Mittwoch, Januar 14, 2026
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Kindgerechte Medienerlebnisse

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tigermedia tigerbox TOUCH Hörspiel Streaming Kinder

tigermedia: tigerbox TOUCH Hörspiel-Streamingdienst für Kinder

Stellen Sie sich und das Startup tigermedia doch kurz unseren Lesern vor!

Moin! Ich heiße Martin Kurzhals und habe gemeinsam mit Till Weitendorf die tigerbox TOUCH und den ersten Hörspiel-Streamingdienst für Kinder in Deutschland entwickelt. Ausgegründet aus der Verlagsgruppe Friedrich Oetinger, stehen wir mit tigermedia für anspruchsvolle Medienerlebnisse für Kinder, die altersgerecht und sicher sind. Über ein kindgerechtes Endgerät und das passende Streaming-Angebot bringen wir das Beste aus der analogen Welt mit der digitalen zusammen. So bieten wir Kindern und Eltern unbeschwerte Hörerlebnisse.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Unsere Wurzeln hatten wir beim Traditionsverlag Friedich Oetinger (Astrid Lindgren, Sven Nordqvist, Kirsten Boie und Paul Maar). Diese und weitre erstklassigen Geschichten wollten wir ins Digitale überführen. Während uns Erwachsenen über Streamingdienste unbegrenzt viele Hörmedien zur Verfügung stehen, auf die wir von überall und zu jeder Tageszeit zugreifen können, dachte bis dato keiner an eine digitale und nachhaltige Lösung für Kinder. Zwar gibt es Hörboxen, über die die Kleinsten Einzeltitel oder vorinstallierte Inhalte abspielen können. Doch damit ist die Auswahl für Kinder begrenzt und kostspielig in der Anschaffung. Wir entschieden uns, mit der tigerbox TOUCH eine kindersichere Umgebung mit dem passenden Endgerät zu entwickeln, mit welchem bereits 3-Jährige selbstständig über ihre Hörerlebnisse entscheiden.

Welche Vision steckt hinter der tigerbox TOUCH?

Hörspiele fördern Kreativität und Sprachentwicklung und sind eine wichtige Ergänzung zum Vorlesen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, Kinder über Hörmedien pädagogisch wertvolle Inhalte zu liefern und sie in ihrer kindlichen Entwicklung zu unterstützen. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung lag für uns darin, einen geeigneten Partner im Bereich Technologie und Entwicklung zu finden, der unsere Idee in eine Hardware übersetzt. Wir hatten bereits eine genaue Vorstellung, wie die tigerbox TOUCH aussehen sollte, aber keine Ahnung davon, wie Platinen und Prozessoren verschraubt werden. Finanziert haben wir uns über die Mutter StoryDOCKS und über weitere Investoren. Ganz frisch verstärkt die alpha trading ventures unseren Gesellschafterkreis.

Wer ist die Zielgruppe von tigerbox TOUCH?

Unsere digitalen Hörmedien sind für alle Kinder geeignet, sprechen aber besonders die 3- bis 8-Jährigen an. Die tigerbox TOUCH wächst mit den Bedürfnissen und Hörspiel-Vorlieben der Kids mit und bietet von Klassikern wie Petterson und Findus, über spannende Detektivgeschichten und Disney-Titel eine riesige Auswahl für jeden Geschmack.

Wie funktioniert die tigerbox TOUCH?

Die tigerbox TOUCH wird durch das Einstecken einer tigercard/ einer wildcard oder eines tigertickets aktiviert. Über den Streamingservice tigertones haben schon die Kleinsten Zugriff auf eine Mediathek von über 6.000 Hörspielen, Hörbüchern und Kinderliedern, die von Experten kuratiert und werbefrei sind. Dazu bieten wildcards die Möglichkeit, eigene Inhalte aufzunehmen, mp3 drauf zu spielen oder Titel aus der tigertones-Mediathek zuzuordnen und über die Hörbox abzuspielen. Eltern können über den Eltern-Modus auf der tigerbox TOUCH oder über die kostenlose tigertones-App eine Altersgrenze und einen Sleeptimer setzen oder favorisierte Titel und Helden für ihre Kinder einstellen, die auf dem Touchdisplay der Hörbox ganz oben erscheinen. 

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die tigerbox TOUCH bleibt auch für ältere Kinder, die bereits in die Grundschule gehen, interessant. Eltern können sich auf kindgerechte Inhalte und Themen verlassen und müssen weder Tablet noch Handy zur Verfügung stellen. Kinder erfreuen sich an ihrem elektronischen Gerät, dass sie selbstständig bedienen können. Die Anschaffung von tigercards ist optional und mit einem Einzelpreis zwischen 5 und 10 Euro günstiger als bei anderen Anbietern. Die Inhalte überschneiden sich dabei nicht mit denen der Mediathek. Die platzsparenden tigercards lassen sich Sammeln und Verschenken und sind zudem kratz- und wasserfest. Durch die Möglichkeit, Titel für die Offline-Wiedergabe auf der 600 Gramm leichten tigerbox TOUCH oder in der Eltern-App tigertones zu speichern, sind Familien maximal flexibel und können auch mobil Hörspielen lauschen. Das Prepaidmodell der tigertickets verhindert Abofallen: Nach einem, drei, sechs oder zwölf Monaten läuft der Zugang zur Mediathek automatisch aus. Dann stehen immer noch rund 50+ Hörmedien kostenlos zur Verfügung.

Tigermedia, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns in fünf Jahren als Vorreiter für kindgerechte Medienerlebnisse und als DEN Experten für Kindermedienkompetenz in Europa. Derweil verstärken wir unseren DACH-Vertrieb und sind bereits im gängigen Einzel-, Buch-, Elektronik- und Spielwarenhandel erhältlich. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn es um Kinderprodukte geht, sind Kinder die härtesten und ehrlichsten Kritiker. Wir haben viel aus dem Feedback unserer eigenen Kids geschöpft und sind ihnen dafür sehr dankbar. Dabei wäre es der größte Fehler gewesen, ein Erwachsenenprodukt zu nehmen und dieses 1:1 für Kinder umzubranden. Der Anspruch sollte sein, die Herangehensweise der Kleinen zu verstehen: Die Ungeduld am Touchdisplay, die Größe der Buttons und die Haptik der Seitenschlaufe. Eine robuste Außenhülle, falls das Wasserglas mal umkippt oder die Hörbox herunterfällt. Es geht darum, der nächsten Generation ein schönes und zugleich nachhaltiges Produkt zu bauen.

Ein weiteres Learning: Wenn Du ein disruptives Produkt auf den Markt bringst, musst Du Dich manchmal von dem, was in den Lehrbüchern steht, lösen. Unzählige User zu befragen, ob sie Dein (bisher nur auf dem Papier existentes) Produkt kaufen würden, kann zu Fehleinschätzungen führen. Sobald die Menschen Dein Produkt in der Hand halten, ausprobieren und sehen, welche Vorteile es bringt, entscheiden sie oft anders. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Martin Kurzhals für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Investiert in ein gutes Team

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Trisor Tresore

Trisor digitalisierte Hochsicherheits-Tresore vollautomatisierte Wertschließfächer

Stellen Sie sich und das Startup Trisor doch kurz unseren Lesern vor!

