bisher. Und wir brauchen clevere tragfähige Lösungen für unsere gemeinsame Zukunft.

Wir beschäftigen uns schon seit geraumer Zeit mit der Flexibilisierung der Produktion. Hier geht es nicht nur um die schnelle Wandelbarkeit, sondern auch um die Wiederverwendbarkeit bestehender Produktionsmittel. Dieses Thema ist geradezu eine Einladung für neue Ideen und Lösungsansätze.  

Wie bewerten Sie die Startup-Szene in Baden- Württemberg?

Ich würde gerne sagen, dass wir alles können außer Hochdeutsch. Soweit sind wir in der Startup Szene noch nicht. Der Anfang ist gemacht und es liegt nun an uns, aus diesem Anfang eine große Sache zu machen. Wir brauchen mehr Innovationskapital auf der einen Seite und eine zunehmende Bereitschaft der etablierten baden-württembergischen Unternehmen, mit Startups aus dem „Ländle“ zu arbeiten. Dann wird es gut. Die Weichen in der Politik wurde m.E. richtig gestellt – jetzt müssen wir „schaffa“! Aber das können wir ja.

Wie bewerten Sie die Gründer in der Meisterklasse?

Bei den Gründern beobachte ich eine Aufbruchsstimmung, die mir viel Freude macht.

In welcher Branche bewegen Sie sich mit Ihrem Unternehmen?

Festo ist als Hersteller von Automatisierungskomponenten, die sowohl pneumatisch, als auch elektrisch angetrieben werden in vielen Branchen und Anwendungen aktiv. Wir decken durch unsere hohe Anwendungskompetenz viele Branchen ab und lieben Herausforderungen. Unsere Produkte finden sie in Branchen wie Halbleiterindustrie, Nahrungsmittel und Verpackung, Prozessindustrie, Montage und Handhabungstechnik, Laborautomatisierung, usw.

Wie sind Sie mit der Startup-Szene in Kontakt geraten?

Wir haben vor über 5 Jahren bereits begonnen, mit Startups zusammenzuarbeiten und haben in dieser Zeit mit über 50 Startups bereits gearbeitet. Angefangen haben wir in München, recht schnell kam der Kontakt nach Stuttgart zustande zu den Initiatoren des Gründermotors. Darüber hinaus sind wir auch noch in Boston, Boulder und Israel aktiv.

Was wünschen Sie sich von Politik und Wirtschaft für die Gründerszene?

Ich wünsche mir, dass wir eine gemeinsame Vision für das wachsende Startup Ökosystem entwickeln. Erfolgreichen Regionen ist gemeinsam, dass Politik, Wirtschaft und Kapital in einem engen Austausch sind. Natürlich hat jede Partei eigene Interessen, doch sobald eine übergeordnete Vision da ist, gelingt die Zusammenarbeit zum Wohle aller.

Welche Bücher können Sie unseren Lesern empfehlen?

Maclom Gladwell – David und Goliath
Clayton Christensen – “The Innovators Dilemma” und “How will you measure your life”

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Prüfe ob das, was du tust, deiner Leidenschaft entspricht. Denn daraus nimmst du deine Energie in schwierigen Zeiten.
Pflege ein Umfeld, das dir gut tut. Umgib dich mit Menschen, die dich challengen und weiter bringen.
Ein Misserfolg ist keine Katastrophe, Aufgeben schon!

Wir bedanken uns bei Alfons Riek ist Vice President für Technologie und Innovation in der Konzernholding von Festo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mit dem eigenen Unternehmen an die gläserne Decke stoßen?

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goldenen hamsterrad

Als Selbstständiger im goldenen Hamsterrad gefangen sein?

Selbstständig sein bedeutet für viele selbst und ständig. Statt 40 Stunden in einem Angestelltenverhältnis verbringen selbstständige Unternehmer oftmals 60 Stunden die Woche mit ihrer Arbeit, das eigene Einkommen zeigt sich dabei nicht so hoch wie erhofft. In der Theorie wissen sie, was die nächsten Schritte sind, um ihr Unternehmen profitabel zum Wachsen zu bringen, doch in der Umsetzung scheitert dies. Deniz Deke ist Unternehmer und Gründer von Erschaffe Dich Neu, einem der größten Persönlichkeitsentwicklungs-Unternehmen im DACH-Raum. Er weiß die wahren Gründe, warum Unternehmer oftmals im eigenen, goldenen Hamsterrad gefangen sind, aber auch wie sie sich daraus befreien können.

Als Unternehmer lernt man schnell in seiner Laufbahn, man solle sich Ziele setzen. Am besten smarte Ziele. Solch zahlenbasierte Ziele sind in einem Business notwendig, als Unternehmer ist es jedoch oft sinnvoll, zugleich auch Traum- und Tagesziele festzulegen. Dabei sind Traumziele all jene Wünsche, die man sich erfüllen möchte, während Tagesziele die täglichen Aufgaben und Ziele für den Tag darstellen, damit sich diese Träume realisieren lassen.

Es geht nicht nur rein um Zahlen. Einen gewissen Umsatz als Businessziel erreichen zu wollen ist zwar sinnvoll, für den Unternehmer selbst ist jedoch ein ganz persönliches Traumziel eine intrinsische Motivation und die treibende Kraft. Seine Träume möchte man verwirklicht wissen, dafür arbeitet man täglich an seiner Idee und dessen Umsetzung. Ein Traumziel kann ein gewisser Geldbetrag sein, das Gründen einer eigenen Stiftung aber auch einfach die Motivation, die #1 in der Industrie zu werden. Traumziele sollten so hoch wie möglich gesteckt sein, denn riesige Ziele sind zugleich auch ein riesiger Antrieb.

Sicherheit ist eine Illusion

Möchte man sich selbstständig machen, so lernt man, alles abzusichern. Ein Businessplan soll Risiken dämmen, für unvorhersehbare Ereignisse gibt es immer einen Plan B. Doch wie heißt es so schön? Wer nicht wagt der nicht gewinnt. Der Schritt in die Unternehmensgründung stellt immer ein gewisses Risiko dar, dieses gilt es jedoch nicht per se als negativ zu bewerten, sondern als Chance anzusehen. Oftmals ist es das Hamsterrad der Sicherheit, in der man sich wiegt. Doch um sein Unternehmen voranzutreiben ist es manchmal notwendig, etwas zu riskieren. Den nächsten Schritt zu wagen bedeutet Mut aufzubringen, als Unternehmer sollte man nichts dem Zufall überlassen.

