Donnerstag, April 9, 2026
Start Blog Seite 359

Lasst euch von Niederlagen nicht unterkriegen

0
Quantics: Innovative KI gestützte Lösung Retail Manufacturing

Quantics: Innovative KI gestützte Lösung für den Retail und Manufacturing Bereich

Stellen Sie sich und das Startup Quantics doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Resul Akay, Johannes Matt, Christof Bitschnau und Vladyslav Vasylevskyy. Gemeinsam haben wir Quantics gegründet, ein Deep Tech Startup, das eine innovative KI-gestützte Lösung bereitstellt, die präzise, automatisierte, sowie schnelle Absatz-, Nachfrage- und Umsatzprognosen für den Retail und Manufacturing Bereich liefert.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben Quantics gegründet, da wir der Überzeugung sind, dass Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle für die Nachhaltigkeit spielt und unsere Zukunft positiv beeinflussen kann. 

Was wir heutzutage beobachten können, ist, dass aufgrund ungenauer Prognosen viel zu viel produziert wird und dies vor allem im Lebensmittelbereich zu kritischen Lebensmittelentsorgungen führt. Allein in Europa werden jährlich mehrere Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, was eine unglaubliche Verschwendung ist, wenn man bedenkt, dass jeden Tag immer noch viele Menschen auf der Welt wegen Lebensmittelknappheit leiden müssen. 

Doch nicht nur der Nachhaltigkeitsaspekt hat uns dazu bewegt Quantics zu gründen. KI-gestützte Prognosen bergen gewaltige Einsparungspotenziale für Unternehmen, da wichtige strategische Entscheidungen entlang der Wertschöpfung auf Basis von Prognosen getroffen werden. Je genauer Prognosen sind, desto besser können Unternehmen planen, sodass zum Beispiel Transportkosten oder Überbestände reduziert werden und die Produktion optimiert werden kann.

Wir möchten Unternehmen dabei unterstützen bessere Entscheidungen zu treffen, nachhaltiger zu handeln und dabei auch noch Kosten einzusparen. Uns geht es darum etwas zu bewirken und unseren Teil zu einer Verbesserung des Status quo beizutragen. 

Welche Vision steckt hinter Quantics?

Das zentrale Ziel von Quantics ist es, eine optimale quantitative Basis für wichtige Entscheidungen entlang der Wertschöpfungskette zu schaffen, um sowohl Umsätze zu steigern als auch Kosten und Zeitaufwand zu reduzieren. Mit unserer Lösung möchten wir zudem Unternehmen helfen Ihre Ökobilanz zu verbessern, indem wir die optimale Entscheidungsbasis für Beschaffung, Produktion und Logistik liefern. 

Unsere Vision ist es, Unternehmen eine schnelle und automatisierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen, indem wir Business Usern eine smarte KI zur Seite stellen, die laufend besser wird und sich dynamisch an die unternehmensspezifische Situation und das Marktumfeld anpasst. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war bisher ein Startup in einem Krisenmarkt zum Laufen zu bringen. Wir haben schnell gemerkt, dass alles viel langsamer ablief, als es sollte. Viele Unternehmen zögerten ihre Entscheidungen hinaus, Förderprogramme ließen sich Zeit und Investoren unterstützten eher bestehende Investments, um diese sicher durch die Krise zu bringen, als in neue Projekte zu investieren. 

Am Anfang blieb uns nichts anderes übrig, als eine große Summe in die Hand zu nehmen und den MVP aus eigener Tasche zu finanzieren. Das Ganze war mit hohen Risiken verbunden, dennoch schafften wir es bereits ab der Gründung erste zahlende Kunden zu gewinnen und im Dezember 2020 in das aws preseed Programm aufgenommen zu werden, einem Programm, das innovative Deep Tech Start-ups im österreichischen Raum fördert. Aktuell merken wir, dass der Markt sich deutlich entspannt und viele Unternehmen auf uns zukommen. 

Wer ist die Zielgruppe von Quantics?

Mit der Quantics KI fokussieren wir uns verstärkt auf den Retail und Manufacturing Bereich. Dabei sind unsere Kunden üblicherweise Unternehmen, die mehr als 20 Millionen Euro Umsatz pro Jahr haben, wobei hier nach oben keine Grenzen gesetzt sind. 

Wir haben die Lösung bewusst generisch aufgebaut, sodass unterschiedliche Einsatzbereiche und Branchen möglich sind. Dadurch, dass die Quantics KI für jeden Kunden und jedes einzelne Produkt sowie für jeden Standort die passenden Prognosemodelle auswählt und kombiniert, ist es vollkommen egal, ob der Kunde Kleidung, Lebensmittel oder andere Waren verkauft. Unser KI ist hier sehr flexibel. 

Wie funktioniert Quantics? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wie bereits erwähnt, stellen eine innovative KI-gestützte Lösung bereit, die präzise, automatisierte, sowie schnelle Absatz- und Nachfrageprognosen ermöglicht, damit auch Business User ohne Data Science Know-how von genauen Prognoseergebnissen profitieren können.

Dabei lernt unsere KI aus der Gegenwart und der Vergangenheit, analysiert sich ändernde Nachfrage- und Absatzmuster, bezieht interne sowie externe Einflussfaktoren in die Prognoseberechnung mit ein und passt sich dadurch der jeweiligen Situation eines Unternehmens an. 

Hierfür werden vorhandene Daten sowie Attribute je Datentyp von der Quantics KI übernommen, wodurch wir bei den bereitgestellten Datentypen sehr flexibel sind. 

Folgende Datentypen sind jedoch mindestens erforderlich:
  • Vergangene Verkaufstransaktionen bzw. Auslieferungen von Waren
  • Stammdaten zu erzeugten bzw. vertriebenen Produkten
  • Stammdaten zu Produktions- und/ oder Vertriebsstandorten

Bei diesen, zumindest erforderlichen, Stammdaten geben wir eine minimale Grundstruktur vor, sodass man als User beliebig viele Attribute hinzufügen kann.

Einige Datentypen sind optional und können ebenfalls aufgenommen werden:
  • Promotionen / Rabatte (vergangene und geplante)
  • Fehlbestände
  • Geschäftsschließungen und andere Störungen
  • Nachfrageverschiebungen- und -verlagerungen aufgrund von Covid
  • Kundenclubkarten
  • Wetter
  • Generelle Marktentwicklungen

Zu erwähnen ist, dass wir nicht einfach alle Daten aufnehmen, sondern nur diejenigen, die einen Erklärungswert für Prognosemodelle liefern. Der Grund dafür ist, dass anderenfalls Mehraufwände ohne einen zusätzlichen Nutzen entstehen. Die Validierung der Daten und des Nutzens erfolgt im Rahmen eines Proof of Concept. 

Im Vergleich zu anderen Lösungen, die meist nur initial konfiguriert werden und dadurch in einem sich kontinuierlich änderndem Marktumfeld versagen, passt sich die Quantics KI kleinsten Veränderungen automatisch an, um initial ausgewählte Modelle zu optimieren und die Prognosegenauigkeit beizubehalten beziehungsweise noch weiter zu verbessern.

Quantics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es so vielen Unternehmen wie möglich eine KI zur Seite zu stellen, die eine schnellere, agilere und kosteneffizientere Planung der Zukunft ermöglicht. Hierfür haben wir uns in den kommenden Jahren vorgenommen Kapital am Markt aufzunehmen, um weitere innovative Modelle und Funktionen in unsere Lösung einfließen zu lassen. Eine erste große Finanzierungsrunde ist bereits geplant. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Glaubt an eure Idee, denn sonst werdet ihr sehr schnell aufgeben. 
  2. Freundet euch mit Unsicherheit an. 
  3. Lasst euch von Niederlagen nicht unterkriegen und lernt aus diesen.   

