Freitag, April 17, 2026
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Die richtige Umsetzung gelingt nur mit den richtigen Menschen

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APO Pharma Immun immunkarte

APO Pharma Immun: Immunkarte ® das digitale Impfzertifikat im Scheckkartenformat

Stellen Sie sich und das Startup APO Pharma Immun doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Tamim Al-Marie, seit Januar 2021 bin ich approbierter Apotheker. Im Februar 2021 habe ich gemeinsam mit meinem Team die Firma APO Pharma Immun GmbH gegründet. In dieser Firma haben wir die Immunkarte® entwickelt und gemeinsam mit den Vor-Ort-Apotheken im Markt etabliert. Inzwischen nehmen über 10.000 Apotheken daran teil. Für das Vertrauen, das mir meine Kolleginnen und Kollegen damit entgegenbringen, bin ich sehr dankbar.

Die Immunkarte® hat sich von Anfang an als Partner der Vor-Ort Apotheke positioniert. Die daraus resultierende Qualität des Services Immunkarte® kam auch bei den Endverbrauchern und Patienten gut an. Inzwischen haben wir über 5,5 Millionen Immunkarten verkauft.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der Plan ein Start-up im Apothekenmarkt zu gründen, bestand schon eine Weile. Der Apotheken-Markt ist seit einiger Zeit im großen Umbruch und so kann man als junge, dynamische Firma für Patientinnen und Patienten sowie Apotheken große Mehrwerte schaffen. In der Zeit als ich meine Approbation als Apotheker erhielt, lag der gesellschaftliche Fokus auf der Corona-Pandemie – so auch meiner. Und so lag auch der Fokus der ersten Unternehmung auf der Bewältigung der Pandemie. 

Welche Vision steckt hinter APO Pharma Immun?

Die Immunkarte® verfolgt die Vision, allen Menschen die Möglichkeit zu geben, alltagsfreundlich Ihren Immunstatus (geimpft oder genesen) auszuweisen. In der Pandemie zeichnete sich schnell ab, welche besondere Bedeutung dem Genesenen- oder Impfstatus einer Person zukommen würde. Jede geimpfte Person konnte sich in der Apotheke, beim impfenden Hausarzt oder im Impfzentrum einen QR-Code generieren lassen, der ihre Impfung nachweist. Viele hinterlegten diesen Code dann mittels App auf ihrem Smartphone.

Nun gibt es aber im Umbruch zum digitalen Zeitalter durchaus Personen, die über kein Smartphone verfügen oder die ihrem Handy-Akku nicht vertrauen können oder wollen. Genau diese Lücke wollten wir mit unserer Immunkarte® schließen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Bevor es den digitalen Impfausweis des Bundesgesundheitsministeriums gab, hatten wir eine eigene “Vorab-Version” entwickelt. Hier flächendeckende Akzeptanz zu erlangen, war sehr schwierig und hat immer wieder zu Problemen geführt. 

Bei Einführung des offiziellen digitalen Impfausweises, mussten wir uns schnell den neuen Marktgegebenheiten anpassen und haben die App (inkl. dem dazugehörigen System) innerhalb von 1,5 Wochen komplett umgestellt. Die damals 200 Partner-Apotheken über die Umstellung zu informieren, war eine große Herausforderung. 

Als im Dezember die Bestellzahlen innerhalb einer Woche von 20.000 auf 100.000 Karten pro Tag gestiegen sind, waren unsere Operations mit großen Herausforderungen konfrontiert: Druckereien, Customer-Support und auch Apotheken arbeiteten an ihrer Belastungsgrenze – aber letztendlich konnten wir die hohe Nachfrage trotz etwas Verzug abdecken.

Das Start- Investment von 34.000 € durch unseren Inkubator 2b AHEAD Ventures, mit dem wir die Firma gegründet haben, hat ausgereicht, um eine deutschlandweit agierende Firma aufzubauen, die Millionen von Kunden beliefert. 

Wer ist die Zielgruppe von APO Pharma Immun?

Zielgruppe der Immunkarte ® waren zu Beginn Menschen, die sich noch nicht ganz auf den digitalen Impfnachweis einlassen wollten und konnten. Schnell erkannten wir aber, dass Menschen jeden Alters die Immunkarte® nutzen wollen. Auch junge Menschen leben ohne Smartphone oder vertrauen ihrem Akku einfach nicht genug.

Um all diese Menschen schnell und unkompliziert erreichen zu können, braucht man ein vertrauenswürdiges und gut organisiertes Netzwerk. Daher war uns von Anfang an wichtig, die Apotheken vor Ort als Partner zu haben. Viele aus unserem Team kommen aus der Apotheke, haben dort gearbeitet und wissen, welchen Stellenwert die Apotheke vor Ort hat.

Der Erfolg der Immunkarte ® wäre ohne die Apotheken nicht möglich gewesen und viele Personen müssten immer noch mit einem abgegriffenen DIN-A4-Zettel herumlaufen.

Wie funktioniert APO Pharma Immun? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit der Immunkarte ® konnten wir zeigen, was in uns steckt. Wir präsentieren Apotheken nicht einfach eine Software und ein Produkt und sagen: Hier, verkauft das!

Wenn wir Zusammenarbeit sagen, meinen wir das auch so. Wir treten in den aktiven Dialog mit unseren Partnerapotheken, hören zu und bieten unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten, um bei Fragen und Problemen weiterzuhelfen.

Und vor allem bleiben wir unseren Apotheken treu. Selbst als wir einen Online-Shop hatten, in dem Endverbraucher die Immunkarte ® bestellen konnten, mussten diese eine Partnerapotheke angeben. Wir kommen aus der Apotheke und arbeiten mit der Apotheke.

APO Pharma Immun, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Arzneimitteltherapie wird digital und jeder will mithalten. Viele Apotheken bahnen sich bereits mutig ihren eigenen Weg in die digitale Welt, bieten Bestellungen per App an, haben einen Online-Shop usw.  Hier wollen wir aktiv unterstützen. Die Apotheke wählt die Route, wir sind der Co- Pilot: Gemeinsam mit den Vor-Ort-Apotheken machen wir die Arzneimittelversorgung fit für die Zukunft. 

Auch mit neuen Produkten, Services und Anwendungen, muss die Kernleistung der Vor-Ort-Apotheken erhalten bleiben: die persönliche Beratung der Patientinnen und Patienten. Denn nur so werden Sicherheit und bestmögliche medizinische Versorgung gewährleistet.  Mein Team und ich werden in den nächsten Jahren alles dafür tun, der bestmögliche Co- Pilot zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ideen sind schön und gut. Viele Leute haben Ideen, aber die richtige Umsetzung macht den Unterschied. Das ist anstrengend, tut weh, fühlt sich unangenehm an und ist es am Ende doch wert. 

Die richtige Umsetzung gelingt nur mit den richtigen Menschen: Ich kann nur dazu raten, um sich motivierte und kompetente Leute zu sammeln, die von der Idee genauso begeistert sind wie du – und deshalb auch bereit sind, die Extrameile zu gehen.

Gleichzeitig mein persönliches Motto: Einfach mal machen! Du weißt vorher nie alles, was du wissen musst. Das meiste lernst du auf dem Weg. Mut ist eine ganz wichtige Zutat zum erfolgreichen Start-up – so zumindest meine Meinung. 

Wir bedanken uns bei Tamim Al-Marie für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Organisch wachsen und verantwortlich handeln

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SANTA LUPITA

SANTA LUPITA hochwertige, in liebevoller Handarbeit gefertigte, traditionelle mexikanische Ethno Mode für Frauen, Männer und Kinder

Stellen Sie sich und das Startup SANTA LUPITA doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Jorge Acevedo, ich wurde in Mexiko-Stadt geboren und bin Gründer des Slow Fashion Brands SANTA LUPITA. Durch den Besuch einer deutschen Schule in Mexiko und anschließendem Studium in Deutschland verbinde ich durch SANTA LUPITA meinen mexikanischen Ursprung mit meiner zweiten Heimat. Nach einigen Jobs in der Konzernstrategie für unterschiedliche Transportunternehmen entschloss ich mich 2014 zur Gründung meines eigenen Unternehmens.

