Donnerstag, April 3, 2025
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Authentische Führung

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Paper & Tea teekultur

P & T – Paper & Tea moderne Teekultur aus Berlin

Stellen Sie sich und das Unternehmen P & T doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Caroline S. Henne und Geschäftsführerin bei P & T – Paper & Tea – den Pionieren der modernen Teekultur aus Berlin. Leidenschaftliche Teetrinkerin aus Familien-Tradition, Überzeugung und auch, weil ich eine Unverträglichkeit gegen Kaffee habe. P & T wurde 2011 als Anbieter feiner und seltener Tees und Wegbereiter einer anspruchsvollen, modernen Teekultur in Charlottenburg gegründet. Schöpfend aus den Traditionen und dem Wissen der Ursprungsländer des Tees, ist es unsere Leidenschaft, die Wertschätzung für die Schönheit, den Genuss, und die mannigfachen Anwendungen des Tees zu fördern. Wir schätzen die Kraft des Tees für Gesundheit, Kreativität und Gemeinschaft.

Warum haben Sie sich entschlossen, Geschäftsführerin zu werden? 

Ich war lange auf der anderen Seite, in der Beratung tätig – erst im Consultancy Arm der GfK zuständig für digitale Transformationen großer Unternehmen, hauptsächlich im Lifestyle- und Luxus-Bereich, dann als Head of Luxury bei Google UK. Aber irgendwann musste ich diese Corporate-Welt verlassen, um unabhängiger und nachhaltiger – und somit näher an meinen Überzeugungen zu arbeiten; zunächst als CMO für den Online Luxus-Marketplace Wolf & Badger, später freiberuflich meine Zeit dem (besonders digitalen) Wachstum kleinerer, unabhängiger Luxusmarken widmend – unter anderem auch schon für P & T, jetzt seit Beginn des Jahres als Geschäftsführerin bei den Berliner Tee-Pionieren.

Moderne Teekultur heißt für uns, Tee ganz im Sinne des Modernen nicht nur analog, sondern auch digital zu zelebrieren: in unseren Online-Seminaren, Instagram Live Sessions, und generell über unsere Social-Media-Kanäle, gemeinsam mit Menschen in der ganzen Welt. Die digitalen Kanäle sind für uns bei P & T die größten Wachstumstreiber, wo ich meine Expertise am besten einbringen kann. 

P & T ist für mich eine ganz besondere Marke, da das Team aus voller Überzeugung nach den richtigen Werten arbeitet und die Qualität, die Nachhaltigkeit, und die Gastfreundschaft stets in den Vordergrund stellt. Ich glaube persönlich stark an diese Kraft des Tees, die unsere Marken-Vision begründet, und kann hier meine gesamte Erfahrung einbringen und jeden Tag dazulernen. Nicht nur durch meine Aufgaben, sondern auch über den Tee und Teekultur an sich. Das ist wunderbar motivierend. 

Was war dabei die größte Herausforderung?

Paper & Tea ist ein voll und ganz global agierendes Unternehmen – auf zwei ganz unterschiedliche Arten und Weisen: Wir vertreiben unsere Tees und Tee-Accessoires nicht nur über unsere fünf Stores in Berlin, Hamburg, und Köln, sondern auch weltweit über unsere Website und über Händler, Cafés und Hotels in der ganzen Welt (von Store Marais in Taiwan über Harrods in London zu Bad Ragaz in der Schweiz und ABC Homes in New York). Und wir beziehen unsere feinen Ganzblatt-Tees und besonderen Accessoires aus über zehn Ländern – von Japan über China bis nach Kenia, Marokko oder Portugal.

Da kriegen wir natürlich wie so viele andere Marken gerade noch sehr die Nachwehen der Corona-Krise zu spüren – von geschlossenen Häfen in China bis zu Himalaya-Plantagen und portugiesischen Töpfereien im Lockdown. Da wir stets frische Tees beziehen, um die beste Qualität zu garantieren, kommt es häufiger zu Lieferverzögerungen und ausverkauften Bestsellern. Hier liegt die Herausforderung darin, vorausschauend zu planen – auch, was unsere sehr beliebten Geschenkset-Kreationen zu Weihnachten, und auch unsere Adventskalender mit Tees aus Indien, China, Japan, undundund angeht. Wir wollen schließlich niemanden enttäuschen, besonders nicht unsere eingefleischten Stammkunden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Das machen wir eigentlich jeden Tag. Mein Ansatz ist stets “Test & Learn” – das gilt für neue Tees, Accessoires und Geschenksets, bei denen wir oft mit einer kleinen Auflage beginnen und dann bei Erfolg ausbauen, genauso wie für unser “Tee erleben” Angebot: Wir haben besonders in den ersten Lockdowns viel mit Online-Seminaren, Instagram-Live-Formaten und mehr experimentiert und diese aufgrund des extrem positiven Feedbacks und der vielen Anmeldungen aus der ganzen Welt  im letzten Jahr deutlich professionalisiert. Und wir haben noch so viele Ideen, die wir stets mit einem kleinen Proof of Concept starten und gegebenenfalls ausbauen. Wie sollte es auch anders funktionieren?

Welche Vision steckt hinter P & T?

Wir arbeiten täglich daran, ein stärkeres Marktbewusstsein für den guten Tee und eine anspruchsvolle moderne Teekultur zu schaffen. Die Vision ist klar: The Power of Tea for Health, Creativity & Community. Wir stellen kühne Ansprüche an uns selbst, nur die beste Qualität im höchsten Standard anzubieten. Dies reicht von der Qualität unserer Tees und unserer Botanicals, zu den Beziehungen, die wir mit unseren Teebauern pflegen, vom hohen Standard unserer Kundenberatung und -services, zu unserer Liebe fürs Detail, unseren Konzeptstores und natürlich unserem einzigartigen, hochwertigen Design.

Wer ist die Zielgruppe von P & T?

Unsere Tees sind so verschieden wie die Menschen selbst, die bei uns kaufen – für sich selbst, und oft auch als Geschenk. Mit Tee schenkt man nicht nur ein Getränk, sondern auch dessen Tradition, Geschichte und den Wunsch nach Gesundheit. 
Bei so viel Teevariationen ist eigentlich für jeden Gaumen der passende Tee dabei. Seien Sie mutig und probieren Sie sich einfach durch, bis Sie Ihre/n ganz speziellen Lieblings-Tee(s) finden. Vielleicht sind Sie ein klassischer Teetrinker und genießen am liebsten einen muskatelligen Darjeeling oder einen grasigen japanischen Sencha. Vielleicht sind Sie aber auch ein Abenteurer und verlieben sich in einen delikaten Weißtee, flirten mit einem vielschichtigen Oolong, oder wagen sich sogar an eine große Romanze mit Pu Erh.

Was ist das Besondere an den Produkten?  / Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

P & T führt ausschließlich handverarbeitete Ganzblatttees und Kräutertees höchster Qualität. Wir garantieren die Nachvollziehbarkeit eines jeden Tees zum Erzeuger. Wo möglich stellen wir diesen Bezug direkt her und legen großen Wert darauf, die Produzenten persönlich zu kennen, um so gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung herzustellen.Unser Fokus liegt bei den Accessoires darauf, eine moderne, schlichte Schönheit mit traditionellen Herstellungsverfahren, natürlichen Materialien und intelligentem Nutzen zu verbinden. 

Unser einzigartiges Laden- und Seminarkonzept lädt ein zu sinnlichen Entdeckungszügen und befördert eine größere Wertschätzung sowie ein tieferes Bewusstsein für das leibliche und geistige Vergnügen an hochwertigem Ganzblatttee. 
Darüber hinaus ist unser Design und wurde mit dem Red Dot Award ausgezeichnet.

P & T, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Dieses Jahr ist ein Jahr des Fokus für P & T – wir haben in den letzten Jahren viel an neuen Produkten und strategischen Entwicklungen, besonders in der Vermarktung, getüftelt, und ernten dieses Jahr die Früchte dieser Experimente. Wir werden immer digitaler, nicht nur vom Umsatzanteil her, sondern auch durch digitale Tee-Erlebnisse wie unsere School of Tea-Seminare, die wir noch viel weiter ausbauen wollen. Und wir sind jetzt schon dabei, unsere fünf Stores in Berlin, Köln, und Hamburg zu Community Hubs, als Begegnungsstätten von Tee-Enthusiasten und denen, die es noch werden wollen, auszubauen.  Bald eröffnet in Köln in der 1. Etage der erste eigens dafür kreierte Space. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Geschäftsführerinnen mit auf den Weg geben?

