Freitag, Juni 26, 2026
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Wähle dein Team mit Bedacht

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urbankissed mode

Urbankissed: Online-Marktplatz für faire und nachhaltige Mode

Stellen Sie sich und das Startup Urbankissed doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Sophie, die Gründerin des nachhaltigen Mode Marktplatzes Urbankissed, welchen ich während meines Studiums in „Fashion Business“ in Mailand und London gegründet habe. Ich habe mein Studium vor bald zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen und arbeite seitdem hauptberuflich an unserem Startup.

Unser führender Online-Marktplatz für faire sowie nachhaltige Mode bietet über 100 nachhaltige und ethische Marken hauptsächlich aus Europa an. Neben Kleidern und Taschen aus nachhaltigen und innovativen Materialien bieten wir eine Auswahl an natürlichen Beauty-Produkten, umweltfreundlicher Sport- & Bademode, handgefertigte Wohnaccessoires und Schmuck aus recyceltem Material an, welche für einen achtsamen urbanen Lebensstil begeistern. Die bestellten Produkte werden von unseren Marken direkt an die Kunden versandt.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte schon immer mein eigenes Unternehmen aufbauen und meine Fähigkeiten, die von Wirtschafts- und Finanzwissen bis hin zu Know-how in der Modebranche reichen, nutzen. Als ich vor vier Jahren als Assistentin eines Relationship Managers und als Marketing Coordinator bei der Credit Suisse arbeitete, fehlte mir der Enthusiasmus in der Branche und ich konnte nicht alle meine Fähigkeiten einsetzen.

Zur gleichen Zeit, als nachhaltige und ethische Mode vor 4-5 Jahren in der Gesellschaft weniger ein Thema war, entwickelte ich immer größeres Interesse daran, vor allem nachdem ich die verheerenden Auswirkungen der Kleidung erkannt hatte, die ich trug. Ich habe erkannt, dass sich die Gesellschaft dessen überhaupt nicht bewusst ist, da große Modemarken die Wahrheit verheimlichen.

Noch vor zwei-drei Jahren gab es nur wenige nachhaltig und fair produzierte Marken. Diejenigen, welche ich kannte, waren nicht nur teuer, sondern auch schwer zu finden und nicht wirklich trendy. Ich kannte auch keine Plattform, die ein großes Angebot an erschwinglicher, trendiger und bewusster Kleidung mit einem interaktiven Kundenerlebnis kombiniert.

Da habe ich eine große Chance gesehen. Ich wollte Bewusstsein schaffen und nachhaltige Mode besser zugänglich machen. Daher habe ich mich entschieden, den ersten Marktplatz für bewusste Mode zu eröffnen, der die richtige Balance zwischen genussvollem, aber bewusstem Konsum bietet.

Ich habe mich entschieden, auf Drop-Shipping-Ebene zu arbeiten (Produkte werden direkt von unseren Marken an unsere Kunden gesendet ohne Zwischenstopp), um sicherzustellen, dass wir kein Lager voller unverkaufter Bestände haben. Dieses Geschäftsmodell war vor vier Jahren vor allem in der Schweiz noch nicht bekannt, aber es ermöglichte mir, mit geringem Budget zu starten, auf möglichst viele bewusste Marken aufmerksam zu machen, schnell zu expandieren und international zu skalieren.

Was war bei der Gründung von Urbankissed die größte Herausforderung?

Ich habe diesen Marktplatz selbst entwickelt, ohne tiefgehende Kenntnisse in der Website-Entwicklung zu haben. Ich habe mir jedoch alle notwendigen Fähigkeiten autodidaktisch beigebracht. Dies hat sehr viel Durchhaltevermögen gekostet.

Eine weitere Herausforderung war, dass ich zu Beginn alleine ohne ein Team alles aufbauen musste. Mittlerweile ist unser Team auf vier Personen angewachsen, und wir können uns somit gut austauschen bezüglich Skalierung und Verbesserung von unserem Marktplatz.

Auch die Implementierung unseres “Slow & Ethical” Index, welcher Kriterien entlang der Wertschöpfungskette definiert für eine transparente und standardisierte Aufnahme der Produkte, war sehr aufwendig.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Unbedingt, sonst wird man eingeholt von grösseren Players. Auch wenn es als Unternehmer schwierig ist, muss man den Perfektionismus unbedingt abschalten können, um vorwärts zu kommen.

Welche Vision steckt hinter Urbankissed?

Mit Urbankissed möchten wir nachhaltige und ethische Mode zugänglich machen und die Schäden von Fast Fashion unterstreichen.

Unsere Vision ist es nachhaltige und faire Mode zu entstigmatisieren und ein Umfeld zu schaffen, in dem zum bewussten Konsumieren angeregt und die Freude an den ausgewählten Produkten vermittelt wird.

Wer ist die Zielgruppe von Urbankissed?

Unser Wunsch ist es jeden ansprechen zu können, denn wir sind überzeugt, dass nachhaltige und ethische Mode für alle zugänglich sein sollte. 

Aktuell wenden wir uns aber hauptsächlich an Frauen aus Westeuropa die zwischen 24 und 50 Jahre alt sind. Wir betrachten den Zielmarkt Westeuropa zur Zeit als sinnvoll, da die Mehrheit unserer Brands ebenfalls aus dieser Region stammt und somit die Lieferwege kurz sind. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als unsere Plattform in 2017 auf den Markt kam, war sie eine der ersten ihrer Art. Daher sind wir eine der ältesten Plattformen und verfügen somit über eines der größten und breitesten Produktangebote, das dennoch sorgfältig ausgewählt ist, um trendige und qualitativ hochwertige Waren zu garantieren.

Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf kleine bis mittelgroße Marken, da diese in der Regel sehr kurze Lieferketten haben. Dies ermöglicht es uns, sie einfacher zu überwachen und sie können bei Bedarf sehr schnell verbessert werden.

Wir haben auch unseren eigenen “Slow & Ethical” Index eingeführt, welcher 15 nachhaltige und ethische Kriterien entlang der Lieferkette beinhaltet. Tatsächlich durchläuft jedes einzelne Produkt diesen Index, was unseren Prozess in der Tat einzigartig macht. Wir prüfen unsere Marken auf Produktebene und nicht nur Marken als Ganzes. Dieser Index dient nicht nur als Verifizierer für nachhaltige und ethische Marken, sondern bietet auch Transparenz gegenüber unseren Verbrauchern, sodass Sie sich ihr eigenes Werturteil bilden können. Da wir auf Drop-Shipping-Ebene arbeiten, können wir uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren, nämlich die Beschaffung und Überprüfung wirklich nachhaltiger und ethischer Marken.

Wir ermöglichen den Einkauf direkt von der Quelle. So vermeiden wir ein Lager voller unverkaufter Waren, sondern bieten die neuesten Kollektionen aus einer großen Auswahl an kuratierten & achtsamen Marken.

Darüber hinaus legen wir großen Wert auf die Kunst des “Slow-Livings”, um bewusst zu konsumieren. Wir versuchen, eine neue Verbindung zwischen der Ware und dem Verbraucher herzustellen, damit unsere Artikel über Jahre Freude bereiten. Die meisten unserer Kleider sind nicht billig, haben aber tatsächlich die richtigen Preise, um fair zu bezahlen und zu produzieren und haben natürlich die richtige Qualität, damit unsere Produkte lange halten.

Wir haben auch verschiedene und fortschrittliche Synchronisationsmethoden für verschiedene E-Commerce-Software. Unsere Marken sind sehr dankbar darüber.

Urbankissed, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die jüngsten Ereignisse in der Modebranche haben deutlich gezeigt, dass wir erst am Anfang von allem stehen. Da das Bewusstsein und die Nachfrage stark wachsen, sind die Besucherzahlen und Bestellungen auf unserer Plattform in den letzten Monaten stark gestiegen. Im zweiten Quartal 2021 haben wir außerdem eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen, um mehr in Marketingaktivitäten zu investieren.

Wir wollen die Bekanntheit steigern und so viele kleine Marken wie möglich unterstützen, die besten Marken aus verschiedenen Regionen der Welt anbieten sowie die richtige Balance zwischen internationalem und lokalem Einkaufen von bewussten Marken anbieten. Natürlich möchten wir uns auch mehr innerhalb der nachhaltigen Modebranche vernetzen und Kooperationen eingehen, um unsere Vision zu verbreiten.

Um bewusste Marken noch mehr zu skalieren und zu stärken, suchen wir nach Verstärkung unseres Teams. Durch Wachstum und Aufmerksamkeit hoffen wir, auch größere Fast-Fashion-Marken unter Druck zu setzen, ihre Produktionsprozesse zu überdenken und den Status Quo zum Besseren zu verändern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Sie kennen bestimmt den Song „You can get it if you really want but you must try, try and try…“ von Jimmy Cliff, und das ist wirklich der beste Ratschlag, den ich jedem Unternehmer geben kann. Ich versuche, buchstäblich jeden Tag Probleme zu lösen, und ja, das mag anstrengend klingen, aber am Ende, wenn alles einfach zu lösen wäre, hätten die Konkurrenten uns längst überholt.

Bereit, Neues zu lernen. Dies ist eine Reise, bei der Sie sich ständig neues Wissen aneignen, um Ihre kreativen und kommerziellen Ideen umsetzen zu können.

Wähle dein Team mit Bedacht: Mit deinem Team wirst du durch verschiedene Höhen und Tiefen gehen. Wichtig ist, sich gegenseitig täglich Energie und Motivation zu geben.

