Freitag, Januar 2, 2026
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Der Name des Unternehmens ist das A und O

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NASHO Bio Schokolade

NASHO Online-Shop für hochwertige Bio-Schokolade ohne Industriezucker aus aller Welt

Stellen Sie sich und das Startup NASHO doch kurz unseren Lesern vor!

Hi, ich bin Denise, studierte Nautikerin, passionierte Netzwerkerin, ein absoluter Schokoholic und Gründerin von NASHO aus Kiel. 

NASHO ist ein junger Online-Shop für hochwertige Bio-Schokolade ohne Industriezucker aus aller Welt. Hier muss man kein Chocolatiere sein, um gute Schokolade zu finden. Easy die neue Lieblingsschokolade auswählen, fix zuschicken lassen und ohne schlechtes Gewissen genießen. 

Ich studiere sorgfältig die Zutatenlisten, probiere die Schokolade und überprüfe jede Sorte und Marke hinsichtlich der NASHO-Kriterien – erst dann findet sie ihren Weg in den Shop. Dabei steht natürlich die Qualität und Herkunft der Zutaten im Fokus, ebenso achte ich sehr auf den fairen und/oder direkten Handel, um die Kakaobauern und ihre Arbeit in den Ursprungsländern wertzuschätzen und zu unterstützen.

Mit NASHO möchte ich meine Lieblinge aus aller Welt gebündelt und gut sortiert für bewusste Schokoladenliebhaber zugänglich machen. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Sehr oft stand ich frustriert und verzweifelt vor den Süßigkeiten-Regalen im Supermarkt. Auf der Suche nach Schokolade, die frei von Industriezucker und sonstigen künstlichen Zusätzen ist und dabei auch noch fabelhaft schmeckt. Wenn man gleichzeitig auch noch nach biologischen, nachhaltigen und fairen Produkten sucht, müssen viele Kilometer zwischen Regalen und Supermärkten zurücklegt werden. 

Es musste also ein Ort her, an dem weniger Zeit für die Suche verloren geht und somit mehr Zeit zum Genießen und Naschen für alle ist. 

Was war bei der Gründung von NASHO die größte Herausforderung?

Mit der Idee von NASHO und seit Beginn der Umsetzung bin ich regelmäßig mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert. Die ganze E-Commerce-Welt war neu für mich. Die Auseinandersetzung mit all den Themen rundherum eine aufregende Challenge, bei der ich von Woche zu Woche neue Dinge gelernt habe. Alleine der gesamte Marketing-Bereich.

Aber die größte Herausforderung ist nach wie vor, mit dem vorhandenen Budget an Reichweite und Bekanntheit zu gewinnen. Wie sollen sonst all die bewussten Genießer und Schokoliebhaber von NASHO erfahren? 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Oh ja! Perfekt kann in diesem Zusammenhang schließlich alles Mögliche bedeuten. Ist die Idee vielleicht einfach noch nicht zu Ende gedacht? Oder ist der Zeitpunkt der Gründung gerade nicht perfekt, weil wir uns mitten in einer Pandemie befinden? Oder vielleicht auch, weil mir vielleicht gewisse technische, wirtschaftliche oder rechtliche Skills fehlen? 

Na und? Ich bin prinzipiell ein Freund von „einfach machen“ und mal gucken was passiert. Je nachdem, um welche Situation es sich handelt, stelle ich mir dann gerne die Frage: „Was ist das Schlimmste was passieren kann?“. Je nachdem, wie diese Antwort ausfällt, lege ich gerne einfach los. 

Zusätzlich wächst eine Idee von Woche zu Woche, gemeinsam mit den eigenen Fertigkeiten und Kenntnissen. 

Welche Vision steckt hinter NASHO?

Natürlich naschen ohne schlechtes Gewissen – immer und überall. All die tollen Schokoladen-Produkte, die es schon gibt, wollen gefunden und genossen werden. Und das ohne Reue in mehrfacher Hinsicht. Schokolade ist gut für die Seele, aber meist immer mit einem schlechten Gewissen verbunden. Nicht nur hinsichtlich ggf. vorhandener Sorgen in Bezug auf das eigene Körpergewicht. Hinzu kommt der nach wie vor erschreckend hohe Anteil an unfairem Handel mit den weltweiten Kakaobauern. 

Das muss und soll so nicht sein. Mit der Auswahl der Schokoladen auf NASHO wird der unbesorgte Schokoladengenuss unterstützt – lecker, biologisch, nachhaltig und fair. 

NASHO Bio Schokolade
Bildquelle Chocqlate

Wer ist die Zielgruppe von NASHO?

Alle Schokoladen-Liebhaber, die bisher im Supermarkt oder auch online vergeblich auf der Suche nach einer größeren Auswahl an leckerer, biologischer und nachhaltigerer Schokolade sind. 

Aber auch Schokoladen-Fans, die einfach neue Inspiration aus aller Welt suchen. Schokolade für den bewussten Genuss zu Hause, unterwegs oder auf der Arbeit. Bei NASHO findet jeder seine neue Lieblingsschokolade. 

Wie wählen Sie die Produkte aus?

Die Produkte im Shop werden nach eigenen Kriterien genau unter die Lupe genommen, bevor diese in das Sortiment aufgenommen werden. Vorneweg ist natürlich ein sensationeller Geschmack entscheidend – hier darf es keine Kompromisse geben! Ebenso hinsichtlich des natürlichen und biologischen Ursprungs der enthaltenen Zutaten. Die Schokoladen enthalten keinen Industriezucker, Emulgatoren oder sonstige künstliche Zusatzstoffe. 

Wie bereits zuvor schon kurz erwähnt, ist mir der faire Handel mit den Kakaobauern sehr wichtig. Viele Schokoladenkonsumenten wissen bis heute nicht, wie die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort aussehen. Bei NASHO gibt es großartige Hersteller, die ihren ganz eigenen transparenten und fairen Weg mit dieser Thematik gefunden haben und teilweise einen direkten Kontakt zu den Kakaobauern pflegen. Zusätzlich setzt ein Großteil der Lieferanten auf plastikfreie, kompostierbare Verpackungen, einen nachhaltigen Produktionsprozess und soziale Projekte. Es werden zunehmend mehr und das freut mich sehr und gibt einen zusätzlichen Ansporn neue Schokovariationen zu entdecken.

Alle Produkte werden einer genauen und sorgfältigen Prüfung unterzogen, bevor sie von meinen Kunden entdeckt werden können. Ich bin ständig auf der Suche nach neuen, tollen Schokoladen-Herstellern aus aller Welt! 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Andere Anbieter setzen andere Schwerpunkte, beispielsweise auf vegane Ernährung oder sie haben ein vielfältiges Snack-Portfolio, welches auch überwiegend Industriezucker enthält. Mit NASHO konzentriere ich mich voll und ganz auf natürliche Schokolade, die unterschiedlichste Ernährungs- und Lebensstile unterstützt. Natürlich, nachhaltig und lecker. 

Bisher gibt es keinen Online-Shop in Deutschland, der diesen Fokus verfolgt und das entsprechende Sortiment aufweist. 

NASHO, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Puh, gute Frage. Gemäß dem Prinzip „einfach machen“ habe ich bisher keinen ins Detail ausgefeilten Plan, der die nächsten fünf Jahre berücksichtigt. In dieser Zeit kann viel passieren, siehe beispielsweise die aktuelle Corona-Situation. 

Aber ich wünsche mir, dass nach und nach immer mehr Schoko-Liebhaber von NASHO erfahren und sich für einen bewussten Schokogenuss ohne schlechtes Gewissen in jederlei Hinsicht entscheiden.  

Ich habe noch so viele aufregende Ideen für NASHO und bin mir sicher, dass in fünf Jahren ein spannender Rückblick zu dieser Frage erfolgen wird. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  • Über die eigene Idee mit so vielen Leuten wie möglich sprechen und unterschiedlichstes Feedback einholen, mit der die Idee weiterentwickelt werden kann. Je besser einen die Leute kennen und einschätzen können, umso ehrlicher wird das Feedback. Keine Angst vor Ideenklau haben. 
  • Der Name des Unternehmens ist das A und O. Gerne hält man sich damit zu Beginn viel zu lange auf. Prüft hier auch unbedingt, ob die entsprechende Wunsch-Webseite noch verfügbar ist und auch, ob der Name bereits rechtlich geschützt ist. Nichts ist ärgerlicher, als hinterher wieder von vorne anfangen zu müssen. 
  • Einfach machen und nicht auf den vermeintlich „idealen Zeitpunkt“ warten. Dabei ggf. die Frage stellen: „Was soll den schlimmstenfalls passieren?“. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Denise Hank für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Eine klare Zieldefinition

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Agrilution Plantcube: Dein smartes Vertical Farming System

Agrilution Plantcube: Dein smartes Vertical Farming System für Zuhause

Stellen Sie sich und das Startup Agrilution doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Max Lössl, CEO und Co-Gründer von Agrilution. Lösungen für die Umwelt und Gesellschaft zu finden, insbesondere im Hinblick auf gesunde Ernährung, haben mich seit Kindesalter beschäftigt und 2013 auch zur Gründung von Agrilution geführt.  

Agrilution bringt mit dem Plantcube das Konzept des Vertical Farming (Anbau von Pflanzen unter kontrollierten Bedingungen in mehrere Lagen) bis in die eigenen vier Wände, das ist unser Alleinstellungsmerkmal.  Generell geht es im Vertical Farming darum, Nahrungsmittelproduktion bei immer knapper werdenden Agrarflächen neu zu denken und bei gleichzeitig steigender Bevölkerung Alternativen zu finden, Nahrungsmittel so nah wie möglich an den Ort des Konsums zu bringen. Um Bodenflächen zu sparen wird in mehreren Lagen übereinander angebaut, wobei alle Umgebungsparameter um die Pflanze herum optimiert werden: d.h. Anbau ohne Erde, ca. 60% weniger Dünger und 98% weniger Wasserverbrauch. 

Zurück zum Plantcube: in unserem geschlossenen Ökosystem wachsen Kräuter, Salate und Micro-Greens unter optimalen Wachstumsbedingungen mit kontrolliertem Licht, Klima sowie einer automatisierten hydrophonischen Bewässerung. So entstehen Pflanzen mit einer bis zu durchschnittlich 30% höheren Nährstoffdichte und gleichzeitig werden die Böden und die Umwelt geschont. Ganz ohne Transportwege, Kühlungsketten oder Plastikmüll. Die Greens können ganz einfach zuhause angepflanzt und genossen werden. Die Ernte landet unmittelbar auf dem Teller und behält somit, die für uns Menschen so wichtigen sekundären Pflanzenstoffe. Hier trifft Geschmack auf einen gesunden und natürlichen Immunsystem Booster. Der ganze Wachstumsprozess wird mit einer smarten Technologie gesteuert und kontrolliert. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin in China aufgewachsen, wo meine Mutter als Entwicklungshelferin gearbeitet hat. Dort habe ich den Kontrast zwischen technischem Komfort und tiefster Armut sowie Mangelernährung täglich hautnah erlebt. Diese Erfahrungen haben mich grundlegend geprägt. Während meiner Zeit bei Greenpeace in Neuseeland, habe ich das für mich wegweisende Buch von Dr. Dickson Despommier entdeckt und gelesen. Auf Empfehlung des Autors ging ich nach Den Bosch zum Studium in die Niederlande, wo definitiv der Grundstein für die spätere Gründung meines Unternehmens gelegt wurde. Ich wollte die Idee des Vertical Farming ganz zu Ende denken, um die Vorteile der Technologie voll auszuschöpfen, daraus entstand die Vision eine Mini-Vertical-Farm in jedes Zuhause zu bringen. 