Eine bestimmte Richtung zeichnet sich seit Jahren im deutschen Retail- und Bankenbereich ab: abnehmende physische Fläche, zunehmende Zentralisierung und immer mehr digitale Angebote. Diejenigen, die auf physische Anwesenheit und Sicherheit großen Wert legen, stellt das vor ein Problem. Denn in der Cloud kann ich meine Wertgegenstände, seien sie finanziell oder emotional wertvoll, nicht physisch aufbewahren. Trisor setzt sich das ehrgeizige Ziel, Europas Marktführer im Bereich haptischer Wertschließfächer zu werden. Dabei sind wir weniger ein Startup im klassischen Sinne, sondern eine Unternehmensgründung, die Expertise bündelt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Das Unternehmen Trisor wurde gegründet, um Zugang zu physischer Sicherheit in höchster Ausprägung zu verschaffen. Unser Team glaubt fest daran, dass vielen Menschen durch die angesprochenen Veränderungen etwas fehlen wird. Diese Lücke möchte Trisor schließen.

Welche Vision steckt hinter Trisor?

Trisor soll die erste Adresse werden, wenn es um sichere Aufbewahrung geht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Ersparnisse, Schmuck, Urkunden oder emotionale Wertgegenstände handelt. Wir bieten jedem Interessierten physische Sicherheit für sein Hab und Gut. Dabei kostet unsere Leistung kaum mehr als beispielsweise ein Netflix-Abo.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Bei der Gründung eines Unternehmens herrschen eine Menge Herausforderungen. Uns ging es nicht anders. Als größte Schwierigkeit schätze ich die Suche nach guten Mitarbeitern ein. Doch der Aufwand lohnt sich. Wenn ein gutes Team erst einmal steht, macht die Arbeit umso mehr Spaß!

Trisor ist durch einen Hamburger Vermögensverwalter und zwei Berliner Unternehmer finanziert, die allesamt nicht nur Kapital, sondern auch viel Energie und Expertise investieren.

Wer ist die Zielgruppe von Trisor?

Jeder Mensch, der das Bedürfnis nach sicherer, physischer Aufbewahrung hat. 

Wie funktioniert Trisor? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wenn Sie als Kunde derzeit nach einem Schließfach suchen, finden Sie zumeist etwas in die Jahre gekommene Tresoranlagen im Keller eines Gebäudes. Wer Zugriff auf sein Schließfach will, muss Öffnungszeiten berücksichtigen und Termine vereinbaren. Ist die Bank pandemie- oder krisenbedingt geschlossen, ist ein solcher Termin fast unmöglich. Nicht so bei Trisor: Wir bieten nicht nur einen der modernsten und sichersten Tresore, den man für Geld bekommen kann – unsere Tresoranlage wird auch vollautomatisch gesteuert! Unsere Kunden können also 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche jederzeit auf ihr Schließfach zugreifen, ohne sich vorher dafür anmelden zu müssen. Zur Absicherung setzen wir unter anderem auf eine mehrstufige Authentifizierung unserer Kunden, die beispielsweise durch physische und biometrische Merkmale, wie einen Fingerabdruck, unterstützt wird. 

Trisor, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir planen unser Angebot bundesweit auszuweiten. In fünf Jahren werden wir hoffentlich in jeder relevanten Stadt Deutschlands sowie in Teilen Europas vertreten sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nummer 1: In vielen Fällen hilft die 80/20 Regel. Überlegt gut, in welche Aktivitäten ihr eure Energie investiert.  Denn alles machen geht nicht und bringt die Unternehmung nicht weiter. Nummer 2: Investiert in ein gutes Team, welches auch dann an einem Strang zieht, wenn es mal nicht so gut läuft! Nummer 3: Habt Spaß an eurer Arbeit, ja, aber macht auch mal was anderes. Wer nur noch arbeitet, fällt irgendwann in ein Loch. Das ist ungesund. Auch wenn es abgedroschen klingt – eine Unternehmung entspricht eher einem Marathon als einem Sprint.

Wir bedanken uns bei Julian Treidler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Habt keine Angst davor mit eurer Idee an die Öffentlichkeit zu gehen

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MyPlatzerl Urlaubsportal 2 Minuten 2 Millionen

Die Gründer von MyPlatzerl, Urlaubsportal aus Österreich für Österreich, waren in der PULS4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Myplatzerl doch kurz vor!

Wir, Matthias Leitner und Jessica Reitzer sind beide leidenschaftliche Hoteliers, führen unsere Familienbetriebe und  sind die Gründer von Myplatzerl. Myplatzerl ist das neue Urlaubsportal aus Österreich für Österreich, mit dem Ziel die Wertschöpfung des österreichischen Tourismus nachhaltig zu steigern.

Gäste können hier ihren individuellen Traumurlaub suchen, finden und dann direkt bei den Unterkünften buchen. Mit unserem Neuen Anfrage Chat, dem virtuellen Urlaubsberater „Hias“ werden die Urlaubswünsche und Interessen der Gäste abgefragt und dann an die dazu passenden Unterkünfte versendet. Neu ist auch, dass die Unterkünfte nun Deals online stellen können. Diese können über Myplatzerl direkt beim Gastgeber angefragt und gebucht werden.

Die Partner melden sich mit einem monatlichen Abo an und werden dann von uns nach unseren Kriterienkatalog überprüft und freigeschalten. Die Abo Einnahmen fließen direkt in unsere Marketingaktivitäten und technische Weiterentwicklung.

Wie ist die Idee zu Myplatzerl entstanden?

In der schwierigen Corona Zeit ist es uns wieder einmal sehr stark aufgefallen, dass die riesigen internationalen Buchungsplattformen machen was sie wollen. Sie ändern ihre AGBS innerhalb kürzester Zeit und sind aus dem Schneider, wenn es um Stornierungen usw. geht. 

Matthias hatte schon immer den Gedanken eine Plattform zu machen, wo nur heimische Unterkünfte gelistet sind und es keine enorm hohen Provisionen gibt – nun so ist die Idee von Myplatzerl entstanden.

Welche Vision steckt hinter Myplatzerl ?

Unsere Vision ist es, die Wertschöpfung des heimischen Tourismus zu steigern und gleichzeitig dem Gast das beste individuelle Urlaubsangebot zu bieten. In Österreich gibt es auf Buchungsplattformen keine BESTPREIS Garantie mehr seit circa 3 Jahren – deshalb kann der Gastgeber selber bessere Angebot anbieten und fast alle machen das auch.

Wer ist die Zielgruppe von Myplatzerl?

Die Zielgruppe von Myplatzerl sind diejenigen, die Urlaubshungrig sind, Lust auf etwas neues haben, gerne in die Berge und an den See fahren wollen und vor allem die, die nachhaltig reisen wollen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Von Anfang an wussten wir, dass es eine anspruchsvolle Aufgabe sein wird, die Plattform auszubauen und bekannt zu machen. Wir haben die Teilnahme an 2 Minuten 2 Millionen als Chance gesehen, um einen Partner zu finden, der uns unterstütz und an unser Projekt glaubt. Ebenso wichtig ist definitiv die mediale Aufmerksamkeit durch den TV Auftritt. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben tagelang den richtigen Pitch ausgearbeitet. 2 Minuten sind sehr kurz und man will alles bestmöglich in der kurzen Zeit erklären können. Matthias hat Stunden, Tage lang an der neuen Website Version programmiert, sodass alles für die Sendung funktioniert und vor allem, dass die Homepage online bleibt während der Sendung. Das hat alles super geklappt 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Dass wir es in die Sendung geschafft haben, darauf sind wir sehr stolz. Wir haben gesehen, dass das Thema und der Zeitpunkt richtig ist und wir mit unserem Projekt etwas verändern können und vor allem die Wertschöpfung des heimischen Tourismus steigern können.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Myplatzerl aufmerksam werden?