Meine ehemalige Chefin bei Google UK, Eileen Naughton, sagte einmal, als sie gefragt wurde, was sie als Frau in ihrer Führungsposition ausmache, ganze zwei Worte: “My Heart”. Ich sehe das ganz genauso. Authentische Führung ist wichtiger als die Vorstellung davon, wie ein Geschäftsführer theoretisch agieren sollte. 
Für mich ist mein Team das Herzstück von P & T – ich bemühe mich um ein Maximum an Transparenz, in der Kommunikation sowie im Feedback, das ich auch von meinen Mitarbeitern einfordere. Das kann ich nur jeder/m empfehlen.

Und zu guter letzt: An seinen Visionen und Strategien festhalten und sie dem Team immer wieder vor Augen rufen. Fokus hilft allen – so weiß jede/r, was von ihrer/seiner Rolle erwartet wird und wie er/sie zum Erfolg der Company beitragen kann. Wir haben am Anfang des Jahres OKRs (Objectives & Key Results) für alle Mitarbeiter – von Retail über Produktion bis zum Office natürlich – eingeführt, was auf viel positive Resonanz gestoßen ist, ganz genau aus diesem Gund: Alle wissen immer, was wirklich wichtig ist gerade.

Wir bedanken uns bei Caroline S. Henne für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nutzt Euer Netzwerk!

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emax digital amazon-business

emax digital: KI-basierte Lösungen für Markenunternehmen, um bessere Entscheidungen für das Amazon-Business treffen zu können und den Umsatz steigern.

Stellen Sie sich und das Startup emax digital doch kurz unseren Lesern vor!

Andreas: emax digital ist ein Münchner Software- und Technologieunternehmen. Unser E-Commerce Analytics Hub mit dem Schwerpunkt Amazon Analytics wurde 2018 von Dominik Pietrowski und mir, Andreas Kleofas, gegründet, 2019 stieß dann Dimitri Dumonet als Chef-Entwickler hinzu. Gemeinsam mit unserem Team entwickeln wir KI-basierte Lösungen für Markenunternehmen, damit diese noch bessere Entscheidungen für ihr Amazon-Business treffen und ihren Umsatz steigern können.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Dominik: Andreas und ich haben rund 12 Jahre zusammen bei Amazon gearbeitet und bereits dort führende Markenhersteller wie L’Oréal, Philips und P&G dabei unterstützt das Beste für sich aus Amazon herauszuholen. Irgendwann kam der Punkt, an dem wir uns dachten, dass man doch die immer wiederkehrenden Fragen auch mittels einer Software beantworten kann – und das noch viel genauer. Bei einem gemeinsamen Frühstück haben wir gebrainstormed und uns in die Idee verliebt, ein eigenes Tech-Start-up aufzubauen. Und das dann auch zügig umgesetzt. 

Welche Vision steckt hinter emax digital?

Dimitri: Amazon ist in allem, was es tut, sehr datengetrieben. Daher ist die Plattform nicht immer transparent für Markenentscheider, was häufig wiederum Unbehagen in der Zusammenarbeit verursacht. Wir wollen Unternehmen mit unserem Amazon Analytics Hub helfen, diese Blackbox auszuleuchten, in dem wir die relevanten Datenpunkte einfach aufbereiten. So wird es deutlich leichter mit Amazon zu arbeiten, aber z.B. auch sich in Verhandlungen mit Amazon durchzusetzen und seine eigenen Punkte klarzumachen und Interessen durchzusetzen. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Andreas: Die größte Herausforderung war sicherlich den Schritt der Gründung überhaupt zu machen. Also den sicheren, erfolgreichen Corporate-Job zu kündigen und ein eigenes Unternehmen zu starten. Sobald aber der erste Schritt gemacht ist, ergeben sich die nächsten Steps relativ schnell von alleine. Die Finanzierung ist natürlich eine Herausforderung. Hier haben wir am Anfang auf “bootstrapping” gesetzt. Da unsere Software noch nicht existierte, haben Dominik und ich Marken als Berater unterstützt. Etwas später, als Dimitri an Bord war, konnten wir dann mit ersten technologischen Lösungen punkten. Wir haben uns dann für eine Seed-Finanzierung entschieden, weil Software-Entwicklung mittels Bootstrapping wirklich schwer zu finanzieren ist. 

Wer ist die Zielgruppe von emax digital?

Dominik: Unsere Zielgruppen sind die Vertriebs- und Marketing-Verantwortlichen von Marken-Herstellern, die auf Amazon & Co. verkaufen. Unsere Technologie unterstützt dabei sowohl sogenannte Vendoren, also Marken, die ihre Produkte traditionell in einem B2B-Verhältnis an Amazon verkaufen, als auch das Seller-Modell, in dem Marken selbst als B2C-Händler auftreten. Der von uns angebotene Analytics Hub funktioniert dabei für alle Amazon-Marktplätze und eignet sich damit für Marken, die die Daten ihres Amazon-Business global betrachten und vergleichen wollen.

Wie funktioniert emax digital? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Dimitri: Die Funktionsweise unseres Analytics Hubs ist denkbar einfach. Der Markenhersteller legt für emax digital einen Login in seinem Vendor oder Seller Central an und gibt uns “mit einem Klick” die Freigabe für die automatisierte Abfrage der Amazon-Schnittstellen (APIs). Danach geht es automatisch weiter, wie z.B. die Berechnung der Umsatz-Forecasts mittels unserer Machine Learning Modelle. Der Kunde logged sich dann immer einfach bei uns ein und kann alle Informationen rund um sein Amazon-Business finden. Der Vorteil ist, dass manuelle Excel-Downloads und Copy & Paste-Orgien wegfallen und man kann sich voll auf das eigene Geschäft konzentrieren kann. 

emax digital, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Andreas:  In Kürze launchen wir weitere Features, die es für Marken noch einfacher machen, ihre Budgets für das Business mit Amazon zu planen oder ihre genaue Marge pro Produkt zu ermitteln und zu vergleichen. Die mittel- und längerfristige Perspektive ist natürlich, die Technologie auch auf andere Marktplätze wie otto.de oder Zalando auszuweiten. Aber auch internationale Plattformen wie Alibaba haben wir im Blick. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Dominik: Nutzt Euer Netzwerk! Erzählt offen über Eure Vorhaben und fragt, was andere davon halten. Menschen wollen helfen und das eigene Netzwerk ist eine gute Quelle für Unterstützung jeder Art.

Falls es ein B2B-Start-up ist, beginnt so früh wie möglich das eigene Produkt zu “verkaufen”. Denkt am besten ab Tag 1 den Vertrieb mit und beginnt idealerweise auch schon damit. D.h. sprecht so früh wie möglich mit potentiellen Kunden. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass der Verkaufsprozess oft sehr mühsam und langwierig ist, vor allem im B2B-Bereich. Das Feedback aus den Gesprächen kann man dann auch sehr gut in der Produktentwicklung nutzen. 

Habt Mut: Es kann nicht so viel schief gehen, denn es gibt nur wenige Entscheidungen, die nicht auch rückgängig gemacht werden können. 

Wir bedanken uns bei Andreas Kleofas, Dominik Pietrowski und Dimitri Dumonet für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Durchhalten, durchhalten und durchhalten

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Onescreener

Onescreener: Mini-Website mit wenigen Klicks auf dem Mobilgerät erstellen

Stellen Sie sich und das Startup Onescreener doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Tobias Horka, Gründer und CEO von Onescreener. Wir haben eine Plattform entwickelt, auf der sich die Kreativen der Generation Z mit wenigen Klicks eine innovative Mini-Website erstellen können. Die Seite eignet sich als Landingpage für die Besucher, welche über die eigenen Social Media Konten kommen. Auf der Mini-Website wird der Besucherstrom auf die relevanten Aktivitäten und Neuigkeiten gelenkt aber auch die eigene Community kann direkt monetarisiert werden. Es können Produkte zum Verkauf angeboten werden oder man lässt sich für Liveauftritte buchen. Der digitale Manager von Onescreener erledigt im Hintergrund alle administrativen Tasks für einen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vor der Gründung führte ich während 10 Jahren erfolgreich eine Talentagentur. Die Künstler hatten damals begonnen, sich auf Social Media zu präsentieren und die klassische Internetseite verlor deswegen an Wichtigkeit. Anstelle einer umfangreichen Website hatten wir für unsere Künstler eine Art digitale Visitenkarte entwickelt, auf der alle Social Media Kanäle der Künstler verlinkt waren sowie ein großer Knopf, mit dem man als Veranstalter Buchungsanfragen senden konnte. Das Konzept hat sich in kurzer Zeit weit über unsere Talentagentur rumgesprochen und für Interesse gesorgt. Ein Jahr später hatte ich die Talentagentur verkauft und mit dem Geld das Startup und Abenteuer Onescreener begonnen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war die Finanzierungsrunde, überzeugen sie mal Investoren älteren Semesters von einer Lösung welche auf ihre Kinder oder Enkelkinder zugeschnitten ist. Es ist oft unvorstellbar für die Älteren, dass die nachfolgende Generation sich fundamental anders in der digitalen Welt bewegt. Heute nutzen die Jungen im Schnitt acht unterschiedliche Social Media Plattformen, die klassische Website hat an Relevanz verloren und es gibt mehr als 680 Millionen Influencers allein auf Instagram.
Somit hatten wir beim Geld Einsammeln die gleichen Probleme wie Facebook, als jeder gesagt hat: Warum benötigt es Facebook wir haben ja MySpace! Aber jeder weiß wie die Geschichte am Ende ausging.
Soeben haben wir mit dem Fundraising für die zweite Investorenrunde begonnen.