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Als Startup-Gründer sollten Sie immer auf Ihre Gesundheit achten

0
bita

BITA ist Startup of the Month im März des Frankfurt Forward Awards

Stellen Sie sich und das Startup BITA doch kurz unseren Lesern vor! 

Hallo, ich bin Victor Gomez, CEO und Mitbegründer von BITA, einem Fintech-Startup, das institutionellen Anlegern und Finanzinstituten Hochleistungsinfrastruktur und Indexierungsdienste anbietet. Bevor ich zu BITA kam, war ich Senior Vice President of Ventures bei der Gruppe Deutsche Börse, wo ich für die Daten- und Indexinnovation an der Börse verantwortlich war.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

In den letzten Jahren hat die Indexbranche ein exponentielles Wachstum erlebt. Heute werden weltweit über 3 Millionen Indizes berechnet. Obwohl es sich um einen der an den schnellsten wachsenden Bereichen im Finanzdienstleistungssektor handelt, ist er stark unterversorgt.

In den letzten Jahren hat auch das Custom Indexing stark zugenommen. Dank dieses Szenarios treten Kunden ständig an Indexanbieter heran, um Indexberechnungs- und -administrative Dienstleistungen anzufordern, die eine große Vielfalt an Methoden, Anlageklassen und spezifischen Anforderungen abdecken.

Oft dauert dieser Prozess sehr lange und erfordert viele Iterationen zwischen Kunden und Indexanbietern. Aus diesem Grund wurde BITA geboren, mit der Vision, die Produktentwicklung zu verbessern und gleichzeitig Innovationen und vollwertige Indexierungsdienstleistungen anzubieten, um die Bedürfnisse unserer Kunden abzudecken.

Bei BITA verändern wir das komplette Geschäftsmodell der Branche. Wir verlagern das Modell von der Lizenzierung von Daten und geistigem Eigentum auf die Lizenzierung von Technologie stattdessen. Daher kann ein Indexlieferungsprojekt, das bisher bis zu 3 Monate dauern konnte, dank BITA stattdessen direkt von den Kunden auf einer vollständig maßgeschneiderten Basis in wenigen Minuten abgewickelt werden.

Welche Vision steckt hinter BITA?

Erreichen des heiligen Grals der Indizierung: Bereitstellung einer vollautomatischen und extrem flexiblen Indizierung durch den Einsatz von Technologie.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die Indizierungsbranche birgt eine Vielzahl von Komplexitäten und Herausforderungen. Es ist eine Umgebung, die einen 24/7-Betrieb und unglaubliche Genauigkeit erfordert, da ein kleiner Fehler schwere Verluste für die Kunden verursachen kann.

Außerdem konkurrieren wir mit sehr großen Organisationen, und als Startup müssen wir ständig die Robustheit unserer Abläufe verbessern. Dies ist eine unserer wichtigsten Prioritäten und Verbesserungsbereiche. Unser Weg, dies zu überwinden, ist eine Kombination aus der Nutzung der neuesten Technologie, Automatisierung und dem großen Engagement unseres Teams.

Als Fintech-Unternehmen, das sich in Privatbesitz befindet und von lokalen und internationalen Investoren unterstützt wird, haben wir Finanzmittel erhalten, um unsere Aktivitäten und Investitionen in F&E und Vertrieb zu beschleunigen und zu erweitern. Wir begannen mit einem 4-köpfigen Team und haben jetzt 30 engagierte Experten mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen. Dies ist eines der Schlüsselelemente, die es uns ermöglicht haben, die bisherigen Herausforderungen zu meistern.

Wer ist die Zielgruppe von BITA? 

Unsere Zielgruppen sind vielfältig. Von Produktemittenten und Banken über Börsen, CFD- und Indexanbieter bis hin zu Vermögensverwaltern und institutionellen Investoren.

Wie funktioniert BITA? Wo liegen die Vorteile? 

Flexibilität und Schnelligkeit. Unsere Kunden können die Infrastruktur lizensieren und selbst indexieren oder die Entwicklung von hochgradig maßgeschneiderten Produkten in Auftrag geben, die wir in sehr kurzen Zeiträumen liefern können.

Sie sind Startup of the Month im Monat März. Wie geht es jetzt weiter? 

Bei BITA motiviert es uns extrem, als Startup des Monats ausgezeichnet zu werden. Diese Art der Anerkennung hilft uns, unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, nämlich in den nächsten Jahren das leistungsstärkste und zuverlässigste Unternehmen für Indexierungstechnologie zu werden.

BITA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten 5 Jahren wollen wir uns als Hauptinfrastrukturanbieter für die indexierungs- und passive Vermögensverwaltungsbranche etablieren. Die Schritte in unserer Roadmap sind die Produktisierung unserer Berechnungsinfrastruktur und unsere Expansion in andere Anlageklassen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Als Startup-Gründer sollten Sie immer auf Ihre Gesundheit achten. Ein Gründer wird nicht in der Lage sein, dem Stress zu entkommen, wie jeder andere Mensch auch. Und als Mensch muss man immer lernen, damit umzugehen und gesund zu bleiben, da dies einer der wichtigsten Faktoren für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens ist. 

Außerdem könnte ich sagen, dass eines der wichtigsten Dinge auch ist, dafür zu sorgen, dass die Kunden zufrieden sind. Versuchen Sie immer, sie gut zu bedienen und die Beziehung zu ihnen aufrechtzuerhalten, da ich der Meinung bin, dass ein Geschäft über die Lieferung eines Produkts oder einer Dienstleistung hinausgeht. Achten Sie also auf jeden Fall immer darauf, gesunde und gute Beziehungen zu Ihren Kunden zu entwickeln. 

Und zu guter Letzt, suchen Sie sich ein Team mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen, beraten Sie sie, wie sie die Herausforderungen angehen können, unterstützen Sie sie bei ihren Blockaden, feiern Sie mit ihnen ihre Siege. Ihr Team wird immer eine der stabilsten Variablen in Ihrem Unternehmen sein, also kümmern Sie sich um es.

Bildunterschrift: CEO und Mitgründer Victor Gomez (C) BITA GmbH

Wir bedanken uns bei Victor Gomez für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Was macht euch einzigartig?

0
chatwerk messenger

ChatWerk Messenger für kleine und mittelständische Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup ChatWerk doch kurz unseren Lesern vor!

Oliver: ChatWerk gegründet haben wir im Sommer 2020. Anfang März 2021 sind mit unserem „Kontaktcenter im Hosentaschenformat“ an den Markt gegangen. Was wir bieten, ist digitale Kundenkommunikation made in Germany: 100% DSGVO-konform, einfach und bezahlbar. Unsere Software für das Messenger Ökosystem ist speziell auf kleine und mittelständische Unternehmen zugeschnitten. Dafür bieten wir eine Inbox für alle Messenger von WhatsApp, Webchat bis Facebook plus skalierbare Funktionen wie Chatbots für Anfragen und Termin-Management. 

Judith Franzke ist bei uns die Frau für die Zahlen. Mein Hintergrund ist das Onlinemarketing. Ich war in einigen Unternehmen und großen Onlinemarketing-Agenturen tätig. 2018 bin ich zur Unternehmensfamilie Müller Medien gestoßen, wo ich bis Ende 2020 zusammen mit Judith die Kölner Agentur Fairrank geleitet habe. Gemeinsam bauen wir nun dieses Corporate Start-up für die Unternehmerfamilie auf. Wir haben ein tolles Team zusammengestellt und freuen uns darauf, ChatWerk weiterzuentwickeln. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Oliver: Mit meinen 50 Jahren bin ich ja quasi ein Onlinemarketer der ersten Stunde. Damals wie heute fasziniert mich die Dynamik dieses Themas: Technologische Entwicklungen, gesellschaftliche Trends – was sind die Gamechanger? Messenger haben in meinen Augen genau dieses Potenzial und zurzeit gibt es noch keine wirklich ideale Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen, die einfach so funktioniert – ohne große Integrationsprozesse. Das ist eine echte Marktlücke. Das sieht die Unternehmerfamilie Müller Medien genauso. Daher haben wir zusammen die Gründung des Corporate Start-ups beschlossen und eine eigene Lösung entwickelt. 

