Freitag, Februar 13, 2026
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Fragt euch, warum ihr gründen wollt

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lycka vegane Produkte: Eis und Granola Bio und natürlich

lycka vegane Produkte: Eis und Granola Bio und natürlich

Stellen Sie sich und das Startup lycka doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Felix Leonhardt und Gründer von lycka. Wir machen vegane Produkte wie Eis und Granola, die 100% natürlich und in Bioqualität sind. Mit lycka verfolgen wir außerdem eine soziale Mission: Denn mit unseren Produkten setzen wir uns für eine Welt ohne Hunger ein. Seit unserer Gründung arbeiten wir deswegen eng mit der Welthungerhilfe zusammen. Für jedes verkaufte Produkt fließt ein fester Betrag in ein gemeinsames Projekt, das Kindern in Ostafrika warme Schulmahlzeiten ermöglicht. So konnten wir bereits über 2,5 Millionen Mahlzeiten finanzieren.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ursprünglich gegründet wurde lycka von mir und meinen Freunden Sven und Johannes, die ich aus meiner Studienzeit kenne. Schon 2012 haben wir neben unserem Studium unser erstes Startup berryjoy gegründet, über das wir gesunde und leckere Snacks als Shop-in-Shop Modell in Coffeeshops angeboten haben. Leider hat das Geschäftsmodell nicht wirklich funktioniert und uns stellte sich die Frage, was wir in unserem Leben als Unternehmer in der Welt bewegen können und wollen. Aus diesem Gedanken heraus kam uns die Idee, ein Lebensmittelunternehmen zu gründen, das sich zugleich für eine bessere Welt einsetzt. Es war uns wichtig, uns mit unserem Unternehmen auch sozial zu engagieren, um Kindern in Not zu helfen. 

Welche Vision steckt hinter lycka?

Unser Ziel ist es, die leckersten veganen Bio-Produkte zu machen, die zugleich Gutes für die Welt tun. Denn wir glauben an eine Welt ohne Hunger, in der jeder Mensch ein selbstbestimmtes Leben hat. lycka bedeutet „Freude“ oder „Glück“ auf Schwedisch und wie unser Name schon sagt, wollen wir Glücksgefühle bescheren – nicht nur auf der Zunge, sondern auch im Herzen. Mit unseren Produkten wollen wir eine Bewegung des bewussten Konsums aufbauen – mit veganen Lebensmitteln, die mehr können als nur lecker. Damit jeder bei seinem Einkauf etwas Gutes tun und veganen Genuss für sich entdecken kann.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir haben lycka gegründet, um zu zeigen, dass unser Konsum die Macht hat, etwas zu verändern. Wir möchten einen Beitrag für eine Welt ohne Hunger leisten und nutzen unseren Bedarf in Europa nach immer neuen veganen Produkten, um Menschen in Entwicklungsländern zu helfen und dort eine nachhaltige Infrastruktur aufzubauen. Die größte Herausforderung ist und bleibt der Aufbau der Distribution und Markenbekanntheit.

Wer ist die Zielgruppe von lycka?

Unsere Zielgruppe sind alle, die Genuss mit einer guten Tat verbinden und Teil unseres #LyckaMovements werden möchten. Wir haben gemerkt, dass immer weniger Menschen von großen Konzernen veralbert werden möchten, sondern bewusst einkaufen und durch ihren Konsum etwas Gutes bewirken möchten. 

Welche Produkte haben Sie? Aus welchen Zutaten werden die Produkte gefertigt? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben diesen Sommer vier neue vegane Eissorten auf den Markt gebracht: Salted Caramel, Schoko Cookie Dough, Erdnuss Chocolate Split und Mango Cassis. Außerdem haben wir gemeinsam mit Stefanie Giesinger das ebenfalls vegane Himbeere Chocolate Split Eis kreiert, bei dem der gesamte Gewinn von uns und Stefanie Giesinger in ein Hilfsprojekt der Welthungerhilfe in Dedza, Malawi fließt. Neben unseren Eiskreationen bieten wir außerdem knuspriges Granola. Ganz neu ist die Sorte Himbeere Erdbeere. Wir verzichten ganz auf den Zusatz von Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Süßstoffen und verwenden nur 100% natürliche Inhaltsstoffe in zertifizierter Bioqualität. Unsere veganen Produkte schmecken und tun nicht nur gut, sondern sie verfolgen auch einen sozialen Anspruch – den Kampf gegen den Hunger auf dieser Welt. Das ist es, was lycka ausmacht. Wir möchten zeigen, dass veganer Genuss für jeden funktioniert!

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Corona hat unserem Team vor allem verdeutlicht, wie gut unsere Zusammenarbeit funktioniert – auch remote aus dem Home-Office. Schon vorher konnte bei uns jeder immer von überall arbeiten. Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass diese Methode selbst dann funktioniert, wenn wirklich alle remote arbeiten – was nicht zuletzt unserem starken Teamspirit zu verdanken ist. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig der bewusste Umgang mit unserer Umwelt – Mensch und Natur – ist. Nachhaltige und soziale Produkte werden immer gefragter und viele Menschen haben gerade in den letzten Monaten angefangen, sich mit den Auswirkungen des eigenen Konsums auseinanderzusetzen. Auch im sozialen Miteinander merken wir alle aktuell, wie wichtig es ist sich gegenseitig, und gerade die schwächeren Mitglieder unserer Gesellschaft, zu unterstützen – sei es durch eine Spende oder durch den Kauf eines sozialen Produktes. Wir denken, dass auch in Zukunft das Bedürfnis, durch Alltagstätigkeiten gleichzeitig bewusst Gutes zu tun, weiterwachsen wird. 

lycka, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir ein gutes Stück weiter sein mit unserer Mission, bewussten Konsum zur Normalität zu machen und viele neue Unterstützer des #LyckaMovements gewonnen haben. Denn wir glauben, dass wir nur gemeinsam viel bewegen und die Welt zu einem besseren Ort für uns alle machen können. Wir arbeiten außerdem konstant an leckeren, neuen Produkten, mit denen wir unser Produktsortiment erweitern und noch mehr Menschen ansprechen wollen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Fragt euch, warum ihr gründen wollt. Ein tolles Produkt zu entwickeln ist der leichteste und spannendste Teil des Gründens eines Food-Startups. Leider sind viele Rückschläge wie Absagen von Investoren und vom Einzelhandel die Norm. Deswegen ist es als Gründerin oder Gründer unglaublich wichtig zu wissen, warum man morgens aufsteht.  

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Felix Leonhardt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Warum wollt Ihr ein Unternehmen gründen?