Wir bedanken uns bei Sophie Brunner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Die 5 größten Hebel im E-Mail Marketing

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E-Mail Marketing

Das Marketing-Instrument E-Mail Marketing befindet sich seit der allerersten Marketing-E-Mail im Jahr 1978 ständig im Wandel. Früher arbeiteten Newsletter-Versender häufig mit Kauf-Botschaften in Verbindung mit Rabatten. Heute landen lieblose Verkaufsmails mit Sonderangeboten meist im Spam-Ordner. Aber es gibt sie noch: E-Mails die begeistern. Und dabei helfen diese fünf Hebel im E-Mail Marketing.

1. Persönlichkeit

Einer der größten Fehler im E-Mail Marketing ist die Anonymität. Viele E-Commerce-Unternehmen wollen mit anonymen E-Mails ohne klaren Absender dafür sorgen, dass bei einem Personalwechsel nicht auch das E-Mail Marketing umgebaut werden muss.

Dadurch verlieren diese Unternehmen aber eine wichtigen Eigenschaft: Die Authentizität. Statt beim Absender einfach nur den Markennamen zu nennen und bei der Absenderadresse im schlimmsten Fall newsletter@startupxyz.de oder info@startupabc.de zu schreiben, ist es viel sinnvoller eine echte Person im Unternehmen zu nutzen. 

Das ist gar nicht so schwierig. Schließlich schreibt ja eine Person diese E-Mail. Warum also nicht auch die Person nennen und der E-Mail dadurch eine Persönlichkeit geben. 

Der Vorteil: E-Mails von echten Menschen werden um ein Vielfaches häufiger geöffnet. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Antworten auf eine E-Mail, wenn den Abonnent:innen bewusst ist, wer die E-Mail verfasst hat. 

2. Dialoge

Das E-Mail Marketing ist eine Disziplin des Dialog-Marketings. Ziel ist dabei, ein Feedback oder eine Interaktion zu erhalten und in einen Austausch mit der Zielgruppe zu kommen. Dieser Austausch kann dabei auf unterschiedliche Arten erfolgen. 

Beispielsweise kaufen die Empfänger aufgrund einer E-Mail ein Produkt, klicken auf einen Blogartikel oder füllen ein verlinktes Formular aus. Die höchste Form des Feedbacks ist eine direkte Antwort auf eine E-Mail.

Wie können wir schnell und einfach den Austausch mit unserer Zielgruppe im E-Mail Marketing erhöhen? Das ist relativ simpel. 

Durch fiktive Dialoge bringen wir die Leser eines Newsletters dazu, schon mit der E-Mail zu interagieren, bevor ein Button oder ein Link gedrückt wird. Beispielsweise indem wir sie zum “Ja” sagen oder zum Nicken bringen. 

Ein klassisches Mittel ist die rhetorische Frage. Wenn wir Fragen in die E-Mails einbauen, die in der Regel von der Zielgruppe mit Ja beantwortet werden, fühlen sich Abonnent:innen verstanden. Dies alleine reicht aber nicht aus. Stattdessen beantworten wir die Frage direkt noch in der E-Mail. 

Wir könnten in einer E-Mail in der Vorweihnachtszeit fragen: 

Sie freuen sich doch bestimmt schon auf die Feiertage und das leckere Essen, oder? Ja? Sehr gut, dann haben wir hier ein Nachtisch-Rezept für Ihre Familie, das Sie umhauen wird.

Solche Dialoge sorgen dafür, dass wir eine noch größere Verbindung zu unseren Abonnent:innen aufbauen. Zusätzlich ist es sinnvoll, auch Fragen an die Abonnent:innen zu stellen, die sie direkt beantwortet können.

Auf welches Weihnachts-Gericht freuen Sie sich schon am meisten? Klicken Sie einfach auf Antworten und erzählen Sie mir, was bei Ihrer Familie auf keinen Fall fehlen darf. 

Ziemlich einfach, oder? Statt einen Monolog zu halten, lockern Dialoge unsere E-Mail ordentlich auf und sorgen auch bei längeren E-Mails dafür, dass sie nie langweilig werden. 

3. Exklusivität

Unsere Abonnent:innen wollen nicht nur alte Blogartikel und Youtube-Videos aufgewärmt bekommen. So in der Art: 

Hast du schon unser neuen Blogartikel zum Thema XYZ gelesen?

In der Regel haben E-Mail Abonnent:innen schon unsere YouTube-Kanäle abonniert und schauen auch regelmäßig nach neuen Blogartikeln. Statt einfach nur einen Newsletter als Recycling-Format zu betrachten, sollten wir vor allem einen echten Mehrwert schaffen. 

Zum Beispiel in dem wir im Newsletter über Dinge sprechen, die nicht in dem Blogartikel stehen. Weiterführende Informationen und exklusive Inhalte sorgen nicht nur dafür, dass unsere Abonnent:innen unsere E-Mail lesen, sondern bringen auch unsere YouTube-Community dazu, unseren Newsletter zu abonnieren. 

Joko Winterscheidt und Paul Ripke haben das mit ihrem Podcast sehr schön gelöst. In der wöchentlichen E-Mail fassen Sie noch einmal alles Wichtige aus der Woche zusammen und erzählen vorher im Podcast, dass es in dem Newsletter einen Link geben wird. 

Zusammengefasst sollten wir nicht dafür sorgen, dass unsere E-Mail Abonnent:innen unsere anderen Kanäle besuchen, sondern dass unsere Kanäle alle auf unseren Newsletter leiten.

Das klappt auch im Produktverkauf. Statt einfach nur zu einem besonderen Sneaker zu verlinken, können wir beispielweise in unserem Newsletter den Sneaker so richtig hochleben lassen. Wie ist der Schuh entstanden. Wer hat ihn schon alles getragen. Warum ist er so besonders. Dann wird der Link zum Sneaker-Angebot dankend angenommen, weil ich ihn nun unbedingt haben muss. 

4. Eine Botschaft pro Newsletter

Jetzt tief einatmen. Das kostet immer viel Überwindung. Die meisten Newsletter sind vollgestopft mit Angeboten, Buttons und Links. Da werden die Top10 Produkte vorgestellt oder die drei besten Reisedeals im Januar. 

Das ergibt mittel- und langfristig keinen Sinn. Warum? Weil wir Menschen keine oberflächlichen Zusammenstellungen wollen. Zumindest nicht in Form von E-Mails. Stattdessen funktionieren E-Mails mit einem klaren Fokus um Einiges besser. 

Irgendwie ist das auch klar. Schließlich wollen wir als Konsumenten geführt werden. Wenn ich mich erst durch ein unendlich großes Angebot klicken muss, bin ich überfordert. Was ich will, ist eine klare Empfehlung. 

Im E-Mail Marketing kommt es nicht auf die Quantität an, sondern auf die Qualität. Einen Newsletter, in dem es nur um ein Thema, eine Erkenntnis und eine Information geht, können Leser in der Regel viel besser folgen. 

Die Reduzierung auf diese eine Botschaft, die unserer Abonnent:innen in der individuellen Situation benötigen, ist die Kunst im E-Mail Marketing. Dafür brauchen wir entweder eine sehr homogene Zielgruppe oder eine gute Segmentierungs-Strategie. 

5.  Segmentierung

Je größer die E-Mail-Liste, desto kleiner die Öffnungs- und Klickrate? Das ist nur bedingt richtig.. Wenn ich natürlich allen Abonnent:innen die gleichen Botschaften sende, werde ich bei großen Listen früher oder später nicht mehr alle Menschen gleich stark abholen. 

Deshalb ist eine frühzeitige Segmentierung extrem wichtig im E-Mail Marketing. Segmentierung bedeutet, dass wir die Abonnent:innen gezielt ansprechen sollten. Dies können wir nur erreichen, indem wir Informationen nutzen. 

Beispielsweise ist für ein Schuhhandelsunternehmen wahrscheinlich interessant, welche Schuhgröße die Kundin trägt, wie alt sie ist, welchen Stil sie interessant findet (Sneaker vs. Elegant), bevorzugter Tragekomfort, Lieblingsmarke und so weiter. Diese Informationen können wir aus vergangenen Bestellungen und aus den Klickverhalten in vergangenen Newslettern und aus Befragungen erfahren und ins Profil der Kundin eintragen. Natürlich nur, wenn wir die Informationen laut DSGVO und eigener Datenschutzerklärung nutzen dürfen. 

Wenn wir nun eine neue E-Mail-Kampagne aufsetzen, können wir diese Informationen berücksichtigen und haben am Ende ein viel besseres Ergebnis. Gleichzeitig steigt die Zufriedenheit der Abonnent:innen, weil wir überwiegend relevante Angebote und Informationen schicken. 

Ist es so einfach?

E-Mail Marketing funktioniert heutzutage sehr viel besser, als viele Marketer denken. Wir müssen in diesem Rahmen nur unsere Möglichkeiten kennen und die Hebel nutzen. Leider verschenken gerade größere Startups und eCommerce-Unternehmen viel Geld mit der falschen Art des E-Mail Marketings. Diese fünf Hebel sorgen dafür, dass E-Mail Marketing interessant für uns und unsere Abonnent:innen bleibt. 