Welche Vision steckt hinter ChatWerk ?

Oliver: Mit ChatWerk wollen wir kleine Betriebe zum Chatten bringen und sie darin unterstützen, ihre Kundenkommunikation zu digitalisieren. Dafür räumen wir viele klassische Hürden aus dem Weg. Wir kümmern uns um das gesamte Thema Datenschutz und sorgen für nötige Updates. Vor allem aber machen wir die Messenger- und Chatbot-Funktionen für die Unternehmen leicht zugänglich – nämlich indem wir sie in die Verzeichnisse bringen. Dort können sie über einen Button von den Unternehmen gebucht und von den Kunden genutzt werden. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Oliver: Die wichtigste und größte Herausforderung war der Aufbau des Teams. Heute sind wir sehr glücklich, dass wir hier viel Energie reingesteckt haben und so tolle Leute für uns gewinnen konnten: hoch kreative und erfahrende Kolleginnen aus dem Bereich Produktentwicklung, -design und -success sowie ein top Entwicklungsteam für die Software. In Sachen Finanzierung haben wir das große Glück, dass Müller Medien hinter uns steht. 

Wer ist die Zielgruppe von ChatWerk ?

Oliver: ChatWerk hat drei wesentliche Zielgruppen. Als Marke ChatWerk richten wir uns direkt an KMU, insbesondere Betriebe aus dem Dienstleistungs- und Handwerkssektor. Dazu sprechen wir gezielt Verzeichnisse und Portale wie die Gelben Seiten an sowie Integrationspartner, die ChatWerk als White Label Lösung als Service aufnehmen. 

Wie funktioniert ChatWerk? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Oliver: Für KMU ist ChatWerk ein Rundum-sorglos-Paket im Alltag. Das intuitive Postfach führt alle relevanten Messaging-Dienste zusammen. Installieren und starten lässt sich die App so leicht wie jede andere aus dem App-Store. Dazu gibt es eine schlanke Kundenverwaltung samt CRM plus skalierbare Services. Wichtig ist uns der Datenschutz. Unsere Lösung ist in Deutschland entwickelt und wird auch hier gehostet. 

Verzeichnissen und Integrationspartnern bieten eine hochentwickelte Basistechnologie, die sie entweder unter der Marke ChatWerk oder als White Label einsetzen können. Schon jetzt zählen wir über die Verzeichnisse Gelbe Seiten, Das Öffentliche und Das Telefonbuch mehr als 800.000 Verzeichniseinträge, die mit dem Chatbutton versehen sind. Insofern ist die Reichweite sicher einer unserer USPs. 

ChatWerk, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Oliver: Perspektivisch wollen wir das für Messenger werden, was die Telekom, Vodafone oder O2 für Telefonanschlüsse sind. Ich sag jetzt mal ganz unbescheiden: In fünf Jahren sind wir der führende Messenger-Integrationspartner der Verzeichniswelt in Europa. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Oliver: Ich weiß, dass man am Anfang immer ungeduldig ist. Die Idee ist da, es soll losgehen. Mein Tipp ist dennoch: Nehmt euch Zeit für die Vorbereitung und fürs Onboarding. Habt ihr die richtigen Experten? Passen die Charaktere zusammen? Haben alle Bock darauf, das gemeinsame Ziel zu erreichen?

Das ist auch der nächste Punkt. Macht euch klar, was ihr mit euer Firma wollt. Arbeitet eure Marke detailliert aus. Was ist das Produkt? Wie schaut die Zielgruppe aus? Welchen (besonderen) Nutzen bietet ihr? Was macht euch einzigartig? Also die gesamte Klaviatur der Brandstrategie.  

Und natürlich sichert die Finanzierung. Das ist auch eine Frage der Verantwortung gegenüber den Menschen, die sich auf euch verlassen – angefangen beim eigenen Team bis hin zu euren Geschäftspartnern. 

Wir bedanken uns bei Oliver Kremers für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Baut Euch ein gutes Netzwerk auf

0
YOU CANDY Nahrungsergänzungsmittel und Fruchtgummi Vitamine zum Naschen

YOU CANDY Nahrungsergänzungsmittel und Fruchtgummi Vitamine zum Naschen

Stellen Sie sich und das Startup YOU CANDY doch kurz unseren Lesern vor! 

Die Idee für YOU CANDY entstand durch meine jahrelange Verwendung von konventionellen Nahrungsergänzungsmitteln. Ich war einfach kapselmüde – die regelmäßige Einnahme, um zusätzlich etwas für meine Gesundheit zu tun, war ich leid. Dann stellte ich fest, dass es vielen meiner Freundinnen und Freunden ähnlich ging – ständig dieses fast schon medikamentöse Ritual, das ist nicht lecker oder uplifting. Und ich dachte, es muss doch möglich sein, Vitamine und Mineralstoffe über meine Lieblingssüßigkeit – Fruchtgummis – aufzunehmen. Naschen statt Einnehmen! Der Naschfaktor ist mir besonders wichtig. Das war die Geburtsstunde von YOU CANDY . 

Im Februar 2021 ging unser Konzept nun mit drei Sorten in ausgewählten Hamburger EDEKA Märkten an den Start. BE PROTECTED, das Vitamin Fruchtgummi mit Vitamin C und B6 für das Immunsystem, BE BEAUTIFUL, das Vitamin Fruchtgummi mit Selen, Niacin und Biotin für Nägel, Haut und Haare; BE POWERFUL, das Fruchtgummi mit den Mineralstoffen Calcium und Magnesium für Muskeln und Nerven. 

Für die Realisierung habe ich mit Stefan Kemp einen großartigen Partner gefunden. Unser gemeinsames Ziel ist, dass Spaß und Genuss Hand in Hand mit der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen gehen. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen? 

Weil ich nichts auf dem Markt gefunden hatte, was mein Bedürfnis nach Genuss und Gesundheit gleichermaßen stillen konnte. 

Was war bei der Gründung von YOU CANDY die größte Herausforderung? 

Es ist entscheidend, mit allen Partnern, die an der Planung und Umsetzung einer solchen Idee beteiligt sind, gemeinschaftlich und transparent vorzugehen. Nur im Team kann eine zunächst fixe Idee zu einem scharf umrissenen und neuwertigen Konzept werden. Das gleiche gilt für die Umsetzung: Nur wer ein ‚Movement‘ erzeugen kann, kommt als Team in die Nähe der Ziellinie. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist? 

Es wird nie alles perfekt sein. Unser Team stellt sich täglich neuen Herausforderungen und YOU CANDY entwickelt sich immer weiter. 

Welche Vision steckt hinter YOU CANDY? 

Unsere Vision ist das Naschen neu zu definieren und Konsumenten zu ermöglichen, beim Verzehr von ihren Sweets ihre Gesundheit nicht vernachlässigen zu müssen. Jeder nascht gerne, wieso dann nicht gleich mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen?! Unsere Produkte versprechen, dadurch nicht auf Geschmack und den sonstigen Spaß an Fruchtgummis verzichten zu müssen. 

Wer ist die Zielgruppe von YOU CANDY? 