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kraftling

Kraftling kaltgepresste Ingwer Shots und HHP- Shots für eine bewusstere und nährstoffreichere Ernährung

Stellen Sie sich und das Startup Kraftling doch kurz unseren Lesern vor!

Gerne, mein Name ist Friedrich und ich bin Mitgründer von Kraftling. Mit Kraftling wollen wir Menschen mit einem aktiven Lebensstil unterstützen. Wir haben hierzu einen klaren Fokus auf Qualität und Funktionalität von Nährstoffen gelegt. Anfang 2018 haben wir mit kaltgepressten Ingwershots gestartet und sind mittlerweile mit mehreren Segmente in dem Bereich Shots unterwegs. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ein Unternehmen zu gründen bedeutet für mich ein Produkt oder Dienstleistung zu verkaufen, die der Gesellschaft einen Mehrwert bringt. Diesen Mehrwert habe ich leider bei vielen Firmen vermisst und oftmals steht mittlerweile mehr die Marke im Vordergrund und nicht die Qualität der Produkte. Meinem Gründerteam und mir war es vor allem wichtig die Qualität wieder an erste Stelle zu setzen und somit haben wir Kraftling gegründet. Das Unternehmen, dass mit hochqualitativen Produkten Menschen bei Ihrem aktiven Lebensstil unterstützt. 

Welche Vision steckt hinter Kraftling?

Gesunde Ernährung ist für uns wichtig. Wir haben uns das Ziel gesetzt, gute Ernährung einfach zu gestalten. In einer Welt, in der es für uns immer schwieriger wird zu verstehen, was in produzierten Lebensmitteln enthalten ist und wie es hergestellt wurde, wollen wir mit den Werten von Natürlichkeit, Ehrlichkeit und Transparenz überzeugen und unseren Kunden es dabei so einfach wie möglich machen, sich bewusster und nährstoffreicher zu ernähren. Kaltgepresste, HPP-Shots sind der erste Schritt in diese Richtung.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Uns war es vor allem wichtig, dass wir unsere Vision mit Kraftling verwirklichen können und nicht auf Druck von institutionellen Investoren möglicherweise Qualität einbüßen müssen. Wir haben uns somit zunächst durch private Investitionen finanziert und dann Partner gesucht, die uns auf diesen Weg begleiten möchten.

Wer ist die Zielgruppe von Kraftling?

Unsere Kunden sind meist sehr ernährungsbewusste Personen, die es schätzen, wenn Produkte natürlich hergestellt sind und einen wirklichen Mehrwert für ihren aktiven Alltag bringen. Durch die stetig wachsende Produktpalette erreichen wir zunehmend neue Menschen, die von unseren Produkten und Vision begeistert sind. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Heutzutage haben Getränke oft das Image nicht 100% frisch zu sein und anstelle von Frische, Natürlichkeit und Qualität, steht leider die lange Haltbarkeit zunehmend im Fokus. Das schonende HPP Verfahren (High-Pressure-Processing) ermöglicht uns einen frischen Saft und dessen Haltbarkeit zu 4-6 Wochen zu verlängern und das ganz ohne Erhitzung oder den Zusatz von Aromen. Geschmack und Nährstoffe bleiben hier erhalten.

Unser Ziel ist es, so nah wie möglich an der Ursprungsform unserer Zutaten zu bleiben und die Herstellung so schonend wie möglich zu halten, d.h. die Beschaffung frischer, roher Zutaten, die schonende Verarbeitung und das alles unter Berücksichtigung der Kühlkette bei 4-7 Grad Celsius. Bei dem Einkauf von Zutaten achten wir zudem nicht nur auf Qualität der einzelnen Rohstoffe, sondern zusätzlich auf Vielfalt und Nährstoffe. Wir haben somit in einem 60ml Shot bis zu 8 verschiedene Zutaten. Eine einzigartige Vielfalt mit höchster Qualität, die wir so im Markt noch nicht erlebt haben. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Durch Corona war es uns primär wichtig unsere Mitarbeiter zu schützen und parallel zu schauen, dass wir lieferfähig bleiben. Durch einen rotierenden Office-Plan und Home-Office Regelungen, sowie enge Absprachen zwischen Vertrieb und Produktion konnten wir die intensiven Wochen im März, April und Mai gut überstehen. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Ein Vorteil in dieser Zeit war sicherlich, dass unsere starke Kultur eine enge Zusammenarbeit trotz Home-Office möglich gemacht hat und unser Team mit Tools wie Slack und jetzt auch Zoom weiterhin effektiv und effizient weiter Themen vorantreiben konnten. An Office-Tagen gab es zudem klare Regelungen für Masken und eine maximale Anzahl an Leuten im Raum. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Zum einem haben wir gemerkt, dass das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung deutlich gestiegen ist. Menschen hatten wieder mehr Zeit sich mit Lebensmitteln zu beschäftigen und sich durch eine nährstoffreiche Ernährung in Zeiten von Corona zu stärken. Auf der anderen Seite hatten wir als junges Unternehmen die Chance bestehende Prozesse optimieren und neue Prozesse für weiteres Wachstum aufsetzen. 

Kraftling, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wichtig ist für uns die Ausweitung der Distribution und der Produktpalette. Wir möchten mit unseren Kraftlingen so viele Menschen wie möglich bei Ihrem aktiven Lebensstil begleiten und mit passenden Produkten unterstützen. Es gibt noch viel Potenzial in dem Bereich der frischen und natürlichen Ernährung. Auf europäische Ebene kennen wir kein Unternehmen, dass es geschafft hat unseren Qualitätsanspruch bei starkem Wachstum zu halten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich würde statt Tipps lieber offene Fragen stellen und zwar: 

Warum wollt Ihr ein Unternehmen gründen?

Was ist der Mehrwert den Ihr der Gesellschaft weitergeben möchtet?

Wie kann ein smarter Markteintritt funktionieren und könnt Ihr damit langfristig ein großes Unternehmen aufbauen?

Wir bedanken uns bei Friedrich Kalthoff für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Learning by doing

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Glüxgefühl Business- und Event Catering Extravaganz Hausmannskost

Glüxgefühl Business- und Event Catering

Stellen Sie sich und Ihren Weg mit Glüxgefühl kurz für unsere Leser vor.  

