Donnerstag, Februar 12, 2026
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Das Team schlägt jeden Solospieler

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vivere marken produkten

VIVERE Plattform für die Entwicklung von Marken und Produkten

Stellen Sie sich und das Startup VIVERE doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Sebastian Johnston und Mitgründer des Hamburger Start-ups VIVERE, eine Plattform, für Consumer Brands and Products, der neuen Generation, angetrieben durch Verbraucherwünsche, Daten und Nachhaltigkeit.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mein Mitgründer Christopher Glatzel und ich hatten bereits 2013 eine Idee für ein erstes Produkt, welches wir produzieren ließen und schließlich über Apotheken und Amazon auf den Markt brachten. Die Nachfrage war groß, das weckte unser Interesse weitere Produkte für eine gezielte Nachfrage anzubieten. Schnell wurde klar, dass man hier auf Expertise angewiesen ist und zB Produktentwicklungen durch externe Dienstleister mit viel Wartezeit verbunden sind. Das hat den Nachteil, dass man nicht schnell und skalierbar genug auf die Nachfragen der Konsumenten reagieren kann. Uns wurde schnell klar, wir brauchen ein starkes Team und wollen alle Expertisen an einem Ort bündeln. Dies braucht seine Zeit. Im Dezember 2017 war es dann soweit und wir riefen VIVERE ins Leben. Schließlich kam Johann du Toit als dritter Gründer mit an Bord und wir haben mittlerweile alle Kompetenzen und Ressourcen inhouse und ein tolles, internationales Team zusammen.

Welche Vision steckt hinter VIVERE?

Mit VIVERE wollen wir schnell, international auf Daten und damit die Nachfrage der Konsumenten reagieren können. Die Vision war eine Wertschöpfungskette und Supply Chain “an einem Ort”, die es uns ermöglicht Produkte innerhalb von wenigen Wochen von der Idee bis hin zum Vertrieb auf den Markt zu bringen. Zudem ist es uns besonders wichtig, ausschließlich Marken und Produkte zu entwickeln, die frei von Tierversuchen, vegan und nachhaltig sind. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Es ist z.B. eine große Aufgabe und sehr aufwändig ein exzellentes Team aufzubauen und jeden Tag zu motivieren. Wir sind ein sehr internationales Unternehmen, zentral gelegen in Hamburg und versuchen alle Ressourcen von der Marken- und Produktidee bis hin zur Vermarktung in mittlerweile 14 Ländern “inhouse” zu haben. Dies gepaart mit unserem Plattform-Gedanken hat im Aufbau etwas gedauert und Kraft gekostet. Wir sind finanziert durch einen VC und sind dankbar für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.  

Wer ist die Zielgruppe von VIVERE?

Für unsere Eigenmarken ist es der klassische Verbraucher. Da unsere Marken sehr vielfältig sind lässt sich das schwer auf ein Alter oder eine bestimmte Zielgruppe einschränken. Wir entwickeln nachhaltige Produkte für den täglichen Bedarf. Darüber hinaus entwickeln wir aber auch Marken und Produktsortimente für große deutsche Konzerne und unterstützen Start-ups, VIPs und Influencer in der Markenkreation, Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Supply Chain Management.

Wie funktioniert VIVERE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf dem europäischen Markt sind wir das einzige Unternehmen, dass eine Plattform für die Entwicklung von Marken (“D2C Brands”, “DtoC Brands”, Consumer Brands, CPG, FMCG) und Produkten bietet und die Wertschöpfungskette an einem Standort sicherstellen kann. Unsere schnellen Prozesse ermöglichen schnell auf Nachfragen zu reagieren. Für eine Marken- und Sortimentsentwicklung, wofür andere 1-2 Jahre brauchen, brauchen wir 10 Wochen. Dafür haben wir lange nach den richtigen Expertisen gesucht und sind auch weiterhin bestrebt uns stetig zu verbessern und Prozesse zu automatisieren. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Bis auf die üblichen Maßnahmen, wie Home Office, viele Hygienemaßnahmen und begrenzte Mitarbeiterzahl im Büro (social distancing) und Schichtbetrieb in der Produktion hat sich für uns nichts viel verändert. Das ist der große Vorteil, wenn man nicht auf externe Dienstleister angewiesen ist und eben alles aus eigener Hand macht. Wir können schnell reagieren und sind unabhängig. Unsere Marken sind stark im E-Commerce und auf Marktplätzen vertreten. Großteils gab es einen Nachfrageanstieg. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Für uns persönlich: Das Bedürfnis nach nachhaltigen Produkten wird vermutlich weiter steigen. Eine Krise lädt immer dazu ein, sich selbst, seinen Lebensstil und aktuelle Geschehnisse in der Gesellschaft zu reflektieren. Menschen machen sich mehr Gedanken über ihr Verhalten – auch das Konsumverhalten. Allen Mitarbeitern wollen wir einen sicheren Arbeitsplatz bieten. Daher sehen wir diese Krise als Chance und versuchen Ihr den Geschmack der Katastrophe zu nehmen. 

VIVERE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen weiter daran arbeiten unsere Prozesse zu automatisieren und weitere starke Marken und Produkte starten. Darüber hinaus wollen wir unser Netzwerk an Partnern weiter ausbauen, und unsere Expertise immer zugänglicher machen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Das Team schlägt jeden Solospieler
  2. Versuche permanent zu testen, Qualität zu hinterfragen und dich zu verbessern
  3. Passion ist die größte Motivation

Wir bedanken uns bei Sebastian Johnston für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Finden Sie eine völlig neue Idee, in die Sie richtig aufgehen können

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Vecnos ultrakompakte 360°-Kamera IQUI

Vecnos ultrakompakte 360°-Kamera IQUI- edel und elegant

Bitte stellen Sie sich und die Startup Vecnos unseren Lesern vor! 

Ich heiße Shu Ubukata und bin der CEO von Vecnos Inc. mit Sitz in Yokohama, Japan. Als ich zu Ricoh kam, wurde ich zunächst im Vertrieb eingesetzt. 2010 hatte ich eine Führungsposition im Bereich Consumer-Produkte übernommen. Damals schlug ich dem Management vor, die weltweit erste 360°-Kamera für Verbraucher zu entwickeln. Nach drei Jahren brachten wir dieses Produkt als Ricoh Theta auf den Markt, die weltweit erste 360°-Kamera für Consumer. Seitdem hat sich der 360°-Markt zu einem Markt von 5 Millionen USD (2018) entwickelt.

In dieser Zeit haben wir mit Vecnos ein Unternehmen für revolutionäre Imaging-Produkte gegründet. Unser erstes Produkt ist die ultrakompakte 360°-Kamera IQUI. Sie ist ab dem 15. Oktober 2020 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Japan erhältlich. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vecnos wurde im August 2019 als Spin-off von Ricoh gegründet. Das ursprüngliche Theta-Entwicklungsteam und ich konnten das Management davon überzeugen, dass wir mehr Wertschöpfung und Dynamik in den 360°-Kameramarkt bringen könnten – aber dafür ein neues unternehmerisches Umfeld brauchen. Dort waren wir dann in der Lage, IQUI und seine App IQUISPIN in sehr kurzer Zeit zu entwickeln, insbesondere dank offener Innovation und flexiblem Management.

Was ist die Vision hinter der IQUI 360°-Kamera?

IQUI ist eine neue Art von 360°-Kamera, die minimalistisch, superhandlich und extrem einfach zu bedienen ist. Gegenwärtig erfreuen sich 360°- und Action-Kameras bei Kamera-Enthusiasten großer Beliebtheit, aber sie haben sich noch nicht bei einem breiteren Verbraucherspektrum durchgesetzt. Auch sind 360°-Inhalte in ihrer jetzigen Form nicht so weit verbreitet, weil man sie in der Regel erst umständlich bearbeiten muss, bevor man sie über die sozialen Medien verbreiten kann. Kurz gesagt, IQUI und seine App IQUISPIN machen das Aufnehmen und Teilen von 360°-Inhalten einfach und attraktiv, wie keine andere Kombination aus Kamera und App zuvor.

Was waren von der Idee bis zum Start die bisher größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Ricoh ist derzeit unser einziger Investor. Wir genießen die Freiheit, Entwicklungs-, Personal-, Management- und andere Entscheidungen unabhängig treffen zu können.

Wie andere Start-ups auf der ganzen Welt hat uns die globale Corona-Pandemie natürlich hart getroffen. Die Tatsache, dass wir nicht in der Lage waren, unsere Produktionsstätten physisch zu erreichen, hat die Entwicklung vor dem Start des globalen Vertriebs erschwert. Wir konnten aber die IQUI dank der beharrlichen Arbeit unseres Entwicklungsteams und unserer Partner auch „remote“ erfolgreich an die Ziellinie bringen. 

Wer ist die Zielgruppe der IQUI 360°-Kamera?

Wir möchten, dass ein neuer Typ von Verbrauchern IQUI nutzt – nämlich diejenigen, die in sozialen Medien aktiv sind. Die meisten haben wahrscheinlich noch keine Erfahrung mit einer 360°-Kamera haben, begeistern sich aber für neue Möglichkeiten der Selbstdarstellung. Wir glauben, dass gerade Frauen der Millennial-Generation gut in dieses Profil passen.

