Sonntag, Mai 3, 2026
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Macht eure Hausaufgaben!

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Good News Magazin positven journalismus

Good News Magazin crossmediale Marke für positiven Journalismus

Stellen Sie sich und das Startup Good News Magazin doch kurz unseren Lesern vor!

Das Good News Magazin besteht derzeit aus uns drei Gründer:innen – David Gaedt, Lucia Lehmann und mir, Florian Vitello. Dazu kommt ein etwa 50-köpfiges Team aus freien, ehrenamtlichen Redakteur:innen David hat die Marke zunächst als reines Social-Media-Projekt gegründet. Über ein Stipendium habe ich ihn dann kennengelernt und wir haben beschlossen, das Good News Magazin gemeinsam weiter auszubauen. Ich selbst war bereits als Digitalberater für Non-Profit-Organisationen tätig, von daher hatte ich natürlich von Anfang an eine hohe Affinität zu Innovationen im Medienbereich.

Was macht das Good News Magazin? 

Das Good News Magazin ist die erste crossmediale Marke für positiven Journalismus. Wir bereiten erfreuliche und inspirierende Nachrichten auf und veröffentlichen diese über unser eigenes Onlinemagazin sowie in den sozialen Netzwerken. „Positiver Journalismus“ heißt dabei nicht, dass wir ausschließlich über rosarote Wolken berichten und alles Schlechte aus der Welt ausklammern. Wir beschäftigen uns beim Good News Magazin genauso mit der Realität wie andere Medien auch, versuchen jedoch in den Geschichten stets positive Aspekte herauszustellen und näher zu beleuchten. Kürzlich haben wir beispielsweise eine Reportage zum ehemaligen Flüchtlingscamp Moria veröffentlicht. Wir konzentrieren uns jedoch nicht darauf, ausschließlich die grausamen Umstände der Flucht darzustellen, sondern rücken in den Fokus, wie sich Menschen engagieren und versuchen, vor Ort zu helfen und zu unterstützen. Wir bieten dazu bewusst eine Ergänzung zu der bereits bestehenden Medienwelt, in der die Realität oft zu einer Dystopie verzerrt wird.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir im Gründerteam haben uns schon seit vielen Jahren ehrenamtlich für unterschiedliche Projekte engagiert. Dabei haben wir festgestellt: Wenn man wirklich etwas verändern möchte, muss man sein Ehrenamt zum Beruf machen. So können wir unsere Visionen nicht nur am Feierabend und somit quasi „nebenbei“ erfüllen, sondern uns gänzlich darauf konzentrieren. 

Welche Vision steckt dahinter?

Das Good News Magazin ist ein „Social Impact Business“. Uns geht es darum, eine echte Veränderung herbeizuführen, bestimmte Werte zu vermitteln und die Medienlandschaft zu bereichern sowie mitzugestalten. Bislang ist die Berichterstattung in Deutschland leider noch allzu häufig von Katastrophen und negativen Superlativen bestimmt – das wollen wir ändern. Wir beweisen schon jetzt: Nicht nur mit Terror, Tragödien und dem dritten T-Wort lassen sich große Reichweiten erzielen. Wir Menschen sehnen uns, von positiven Dingen umgeben zu sein – aus diesem Grund ist unsere Vision von dieser neuen Art des Journalismus kein Wunschdenken. Das Marktpotenzial ergibt sich sozusagen aus unserer Natur heraus.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir konnten von Anfang an sehr viele Menschen erreichen und haben viele positive Rückmeldungen bekommen. Für ein Unternehmen reicht das alleine aber natürlich noch nicht aus, denn die Reichweite muss auch genutzt werden, um positiven Journalismus als Genre zu etablieren. Die größte Herausforderung ist es dabei, ein breites B2B-Netzwerk aufzubauen und unsere Community im B2C-Bereich in zahlende Kund:innen zu konvertieren.  Zum Glück haben wir jedoch vom Journalismus Lab der Landesanstalt für Medien NRW erfahrene und fähige Mentor:innen und Coaches mit an die Hand bekommen, die uns dabei unterstützen, unser Geschäftsmodell tragfähiger und innovativer zu gestalten.

Wer ist die Zielgruppe?

Durch unsere langjährigen Erfahrungen mit unserer Marke in den sozialen Medien verfügen wir über ein recht genaues Bild von unserer Zielgruppe. Hauptsächlich sprechen wir mit unserem Angebot junge Frauen an, die gleichzeitig am Thema Nachhaltigkeit interessiert sind. Für die Zukunft ist es jedoch unsere Strategie, diese Zielgruppe auszuweiten. Wir wollen raus aus der Nische und rein in den Mainstream – denn positive Nachrichten sind für uns alle da!

Wie funktioniert das Good News Magazin? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Eine gleiche Marke hat es vorher im D-A-CH-Raum noch nicht gegeben, wir sind also Pioniere im Bereich positiver Journalismus. Unser klarer Vorteil ist, dass wir einen Journalismus anbieten, der über bloße Nachrichten hinausgeht, weil es den Menschen besser gehen soll, nachdem sie unser Medienangebot genutzt haben. Das Produkt, das wir anbieten, ist somit ein Kognitives! Ein wichtiger Faktor, der das Good News Magazin besonders macht, ist zudem unser crossmedialer Ansatz. Anders als viele etablierte Medien, die sich erst nach und nach verschiedene Kanäle erschlossen haben, wird unsere Marke von Anfang an so gedacht, dass sie über alle Ausspielwege funktioniert. So bieten wir mit „Weltaufgang“ einen eigenen Podcast, haben unsere Onlineplattform und nutzen die sozialen Netzwerke ausgiebig – und das nicht nur zur Zweitverwertung unserer Inhalte, sondern mit Unique Content explizit für die dort zu erreichende Zielgruppe,

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?  

In fünf Jahren wollen wir DIE Anlaufstelle für positive Nachrichten sein – nicht nur in Deutschland, sondern international. Dazu erarbeiten wir bereits ein Konzept, um das Good News Magazin künftig in weiteren Sprachen anbieten zu können. Unternehmerisch werden wir eine Plattform sein, die vielen ökologisch und sozial nachhaltigen Menschen, Marken und Produkten eine Stimme gibt. Zudem träumen wir davon, neben unseren digitalen Inhalten langfristig auch ein hochwertiges Print-Magazin auf den Markt zu bringen. Auch wenn immer wieder vom Ende der Printprodukte die Rede ist, sind wir fest davon überzeugt, dass es einen großen Markt für qualitative Magazine mit einem klaren Fokus und deutlichen USPs gibt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Tut euch mit Leuten zusammen, die etwas ähnliches machen! Kooperiert, erschafft gemeinsam und helft euch gegenseitig dabei, eure Visionen in die Tat umzusetzen.
  2. Macht eure Hausaufgaben! Informiert euch über eure Branche, macht eine gründliche Marktanalyse und findet alles heraus – von der Beschaffenheit der Zielgruppe bis hin zum richtigen Pricing.
  3. Habt Geduld! Wer wirklich Erfolg haben will, braucht einen langen Atem. Ich bin selbst ein extrem ungeduldiger Mensch und weiß daher, wovon ich rede. Mit großer Wahrscheinlichkeit kommen auch magere Zeiten. Das ist ganz normal. Aber wenn du ein gutes Bauchgefühl hast, dann bleib am Ball und du wirst für diene Ausdauer belohnt werden.

Wir bedanken uns bei Florian Vitello für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kosteneffizienz im Business: Stellschrauben für Gründer

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Kosteneffizienz Business: Stellschrauben Gründer

Die Rechnung ist einfach: Nimmt das eigene Unternehmen mehr Geld ein als es ausgibt, ist das gut. Was in der Theorie stimmig klingt, ist in der Praxis nicht immer umsetzbar. Vor allem in den ersten Monaten nach der Gründung muss das Startup seine Kosten tragen, kann aber häufig noch keine großartigen Geldeingänge verbuchen. Dieses Time Lag will ebenso überwunden werden, wie eventuelle Ausfälle nach dem ersten großen Erfolg. Vor allem die Fixkosten sind es, die regelmäßig zu Buche schlagen – unabhängig davon, wie viel Geld wieder in die Kasse gespült wird. Auch wenn das Business richtig gut läuft, lohnt sich deshalb ein Blick auf diese regelmäßigen Betriebsausgaben.

Verträge mit Bedacht abschließen

Als Gründer möchte man von allem das Beste für sein Unternehmen – das ist nachvollziehbar und gut so. Doch das, was am besten ist, muss nicht immer das sein, was am teuersten ist.

Geschäftskonto: Vergleichen lohnt sich

Wer beispielsweise beste Business Konten im Vergleich recherchiert, stellt schnell fest: Immer mehr Banken bieten auch Geschäftskunden ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren. Beim Blick auf die enthaltenen Dienstleistungen sind viele Unternehmer überrascht – Abstriche muss man auch bei vielen gratis Geschäftskonten nicht machen. Es muss also nicht immer das teure Business Konto bei der hiesigen Hausbank sein. Viel wichtiger ist es, dass der Gründer Angebote vergleicht und diejenigen herausfiltert, welche Services beinhalten, auf die er im Geschäftsalltag nicht verzichten kann.

Gastronomen und Einzelhändler sollten dabei zum Beispiel großes Augenmerk darauflegen, dass die kostenlose Bargeldabhebung in der Nähe möglich ist, dass die Möglichkeit besteht, Wechselgeld zu bekommen und regelmäßige Einzahlungen unkompliziert abzuwickeln. Für Betreiber von Online Shops liegt der Fokus hingegen darauf, dass Geldtransaktionen wie Zahlungseingänge von Kunden, kostenfrei sind. Ein Geschäftskonto sollte immer so individuell sein wie das Startup, welches es nutzt.