Mein Name ist Cem Yilmaz und ich bin gelernter Gastronom und Inhaber von Glüxgefühl – einem Business- und Event Catering. Als ich 20 Jahre alt war, startete ich mit einem klassischen Store im Prenzlauer Berg. Ein Jahr nach Gründung des ersten Stores folgte der zweite in Schöneberg. Hierbei handelte es sich allerdings um eine Produktionsküche für online Orders. Da habe ich meine ersten Erfahrungen im online Delivery gemacht. Nach einer gewissen Zeit sind mir die beiden Stores allerdings etwas über den Kopf gewachsen, vor allem aufgrund meines jungen Alters und meiner Unerfahrenheit. Daraufhin folgten mehrere Kaufangebote für beide Stores und ich habe letztendlich ein Angebot für den ersten Store angenommen.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrung als Inhaber habe ich gesehen, dass man als Gastronom an vielen Stellschrauben drehen muss – es aber recht schwer ist, die notwendige Zeit dafür aufzubringen. Eine riesen Baustelle bei der Gründung und dem Aufbau im Food Segment ist natürlich das Marketing. 2012 war Onlinemarketing über Social Media in Deutschland noch nicht so etabliert. In meiner Tätigkeit als Berater hatte ich viele Gespräche mit Hoteliers und Restaurantinhaber. Das Thema Social Media war immer präsent. Deshalb habe ich 2016 gemeinsam mit einem Partner die Werbeagentur Appateat (Marketing für Hotel und Gastronomie) gegründet, zu deren Kunden mittlerweile u. a. die Titanic Hotel Kette gehört.

Dadurch kam ich dem Onlinemarkt der Food Branche noch näher.

Bis 2018 habe ich in meiner Agentur die Bereiche Business Development und Finance geleitet und war in meiner kurzen Tätigkeit bei der Vertical Food GmbH mit ihren Ghostkitchens und damals noch 60 Mitarbeitern ebenfalls im Bereich Business Development und Finance tätig. In dieser Position konnte ich mein Wissen in der online Food Branche erweitern – bis dann Ende 2018 für mich klar war, dass wir jetzt bereit sind neu mit Glüxgefühl zu starten und unsere Pläne in die Tat umzusetzen:

So entstand Glüxgefühl.de wie wir es heute haben. Und seitdem wir das online Catering 2018 gestartet haben, unterstützt mich auch mein Geschäftspartner Mesut Yigit, ebenfalls ein erfahrener Gastronom, der in renommierten Hotels und Restaurants gelernt hat.  Während er sich um den operativen Bereich kümmert, bin ich eher der Mann für das Administrative und Strategische. Wir haben uns als Kinder kennengelernt und uns verbindet eine 16-jährige Freundschaft. 

Was war der Hauptgedanke bei der Gründung von Glüxgefühl.de und gxg-homeoffice.de und welche Vision steckt dahinter? 

Der Gedanke von 2012 war noch ein anderer: Damals wollten wir unsere Gästen ein Erlebnis bei uns bieten. Deshalb war der damalige Glüxgefühl Store trendy und trashig. Die Inneneinrichtung und der Stil wurde von Leuten, die den Berliner Club Kater Holzig (mittlerweile Kater Blau) gebaut haben entwickelt: typisch Ost-Berlin. Unsere Speisen wurden von Berliner Food Chefs entwickelt. Daran orientieren wir uns immer noch. Leute aus der Szene sollten bei uns einen Platz finden an dem sie sich wohlfühlen. 

Nach acht Jahren hat sich die Vision selbstverständlich weiterentwickelt und es sind viele neue Gedanken hinzugekommen. Glüxgefühl war mein erstes Baby. Mir persönlich war es wichtig Glüxgefühl nicht im Stich zu lassen und auch nach Verkauf der Stores weiterhin an dem Grundgedanken zu feilen, um dann den entscheidenden Neustart zu wagen. Ich denke, das ist uns gelungen. Nur als Caterer mit Produktionsküchen, ohne physischen Store.

Wirtschaftlich gesehen erkennt man, wenn man sich den online Food Markt genau anschaut, dass ein immenser Umsatzfluss im online Food Ordering dazu kommen wird. Laut dem Digital Market Outlook wird der Umsatz im online Food Delivery Segment Platform-to-Consumer Delivery in Deutschland im Jahr 2024 bei rund 392,8 Millionen Euro liegen. Aktuell im Jahr 2020 liegen wir bei ca. 280 Millionen Euro.

Was waren die größten Herausforderungen, wenn Sie an die Ideenentwicklung bzw. an den Beginn von Glüxgefühl denken? 

Natürlich war das größte Problem, dass ich als Jungunternehmer nicht die Erfahrung hatte, die ich heute habe. Dabei war einer der größeren Fehler vor allem, dass ich mich ganz zu Beginn im Tagesgeschäft eingeschlossen habe und dadurch sehr eingespannt war. Innovative Ideen können so allerdings nur sehr schwerer umgesetzt werden, insbesondere wenn man nach Feierabend um ein Uhr nachts noch die Buchhaltung machen muss und am nächsten Morgen wieder um neun Uhr auf der Matte steht und da dann Einkauf und Termine warten. 

Ich befand mich damals mehr in der Rolle des Allrounders zwischen Küche und Service. Das ist ein schleichender Prozess, den man kurz- bis mittelfristig durchbrechen muss. Dazu gehört viel Vertrauen und eine gute Organisation.  Eine weitere große Herausforderung war natürlich die Resilienz, die es braucht, als Unternehmer durchzuhalten. Als zwanzigjähriger ist man halt noch nicht so weit – doch man darf sich nicht zu schnell entmutigen lassen. 

Wie würden Sie die Zielgruppe von Glüxgefühl.de beschreiben und was unterscheidet Sie von anderen Catering-Services? 

Wir sind ein  junges flexibles Unternehmen für das Business- und Event Catering, welches seinen Kunden nicht die einfache Standard Lasagne vorsetzt. Wir bieten ihnen eine Mischung aus Extravaganz und der klassischen Hausmannskost aus Europa und auch aus dem Orient. Daneben konzentrieren wir uns auch auf die beliebte Levante-Küche aus den östlichen Mittelmeerregionen. 

Wie ich schon erwähnt hatte wurden unsere Speisen von bekannten Food Chefs aus der Berliner Szene entwickelt. Durch unsere langjährige Tätigkeit in der Berliner Gastroszene sind wir durch unser Netzwerk sehr breit aufgestellt. Auch bei größeren Anfragen und Events. Deshalb lautet unser interner Firmenslogan: Geht nicht gibt’s nicht! Außerdem unterscheidet uns natürlich die typische Berliner Schnauze, die man sehr schnell an den Namen unserer Gerichte erkennen wird, wie z.B. unser beliebtestes Pastagericht: Oh lala Du scharfes Ding!

Mit Glüxgefühl, wo soll der Weg hingehen? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir möchten wachsen und die Glüxgefühl Marke verstärkt ausbauen. Sind eine Food Marke, die aktuell in mehreren Segmenten agiert: das online Catering, das Home-Office-Delivery-Segment und mittlerweile bekommen wir auch Anfragen von Coffee Shops und ähnlichem und sind somit auch im Retail präsent. 