Wie funktioniert die IQUI 360°-Kamera? Was sind die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Vecnos ultrakompakte 360°-Kamera IQUI

IQUIs einzigartiges optisches System mit vier Linsen macht es möglich, dass die Kamera winzig klein ist. Sie hat einen Durchmesser von weniger als 20 mm und wiegt nur 60 g, und das bei einer konkurrenzfähigen Foto- und Videoqualität. Mit nur drei Tasten und automatischer Datenweiterleitung auf Ihr Smartphone ist IQUI total unkompliziert zu bedienen. Mit IQUISPIN ist die Bearbeitung von 360°-Fotos super einfach und macht echt Spaß. Der Benutzer kann bestimmte Details des 360°-Bildes hervorheben, oder auch tolle 3D-Elemente hinzufügen, die den Raumeindruck zusätzlich vertiefen. Das resultierende Minivideo hat die perfekte Länge und Dateigröße für eine einfache Veröffentlichung in sozialen Medien.

Wie hat sich Ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen? Wo sehen Sie die Chance in der Krise?

Unser Unternehmen hat sich trotz der Pandemie gut entwickelt. Unsere Mitarbeiter nutzen verschiedene digitale Tools, um sich auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Tatsächlich haben einige unserer Softwareentwicklungsmitarbeiter bei Ausbruch der Pandemie in ihre Heimatstädte in ganz Japan zurückgezogen und arbeiten seitdem produktiv mit unserem Team in Yokohama zusammen. Für unsere Mitarbeiter, die ins Büro kommen, ist die Arbeit im Home Office sowieso immer eine Option. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass diejenigen mit Kindern und anderen Verpflichtungen flexibel arbeiten können.

Von Anfang an haben wir eine Direct-to-Consumer (D2C)-Strategie geplant, so dass die Auswirkungen der Pandemie auf die Einzelhandelsumsätze in den Geschäften für uns kein großes Problem darstellten. Wir können die Bedrohung, die sie für die Logistik darstellt, nicht völlig ignorieren, aber unsere Partner gehen gut mit diesem Thema um.

Darüber hinaus sind auch die Marketingaktivitäten von Vecnos fast vollständig online. Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Verbraucher wird natürlich täglich schärfer. Wir glauben aber dass unser Produkt den Verbrauchern eine einzigartige Erfahrung bietet – nicht zuletzt allen, unter der Eintönigkeit des Corona-Alltags leiden.

Vecnos, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Vecnos will durch visuelle Innovationen Emotionen und Freude wecken. Heute nutzt Vecnos, darunter das Kernteam, das bereits die erste 360°-Kamera der Welt entwickelt hat, bahnbrechende Technologien der optischen und künstlichen Intelligenz um Hardware und Anwendungen auf aufregend neue Weise zusammenzubringen. Auf diese Weise wollen wir die 360°-Fotografie in den nächsten fünf Jahren im Massenmarkt etablieren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie potenziellen Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Finden Sie eine völlig neue Idee, in die Sie richtig aufgehen können
  2. Bauen Sie eine starke Basis mit Partnern auf, denen Sie vertrauen (Kernteam), und fügen Sie dann erst externe Talente hinzu
  3. Managen Sie klug und mit Liebe zum Detail, aber lassen Sie sich bei der Mittelbeschaffung Spielraum

Bildquellen Vecnos

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Shu Ubukata für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nicht durch Rückschläge verunsichern lassen

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mcbike24 e-bikes fahrräder

mcbike24 E-Bikes, Fahrräder, Ersatzteile und Zubehör zum fairen Preis

Stellen Sie sich und das Startup mcbike24 doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Tim Mixdorf, ich bin 24 Jahre alt und komme aus Lindow in Brandenburg. 2019 habe ich mein Bachelor-Studium an der IUBH Internationalen Hochschule erfolgreich abgeschlossen und anschließend ein Master-Studium begonnen. Anfang 2020 habe ich die Mc Bike GmbH mit dem Onlineshop mcbike24.de gegründet. Hier verkaufe ich mit meinem Team Fahrräder und E-Bikes aller Art. Das Besondere sind allerdings unsere innovativen Service-Angebote.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Schon in meiner Kindheit habe ich davon geträumt mein eigenes Unternehmen zu führen – eigene Produkte zu entwickeln und zu verkaufen. Eine Leidenschaft für Fahrräder habe ich dabei in meiner frühen Jugendzeit entwickelt. Durch mein duales Studium an der IUBH in Berlin und meine praktische Berufserfahrung habe ich festgestellt, dass die Fahrradbranche bisher noch sehr klassisch aufgestellt ist. Zwar gibt es unterdessen viele große Online-Fahrradhändler, dennoch ist die Branche noch sehr stark vom stationären Handel geprägt. Gerade der Service kommt auch oft zu kurz. Für mich konnte ich durch die Gründung aus meinem Hobby auch meinen Beruf machen.

Welche Vision steckt hinter mcbike24?

Bisher haben sich viele Menschen vor dem Kauf eines Fahrrads im Internet gescheut. Zu groß war die Befürchtung ohne Probefahrt und ohne das Rad vorher gesehen zu haben etwas Unpassendes geliefert zu bekommen. Zusätzlich kam hinzu, dass im Falle einer Reklamation oder eines Services das Rad zum Hersteller geschickt werden musste.

Mit mcbike24.de möchten wir dieses Problem endgültig lösen und die Online- mit der Offlinewelt verknüpfen. Bei uns kann der Kunde entscheiden, ob er sein Rad vollständig selbst aufbauen oder ob er gegen Aufpreis das Rad aufgebaut und inklusive einfachem Bikefitting zu sich nach Hause geliefert haben möchte. Mit einer mobilen Werkstatt möchten wir unseren Kunden so den Komfort des Onlineshoppings und den persönlichen Service eine Fachwerkstatt in Einem bieten. Eine erste Testphase ist Anfang August in Berlin und Brandenburg gestartet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist es im E-Commerce eine Lücke zu finden. Letztlich muss man auch so ehrlich sein und sagen, dass es ähnliche Konzepte schon gab oder gibt. Wir versuchen nun das Konzept bis zum Ende zu denken und maximal auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten. Es gibt schon unzählige Onlineshops, die mehr Produkte, günstigere Preise oder besonders spezielle Teile bieten. Warum sollte also einfach ein weiterer Shop eröffnet werden? Ganz einfach – kein Shop ist beim Kunden zu Hause. Natürlich lohnt es sich nicht jeden Reifen und jeden Schlauch einzeln auszuliefern. Unsere Priorität liegt daher auf Fahrrädern und E-Bikes. Teile und Zubehör verkaufen wir eigentlich nur zusätzlich zu Rädern, wenn wir eh schon vor Ort beim Kunden sind und diesem dann einfällt, dass er zu seinem neuen E-Bike noch kein passendes Schloss hat.

Finanziert haben wir bisher alles aus Eigenkapital. Natürlich benötigt man auch Partner, die an das Konzept glauben. Aktuell kommen wir beinahe komplett ohne Lager aus, da wir bei unseren Partnern auf Abruf bestellen können. Teilweise übernehmen diese auch unseren Versand durch Drop-Shipping. Wir benötigen aber weiteres Kapital, um unser Konzept deutschlandweit auszuweiten. Diesbezüglich arbeiten wir gerade an einem Business-Paper, welches wir Kapitalgebern vorlegen können.

Wer ist die Zielgruppe von mcbike24?

Die Zielgruppe liegt aktuell im Bereich junger Erwachsener, die ein Faltrad für den Weg zur Arbeit brauchen bis hin zu Rentnern, die durch E-Bikes wieder die Freunde am Radfahren entdecken. Gerade hier sei auch noch einmal betont, dass gerade die Zielgruppe der Rentner bisher quasi vom Fahrrad-Onlinehandel ausgeschlossen wurde. Durch unser Konzept können wir diese Kunden ohne Probleme bedienen. Wir bieten dabei Produkte von der Einsteiger- bis zur Oberklasse. High-End-Produkte bieten wir aktuell nicht, da die entsprechende Kundschaft in der Regel exzellent informiert ist und weniger Beratung/Service benötigt. Wir arbeiten allerdings kontinuierlich dran weitere Zielgruppen anzusprechen.

Wie funktioniert mcbike24? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Diese Frage wurde mehr oder weniger in den vorhergehenden Fragen bereits beantwortet. Wir achten sehr stark auf eine Verknüpfung von Online- und Offlinehandel. Dabei möchten wir unsere Kundschaft im Internet informieren und letztlich vor Ort bedienen. Die Vorteile für den Kunden liegen insbesondere in den günstigeren Preisen bei dennoch exzellentem Service. Hinzu kommt eine größere Auswahl, als in den meisten Fahrradgeschäften.