Freelancer: Flexible Mitarbeiter

In vielen Betrieben schlagen Lohn- und Gehaltszahlungen ordentlich zu Buche. Diese Ausgaben sollten sich im besten Fall durch Einnahmen wieder relativieren. Doch gerade im Anfangsstadium nach der Gründung bleibt dieser Relativierungsprozess noch aus. Wer dennoch Arbeit auf Dritte ausverlagern muss, diesen aber noch keine feste Auslastung bieten kann, tut deshalb oft gut daran, motivierte Personen als Freiberufler zu engagieren. Der Vorteil: Im Wettbewerb um einen guten Auftrag finden sich meist viele Profis, so dass der Gründer von der Expertise seines Freelancers profitiert. Fällt weniger Arbeit an, verursacht der Freelancer keine Kosten, dennoch besteht aber häufig die Option, diesen als freien Mitarbeiter vertraglich an das Unternehmen zu binden – beispielsweise indem man ihm eine gewisse Mindestauslastung zusichert oder Stunden bei ihm reserviert.

Der Vorteil: Der Gründer kann sich überlegen, welche Arbeiten er auslagern möchte, ohne dabei auf Biegen und Brechen eine klare Stelle zu definieren und zu schaffen.

Besonders gerne verlagern Startups die folgenden Bereiche aus und vergeben diese an sogenannte VAs, virtuelle Assistenten:
  • Backoffice, Terminplanung, Geschäftsreiseplanung, vorbereitende Buchhaltung
  • Auftragsabwicklung mit Angebotserstellung, Auftragserfassung, Versandvorbereitung und Rechnungsstellung
  • Kunden Service mit Beantworten von Kundenanfragen per E-Mail, Telefon oder Social Media
  • Website Spezialisten für die Erstellung von Grafiken, Layouts und der gesamten Homepage
  • Experten für Online Shop Aufbau und Pflege
  • SEO Texter für das Erstellen werbewirksamer Texte auf eigener Homepage oder auf anderen Websites (Stichwort Linkbuilding)
  • Social Media Manager für die Erstellung von Content und die Community Pflege, teilweise samt Anbahnung von Influencer Kampagnen

Coworking und Homeoffice statt Mietbüro

Zugegeben, es ist toll, eine feste Base für sein Startup zu haben – idealerweise passt der Stil der Einrichtung perfekt zur Message des Unternehmens. Viele Gründer machen sich deshalb schon früh auf die Suche nach passenden Räumlichkeiten – diese verursachen dann Kosten, unabhängig davon, wie viele Mitarbeiter tatsächlich arbeiten oder wie gut das Business gerade läuft.

Durch die Krise nutzen immer mehr Unternehmen ohnehin Office – vor allem in jungen und volatilen Startups kann man diesen Trend gut beibehalten. Natürlich kann eine enge Zusammenarbeit den kreativen Prozess stark fördern – in diesem Rahmen kommt beispielsweise das Anmieten von Büroplätzen in einem Coworking Space in Frage. Wer die starke Motivation von Mitarbeitern und Freelancern fördern möchte, kann ortsunabhängige Remote Jobs anbieten und es Mitarbeitern ermöglichen, auf Reisen zu gehen

Bildquelle: pexels

Autor: Ina Geißler

Kosteneffizienz im Business: Stellschrauben für Gründer

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Agil, flexibel und dynamisch bleiben

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paperless dokumente

Paperless: Dokumente erstellen,versenden, signieren und archivieren. All-in-One-Lösung, die den Dokumenten-Workflow ganzheitlich digitalisiert

Stellen Sie sich und das Startup Paperless doch kurz unseren Lesern vor!

Dokumente und Verträge stellen den Mittelpunkt des gesamten Geschäftslebens dar. Das ist ein riesiger Markt und die bestehenden Produkte sind nicht zeitgemäß. Das wollen wir ändern! Wir helfen also Unternehmen beim Umstieg von Papier- und PDF-basierten Prozessen zu einer Online-Lösung, mit der sie intelligente Dokumente auf einer Plattform erstellen, elektronisch signieren und verwalten können. Als Entrepreneur in Residence ist es meine Aufgabe die Go-To-Market Strategie, also alles was nach außen in den Markt kommuniziert wird, zu planen und umzusetzen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Paperless ist bereits das zweite Start Up der beiden Gründer Jan und Sebastian. In Ihrem ersten Unternehmen, das heute bereits erfolgreich läuft, unterstützen die Beiden mit ihrer Kundenbindungssoftware mehr als 1.000 lokale Geschäfte und sorgen dafür, dass 1 Million Nutzer täglich in ihren Lieblingsläden für ihre Treue belohnt werden.

In diesem Kontext sind die Beiden auf Herausforderungen gestoßen: Das manuelle Versenden und Abwickeln von Verträgen ist enorm zeitaufwendig, fehleranfällig und intransparent. Eine große Fehlerquelle lag in der Erfassung von Daten, da Verträge ausgedruckt, handschriftlich ausgefüllt bzw. unterschrieben und per Scan oder Bild zurückgeschickt wurden. Das ist nicht nur juristisch angreifbar, sondern auch für Sender und Empfänger unnötig aufwendig.

Selbst kleinste Änderungen in den Verträgen stellen eine große und zeitintensive Aufgabe dar. Diese Probleme haben sich nach Gesprächen mit dutzenden Unternehmen aus verschiedensten Branchen und Unternehmensgrößen als allgegenwärtig bestätigt.

Zudem verrät der Blick auf die heutigen Marktbegleiter von Paperless schnell, dass die bestehenden Lösungen das Problem entweder nur teilweise abdecken, die Daten auf amerikanischen Servern gehostet werden (Stichwort „Schrems II“) oder die UI/UX der Lösungen nicht zufriedenstellend ist. So entstand die Idee eine eigene Lösung zu entwickeln, die den gesamten Vereinbarungsprozess optimiert und Kunden das Ausfüllen und Unterzeichnen auf allen Endgeräten ermöglicht.

Welche Vision steckt hinter Paperless?

Wir wollen der Standard für reibungslose digitale Dokumenten- und E-Signature-Workflows für jedes Unternehmen werden. Wir haben gesehen, wie wir mit Paperless durch modernes Vereinbarungsmanagement auf Basis intelligenter Dokumente das Onboarding neuer Kunden von rund 30 Minuten Aufwand auf weniger als eine Minute reduzieren konnten. Es ist unser Ziel mit Paperless, solche Produktivitätssteigerungen nun für Unternehmen aller Art zu ermöglichen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es gibt unfassbar viele unterschiedliche Anwendungsfälle und Geschäftsprozesse, welche auf Dokumenten und Vereinbarungen beruhen. Unsere Herausforderung als Anbieter ist es nun eine Lösung zu schaffen, die all diesen Anforderungen auf einer technischen Basis gerecht wird.

Aktuell läuft die Pilotphase, um möglichst viel Feedback einzusammeln und unseren Product-Market-Fit zu finden. Hierbei besteht die Herausforderung Branchen und Anwendungsfälle zu identifizieren, für die Paperless im aktuellen Stadium optimal Mehrwert leisten kann, um dann schnell Traction aufzubauen.

Finanziert ist Paperless aus einem Mix von Darlehen aus dem privaten Umfeld und Eigenkapital der beiden Gründer. In ca. 12 Monaten planen wir unsere Series A. Bis dahin müssen wir noch einige wichtige Meilensteine erreichen.

Wer ist die Zielgruppe von Paperless?

Grundsätzlich hat jedes Unternehmen und jede Abteilung mit Verträgen zu tun und ist somit ein möglicher Nutzer von Paperless. Je nach Frequenz und Anzahl der Verträge muss das Investment dann natürlich abgewogen werden.

Wir konnten jedoch beobachten, dass unsere Lösung insbesondere bei StartUps und in der Old Economy Anklang findet. Die StartUps suchen sehr häufig nach innovativen Lösungen, die den gesamten Lifecycle eines Dokuments abdecken, um kostbare Zeit im Aufbau des Unternehmens zu sparen – die „Old Economy“, also Unternehmen aus der Maschinenbau-, Immobilien-, Chemie- oder Automobilindustrie sind oftmals noch stark an Papier gebunden und suchen nun, auch aufgrund der Pandemie, nach digitalen Lösungen. Auch Steuerberater, die tagtäglich mit Formularen arbeiten, können sich viel Zeit durch den Einsatz der Lösung sparen.

Durch stetige Tests in verschiedenen Branchen und unterschiedlichen Unternehmensgrößen werden wir versuchen ein noch besseres Bild über unser ICP (Ideal Customer Profil) zu erhalten.

Wie funktioniert Paperless? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit Paperless können Dokumente direkt erstellt, versendet, signiert und archiviert werden. Es handelt sich um eine All-in-One-Lösung, die den Dokumenten-Workflow ganzheitlich digitalisiert. Im Vergleich zu anderen Lösungen wählen wir einen viel moderneren technologischen Ansatz: Wir versuchen nicht, PDFs ausfüllbar zu machen. Mit Paperless werden Dokumente in einem eigenen No-Code-Editor erstellt, ähnlich wie in Word oder Google Docs. Hier sind alle notwendigen Formularfelder, um Daten zu erfassen oder Unterschriften einzuholen integriert.

Es wird kein Word, Papier, Stifte, Scanner, PDF-Reader, Ordner und Büroraum mehr benötigt. Das Ausfüllen funktioniert bequem und rechtssicher von jedem Gerät aus und ist nahtlos in bestehende Prozesse integriert.

Paperless, wo geht der Weg hin?