Wir befinden uns ja aktuell in einer sehr besonderen Zeit mit vielen Hindernissen – vor allem in der Gastronomie. Können Sie uns etwas über Ihre aktuellen Erfahrungen und Erwartungen erzählen?

Ich habe ja schon vorher angesprochen, dass auch der Online-Bereich auf dem Food Markt bis 2024 eine rasante Entwicklung erwartet. Aufgrund von Corona denke ich, dass es hier zu einer Beschleunigung kommen wird, da sich auch viele Gastronomen überlegen müssen, wie sie durch ein Onlineangebot überleben können. Leider scheitern viele Gastronomen aktuell an diesem Punkt, da ihnen die gewisse Online-Affinität fehlt. 

Zum Schluss: Hätten Sie einen oder zwei Tipps an angehende Gründer und Gründerinnen? 

Auch wenn das wahrscheinlich viele Jungunternehmer nicht mehr hören können: Geduld. Man muss einfach lernen geduldig zu sein – aber auch in Bewegung bleiben, viel mit anderen Menschen kommunizieren, sich ständig weiterentwickeln und Chancen erkennen. Ich sage immer Learning by doing. Und vor allem darf man sich nicht entmutigen lassen, auch, wenn das eigene Umfeld oft einer anderen Meinung ist. Den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren ist sehr wichtig.

Das persönliche Umfeld spielt dabei eine tragende Rolle. Dafür bin ich meiner Partnerin und engen Freunden sehr dankbar. Zudem sollte man seinen Zielmarkt nicht aus den Augen verlieren und ständig optimieren und adaptieren, um Markt- bzw. Wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn anfangs unterscheiden sich oft die eigenen Vorstellungen von der Realität. Die letzten zehn Jahre als Unternehmer, mittlerweile bin ich 30, hatte ich mit sehr vielen Herausforderungen und harten Rückschlägen, sowohl privat, beruflich, als auch finanziell zu kämpfen an denen sicherlich viele gescheitert wären. Die erste Idee ändert sich nun mal und wird halt regelmäßig angepasst und das ist auch richtig so. 

Wir bedanken uns bei Cem Yilmaz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Team ist alles

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PWRGUM Energy Kaugummi teambild

PWRGUM zuckerfreier, zahnpflegender Energy Kaugummi 

Stellen Sie sich und das Startup PWRGUM doch kurz unseren Lesern vor!

Hallo, wir sind Toni, Gerardo und Thomas, die Gründer von PWRGUM. Als leidenschaftliche Fitnessprofis, erfahrene Sportler und E-Sportler wollten wir eine sinnvolle Alternative für den häufigen Konsum von kostenintensiven und zuckerhaltigen Energydrinks. Denn Energydrink Dosen oder Mixpulver sind für unterwegs wenig geeignet oder einfach mega umständlich. Deshalb haben wir uns zusammen eine geniale und nachhaltige Idee einfallen lassen und daraufhin PWRGUM gegründet.

Ein Produkt, das alle wertvollen Eigenschaften eines Energydrinks in einem kleinen Kaugummi vereint, war das coole Ergebnis. Durch unsere langjährige Erfahrung in unseren anderen Unternehmen & Startups wussten wir, worauf es bei einem erfolgreichen Produkt ankommt. Und klar, wir nutzen PWRGUM auch selbst jeden Tag!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir alle sind ja jetzt keine Jungspunde mehr und bereits seit einigen Jahren selbständig und haben eigene Unternehmen und Startups gegründet. Daher mussten wir bei der Idee nicht lange überlegen, hierfür gemeinsam ein Unternehmen zu gründen.

Welche Vision steckt hinter PWRGUM?

PWRGUM ist eine gesündere Alternative zu teuren und zuckerhaltigen Energydrinks. Mit unserem Energy Kaugummi wollen wir daher diejenigen, die ihren Konsum von Energydrinks reduzieren möchten, ohne auf die Wirkung zu verzichten, mit einem großartigen Produkt helfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Idee hatten wir vor gut einem Jahr und es gab tatsächlich mehrere Herausforderungen. Nachdem wir erst den reinen Vertrieb eines Koffeinkaugummis einer bestehenden Marke ins Auge gefasst hatten, wurde uns klar, dass ein reines Koffeinprodukt nicht einzigartig genug ist und wir uns von einem Partner abhängig machen würden. Daher beschlossen wir, ein eigenes Produkt für den Markt zu entwickeln.  Das schwierigste war dann, einen vernünftigen Hersteller zu finden, der an unsere Vision glaubt und der überhaupt noch Kapazitäten frei hatte. Leider war das in Deutschland nicht möglich, wir haben jedoch einen großartigen Partner innerhalb der EU gefunden. 

Zum Thema Finanzierung, wir sind aktuell bootstrapped. Wir drei haben alle gleich viel Geld in den Topf geworfen und die erste Produktions-Charge finanziert. Webshop, Designs, Logo, Unterlagen usw. konnten wir idealerweise alles aus eigener Hand erstellen.

Wer ist die Zielgruppe von PWRGUM?

In erster Linie dachten wir damals an Sportler, die einen Booster für Ihr Training benötigen. Neben Fitness und Bodybuilding lag unser Focus auf Outdoortraining, denn hier ist ein Kaugummi wesentlich einfacher mitzuführen als eine Dose mit Energydrink oder gar Mixpulver und Shaker. Da ich selbst aus der Gamerszener komme, war relativ schnell klar, dass wir natürlich auch die eSports Szene im Blick haben. 

Ideal ist es aber für alle, die hohe Anforderungen im Alltag oder in Aktivitäten haben, vom LKW-Fahrer über Nachtdienst, Piloten, Militär, Sportler, Gamer, Studenten usw. Alle, die eher einfach ein Kaugummi mitführen können als eine Palette mit Dosen.

Was ist das Besondere an dem Kaugummi? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unser Kaugummi ist ein Funktionskaugummi. Wir vereinen die wichtigen Zutaten eines Energydrinks – 80mg Koffein, 20mg Guarana und 20 mg Taurin in einem Kaugummi mit Minzgeschmack. PWRGUM ist zuckerfrei, zahnpflegend, hat im Schnitt 1,5x so viele Wirkstoffe wie ein durchschnittlicher Energydrink und wirkt effektiver und schneller. Aufgrund des Kaugummikauens werden die Wirkstoffe direkt über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf übertragen. So entfaltet sich die Wirkung nach ca. 5 Minuten und hält bis zu 5 Stunden an aufgrund des Guaranas und des Taurin. 