Wir beschäftigen bei SANTA LUPITA über 130 Kunsthandwerker*innen aus entlegenen Regionen Mexikos, die alle von Zuhause aus arbeiten und unsere Kleider in ihrer Freizeit herstellen. Wir bieten so hochwertige, in liebevoller Handarbeit gefertigte, traditionelle mexikanische Ethnomode für Frauen, Männer und Kinder. Diese vertreiben wird hauptsächlich über den Online-Store und zusätzlich über ausgewählte Einzelhandelsgeschäfte, sowie im Sommer über Internationale Pop Ups und Trunk Shows. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Da ich selbst aus einer Unternehmerfamilie stamme, hatte ich schon lange den Wunsch in mir ein eigenes Unternehmen zu gründen. Ich wollte eigene Ideen entwickeln und ein neues Produkt auf den Markt bringen, welches eine Brücke zwischen meinem Geburtsland Mexiko und meiner Wahlheimat Deutschland baut. Mode hat schon immer eine Rolle in meinem Leben gespielt und so lag es nahe, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf mache. Es war mir jedoch sehr wichtig, dass ich ein Unternehmen aufbaue, welches einen sozialen Impact hat und dazu beiträgt, Kunsthandwerkerinnen in entlegenen Regionen Mexikos den Zugang zu den internationalen Märkten zu eröffnen. 

Welche Vision steckt hinter SANTA LUPITA?

Wir zeigen bei SANTA LUPITA, dass es in Zeiten von Massenproduktion möglich ist, qualitativ hochwertige, einzigartige Mode unter umweltfreundlichen und menschenwürdigen Bedingungen herzustellen. Unsere Kunden sollen dazu inspiriert werden über das eigene Konsumverhalten nachzudenken. Dass sie lieber weniger und dafür hochwertige und zeitlose Produkte mit einer besonderen Geschichte und einem positiven sozialen Impact erwerben. Wir distanzieren uns von der Wegwerfkultur, die leider die Modebranche prägt, und setzen auf Produkte, die von Generation zu Generation weitergegeben werden können.

So bieten wir bei SANTA LUPITA eine echte Alternative zur langweiligen standardisierten Massenmode der Fast Fashion-Ketten. Dabei sollen alle Teilnehmer*innen unserer Transaktions-Prozesse in der Modebranche profitieren: die Arbeiter durch faire Arbeitsbedingungen, das Unternehmen durch Profitabilität, Kundinnen und Kunden durch den Zugang zu hochqualitativen und einzigartigen Produkten und selbst die Umwelt durch eine reduzierte Belastung und einen kontrollierten Ressourcenverbrauch. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben uns rein privat, durch die finanziellen Mittel von mir und meiner Geschäftspartnerin finanziert. Unsere größte Herausforderung lag darin eine zuverlässige und transparente Lieferkette aufzubauen, die garantiert, dass alle Prozesse unter umweltfreundlichen und menschenwürdigen Bedingungen stattfinden. Damit einher ging der Aufbau eines zuverlässigen Netzwerkes an Kunsthandwerkerinnen, die über die nötigen Skills und Disziplin verfügen, um die notwendigen Mengen in der erwarteten Qualität aufzubringen. Außerdem war es sehr langlebig bis sich uns auch eigene Türen in dieser höchst diversifizierten, schnelllebigen und auf Rabatte fokussierten Modeindustrie öffneten. 

Wer ist die Zielgruppe von SANTA LUPITA?

Bei SANTA LUPITA bieten wir individuelle Produkte für Frauen, Männer und Kinder. Dabei umfasst unsere Zielgruppe modebewusste Kundinnen und Kunden, mit dem Fokus auf Frauen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren, die auf der Suche nach einzigartiger, bunter, zeitloser und limitierter Mode sind. Besonders Kundinnen und Kunden, die konsumbewusst einkaufen und denen es wichtig ist, dass die Produkte, die sie erwerben, unter umweltfreundlichen und menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden und dafür auch bereit sind den realen Preis für Mode zu zahlen.

Was ist das Besondere an der Mode? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Mode von SANTA LUPITA ist bunt und fröhlich, etwas Besonderes in Zeiten von Uniformmode der Fast Fashion-Ketten. Wir wollen mit SANTA LUPITA Lebensfreude vermitteln und den Träger*innen ein gutes Gefühl geben. Eine große Besonderheit, die uns von anderen Modelabels abhebt, ist, dass die Mode in liebevoller Handarbeit, von einer einzelnen Kunsthandwerkerin Zuhause angefertigt wird. Jedes Kleidungsstück ist dabei ein Unikat, trägt eine eigene Geschichte mit sich und ermöglicht es unseren Kund*innen eine besondere Beziehung zu unseren Kleidungsstücken aufzubauen, die sehr aufwendig und qualitativ hochwertig sind.

Unsere Kleidung ist zeitlos, fair und über mehrere Saisons tragbar, so kommt sie Jahr für Jahr erneut zum Einsatz und kann irgendwann sogar an die nächste Generation weitergeben werden, wie auch die Traditionen und das Handwerk, auf denen die Mode basiert. Wir sehen es mehr als Investition an als eine Ausgabe, denn es geht um ein Produkt, das lange im Kleiderschrank bleibt und mit gutem Gewissen getragen werden kann.

SANTA LUPITA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zukünftig wollen wir mehr und mehr Kunsthandwerkerinnen in unser Netzwerk integrieren, sodass wir weiterhin organisch wachsen und noch mehr Kundinnen und Kunden erreichen können. Außerdem ziehen wir in Betracht, das Kunsthandwerk weiterer Länder mit einzubeziehen und so neue Kulturen in Santa Lupita mit einfließen zu lassen. Eine Expansion außerhalb unseres Hauptmarktes der DACH-Länder wäre zusammen mit der unserer Männer und Kinderlinien ein nächster Schritt für uns. Zusätzlich dazu würden wir gerne unsere Interior Design Linie, welche wir leider vor drei Jahren aus Kapazitätsgründen eingestellt haben, wieder aufnehmen, um so auch außerhalb des Modesegments ein Standbein aufzubauen. In fünf Jahren könnten wir uns gut vorstellen, unseren eigenen physischen Retail, als eine Art Flagship Store in ausgewählten Städten zu betreiben, um die SANTA LUPITA-Erfahrung noch persönlicher mit mehr Kundinnen und Kunden teilen zu können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nicht jeden Ratschlag ernst nehmen: Freunde, Familie und Kund*innen meinen es zwar immer gut, es ist jedoch unmöglich alle Wünsche zu erfüllen. Wenn man versucht es allen recht zu machen, verzettelt man sich schnell und macht sich nur verrückt. Deshalb: Stick to your core values.

Organisch wachsen und verantwortlich handeln: Erfolg definiert sich nicht immer durch einen rasanten schnellen Anstieg, ein organisches Wachstum ist meist beständiger und von langfristigem Erfolg gekrönt. Lieber bedächtig eine langfristige Erfolgsgeschichte aufbauen, als zuerst schnell anzusteigen und danach mit voller Wucht gegen die Wand zu prallen. 

Es ist wichtig diszipliniert Me-Time einzuplanen und zu lernen, dass man nicht immer alles schaffen kann. Ab und zu muss man auch einfach das Handy ausmachen, Hobbies routiniert einplanen und sich dazu zwingen etwas außerhalb der Arbeit zu machen. 

Wir bedanken uns bei Jorge Acevedo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gemeinsam ist es immer einfacher

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mersor geschenke

MERSOR Online Shop für personalisierte, hochwertige, stilvolle und einzigartige Geschenke

Stellen Sie sich und das Startup MERSOR doch kurz unseren Lesern vor! 

Stella: Mit MERSOR haben wir das Ziel, den europäischen Geschenkemarkt nachhaltig zu verändern und damit zur ersten Anlaufstelle für Geschenke zu werden. Der Geschenkemarkt aktuell ist eingestaubt und altmodisch. Das möchten wir ändern! Mit MERSOR fokussieren wir uns auf hochwertige, stilvolle und einzigartige Geschenke. Darüber hinaus möchten wir die Kund:innen entlang des gesamten Geschenk-Prozesses unterstützen und launchen bald unsere ersten Geschenke-Features.

Die strategische Ausrichtung und Unternehmensentwicklung entscheiden Lisa und ich als Team. Darüber hinaus verantworte ich als CEO alle kreativen und produktbezogenen Themen wie das Marketing, Branding sowie Partner- und Produktportfolio. Natürlich spielt hier auch unsere Webseite eine entscheide Rolle, welche ich mit unserem Tech-Team kontinuierlich optimiere.   