Aktuell steht die Neukundengewinnung und die Optimierung der Plattform im Vordergrund. Um beide Ziele zu erreichen, haben wir uns für eine Pilotphase entschlossen. Aktuell nutzen etwa 100 Unternehmen die Lösung und wir erhalten fortlaufend Feedback. Das ist insofern sinnvoll, als dass wir dadurch extrem spannende Erkenntnisse gewinnen und darauf basierend im nächsten Schritt die Marketing- und Vertriebsaktivität abstimmen können.

In den kommenden Monaten wird das Paperless Team vor allem in den Bereichen Tech und Go-To-Market weiter wachsen.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir werden agil und kundenorientiert weiter an unserer Plattform arbeiten, um die vielfältigen Probleme rund um Dokumente und Vereinbarungen im Geschäftsleben zu lösen. Sobald wir unseren Sweetspot im Markt gefunden haben, ist das Ziel die Marktführerschaft in diesem Segment. Wir sind zuversichtlich, dass wir in fünf Jahren die Go-To-Lösung für smartes Vereinbarungsmanagament für moderne Unternehmen sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Agil, flexibel und dynamisch bleiben:

Wachstum kann nur dann ermöglicht werden, wenn das Unternehmen stets agil bleibt und somit auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren und die Wachstumsstrategie darauf anpassen kann. So hat uns die globale Corona-Pandemie gezeigt, dass sich die gesamte Geschäftswelt, der Markt und das Kaufverhalten in kürzester Zeit beispiellos ändern können und Unternehmen auf unerwartete Änderungen reagieren müssen, um sich zu etablieren oder weiterhin am Markt bestehen zu bleiben.

Experimentieren:

Eine Kultur des Experimentierens sollte fest im Unternehmen verankert sein und die Experimentierfreudigkeit von allen Mitarbeitern gelebt werden. Es gibt keine Strategie, die direkt ab dem Zeitpunkt der Gründung des Unternehmens funktioniert und sich positiv auf das Wachstum auswirkt. Durch das Experimentieren und Testen von neuen Strategien kann dann die Strategie gefunden werden, die das Unternehmen quantitativ und qualitativ wachsen lässt. Wichtig ist hier, dass fortlaufend analysiert wird, welche der Handlungen Früchte tragen.

Optimieren, was funktioniert:

Wenn eine Strategie gefunden wurde, die sich positiv auf das Unternehmen auswirkt, gilt es diese weiter zu verfolgen und diese zu festigen.

Wir bedanken uns bei Jacob Engels für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Paperless

Kontakt:

Paperless GmbH
Große Friedbergerstraße 13-17
DE-60313 Frankfurt

www.paperless.io/de
jacob.engels@paperless.io

Ansprechpartner: Jacob Engels

Social Media:
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/paperlesshq
Crunchbase: https://www.crunchbase.com/organization/paperless-1bf5
Medium: https://paperless-io.medium.com/

Mischung aus Flexibilität und Sturheit

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ajuma UV-Bodyguard UV-Messgerät Höhle der Löwen

Annette Barth und Julian Meyer-Arnek Gründer von ajuma, UV-Bodyguard, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup ajuma doch kurz vor!

Wir von ajuma wollen ein Bewusstsein für den gesunden Umgang mit der Sonne schaffen! Dafür haben wir den UV-Bodyguard entwickelt.

Der UV-Bodyguard ist ein kleines smartes UV-Messgerät, das mit einer App  kombiniert wird. In der App kann ich jederzeit sehen, wie stark die Sonne gerade ist, wie ich mich am besten schützen sollte, und ich bekomme eine individuell auf mich zurechtgeschnittene Empfehlung, wie lange ich maximal in der Sonne bleiben kann.

In der App kann ich meinen Hauttyp und den Lichtschutzfaktor meiner Sonnencreme eingeben. Das Besondere dabei ist, dass wir UV-Messdaten und Satellitendaten wie beispielsweise Ozonwerte kombinieren, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Es geht um die individuell gesunde Sonnendosis! So kann ich mein Sonnenbrandrisiko reduzieren, und ich tue auch langfristig meiner Haut etwas Gutes und kann mein (UV-bedingtes) Hautkrebsrisiko reduzieren. Aber es geht nicht nur um zu viel UV, sondern auch um zu wenig UV, denn wir brauchen genug Sonnenlicht, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Und Vitamin D wiederum hat einen positiven Effekt auf unsere Knochen, unser Wohlbefinden und unser Immunsystem.

Wie ist die Idee zu ajuma entstanden?

Annette war immer schon sehr sonnenempfindlich. Und hat den Klassiker auch schon mehr als einmal erlebt: Es ist ein windiger, leicht bewölkter Tag am Strand, es ist nicht besonders warm, und am Abend… Sonnenbrand. Julian arbeitet schon lange als Wissenschaftler in der Atmosphärenforschung und kennt sich mit dem Thema UV bestens aus. Als unser gemeinsames Kind geboren wurde, wollten wir es bestmöglich schützen und dabei als Familie weiterhin draußen aktiv sein. Nachdem wir nichts Passendes gefunden haben, haben wir uns – erst mal nur für uns selbst – an die Entwicklung gemacht. 

Welche Vision steckt hinter ajuma ?

Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, wie stark die Sonne gerade ist und wie man sich am besten schützen sollte. Denn wir können die UV-Strahlung weder sehen noch fühlen, weil wir kein Sinnesorgan dafür haben, aber dennoch ist sie da. Durch einen bewussten Umgang mit der Sonne wollen wir dabei helfen, nicht nur Sonnenbrand, sondern auch das umweltbedingte Hautkrebsrisiko zu reduzieren. 

Natürlich ist Sonne in Maßen gesund und macht gute Laune, denn sie sorgt dafür, dass unser Körper Vitamin D bilden kann. Und das ist gut für die Knochen und das Immunsystem. Uns geht es um die gesunde UV-Dosis, also weder zu wenig noch zu viel Sonne. 

Wer ist die Zielgruppe von ajuma?

Wir richten uns vor allem an Familien, an gesundheitsbewusste Outdoorfans und Sportler, aber auch an sonnenempfindliche Menschen oder Menschen mit Hautkrebs-Vorerfahrungen und an alle, die auf einen bewussten Umgang mit Sonne achten wollen oder müssen. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Tatsächlich hat „Die Höhle der Löwen“ uns gefunden! Wir waren als Familie unterwegs und haben einen Anruf bekommen. Ich dachte im ersten Moment an König der Löwen…  wir haben uns riesig gefreut, weil wir eine Teilnahme an „Die Höhle der Löwen“ zu diesem relativ frühen Zeitpunkt noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Also haben wir unsere Bewerbungsunterlagen eingereicht und konnten schließlich vor den Löwen pitchen. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns tatsächlich gar nicht so sehr darauf vorbereitet. Klar ist es wichtig, einen guten Businessplan zu haben und seine Zahlen zu kennen, aber den hatten wir ja sowieso schon. Uns war es wichtig, dass wir einfach nur wir selbst sind, deswegen haben wir uns auch nicht extra Pitches von anderen Start Ups vorab angeschaut. Wir haben uns da einfach auf uns selbst konzentriert.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Das motiviert uns natürlich sehr! Als wir zum Pitch angetreten sind, war uns noch gar nicht klar, was das eigentlich bedeutet. Somit freuen wir uns riesig, dass wir das geschafft haben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf den UV-Bodyguard aufmerksam werden?

Es ist eine wirklich tolle Chance, dass wir unseren UV-Bodyguard in der Höhle der Löwen vorstellen dürfen! Gerade als Start Up ist es so wichtig, überhaupt wahrgenommen zu werden und Aufmerksamkeit zu bekommen. Ein Tech-Produkt zu entwickeln und wie wir lokal in Deutschland zu produzieren, ist erst mal sehr aufwändig und teuer. Und es dann bekannt zu machen, ist dann fast genauso aufwändig und teuer, und da ist die Unterstützung durch die Löwen selbst und die Höhle der Löwen sooo wichtig und wertvoll. Wir sind  ganz überwältigt vom Presseecho und vom positiven Feedback, das wir bisher  schon bekommen haben!

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?


Wir hatten eigentlich zwei Investoren im Fokus, Carsten Maschmeyer, weil er ein erfahrener Tech Investor ist, oder Nils Glagau, weil er aus dem Gesundheitsbereich kommt und da gut vernetzt ist. 

ajuma, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Im Moment sind wir in DACH gut vertreten, haben aber schon einige internationale Vertriebsanfragen, sowohl aus Europa als auch darüber hinaus, aus Japan oder Vietnam beispielsweise. Wir wollen uns weiter in Richtung internationaler Märkte entwickeln, und natürlich auch unser Produkt weiterentwickeln, und zwar in Richtung Arbeitsschutz und medizinische Anwendungen. Wir haben noch richtig viel vor!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Das Allerwichtigste finde ich: netzwerken! Wir haben im Inkubator der Hochschule München, beim SCE, angefangen, und sind jetzt im Programm esa BIC. Über diese Netzwerke hatten wir schnell Kontakt zu erfahrenen Gründern und Coaches, die uns mit Tipps und Kontakten zu Finanzierung und Entwicklung weiter geholfen haben. Gerade als Gründer ist alles neu, und da kann man wirklich nicht das Rad ständig alleine neu erfinden. Hole dir Tipps und Meinungen, sprich mit möglichst vielen Leuten, so bekommst du ein besseres Gefühl für dein Produkt, Finanzierungsmöglichkeiten oder Unterstützungsangebote.

Das Zweite, was ich wichtig finde: Entscheide, was du wirklich alleine tun kannst und willst, und was du nach außen geben musst. Das ist erst mal schwieriger als es klingt, denn am Anfang fehlt das Geld, und oft auch die Erfahrung, was da noch für Fallstricke im Detail lauern.