Jeder, der Freude an Fruchtgummis hat und gerne etwas für seine Gesundheit tut. Daher ist vor allem die Zielgruppe der Millenials für uns als Marke von großer Bedeutung, da sie großen Wert darauf legt, keine Kompromisse zwischen dem Spaß am Naschen und werthaltigen Zutaten einzugehen. Sie kaufen gezielt Functional Foods, die gleichzeitig Spaß, Genuss und Wohlbefinden bieten. Deshalb bieten wir Vitamine zum Naschen ohne Kompromisse beim Geschmack oder in der Rezeptur und stellen uns dabei auf nahezu alle Ernährungsvorlieben ein: Unsere Vitamin Fruchtgummis sind vegan, fettfrei, glutenfrei, laktosefrei, ohne Gelatine oder künstliche Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe erhältlich. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Das spannende an unserem Produkt ist die Kombination von zwei existierenden Warengruppen: Nahrungsergänzungsmittel und Fruchtgummi – und das zu einem erschwinglichen Preisleistungsniveau bei einem attraktiven UVP von ca. 2,49 Euro / Packung. Das ist im Markt in der Form einzigartig. Wir bieten damit auch eine erschwingliche Alterative zu sehr exklusiven Wettbewerbern, die z. B. in Friseurgeschäften und Parfümerien erhältlich sind, jedoch keinen ‚Naschfaktor‘ haben. Vitamine zum Naschen, zum erschwinglichen Preis: Das hat die Handelspartner von YOU CANDY überzeugt. 

YOU CANDY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir wollen YOU CANDY international erfolgreich positionieren und weitere innovative Produkte über das Fruchtgummisegment hinaus entwickeln. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben? 

Ihr werdet vor allem am Anfang auf viele Kritiker und Personen stoßen, die Eure Ideen belächeln. Lasst euch davon nicht entmutigen, Ihr kennt Euer Konzept und Eure Visionen am besten.

Seid sicher, dass ihr für Eure Idee brennt, denn es wird ein schwieriger Weg mit vielen Herausforderungen.

Baut Euch ein gutes Netzwerk auf.

Wir bedanken uns bei Sabrina Justus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nicht am Ziel werden wir groß, sondern auf dem Weg dahin

0
Parentime eltern

Parentime Coaching- und Auszeitenplattform für Eltern

Stellen Sie sich und das Startup Parentime doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Jasmin Tabib und ich bin Gründerin von Parentime, der ersten deutschlandweiten Coaching- und Auszeitenplattform für Eltern. Mit unseren vielseitigen Angeboten rund um das Eltern-, Familienleben und die eigenen Bedürfnisse möchten wir Mütter & Väter zu mehr Work-Life-Family-Balance verhelfen.

Auf Parentime finden Eltern schnell und unkompliziert für jedes Anliegen einen Experten, mit dem sie persönlich in Austausch treten können. Wir organisieren zudem immer wieder Webinare zu spannenden (Tabu)Themen, bieten private Auszeitenworkshops, die Eltern flexibel zu Hause wahrnehmen können, und erstellen bald selbst digitale Coachingangebote (Audio- und Videokurse). 

Parentime unterscheidet sich von anderen Elternanbietern, in dem wir die Perspektiven beider Elternteile berücksichtigen und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Damit begegnen wir den Herausforderungen einer modernen Elterngeneration, die ihre verschiedenen Rollen und Ansprüche unter einen Hut bringen möchte.

Zu mir: ich war lange Zeit als Senior Communications & Employer Branding Consultant sowohl auf Unternehmens- als auch auf Agenturseite tätig und habe ein berufsbegleitenden MBA-Studium mit Fokus auf Entrepreneurship absolviert. Bereits nebenberuflich habe ich mich in verschiedenen Startups engagiert und selbst schon viele Ideen für Unternehmensgründungen gehabt. Seitdem ich Mutter geworden bin, habe ich endlich den Schritt gewagt, eine Idee aus der eigenen Erfahrung in die Tat umzusetzen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Während meiner Elternzeit war ich lange Zeit auf der Suche nach Angeboten zugeschnitten auf die Bedürfnisse junger Eltern, die nicht nur auf ihre Elternrolle reduziert werden möchten und sich nach mehr Balance im Familienalltag sehnen. Ich organisierte zunächst Events für Eltern – mit Kinderbetreuung und dem Ziel, ihnen durch spannende Keynote Speaker und Auszeitenworkshops hilfreiche Impulse für ihr Leben mit Kids zu liefern. Dabei stellte ich fest, wie viele Mütter und Väter vor ähnlichen Herausforderungen stehen. 

So reifte die Idee, einen modernen Marktplatz mit umfassenden Coaching- und Auszeitenangeboten für Eltern ins Leben zu rufen. Ich trieb meine Idee zunächst neben Job und Familie langsam vorwärts, bis mir immer stärker bewusst wurde, wie sehr ich mit meiner Plattformidee den Nerv der Zeit treffe. Ende letzten Jahres habe ich mich dann dazu entschlossen, meinen sicheren Job zu verlassen und Parentime am Markt zu etablieren. 

Welche Vision steckt hinter Parentime? 

Mit Parentime verfolge ich die Vision, die erste Anlaufstelle für Eltern zu werden, die wenig Zeit haben und sich im täglichen Spagat zwischen ihren verschiedenen Rollen als Mutter/Vater und Frau/Mann mit Interessen fernab des Elternalltags überfordert fühlen. Wir möchten Eltern frühzeitig inspirieren, bevor alle Stricke reißen und ihnen durch unsere Angebote zu einem harmonischen Familienleben verhelfen. Wir bezeichnen uns deswegen auch als Parent Empowerment Company. Denn unser Credo lautet: Empowerte Eltern haben empowerte Kinder! 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die technische Umsetzung der Plattform und die damit verbundenen rechtlichen und administrativen Fragen haben mich anfänglich sehr gechallenged. Das ist meine allererste Gründung und damit war der ganze Gründungsprozess für mich Neuland. Am Anfang stand nur die Realisierung meines Herzensprojekts im Vordergrund, ohne von Monetarisierungszielen geleitet worden zu sein. Ich hatte zudem keinen finanziellen Druck, da ich anfänglich noch angestellt war und für meine Gründung auf mein Gehalt zurückgreifen konnte.

Der Entschluss, mich Parentime hauptberuflich zu widmen, veränderte natürlich die Rahmenbedingungen und stellte mich vor die Notwendigkeit, neu zu denken, meine Strategie zu optimieren und mich vor allem an die Lean Startup-Methode zu orientieren. 

Wer ist die Zielgruppe von Parentime? 

Zu der einen Zielgruppe zählen junge Mütter und Väter, die sich immer wieder im Alltag überfordert fühlen und auf der Suche nach schneller, persönlicher Hilfe für alle Lebensfragen sind. Gleichzeitig sehnen sie sich auch danach, den Familientrubel einen Moment hinter sich zu lassen und sich eine wertvolle Auszeit zu nehmen.

Mit der anderen Zielgruppe sprechen wir zertifizierte, erfahrene Coaches, Berater, Trainer oder Workshopleiter an, die mit ihren Angeboten Eltern stärken und über Parentime auf ihre Dienstleistungen aufmerksam und weitere Kunden gewinnen möchten.  

Wie funktioniert Parentime? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Auf parentime.de können Eltern unkompliziert und schnell Experten aus ganz Deutschland zu allen Anliegen rund ums Eltern-/Familienleben finden und buchen. Wir gehen auf alle Themen ein, die für (werdende), moderne Eltern spannend sind: Erziehung, Partnerschaft, Selbstfürsorge, Vereinbarkeit, Finanzen, Ernährung, Geburt u.n.v.m. Die Experten helfen per E-Mail, Video- oder Telefongespräch, bei den Eltern zu Hause oder in ihrer Praxis.