Lisa: Genau, gemeinsam arbeiten Stella und ich an der Vision und Umsetzung unserer strategischen Ziele. Alle anderen Aufgaben innerhalb von MERSOR haben wir aber klar aufgeteilt und ergänzen uns durch unsere verschiedenen Backgrounds. Ich kümmere mich als CFO vor allem um die internen Strukturen wie Prozesse, Finanzen oder HR. Neben dem Investors Relation und unserem Reporting, habe ich einen starken Fokus auf die Wachstumsgrundlagen wie die Arbeitskultur und schlanke, digitale Prozesse. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen? 

Stella: Ich liebe es, Geschenke zu machen und die besonderen Momente beim Schenken zu erleben. Als meine Mutter vor ein paar Jahren ihren 60.Geburtstag feierte, wollte ich ihr etwas Persönliches und Einzigartiges schenken. Vor allem als Studentin war es nicht leicht dies in einem bezahlbaren Rahmen zu finden. Und es ging nicht nur mir so – auch in meinem Bekanntenkreis bin ich immer wieder nach Geschenk-Empfehlungen gefragt worden. Das hat mich dazu motiviert MERSOR zu gründen. 

Was war bei der Gründung von MERSOR die größte Herausforderung? 

Stella: MERSOR wurde damals noch aus dem Studium heraus gegründet. Dabei war es am Anfang die größte Herausforderung die vielen Themen wie Lieferantenauswahl, Website Aufbau und Bestellabwicklung mit anstehenden Klausuren und Verpflichtungen in der Uni unter einen Hut zu bekommen. Deshalb war mir von Beginn an wichtig, schnellstmöglich eine/n Co-Gründer:in zu finden. Dabei war die Suche gar nicht so einfach. Es sollte jemand sein, der nicht nur meine Themengebiete ergänzt, sondern auch Lust hat gemeinsam ein Start-Up mit entsprechenden Risiken in Kauf zu nehmen – mit Lisa habe ich die perfekte Ergänzung gefunden! 

Lisa: Tatsächlich ist unsere Konstellation auch eher ein glücklicher Zufall! Meine Mutter hat MERSOR entdeckt als sie einen personalisierten Schlüsselanhänger an meinen Vater verschenkt hat. So bin ich auf MERSOR aufmerksam geworden. Nach mehreren Teamevents und Workshops habe ich schließlich meinen Job gekündigt und bin bei MERSOR eingestiegen. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist? 

Stella: Ja, das sollte man sogar. Perfektionismus entschleunigt total. Aber wir wissen selbst, dass es leichter gesagt als getan ist! 

Lisa: Zu Beginn haben wir viel Wert daraufgelegt, alles perfekt zu machen. Dabei sollte man jedoch nicht zu viel Zeit verlieren. Meistens reicht eine 80% Lösung vollkommen aus – die restlichen 20% ergeben sich dann durch Erfahrung und Learnings. Viel wichtiger ist, dass man flexibel bleibt und auch bereit ist von seiner ursprünglichen Idee abzuweichen. Das mussten wir aber auch erst einmal lernen! 

Welche Vision steckt hinter MERSOR? 

Lisa: Wir haben die Vision, den europäischen Geschenkemarkt nachhaltig zu verändern und damit zur ersten Anlaufstelle für Geschenke zu werden. 

Wer ist die Zielgruppe von MERSOR? 

Stella: Wer kennt es nicht: es gibt immer einen Anlass, zu dem man auf der Suche nach einem Geschenk ist – daher haben wir eine sehr breite Zielgruppe. Als Online-Marktplatz fokussieren wir uns aber natürlich auf eine online-affine Kundschaft zwischen 25-40 Jahre. Neben klassischen Geschenken für Endkunden, bieten wir auch Firmengeschenke für verschiedene Anlässe wie z.B. Weihnachten, Geburtstage oder wichtige Feiern an. 

Wie funktioniert MERSOR? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Lisa: Die Suche nach dem perfekten Geschenk ist meistens sehr aufwändig und zeitintensiv. Wir möchten unseren Kund:innen die Arbeit abnehmen und begeben uns deshalb stellvertretend auf die Suche nach spannenden Geschenkideen. Wir bieten unseren Kund:innen einen einzigartigen Mix aus jungen Labels, bereits etablierten Traditionsunternehmen und hochwertigen Eigenmarken. Dieses Konzept bietet uns viel Flexibilität und Wachstumsmöglichkeiten. Das Fulfillment unserer Eigenmarke erfolgt Inhouse, sodass mit unseren sehr schnellen Lieferzeiten auch Last-Minute-Shopper fündig werden. 

Stella: Wir möchten jedoch nicht nur durch stilvolle Geschenke und außergewöhnliche Geschenkideen bestechen, sondern begleiten unsere Kund:innen zukünftig ebenso entlang des kompletten Geschenkeprozesses. Für letzteres arbeitet unser Team aktuell mit Hochtouren an unseren Geschenke-Features wie z.B. ein Geschenke-Planner. 

MERSOR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Lisa: In fünf Jahren planen wir europaweit als die Nummer 1 für Geschenke angekommen zu sein. Mit einem europäischen Netzwerk aus spannenden Partnern, exklusiven Kooperationen und unserer eigenen App. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben? 

Macht nicht alles selbst! Viel wichtiger ist es, früh die richtigen Leute mit ins Boot holen. 

Durchhaltevermögen zu zeigen, lohnt sich. 

Gemeinsam ist es immer einfacher – sucht Euch eine/n Partner:in um Eure Idee zu verwirklichen

Wir bedanken uns bei Lisa Kristina Meissner und Stella Maria Sorg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Visualisiert eure Ziele

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ride steuern sparen low-tax investing

RIDE Steuern sparen und Vermögen schneller aufbauen – low-tax investing

Stellen Sie sich und das Startup RIDE doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Christine Kiefer und seit mehr als zehn Jahren in der Fintech-Industrie zu Hause. Bevor ich in die Berliner Start-up-Szene wechselte, habe ich unter anderem als Strategist für Goldman Sachs in London im Bereich Equity Derivatives gearbeitet.

Neben meinen unternehmerischen Aktivitäten habe ich mit den Fintech Ladies ein Netzwerk für Frauen gegründet, damit diese sich über Fintech austauschen und ihren eigenen Weg in der Szene gehen können.

Das Berliner Fintech RIDE habe ich zusammen mit Felix Schulte gegründet. Die Idee hinter RIDE: Hohe Steuern hindern am Vermögensaufbau. Mit einer vermögensverwaltenden GmbH allerdings können Anleger in Form einer Kapitalgesellschaft von einer deutlich niedrigeren Steuerlast profitieren. Wer Steuern spart, hat wiederum mehr Geld zum Reinvestieren und kann so schneller Vermögen aufbauen. Mit RIDE begründen wir eine neue Kategorie des Investierens: den „low-tax investing“-Ansatz.

Mit einer Kapitalgesellschaft in Form einer UG oder einer vermögensverwaltenden GmbH, kurz vvGmbH, zahlen Anleger beispielsweise lediglich 1,54 % Steuern auf Aktiengewinne statt 26,375 % als Privatperson.

Wir haben eine Software- und Plattformlösung für steuereffizientes Investieren entwickelt. Diese ermöglicht, die sonst hohen Kosten für solche Services zu senken, und macht sie mehr Menschen zugänglich. Unsere Services reichen vom Gründungs-Service über den Admin-Service bis hin zum Wertpapierverbuchungs-Service, der vor allem Steuerberater die Arbeit erleichtert. Wir helfen also bei der Gründung und bei der gesamten Verwaltung einer GmbH sowie bei der Wertpapierverbuchung.

Welche Vision steckt hinter RIDE? Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Wenn man Vermögen aufbaut, baut man zum einen Sicherheit und zum anderen Freiheit auf. Mein Mitgründer Felix und ich halten das für äußerst wichtig. Nur ist es eben gar nicht so einfach, Vermögen aufzubauen.

Unser Fokus bei RIDE ist ganz klar ausgerichtet: Wir konzentrieren uns nur auf die echte Rendite, nach Steuern und nach Kosten.