Kaugummi kauen fördert zudem die Konzentration, führt bis zu 25% mehr Sauerstoff in den Blutkreislauf und fördert eine bessere Durchblutung und einen höheren Stoffwechsel. Einzigartig ist zudem das patentierte Herstellungsverfahren. Während bei anderen Kaugummis die Kaumasse auf bis zu 120°C erhitzt wird, werden unsere Kaugummis bei Raumtemperatur hergestellt. So mit bleiben die Wirkstoffe auch während der Produktion alle voll erhalten.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Grundsätzlich sind wir erst Anfang dieses Jahrs in die heiße Phase eingestiegen. Das schwierigste, aufgrund der Corona Krise, war eigentlich die lange Wartezeit, bis unser Unternehmen eingetragen wurde und wir unsere Steuernummer erhalten haben. Das hat über drei Monate gedauert und hat schon mal den ein oder anderen Nerv gekostet. Ansonsten legen wir jetzt erst los, wo die Hochzeiten von Corona hoffentlich vorbei sind und sich Konsumenten und Händler auch wieder neuen Produkten zuwenden können. Geplante Meetings mit Fitnessketten mussten wir leider verschieben und auch andere Sparten, in denen wir aktiv werden wollten. Ganz zu schweigen von Messen und Events, auf denen wir mit PWRGUM präsent sein wollten.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir konzentrieren uns stark auf Online und planen unsere Social Media Kampagnen nun mehr als zum Start gedacht. Parallel führen wir trotzdem erste Gespräche mit dem Einzelhandel und mit vielen, wirklich vielen Kooperationspartnern, die unser Netzwerk erweitern. Da haben sich schon die irrsten Konstellationen aufgetan, die hoffentlich in nächster Zeit erfolgreich Früchte tragen werden.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Unser Produkt ist ein typisches Mitnahmeprodukt und auch noch sehr preisgünstig. Eine Packung enthält 7 Kaugummis, praktisch einen für jeden Tag. Einen Energydrink einzudampfen in ein Kaugummi kann für uns eine Chance sein, dass die Kunden die vielen Vorteile davon erkennen. Influencer, eSportler und andere suchen aktuell nach neuen Produkten und bisher sind alle begeistert, denen wir davon erzählt haben oder die es natürlich getestet haben. Und viele Berufsgruppen sind gerade in Corona Zeiten enormem Stress und Ausdauer ausgesetzt. Hier hilft und unterstützt PWRGUM optimal, diese Anforderungen zu meistern.

PWRGUM, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten eine starke Alternative zu Energydrinks werden, sowohl in Deutschland wie aber auch weltweit. Idealerweise ist unser Produkt an jeder Kasse zu finden. Wir wollen das Produkt entsprechend weiterentwickeln und für verschiedene Gruppen optimieren Gamer, Sportler, Militär, hier sind viele Zielmärkte, die auf uns warten und die wir bis dahin bedienen wollen. Kurzfristig planen wir neben der aktuellen Minze Geschmack-Version auch den „typischen Energydrink-Geschmack“ als nächste Kaugummisorte auf den Markt zu bringen. Unser Produktionspartner werkelt da bereits fleißig dran. Und obwohl wir bootstrapped sind, schauen wir uns auch nach einem möglichen Investment oder einem strategischen Partner / Advisor um. Netzwerk kann ja nie schaden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Zieh Dein Ding durch
  • Never, never, never give up
  • Team ist alles!

Wir bedanken uns bei Toni, Gerardo und Thomas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das richtige Team ist alles!

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mybacs teambild

mybacs innovative und hochdosierte synbiotischer Nahrungsergänzungsmittel

Stellen Sie sich und das Startup mybacs doch kurz unseren Lesern vor!

Na klar, sehr gern. Wir sind Carl-Philipp von Polheim und Sebastian Wahl, die Gründer von mybacs. mybacs ist ein Schweizer Biotechnologie- und Pharmaunternehmen mit Niederlassungen in Zug und München. Wir haben uns auf die Entwicklung innovativer und hochdosierter synbiotischer Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert, welche durch ihre einzigartigen Formulierungen aus spezifisch ausgewählten Bakterienkulturen (Probiotika), Präbiotika sowie Mineralstoffen und Vitaminen auf die individuellen Bedürfnisse und Einsatzbereiche unserer Kunden ausgerichtet sind. 

Zu unserem Portfolio gehört zum einen unser Reiseprodukt Travelbacs, eine regional zugeschnittene Bakterienkomposition zur Vorbereitung der Verdauung auf spezifische Reiseregionen. Darüber hinaus bieten wir mit unseren Dailybacs zudem ein im Abo erhältliches Synbiotikum für den täglichen Bedarf an, welches speziell auf die Bedürfnisse von Frauen, Männern und Kindern zugeschnitten ist.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Sebastian und ich sind zur selben Schule gegangen. Er hat daraufhin pharmazeutische Wissenschaften an der ETH in Zürich studiert, während ich an die EBS Business School nach Oestrich-Winkel gegangen bin. Auch während dieser Zeit blieben wir eng befreundet und tauschten uns regelmäßig zu verschiedenen Themen aus. 

Als Sebastian seine Forschung im Bereich Mikrobiologie vertiefte, kam er mit der Idee, eine Firma im Bereich Darmgesundheit und Mikrobiom zu gründen, auf mich zu. Wir haben uns daraufhin mehr und mehr mit dem Thema und der Idee auseinandergesetzt und waren schnell vom Potenzial und den positiven Auswirkungen des Mikrobioms auf den menschlichen Körper überzeugt. Gleichzeitig merkten wir, dass noch großer Bedarf an entsprechenden Produkten im Markt besteht. Und so entstand aus der Idee, ein Unternehmen in diesem Bereich zu gründen, schlussendlich mybacs. 

Welche Vision steckt hinter mybacs?

Wir wollen den Gesundheitsmarkt rund um das menschliche Mikrobiom revolutionieren und somit einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit sowie dem täglichen Wohlbefinden unserer Kunden leisten. Unser Ziel ist es, ein globaler Player für personalisierte Therapeutika im Bereich des menschlichen Mikrobioms zu werden und mit nachhaltigen und hochwertigen Produkten einen wahren Mehrwert zu bieten. 