Darüber hinaus bieten wir Eltern private Auszeitenworkshops und gehen damit gezielt auf die Bedürfnisse der Mütter und Väter außerhalb ihrer Elternrolle ein. Eltern können z.B. Yogalehrer, Masseure, Back- und Kochprofis oder Künstler für private Workshops zu sich nach Hause einladen oder die Workshops per Livestream durchführen.  

Mit Parentime haben wir bereits eine starke Marke und eine tolle Elterncommunity mit über 3.200 Mitgliedern erfolgreich aufgebaut. Unser ganzheitlicher Ansatz ist unverwechselbar. Wir berücksichtigen zudem die Perspektiven beider Elternteile und möchten sie als Team stärken, ohne ihre individuellen Bedürfnisse außer Acht zu lassen. 

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir haben viele Ideen, die wir in diesem Jahr austesten möchten. Beispielsweise planen wir, unsere Plattform stärker zu digitalisieren und digitale Coachingkurse selbst zu erstellen. Außerdem möchten wir durch die Kooperation mit familienfreundlichen Unternehmensvertretern das B2B Geschäft stärker angehen. 

Unser übergeordnetes Ziel ist, den Elternmarkt zu revolutionieren. Elterncoaching/-beratung und Selbstfürsorge sollen nichts Außergewöhnliches mehr sein oder etwas, das schlechtes Gewissen bei Eltern hervorruft. Eltern sollen erkennen, dass es genauso wichtig ist, in sich selbst zu investieren und für sich Sorge zu tragen, um letztendlich dann auch für ihre Kinder Sorge tragen zu können.

In 5 Jahren ist Parentime eine deutschlandweite, etablierte Marke auf dem Elternmarkt. Eltern surfen nicht mehr nur in Kinderonlineshops rum, sondern auch auf Parentime, um etwas Gutes für sich und damit auch für ihre Kinder zu tun. Last but not least sind wir selbst ein familienfreundliches Unternehmen, das sich Family-Work-Life-Balance nicht nur für seine Kunden, sondern auch für seine Mitarbeiter auf die Fahne geschrieben hat. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Proaktivität: Von nichts kommt nichts. Legt los, probiert und testet aus. Erst wenn ihr ausreichend Erfahrungswerte gesammelt habt, werdet ihr ein besseres Gefühl für eure Idee, euren Markt und eure Zielgruppe bekommen.

Netzwerk: Baut euch ein Netzwerk aus Sparring Partnern auf, von denen ihr lernen könnt. Der Austausch mit erfahrenen Menschen, die schon ähnliche Erfahrungen gesammelt haben oder neue Perspektiven einnehmen können, ist äußert wertvoll.

Mindset: Empowert euch selbst. Unser Erfolg hängt auch davon ab, wie sehr wir an uns selbst glauben. Zweifelt also nicht zu sehr an euch – Fehler machen ist sehr wichtig – denn nur so können wir, dazulernen. Denkt also immer in Lösungen, bleibt flexibel und behaltet im Hinterkopf:

„Nicht am Ziel werden wir groß, sondern auf dem Weg dahin.“

Wir bedanken uns bei Jasmin Tabib für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Lerne Nein zu sagen ohne Dich zu erklären

0
swype beauty kosmetik

SWYPE Cosmetics Beauty und Kosmetik Produkte unkompliziert und effektiv

Stellen Sie sich und das Startup SWYPE Cosmetics doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Ebru Tuna, ich bin die Gründerin hinter SWYPE Cosmetics. Meine Marke wurde aus der Notwendigkeit heraus geboren, Unkompliziertheit und Effektivität in die komplexe Skincare Industrie zu bringen. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte unabhängiger arbeiten können, um meine Vorstellung, wie Beauty-Produkte sein sollten, freier realisieren zu können.

Was war bei der Gründung von SWYPE Cosmetics die größte Herausforderung?

Meine Ideen in die Realität umzusetzen und gleichzeitig unternehmerisch zu agieren, ohne die eigene Vision zu kompromittieren. Auch ein gutes Team zu finden, dass „Deine Sprache“ spricht, ist extrem wichtig.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Welche Idee ist schon „perfekt“?! Wenn man auf den richtigen, „perfekten“ Moment wartet, dürfte kaum eine Idee zur Umsetzung gelangen. Es ist ein Prozess im Wandel. Die Idee hat einen Kern und dieser muss natürlich beibehalten werden. 

Aber auf dem Weg zur Realisierung, wird vieles abgeschliffen oder geändert. Dies merkt man aber erst, wenn man die Umsetzung der Idee auch tatsächlich angeht und kann man nicht vorweg zu 100% planen.

Welche Vision steckt hinter SWYPE Cosmetics?

Ich will das Gesicht der Kosmetikindustrie neu definieren und eine andere, zeitgenössischere Perspektive betonen, die von Vielen gewünscht, aber bislang vom Markt nicht befriedigt wird. Mit SWYPE möchte ich mehr Ehrlichkeit, mehr Geradlinigkeit und mehr Sinn für Community im Bereich Beauty und Kosmetik wagen. 

Mir geht es darum, dass sich niemand von Beautyprodukten eingeschüchtert oder ausgeschlossen fühlt. Jeder soll an seine natürliche Schönheit glauben dürfen und Teil einer lebensbejahenden Community sein. Swype hilft dies zu unterstreichen.

Wer ist die Zielgruppe ?

Meine Zielgruppe ist der dynamische Mensch jeder Altersklasse, jedes Geschlechts und Geschlechtsorientierung, der Freude an der eigenen Schönheit und der Schönheit anderer hat. Swype spricht die Menschen an, die bewusst leben und Schönheitspflege als selbstverständlichen und positiven Teil Ihres Alltags begreifen und nicht als Last.

Was ist das Besondere an den Produkten?

Unsere  Produkte sind für jeden und für alle Situationen geeignet. SWYPE steht für ein unkompliziertes, ganzheitliches Wohlbefinden. Deswegen auch „Swype“! Wie ein „Wischen“ in einer App auf dem Smartphone, soll Swype unseren Kunden ihre Beauty-Pflege einfacher machen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Swype steht für eine Haltung, ein Lebensgefühl, dass ich teilen will. Ich liebe Kosmetik und mich zu pflegen. Das ist nicht nur Self-Care des Körpers, sondern auch der Seele! Dieses Gefühl sollte jedoch nicht auf wenige Momente beschränkt sein, in denen man vermeintlich nur dafür Zeit hat. 

Denn wir alle haben das Recht uns gerade im Alltag, im Job, zwischen all den Herausforderungen einer Woche, trotzdem schön und gepflegt zu fühlen. Mit Swype will ich den Fokus auf den Spaß an der Pflege der Haut und damit dem eigenen Selbstbewusstsein legen und  die ansonsten meist im Vordergrund stehende medizinisch anmutende „Notwendigkeit“ sich pflegen „zu müssen“  hinter uns lassen. 

Deswegen habe ich auch eine positive Farbgebung und frische Verpackungskonzepte gewählt.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich will das Swype ein Household-Name für einen bestimmten Way of Life wird. Das kann auch andere Produktbereiche neben pflegender Kosmetik umfassen, wie Make-Up, Parfum, Mode, aber auch Podcasts etc. Mal sehen…step by step.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  1. Bleib Dir selbst treu und verlass Dich auf Dein Bauchgefühl.
  2. Lerne Nein zu sagen ohne Dich zu erklären.
  3. Sei mutig, aber nicht dumm

Wir bedanken uns bei Ebru Tuna für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Machen ist besser als planen

0
askui

askui SaaS-Lösung zur No-Code Testautomatisierung auf UI-Ebene

Stellen Sie sich und Ihr Startup askui kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Jonas Menesklou und ich bin CEO des StartUps askui. Wir haben unseren Sitz im schönen Karlsruhe und beschäftigen uns mit dem Thema UI-Automatisierung. Dabei bieten wir eine SaaS-Lösung zur No-Code Testautomatisierung auf UI-Ebene an.