Wer das eigene Hamsterrad verlassen will, der muss proaktiv an einer Veränderung arbeiten, auch wenn diese eventuell ein Risiko mit sich bringt. Denn Sicherheit im Unternehmen bedeutet nicht, das weiterhin zu tun, was seit Jahren genau so getan wird, sondern die nächsten Schritte zu planen und Lösungen parat zu haben. So bedeutet zum Beispiel das Einstellen des ersten Mitarbeiters für das eigene Unternehmen auf den ersten Blick höhere Kosten. Wie fast immer ist es ein Risiko, Geld in die Hand zu nehmen, doch dieses Geld wird gut investiert. Mitarbeiter bringen ihr Know-How ins Unternehmen, schaffen neue Blickwinkel und Denkanstöße und treiben das Unternehmen weiter voran.

Ein weiteres Problem, das viele Selbstständigen haben ist ihre Arbeitszeiteinteilung.

Sie arbeiten deutlich rund um die Uhr, ohne Pausen, was ihre Produktivität zerstört. Doch selbstständig zu sein muss nicht bedeuten, selbst und ständig zu arbeiten. Gleich wie in einem Angestelltenverhältnis dürfen auch Selbstständige ihren Feierabend genießen, ihre Urlaubstage in Anspruch nehmen und mal das Handy oder den Laptop beiseitelegen. Was ihnen jedoch oftmals fehlt ist eine Arbeitsroutine. Eine Methode, die sich hierbei bewährt ist es, eine „Cut Off Zeit“ festzulegen. So wird beispielsweise immer um 18 Uhr die Arbeit beendet und eine Abendroutine durchgeführt, womit eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit geschaffen wird. Auch wenn es nicht immer klappen wird, diese Cut Off Time pünktlich durchzuziehen, so hilft dieser simple Trick bereits die Produktivität zu steigern, wenn er mehrmals die Woche angewendet wird.

Um das eigene Unternehmen weiter voranzutreiben muss man oftmals Risiken eingehen. Entscheidungen müssen geplant, getroffen und gewagt werden. Dabei dürfen sich Selbstständige nicht von risikobehafteten Entscheidungen abschrecken lassen, wenn die Erfolgschancen dennoch groß sind. Denn wer nicht wagt der nicht gewinnt.

Autor:

Deniz Deke ist Gründer von „Erschaffe Dich Neu“, einem Persönlichkeitsentwicklungs-Unternehmen. Das Steckenpferd von Erschaffe dich Neu ist die Mental Strength Challenge. Ein intensives Coaching-Programm für mentale Stärke und Disziplin. Als mehrfacher Autor, Podcaster und mit seinem Team aus Coaches verhalf Deniz Millionen von Menschen zu einer besseren Version ihrer selbst. Er ist Experte für Motivation, Produktivität und Leistungssteigerung. www.erschaffedichneu.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sei mutig und trau Dich

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BETTER BE BOLD Männerpflege

BETTER BE BOLD innovative Premium Männerpflege: No Hair- Glatzencreme

Stellen Sie sich und das Startup BETTER BE BOLD doch kurz unseren Lesern vor!

Hi! Wir sind Roberto & Dennis und wir sind die Gründer von BETTER BE BOLD. Wir kommen aus dem schönen Sauerland. BETTER BE BOLD steht für innovative Premium-Männerpflege. Wir setzen auf natürliche & hochwertige Inhaltsstoffe mit nachhaltigem Packaging in einem cleanen und hochwertigen Design. Mit unserem ersten Produkt, unserer No Hair. Full Care. Glatzencreme haben wir ein Pflegeprodukt für Glatzenträger geschaffen, die den besonderen Anforderungen der sensiblen Kopfhaut Rechnung trägt:

Natürliche & feuchtigkeitsspendende Pflege durch Sheabutter & Jojobaöl. Beruhigende & schützende Wirkung für die Haut dank Magnolienextrakt & Hanföl. Perfekt nach der Rasur. Anti-Shine-Effekt mit unserem eigenentwickelten BETTER BE BOLD MATTIERUNGSKOMPLEX gegen das unerwünschte Glänzen der Kopfhaut. Unser Innovation hierbei ist vor allem, dass wir mit einer “Glatzencreme” eine völlig neue Produktkategorie in der Kosmetik etabliert haben.

Wir arbeiten bereits daran unser Produktportfolio zu erweitern: Ende diesen Jahres wird unser “Best Face Scenario” die Menschen erreichen: Mit dieser Gesichtscreme beweisen wir, dass es lediglich eine einzige hochwertige Gesichtscreme für den Mann benötigt, die von feuchtigkeitsspendender Pflege, Anti-Aging, über Mattierung bis hin zur Linderung von Augenringen alles für das Männergesicht tut. BOLD – eine klare Ansage an die Marketingabteilungen der großen Beautykonzerne.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Gründung haben wir meinem Haarausfall zu danken – ohne diesen wären wir vermutlich nie auf die Idee gekommen.

Wie 8 von 10 Männern hatte ich erblich bedingten Haarausfall und bis ich mich für die Glatze entschied vergingen ca. 4 Jahre, in denen mich das Thema durchaus belastet hat – die Entscheidung für die Glatze war sehr befreiend und hat sich super angefühlt. Nachdem ich diesen Schritt gemacht hatte merkte ich erst, dass Glatze tragen durchaus so seine Tücken hat und die Kopfhaut eine spezielle Pflege braucht. 

Fazit: Mit der Auswahl im Markt war ich nicht zufrieden, also haben wir beschlossen die beste Glatzencreme der Welt zu entwickeln. Und das gilt nicht nur für Glatzencremes: Wir haben unglaublich viele tolle Ideen, die wir mit BETTER BE BOLD verwirklichen wollen – Selbstbestimmtheit war somit ebenfalls ein großer Faktor für uns.

Welche Vision steckt hinter BETTER BE BOLD?

Wir sind beide sehr purpose-getrieben und mögen Pflegeprodukte und gute Qualität, also war unser Ziel: Wir bauen die Premium-Marke für hochwertige Männerpflege auf, mit der sich die Männer gerne identifizieren und unsere Produkte schätzen. Es geht uns also viel um eine positive Haltung, z.B. Mut zur Glatze – wir wollen die Männer ermutigen, sie mit Selbstbewusst zu tragen.