Es war für uns eine Bestätigung, dass dieses kurzfristig entstandene Projekt zukunftsträchtig ist und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und von Investoren verdient hat.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Definitiv für uns interessant war und ist Herr Hinteregger, da er selbst aus der Branche kommt und genau weiß, um was es geht. Hier haben wir einen echt tollen Partner angeln können 

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Wir haben sehr viele Emails und Anfrage von Kooperationen erhalten. Das Feedback von der Sendung und vor allem von der Plattform ist ein Wahnsinn und wir schätzen auch jeden Verbesserungsvorschlag, der von unseren Partner kommt. 

Myplatzerl, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Myplatzerl hat auf jeden Fall einen festen Platz im österreichischen Tourismus verdient. Wir werden noch sehen, wo genau die Reise hingeht, da derzeit stark an der technischen Weiterentwicklung und Innovation gearbeitet wird. In 5 Jahren sehen wir Myplatzerl als einen wichtigen Player für die Urlaubsvermittlung bei heimischen Unterkünften in Österreich und hoffentlich sogar im erweiterten Alpenraum.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Egal wie große die Aufgabe ist, habt keine Angst davor mit eurer Idee an die Öffentlichkeit zu gehen. 

Eine gute Idee wird sich früher oder später durchsetzten wenn man daran glaubt und viel Arbeit rein steckt.

Traut euch und glaubt an eure ideen- sonst werdet ihr es eventuell in den nächsten Jahren bereuen

Wir bedanken uns bei Jessica Reitzer und Matthias Leitner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sich von nichts unterkriegen lassen

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Pizza Wolke Shadi Souri

Pizza Wolke: Original neapolitanische Tiefkühlpizza

Stellen Sie sich und das Startup Pizza Wolke doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, ich bin Shadi Souri, 29 Jahre alt. Ich bin der geschäftsführende Gesellschafter der Kopf & Herz GmbH & Pizzabande GmbH in Gießen. Wir betreiben u.a. die Pizza Wolke in Gießen, welche original neapolitanische Tiefkühlpizza produziert und vertreibt. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mir war ganz früh klar, dass ich mein Einkommen, durch meine Leistung und mein Pensum, selbst bestimmen und meine Träume/Visionen verwirklichen möchte. 

Welche Vision steckt hinter Pizza Wolke?

Regionalität und Tradition gepaart mit Qualität und Handwerkskunst in deutschen SUPERMÄRKTEN  zu vertreiben. Zu beweisen, dass Tiefkühl nur eine Transportmöglichkeit ist und man auch qualitativ, hochwertige Produkte wirtschaftlich vertreiben kann. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung waren die ersten 12 Monate. In diesen habe ich mich komplett aus meinem Ersparten finanziert. 

Wer ist die Zielgruppe von Pizza Wolke?

Unsere Zielgruppe sind die Schüler/innen, die gerne eine leckere TK-Pizza essen möchten. Die Arbeitenden,  die keine Lust haben abends zu kochen und trotzdem nicht auf Qualität verzichten möchten und diejenigen, die gerne Freunde einladen, aber keine Zeit zum Vorbereiten haben, aber die Freunde trotzdem begeistern wollen. 

Was ist das Besondere an den Produkten?

Dass wir all unsere Produzenten kennen und alle Schritte von der Produktion bis hin zur Fertigstellung mitbestimmt haben. 

Wo liegen die Vorteile?

Dass wir unsere Produkte zu 100% kennen. Regional herstellen lassen und trotzdem der Tradition treu bleiben. Komplett CO2-Neutral arbeiten und in den nächsten 12 Monaten uns als „Zero Waste“ Lebensmittelbetrieb bezeichnen können. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Kompromisslosigkeit bei der Zubereitung von unserem Produkt. Die Transparenz zu unseren Produkten und dass wir nicht nach dem größten Gewinn, sondern dem größten Geschmack produzieren und arbeiten. 

Pizza Wolke, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Hoffentlich noch lange genauso weiter. In 5 Jahren möchten wir 5% Anteil am TK-Pizza Markt in Deutschland halten und das erste „CO2-Negative“ und „Zero Waste“ Lebensmittelunternehmen in Deutschland sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mutig zu sein, seine Vision zu leben und immer als Anführer vorne weg zu gehen. 

Unbedingt einen guten Businessplan haben. 

Sich von nichts unterkriegen lassen und immer an sich zu glauben.

Wir bedanken uns bei Shadi Souri für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Geduldig sein und nicht aufgeben

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Kuravisma bidi Online-Nachhilfe für alle Fächer und Klassenstufen

Kuravisma: bidi Online-Nachhilfe für alle Fächer und Klassenstufen

Stellen Sie sich und das Startup Kuravisma doch kurz unseren Lesern vor! 

Hallo! Mein Name ist Christian Bohner und ich habe 2019 das EdTech-Startup Kuravisma ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Zukunft der digitalen Bildung mitzugestalten. Unter dem Namen bidi bieten wir Online-Nachhilfe für alle Fächer und Klassenstufen an. Wir helfen Schüler*innen dabei, passende und qualifizierte Nachhilfelehrer*innen zu finden, stellen einen sicheren Raum für alle Prozesse rund um die Nachhilfe zur Verfügung und stehen natürlich auch den Eltern beratend zur Seite. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich habe selbst jahrelang als Nachhilfelehrer unterrichtet, fand aber, dass die Prozesse bei traditioneller Nachhilfe noch optimiert werden könnten. Online-Unterricht bietet für alle Beteiligten so viele Vorteile! Deshalb wollte ich eine einfache und unkomplizierte Lösung schaffen, die die Menschen für das digitale Lernen begeistert, weil ich glaube, dass darin die Zukunft liegt. 

Welche Vision steckt hinter Kuravisma? 

Jedes Jahr nehmen in Deutschland über eine Million Schüler*innen kostenpflichtige Nachhilfe in Anspruch. Die Nachfrage ist enorm, die Suche nach einer Tutor*in jedoch oft schwierig. Wir möchten Schüler*innen helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten, indem wir ihnen qualifizierte Tutor*innen zur Verfügung stellen und die Nachhilfestunde und das Drumherum mit digitalen Services so einfach wie möglich machen. 

Einige Vorteile sind ganz offensichtlich: Durch Online-Nachhilfe sind Schüler*innen und Nachhilfelehrer*innen nicht mehr ortsgebunden. Eltern können so aus einem viel größeren Lehrer*innen-Pool auswählen und damit leichter die richtige Nachhilfelehrer*in für ihr Kind finden. Aber es gehört viel mehr dazu als gemeinsames Videotelefonieren, Lesen und Schreiben: Terminvereinbarung, Kommunikation, Ersatztutor*innen finden, Sofortnachhilfe, das alles geht in Zukunft spielend leicht. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Es gab zwei sehr große Herausforderungen: Zum Einen das Verständnis der User, also: Wer entscheidet über Nachhilfe, Eltern oder Schüler*innen? Was muss ein digitaler Nachhilfeservice bieten? Was sind Showstopper? Und zum Anderen, wahrscheinlich eine große Herausforderung in allen jungen Unternehmen, die Rekrutierung des richtigen Teams, das der Aufgabe gewachsen ist. Die Anfangsfinanzierung kam aus dem Kreis der Gesellschafter. 

Wer ist die Zielgruppe von Kuravisma? 

