Sonntag, Februar 8, 2026
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Gib nicht zu schnell auf

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Tylko maßgefertigte Möbel bequem von Zuhause mithilfe eines Online-Konfigurators und einer AR-App selbst konfigurieren

Stellen Sie sich und das Startup Tylko doch kurz unseren Lesern vor!

Unsere Mission ist es, zeitgemäße Möbel zu entwickeln, die das Leben der Menschen bereichern und gleichzeitig die negativen Auswirkungen für den Planeten minimieren. An dieser ambitionierten Mission arbeitet derzeit ein mehr als 140-köpfiges Team. Unser Büro ist in Warschau, Polen, aber wir sind offen für Talente aus ganz Europa. 

Wir verstehen uns als Digital-First-Möbelunternehmen, das hochwertige, maßgefertigte Aufbewahrungsmöbel anbietet, die KundInnen bequem von Zuhause mithilfe eines Online-Konfigurators und einer AR-App selbst konfigurieren und im Raum ansehen können. Das Möbelstück wird anschließend direkt nachhause geliefert, wo es sich mühelos ohne Werkzeug aufbauen lässt. Wir bieten unseren KundInnen also unkomplizierte Möbel, bei denen Form und Funktion im Mittelpunkt stehen. 

Nach dem Motto “Buy less, buy better” verpflichten wir uns außerdem dazu, langlebige Möbel zu produzieren, die die Ressourcen unseres Planeten im Blick haben. Wir wollen einen bewussten Konsum unterstützen – ohne Kompromisse bei Qualität, Stil oder Nachhaltigkeit. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Das Konzept und Potenzial von Tylko hat mich einfach total überzeugt. Das ist die kurze Antwort. Die längere Antwort ist: als Bridge Studio setzten meine späteren MitgründerInnen Hanna Kokczyńska, Jacek Majewski, Mikołaj Molenda und Michał Piasecki bereits vor Tylko Projekte für internationale Unternehmen um, die  Parametric Design, Digital Manufacturing und AR verbanden. Schon damals war ich mit Jacek befreundet, arbeitete aber zu der Zeit noch im Investment Bereich in Wien.

Wir alle erkannten schnell das massive Potenzial der noch recht neuen Technologien und begannen gemeinsam zu überlegen, wie wir aus den Ansätzen ein marktreifes Produkt entwickeln können. Zu sehen, was alles möglich ist, hat mich bei jedem Besuch im Warschauer Studio von Bridge aus den Socken gehauen. Als dann Jacek fragte, ob ich für die nächsten Schritte fest einsteigen will, war die Antwort klar. Und so ging es richtig los mit Tylko. 

Welche Vision steckt hinter Tylko?

Wir waren von Anfang an stark Purpose-getrieben – verantwortliches Handeln ist seit Tag Eins fester Bestandteil unseres Markenverständnisses. Unsere Vision ist es, eine Alternative zum dominierenden fast furniture Markt zu bieten und damit den traditionellen Möbelmarkt zu revolutionieren. Wir wollen nicht zur Wegwerfkultur beitragen, sondern zu bewusstem Konsum anregen. Uns ist es wichtig, Verantwortung  für unsere Mitmenschen und den Planeten zu übernehmen. Gleichzeitig wollen wir Möbel anbieten, die zum Wohlbefinden unserer KundInnen beitragen. Wir bringen Harmonie in ihr Zuhause. Darunter verstehen wir einen  Dreiklang aus Ästhetik, Funktion und Werten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die ersten Prototypen haben wir über Projekte von Bridge kofinanziert. 2014 wurden wir –  damals noch unter dem Namen CSTM – völlig unerwartet eingeladen, unser Konzept beim renommierten Start-up Festival LAUNCH in San Francisco potenziellen Investoren zu präsentieren. Wir gewannen den Preis für die beste technische Leistung, außerdem erregten wir die Aufmerksamkeit des Schweizer Designers Yves Béhar, der bald als Berater an Bord kam. Ende 2014 sicherten wir die Seed Runde mit Paua Ventures und gerade haben wir unsere Series C Runde erfolgreich abgeschlossen. Wir hatten Glück, dass von Anfang an erfahrene BeraterInnen und InvestorInnen ebenso sehr an Tylko glaubten wie wir selbst. 

Herausforderungen gab und gibt es in jeder Phase unseres Bestehens. Für unser aktuelles, starkes Wachstum sind wir natürlich unendlich dankbar, aber es stellt uns auch auf die Probe. Letztlich produzieren wir ein physisches Produkt, das auf Ressourcen, Lieferketten, Produktionskapazitäten und Menschen angewiesen ist. Zugleich ist jedes Produkt ein Unikat.

Die Produktion, die Logistik und unser Customer Service müssen mit einem enormen Tempo Schritt halten, um die Zufriedenheit unserer KundInnen, die für uns auch wirklich eine übergeordnete Priorität hat, gewährleisten zu können. Trotz herausragendem Einsatz unseres Teams und unserer Stärke, Prozesse schnell anpassen zu können, bleibt es eine große Herausforderung. Jedes Scale-up wird das kennen.  

Warum haben Sie sich während der Pandemie für ein Investment entschieden? Was waren die größten Herausforderungen?

Die Entscheidung fiel nicht während der Pandemie, aber die Gespräche mit den potenziellen InvestorInnen fanden genau in dieser Phase statt. Herausfordernd war, dass wir keinen von ihnen persönlich treffen konnten, sondern uns immer nur über Calls austauschen konnten. Das zehrt ziemlich an den Kräften, wie wir inzwischen alle wissen. Es eröffnete aber auch wesentlich mehr Möglichkeiten, weil wir  von Warschau aus mit interessanten potenziellen Partnern aus der ganzen Welt ins Gespräch gehen konnten.  

Herausfordernd war aber auch, dass wir gleichzeitig im März mit dem ersten Lockdown anfangen mussten, als Firma remote zu arbeiten – abgesehen von der Produktion, wo das nicht möglich ist. Für diese mussten spezielle Sicherheitskonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Es ging also gut rund bei uns im letzten Jahr. Wir haben das aber recht gut hinbekommen, finde ich. 

Wie sehen ihre Pläne für die Expansion nach Deutschland aus?

Als Direct-to-Consumer Anbieter können unsere Produkte bereits international konfiguriert und weltweit bestellt werden – wobei Europa ganz klar der Hauptmarkt ist. Alle Produkte werden ja in Polen produziert und von dort aus verschickt. Deutschland ist für uns sogar der größte Markt und macht 41% unseres Umsatzes aus. Unser Headquarter bleibt aber in Warschau und aktuell ist auch kein Büro außerhalb Polens geplant, was nicht heißt, dass wir nicht auch permanente Remote-Rollen besetzen wollen. 2020 hat uns gezeigt, dass das wirklich geht.

Wer ist die Zielgruppe von Tylko?

Unsere Zielgruppen sind so vielseitig wie die von uns angebotenen Möglichkeiten zur Konfiguration und Personalisierung. Tylko bietet Stauraum-Lösungen für junge Singles, Familien mit Kindern aber auch ältere Menschen, gleichermaßen für kompakte Stadtwohnungen sowie geräumige Landhäuser. Für unterschiedliche Stilpräferenzen bieten wir verschiedene Produktfamilien – derzeit Type01 und Type02. 

Unsere Hauptzielgruppe ist aber die sogenannte moderne kreative Klasse in Europa, also Menschen, die mit neuen Technologien und kreativen Inhalten arbeiten. Diese suchen oft bewusst nach Marken, die ihre Werte repräsentieren. Durch unser Online-First-Geschäftsmodell sind unsere KäuferInnen in der Regel technisch versiert und haben Zugriff auf einen Computer und / oder ein Smartphone, mit dem sie personalisierte Stauraum-Lösungen konfigurieren können. Sie sind außerdem tendenziell bereit, etwas mehr für ein Produkt zu bezahlen, das den persönlichen Lebensstandards und Werten entspricht.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Was Tylko besonders macht, ist vor allem das Geschäftsmodell Direct-to-Consumer. Wir sprechen also direkt mit unseren KundInnen und verkaufen auch unmittelbar an sie. Unser Ansatz ist es, individuelle Möbel anzubieten, die sich jede*r entsprechend der eigenen Bedürfnisse bequem von Zuhause aus am Computer oder Handy über den Onlinekonfigurator oder die AR App konfigurieren und im Raum testen kann.
 

Die Vorteile sind vielseitig:

KundInnen erhalten ein Produkt, das genau in die eigenen Räume passt und eine perfekte Lösung für individuelle Bedürfnisse bietet. Der Gang zum Händler wird überflüssig und das Regal oder Sideboard nach wenigen Wochen direkt nachhause geliefert – mit einer personalisierten Montageanleitung. Der Aufbau wiederum läuft dank unseres eigens entwickelten Klick-Systems mühelos und ohne jegliches Werkzeug. Indem wir den Mittelsmann auslassen, können wir zudem individualisierte Möbel zu erschwinglichen Preisen anbieten.

Ein weiterer Hauptvorteil ist unsere Effizienz:

Wir können eine unnötige Lagerung vermeiden, da nur das produziert wird, was auch tatsächlich bestellt wurde. Wir produzieren außerdem nur Produkte, die wirklich passen und langfristig Freude bereiten, statt nach kurzer Zeit wieder weggeworfen und ausgetauscht zu werden. Das ist letztlich natürlich auch zum Wohl der Umwelt, da wir auf diese Weise keine Ressourcen verschwenden.