Deshalb auch BOLD: Wir sehen BETTER BE BOLD als mehr als nur eine Marke für Männerpflege, sondern als eine Art Lebenseinstellung: Es geht darum mutige Entscheidungen zu treffen, sich selbst so nehmen wie man ist und sich etwas Gutes zutun – und man darf sich selbst nicht so ernst nehmen. Wir entwickeln die perfekten Produkte dafür, aber vor allem wollen wir dieses positive Mindset in die Welt bringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als ich einem befreundeten Gründer davon erzählt habe, dass wir uns entschieden haben zu gründen, sagter: “Super, dann habt ihr ja 80% schon geschafft.” Das klang verrückt, weil wir eigentlich noch alles vor uns hatten. Heute merken wir, dass da echt was dran ist, denn:

rückblickend betrachtet sind die ersten Meter häufig die Schwierigsten, da man gefühlt mit 1.000 Optionen konfrontiert ist, die man wählen kann: Ganz oben stand in jedem Fall für uns die Marke, d.h., wie schaffen wir es, nicht die nächste Marke für (Männer-)Pflegeprodukte zu sein, die total generisch und uneigenständig wirkt? 

Die Entwicklung der Produkte war ebenfalls zu Beginn ein großes Thema: Roberto & ich sind beide gelernte Betriebswirte, d.h. wir brauchten einen professionellen Partner, mit dem wir die Produkte gemeinsam entwickeln und herstellen können und das war gar nicht so einfach das passende Labor für uns zu finden.

Wir sind bis zum heutigen Tag primär über eigene Mittel finanziert, haben lediglich noch einen Business Angel an Bord, der uns auch bei strategischen Fragestellungen unterstützt.

Wer ist die Zielgruppe von BETTER BE BOLD?

Das ist ein sehr spannendes Thema bei uns, da wir früh festgestellt haben, dass die Nutzer (z.B. Glatzenträger) nicht zwingend die einzige Käufergruppe ist. Wir merken sehr stark, wie stark der weibliche Einfluss auf uns Herren ist, d.h. Frauen sind eine sehr interessante Käufergruppe für uns, die die Produkte für den Freund/Mann, Vater, Bruder etc. kaufen. Die wahren Influencer sind also eigentlich unsere Partnerinnen, Schwestern etc. dieser Welt.

Wie funktioniert BETTER BE BOLD? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir glauben, dass wir mit BETTER BE BOLD eine starke Marke geschaffen haben: Wir sind Premium und legen höchsten Wert darauf, dass unsere Produkte funktionieren, d.h. wir nutzen hochwertige Inhaltsstoffe, stecken extrem viel Zeit in die Entwicklung unserer Produkte, denn für uns müssen sie perfekt sein und einen echten Mehrwert bieten.

Beim Packaging & Design legen wir mindestens genauso viel Energie rein: Wir wollten Produkte schaffen, die man sich gerne ins Bad stellt: cleanes Design & hochwertige sowie nachhaltige Materialien. Wir wollen doch alle gerne “BOLD” sein – unsere Marke und das was wir tun soll Spaß machen, emotionalisieren und das Gefühl vermitteln, ein Teil davon sein zu wollen.

BETTER BE BOLD, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben mit BETTER BE BOLD viel vor und eine große Vision: Wir wollen uns als DIE Premium Marke für Männerpflege etablieren und planen weitere Produkte. Aber vor allem treibt uns eine Sache besonders an: Unsere “mission bold”. Wir wollen die Männerwelt mit unserer Marke und unserer Community inspirieren mutige Entscheidungen zu treffen und sich selbst mit guter Pflege etwas Gutes zu tun.Vielleicht sehen wir das ja bereits an der exponentiell steigenden Anzahl an Glatzenträgern im Land 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fragen, Fragen, Fragen: Sei Dir nicht zu schade, um nach Hilfe zu fragen. Ein gutes Netzwerk lohnt sich immer.

Konzentriere Dich auf Deine Kernkompetenzen: Mach Dir schnell klar, worin Du/ihr richtig gut bist und nutze diese Stärke.

Sei mutig und trau Dich, wenn Du eine gute Idee hast und daran glaubst. 

Wir bedanken uns bei Roberto und Dennis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Hört auf eure Intuition

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VISION PUNKS

VISION PUNKS empowert Menschen durch Online-Kurse und Inspirationen dazu, ihren eigenen, authentischen Weg im Leben zu gehen.

Stellen Sie sich und das Startup VISION PUNKS doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, mein Name ist Jasmin Redweik und ich bin leidenschaftliche Unternehmerin und Coach. 2016 habe ich mit zwei Co-Foundern BALIS, ein innovatives Getränke-Unternehmen, gegründet. Ich habe mich in dieser Zeit als Mensch sehr stark entwickelt. Seit ich 20 bin, begleitet mich eine große Leidenschaft für persönliche Weiterentwicklung und im Jahr 2020 habe ich gemerkt, dass eine weitere Vision in mir immer lauter wurde – nämlich die zu VISION PUNKS. Deswegen habe ich BALIS im Mai 2020 operativ verlassen und widme mich seitdem dem Aufbau des neuen Unternehmens. 

VISION PUNKS empowert Menschen durch Online-Kurse und Inspirationen dazu, ihren eigenen, authentischen Weg im Leben zu gehen. Frei von auferlegten Konditionierungen und den Erwartungen anderer. Denn wenn wir uns selbst und unserem Herzen folgen, dann sind wir von innen heraus zufriedener, glücklicher und erfüllter. Und somit brauchen wir ganz automatisch viel weniger von außen, das uns auffüllt. Und das ist genau, was unsere Welt jetzt so dringend braucht: mehr Menschen, die ihren Weg gehen, selbstbestimmt und frei.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Weil ich so sehr an die Vision von VISION PUNKS glaube. Ich glaube aus tiefstem Herzen an den Impact, den das Unternehmen haben kann. Denn es ist meiner Meinung nach dringend an der Zeit, dass wir unser tägliches Hamsterrad, den vielen Leistungsdruck, unser übermäßiges Konsumverhalten und unser Denken von „es ist nie genug“ hinterfragen. Denn das stellt uns jetzt und in Zukunft noch viel mehr vor große Herausforderungen: eine der größten davon ist der drohende Klima-Kollaps. Solange wir unsere eigene Natur als Menschen ausbeuten, solange werden wir es auch mit der Natur um uns herum tun. Und die Veränderung beginnt bei jedem Einzelnen von uns. Wir sind der Mikrokosmos, der das große Ganze verändern kann. Nur so wird es meiner Ansicht nach gehen.