Dabei sind gerade Steuern der größte Kostenfaktor im Leben eines Menschen, noch vor Ausgaben für Lebensmittel, Haus oder Auto. Mit einer GmbH schafft man es Steuern zu reduzieren und zu optimieren. Eine vermögensverwaltende GmbH ist vom Prinzip her wie eine Spardose, über die man Vermögen anhäufen kann. 

Felix und ich kannten vor der Gründung von RIDE eine Menge Leute, die eine GmbH hatten. Doch es gab einige Knackpunkte, wie die Administration und die laufenden Kosten. Wir beobachteten auch, dass immer wieder dieselben Fragen aufkamen: „Welche Bank hast du?“ oder „Hast du für dies und das eine Vertragsvorlage?“. Darum haben wir beschlossen, ein digitales Produkt dafür zu entwickeln.

Als Felix und ich mit befreundeten Unternehmern im Jahr 2018 einige Immobilien-Club-Deals aufsetzten, hat Felix allen Beteiligten geraten, ihre Anteile in einer vermögensverwaltenden GmbH zu halten. Das Problem war allerdings, dass keiner von ihnen wusste, wie man so eine Kapitalgesellschaft erfolgsversprechend konzipiert.

Felix verbrachte Tag und Nacht damit, die Beteiligten über WhatsApp bei der Gründung zu unterstützen. Innerhalb von ein paar Wochen hatte er dabei geholfen, acht GmbHs zu gründen. Ich habe da allerhand Optimierungsbedarf gesehen und zu Felix gesagt, dass wir das mit einer Software lösen können. So sind wir auf RIDE gekommen.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie  haben Sie sich finanziert?

Wir hatten und haben immer noch mehrere Herausforderungen: Einerseits eine, mit der wir auf jeden Fall nicht allein sind: neue Mitarbeiter zu gewinnen. Andererseits bestand eine Herausforderung darin, die Seed-Finanzierungsrunde während der Pandemie zu meistern. Wir haben Anfang 2020 angefangen, Investoren anzusprechen und das gestaltete sich durchaus schwierig. Mittlerweile haben wir insgesamt 5 Millionen Euro eingesammelt, darunter von dem Berliner Fonds Angel Invest, dem Family Office von Raoul Heraeus sowie dem US-Fond Social Starts.

Wer ist die Zielgruppe von RIDE?

Grundsätzlich richten wir uns an Personen mit einem liquiden Vermögen ab 100.000 Euro. Wir wollen professionellen Vermögensaufbau erschwinglich machen. Ja, 100.000 Euro sind eine Menge Geld. Allerdings sind solche Services, wie wir sie anbieten, in der Regel Menschen mit 5 Millionen Euro und mehr vorbehalten. Das ist also ein Riesensprung. Unsere Services richten sich vor allem an Anleger, Immobilienbesitzer, Trader und Steuerberater.

Wie funktioniert RIDE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

RIDE ist das erste Fintech, das sich auf die echte Rendite konzentriert, nach Steuern und nach Kosten. Wir bieten die Gründung und die gesamte Verwaltung von GmbHs als softwarebasierte Services an: Mit dem RIDE-Gründungs-Service haben wir die GmbH-Gründung weitgehend digitalisiert und automatisiert. Unser Admin-Service verwaltet die GmbH. Schließlich haben wir noch den automatisierten Wertpapierverbuchungs-Service, kurz WePa-Service.

Dank unseres WePa-Services können wir Wertpapiere automatisch verbuchen. Im Anschluss erstellen unsere Partner-Steuerberater den Jahresabschluss gemäß steuer- und handelsrechtlichen Vorschriften. Damit reduzieren sich Arbeitsaufwand und Kosten für Steuerberater um ein Vielfaches. Außerdem stellen wir diese Software externen Steuerberatern zur Verfügung, wodurch die Bearbeitungszeit sinkt und der Service günstiger wird.

Unsere Plattform bringt Anleger, Notare und spezialisierte Steuerberater zusammen, um sämtliche Prozesse reibungslos und effizient abzubilden.

RIDE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir lernen stetig von unseren Kunden und möchten deren Feedback umsetzen. Wir entwickeln unsere Plattform weiter, erweitern unser Serviceangebot und möchten Kunden mehr Möglichkeiten beim Investieren geben.

Anfang des Jahres sind wir kräftig gewachsen: Derzeit beschäftigen wir über 50 Mitarbeiter. Wo wir gerade bei den Zahlen sind: Wir betreuen mittlerweile über 1.000 GmbHs und haben mehr als 200 Millionen Euro Vermögen unter Administration.

In fünf Jahren sind wir eine digitale Privatbank – mit mehr Services und Investmentmöglichkeiten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

#1: Seid mutig, die eigene Vision umzusetzen.

#2: Visualisiert eure Ziele.

#3: Startet euer Business mit der richtigen Rechts- beziehungsweise Gesellschaftsform.

Bild Credits: Nobusama Fotografie

Wir bedanken uns bei Christine Kiefer und Felix Schulte für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Recherchiert viel zur Marktsituation in dem Bereich, in dem ihr gründen wollt

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safetyPlanner

Stellen Sie sich und das Startup safetyPlanner doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Jonas Pfaller, ich bin 27 Jahre alt und wohne seit knapp 2 Jahren in Grafing. Meinen beruflichen Werdegang begann ich mit einer technischen Ausbildung und bildete mich dann zum Industriemeister weiter. Dort hatte ich die ersten Berührungspunkte mit dem Thema Arbeitsschutz, welche mich dann dazu brachten mich zu Fachkraft für Arbeitssicherheit ausbilden zu lassen. Letztes Jahr habe ich mich dazu entschieden mein Startup safetyPlanner zu gründen, um den Arbeitsschutz in Deutschland zu revolutionieren. Der safetyPlanner ist eine agile und digitale Lösung im Arbeitsschutz. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Um etwas verändern zu können, muss man die Dinge selbst angehen. Deshalb habe ich mein Unternehmen gegründet, um etwas im Arbeitsschutz bewegen zu können.

Welche Vision steckt hinter safetyPlanner?

Meine Vision ist das Schaffen eines Gleichgewichts zwischen Arbeitsschutz und Wirtschaftlichkeit. Jedes Unternehmen muss wirtschaftlich denken, um erfolgreich zu sein. Trotzdem darf das Thema Arbeitsschutz nicht vernachlässigt werden. Daher habe ich zusammen mit meinen zwei Programmierern eine Softwarte entwickelt, die einen zeitsparend und effektiv durch den Arbeitsschutz führt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist es in Deutschland herauszufinden, was man beim Gründen und Führen eines Unternehmens beachten muss. Erfreulicherweise erhalte ich seit kurzem fachliche Unterstützung vom Gründerzentrum Zamstarten in Grafing. Finanziert habe ich den safetyPlanner durch mein eigenes Erspartes und Unterstützung von Freunden und Familie. Derzeit bin ich noch Teilzeit in Festanstellung und kann dadurch meine Lebenshaltungskosten finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe von safetyPlanner?

Die Zielgruppe für den safetyPlanner sind alle Unternehmen, die sich auf Büroarbeitsplätze spezialisiert haben. Bürobetriebe mit kleineren Werkstätten können den safetyPlanner ebenfalls nutzen.

Wie funktioniert safetyPlanner? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Zu Beginn wird der Ist-Zustand des Unternehmens mit Hilfe eines Interviews ermittelt. Anschließend werden dem Unternehmen individuell alle Aufgaben aufgezeigt, die das Unternehmen im Arbeitsschutz zu erledigen hat. Außerdem können alle arbeitsschutzrelevanten Themen, wie z.B. Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen oder Unterweisungen im safetyPlanner erstellt und getrackt werden. Mit einer umfangreichen Knowledgebase liegen dem Unternehmen alle wichtigen Informationen zum Arbeitsschutz vor. 

Der safetyPlanner überzeugt durch seine Effizienz, denn die standardisierten Abläufe ersparen den Mitarbeitern und Führungskräften Arbeit und Zeit. Zudem können durch das agile Kanban-Board die Aufgaben strukturiert zugewiesen und abgearbeitet werden.