Außerdem bietet uns der direkte Kontakt mit unseren KundInnen eine Transparenz, die es uns erlaubt, Designs weiterzuentwickeln und Innovationen auf den Markt zu bringen, die wirklich funktionieren und nachgefragt werden. 

Mit diesem Modell unterscheiden wir uns klar von den klassischen Möbelproduzenten, die im großen Stil produzieren und den negativen Trend von Fast Furniture bedienen und weiter befeuern. Das ist leider noch immer die Regel auf dem Möbelmarkt. Zu anderen Anbietern von Möbel auf Maß unterscheiden wir uns, abgesehen vom Design und unseren Werten, im hohen Grad unserer Technologie.

Unser Konfigurator wird von Beginn an von unseren Developern inhouse entwickelt und immer weiter optimiert. So können wir unser Portfolio stetig erweitern. Und natürlich unterscheidet uns unser digital-first Modell mit einem starken Fokus auf einer nachhaltigen Wertschöpfungskette von der Konkurrenz. Nicht nur, weil wir auf Maß produzieren, sind wir nachhaltig. Weil wir mit diesem Angebot in den vergangenen Jahren nahezu 60,000 Kunden erreicht haben, können wir immer weiter in die Optimierung unserer Prozesse zugunsten von mehr Nachhaltigkeit investieren.

Tylko, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere ersten fünf Jahre auf dem Markt haben eine enorme Nachfrage an maßgefertigten Möbeln gezeigt. Auch zukünftig werden wir unserer DNA treu bleiben und individualisierbare technologieorientierte Lösungen für Räume und Menschen anbieten, während wir hinsichtlich Märkten und Portfolio skalieren möchten.

Tech

In den nächsten fünf Jahren werden die Möglichkeiten der Technologie massive Fortschritte machen. Für uns bedeutet das unter anderem, an Funktionen und Lösungen wie Bild- und Raumerkennung zu arbeiten, um den Konfigurationsprozess noch weiter zu automatisieren.

Portfolio

Unsere Vision ist es, ganze Räume zu schaffen und unsere Portfolio entsprechend zu erweitern. Die heutigen Erfahrungen mit individualisierbaren Möbeln sollen in die Entwicklung unserer Technologie einfließen und es KundInnen erlauben, ihr Zuhause ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen zu gestalten.

Märkte

Wir sind zuversichtlich, dass wir in fünf Jahren unser Produkt und unsere Dienstleistungen auch Kunden außerhalb Europas in bester Qualität, zu guten Konditionen und mit einem optimalen Kundenerlebnis anbieten können.  

Impact

Wir arbeiten hart daran, einen nachhaltigen Einfluss auf die Möbelindustrie zu haben, indem wir neue Standards setzen und dadurch nicht nur unseren negativen Einfluss auf den Planeten minimieren, sondern auch mit gutem Beispiel vorangehen. Wir hoffen, künftig DIE internationale Marke und Experte für maßgefertigte Lösungen zu sein, welche das Zuhause und das Leben der Menschen verbessert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sei dir zu 100% sicher, ob du an genau dieser Idee arbeiten möchtest. Es wird Tage geben, an denen es scheint, als ob die ganze Welt gegen dich wäre. Der finanzielle Aspekt sollte daher nie deine primäre Motivation sein. 

Finde gute Partner, denen du vertraust und mit denen es Spaß macht zu arbeiten. Das Leben eines Gründers ist ziemlich einsam. Finde jemanden, mit dem du dieses Abenteuer teilen kannst. 

Gib nicht zu schnell auf. Es wird Momente geben, in denen du das Handtuch werfen möchtest. Wenn du es schaffst, diese Zeiten zu überstehen, bist du unaufhaltbar.

Wir bedanken uns bei Benjamin Kuna für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Tylko

Kontakt:

Tylko
ul. Czerska 8/10
00-732 Warsaw
Poland

www.tylko.com
press@tylko.com

Ansprechpartnerin: Verena Schwarz

Social Media:
Facebook: https://www.facebook.com/tylko
Instagram: https://www.instagram.com/tylko/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/tylko/mycompany/
Twitter: https://twitter.com/tylko_furniture

Denken Sie immer an den Zweck Ihrer Arbeit

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ProfiCircle B2B-Marktplatz für Lagerlösungen und Ladenbau

ProfiCircle B2B-Marktplatz für Lagerlösungen und Ladenbau

Stellen Sie sich und ProfiCircle unseren Lesern kurz vor!

Ich bin Eduard Daniliuc, CEO und Mitbegründer von ProfiCircle, ich habe 15 Jahre Erfahrung in der Industrie für gewerbliche Geräte. In meiner Karriere habe ich dazu beigetragen, mehr als 2.000 Akquisitionsprojekte in den EU-Ländern abzuschließen. 

Ich bin Cristian Gușă, CTO und Mitbegründer von ProfiCircle. Ich bin ein Softwareentwickler mit über 12 Jahren Erfahrung in der Softwareentwicklung. Mein Ziel ist es, meine Erfahrung im unternehmerischen Umfeld zu nutzen, um moderne Lösungen zu entwickeln, die den Geschäftsbetrieb und das Leben aller Menschen verbessert.

ProfiCircle ist ein schweizerisch-rumänisches Startup, der erste B2B-Marktplatz für Lagerlösungen und Ladenbau – eine Plattform, auf der Unternehmen, die komplexe Lager oder Einzelhandelsgeräte benötigen, gewinnbringende Lösungen finden können. 

Unsere Plattform ermöglicht es Kunden, komplexe und langfristige Gerätebeschaffungsprojekte an einem Ort zu suchen, zu erwerben und zu verwalten, sodass sie verschiedene Verkäufer finden können (Hersteller, Lieferanten und andere Dienstleister wie Transportunternehmen, Spediteure, Montageunternehmen, Designer und Finanzierungsquellen, aber auch viele andere).

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Eduard Daniliuc: Während meiner Erfahrung habe ich bemerkt, wie schwierig es für Käufer ist, komplexe Offline-Projekte zu verwalten. Für gewöhnlich sendet der Käufer mehrere Preisanfragen ohne detaillierte Angebotsanfragen an potenzielle Lieferanten, in der Hoffnung, die besten Angebote sowie qualitativ hochwertige Dienstleistungen und Produkte zu erhalten. Der Prozess selbst kann Monate dauern sowie zahlreiche E-Mails, Anrufe, Offline-Besprechungen und viel Personaleinsatz umfassen. Käufer können nur bei lokalen Lieferanten einkaufen, und es gibt keine Preistransparenz. 

Aus diesem Grund haben wir die Geschäftsidee für ProfiCircle entwickelt, die auf unserem starken Wunsch basiert, den veralteten Beschaffungssektor für gewerbliche Geräte mit einer geschätzten Marktgröße von 350 Milliarden USD weltweit zu digitalisieren. Im Jahr 2019 haben wir die Alpha-Version der ProfiCircle-Plattform und Ende 2020 die Beta-Version mit einigen erweiterten Funktionen eingeführt. Die Nutzung von ProfiCircle ermöglicht es, sowohl die Zusammenarbeit als auch sämtliche Transaktionen online und auf einer einzigen Plattform stattfinden zu lassen, was zu einer höheren Effizienz und einer besseren Qualität führt.

Welche Vision steckt hinter ProfiCircle?

Cristian Gușă: Wir haben ProfiCircle als Plattform entwickelt, die sowohl Käufern als auch Verkäufern Zugang zu den besten Lösungen für ihre Bedürfnisse bietet – sei es bei der Beschaffung und Verwaltung eines komplexen Akquisitionsprojekts oder bei der Suche nach neuen Kunden auf der ganzen Welt. 

Wir bieten unseren Kunden branchenspezifische Workflow-Lösungen, die eine effiziente und kontinuierliche Zusammenarbeit bei langfristigen Projekten ermöglichen, sowie Transparenz, Effizienz und eine Vielzahl an Optionen.  

Was waren bisher die größten Herausforderungen von der Idee bis zum Start und wie haben Sie Ihr Projekt finanziert?

Der erste B2B-Marktplatz in der Branche der gewerblichen Gerätebeschaffung zu sein, bietet uns viele Möglichkeiten, macht uns aber auch für die Qualität der erbrachten Dienstleistungen verantwortlich. Die Hauptherausforderungen waren: 

Erstellen einer einfachen, benutzerfreundlichen Plattform und Umwandeln vorhandener Workflows von einer Offline- in eine Online-Umgebung.

Die richtigen Leute einstellen, die sich an unseren Zielen ausrichten.

Definition und Gestaltung eines Online-Workflows für Käufer und Verkäufer, um die Zugänglichkeit für alle Beteiligten zu gewährleisten

Wer ist die Zielgruppe von ProfiCircle?

Cristian Gușă: Wir sprechen zwei Arten von Zielgruppen an: 

Käufer, die Unternehmen vertreten, die Lagerausrüstung benötigen, Einzelhändler (wie Geschäfte, Büros, Supermärkte, Apotheken usw.), Logistikunternehmen und jede Art von Unternehmen, die diese Art von Ausrüstung benötigen. 

Lieferanten wie Hersteller, Händler, Transporter, Designer und viele andere. Wir möchten auf unserer Plattform die besten Dienstleister aus der ganzen Welt auflisten. 

Wie funktioniert ProfiCircle? Welche sind die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Eduard Daniliuc: 

Für Käufer: Sie können durch mehrstufige Auktionen bis zu 20% der Gesamtkosten einsparen (da wir Preistransparenz gewährleisten und das Auswahlverfahren vereinfachen), wenden 80% weniger Zeit für den Beschaffungsprozess auf und haben die Möglichkeit, Finanzierungsquellen zu finden und mindestens 3 Bestangebote für eine Auftragsanfrage zu erhalten. Zudem können Sie Beschaffungsprojekte von Anfang bis Ende auf unserer Plattform planen und verwalten sowie aus einem globalen Netzwerk an Verkäufern und Dienstleistern auswählen, um die kosteneffizienteste Lösung zu erhalten. 