Wir möchten unseren Nachhilfeservice www.bidi.one für alle Beteiligten ansprechend gestalten, also für Nachhilfelehrer*innen, Schüler*innen und Eltern. In der Marketing-Ansprache konzentrieren wir uns aber hauptsächlich auf die Entscheidungsträger*innen bei der Entscheidung für Nachhilfe – wer die sind, verrate ich hier aber nicht. Abseits vom B2C arbeiten wir auch mit Schulen zusammen, die ihren Schüler*innen bidi beim Lernen zur Verfügung stellen. 

Wie funktioniert Kuravisma? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir möchten das Nachhilfeerlebnis dauerhaft vereinfachen und bieten dafür Services wie ein detailliertes Tracking des Lernfortschritts, einen intuitiven Auswahlprozess der Nachhilfelehrer*in oder sichere Bezahlung. Unser Ziel ist es, damit alle Hürden aus dem Weg zu schaffen und den Fokus auf das Wesentliche zu ermöglichen: Die echte Lösung der Verständnisprobleme der Schüler*innen durch qualitativ hochwertige Nachhilfe. 

All unsere Tutor*innen wurden sorgfältig von uns ausgewählt und im Vorfeld auf ihre Qualifikation hin überprüft. Eltern erhalten auf unserer Website über eine einfach bedienbare Filterfunktion Vorschläge für Nachhilfelehrer*innen, die zu ihrem Kind passen. Termine können mit nur wenigen Klicks gebucht werden, wobei am Anfang natürlich ein unverbindliches Kennenlernen stattfindet. Tutor*innen und Schüler*innen können sich über ihren bidi Account vor und nach jeder Stunde im Chat austauschen, neue Termine vereinbaren und Dokumente verschicken. Zudem gibt es eine Übersicht, die alle Prozesse und Fortschritte der Nachhilfe leicht verständlich abbildet. 

Damit die Nachhilfe maximal flexibel bleibt, gibt es bei bidi kein Abomodell. Stattdessen erlauben verschiedene Stundenpakete die Anpassung des Nachhilfe-Umfangs auf die ganz individuellen Bedürfnisse jeder Familie. Es kann für unseren Nachhilfeunterricht auch staatliche Förderung in Form von Bildungsgutscheinen bezogen werden. Diesbezüglich, aber auch für alles andere rund um Nachhilfe, stehen wir Familien kostenfrei in einem persönlichen Beratungsgespräch zur Seite. 

Kuravisma, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

In Online-Nachhilfe stecken so viele Möglichkeiten für Eltern und Schüler*innen, die wir gerne für alle freilegen möchten. Ich würde durchaus sagen: Unser Ziel ist es, Nachhilfe zu revolutionieren. Dabei geht es perspektivisch weniger um offline oder online – schon das Wort “Nachhilfe” ist sperrig und für einige Menschen negativ behaftet. Wir sagen lieber: Wir möchten die Zukunft des digitalen Lernens mitgestalten. Nennen wir es in Zukunft doch nicht mehr Nachhilfe, sondern einfach… bidi

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Markt und Wettbewerb durchdringend analysieren und mit potentiellen Nutzern sprechen

Das richtige Team finden

Geduldig sein und nicht aufgeben

Wir bedanken uns bei Christian Bohner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Erreichbare Ziele stecken

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STiTCHKRAFT DIY Fashion Kits- Fair Fashion

STiTCHKRAFT DIY Fashion Kits- Fair Fashion – Made by Yourself

Stellen Sie sich und das Startup STiTCHKRAFT doch kurz unseren Lesern vor!

STiTCHKRAFT parts & crafts ist entstanden als Herzensprojekt von uns beiden, Tehilla Gitterle und Lukas Paschinger. Obwohl wir als Paar schon länger zusammen sind, ist die berufliche Zusammenarbeit etwas Neues für uns.

Tehilla hat als Modedesignerin vor einigen Jahren ihr eigenes Label LiNUSCH gegründet, als ausgebildeter Mechatroniker habe ich mich intensiv mit verschiedenen Entwicklungen aus der Maker-Bewegung und FabLab-Szene beschäftigt. Ein zunehmend großes Interesse für beständiges, nachhaltiges Design hat sich dabei für uns beide abgezeichnet, darüber hinaus eine Leidenschaft für die bereichernde Kraft des Do-It-Yourself. Daraus entstanden ist unsere Idee, Mode zum Selbermachen in Form von DIY Fashion Kits zu entwickeln – alles was man benötigt, um mit einfachen Mitteln ein Designkleidungsstück aus hochwertigen, nachhaltig und fair produzierten Biostoffen fertigen zu können, zugänglich vorbereitet in einer kompakten Box.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir legen beide sehr großen Wert darauf, die Ausrichtung und Organisation unserer produktiven Tätigkeit selbst zu gestalten. Unserem Erleben nach, wird dabei auch eine gewisse Flexibilität in der Handlungsfähigkeit kultiviert, die gerade in so bewegten Zeiten viele Vorteile bietet. Do-It-Yourself ist damit wohl auch beruflich ganz klar unser bevorzugter Weg.

Welche Vision steckt hinter STiTCHKRAFT?

Wir wollen einen neuen, vereinfachten Zugang zu leistbarer Fair Fashion und zum wundervollen alten Handwerk Nähen bieten. Die strikte Trennlinie zwischen Produzent und Konsument möchten wir dabei bewusst in Frage stellen, um damit auch eine engere Verbindung und höhere Wertschätzung zum fertigen Produkt, aber auch zum eigenen Handlungsvermögen zu schaffen. So nützlich die industrielle Massenproduktion von Lebensmitteln, Unterhaltungselektronik oder Bekleidung in vielerlei Hinsicht sein mag, wird die Entfremdung vom Herstellungsprozess dabei für sehr viele von uns zu einem zunehmend großen Problem – dem möchten wir mit unserem Konzept von STiTCHKRAFT parts & crafts aktiv entgegenwirken.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir beide neigen da und dort doch ein wenig zum Perfektionismus, wobei die Einhaltung einer Deadline natürlich nicht auf der Strecke bleiben darf – das hat uns bestimmt mehr als einmal vor eine Herausforderung gestellt. Für die erste Entwicklungsphase haben wir einiges an eigenen Ressourcen mobilisiert, bis hin zur Umsetzung unser Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.com/stitchkraft-diy (von 01.12.2020 bis 11.01.2021), durch die wir STiTCHKRAFT parts & crafts einerseits bekannt machen, und gleichzeitig die Produktion unserer ersten DIY Fashion Kits finanzieren möchten.

Wer ist die Zielgruppe von STiTCHKRAFT?

Wir richten uns an alle, die sich nicht einfach als passive “Verbraucher*innen” verstanden wissen wollen, sondern die Dinge lieber in die eigene Hand nehmen.. ob neugierige Anfänger*innen, stilbewusste Selbermacher*innen oder schlicht an beständigem Design Interessierte!

Wie funktioniert STiTCHKRAFT? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

In einem unserer DIY Fashion Kits steckt alles Nötige, um sofort loslegen zu können: nähfertig zugeschnittene Bio-Stoffteile (GOTS-zertifiziert), Bio-Nähgarn (GOTS-zertifiziert), unser rotes Textilband (z.B. für individuell gestaltete Nähapplikationen), Infomaterial (für Anfänger*innen und Fortgeschrittene), und im kleinen Origami-Kuvert das benötigte Werkzeug (Stecknadeln, Nähnadel und Nähetikett “MADE BY MYSELF”).