Du solltest auf jeden Fall eine Vision haben: wie soll dein Produkt aussehen, was soll es können und auch was nicht. Wichtig ist, diese Vision immer wieder kritisch zu hinterfragen, flexibel zu bleiben und nicht an deiner Vision um jeden Preis festzukleben, aber dich gleichzeitig nicht von jeder einzelnen Meinung beeinflussen zu lassen. Also mit anderen Worten: eine gute Mischung aus Flexibilität und Sturheit hinzukriegen!

Annette Barth und Julian Meyer-Arnek aus München präsentieren den UV-Bodyguard ajuma. Sie erhoffen sich ein Investment von 110.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Sehen Sie ajuma am 03.Mai 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Annette Barth und Julian Meyer-Arnek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ruhe bewahren, immer wieder reflektieren und fokussieren

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Laori alkoholfreien Gin Höhle der Löwen

Stella-Oriana Strüfing und Christian Zimmermann Gründer von Laori, einem alkoholfreien Gin, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Laori doch kurz vor!

Laori ist die Marke für alkoholfreie Alternativen zu bekannten Spirituosen und wurde im September 2019 von Stella-Oriana Strüfing und Christian Zimmermann in Berlin gegründet. Das erste Produkt ist mit Laori Juniper No 1 die alkoholfreie Alternative zu Gin, die auf natürliche Weise den Geruch und Geschmack von Gin nachstellt. Von Laori & Tonic bis Laori Basil Smash steht guten alkoholfreien Drinks nichts mehr im Weg. Das Produkt entsteht in Anlehnung an die traditionelle Parfümdestillation in Frankreich in einem innovativen Herstellverfahren.

Wie ist die Idee zu Laori entstanden?

Wir nennen es ganz gerne die Schnapsidee ohne den Schnaps, denn die Idee entstand in einer Bar. Unsere Gründerin Stella saß eines Abends mit Freunden in einer Berliner Bar und wollte keinen Alkohol trinken. Die Alternativen waren ihr mit Limo, alkoholfreien Saft-Cocktails und Wasser zu süß und langweilig. „Ich will doch einfach nur einen Gin & Tonic ohne Alkohol“ rief sie aus, doch so etwas gab es nicht. Die Idee ließ sie nicht mehr los und sie begann in ihrer eigenen Küche zu destillieren. Später kam Christian dazu, der mit seiner Expertise als Lebensmitteltechnologe die Produktentwicklung auf ein neues Level hob.

Welche Vision steckt hinter Laori?

Für uns steht Genuss an erster Stelle. Wir glauben, dass es möglich ist, leckere alkoholfreie Getränke für Erwachsene zu erschaffen. Natürlich und ohne Kompromisse im Geschmack. Mit unseren Getränken schaffen wir gleichwertige Trinkerlebnisse zu alkoholischen Getränken und dadurch eine aktive Wahlmöglichkeit, wo keine ist. Ziel ist es alkoholfrei auf eine Ebene mit Alkohol zu heben und eine alkoholfreie Trinkkultur in der Gesellschaft zu schaffen. 

Wer ist die Zielgruppe von Laori?

Die Zielgruppe von Laori ist groß und vielfältig. Laori ist für Jeden, der aktiv auf Alkohol verzichten möchte, aber trotzdem gern einen guten und spannenden Drink schätzt. Ob das temporär oder dauerhaft ist, spielt dabei keine Rolle, Anlässe dafür gibt es genug. Sei es, das man seinem Körper etwas Gutes tun will und aktiv verzichtet, man noch Autofahren muss oder aus gesundheitlichen Gründen. Mit Laori hat man einen guten Drink ohne verzichten zu müssen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Laori passt einfach richtig gut in die Sendung und wir wollten die neue und noch recht unbekannte Kategorie der alkoholfreien Alternativen einem breiten Publikum zugänglich machen.

Zudem ist die jahrelange Erfahrung und Expertise der Löwen eine Marke vom Pitch ins Regal und zum Konsumenten zu bringen von unschätzbarem Wert. Einen der Löwen zu überzeugen und Laori richtig groß zu machen ist das Ziel.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben einen Pitch geschrieben und uns intensiv mit dem Team von DHDL ausgetauscht. Kameratraining, wie trete ich auf, wir wirken wir als Team, wie mixen wir die Drinks und wie sieht ein überzeugendes Setting aus. All das waren Themen, die wir im Vorfeld ausführlich besprochen und geplant haben.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Für uns ist das Ganze noch nicht real. Wir haben so lange darüber geschwiegen, dass wir erst jetzt langsam merken, dass es nun wirklich passiert. Wir sind noch total überwältigt von der Aufregung und der positiven Resonanz.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Laori aufmerksam werden?

Der Auftritt und die Plattform ist für uns als Unternehmen, aber auch für die gesamte Kategorie der alkoholfreien Alternativen zu Spirituosen ein Meilenstein. Noch nie haben so viele Menschen gleichzeitig von dieser immer noch neuen Kategorie gehört und können sich jetzt selbst davon überzeugen, dass es leckere alkoholfreie Drinks geben kann. Dass Laori dabei im Mittelpunkt steht, freut uns enorm. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir wünschen uns Ralf Dümmel oder Dagmar Wöhrl, ihre Erfahrung und Wissen würden uns enorm weiterhelfen. Ralf Dümmel speziell mit seiner jahrelangen Vertriebs- und Vermarktungsexpertise sowie Zugang zu einem umfangreichen Multichannel-Netzwerk, wäre ein sehr guter Partner für uns. Aber auch Dagmar Wöhrl mit ihrem Zugang zur Gastronomie- bzw. Hotelbranche kann eine tolle Ergänzung für das Team sein. 

Laori wo geht der Weg hin? 

Nach oben. Wir launchen mehr Produkte, zeigen das gute und natürlich Drinks ohne Alkohol möglich sind und wir keinen Alkohol brauchen, wenn die Alternativen gut genug sind.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen eine ganze Range an alkoholfreien Getränken von Laori, die es in vielen Ländern zu kaufen gibt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Gerade zu Beginn einer Gründung läuft alles gleichzeitig. Das heißt es Ruhe bewahren, immer wieder reflektieren und fokussieren. Probleme lösen, wenn sie auftauchen und nicht schon vorher den Kopf zerbrechen. 

Mut haben, wenn du es nicht versucht hast, weißt du nicht, ob es funktioniert. 

Alle Prozesse durchdenken und einen guten Plan machen. Dem Plan folgen und konsequent abarbeiten.

Stella-Oriana Strüfing und Christian Zimmermann aus Berlin präsentieren mit Laori einen alkoholfreien Gin. Sie erhoffen sich ein Investment von 175.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Laori am 03.Mai 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Stella-Oriana Strüfing und Christian Zimmermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Erfolg ist stets eine Verabredung mit dem richtigen Zeitpunkt

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Michael Heide SmartQ Tapezierbürste Höhle der Löwen

Michael Heide Gründer von SmartQ, innovative und clevere Haushalts und Tapezierbürste, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mein Name ist Michael Heide und ich bin der Erfinder der Tapezier- und Haushaltsbürste von smartQ. Ich bin 52 Jahre jung, seit über 27 Jahren in meinem Beruf tätig und selbstständiger Handwerker seit über 14 Jahren. Mein Startup – die smartQ Werkzeuge GmbH – habe ich zusammen mit meiner Frau Christina und meiner Tochter Yasemin langsam und sicher aufgebaut. 

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Michael Heide: Im Jahr 2008 hatte ich während meines Jobs als Maler und Tapezierer die Idee für ein besseres Werkzeug für Tapezierarbeiten. Meine Hände schmerzten jeden Tag nach der Arbeit und das Problem war bekannt, denn meine Kollegen hatten das seit Jahren. So wollte ich nicht weiterarbeiten. Da die gängigen Modelle veraltet waren, wollte ich eine völlig neue Tapezierbürste. Ein Werkzeug mit einem geformten Griff, der perfekt in der Hand liegt und das Arbeiten in jeglicher Hinsicht verbessert. Die ersten Prototypen und das positive Feedback vieler Kollegen, Freunde und Familie haben mich schnell überzeugt und motiviert, mein Startup zu gründen. Meine ganz persönliche Gründergeschichte habe ich nun als Taschenbuch geschrieben. „EINMAL ZUM MOND BITTE“ erscheint Mitte Mai 2021 und ist bei Thalia, Weltbild, Amazon und anderen erhältlich. Darin beschreibe ich unseren langen und steinigen Weg von der ersten Zeichnung, bis mein Produkt dann endlich im Regal stand. Damit möchte ich anderen Gründern Mut machen.

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Michael Heide: Wer schon einmal selbst tapeziert hat weiß, wie anstrengend diese Arbeit sein kann. Du stehst auf der Leiter und brauchst beide Hände zum Fixieren der Tapete. Dein Tapezierwerkzeug fällt auf den Boden, weil du selten eine Ablagemöglichkeit dafür hast. Das ist der Klassiker, viele kennen das Szenario. Also wieder runter von der Leiter und das Ganze geht von vorne los. Ein Blick auf den Markt zeigte, dass es kein richtiges Tapezierwerkzeug gab, das wirklich gut in der Hand lag. Dies wurde jahrelang kaum hinterfragt. Das wollte ich ändern. Herausgekommen ist eine clevere Tapezier- und Haushaltsbürste mit einem tollen Design. 