Ich war selbst lange genug in der Leistungsmaschine von „schneller, höher, weiter“ gefangen und habe nur getan, was von mir erwartet und gesellschaftlich als gut und erstrebenswert angesehen wurde. Meine wahren Bedürfnisse, Wünsche und Ziele sind dabei total untergegangen. Das ging bis zu den Anfängen eines Burn-outs. Alles, was ich auf dem Weg zurück zu mir und in meine innere Freiheit gelernt habe, spiegelt sich in VISION PUNKS. 

Was war bei der Gründung von VISION PUNKS die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war, dass ich mit VISION PUNKS sehr viel von meinem Inneren und meinen Erfahrungen sichtbar mache, und mich damit sehr verletzlich zeige. Für jemanden wie mich, der sehr feinfühlig ist, schon eine riesige Challenge. Aber meine Vision ist so viel größer und stärker, dass ich es trotzdem immer wieder tue – und mich nicht von inneren Blockaden und Zweifeln davon abhalten lasse.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Das muss man sogar. Der Perfektionist in uns ist oft das größte Hindernis loszulegen und sich zu zeigen, einfach auch mal zu testen. Denn es bringt rein gar nichts ein perfektes Produkt auf den Markt zu bringen, das aber am Ende niemand braucht oder will.

Welche Vision steckt hinter VISION PUNKS?

VISION PUNKS empowert Menschen ihren eigenen, authentischen Weg im Leben zu gehen. Frei von auferlegten Konditionierungen und den Erwartungen anderer.

Wer ist die Zielgruppe von VISION PUNKS?

Zielgruppe sind Menschen, die ihren aktuellen Lebensweg hinterfragen und sich nach mehr Freiheit, Selbstbestimmung und Erfüllung sehnen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Jeder Mensch ist einzigartig in Sprache, Ausdruck und vor allem der Personality. VISION PUNKS zeichnet sich durch eine offene, authentische, direkte, bunte (mit Neonfarben) und auch manchmal laute Art aus. Nimmt sich dabei aber selbst nicht zu ernst, sondern lacht auch gern über sich. Die Geschichten und Erfahrungen sind aus dem echten Leben von echten Menschen, die den gleichen Weg gehen.

VISION PUNKS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir das führende Unternehmen und Go-to-Place sein für persönliche Weiterentwicklung in Europa.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Hört auf eure Intuition

Holt euch die Unterstützung, die ihr braucht – ihr müsst nicht alles allein machen

Lasst die Menschen, die nicht an eure Vision glauben, einfach reden

Zu Punkt 3 möchte ich abschließend gerne noch die wunderbare Brené Brown zitieren:

„If you’re not in the arena also getting your ass kicked – I’m not interested in your feedback.“

Wir bedanken uns bei Jasmin Redweik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Traut euch, mit euren Ideen in die Öffentlichkeit zu gehen

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SPRK.global lebensmittel

SPRK.global: Auf der Plattform werden die überschüssigen Lebensmittel gegen Gebühr wieder in Umlauf gebracht

Stellen Sie sich und das Startup SPRK.global doch kurz unseren Lesern vor!

Wir haben SPRK.global im März 2020 gegründet, mit dem Ziel, die Lebensmittelverschwendung in der Lieferkette durch einen innovativen Distributionsansatz zu eliminieren. Partnerschaftlich mit Akteurinnen und Akteuren der Lieferkette verteilen wir Lebensmittel bedarfsgerecht um und verwandeln sie zum Teil in attraktive Kreislaufprodukte: So verarbeiten wir überschüssige, aber noch bestens genießbare Lebensmittel mit unseren SPRK.manufactury Produktionspartnern zu neuen Produkten (zum Beispiel machen wir aus Tomaten Salsa, Tomatensuppe und Ketchup) oder bieten sie in unserem “Deli by SPRK” als Mahlzeiten und Snacks an.

Dadurch steigern wie die Effizienz der Lebensmittellieferkette, reduzieren die Lebensmittel-Überproduktion langfristig und sorgen dafür, dass entsprechende CO2-Emissionen im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion nicht unnötig entstehen, beziehungsweise von vornherein vermieden werden. Unsere KI-getriebene Plattform arbeitet wie eine Spinne im Netz: Wir bringen die Teilnehmenden der Lieferkette – seien es Produzenten, Groß- oder Einzelhändler als Anbieter – und gemeinnützige Organisationen und kommerzielle Unternehmen auf der Abnehmerseite sowie Logistiker zusammen. 

Ich selbst habe vorher schon mit Gründerinnen und Gründern sowie innovativen Köpfen zusammengearbeitet, um technologiegetriebene Impact-Unternehmen aufzubauen. Beispielsweise habe ich GameGenetics und SirPlus mit aufgebaut oder die Vereinten Nationen bei der Definition und Umsetzung ihrer innovations- und gemeinwohlorientierten Strategien unterstützt. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Tatsächlich waren es zwei einschneidende und bewegende Momente in meinem Leben, die den Anstoß gaben, meine Erfahrungen als Unternehmer und Start-up-Gründer für eine gerechtere und nachhaltigere Welt einzusetzen: Eine Krebs-Fehldiagnose im Jahr 2014 und die Geburt unseres ersten Kindes 2015. Ich bin ins Grübeln gekommen und dann eher durch Zufall auf das Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam geworden – ich habe gelernt, dass bislang kein systematischer Sekundärmarkt für Lebensmittelüberschüsse existiert und mich dann dafür entschieden, hier aktiv zu werden. Von der Idee bis zur offiziellen Gründung von SPRK sind sage und schreibe vier bis fünf Jahre vergangen. Es war eine aufregende Zeit, in der ich zahlreiche Gespräche mit Stakeholderinnen und Stakeholdern aus der Lebensmittelbranche geführt habe, um die komplexen Gegebenheiten und Bedürfnisse der Lieferkette zu verstehen.

Welche Vision steckt hinter SPRK?

1,6 Milliarden Tonnen Lebensmittel landen weltweit pro Jahr in der Tonne, allein in Deutschland 12-18 Millionen Tonnen – jedes Jahr. 60 Prozent der Lebensmittelüberschüsse fallen am Anfang und in der Mitte der Lieferkette an, also circa 10 Millionen Tonnen. Das sind 10 Millionen Tonnen zu viel. Die SPRK Vision ist, die Lebensmittelüberhänge in der Lieferkette (und damit den entsprechenden Food Waste) auf Null zu reduzieren und somit die Überproduktion von 30 bis 40 Prozent auf Null runterzufahren. Das wäre ein gigantischer Effizienzgewinn für die Lieferkette und würde massiv Ressourcen schonen. Der Einfluss dieser Lebensmittelverschwendung auf das Klima ist enorm.