Die Motivation ein eigenes Unternehmen zu gründen, war aus dem Drang zu handeln entstanden: Tatsächlich einen aktiven Beitrag zu leisten, Landwirtschaft neu zu denken für eine gesündere Ernährung und Umwelt, um unseren Planeten auch für zukünftige Generationen zu erhalten. 

Welche Vision steckt hinter Agrilution? 

Unsere Mission ist es, die persönliche Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen zu stärken durch eine optimale Nährstoffversorgung mit Pflanzen aus unserer Mini-Vertical-Farm, basierend auf Nachhaltigkeit und maximal möglichen Entlastung der Umwelt. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war, ganz klar, das Produkt selbst und gleichzeitig eine neue Gerätekategorie zu entwickeln. Es war eine Sache, unser Ökosystem auszutüfteln, dieses dann jedoch bis zur Serienproduktion und Vermarktung zu bringen, hat uns immer wieder vor neue technische, aber auch finanzielle Herausforderungen gestellt. Wir durften echt viel lernen z.B. auch über Fundraising. Zu Beginn wurde das Unternehmen über Business Angels und Venture Capital finanziert, was sehr viel Energie gefordert hat, die im Aufbau des Unternehmens besser investiert gewesen wäre. Wir hatten großes Glück. Seit Ende 2019 gehören wir zur Miele-Gruppe, ein wertebasiertes Familienunternehmen, das unsere Vision teilt und unser Wachstum langfristig unterstützen will. 

Wer ist die Zielgruppe von Agrilution? 

Zunächst einmal ist es unser Wunsch und Ziel, mittel- und langfristig möglichst vielen Menschen Zugang zu frischem und gesundem Gemüse, Salaten und Kräutern zu ermöglichen. Insbesondere in urbanen Ballungszentren. Aktuell können wir unsere Zielgruppen wie folgt beschreiben.

Es gibt eine zunehmend wachsende Zahl an Menschen, die sich einem bewussten Lebensstil zuwenden, denen gesunde Ernährung, Achtsamkeit und unsere Umwelt wichtig sind. Hierzu gehören besonders Kleinfamilien, Vegetarier, Veganer, aber auch Flexitarier. Wir wissen, dass diese Zielgruppe es in hohem Maße schätzt, dass wir umweltschonend agieren, kein genmanipuliertes Saatgut verwenden und keine Pestizide zum Einsatz kommen. Außerdem kommt die hohe Nährstoffdichte unserer Greens sehr gut an. 

Unsere zweite Zielgruppe sind kulinarisch begeisterte Hobbyköche, die nach ausgefallenen Pflanzensorten von hoher Qualität suchen und mit uns saisonal völlig unabhängig sind.

Last but not least gehören zu unserem Kundenkreis die Tech Early Adopters. Das sind technologieaffine Kunden, die die neuesten Smart Home Geräte in ihrem Haushalt wollen und einen großen Wert auf Design und Funktionalität legen.

Wie funktioniert Agrilution? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Plantcube ist mehr als nur ein automatischer Blumentopf. Er bietet ein geschlossenes Ökosystem mit kontrolliertem Licht und Klima sowie einer automatisierten hydroponischen Bewässerung. Somit ist jeder Tag ein idealer Frühlingstag für die Pflanzen darin, völlig unabhängig von der Jahreszeit. Frei von Pestiziden und anderen Umwelteinflüssen wachsen sie außerdem zwei- bis dreimal schneller als im traditionellen Anbau. Ein zweilagiges Schubladensystem ermöglicht das Anpflanzen von jeweils 9 unterschiedlichen Greens auf jeder Ebene. Insgesamt fasst der Plantcube bei voller Auslastung 18 Seedbars mit den ganz individuellen Lieblingsgreens aus dem Sortiment: von Salaten über Kräuter bis hin zu Smoothies oder Tee. Die sogenannten Seedbars sind das 100% biologisch abbaubare Substrat, in dem sich das Saatgut befindet. 

Agrilution Plantcube: Dein smartes Vertical Farming System

Das System wird automatisch über die Agrilution Cloud gesteuert, wobei die benutzerfreundliche und selbsterklärende Agrilution App Einblick in den Wachstumsprozess, Hinweise zur Ernte oder zur notwendigen Wartung gibt – aber auch ganz einfach Bestellungen neuer Seedbars ermöglicht. Über den Cinema-Modus kann das Gerät außerdem für zwei Stunden auf ganz leise und dunkel gestellt werden.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Unser Unternehmen selbst hat sich nicht verändert da wir sowieso nur mit digitalen Tools arbeiten, die auch das remote Arbeiten aus dem Home-Office ermöglichen. Wir haben eher unsere Unternehmensprozesse etwas angepasst, um für möglichst hohe Sicherheit für die Mitarbeiter zu sorgen. Allerdings hat Corona deutlich gezeigt, dass insbesondere in Großstädten die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln durch lokalen Anbau nicht abzudecken ist. Die Nachfrage nach unserem Plantcube ist merklich gestiegen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen? 

Da wir als digitales und agiles Unternehmen aufgestellt sind, konnten wir in den meisten Bereichen normal weiterarbeiten. Das Arbeiten von zuhause war für uns nichts Neues – wir haben diese Option lediglich erweitert. Wenn notwendig, arbeiten manche Mitarbeiter auch weiterhin vor Ort. Dies betrifft insbesondere das Arbeiten im Labor, die Pflanzenforschung und die Seedbar-Produktion. Hier haben wir klare Hygiene-Regeln entwickelt, zum bestmöglichen Schutze aller.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance? 

Ich nehme Covid als ein Wachrüttler für die Gesellschaft wahr. Die aktuelle Situation hat sowohl das Thema Nachhaltigkeit als auch das Bewusstsein für gesunde Ernährung geweckt.

Agrilution, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere nächsten Schritte sind definitiv der Internationalisierung gewidmet. In den letzten Wochen sind Österreich und Schweiz sowie Benelux dazugekommen, weitere Länder werden folgen. In fünf Jahren möchten wir erreicht haben, dass die Markenbekanntheit von Agrilution soweit gereift ist, dass unser Firmenname automatisch mit gesunder Ernährung mittels Vertical-Farmings für Zuhause in Verbindung gebracht wird.   

Außerdem arbeiten wir an weiteren Gerätevarianten für erweiterte Zielgruppen und hoffen bis dahin auf erfolgreiche Marktresonanz. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Erstens: Eine klare Zieldefinition, d.h. zu wissen, wo ich hinwill, gepaart mit einer positiven Einstellung, einem bewusstem Mindset, sind aus meiner Sicht die wichtigsten Grundlagen für Erfolg. Mit dem richtigen Maß an Durchhaltevermögen öffnen sich auf dem Weg zum Ziel immer wieder neue Optionen.  

Zweitens:  Ich habe gelernt, dass die Zeit eine der wichtigsten Ressourcen für einen Gründer ist. Auch in aufregenden Situationen Geduld und Ruhe bewahren hat sich für mich bewährt.   

Drittens: Achtsamkeit gegenüber Mitarbeitern aber auch für sich selbst sind wichtige Faktoren für einen langfristig gesunden Arbeits- und Lebensstil. Dazu gehört eine gute Ernährung, ausgleichender Sport, Natur, aber auch genügend Schlaf und wer offen dafür ist, tägliche Meditation zur Fokussierung der Energie.  

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Max Lössl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Challenged in regelmäßigen Abständen alles

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Freelance Junior Plattform für junge Freelancer*innen

Freelance Junior Plattform für junge Freelancer*innen

Stellen Sie sich und das Startup Freelance Junior doch kurz unseren Lesern vor!

Wir, Paul und ich (Matthias), haben mit Freelance Junior eine Plattform für junge Freelancer*innen aufgebaut. Auf der einen Seite helfen wir Freelance-Interessierten beim Start in die Selbstständigkeit. Dies machen wir durch unsere Freelance Academy, unser hauseigenes Magazin GREATJOB und Online-Seminare in Kooperation mit Hochschulen. Auf der anderen Seite bringen wir die aufstrebenden Freelancer*innen mit Unternehmen für spannende Projekte zusammen. Es wurden bis heute über 15.000 Bewerbungen von jungen Freelancer*innen über unsere Plattform übermittelt. So konnten schon über 3.000 Projekte erfolgreich umgesetzt werden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ehrlich gesagt, war es bei mir nie der große Plan, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Klassisch habe ich hinter einem Bankschalter angefangen, wenngleich ich schon dort innerlich diesen Antrieb spürte, auf eigenen Beinen stehen und es anders als andere machen zu wollen. So führte mein Weg nach Berlin. Dort habe ich neben meinem Masterstudium, meine Liebe für Geschäftsmodelle entdeckt und tauschte mich mit vielen Gründern*innen aus. Übrigens: Genau ein solcher Austausch ist ein wichtiger Aspekt, um Fehler zu vermeiden und einen Wissensvorsprung zu erlangen. 

Freelance Junior bestand zu dieser Zeit bereits, wenngleich es eher einem Hobby als einem Startup glich. Doch auf einmal klopften große Firmen an uns unsere Tür und wir standen vor der großen Entscheidung. Einen Monat später hatte ich meinen Job gekündigt, bin nach Hamburg gezogen und legte eine Matratze in Pauls Arbeitszimmer. Seitdem arbeiten wir jeden Tag gemeinsam an Freelance Junior. 

Aber um noch einmal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen: Ich habe mich dazu entschieden, ein eigenes Unternehmen zu gründen, weil es sich bei Freelance Junior ganz klar um eine Sache handelt, die ich als Student selbst gerne genutzt hätte. Außerdem – auch wenn’s trivial klingt – liebe ich Herausforderungen.   

Welche Vision steckt hinter Freelance Junior?

Paul hat sein Studium mit allen erdenklichen Jobs finanziert – schon früh und immer mal wieder auf eigene Rechnung. Doch erst nach einiger Zeit, kam er mehr oder weniger durch Zufall an seinen ersten gut bezahlten Freelancer-Job, der dazu zu seinem Studium passte. Bei seinen Anfängen als Freelancer (ich etwas später) musste er sich natürlich auch viel mit bürokratischen Themen auseinandersetzen. Wir wunderten uns, dass schon viele Freelancer-Plattformen am Markt waren, sich aber keine explizit mit dem Start in die Selbstständigkeit beschäftigte. So war die Idee von Freelance Junior geboren.