Bei mcbike wird es dem Kunden überlassen, welchen Service er buchen möchte und damit auch, welchen Preis er am Ende zahlen möchte. Wir versuchen uns maximal auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten – nicht nur mit unseren Produkten, sondern auch mit unseren Services. Persönlich denke ich, dass dies noch kaum jemand in der Fahrradbranche macht. Hier findet man eher noch die klassischen Vertriebswege alla „Nimm es so oder kauf woanders“. Allerdings findet aber immer stärker ein Umdenken statt. Andere Branchen sind aber schon wesentlich weiter.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Da dies genau unsere Gründungszeit war, kann ich kaum von einer Veränderung sprechen. Wir haben unsere ersten Artikel  im April verkauft – also in der Zeit, in der Deutschland am stärksten getroffen war. Entgegen dem Branchentrend konnten wir allerdings weniger von Corona profitieren als andere. Da wir noch sehr stark auf die Arbeit anderer angewiesen waren, ging bei uns vieles langsamer als geplant. Beispielsweise haben Behörden viel länger für Genehmigungen gebraucht als üblich. Nach dem der Lockdown vorbei war, ist der Fahrradabsatz nahezu explodiert. Junge und kleine Unternehmen wie unseres sind hier einfach hinten heruntergefallen. Hersteller haben ihr Prioritäten auf größere und wichtige Händler gelegt. Für uns blieb da nicht sehr viel übrig. Dennoch haben wir es mit viel Engagement und durch unseren guten Service geschafft einige Kunden zu bedienen und blicken daher kurz vor dem Ende der Fahrrad-Saison zuversichtlich ins nächste Jahr.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Im Grunde mussten wir nehmen, was wir bekommen konnten und verkaufen, was ging. Es ist etwas schade für uns, dass Corona dieses Jahr kam. Wäre die Krise erst in einigen Jahren gekommen, hätten wir sicherlich mit unserem Vor-Ort-Service extrem profitiert. Von daher mussten wir keine Änderungen vornehmen, viel mehr wurde uns dadurch aufgezeigt, dass unser Konzept sehr gut funktionieren kann. Aus diesem Grund arbeiten wir nun daran alles so schnell wie möglich, so vielen Kunden wie möglich verfügbar zu machen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Corona-Krise hat aufgezeigt, dass wir mit unserer Vision vom Vertrieb auf dem richtigen Weg sind. Für uns ist es die Chance unsere Services bekannt zu machen und in den Köpfen der Menschen zu verankern. Insgesamt hat die Fahrrandbranche durch die Krise stark profitiert. Wer allerdings genauer hinsieht, konnte die Schwächen der traditionellen Vertriebsarten erkennen. Man könnte sagen, dass viele noch einmal mit einem „blauen Auge“ davon gekommen sind. Wäre der Lockdown länger gewesen oder sollte es in der Hauptsaison nächstes Jahr zu einem weiteren Lockdown kommen, könnte das für viele Händler gefährlich werden. Innovative Vertriebskonzepte sind also gefragt.

mcbike24, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben viele innovative Ideen, was künftig noch passieren soll. Wenn alles nach Plan läuft, haben wir uns in fünf Jahren als DER Vor-Ort-Händler in Deutschland etabliert. Wir möchten daher künftig unsere Services deutschlandweit anbieten. Außerdem möchten wir eine Eigenmarke entwickeln, um unserem Kunden ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis anzubieten und Lücken im Sortiment zu schließen. Unser Konzept besonders Laien anzusprechen und den Onlinekauf so einfach wir möglich zu gestalten, soll weiter verfeinert werden. Beispielsweise sollen dem Kunden zukünftig nur Produkte angezeigt werden, die perfekt zu seinen Bedürfnissen passen. Zusätzlich sollen möglichst gleich alle Fragen beantwortet werden, bevor sie überhaupt entstehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Zunächst sollte es eine wirklich innovative Idee geben. Einfach zu sagen: „Ich mache es einfach besser“ reicht meist nicht aus. Diese Idee sollte man auch nicht nur für sich behalten, sondern mit Bekannten oder Leuten, die sich auskennen besprechen – beispielsweise habe ich hier viele gute Tipps von meinen Professoren an der IUBH erhalten. Zusätzlich sollten vorab schon Partner mit ins Boot geholt werden. Unterstützung wird definitiv immer benötigt. Letztlich und das ist vielleicht das wichtigste, sollte man sich nicht durch Rückschläge verunsichern lassen. Ein Unternehmen zu Gründen ist unheimlich anstrengend. Sofern man nicht hundertprozentig überzeugt ist und nach jedem Rückschlag überlegt aufzugeben, sollte man es lieber gleich sein lassen.

Wir bedanken uns bei Tim Micdorf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Als digitaler Nomade die Welt erobern

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digitaler nomade

So bereitest du dich auf deine Karriere in der großen weiten Welt vor

Die Welt wird immer kleiner und das kannst du dir zu Nutze machen. Die Digitalisierung legt den Grundstein dazu. Du trittst mit allen möglichen Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt, baust dein Business-Netzwerk aus und bevor du dich versiehst, kannst du von überall auf der Welt aus arbeiten. Das bedeutet neue Erfahrungen, neue Kulturen, neue Bekanntschaften, während du deinem Job nachgehst. Du bist zum digitalen Nomaden geworden. Diese Art des Nomadentums kommt jedoch nicht ohne Vorbereitungen aus. Du musst dir Gedanken über Versicherungen, Visa und viele weitere Dinge machen. 

Was ist ein digitaler Nomade? 

Du bist unabhängig und kannst deinen Job von jedem Ort der Welt aus ausüben. Die Technik macht es möglich, denn du brauchst im Prinzip nicht viel mehr als einen Laptop und eine stabile Internetverbindung. Das bedeutet, dass eigentlich fast jeder heutzutage zu einem digitalen Nomaden werden und beispielsweise vom Strand aus seine Arbeit verrichten kann. 

Besonders gut geeignet ist das digitale Nomadentum für Selbstständige, Freiberufler oder Angestellte im Homeoffice. Grundsätzlich ist jede Art von Beruf möglich, bei der vom PC aus gearbeitet wird. 

Viele halten sich nicht nur an einem bestimmten Ort auf, sondern sind konstant auf der Rundreise. Sie tingeln also durch die ganze Weld und verdienen dabei digital ihr Geld. Was sich nach einem Traum anhört, gleichzeitig aber auch eine Menge Arbeit. 

EU oder die Welt?

Zunächst solltest du dich mit der Frage beschäftigen, wo du überhaupt arbeiten möchtest. Vielleicht sprichst du ja bereits die ein oder andere Fremdsprache, die dich zu einem bestimmten Land hin tendieren lasst. Du bist jedoch nicht an ein bestimmtes Land gebunden. 

Grundsätzlich ist es für Deutsche erst einmal einfacher in der Europäischen Union zu arbeiten. Der Vorteil dabei ist, dass du als EU-Bürger ohne Arbeitserlaubnis und ohne Visum einfach loslegen kannst. Während du dort arbeitest, darfst du auch dort leben, wenn du gewisse Voraussetzungen erfüllst. Dennoch solltest du dich über die genauen Eigenheiten der jeweiligen Länder informieren. 

Verschlägt dich der Weg in Länder, die außerhalb der Europäischen Union liegen, musst du in der Regel bestimmte Visa und/oder eine Arbeitserlaubnis vorweisen. Im Vorfeld solltest du dich unbedingt beim Auswärtigen Amt über eventuelle Reisewarnungen für das Wunschland erkundigen. Immerhin möchtest du mit deinem Unterfangen keine Risiken eingehen. Hast du dein Land gefunden, kannst du dich um alles Weitere kümmern. 

Versicherungen

Vor allem um eine Auslandskrankenversicherung solltest du dich kümmern. Zwar kannst du im EU-Ausland mit einer Karte der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung einen Arzt besuchen. Allerdings bedeutet das nicht, dass du dort die gleichen Leistungen erhältst, wie bei Medizinern in Deutschland. Mit der Auslandskrankenversicherung kannst du dich zusätzlich absichern, damit du die gleichen Leistungen wie in Deutschland bekommst. 

Auf der anderen Seite, wenn du in andere Länder der Welt reist, bist du auf eine Auslandskrankenversicherung angewiesen. Hier musst du von der Reisekrankenversicherung unterscheiden, denn die greift nur, wenn du als Tourist im Ausland unterwegs bist. 

Reisepass oder Personalausweis?

Auch hier bist du als EU-Bürger im Vorteil. Wenn du in die Länder reist, die zur Europäischen Union gehören, dann genügt dein deutscher Personalausweis, um in das Land ein- und auszureisen. Der Grund hierfür ist das Schengener Abkommen, dem auch noch ein paar andere Länder außerhalb der EU angehören. 

Wenn du ins nicht-EU-Land reist, musst du im Besitz eines Reisepasses sein. Den kannst du bei deinem aktuellen Einwohnermeldeamt beantragen. Das solltest du zeitig tun, denn die reguläre Bearbeitungszeit liegt bei vier bis sechs Wochen. Die Kosten betragen 60 Euro und er ist 10 Jahre gültig. Wenn du es eilig hast, gibt es auch eine Express-Möglichkeit. Gegen einen Aufpreis hast du den Pass dann in spätestens drei Tagen in der Hand. 