Autor:

Der Diplom-Ökonom und zweifache Vater Alex Wiethaus unterstützt mit den E-Mail Marketing Helden Unternehmen und Selbstständige seit 2016 dabei, durch E-Mail Marketing ihre Zielgruppe zu begeisterten Kunden zu machen. Dabei lehrt er kein 0815-E-Mail-Marketing, sondern vor allem, wie man Storytelling-Elemente ganz nach dem Motto “Send Love Not Spam” in spannende E-Mails umbaut. Seit 2016 konnte er mit seinen Onlinekursen, Workshops und Beratungen mehr als 1000 Kunden dabei unterstützen, nachhaltige E-Mail- Marketing Strategien aufzubauen und oftmals überdurchschnittliche „Conversion-Rates“ von fünf bis zehn Prozent zu erzielen. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Tipps für gutes Personal

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Mitarbeiter selbstbewusstsein

So stärken Führungskräfte das Selbstbewusstsein ihrer Mitarbeiter

Sind Ihre Mitarbeiter im Team wirklich selbstbewusst und wissen, was sie als charismatisch wirkender Mensch ausstrahlen müssen? Welche Aspekte sollten Sie bei der Teamführung beachten, dass Sie das Selbstbild von jedem Einzelnen stärken können? Warum sind Mitarbeiter, die ein gesundes Selbstbewusstsein haben, auf Dauer für Ihre Firma ein großer Gewinn? Wie können Sie erfolgreich in der Crew am gleichen Strang ziehen? Fragen über Fragen… Auf all diese und noch viele mehr finden Sie in diesem Beitrag die richtigen Antworten. Die Expertin Kathrin Renée Schüpbach-Schäfer weiß, dass der Job einer Führungskraft darin besteht, das positive Selbstbild von jedem Einzelnen zu stärken. Bei ihr begann alles mit der Begeisterung für Pferde.

Mit dem Pferd Bärbel lernte Frau Schüpbach-Schäfer, dass eine positive Ausstrahlung die halbe Miete zum Erfolg ist. Auch während ihres Wirtschaftsstudiums und der späteren Anstellung als Personalleiterin einer renommierten Firma entstand die Idee, eine andere Art der Ausbildung für Menschen mit Pferden ins Leben zu rufen. Auch heute, ca. 20 Jahre später, weiß die Expertin als Coach und Inhaberin der QueensRanchAcademy, dass die Zusammenarbeit mit Mensch und Pferd für die unterschiedlichsten Lebenslagen ein großer Gewinn ist. Frau Kathrin Renée Schüpbach-Schäfer sorgt mit Ihrer Arbeit für eine ausgewogene Work-Live-Balance in der Vergangenheitsbewältigung und in der Wiederintegration.

Jetzt verrät sie Ihnen die wichtigsten 5 Tipps, die Sie in Sachen Mitarbeitermotivation für mehr Selbstsicherheit des Teams nutzen können:

Loben Sie Ihre Leute und spenden Sie Ihnen Aufmerksamkeit

Jeder von uns möchte nicht nur kritisiert, sondern auch gelobt werden. Besprechen Sie nicht nur die Schwächen bzw. Potentiale mit Ihren Mitarbeitern, sondern erwähnen Sie die Stärken. Wie sonst sollten sich Ihre Angestellte zu selbstbewussten und strahlenden Persönlichkeiten entwickeln, wenn sie nicht von Ihnen gelobt werden? Ein Mitarbeiter ist ein menschliches Wesen, das immer volle Aufmerksamkeit verdient. Ein netter Plausch zwischendurch zeigt, dass Sie menschlich, fair und kompetent zugleich als Führungskraft agieren. Wetten, dass auch für Sie genau darin der Schlüssel zum Erfolg liegt?

Planen Sie Ihre Leute in Entscheidungsprozesse mit ein

Ihre Mitarbeiter fühlen sich stark und selbstbewusst, wenn wichtige Entscheidungen nicht über ihren Kopf hinweg getroffen werden. Aus diesem Grunde sollten Sie Ihre Leute ruhig immer wieder einmal um Rat fragen. Guter Rat vom Angestellten ist für eine wachsame Führungskraft nicht teuer, sondern reines Gold wert. In 4-Augen-Gesprächen und bei Meetings sollten Sie also Ihr Team stets um offene Meinung fragen. Natürlich kann nicht jede einzelne Stimme immer im daily business berücksichtigt werden. Ihre Leute werden dies auch akzeptieren, wenn Sie Begründungen liefern. Doch die Tatsache, dass ihre Meinung auch für Ihre Entscheidungsfindung wichtig ist, sollten Sie nicht unterschätzen. So wird das Selbstbewusstsein Ihrer Crew gefördert – und zwar auf ganzer Linie.

Leben Sie eine offene und faire Feedbackkultur, von der Jung und Alt profitieren

Bleiben Sie bitte immer im offenen Austausch mit Ihren Mitarbeitern. Feedback ist für Chef und Angestellten immer ein Geschenk, von dem alle profitieren werden. Bitte legen Sie Feedbackregeln wie: Fairness, Offenheit, Beispiele erwähnen und Ich-Botschaften fest. Nur so wird die Kritik nicht falsch aufgefasst und alle in der Crew können sich weiterentwickeln. Wussten Sie, dass wir auch durch offene und freundliche Körpersprache immer miteinander kommunizieren? Schenken Sie Ihren Angestellten ein Lächeln. Das motiviert und sorgt dafür, dass auch sie motiviert sind und sich gut fühlen, wenn sie im täglichen Doing sind.

Denken Sie daran, die Ziele mit Ihrem Team zu besprechen

Ziele sollten Sie niemals von oben herab an Ihre Mitarbeiter weitergeben. Natürlich sind Zielvorgaben immer eine Angelegenheit, die im ersten Schritt zu Widerstand bei Ihren Leuten führen können. Auch hierbei ist es wichtig, dass Sie das offene Gespräch mit Ihren Kollegen suchen. Besprechen Sie Ziele immer so, dass Sie auf Augenhöhe mit Ihren Leuten kommunizieren. Stellen Sie sich von Anfang an auf Einwände oder Diskussionen ein. Nehmen Sie aber Ihre Kollegen immer ernst und schenken Sie ihnen ungeteilte Aufmerksamkeit. Schließlich müssen für die Erreichung der Ziele alle am gleichen Strang ziehen.

Stellen Sie sich auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter ein, ohne die eigenen Interessen zu vernachlässigen

Egal, ob Urlaubsanspruch, die Zusammenarbeit mit bestimmten Kollegen oder besondere Aufgaben, die Ihre Leute im Team übernehmen möchten: Der Mitarbeiter sollte immer das Gefühl haben, dass seine Bedürfnisse ernst genommen werden. Stellen Sie sich, wenn es nur möglich ist, auf die persönliche Situation Ihrer Angestellten ein. Erklären Sie in Ruhe, warum ggf. eine Sache nicht nach dem Bedürfnis des Mitarbeiters funktioniert. Auch hier gilt: Eine faire Kommunikation ist die halbe Miete zum Erfolg. Zudem sollten Sie immer wieder einmal einen Wunsch des Kollegen berücksichtigen, wenn Sie im Vorfeld etwas ablehnen mussten. Das zeigt, dass Sie im Grundsatz auf seiner Seite sind.

Fazit

Natürlich sind diese Tipps von Kathrin Renée Schüpbach-Schäfer nur eine Grundlage, wie Sie als Führungskraft mehr Erfolge denn je mit motivierten Mitarbeitern feiern dürfen. Schon jetzt wünscht die Expertin Ihnen bei der Umsetzung: viel Spaß und Erfolg.

Autor:

Fasziniert von Menschen und ihrem grenzenlosem Potential, gründete Kathrin Renée Schüpbach-Schäfer vor über 20 Jahren ihre QueensRanchAcacemy in der Schweiz. Zuvor begleitete sie verschiedenen Spitzenpositionen in der Wirtschaft. Hierbei trug sie zuletzt die Verantwortung im Human Resource Management eines Grossunternehmens mit über 6’500 Mitarbeitern.

In den letzten 21 Jahren schulte sie sie tausende von Menschen und begleitete sie auf dem Weg zur erfolgreichen Führungskraft.  Dabei veränderte sich nicht nur das Leben dieser Führungskräfte, sondern auch das von deren Mitarbeitern. Hierfür entwickelte sie eigens die QRA Methode. Diese Methode schult die eigene Führung erfolgreich auf Basis der Pferde DNA. Die dabei eingesetzten Pferde spiegeln das eigene Führungsverhalten direkt, ehrlich und schonungslos.

Sie ist erfolgreiche Trainerin und Coach in der Persönlichkeitsentwicklung, sowie Buchautorin und Speakerin.

So stärken Führungskräfte das Selbstbewusstsein ihrer Mitarbeiter

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Gründen ist lernen

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Tomorrow University of Applied Sciences hochschule

Tomorrow University of Applied Sciences ist eine Hochschule, die die Probleme von Morgen löst statt „nur“ für den Job vorzubereiten.

Stellen Sie sich und Tomorrow University of Applied Sciences doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Christian Rebernik und ich bin Gründer der Tomorrow University of Applied Sciences. Meine Expertise liegt vor allem in der Produktentwicklung im Startup Umfeld.  Vorher war ich unter anderem CTO bei N26, bei Parship und bei Awin. Ich durfte aber auch Projekte wie ShareTheMeal mit begleiten, eine Spendenplattform mit aufbauen oder als Berater Sprk Global, die Tomorrow Bank und die GreenTech Alliance unterstützen.