Wenn man in Deutschland an Freelancing denkt, dann assoziiert man größtenteils Projekte im seniorigen Bereich. Unsere Vision ist es, dass wir die Option Freelancing schon am Anfang der beruflichen Karriere etablieren. Dies ist nicht nur unser Wunsch, sondern auch der der Generationen Y und Z wie zahlreiche Studien belegen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Das Geschäftsmodell eines Marketplace bringt immer das bekannte Henne-Ei-Problem mit. Unsere Marketing- und Sales-Aktivitäten müssen sich also stets ausgewogen an zwei Akteursgruppen richten: Ohne aufstrebende Freelancer*innen keine erfolgreich umgesetzten Projekte. Ohne spannende Projekte keime erfolgreichen Freelancer*innen.

Dazu kommt, dass wir grundsätzlich (zum Glück immer weniger) Aufklärungsarbeit leisten müssen. So mussten wir zum Beispiel das Wording studentische Freelancer*innen erst kreieren. So stark haben sich die Bilder von Praktikant*innen, Minijobber*innen und Werkstudent*innen eingeprägt, wenn es um Studentenjobs geht.

Hierzu möchten wir eine Alternative bieten und so Unternehmen die Möglichkeit geben, auf eine andere Art und Weise, mit Talenten zu kooperieren. Schließlich ist projektbasiertes Arbeiten ein wichtiger Teil von New Work. 

Wer ist die Zielgruppe von Freelance Junior?

Freelance Junior von jungen Freelancer*innen für junge Freelancer*innen entwickelt. Somit sprechen wir auf der einen Seite gleichermaßen Studierende, Abiturient*innen, Azubis, Alumni – kurz: all die, die während oder unmittelbar nach ihrer (akademischen) Ausbildung, frei arbeiten möchten – an. 

Auf der anderen Seite stehen die Unternehmen: Von Solopreneur*innen über Startups bis hin zu DAX- oder auch internationalen Konzernen war bei den über 3.000 erfolgreich vermittelten Projekten schon alles mit dabei.

Wie funktioniert Freelance Junior? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Jede*r (angehende*r) Freelancer*in kann sich bei uns ganz einfach ein Profil erstellen und sich damit auf passende Aufträge bewerben. Bei unserem Onboading fragen wir ab, inwieweit sich der*diejenige schon mit dem Thema Selbstständigkeit auskennt, um im Nachgang auf dem Dashboard passende Hilfestellungen geben zu können. Bei den Bewerbungen legen wir weniger wert auf den klassischen Lebenslauf, sondern auf die erlernten fachlichen und Soft-Skills. Spätestens bei erster Beauftragung muss selbstverständlich belegt werden, dass sich der*diejenige auch korrekt gemeldet hat.

Das Einstellen von Gesuchen ist für Auftraggeber*innen denkbar einfach gehalten: Titel und Beschreibung. Wer nicht genau weiß, was er*sie eigentlich sucht, kann sich außerdem unverbindlich von uns beraten lassen. Schon nach wenigen Stunden können sich die Bewerbungen angeschaut werden und die passenden Kandidaten*innen direkt kontaktiert werden. Für Großkunden bieten wir außerdem einen Service, wo wir uns um die Zusammenstellung ganzer Teams und die Realisierung der Projekte kümmern.

Natürlich sind viele Prozesse auf unserer Plattform automatisiert, dennoch telefonieren wir mit allen Freelancer*innen, wenn sie sich das erste Mal bewerben, und allen Auftraggeber*innen, wenn sie das erste Mal mit uns zusammenarbeiten möchten – mit diesem Vorgehen stellen wir nicht nur eine hohe Qualität sicher, sondern erzielen auch eine hohe Matching-Rate. Schließlich können wir so gezielter auf die Wünsche und Fähigkeiten beider Akteursgruppen eingehen. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Erstmal ging’s ein paar Monate ins Home Office – mittlerweile sind wir teilweise wieder unter Berücksichtigung der Maßnahmen im Büro, weil uns der persönliche Austausch doch gefehlt hat. Glücklicherweise war/ist die Umstellung für unser Team nicht sonderlich schwierig, da wir Remote-Arbeit gewohnt sind (wir haben einige Personen im Team, die unser Hamburger Office auch vor Corona noch nie betreten haben). 

Viele Student*innen haben seit der Krise das Problem, dass ihre Nebeneinkünfte durch viele klassischen Studentenjobs wie das Arbeiten in der Gastronomie oder bei Events weggebrochen sind. Da die Jobs bei Freelance Junior in der Regel (schon vor Corona) von zu Hause aus erledigt werden können, wurde unser Angebot plötzlich für eine deutlich breite Masse an Studierenden interessant. Folgerichtig ist die Anzahl an Registrierungen in den letzten Monaten stark gestiegen. 

Auf Seite der Auftraggeber*innen konnten wir am Anfang von Corona eine Schockstarre feststellen, die sich im Mai wieder erholt hat. Mittlerweile sind es sogar spürbar mehr Anfragen als zu Beginn des Jahres, was wir uns damit erklären, dass sich fast alle Unternehmen mit Remote-Arbeit angefreundet haben.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Am Anfang von Corona haben wir die freien Kapazitäten, die durch weniger Anfragen entstanden sind, für die Verbesserung unserer Workflows und Verfeinerung unseres Geschäftsmodell genutzt. 

Durch die vielen neuen Registrierungen und den damit verbundenen freien Ressourcen seitens der Freelancer*innen sind wir unter dem Motto „Jetzt erst recht!“ losgezogen, um neue Auftraggeber*innen zu gewinnen. Zum Beispiel haben wir einer Stiftung dabei geholfen, ein sonst größtenteils analog stattfindendes Festival mit neuer Website und App ins Netz zu verlegen. Darüber hinaus sind Begriffe wie Shopware, Magento und Shopify meine ständigen Begleiter in diesem Jahr.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Das Arbeiten im Home-Office ist seit diesem Jahr kein Privileg mehr, dass nur einigen wenigen gestattet ist. Meiner Meinung nach wird es zukünftig ein fester Bestandteil unserer neuen Arbeitswelt werden. Unsere Projekte hatten auch schon vor der Krise einen hohen Remote-Anteil. Durch Corona ist die Akzeptanz von Arbeiten aus dem Home-Office gestiegen. Dies führt dazu, dass Unternehmen, die sich schnell an die neuen Gegebenheiten anpassen, einen leichteren Zugang zu Talenten haben. 

Krisen führen dazu, dass Geschäftsmodelle und Kulturen innerhalb eines Unternehmens auf den Prüfstand gestellt werden. Ich sehe darin immer eine Chance, Veränderungen anzustoßen. Denn spätestens jetzt funktioniert in vielen Bereichen ein einfaches Weitermachen nicht mehr. 

Freelance Junior, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren kennt jeder Freelance Junior, denn wir haben mittlerweile einen großen Anteil junger Talente der neuen Generation mit Unternehmen für Projekte zusammengebracht. Unsere Community spielt so eine große Rolle, wenn es um die neue Arbeitswelt in Deutschland geht. Freies Arbeiten ist für Studierende mittlerweile das normalste der Welt, denn junge Talente definieren sich nicht mehr über ihre Arbeitgeber*innen, sondern ihre Skills. Unternehmen wissen das und handeln entsprechend.

Persönlich würde ich in den nächsten Jahren gerne weiterhin mit vielen spannenden Persönlichkeiten / Unternehmen bei einem Kaffee oder einem Bier im Stadion über New Work philosophieren. Danach geht es zurück an den Laptop und es wird mit Paul weiter an Freelance Junior gearbeitet – also alles so wie früher.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Versucht nicht durch andere Einnahmequellen, den Proof of Concept eurer Idee hinauszuzögern oder gar zu umgehen.
  • Tauscht euch vor jeder Herausforderung mit jemanden aus, der schon einmal in der gleichen Situation war.
  • Challenged in regelmäßigen Abständen alles: Vom Geschäftsmodell bis hin zur einfachsten Task.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Matthias und Paul für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Skalierbarkeit versus Customizing

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Aaron – Smarter Telefonassistent für Arztpraxen und Kliniken

Aaron – Smarter Telefonassistent für Arztpraxen und Kliniken

Stellen Sie sich und das Startup Aaron doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Tobias Wagenführer. Ich bin Mitgründer und CEO der Aaron GmbH. Die Aaron GmbH wurde von mir und Richard von Schaewen und Iwan Lappo-Danilewski 2015 in Berlin gegründet. Seit 2016 bietet Aaron eine Enterprise Plattform an, die eine Sprachsteuerung von Geschäftsprozessen ermöglicht. Januar 2018 wurde von uns „Aaron – Smarter Telefonassistent“ für Arztpraxen und Kliniken auf den Markt gebracht und im Herbst 2018 waren wir mit dem Produkt gleich Sieger bei der „KBV – Zukunftspraxis“. Über 1.000 Ärzte in Deutschland verwenden schon den smarten Telefonassistenten.

2020 haben wir den Coronavirus-Hotline-Assistenten (CovBot) entwickelt, der die deutschen Gesundheitsämter in Zeiten von Corona entlasten kann. Die Anliegen von Anrufern werden ohne Wartezeit klassifiziert und dann die richtige Information oder der passende Gesprächspartner vermittelt. Jede Anwendung wird mit unserer KI-Sprachsteuerungstechnologie betrieben.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Richward von Schaewen und ich kennen uns aus unserer Studienzeit in Mannheim. Wir haben zusammen eine Band gegründet und gemerkt, dass wir beide auch Interesse an Geschäftsideen und -gründungen haben. Damals haben wir beschlossen: Eines Tages gründen wir zusammen. Jeder von uns ging bis 2014 beruflich seinen eigenen Weg – ich war in der Managementberatung und Richard bei unterschiedlichen Start-up-Unternehmen. 2014 beschlossen wir endlich loszulegen und holten Iwan Lappo-Danielewski als technisch versierten Mitgründer hinzu.

Welche Vision steckt hinter der Aaron GmbH?

Aaron will allen Arztpraxen eine professionelle Service-Abteilung bereitstellen. Wir möchten mithilfe von künstlicher Intelligenz jeder Arztpraxis – von klein bis groß – ermöglichen, ihren Patienten 24/7-Erreichbarkeit ohne Wartezeit anzubieten. Alle damit verbundenen administrativen Tätigkeiten wollen wir automatisieren und professionalisieren, so dass die medizinischen Fachangestellten sich auf die medizinischen Anliegen der Patienten fokussieren können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Aaron finanziert sich durch Kunden, Privatinvestoren und hat auch öffentliche Fördermittel erhalten. Wir haben mehrere Großkunden und über 1.000 Ärzte als Kunden. Die öffentlichen Fördergelder haben uns geholfen riskantere oder forschungsnahe Themen voranzutreiben. Die Investoren sind vor allem am Anfang wichtig, wenn es um die Entwicklung des Produktes geht und bei Wachstumssprüngen des Unternehmens.

Gelernt haben wir in den 5 Jahren viel… die größten Learnings waren im Bereich Produktentwicklung und Finanzierung. In den ersten 1-2 Jahren ging es bei uns in der Produktentwicklung oft in die falsche Richtung. Deswegen: Bei der Produktentwicklung müssen die Kunden immer mit einbezogen werden. Insbesondere bei einem Produkt, das es so noch nicht auf dem Markt gibt. Nur durch die Einbeziehung von Kunden in die Entwicklung ist es möglich zu validieren und zu erkennen, ob man wirklich ein wichtiges Problem löst.