Eine Nähmaschine ist dafür nicht zwingend erforderlich, aber kann den Nähvorgang bei Bedarf natürlich erheblich beschleunigen. Im Fokus steht für uns Zugänglichkeit, in Form der vorgeschnittenen Textilteile und des von uns Einsteiger*innen-freundlich gestalteten Infomaterials, und Nachhaltigkeit, in Form der verwendeten, GOTS-zertifizierten Materialien und unserer Produktphilosophie. Wir möchten mit unseren DIY Fashion Kits nicht nur jene erreichen, die bereits Näh-Erfahrungen sammeln konnten, sondern auch interessierte Anfänger*innen, die sich bisher vielleicht kaum noch getraut haben, Nadel und Faden aktiv in die eigene Hand zu nehmen.

STiTCHKRAFT, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten so bald wie möglich noch weitere Modelle anbieten, auch für Kinder, Herren, oder in verschiedenen Sondergrößen. Darüber hinaus arbeiten wir an Tutorialvideos und Workshops, um die Freude am Nähen möglichst vielen Menschen näher bringen zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es kann vermutlich nicht oft genug gesagt werden, deshalb an allererster Stelle: Dran bleiben, nicht unterkriegen lassen!

Achtet darauf, euch erreichbare Ziele zu stecken; größere Ziele teilt euch am besten so auf, dass daraus kleinere, machbare Etappenziele werden.

Je besser ihr eure eigene Motivation kommunizieren könnt, desto höher die Wahrscheinlichkeit auch andere damit zu motivieren.

Link zum Crowdfunding

Wir bedanken uns bei Tehilla Gitterle und Lukas Paschinger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mach dein Produkt besonders

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Genesis Footwear Sneaker Label nachhaltig fair und vegan

Genesis Footwear: Sneaker Label nachhaltig fair und vegan

Stellen Sie sich und das Startup Genesis Footwear doch kurz unseren Lesern vor!

Genesis Footwear wurde im März 2020 nach ca. 2 Jahren Vorarbeit zum ersten Mal ausgeliefert. Wir haben den Anspruch das nachhaltigste Sneakerlabel auf dem Markt zu werden!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe bereits viele Jahre Erfahrung in der Schuhproduktion . Auf meinen zahlreichen Reisen  durch Asien, beruflich sowie privat bin ich immer wieder , zu erst zufällig , später zielgerichtet auf Hersteller gestoßen, die neue nachhaltige Methoden der Materialherstellung, gänzlich neuartige Materialien,  neue Arten des Recyceln und Upcyceln , usw.. entwickelt hatten. Dies habe ich gesammelt, bis zu dem Zeitpunkt als ich alle Komponenten die man für die Herstellung eines Sneakers benötigt zusammengetragen hatte. Erst als klar war, dass wir den ganzen Schuh und nicht nur Teile,plus  die Verpackung, den Transport, sowie die Produktion selbst , nachhaltige, Eco-freundlich und fair vollziehen können , haben wir mit der Entwicklung von Genesis begonnen. Die Idee zu einem neuartigen Sneakerlabel hatte ich, als ich einen Hersteller kennengelernt habe, der eine Art veganes Leder aus großen Blättern der Elefantenohrpflanze hergestellt hat (Bilder anbei). Daraus ist auch das Logo entstanden, Bögen die ein stilisiertes Blatt darstellen sollen.

Welche Vision steckt hinter Genesis Footwear?

Es ist ein ideologischer, sowie ein sportlicher Ansporn. Ideologisch, weil ich denke, dass ein Umdenken notwendig ist und dass speziell in der Textil und Schuhindustrie. Ich denke es ist den meisten Menschen bekannt, wie und was hier abgeht. Fast -fashion oder Produkte von großen Konzernen haben für viele Menschen noch eine hohe Attraktivität, aber es gilt hier dagegen zuarbeiten. Sportlich, weil ich zeigen möchte, dass es geht ! Und zwar richtig und nicht nur in Teilstücken um den Leuten ein gutes Gefühl zu geben. Davon abgesehen, macht es einfach Spaß nach neuen innovativen Materialien zu suchen, sie zu finden und diese auszuprobieren. Projekte zur Müllreduzierung o.ä. zu unterstützen und im besten Fall einen Kreislauf zu schaffen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das Zusammentragen der Materialien war eine große Herausforderung, aber die größte Herausforderung war, mit verschiedensten Testmethoden zu prüfen ob diese Materialien geeignet sind  Schuhe daraus zu machen. Ein nachhaltiger Schuh, kann natürlich nur wirklich nachhaltig sein, wenn er auch lange hält. Nur nachhaltige Materialien verwenden , reicht hier nicht aus.

Wer ist die Zielgruppe von Genesis Footwear?

Vom Alter würde ich die Hauptzielgruppe auf 25 bis 50 Jahre einschätzen. Grundsätzlich sind es Leute die  Ihren Konsum reflektieren und bewusst einkaufen. 

Genesis sustainable footwear

Was ist das Besondere an den Sneakern? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Besondere ist, dass man dem Sneaker nicht ansieht, dass er nachhaltig und fair hergestellt wurde.  Das ist mein Designanspruch. Ich möchte nicht, das jemand einen Genesis-Sneaker kauft, nur weil Ihm die Story gefällt. Der Sneaker soll gefallen ,um es auch jedem leicht zu machen, ein nachhaltiges Produkt zu kaufen. Der große Unterschied zu anderen Anbietern ist tatsächlich der, dass wir alles zu Ende gedacht haben. Alles ist nachhaltig, wie beschrieben auch der Verpackung ,der Transport, aber auch das POS Material ist recycelt oder Second-Hand. So haben wir z.B. alte , einzelne Leuchtreklamebuchstaben gekauft und zu dem Wort GENESIS umgeschrieben. Diese können sich die Händler für eine Schaufensterdeko ausleihen, wir haben alte Schulwandkarten gekauft und diese mit Genesis gebrandet , alte Wein und Obstkisten als Dekoartikel gebrandet und vieles mehr. 

Genesis Footwear, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Resonanz war bereits überragend gut. In Deutschland , Österreich und der Schweiz sind wir bereits gut aufgestellt und hier möchten wir nur noch mit den bestehenden Kunden wachsen, aber nicht großartig neue Händler hinzunehmen. Und in den anderen wichtigen Europäischen Märkten Benelux, Skandinavien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und UK sind wir schon vertreten, aber hier gibt es noch Ausbaupotential. In 5 Jahren wäre ich gerne in diesen Ländern ähnlich stark wie in D/Ö/SCH, sowie in einigen andere super interessante Märkten wie z.B. Japan, Süd-Korea , Kanada und Australien. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Als Erstes möchte ich den Tip geben, eine Sache wirklich zu Ende zu denken bevor man ein Produkt auf den Markt bringt. Es geht darum nicht angreifbar zu sein und niemals seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Keine derben  Rückschläge, weil das Produkt nicht ausgereift ist, zu riskieren. Alles, wirklich alles, von vorne bis hinten, muss in das Konzept und die Vision passen. 

Würde ich dazu raten es mit eigenen Mitteln klein zu starten und organisch zu wachsen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Investoren Erwartungen haben, die einen zu Kompromissen zwingen. 

Mach dein Produkt besonders (USP) und im besten Fall nicht kopierbar, zumindest nicht von Konzernen.