Mit Tomorrow University of Applied Sciences gründen wir eine Hochschule, die die Probleme von Morgen löst statt „nur“ für den Job vorzubereiten. Mit unserer eigens entwickelten Plattform unterstützen wir die Art wie Menschen lernen, nämlich problemlösungsorientiert und für eine nachhaltige Gesellschaft.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir alle wünschen uns eine Zukunft, die lebenswert ist. Dafür brauchen wir die richtigen Gestalter, die Unternehmen von Morgen aufbauen und erfolgreich machen können. Menschen, die Probleme als Chance begreifen, die Technologie nutzen können, die Verantwortung übernehmen und die Fähigkeiten wie Selbstführung, Kommunikation und Zusammenarbeit gelernt haben. Ich habe mir viele dieser Fähigkeiten langwierig selber erarbeiten müssen. Als Unternehmer habe ich auch viele Personen interviewt, die von der Uni kamen und ihnen dennoch heute wesentlich relevante Fähigkeiten gefehlt haben.

Wie schlecht oft Bildung heutzutage funktioniert, haben mir meine Kinder gezeigt, die vor einer Zoom-Klasse eingeschlafen sind. Das war schließlich der Anstoß, um mich mit dem Thema „Bildung von Morgen“ auseinanderzusetzen. Das Ergebnis: eine moderne remote-first Hochschule. 

Welche Vision steckt hinter Tomorrow University of Applied Sciences?

Wir wollen die Gestalter von Morgen ausbilden und stärken, damit sie einen Einfluss in unserer Gesellschaft haben können. Uns ist vor allem wichtig, dass die Lernenden bei uns basierend auf eigenen Zielen kompetenzorientiert lernen und Lerninhalte studieren, die heute relevant sind. Anhand realitätsgetreuer Probleme können die Studierenden lernen diese mit bite-sized Lessons und der Hilfe von Mentoren, die ihre Erfahrung von Unternehmen wie Tier Mobility, Share, Apple, Wandelbots, Tesla, Google teilen, zu lösen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Anfangs standen wir vor der Herausforderung akkreditierte Studiengänge an einer Hochschule anbieten zu können. Dafür sind wir eine Partnerschaft mit der WU Executive Academy in Wien eingegangen. Diese Kooperation ermöglicht der WU ihre Studierenden mit einer modernen Lernplattform auszubilden und uns einen international akkreditierten Master Studiengang anzubieten. Ein weiterer wesentlicher Schritt war es, eine eigene Akkreditierung zu starten. Daher haben wir uns umso mehr darüber gefreut, das Bundesland Hessen als Unterstützer gewonnen zu haben.

Ich denke gerade die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es für Deutschland aber auch Europa ist, in diesen Bereich zu investieren und die Bildung in ein digitales Zeitalter zu heben. Es geht darum, nicht einfach nur die bestehenden Vorlesungen digital per Video zur Verfügung zu stellen, sondern neu zu denken, wie digitales Lernen funktioniert – und genau das macht die Tomorrow University of Applied Sciences. Finanziert sind wir durch einen der führenden EdTech Fonds aus UK: Emerge Education sowie durch Einzelpersonen wie Verena Pausder. 

Wer ist die Zielgruppe von Tomorrow University of Applied Sciences?

Für Menschen, die gerade arbeiten oder die Welt bereisen, bieten wir das perfekte Studium. Wir unterstützen besonders die Flexibilität, effektives Lernen, um relevante Probleme der Gesellschaft zu lösen und bieten an ein persönliches globales Netzwerk mit großartigen Personen und Unternehmen aufzubauen. 

Wie funktioniert Tomorrow University of Applied Sciences? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir bieten drei Bachelor und einen Masterstudiengang an und starten gemeinsam mit anderen Studierenden in einer Kohorte, mit der sie am Ende auch gemeinsam das Studium abschließen. Das Herz der Hochschule ist unsere eigens entwickelte mobile-first Plattform. Dort meldet man sich ganz einfach an, und kann zu jeder Zeit einen der Kurse starten, sich mit anderen Student*innen austauschen und sieht live seine Fortschritte. Gelernt wird anhand von echten Herausforderungen, die einen auch aus der Komfortzone locken. Um diese zu meistern, kann man sich die Inhalte in kurzen bite-sized lessons erarbeiten und bekommt Unterstützung von Mentoren. Wöchentlich findet eine sogenannte Course-Diskussion statt. So erreichen wir soziales Lernen auf der einen Seite und Flexibilität auf der anderen. Genau richtig für Menschen, die neben dem Studium noch etwas anderes im Leben machen. 

Tomorrow University of Applied Sciences, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Damit sich unsere Student*innen, Mentor*innen und Unternehmenspartner austauschen, haben wir eine Partnerschaft mit dem Coworking Space Impact Hub abgeschlossen. Dadurch haben unsere Studierenden bereits heute Zugang zu 100 Learning Hubs in 60 Ländern und bilden eine Gemeinschaft aus 24.000 Menschen. Unser Ziel ist es, dies in Kombination mit unserer Lernplattform auszubauen und eine globale Gemeinschaft von Zukunftsgestaltern zu schaffen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp 1) Gründen ist lernen. Oft sehr schnell und unter Druck. Das geht gemeinsam am besten mit Unterstützung. Deswegen ist es wichtig sich Mentor*innen zu suchen, die einem helfen. 

Tipp 2) Gründen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Das erfordert Disziplin, vor allem auch bei der Selbstführung, um gesund und mental fit zu sein. Von Ernährung, Sport bis hin zum Schlaf und der persönlichen Weiterentwicklung.

Tipp 3) Ein großes Netzwerk haben und dieses pflegen. Kontakte sind gerade beim Gründen einer der wichtigsten Bausteine. Ein reger Austausch mit diesem Netzwerk bringt Inspiration und wahre Unterstützung.

Wir bedanken uns bei Christian Rebernik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Frühzeitig nach Partnern Suchen

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thermosockel sockelelement holzbau 2 minuten 2 millionen

Walter Eberl Gründer von Thermosockel, Sockelelement für den Holzbau, war in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Thermosockel doch kurz vor!

2016 haben wir die Firma Bautechnik Eberl GmbH gegründet, wo wir uns seither mit technischen Dienstleistungen und Forschung im Holzbau befassen. Unser „Eberl Thermosockel“ ist ebenfalls ein Produkt, das aus dem Forschungsbereich der Bautechnik Eberl entstand, nachdem wir uns über einige Jahre mit der Problematik von verbautem Holz unter Niveau beschäftigt haben. 

Wie ist die Idee zu Thermosockel entstanden?

Die Idee, den Thermosockel zu entwickeln, entstand während meines überholz-Studiums, in dem ich mich im Zuge der Masterarbeit mit der Problematik auseinandergesetzt habe, dass es für Holzhäuser keine normgerechte Sockellösung gab und Holz unterhalb des Bodenniveaus nicht verbaut werden darf. Weil uns das Thema aber auch nach dem Abschluss des Studiums weiterhin beschäftigt hat, haben wir uns dazu entschlossen, die Theorie in die Praxis umzusetzen und eine handfeste Lösung auszuarbeiten. 

Welche Vision steckt hinter Thermosockel?

Unsere Vision war, ein Produkt zu entwickeln, das Feuchteschäden im Holzbau, genau genommen im Sockelbereich von Holzhäusern, verhindert. Der Thermosockel schafft aber nicht nur für dieses Problem Abhilfe, sondern hat in vielen Aspekten Vorteile für den Holzhausbau: Durch die Möglichkeit für Betriebe, den Sockel selbst zu verbauen, entfallen auch Vorleistungen durch andere Gewerke. Die einfache Produktion und Verarbeitung dazu ist ebenfalls gegeben. Das Produkt ist einfach gegen Feuchtigkeit abdichtbar, wartungsfrei und hochbelastbar, ein Aufbau von bis zu drei Geschossen ist problemlos möglich und bauphysikalisch unbedenklich. Die Barrierefreiheit, die durch den Einbau des Sockels gegeben ist, sowie ein ausgezeichneter Wärmedämmwert tragen zu einer Wertsteigerung der Immobilie bei. Auch die Tatsache, dass der Thermosockel eine dauerhafte Lösung darstellt und keine Zusatzmaßnahmen, wie in den dazugehörigen Önormen empfohlen, benötigt, spielt eine große Rolle. Der Thermosockel ist in Österreich bereits patentiert, für Deutschland liegt ein Musterschutz vor.

Wer ist die Zielgruppe von Thermosockel?

Entwickelt wurde der Thermosockel als Lösung für Holzbau- und Zimmereibetriebe, denen die Problematik der Feuchteschäden im Sockelbereich bekannt ist, aber auch für den Hybridbau, wo die tragende Konstruktion aus Massivbauteilen besteht und die Außenwand in Holzbauweise vorgehängt wird. Hier besteht dieselbe Problematik im Sockelbereich wie im generellen Holzbau. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Wir haben die Sendung selbst Zuhause oft verfolgt und waren immer wieder von Innovationen begeistert, daher die Idee an der Teilnahme. Der Plan war, einen oder mehrere Investoren für den Vertrieb und die Vermarktung unseres Produktes zu finden. Es war uns aber auch ein Anliegen, den Thermosockel einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Da die Verwendung des Thermosockels einen sehr komplexen Hintergrund hat und die Problematik, die wir mit unserem Produkt lösen wollen, außerhalb der Holzbaubranche kaum bis garnicht bekannt ist, haben wir uns vor allem damit auseinandergesetzt, das Thema so einfach wie möglich darzustellen. Wir wollten damit sicherstellen, dass wir den Thermosockel nicht nur den möglichen Investoren, sondern auch den Zuschauern Zuhause kurz und verständlich präsentieren können. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Als wir die Mitteilung bekommen haben, dass man uns ermöglicht, unser Produkt bei „2 Minuten 2 Millionen“ vorzustellen, haben wir uns natürlich sehr darüber gefreut. Das hat uns auch aufgezeigt, dass in unserem Produkt Potenzial steckt, auf das wir die Leute so aufmerksam machen können. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Thermosockel aufmerksam werden?