Wer ist die Zielgruppe von Onescreener?

Wir fokussieren uns auf die Content Creators der GenZ. Also jugendliche Musiker, Influencer, Models und Kreative, mit dem Jahrgang 1990 bis 2010. Wir adressieren Neuankömmlinge, mit ca. 1K bis 100K Followers auf Instagram, die mit Onecreener professionell durchstarten wollen. Unsere Lösung wird aber auch von grossen Content Creators genutzt.

Wie funktioniert Onescreener? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Simplicity is key – diesem Motto bleiben wir treu. In unter 10 Minuten kann sich der Kreative einen Onescreener mit E-Commerce Funktion auf dem Mobilgerät erstellen. Mit unseren Analytic tools, weiß der Nutzer genau woher die Besucher kommen und welche Links / Social Media Kanäle die Fans am meisten interessiert.
Website Ersteller wie Wix oder Squarespace gibt es bereits einige auf dem Markt aber wir unterscheiden uns durch die Einfachheit und die Social Commerce Funktionalitäten. Eine Mini-Website wird mit wenigen Klicks auf dem Mobilgerät erstellt und die eigene Community kann mit der E-Commerce Lösung und Buchungsfunktionalität monetarisiert werden. 

Onescreener, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?


Wir haben als Ein-Screen-Website-Ersteller begonnen und uns zum digitalen Manager für Kreative entwickelt. Ein Manager entwickelt sich weiter, so auch Onescreener.
Mit dem Geld aus der jetzigen Finanzierungsrunde werden wir unserem digital Manager Online-Marketing-Fähigkeiten für Content Creators antrainieren. Der Manager wird mit wenigen Klicks Produkte und Services der Onescreener Nutzer auf den relevanten Kanälen bewerben könne sowie seine Community vergrössern. Das Ziel von jedem kreativen GenZ ist es, von seiner Passion leben zu können, wir helfen ihm dabei.
 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?


Alle Tipps, die ich geben kann sind, durchhalten, durchhalten, durchhalten – ich denke dies ist das Wichtigste. Es gibt immer jemanden der denkt deine Idee funktioniert nicht, dein Markt ist zu klein, die Konkurrenz ist zu groß etc. aber wenn du durchhältst kannst du alle vom Gegenteil überzeugen. Im Moment, in dem du aufgibst, ist es vorbei und du hast keine Möglichkeit mehr, zu beweisen, dass deine Idee ein Erfolg wird. 

Wir bedanken uns bei Tobias Horka für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Suche Dir ein komplementäres Team!

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Grundriss in Lebensgröße

Grundriss in Lebensgröße: Das Traumhaus vor Baubeginn hautnah erleben

Stellen Sie sich und das Startup Grundriss in Lebensgröße doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Gissou Ataee und Lucas Nummer, die Gründer von „Grundriss in Lebensgröße“. Gemeinsam mit unserem jungen Team haben wir in München ein einzigartiges Konzept realisiert: Bauherren können ihr Traumhaus bereits vor Baubeginn betreten, weil wir ihre Grundrisse mit Hochleistungs-Beamern und einer speziellen Software im 1:1-Maßstab nachprojizieren. Durch echte Möbel und verschiebbare Wände bekommen unsere Kunden zusätzlich ein echtes Raumgefühl. Das bringt viele Vorteile mit sich, z.B lassen sich so zusätzliche Baukosten und teure Planungsfehler vermeiden.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben bereits erfolgreich eine Immobilienfirma aufgebaut und anschließend unsere Anteile verkauft. „Grundriss in Lebensgröße“ ist unser zweites großes Projekt, das wir nun als Familienunternehmer gemeinsam verwirklichen. Die Idee zu diesem besonderen Geschäftsmodell kam uns, weil wir während unserer Zeit in der Immobilienbranche beim Vertrieb von Neubauten festgestellt haben, dass es Kunden Probleme macht, sich Häuser und Wohnungen anhand der Grundrisse vorzustellen. Da hat es bei uns „Klick gemacht“: Wir fingen an, genau zu recherchieren, haben die passende Technik gefunden und der Rest hat sich dann entwickelt. Viele unserer privaten Freunde gehören mittlerweile zu unserem Team und unterstützen uns dabei, das Unternehmen jeden Tag weiterzuentwickeln. Wir sind leidenschaftliche Gründer, wir setzen alles um, was wir uns vornehmen – kein Ziel ist für uns zu groß!

Welche Vision steckt hinter Grundriss in Lebensgröße?

Wir wollen Bauherren die Möglichkeit bieten, ihren geplanten Grundriss im 1:1-Maßstab zu erleben und zum Leben zu erwecken. Denn: Warum sollte man sich ausschließlich auf ein Blatt Papier verlassen, wenn es um eine der wichtigsten und größten Investitionen im Leben geht? Besser ist es doch, vorher selbst einmal „probezuwohnen“ und zu sehen, ob es überhaupt passt. Ein Hausbau ist nämlich sehr oft mit vielen „versteckten Kosten“ verknüpft, weil man selten das Haus wirklich bis ins Detail zu Ende plant.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist es immer, gute Mitarbeiter zu finden, auf die man sich rundum verlassen kann. Wir können ja nicht an allen Standorten gleichzeitig sein, daher muss man zu den Standortleitern Vertrauen aufbauen und ihnen ein gutes Trainingsprogramm anbieten. Unsere neuen Mitarbeiter kommen immer erst eine Woche nach München und schauen sich hier alles genau an. Dann fahren wir bereits vor der Eröffnung an den jeweiligen neuen Standort, um sicherzustellen, das alles so läuft, wie es laufen soll.

Wer ist die Zielgruppe von Grundriss in Lebensgröße?

Wir wollen „Häuslebauer“ oder Wohnungskäufer (Neubau) ansprechen. Am Ende sind es immer die Endkunden, die zu uns kommen, weil sie durch Werbung auf uns aufmerksam geworden sind oder der Architekt oder Bauträger den Vorschlag gemacht hat. Auch für einen Umbau eines Hauses ist unser Konzept übrigens sehr gut geeignet. Es ist nämlich viel schwerer, sich eine Wand wegzudenken, als sich eine Wand vorzustellen!

Wie funktioniert Grundriss in Lebensgröße? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Grundriss in Lebensgröße funktioniert für den Kunden wirklich ganz easy. Wir brauchen nur den geplanten Grundriss als PDF, der dann von uns durch maßgeschneiderte Programme skaliert und projiziert wird. Der entscheidende Vorteil: Das neue Zuhause wird bereits vor Baubeginn hautnah erlebbar. Es gibt in der gesamten Branche bislang keinen anderen Anbieter.

Grundriss in Lebensgröße, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir uns an mindestens 100 Standorten vertreten – europaweit und in Nordamerika. Unser Motto war schon immer: Die Schnellen fressen die Langsamen. Unser Ziel ist es, so schnell wachsen zu können, damit wir Häuslebauern überall eine einzigartige Chance bieten können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Einfach machen! Folge Deinem Bauchgefühl, glaube an Dich und warte nicht auf morgen.
  2. Gib 100 Prozent! Das bedeutet, Du musst kurzfristig auf andere Sachen verzichten, aber langfristig wird es sich auszahlen.
  3. Suche Dir ein komplementäres Team! Nicht jeder kann alles, auch nicht Du. Also sei ehrlich mit Dir und Deinen Fähigkeiten und hol die Menschen in Deine Firma, die genau die Aufgaben bewerkstelligen, die Du nicht so gut ausfüllst.

Wir bedanken uns bei Gissou Ataee und Lucas Nummer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Werbung auf LinkedIn schalten?

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werbung linkedin

Diese 3 Fehler müssen Sie vermeiden, um B2B-Kunden an Land zu ziehen

LinkedIn gewinnt als Business-Plattform stark an Bedeutung. Daher ist es kein Wunder, dass es sich im B2B-Umfeld großer Beliebtheit erfreut. Immer mehr Unternehmen, die potentielle B2B-Kunden im digitalen Raum gewinnen wollen, präsentieren sich auf LinkedIn. Viele davon entscheiden sich dafür, Werbung zu schalten, um sich von der Konkurrenz erfolgreich abzuheben und auf ihr Angebot aufmerksam zu machen.