Für Verkäufer: Sie können einen stetigen Auftragsfluss generieren, Auktionen aus der ganzen Welt gewinnen, lokale Subunternehmer finden, die volle Kontrolle über Bestellungen, Lieferungen und Zahlungen haben, den Verkaufsprozess und die internen Ressourcen optimieren und Verträge online unterzeichnen.

Wie ist das Feedback?

Cristian Gușă: Wir werden von Top-Unternehmen geschätzt, die unsere Plattform nutzen. In den letzten 6 Monaten haben wir einen Bruttowarenwert von etwa 500.000 € erreicht. Wir haben mit unseren aktiven Kunden eine Studie durchgeführt, in der wir sie gefragt haben, ob sie in Betracht ziehen würden, für ihr nächstes ähnliches Projekt auf die Plattform zurückzukehren. Der Großteil hat dies bejaht – zusätzlich haben wir bereits Unternehmen, die mehr als ein Projekt bei uns umgesetzt haben. Die meisten von ihnen gaben an, dass sie mit Hilfe unserer Plattform ihre Produkte in der erforderlichen Zeitspanne erhalten sowie den besten Preis auswählen konnten.

ProfiCircle, wohin geht es? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Eduard Daniliuc: Nach unserem operativen Start in Rumänien, Deutschland und der Schweiz haben wir vor kurzem den Start einer Finanzierungsrunde angekündigt, die das Wachstum unseres Unternehmens beschleunigen soll, da wir in Kürze unsere Tätigkeiten auf anderen europäischen Märkten ausweiten wollen. 

In den nächsten fünf Jahren sehen wir uns als Marktführer. Wir beabsichtigen, unsere führende Position in der gewerblichen Ausrüstungsindustrie in der EU zu behaupten.
ProfiCircle soll die Plattform sein, auf der Unternehmen, die Lagerausrüstung benötigen, schnell die beste Lösung finden und gleichzeitig von einem nahtlosen Kundenerlebnis profitieren können.

Abschließend: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern geben?

Eduard Daniliuc:

Glauben Sie an Ihre Idee und erzählen Sie anderen davon, um sie zu validieren. Stellen Sie sicher, dass die Idee ein tatsächliches Problem in Ihrer Branche ist.

Finden Sie die richtigen Leute, mit denen Sie zusammenarbeiten können: Aufrichtige, wertvolle Partnerschaften helfen Ihnen, erfolgreich zu sein.

Denken Sie immer an den Zweck Ihrer Arbeit: Denn ein Unternehmen zu haben bedeutet, viele tägliche Herausforderungen zu bewältigen, aber Ihre Verantwortung als Gründer besteht darin, niemals aufzugeben und das Team dazu zu inspirieren, dasselbe zu tun.

Wir bedanken uns bei Eduard Daniliuc und Cristian Gușă für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das Kernziel immer im Auge behalten

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Bedrop: hochwertige Bienenprodukte Propolis Tinkturen, Gelée Royale

Bedrop: hochwertige Bienenprodukte Propolis Tinkturen, Gelée Royale und Propolis Kapseln

Stellen Sie sich und das Startup Bedrop doch kurz unseren Lesern vor.

Über mich habe ich nicht viel zu sagen, heiße Betül Yönak, habe in Landau Psychologie studiert und bin die „Bee“ von Bedrop. Durch Florian bin ich in das ganze E-Commerce Thema neben meinem Studium gestoßen und reingewachsen. Er ist seit über 7 Jahren darin tätig und hat bereits die Erfahrungen eines Gründers durch SoulMe (eine Freundschaft App) aber vor allem durch Cannaable (sind mittlerweile sechsstellig finanziert) gemacht. Weil Florian und ich in vielen Bereichen unserer Sichtweisen und Ziele gleich sind, haben wir lange darüber nachgedacht gemeinsam zu gründen und so kam es zu Bedrop. 

Die Marke Bedrop steht für hochwertige Bienenprodukte. Der Name ist ein Wortspiel aus den Worten „Bee“ und „drop“, das Bee steht für Bienen aber auch für sein (engl.: to be). Gestartet sind wir mit Propolis Tinkturen und Mundspray, erweitern das Sortiment in ca. zwei Wochen mit frischem Gelée Royale, Gelée Royale und Propolis Kapseln. Bei unseren Produkten setzen wir auf komplett natürliche Produkte, ohne Chemie oder anderen schädlichen Substanzen. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, haben wir versucht die komplette Produktentwicklung auf einer nachhaltigen Ebene aufzubauen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wie ich erwähnte waren mein Partner und ich schon immer fest entschlossen gemeinsam etwas zu gründen. Wichtig war das Unternehmen auf eine Leidenschaft aufzubauen die uns beide widerspiegelt und hinter dem wir zu 100% stehen. Mit Bedrop können wir nicht nur der Leidenschaft des E-Commerce nachgehen, sondern vor allem Menschen helfen zu können und das ist für uns ein sehr großer Mehrwert.

Welche Vision steckt hinter Bedrop?

Die Vision hinter bedrop ist sehr groß und wir hoffen dies auch umzusetzen zu können. In erster Linie möchten wir die Bienenprodukte den Menschen näherbringen. Welch ein Nutzen diese Bienenprodukte für uns haben können. Mich fasziniert es jeden Tag aufs neue wie unterstützend Propolis auf die Gesundheit wirken kann. Wir erhalten immer wieder Feedback von Followern und unserem Bekanntenkreis, wie dankbar sie über dieses „Wundermittel“ sind, welches wir ihnen nähergebracht haben und ich muss sagen das macht mich als auch Florian unfassbar glücklich. Die Gesundheit ist das wertvollste Gut eines Menschen und den Menschen dabei helfen zu können bedeutet uns einfach sehr viel. 

Außerdem möchten wir auf das altbekannte Thema Bienensterben aufmerksam machen und hoffentlich auch dabei viel bewegen. Die Biene ist das kleinste und zugleich eines der wichtigsten Nutztiere. Sie ist für ca. 80% der Bestäubung aller Pflanzen verantwortlich und mit dem Aussterben der Bienen würde auch unser Ökosystem komplett zusammenbrechen. Viele Menschen sind sich leider dessen nicht bewusst und aus diesem Grund möchten wir die Menschen über diese Thematik sensibilisieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Bedrop läuft aktuell über Eigenkapital und wir hoffen, dass das bootstrapped weiterlaufen wird. Wir besitzen gute Konditionen beim Einkauf unserer Produkte und können aus diesem Grund zur Konkurrenz gut mithalten. Die erste Hürde bzw. Herausforderung kam tatsächlich durch die Gesamtsituation der Corona Pandemie zustande. Unsere nachhaltigen Verpackungen kamen leider in Verzug, weswegen wir nicht, wie ursprünglich geplant, starten konnten. Durch meine ich sag jetzt mal „Fähigkeiten“, vor allem aber Florians, konnten wir vieles selbst angehen und besaßen den Luxus alles so aufzubauen, wie wir es uns genau vorgestellt hatten. Lagen Änderungen vor, konnten wir diese direkt angehen. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, sehr froh darüber zu sein, einen so starken und vor allem treibenden Partner wie ihn an meiner Seite zu haben. Das was er an Wissen und Erfahrungen mitbringt, konnte bedrop dabei verhelfen mögliche Herausforderungen durch Umwege präventiv zu lösen. 

Wer ist die Zielgruppe von Bedrop?

Eine direkte Zielgruppe besitzen wir nicht, ich würde sagen, dass sie sich sich aus verschiedenen Gruppen zusammensetzt. Bedrop bzw. die Produkte Propolis und Gelée Royale ist für jeden, der etwas für sich und seine Gesundheit machen möchte und das ohne auf Chemie und Billigprodukte zurückzugreifen. Dennoch würde ich aber sagen, dass die Mütter eine große Rolle als Zielgruppe spielen. Sie waren schon immer diejenigen, die einen großen Einfluss auf die Gesundheit der heranwachsenden Generationen hatten und haben werden.

Ich kenne Propolis auch durch meine Mutter und bekomme es immer mehr in meinem Umfeld mit, wie viele Mütter Propolis für das Immunsystem oder Verletzungen ihrer Kinder benutzen. Meine Mutter hatte auf mich immer den größten Einfluss, vor allem darauf bei Beschwerden keine Antibiotika zu benutzen, sondern auf die natürliche Mittel zurückzugreifen. Momentan herrscht ein sehr großes Umdenken, die Menschen neigen vermehrt dazu präventiv etwas für ihre Gesundheit (mit natürlichen Mitteln) zu tun und genau für diese Leute ist das Produkt gedacht.  

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Für jeden Gründer ist sein eigenes Produkt das Besondere, für uns ist es das Gesamtprodukt. Wir haben bei jedem einzelnen Detail darauf geachtet, worauf wir als Kunde wertlegen würden. Dazu gehört das nachhaltige Etikett, die Qualität des Inhaltes aber vor allem unsere kompostierbare Rundhülse. Florian hatte die Idee keine typische Faltschachtel zu nehmen, so wie es andere Anbieter machen. Er wollte die Rundhülsen, die nicht nur stylisch aussehen, sondern für unterwegs super praktisch sind. Die Rundhülsen können nicht verknicken und so leicht kaputt gehen. Mir war es sehr wichtig auf die Nachhaltigkeit zu setzen und dann kamen wir zu unseren kompostierbaren, nachhaltigen Rundhülsen. Ein großer Vorteil ist die Stimmigkeit mit dem Partner zu haben und die gleichen Ideen und Visionen zu verfolgen. 