Zudem legen wir großen Wert darauf, grundsätzlich über das Thema aufzuklären und unsere Expertise und Wissen zu teilen. Dies machen wir beispielsweise über unsere monatlichen Healthy Guides, eine Art Magazin mit hilfreichen Tipps und wissenswerten Insights rund um das Thema Gesundheit und Wohlbefinden. Darüber hinaus haben wir mit “Better Inputs – Better Outputs” unsere eigene Podcast-Reihe gestartet, in der wir uns mit anderen Experten der Branche zu verschiedenen spannenden Themen austauschen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir würden sagen, die größte Herausforderung bestand anfangs darin, die richtigen Leute zu finden und ein gutes Team zusammenzustellen. Gerade als junges Unternehmen kann man in einigen Aspekten nicht mit den größeren Playern mithalten und muss vor allem Leute finden, die genauso von der eigenen Idee überzeugt sind wie man selbst. Wir freuen uns deshalb jedes Mal enorm, wenn wir jemanden mit dem passenden Profil für unsere Vision begeistern können und merken, dass sie oder er mit genauso viel Leidenschaft und Überzeugung dabei ist. 

Unsere erste Finanzierungsrunde haben wir im Sommer 2019 mit dem internationalen VC Fonds Global Founders Capital als Lead-Investor abgeschlossen, auch einige Angel-Investoren waren mit an Bord. Die zweite Finanzierungsrunde folgte dann dieses Jahr im Juli erneut mit GFC sowie dem US-Investor Joyance Partners. 

Wer ist die Zielgruppe von mybacs?

Kurz gesagt: Gesundheitsbewusste Personen, denen ihr Körper und allgemeines Wohlbefinden wichtig ist. 

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass ein ausgeglichenes Mikrobiom einen positiven Effekt auf verschiedenste Indikationen im Körper hat. Diese gehen weit über die Darmgesundheit und eine verbesserter Darm-Immunfunktion hinaus. Das Mikrobiom hat beispielsweise auch Einfluss auf Herz, Psyche, Stoffwechsel, Immunsystem und trägt zudem auch zur kardiovaskulären Gesundheit bei. Daher grenzen wir unsere Zielgruppe nicht nur auf Menschen mit Verdauungsproblemen ein, auch wenn dies aktuell noch der häufigste Kaufgrund ist. Viele unserer Kunden schreiben uns, dass sie nach langer Suche endlich mit Dailybacs ein Produkt gefunden haben, das ihnen hilft, sich wieder rundum wohl zu fühlen. Das freut uns am meisten. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Gegensatz zu anderen Anbietern verkaufen wir keine white-label Produkte, sondern entwickeln und stellen diese selber zusammen. Jeder Bakterienstamm in unseren Produkten wurde in klinischen Studien auf seine Wirkung getestet. Wir replizieren die Dosierung exakt, um hier die selben Effekte zu erzielen. Darüber hinaus zeichnen sich unsere Produkte durch ihre hohe Anzahl an koloniebildenden Einheiten aus. Unsere Dailybacs, welche aus 11 Bakterienstämmen, Mineralstoffen, Vitaminen und Pflanzenextrakten bestehen, weisen beispielsweise 60 Milliarden koloniebildende Einheiten auf. Das ist so einzigartig im Markt. Darüber hinaus sind unsere Produkte auf die Bedürfnisse von jeweils Frauen, Männern und Kinder zugeschnitten. In Zukunft wollen wir noch personalisierter werden.

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt bei uns eine große Rolle. So besteht unsere Verpackungsbox zu 90% aus recyceltem Material und wird mit wasserbasierten Farben digital bedruckt. Unsere verwendeten Beutel und Labels werden aus biologisch abbaubaren landwirtschaftlichen Abfällen hergestellt und unser lichtundurchlässiger Opalglastiegel ist komplett recyclebar.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Corona hatte in erster Linie großen Einfluss darauf wie wir arbeiten. Seit März arbeitet das gesamte Team im Home-Office und unser täglicher Kommunikationsbedarf ist natürlich deutlich gestiegen. Aber wir haben recht schnell Lösungen und Alternativen gefunden und haben mittlerweile sogar virtuelle Team Events, die den Zusammenhalt noch einmal deutlich stärken. 

In unserem Fall hatte Corona in gewisser Weise auch positiven Einfluss auf unser Business. Beispielsweise sind die Umsätze unserer Dailybacs, welche unseren Kunden aktuell als Abo zur Verfügung stehen, stark angezogen. Wir merken zweifellos, dass die Menschen sich seither vermehrt mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Krisen zwingen einen – wenn auch ungewollt – sich anzupassen, zu verändern, neu zu positionieren und dadurch auf gewisse Weise oftmals auch weiterzuentwickeln. Im Falle von Corona ist das generelle Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung deutlich gestiegen. Dies hat natürlich einen enormen Einfluss auf die gesamte Branche, darunter zum Beispiel der Bereich Digital Health und Biotechnologie. Wir denken, dass wir uns gerade in diesen Bereichen in den nächsten Jahren auf viele Innovationen freuen können, getrieben von starkem Interesse der VC-Investoren. 

mybacs, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wie schon erwähnt, wollen wir den Gesundheitsmarkt rund um das menschliche Mikrobiom revolutionieren. Das heißt konkret, dass wir unser Produktportfolio weiter ausbauen wollen, um unseren Kunden eine personalisierte, wissenschaftlich-fundierte sowie datengetriebene Lösung für ein ausgeglichenes Mikrobiom anbieten zu können. 

Damit unsere Produkte langfristig auch Kunden weltweit zur Verfügung stehen, sollen für die Internationalisierung unseres Unternehmens Stück für Stück weitere Märkte hinzukommen. Wir bekommen schon jetzt vermehrt Anfragen außerhalb unserer Kernmärkte.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Das richtige Team ist alles!

2. Sieh dich selbst nicht als Ebenbild des Kunden (vor allem im Marketing)

3. Versuch schon früh eine gewisse ökonomische Effizienz zu erzielen und zumindest auf den einzelnen Kunden profitabel zu operieren.

Wir bedanken uns bei Carl-Philipp von Polheim und Sebastian Wahl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das können GründerInnen von uns lernen!

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youtuber

Viele YouTuber sind mittlerweile weit mehr als Content Creator, die mit ihren Videos in erster Linie Teenager begeistern: Sie sind Entrepreneure, haben oftmals Mitarbeiter und bieten teilweise sogar Dienstleistungen oder Produkte an. Die Fähigkeiten, die sie aufgrund ihres kreativen Jobs als Creator ganz natürlich haben, können aber auch anderen GründernInnen helfen.

Meldet euch regelmäßig bei euren (potenziellen) Kunden

YouTuber sind hervorragend darin, Zuschauer zu Abonnenten und Abonnenten zu Fans zu machen, indem sie immer wieder mit ihnen in Kontakt bleiben. Regelmäßige Video-Uploads helfen ihnen dabei eine starke Bindung zu ihrer Zielgruppe aufzubauen. Auch ihr als GründerInnen wollt potentielle Kontakte zu Kunden und Kunden zu Brand-Ambassadors machen. Wie in jeder Beziehung passiert das nicht mit einem One-Time-Stand, sondern durch regelmäßigen Kontakt. Erstmal geht es dabei um die Bedürfnisse der potentiellen Kunden und nicht um euren Wunsch (viel zu verkaufen).