Als wir das Geschäftsmodell nach einem Jahr umstellten, war es sehr schwierig eine Anschlussfinanzierung zu erhalten. Wir verstanden schnell, dass es in guten Zeiten des Unternehmens leicht ist Finanzierung zu erhalten – in schlechten Zeiten nicht.

Wer ist die Zielgruppe von Aaron?

Wir haben uns mit unserer Technologie auf den Gesundheitsmarkt fokussiert: Arztpraxen aller Größen, Kliniken und Gesundheitsämter. Also an der Schnittstelle von (potentiellen) Patienten und Versorgern. Wir haben ein profundes Knowhow, was die Anliegen und Bedürfnisse von Patienten sind und verstehen die Strukturen der Gesundheitsversorger wie Ärzte oder Gesundheitsämter.

Wie funktionieren „Aaron – Smarter Telefonassistent“ und der „Coronavirus-Hotline-Assistent“ (CovBot)? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

„Aaron – Smarter Telefonassistent“ ermöglicht Arztpraxen und Kliniken die Annahme von Anrufen, wenn die Mitarbeiter nicht erreichbar sind. Dies kann während der normalen Öffnungszeiten der Praxis der Fall sein, wenn die medizinischen Fachangestellten mit anderen Aufgaben betreut sind oder außerhalb der gängigen Praxiszeiten, wenn Patienten am Abend oder am Wochenende ein Anliegen haben. Der Sprachassistent basiert auf künstlicher Intelligenz und führt Patienten in einem freien Dialog durch das Telefonat, bis alle Details des Anliegens erfasst sind. Es können Anliegen wie zum Beispiel Terminvereinbarungen, Rezeptwünsche oder das richtige Verhalten bei Verdacht auf Covid-19 abgefragt werden.

Die Anliegen können dann durch die medizinischen Fachangestellten bearbeitet werden, wenn sie wieder verfügbar sind. Auch beim CovBot, den wir für die Gesundheitsämter entwickelt haben, wird das Anliegen ohne Wartezeit abgefragt und dann die passenden Informationen genannt. Die Anrufer werden anschließend an einen passenden Gesprächspartner weitergeleitet, wenn die Informationen nicht zur Klärung des Anliegens ausreichen. Sowohl der smarte Telefonassistent als auch der CovBot wurden zusammen mit medizinischem Fachpersonal und Partnern wie der Charité entwickelt.

Damit haben wir sichergestellt, dass die Produkte bei kleinen wie großen Einrichtungen funktionieren, leicht zu implementieren sind und mit geringsten Aufwand für jeden Fachbereich maßgeschneidert werden können.

Aaron, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten kontinuierlich daran zum künstlichen Intelligenz basierten Back office für den Gesundheitsmarkt zu werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1.) Verliebt euch nicht in die Lösung – verliebt euch in das Problem.

2.) Skalierbarkeit versus Customizing – achtet darauf, dass jeder weitere Kunde günstiger in der Umsetzung ist.

3.) Manchmal ist Personalbindung ein größeres Problem als die Finanzierung – nehmt keine Projekte oder Themen an, die vom eigentlichen Ziel zu sehr abhalten.

Bildquelle: vivianewild.com

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tobias Wagenführer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Glaub an dich und mach weiter!

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Vulvani Menstruation weibliche Gesundheit

Vulvani ist eine digitale Bildungsplattform rund um Menstruation, Sexualität und weibliche Gesundheit

Stellen Sie sich und das Startup Vulvani doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Britta und Co-Founderin von Vulvani . Vulvani ist eine digitale Bildungsplattform rund um Menstruation, Sexualität und weibliche Gesundheit. Wir sprechen über Inhalte, über die andere lieber schweigen. Aus unangenehmen Themen entwickeln wir ein digitales Bildungsprodukt, das in der Benutzung Spaß macht (educate + entertain = edutain). Mithilfe von interaktiven Online-Kursen und unserem Blog werden Wissenslücken über den weiblichen Körper geschlossen. Dies enttabuisiert Themen und ermöglicht eine positive Aufklärung der Gesellschaft.

Mit der Vulvani Gallery (https://vulvani.com/en/vulvani-gallery-free-stock-photos-menstruation) haben wir die weltweit erste kostenlose Stockfoto-Galerie exklusiv für Menstruation gelauncht – mit echtem Menstruationsblut. Denn wir wollen keine Fotos mehr, die Vorurteile der Menstruation reproduzieren (à la blauer Flüssigkeit als Periodenblut in der Werbung).

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Selbst als aufgeklärte cis-Frau habe ich mich erst in den letzten Jahren bewusster mit meiner eigenen Menstruation auseinandergesetzt. Auslöser waren hierfür längere Auslandsaufenthalte in Zentralamerika, wo der Zugang zu Menstruationsprodukten nicht immer gewährleistet war. Als ich in dieser Zeit zum ersten Mal von Free Bleeding erfahren habe, war es, als ob ein Lauffeuer in mir entfacht wurde. Ich habe unendlich viel über Menstruation recherchiert und begonnen offener mit Menschen in meinem Umfeld über das Thema zu sprechen.

Diese Gespräche und die daraus resultierende Erkenntnis über die Unkenntnis über den weiblichen Körper in einer vermeintlich offenen Gesellschaft haben in mir das Bedürfnis geweckt, etwas zu verändern und aufzuklären. Denn ich finde es wichtig, dass spezifische Themen wie Menstruation eine laute Stimme bekommen und Geschlechterfragen dadurch in den Vordergrund öffentlicher Diskurse rücken. Denn Wissen ist Macht. Mit Vulvani möchten wir Vorurteile durch Aufklärung abbauen, den gesellschaftlichen Austausch über tabuisierte Themen langfristig fördern und somit unseren Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten.

Was war bei der Gründung von Vulvani die größte Herausforderung?

60% der Mädchen haben eine negative Einstellung gegenüber der eigenen Periode und 80% der Frauen sprechen mit ihrem Partner nicht über Menstruation (Quellen: https://erdbeerwoche.com/wp-content/uploads/2019/10/1-Umfrage-zu-Menstruation-erdbeerwoche.pdf, https://www.sca.com/en/about-us/Investors/financial-archive/annual–and-sustainability-reports/). In einer Welt, in der Menstruation, Sexualität und der weibliche Körper als öffentliche Tabus behandelt werden, fehlt es an Bildung und Akzeptanz. Genau hier liegt auch die größte Herausforderung bei der Gründung von Vulvani.  Aufgrund der Tabuisierung des Themas ist es nicht leicht, Finanzierungen in Form von Förderprogrammen oder Investor:innen zu erzielen. Denn damit jemand investiert oder uns fördert, muss das Problem verstanden werden und nicht alle, nehmen sich der Wichtigkeit des Periodentabu an. Was Vulvani betrifft, haben wir also zu viele Ideen und zu wenig Geld.

Eins der größten Herausforderungen für mich persönlich besteht darin, zu akzeptieren, dass ich nur eine begrenzte Anzahl von Aufgaben in einem bestimmten Zeitraum schaffen kann. Und dass Dinge immer länger brauchen, als ursprünglich gedacht. Denn gerade in der Anfangsphase ist alles neu und Strukturen und Vorgehensweisen müssen erst aufgebaut werden.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja, auf jeden Fall. Aus meiner Sicht sollte man das sogar! Denn wer darauf wartet, dass etwas perfekt ist, wird vergeblich warten und wahrscheinlich nie starten. Oder nicht merken, dass sich die Umwelt oder der Bedarf in der Zeit, in der alles vermeintlich perfektioniert wird, sich bereits geändert hat, so dass das Produkt oder die Idee in der Form im Markt überhaupt nicht mehr bestehen kann. Nichts ist perfekt. Ideen leben davon, dass sie stetig verbessert und weiterentwickelt werden – und das geht nur mit ehrlichem Feedback und Vertrauen in den Prozess. Perfektion ist aus meiner Sicht Vision und Illusion zugleich. Sie eignet sich hervorragend als Struktur, um dem hypothetischen Ziel näher zu kommen, wird jedoch nie erreicht. Es ist wichtig zu lernen, damit klar zu kommen und die Kunst ist es, zum richtigen Zeitpunkt den Ausstieg zu finden.

Welche Vision steckt hinter Vulvani?

Vulvani möchte eine Welt schaffen, in der ein offener und entkrampfter Umgang mit Menstruation und dem weiblichen Körper in der Gesellschaft möglich ist und alle Menschen selbstbestimmt über ihren eigenen Körper bestimmen können. Dies erreichen wir durch Aufklärung und Schärfung des Bewusstseins für die Herausforderungen, mit denen Menschen aufgrund der Menstruation konfrontiert sind. Wir möchten Denkanstöße geben, statt universelle Lösungen vorzugeben. Das Ziel ist die Enttabuisierung sowie Normalisierung der Menstruation und damit verbundene Themen in der Gesellschaft.

Wer ist die Zielgruppe von Vulvani?

Vulvani erreicht als relevante Zielgruppe potentiell 51% der Weltbevölkerung, welche sich als weiblich geborene Person mit Menstruation im Laufe des Lebens auseinandersetzt. Wir fokussieren uns zunächst auf Generation Y. Sie pflegen einen Lebensstil, der von Gesundheitsbewusstsein sowie Nachhaltigkeit geprägt ist. Sie setzen sich bewusst mit dem eigenen Körper auseinander und haben Lust, online zu lernen. Ihnen wird durch gezielte Wissensvermittlung zum eigenen Körper selbstbestimmtes Entscheiden ermöglicht. So steigert Zyklusbewusstsein zum Beispiel das emotionale Wohlbefinden, ermöglicht hormonfreie Verhütung und hilft bei der Früherkennung von reproduktiven Gesundheitsproblemen. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Traditionelle Aufklärung erfolgt bisher analog. Die Vulvani Academy ist eine digitale Bildungsplattform rund um den weiblichen Körper, die den Zeitgeist der heutigen vernetzten Gesellschaft trifft. Wir schaffen einen sicheren und anonymen Online-Raum für eine selbstbestimmte Bildung, eigenständiges Lernen und unaussprechbare Fragen. Mittels unterschiedlicher gamifizierter Online-Kurse und dem kostenlosen Blog entsteht ein deutlich höheres Interesse an vermeintlich unangenehmen Themen, die sonst oft nicht ausreichend adressiert werden können. 

Unsere Marktpositionierung erfolgt über den Edutaining-Ansatz und der Kursvielfalt. Unsere Mitbewerber:innen beschäftigen sich jeweils nur mit einem Teilbereich unserer Idee. Hier gibt es kleine digitale Kursangebote, durchgeführt von Einzelpersonen in kleinen Gruppen bei hohen Preisen. Diese Angebote sind weder auf Skalierbarkeit noch Internationalisierung ausgelegt. 