Besonders hebt sich der safetyPlanner von anderen Anbietern durch seine individuelle Anpassung ab.

safetyPlanner, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der safetyPlanner wird zukünftig durch das Kundenfeedback stetig verbessert. Außerdem soll der safetyPlanner in Zukunft auf verschiedene Unternehmensbereiche ausgeweitet werden. Auch soll die ISO45001-Zertifizierung zu einem späteren Zeitpunkt mit dem safetyPlanner möglich sein. In den nächsten fünf Jahren möchte ich gerne ein Expertenteam in meiner Firma aufbauen, welche Unternehmen im Arbeitsschutz mit dem safetyPlanner individuell betreut. 

zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Macht euch unbedingt Gedanken zu Förderungen bevor ihr gründet, denn einige Förderungen sind dadurch leichter zu bekommen.

Recherchiert viel zur Marktsituation in dem Bereich, in dem ihr gründen wollt. Nur so könnt ihr die Konkurrenz und das Potential eurer Idee einschätzen.

Einfach machen! Gründen klingt oft viel schwieriger als es ist und die dadurch gewonnenen Erfahrungen sind unbezahlbar. 

Wir bedanken uns bei Jonas Pfaller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

vly erhält Mega Deal in der österreichischen Start-Up Show 2 Minuten 2 Millionen

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vly 2 minuten 2 millionen

DAS BERLINER FOOD START-UP VLY ERHÄLT INVESTMENT DEAL VON DANIEL ZECH IN DER PULS 4-SHOW “2 MINUTEN 2 MILLIONEN”

Mit Herzblut, 100% Geschmack und hochwertigem Nährwertprofil in den österreichischen Markt. 

“Während viele traditionelle Lebensmittel Entwicklungen jahrelang auf die perfekte, einzigartige Sorte hinarbeiten, verfolgen wir mit vly anstelle von Perfektion eine “never stop learning” Haltung. Statt sich immer wieder neuen Produkten zu widmen, forschen wir auch an bestehenden Versionen weiter und versuchen sie an den neuesten Stand der Wissenschaft anzupassen.” –  Nicolas Hartmann, Co-Founder von vly und verantwortlich für den Bereich R&D.

Anfang 2018 haben sich die drei Gründer Moritz Braunwarth, Nicolas Hartmann und Niklas Katter zusammengetan und vly gegründet. Das Food Start-Up entwickelt und forscht seitdem im eigenen Lab in Berlin und verändert die Lebensmittelindustrie. Mit der Mission, Menschen dabei zu unterstützen, das beste Potential aus sich herauszuholen – durch die Entwicklung der gesündesten Milchalternativen, die gleichzeitig durch ihren leckeren Geschmack überzeugen.

In Deutschland ist vly bereits in über 8000 Supermärkten. Nun will die junge Foodbrand in das europäische Umland expandieren und konnte nun auch in der österreichischen Start-Up Show “2 Minuten 2 Millionen” überzeugen. Die erfolgreiche Puls 4-Show strahlt aktuell die 9. Staffel aus.

Investition: Wer ist dabei?

 Die Produkte & und die Mission von vly konnte alle Investoren begeistern.
“Uns ist bewusst, dass unsere Bewertung höher ist gegenüber anderen Start-Ups. Wir sind im Vergleich aber einfach schon länger am Markt und und konnten so bereits höhere Umsätze als andere Start-Ups am Markt erzielen.”   – Niklas Katter, Co-Founder von vly.  
Für den erfolgreichen Aufbau der Marke und den bisherigen Markteintritt gab es entsprechend großes Lob der Investoren. In dem deutschen Format “Die Höhle der Löwen” hat es damals für vly nicht geklappt. Bei “2 Minuten 2 Millionen” konnten Nicolas Hartmann und Niklas Katter den erfolgreichen SevenVentures Investor Daniel Zech überzeugen.

Die Nachfrage an veganen Lebensmitteln steigt weiter.

Der Markt an alternativen Lebensmittelprodukten boomt – Tendenz steigend. Was früher noch Öko-Nische war, ist jetzt Lifestyle. Aufgrund dieser Entwicklung sind Konsument:innen deutlich offener in die neue Geschmackswelt einzutauchen. Und auch in Österreich ist der Trend zur veganen Ernährung nicht mehr aufzuhalten. 

Weitere Produkte von vly werden in 2022 folgen und das Forschungs & Entwicklungs Team befindet sich bereits in weiteren Produktionsprozessen. Mit jedem Forschungsdurchbruch werden die Versionen optimiert. Aus 1.0 wurde step by step 2.0. Bis hinzu den neuesten 3.0 Varianten. Gemeinsam mit einer Tester:innen Community werden sensorische Daten aufwendig analysiert und verarbeitet, um so die Produkte im Geschmack zu perfektionieren.

“Auf der Marketing Ebene ist es unsere Herausforderung, die Menschen zu überzeugen vly zu probieren. Die erste Assoziation bei einer veganen Milchalternative aus Erbsenprotein ist eben nicht direkt 100% Geschmack. Mit einem breit aufgestellten Marketing Expert:innen Team erreichen wir mit unterschiedlichsten Marketing Stunts täglich mehr Menschen.”  – Niklas Katter, Co-Founder von vly und verantwortlich für den Bereich Marketing & Sales.

vly ist fest davon überzeugt, dass sich in unserer Welt auch unsere Lebensmittel weiterentwickeln sollten.  Nährstoffe wie Proteine, Ballaststoffe und Vitamine, sind die Stoffe aus denen wir gebaut sind. Sollten wir diese dann nicht auch täglich zu uns nehmen? 

Bild (c) PULS 4_Gerry Frank

Quelle VF Nutrition GmbH

Investiert als Gründer*in ausreichend Zeit ins Recruiting

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Fertilly digitale Fruchtbarkeitsklinik

Fertilly: Europas erste digitale Fruchtbarkeitsklinik 

Stellen Sie sich und das Startup Fertilly doch kurz unseren Lesern vor!

Fertilly ist die erste Anlaufstelle für Frauen, Männer und Paare, wenn es um deren Fruchtbarkeit geht – egal ob ein Kinderwunsch jetzt, oder erst für die Zukunft besteht. Wir begleiten seit über drei Jahren Patient*innen auf ihrer Kinderwunsch-Reise. Dafür haben wir ein speziell ausgebildetes ExpertInnen-Team an Bord und arbeiten mit über 30 qualitätsgeprüften Kinderwunschzentren in ganz Europa zusammen. Parallel dazu haben wir einen Prozess entworfen, der wesentliche Schritte der Kinderwunschbehandlung digitalisiert und damit für alle involvierten Parteien angenehmer und effizienter macht.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Als ich vor drei Jahren in meinem engen familiären Umfeld mit dem Thema “unerfüllter Kinderwunsch” in Berührung kam, war mir sofort klar, dass es hier dringend eine Veränderung braucht. Das Thema Unfruchtbarkeit ist heutzutage immer noch massivst stigmatisiert, unzugänglich, und für die Betroffenen schwierig zu navigieren. 

Dabei ist das Problem riesig: 1 von 6 Paaren in der westlichen Welt ist aktuell ungewollt kinderlos, mit steigender Tendenz. Weiter haben wir in Europa inzwischen in den meisten Ländern die Ehe für Alle (egal ob hetero- oder homosexuell), was im gleichen Schritt auch die Familienplanung demokratisiert. 

Zudem hat das ganze Gesundheitswesen hat in Sachen Digitalisierung wahnsinniges Potenzial, und ein Startup in diesem Feld kann m.E. sehr sinnstiftend sein. Mein Wunsch war dabei, ein Venture zu gründen, hinter dem ich persönlich zu 100% stehen kann. 

Welche Vision steckt hinter Fertilly?

Unser Ziel ist es mit Fertilly die erste digitale Fruchtbarkeitsklinik in Europa aufzubauen, bei der die Patient*innen während des gesamten Prozesses unterstützt werden. Vom Verständnis der eigenen Fruchtbarkeit, über die Eruierung der individuellen Möglichkeiten bis zur Schwangerschaft stehen wir unseren Patient*innen zur Seite. 