Wie man sich vorstellen kann, ist die Entwicklung eines neuen Produktes und damit auch die Einführung auf den Markt immer eine große Herausforderung und mit viel Geduld verbunden. Die Möglichkeit, durch „2 Minuten 2 Millionen“ Interessenten für uns und unser Produkt zu gewinnen und auch mediale Aufmerksamkeit darauf zu richten, war für uns enorm wichtig. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir wären natürlich über jeden Investor erfreut gewesen, hatten unser Auge aber vor allem auf Herrn Hans Peter Haselsteiner, da er aus der Baubranche kommt und die Probleme kennt, die wir mit unserem Thermosockel lösen können. 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Mittlerweile haben wir unsere Marketingaktivitäten erfolgreich weiterentwickelt und ausgebaut. Eine Zulassung für unser Produkt in mehreren europäischen Ländern wird gerade bearbeitet, dazu sind wir in enger Zusammenarbeit mit den Materialherstellern und Forschungseinrichtungen. Auch das Patentverfahren für Europa läuft gerade. 

Thermosockel, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Da es für den Sockelbereich im Holzhausbau keine ähnliche innovative Lösung wie unser Produkt gibt, sind wir sehr zuversichtlich, dass sich dieses in naher Zukunft am Markt etabliert. Inzwischen haben wir auch Lizenzpartner, die unser Produkt erfolgreich einsetzen. Bis in fünf Jahren hoffen wir, dass das Produkt europaweit verfügbar ist und verbaut wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nach vielen Monaten der Ausarbeitung und Vermarktung unseres Thermosockels wären wir rückblickend über viele Ratschläge dankbar gewesen. Der erste der drei Tipps, den ich Gründern mit einer neuen Erfindung ans Herz legen möchte, ist die frühzeitige Suche nach Partnern, die an einer Entwicklung des Produktes interessiert und bereit für Unterstützung sind. Einen Schritt nach dem anderen zu machen ist dabei hilfreich, einen klaren Überblick zu behalten. Und was zuletzt wohl am wichtigsten ist: viel, viel Geduld mitzubringen. Für Innovationen im technischen Bereich, die komplexe Lösungen bieten, benötigt man die richtigen Ansprechpartner. Hartnäckigkeit macht sich in diesen Fällen oft bezahlt.

Wir bedanken uns bei Walter Eberl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Start-up: Thermosockel

Kontakt:

Bautechnik Eberl GmbH
Kreuzlau 390e
A-6290 Mayrhofen

www.thermosockel.at
info@thermosockel.at

Ansprechpartner: Walter Eberl

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/bautechnikeberl

Delegieren und Loslassen

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Überblick: Mitarbeiter Kommunikation und Aufgabenmanagement

Überblick Lösung für die Mitarbeiter Kommunikation und das Aufgabenmanagement

Stellen Sie sich und das Startup ÜBERBLICK doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Helmut Harz und ich bin der Gründer sowie CEO von Überblick. Ich bin Diplomkaufmann und habe den MBA an der Universidad de Deusto in Bilbao erworben, habe viele Jahre unter anderem in Südamerika gelebt und gearbeitet und dort auch mein erstes Unternehmen gegründet.

Überblick ist eine einfache Lösung für die Mitarbeiterkommunikation und das Aufgabenmanagement; sie besteht aus einer Web-Version für den Browser und einer App – insbesondere für die Mitarbeitenden, die viel unterwegs sind. Als wir Überblick 2017 aus der Taufe gehoben haben, wurde uns mit auf den Weg gegeben: Ganz egal was die Lösung kann, sie muss so einfach wie möglich bleiben. Daran haben wir uns konsequent gehalten – und vielleicht ist Überblick auch deshalb so erfolgreich.

Bei der Entwicklung haben wir an ein Unternehmen gedacht, in dem eigentlich nie alle Mitarbeitenden zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind, nur ein kleiner Teil einen PC-Arbeitsplatz hat und auch nicht jeder Mitarbeitende eine Firmen-E-Mail hat. Was braucht ein solches Unternehmen grundsätzlich? Zum Beispiel die Möglichkeit, Informationen mit „Empfängerkreisen“ zu teilen. Dafür haben wir eine Art digitales schwarzes Brett entwickelt, bei dem man den Empfang bestätigen lassen kann.

Aber auch ein einfaches Aufgabenmanagement mit klaren Verantwortlichkeiten, Transparenz und Dokumentation – ebenfalls komplett auch über das Smartphone steuerbar. Zudem können Informationen im Wissensbereich als Handbücher mit Fotos, PDFs oder Videos hinterlegt werden, Aufgaben mit Checklisten und Kategorien ergänzt oder auch als „wiederkehrend“ programmiert werden. Hinzu kommen noch unser Chat-Modul für die DSGVO-konforme Kommunikation und unser Auto-Übersetzungsmodul, um auch nicht deutsch-sprechende Kolleg:innen zu erreichen und mitzunehmen. Ganz wichtig: Mitarbeitende verstehen sehr schnell, wie Überblick funktioniert, ganz ohne lange Schulungen oder Vorbereitung. Und sie erkennen genauso schnell, dass es bei Überblick um mehr geht, als Aufgaben von links nach rechts zu schieben.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Mein erstes Unternehmen hieß clickOn Argentina, gegründet habe ich es bereits 2010 in Buenos Aires. Schon nach einem Jahr war es auf mehr als 100 Mitarbeitende gewachsen. Die große Herausforderung für mich als Jungunternehmer war es, meine Teams in den verschiedenen Städten fest einzubinden und Prozesse auf zwischen Außen- und Innendienst und zwischen den verschiedenen Abteilungen optimal zu gestalten. Die Frage, wie Menschen gut zusammenarbeiten, war in dieser Zeit eines meiner Hauptthemen.

Dazu habe ich befreundete Unternehmer aus ganz unterschiedlichen Bereichen gefragt: „Wie macht ihr das eigentlich bei euch?“ Und in vielen Industrien habe ich die Antwort bekommen „Wir haben eine Zettelwirtschaft, machen kurze Anrufe, Meetings, Aushänge, haben WhatsApp Gruppen, ein paar Kollegen haben E-Mail und unser Wissen ist im Leitz-Ordner untergebracht.“ Daraus ist die Idee zu Überblick entstanden, ergänzt um meine eigene Erfahrung, dass viele Unternehmer – mich eingeschlossen – einfache und pragmatische Lösungen suchen, die direkt, ohne viel Aufwand und Kosten funktionieren und helfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Zunächst mussten wir feststellen, dass der Vorsatz einer „maximal einfachen Lösung“ gar nicht so einfach umzusetzen war, wie zunächst gedacht. Einfach klingt einfach, ist es aber nicht. Das Feedback unserer Kunden ist jedoch, dass wir diese Herausforderung gemeistert haben. Finanziell haben wir von Anfang an sowohl Unterstützung von Business-Angels aus der Industrie als auch von StartUp-Szeneköpfen wie Stephan Schubert und Gerald Schönbucher erhalten. Hier muss man unbedingt aktiv sein und am Ball bleiben. Aktuell arbeiten wir an der Herausforderung, Kunden zu erreichen, die sich gar nicht vorstellen können, dass es für sie überhaupt eine passende Lösung gibt, und die deshalb nicht aktiv suchen.

Wer ist die Zielgruppe von ÜBERBLICK?

Wir sind zwar in der Hotellerie gestartet und dort auch schon sehr erfolgreich etabliert. Aber Überblick ist keine Branchensoftware, sondern grundsätzlich sehr interessant für Unternehmen mit speziellen Charakteristika: Typischerweise hat ein Teil der Mitarbeitenden einen räumlich festen Arbeitsplatz mit PC, der andere Teil arbeitet auf der Fläche, im Haus, im Außendienst. Auch haben nicht alle Mitarbeitenden eine geschäftliche E-Mail-Adresse. Zudem wird oft im Schichtsystem gearbeitet oder ist gibt mehrere Standorte, sodass man nahezu nie alle Mitarbeitenden gemeinsam an einem Ort zusammen hat. Das sind zum Beispiel Handwerksbetriebe, Pflegedienste, Unternehmen im Freizeitbereich, Handel und viele andere mehr.

Dabei sind die Anwendungen und Ziele zwischen Branchen – aber auch zwischen Unternehmen in gleichen Branchen – durchaus unterschiedlich. Wir bieten ein transparentes Aufgabenmanagement und die Möglichkeit, Informationen einfach zu teilen. Dies können sowohl operative oder auch Themen der Mitarbeiterteilhabe sein. Man kann mit uns Prozesse standardisieren und dokumentieren, von Wartungen bis zum Onboarding-Prozess, oder auch einfach den sozialen Austausch im Unternehmen fördern. Jedes Unternehmen ist anders und wir empfehlen unseren Kunden immer das zu machen, was genau für sie wichtig und richtig ist.

Wie funktioniert ÜBERBLICK? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das besondere an Überblick ist, dass wir uns zunächst ganz genau angesehen haben, wer mit Überblick arbeiten wird. Denn die Lösung muss sowohl für den/die Unternehmer:in als auch für einen technologisch wenig affinen Kollegen – eventuell auch älteren Semesters – funktionieren. Das ist schon ein Unterschied zu Microsoft-Teams, das bei einem Hackathon von Entwicklern entstanden ist. Ebenfalls brauchen Benutzer bei uns weder E-Mail-Adresse noch Telefonnummer, die sie in der Regel auch nicht vom Betrieb haben. Unser Hauptwettbewerber ist in der Praxis WhatsApp. Neben der DSGVO-Thematik fehlt hier die Nachvollziehbarkeit und es gibt auch keinen Wissensbereich.