Vulvani, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Im nächsten Jahr launchen wir die ersten Online-Kurse der Vulvani Academy. In den nächsten Jahren machen wir das Wissen rund um Menstruation für verschiedene Zielgruppen zugänglich. In 5 Jahren ist die Vulvani Academy zu einem globalen Kompetenzzentrum rund um den weiblichen Körper geworden. Der Fokus liegt auf persönlicher und gesellschaftlicher Aufklärung sowie Female Empowerment. Unser Ziel ist die Normalisierung tabuisierter Themen durch unterhaltsame Bildung, um Menschen zu stärken und inklusive Gesellschaften zu schaffen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  1. Wenn du eine Idee oder eine Leidenschaft hast, fang einfach an – mit dem, was du hast und wo auch immer du gerade bist – auch wenn du nicht weißt, wohin die Reise gehen wird! Starte mit einem Herzensprojekt, wenn sich das für dich besser anfühlt. Aber fang an und bleib flexibel, um deine Ziele und Pläne mit der Zeit anzupassen. Und sag dir immer wieder selber: Du schaffst das, Babe! 
  2. Es werden immer mehr Aufgaben, Ideen und Dinge auf deiner To-Do-Liste stehen, als eine einzelne Person oder ein kleines Gründungsteam schaffen kann. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig zu lernen, deinen Fokus zu setzen und deine Arbeit zu priorisieren. Überlege dir in welche Aufgaben es sich am ehesten lohnt, deine kostbare Zeit zu investieren, weil diese am meisten Mehrwert generieren. Zu Beginn ist es oft schwierig sich nicht zu sehr in wenig wertschöpfenden Dingen zu verlieren. Finde eine Struktur oder einen Zeitplan, der für dich geeignet ist. Es ist auch vollkommen okay, wenn Dinge nicht (gleich) erledigt werden. 
  3. Glaub an dich und mach weiter! Gerade am Anfang ist alles, was wirklich zählt, dass du weitermachst und für dich selbst einsteht. Fortschritt ist der Schlüssel zum Erfolg. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Britta Wiebe für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Dranbleiben und immer weiter machen!

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CareTwice: Shampoopulver, das sich durch Zugabe von Wasser in flüssiges Shampoo

CareTwice: Shampoopulver, das sich durch Zugabe von Wasser in flüssiges Shampoo verwandeln lässt

Stellen Sie sich und das Startup CareTwice doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo,  ich bin Lena und zusammen mit meinen drei Mitgründerinnen Inken, Carina und Hailey sind wir CareTwice. Wir haben ein Shampoopulver entwickelt, das sich durch Zugabe von Wasser in flüssiges Shampoo verwandeln lässt. Dadurch sparen wir enorm viel Einwegplastik in der Verpackung und verhindern in der Logistik unnötigen CO2-Ausstoß. 

Wir sind ein super motiviertes, bunt gemischtes und gut aufgestelltes Team. Jeder von uns bringt unterschiedliche Kompetenzen mit. Als Projektmanagerin halte ich die Fäden zusammen und koordiniere das Projekt CareTwice. Ich habe einen Masterabschluss in Responsible Management und arbeite neben dem Startup in einer Nachhaltigkeitsagentur. Unsere Art Direktorin Inken ist für die Markenbildung, das Design, die Gestaltung des Packaging und gemeinsam mit mir für die Produktion und Realisierung der Produkte zuständig. Sie ist Kommunikationsdesignerin und Art Direktorin in derselben Nachhaltigkeitsagentur und außerdem noch freiberuflich tätig.

Unsere E-Commerce Managerin Carina kümmert sich um die Website und das gesamte Online-Marketing. Sie ist E-Commerce Managerin in einer Online Marketing Agentur. Hailey, unsere Chemikerin und Produktentwicklerin kümmert sich um die Entwicklung der Rezeptur für unser Shampoo. Sie ist Senior Scientist an der ETH in Zürich und hat einen Doktor in bioorganischer Chemie. Außerdem stellt sie bereits schon seit mehr als 10 Jahren selbst Seife her. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben ein Problem am Markt gesehen, für das es noch keine optimale Lösung gibt. Und anstatt auf die Lösung zu warten, haben wir beschlossen selbst aktiv zu werden. 

Wir sind davon überzeugt, dass man beides haben kann: man kann sich gleichzeitig um sich selbst und um die Umwelt kümmern – ohne Kompromisse! Für uns ist Haarewaschen immer mit Kompromissen verbunden. Entscheidet man sich für herkömmliches Flüssigshampoo, kauft man zwangsläufig Plastik sowie andere unnötigen Inhaltsstoffe mit ein. Bei einem festen Seifenstück verzichtet man zwar auf eine Plastikverpackung und bekommt deutlich mehr Shampoo, weil das Wasser weggelassen wird. Allerdings muss man Abstriche im eigenen Dusch-Komfort eingehen. Seifenstücke lassen sich nicht so gut in der Dusche lagern, sie lassen sich nicht optimal im (langen) Haar verteilen und zum Mitnehmen eignen sie sich auch nicht unbedingt, da sie nicht sofort trocknen und aufgeweicht schnell eine große Sauerei machen.

Und genau da kommt das Shampoopulver ins Spiel: weniger Verpackung, keine unnötigen Inhaltsstoffe, geringerer CO2-Verbrauch bei gleichem Komfort.

Was war bei der Gründung von CareTwice die größte Herausforderung?

Auf jeden Fall die Koordination, Abstimmung und Kommunikation. Wir sind 4 Mädels in drei unterschiedlichen Städten und Ländern (Stuttgart, Wien und Zürich). Das bedeutet, schon vor Corona haben wir uns hauptsächlich digital abgestimmt. Da wir alle auch noch berufstätig und viel beschäftigt sind war eine regelmäßige Abstimmung nicht immer leicht.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Absolut! Die Erfahrung hat gezeigt, dass Anfangen die größte Herausforderung ist und je weniger man vorzuweisen hat, desto schwieriger. Aber jeder Gründende startet mit einer Idee. Wir konnten mit unserer Idee ein Team aufbauen, zwei Stipendien an Land ziehen und nach und nach unsere Marke etablieren. Erst mit der Zeit ist aus der Idee etwas Konkretes entstanden. Wichtig ist, dranzubleiben, zu kommunizieren, Feedback einzuholen und sich ein Netzwerk mit Supportern aufzubauen.

Welche Vision steckt hinter CareTwice?

Wir von CareTwice glauben daran, dass es möglich ist, sich gleichzeitig um sich selbst und um unsere Umwelt zu kümmern – ohne Kompromisse! Wir möchten uns nicht entscheiden müssen zwischen den Optionen sich selbst ODER der Umwelt etwas Gutes zu tun. #caretwice

Wer ist die Zielgruppe von CareTwice?

Unsere Zielgruppe ist überwiegend weiblich, zwischen 25 und 34 Jahre alt und interessiert sich für nachhaltige, innovative und zukunftsfähige Lösungen. 

Was ist das Besondere an dem Shampoo? Wie funktioniert das?

Unser Shampoopulver ist die reine Essenz des Shampoos, das man nur mit Zugabe von Wasser in einem beliebigen Behälter zu flüssigem Shampoo schütteln kann. Mit unserem Shampoopulver wollen wir das Problem des übermäßigen Verbrauchs von Plastikverpackungen im Badezimmer lösen und unseren Kundinnen und Kunden gleichzeitig den größtmöglichen Dusch-Komfort bieten. 

Dabei machen wir uns das Konzept der Abfallhierarchie zunutze: Reduce, Reuse, Recycle!

Unser Shampoopulver wird in speziellem Barrierepapier verkauft und kann nach Verwendung im Altpapier entsorgt werden. Somit reduzieren wir einen erheblichen Anteil an Verpackung (= Reduce). Das Pulver kann anschließend entweder in eine vorhandene Shampooflasche gefüllt werden (= Reuse) oder in eine CareTwice Mehrwegflasche aus recyceltem Kunststoff (= Recycle).

Darüber hinaus können wir durch unser Pulver das Transportgewicht deutlich zu reduzieren und sowohl Energie als auch CO2–Emissionen einsparen. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Bisher gibt es wenig Konkurrenten in unserer Nische. Die Idee, die reine Essenz von Reinigungs- oder Pflegeprodukte anzubieten existiert allerdings schon länger. In unserem Fall steht die Konsistenz des Shampoos derer eines herkömmlichen Flüssigshampoos in nichts nach. Im Gegensatz zu anderen Produkten, die ziemlich wässrig sind und teilweise nur in Form eines Schaumpumpspenders anzuwenden sind, bieten wir gleichen Dusch–Komfort ohne Abstriche.

CareTwice, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit unserer aktuellen Crowdfunding Kampagne, bei der man uns noch bis Ende Januar 2021 unterstützen kann, haben wir Geld für unsere erste große Produktion zusammen. Damit können wir unsere Kundinnen und Kunden aus dem Crowdfunding bedienen und darüber hinaus unseren Online-Shop aufbauen. Geplant sind weitere Produkte wie Conditioner, Haarkur und Duschgel in Pulverform und verschiedenen Düften. Und langfristig möchten wir natürlich auch international tätig werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

1.) Dranbleiben und immer weiter machen!

2.) Regelmäßig kommunizieren, im Team und mit Kunden gleichermaßen

3.) So früh wie möglich Feedback einholen und mit dem MVP rausgehen

Zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lena Scholpp für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Freu dich auf die Zukunft!

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Voice of jobs

Voice of Jobs ® Jobbörse: Stellenanzeigen veröffentlichen bevor der Bewerbungsprozess startet. 

Stellen Sie sich und das Startup Voice of Jobs doch kurz unseren Lesern vor!

Gern, mein Name ist Markus Seebeck, ich komme aus Oldenburg in Niedersachsen und arbeite seit mehr als zwanzig Jahren im Human Resources Management international erfolgreicher Unternehmen. Voice of Jobs® ist nun mein erstes Unternehmen und bietet als einzige Jobbörse die Möglichkeit, Stellenanzeigen zu veröffentlichen, noch bevor der Bewerbungsprozess startet. 

Das heißt im Grunde, dass Unternehmen lange vor dem eigentlichen Bedarf anfangen, geeignete Bewerber zu sichten und somit auch viel früher selbst auffindbar für Arbeitnehmer sind – inaktive Stellenanzeigen können eingesehen werden, schon bevor der eigentliche Bewerbungsprozess startet und schaffen somit erhebliche Planungssicherheit. Neben Großunternehmen profitieren auch mittelständische Unternehmen von der Plattform, die anderswo aus finanziellen Gesichtspunkten nur punktuell im Bewerbermarkt präsent sein können.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ganz klar, ich sah (und fand) für ein bekanntes und leider immer größer werdendes Problem in der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern, also dass sich Jobangebote und die Kandidatennachfrage immer wieder verpassen, keine Lösung im Markt. Also entschied ich mich, Antworten auf diese dringenden Fragen der Zukunft zu finden und gründete die Voice of Jobs GmbH. 

Welche Vision steht hinter Voice of Jobs®?