Was uns zudem von vielen Anbieten unterscheidet ist meiner Meinung nach die Ehrlichkeit. Wir halten nichts von Werbelügen, wie es leider viele auf dem Markt tun. Sie deklarieren das Produkt z.B. als „vegan“ was bei einem Bienenprodukt kompletter Schwachsinn ist, aber ja solche Anbieter gibt es leider und von solchen „Werbelügen“ möchten wir uns definitiv distanzieren.  

Bedrop, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das ist eine gute Frage. In erster Linie hoffe ich, dass bedrop ein gutes Team aufbaut, die vor allem dafür stehen was uns sehr wichtig ist. Das bedeutet Gesundheit der Menschen, Nachhaltigkeit der Umwelt und der Erhalt der Bienen. Außerdem ist es ein Traum nicht nur unsere eigenen Bienenvölker zu besitzen, sondern auch Wildbienen in den Großstädten wie Frankfurt, Hamburg oder Düsseldorf in Form von „Insektenhotels“ Unterschlupf zu bieten. Es ist ein langer Weg dahin, aber nicht unmöglich und da bin ich sehr großer Hoffnung, diesen zu erreichen. Wir haben nicht nur unsere Erfahrungen und Kenntnisse, sondern auch tolle Menschen um uns herum, die uns zur Seite stehen, unterstützen und ohne jegliche Erwartungen unter die Arme zu greifen, an dieser Stelle ein großes Danke!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es ist nicht nur das mögliche Geld, das jemandem zu Gründen bewegen sollte. Die 100% Überzeugung eines Produktes und vor allem die Leidenschaft, spielen hierbei eine sehr große Rolle. Wir sind beide finanziell gut versorgt und wissen, dass wir mit bedrop vor alle Menschen helfen und Bienen schützen möchten. Ein zweiter Tipp wäre zu wissen mit wem man gründet, es mag in erster Linie immer alles sehr toll und hervorragend wirken, doch kann es in Krisenmomenten doch kollidieren und hier zählt zusammen zu paddeln und nicht im Wechsel, sonst kommt man nicht an das gewünschte Ziel. 

Und zu guter Letzt ist es wichtig das Kernziel immer im Auge zu behalten, auch wenn nicht jeder Weg dahinführt. Umdenken spielt hierbei eine große Rolle und so gelangt man, trotz Hürden über Umwege, an das gewünschte Ziel. 

Wir bedanken uns bei Betül Yönak für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Es gibt immer eine Lösung!

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Farmento Natto fermentierte Sojabohnen 2 Minuten 2 Millionen

Verena Pizzini und Wolfgang Wurth Gründer Farmento, Natto fermentierte Sojabohnen, waren in der PULS 4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Farmento doch kurz vor! Wie ist die Idee zu farmento entstanden?

Warum ausgerechnet Nattō? – Diese Frage wird uns häufig gestellt.
Bei uns war es Liebe auf den ersten Bissen! Der vollmundige Umamigeschmack, die fadenziehende Konsistenz beim Verrühren – bei Nattō empfinden wir eine Einfachheit der sinnvollen Ernährung, die Zufriedenheit gibt, Energie liefert und schnell, vielfältig verfeinert werden kann. Wir wollten frisches Nattō in Bio-Qualität regional und nachhaltig produziert genießen.

Darum gründeten wir im Februar 2019, nach einem Jahr intensiver Tests und Prozessoptimierungen, Farmento. Als Erste in Europa bauen wir in unserer Bio-Landwirtschaft spezielle Nattōsojabohnen, die kleiner als die bei uns verbreiteten Sojasorten sind, an. 

Natto, das in Japan wegen seiner Inhaltsstoffe als Quelle der Jugend gilt, findet hierzulande einen zunehmenden Kreis an InteressentInnen. Nicht nur wegen des hohen Proteingehaltes ist Natto gesundheitsfördernd. Es enthält Vitamin K2, das u.a. in Fleisch in weitaus geringeren Menge enthalten ist und den Knochenbau stärkt. Natto verfügt über wertvolle Soja-Isoflavone, das Nattokinase-Enzym und Spermidin und gilt daher als ausgesprochenes Superfood. Vergorenes Gemüse erfährt heutzutage eine Art ‚Trend‘. Dies liegt daran, dass sich die im Gemüse bereits enthaltenen Vitamine und Nährstoffe durch die Gärung vermehren und die Darmflora und das sogenannte Mikrobiom stärken. In asiatischen Nationen gibt es seit Jahrtausenden kultivierte Nahrungsmittel wie Natto, Tempeh oder Kimchi, mit Bakterien und Pilzen vergoren. 

 Welche Vision steckt hinter Farmento?

Durch das Probieren jahrtausende-alter traditioneller Speisen diverser Kulturen können wir natürliche Ernährung mit besonderen gesundheitlichen Benefits entdecken. Unser Anliegen ist bei Weitem nicht nur, Natto als leichte, proteinreiche Kost zu etablieren. Vielmehr geht es um eine Erweiterung des Bewusstseins für neue Wege sich einfach, natürlich und sinnvoll zu ernähren. Der biologische Anbau unserer Zutaten, Ressourcen zu schonen und nachhaltig zu handeln sind für uns selbstverständlich.

Wir denken weiter, in folgendem Sinne: Lebensmittel müssen abwechslungsreich in Geschmack und Konsistenz sein. Das kann nur durch Naturprodukte gewährleistet werden, die Vitamine und Nährstoffe liefern. Die Offenheit etwas Neues zu probieren kann nur dann entstehen wenn unsere Lebensmittel pur und vielfältg im Geschmack sind. Wir haben selbst erfahren wie das Erweitern von Ernährungsgewohnheiten den Sinn zu einem neuen Gefühl für -Was braucht mein Körper um gesund zu sein und sich wohl zu fühlen – schärft. Durch den andauernden Konsum gleichschmeckender Produkte, verlernen wir unter anderem auf unsere Bedürfnisse zu achten und spüren die negativen Auswirkungen aufgrund der enthaltenen Zutaten wie Zucker, Emulgatoren, Konservierungsmittel, etc. 

Natto setzt Anreize für ungewohnte Geschmacksrichtungen und genau diese Bereicherung möchten wir teilen. 

Wer ist die Zielgruppe von Farmento?

Ernährungsbewusste, vegane, vegetarische Menschen, Menschen mit asiatischen Wurzeln oder Asienbezug, Menschen mit diversen gesundheitlichen Beschwerden, vorallem Darm, Knochen, Zellen, Durchblutung betreffend. Menschen, mit vielfältigen Ernährungsgewohnheiten, wobei häufig selbstgemachtes und fermentiertes auf dem Teller landet und industriell hergestellte Lebensmittel außen vor gelassen werden. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Manchmal passieren Dinge im richtigen Moment. Die Redaktion der Sendung kam auf uns zu. Obwohl wir zu jenem Zeitpunkt alle Hände voll zu tun hatten, wollten wir diese Chance nutzen. Unter anderem weil die Märkte 2020 zur Gänze ausfielen. Und somit auch die Möglichkeit bereichernde Gespräche mit MarktbesucherInnen zu führen, sich auszutauschen, zu lernen. Durch die Ausstrahlung bekamen wir wieder Kontakt zu InteressentInnen, sowie Feedback um weiter zu denken. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ehrlich gestanden war es bei uns recht knapp bemessen. Wir arbeiteten zwei Wochen davor auf Hochtouren, hatten zeitgleich Erntezeit und eine erhöhte Produktion. Als neue Landwirte, ohne familiären Hintergrund in dem Bereich und als Produzenten frischer Lebensmittel mit relativ kurzer Haltbarkeit, erlebten wir ein Hochgefühl, als alles unter Dach und Fach war. Es war eine lehrreiche Zeit. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Es ist großartig für intensive, harte Arbeit Anerkennung zu erfahren und stark mit dem  Gefühl belohnt zu werden, verknüpft. Unser Glück ist, dass wir sehr viel Wertschätzung für unser Schaffen von unseren KundInnen genießen dürfen. Das ist ein Privileg.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Farmento aufmerksam werden?

Wir überlegten lange ob wir unserer Unternehmensphilosophie organisch zu wachsen mit einer derart medialen Reichweite trotzdem treu bleiben. Wir wagten den Schritt, weil wir neugierig darauf waren, ob es ziel- oder irreführend sein würde. Die größte Errungenschaft, neben der zahlreichen positiven Feedbacks war, dass wir aufgrund der kurzzeitig erhöhten Bestellmenge, bereichernde Unterstützung von Menschen bekamen, die viele Dinge so sehen wie wir. Daraus entwickelte sich schlussendlich eine sehr ausgewogene Arbeits- und Lebenssituation, weil wir unsere Strukturen auf ein absolutes Optimum anpassen konnten um die Anforderungen bewältigen zu können. Das hilft einem im Alltag immens weiter. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Es geht auch darum, von erfahrenen Geschäftsleuten subjektive Einschätzungen zu erfahren. Das hätte man auch privat erledigen können, allerdings war es reizvoll hoch zu pokern und auch sehr riskant; es hätte ja auch anders ausgehen können. Wir waren wirklich sehr erfreut über die Reaktionen der Investoren. 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Zunächst sehr arbeitsintensiv. Man kann sich im Vorfeld der Ausstrahlung bestmöglich vorbereiten, aber auf nichts konkretes. Da wir Tempeh und Natto täglich frisch produzieren, erreichten wir eine vollständige Ausslastung unserer Geräte und Kräfte. Zum Glück waren unsere KundInnen verständnisvoll und geduldig. Wir sind nun dabei die Produktionskapazitäten anzupassen und den enormen Input zu reflektieren. 