Durch aktuelle Fortschritte in der Reproduktionsmedizin haben wir erstmals die Möglichkeit, die biologische Uhr unseren kulturellen Errungenschaften anzupassen. Bei Fertilly greifen wir dabei auf unsere Expertise, sowie einen umfassenden Datenschatz zurück, um letztlich die Erfolgschancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen und somit Millionen von Menschen den Wunsch nach eigenen Kindern zu erfüllen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ich habe das gesamte Unternehmen die ersten zwei Jahre komplett gebootstrappt und mir in der Anfangsphase auch kein Gehalt ausgezahlt. Uns war es wichtig, ausreichend Zeit in ein umfassendes Verständnis des Marktes, der Bedürfnisse von Patient*innen und des Produkts zu investieren, bevor wir in die Skalierungsphase gehen. 2021 gab es dann die erste Finanzierungsrunde, und wir haben nochmals deutlich zugelegt. Dabei sind wir im letzten Jahr auch von fünf auf 20 Mitarbeiter*innen gewachsen. Der Übergang in die Skalierungsphase bringt wiederum ganz eigene Herausforderungen mit sich.

Eine weitere Herausforderung war auch, die ersten Kinderwunschzentren von der Zusammenarbeit mit uns zu überzeugen. Zu Beginn hatten wir keinen Namen in der Branche, wenig Erfahrung und auch kein relevantes Netzwerk. Ich erinnere mich noch, dass wir für die ersten Kinderwunschzentren damals von Hand unterschriebene Briefe an die Chefärzt*innen geschickt haben, da auf E-Mails, Anrufe etc. ohnehin niemand reagiert hat. So haben wir die ersten Kinderwunschzentren dazu bekommen, überhaupt einmal mit uns zu reden – einige davon wurden dann auch die ersten Partnerkliniken in unserem Netzwerk.

Wer ist die Zielgruppe von Fertilly?

Jede Person mit Kinderwunsch, sei es jetzt oder in der Zukunft. Viele meinen, dass unerfüllter Kinderwunsch ein Frauenproblem sei – zumindest ist das in der breiten Wahrnehmung noch so. In der Realität ist die medizinische Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch zwischen Frauen und Männern in etwa gleichverteilt. Insbesondere bei Männern ist das Thema Unfruchtbarkeit nochmals deutlich mehr stigmatisiert. Hier gibt es einen enormen Aufklärungsbedarf.

Wo liegen die Vorteile von Fertilly? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Fertilly hat die letzten drei Jahre genutzt, um ein tiefes Verständnis der Patient*innenbefürfnisse aufzubauen. Seit unserer Gründung haben wir mehrere tausend Frauen und Paare begleitet, mit unserer Unterstützung wurden über 1.000 Babys geboren. Wir sind sehr nah dran an unseren Patient*innen; kennen ihre Sorgen, Wünsche, Ängste – in allen Stadien der Kinderwunschreise. 

Des weiteren sind wir eng an die medizinische Seite gekoppelt. Wir arbeiten mit den führenden Kinderwunschexpert*innen in ganz Europa zusammen und verstehen sehr gut, welche Herausforderungen die Reproduktionsmedizin heutzutage hat. Gemeinsam mit Patient*innen und über 30 Partner-Kinderwunschzentren arbeiten wir an einer digitalen Lösung zur Verbesserung der gesamten Kinderwunschreise. Mir ist es wichtig, kein theoretisches Business aufzubauen.

Fertilly wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zunächst einmal wollen wir mit dem Vorurteil aufräumen, Unfruchtbarkeit sei vor allem “ein Frauenproblem”. Wir wollen das Thema Fruchtbarkeit für alle zugänglich machen, und das idealerweise schon früh im Prozess, wenn es noch eine Bandbreite an Möglichkeiten gibt.

Fertilly ist derzeit in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz unterwegs – und wir wollen neue Länder erschließen. Dabei digitalisieren wir die Kinderwunschreise, und machen sie für alle Beteiligten effizienter und angenehmer. Den Paaren sparen wir im Durchschnitt zwei bis drei Besuche in der Klinik, bei deutlich höherer Zufriedenheit der Patient*nnen. Und die Ärzt*innen können mit Hilfe unseres digitalisierten Prozesses bei gleichem Aufwand deutlich mehr Patient*innen eine Behandlung ermöglichen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bevor Ihr mit eurem Startup loslegt, investiert ausreichend Zeit, um ein tiefes Verständnis des Marktes, der Probleme und Kundenbedürfnisse zu entwickeln. Das Vertrauen von Kund*innen und Geschäftspartner*innen ist essentiell, umso mehr nochmal in einem sensiblen Umfeld wie Digital Health

Die ersten 15 – 20 Mitarbeiter*innen werden eure Firmenkultur entscheidend prägen. Investiert als Gründer*in ausreichend Zeit ins Recruiting, denn das stellt die Weichen für alles, was danach kommt

Sucht euch gute Mentor*innen, die eure Sicht auf die Dinge regelmäßig hinterfragen, und euch auch blinde Flecken aufzeigen

Wir bedanken uns bei Christoph Müller-Guntrum für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Fertilly

Kontakt:

Fertilly GmbH
Schönhauser Allee 36
D-10435 Berlin

https://www.fertilly.com/de/
info@fertilly.com

Ansprechpartner: Christoph Müller-Guntrum

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Wenn du an etwas glaubst, lass dich von nichts und niemandem davon abhalten

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Natierlich Nahrungsergänzung für Hunde 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründerin von Natierlich, hochwertige Nahrungsergänzung für Hunde, war in 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Natierlich doch kurz vor!

Mein Name ist Conny und ich bin die Gründerin von Natierlich, einem Startup für hochwertige Nahrungsergänzung für Hunde. Ich bin eine tierverrückte Pharmazeutin, die es sich zum Ziel gemacht hat, die eigene Leidenschaft für die Tiere und die Ausbildung des Pharmazie-Studiums zu verbinden.

Wie ist die Idee zu Natierlich entstanden?

Die Idee für Natierlich entstand durch meine eigenen Vierbeiner (Pferd und Hund), für die ich eine hochwertige Ergänzung zum normalen Futter gesucht habe, jedoch am Markt keine Produkte finden konnte, die meinen Qualitätsansprüchen als Pharmazeutin entsprachen.

Welche Vision steckt hinter Natierlich?

Hinter Natierlich steckt die Vision, Nahrungsergänzung für den Vierbeiner so hochwertig wie nur möglich gestalten. Ich möchte mit Transparenz und authentischen Werten eine Firma aufbauen, die es sich zum Ziel gemacht hat, Vierbeinern ein Stückchen mehr Lebensqualität zu schenken. 

Wer ist die Zielgruppe von Natierlich?

Tierbesitzer, die Wert auf die Gesundheit ihres Vierbeiners legen und denen Regionalität und Nachhaltigkeit am Herzen liegen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Ich habe die PULS 4-Show schon seit einigen Jahren mitverfolgt. Immer mehr Leute haben mich darauf angesprochen, ich solle mich dort doch bewerben. Schließlich habe ich den Mut gefasst und diesen Schritt gewagt.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich habe mir sehr viele Folgen und Pitches anderer Startups bei „2 Minuten 2 Millionen“ angesehen, um mich bestmöglichst auf meinen eigenen Auftritt, sowie die Fragen der Investoren vorzubereiten.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Über die Zusage habe ich mich riesig gefreut und sofort erkannt, dass das eine einzigartige Chance für mich sein wird.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Natierlich aufmerksam werden?

Ich kann wirklich sagen, dass die Teilnahme bei „2 Minuten 2 Millionen“ mein Leben extrem verändert hat. Mein Pitch bei der PULS 4-SHow hat meinem Startup den Kickstart gegeben, den es benötigt hat.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Ich hatte keinen speziellen Investor als einzigen Favoriten, jedoch hatte ich von Beginn an das Gefühl, das Katharina Schneider sehr gut zu meinem Startup passen würde.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Nach der Sendung ist mein Onlineshop regelrecht explodiert und ich hatte alle Hände voll zu tun.

Natierlich, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich freue mich nun sehr auf die Zusammenarbeit mit Katharina Schneider und ihrem Team. In einigen Jahren sehe ich Natierlich als eine Marke, mit der man Werte wie Tierliebe, Hochwertigkeit, Authentizität, Regionalität und Nachhaltigkeit verbindet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn du startest, überlege was deine tatsächliche Intention ist, weshalb du gründest. Diese Intention wird dich auch durch die größten Herausforderungen und einige harte Zeiten als Gründer bringen.

Wenn du an etwas glaubst, lass dich von nichts und niemandem davon abhalten.

Learning by doing – starte am besten noch heute und beginne einfach mit kleinen Schritten. Der Rest ergibt sich dann.