Wenn du bereits einen Reisepass hast, solltest du darauf achten, dass er noch mindestens sechs Monate gültig ist. Einige Länder würden dir ansonsten die Einreise verwehren. Ist er bereits vor dem Antritt der Reise abgelaufen, solltest du ihn erneuern lassen. 

Mehr als nur ein Touristenvisum

Während du in der EU wenig Probleme haben wirst, deinen Alltag als digitaler Nomade zu bestreiten, sieht es in nicht-EU-Ländern anders aus. In der Regel reicht hier ein normales Touristenvisum nicht aus, wenn du dort arbeiten möchtest. Berühmte Nomaden Hotspots, wie etwa Bali, Saigon oder Buenos Aires, verlangen eine Registrierung beim Einwohnermeldeamt. 

Gleichzeitig wird eine Arbeitserlaubnis benötigt, die als digitaler Nomade eher schwer zu beschaffen ist. Deshalb arbeiten viele illegal im Ausland, in der Hoffnung nicht erwischt zu werden. Allerdings sollte man die Regierungen nicht unterschätzen. 

Wenn du eines oder mehrere bestimmte Länder auf deiner Liste hast, in die du reisen und von wo aus du arbeiten möchtest, solltest du dich vorher unbedingt über die jeweiligen Einreise- und Arbeitsbedingungen informieren. Meist findest du nützliche Informationen bei den entsprechenden Botschaften in Deutschland. 

Bild: unsplash.com, © Content Pixie

Autor Marianne Schwarz

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Einfach machen und umsetzten

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straffr sportband training fitness

Die Gründer von STRAFFR, das intelligente Sportband für effektives und personalisiertes Training, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup STRAFFR doch kurz vor!

Hi, ich bin Stefan und mit STRAFFR haben wir eine Fitness Plattform entwickelt, die personalisiertes und effektives Training zu jeder Zeit und an jedem Ort ermöglicht. Unsere Plattform integriert unterschiedliche digitale und portable Fitnessgeräte, um ein intelligentes Training zu ermöglichen. STRAFFR ist ein Gym und Personal Trainer to Go.

Wie ist die Idee zu STRAFFR entstanden?

Ich war beruflich viel unterwegs und oft im Hotel. Obwohl ich sportbegeistert bin, habe ich mich in dieser Zeit viel zu wenig bewegt. Aus diesem Grund habe ich mir ein elastisches Trainingsband gekauft, um mich fit zu halten. Der Funktionsumfang dieser klassischen Bänder hat mich direkt begeistert. Mit Übungen, die man aus dem Fitnessstudio kennt, kann der komplette Körper effektiv trainiert werden. Jedoch blieb bei mir auch bei diesem Trainingsgerät die Motivation auf der Strecke, da man seinen Fortschritt nicht sieht: Wie viel Gewicht habe ich gezogen? Ziehe ich zu schnell oder zu langsam? Führe ich die Übung richtig aus? Dann kam die Idee: Warum kann man dieses Trainingsgerät, dass es bereits über 100 Jahre gibt nicht digitalisieren, um das Training intelligent zu machen – STRAFFR ist daraus entstanden.

Welche Vision steckt hinter STRAFFR?

STRAFFR lebt die Vision jedem Menschen zu jeder Zeit ein personalisiertes und effektives Training zu ermöglichen. Durch die Messung der Qualität des Trainings wollen wir dazu beitragen, dass die Menschen richtig und effektiv trainieren. Mit STRAFFR hast Du ein Fitnessstudio egal wo Du bist und der digitale Coach unterstützt Dich bei Deinem Training.

Wer ist die Zielgruppe von STRAFFR?

Unsere Zielgruppe umfasst Menschen, die sportlich affin sind und nach einem smarten Fitness Gerät suchen. Sie wollen eine Fitnesslösung, die sich ihrem Lebensstil anpasst. Da klassische Fitnessbänder sowohl in der Physiotherapie und Rehabilitation als auch im Leistungssport verwendet werden, sprechen wir eine große potentielle Nutzerzahl an.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Die Höhle der Löwen gibt es in Deutschland seit 2014, wenn ich auf Wikipedia richtig nachgelesen habe. Noch bevor DHDL nach Deutschland kam war ich ein großer Fan der amerikanischen Version „Shark Tank“. Ich war von dem Format direkt begeistert: Durch diese Show bekommt man als Gründer*in die einmalige Chance vor erfolgreichen und bekannten Unternehmern*innen das eigene Unternehmen zu präsentieren. Als wir STRAFFR gegründet haben, wussten wir direkt, dass wir bei DHDL pitchen wollen und waren überzeugt, dass unser Produkt auch für dieses Format geeignet ist.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Zunächst haben wir uns einige Folgen von DHDL zusammen angeschaut. Dabei haben wir uns vor allem auf die Folgen der Start-ups konzentriert, die auch im Fitness-/ Lifestyle- und Gesundheitsbereich liegen. Bei Fragen der einzelnen Investoren haben wir das Video gestoppt und uns überlegt, wie wir die Frage beantwortet hätten. Danach haben wir uns auch nochmal die Lebensläufe der Investoren angeschaut und überlegt welcher Investor uns den größten Mehrwert bieten kann. Am Ende wurde der Pitch geprobt bis wir ihn vorwärts und rückwärts aufsagen konnten.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Chance vor so gestandenen Unternehmern*innen pitchen zu dürfen hat uns tatsächlich sehr motiviert. Das Gesamterlebnis war wirklich eine außergewöhnliche Erfahrung und wir können jedem Start-up empfehlen sich auf diese Reise einzulassen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf STRAFFR aufmerksam werden?

Die Aufmerksamkeit, die diese Show erzeugt ist aus unserer Sicht einmalig und ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Unternehmensentwicklung. Aus diesem Grund war die Teilnahme an DHDL ein wichtiger Meilenstein für uns. Letztlich ist DHDL auch aus Kunden- und Mediensicht ein perfekter Katalysator, um als Start-up mit wenig Budget schnell Bekanntheit zu erreichen. Wir haben aber auch Respekt vor den Effekten dieser Show, da unser Startup noch sehr jung ist.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir haben vorab gesehen, dass wir mit vielen Löwen aus unterschiedlichen Gründen Synergien erzielen könnten. Aus diesem Grund sind wir sehr offen gegenüber den Löwen in den Pitch gegangen. Wir hatten aber unter anderem Nico Rosberg im Fokus, da wir wussten, dass auch er mit klassischen Trainingsbändern in seiner Formel-1 Karriere trainiert hat. Da wir ein digitales Geschäftsmodell aufgebaut haben, hatten wir auch auf Carsten Maschmeyer gehofft, der allerdings leider nicht beim Pitch dabei war. Somit bleibt uns zumindest zukünftig noch das Ziel auch vor Ihm unser Unternehmen vorstellen zu dürfen.

STRAFFR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir verfolgen weiter unsere Vision, Menschen ein effektives und personalisiertes Training zur ermöglichen. In den nächsten Jahren wollen wir die Menschen in und außerhalb Deutschlands zu mehr Bewegung und Sport motivieren und STRAFFR als internationales FitTech Unternehmen platzieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich finde Tipps an angehende Gründer*innen immer ein sehr spannendes, aber auch schwieriges Thema, da die Ausgangslage und die Erfahrung jeder/s Gründers/in sehr unterschiedlich ist. Aus diesem Grund gibt es am Ende sicherlich viele Erfolgsrezepte. Aus unserer Sicht ist die Bereitschaft zu Lernen, hohe Eigenmotivation und ein gutes Durchhaltevermögen sicherlich ein guter Start, um ein Unternehmen zu gründen. Einfach machen und umsetzten– der Rest wird schon schiefgehen.

Bild: V.l.: Torben Hellmuth, Stefan Weiß und Hanno Storz aus Kassel präsentieren das intelligente Sportband „STRAFFR“. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie STRAFFR am 12. Oktober in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Stefan Weiß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Geduldig sein und auf sein Bauchgefühl hören

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SOROSE Gesichtstoner Rosenwasser Höhle der Löwen

Lucy und Peter Leiter Gründer von SOROSE, Gesichtstoner aus naturreinem Rosenwasser, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup SOROSE doch kurz vor!

Wir sind Lucy und Peter – Gründer und Geschäftsführer der The SO Company GmbH. Die Marke SOROSE ist nur eine der Brands, die zu unserem Unternehmen gehören. Mit SOROSE interpretieren wir eine 500 Jahre alte Tradition neu und präsentieren dabei eine 100% natürliche Möglichkeit zur Linderung der häufigsten Hautprobleme. SOROSE bietet eine exquisite Auswahl wirkungsorientierter Gesichtstoner auf Basis von naturreinem Rosenwasser in höchster Qualität. Um eine natürliche Wirksamkeit zu gewährleisten, ist jeder SOROSE Gesichtstoner mit exklusiven und hocheffektiven pflanzlichen Inhaltsstoffen wie japanischen Reiswein Ferment, grünem Tee oder Alpenedelweiss angereichert. Dabei halten wir uns an dem 0% Chemie Prinzip. 