Farmento, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich halte nicht allzuviel von Prognosen. Wir werden dann sehen wo wir in fünf Jahren sind. Menschlich betrachtet bestimmt ein Stück weiter, alles andere wäre nicht natürlich.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

In drei Jahren kann ich vermutlich bessere Tipps geben. Momentan sind es eher klassische Erfahrungswerte, die wir teilen können bzw. gingen wir bisher wie folgt vor: 

Das Bauchgefühl spielt eine große Rolle – aber es muss reflektiert werden, um sich nicht in die Irre zu manövrieren;

Durchhaltevermögen, braucht es zwischendurch wenn ein naheliegendes Ziel vielversprechend ist

Klarheit auf rationaler Ebene – was ist hinsichtlich der finanziellen Lage, der geistig und körperlichen Leistung, der allgemeinen Gegebenheiten realistisch. Da gibt es immer ein wenig Spielraum ins Unmögliche hinein, den man besser nicht zu sehr einbezieht. Wenn man ein wenig risikobereit ist, passiert das ohnehin, dass man mehr schafft als man sich vorgenommen hat oder auch weniger, dann – es gibt immer eine Lösung!

Bildquelle PULS 4 Gerry Frank

Wir bedanken uns bei Verena Pizzini und Wolfgang Wurth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Tut es nicht allein!

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Scaler8 Startups KMUs Singapur

Scaler8 hilft Startups und mittelständischen Unternehmen (KMU) aus Singapur, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen

Bitte stellen Sie sich und Scaler8 kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Teodora, Programme Director von Scaler8. Im Laufe meiner Karriere war ich bereits als Startup-Beraterin in den innovativsten Startup-Ökosystemen auf der ganzen Welt tätig, insbesondere in Südostasien und Europa. In den vergangenen Jahren habe ich mich besonders im Singapurischen Startup-Ökosystem engagiert, zwei Startup-Acceleratoren geleitet, meine eigene Firma gegründet, die sich auf die zielführende Zusammenarbeit von Corporates und Startups konzentriert, und ein Buch mitverfasst: „No Startup Hipsters: Build Scalable Technology Companies“. Insgesamt bin ich leidenschaftlich an Startups interessiert und daran, ihre Erfolgschancen zu verbessern. 

Scaler8 hilft Startups und mittelständischen Unternehmen (KMU) aus Singapur, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Wir bieten maßgeschneiderte Markterkundungs- und Markteintrittsprogramme, ein starkes Netzwerk und Branchenexpertise, um Unternehmen mit einem personalisierten Ansatz bei der Geschäftsexpansion nach Deutschland zu helfen. 

Warum wurde Scaler8 gegründet?

Unser Ziel ist es, die Startup-Ökosysteme von Europa und Asien zu verbinden. Scaler8 wird von German Entrepreneurship betrieben. Das Unternehmen hat umfassende Einblicke in Innovationsfelder weltweit. Durch unsere Basis in Singapur und unsere vielen länderübergreifenden Programme schlagen wir eine Brücke zwischen den innovativen Startup-Ökosystemen Asiens und Europas. Eines unserer Angebote sind die Programme des German Accelerator für deutsche Startups, die nach Asien skalieren. Mit dem Erfolg des German Accelerator begannen wir uns zu fragen: „Wie können wir das Gleiche für Singapurs Startups tun, um sie auf globalen Märkten erfolgreich zu positionieren?“

Unsere Stärke sind hochspezialisierte Programme, die den teilnehmenden Unternehmen einen wirklichen Mehrwert bieten, indem sie an die Entwicklungsphase des Startups/KMUs angepasst sind. 

Enterprise Singapore, eine staatliche Agentur unter dem Ministerium für Handel und Industrie zur Förderung lokaler Unternehmen, trat an uns heran, um ein solches maßgeschneidertes Programm zu entwickeln, das Startups und KMUs aus Singapur beim Markteintritt in Deutschland hilft. Dafür untersuchten wir eingehend die Stärken Singapurischer Startups/KMUs, deren spezielle Herausforderungen bei der Erschließung eines neuen Marktes und die Anforderungen des deutschen Marktes, um ein zielgerichtetes Programm aufzubauen. Mit Scaler8 (gestartet im Januar 2020) ist German Entrepreneurship Asia somit der Partner für Deutschland im Netzwerk der Global Innovation Alliance in Singapur, eine gemeinsame Initiative der Regierungsorganisationen Enterprise Singapore und Singapore Economic Development Board.

Welche Vision steckt hinter Scaler8?

Unsere Vision ist, dass wir der vertrauensvolle Partner und Berater für asiatische Startups sind, die den deutschen Markt erfolgreich angehen und dadurch Zugang zu Europa finden wollen. Wir wollen das “Who is Who” der deutschen Startup-Welt optimal mit dem Singapurischen Ökosystem vernetzen und dadurch unser Ziel des Technologie- und Wissenstransfers zwischen Europa und Asien vorantreiben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Vom ersten Tag an wussten wir, dass wir ein brandneues Programm aufbauen mussten. Wir wollen bei jedem Startup individuell berücksichtigen, ob und wie weit es für eine internationale Expansion bereit ist. Da wir der erste Partner der Global Innovation Alliance von Enterprise Singapore in Europa waren, gab es keinen Präzedenzfall dafür, wie ein effektives Programm für Startups aus Singapur aussehen könnte, die sich nach Deutschland oder in andere europäische Länder wagen.

Scaler8 wurde im Jahr 2020 ins Leben gerufen und nahm eine erste Gruppe von Startups auf, kurz bevor die COVID-19-Pandemie ausbrach. Wir mussten sehr schnell umschwenken und Wege finden, unsere Startups bei der virtuellen Expansion nach Deutschland zu unterstützen. Zusätzlich zu Online-Workshops und individuellen Mentoring-Sessions gelang es uns, mit der Unterstützung unseres starken Netzwerks in Deutschland virtuelle „Immersion Weeks“ zu organisieren, um die Reise nach Deutschland und somit die persönliche Vernetzung mit lokalen Partnern so gut wie möglich online umzusetzen. 

Die Ergebnisse waren großartig, und wir konnten zahlreiche Kontakte knüpfen, obwohl wir nicht physisch in Deutschland sein konnten. Ein Beispiel des Erfolgs: Eines unserer Startups, TeleMedC, ein Anbieter von kostengünstigen Diagnoselösungen für Point-of-Care-Screening und virtuelles Management von Augenkrankheiten, ging kürzlich eine Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft mit der Abteilung für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ein. Außerdem erhielten sie einen Zuschuss von der Investitions- und Förderbank in Hamburg, was dazu führte, dass TeleMedC eine Niederlassung in Deutschland eröffnete. Insgesamt war das Feedback von unseren Startups und den Mentoren äußerst positiv.

Wer ist die Zielgruppe von Scaler8?

In Deutschland suchen wir Partner und Branchenexperten, die daran interessiert sind, Unternehmen aus Singapur dabei zu helfen, ihre Chancen auf dem deutschen Markt zu erkunden. Unsere C-Level-Mentoren und Experten haben Erfahrung mit der internationalen Skalierung von Unternehmen, und arbeiten eng mit unseren Startups an deren Markteintrittsstrategie.

Wie arbeitet Scaler8? Was sind die Vorteile einer Zusammenarbeit mit Ihnen? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir führen derzeit Markterkundungs- und Markteintrittsprogramme für Startups und KMUs in Singapur durch. Was uns von anderen Anbietern unterscheidet, ist, dass unsere Programme auf die speziellen Herausforderungen jedes einzelnen Unternehmens zugeschnitten sind, um die beste Unterstützung für die individuellen Geschäftsanforderungen zu bieten – was in einem  “one size fits all” Modell nicht möglich wäre. 

Wir unterstützen Unternehmen aus allen Branchen, insbesondere dort, wo wir eine Überschneidung und eine gute Passung zwischen Singapur und Deutschland sehen. Das Ziel ist es, Unternehmen dabei zu helfen, eine solide Grundlage für die Expansion nach Deutschland zu schaffen. Dies geschieht durch eine schnelle Produkt-Markt-Validierung und die Identifizierung des Lokalisierungsbedarfs, das Verständnis der lokalen Vorschriften und den Aufbau eines umfangreichen Netzwerks von Verbindungen mit deutschen Akteuren, um die ersten Schritte in den deutschen Markt zu machen.

 Scaler8, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden bald unsere Reichweite erweitern, um neben Singapur auch mit Startups aus anderen asiatischen Ländern zu arbeiten, mit dem Ziel, der Brückenbauer für den Innovationsaustausch zwischen Asien und Deutschland zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Geht nicht davon aus, dass das, was in einem Markt funktioniert, auch in einem anderen funktionieren würde! Startups, die neue oder mehrere Märkte erkunden wollen, müssen sich über das spezifische Problem im Markt, das sie lösen, und die entsprechende Geschäftsstrategie für jedes Land im Klaren sein, bevor sie den Sprung wagen. 

Seid darauf vorbereitet, schwierige Entscheidungen zu treffen. Startups, die bereits in mehreren Märkten präsent sind, müssen schnelle Entscheidungen treffen, um ihre Ressourcen auf die wichtigsten und profitabelsten Märkte zu konzentrieren, und bereit sein, sich von Märkten zu trennen, die sich nicht gut entwickeln und nicht von strategischer Bedeutung für das Unternehmen sind.