Der Lebensmittelbereich ist beispielsweise für fünf mal so viele CO2-Emissionen verantwortlich, wie der Flugverkehr (vor der Covid-19-Pandemie). Reduzieren wir die Ineffizienz der Lieferkette, leisten wir gemeinsam einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb müssen wir es uns erlauben, groß zu denken. Impact ist die Leitlinie für unsere Wirtschaft von morgen. Mit unserem Ansatz orientieren wir uns stark an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs), insbesondere SDG 12 (Kreislaufwirtschaft, nachhaltige/r Konsum und Produktion), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), SDG 2 (Kein Hunger) und SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele) stehen bei uns im Fokus.

Wir gehen die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zunächst in einzelnen Städten an, dann bundesweit und darüber hinaus. Das Schöne dabei ist: Der Impact für den Ressourcen- und Klimaschutz lässt sich durch die Umrechnung in nicht unnötig entstandene CO2-Emissionen genau messen. Wir möchten viel auf einmal – Lebensmittelüberschüsse herunterfahren, die Effizienz der Lieferkette global steigern, Tonnen an CO2-Emissionen verhindern und damit auch Landwirtinnen und Landwirten, den Handel sowie Abnehmerinnen und Abnehmer zu Klimaschützerinnen und Klimaschützern machen – wir sind guten Mutes und haben bereits einiges erreicht: Bislang hat SPRK knapp 150 Tonnen Lebensmittel umverteilt oder verarbeitet, das entspricht rund 375 Tonnen CO2-Äquivalenten, die nicht unnötig anfielen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zu Beginn ging es viel um Lernen und Verstehen – wie die Lieferkette funktioniert und wo und warum Überschüsse entstehen. Dafür braucht es auch viel Geduld. Zu Beginn habe ich zum Teil sechs bis neun Monate auf ein Treffen mit Entscheiderinnen und Entscheidern gewartet, aber das Warten hat sich gelohnt. Bis zur ersten Finanzierungsrunde habe ich die Idee von SPRK aus der eigenen Tasche finanziert. Das heißt ein paar Jahre habe ich als Familienvater ohne Gehalt gelebt – das war nicht immer einfach. Doch auch wenn es Talfahrten gab – die Überzeugung, dass SPRK großes bewirken wird, hat mich weitermachen lassen.

Und nun trägt der Einsatz Früchte: immer mehr Akteurinnen und Akteure der Lieferkette erkennen das Potential, das in SPRK und unserer Technologie steckt. Mit diesem schnellen Wachstum gehen auch neue Herausforderungen einher. Wichtig ist es daher von Beginn an saubere Prozesse einzuführen und Angebot und Nachfrage über die Plattform rasch in Einklang zu bringen. Nach der Seed-Finanzierung im Sommer 2020, bei der wir einen siebenstelligen Betrag von internationalen Investoren erhalten haben, befinden wir uns gerade in der Series A Finanzierung. 

Wer ist die Zielgruppe von SPRK?

Wir fokussieren uns besonders auf Akteurinnen und Akteure die am Anfang und in der Mitte der Lebensmittellieferkette relevant sind, womit wir uns hauptsächlich an Produzenten, Groß- und Einzelhändler wenden. Auf der Abnehmerseite adressieren wir vor allem verarbeitende Betriebe aber auch gemeinwohlorientierte Organisationen. Kommerzielle und gemeinnützige Abnehmerinnen und Abnehmer haben natürlich unterschiedliche Bedürfnisse, auf die wir genau achten. 

Im Mai 2021 haben wir außerdem unser erstes Ladenlokal, das “Deli by SPRK” in Berlin eröffnet, mit dem wir uns nun auch an Konsumentinnen und Konsumenten wenden. Wir freuen uns, wenn auch sie die Umverteilung in der Lieferkette unterstützen und schmeckend lernen, dass aus “dem was gerade da ist” tolle Gerichte entstehen können. Im Deli bieten wir täglich wechselnde Gerichte, gekocht aus überschüssigen Lebensmittel, zum Verkauf und zum Mitnehmen sowie unsere Produkte aus der SPRK.manufactury an.

Wie funktioniert SPRK? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf der Plattform werden die überschüssigen Lebensmittel gegen Gebühr wieder in Umlauf gebracht. In Relation zu den Entsorgungskosten, die für überschüssige Lebensmittel entfallen, sind die Kosten gering. Das Besondere bei uns ist, dass wir den Anfang und die Mitte der Lieferkette im Blick haben und dass unsere Plattform auf künstlicher Intelligenz basiert. Zudem verteilen wir die Lebensmittel nicht nur um, sondern verarbeiten sie auch in unserer SPRK.manufactury oder in Form von Gerichten im Deli.

SPRK, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Als Impact Venture nutzen wir ein Mischmodell. Wir möchten 2022 eine eigene Stiftung ins Leben rufen. Stifterinnen und Stifter können beispielsweise einen 5-, 6- oder 7-stelligen Betrag spenden und uns somit bitten, entsprechend Lebensmittel an Bedürftige zu geben. 

Das eben neu eröffnete Deli by SPRK soll nicht das einzige seiner Art bleiben. Hier planen wir Eröffnungen bundesweit. Natürlich sehen wir auch einen erheblichen Ausbau des Vertriebs von Produkten aus der SPRK.manufactory. Was die Lebensmittelüberschüsse angeht, ist das Ziel, in 4-5 Jahren “Zero-Waste” zum neuen “Normal” zu machen – erst in Berlin, dann darüber hinaus. Wir glauben daran, dass Technologie zusammen mit starken Partnerschaften der Schlüssel zur Lösung des Problems ist!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Traut euch, mit euren Ideen in die Öffentlichkeit zu gehen. Durch den Austausch mit Expertinnen und Experten und dank der Vielzahl von Rückmeldungen, die ich zu SPRK bekommen habe, konnte ich weitere Lösungsansätze und viel Know-How ansammeln. Nutzt euer Netzwerk, bis ihr sicher seid, dass ihr eure Idee zum Leben erwecken könnt. Seid, besonders auf diesem Weg, geduldig und lasst euch von Kritik nicht einschüchtern. Es wird noch viele Situationen geben, die euch Beharrlichkeit und Flexibilität abverlangen oder euer Business-Modell hinterfragen. Am Wichtigsten ist meiner Meinung nach aber die Begeisterung für eure eigene Idee. Springt der Funke (der SPRK) über, lassen sich sowohl Partner als auch Kunden viel leichter mitreißen.