Wir stellen sozusagen sicher, dass Applikationen immer so funktionieren wie sie sollen. Dabei betrachten wir die Applikation wie ein Mensch, das heißt wir benutzen nur die visuellen Aspekte zum Testen. Vom zu Grunde liegenden Code sind wir dadurch unabhängig.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mein Mitgründer Dominik und ich arbeiteten schon während des Studiums an der Idee. Wir hatten beide schon immer den Drang zur Selbständigkeit. Als wir dann auch beide Ende 2020 mit dem Studium fertig wurden und merkten, dass unser Ansatz viele Probleme in der Testautomatisierung löst, fiel die Entscheidung zu gründen nicht schwer.

Welche Vision steckt hinter askui?

Spätestens seit Corona wissen wir, dass wir in einer digitalen Welt leben. Wir wollen in einer funktionierenden, digitalen Welt leben. Unseren Beitrag dazu leisten wir, indem wir UI-Automatisierung vereinfachen – damit digitale Produkte auch immer so funktionieren wie sie sollen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war zu lernen, wie unser Markt und die Prozesse in diesem funktionieren. Man kann als StartUp sehr schnell agieren und reagieren, jedoch muss man seinen Markt verstehen, um die richtigen Prozesse zu installieren. Das war besonders in der Anfangsphase ein hartes Learning. Seit dem 01.01.2021 werden wir durch das EXIST-Gründerstipendium finanziert. Davor waren wir bootstrapped unterwegs. 

Wer ist die Zielgruppe von askui?

Als B2B SaaS Produkt adressieren wir Hersteller und Betreiber von Software mit grafischen Benutzeroberflächen. Das kann ein klassischer Webshop oder eine Webapplikation sein. Aber auch Legacy Applikationen oder CRM/CMS-Systeme gehören dazu. Sobald ein Softwarehersteller die dauerhafte Funktionalität seines Produkts sicherstellen muss, können wir helfen.

Wie funktioniert Ihr „Produkt“ oder „Angebot“? Wo liegen die Vorteile?

Klassische UI-Automatisierung benutzt code-basierte Selektoren zur Adressierung von Elementen im User Interface. Man benötigt spezielle Experten, um solch eine Testautomatisierung zu implementieren und zu pflegen. Das kann je nach Umfang der Automatisierung sehr teuer werden.

Unser Ansatz ist nicht über den Quellcode zu automatisieren, sondern das User Interface wie ein Mensch zu betrachten. Unsere Software wurde darauf trainiert User Interface Elemente anhand von visuellen Eigenschaften zu erkennen. Das heißt zur Automatisierung benötigen wir lediglich Screenshots von der Applikation – dadurch können wir selbst komplizierteste Legacy Anwendungen testen, ohne auch nur einmal den Quellcode anzufassen. 

Zusätzlich verwenden wir natürlichsprachliche Testfälle, wie bspw. „Klick den ‚Login‘ Button“, um die Automatisierung so einfach wie möglich zu gestalten.

Wie ist das Feedback?

Bislang hatten wir durchweg sehr positive und erstaunte Reaktionen. Es fühlt sich schon fast wie Magie an, wenn ein Mauszeiger plötzlich von alleine über die Benutzeroberfläche fliegt und Elemente anklickt. Wir erklären dann auch immer sehr gerne, wie unser Ansatz genau funktioniert.

Ein paar Baustellen haben wir aber auch noch. So entwickeln wir bspw. zurzeit die Automatisierung von Drag&Drop Funktionen im UI. Dieser sehr spezifische Testfall wird zwar aktuell nicht sehr oft verwendet, wird in Zukunft aber häufiger auftauchen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns langfristig nicht nur als Entwickler von Testautomatisierungssoftware, sondern generell als Technologieanbieter. So bietet die Technologie unter anderem interessante Anwendungsfelder in der Robotic Process Automation (RPA). Wir wollen unsere Technologie durch eine Schnittstelle auch für Entwickler von RPA-Lösungen verfügbar machen und so neben der Testautomatisierung auch die Automatisierung von repetitiven Aufgaben ermöglichen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Machen ist besser als planen

Geld lügt nicht

Implementiere skalierbare Prozesse, später hast du keine Zeit mehr dazu

Wir bedanken uns bei Jonas Menesklou  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Communication is key

0
puremetics Kosmetik plastikfrei vegan

puremetics Kosmetik plastikfrei, vegan und frei von nachweislich bedenklichen Inhaltsstoffen

Stellen Sie sich und das Startup puremetics doch kurz unseren Lesern vor!

Hey! Wir sind Chido und Chris, die Gründer von puremetics. Unser Startup haben wir im Februar 2020 mit dem Ziel, Beauty mit Nachhaltigkeit zu verbinden, ins Leben gerufen. puremetics ist von den Inhaltsstoffen, über die Verpackungen bis hin zum Versand 100% plastikfrei. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, grüne Beauty-Alternativen herzustellen, die den modernen Mainstream begeistern. Bei uns muss sich niemand zwischen Weltretter und Beautyjunkie entscheiden. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Chris: Ich bin schon seit meiner Jugend vegan und habe mich früh für den Umweltschutz interessiert. Vor einigen Jahren wurde mir dann auch bewusst, welche Probleme Plastikverpackungen mit sich bringen und ich habe gemerkt, dass es hier kaum Alternativen gibt, die alles verbinden, was mir persönlich wichtig ist. So ist die Idee zu puremetics entstanden. Ich habe mein Konzept dann Chido vorgestellt, bei dem ich zu diesem Zeitpunkt angestellt war.

Chido: Mich hat Chris Idee sofort überzeugt, ich war von seinem Konzept begeistert. Deshalb habe ich beschlossen, ihm die zeitlichen sowie finanziellen Ressourcen bereitzustellen. Mir war direkt bewusst: Vollkommen plastikfrei zu leben, ist nicht einfach. Aber schon kleine Schritte bringen uns sehr weit voran. Für mich geht der erste Schritt morgens ins Bad. Und in diesem Bereich auf Plastik zu verzichten, bedarf für mich kaum Umstellung. Es fehlen häufig eben nur noch die passenden plastikfreien Alternativen. puremetics löst dieses Problem.

Welche Vision steckt hinter puremetics?

Wir wollen das Plastik- und Giftstoff-Problem der Kosmetikindustrie lösen und mit unseren nachhaltigen Produkten jedem die Möglichkeit bieten, hochwertige Kosmetik zu genießen und gleichzeitig die Welt zu retten. Es ist Zeit zu handeln. Immer mehr Menschen möchten bewusster und achtsamer leben. puremetics begleitet und inspiriert sie auf diesem Weg. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben hohe Ansprüche an die Qualität unserer Produkte und eben auch an deren Verpackungen. Dabei ist es nicht immer einfach, das Passende zu finden. Deshalb haben wir viele unserer Verpackungen selbst entwickelt, damit sie unseren Vorstellungen entsprechen. Die Entwicklung vieler Produkte ist also mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Außerdem sind plastikfreie Verpackungen leider noch lange nicht zum Standard geworden und deshalb deutlich teurer in der Beschaffung. Besonders am Anfang ist das natürlich eine ziemlich große Herausforderung. Wir haben aber sehr schnell bemerkt: Es lohnt sich!

Die puremetics GmbH ist selbstfinanziert. 

Wer ist die Zielgruppe von puremetics?

puremetics richtet sich an alle Menschen, die Wert auf hochwertige, aufregende, vegane und umweltfreundliche Kosmetik legen, ohne dabei geliebte Rituale und Gewohnheiten ändern zu müssen. 