Und schließlich: Tut es nicht allein! Sei es durch ein Programm wie Scaler8 oder durch einen bestehenden Partner mit Verbindungen in den neuen Markt, scheut euch nicht, um Hilfe zu bitten. Einen guten und richtigen Partner für die Expansion in andere Länder zu finden, wird die Expansion deutlich erleichtern.

Wir bedanken uns bei Teodora Georgieva für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Seid authentisch und ehrlich

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Karlheinz Voll Gründer von FLÜWA, die Wasserwaage mit Flügel, in der Höhle der Löwen

Karlheinz Voll Gründer von FLÜWA, die Wasserwaage mit Flügel, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mein Name ist Karlheinz Voll, ich bin 68 Jahre alt, von Beruf Tiefbauingenieur, Maurermeister und Galerist. Zur Herstellung von ebenen Flächen nutzt man eine Wasserwaage. Hierbei besteht das Problem, dass man die Wasserwaage mehrmals um 90 Grad umlegen muss, um die Ebenheit zu gewährleisten. Vor fünf Jahren ist dann die Idee entstanden, dieses Problem des ständigen Umlegens mittels einer zweiten integrierten Wasserwaage zu lösen. Im Laufe dieser Entwicklung kam noch die zusätzlichen Winkelfunktionen (45 und 90 Grad) sowie die Magnetisierung hinzu. Nach einer Entwicklungszeit von drei Jahren habe ich mein Startup FLÜWA gegründet.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Als Hobby und aus Leidenschaft betreibe ich meine Galerie Aurika. Beim Aufhängen von Bildern nutze ich manchmal eine kleine Torpedowasserwaage. Eines Tages lag diese Torpedowasserwaage auf meinem Arbeitstisch neben einer normalen Wasserwaage. Und in diesem Moment war die Idee geboren, diese beiden Wasserwaagen miteinander zu verbinden, um gleichzeitig in zwei Richtungen nivellieren zu können – die Geburtsstunde der FLÜWA, der „Wasserwaage mit Flügel“.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Jeder kennt die klassische Wasserwaage und die meisten sind auch mit dem Umgang und dem Einsatz einer Wasserwaage vertraut. Und wer kennt es nicht, wenn man eine ebene Fläche herstellen will, ist es notwendig, die Wasserwaage mehrmals um 90 Grad umzulegen. Meine Vision war es, dieses umständliche Umlegen zu vermeiden, um so Zeit zu sparen und die Nerven zu schonen. Die zusätzlichen Funktionen, 45 Grad- und 90 Gradwinkel, sowie die Magnetfunktion, vervollständigen die nützlichen Anwendungen. Mit der Flügelwasserwaage hat man nicht nur ein Produkt, das einfach zu bedienen ist, sondern zugleich ein Werkzeug mit zusätzlichen Eigenschaften, die das Arbeiten mit der FLÜWA zum wahren Vergnügen machen!

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Meine Zielgruppen sind alle Heimwerker und alle Handwerker, egal ob alt oder jung, weiblich oder männlich. Außerdem Bastler, Wohnwagen- und Wohnmobilbesitzer.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Gibt es eine bessere Plattform? Ich kannte die Sendung schon seit längerer Zeit und nachdem ich meine Erfindung fertiggestellt und meine FLÜWA zur Serienreife entwickelt hatte, war es der nächste logische Schritt, mich bei „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben. Mit der Aussicht, Millionen von Zuschauern mein Produkt vorstellen und sie von der FLÜWA begeistern zu können. Dafür gibt es keine bessere Möglichkeit.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich habe die Vorteile meines Produkts nochmals deutlich herausgearbeitet, um diese dann in Anwendungsbespielen anschaulich präsentieren zu können. Meinen Pitch habe ich dann meiner Familie vorgetragen und die dort erfolgten Verbesserungsvorschläge eingebaut.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Unglaublich motivierend! Allein die Möglichkeit mich vor den „Löwen“, allesamt erfahrene Geschäftsleute, zu präsentieren, hat bei mir ein starkes Glücksgefühl ausgelöst.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf FLÜWA aufmerksam werden?

Das TV-Format „Die Höhle der Löwen“ bietet die einzigartige Chance, die FLÜWA Millionen von Menschen vorzustellen. Somit ist dieser Schritt von immenser Bedeutung für mich. Ohne dieses Format könnte ich diese Präsenz niemals erreichen. Eine Riesenchance, die ich hoffentlich nutzen kann.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

„Lass dich überraschen“ war mein erster Gedanke nach der Zusage zum Auftritt vor den Löwen. Jeder der Löwen hat sein hochkarätiges Netzwerk und somit sehe ich jeden Löwen als potentiellen Investor für mein Produkt.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Ich hoffe, dass die „Wasserwaage mit Flügel“ in fünf Jahren jedem Heim- und Handwerker bekannt ist, dass sich mein Startup in einer guten wirtschaftlichen Position befindet und dass es die FLÜWA in fast jedes Regal schafft, wo Wasserwaagen angeboten werden. Anstatt eine klassische Wasserwaage zu kaufen, sollte die Wasserwaage mit Flügel den Vorzug bekommen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Habt den Mut, euch zu bewerben.

Präsentiert Euer Startup mit fundierten Informationen und aussagekräftigen Argumenten

Seid authentisch und ehrlich

Bild: Karlheinz Voll aus Osthofen präsentiert „FLÜWA“, die Wasserwaage mit Flügel. Er erhofft sich ein Investment von 60.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie FLÜWA am 05. April 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Karlheinz Voll für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Durchhaltevermögen

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Patientenverfügung.digital individuelle Patientenverfügung

Patientenverfügung.digital individuelle Patientenverfügung kostenlos und unverbindlich online erstellen!

Stellen Sie sich und das Start-up Patientenverfügung.digital doch kurz unseren Lesern vor!

Ich arbeite seit fast 10 Jahren im Rettungsdienst und erlebe fast täglich, dass keine Patientenverfügung vorliegt oder diese in der akuten Notfallsituation nicht auffindbar ist. Oft führt das zu Verzögerungen oder der Einleitung von Maßnahmen, die eigentlich nicht vom Patienten gewünscht werden. Diese Problematik möchten wir gerne lösen. Wir wollen das Thema digitalisieren und den Leuten „spielerisch“ via online Interview (man klickt sich durch einen Fragenkatalog) die Möglichkeit geben, eine passende Verfügung zu erstellen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, wichtige medizinische Fachbegriffe werden via Video erklärt.

Im Anschluss muss die Verfügung einmalig ausgedruckt sowie unterschrieben werden. Dann kann die Verfügung im Nutzerbereich online hinterlegt werden. Am Ende gibt’s einen kleinen Aufkleber zum Ausdrucken mit einem Code, den man sich auf die Gesundheitskarte kleben kann. Im Notfall kann der Arzt darüber die Verfügung online abrufen.  Ist dies passiert, werden alle eingerichteten Notfallkontakte via SMS oder E-Mail informiert. Änderungen an der Verfügung können jederzeit online vorgenommen werden. In bestimmten Abständen schicken wir Erinnerungen an die Nutzer raus, die Verfügung zu aktualisieren, sollte sich am Gesundheitszustand oder dem eigenen Wunsch etwas geändert haben.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Aus einer persönlichen Drangphase heraus, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und gleichzeitig ein existierendes Problem zu lösen. Einen Weg aus dem „klassischen Hamsterrad“ raus in die unternehmerische „Freiheit“. Natürlich ist diese Freiheit mit deutlich mehr Risiko verbunden. Allerdings kann ich die unternehmerische Tätigkeit sehr gut mit meinem eigentlich Beruf des Notfallsanitäters im Rettungsdienst in Einklang bringen. Aus diesem ziehe ich zudem mein gesamtes Wissen und Erfahrung, was den Bereich der Patientenverfügung angeht.

Welche Vision steckt hinter Patientenverfügung.digital?

Wir wollen mit Patientenverfügung.digital jedem Menschen – unabhängig von der persönlichen Situation – die Möglichkeit bieten, kostenlos eine wirksame Patientenverfügung zu erstellen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben uns bis jetzt vollkommen privat finanziert und sind via Bootstrapping gewachsen. Die größte Herausforderung war und ist bis jetzt, die Sicherheitsbedenken der Leute zu „beseitigen“. Die Thematik der Patientenverfügung und sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen wird in den Köpfen oft beiseite geschoben. Entweder wird es als unwichtig abgestempelt oder es ist schlichtweg unangenehm. Hier nun online tätig zu werden, ist meist verbunden mit einer noch größeren Hürde. Mit ausführlichen Erklärungen zu unseren Sicherheitskonzepten sowie dem Datenschutz sind wir dahin gehend sehr gut aufgestellt.

Wer ist die Zielgruppe von Patientenverfügung.digital?

Leute im gehobenen Alter fangen irgendwann – meist auf Drängen von Angehörigen – an, sich mit der Thematik einer Verfügung auseinanderzusetzen. Unserer Meinung nach ist das jedoch viel zu spät! Daher zielen wir mit unserem Online-Konzept auch auf die jüngeren Generationen ab. Für die Erstellung einer Patientenverfügung ist es nie „zu früh“. 