Meine Vision ist es, dass Voice of Jobs® zur festen Größe im Markt der Jobbörsen und die erste Wahl bei Jobsuche und Berufsorientierung wird. Ja, es darf auch gerne der neue Standard in der Veröffentlichung von Stellenanzeigen werden. Die Zeichen dafür stehen aktuell besser denn je. Wachsender Fachkräftebedarf, demografischer Wandel und die zunehmende Digitalisierung führen neben dem harten Wettbewerb um die Ressource „Mitarbeiter“ zu deutlich neuen Herausforderungen in der Rekrutierung für Unternehmen, Betriebe und (öffentliche) Institutionen. Erfolgreiche Personalbeschaffungsstrategien zeigen zukünftig ihren Zielgruppen, was morgen bereits im Unternehmen gesucht (und gebraucht) wird. Unternehmen, die mehr Kontrolle in der Bewerberansprache und -kommunikation für wichtig halten und im Wettbewerb um Kandidaten stehen, haben mit Voice of Jobs® genau die richtige Lösung. 

Als Pionier auf dem Markt bietet Voice of Jobs® daher die Möglichkeit, Stellenanzeigen bereits weit vor der initialen Bewerbungsphase online zu stellen, lange bevor der Bewerbungsprozess startet. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine besondere Herausforderung war die Suche nach einem Partner für die Programmierung. Ich war sehr anspruchsvoll, wollte nur das Optimum mit einem tollen Team, das mich auch in der Sache weiterbringt. Das habe ich dann auch gefunden. Finanziert wurde die Gründung aus privaten Mitteln.

Wer ist die Zielgruppe von Voice of Jobs®?

Im Fokus des Geschäftsmodells stehen zwei Zielgruppen: Zum einen Unternehmen, Betriebe und (öffentliche) Institutionen aller Art und Größe, die zukünftig intensiv im Wettbewerb um qualifiziertes Personal stehen werden und daher rechtzeitig im Markt unterwegs sein müssen. Dieser Paradigmenwechsel zahlt sich besonders bei schwierig zu besetzenden Positionen aus. 

Auf der anderen Seite stehen die Nachfrager nach entsprechenden Jobs, also qualifizierte Kandidaten und Bewerber als weitere Zielgruppe. 

Wie funktioniert Voice of Jobs ®? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unternehmen beginnen die Personalsuche heutzutage in der Regel, wenn der Personalbedarf bereits akut entstanden ist. Das ist deutlich zu spät, um erfolgreich passende Mitarbeiter zu gewinnen. Stellenanzeigen werden auf Jobbörsen für Ø 30 Tage online Präsenz gepostet und es wird erwartet (und gehofft), dass genau im gleichen Zeitfenster der passende Kandidat zufällig die aktive Anzeige für sich entdeckt. Fakt ist aber, dass nur die wenigsten Arbeitnehmer tagtäglich auf Jobportalen unterwegs sind oder Newsletter lesen. Das heißt, wenn ein Stellenangebot nur kurze Zeit online ist, verpassen sich Angebot und Nachfrage einfach immer wieder. 

Das neue Jobportal von Voice of Jobs geht klar neue Wege der vorausschauenden Personalrekrutierung. Neben aktiven Stellenanzeigen, auf denen sich Kandidaten aktiv bewerben können, werden auch Jobs veröffentlicht, die erst demnächst oder innerhalb eines Jahres zur Besetzung anstehen; somit noch „inaktive“ Jobs. Und das 365-Tage im Jahr. Unsere Kunden brauchen sich daher nicht mehr die knifflige Frage zu stellen, wann denn wohl der optimale Zeitpunkt für die Veröffentlichung ist. Bei Voice of Jobs ist das ganze Jahr über Primetime. Damit werden auch Risiken minimiert, den „best fit“ zu verpassen. Letztlich erhöht man im Ergebnis die Trefferquote. 

Kandidaten bekommen einen klaren Blick auf die Personalplanung und damit einen noch nie dagewesenen Zugang zu bevorstehenden UND aktuellen Einstellungen der Betriebe. Fehlende Qualifikationen des in Aussicht stehenden Jobs können erkannt und rechtzeitig nachgeholt werden. Karriere wird planbarer. 

Voice of Jobs ®, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aufgrund des einzigartigen mehrfach Wirkprinzips des Portals sehen wir das Angebot auch international für den Markt gut aufgestellt. Daneben gilt es, das Konzept stetig weiter zu entwickeln und neue Technologien zu nutzen, um den Kunden ein größtmögliches Kundenerlebnis zu bieten.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Stelle den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt deines Schaffens. Find heraus, was sein „Pain-Point“ ist und biete ihm eine Lösung dafür. So driftest du nicht ab und bleibst fokussiert. 

Vernetze dich und finde das richtige „Pricing“ für deine Produktidee. Biete zunächst kostenfreie Nutzungsoptionen an. Sei kulant und verständnisvoll. Deine Unbekanntheit im Markt kannst du vielleicht so besser ausgleichen und deine Kunden überzeugen.   

Versuch dich in schwierigen Phasen immer daran zu erinnern, welche Beweggründe es gab den Weg, den du gewählt hast, zu gehen und welche Chancen sich durch dein Geschäftsmodell ergeben können. Freu dich auf die Zukunft!  

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Markus Seebeck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Trauen Sie sich ruhig, groß zu denken

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REGIONIQUE lebensmittel

REGIONIQUE Lebensmittel: echt, nachhaltig und transparent

Stellen Sie sich und das Startup REGIONIQUE doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind die Produktfabrik GmbH und entwickeln Produkte und Marken, die Sinn stiften und eine Geschichte erzählen. Vor meinem Leben als Gründerin arbeitete ich, Sabine Bingenheimer-Zimmermann, nach meinem Wirtschaftsstudium viele Jahre in der Lebensmittelbranche, schwerpunktmäßig in der Produktentwicklung und dem Innovationsmanagement.

Bei renommierten Unternehmen wie Südzucker und dem Merck-Konzern konnte ich in diversen Positionen im In- und Ausland wertvolle Erfahrung sammeln, die das Fundament meiner heutigen Tätigkeit bilden. So konnte ich bereits mehrere Marken erfolgreich positionieren und diverse Endkundenprogramme wie bspw. ein Diät- und Diabetesprogramme im LEH etablieren.

Mit der Produktfabrik GmbH gründete ich jüngst mein eigenes Unternehmen, das unterschiedliche Handelsmarken berät sowie qualitativ hochwertige Lebensmittel einführt. So entwickelte ich mit meinem Team die eigene Marke REGIONIQUE. Eine Lebensmittelmarke in hochwertiger Qualität, bei der sämtliche Prozesse in der gesamten Wertschöpfung nachhaltig gestaltet sind. Mit REGIONIQUE wagen wir als „First Mover“ im Bereich Zutatentracking einen Angriff auf die etablierten Platzhirsche im Müsli- und Nudelsegment. Denn Transparenz ist dort bislang nicht angekommen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Initialzündung entstand einst am Küchentisch, als ich mir die Frage nach der Herkunft von Lebensmitteln stellte. Warum müssen Zutaten um die halbe Welt gekarrt werden oder künstlich erzeugt und mit tollen Claims dem Verbraucher angepriesen werden. Ich begann, Tagebuch zu führen und versuchte die Kilometerbilanzen ausgewählter Lebensmittel aufzustellen. Bei regionalem Obst und Gemüse kein Problem. Wenige Kilometer. Bei Milch, Eiern und Fleisch auch nicht, sofern die Zutaten aus der Region sind. Wenige Kilometer. Haken dran. Auch die Rückverfolgung war aufgrund geltender gesetzlicher Bestimmungen recht einfach. Doch dann vertieften wir uns in weitere Produkte, die täglich auf dem Speiseplan standen.

Ich versuchte, jedes Produkt in seine einzelnen Zutaten herunterzubrechen und deren Herkunft zu identifizieren. Woher kamen beispielsweise die Haferflocken, die Nüsse und die getrockneten Früchte in meinem Müsli? Meine Bemühungen lieferten schnell ernüchternde Ergebnisse: Rohstoffe wurden an der Börse gehandelt und dementsprechend ge- und verkauft, Zutaten, die man um die Ecke auf den Feldern vermutet, werden durch die Welt geschickt, als wären Tausende Kilometer ein Gütesiegel, Transport spielt dabei keine Rolle, weil er so günstig ist. Nur auf wessen Kosten? Verärgert von der Augenwischerei vieler Lebensmittelhersteller, war der Entschluss gefasst ein Unternehmen zu gründen und es besser zu machen. So wurde die Produktfabrik geboren.

Welche Vision steckt hinter REGIONIQUE?

Wir bieten im Supermarkt Grundnahrungsmittel an, die auf unnötige Transportkilometer verzichten. REGIONIQUE ist somit die erste Lebensmittelmarke, die das Ziel Nachhaltigkeit in Zusammenhang mit Transportkilometern verbindet und diese bis auf Zutatenebene transparent offenlegt. Damit ist die Marke aktuell Pionier im Segment „Geerntet in Deutschland“. Wir möchten das Bewusstsein für die Herkunft von Lebensmitteln ändern und die Welt damit ein bisschen besser machen. Denn weniger Transportkilometer bedeuten automatisch: Weniger Schiffe, weniger Flugzeuge und damit weniger CO2 in der Luft und somit eine bessere Zukunft.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist sicherlich die Arbeit an sich selbst und das ständige Challengen der eigenen Gedanken. Überzeugen wir Konsumenten, wenn wir von Transportkilometern sprechen oder ist ihnen der Begriff viel zu technisch? Schaffen wir es, Konsumenten vom eigentlichen Wert von Lebensmitteln zu überzeugen oder gewinnt am Ende der Preisführer?

Bis wir die zündende Idee hatten und mit einer Agentur in die Ausarbeitung der Marke gegangen sind, haben wir uns selbstfinanziert. Mit dem Konzept von REGIONIQUE konnten wir einen Investor gewinnen, der an uns und an die Marke glaubt.

Wer ist die Zielgruppe von REGIONIQUE?

REGIONIQUE-Kunden lassen sich nicht einfach in die gängigen Sozio-Milieus einteilen, sondern bringen neben einem hohen Interesse an einer ausgewogenen und gesunden Ernährung eine Vorliebe für Frische-Produkte mit. Sie haben einen hohen Qualitätsanspruch an Lebensmittel und Interesse an deren Herkunft. Dabei treffen Sie ihre Kaufentscheidung nicht über den Preis, sondern über den Nutzen der Produkte. Aufgrund ihres Umweltbewusstseins und des daran ausgerichteten Handelns, passen auch die Produktnamen wie Imageträger, Naturliebhaber und Richtungsweiser.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

REGIONIQUE setzt sich aus den drei Kernwerten „echt, nachhaltig und transparent“ zusammen. Das bedeutet, dass ausschließlich Zutaten verwendet werden, die auf naheliegenden Feldern wachsen und gänzlich auf Aromen oder andere künstliche Zusatzstoffe verzichtet wird. Zudem möchten wir den Verbraucher vom Wert der Lebensmittel überzeugen. Hochwertige Lebensmittel sind das neue Statussymbol. Dabei gestaltet REGIONIQUE alle Geschäftsprozesse so nachhaltig wie möglich. Das beginnt mit dem Verzicht auf Importe (bspw. Hafer aus Kanada, Trockenfrüchte aus China) bei der Zutatenzusammenstellung und wird weitergeführt bei der Verwendung von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen genauso wie Produktionen und Server, die mit Sonnenstrom arbeiten. REGIONIQUE gibt dem Verbraucher die größtmögliche Transparenz über die Herkunft der einzelnen Zutaten, deren Wege zu den Produktionen und alle damit in Zusammenhang stehenden Transporte. Diese Informationen werden u.a. mit einem Transparenzcode auf dem jeweiligen Produkt offengelegt. In dieser Kombination kann das keine andere Marke im LEH leisten.