Wie ist die Idee zu SOROSE entstanden?

Wie bereits erwähnt, ist SOROSE nur eine der Brands unter dem Dach der The SO Company GmbH. Angefangen haben wir mit der Gründung eines Online Shops für hochwertige asiatische Naturkosmetik – SHISHI CHÉRIE. Mit dem wachsenden Erfolg von SHISHI CHÉRIE, haben wir über die Jahre sehr viel Wissen über asiatische Inhaltsstoffe und Formulierungen gewinnen können. SOROSE entstand aus dem Wunsch heraus dieses Know-How und damit die Vorteile asiatischer Kosmetik auch europäischen Frauen in Form einer Eigenmarke näherzubringen. Dass die Eigenmarke ausgerechnet auf Rosenwasser basiert, hat etwas mit Lucys Herkunft zu tun – sie ist gebürtige Bulgarin. In Bulgarien ist es ein Traditionsprodukt, dass bei fast allen Hautproblemen hilft. Die Weiterentwicklung mit pflanzlichen Zusätzen aus Asien war ein logischer Schritt, denn diese ergänzen und verstärken die Wirkung des Rosenwassers auf ideale Weise. 

Welche Vision steckt hinter SOROSE?

Inzwischen ist weltweit bekannt, dass asiatische Naturkosmetik äußerst wirksam und vielen europäischen Produkten überlegen ist. Europa hat aber ebenso sehr bewährte Traditionen im Bereich der Naturkosmetik. Manche davon sind leider fast in Vergessenheit geraten. Mit SOROSE möchten wir das Beste aus beiden Kosmetikwelten verbinden.

Wer ist die Zielgruppe von SOROSE?

SOROSE orientiert sich an Frauen aller Altersklassen, die wirkungsorientierte Naturkosmetik anwenden und Wert auf Clean Beauty, Exklusivität und hohe Qualität legen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir haben uns eigentlich nicht beworben, sondern wurden von Sony Pictures eingeladen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sofort zu den Löwen darf. Wir mussten also zunächst einmal ein Bewerbungsvideo sowie alle sonstigen Unterlagen einreichen und auf die finale Entscheidung von VOX warten. Anfangs hatten wir große Bedenken, ob wir uns so kurzfristig & aufgrund der Herausforderungen im Daily Business überhaupt auf die Sendung vorbereiten können. Von der Einladung bis zu den Aufnahmen waren es 2 sehr verrückte Wochen. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

So gut wie gar nicht. Abgesehen davon, dass wir sehr kurzfristig zugesagt haben und aufgrund der Corona Situation die Umstände alles andere als einfach waren, hatten wir noch zusätzlich unser Tagesgeschäft zu managen. Sämtliche Abläufe im Unternehmen mussten Corona-bedingt anders gestaltet und kurzfristige Änderungen gemacht werden. In solchen Zeiten hat man als Geschäftsführer ausschließlich für sein Team und seine Lieferanten da zu sein. Die Vorbereitungen auf die Sendung liefen nebenbei. Einerseits war das gut, denn man läuft nicht Gefahr sich unnötig viele Gedanken zu machen und nervös zu werden. Andererseits hatten wir nicht wirklich die Möglichkeit, das Set so zu gestalten, wie wir es normalerweise gestalten würden. Zum Glück hat uns das Team vor Ort sehr gut unterstützt und innerhalb kürzester Zeit etwas Passendes gezaubert.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir sind sehr dankbar, es in die Sendung geschafft zu haben. Obwohl wir kein klassisches Startup sind und bereits gut funktionierende Strukturen haben, hat uns dieses Projekt extrem herausgefordert, innerhalb kürzester Zeit das Unternehmen noch weiter zu professionalisieren. Dabei haben wir unheimlich viel dazugelernt, so dass wir uns auch als Unternehmer stark weiterentwickelt haben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf SOROSE und SHISHI CHÉRIE aufmerksam werden?

Dieser Schritt ist ein Meilenstein für uns. Erfahrung mit Medien hatten wir bereits, denn unsere Produkte wurden oft in führenden Lifestyle Magazinen gefeatured. Doch die enorme Aufmerksamkeit durch TV ist etwas ganz anderes. Für ein junges Unternehmen ist es fast unmöglich, aus eigenen Kräften qualitativ hochwertige und relevante TV Auftritte zu organisieren und zu finanzieren. Dabei ist eine wachsende Reichweite entscheidend für die Weiterentwicklung. „Normale“ Marketing Maßnahmen haben ihre Grenzen. Neben dem medialen Aspekt hat uns die Teilnahme an der Sendung auch intern vor vielen neuen Herausforderungen gestellt. Wir mussten sowohl die eigene Produktion für SOROSE schnellstens erweitern und weiter automatisieren, sowie unsere Logistikprozesse für die SHISHI CHÉRIE Lieferungen aus Asien optimieren. Die Themen IT und B2B Vertrieb waren ebenfalls auf der Agenda. Das hört sich vielleicht anstrengend an, doch wir wünschen es jedem Unternehmer, denn dadurch wächst sowohl die eigene Expertise, als auch der Teamspirit. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Im Fokus waren Frau Judith Williams wegen ihrer Kosmetikexpertise und Frau Dagmar Wöhrl wegen ihrer Expertise im nachhaltigen Markenaufbau im Premium Segment.

Lucy und Peter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit SOROSE haben wir bereits die Internationalisierung in zwei asiatischen Ländern angestoßen. In 5 Jahren sehen wir die Marke flächendeckend vertreten in allen relevanten asiatischen Ländern. Selbstverständlich wird die Marke kontinuierlich mit neuen Produkten ergänzt. Mit SHISHI CHÉRIE sind wir aktuell nur in der DACH Region tätig. Hier streben wir eine Internationalisierung im gesamten europäischen Raum an. Darüber hinaus ist der Launch von zwei weiteren eigenen Kosmetikbrands bis 2022 geplant.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Wenn man ein Unternehmen gründet, sollte man eins mit seiner Idee sein und nicht etwas starten, nur weil es darin Potential gibt oder die Branche gerade boomt. Die DNA eines Startups ist die Passion des Gründers. Nur dann kann man einzigartig bleiben.
  • Man muss sein Unternehmen lieben, aber Loslassen ist genauso wichtig. Durch das gelegentliche Loslassen gewinnt man die nötige Distanz, das Unternehmen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Sonst sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht.
  • Geduldig sein und auf sein Bauchgefühl hören. Wenn man am Anfang ist, möchte man in jeder Hinsicht schnelle Ergebnisse erzielen. Ein solides Fundament ist jedoch essentiell, auch wenn man viel Geduld mitbringen muss. Das ist sicher nichts für schwache Nerven. Hinzu kommt, dass anfangs oft Zweifel aufkommen. Man neigt dazu, zu viel auf Experten zu hören und nicht auf sich selbst. Dabei gilt es die Balance zu wahren zwischen externen Expertenmeinungen & dem eigenen Bauchgefühl.

Bild: Lucy und Peter Leiter aus München präsentieren mit „SOROSE“ einen Gesichtstoner aus naturreinem Rosenwasser. Sie erhoffen sich ein Investment von 200.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie SOROSE am 12. Oktober in der Höhle der Löwen

Wir bedanken uns bei Lucy und Peter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Kennen Sie Ihren Markt in und auswendig

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Wire Kommunikation

Wire: Sichere Kommunikation, Telefon- und Videokonferenzen sowie Dateiaustausch durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt

Stellen Sie sich und das Startup Wire doch kurz unseren Lesern vor!

Wire ist die sicherste Kollaborationsplattform weltweit und hat dabei die Kommunikation innerhalb von Unternehmen und Regierungsinstitutionen ebenso schnell und vor allem nachhaltig verändert wie Skype die Telefonie. Mit unserem Hauptsitz in Berlin und weiteren Standorten in der Schweiz und den USA starteten wir Anfang 2018 und bedienen heute mehr als 1.500 Kunden, die sich aus Unternehmen und Regierungen zusammensetzen. Wir gehören zu den am schnellsten wachsenden Kommunikations- und Kollaborationsplattformen und bieten unseren Kunden Messaging, Sprache & Video, Dateiaustausch und Suchfunktion – und das alles mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im offenen Protokollstandard Message Layer Security (MLS). Die Analysten von Forrester und Gartner zählen uns aufgrund dieser praktischen und gleichzeitig sicheren Funktionen zu den effizientesten und sichersten Lösungen weltweit.