Wie funktioniert Patientenverfügung.digital? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Registrierung erfolgt ganz einfach via E-Mail oder Telefonnummer. Und dann geht’s durch den Fragenkatalog: Von der aktuellen Lebenssituation, über Wertvorstellungen, Lebensqualität, Reanimation, Intensivmedizin usw. bis zur Organspende und dem Sterbeprozess sowie existierenden Vertrauenspersonen wird alles abgefragt. Ist das Interview beendet, wird automatisch eine unterschriftsreife Patientenverfügung erstellt. Diese muss dann einmalig zur Unterschrift ausgedruckt werden.

Danach kann die Verfügung online bei uns hinterlegt werden. Am Ende kann ein kleiner Aufkleber ausgedruckt werden, den man sich auf die Gesundheitskarte kleben kann. Im Notfall kann der Arzt darüber die Verfügung online abrufen.  Ist dies passiert, werden alle eingerichteten Notfallkontakte via SMS oder E-Mail informiert. 

Gegenüber anderen Anbieter ist die Erstellung der Patientenverfügung bei uns zu 100 % kostenlos. Zudem ist unsere Verfügung und der Fragenkatalog deutlich detaillierter.

Patientenverfügung.digital, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In der Zukunft wollen wir neben der Patientenverfügung noch weitere, wichtige Dokumente zur Gesundheitsvorsorge online anbieten: Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Sorgerechtsverfügung, Testament und Bestattungsverfügung. Unser Ziel ist dabei, allen Nutzern eine „online Gesundheitsmappe“ zur Verfügung zu stellen, die alle wichtigen Bereiche der persönlichen Vorsorge abdeckt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen, Durchhaltevermögen, Durchhaltevermögen! Ideen und Konzepte benötigen manchmal Zeit, sich durchzusetzen. 

Wir bedanken uns bei Hendrik Mahncke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Patientenverfügung.digital

Team: Mischung aus jugendlichem Eifer und erfahrener Seniorität

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easyBeeBox Bienenkasten eigenes Bienenvolk Garten Höhle der Löwen

Die Gründer von easyBeeBox, dem Bienenkasten für jedermann – das eigene Bienenvolk im Garten, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup easyBeeBox doch kurz vor!

Wir sind Nick, Chris und Jan, Studenten und Hobbyimker und haben vor ein paar Jahren das Startup easyBeeBox gegründet. Nun produzieren wir gemeinsam mit den Werkstätten der Lebenshilfe unsere easyBeeBox, den Bienenkasten für jedermann.

Wie ist die Idee zur easyBeeBox entstanden?

Chris und Jan sind schon viele Jahre Imker und bekamen aus ihrem Umfeld immer die gleichen Reaktionen zu hören: „Imkern, total interessant! Das will ich auch, ist mir aber leider zu aufwändig…“

Das fanden wir sehr schade, dass sich trotz des großen Interesses an dem wichtigen Thema nur so wenige zur Bienenhaltung gewinnen ließen. Gleichzeitig kam dazu, dass man in vielen Baumärkten Imkersets ohne jede weitere Erklärung kaufen kann und diese Imkerversuche leider oft mit überforderten Neulingen und toten Völkern endeten.

Diese Probleme wollten wir aus dem Weg schaffen und ein System konstruieren, welches die Einstiegshürden nimmt und Lust auf Bienen macht, aber gleichzeitig eine artgerechte und gesunde Bienenhaltung sicherstellt. Auf die daraufhin in 2017/18 selbstgebauten Prototypen für Freunde und Verwandte folgte eine riesige Nachfrage und so entstand unser Startup easyBeeBox und die Produktion ist schnell aus der Garage rausgewachsen.

Welche Vision steckt hinter eurem Startup?

Wir wollen aufzeigen, wie wichtig die Bienen für uns, unsere Umwelt und auch unsere Ernährung sind. Wir wollen neue, junge Bienenhalter gewinnen und ihnen einen sicheren Einstieg in die Welt der Bienen ermöglichen. Denn wir beobachten immer wieder, dass Menschen jeder Generation beim Beobachten ihres Bienenvolkes im eigenen Garten viel von diesen intelligenten und wichtigen Tieren lernen können und so beginnen, Natur und Umwelt bewusster wahrzunehmen und zu schützen.

Wer ist die Zielgruppe der easyBeeBox?

Prinzipiell wollen wir Jeden mit unserer easyBeeBox erreichen. Ob groß oder klein, ob Rentner oder Manager, jeder soll die Möglichkeit zum Einstieg in die Bienenhaltung und in den Bienenschutz bekommen. Aber sicherlich gehört Freude an der Natur und Verantwortungsbewusstsein zu einem potentiellen Bienenhalter dazu.

Eine weitere Zielgruppe sind auch Unternehmen, für die ein Bienenvolk neben einem ökologischen Aushängeschild auch immer ein spannendes Mitarbeiterprojekt darstellt. Was uns immer wieder besonders freut sind Projekte mit Kindern. Wir haben bereits Kooperationen mit Schulen und Kindergärten, und freuen und über jede neue Bestellung einer Schul-easyBeeBox. Denn es gibt kaum etwas schöneres, als Kindern mit einem Bienenvolk die Zusammenhänge der Natur zu veranschaulichen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Tatsächlich wären wir wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen uns zu bewerben, da wir nach einer mehrere Jahre andauernder Testphase noch in den Kinderschuhen der Unternehmensentwicklung steckten und noch gar nicht über größere Schritte nachgedacht haben. Zum Glück hat VOX das anscheinend anders gesehen, uns kontaktiert, daraufhin haben wir unsere Bewerbungsunterlagen eingereicht und am Ende des Castings zum Dreh eingeladen.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir hatten leider nur wenig Vorbereitungszeit, da kurz nach der Einladung schon der Drehtermin vor der Tür stand. Aber selbstverständlich haben wir uns insbesondere betriebswirtschaftlich sehr auf den Pitch vorbereitet.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das ist natürlich sehr motivierend und bestätigt unsere bisher geleistete Arbeit. Die Aufzeichnung der Sendung war nicht nur total spannend und spaßig, sondern auch ein super Feedback für unser Unternehmenskonzept.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf easyBeeBox aufmerksam werden?

Ehrlich gesagt können wir dies jetzt vor der Ausstrahlung noch kaum abschätzen. Sicherlich wird die enorme Reichweite der Sendung unser Startup und unsere Mission weit voranbringen. Für uns persönlich war dies natürlich eine spannende und bereichernde Erfahrung das eigene Produkt einem Millionenpublikum zu präsentieren.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir hatten mehrere Investoren im Blick. Ein wichtiges Kriterium für einen Investor war uns eine ehrliche Begeisterung für die Themen Natur und Nachhaltigkeit. Daher haben wir besonders auf Dagmar Wöhrl, Nico Rosberg und Nils Glagau spekuliert.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen uns und unsere Produkte immer weiterentwickeln, um den Spaß an der sicheren Bienenhaltung jedermann zugänglich machen zu können. Daher werden wir stetig unsere easyBeeBox und den Support verbessern und neue Produkte für glückliche Kunden entwickeln und mit unseren starken Partnern der Lebenshilfe produzieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Habt euer Ziel vor Augen und lasst euch von eurer Vision und nicht dem Geschäft treiben.

Ein Team ist alles! Sucht euch beratende Kontakte. Ein gutes Team besteht aus einer Mischung aus jugendlichem Eifer und erfahrener Seniorität.

Habt Spaß an dem was ihr macht, dann ist die Arbeit ein Abenteuer und nicht bloß ein Job.

Bild: Nick Peters (l.) und Jan-Angelus Meyer aus Bad Fallingbostel präsentieren mit „easyBeeBox“ das Bienenvolk für Jeden. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie easyBeeBox am 05. April 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Nick Peters und Jan-Angelus Meyer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fantasie, Mut und Ausdauer!

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Once upon a bean: BEAN-TO-BAR Schokolade

Once upon a bean: BEAN-TO-BAR Schokolade mit transparenten Hintergrundinfos

Stellen Sie sich und Once upon a bean doch kurz unseren Lesern vor!

Moin, wir sind Lisa & Marvin aus Hamburg und im Sommer letzten Jahres fiel der Startschuss für unser Projekt once upon a bean. Damit möchten wir eine Plattform für bewussten und nachhaltigen Schokoladengenuss schaffen. Wir beide lieben nämlich Schokolade, aber wollten Probleme in der Kakaobranche wie die Rodung von Regenwäldern oder gar Kinderarbeit nicht länger hinnehmen. Glücklicherweise gibt es durch die aufkommende „bean-to-bar“ Bewegung eine tolle Alternative für bewussteren Schokoladengenuss. Bean-to-bar bedeutet, dass kleine Manufakturen Schokolade handwerklich und mit ganz viel Leidenschaft von der Bohne bis zur Tafel selbst herstellen. Neben besten Rohstoffen geht es dabei vor allem um faire Bezahlung, Partnerschaft und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette. Diesen Manufakturen möchten wir mit once upon a bean eine Bühne geben und den Trend verstärkt nach Deutschland tragen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Marvin hat einen Master in Nachhaltigkeitsmanagement und Lisa – gelernte Bauingenieurin – beschäftigt sich privat sehr stark mit den Themen Genuss & Nachhaltigkeit. Als wir auf bean-to-bar Schokolade gestoßen sind, war uns schnell klar, dass es ein unheimliches Potential birgt und wir mit der Gründung eines Social Businesses einen wirklichen Beitrag zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN leisten können. Unser Ziel: Gemeinsam mit Schokoladen-Fans die Branche zu einem besseren Ort machen.

Welche Vision steckt hinter Once upon a bean?