REGIONIQUE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sind davon überzeugt, dass der globale Wandel hin zu transparenter Kommunikation in vollem Gange ist und Konsumenten zukünftig von denen kaufen, die echten Nutzen stiften. Trotz aktuell florierender Umsätze stehen die Nahrungsmittelindustrie und insbesondere die Discounter vor großen Herausforderungen, die sich vor allem aus strategischen, ethischen und ökologischen Gründen ergeben. Der Zukunftsmarkt der ganzheitlich betrachteten Regionalansätze bietet hier Handlungsalternativen. Denn längst ist der Markt der gesunden und regionalen Ernährung aus der Nische der Weltverbesserer herausgetreten. Argumente für Verzicht von Produkten mit ewigen Transportwegen knüpfen sich an einflussreiche Trends wie den Klimawandel und die Übernahme der eigenen Verantwortung gepaart mit vollständiger Transparenz. Daher sind wir überzeugt, dass REGIONIQUE stetig weiterwachsen wird und in 5 Jahren nicht nur in allen Supermarktregalen stehen wird, sondern auch an weiteren Orten, an denen Konsumenten sich mit hochwertiger Ernährung auseinandersetzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Auf die erste Idee folgt in der Regel die Konzeption und der Businessplan. Eine tiefgehende ehrliche Analyse und Ausarbeitung des eigenen Konzepts ist aus meiner Sicht die erste Weichenstellung für den späteren Erfolg. Drehen Sie Ihre Geschäftsidee so lange im Kreis, bis Sie wirklich ausgereift ist und alle Potenziale und notwendigen Prozessschritte durchdacht sind. Und: Überarbeiten Sie sie ständig! Wer auf der Stelle bleibt, der wird überholt.

Lassen Sie sich bei Widerstand nicht entmutigen und entwickeln Sie sich jeden Tag weiter. Auf dem Weg zum unternehmerischen Erfolg wird es viele Unwägbarkeiten und die ein oder anderen Steine im Weg geben. Wichtig als Unternehmer ist, dass man seine Stärken bündelt, an sich und seine Geschäftsidee glaubt und sich die Zeit nimmt, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Dann wird man kreative Lösungen finden und auf Dauer erfolgreich sein. 

Geben Sie sich genügend Freiraum. Nur wer sich Zeit nimmt zum Nachdenken und Reflektieren, wird sinnstiftende Entscheidungen treffen. Trauen Sie sich ruhig, groß zu denken.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sabine Bingenheimer-Zimmermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein starkes Netzwerk aufbauen

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HelloBetter psychologische Online-Trainings psychischen Beschwerden

HelloBetter psychologische Online-Trainings bei Depressionen, Stress, Angst, Panik, Burnout und bei weiteren psychischen Beschwerden

Stellen Sie sich und das Start-up HelloBetter doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Hanne Horvath und ich bin Mitgründerin und VP Business Development beim Digital Mental Health Start-up HelloBetter. Mit unseren Online-Trainings helfen wir Menschen weltweit, sich selbstbestimmt um ihre mentale Gesundheit kümmern zu können. In den mehrwöchigen Trainings erfahren die Teilnehmer*innen mehr über die Hintergründe psychischer Erkrankungen und beschäftigen sich mit den Symptomen, die ihren Alltag erschweren. Mithilfe anschaulicher Übungen probieren sie Methoden aus, um ihre Beschwerden zu lindern. Diese Übungen dienen dazu, Strategien zum Umgang mit unangenehmen Gedanken zu lernen oder die Veränderung bestimmter Verhaltensweisen in den Alltag zu übertragen. Je nach Training erhalten Teilnehmer*innen individuelles schriftliches Feedback von Psycholog*innen.

Die Wirksamkeit unserer Online-Trainings wurde in 33 wissenschaftlichen Studien geprüft. Kein anderes Start-up weltweit verfügt über eine vergleichbar umfangreiche Evidenz, die die Wirksamkeit ihres Angebots zweifelsfrei belegt und einen hohen Anteil an Beschwerdenreduktion aufzeigt. Bis heute ist es uns gelungen, über 35.000 Menschen mit unseren Online-Trainings zu versorgen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee, Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu wirksamer Psychotherapie zu ermöglichen, treibt mich als Psychologin schon lange an. Jedes Jahr leidet mindestens jeder vierte Erwachsene in Deutschland an einer psychischen Erkrankung wie einer Depression. Nur ein kleiner Anteil sucht proaktiv nach Hilfe, um die Beschwerden zu lindern: Lediglich 9 % aller erwachsenen Versicherten haben in den letzten 3 Jahren wegen eines psychischen Problems einen Psychotherapeuten aufgesucht. Das kann gravierende Folgen haben. Werden Menschen mit psychischen Beschwerden nicht rechtzeitig erreicht, können sich Beschwerden chronifizieren, die Behandlung ist dann langwieriger, kostspieliger für Versicherungen und unangenehmer für die patienten. Erreicht man die Betroffenen früher im Erkrankungsprozess, kann das alles verhindert werden.

Um die Versorgung psychischer Erkrankung grundlegend zu verbessern und in unseren Augen zutiefst ungerechte Zustände, wie das monatelange Warten auf Hilfe, zu verändern, haben Dr. Elena Heber, Prof. Dr. Ebert und ich 2015 zusammen das GET.ON Institut, seit Anfang des Jahres bekannt als HelloBetter, gegründet. Uns ging es von Beginn an darum, Menschen mit psychischen Beschwerden ein einfach zugängliches Angebot jenseits der herkömmlichen Psychotherapie anzubieten und so eine dramatische Versorgungslücke zu schließen. So entstand die Idee evidenzbasierter Online-Trainings zur Behandlung und Prävention psychischer Erkrankungen.

Was war bei der Gründung von HelloBetter die größte Herausforderung?

Damals war so etwas wie das Digitale Versorgung-Gesetz, das allen Versicherten in Deutschland einen kostenlosen Zugang zu digitalen Gesundheitsanwendungen ermöglicht, noch ein Traum – nicht abzusehen, ob und wann sich für uns eine solche Möglichkeit einmal ergibt. Die Aussicht, mühsam Verträge mit einzelnen Krankenkassen abzuschließen und dies auch nur unkompliziert für den Bereich Prävention zu können, nicht für den Bereich Behandlung, das war schon eine Herausforderung in dem Sinne, das wir uns gefragt haben: Können wir wirklich allen Menschen Zugang zu diesen Programmen geben, ohne dass sie selbst dafür zahlen? Kann das etwas für alle werden oder nur für einige wenige? Das Geschäftsmodell war einfach noch unausgereift aber heute bin ich froh, dass wir es durchgezogen haben.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Na klar, man muss sogar! Wenn man wartet bis alles vermeintlich perfekt ist, startet man vielleicht nie und verpasst wichtige Gelegenheiten. Ich denke, es ist mit vielen Dingen im Leben so, außerhalb von Unternehmensgründungen: Durch das Machen, das Tun, das Bewegen lernt man, bewegt sich etwas, entstehen große Chancen und viel Gutes. Abwarten ist nicht immer richtig.

Welche Vision steckt hinter HelloBetter?

Die Vision von HelloBetter ist es, das System der psychischen Gesundheitsversorgung neu zu denken und kognitive Verhaltenstherapie für alle Menschen weltweit zugänglich zu machen – niedrigschwellig und kostengünstig. Auf der ganzen Welt leidet fast eine Milliarde Menschen unter psychischen Beschwerden. Der Großteil von ihnen erhält keine angemessene Hilfe: In Deutschland zum Beispiel erhalten nur zwei von fünf Menschen mit psychischen Beschwerden irgendeine Form der Versorgung. Drei Viertel der Menschen in Behandlung werden jedoch nicht von Fachärzten, die dafür ausgebildet sind, sondern von Allgemeinmedizinern behandelt. Nur eine von vier Personen wird von einem einem Psychotherapeuten oder Psychiater behandelt.

Unser Ansatz besteht darin, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. So können wir die Barrieren in der Versorgung radikal senken und die immensen Kosten psychischer Beschwerden zu reduzieren. Mit HelloBetter wollen wir erreichen, dass mehr Menschen als je zuvor eine qualitativ hochwertige Versorgung ihrer mentalen Gesundheit erhalten.

Wer ist die Zielgruppe von HelloBetter?

Studien zu Folge liegt der Hauptgrund dafür, dass so wenige Betroffene in Kontakt mit dem Gesundheitssystem treten auch darin, dass viele Menschen ihre Probleme lieber selbstständig lösen möchten, anstatt sich von Ärzten oder Psychotherapeuten helfen zu lassen. Genau da setzen wir mit unseren Online-Trainings an und befähigen Menschen, die Lösung ihrer Beschwerden proaktiv in die Hand zu nehmen. Dabei profitieren auch diejenigen von unserem Angebot, die keinen Therapieplatz bekommen oder sich noch auf einer Warteliste befinden.