Wir bedanken uns bei Alexander Piutti für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Hört auf euren Körper!

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Circles hormonelle Beschwerden Frauen

Circles natürliche Lösungen gegen hormonelle Beschwerden von Frauen

Stellen Sie sich und das Startup Circles doch kurz unseren Lesern vor!

Circles ist eine Marke, die natürliche und nachhaltige Lösungen für das hormonelle und menstruelle Wohlbefinden aller Frauen & Menstruierenden anbietet. Wie der Name Circles bereits andeutet, geht es bei uns um den Zyklus, und zwar um den Menstruationszyklus. 

Durch bewusste und natürliche Lösungsvorschläge, sowie Naturheilmittel unterstützen wir Frauen & menstruierende Menschen bei der Wiedergewinnung und Beibehaltung ihres hormonellen und menstruellen Wohlbefindens. Circles steht für das Zusammentreffen von traditioneller und natürlicher Medizin und stellt mit der Hilfe von Fachärzten und Kundinnen sicher, dass alle Produkte qualitativ hochwertig und unterstützend sind.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben beide sehr an verschiedene Hormonelle Beschwerden gelitten: Margaux hat die Pille abgesetzt und hatte danach mit sehr schmerzhafter Akne und Haarausfall gekämpft, und fand keine guten Lösungen damals. Die einzige Lösung von den Ärzten war: “naja, nimm wieder die Pille!”. Sis hatte Periodenschmerzen ihr ganzes Leben, und musste so viele Ibuprofen Tabletten schlucken, bis es nicht mehr geholfen hat. Wir hatten davon genug, jeden Monat zu leiden, und da so schien es niemand hilfreichen alternativ Lösungen zur Pille kannte, entschieden wir uns selber nach natürlichen Heilmitteln zu forschen, um diese dann mit anderen Menstruierenden teilen zu können.

Was war bei der Gründung von Circles die größte Herausforderung?

Es war schon immer ein Traum von uns, Schulmedizin mit dem Wissen der Alternativmedizin zu verbinden, was auch der Grund dafür ist das wir derzeitig mit vielen Ärzten aus verschiedensten Disziplinen zusammenarbeiten, um das Wissen aus der Alternativmedizin und der evidenzbasierten Medizin zu kombinieren. Denn nur so können wir innovative, effiziente und sichere Produkte erschaffen, die gleichzeitig auch 100% natürlich sind. Zum Anfang hin war es eine kleine Herausforderung, konventionelle Ärzte mit ins Boot zu holen, doch nach einiger Zeit meldeten sich mehr und mehr, die von unserem Ansatz begeistert waren.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall! z. B. mit Verpackungen und Designs kann man nie genug was optimieren. Irgendwann muss ein Stopp sein und am besten: gleich testen. Auf der anderen Seite mit dem Inhalt unserer Produkte waren wir sehr kritisch und haben lange gebraucht, bis wir mit der Qualität zufrieden waren.  

Welche Vision steckt hinter Circles?

Unsere große Vision ist es, zu der Marke zu werden, die bekannt dafür ist Frauen bei ihren hormonellen Beschwerden mit natürlichen und smarten Heilmitteln und Lösungsvorschlägen weiterzuhelfen. Vom Beginn der ersten Periode bis zu den Wechseljahren. Ohne Tabus, ohne Scham, aber mit besonders viel Respekt und Selbstakzeptanz zu unserem eigenen Körper!

Wer ist die Zielgruppe von Circles?

Alle Menstruierende Menschen, die unter Schmerzen, schlechte Laune, Migräne, Akne, Depression, Blähungen, Brustschmerzen oder andere hormonelle Beschwerden leiden, und die, anstatt synthetischer Hormonen und Schmerzmitteln, nach natürlichen Mitteln suchen.

Was ist das Besondere an den Produkten?

Jedes unserer Produkte wurde gezielt für bestimmte Menstruationsbeschwerden kreiert. Durch ihre smarte Verbindung von Heilpflanzen und Mineralien setzen sie gezielt an der Grundursache der Beschwerden an. Insgesamt beinhalten unsere Produkte 18 unterschiedliche Heilpflanzen und Mineralien (alle wurden nachweislich auf ihre Wirksamkeit getestet), von denen all heimisch in Europa wachsen; ein Punkt, der für uns sehr wichtig war, da wir ein Produkt herstellen wollten, das wahrhaftig nachhaltig ist.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Von Anfang an haben wir unsere Kundinnen* im in den Mittelpunkt gestellt. Wir haben eine sehr große Recherche gemacht, wo wir mit über 2000 Frauen Europa-weit gesprochen haben, um die Probleme, Beschwerde und Wünsche zu hören. Alles, was wir machen und entwickeln entspringt aus dem Bedürfnis unseren Kundinnen weiterzuhelfen.

Darüber hinaus, sind wir viel mehr als nur eine “Supplement Company”. Denn uns wurde bewusste, dass eins der größten Probleme, die fehlende Aufklärung zum Thema Zyklus und Hormone ist. Was dazu führte, dass wir bereits 2 Bücher veröffentlichten, die Frauen & Menstruierende auf ihrer hormonellen Reise begleiten und die Effizienz unsere Produkte unterstützen soll.

Circles, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren werden wir die größte Marke für natürliche Lösungen bei hormonellen Beschwerden von Frauen innerhalb Europas sein. Und bereits weitere Zielgruppen von Endometriose, PCOS Patienten, Frauen in ihren Wechseljahren Teil unserer Firma und unserer Produktreihe gemacht haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Traut euch! Wir Frauen, haben oft die Tendenz unsere Fähigkeiten anzuzweifeln. Die sogenannten Imposter-Syndrome, wo wir oft denken, wir sind nicht genug. Das muss endgültig aus unserem System gelöscht werden!

Fangt an euch ein Netzwerk zu etablieren. Network is key.   

Hört auf euren Körper! Als Gründer:innen haben wir ein hohes Risiko, unsere mental-Gesundheit zu vernachlässigen und ans Burnout zu kommen. Bevor es zu weit kommt, sendet unser Körper uns jedoch bereits Signale. Signale die auch in Form von Periodenschmerzen und Akne erkennbar machen können… Also hört auf euren Körper und ignoriert niemals seine Signale!