Julian Salz, Geschäftsführer der SALTYBRANDS GmbH, kennt sich in diesem Gebiet sehr gut aus. Er ist davon überzeugt, dass die AIDA-Formel allein nicht mehr ausreicht, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit im B2B-Bereich zu sichern. Julian Salz ist der Meinung, dass LinkedIn eine wertvolle Möglichkeit eröffnet, durch maßgeschneiderte Werbeinhalte das Zielpublikum zu begeistern. Dafür müsse man allerdings die folgenden 3 Fehler unbedingt vermeiden:

Fehler 1: Es fehlt ein gutes Verständnis der Zielgruppe

Die Werbung auf LinkedIn beginnt, wie jedes andere Unternehmensprojekt, mit einer sorgfältigen Zielgruppenanalyse. B2B-Unternehmen, die ihre Ads auf dieser Business-Plattform schalten wollen, müssen sich im Klaren sein, an wen sie ihre Werbeinhalte richten. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: Wer ist meine Zielgruppe? Welche Art von Werbung spricht sie an? Wann ist meine Zielgruppe bereitwillig, die Werbung auf LinkedIn zu konsumieren? Folgt sie den neuesten Trends oder bevorzugt sie eher einen traditionellen Ansatz? Eine der besten Methoden, ein besseres Zielgruppenverständnis zu erlangen, ist das Split-Testing, auch A/B-Testing genannt. Seine Aufgabe besteht darin, Nutzeraktionen und -reaktionen vergleichend zu analysieren.

Fehler 2: Ads werden weder gemessen noch optimiert

Es passiert immer wieder, dass sich B2B-Unternehmen nach der Schaltung von Werbung auf LinkedIn darauf verlassen, dass sie ohne weitere Schritte ihrerseits funktionieren wird. Sie glauben irrtümlicherweise, dass die von dieser Business-Plattform bereitgestellten Targeting-Optionen genügen, damit ihre Inhalte bei der Zielgruppe ankommen. In der Wirklichkeit bedarf der Werbeerfolg einer regelmäßigen Messung von Kampagne und – wenn notwendig – deren Anpassung an neue Gegebenheiten. Nur so lässt sich gewährleisten, dass die geschalteten Ads auf LinkedIn den wirklichen Bedürfnissen der Zielgruppe Rechnung tragen, da man sonst im „Blindflug“ unterwegs ist und sehr viel Geld verbrennt. Der erste Schritt auf diesem Weg ist die Einbindung von LinkedIn Insight Tag in die eigene Landingpage oder Webseite.

Fehler 3: Die Zielgruppe ist zu klein oder zu eng gefasst

Die Targeting-Optionen auf LinkedIn erlauben, die Zielgruppe von Werbekampagne detailliert festzulegen. Auch wenn diese Möglichkeit generell von Vorteil ist, tendieren B2B-Unternehmen dazu, ihre Zielgruppe zu klein oder zu eng zu fassen. Das hat zur Folge, dass die bezahlten Werbeinhalte unter Umständen nicht die gewünschte Anzahl von Personen und Unternehmen erreichen können. An dieser Stelle sei erwähnt, dass LinkedIn keine Plattform ist, auf der ein durchschnittlicher User jeden Tag durch den News Feed scrollt. Deshalb ist es wichtig, dem Algorithmus Platz zu geben sowie zu lernen, wie sich Wunschnutzer auf dieser Business-Plattform verhalten. Grundsätzlich wird angenommen, dass die Zielgruppe nicht weniger als 1.000 User umfassen sollte.

Autor: Julian Saltz

Über SALTYBRANDS:

Onlinemarketing hat sich als äußerst hilfreiches Werkzeug bewährt, um planbar neue Kunden für ein Unternehmen zu gewinnen. Julian Salz und David Aydin haben in kurzer Zeit ein Team von über 10 Mitarbeitern aufgebaut und sind Profis auf diesem Gebiet. Sie helfen Unternehmen, Experten und Dienstleistern dabei, kontinuierlich qualifizierte Neukundenanfragen mit System und Hilfe von Onlinemarketing zu gewinnen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Achtung, Lüge!

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Gefühle haben keinen Einfluss auf mein Handeln und meine Entscheidungen im Business

Der Satz „Gefühle haben keinen Einfluss auf meine beruflichen Entscheidungen“ kling zwar gut, ist aber gelogen. Als Mensch ist es nicht möglich, keine Gefühle zu haben. Wir können Gefühle unterdrücken, verstecken oder überspielen. Das kann sogar so weit gehen, dass wir meinen, wir hätten keine. Aber bezüglich allem, was uns begegnet, empfinden wir ein Gefühl und reagieren darauf. 

Erledigt ein Mitarbeiter beispielsweise seine Aufgabe schlampig, fühlt sich die Führungskraft meistens emotional betroffen oder sogar persönlich angegriffen. Im Feedback-Gespräch geht es dann nicht mehr darum klarzumachen, dass die Aufgabe korrekt erledigt werden muss. Es mischen sich unterschwellige oder ganz offen gezeigte Emotionen dazu: Schuldzuweisungen, „Enttäuschung“, Wut, Angst oder Ähnliches. Beim Mitarbeiter, der sich vermutlich sowieso schon schuldig fühlt (Wer macht schon gerne Fehler?), schürt das Angst, verursacht Scham oder sogar innere Rebellion. Selbst wenn er das nicht offen zeigt, wirken diese Gefühle zerstörerisch auf die Leistungsbereitschaft und schädigen das Vertrauensverhältnis gegenüber der Führungskraft.

Ein Beispiel:

Ein Mitarbeiter sagt, er hätte Aufgabe X erledigt. Sie als Führungskraft erfahren später, dass er gelogen hat. Eine „gewöhnlichen“ Reaktion wäre: Mit „kalter Schulter“, sachlicher Wortwahl und eingefrorener Mimik erklären Sie dem Mitarbeiter die Konsequenzen seines Verhaltens. Das distanzierte Verhalten soll professionell wirken, dabei lassen Sie den Mitarbeiter aber ganz deutlich spüren, dass er Ihre Gunst verloren hat. Stattdessen könnten Sie sich aber auch fragen, warum Sie wirklich wütend oder traurig sind. Entsteht die Wut durch Ihre eigene Hilflosigkeit, weil Sie keinen Weg wissen, den Mitarbeiter dauerhaft so zu verändern, dass es Ihnen gefällt? Kommt die Traurigkeit daher, dass Ihr Mitarbeiter Sie nicht so wertschätzt und respektiert, wie Sie das erwartet haben?

Sind Ihnen diese Gefühle auch schon in anderen Situationen oder Lebensbereichen begegnet?

Das ist immer ein Zeichen dafür, dass Sie einen alten Schmerz oder ein ungeklärtes Thema in sich haben, das immer wieder getriggert wird. Wichtig an dieser Stelle ist nur: Egal, was der Mitarbeiter „verbockt“, er ist nicht verantwortlich für Ihre Gefühle. Sind Sie sich dessen wirklich bewusst, können Sie aus dem „Kinderspiel“ aussteigen und die Probleme wirklich sachlich regeln. Als Führungskraft bedeutet das, mit innerer Klarheit und Wohlwollen zu kommunizieren, was Sie erwarten und alles dafür zu tun, dass der Mitarbeiter das auch erfüllen kann. 

Dem Mitarbeiter steht es dann frei, dies zu akzeptieren und zu erfüllen oder nicht. Tut er es nicht, ist es Ihre Entscheidung, ob sie mit diesem Menschen weiter zusammenarbeiten wollen. Wenn Sie Ihre eigene Betroffenheit und Ihre Projektionen außen vor lassen, können Sie solche Entscheidungen viel bewusster treffen. Das entspannt Sie in Ihrer Aufgabe der Personalführung, ebenso wie den Mitarbeiter im Arbeitsalltag. In diesem Sinne trägt die innere Klarheit einer Führungskraft sogar maßgeblich zur Mitarbeitermotivation und besonders zur Mitarbeiterbindung bei.

Autor:

Romina Döhlemann, Entwicklerin des QUANT-Modell® und der QUANT-Modell® Software, ist Expertin für Bewusstseinsarbeit und Mentorin für persönliche Weiterentwicklung. Als leidenschaftliche Ursachen-Forscherin entschlüsselt sie die wirklichen Ursachen, die über Gesundheit, Strahlkraft, Zufriedenheit und Erfolg entscheiden. www.quant-leading.de

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Immer neugierig und offen bleiben

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Likeminded mentale gesundheit

Likeminded digitale Plattform für mentale Gesundheit

Stellen Sie sich und das Startup Likeminded doch kurz unseren Lesern vor! 