Wir bedanken uns bei Cornelia Riegelnegg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sei bereit hinzufallen, aber lerne so viel wie möglich aus jeder Erfahrung die Du machst

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 Res-T Schwimmshirt aufblasbare Schwimmhilfe Höhle der Löwen

Die Gründer von Res-T, in einem Schwimmshirt eingebundene, aufblasbare Schwimmhilfe, waren in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Res-T doch kurz vor!

Marco Colombo, 34 Jahre alt, ich komme aus Südtirol in Italien und lebe in Zürich. Ich bin ein sehr positiver und lebensfroher Mensch, sehr extrovertiert, kommunikativ und liebe es, in Kontakt mit anderen Menschen zu sein. Schon als Kind war ich immer sehr aktiv und energiegeladen, was für meine Eltern und Lehrer nicht immer einfach war. All diese Energie hat mich bis zur Italienischen Silbermedaille im Zehnkampf und 400m Hürdenlauf gebracht – nach nur zwei Jahren Training. Leider ist meiner Karriere, aufgrund eines Autounfalls, früh ein jähes Ende gesetzt worden.

Ich mache immer noch viel Sport – Stabhochsprung auf Wettkampfniveau, Volleyball in der ersten Liga und zum Spass natürlich alle möglichen Wassersportarten (Kitesurfen, Wakeboarding,Wakesurfing, Tauchen). Im Jahr 2018 habe ich meinen Flugschein als Privatpilot, und 2019 meine Fallschirmsprunglizenz abgeschlossen. Ich liebe das Neue, das Abenteuer und bin immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen – und Res-T ist eine solche Herausforderung. Viele Leute beschreiben mich als Alphatier – ich bin extrem zielorientiert, bereit dafür hart zu arbeiten und viel zu leisten. “Dabei sein ist Alles?” – Das reicht mir nicht.

Ich will den Erfolg!

Res-T ist eine in einem Schwimmshirt eingebundene, aufblasbare Schwimmhilfe der Klassifizierung ISO 50 Newton. Solange das Shirt nicht aufgeblasen ist, sieht es nicht anders aus als ein übliches Schwimmshirt. Es ist modisch, sportlich, leicht, bequem und gewährleistet dem Träger eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. In einer Notsituation zieht man an der Schnur im Brustbereich. Innerhalb von einer halben Sekunde bläst sich das Shirt, dank einer CO2-Kartusche, vollständig auf und dient als Rettungsweste mit über 75 Newton Auftrieb. Das Shirt ist modular und der innere Rettungswesten-Teil kann durch einen versteckten Reissverschluss vom äusseren Shirt getrennt werden. 

Somit kann der Res-T Käufer das äussere Shirt austauschen und zwischen verschiedenen Designs, Farben, lang- oder kurzärmlig variieren. Mit diesem Ansatz, der sowohl Cross- als auch Up-Selling ermöglicht, haben wir den Grundstein für viele weitere zukünftige Produktinnovationen gelegt, wie in etwa einem Smart-Auslöser oder der unausweichlichen Kinderversion. Res-T soll nicht das einzige Produkt bleiben. Wir möchten in Zukunft unter einem Wassersport- Lifestyle Brand eine ganze Palette von Produkten anbieten.

Wie ist die Idee zu Res-T entstanden?

Ich war mit Freunden in Finnland unterwegs. Meine Freunde hatten sich entschieden im Meer schwimmen zu gehen und zwar weiter als 300m vom Ufer entfernt. Sie waren alle trainierte Schwimmer. Allerdings war ich mit der Umgebung nicht vertraut. Dafür aber kannte ich die Neigung meiner Freunde, immer wieder über ihre eigenen Grenzen hinaus zu gehen. Deshalb entschied ich mich, lieber am Strand zu warten. In diesen 20-30 Minuten fragte ich mich, wieso es eigentlich nichts gibt, was es mir erlaubt hätte, mit ihnen mitzugehen, ohne schlecht auszusehen oder sich peinlich zu fühlen. In diesem Moment ist die Idee zu Res-T entstanden.

2 Jahren später war meine Freundin am Zürichsee mit einer Gruppe am Standup Paddeln. Sie kann sich selber nicht mehr daran erinnern, was genau passiert ist. Jedenfalls ist sie ausgerutscht. Beim Aufprall, entweder auf das Board oder auf dem Wasser,  hat sie sich die Schulter ausgekugelt. Obwohl sie in einer Gruppe unterwegs war, hatte es niemand bemerkt, da alle bereits ein bisschen auseinander gedriftet waren. Unter extremen Schmerzen und mit letzter Kraft, schaffte sie es gerade noch alleine ans Festland. Nachdem sie mir dieses Erlebnis erzählt hatte, entschied ich mich etwas gegen solche Gefahren zu unternehmen, und begann am ersten Prototypen zu arbeiten.

Welche Vision steckt hinter Res-T?

Als Kind war ich einer der ersten, der ein Helm auf die Skipiste getragen hat. Dabei fühlte ich mich unwohl und beobachtet. Jetzt hingegen stellt ein Helm ein stylisches Accessoire dar – etwas was jeder trägt und gerne zeigt. Eine derartige Wandlung wollen wir auch mit Res-T erreichen. Unser Ziel ist es Wassersportlern eine modische, unauffällige Alternative zu bieten. Eine Alternative, die im nicht aufgeblasenen Zustand eine uneingeschränkte Performance zulässt. Wir wollen damit die Hemmschwelle senken, beim Wassersport eine Schwimmhilfe zu tragen. Denn Fakt ist, dass die meisten Menschen heutzutage beim Ausüben ihrer Sportart keine Life Saving Devices tragen, entweder wegen dem Aussehen, oder der eingeschränkten  Bewegungsfreiheit.

Wer ist die Zielgruppe von Res-T?

Wir zielen heute im Kern klar auf den Breitensport und auf Familien mit Kindern. Wir freuen uns aber auch über Profisportler, die unser Produkt mögen. Zielgruppen sind also Hobbyathleten aller Wassersportarten wie z.B. SUP, Surfing, Kitesurfing, Windsurfing, Wakesurfing, Wakeboarding, Rudern, Kayaking, Sportsegeln, Open-Water-Swimming.

Wir wollen aber auch Personen ansprechen, die sich einfach am, auf und im Wasser nicht so wohl oder sicher fühlen. Solche Menschen wollen nicht durch das Tragen von traditionellen Rettungswesten unangenehm auffallen oder in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Personen, für die eine traditionelle Schwimmweste also gar nicht in Frage kommt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Ich sprach mit vielen Menschen und habe kurz meine Idee gepitcht. Alle haben gesagt: „Mit dieser tollen Erfindung musst du in die “Höhle der Löwen” gehen”.  Nachdem ich diesen Satz mehr als zwanzig Mal gehört hatte, dachte ich mir, es könnte eine gute Idee sein. Zumindest könnte man es mal versuchen und dann habe ich mich für die Sendung beworben.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Die letzten Monate vor die Aufnahme waren extrem stressig. Wenn man so eine Möglichkeit hat, dann möchte man auch das Beste rausholen. Trotz der Tatsache, dass wir als Neulinge in der Branche, nicht über ein so fundiertes Fachwissen verfügten, haben wir uns trotzdem mit allen Themenkomplexen  auseinandergesetzt und versucht das Beste daraus zu machen. Viele schlaflose Nächte begleiteten uns auf unserem Weg. Weil ich mehrere Prototypen selber nähen musste, bekam ich sehr wenig schlaf, musste aber dennoch den Überblick über das Grosse und Ganze behalten. Am Ende ist das der einzige Weg, um mit sich selber im Reinen zu sein und zu wissen, dass man zumindest alles versucht hat.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es ist natürlich sehr schön an einer so erfolgreiche TV-Show teilnehmen zu dürfen. Man fühlt sich geehrt und erhält indirekt eine Bestätigung, dass man auf dem richtigen Weg ist, dieses interessante und innovative Produkt auf den Markt zu bringen. Allerdings bleibt es immer noch eine TV-Show und ob es wirklich funktioniert und ob es einen Markt für dieses Produkt gibt, wird sich im realen Leben zeigen. Am Ende bestimmt der Endkunde über den Erfolg oder Misserfolg des Produktes.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch “Die Höhle der Löwen” viele Interessenten und auch Medien auf Res-T aufmerksam werden?