Unsere Lösung bietet einen operativen Überblick, den beispielsweise Trello nicht bieten kann, ebenso wenig einen Chat, ein digitales Schwarzes Brett oder Wissensbereich. Im Vergleich zu Corporate Communications Lösungen wie Staffage oder Beekeeper unterstützen wir den operativen Alltag in und zwischen Teams mit unserem ausgeklügelten Aufgabenmanagement auf einem anderen Level. Es gibt natürlich Branchensoftware, die in speziellen Prozessen viel tiefer geht als wir es können oder wollen. Hier sind wir bei Kunden erfolgreich komplementär im Einsatz.

ÜBERBLICK, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben Überblick bewusst auf grundsätzlichen Kommunikationslogiken aufgebaut. Dadurch gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten und ob ein Kunde nun in Berlin, Boston oder Buenos Aires sitzt, ist erst einmal egal. Wie Menschen zusammenarbeiten ist grundsätzlich überall gleich. Deswegen ist unser Ziel, dass in fünf Jahren weltweit eine Million Menschen jeden Tag mit Überblick arbeiten. Und wenn es in sieben Jahren passiert – auch in Ordnung.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Da gibt es natürlich viele. Im ersten Schritt sollte man sich bei der Ideensuche immer überlegen, ob man sich vorstellen kann, fünf bis sieben Jahre in dieses Thema zu investieren. Ist das nicht der Fall, würde ich davon abraten. Als Gründer hat man immer mehr Themen auf dem Tisch, als man arbeitstechnisch schaffen kann. Es gilt zu akzeptieren, dass man nicht alles perfekt bewältigen kann. Wichtig ist, dass sich das Unternehmen generell in die richtige Richtung bewegt. Wenn das Team wächst, kommen ohnehin neue Herausforderungen. Auch das Delegieren und Loslassen ist nicht einfach. Meine Empfehlung: Darauf achten, welche Themen wirklich kritisch sind. Sind sie es nicht, sollte man sich nicht einmischen und das Team selbständig arbeiten lassen. Die Erfahrung zeigt, dass sie dann etwa zu 80 Prozent so erledigt werden, wie man es selbst gemacht hätte.  

Wir bedanken uns bei Helmut Harz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bleiben Sie beharrlich

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carl friedrik

Carl Friedrik Premium-Ledermarke, Accessoires und Reiseartikel

Stellen Sie sich und das Startup Carl Friedrik doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Niklas, Mitgründer von Carl Friedrik. Carl Friedrik ist eine Premium-Ledermarke, die eine Kollektion von Alltagsaccessoires und Reiseartikeln anbietet. Unser Ethos dreht sich um intelligentes Design, feine Handwerkskunst und langlebige Qualität. Wir kombinieren traditionelle Materialien mit einer modernen ästhetischen Vision, stark beeinflusst von der skandinavischen minimalistischen Bewegung.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee entstand, als ich auf der Suche nach einem Geschenk für meinen Bruder und Mitgründer Mattis war. Ich wollte ihm eine Premium-Laptoptasche schenken – etwas aus hochwertigen Materialien mit minimalistischem Look. Aber ich konnte nichts passendes finden. Die Produkte, die ich fand, waren entweder billig und von schlechter Qualität oder teuer und auffällig. Wir erkannten, dass es eine Marktlücke gab und versuchten, dies zu ändern. Damit wurden die Räder für die Geburt von Carl Friedrik [ehemals Oppermann London] in Gang gesetzt.

Welche Vision steckt hinter Carl Friedrik?

Wir bieten eine Alternative zu traditionellen Luxusmarken, die sich von der Bereitstellung hochwertiger Artikel bis hin zu modischen Statements entfernt haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung besteht darin, mit größeren, etablierten Unternehmen mit größeren Budgets und einer längeren Geschichte zu konkurrieren und sich von ihnen abzuheben. Dadurch haben sie einen weit höheren Wiedererkennungswert und langjährige Kunden, die wir überzeugen müssen, sich für uns zu entscheiden. Angefangen bei ein paar tausend Pfund, haben wir uns mit Gewinnen und Bankkrediten finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Carl Friedrik?

Es gibt zwei Kernzielgruppen. Die erste besteht aus städtischen Berufstätigen, die in der Regel im Dienstleistungssektor arbeiten und daher formelle Geschäftskleidung tragen. Sie bevorzugen im Allgemeinen unsere charakteristischen Aktentaschen aus Leder oder unser Gepäcksortiment für Geschäftsreisen. Sie suchen nach hochwertigen Materialien und einem scharfen, reduzierten Look, der zu ihren cleanen Outfits passt.

Dann gibt es noch die kreativen Profis, die Carl Friedrik kaufen, weil sie unseren funktionalen Designansatz und die minimalistische Ästhetik mögen. Diese Kunden arbeiten oft in der Werbung, Medien, Architektur und anderen Kreativbranchen. Sie sind vielleicht eher geneigt, unsere Home-Office-Accessoires-Kollektion zu kaufen. Produkte wie “The Charging Tray” – teils kabelloses Ladegerät, teils Reisetasche, teils Inneneinrichtung – sprechen dieses Segment an, weil sie sowohl funktional als auch elegant sind.

Was ist das Besondere an den Produkten ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind eine moderne Marke, die die besten Teile eines reichen Handwerks- und Ledererbes verwendet. Damit meine ich, dass wir uns weiterhin den althergebrachten Prinzipien von Langlebigkeit, hochwertigen Materialien und handwerklichem Handwerk verpflichtet fühlen. Doch gestalten jedes Produkt so, dass es den Anforderungen eines modernen Lebensstils gerecht wird.

Die Qualität unserer Produkte ermöglicht es uns auch, eine lebenslange Garantie auf unsere gesamte Kollektion anzubieten. Wenn Kunden also bei Carl Friedrik einkaufen, haben sie ein Accessoire, das wirklich ein Leben lang hält. Dies unterscheidet uns von anderen Ledermarken, die die Haltbarkeit zugunsten einer auffälligeren Ästhetik opfern.

Carl Friedrik, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser fünfjähriges Ziel ist es, die endgültige Wahl für Profis zu sein, die eine moderne Zubehörmarke mit traditioneller Qualität suchen.In den nächsten drei Jahren werden wir unser Produktangebot deutlich erweitern. Ziel ist es, unser Zubehörsortiment zu diversifizieren, um den Ansprüchen moderner Profis in mehr Lebensbereichen gerecht zu werden.

Während wir wachsen, werden wir weiterhin Wert auf Nachhaltigkeit und Materialentwicklung legen. Wir sind uns bewusst, dass sich die Lederindustrie weiterentwickeln muss. Unser Engagement für umweltfreundliche Materialien – wie unser pflanzlich gegerbtes Vachetta-Leder – und Vorteile wie die lebenslange Garantie heben uns von anderen Ledermarken ab. Wir werden auch in Zukunft nachhaltige Praktiken verfolgen, zu denen auch die Einführung einer veganen Lederlinie gehört.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Stellen Sie vor allem sicher, dass Sie den Antrieb haben. Denn es wird Zeiten geben, in denen Sie es wirklich brauchen. Bleiben Sie beharrlich und die langen Stunden werden gut.

Stellen Sie ein Top-Team mit den Fähigkeiten zusammen, um das Wachstum in allen Unternehmensbereichen zu fördern, von der Produktentwicklung bis zum Kundenservice.

Schließlich ist es immer besser, etwas zu tun, als nichts. Wir lernen, indem wir neue Initiativen bei Carl Friedrik ausprobieren. Als Startup sind Prozesse und Abläufe nicht in Stein gemeißelt. Es liegt an Ihnen, weiter zu testen, um sich zu verbessern.

Wir bedanken uns bei Niklas und Mattis Oppermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Jede Veränderung bringt Chancen

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meinschwein tierwohl 2 minuten 2 millionen

Die Gründer von meinSCHWEIN, für mehr Tierwohl, Transparenz und Vertrauen in die Landwirtschaft, waren in der PULS 4 Gründershow 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup meinSCHWEIN doch kurz vor!

Bei meinSCHWEIN geht es darum, dass sich jeder Konsument ein Schwein in einem meinSCHWEIN-Betrieb kaufen und via Webcam 24/7 beobachten kann. Somit garantieren wir 100% Transparenz. Bei meinSCHWEIN steht das Tierwohl an oberster Stelle – und das nicht als moderner Slogan, sondern echt und ehrlich. Durch die live-Webcams kann sich jeder selbst davon überzeugen. Außerdem handelt es sich bei unseren Schweinen um eine Edelfleischrasse, die für Ihr zartes Fleisch bekannt ist. Großes Interesse zeigt auch die Gastronomie. Deshalb haben wir ein Gastro-Konzept entwickelt, genau auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten. Wir wollen, dass Landwirte für Ihre ehrliche Arbeit wieder fair verdienen, der Kunde profitiert von einer hervorragenden Qualität aus dem Tierwohlstall – und das zu einem marktüblichen Preis, da der Zwischenhandel fehlt.

Wie ist die Idee zu meinSCHWEIN entstanden?