Unsere Vision lautet „Schokolade, die alle glücklich macht“ – also nicht nur uns Konsumenten, sondern auch die Kakaobauern und unsere Natur. Gemeinsam mit dem Netzwerk aus bean-to-bar Herstellern wollen wir für bewussten Schokoladenkonsum werben und durch faire Bezahlung und langjährige Partnerschaften wirtschaftliche Perspektiven und Arbeitsplätze in den Anbauregionen schaffen. Faire Bezahlung bedeutet für den Kakaobauern im Fall von bean-to-bar Schokolade mindestens das 2-3-fache des Fairtrade Preises.   

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war sicherlich Aufmerksamkeit für unsere Idee zu erlangen und zu zeigen, dass es eine wirklich leckere und nachhaltige Alternative zu industriellen Schokoladen gibt. Dabei hilft uns unsere aktuelle Crowdfunding Kampagne sehr. Die Resonanz in den ersten 2 Wochen war absolut phänomenal. Bisher haben wir über 300 Vorbestellungen für unsere Schokoladen-Probierpakete erhalten und rühren noch bis zum 20.04.21 weiter fleißig die Werbetrommel. Die Kampagne verschafft uns sowohl Gehör als auch eine Vorfinanzierung, damit wir nun unseren Onlineshop an den Start bringen können. 

Wer ist die Zielgruppe von Once upon a bean?

Mit unseren bean-to-bar Abos und Probierpaketen richten wir uns im Grunde an alle Schokoladen-Fans, denen Genuss und Nachhaltigkeit gleichermaßen am Herzen liegen. Wir haben festgestellt, dass mehr und mehr Menschen wissen möchten, woher ihre Lebensmittel kommen und wie sie produziert wurden. Genau diese Transparenz wollen wir auf unserer Plattform schaffen und die Menschen und Geschichten hinter den spannenden Schokoladen vorstellen.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Hier lautet die Antwort ganz klar: Transparenz. Wir arbeiten nur mit ausgewählten Manufakturen zusammen, die unsere Werte in Bezug auf Partnerschaft, Fairness und eben Transparenz teilen. Dazu gehen wir in den persönlichen Austausch mit ihnen und beleuchten die komplette Lieferkette. Aus dem Grund haben wir auch unseren Namen gewählt. Wir möchten die Geschichte hinter jeder Tafel erzählen und weit über die Informationen auf der Verpackung hinausgehen.

Once upon a bean, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Hoffentlich haben wir dann ein tolles Netzwerk an bean-to-bar Herstellern aufgebaut und können gemeinsam einen Beitrag für bewussteren Schokoladengenuss leisten. Wir möchten gemeinsam Projekte in den Anbauregionen realisieren und dort nachhaltige Strukturen im Kakaoanbau schaffen. Dazu möchten wir ganz viele Menschen von bean-to-bar Schokolade begeistern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fantasie, Mut und Ausdauer. Spannend wird es in dem Moment, in dem man sich dazu entschließt, seine Idee Realität werden zu lassen. Für uns war es ein total schöner Moment zu sehen, wie ein Gedanke auf einmal Form annimmt. Und jetzt heißt es für uns natürlich weiter Gas zu geben und auch mal Rückschläge wegzustecken. Wir berichten, ob es klappt.

Link zum Crowdfunding

Wir bedanken uns bei Lisa und Marvin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Tauscht euch viel mit anderen Unternehmern aus!

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maintea tee im glas bio tees

MainTea: Tee im Glas natürlich süße Bio-Tees in einer nachhaltig-innovativen Glasverpackung

Stellen Sie sich und das Startup MainTea doch kurz unseren Lesern vor!

2018 ist die Idee entstanden, den Getränkemarkt von Grund auf zu revolutionieren. Als ernährungsbewusste Studenten ist es uns tierisch auf die Nerven gegangen, dass alle leckeren Erfrischungsgetränke entweder voll mit Zucker oder voll mit chemischen Süßungsmitteln waren. Deswegen haben wir die Ärmel hochgekrempelt, kiloweise Rohstoffe eingekauft und in der eigenen Studenten-WG versucht das Unmögliche möglich zu machen: Ein süßes, leckeres Bio-Erfrischungsgetränk ohne Zucker und ohne Chemie. 


Nach etlichen gescheiterten Versuchen und durchgemachten Nächten hatten wir irgendwann endlich unser erstes Produkt in der Hand. Dieses war aber noch nicht wirklich in der endgültigen Form, wie wir es gerne gehabt hätten. Mit immer neuen Ideen und geänderten Rezepten ist NOSUGA entstanden, die erste 100% zuckerfreie Bio-Limo.

Nach einiger Zeit haben wir uns überlegt, dass wir da auf etwas Besonderes gestoßen sind und die Grundidee unseres Produktes erweiterbar war. Deswegen haben wir für die kältere Saison Tee im Glas geschaffen. Natürlich süße Bio-Tees in einer nachhaltig-innovativen Glasverpackung. 


An diesem Punkt haben wir uns dazu entschlossen, dass das Ganze nicht ohne ein motiviertes und kompetentes Team zu meistern ist. Stück für Stück haben wir uns ein Team aufgebaut, das täglich mit vollstem Einsatz an unserem gemeinsamen Traum arbeitet. So haben wir bis heute unter unseren beiden Marken NOSUGA und Tee im Glas über 20 verschiedene Produktvarianten entwickelt, die deutschlandweit im klassischen LEH und im Bio-Fachhandel verkauft werden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wie bereits gesagt konnten wir es als Studenten nicht akzeptieren, dass es keine einzige zuckerfreie Bio-Limo auf dem Markt gibt. Zusätzlich hatten wir schon immer die Vision etwas Eigenes zu machen, etwas auf die Beine zu stellen, was einen nachhaltigen Mehrwert hat. 

So haben wir unsere Aufgabe in diesem Bereich gefunden – Wir wollten den Getränkemarkt für ernährungsbewusste Menschen wie uns revolutionieren.

Welche Vision steckt hinter MainTea?

Jedes Produkt unserer beiden Marken beruht auf den vier Prinzipien Bio, vegan, zucker- und plastikfrei. Zusätzlich war es uns seit Beginn wichtig, etwas zurückzugeben, irgendeinen positiven Impact mit unseren Produkten zu bewirken. So spenden wir beispielsweise mit jedem verkauften Tee im Glas an die Hilfsorganisation Viva con Agua. Damit konnten wir im letzten Jahr über 1.000 Menschen einen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Wir sind uns bewusst, dass das womöglich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist – aber genau das ist es, was uns anspornt immer weiter zu machen und noch mehr für diesen Planeten zu tun. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war bisher wahrscheinlich die Finanzierung. Wie wahrscheinlich alle Gründer mit einer Idee, mussten auch wir zunächst mit dem eigenen Ersparten anfangen. Mit den ersten Erfolgen und wachsenden Produktionsmengen wurde natürlich die Vorfinanzierung der Waren auch immer kapitalintensiver und immer wieder sind wir in Vorfinanzierungsengpässe geschlittert. Das heißt unser Wachstum ist Fluch und Segen zu gleich. Als sich nach und nach herausstellte, dass wir anscheinend mit unserer Idee wirklich ins Schwarze getroffen haben, bot sich in unserem Bekanntenkreis ein Angebot für eine (wirklich) kleine Investition. Somit konnten wir erneut weiter ein Stück wachsen und haben uns schließlich gegen weitere Finanzierungsrunden entschieden und bei unserer Hausbank eine Zusammenarbeit angefragt.

Wer ist die Zielgruppe von MainTea?

Durch die unterschiedlichen Produkttypen haben wir eine wirklich breite Zielgruppe. Unser Fokus liegt grundsätzlich auf ernährungsbewussten Personen, die Wert auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit legen.

Was ist das Besondere an euren Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Für den Tee lässt sich sagen, dass wir uns in drei grundlegenden Punkten abheben: Die natürliche Süße – es bedarf keinem zusätzlichen Zucker in unseren Tees. Er wird süßer, umso länger man ihn ziehen lässt. Die nachhaltige Verpackung – Wie der Name schon sagt, wird unser Tee in Glas, und nicht in Plastik verpackt. Das soziale Engagement – Mit jedem verkauften Glas möchten wir etwas an Menschen zurückgeben, denen es nicht so gut geht wie uns. 

Die Vorteile von NOSUGA wurden ja bereits mehrfach erwähnt: Die erste natürlich süße, zuckerfreie Bio-Limo in 3 verschiedenen Sorten. In diesem Jahr kommen zusätzlich noch 3 natürlich süße, zuckerfreie Bio-Eistees unter NOSUGA auf den Markt.

MainTea, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel bis dahin ist eine nationale Distribution mit einer Vielzahl an innovativen und nachhaltigen Bio-Lebensmitteln, sowie die Stärkung unserer Online Präsenz. Gleichzeitig wollen wir natürlich stetig unseren sozialen Impact vergrößern – ob das in einem eigenen Verein oder in einer intensiven Zusammenarbeit mit anderen Vereinen stattfindet, steht noch offen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir würden euch empfehlen loszulegen, auch wenn ihr vielleicht denkt, dass noch nicht alles perfekt ist. Es hilft ungemein, sich direkt am Point of Sale das Feedback der Kunden einzuholen und mit der Praxis Erfahrung zu sammeln.

Traut euch frühzeitig in Mitarbeiter zu investieren. Zu Beginn besteht immer die Angst, ob sich so große Fixkosten lohnen, aber mit einem motivierten und kompetenten Team lässt sich viel schneller Großes erreichen. Tauscht euch viel mit anderen Unternehmern aus! So könnt ihr wertvolle Informationen austauschen und voneinander lernen! 

Wir bedanken uns bei Paul Janik Sahm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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