Ich persönlich habe mich schon immer sehr für Echtzeit-Kommunikation interessiert und mich jahrelang der Standardisierung der Sprach-Codices, die letztendlich zum WebRTC-Standard geführt haben, gewidmet. Vor Wire gründete ich bereits andere Unternehmen wie beispielsweise die Telio Holding ASA, die inzwischen an der Osloer Börse notiert ist, oder Camino Networks, die von Skype/eBay übernommen wurde. Man könnte sagen, ich bin Unternehmer durch und durch. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Seit mehr als zehn Jahren bin ich im Voice-over-IP-Bereich tätig und habe lange beobachtet, wie sich die IP-Telefonie und das Messaging langsam in Richtung Mobilfunk bewegt. Anbieter versuchten Ihr Glück auf verschiedenen Wegen: Skype mit ihrer Desktop-Lösung, WhatsApp, die sich den Austausch von Nachrichten auf die Fahne schrieben oder der Chat-Dienst Viber, der zwar einen guten Ruf hatte, aber in Sachen Sicherheit wenig bot. Mir wurde klar, dass bislang kein Messaging-Dienst auf dem Markt war, der wirklich alle Wünsche eines Nutzers berücksichtigte. In einer Welt, in der die Kommunikation schneller und mobiler ist als wir denken können, müssen wir alles in einer Lösung bieten: Zuverlässig, sicher, Daten schützend und zudem cross-device. Das war die Geburtsstunde von Wire.  

Welche Vision steckt hinter Wire?

Von unserer Geburtsstunde an leben wir nach zwei Prinzipien: Sicherheit und Datenschutz. Unser Ziel besteht darin, allen – sowohl Unternehmen und Regierungen, als auch den Nutzern selbst – die sicherste Kommunikation zu ermöglichen. In einer Welt, in der wir in den letzten Jahren einen massiven Vertrauensverlust in Bezug auf Big Tech erlitten haben, versuchen wir mit unserer Lösung dieses Vertrauen wiederherzustellen. Das schaffen wir, indem wir uns auf Datenminimierung, -hoheit und sichere Standards konzentrieren. Wir gewährleisten unseren Kunden Sicherheit, wollen dabei aber auch das größtmögliche Maß an Benutzerfreundlichkeit sicherstellen. Für beides wurden wir in der Vergangenheit bereits ausgezeichnet: Wir haben unter anderem den Cybersecurity Breakthrough’s Award für die „sicherste Kommunikationslösung“ und den Capterra’s Award für die „beste Benutzerfreundlichkeit“ gewonnen. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Unsere größte Herausforderung ist sicherlich, dass wir täglich gegen einen sehr starken, aber besiegbaren Gegner kämpfen: die Cyber-Kriminalität. Kaum vorstellbar, dass diese Betrugsform, deren Rate von allen am schnellsten ansteigt, unsere Weltwirtschaft jährlich bis zu sechs Billionen US-Dollar kostet, oder? Wir kämpfen jeden Tag gegen die Zeit, um Daten angemessen zu schützen, ohne dabei ihre Mobilität und Produktivität zu beeinträchtigen – das ist die einzige Möglichkeit, sich gegen Cyber-Angriffe zu wehren. Janus Friis, einer der Skype-Gründer, hat mit uns diesen Kampf eröffnet: Von Anfang an und immer mit an Wires Seite ist er als Hauptinvestor ein wichtiges Glied unseres Unternehmens. 

Wer ist die Zielgruppe von Wire?

Unsere Kunden sind in erster Linie Unternehmen, die öffentliche Hand und Regierungsinstitutionen. Wir bieten Ihnen die ganze Klaviatur der Kommunikation: Von Einzel- zu Gruppenunterhaltungen über Nachrichten, Telefon- und Videokonferenzen, bis hin zur Bildschirm- und Dateifreigabe – alles ist möglich. Diese Funktionen bieten auch andere Tools, doch der entscheidende Unterschied besteht in unserer Verschlüsselungsart, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – mit ihr sind alle Daten abgesichert. Außerdem können unsere Kunden Wire über eigene Server, also on premises, als auch in der Cloud betreiben. In dem Fall fallen sie dann sogar unter das strenge europäische und Schweizer Datenschutzrecht, denn unsere Server befinden sich in der EU und nicht etwa im EU-Ausland, wie es bei vielen anderen Anbietern der Fall ist.

Wie funktioniert Wire? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Daten zu schützen. Wir bei Wire setzen auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die meisten Cloud-basierten Dienste verschlüsseln Daten nur während der Übertragung, was dem Anbieter die Möglichkeit gibt, sowohl die Schlüssel als auch die Daten zu kontrollieren. Das hat nicht viel mit sicherer Datenübertragung zutun. Denn: Hat der Anbieter einen Einblick, können sich auch Dritte einen Zugriff darauf verschaffen. So ist es Außenstehenden möglich, mit minimalem Aufwand die vermeintlich gesicherten Daten ganz einfach zu stehlen. Um dies zu vermeiden, arbeiten wir mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die jede Nachricht beim Sender verschlüsselt und erst beim korrekten Empfänger wieder entschlüsselt.

Doch das reicht uns bei Wire noch nicht:

Zusätzlich zu dieser Verschlüsselungsmethode arbeiten wir auch noch mit unserem speziell entwickelten Sicherheitsprotokoll Messaging Layer Security (MLS), was uns absolut einzigartig macht. Sie bietet neben einer benutzerfreundlichen Oberfläche noch ganz andere Features: Über verschiedene Endgeräte können Nutzer in kleinen und großen Gruppen absolut sicher und ohne das Risiko einer Fehlbedienung kommunizieren, wobei die Teilnehmerzahl dabei keine Rolle spielt. Denken Sie einfach an eine Million Euro in Ein-Euro-Münzen, die sie sicher lagern möchten. Die meisten würden sie in einem Safe verstecken. Wire steckt jedoch eine Million Ein-Euro-Münzen in jeweils eine Million unterschiedliche Safes. Glauben Sie mir, an diese eine Million Euro kann und möchte niemand mehr kommen. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Die Pandemie schlug auch bei uns ein wie eine Bombe – allerdings in einem etwas anderen Sinne. Wir bekommen seit dem Ausbruch der Pandemie ungefähr zehnmal so viele Anfragen als zuvor und sind uns sicher, dass die Zahlen nicht so schnell wieder abflachen werden. Kurz zum Vergleich: Im ersten Quartal 2020 haben wir 407 Prozent mehr Umsatz verzeichnet als im gleichen Vorjahreszeitraum, was gewaltig ist.

Ob kleine, mittelständische und große Unternehmen oder auch Regierungsinstitutionen und öffentliche Einrichtungen wie die Polizei – viele suchen seit Beginn der Krise händeringend nach Hilfe, da sie sich in Anbetracht dieser Notsituation nicht genügend vorbereitet fühlen. Sie wissen nicht, was dazu gehört, ihre Mitarbeiter plötzlich ins Home Office schicken zu müssen und wie sie ihnen das entsprechende technische Setup schaffen sollen. Auch haben sie keine Ahnung von den Konsequenzen, welchen Einfluss dezentrales Arbeiten auf die interne und externe Kommunikation des Unternehmens hat, wenn plötzlich alle Mitarbeiter verstreut in ihren Wohnzimmern oder provisorisch eingerichteten Arbeitszimmern arbeiten. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir hatten das Glück, dass einige unserer Mitarbeiter schon vor der Pandemie von zu Hause aus oder remote gearbeitet haben. Daher sahen wir uns nicht mit den gleichen Schwierigkeiten konfrontiert, die andere Unternehmen plötzlich hatten. Viele der für das Arbeiten von zu Hause erforderlichen Prozesse und Systeme waren bereits vorhanden, aber natürlich war es auch für uns eine Umstellung, dass mit einem Schlag alle in ihrem eigenen Kämmerchen saßen. Vielen fehlte der kreative und unverfängliche Küchen-Talk an der Espresso-Maschine oder der schnelle Austausch über die Bürotische hinweg. Wir versuchten, dieses Leck so gut wie möglich virtuell auszugleichen. Beispielsweise haben wir unsere Meetings immer mit “Chit-Chatting” begonnen, ohne gleich in die konkrete Agenda einzusteigen. Das hat ungemein geholfen, die aktuelle Stimmung des Teams einzufangen und sich regelmäßig Feedback einzuholen. Heute würde ich sagen, haben wir uns daran gewöhnt und genießen auch die Vorteile, die die Remote-Arbeit mit sich bringt. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir erhoffen uns durch die Pandemie, dass Unternehmen wie auch Regierungsinstitutionen zum Denken angeregt werden und sich darüber Gedanken machen, wie sie ihren Daten den besten Schutz bieten können. Und wenn sie sich dann entscheiden, ihre Kommunikation in Expertenhände zu legen, sind wir für sie da. Stellen Sie sich vor, was für eine Katastrophe es gäbe, wenn die hochsensiblen Daten einer Regierung in falsche Hände geraten würden. Genau das möchten wir verhindern und bieten deshalb eine orts- und zeitunabhängige sichere Kommunikation, in der auch die Wahl des Endgeräts keine Rolle spielt. 