Dass die Bürste auch im Haushalt viele Anwendungsbereiche abdeckt, hat sich mit der Zeit herausgestellt. Meine Tochter Yasemin nutzt diese Bürste seit Jahren, um Kindersitze im Auto von allem möglichen Dingen zu befreien. Freunde und Kollegen haben mir schon vor Jahren mitgeteilt, dass die Bürste auch super für den Haushalt oder Gartenbereich zu nutzen sei. Mein Schwiegersohn Philipp säubert regelmäßig den Kofferraum von seinem Auto und seine Fußmatten mit der Bürste. Meine Schwester säubert damit ihren Pferdehänger, wenn sie von Turnieren kommt. All diese Anwendungsmöglichkeiten haben mich verblüfft. Und es gibt wahrscheinlich noch viele weitere Situationen, in der die smartQ-Bürste das Leben erleichtern kann. 

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Alle, die eine Erleichterung beim Tapezieren oder der Garten- und Haushaltsarbeit herbeisehnen. Die Anwendungsbereiche kann ja jeder selbst für sich festlegen. Bestimmt gibt es noch viel mehr Anwendungsmöglichkeiten. Diese Erfahrung ist echt toll. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Michael Heide: Im Jahr 2017 hatte unser Produkt die Serienreife erreicht. Also produzierten wir erstmals auf eigene Kosten in Deutschland und platzierten unser innovatives Produkt auf dem Markt. Das ging eigentlich relativ schnell. Meine Strategie ging auf, was auch gut war, denn der Löwenanteil meines gesamten Kapitals von ca. 120.000 Euro war bereits in Produktentwicklung, Formenbau, Konstrukteure, Marketing, Webseite u.v.m. geflossen. Wir haben jahrelang auf vieles verzichten müssen, haben grenzlosen Optimismus und Durchhaltevermögen bewiesen. Jetzt brauchen wir einfach Unterstützung. Und da wir seit der ersten Stunde Fans von „Die Höhle der Löwen“ sind, kam uns schnell die Idee, sich zu bewerben. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Ich habe mit meiner Tochter Yasemin den Pitch mehrfach meiner Frau vorgetragen. Als die Entscheidung stand, dass ich alleine in die Löwenhöhle gehen werde, habe ich das ehrliche Feedback nun auch von meiner Tochter erhalten. Geradestehen, Gesicht nach vorn, deutlich sprechen – eine lustige und spannende Zeit. 

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie? 

Michael Heide: Meine Entscheidung mitzumachen war spontan. Immer wenn wir „Die Höhle der Löwen“ geguckt haben hieß es: Da müssen wir auch mal hin. Dabei blieb es zunächst auch, bis wir uns irgendwann ein Herz gefasst haben und uns bewarben. Als die Zusage für den Auftritt erfolgte, sind wir alle ausgeflippt. Da stehen Gründer wie du und ich, und wir alle sprechen eine Sprache. Das war sehr motivierend. So eine Gründung verläuft eben nicht immer wie im Bilderbuch. Das ist manchmal ein ständiges Auf und Ab. Die „Löwen“ sind erfahrene Geschäftsleute mit einem riesigen Netzwerk – perfekt für eine optimale Vermarktung. Der neue Markteintritt mit solch einer Vertriebspower durch die „Löwen“ wäre der Aufschlag, den sich jeder Gründer nur wünschen kann.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf smartQ aufmerksam werden?

Dieser Schritt war sehr wichtig für uns als Familie. Seit vielen Jahren bin ich selbstständiger Handwerker und arbeite separat mit meiner Frau in unserem kleinen Startup smartQ alle Aufgaben ab, die du als Gründer bewerkstelligen musst. Also eigentlich ein 24 Stunden Fulltime-Job. Wenn ich mal Luft habe, telefoniere ich meine Kundenlisten ab und fahre mit dem Auto quer durch Deutschland, um meine marktreife Erfindung in die Regale der Großhändler zu bringen. Das habe ich viele Jahre lang gemacht, aber mit der Zeit stößt du an deine Grenzen. Es ist ein stetiger Kampf, bei dem wir uns nun Unterstützung erhoffen. Das ist für uns eine Riesenchance.  

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Ralf Dümmel wäre der perfekte Partner für uns. Ich hoffe sehr, dass ich ihn überzeugen kann. Das wäre schon verrückt.  

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Sollten wir einen Deal bekommen, dann hoffe ich, dass wir mit der Löwenpower in den nächsten Jahren ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen und jeder in den Genuss kommen kann, mit meinem multifunktionalen Tool zu arbeiten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben?

Michael heide: Meine Gründergeschichte erscheint als Taschenbuch „Der Flug zum Mond“ Mitte Mai 2021 und ist bei Amazon erhältlich. Darin beschreibe ich meinen steinigen Weg von der ersten Zeichnung, bis mein Produkt dann endlich im Regal hing. Damit möchte ich anderen Gründern Mut machen und sagen: haltet durch. Was könnte ich an Tipps weitergeben? Als Erstes solltet ihr von eurer Idee fest überzeugt sein und nicht so viel darauf geben, was andere sagen. Schaut euch den Markt und das Potenzial für eine erfolgreiche Skalierung an. Bleibt immer realistisch und auf dem Boden. Malt euch nichts schön, ihr werdet härter und länger arbeiten als ihr denkt. Ihr benötigt einen grenzenlosen Optimismus und permanentes Durchhaltevermögen. Ein entsprechendes Netzwerk solltet ihr euch separat aufbauen. Erfolg ist stets eine Verabredung mit dem richtigen Zeitpunkt. Aufgeben zählt nicht. Irgendwann kommt der passende Zeitpunkt für jeden, also haltet durch! 

Michael Heide aus Zeuthen präsentiert die ergonomische Tapezierbürste SmartQ. Er erhofft sich ein Investment von 40.000 Euro für 15 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie SmartQ am 03.Mai 2021 in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Michael Heide für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Denke positiv, gut gelaunt und lösungsorientiert!

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yoona.ai

yoona.ai KI basierte Softwarelösung zur Digitalisierung und Automatisierung von Designprozessen in der Fashion-Welt

Stellen Sie sich und das Start-up yoona.ai doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Gründerin & CEO des Softwareunternehmens yoona.ai und habe eine KI-basierte Softwarelösung zur Digitalisierung & Automatisierung von Designprozessen in der Fashion-Welt entwickelt. Die Idee ist entstanden, weil ich – als studierte Designerin mit einem eigenen Modelabel – schnell gemerkt habe, dass ich nachhaltiger und effizienter arbeiten will und muss. Über eine Forschungsgruppe im Fachbereich Wirtschaftsinformatik mit Spezialisierung in Business Intelligence kam es dann zur Gründung von yoona.ai.

Warum haben Sie sich entschlossen, yoona.ai zu gründen?

Während meiner Arbeit als Modedesignerin ist mir schmerzlich bewusst geworden, dass meine Arbeit ineffizient ist – und dass Konsumenten den langen Prozess im Design nicht anerkennen, da er für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen ist.
Es schien mir sinnlos, einfach noch mehr und mehr Kleidung zu schaffen. Warum? In der Bekleidungsindustrie wird einfach so viel Müll produziert: 100 Billionen Tonnen Kleidungsstücke weltweit pro Jahr! Hinzu kommt, dass ein Konsument seine Kleidung nach kurzer Zeit einfach wegwirft. Das macht noch einmal 4,3 Billionen Tonnen weltweit pro Jahr. Produkte werden oft gar nicht mehr wertgeschätzt. Und genau das möchte ich ändern.

Was war bei der Gründung von yoona.ai die größte Herausforderung?

Wenn man ein Unternehmen gründet, erfordert das immer viel Durchhaltevermögen und gute Nerven. Mein Motto lautet: „Never give up! Keep going!” Natürlich geht es nicht nur bergauf – es liegen einem öfter Steine im Weg als man sich vorstellen kann. Das Wichtigste ist, dass man sich nicht entmutigen lässt und einfach weiter macht. Ich denke, da hilft es, wenn man eine Vision hat, auf die man hinarbeiten kann. Meine Vision ist die Veränderung der gesamten Modebranche: Ich sehe yoona.ai als globalen Marktführer in der Design-Digitalisierung.

Eine zweite besondere Herausforderung ist es außerdem auch noch, mit einer Familie und zwei Kindern zu gründen. Ich musste und muss viel durchorganisieren, damit alles rund läuft. Gerade in der jetzigen Zeit mit Homeschooling und den digitalen Calls tagein tagaus. Da springt schon mal ein Kind durchs Bild oder der Hund bellt.

Die dritte – große – Herausforderung ist es, das richtige Team zu finden. Ein Team, das deine Vision nach vorn bringt und super zusammenarbeitet. Bei yoona.ai habe ich nicht nur ein tolles Team, sondern auch ein Advisory Board zusammengestellt. Mit dabei sind zum Beispiel Martin Kronbügel von Puma, und Jürgen Hahn, ehemals Marc O´Polo.

Und wenn man eine sehr innovative Lösung auf den Markt bringt, die eine ganze Industrie verändert, muss man natürlich nicht nur an der Technologie arbeiten, sondern auch das Mindset der Menschen mitnehmen. Deshalb führen wir regelmäßig Podiumsdiskussionen und Webinare durch, in denen wir die Industrie zusammenbringen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Meiner Meinung nach muss man mit einer Idee starten, bevor sie perfekt ist, denn ich kann sie ja nur gemeinsam mit Nutzern oder Kunden perfektionieren. Wir sind gleich von Beginn an mit Fragebögen raus und in die Unternehmen gegangen und haben z.B. mit Ernsting´s Family in einem R&D Project zusammengearbeitet. Ohne diese Kommunikation nach außen und den direkten Kontakt wären wir heute nicht da, wo wir sind. Generell sehe ich uns als “Macher”, denn wir müssen schnell sein, um den Markt zu erobern. Es entstehen immer mehr Technologie-Start-ups für die Modebranche und nur durch Schnelligkeit und große Schritte werden wir unser Ziel erreichen.