Meine beiden Co-Founder Maximilian Heberger, Stefan Anca und ich, Kimberly Breuer, haben Likeminded 2020 in Berlin gegründet. Wir kommen alle drei aus der Unternehmensberatung, jedoch mit ganz unterschiedlichem Background: Maximilian ist wirtschaftlich sehr stark, Stefan hat ein enormes technisches Knowhow und ist unser Entwickler und ich selbst bringe mit meinem Hintergrund in Psychologie und als ausgebildeter Coach umfangreiches psychologisches Wissen mit. 

Unser Start-up Likeminded ist eine digitale Plattform für mentale Gesundheit, die Menschen einen schnellen und niedrigschwelligen Zugang zu psychologischer Unterstützung ermöglicht.

Wir bieten Gruppen-Sessions zu verschiedenen Themen wie Beziehung, Selbstwert, Stress, Depressionen und weitere psychisch-relevante Themen an. Diese werden von qualifizierten Psycholog:innen geleitet. Daneben bieten wir Einzelgespräche und sogenannte Community- Events, sodass verschiedene Level von Unterstützung je nach Bedarf und individueller Situation gewährleistet werden können. Unser Kernstück ist dabei der Gruppengedanke, denn durch das Zusammenkommen von Gleichgesinnten, also likeminded Betroffenen, und den Austausch über ähnliche Erfahrungen in dem sicheren Umfeld einer Gruppe, können sich die Teilnehmer auch nach den Sessions innerhalb der Likeminded-Community weiter unterstützen. 

Geleitet werden diese Sessions von psychologischen Mentor:innen und basieren auf den Inhalten der CBT (cognitive behavioral therapy, auf deutsch: kognitive Verhaltenstherapie). Das Angebot bieten wir sowohl für Endkunden (Selbstzahler), als auch für Unternehmen und deren Mitarbeiter an. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Weil wir alle drei dieselbe Vision haben: mehr Menschen ermöglichen mentales Wohlbefinden zu erlangen, indem wir relevantes psychologisches Wissen und direkte Unterstützung durch Experten leicht zugänglich machen. Sodass jeder in der Lage ist oder sein kann, emotionale Herausforderungen zukünftig besser zu bewältigen.

Der digitale Ansatz hilft uns dabei in vielerlei Hinsicht: Er erleichtert zum einen den Zugang zu professioneller Unterstützung im psychologischen Kontext – für jeden mit einem Handy, Tablet oder Computer. Die Digitalisierung macht das Bedürfnis nach psychologischer Unterstützung für uns aber auch skalierbar und hilft dabei das Portfolio entsprechend ausbauen oder anpassen zu können. Es ist jedoch vor allem der Gruppengedanke, den wir als so wertvoll erachten, denn im Austausch miteinander findet zeitgleich eine Entstigmatisierung statt: Die Betroffenen erkennen, dass sie nicht allein sind mit ihren Sorgen und Herausforderungen und dass es völlig in Ordnung ist „menschlich“ zu sein, sich verletzlich zu zeigen und nicht immer nur zu funktionieren. 

Welche Vision steckt hinter Likeminded? 

Das Thema psychische Gesundheit wird hierzulande leider immer noch stigmatisiert. Was sehr schade ist, da es etwas so Existenzielles ist, das uns letztlich alle (in unterschiedlichem Ausmaß) betrifft. Und die Barriere für entsprechende Unterstützung und Hilfe ist immens: Der Bedarf nach Unterstützung wächst kontinuierlich, zeitgleich gibt es eine massive Unterversorgung in der Psychotherapie.

Es herrscht auch eine große Unwissenheit darüber, welche Formen der professionellen Hilfe es überhaupt gibt, denn je nach Situation und individuellem Leidensdruck, ist nicht immer eine psychotherapeutische Unterstützung notwendig. Für viele Menschen kann bereits präventive Unterstützung sehr hilfreich sein. Und für diejenigen, die psychotherapeutische Unterstützung suchen, bestehen immens lange Wartezeiten einen Therapieplatz zu erlangen und hohe Kosten im Falle einer Selbstbeteiligung, die auf die Betroffenen zukommen – Alles sehr relevante Aspekte, die uns drei, neben den teils sehr persönlichen Gründen, dazu bewegt haben, Likeminded zu gründen. 

Wir möchten psychologisches Wissen und professionelle Unterstützung für möglichst viele Menschen zur Verfügung stellen, denn nur so kann jeder befähigt werden, mentale Gesundheit zu erreichen. Dafür muss es unserer Meinung nach aber schnell zugänglich und auch preislich attraktiv sein. Und das können wir anbieten. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Es ist immer eine Herausforderung einer verschlossenen Gesellschaft psychologische Formate nahe zu bringen. Das Gruppenkonzept und die entsprechende Edukation zu diesem innovativen Format ist da keine Ausnahme. Doch auch die richtige Zielgruppe für unsere User zu gewährleisten, also zu schauen, welches Matching in einer Gruppe zu einem vertrauenswürdigen Verhältnis führt. All das zu eruieren ist spannend, aber natürlich auch fordernd – weil es so neu ist. Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter und wollen den Zeitpunkt der Nutzer auf ihrer Mental Health Journey richtig identifizieren, damit wir die bestmögliche Unterstützung gewährleisten können. 

Finanziert haben wir uns bisher durch ein Pre-Seed Funding mit unseren Business Angels Christian Weiss und Philipp Man. Eine weitere Seed-Runde ist nun durch institutionelle Investoren wie Heartcore Capital und der HPI Seed Fund erfolgt. Sie alle teilen unsere Vision von Likeminded. 

Wer ist die Zielgruppe von Likeminded? 

Tendenziell (noch) eher weiblich, 20-35+ Jahre, diverser Bildungshintergrund, mit dem Ziel zur Bewältigung aktueller Herausforderungen oder zur präventiven Arbeit an sich selbst. Unser Wunsch ist jeden zu erreichen und auch für Männer eine vertrauensvolle Anlaufstelle zu werden. 

Wie funktioniert Likeminded? 

Es gibt zwei Bereiche: B2C und B2B2C. Im B2C-Kanal funktioniert die Unterstützung über fünf Stufen: 

Anmeldung für ein spezifisches Thema über ein erstes Infogespräch
Ermittlung der individuellen Situation des Nutzers in einem psychologischen 

Erstgespräch: Matching zur richtigen Gruppe und Mentor
Teilnahme an einer Gruppe zur intensiven Bearbeitung des Themas über einen Zeitraum von 12-14 Wochen, begleitet durch einen psychologischen 

Mentor: Danach Teilnahme an weiteren Formaten geringer Intensität um „am Ball zu bleiben“

Für Unternehmen, also im B2B2C-Bereich, haben wir vier Stufen entwickelt: 

Kennenlernen von Likeminded durch eine erste Informationsveranstaltung in Form eines unternehmensweiten Kick-off Webinars 

Anmeldung bei Likeminded und Erfassung der spezifischen Situation des Nutzers über ein digitales psychologisches Assessment 

Matching zu einem geeigneten Format: 1:1-Gespräche und/oder Peer- Gruppen-Sitzungen 

Teilnahme an Einzelgesprächen zur intensiven Bearbeitung individueller Themen und / oder an Peer-Gruppen zur Bearbeitung berufsbezogener Themen, die das mentale Wohlbefinden am Arbeitsplatz bestimmen. 

Wo liegen die Vorteile? 

Der Gruppen-Ansatz ermöglicht eine günstigere Preiskategorie und ist daher für viel mehr Menschen nutzbar, auch auf Selbstzahler-Basis. Durch den Austausch mit Gleichgesinnten wird das Stigma automatisch reduziert und zeitgleich werden wichtige psychologische Wirkfaktoren, wie die Selbstwirksamkeit („Ich erhalte nicht nur Hilfe, sondern gebe auch welche.“) bei den Teilnehmern gestärkt. 

Da wir das Angebot auch für Unternehmen anbieten, besteht die Chance eine Kultur und Offenheit innerhalb des Unternehmens für mentale Gesundheit zu schaffen und zu fördern und durch die gemeinsame präventive Arbeit so signifikant zu verbessern. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Bei uns ist der digital-ganzheitliche Ansatz, der verschiedene Formate kombiniert, um die individuelle Situation richtig bedienen zu können, so besonders. Und natürlich der innovative Gruppengedanke, der gleichgesinnte Menschen verbindet und einen Raum bietet, über die Themen, die uns bewegen, zu sprechen. 

Likeminded, wo geht der Weg hin? 

Langfristig möchten wir uns als Mental Health Companion positionieren, die für jede Situation das richtige Level an Intensität bieten kann. Dafür bauen wir den Matching Algorithmus weiter aus, um das Angebot noch stärker zu individualisieren. Auf Basis dieser datenorientierten Begleitung, kann der individuelle Zustand präzise bestimmt, behandelt und ausgewertet werden. Die Behandlung unterliegt somit einer datenbasierten Erfolgsmessung. 