Das ist sicher eine riesige Werbung für uns. So etwas hätten wir uns sonst nie leisten können. Was es uns bringen wird, werden wir sehen. Hoffentlich viele Kunden, viele Business Kontakte und nur positives. Eine solche Chance ist sonst für Startups unerreichbar und deshalb sind wir sehr dankbar, dass wir teilnehmen durften.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir passen gerade nicht perfekt in das Beuteschema von den Investoren, die aktuell bei der “Höhle der Löwen” dabei sind. Ralf Dümmel könnte aufgrund seines riesigen Vertriebsnetzwerkes für uns besonders interessant sein und Niels Glagau, weil auch er jung und dynamisch ist und sich sehr für Sport interessiert.

Res-T, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Der Weg bleibt sicher spannend. Am liebsten wäre es uns, dass wir ein bekannter, etablierter Brand werden, der die Menschen bei dem was sie lieben begleitet. Ein Brand mit dem sich die Menschen identifizieren können und am besten alle ein personalisiertes Res-T möchten. Falls wir es schaffen, ein Brand zu sein an der Schnittstelle zwischen Mode und Sicherheit, dann haben wir unser Ziel erreicht. Ich persönlich sehe mich als ständiger Entwickler, der sein Produkt nach den Wünschen der Wassersport Liebhaber weiter verbessern möchte, aber auch als Geschäftsführer dieser Idee, der Teile der administrativen Aufgaben zu erledigen hat. Und ich möchte unbedingt ein Team aufbauen, das mit Spaß und Enthusiasmus bei der Entwicklung und dem Aufbau mitarbeiten möchte und mit Freude dieser Arbeit nachkommt. Ich glaube, dass dies der Schlüssel zu einem ausgeglichenen Leben ist und wenn es als Nebenwirkung Erfolg mit sich bringt … umso schöner.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich fühle mich überhaupt nicht als Experte, aber versuchen kann ich es trotzdem:

Durchhalten: Niemand schenkt dir etwas und die Welt dreht sich weiter auch ohne dich, deinem Produkt und deiner Firma. Deswegen sei bereit hinzufallen, aber lerne so viel wie möglich aus jeder Erfahrung die Du machst. Niemand hat Fahrradfahren gelernt ohne sich die Knien aufzuschürfen, aber am Ende haben wir es alle geschafft. Am besten überlebt, wer sich am schnellsten anpassen kann.

Erzähle den Leuten, was du machst! Damit bekommst du im besten Fall ein ehrliches Feedback und kommst auf Ideen, auf die du selber alleine nicht gekommen wärst.
Wenn die Menschen deine Idee cool finden, dann wird dir das sehr viel positive Energie geben, ohne die ich mein Projekt schon lange aufgegeben hätte. 

Wähle sehr überlegt aus, mit wem du zusammenarbeiten möchtest:   Der super Experte im Marketing, der 100 Kampagnen am laufen hat und nicht motiviert ist, wird nie etwas leisten. Der Quereinsteiger der sehr motiviert ist und Spaß daran hat zu lernen und sich zu entwickeln wird dir sehr viel bringen. Gehe keine Kooperationen ein basierend auf Versprechungen oder reinem Bla Bla Bla, dies kann sehr schlecht ausgehen und sehr teuer werden.

Bild: Gian-Luca Menn (l.), Marco Colombo und Nadine Zdych präsentieren mit „Res-T“ ein Shirt mit integrierter Schwimmweste. Sie erhoffen sich ein Investment von 80.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.  Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Res-T war am 18. April 2022 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Gian-Luca Menn, Marco Colombo und Nadine Zdych für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Generiert Marktdaten um Glauben schnellstmöglich durch Wissen zu ersetzen

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Wirestyle

André Gall und Thomas Willberger Gründer von WireStyle, Fadenbilder aus tausenden Nägeln jedes Bild wird individuell nach Kundenvorlage hergestellt, waren in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup WireStyle doch kurz vor!

Wir sind André und Thomas und haben uns zum Ziel gesetzt, die weltweit besten Fadenbilder zu machen. Wir wollen die Menschen überraschen, denn aus der Entfernung sehen unsere Bilder wie Schwarz/Weiß-Fotografien aus, erst aus der Nähe erkennt man, dass das gesamte Bild nur aus tausenden Nägeln und einem einzigen Faden besteht. Das Besondere ist, dass jedes Bild individuell nach Kundenvorlage hergestellt wird. Dies sorgt immer wieder für unglaubliches Staunen bei unseren Kunden und deren Gästen und Besuchern, denn die meisten wissen nicht das so etwas überhaupt möglich ist.

Wie ist die Idee zu WireStyle entstanden?

Thomas wollte seiner Freundin ein einzigartiges Geschenk machen, ein Bild von ihr selbst aus tausenden Nägeln und einem einzigen Faden. Da er leidenschaftlicher Programmierer ist, hat er eine Software geschrieben, die die optimalen Nagelpositionen und den genauen Fadenpfad berechnet. Nach dem er dann etliche hundert Nägel präzise von Hand eingehämmert hat, merkte er, dass man das automatisieren muss. André hat sich schon seit längerem mit dem Bau von Prototypenmaschinen und Robotern befasst und war von der Idee sofort angetan. Die ersten Maschinen sind dann in Andrés Wohnzimmer entstanden. Als das erste Fadenbild vollautomatisch damit hergestellt wurde, war der Weg zur Gründung nicht mehr weit.

Welche Vision steckt hinter WireStyle?

WireStyle möchte die Faszination hochdetaillierter Fadenbilder einem breiten Publikum zugänglich machen und die Menschen immer wieder aufs Neue beeindrucken.

Wer ist die Zielgruppe von WireStyle?

Unsere Kunden sind höchst unterschiedlich, es lässt sich keine klare Tendenz erkennen. Die Bilder eignen sich für fast jede Wand, entsprechend bekommen wir Bestellungen aus allen Bevölkerungsschichten. Besonders häufig werden unsere Bilder als Geschenk für Verwandte verwendet, auch Tierbesitzer bestellen gerne Fotos von ihren Hunden, Katzen oder Pferden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir waren schon lange Fans der Serie und dachten uns schon beim Entwickeln der Prototypen, dass DHDL eine tolle Plattform wäre, unsere Bilder einem breiten Publikum vorführen zu können und außerdem professionelle Unterstützung bei der Vermarktung und Skalierung zu erhalten.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet? 

Wir sind immer wieder unsere Zahlen durchgegangen, haben unsere Story überarbeitet und am Pitch gefeilt. Für jeden Löwen haben wir außerdem ein individuelles Fadenbild vorbereitet, auf dem sie selbst abgebildet waren.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir haben uns riesig gefreut, mit einer so ausgefallenen Idee wahrgenommen zu werden und die Chance zu bekommen, vor den Löwen zu pitchen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf WireStyle aufmerksam werden?

Für uns war das der erste große Schritt in die Öffentlichkeit und somit auch die erste große Gelegenheit, wahrgenommen zu werden. Da niemand weiß, dass so etwas wie unsere Fadenbilder überhaupt existiert, war es für uns wichtig, allen zu zeigen, dass so etwas möglich ist.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Unser Wunschlöwe war Georg Kofler, da er von seinem Profil und seiner Expertise am besten zu uns passt.

WireStyle, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Da wir mit unserer Technologie bislang weltweit einmalig sind, wollen wir nach dem Deutschlandstart zunächst nach Europa, dann weltweit expandieren. Aktuell liegt der Fokus noch auf individuellen Bildern, aber wir streben Kooperationen mit bekannten Künstlern an, die ihre Bilder in limitierten Auflagen zusammen mit uns als Fadenbild verkaufen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Glaubt nicht an euer Produkt und den Erfolg, sondern generiert Marktdaten um Glauben schnellstmöglich durch Wissen zu ersetzen.
Haltet nicht an Ideen fest, die nicht funktionieren, sondern erarbeitet bessere Ideen.
Macht nicht das, was euch gefällt, sondern das was euren Kunden gefällt.

Bild: André Gall (l.) und Thomas Willberger aus Karlsruhe präsentieren mit „WireStyle“ Fadenbilder. Sie erhoffen sich ein Investment von 200.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.  Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

WireStyle war am 18. April 2022 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei André Gall und Thomas Willberger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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