Wir bedanken uns bei Jens für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mut zum Scheitern

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Capmo Software: Baustelle digital verwalten und analysieren

Capmo Software: Baustelle digital verwalten und analysieren

Stellen Sie sich und das Startup Capmo doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Florian, CEO und Co-Founder von Capmo. Ich habe an der LMU in München BWL studiert und durch das CDTM mein Interesse an digitalen Technologien entdeckt. Um diese Thematik zu vertiefen, habe ich meine Münchner Heimat fürs Master-Studium gegen die Schweiz und Berkeley ausgetauscht. Danach war für mich klar: Ich will mich dafür einsetzen, mit digitalen Technologien zentrale Probleme unserer Gesellschaft zu lösen. Und da ich vom Betrieb meiner Großeltern mit der Arbeitsweise in der Baubranche vertraut war, wusste ich sofort, wo ein solches Problem lauert. Nachdem wir uns tiefer in die Thematik eingearbeitet haben, war schnell klar, wie gravierend das Problem ist – und die Branche dringend eine Lösung benötigt. Diese entwickeln wir mit Capmo.

Capmo ermöglicht es Bau- und Immobilienfachleuten, Bauprojekte termin- und budgetgerecht fertigzustellen. Unser intuitive Software ersetzt Stift, Papier und manuelle Prozesse durch digitale Workflows und intelligente Bauanalysen. Unsere SaaS-Lösung ermöglicht es Baufachleuten, Baustellen digital zu verwalten, nahtlos mit anderen zusammenzuarbeiten und einzigartige datenbasierte Einblicke in ihre Projekte zu gewinnen. Capmo ist auf Tausenden von Baustellen in ganz Europa im Einsatz und wird sowohl von kleineren Büros als auch von großen Bauunternehmen wie Arcadis und Max Bögl genutzt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Meine Mitgründer und ich haben uns am CDTM in München kennen gelernt. Auch wenn wir sehr diverse Hintergründe haben, haben wir gleich gemerkt, dass sie eins verbindet: Wir wollen mit intuitiven Technologien Leuten helfen, die heute noch nicht von digitalen Möglichkeiten profitieren. Darum war für uns war von Beginn an klar, dass wir nie einen x-Beliebigen Online-Shop gründen, sondern der Gesellschaft einen echten Mehrwert bieten möchten.

Welche Vision steckt hinter Capmo?

Wir glauben an eine Bauindustrie, in der Fachleute nicht mehr an Excel und USB-Sticks verzweifeln, sondern die Gebäude, in denen wir leben und arbeiten, effizient und erfolgreich bauen können; in der wir uns nicht mehr über Katastrophen wie BER und Stuttgart 21 ärgern müssen, sondern über geniale Bauwerke staunen dürfen. In so einer Industrie werden Rückfragen werden nicht mehr in unendlichen E-Mail-Nachrichten, sondern in einem ganzheitlichen Betriebssystem für den Bau gestellt, sodass alle Informationen zentral an einem Ort verfügbar sind. Digitale Baupläne ersetzen schwere Ordner und automatische Funktionen langwierige Schreibaufgaben. Datenbasierte Analysen helfen den Überblick zu behalten. Zahlreiche Branchen wie die Finanzbranche oder auch die Automobilindustrie gehen mit gutem Beispiel voran und beweisen das Potenzial digitalen Arbeitens. Für uns besteht kein Zweifel, dass auch die Baubranche enorm von digitalen Prozessen profitiert, die sich weniger auf Bauchgefühl als auf Fakten und Daten stützen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größten Herausforderungen waren und sind: Fokussierung und Recruiting. 

Mit über 70.000 Unternehmen im Bauhauptgewerbe und mehr als 250.000 Betriebe im Baunebengewerbe ist der Bausektor extrem sehr fragmentiert. Capmo wird daher von verschiedensten Zielgruppen und Akteuren eingesetzt. Zu Beginn haben wir versucht, alle potenziellen Kunden zu erreichen und diesen gerecht zu werden. Wir haben die verschiedensten Zielgruppen angesprochen und waren auf nahezu allen Branchenveranstaltungen vertreten. Uns hat der Fokus gefehlt. 

Darüber hinaus ist und bleibt es eine große Herausforderung für junge Unternehmen, die besten Talente zu finden. In München wurden in den letzten Jahren unglaublich viele Unternehmen gegründet und die Nachfrage um Mitarbeiter ist groß. Vor allem im Software-Bereich ist das Angebot knapp. Nichtsdestotrotz konnten wir in knapp zwei Jahren auf über 40 geniale Mitarbeiter heranwachsen. Und unser Bedarf ist nach wie vor hoch. Wer somit aktuell nach einer neuen Herausforderung sucht oder jemanden kennt, der jemanden kennt: Wir freuen uns über jede Empfehlung!

Finanziert und unterstützt werden wir von Capnamic Ventures, UVC Partner und HW Capital, sowie einigen erfolgreichen Unternehmen aus dem CDTM Umfeld. Nach der Seed-Finanzierung Ende 2018 haben wir im Januar 2020 die Series A mit über 5 Millionen abgeschlossen. 

Wer ist die Zielgruppe von Capmo?

Capmo ist eine flexible Lösung für alle Bauprozesse und somit für jedes Unternehmen in der  Bau- und Immobilienbranche geeignet, das planbasiert arbeitet und Bauprojekte beziehungsweise deren Teilbereiche realisiert, steuert oder koordiniert. Unser Kundenspektrum reicht von mittelständischen Architektur- und Ingenieurbüros über Bauträger und Immobilienverwalter bis hin zu den Platzhirschen in der Branche wie Zechbau oder Max Bögl. 

Den größten Nutzen von Capmo haben Fachkräfte, die eine Steuerungsfunktion im Bauprojekt innehaben. Bauleiter profitieren in erster Linie von den Funktionen auf der Baustelle. Für Architekten und Projektleiter, die nicht täglich auf der Baustelle sind, ist außerdem die dezentrale Steuerungsfunktion eine große Hilfe. Für Projektsteuerer, Geschäftsführer und Auftraggeber bringen die datenbasierten Analysen wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung der Unternehmensleistung.

Wie funktioniert Capmo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Baugewerbe ist die zweitwenigste digitale Industrie in Europa. Die Mehrheit der Baustellen arbeitet noch immer mit papierbasierten Plänen, verwendet Sprachaufzeichnungsgeräte zur Dokumentation des Baufortschritts und Faxgeräte zur Koordinierung der Arbeiten. Daher ist der größte Konkurrent für uns die veraltete Technologie. Die wenigen digitalen Konkurrenten auf dem Markt verfolgen im Wesentlichen einen anderen Ansatz. Sie konzentrieren sich nicht auf die Bereitstellung eines ganzheitlichen Betriebssystems für die Baustelle, sondern auf einzelne Anwendungsfälle wie die Arbeitszeiterfassung oder das Mängelmanagement. Mit Capmo definieren wir eine ganz neue Kategorie von Software – eine ganzheitliche und einfach zu bedienende Lösung für das Baustellenmanagement. 

So vielfältig wie die Anwendungsbereiche unserer Software ist auch der Nutzen. Laut der neuesten Kundenumfrage verhilft die digitale Arbeitsweise unseren Kunden zu einem besseren Unternehmensimage (81%), mehr Effizienz im Arbeitsalltag (70%) und weniger Nacharbeit im Büro (67%). Darüber hinaus berichten unsere Kunden von enormen Zeit- und Papiereinsparungen: Ca. 60% unserer Kunden sparen bis zu 5 Stunden Zeit pro Woche und 20% Papier. Auch in der Zusammenarbeit mit Bauherren und Gewerken nehmen unsere Kunden Verbesserungen wahr: Der E-Mail-Verkehr hat sich  um 20% reduziert und ca. 50% unserer Kunden konnten Missverständnisse dank der digitalen Zusammenarbeit reduzieren. Und nicht zuletzt sind es rechtliche Dispute, bei denen digital arbeitende Unternehmen auf der sicheren Seite sind.