Außerdem finde ich mit einer frühen Kommunikation Unterstützer, Botschafter und ein Team. Wir können yoona.ai nicht allein bauen, sondern nur mit allen aus der Modebranche, mit Beratern, die schon einmal ein schnell wachsendes Unternehmen aufgebaut haben, mit einem tollen Team, das gemeinsam fliegt und mit all den tollen Menschen, die bis jetzt an uns geglaubt und uns supportet haben und es in Zukunft tun werden. Ich sende direkt ein RIESENGROßES Dankeschön an alle! Darüber hinaus denke ich: „Wann ist denn eine Idee perfekt?“ Ich bin immer dafür, direkt loszulegen und auf dem Weg zu iterieren. Der Weg ist ja wahrscheinlich sowieso das Ziel – also, los geht’s! Go for Gold!

Welche Vision steckt hinter yoona.ai?

Ich glaube, das ist meine Lieblingsfrage. Mit yoona.ai möchten wir den gesamten Designbereich und das Denken „wie man designt“ revolutionieren. Mit Herzenskraft werden wir die Modeindustrie umkrempeln und die Zukunft positiv verändern. In unserer Industrie fehlt ganzheitliche Digitalisierung und es ist noch ein weiter Weg bis zur vollkommenen Nachhaltigkeit. Wir glauben, dass die Kluft zwischen ökonomischem Handeln und Nachhaltigkeit nur mit Technologie geschlossen werden kann. Durch die Einbindung von KI soll die Branche – und damit auch das Angebot – das Verhalten der Unternehmen verändern und auf sie einen nachhaltigeren, bewussteren Weg schicken.

Ich war selbst Designer, ich weiß wie die Arbeit ist – und mit meinem heutigen Wissen möchte ich, dass jeder Designer die Möglichkeit hat, mit neuesten Technologien zu arbeiten. Aber das geht nur, wenn wir Technologie in der Modeindustrie für jeden einfach zugänglich machen und demokratisieren. yoona.ai wird die digitale End-to-End-Lösung für die globale Design-Industrie werden, die in der Zukunft genutzt wird. Wir ebnen den Weg für eine kompromisslos nachhaltige und effizientere Modeindustrie.

Wer ist die Zielgruppe von yoona.ai?

Unsere Zielgruppe sind kleine, mittlere und Enterprise-Unternehmen der Modebranche. Das können sowohl Mode-Unternehmen als auch Produktionsfirmen sein. Natürlich soll aber irgendwann jeder Designer die Möglichkeit haben, mit der Software zu arbeiten. Im Tool selbst können mehrere Personen eines Unternehmens agieren, wobei das nicht nur der Designer sein muss, sondern die ai kann vom Merchendiser bis hin zum Geschäftsführer genutzt werden, um zu sehen, welche Designs verkauft werden sollten, um einen höheren Umsatz zu erzielen. 

Derzeit arbeitet mit unserer Lösung z.B. sowohl Ernsting’s Family als auch eine Berliner Designerin. Außerdem starten wir demnächst mit dem führenden Schalproduzenten Fraas und wir entwickeln yoona.ai aktuell für einige große internationale Marken. Aber yoona.ai ist skalierbar, so dass wir, nachdem wir die Modeindustrie erobert haben, planen, in die Bereiche Möbel, Automobil, FMCG und Verpackung zu wechseln. In der Tat kann jede Branche, die Design produziert, unsere Lösung nutzen.

Wie funktioniert yoona.ai?

Die Nutzung von yoona.ai ist einfach und intuitiv. Benutzer erstellen ein Profil in der heruntergeladenen App, laden verschiedene Designdaten wie Performance-Analysen, Bilder, technische Zeichnungen, Trends, Inspirationen, Moodboards usw. hoch – und nutzen dann einfach die Magie der Technik. Neuronale Netze analysieren alle Eingabe-, und bei Wunsch auch Trenddaten, was zu einer einzigartigen Bildausgabe führt. Diese Designs können dann direkt gespeichert werden. Mittlerweile können die Designer mit verschiedenen digitalen Design-Assistenten wie z.B. dem Farb-Assistenten, dem Silhouetten-Assistenten oder dem Grafik-Assistenten arbeiten. Da im Design Bildsprache wichtig ist, können Design-Entwürfe auch mit einem Klick in ein 3D-Design umgewandelt und in einer Augmented Reality begutachtet werden. 

yoona.ai kann aber auch noch anders genutzt werden: z.B. ist es auch möglich, sie einfach als Infotool zu sehen, welches direkt die Designs für das Unternehmen vorschlägt. Denn durch die Verbindung von unternehmenseigenen Performance- und Trend-Daten mit den visuellen Design-Daten ist es möglich, einen Eindruck davon zu bekommen, was für die nächste Kollektion entworfen werden könnte, welche Farben für das Unternehmen erfolgreich sein werden oder welche Druck-Designs man nutzen sollte, um kunden- und erfolgsorientierte Designs zu erstellen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Tool wurde von mir als Designern für Designer entwickelt. Darum versteht es alle Herausforderungen und Nöte, die Designer im Kreationsprozess durchlaufen und bietet ihnen eine kuratierte Lösung an. So hilft yoona.ai Unternehmen, bis zu 90% der Zeit in der Entwurfs- und Kollektionsentwicklungsphase zu sparen und entsprechend die Kosten zu senken. Das alles funktioniert, weil wir die neuesten Technologien wie neuronale Netzwerke, 3D- und Augmented Reality in unsere Design-Software integriert haben. Das heißt, die NutzerInnen können ihr Design erstellen, es in 3D-Bilder umwandeln und mit Augmented Reality projizieren. Es gibt keine vergleichbare End-to-End-Lösung auf der Welt!

yoona.ai, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehe ich yoona.ai als globalen Marktführer für digitales ai-basiertes Produktdesign. Wir machen die Technologie für jeden Designer zugänglich und ansprechbar, unabhängig von der Branche. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Denke positiv, gut gelaunt und lösungsorientiert! Habe keine Angst vor Iterationen! Gib nicht auf – der Weg ist steinig, aber Steine braucht man, um neue Wege zu bauen! Behalte immer deine Vision im Auge, damit du dich nicht in Kleinigkeiten verlierst! Und ich kann hier eigentlich nur mit den Worten von Anna Wintour enden, die für mich immer eine große Inspiration war: „You are leading! Not following! You are driven by your heart, you are driven by your talent, you are driven by your instinct! And if you start to questioning and look what people are doing on the left of you or on the right of you, you will lose that clarity of thought! Own your decisions! Own who you are!“

Wir bedanken uns bei Anna-Franziska Michel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Baue ein Team um dich auf

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felmo mobile tieräzte stressfrei

felmo: Mobile Tierärztinnen/ Tierärzte versorgen die Vierbeiner stressfrei zu Hause

Stellen Sie sich und das Startup felmo doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Lars Giere and Philip Trockels und haben zusammen felmo gegründet. felmo bietet Hunde- und Katzenbesitzer*innen tierärztliche Betreuung in den eigenen vier Wänden und kombiniert diesen Offline-Service mit der felmo App als digitalen Begleiter. Von Impfungen über Blutproben und Fellpflege bis hin zu kleineren Operationen – felmos mobile Tierärztinnen und Tierärzte versorgen die Vierbeiner stressfrei in gewohnter Umgebung auf höchstem medizinischen Niveau. Mittels der kostenlosen felmo App lassen sich Termine zeitnah und 24 Stunden rund um die Uhr bequem online buchen. Eine vollständige Gesundheits-Akte, Medikamenten-Erinnerung, Impfpass, Gewichtstagebuch, Wurm- und Floh/Zeckenvorsorge, individuelle Ernährungspläne sowie eine Tierarzt-Chatfunktion runden das digitale Angebot ab und bieten maximalen Komfort. Zukünftig werden wir das Produkt-Angebot auch noch weiter ausbauen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als wir uns bei eBay kennengelernt haben war schnell klar, dass die Zusammenarbeit etwas besonderes ist und wir verspürten früh den Drang gemeinsam ein Unternehmen zu gründen. Wir wollten mit der Gründung einen gesamten Bereich transformieren. Lars hat das erste Mal im Alter von 15 gegründet und Philip motiviert es eine Industrie komplett neu zu definieren. Wir beide haben einen starken unternehmerischen Blick und glauben daran, dass ein emotionales Thema wie Tiergesundheit eine Marke benötigt, die für Vertrauen steht. Aus der eigenen Familie und Freundeskreis wussten wir, wie viel Arbeit, Unsicherheit und Stress das Thema Tiergesundheit für Tiere und Besitzer*innen bedeuten kann.

Rund 25 Millionen Hunde und Katzen leben in 25 Prozent der deutschen Haushalte – ein durch die aktuelle Lage besonders schnell wachsender Markt. Lokale Praxen sind häufig überlastet, was zum Nachteil des Tierwohls führt, weil die Tiere nicht engmaschig betreut werden können. Nachdem wir uns tiefer eingearbeitet hatten, war schnell klar, dass wir mit der Mobilisierung und Digitalisierung der Veterinärmedizin den Bereich gefunden hatten, den wir auf ein neues Level heben können und mit so einem Angebot die tiermedizinische Versorgung generell verbessern.

Welche Vision steckt hinter felmo?

felmo hat es sich zum Ziel gesetzt die medizinische Versorgung der Tiere so einfach wie möglich zu gestalten, um die Tiergesundheit grundsätzlich zu verbessern. felmo will jegliche Barrieren im Umgang mit Tiergesundheit entfernen und über eine herausragende Kunden-Experience eine holistische europäische Marke für Tiergesundheit aufbauen. Hausbesuche durch die Tierärztin/den Tierarzt reduzieren den Stress für Haustier und Besitzer*in, indem sie die aufwändige Fahrt zur Praxis und die oft langen Wartezeiten vermeiden. Es fallen keine Anfahrtskosten an und die Preise sind die gleichen wie bei einem herkömmlichen stationären Tierarztbesuch.