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Als ganzheitliche Mental Health Solution, die Menschen die richtige Form von Unterstützung bieten kann und zusammenbringt, um in Gruppen- und Einzelarbeit ihr jeweiliges Potenzial zu entfalten. Wir wollen, dass Likeminded ein Ort für mentale Gesundheit ist, an dem offen, ehrlich und wertfrei über emotionale Themen gesprochen werden kann. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Zu lernen auf die eigene Intuition zu hören – sie ist in den meisten Fällen ein wichtiger Wegweiser.
Mit Menschen / Co-Founder zu gründen, die nicht nur die richtigen Kompetenzen mitbringen, sondern auch ein gemeinsames Wertesystem teilen. Das hat sich bei uns sehr bewährt.
Immer neugierig und offen bleiben: Sowohl was die persönliche Entwicklung als Gründer, als auch die Entwicklung des Unternehmens angeht. 

Wir bedanken uns bei Kimberly Breuer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Hört euren zukünftigen Kunden genau zu

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Storydive interaktive Audiowalks

Storydive: interaktive Audiowalks, auf denen Nutzer/innen in eine fiktionale Geschichte eintauchen und diese aus der Sicht der Hauptfigur erleben

Stellen Sie sich und das Startup Storydive doch kurz unseren Lesern vor!


Sehr gern. Wir sind Fabian Eck, Sophie Burger und Lenja Busch von der Audiowalk-Plattform Storydive.

Storydive ist die erste App für interaktive Audiowalks. Das sind Hörspaziergänge, auf denen ich als Nutzer oder Nutzerin in eine fiktionale Geschichte eintauche und diese aus der Sicht der Hauptfigur erlebe. Das Ganze passiert, während ich die Stadt um mich herum erkunde. Die alltägliche Umgebung wird also zum Schauplatz für ein Abenteuer. Dabei kann ich immer wieder entscheiden, wie ich als Figur handeln möchte. Meine Wegentscheidungen – ob ich zum Beispiel den Weg durch die kurze, aber dunkle Gasse wähle, oder lieber den Umweg außenrum nehme – verändern dabei den Verlauf der Geschichte. Mein Smartphone kann ich währenddessen in der Tasche lassen, denn Audiowalks funktionieren komplett über Audio. Damit die Geschichte immer zur Umgebung passt, greift die App auf den Standort zu.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Eine Vorform von dem, was wir machen, gibt es bereits seit knapp 40 Jahren – seit es mit der Erfindung des Walkmans möglich wurde, Audioaufnahmen mit auf die Straße zu nehmen. Trotzdem kennt kaum jemand Audiowalks und die wenigen Anbieter nutzen die Möglichkeiten, die durch Smartphones entstehen, überhaupt nicht aus. Der Großteil an Audiowalks ist auch 2021 immer noch über den Download von mp3-Dateien verfügbar.

Dass die Sichtbarkeit für das Medium so gering ist, liegt aber auch daran, dass die Produktionen nur lokal verfügbar sind und eine entsprechend kleine Reichweite haben. Davon waren wir als Kulturschaffende im Audiowalk-Bereich selbst betroffen. Daher die Idee zur Plattform, die all die tollen Angebote da draußen endlich in einer App zusammenbringt und sichtbar macht. Davon ausgehend entstand dann die Frage, was noch nötig ist, damit Audiowalks im Mainstream ankommen. Unsere Antwort: mehr Gaming-Elemente, eine bessere Nutzerführung, die allein über das Hören funktioniert, und die Möglichkeit, Audiowalks nicht nur lokal, sondern in allen Städten gleichzeitig anzubieten.

Was war bei der Gründung von Storydive die größte Herausforderung?

Eine Plattform aufzubauen stellt uns natürlich vor das Henne-Ei-Problem: wie bekommen wir Anbieter auf die Plattform, wenn noch keine Nutzer da sind? Und wie Nutzer, wenn es kaum Angebot gibt? Das ist besonders bei Inhalten, die nur lokal verfügbar sind, eine große Hürde. Angefangen haben wir deshalb mit einem von uns begleiteten Ideenwettbewerb und mit eigenem Content. Das war zeitaufwendig, hat sich aber gelohnt, denn über diese ersten Audiowalks haben wir so viel Aufmerksamkeit bekommen, dass wir viele Anfragen für weitere Projekte hatten. Im Schnitt haben sich bislang aus jeder Veröffentlichung mindestens zwei neue Audiowalks ergeben. Viele davon sind gerade in der Umsetzung und werden ihrerseits neue Aufträge anstoßen. Eine neue Herausforderung ist für uns daher, über die einzelnen Projekte nicht das große Ganze aus dem Blick zu verlieren.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man muss sogar! In unserem Fall war es so, dass die meisten Menschen, mit denen wir über unsere Idee gesprochen haben, sich die Erfahrung zunächst nicht vorstellen konnten. Da hilft es, wenn man etwas zum Zeigen bzw. zum Reinhören hat. Dabei bestand für uns die Schwierigkeit, dass Audiowalks sich auf ihre direkte Umgebung beziehen und die Erfahrung nur richtig rüberkommt, wenn ich auch vor Ort bin. Zuerst haben wir also strategisch ein paar Geschichten in der Nähe von wichtigen Partnern platziert – zum Beispiel an der Hochschule der Medien in Stuttgart, die uns daraufhin dabei unterstützt hat, erfolgreich einen EXIST-Antrag zu stellen.

Mitte Juli werden wir Mini-Audiowalks einführen, die nur drei bis fünf Minuten dauern und an Orten spielen, die es in jeder Stadt gibt, also Bushaltestellen, Parkbänke, usw. Damit wollen wir die Hürde senken, das Format einfach mal auszuprobieren. Längere Audiowalks, die überall spielen, sind dann als nächstes dran. Hätten wir direkt damit angefangen, hätten wir das Ganze vermutlich nicht finanzieren können und wären auch nicht in die nötigen Netzwerke reingekommen. So haben wir bereits Kunden, die ihre lokalen Audiowalks bei uns veröffentlichen und können davon ausgehend das Produkt Schritt für Schritt entwickeln.

Welche Vision steckt hinter Storydive?

Ganz klar: wir möchten Audiowalks endlich aus ihrer Nische holen und mehr Menschen dafür begeistern. Wir sind davon überzeugt, dass das Medium unglaublich viel Potenzial hat und sich in den nächsten Jahren zu einem neuen, interaktiven Erlebnisformat weiterentwickelt.

Wer ist die Zielgruppe von Storydive?

Unsere Hörerinnen und Hörer sind so divers wie die Geschichten, die wir anbieten: die einen stehen auf Krimis, die anderen auf Fantasy, wieder andere möchten ihre Kids zum Sonntagsspaziergang motivieren oder sich und ihre Umgebung einfach mal ganz bewusst wahrnehmen. Alle verbindet ihre Liebe zum Audio, zu guten Geschichten und der Wunsch nach erinnerungswürdigen Erfahrungen.

Wie funktioniert Storydive?

Wir gestalten unsere Audiowalks so, dass du dich als Hörerin oder Hörer ganz auf die Erfahrung einlassen kannst. Alle Weganweisungen sind Teil der Geschichte und neue Kapitel starten von selbst, wenn du den nächsten Schauplatz erreicht hast. Wenn das aktuelle Kapitel zu Ende ist, begleiten wir dich mit atmosphärischen Sounds und Musik, bis du am nächsten Schauplatz ankommst. Egal, wie schnell oder langsam du gehst. Wenn du dir mal nicht sicher bist, wo es langgeht, zeigt dir unsere interaktive Karte, wo du dich befindest und wie du zum nächsten Kapitel kommst. Auf der Karte zeigen wir auch Entscheidungsmöglichkeiten und barrierefreie Alternativrouten an. Alles, was du brauchst, sind dein Handy und Kopfhörer. Storydive ist kostenlos im App Store und auf Google Play verfügbar. Die meisten Audiowalks sind aktuell noch kostenfrei – es lohnt also, die App jetzt schon auszuprobieren.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der Fokus auf fiktionale Geschichten und eine klare Vision, wo es mit dem Medium noch hingehen kann. Es gibt zig Stadtführer- und Audioguide-Apps, die uns seit Jahren auf immer gleiche Art Wissen über unsere Umgebung vermitteln. Sie erzählen über Orte; wir mit ihnen. Die meisten Anbieter konzentrieren sich immer noch auf Sehenswürdigkeiten; wir verwandeln durch unsere Geschichten das Alltägliche, das sonst wenig Beachtung findet. Gerade diese alltäglichen Orte aber sind es, an denen wir uns Tag für Tag bewegen und die wir nach einem Audiowalk für immer mit anderen Augen sehen. Und, auch ganz wichtig: bei uns stehen die Hörerinnen und Hörer von Anfang bis Ende der Erfahrung im Mittelpunkt.