Capmo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, dass bald jede Baustelle in Europa effizient und datengetrieben arbeitet.  Um dieses zu erreichen, werden wir Capmo In den nächsten Monaten und Jahren weiter zu einer holistischen Software für das Baustellenmanagement ausbauen und den europäischen Markt für uns gewinnen. Bereits heute bauen mehrere hundert Kunden in Europa auf unsere digitale Lösung  für die Baustelle und das Büro und setzen mit unserer Software weit über 5000 Projekte datenbasiert um. Bis 2023 möchten wir bei 100.000 Bauprojekte zu einem pünktlichen und erfolgreichen Abschluss beitragen. Einher mit diesem Wachstum geht natürlich auch das Wachstum im Team. Nach knapp 3 Jahren arbeiten bei Capmo schon über 40 Personen an unserer Vision der digitalen Zukunft der Baustelle. Und auch wenn wir erst kürzlich unser brandneues Büro im Münchner Stadtzentrum bezogen haben: In 5 Jahren werden uns die 600 m2 dort nicht mehr ausreichen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Lean denken und handeln

Wir haben uns nach dem Studium 3 Monate Zeit genommen, Interviews mit Akteuren in der Branche geführt und extrem viel recherchiert. Irgendwann haben wir jedoch erkannt: Wir müssen ins Tun kommen. Aus Wissen allein entsteht kein Unternehmen. Somit mein Tipp: denkt und handelt lean! Entwickelt Hypothesen, die euch die strategische Richtung vorgehen, und validiert diese so schnell es geht. So lernt ihr ständig dazu und macht schnell Fortschritte.

Mut zum Scheitern

Habt den Mut für Experimente und arbeitet nach dem Prinzip “Trial and Error”. An manchen Punkten werden ihr scheitern; an anderen jedoch auch einen großen Schritt vorankommen. Ohne es zu probieren, geht es jedoch nirgends hin. Auch wenn es schon eingestaubt ist, gilt ein Motto bei der Gründung damals wie heute: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! 

Diversity is King

Ihr hat eine Idee und wollt daraus ein Unternehmen machen; wahrscheinlich seid ihr absolut überzeugt von diesem Plan. Für andere mag er jedoch nicht so brillant erscheinen. Schreibt deshalb Diversity von Beginn an groß und bezieht immer auch andere Perspektiven in das eigene Doing mit ein. So eröffnen sich häufig ganz neue Wege und ihr bekommt ihr eine differenzierte Sicht auf euer Vorhaben.

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nie aufgeben: Gewitter wird es immer geben

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samsaidyes app momente live

SamSaidYes Photo-Sharing-App, die es ermöglicht, besondere Momente während Events live miteinander zu teilen

Stellen Sie sich und ihr Startup SamSaidYes doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, mein Name ist Ivan und ich bin Mitgründer der App SamSaidYes. Gemeinsam mit Fabio, Miri und Sam haben wir die App vor drei Jahren in der Schweiz gelauncht. Mittlerweile gibt es sie in sechs Sprachen und 14 Ländern, worauf wir echt stolz sind. Unser Team besteht mittlerweile aus jungen Fotografen, digitalen Experten, Software-Ingenieuren und kreativen Verrückten, die Spaß an unvergesslichen Momenten haben und Menschen miteinander verbinden möchten. Und genau da setzen wir auch mit unserer App an. SamSaidYes ist eine super einfach zu bedienende Photo-Sharing-App, die es ermöglicht, besondere Momente während Events live miteinander zu teilen, das Eis unter den Gästen schnell zu brechen und gemeinsam Spaß zu haben – selbst wenn gewisse Gäste vor Ort nicht dabei sein können. Als hybrider Veranstaltungsraum ermöglicht es die App den Teilnehmern, private Feiermomente in Form von Fotos und Videos miteinander zu teilen – schnell, authentisch und ungefiltert. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Bevor unsere App das Licht der Welt erblickte, waren wir als ehemalige Fotoagentur beruflich auf vielen Hochzeiten und anderen Anlässen unterwegs und stellten dabei fest, wie viel die Gäste dabei doch knipsen. Bis heute bestehen aber oftmals unzählige Barrieren, um an „alle“ diese Bilder und Videos zu kommen – egal wie gut man befreundet ist. Hinzu kommt oft auch die Tatsache, dass man selbst nicht alle Gäste kennt, zumindest wenn man nur eingeladen ist, keine Kontaktangaben hat oder aber zu schüchtern ist, um neue Menschen einfach direkt anzusprechen. Das wollen wir mit unserer App ändern. Menschen sollen sich mühelos verbinden können. Gleichzeitig möchten wir mit den richtigen Features zum Austausch motivieren, Neugierde wecken und so für gemeinsamen Spaß sorgen. Denn sind wir mal ehrlich: Kein Mensch erinnert sich an die Schuhe  oder den Blumenstraße der Braut.  Stattdessen bleiben die witzigen und spontanen Momente in Erinnerungen, die letztlich auch das Leben ausmachen. 

Welche Vision steckt hinter SamSaidYes?

Wir wollen Menschen verbinden und die Brücke zwischen der Online- und Offline-Welt bauen. Denn in unserer stark digitalisierten Welt soll das persönliche Zusammenkommen nicht verloren sondern mit den richtigen Tools gefördert werden. Spontane Fotos und Videos, intensive Gespräche, neue Begegnungen, gemeinsame Interessen und allen voran ganz viel Spaß, sollen sowohl offline als auch digital zeitgleich möglich sein – und zwar so einfach wie möglich. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Tatsächlich muss ich immer ein wenig schmunzeln, wenn Freunde oder Bekannte mir erklären, sie wollen eine App bauen. Die Herausforderungen dabei sind praktisch grenzenlos. In den ersten Monaten von SamSaidYes hat sicherlich keiner von uns ein Auge zugedrückt, als an den Wochenenden die ersten Events stattfanden. Da ging es praktisch jeden Samstag Schlag auf Schlag und das war eine wirklich aufregende Zeit. Auch heute ist die Arbeit noch längst nicht abgeschlossen. Apps zu skalieren geht natürlich extrem schnell, aber man muss pausenlos dranbleiben, neue Technologien nutzen, laufende Updates ermöglichen und vieles mehr. Bei uns im Team gibt es einige Leute, denen schnell mal langweilig wird, wenn die Herausforderung nicht groß ist. Die gute Nachricht ist aber: Bei einer App gibt es davon haufenweise und die sorgen bei den Teammitgliedern dann für richtig Spaß. 

Zu Beginn tüftelten wir eher nebenberuflich, am Abend und am Wochenende, an unserem Prototypen und arbeiteten Vollzeit in den unterschiedlichsten Konzernen. Daneben führten wir aber schon über 7 Jahre eine Foto & Filmagentur, mit der wir glücklicherweise Bootstrappen konnten. Als wir erkannten, dass das Konzept aufgeht und die App von den Leuten draußen auch angenommen wird, wagten wir den Sprung ins kalte Wasser um uns vollständig zu verwirklichen. Und das war die beste Entscheidung! Dieses Jahr konnten wir dank einem Seed Investment viele Bereiche der Plattform automatisieren und eine globale Skalierung ermöglichen. Gleichzeitig tüfteln wir aber schon an weiteren tollen Features, um unsere Kunden immer wieder zu überraschen und die Veranstaltung noch interaktiver zu gestalten. 

Wer ist die Zielgruppe von SamSaidYes?