Besonders wenn wir in Regionen starten, sehen unsere Ärztinnen und Ärzte Tiere, die häufig eine lange Zeit keine oder noch gar keine Kontrolle durch eine Tierärztin/einen Tierarzt erfahren haben. Daran sieht man, was für einen positiven Effekt felmo auf eine Region haben kann. Das ganze digital zu begleiten ermöglicht dem Kunden Tiergesundheit proaktiv zu gestalten und Zugriff auf ein holistisches Portfolio an relevanten Services und Produkten im Kontext Tiergesundheit zu haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben das Glück von Beginn an tolle Investoren gefunden zu haben und konnten innerhalb der ersten 12 Monate nach Gründung bereits einen hohen einstelligen Millionenbetrag in mehreren Runden einsammeln, was uns die Möglichkeit gegeben hat, ein starkes Team aufzubauen, das gemeinsam an unserer Vision arbeitet und diese mit vorantreibt. felmo ist die Kombination aus Veterinärmedizin und Tech-Company. Es ist unser Anspruch alle Prozesse sowohl für den Kunden als auch für die Tierärztin/den Tierarzt  zu automatisieren und so einfach wie möglich zu gestalten. Der eine Bereich funktioniert unserer Meinung ohne den anderen nicht. Wir haben schnell verstanden, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber für Tierärztinnen und Tierärzte sind, wenn wir Ihnen eine moderne Arbeitsweise mit flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit des selbstbestimmten Arbeitens bieten und gleichzeitig die medizinische Situation für Haustiere im Allgemeinen verbessern. Wir haben tolle Tierärztinnen und Tierärzte in unseren Teams und erhalten unzählige Nachrichten von unseren zufriedenen Tierbesitzer*innen.

Wer ist die Zielgruppe von felmo?

Unsere Zielgruppe sind Hunde- und Katzenbesitzer*in. Unter unseren Kund*innen sind sowohl neue als auch erfahrene Tierbesitzer*innen, die den Tierarztbesuch entspannt in den eigenen vier Wänden statt in vollen Praxen durchführen wollen.

Wie funktioniert felmo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

felmo ist im Moment der einzige Anbieter, der in Deutschland einen veterinärmedizinischen vor Ort-Service mit einem digitalen Angebot an Servicen und Produkten kombiniert. Eine typische*r Nutzer*in registriert sich und das Tier und bucht den Termin direkt über die App, was nur eine Minute dauert. Kurz bevor der Tierärztin/Tierarzt eintrifft, erhält der Nutzer*in eine Nachricht in der App. Der Termin ist auch für die Tierärztin/den Tierarzt perfekt vorbereitet und enthält alle relevanten Informationen. Während der Behandlung werden natürlich die gängigen Corona-Maßnahmen eingehalten und alle Tierärzte/Tierärztinnen sind mit FFP2-Masken ausgestattet und werden regelmäßig getestet.

Nach dem Besuch findet der/die Besitzer*in alle relevanten Gesundheitsdaten in der App und kann digitale Services und relevante Gesundheits-Services nutzen. Die Vorteile liegen ganz klar darin, dass Hausbesuche Stress reduzieren, indem sie die Fahrt zur Praxis, überfüllte Wartezimmer und damit unnötige Wartezeit vermeiden und über die App jederzeit Zugang zu tiermedizinischen Lösungen haben. Die Anfahrt ist kostenlos, abgerechnet wird wie in einer stationären Praxis.

felmo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Kurzfristig bauen wir unseren Service in ganz Deutschland aus. Aktuell sind wir nach einem Jahr bereits in Berlin, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart verfügbar. In den nächsten Monaten folgen dann Bonn, Hamburg, Nürnberg und Hannover. Wir planen schnellstmöglich flächendeckend ganz Deutschland abzudecken und in andere europäische Länder zu expandieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Hypothesen und Ideen so schnell es geht so real wie möglich werden lassen, um zu verstehen, ob man auf dem richtigen Weg ist und ein reales Problem löst
  2. Mit dem Mitgründer schon vor dem Start offen darüber reden was man mit der Gründung jeweils erreichen will und was einem selbst wichtig ist. Das hilft enorm dabei ein starkes Team zu sein und man ist viel schneller wenn es mal wirklich darauf ankommt.
  3. Sorge schnell dafür, dass du verstehst auf welche Bereich es in deinem Business Model ankommt und baue ein Team um dich auf, das besser ist in diesen Bereichen als du selbst.

Wir bedanken uns bei Lars Giere and Philip Trockels für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Als Unternehmer darf man nicht davor zurückschrecken, neue Wege zu gehen

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Geburts-TENS: Schmerzlinderung bei der Geburt ohne Medikamente

Geburts-TENS Schmerzlinderung Geburt gewinnt in Deutschland an Bedeutung, da Gründerin Christine Wendl mit ihrem Startup Mutterglück eine medikamentenfreie Alternative für selbstbestimmte Geburten etabliert.

Was steckt hinter Geburts-TENS zur Schmerzlinderung bei der Geburt und wer sind Sie?

Ich bin Christine Wendl, 43 Jahre alt und Mutter von zwei Töchtern. Ich habe Geburts-TENS als Label des Start-up Mutterglück gegründet. Die Geburt eines Menschen ist der wichtigste Moment des Elternseins, einer, an den man sich immer erinnern wird. Leider ist dieser Moment auch mit Schmerzen verbunden. Ich will Frauen helfen, diese Schmerzen zu lindern, ohne Medikamente, die sofort über die Blutbahn auf Mutter und Baby übergehen. Die Schmerzlinderung erfolgt über die Haut, sicher und ohne Nebenwirkungen.

Warum haben Sie sich entschieden, Geburts-TENS nach Deutschland zu bringen?

Ich habe einige Jahre in Australien gelebt und meine erste Tochter ist dort geboren. Wir hatten eine super-schöne Zeit. Die Menschen dort sind so offen und immer positiv. Im Geburtsvorbereitungskurs haben mein Mann und ich den Einsatz von Geburts-TENS Geräten kennengelernt. Dort nützen das sehr viele Frauen, und auch sehr erfolgreich.

Die Frauen kaufen oder mieten sich die Geräte und probieren sie schon vor der Geburt aus. Wenn die Wehen dann zuhause losgehen, wird das Geburts-TENS Gerät aus der Kliniktasche gepackt und eingesetzt. Die Australierinnen sind da sehr selbstbestimmt.

Nachdem wir wieder nach Deutschland gezogen sind, wurde unsere zweite Tochter geboren. Ich war ganz überrascht, dass weder Hebammen noch Mütter diese Methode kannten. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass Schwangere die Verantwortung gerne an die Hebamme abgeben. Das wollte ich ändern und hab Geburts-TENS.de gegründet.

Was war bei der Gründung von Geburts-TENS die größte Herausforderung?

Eine große Herausforderung sind die ganzen Regularien und die Bürokratie im Gesundheitswesen. Auch das Marketing erweist sich wegen des Heilmittelwerbegesetzes oft als Herausforderung. Ich kann nicht so frei kommunizieren, wie ich es aus dem Marketing gewohnt bin, und das ist gerade online ein wichtiger Punkt.

Dann ist das Thema Vertrauen bei mir sehr wichtig. Das Wichtigste für Eltern ist die Gesundheit ihres Babys. Sie greifen auf die Erfahrungen und das Wissen der Hebammen zurück. Wenn die Hebamme jedoch nie im Ausland gearbeitet hat, kennt sie diese Technologie nicht, da sie nicht Teil ihrer Ausbildung ist.

Ich habe viele Hebammen im Kreißsaal zu Geburts-TENS Geräten geschult. Diese wissen nun, was die Frauen von daheim in den Kreißsaal mitbringen. Die Geburtsvorbereitung machen aber meist ganz andere Hebammen.

Zudem sind die Geburtsvorbereitungskurse in Deutschland nicht standardisiert. Flächendeckend Innovationen in den Markt zu bekommen ist hier sehr aufwendig. Da sind uns andere Länder wie England, Australien, Niederlande und die skandinavischen Länder voraus.

Kann man mit einer Idee wie Geburts-TENS starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, absolut! Ein großer Teil meiner Aufgabe ist es, das Unternehmen ständig an eine geänderte Situation anzupassen. Am Anfang habe ich viel Aufklärungsarbeit für medizinische Fachkreise betrieben. Heute rede ich vor allem mit Schwangeren. Die ganze Kommunikation hat sich geändert.

Ich komme eigentlich aus der IT. Da entwickelt man auch nicht die Software und übergibt sie dem Kunden, wenn Sie perfekt ist. Das ist ein agiler Prozess, an dem man gemeinsam mit dem Kunden arbeitet, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. So ähnlich entwickle ich mich mit dem Markt zusammen.

Den Zustand des Perfekten gibt es gar nicht. Sobald etwas umgesetzt ist, habe ich schon wieder dazu gelernt und die nächste Änderung steht an. Der Perfektionismus findet sich eher in der stetigen Optimierung als im perfekten Ergebnis.

Welche Vision steckt hinter Geburts-TENS und der Schmerzlinderung bei der Geburt?

Die Geburt ist eines der prägendsten Erfahrungen im Leben eines Menschen. Leider ist dieser natürliche Prozess auch mit Schmerzen verbunden. Ich bekomme viele Zuschriften von Frauen, die sich dafür bedanken, ihnen diesen Moment verschönert zu haben. Das ist schon eine tolle Motivation weiterzumachen, bis alle Schwangeren die Methode kennen und selbst entscheiden können, ob sie ein Gerät nutzen wollen oder lieber etwas anderes.