Auch Hausärzte, Fachärzte und Psychiater können die Online-Trainings dazu nutzen, die Versorgung von Patienten mit psychischen Beschwerden zu verbessern. Psychotherapeut*innen können ihren Patient*innenen auf der Warteliste dabei helfen, die Zeit bis zum Therapiestart zu überbrücken und ermöglichen Patient*innen, die keine klassische Therapie benötigen, Zugang zu wissenschaftlich erwiesener und zeitnaher Stärkung und Wiederherstellung ihrer psychischen Gesundheit, die so effektiv sein kann, wie ambulante oder stationäre Psychotherapie.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Der größte Unterschied zwischen HelloBetter und anderen Anbietern ist unsere wissenschaftliche Vorgehensweise. Wir investieren viel Zeit in Recherche und Entwicklung und unsere Online-Trainings werden in mehrjährigen Studien immer wieder auf ihre Wirksamkeit geprüft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wir sind das Start-up mit der weltweit größten Evidenz für die Wirksamkeit seiner Lösungen zur Behandlung psychischer Beschwerden. Außerdem arbeiten wir mit einem wissenschaftlichen Beirat zusammen, dessen wertvolle Außensicht stets in die Weiterentwicklung von HelloBetter einfließt. Das alles hebt unser Produkt auf das höchstmögliche Niveau. Da wir festgestellt haben, dass begleitete Trainings wirksamer sind, weil es Teilnehmer*innen zum Weitermachen motiviert, erhalten sie regelmäßiges Feedback zu ihrem Fortschritt.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Weltweit hat die Corona-Pandemie die Art und Weise, wie Menschen leben und arbeiten, grundlegend verändert. Der Großteil der Unternehmen musste innerhalb nur weniger Tage auf Home-Office umstellen und viele Menschen arbeiten nun schon seit Monaten von zu Hause. Diese Veränderung hat nicht nur große Auswirkungen auf unseren Tagesablauf, sondern beeinflusst auch die mentale Gesundheit der Menschen enorm. Das haben wir bei HelloBetter gleich in den ersten Wochen der Pandemie gemerkt, als sich die Zahl der Nutzer unserer Online-Trainings mehr als verdoppelt hat.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben auf die hohe Nachfrage reagiert, indem wir gemeinsam mit der Allianz die Initiative “Stark durch die Krise” gestartet haben. Sie bietet Menschen einen schnellen und kostenfreien Zugang zu Hilfsangeboten bei psychischen Beschwerden aufgrund von Isolation, Infektionsangst, wirtschaftlichen Sorgen oder dem Fehlen gewohnter sozialer Kontakte. Das Besondere an der Initiative ist, das über unterschiedliche Kanäle darauf zugegriffen werden kann: Das Angebot umfasst Beratung per Telefon, Online-Trainings, eine Online-Community und Live Q&A-Sessions mit Psychotherapeut*innen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Akzeptanz für digitale Gesundheitsanwendungen in Deutschland war über lange Zeit sehr niedrig. Die Möglichkeiten, die es in diesem Bereich gibt, waren den Menschen schlichtweg nicht bekannt. Das ändert sich jetzt. Die Corona-Pandemie hat ja bereits in vielen Bereichen des Lebens zu einer Beschleunigung der Digitalisierung geführt, so auch im Gesundheitswesen. Laut einer Bitkom-Studie haben zum Beispiel Videosprechstunden in der Coronakrise einen kräftigen Schub erlebt: Während im Frühjahr 2020 noch acht Prozent der Menschen in Deutschland ein telemedizinisches Angebot genutzt hatten, waren es im Sommer bereits 13 Prozent. Fast jeder Zweite gab an, die Videosprechstunde einem persönlichen Arztbesuch künftig vorziehen zu wollen.

Laut einer aktuellen McKinsey-Studie erreichten im ersten Quartal 2020 die Downloads von Gesundheits-Apps mit fast 2 Millionen einen neuen Höchststand – nahezu eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 59% von knapp 1.200 Befragten in Deutschland erwägen eine Nutzung von Apps auf Rezept, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar zwei Drittel. Doch auch fast die Hälfte der Generation über 65 Jahre befürwortet verschreibungsfähige Apps.

HelloBetter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir arbeiten darauf hin, dass jeder Mensch Zugang zu unseren Programmen hat und die Versorgungsstrukturen sich messbar verbessert. Zustände wie heute, dass zum Beispiel 99 Prozent aller Schlafstörungen nicht leitliniengerecht behandelt werden, wird es nicht mehr geben – Hausärzt*innen verschreiben weniger Medikamente sondern helfen Patient*innen bewusst und aufgeklärt mit digitalen Gesundheitsanwendungen von HelloBetter. Psychotherapeut*innen nutzen HelloBetter in ihrer täglichen Arbeit mit Patient*innen, “lagern” einige psychotherapeutische Inhalte digital aus oder begleiten ihre Patienten in der Nachsorge digital weiter. Ich wünsche mir auch, dass klinische Forschung und seriöse Wirksamkeitsnachweise wirklich etwas wert sind und für Nutzer*innen, Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen transparent zu sehen ist, welche digitalen Gesundheitsanwendungen was wirklich etwas bewirken können. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Sucht euch Partner, Universitäten, Krankenkassen, Klinikketten – jemand, der euer Modell in einem Piloten nicht nur einmalig überprüft, sondern danach als fester Kunde/Partner zur Verfügung steht. Mich macht traurig, dass immer noch so wenige Frauen gründen, auch weil dies von der gesamten Gesellschaft und Unternehmerwelt strukturell noch viel zu wenig gefördert oder gewollt ist. Daher würde ich insbesondere Frauen zum Gründen raten und ermutigen, sich hier ein starkes Netzwerk aufzubauen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Hanne Horvath für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Fördermöglichkeiten anschauen

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RYNX display

RYNX Display Lösungen Kombination aus Energieeffizienz und smarter Vernetzung

Stellen Sie sich und das Startup RYNX doch kurz unseren Lesern vor!

Gerne! Mein Name ist Holger und bin neben Manuel und Sebastian einer der drei Gründer von RYNX. Wir haben uns das Ziel gesetzt, eine neue Displayart zu entwickeln. Die Inspiration dazu kam von den mechanischen Abflugtafeln, die man von Flughäfen kennt. Der Vorteil dieser Tafeln ist, neben der guten Lesbarkeit im Tageslicht, dass sie nur Strom benötigen, wenn der Inhalt gewechselt wird. Damit eignen sich mechanische Anzeigen überall dort, wo Texte über einen längeren Zeitraum angezeigt werden sollen ohne unnötig Energie zu verschwenden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte immer schon in die Selbstständigkeit und habe eigentlich nur auf den richtigen Moment gewartet. Mir gefällt es, Verantwortung zu tragen und eigene Entscheidungen zu treffen. Als die Idee von RYNX konkreter wurde, war mir klar, dass der Zeitpunkt gekommen ist. Damals war ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt und habe mich nach möglichen Fördermöglichkeiten umgesehen. Das Hessen Ideen Stipendium wirkte passend, und so habe ich meine Stelle auslaufen lassen, noch bevor ich die Zusage des Stipendiums hatte.

Welche Vision steckt hinter RYNX?

Wir möchten mit RYNX zeigen, dass es auch effiziente Möglichkeiten für Displays gibt. Das Patent der Fallblattanzeige ist in den 60er-Jahren eingereicht worden. Seitdem hat sich in dem Bereich nicht viel getan. Hinzu kommt, dass die Komplexität der Anzeige so hoch ist, dass sie nie wirklich über die Anwendung an Bahnhöfen und Flughäfen hinausging. Mittlerweile sind mechanische Anzeigen nur noch wenig in Gebrauch. RYNX soll das Gleiche leisten wie die alte Fallblatttafel, ist jedoch durch das neue System sehr viel günstiger und robuster. Darum sehen wir ein hohes Potenzial für unsere Technologie in verschiedenen Anwendungsfeldern. Unsere Vision ist es, den Displaymarkt ein Stück weit umzukrempeln.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine große Herausforderung war die Frage nach dem richtigen Markteintritt. Unser Ziel ist es, mit einem möglichst einfachen Display an den Markt zu gehen und so die Technologie zu demonstrieren. Wir hatten im letzten Jahr Gespräche mit Kinos, Veranstaltungszentren, Hotelketten und weiteren möglichen Pilotkunden. Corona hat allerdings gerade diesen Unternehmen besonders schwer zugesetzt. Wir haben das Produkt und die Zielgruppe dann entsprechend angepasst und sprechen nun vorrangig kleinere Anwender an, um unser Marktrisiko an der Stelle zu minimieren.

Finanziert haben wir uns bisher über zwei Stipendien. Anfangs, wie gesagt, über das Hessen Ideen Stipendium. Zu dieser Zeit war ich noch alleine und habe das Stipendium genutzt, um mit Pilotkunden zu sprechen und die Marktfähigkeit einzuschätzen. Am Ende des Stipendiums habe ich dann die UG gegründet, das Patent eingereicht und das Team zusammengestellt, mit dem ich mich gemeinsam um das EXIST-Gründerstipendium beworben habe. Die Jury hat das Potenzial von RYNX ebenfalls gesehen und so kam dann im Sommer der positive Förderbescheid.

Unsere nächste Finanzierung steht Ende Mai 2021 an. Dafür suchen wir aktuell nach passenden Möglichkeiten.

Wer ist die Zielgruppe von RYNX?

Für den Markteintritt werden wir uns auf die design- und technikorientierten Kunden konzentrieren, die RYNX als vernetztes Gadget im Büro, Geschäft oder auch zu Hause verwenden. Dafür bieten wir ein standardisiertes Display in einer Größe von etwa einem Meter in der Breite an. Im Café könnte RYNX so die Kreidetafel ersetzen und beispielsweise Tagesangebote anzeigen. Im Büro lassen sich mit RYNX wichtige Termine und Erfolgskennzahlen anzeigen. Und zu Hause ist RYNX als analoges Hub die Erweiterung des Smartphones der Nutzer: Anstatt regelmäßig bestimmte Informationen am Handy abzurufen kann RYNX diese einfach anzeigen, entweder zu festgelegten Zeiten oder auch in Echtzeit. Neben einer großen Auswahl an Funktionen und Apps geben wir den Kunden auch die Möglichkeit, eigene Schnittstellen anzulegen und RYNX so als Universaldisplay zu nutzen.

Wie funktioniert RYNX? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

RYNX funktioniert durch ein System von bedruckten Ringen, die einzeln angesteuert werden können. Je nach Drehung der Ringe werden verschiedene Schriftzeichen angezeigt. Der große Vorteil liegt in der hohen Energieeffizienz: Einmal eingestellte Texte verbrauchen keinen weiteren Strom. Außerdem ist das Display ja nicht leuchtend, wie ein Fernseher, sondern reflektierend, wie ein E-Reader. Dadurch kann man RYNX auch unter schwierigen Lichtbedingungen gut lesen, bei denen gewöhnliche Displays mangels fehlenden Kontrastes Schwierigkeiten bekommen. Im Vergleich zu anderen mechanischen Systemen hat RYNX den Vorteil, dass es aufgrund der einfachen Bauweise günstiger in der Herstellung und insgesamt robuster ist.

Für den Markteintritt ist unser USP die Kombination aus der Energieeffizienz und der smarten Vernetzung. Dadurch ist RYNX ein Display, dass zwar datengetrieben für die Anzeige aktueller Informationen genutzt werden kann, dabei jedoch kein Trade-off zum Energieverbrauch bzw. zum ökologischen Fußabdruck entsteht. Der kleine Mikrocontroller, der ständig empfangsbereit auf neue Informationen wartet, lässt sich in einen so tiefen „Schlaf“ versetzen, dass der verbleibende Stromverbrauch der Displays im Ruhezustand zu vernachlässigen ist. Prinzipiell könnte man die Stromzufuhr auch komplett unterbrechen, ohne dass der eingestellte Text verschwindet.

Was interessant ist: Das Produktdesign und die Bewegung der Ringe bei der Änderung der Inhalte sind zwei Punkte, die sich weitgehend aus der Konstruktion ergaben. Bisher kommen gerade diese beiden Faktoren bei Kundengesprächen besonders gut an.

RYNX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aktuell konzentrieren wir uns auf unseren Markteintritt. Wir haben allerdings schon einige Ideen in der Schublade. Neben weiteren Produkten wollen wir natürlich weitere Zielgruppen ansprechen und unsere Displays so aus der Nische herausholen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ein Tipp wäre, dass man sich die Fördermöglichkeiten genau anschaut. Das Hessen Ideen Stipendium war für RYNX zum Beispiel sehr wichtig, um die Machbarkeit des Projektes abschätzen zu können. Und auch das EXIST-Stipendium ist und war für uns als Team und als Unternehmen immens hilfreich.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Holger Driehaus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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