Wire, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Skype for Business neigt sich dem Ende seiner Lebensdauer zu und eines unserer Ziele ist es, zu beweisen, dass Wire die einzige wirklich sichere Alternative darstellt. Darüber hinaus möchten wir uns stärker auf den DevOps-Markt konzentrieren und haben deshalb Ende 2019 unseren VP Sales EMEA, Christian Nink, eingestellt. Gemeinsam mit ihm gehen wir momentan die Branchen an, in denen Cyber-Sicherheit noch nie so wichtig war wie heute: Regierungen, Finanzinstitutionen und andere besonders kritische Branchen. Deswegen haben wir uns auch entschieden, unsere Lösung über den IT-Channel zu vertreiben.

Mit unserem Partner SVA System Vertrieb Alexander GmbH, einem der führenden deutschen Systemhäusern, möchten wir unseren Kundenstamm vor allem in den Bereichen Großunternehmen, wie schon erwähnt Regierungsinstitutionen und der Öffentlichen Hand noch weiter ausbauen. Zudem streben wir eine weitere Verdoppelung unserer Einnahmen in 2020 an und arbeiten mit Hochtouren daran, unsere Messaging Layer Security (MLS)-Technologie offiziell einzuführen. Ziel dieser Technologie wird unter anderem sein, Tools federation-fähig zu machen. Federation ist ein Zusammenschluss einzelner Systeme, die trotz der Verbindung ihre jeweilige Selbstständigkeit bewahren. So könnte A beispielsweise von seinem WhatsApp-Account aus B eine Nachricht auf dessen Instagram-Konto schicken – wären beide Tools Federation-fähig.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Kennen Sie Ihren Markt in und auswendig. Informieren Sie sich regelmäßig, kennen Sie die Menschen, die sich hinter Ihren Kunden verbergen. 

Zweitens: Seien Sie bei der Auswahl Ihren Mitarbeiter sehr wählerisch. Schauen Sie sich die Person sehr gründlich an, die Sie einstellen möchten, denn Sie muss mit Ihnen gemeinsam das Ziel haben, Ihr Unternehmen erfolgreich zu machen. Wenn Sie sich entschieden haben: Wertschätzen Sie Ihre Leute!

Drittens: Seien Sie hartnäckig. Seien Sie davon überzeugt, was Sie tun und boxen Sie es durch, auch wenn Sie immer wieder auf Hürden stoßen. Der Weg eines Gründers ist manches Mal steinig, doch geben Sie nicht auf – das ist der Schlüssel zum Erfolg. 

Wir bedanken uns bei Alan Duric für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Jeder Weg ist am Anfang holprig und schwer

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TableLight Tischlampe

TableLight Design Tischlampe mit induktiver Ladestation aus hochwertigen Amerikansichen Nussbaum in Mainz handgefertigt

Stellen Sie sich und das TableLight doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Riccardo Ibba ich bin 27 Jahre alt, das Unternehmen wurde im Sommer 2020 gegründet. Die TableLight ist eine Tischlampe, die aus hochwertigen Amerikanischen Nussbaum in Mainz handgefertigt wird.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir hatten damals ein Couchtisch mit der selben Technologie entwickelt gehabt, dennoch war dieser in der Herstellung viel zu teuer und die Ausfallquote zu hoch, aber wir wollten die Technologie nicht begraben und haben diese in die TableLight eingebaut. Wir wollten uns schon immer selbstständig machen und der Welt etwas bieten was es so noch nicht auf dem Markt gibt.

Welche Vision steckt hinter dem TableLight?

Die Version dahinter, das jeder der gerne im Bett liest oder einfach nicht so viele Steckdosen am Arbeitsplatz oder am Nachttisch zur Verfügung hat, ein Gerät zu entwickeln, wo beides in einem steckt, somit muss man nicht überlegen welches Gerät ich nutzen möchte und somit sogar vergisst den Stecker umzustecken, dadurch verschläfst du und verpasst deine Beförderung in deinem Job.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Da, wir noch berufstätig sind haben wir immer etwas Geld bei Seite gelegt und auch Kredite von der Bank aufgenommen um die Idee voran zu bringen. 

Wer ist die Zielgruppe ?

Unsere Zielgruppe sind Junge Menschen, aber natürlich auch die, die auf ein Zeitloses Design wert legen.  

Wie funktioniert das TableLight? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die TableLight funktioniert, über eine Gestensteuerung durch einfaches wischen unterhalb der LEDs Ein-Ausschalten oder Dimmen lässt zu dem kann ein Smartphone durch einfaches auflegen auf die Kontaktfläche geladen werden. Unsere TableLight unterscheidet sich von anderen Tischlampen im Design und in der Funktion, es gibt viele Tischlampen die aber mit direktem Kontakt auf die Schaltflächen getätigt werden müssen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir sehen uns in fünf Jahren mit den ersten Shop in Frankfurt, zu dem auch das in Hotellerie unsere Tischlampe zum Einsatz kommen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ein Businessplan und Finanzplan ist immer gut um zu sehen wo man gerade steht. Natürlich ist dies auch eine super Vorlage um dies der Bank vorlegen zu können.

Wenn, man ein Ziel hat sollte man dies nicht aus den Augen verlieren und immer daran glauben.

Jeder Weg ist am Anfang holprig und schwer, aber man darf nicht aufgeben. Denn man weiß nie wie weit man schon gekommen ist, wenn man jetzt aufgeben würde.

Wir bedanken uns bei Riccardo Ibba für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein Geschenk, von dem man auch in 100 Jahren noch etwas hat

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fichte baum sprout

Der Bleistift, der sich in einen (Weihnachts-)Baum verwandeln kann

Die dänische Firma Sprout World und ihre pflanzbaren Stifte haben die Welt im Sturm erobert. Bisher wurden 30 Millionen Sprout-Stifte in über 80 Länder verkauft. Zu den Blei- und Buntstiften, die sich in Blumen, Kräuter- und Gemüsepflanzen verwandeln können, kommt jetzt ein neues Mitglied in die Sprout-Familie:  Der Bleistift, der zu einem richtigen Baum werden kann. 

Die Idee des pflanzbaren Sprout-Stifts besteht darin, ihn einzupflanzen, wenn er zu kurz zum Schreiben oder Malen wird und  auf diese Weise einem Altprodukt, das sonst in den Mülleimer geworfen wird, neues Leben einzuhauchen. Bisher waren die Bleistifte von Sprout World mit 10 verschiedenen Samen erhältlich, darunter Kirschtomaten, Sonnenblumen, Thymian oder Basilikum. Ab sofort kann sich der Sprout-Bleistift auch in einen Baum, genauer gesagt eine Fichte, verwandeln. Damit schließt sich der Kreis: Aus Bäumen werden Bleistifte, aus denen dann Fichten wachsen können. Immergrüne Nadelbäume, die während ihres Wachstums CO2 absorbieren und uns Sauerstoff geben. 

Die neue Plant a Tree Edition von Sprout World 

Der Newcomer im Sprout-Sortiment besteht aus 5 Bleistiften in einer Faltschachtel. Ein jeder von ihnen kann sich in eine Fichte verwandeln. Zudem ist jeder der Stifte mit Botschaften über die Wichtigkeit und den Nutzen des Pflanzens von Bäumen bedruckt. Alle Sprout-Stifte sind 100% natürlich und werden aus nachhaltig geerntetem Holz hergestellt. Die Minen des Bleistifts bestehen aus ungiftigem Graphit und Ton, die Samenkapsel am Ende des Stifts aus komplett pflanzlichem Material.  

Pflanzen Sie Ihren eigenen Weihnachtsbaum 

Die Fichte ist ein wunderschöner Baum, der das ganze Jahr über im Haus als Zierbaum gehalten werden kann, oder wenn er etwas größer geworden ist, draußen eingepflanzt und in den kommenden Jahren sogar zu einem echten Weihnachtsbaum heranwachen kann. Das Prozedere ist denkbar einfach: 

1.           Schreiben oder Malen Sie mit dem Bleistift.

2.           Stecken Sie den Bleistift mit der Kapsel nach unten in einen Topf mit Erde, wenn er zu kurz geworden ist oder Sie nicht mehr mit ihm schreiben möchten.

3.           Stellen Sie den Topf an einen sonnigen Ort und halten Sie die Erde feucht. 

4.           Nach 10-14 Tagen treibt die Fichte aus und beginnt zu wachsen.  

Sprout-Stifte, die zur Fichte werden können, sind ideal geeignet als Geschenk. Sei es im Adventskalender, zum Nikolaus, als Gastgeschenk für eine Weihnachtsfeier oder Adventscafe, als umweltfreundliches und nachhaltiges Weihnachtsgeschenk oder auch als  Weihnachtsgruß von Firmen und Unternehmen. Denn jeder Sprout-Stift kann individuell mit eigenen Logos oder Slogans in verschiedenen Farben bedruckt werden. 

Zu kaufen gibt es alle Sprout-Stifte über den Online-Shop:  https://shop.sproutworld.com/

Wissenswertes über Fichten: 

Die Fichte ist ein in Europa weit verbreiteter Waldbaum. 

Fichten können bis zu 40 Meter hoch werden.

Fichten können 100 Jahre oder mehr leben.  

Die Fichte ist ein genügsamer Baum, der fast in allen Böden wachsen kann. Dabei kann sie bis zu einem halben Meter pro Jahr wachsen. 