Storydive, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wie schon angedeutet, haben wir noch viel vor mit dem Medium Audiowalk. Mit Corona hatte das Spazierengehen ein Comeback. Wir wollen dafür sorgen, dass es in Zukunft noch mehr Spaß macht, in der eigenen oder bald auch wieder in fremden Städten unterwegs zu sein. In fünf Jahren gibt es daher in jeder deutschen Stadt Audiowalks von Storydive und wir haben mit der Internationalisierung begonnen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1) Erzählt gute Geschichten. Dieser Tipp geht nicht nur an Content und Tech Startups, sondern an alle, die mit einer Idee starten, von der sie andere überzeugen wollen. Klar, es ist wichtig, dass ihr gute Argumente habt, aber am Ende zählt, mit welchem Gefühl andere aus eurer Begegnung gehen. Egal ob ihr euch auf ein Stipendium bewerbt, vor Investoren pitcht oder euer Produkt an den Markt bringen wollt: what’s the story? Mit einer guten Geschichte bleibt ihr nicht nur in Erinnerung, ihr macht es anderen auch leichter, über euch zu erzählen.

Das ist entscheidend für Tipp 2:

2) Baut euch ein Netzwerk auf. Wir hatten das große Glück, dass wir von Anfang an viel Unterstützung bekommen haben, und zwar aus ganz unterschiedlichen Ecken. Zurzeit werden wir beispielsweise von der Initiative nextMedia.Hamburg gefördert. Die jedes Jahr Geschäftsideen an der Schnittstelle von Content und Tech wie unsere mit ihrem Inkubator Media Lift voranbringt. Redet wirklich mit jedem über eure Idee und begeistert so viele Menschen wie möglich. Euer Netzwerk ist nicht nur Multiplikator, es hört und sieht auch viel mehr als ihr es alleine jemals könntet. Wenn eure Kanäle gut funktionieren, wisst ihr als erstes, wo sich neue Gelegenheiten auftun.


3) Hört euren zukünftigen Kunden genau zu. Wie beschreiben sie euer Produkt? Wir kommen aus der Medientheorie und hatten zu Beginn Schwierigkeiten, unser Vorhaben leicht verständlich zu erklären. Als dann die ersten Menschen unsere Audiowalks ausprobiert hatten, haben wir uns von ihnen erklären lassen, was Audiowalks sind und was die Erfahrung für sie so besonders macht. Diese Antworten haben wir für unsere eigene Kommunikation übernommen. Gleichzeitig hilft das genaue Zuhören ungemein, euer Produkt besser zu machen.

Wir bedanken uns bei Malgorzata (Gosia) von Styp Rekowski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt

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Fobe: Virtueller Kleiderschrank voller Luxus Taschen

Fobe: Virtueller Kleiderschrank voller Luxus Taschen

Stellen Sie sich und das Startup Fobe doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Marlena Co-Founder von Fobe, einer Sharing Plattform für Luxus Handtaschen. 

Fobe hat das Ziel den Konsum im Modemarkt nachhaltiger zu gestalten, indem wir durch unser Sharing-Modell Konsum und Eigentum voneinander entkoppeln, die Nutzungsdauer von Artikeln voll ausschöpfen und dadurch mehr Konsum bei geringerem Ressourceneinsatz ermöglichen. Fobe kann man sich wie einen virtuellen Kleiderschrank voller Luxus Handtaschen vorstellen, auf den unsere Kund*innen Zugriff über ein Abo bekommen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ehrlich gesagt kam der Entschluss durch die Idee und das Produkt. Ich habe vor der Gründung von Fobe als Einkäuferin im Luxus Fashion Segment gearbeitet und habe dort viel Erfahrung genau mit den Herstellern sammeln dürfen, die wir aktuell auf unserer Plattform anbieten. Ein alter Schulfreund Anton kam mit der Idee der Gründung einer Sharing Plattform für Luxus Accessoires auf mich zu und wollte mich als Co-Founder dabeihaben. 

Ich habe tatsächlich keine 5 Minuten überlegt, weil ich sofort wusste das ich für das Thema Mode viel Leidenschaft und Knowhow habe und Fobe für mich zu dem Zeitpunkt die perfekte Herausforderung war. 

Was war bei der Gründung von Fobe die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war definitiv, dass wir den Launch von Fobe wenige Tage vor dem ersten Lockdown der Covid Pandemie hatten. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, man muss es sogar. Das musste ich als kleiner Perfektionist auch schmerzlich lernen und bin sehr froh ein Team um mich herum zu haben, dass an der Stelle sehr viel mutiger ist und gerade auch design technisch einen anderen Anspruch an den Tag legt. Ich musste hier am Anfang viele Abstriche machen, damit wir Zeit und vor allem Geld sparen. Es hat sich ausgezahlt und mittlerweile sind auch mehr Ressourcen vorhanden und Fobe entwickelt sich optisch peu à peu immer mehr zu dem was ursprünglich meine Vision war. 

Welche Vision steckt hinter Fobe?

Unsere Vision ist es im Modesegment eine nachhaltige Form von Konsum zu erschaffen, die von weiten Teilen der Gesellschaft angenommen wird. Wir wollen beweisen, dass andere Formen von Konsum nachhaltig, profitabel und skalierbar sind. Denn nur wenn alle diese Punkte erfüllt sind, können wir die verschiedenen Akteure in der Supply Chain und die Konsumenten mitnehmen und die Art wie wir Wirtschaften nachhaltig zu verändern. 

Wir sehen dabei die Entwicklung hin zu immer schnellerem Konsum als eine Chance für eine nachhaltigere Produktion. Das mag im ersten Moment wie ein Widerspruch klingen. Allerdings stellt der immer schnellere Konsum die gesamte Supply Chain und den Handel vor komplett neue Herausforderungen, da das Konzept von Eigentum nicht mehr zum Konsum passt. Dieser Umbruch schafft eine große Chance für die Implementierung von Kreislaufmodellen. Hier wollen wir im Modebereich die Entwicklung vorantreiben. 

Wer ist die Zielgruppe von Fobe?

Modebegeisterte Kund*innen, die Spaß daran haben die neusten Fashiontrends auf eine nachhaltigere Art und Weise zu tragen.

Wie funktioniert Fobe? Wo liegen die Vorteile?

Fobe ist eine Access Subscription zu einem virtuellen Kleiderschrank. Das bedeutet, dass unsere Kund*innen sich hieraus ihre Lieblingsmodelle aussuchen und immer wieder gegen neue austauschen können. Durch unser Modell können wir bei geringerem Ressourceneinsatz viel mehr Konsum ermöglichen, was wesentlich nachhaltiger als der Kauf eines Produktes ist. Außerdem lohnt es sich für unsere Kund*innen auch finanziell. So kostet eine durchschnittliche Auswahl in unserer Your Style Box über 5.000 Euro für die Konsumenten im Handel. Mit Fobe kann man diese Auswahl für 6 Monate nutzen und zahlt dafür insgesamt nur etwas mehr als 500 Euro. Man müsste somit 5 Jahre Kund*in sein um sich die ersten 3 Taschen seines Abos kaufen zu können. In dieser Zeit haben unsere Kund*innen aber schon 30 Taschen genutzt. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Uns unterscheidet von anderen Plattformen, dass wir bei der Auswahl der Taschen sehr stark darauf achten, dass wir die aktuellen Trends abbilden. Hier wird unsere Auswahl auch sehr regelmäßig aktualisiert. 

Wir beziehen die Produkte nicht Secondhand, sondern direkt vom Hersteller, wodurch wir eine Garantie für die Echtheit der Produkte haben. Und haben somit auch die Möglichkeit stark nachgefragte Farben und Produkte in größerer Menge verfügbar zu haben, wodurch Kund*innen nie lange auf ihr Wunschbag warten müssen. 

Wir fokussieren uns bei den Herstellern auf die Luxus Marken, welche in den letzten Jahren stark an Geschwindigkeit zugenommen haben und deren Produkte nach ca. 4-5 Jahren nicht mehr en Vogue sind. Eigentum macht hier keinen Sinn und mit Fobe bieten wir die perfekte Lösung.

Fobe, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen Fobe in den nächsten Jahren global skalieren und die Circular Economy in diesem Bereich aufbauen. Unser Ziel ist ein geschlossener Kreislauf mit den Herstellern und den Kund*innen, sodass die Ressourcen, aus denen die Taschen hergestellt sind, am Ende ihres Lebens wieder in neue Produktion mit einfließen können.  