Das Schöne an unserer App ist: Sie verbindet Jung und Alt. Natürlich sind die Millennials die Hauptzielgruppe, gefolgt von Gen Z, die zwar die digitalen Möglichkeiten kennen, aber zugleich auch das Offline Leben schätzen. Jedoch wollen wir durch den minimalistischen Ansatz, die Teilnahme ohne Registrierung und größte Privatsphäre, auch ermöglichen, dass sich alle Altersgruppen angesprochen fühlen und mitmachen wollen. Denn nur so entsteht Neues und Unerwartetes, dass Generationen miteinander verbindet und den Spaß fördert. 

Wie funktioniert SamSaidYes? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

In der heutigen Informationsflut wollten wir die App bewusst einfach bauen. Was bedeutet das in der Praxis? Um einen Event zu erstellen, bedarf es bei der App nur wenige Klicks. App downloaden, Passwort setzen und die Crowd zum sharen, spielen und feiern einladen. That’s it. Die App ist also ein geschlossener hybrider Raum, bei dem die Gäste mit einem Code oder Link eintreten. Das war uns besonders wichtig und kommt super an. Natürlich gibt es Momente, die man gern mit seiner Community in den jeweiligen sozialen Netzwerken teilt.

Aber manches soll eben auch privat bleiben. Neben der kostenlosen Version für unbegrenzt viele Teilnehmer, bietet die App auch Premium Features an. Bei uns liegt ganz klar die Unterhaltung und der Spaßfaktor im Fokus und nicht nur der funktionale Benefit. Alle Bilder und Videos kann man nach dem Anlass per Knopfdruck auf dem Smartphone hochauflösend herunterladen und sich somit immer wieder an eine tolle Zeit zurückerinnern.

SamSaidYes, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind mit SamSaidYes auf Expansionskurs und werden unsere App in weiteren Märkten und für verschiedene Veranstaltungsarten bekannt machen. Wir tüfteln täglich an neuen Features, die für mehr Spaß und Interaktionen am Anlass sorgen. 

In 5 Jahren? Da sollen all die Menschen unsere App kennen und nutzen, die das gemeinsame Feiern lieben, spontan sind und während Events gern auch neue Bekanntschaften machen wollen. Denn wenn auf Festen mehr gefeiert und weniger Wert auf materielle Güter gelegt wird; wenn auch Gäste teilnehmen können, die verhindert sind oder aber wenn Menschen durch die App ein Lächeln mehr ins Gesicht gezaubert werden kann, dann haben wir alles richtig gemacht und stoßen gemeinsam an. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Nie aufgeben: Gewitter wird es immer geben, aber jeder Sturm ist zeitlich begrenzt.
  2. Ratschläge sind super, jedoch nie die ganze Wahrheit. Man sollte sich nicht direkt verunsichern oder vom Kurs abbringen lassen, sondern an die eigene Vision glauben.
  3. Spaß sollte immer im Fokus sein, denn dann geht vieles wesentlich einfacher. Und mit etwas Humor lässt sich jede Hürde bewältigen.

Bildquelle/ Fotograf Artify Photography

Wir bedanken uns bei Ivan Stefania für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Hinterfrage dich und dein Produkt immer wieder

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ooohne Hand-Spülmittel

ooohne Hand-Spülmittel ohne Duft- und Farbstoffe noch Mineralöl oder Mikroplastik

Stellen Sie sich und das Startup ooohne doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Caro und Jan und haben mit ooohne ein plastikfreies Hand-Spülmittel auf den Markt gebracht. Während normale Hand-Spülmittel rund 80 % Wasser enthalten, lassen wir das Wasser weg und bieten nur die relevanten 20 % als Pulver an. Damit sparen wir Gewicht und CO2 beim Transport. Und da wir grundsätzlich weglassen, was nicht unbedingt in ein Hand-Spülmittel gehört, stecken in ooohne weder Duft- und Farbstoffe noch Mineralöl oder Mikroplastik.

Das Pulver kann man einfach mit Leitungswasser anmischen und erhält ein normales, flüssiges Hand-Spülmittel, das man wie gewohnt anwenden kann. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Es ist ein gutes Gefühl, an einem eigenen Projekt zu arbeiten, seinen Arbeitsalltag selbst gestalten zu können, und die Freiheit zu haben, die eigenen Ziele selbst zu setzen. Es gibt so viele Dinge, die uns im Alltag stören. Also warum nicht einfach selbst das ändern, was besonders stört? Bei uns ist das vor allem die große Menge an unnötigem Einwegplastik, die durch Konsumgüter täglich anfällt. 

Zwar hat bereits ein Umdenken stattgefunden und es gibt im Supermarkt inzwischen wieder mehr plastikfreie, nachhaltige Produkte. Bei Reinigungsmitteln ist das allerdings noch nicht der Fall. Dort gibt es leider weiterhin nur Verpackungen aus Einweg-Plastik und das wollen wir ändern. Uns gefällt es unglaublich gut, einen Job zu haben, bei dem wir abends ins Bett gehen und wissen, dass wir positiven Impact gestalten.

Welche Vision steckt hinter ooohne?

Wir möchten es jeder und jedem ermöglichen, auf einfache Weise nachhaltig und plastikfrei zu reinigen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gibt immer wieder große Herausforderungen. Eine besonders große war die Verpackung für unser Pulver. Wir haben sehr hohe Anforderungen an sie gestellt. Sie sollte recyclebar, plastikfrei, praktisch und optisch ansprechend sein. Nun haben wir endlich eine Faltschachtel aus Altpapier mit einer Schütthilfe, die unseren Vorstellungen entspricht und die auch noch klimaneutral ist. Diese zu finden hat eine Menge Zeit und Nerven gekostet.

Auch unsere Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.com/ooohne war sehr viel Arbeit. Bis dahin haben wir alles von unseren Ersparnissen selbst finanziert. Jetzt hoffen wir auf ein gutes Funding-Ergebnis, sodass wir bald weitere Produkte nach dem ooohne-Prinzip entwickeln können. 

Wer ist die Zielgruppe von ooohne?

Hand-Spülmittel nutzt jeder Haushalt – die einen mehr, die anderen weniger. Und wenn man dann auch noch ein bisschen Wert auf Nachhaltigkeit legt, gehört man schon zu unserer Zielgruppe. 

ooohne Hand-Spülmittel

Wie funktioniert ooohne? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wie gesagt – ooohne ist ein Pulver, das man mit Leitungswasser zu flüssigem Hand-Spülmittel anmischen kann. Das ist auch schon der größte Unterschied! Außerdem unterscheidet uns, dass in ooohne nur enthalten ist, was wirklich gebraucht wird. Dass wir ohne Einwegplastik, tierische Inhaltsstoffe, Mineralöl, Mikroplastik sowie Duft- und Farbstoffe auskommen, entlastet die Umwelt. 

ooohne, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das Schöne an unserem ooohne-Konzept ist, dass man es auf ganz viele weitere Produkte anwenden kann. Da gibt es ja fast keine Grenzen. Zunächst starten wir mit einem Online Shop auf www.ooohne.de und wollen ooohne auch in Unverpacktläden und Bio-Supermärkten verkaufen. Wir sind selbst gespannt, wo uns die Reise noch hinführt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Hinterfrage dich und dein Produkt immer wieder.
  2. Auf und Abs gehörten zum Gründer:innen-Leben dazu.
  3. Suche dir eine:n Mitstreiter:in – zusammen macht es einfach mehr Spaß

Wir bedanken uns bei Carolin Möllenbeck und Jan Markus Schütz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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