Wir bedanken uns bei Sis Timberg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Circles

Kontakt:

We Are Circles UG
Rheinsberger Strasse 69
DE-10115 Berlin

wearecircles.com
hallo@wearecircles.com

Ansprechpartner: Sis Timberg

Social Media:
Instagram: https://www.instagram.com/circles_de/
Crowdfunding: https://www.startnext.com/FMB

Porsche Ventures investiert in das Technologie-Startup Griiip

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Porsche Ventures Griiip

Porsche erweitert sein Startup-Portfolio, um das Erlebnis Motorsport und die Wahrnehmung von Rennsport-Events in eine neue Dimension zu heben. Porsche Ventures, die Risikokapital-Einheit des Sportwagenherstellers, hat eine Minderheitsbeteiligung an dem israelischen Unternehmen Griiip übernommen. 

Der Entwickler einer Cloud-basierten Datenplattform ermöglicht die Übertragung von Telemetriedaten direkt aus dem Rennwagen, um diese in der Cloud zu analysieren und zu visualisieren. Griiip bietet damit ganz neue Möglichkeiten der Benutzereinbindung, Datenanalyse und des Zuschauererlebnisses. Mit dem Ziel, den Reiz des Motorsports direkt an alle Endverbraucher zu vermitteln. Zielgruppe sind Fahrer, Teams wie auch Fans.

Griiip will den Motorsport zugänglicher machen, indem es Rennsportorganisationen, Ligen, Franchise-Unternehmen und Automobilherstellern innovative Möglichkeiten bietet, mit den Fans in Kontakt zu treten. Die personalisierte digitale Medienplattform RAMP (Racing Media Platform) des Unternehmens bietet einen einzigartigen Ansatz zur Einbindung der Fans in den Motorsport. Damit soll ein jüngeres Publikum angesprochen werden, das ein intensiveres und personalisiertes Zuschauererlebnis über digitale Medien sucht.

Le Mans 2016

Eine Hardwarekomponente, die sogenannte „Red Box“, ermöglicht den direkten Zugriff auf Rohdaten aus der Fahrzeugelektronik.

Der Clou: Diese Daten werden direkt während des Rennens extrahiert und zu datengesteuerten Produkten verarbeitet. Die personalisierte Content-Produktion von RAMP ermöglicht es den Zuschauern, auf die Profile der Fahrer zuzugreifen. Sie können zum Beispiel den Stresslevel des Piloten, den Batteriestatus des Fahrzeugs, prognostizierte Rundenzeiten oder Reifendaten abrufen. Die Informationen werden in Echtzeit in Diagrammen visualisiert, um einen Vergleich der Fahrerdaten zu ermöglichen.

„Motorsport war schon immer Teil der Porsche-DNA und die Digitalisierung ist Teil unserer Strategie 2030. Diese Investition ist ein weiterer spannender und vielversprechender Schritt, um unser Erbe in die Zukunft zu übertragen“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Finanzen und IT der Porsche AG. Porsche Motorsport hat einen erfolgreichen Machbarkeitstest durchgeführt, um die Technologie von Griiip zu überprüfen. „Griiip bietet eine zukunftsweisende und innovative Motorsport-Datenplattform, die alle Beteiligten und eine neue Ära des Motorsport-Erlebnisses schafft“, sagt Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport. „Sogar Mixed-Reality-Rennen sind möglich. Das ist einzigartig im Motorsport.“

Griiip wurde 2015 von Tamir Plachinsky und Gil Zakay in Petah Tikva gegründet. „Wir freuen uns, dass Porsche, eine der ikonischsten Sportwagenmarken der Welt, als strategischer Investor bei Griiip einsteigt. Und unsere Vision eines neuen digitalen Universums für das Ökosystem Rennsport teilt“, sagt CEO Tamir Plachinsky. „Wir sind überzeugt, dass unsere innovative Datenplattform RAMP Motorsportfans, Teams, Fahrer und eSport-Gamer auf bislang ungekannte Weise miteinander verbinden wird.“ Griiip hat bereits Kooperationsverträge mit mehreren Rennserien abgeschlossen.

Neue Ansätze zur Fanbindung und Zuschaueransprache

Porsche Ventures investierte in die jüngste Finanzierungsrunde von Griiip. „Diese Investition unterstützt das Kerngeschäft von Porsche durch neue Ansätze zur Fanbindung und Zuschaueransprache“, sagt Talia Rafaeli von Porsche Ventures. „Unser Ziel ist es, das Wissen über Rennsportmedien zu erweitern. Und die Einflüsse im digitalen Universum von eSports, SIM-Racing und Gaming zu erfassen. Gleichzeitig setzen wir bei dieser Investition in ein Geschäftsmodell der Zukunft auf eine finanzielle Rendite.“

Foto/Quelle: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

An sich glauben!

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lovely sisters Womenswear-Modemarke für Frauen im letzten Drittel ihres Berufslebens

lovely sisters Womenswear-Modemarke für Frauen im letzten Drittel ihres Berufslebens

Stellen Sie sich und das Startup lovely sisters doch kurz unseren Lesern vor!

lovely sisters ist eine neue, progressive, digital affine, dezentral organisierte und vertikal agierende Womenswear-Modemarke für Frauen im letzten Drittel ihres Berufslebens. Unsere Zielgruppe verbindet Ecken und Kanten, mit altersunabhängiger Frauenpower, Neugierde und Leichtigkeit. lovely sisters verbindet alte Stärken wie Passform, Qualität und Preis/Leistung „gesetzter“ Marken mit dem Modegrad vermeintlich „jüngerer“ Anbieter. Wir entwickeln inspirierende und casual orientierte Coordinates-Kollektionen für selbstbewusste Frauen im letzten Drittel ihres Berufslebens. Qualität, ein hoher Modegrad und Passformsicherheit von Größe 36, bis Größe bis 48 gehören zu unserer DNA.

Ich bin Managing Partner und geschäftsführender Gesellschafter der HABitu & Co.KG, unter der ich die DOB-Marke lovely sisters gegründet habe. Dank meiner mehrjährigen Erfahrung in verschiedenen leitenden Management-Positionen in der Modebranche (u.a. Gerry Weber, Comma) bin ich Experte für strategische Vertriebssteuerung und Führung von Vertriebsorganisationen in diesem Bereich. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir wollen uns von einigen üblichen Marktmechanismen der Flächenbewirtschaftung verabschieden. Das neue Projekt ist aus persönlichen Learnings entstanden. In großen Unternehmen kann man manches nicht verändern.