Schon immer hat mich als Landwirt die Direktvermarktung interessiert. Allein ist man aber nie so stark, wie im Team. Außerdem haben Landwirte mit immer niedrigeren Preisen und höheren Auflagen zu kämpfen, so dass sich für viele die Landwirtschaft einfach nicht mehr lohnt. Aus diesen Überlegungen heraus entstand die Idee zu meinSCHWEIN, ein Franchisekonzept, das Landwirte und Konsumenten wieder näher zusammenbringt.

Welche Vision steckt hinter meinSCHWEIN?

Unser Herzenswunsch ist es, mit meinSCHWEIN eine Marke zu schaffen, die auf 5 Säulen aufgebaut ist: 

TIERWOHL, WERTSCHÄTZUNG, TRANSPARENZ, QUALITÄT und NACHHALTIGKEIT.

Wir wollen wegweisend für die Schweinehaltung eine Haltungsform vor die Bühne holen, bei der das Tierwohl oberste Priorität genießt und setzen dabei auf Transparenz mit Hilfe von Webcams. Die große Wertschätzung dem Tier gegenüber, das sich „sauwohl“ fühlt, setzt neue Maßstäbe in der Haltung von Schweinen. In einem meinSCHWEIN-Stall werden Schweine gehalten und nicht gemästet, denn das Wohl des Tieres ist dem meinSCHWEIN-Bauer sehr wichtig. Ein Schwein im meinSCHWEIN-Stall hat mehr Platz als z.B. für Biobetriebe vorgeschrieben ist, liegt zufrieden auf Stroh und genießt die frische Luft, die Schweine leben gesünder und sind sehr robust. Sie grunzen glücklich aus dem Tierwohlstall!

Wer ist die Zielgruppe von meinSCHWEIN?

Abnehmer sind alle, die gerne Schwein essen, verarbeiten und verkochen. Wesentlich ist auch, den anhaltenden Dialog zwischen meinSCHWEIN-Zuchtbetrieb, meinSCHWEIN-Bauer und Schlachtbetrieb über Zerlegeplan bis hin zu den Abnehmern zu leben. Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir die Qualität und einen hohen Standard erreichen und halten. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Sich vor den Vorhang zu wagen und unser Konzept von meinSCHWEIN einem breiten Publikum vorzustellen, bedarf des Mutes. Angetrieben von unserer Leidenschaft, in diesem Bereich etwas zu erreichen und zu verändern, machten wir uns auf die Suche nach einem strategischen Partner. Mit der Sendung 2M2M sahen wir eine Möglichkeit, einen Partner und Investor für unser Projekt ins Boot zu holen, um meinSCHWEIN bekannt zu machen.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Das Wichtigste war für uns, dass wir so rüberkommen, wie wir sind und wir uns nicht verstellen. Durch mentales Training und mit Unterstützung durch einen Pitch-Trainer haben wir uns sehr intensiv auf die Sendung vorbereitet. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Ein großer Traum ging für uns in Erfüllung, als wir von der Nachricht zur Teilnahme an der Sendung 2M2M erfuhren. Die Euphorie und Freude an der Teilnahme waren so groß, dass wir kaum nervös waren und wir sind sehr dankbar, dass wir diese Chance bekommen haben. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen?

Wir wurden so zu sagen „übernacht“ bekannt, zeitgleich präsentierten wir unser Konzept auch auf der Messe „Alles für den Gast“ in Salzburg. Wir erhielten ausschließlich positives Feedback.

Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf meinSCHWEIN aufmerksam werden?

Natürlich! Unser Werbebudget hält sich in Grenzen, daher ist für uns jede kostensparende Möglichkeit, unser Konzept von meinSCHWEIN vorzustellen, wichtig und richtig.

Mit Investor aus 2 Minuten 2 Millionen Philipp Maderthaner

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Grundsätzlich hatten wir keinen Wunsch-Investor. Wir waren sehr gespannt, wie unser Konzept bei den Investoren ankommen wird.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Wir merkten, dass man uns plötzlich kennt. Wir wurden sogar nach einem Autogramm gefragt, da mussten wir lachen! Tja, wie ging es weiter? Genauso arbeitsintensiv wie vorher, da auch die Vorbereitungen für die Ausstrahlung und die Messe in Salzburg sehr viel Zeit in Anspruch nahmen. Nun heißt es, Termine vereinbaren, Gespräche führen, alles in allem – meinSCHWEIN als Marke in Österreich zu etablieren.

meinSCHWEIN, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren wollen wir in Österreich und in Bayern flächendeckend das hochwertige Schweinefleisch durch regionale meinSCHWEIN-Bauern anbieten können und somit sprichwörtlich „in aller Munde“ sein!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

„Jede Veränderung bringt Chancen, wenn sie von der Leidenschaft angetrieben wird und ehrlich gemeint ist!“

Titelbild: Fotograf Susanne Sickinger

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: meinSCHWEIN

Kontakt:

Agro Media GmbH
Salling 10,
4724 Eschenau im Hausruckkreis
Österreich

www.meinschwein.at
info@meinschwein.at

Ansprechpartner: Hannes und Markus Kriegner

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/meinschwein.at
Instagram: https://www.instagram.com/meinschwein.at/

Vertraut auf das Gesetz der Anziehung

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VEYNOU: Schmuck aus im Labor gezüchteten Diamanten und recyceltem Gold

VEYNOU: Schmuck aus im Labor gezüchteten Diamanten und recyceltem Gold

Stellen Sie sich und das Startup VEYNOU doch kurz unseren Lesern vor!

VEYNOU steht für einen innovativen und nachhaltigen Ansatz im Diamantschmuck. Wir verwenden für unsere Kollektion ausschließlich im Labor gezüchtete (lab grown) Diamanten und recyceltes Gold. Also chemisch, physikalisch und optisch 1:1 identisch zu geminten Diamanten, jedoch ohne negative ökologische & ethische Konsequenzen für Natur und Mensch. Geschaffen für die Ewigkeit, ohne Kompromisse. Unser Gründertrio besteht aus den Co-Foundern Paulina Kurka, Philip Deml und Cem Dogan. 2020 konnte das Gründerteam bereits in der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ überzeugen und sicherten sich einen Deal mit Ralf Dümmel. Gemeinsam gestaltet das junge Unternehmen eine bessere Zukunft, indem es umweltschonend, mit transparenter Herkunft, zu fairen Bedingungen und unter höchsten Qualitätsstandards, Diamantschmuck fertigt.

Die Kollektion von VEYNOU umfasst zeitlose Schmuckstücke und & Verlobungsringe als Begleiter für die Ewigkeit und für die schönsten Momente im Leben – In Handarbeit gefertigt, ausnahmslos mit den hochwertigsten Labor- Diamanten und massivem recyceltem Gold.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Der magische Moment der Verlobung zwischen Paulina und Philip war zugleich auch die Initialzündung für VEYNOU und der Beginn der Mission, dass nachhaltigem Luxus mit laborgezüchteten Diamanten und recyceltem Gold die Zukunft gehört. Paulina und Philip sind bereits seit 7 Jahren ein Paar und durch ihre Arbeit als Content Creator bereits gewohnt, auch professionell zusammenzuarbeiten. Cem hatte mit Philip bereits 2019 die Firma flapgrip gegründet.

Welche Vision steckt hinter VEYNOU?

Luxus nachhaltig gestalten. Das ist in drei Worten die Vision von VEYNOU. In einer Welt, in der Minen der Vergangenheit angehören und laborgezüchtete Diamanten Symbol für eine nachhaltige und strahlende Zukunft sind, wird VEYNOU zu einem Vorbild für Andere, zu einem Leuchtturm der Kreativität und nachhaltiger Innovation. Denn der größte Luxus, den wir haben, ist unsere Welt selbst.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt vollständig eigenfinanziert, können uns aber in der Zukunft eine Finanzierungsrunde vorstellen, um im schnell wachsenden Markt der Labor-Diamanten als Marke einen Führungsrolle einzunehmen und möglichst viele Menschen von den Vorteilen zu überzeugen. Die größte Schwierigkeit bestand für uns als Quereinsteiger darin die hohen Einstiegs-Barrieren im Diamantschmuck zu überwinden und die richtigen Partner zur Beschaffung der Labor-Diamanten und anschließenden Schmuckfertigung zu finden. Hier sind wir überglücklich ein weltweit etabliertes Familienunternehmen als Gesellschafter für uns gewonnen zu haben, die uns perfekt ergänzen.

Wer ist die Zielgruppe von VEYNOU?

Generation Y and Z mit Fokus auf emanzipierte, erfolgreiche Frauen mit einer Affinität zu Luxus und einem sich schärfenden Bewusstsein in Bezug auf einen nachhaltigen Lebensstil. Selbstverständlich das Pendant dazu, die Männer, die vor der Lebensentscheidung, der Verlobung stehen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ein großer Unterschied zu vielen Konkurrenten im Lab Grown Diamond Markt ist, dass wir als Quereinsteiger ausschließlich laborgezüchtete Diamanten anbieten. Sie sind der Kern unserer Unternehung und nicht nur eine zusätzliche Option zur Geschäftserweiterung. Viele Wettbewerber verfolgen diesen Ansatz opportunistisch, wir hingegen aus voller Überzeugung und dem Wunsch nach Veränderung.

Zudem gilt: Ein Diamant bleibt ein Diamant – ob aus der Mine oder aus dem Labor. Beide besitzen exakt die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften. Dennoch gibt es auch bei laborgezüchteten Diamanten große Qualitätsunterschiede, die von internationalen Instituten wie GIA und IGI anhand der 4 Cs (Color, Cut, Clarity & Carat) zertifiziert werden. Für unsere Produkte verwenden wir ausschließlich hochwertigste Steine und haben sogar einen eigenen Schliff entwickelt, der unseren VEYNOU Diamanten ein noch strahlenderes Funkeln verleiht.