Wie funktioniert puremetics? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir interpretieren nachhaltige Kosmetik neu. Unsere Produkte sind auf das Wesentliche reduziert, ohne dabei langweilig zu sein. „Grüne Kosmetik“ ist bisher leider recht unspektakulär umgesetzt worden. puremetics macht mit modernem Design und aufregenden Duftkompositionen neugierig und überzeugt dann mit erstklassigen Inhaltsstoffen. Wir sind ja sehr tolerant, aber bei Plastik machen wir keine Kompromisse! puremetics ist 100% plastikfrei, vegan und frei von nachweislich bedenklichen Inhaltsstoffen. Diese Ansprüche stellen wir an jedes einzelne unserer Produkte. Darüber hinaus arbeiten wir aktiv der Plastikflut entgegen. Für jede bei uns eingehende Bestellung sammeln wir 1kg Plastikmüll aus Küstenregionen, damit dieser nicht in die Meere gelangt.

puremetics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In einem puremetics Store in jeder Stadt dieses Landes. Wir sind mit Eifer dabei, unser Sortiment noch weiter auszubauen, um alle Bereiche der Beauty, Hygiene und Pflege abzudecken. Wir haben innerhalb eines Jahres schon wirklich einen guten Sprint hingelegt und sind mehr als motiviert, noch schneller und weiter zu laufen. Mit eigenen Stores haben wir dann auch die Möglichkeit, überall regional unverpackt anzubieten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Es muss ein roter Faden erkennbar sein. Die Unternehmenswerte stellen dabei den Grundpfeiler dar, auf dem alles baut. 

2. Seid flexibel. Manchmal funktionieren die Dinge nicht wie erhofft. Da darf man den Kopf nicht hängen lassen, sondern muss einfach weiter rumprobieren. Konzipieren – Ausprobieren – Evaluieren. Repeat.

3. Communication is key. Das gilt intern wie extern. Selbst- und Fremdbild sollten immer im Einklang sein. Deshalb ist es wichtig, mit anderen in den Dialog zu treten, selbst Dinge kritisch zu hinterfragen und offen für Kritik zu sein. 

Wir bedanken uns bei Chido und Chris für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Probieren anstatt Studieren

0
Privatec Sicht- und Bruchschutzfolie für iPhones 2 Minuten 2 Millionen

Sebastian Drossos Gründer Privatec, 2-in-1 Sicht- und Bruchschutzfolie für iPhones, war in der PULS 4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup Privatec doch kurz vor!

Privatec ist ein österreichisches Unternehmen, mit dem Anspruch, die besten mobilen Sichtschutzsysteme anzubieten. Während man auf dem Computer Antiviren-Schutz als selbstverständlich ansieht, sind viele von uns sehr nachlässig, wenn es um den physischen Sichtschutz persönlicher Daten, wie Nachrichten oder Bilder am mobilen Endgerät, geht. Zusätzlich sind Smartphone Bildschirme heutzutage deutlich größer als noch vor 10 Jahren. Unsere 2-in-1 Sicht- & Bruchschutzfolie ist speziell für iPhones entwickelt und schützt sensible Daten vor neugierigen Blicken, als auch Ihr Smartphone vor teuren Display-Schäden. Dabei sind unsere 2 Alleinstellungsmerkmale, der optimalen Blickschutz ab 28 Grad sowie der eigens entwickelte Kunststoff-Rahmen, einzigartig am Markt.

Wie ist die Idee zu Privatec entstanden?

Die Idee entstand im Sommer 2018. Als ehemalige Unternehmensberater und Vertriebsmitarbeiter sind wir geschäftlich und privat viel unterwegs. Ob Banking-App, Facebook oder persönliche Whatsapp Nachrichten, die Smartphone Nutzung, immer größer werdender Displays, nimmt stetig zu, während man im öffentlichen Leben, sei es in der U-Bahn, im Bus oder im Zug, Angst um seine Privatsphäre hat. Nachdem uns Blickschutzfolien für Laptops unser täglicher Begleiter waren, hat uns eine ähnliche Lösung bei unseren Smartphones gefehlt. Somit entstand die Idee einer innovativen 2-in-1 Sicht- & Bruchschutzfolie.

Welche Vision steckt hinter Privatec?

Privatec ist ein österreichisches Unternehmen, mit dem Anspruch, die besten mobilen Sichtschutzsysteme anzubieten. Wir haben den Trend rund um Datenschutzbedenken und hohe Reparaturkosten bei iPhones erkannt und bieten eine optimale Lösung:

  1. Datenschutzbedenken: Der Schutz unserer Privatsphäre ist für Smartphone Besitzer ein brennender Punkt. Für Privatpersonen sowie für Unternehmen. Visual Hacking gewinnt an Bedeutung: 80% der Smartphone User sorgen sich um den Verlust ihrer sensiblen Daten. Ein klassische Use Case: Man sitzt in der U-Bahn oder im Bus und der Nachbar liest mit. Zeitgleich liegt die tägliche Handynutzung der Deutschen bei 3,4 Stunden. Doch wer sorgt sich um Datenschutz, neudeutsch Privacy, auf seinem Handy?
  2. Hohe Kosten: Displayschäden kosten bis zu 300 EUR und machen mittlerweile 50% aller Reparaturen bei Smartphones aus. Wie fahrlässig ist es somit keine Schutzfolie zu verwenden?

Wer ist die Zielgruppe von Privatec?

Auf der anderen Seite ist unser Produkt für jede Person im Besitz eines Smartphones relevant. Oder willst du, dass dein Nachbar im Bus deine persönlichen WhatsApp Nachrichten mitliest? Speziell auch bei Geschäftskunden (u.a. Anwaltskanzleien, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfer, Banken) gewinnt unsere Lösung an Bedeutung, da sensiblen Daten geschützt gehören.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Der Grundgedanke ist und war Breitenwirksamkeit zu erlangen und einen Partner zu finden, der mit uns gemeinsam die internationale Expansion vorantreiben will.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich habe mich über mehrere Wochen auf den Pitch, aber vor allem auf die Q&A Session vorbereitet. Speziell den 2 Minuten Pitch habe ich gefühlt 100 mal eingeübt.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das war in der Tat sehr motivierend. Es war für uns die Bestätigung der guten Arbeit, dass wir auf dem richtigen Weg sind und ein Fingerzeig für die Produkt-Innovation unserer Schutzfolie.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf Privatec aufmerksam werden?

Das Medienecho war und ist immer noch enorm. Wir haben so einen Ansturm und Bestellungen in unserem Webshop erlebt, dass wir auf ein paar Modellen nicht mehr Lieferfähig waren. Wir sind vor allem glücklich darüber, dass ein beträchtlicher Anteil unserer User die Schutzfolie weiterempfehlen bzw. wiederbestellen. Das Feedback via Email oder direkt auf unserer Webseite hilft uns das Produkt weiterzuentwickeln, freut uns sehr und bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Unser Trauminvestor war Herr Schütz, der als Finanzinvestor sehr gut mit relevanten Firmen vernetzt ist. Dementsprechend sind wir extrem glücklich, dass wir ihn in der Show von unserem Produkt und unserer Vision überzeugen konnten.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Wir haben den Due Diligence Prozess gestartet und sind derzeit in Verhandlungen mit den mündlich zugesagten Investorenbekundungen. Wir sind gespannt wie es weitergeht. 