Ob Instagram, TikTok, über Pressearbeit oder eure Pinterest-Seite – oder vielleicht in eurem eigenen YouTube-Kanal:

Es geht nicht (nur) darum regelmäßig von euch hören zu lassen, sondern einen Grund zu liefern euch zuzuhören. Bestimmt das öffentliche Gespräch, indem ihr in den Dialog mit euren Kunden geht und verbringt Zeit mit ihnen. Egal ob Offline- oder Online-Zeit. Je länger die Zeitspanne ist, die Kunden mit euch verbringen, desto stärker ihre Beziehung zu euch und umso größer euer Erfolg.

Schafft Vertrauen in eure Marke

Kein Click-baiting, keine Hype-Produkte die nicht halten was sie versprechen. Vertrauen ist der wichtigste Aspekt in der Markenkommunikation. Deshalb solltet ihr auf jeden Fall eine Marke bilden, der man auch vertrauen kann. Das geht am besten, indem ihr – und das ist fast schon ZU logisch – nichts versprecht, was ihr nicht halten könnt. Ob Gewinnspiel, Angebotswoche oder die Ankündigung für ein neues Produkt: Verschiebt es auf keinen Fall ohne eine gut kommunizierte Entschuldigung. Die Beziehung zu euren Kunden funktioniert eigentlich ganz ähnlich wie private Beziehungen: Wenn ihr sie langfristig aufbauen wollt, dann heißt das, dass ihr mehr investieren müsst als sie einfach nur auf den Buy-Button zu locken. Ich verzichte hier auf die Analogie zur privaten Beziehung, ich glaube, es ist klar, worauf es hinausläuft: Ob als YouTuber oder als GründerIn – seid ein verlässlicher Partner, an den man sich gerne auch langfristig bindet.

Spielt keine Rolle, seid einfach ihr selbst

In den letzten Jahren haben wir auf Marketing-Konferenzen kaum etwas häufiger gehört als das Wort „Authentizität”. Auch wenn man vielleicht schon fast den Drang hat, die Augen zu verdrehen, ist dieser Rat noch immer einer der wichtigsten. Nicht jeder YouTuber ist automatisch authentisch, aber wer eigene Werte vertritt und ehrlich mit den eigenen Zuschauern umgeht, hat langfristig mehr Erfolg. Genauso als GründerInnen: Eure KundInnen und MitarbeiterInnen werden es zu schätzen wissen, wenn ihr einfach ihr selbst seid. Auch im Business brauchen wir keine Rolle zu spielen – sondern einfach die Werte transportieren, die uns besonders wichtig sind. YouTuber, die selbst für nichts stehen, aber die jede Kooperation annehmen und nicht auf den Werte-Fit achten, bilden keine Personal Brand für sich. Und die ist in beiden Businesses – Gründertum und YouTube – extrem wichtig. Nicht jede(r) GründerIn muss total extrovertiert und hip sein, sondern einfach sie oder er selbst. 

Autor: Simon Kaiser

Simon Kaiser, Geschäftsführer und Gründer von Klein aber, Deutschlands Nr. 1 YouTube-Agentur und Vollzeit-YouTuber für Markenkanäle. Er berät Unternehmen zu ihren Videostrategien und dabei, wie man seinen YouTube-Kanal erfolgreich aufsetzt, bespielt und vermarktet. Man sagt, er hätte mehr Begeisterung für YouTube als ein Pausenhof voller Achtklässler. www.kleinaber.de

Wie gestalte ich sinnvolle Strukturen in einem Startup?

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strukturen startup

Ein Startup fängt meistens klein an. Der oder die Gründer bilden vielleicht sogar alleine das Team. Strukturen gibt es daher selten bereits bei der Gründung, da viele dies nicht als notwendig erachten. Im Idealfall wächst das Unternehmen schnell und muss neue Mitarbeiter einstellen, um die anfallende Arbeit zu bewältigen. Daher ist es sinnvoll, sich bereits zu Beginn Gedanken zu machen, welche Ordnung man sich wünscht. Viele Startups schrecken davor zurück, da sie frei und flexibel arbeiten möchten. Dieser Artikel soll einen Überblick darüber geben, wie und warum man das dennoch angehen sollte.

Buchhaltung

Eine geordnete Struktur erhält man von der ersten Sekunde an durch eine gut geführte Buchhaltung. Das Wort Buchhaltung hören viele Gründer nicht gerne. Man verbindet damit häufig mühselige Papierarbeit und Zahlenchaos. Für eine akribische Pflege braucht man heute keine spezielle Ausbildung oder große Kenntnisse mehr. Man kann sich gerne mit einem Tool behelfen, das diese Aufgabe für einen übernimmt. So können sich die Gründer um die weiteren Angelegenheiten kümmern, wie zum Beispiel der Rollenverteilung.

Rollenverteilung

Ob das Startup bereits bei der Gründung aus mehreren Beteiligten besteht oder erst mit der Zeit wächst: Die Rollenverteilung ist ein wichtiges Tool dafür, um Strukturen zu schaffen. Gerade am Anfang macht es Sinn, sich gemeinsam darüber auszutauschen und dann einen Ansprechpartner zu benennen, der sich hauptsächlich darum kümmern soll. Welcher Mitarbeiter diese Aufgabe übernehmen sollte, muss man abhängig vom Charakter entscheiden. Welche Typen gibt es und welche Rolle passt zu einem?

  • Der Träumer/der Ideengeber – Produktmanagement
  • Der Macher/das Arbeitstier – Geschäftsführer
  • Der Networker/das Verkaufstalent – Vertrieb
  • Die gute Seele/der Zusammenhalter -Interne Tätigkeiten

Das ist nur ein Vorschlag der Benennung. Es gibt für solche Archeytpen verschiedene Modelle, nach denen man ein hierarchisches Gerüst schaffen kann. Der Zusammenhalter ist bei unserem Beispiel am besten dafür geeignet, die internen Abläufe zu koordinieren und die Arbeitsteilung im Unternehmen festzulegen. Damit sollen die Arbeitsvorgänge klar abgesteckt sein und jeder kümmert sich um das, was er am besten kann. Dadurch vermeidet man Doppelarbeit, schafft Koordination und verhindert langsame Entscheidungsprozesse.