VEYNOU, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es in den nächsten 5 Jahren eine nachhaltige Unternehmung aufzubauen und den, sich rasant entwickelnden Markt, der  Labor-Diamanten entscheidend mit dem Aufbau unserer Marke VEYNOU weltweit zu prägen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Glaubt an euch und eure Ideen und vertraut auf das Gesetz der Anziehung. Indem ihr offen und mit positiven Spirit, mutig jede Chance wahrnimmt. Pflegt euer Netzwerk und baut es aus. Sucht euch Partner, die euch komplementär ergänzen, so bringt ihr euch und euer Startup schneller auf das nächste Level.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Trau dich, unperfekt zu sein

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pack&satt einpott Fertigmahlzeiten vegan bio vollwertig Pfandglas

pack&satt: einpott Fertigmahlzeiten vegan, bio, vollwertig im Pfandglas

Stellen Sie sich und das Startup pack&satt doch kurz unseren Lesern vor!

Wir von pack&satt bringen Fertigmahlzeiten der neuen Generation auf den Markt! Denn bisher standen wir oft vor dem Dilemma, beim schnellen Hunger entweder auf ungesundes oder in Einweg verpacktes Essen zurückgreifen zu müssen.

Ronja und Sophie kennen sich noch aus dem Designstudium, Eva ist später dazugekommen und hat vorher Marketing und nachhaltige Unternehmensführung studiert. Egal ob Lebensmittelretten, Eigenbau oder Zero Waste – wir beschäftigen uns alle schon lange mit nachhaltigerem Alltag. Dabei kommen wir aber regelmäßig an unsere Grenzen, ganz besonders, wenn es um eine schnelle Mahlzeit geht.

Daher haben wir selbst nach einer Lösung gesucht – und eine umgesetzt: der einpott ist eine vollwertige Mahlzeit für den schnellen Genuss in deinem Alltag. Man braucht nur noch heißes Wasser, einen Löffel und 5 Minuten Zeit. Statt Verpackungsmüll kommt der einpott im Pfandglas und statt unnötiger Zusätze verwenden wir nährstoffreiche, rein pflanzliche Zutaten. Gerade läuft unsere Crowdfunding-Kampagne auf Startnext, um unsere erste einpott-Produktion realisieren zu können!

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ehrlich gesagt haben wir früher nicht im Traum daran gedacht, zu gründen! Im Studium hatten wir alle drei unabhängig voneinander dieselbe Sinnkrise: Was will ich mit all dem Gelernten später anfangen? Meistens werden Produkte gestaltet, die die Welt eigentlich nicht braucht und im Marketing werden Bedürfnisse geweckt, die vorher gar nicht da waren. Da wollten wir nicht mitmachen. 

Dann tauchten immer mehr Impact-Unternehmen auf, die anstatt den Gewinn den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Das hat uns mega motiviert, als Unternehmen selbst Teil der Lösung des in die Krise geratenen Kapitalismus zu werden. 

Das macht uns eigentlich gar nicht zu Gründerinnen-Typen – oder vielleicht gerade deshalb? Denn wir denken in vielen Bereichen anders: Sinn vor Gewinn, Kooperation statt Konkurrenz oder auch bei Produkten, die wirkliche Probleme lösen – und in unserem Fall auch noch satt machen.

Was war bei der Gründung von pack&satt die größte Herausforderung?

Lange haben wir nach einer Produktionsstätte gesucht, die all unsere Voraussetzungen erfüllt: in Deutschland ansässig und bio-zertifiziert. Zudem ein Produktionsparter, bei dem die Abfüllung ins Pfandglas möglich ist und dann noch mit vielen einzelnen, getrockneten Zutaten – denn anders als z.B. bei Müsli müssen die Mengen ganz exakt abgewogen werden, man schmeckt den Unterschied sofort. Außerdem brauchten wir die Möglichkeit einer Produktion von vergleichsweisen kleinen Menge, denn zu Beginn können wir noch keine hohen Stückzahlen produzieren lassen.

Inzwischen haben wir einen wunderbaren Produktionsort, eine Inklusionsstätte, gefunden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wir würden sagen, es ist sogar ein Muss! Denn wenn wir eines von unseren Anfängen gelernt haben ist es, dass ein perfektes Produkt nie auf den Markt kommt, weil es aus der eigenen Sicht sowieso nie ganz „fertig“ ist. Zudem ist das Feedback des Marktes das beste, was man kriegen kann. Schritt für Schritt kann man sich dann verbessern, optimieren und aus Fehlern lernen. Dennoch empfehlen wir sehr, früh mit den ersten Tests und Prototypen an mögliche Zielgruppen heranzutreten!

Welche Vision steckt hinter pack&satt?

Die Lebensmittelindustrie ist nicht gerade für Gesundheit oder Nachhaltigkeit bekannt, insbesondere bei Fertigprodukten. Doch neben Job, Terminen und Co haben wir weder Zeit noch Lust, ständig frisch zu kochen und greifen selbst oft zu solchen Produkten. Dabei gehen wir allerdings immer wieder Kompromisse ein: entweder gesund ODER ökologisch gut ODER einfach. Unsere Mission ist es, mit unseren veganen und nachhaltigen Fertigprodukten ohne Zusatzstoffe und Zuckerzusatz den Menschen das Dilemma vor dem Ladenregal zu ersparen. Denn unsere Vision ist „gutes Essen für alle“.

Wer ist die Zielgruppe von pack&satt?

Der einpott ist für alle, die auf gesunde und nachhaltige Ernährung Wert legen, denen allerdings andererseits neben Job, Terminen und Co oft einfach die Zeit fehlt, frisch zu kochen – und die daher unfreiwillig Kompromisse in Sachen Gesundheit oder Verpackung eingehen.

Was ist das Besondere an den Produkten?

Unsere Zutatenliste bleibt immer bio, vegan und nährstoffreich. Das heißt, wir entscheiden uns immer für die Zutaten mit einer höheren Nährstoffdichte, z.B. verwenden wir Hafer- und Kartoffelflocken statt Nudeln aus Weißmehl oder Sonnenblumenkerne statt raffinierte Fette. Zusatzstoffe und Zuckerzusatz lassen wir hingegen komplett weg.

Anders als bei üblichen Instantgerichten verwenden wir statt einer oft nicht recycelbaren Verpackung das gute, alte Joghurt-Pfandglas, das man an vielen Mehrweg-Automaten genau so wie den gewohnten Getränkepfand zurückgeben kann. So wird gesundes und nachhaltiges Essen auch im stressigen Alltag endlich einfach.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben den Eigenschaften unserer Produkte wollen wir darüber hinaus mit unserem Unternehmen als Ganzes Teil einer Lösung sein und die Spielregeln des derzeitigen Wirtschaftssystems ändern. Aus diesem Grund sind wir ein Unternehmen in Verantwortungseigentum. Das heißt, wir können unsere Gewinne nur an das Unternehmen zurückführen und nicht in private Taschen. Um dieses Prinzip rechtlich abzusichern, haben wir mit der Purpose Stifung gegründet. So schlagen wir dem Prinzip der Gewinnmaximierung ein Schnippchen und reinvestieren die Gewinne stattdessen in sinnvolle Projekte, wie zum Beispiel solche, die sich für den Erhalt von nährstoffreichen Böden einsetzen. Dabei verhindern wir gleichzeitig, dass wir irgendwann von einem der großen Lebensmittelkonzernen aufgekauft werden – denn wer weiß schon wirklich, wie sich ein Unternehmen in 5, 10 oder 50 Jahren entwickelt.

pack&satt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen eine lange, bunte Reihe leckerer Fertigprodukte in vielen Märkten, die unsere Kund:innen satt und zufrieden machen. 

Außerdem sehen wir uns in einer Welt, in der nicht Unternehmen, deren Produkte bio, vegan, frei von Zusätzen etc. sind, diese auszeichnen müssen, sondern diejenigen, deren Produkte es nicht sind! Wir sehen uns dabei als Teil einer wachsenden Bewegung, die auch große Unternehmen dazu animieren, umweltfreundlichere Produkte auf den Markt zu bringen. 

Und wir sehen Mitarbeitende, die ausgeglichen und selbstbestimmt in unserer eigenen Produktionsstätte arbeiten – am liebsten natürlich mit angrenzendem Acker.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Suche dir Unterstützung und frag um Hilfe: Ob es um Mitgründer:innen, Netzwerke oder Coaches geht – gemeinsam wird jedes Vorhaben leichter, vielfältiger und machbarer! Es gibt tolle Inkubatoren, die grade in der Frühphase Austausch, Wissen und Motivation bringen.

Frage dich, was dein Produkt oder deine Dienstleistung bei den Menschen auslösen soll. Das hilft nicht nur bei der Motivation und beim Fokus, sondern auch für eine passende Kommunikation und Branding. Dafür kannst du dir z.B. die unterschiedlichen „Brand Archetypes“ anschauen und analysieren.

Wie schon gesagt: trau dich, unperfekt zu sein. Grade in der Nachhaltigkeitsszene gibt es oft hohe Ansprüche, denen man zu Beginn kaum gerecht werden kann. Sobald dein Vorhaben nur einen Aspekt einfacher oder nachhaltiger macht als andere, kannst du schon loslegen.

Wir bedanken uns bei den Gründerinnen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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