Privatec, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben noch Großes vor. Bereits in den ersten 2 Monaten des Jahres haben wir den Umsatz aus dem Vorjahr übertroffen. Vor allem von der Expansion nach Deutschland und weiterer Vertriebspartner versprechen wir uns einen deutlichen Zuwachs. Am Wichtigsten ist es jedoch, auf unsere User zu hören und Feedback stetig umzusetzen. Nur so kann man auch langfristig erfolgreich sein. Wir sind gespannt und motiviert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es klingt schon fast abgedroschen, aber 3 Learnings von uns waren und sind:

  1. Probieren anstatt Studieren: Einfach probieren und machen, dadurch kann man am schnellsten pragmatisch herausfinden, ob etwas funktioniert oder eben nicht.
  2. Eng am Kunden bzw. mit dem User arbeiten: Feedback regelmäßig einholen, auch wenn es nicht immer positiv ist.
  3. You need to Fail to Win: Rückschläge gibt es immer wieder, lass dich jedoch davon nicht von deiner Vision abbringen… und was ich besonders spannend fand: Fehler machen ist der beste Weg sich inhaltlich, aber vor allem auch persönlich weiterzuentwickeln.

Wir bedanken uns bei Sebastian Drossos für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Baut eine stets aktuelle Finanzplanung mit möglichen Szenarien auf!

0
simpressive DSGVO- und Compliance-konforme SaaS-Plattform

simpressive DSGVO- und Compliance-konforme SaaS-Plattform, die den Einkauf und das Management von Dienst- und Werksverträgen erleichtert

Stellen Sie sich und das Startup simpressive doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Boris Meyerdierks, Gründer und Geschäftsführer von simpressive. Mit simpressive bieten wir unseren Kund:innen eine DSGVO- und Compliance-konforme SaaS-Plattform, die den Einkauf und das Management von Dienst- und Werksverträgen erleichtert. Es können Prozessinformation transparent und in Echtzeit verfolgt werden und unsere Lösung lässt sich problemlos in bestehende Systeme integrieren. Damit schaffen wir größtmögliche Transparenz, steigern sichtbar die Effizienz und bieten mehr Sicherheit während des gesamten Prozesses. Kurz gesagt: Wir verstehen die Pain Points des klassischen Einkaufs von Dienst- und Werkverträgen und haben eine digitale Lösung entwickelt – von Anwender:innen für Anwender:innen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich war mit dem damaligen Status wie gearbeitet wurde nicht zufrieden. Die Lösungen, die mir über große ERP-Systeme angeboten wurden, waren nicht benutzerfreundlich und leider auch nicht prozessgetrieben. Das musste anders und systemischer gedacht werden. 

Konkret habe ich folgende Beobachtungen gemacht:

Wenn Unternehmen mit vielen externen Partner:innen arbeiten, ist es schwierig den Überblick zu behalten – ohne eine geeignete Software kann das schnell problematisch werden. Auch intern kommt es zu einem hohen administrativen Aufwand, wenn viele Mitarbeiter:innen damit beschäftigt sind, aus unterschiedlichen Quellen eine möglichst aktuelle Projektakte zu führen und dabei hausinterne Prozessvorgaben einzuhalten. Außerdem gibt es hohe Anforderungen, um eine regelkonforme Zusammenarbeit mit externen Partner:innen abzubilden. Insbesondere nach der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) im Jahr 2017. 

Welche Vision steckt hinter simpressive?

Wir sind der digitale Standard, wenn es sich um die einfache Vergabe und das Management von externen Dienstleistungen handelt oder anders formuliert der digitale Standard zum ganzheitlichen Outsourcen und Entwickeln. Darüber hinaus werden wir die Themen Technik, Finance, Legal und Qualitätsmanagement (QM) in einem Tool verbinden und nach agilen Zusammenarbeitsmethoden vollumfänglich abbilden. So können wir den Unternehmen Dienstleistungs- und Entwicklungsdaten, also Daten aus der Industrie, liefern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gab schon einige Herausforderungen, die wir meistern mussten. Eine der ersten war sicherlich der Aufbau eines hausinternen Systems: sämtliche kaufmännische und steuerliche Angelegenheiten mussten gemanagt werden, aber auch Themen wie Arbeitssicherheit und Versicherungen. Darüber hinaus ist es manchmal auch herausfordernd, wenn Kund:innen Start-ups nicht wirklich verstehen. Viele haben uns mit etablierten Lieferanten verglichen und sahen nicht, dass wir andere finanzielle Rahmenbedingungen und eine andere, innovative Herangehensweise an Aufgabenstellungen haben. Wenn Unternehmen keine:n passende:n Ansprechpartner:in haben, die sich konkret mit Start-ups befassen, ist es schwierig Zugang zu erhalten. Da einer unserer ersten Hauptkunden ein Original Equipment Manufacturer (OEM) war, hat uns die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Automobilkrise stark betroffen.   

Die Finanzierung haben wir primär über Family Offices gestemmt, aber auch auf Business Angels zurückgegriffen. 

Wer ist die Zielgruppe von simpressive?

Zu unserer Zielgruppe gehören sämtliche Unternehmen, die Dienstleistungen wie Entwicklung, Planung, Fertigung oder auch gewerbliche Themen im Werk- oder Dienstvertrag einkaufen. Dabei fokussieren wir uns auf Unternehmen, die Dienstleistungen in einem Umfang von mindestens 500.000 Euro jährlich vergeben. 

Wie funktioniert simpressive? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

simpressive arbeitet als Software as a Service (SaaS) und ist in der Lage auch mit ERP-Systemen vollumfänglich zu kommunizieren. Wir haben eine Lösung entwickelt, die Unternehmen dazu befähigt, komplexe Projekte durch ein neuartiges Verfahren zu beschreiben, zu bepreisen, zu bestellen und durchzuführen. In unserer Lösung haben wir auch das elDAS-Verfahren integriert und ermöglichen so die Fernsignatur. Damit vermeiden wir jegliche manuelle Brüche, die während des Prozesses entstehen können. Auch die gesamte Projektkommunikation und eine digitale Akte sind Teil unserer Lösung, sodass viele Exceltabellen und Tools nicht mehr gebraucht werden. Unser System versteht es, insbesondere agile Methoden und Ansichten praxisnah in der Durchführung einzusetzen. Wir liefern damit erstmalig die Möglichkeiten ganzheitlich agil zu arbeiten. 

simpressive, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind dabei ein System aufzusetzen, das auf Künstlicher Intelligenz basiert, um Kund:innen perspektivisch automatisch Verbesserungen anzubieten. Es werden dezidiert Aufwände und Themenfelder aufgezeigt, wo beispielsweise eine Entwicklung oder Tätigkeit nicht optimal erfolgt und wie eine Verbesserung erfolgen kann. Wir sehen uns in den kommenden fünf Jahren als der Standard für die einfache Vergabe und das Management von externen Dienstleistungen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Zuallererst ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema und den Kosten für den digitalen Vertrieb und das Marketing auseinanderzusetzen. Außerdem ist es empfehlenswert Investoren frühzeitig anzusprechen und für sich zu gewinnen. Denn die Laufzeit vom ersten Kennenlernen bis zur tatsächlichen Investition ist kaum planbar. Und zuletzt: Baut eine stets aktuelle Finanzplanung mit möglichen Szenarien auf!

Wir bedanken uns bei Boris Meyerdierks für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Neueste Beiträge

frischluft Fensterbrett Fenster Produkt bei Die Höhle der Löwen Benedikt Hartmann (r.) und Lukas Benkhoff präsentieren „frischluft Fensterbrett“, das mobile Fensterbrett. Sie erhoffen sich ein Investment von 170.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Bildcredits/Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Ein kleines Alltagsproblem mit größerer Wirkung?

0
frischluft Fensterbrett bringt ein durchdachtes Produkt rund um das Fenster in den Alltag und löst ein häufiges Problem beim Lüften. Am 13. April wird das Startup in der Sendung Die Höhle der Löwen zu sehen sein.
Steuer Start-ups Gewinn richtig planen Tomas Aksöz @ Steuerberatung Tomas Aksöz

Startklar für Wachstum