Welche Vision steckt hinter lovely sisters?

Wir verbinden die Innovationskraft eines Startups mit der Neutralität eines unverbrauchten Namens. Wir verstehen uns als Teil einer weiblichen Community und zeigen Frauen, dass sie schon immer cool, engagiert und selbstbewusst waren. Und wir stärken Frauen in ihrer natürlichen Selbstverständlichkeit. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Es gibt spaßigere Dinge, als mitten in einer Pandemie Menschen davon zu überzeugen, in ein Startup zu investieren, das mit Mode zu tun hat. Die anpackende, typisch deutsche Mentalität scheint offensichtlich nicht mehr so weit verbreitet zu sein, wie man es von außen bzw. historisch betrachtet noch einschätzen könnte.  Man braucht Ausdauer, Mut, ein klares Konzept und darf sich nicht beirren lassen.

Sämtliche staatliche Institutionen haben im Verlauf dieses Prozesses bewiesen, warum sich unser Land in der Krise so behäbig und langsam bewegt. Entscheidungen werden unendlich verzögert und man tut sich im Rahmen eines analogen und zentral organisierten Beamten-Apparates sehr schwer damit, dezentral und digital organisierte Geschäftsmodelle zu verstehen. Zwischen Lippenbekenntnissen, also politischem „Reden“ und praktischem „Agieren“ tun sich an dieser Stelle oft Welten auf. Herausgekommen ist am Ende eine klassische Finanzierung, die sich aus einem guten Anteil an Eigenkapital von mir und meinen beiden Partnern sowie einer Kreditlinie zusammensetzt, die sich zwei Banken teilen und die in einer Kurve hauptsächlich zur Vorfinanzierung der Produktion von größtenteils bereits verkauften Aufträgen benötigt wird.  

Wer ist die Zielgruppe von lovely sisters?

lovely sisters hat eine erwachsene Zielgruppe vor Augen, die sich im letzten Drittel des Arbeitslebens befindet und viel ungenutztes Potenzial verspricht. Wir beschäftigen uns mit Frauen, die Ecken, Kanten und Kurven haben. Der Grundtenor der Mode ist casual mit Konzentration auf Qualität und Passform im Größenspiegel von 36 bis 48. Die „lovely sisters“ sind Frauen, die in den 80er und 90er Jahren Mitbegründerinnen der heutigen Emanzipationsbewegung waren, gegen Atomkraft und für mehr Umweltbewusstsein kämpften und zu Depeche Mode, AHA oder U2 tanzten. In Wort und Bild werden wir Geschichten dieser Generation erzählen und zum Schmunzeln anregen, um zu dokumentieren, wie cool diese Frauen früher bereits waren und heute noch sind. Wir lieben diese Zielgruppe, die aus unserer Sicht vom Markt generell nicht genügend wertgeschätzt wird, weil man ihr oft nur suggeriert, dass ausschließlich ihre Tochter wichtig wäre. 

Was ist das Besondere an der Mode? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Beim Ordern steht Partnerschaft im Vordergrund: So soll es weniger Vororder, Never out of Stock- oder Basis-Qualitäten, dafür aber mehr Mode und Nachorder geben. Wir leben die Themen Zielgruppenbekenntnis, Zielgruppenansprache, Lieferrhythmus, Kollektionsplanung, Flächenbewirtschaftung, Nachhaltigkeit, Bekenntnis zum Fachhandel und Partnerschaft anders, als es der Mainstream der Branche vorgibt. Hierzu gehört auch das Thema Expansion und damit verbunden die Thematik der üblichen Verkaufsphasen. Zentrales Ziel ist es, Warentourismus zu verhindern und trotzdem Sorge zu tragen, dass die Partner gesunde Abschriften nicht fürchten müssen und Warenlager im Griff behalten.

Wir koppeln alte Werte in Punkto Passform und Qualität mit dem hohen modischen Bewusstsein dieser Zielgruppe. Sind keine Newcomer, sondern Branchenexperten mit starker Expertise, wenn es um die DOB (Fachbegriff der Textilbranche für Damenoberbekleidung) geht. Wir bekennen uns zum Facheinzelhandel, ducken uns nicht weg und übernehmen durch eine ausgefeilte Bewirtschaftung unserer Flächen permanent Verantwortung in der Saison, gerade wenn es um die Rentabilität unserer Marke am Point of Sale geht. Das Thema Nachhaltigkeit ist für uns ein Hygiene-Faktor, dem wir uns in all unserem Schaffen gerne annehmen, mit dem wir allerdings weder Preiserhöhungen rechtfertigen wollen und um den wir auch keine Werbestrategie stricken, um künstlich Umsatz zu pushen. All das ist unser Verständnis von authentischer Glaubwürdigkeit. 

lovely sisters, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns in fünf Jahren als der Partner, der in den Augen des Fachhandels als erstes erkannt hat, wie wertvoll die beschriebene Zielgruppe für den Einzelhandel ist. Man wird uns schätzen, weil wir nicht nur über Partnerschaft reden, sondern selbige praktizieren, Trends schnell umzusetzen wissen und flexibel agieren. Und weil man mit unserem Produkt und der damit einhergehenden Flächenbewirtschaftung die höchsten Nettoroherträge pro Quadratmeter erwirtschaftet. Die Community der Frauen, für die wir da sein wollen, wird uns lieben, weil wir uns zu ihnen bekennen, ihre Figuren umschmeicheln und weil spannende Frauen dann nicht nur von innen heraus strahlen, sondern ihrer Power auch mit Hilfe unserer Produkte nach außen Ausdruck verleihen können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Vorbereitung lohnt sich! Ein klarer Plan, vorab gespiegelt durch möglichst viele verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Expertisen, hilft bei allen Gesprächen mit Investoren, Banken und Behörden. 

An sich glauben! Rückschläge gehören dazu und kommen immer wieder. Man sollte aus ihnen lernen, Energie sammeln, über den eigenen Schatten springen, Veränderungen zulassen, jedoch an der Kernidee festhalten. 

Durchhalten! Mein Partner hat mir in der Gründungsphase immer gesagt, dass es immer die passende Lösung zu einem Problem gibt – man muss Sie nur lange genug suchen. Es geht also nie darum „ob“ man ein Problem lösen kann, sondern immer nur darum „wie“ man es löst. 

Wir bedanken uns bei Jens Herzig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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