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Ich habe mir in den letzten Jahren immer wieder die Frage gestellt, wie andere es alleine schaffen aus einer Idee ein Unternehmen zu gründen. Ich bin sehr froh, dass ich diese riesige Aufgabe nicht alleine bewältigen muss und mit meinem Co-Founder Anton Wochmanin ein perfektes Team bilde. Wir ergänzen uns super in unseren Fähigkeiten und decken somit gemeinsam ein großes Spektrum ab. Deshalb wäre meine Empfehlung nicht komplett allein zu gründen. 

Ich bin sehr froh, dass meine Leidenschaft für unser Produkt so groß ist, dass es mir nicht schwerfällt mich 24/7 mit dem Thema rund um Fobe zu beschäftigen. Ich denke das Leidenschaft ein wichtiger Punkt ist, um den Arbeitsaufwand beim Gründen nicht als negativen Stress zu empfinden. Hier ist meine Empfehlung nicht zu gründen, um zu gründen, sondern um seiner Leidenschaft nachzugehen. 

Warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt, um zu gründen, just do it. 

Wir bedanken uns bei Marlena Dietz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Börsengänge und wie sie funktionieren

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börsengänge

Börsengänge sind derzeit in aller Munde. Ob Ant, Delivery Hero oder Coinbase, die Nachrichten zu prominenten Börsengängen häufen sich in den letzten Monaten. Und auch bei den meisten Scale-Ups stellt sich irgendwann die Frage: Sollen wir an die Börse? 

Besonders relevant sind Börsengänge für Scale-Ups, die bereits die Anfangsphase verlassen haben: Der Markteintritt ist geglückt, die nächsten Schritte können ein Exit, ein Verkauf, ein Unternehmenszusammenschluss oder auch der Börsengang sein. Diese strategischen Entscheidungen werden am Ende mit über den zukünftigen Unternehmenserfolg entscheiden.  

Ein Börsengang bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen erhält das Unternehmen frisches Eigenkapital. Damit kann es zum Beispiel das weitere Wachstum, Akquisitionen oder auch die Internationalisierung finanzieren. Aktien können in dem Zuge als Akquisitionswährung Übernahmen oder Fusion mit anderen Unternehmen ermöglichen. Zudem sind Börsengänge öffentlichkeitswirksam, bringen Transparenz über die aktuelle Unternehmenssituation und damit einen Vertrauensgewinn bei allen relevanten Unternehmens-Stakeholder mit sich. 

Daniel Wild, CEO und Gründer der Mountain Alliance AG, eine börsennotierte operative Beteiligungsgesellschaft, sammelte bereits in der Dotcom-Ära erste Erfahrungen mit Börsengängen. 2005 brachte Wild sein erstes Unternehmen getmobile AG an die London Stock Exchange. In diesem Artikel geht Daniel Wild auf die jeweiligen Möglichkeiten eines Börsengangs sowie die konkrete Umsetzung am Beispiel des Teilexit der Mountain Alliance-Beteiligung Exasol ein.  

Börsengang, aber wie? 

Neben einem klassischen Börsengang, wie dem Initial Public Offering (IPO) gibt es weitere Möglichkeiten der Börsennotierung. Bei einem sogenannten Direct Listing werden keine neuen Aktien ausgegeben und damit auch kein neues Kapital aufgenommen. Bestehende Anteile von Gründern oder Investoren werden hier an der Börse gelistet. Insbesondere in den USA nutzen Unternehmen bei Direct Listings zunehmend vorbörsliche Möglichkeiten, wie Eigenkapital von Risikokapitalgebern (VCs) und anderen Investoren. Auch SPACs (Special Purpose Acquisition Companies) sind derzeit in aller Munde. Bei einem SPAC, auch Reverse IPO genannt, wird eine Hülle an die Börse gebracht und erhält Kapital, mit dem dann ein Unternehmen akquiriert wird, das nicht an der Börse gelistet ist und so an die Börse gelangt. 

Ein Börsengang ist per se ein anspruchsvolles Unterfangen. Durch Transparenzanforderungen, kontinuierliche Öffentlichkeits- und Investorenkommunikation, sowie der Aufwand für Investoren- und Jahresversammlungen, kommen hohe Kosten, die sogenannten “Costs of Being Public” auf ein Unternehmen zu. Mindestens 250.000 Euro pro Jahr müssen Unternehmen einplanen und bei einem Börsengangs langfristig berücksichtigen. Doch für Scale-Ups mit einem vielversprechenden Geschäftsmodell, kann sich der strategische Schritt lohnen.  

Das Beispiel Exasol  

Am Beispiel des Exasol-Teil-Exits im vergangenen Jahr, wird im Folgenden ein Börsengang und seine Details verdeutlicht. Die Exasol-Aktie startete am 25. Mai 2020 an der Frankfurter Wertpapierbörse bei 14 Euro und lag bereits zum Start rund 50 Prozent höher als der Ausgabepreis (9,50 Euro je Stück). Dem Börsengang lagen mehrere Entscheidungen und Überlegungen zugrunde und der Entscheidungsprozess wurde umfangreich von einer etablierten Investmentbank begleitet. 

Gelistet wurde der Datenbank-Anbieter letztendlich im Börsensegment „Scale“ für kleine und mittlere Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse. Dieses Segment bietet Anleger:innen eine verbesserte Transparenz und Vergleichbarkeit bei Beteiligungen an kleinen bis mittleren Unternehmen. Bei dem Börsengang stammten über die Hälfte der rund 9,2 Millionen ausgegebenen Aktien aus einer Barkapitalerhöhung. Die restlichen Anteilsscheine befanden sich entweder im Besitz der Altaktionäre, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie Exasol selbst oder wurden als bestehende Aktien in Verbindung mit Mehrzuteilungs- oder Aufstockungsoptionen angeboten. Bestehenden Anteilseigner:innen wurde vor Verwässerung ihrer Beteiligungsquote und zur Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes im Vorfeld des Börsengangs neue Aktien – in anteiliger Höhe ihrer Beteiligung – zum Bezug angeboten. Darüber hinaus kam das Interesse für die Aktie sowohl von nationalen als auch internationalen Investoren. 

Mit diesem Schritt bewahrte Exasol seine Unabhängigkeit, konnte Vertrauen im Markt gewinnen und seine Sichtbarkeit deutlich erhöhen. Zudem konnten langfristig signifikante Kapitalerhöhungen für das Unternehmen gesichert werden. 

2021 ist das Jahr der Börsengänge. Das war nicht immer so. Exasol war 2020 das erste Unternehmen, das in Deutschland an die Börse ging. Während 1999 mehr als 160 deutsche Unternehmen den Schritt an die Börse wagten, waren es im letzten Jahr gerade einmal sieben Firmen. 2020 war nach Angaben von PwC in Deutschland das schwächste IPO-Jahr seit der Finanzkrise. Im Vergleich zu den USA ist Deutschland in dieser Hinsicht deutlich weniger risikobereit, obwohl auch bei uns die Börse ein etabliertes Instrument für die Refinanzierung ist. Andere europäische Börsenplätze haben diesen Bedarf erkannt und sich bereits für deutsche Unternehmen geöffnet.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Börsengang?

Ein Unternehmen ist bereit für den Börsengang, wenn die bereits erwähnten “Costs of Being Public” und damit die nötigen liquiden Mittel vorhanden sind. Und das nicht nur zum jetzigen Zeitpunkt, sondern auch für die kommenden Jahre. Grundsätzlich muss ein Unternehmen, abhängig vom Business Modell, einen acht- bis neunstelligen Umsatz aufweisen. Grundvoraussetzung für einen Börsengang ist zudem die nötige Profitabilität und Wachstumsgeschichte des Unternehmens. 

Tipps für Neulinge: 

Realistisch bleiben! Die Bewertung durch die Investmentbanken kann im Vorfeld höher ausfallen, als die Unternehmensbewertung im späteren Prozess. Die Investmentbanken streben eine bestmögliche Vermarktung an. Eine realistische Einschätzung sollte beispielsweise auch die Tragfähigkeit der “Costs of Being Public” miteinbeziehen.

Den Börsenwert nicht überbewerten! Oft das Handelsvolumen, beziehungsweise die Bewegung der Aktien von größerer Bedeutung für Investor:innen, da sie leicht ein- und aussteigen können.

Nicht zu früh! Ein Börsengang sollte nicht überstürzt werden und erst dann erfolgen, wenn Liquidität und Rentabilität wirklich gegeben sind. 

Fazit: 

Grundsätzlich sollten vor einem Börsengang weitere Überlegungen bezüglich Ziel, Handelsplatz und Unternehmensgröße geklärt werden. Ist man zudem bereit für eine öffentliche Transparenz der Geschäfte? Damit es beim Börsengang keine bösen Überraschungen gibt, sollten Börsen-Neulinge ihre Optionen im Vorfeld gut abwägen. 

Autor: Daniel Wild

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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