Das Holz der Fichte wird für Bauholz, Bohlen/Dielen, Bretter, Papier, Kisten, Paletten und Spanplatten oder gar Musikinstrumente, Masten und Möbel verwendet. 

Die Fichte ist der ursprüngliche Weihnachtsbaum, der ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Nordeuropa üblich wurde. 

Die Fichte nimmt wie alle Bäume CO2 aus der Luft auf und produziert Sauerstoff 

Quelle Veauthier

Seid geduldig

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Naturhäuschen: Ferienhäuser in der Natur an abgelegenen Orten

Naturhäuschen: Ferienhäuser in der Natur an abgelegenen Orten

Stellen Sie sich und das Startup Naturhäuschen.de doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Tim und Luuk van Oerle, Brüder und leidenschaftliche Naturliebhaber aus den Niederlanden. Auf unserer 2009 gegründeten Booking-Plattform natuurhuijse.nl findet man ausgewählte Ferienhäuser in besonders natürlicher – und oftmals außergewöhnlicher – Lage jenseits des Massentourismus. Knapp 15.000 Naturhäuschen zählen inzwischen zu unserem Portfolio innerhalb Europas, allein in Deutschland erstreckt sich die Auswahl auf über 1.000 Objekte. Seit 2019 ist Naturhäuschen.de auch in Deutschland verfügbar und wird sehr gut angenommen: Die Buchungsrate hat sich im Vergleich zum Vorjahr verzehnfacht.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind schon seit unserer Kindheit sehr mit der Natur verbunden, haben gerne Hütten gebaut, Fische im See gefangen und leidenschaftlich gerne Vögel beobachtet. Das wollten wir auch vor einigen Jahren während eines Urlaubs in Spanien machen, haben aber keine passende Hütte in der Natur gefunden. So ist die Idee für Naturhäuschen.de entstanden. 

Welche Vision steckt hinter Naturhäuschen.de?

Unser Ziel ist es, mit Naturhäuschen.de die Menschen mit der Natur zu verbinden und auch der Umwelt dabei etwas zurückzugeben. Deswegen unterstützen wir mit unserem Unternehmen unterschiedliche Naturprojekte: Mit jeder gebuchten Nacht wird ein Beitrag zur Erhaltung der Umwelt geleistet, über 1 Million Bäume konnten bereits auf diese Weise gepflanzt werden. Seit August 2020 wird nun für jede Buchung 1,00 Euro an lokale Naturprojekte gespendet. Wir glauben fest daran, dass ein gestärktes Bewusstsein für die Natur auch einen positiven Einfluss auf unser Alltagsverhalten und die Gesundheit hat. Mit unserer Arbeit vereinen wir die positiven Effekte – für den Menschen und die Umwelt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir standen zwei zentralen Herausforderungen gegenüber. Zum einen war es schwierig, die richtigen Mitarbeiter für unser Startup zu finden, die auch zu unserer Unternehmenskultur passen. Wir suchen nach Menschen mit einer gesunden Portion Ehrgeiz, die das Potenzial und den Erfolg des Unternehmens auch international sehen und die dem Markt und den Konkurrenten immer einen Schritt voraus sein wollen. Getreu einem unserer zentralen Werte „Pingpong gegen Durchschnitt“, suchen wir Menschen mit dem nötigen Wissen und der richtigen Einstellung, weil wir mit durchschnittlichen Aktionen keine Veränderung erzielen werden.


Die zweite große Herausforderung für uns war die Internationalisierung. In Europa ist jedes Land verschieden, nicht nur die Sprache, sondern auch das Kundenverhalten und der Wettbewerb. Wenn man in den Niederlanden ein Unternehmen gründet, wie wir es getan haben, gibt es keine Garantie, dass man in anderen europäischen Ländern denselben Erfolg hat. Wir mussten uns an jedes Land anpassen, in das wir expandiert sind. Das ist ein großer Unterschied zu Startups in den USA, wo man ein Land, eine Sprache und direkt über 300 Millionen potenzielle Kunden hat. Dort ist es einfacher, ein Unternehmen zu skalieren. 

Naturhäuschen.de ist eigenfinanziert, wir besitzen zusammen 100 Prozent des Unternehmens. Es gab keine externen Investments.

Wer ist die Zielgruppe von Naturhäuschen.de?

Wir wollen Menschen ansprechen, die der Stadthektik für einige Zeit entkommen möchten und eine ideale Umgebung für Entspannung und Digital Detox suchen. Die Lage der Naturhäuser eignet sich perfekt für Entdeckungsreisen und Wanderungen in der Umgebung. Egal ob entspannte Waldspaziergänge oder Baden im See – auf Naturhäuschen.de findet jeder Naturliebhaber das passende Domizil für einen entschleunigenden Urlaub.

Wie funktioniert Naturhäuschen.de? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Auf Naturhäuschen.de können Kunden idyllisch gelegene Ferienhäuser ganz einfach online buchen. Bei vielen Naturhäusern läuft der Aufenthalt vollkommen kontaktlos ab – ein klarer Vorteil in Zeiten von Corona. Wir legen viel Wert darauf, dass unsere Kunden wirklich zur Ruhe kommen können. Deswegen befinden sich alle Naturhäuser abseits von überfüllten Touristenpfaden inmitten unberührter Natur. Die Suche nach dem passenden Naturhäuschen basiert dabei entweder auf einer bestimmten Region, Bauart oder auf Themen wie „Im Wald“, „Am Meer“ oder „Mit Hund“. Wer nach einer echten Auszeit vom stressigen Alltag sucht, wird bei uns fündig. Viele der Ferienhäuser auf Naturhäuschen.de sind darüber hinaus ausschließlich auf unserer Webseite buchbar, sodass unsere Kunden aus einem exklusiven Angebot wählen können.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Das Unternehmen hat sich mit Corona nicht wirklich verändert, allerdings die Art wie wir arbeiten. Dadurch dass wir ein eher kleines Unternehmen sind mit niedrigen Hierarchieebenen, kurzen Kommunikationswegen und einem hohen Grad an Flexibilität, konnten wir schnell auf das sich verändernde Verhalten der Menschen seit Beginn der Covid-19-Pandemie reagieren. Innerhalb weniger Tagehaben wir die kontaktlosen Aufenthalte eingeführt, die immer noch ein großer Erfolg sind. Was sich seit März dieses Jahres hauptsächlich verändert hat, ist das enorme Wachstum der Buchungszahlen. In den letzten sechs Monaten haben uns im Vergleich zum letzten Jahr insgesamt dreimal so viele Buchungen erreicht. Das hängt zweifelslos auch mit der veränderten Situation der Menschen während der Pandemie zusammen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

In der Corona-Krise zieht es die Menschen aus den Städten wieder häufiger in die Natur. Wer eine echte Auszeit vom Home-Office und der Isolation sucht, wird bei Naturhäuschen.de fündig. An den naturnahen Orten der Ferienhäuser können Kunden Menschenansammlungen gezielt aus dem Weg gehen. Viele Menschen besinnen sich wieder vermehrt auf die Natur und entwickeln ein stärkeres Bewusstsein für ihre Umwelt. Davon profitieren nicht nur wir als Unternehmen, sondern auch die Naturprojekte, die durch unsere Buchungen unterstützt werden. Wir glauben, dass auch in Zukunft die Nachfrage nach Urlaub an abgelegenen Orten fernab der Menschenmengen an typischen Touristen-Hotspots größer sein wird als vor der Pandemie. Die Art des Reisens und die Bedürfnisse der Urlauber werden nicht mehr dieselben sein, wie zuvor. 

Naturhäuschen.de, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Marktführer in Europa zu werden, wenn es um Urlaub an abgelegenen Orten geht. Das möchten wir mit zehntausenden Naturhäusern in ganz Europa und lokalen Internetseiten in beinahe allen europäischen Ländern erreichen. Diese Woche ging unsere Webseite in sechs neuen europäischen Ländern an den Start, sodass wir nun in insgesamt 12 Ländern, neben den Niederlanden und Deutschland unter anderem auch in Dänemark, Frankreich, Italien sowie Spanien und Großbritannien mit einer eigenen Internetseite verfügbar sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Seid geduldig; stellt sicher, dass ihr ein gut funktionierendes Produkt habt, das anpassbar ist und sich auf eurem heimischen Markt bewährt hat.
  • Ihr müsst ein wenig sturköpfig sein und hin und wieder einfach eurem Bauchgefühl folgen, aber dabei nicht vergessen, auch anderen Menschen zuzuhören. Seid immer offen für neue und andere Ideen.
  • Dieser Tipp ist ähnlich zum vorherigen Punkt. Wir sind nicht das erste Unternehmen, das versucht, ein E-Commerce-Geschäft im internationalen Reisemarkt zu skalieren. Es gibt eine Menge Informationen, die man im Internet findet oder im Gespräch mit Menschen erfährt. Es geht also darum, die besten und nützlichsten Informationen und Feedback zu finden und alles auf die optimale Art und Weise zusammenzuführen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tim und Luuk van Oerle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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