Wer ist die Zielgruppe von Geburts-TENS?

Schwangere, die schon eine Kugel haben. Tatsächlich ist es so, dass sich Frauen am Anfang der Schwangerschaft nicht für mein Produkt interessieren. Das Baby steht im Mittelpunkt und es gibt so viele neue Themen. Erst wenn der Bauch gewachsen ist und man das Bewusstsein erlangt, dass das Baby ja auch irgendwie raus will, interessieren sich die Frauen auch für das „Wie“.

Was unterscheidet Geburts-TENS von anderen TENS Geräten bei der Geburt?

TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) ist ein etabliertes Verfahren in der Schmerztherapie. TENS Geräte werden in Kliniken und Praxen eingesetzt. Es gibt auch viele Geräte für Laien in den Haushalten. Diese Geräte haben automatisierte Programme, die vorprogrammiert sind und einfach ablaufen. Diese Programme sind aber für die Geburt nicht geeignet.

Ein Geburts-TENS Gerät wird manuell von der Anwenderin gesteuert. Es besitzt eine Wehen-Taste mit der per Knopfdruck zwischen Wehenpause und Wehenphase gewechselt werden kann. Das Gerät ist so einfach zu bedienen, dass die Gebärende auch während der Wehen intuitiv steuern kann. Sie soll sich nicht primär mit der Bedienung des Gerätes beschäftigen, sondern es soll sie beim natürlichen Wehen-Rhythmus unterstützen.

Auch die eingesetzten Geburts-Elektroden sind speziell dafür entwickelt, dass die Frau diese 12 Stunden und mehr nutzen kann, auch wenn sie schwitzt und eine höhere Körpertemperatur entwickelt.

Geburts-TENS: Wo sehen Sie die Zukunft in den nächsten fünf Jahren?

Ich finde, es gibt sehr wenige gute Produkte am Markt, die echte Frauenprobleme lösen. Es tut sich gerade viel, da immer mehr Frauen Unternehmen gründen. Sie sehen und verstehen die Bedürfnisse von Frauen und bieten Lösungen an. Auch ich habe noch viele Ideen für frauenspezifische Produkte und werde das Portfolio erweitern.

Welche Tipps haben Sie für Gründerinnen?

Als Unternehmer darf man nicht davor zurückschrecken, neue Wege zu gehen. Das erfordert viel Energie und einen klaren Gedanken. Deswegen sind Pausen wie Urlaube enorm wichtig. Ich habe seit dem ersten Gründungsjahr meine Urlaube genommen, und danach alles viel klarer gesehen.

Suche den Kontakt zu anderen Gründern und Mentoren, tausch dich aus und frage auch nach Tipps und Hilfe. Gründer ist nicht gleich Gründer: Suche also nach dem richtigen Partner für dich. Ich habe zum Beispiel auch einen Mentor, der aus der Sportindustrie kommt und in einem großen Konzern das Marketing geleitet hat und nun in Rente ist.

Gewöhne dich an das Gefühl, an einem Tag total motiviert zu sein, und am kommenden Tag alles in Frage zu stellen. Wachstum verläuft nicht stetig, sondern mit vielen Aufs und Abs.

Wir bedanken uns bei Christine Wendl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Vernetzt euch

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FEMgmt Social Influencer:innen

FEMgmt: Management von Social Influencer:innen und deren Vermittlung an Marken und Unternehmen für Kooperationen und Partnerschaften

Stellen Sie sich und das Startup FEMgmt doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Josephine Drews, ich bin 31 Jahre alt und lebe und arbeite in München. Ich habe sieben Jahre in Berlin gelebt und dort zuletzt in einer namhaften Influencer-Marketing-Agentur gearbeitet und operativ und strategisch einen großen Pay TV Sender betreut. Im November letzten Jahres habe ich das FEMgmt (“female” + “management”) gegründet. Der Fokus liegt auf dem Management von Social Influencer:innen und deren Vermittlung an Marken und Unternehmen für Kooperationen und Partnerschaften. FEMgmt ist ein Ort, an dem Marken/Unternehmen, egal ob klein oder groß, auf relevante Influencer:innen aus dem Bereich Frauen, LGBTQIA+ und Diversity treffen und diese als Botschafter:innen buchen können. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Weil es ganz simpel der richtige Zeitpunkt war, sowohl für mich persönlich als auch mit Blick auf die Branche. Ich interessiere mich schon lange für feministische, queere und gesellschaftsrelevante Themen und mache mich auch auf Social Media dafür stark. Deshalb war 2020 genau der richtige Zeitpunkt, um ein Zeichen in der Influencer:innen Branche zu setzen und bei der Recherche für meinen Businessplan habe ich schnell herausgefunden, dass das was ich mache noch nicht gibt. Ich bin also deutschlandweit die erste Plattform in dieser Richtung. Ich wusste, dass die Spezialisierung einzigartig ist und vor allem dass Diversität ein Thema ist, welches einen immer größeren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen muss. Dann musste natürlich alles ganz schnell gehen.

Was war bei der Gründung von FEMgmt die größte Herausforderung?

Authentische und passgenaue Influencer:innen zu finden, die auch wirklich hinter der Philosophie von FEMgmt stehen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Unternehmen und Marken. Nachhaltige und gesellschaftsrelevante Marken wie gitti, everdrop und Armedangels gehören mittlerweile neben großen Konzernen wie Sky Deutschland, Ubisoft oder LinkedIn zu meinem Kundenstamm. Aber auch beliebte und relevante Influencer:innen wie Laura Gehlhaar, Phenix K., Fabian Grischkat, Melissa Lee und Victoria Müller arbeiten Hand in Hand mit dem FEMgmt und darauf bin ich wirklich unfassbar stolz.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Unbedingt. Das kann ich gar nicht genug betonen. Wichtig ist, den ersten Schritt ins Unbekannte zu machen. Das ist die größte Hürde. Wenn die erst einmal genommen ist, ergeben sich alle Fragen und Antworten während der Gründungsphase und man tastet sich an alles heran. Dabei auch mal ins Straucheln zu geraten, sollte aber auf gar keinen Fall davon abhalten, weiterzumachen. Das sind wertvolle “Learnings”, wie man so schön sagt, und an denen wächst man und wird besser. 

Welche Vision steckt hinter FEMgmt?

Ich fördere und fordere mehr Sichtbarkeit im gesellschaftlich relevanten Diskurs für Frauen, Menschen aus der queeren Community und Menschen mit Behinderungen. Ich sehe mich als Botschafterin für mehr Diversität und möchte Platz schaffen für mehr Gleichberechtigung in der Mitte der Gesellschaft. Kurz: Inklusivität und Vielfalt soll fester Bestandteil der Kommunikationsstrategie von Marken und Unternehmen sein und nicht nur als Effekt verkauft werden. 

Wer ist die Zielgruppe von FEMgmt?

Zum einen Unternehmen, die ihre Werbebotschafter:innen diverser gestalten und einen nachhaltigen Eindruck in der Branche hinterlassen wollen. Zum anderen Influencer:innen, die etwas zu sagen haben und mit ihren Botschaften auf der Suche nach passgenauen Unternehmen/Marken sind, die diese Werte genauso vertreten.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

FEMgmt ist das deutschlandweit erste Influencer:innen Management mit diesem Schwerpunkt und eine von wenigen One-Woman-Shows in der Branche. Hinzu kommt, dass ich auch vor allen Dingen jungen Startups beratend zur Seite stehe, wenn es um Diversitätsthemen und authentisches Influencer Marketing geht. Das ist extra Arbeit, aber ohne die und nur mit “Moneymaking” würde ich meine selbst auferlegte Mission selbst torpedieren. 

FEMgmt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, ein mehrköpfiges Team bei FEMgmt  zu führen und mein Unternehmen nochmal mehr in einzelne Bereiche mit den Schwerpunkten PR, Markenkooperationen o.Ä. aufzuteilen. Im Angesicht des stetigen Wandels, vor allem im Online- und Social Media-Bereich können meine Vorhaben auch jederzeit über Bord geworfen werden. Da bringt es nichts, wenn ich mich an einer Idee festklammere, wenn diese eigentlich keinen Sinn mehr für mein Unternehmen ergibt. Eine Vorstellung und Ziele zu haben ist wichtig, Beweglichkeit aber noch wichtiger in meinen Augen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Wenn ihr euch primär aus finanziellen Ängsten scheut, zu gründen, beantragt beim Arbeitsamt den Gründungszuschuss. Dafür solltet ihr dann das dazugehörige Gründerseminar buchen (kostenfrei) und einen schlüssigen und rentablen Businessplan aufstellen. Holt euch auch da ruhig Hilfe von anderen Gründer:innen. Hier sollten wir Frauen uns gegenseitig massiv unterstützen. Außerdem empfehle ich, eine:n Steuerberater:in an eurer Seite zu haben. Der Aufwand, den ihr in die finanziellen Details stecken müsstet und würdet, wird euch abgenommen und kann in die operative Arbeit und das Daily Business gesteckt werden. 

Der letzte Tipp, den ich jeder Gründerin mit auf dem Weg gebe, ist, dass man sich vernetzen sollte. LinkedIn ist da eine hervorragende Plattform, um sich mit anderen Gründer:innen zu connecten und auszutauschen. Traut euch, bei erfolgreicher Vernetzung auch eure Idee und euer Unternehmen in einer kurzen Nachricht vorzustellen. Manchmal ergeben sich sehr spannende Synergien und es macht einem den Start etwas einfacher. Es klingt abgedroschen, aber jede Mail könnte etwas Gutes, Neues anstoßen.

Wir bedanken uns bei Josephine Drews für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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