Interne Kommunikation

Wenn jeder Mitarbeiter seine festen Arbeitsvorgänge eigenständig ausführt, kann es leicht passieren, dass der eine nichts vom anderen weiß. Daher muss vorher abgeklärt werden, wer wen und wann informieren muss. Im konkreten Fall bedeutet das beispielsweise, wer bei E-Mails in CC gesetzt werden muss und bei welchen Schritten man gemeinsam Entscheidungen fällen muss. 

Warum braucht man überhaupt Strukturen?

  • Keine unnötigen Fragen/Mehr Zeit für das Kerngeschäft
  • Planungssicherheit/Zuständigkeiten sind klarer
  • Schnelle Einarbeitung von neuen Mitarbeitern/Wachstum möglich
  • Speichern von Wissen

In Bewegung bleiben

Um nicht in alten Wegen steckenzubleiben, sollten die Prozesse immer lebendig sein. Man kennt diese Unternehmen, deren Strukturen seit 20 Jahren dieselben sind, obwohl sich das Geschäft in der Zeit stark verändert hat. Deshalb ist unser Ratschlag, sich einen festen Turnus einzuplanen, in dem gemeinsam die Strukturen besprochen werden. Der Mitarbeiter-Stamm wächst und Positionen sowie Aufgaben können sich jederzeit ändern. Es gibt viele weitere alternative Organisationsmodule, die eventuell besser zu einem passen und zu denen man wechseln kann. Dadurch bleibt man flexibel und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Autor: Thomas Hoffmann

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Schaut euch nach Synergien um

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BÄUMIG handgebrannten Edeldestillaten aus dem Schwarzwald

BÄUMIG handgebrannte Edeldestillate aus dem Schwarzwald

Stellen Sie sich und das Startup BÄUMIG doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Julia aus Winterthur (CH), Simon aus Lindau und Elmar aus Konstanz. Wir sind alle Mitte dreißig, jung, dynamisch und genießen gerne hochwertige Produkte im Alltag. Dabei schätzen wir es, zu wissen, woher das Erzeugnis kommt und legen Wert auf eine bewusste und nachhaltige Herstellung. Viele Kleinbauern in der Region erzeugen herausragende Produkte in Kleinmengen, diese sind aber meist nur vor Ort erhältlich, da die Bauern keine Zeit und Energie haben diese zu vermarkten. 

Wir drei vereinen uns mit der Idee, solche regionalen Spitzenprodukte in die Welt zu tragen und die Bauern damit zu unterstützen. Das heißt konkret: Die Produkte zu entdecken, das Produktdesign dem Inhalt anzupassen und auf unserem Onlineshop überregional unter dem Label BÄUMIG verfügbar zu machen. BÄUMIG ist schweizerdeutsch und bedeutet „grossartig, herausragend, spitze“ – so wie die Produkte eben sind. 

Nach mehreren Monaten der Konzeptionierung, Teamfindung und Markenentwicklung, haben wir Anfang des Jahres BÄUMIG gegründet und sind diesen April mit handgebrannten Edeldestillaten aus dem Schwarzwald online gegangen. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Nachdem die Idee geboren war, wurde uns schnell klar, dass das Konzept Potential hat. Und um erfolgreich damit zu sein, müssen diverse Bereiche solide und gut umgesetzt werden, weshalb es sinnvoll ist, die Expertisen mehrerer Personen zusammen zu führen. Drei Personen sind für den Start eine gute Größe, wobei unsere Kompetenzen und Erfahrungen sich wunderbar ergänzen. In der Entscheidungsfindung ist man noch effektiv und agil genug, um auf spontane Änderungen einzugehen. Des Weiteren laufen kreative Prozesse in der Regel in einem Team effizienter ab. Das Risiko wird gesplittet und im Team der Spaß verdreifacht. Uns alle verbindet zudem die Neugier und Lust, Erfahrungen mit einem eigenen Unternehmen zu sammeln, weshalb wir BÄUMIG zusammen gegründet haben. 

Welche Vision steckt hinter BÄUMIG?

Die lokale Landwirtschaft ist bekanntermaßen seit vielen Jahren bedroht durch Massenproduktionen, Billigimporte, Rationierungen, Preiskämpfe und politischen Entscheidungen. Viele Streuobstwiesen verschwinden und immer mehr Kleinbauern schließen ihre Betriebe. Das möchten wir verhindern und unseren Teil dazu beitragen, um die lokale Diversität zu erhalten. Die Kleinbauern selbst haben in der Regel nicht die Kapazität ihre teils über Generationen verfeinerten Produkte überregional und angemessen zu vermarkten. Viele haben einen Hofladen und dann hört es ganz schnell auf – Produktdesign, Onlineshop, Social-Media, etc. wird hierbei nicht weiter verfolgt und beachtet, weil schlicht zu viel zu tun ist. Durch die Limitiertheit der Herstellungsmenge ist der Genuss endlich, das steigert den Wert der Produkte, was die Achtsamkeit und Preissensibilität im Konsum hoffentlich wachsen lässt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die grösste Herausforderung war sicher die Teamfindung. Wir sind drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten mit des öfteren teilweise gegensätzlichen Ansichten, was einerseits sehr befruchtend wirkt, aber anderseits auch eine klare und ehrliche Kommunikation fordert. Dass es trotzdem funktioniert, liegt sicherlich an unserer gemeinsamen Begeisterung  für die Vision und dem zugrunde liegenden guten Gedanken. Elmar ist der zentrale Pol unseres Gespanns, er kennt Simon und Julia seit langem und hat uns 3 zusammengeführt. Er sieht sich selbst gerne als kreativen Unternehmensentwickler und liebt fruchtbare Synergien. Julia und Simon haben sich erst im Gründungsprozess kennengelernt. Ein gesundes Mass an Vertrauen war von Anfang an vorhanden und auch Voraussetzung zum Gründen.

Die zweitgrösste Herausforderung ist die räumliche Distanz und das damit verbundene Abstimmen per Video-Call. Da wir an 3 unterschiedlichen Orten in 2 Ländern verteilt leben, werden Entscheidungen manchmal sehr pragmatisch einfach per WhatsApp gefällt. Jeder hat seine Entscheidungsvollmacht in dem Bereich in dem er spezialisiert ist und es ist oftmals auch schwer, genau dort nicht immer reinzufunken. Jeder bringt also seine Kernkompetenzen mit und hat sich während und nach dem Gründungsprozess individuell für BÄUMIG weiterentwickelt.

Wer ist die Zielgruppe von BÄUMIG?

Unsere Zielgruppe sind achtsame Genussmenschen, die gerne lokale Spitzenerzeugnisse konsumieren. Dafür greifen sie selbstverständlich auch einmal tiefer in die Tasche und legen Wert auf eine herausragende Qualität und eine schicke Aufmachung. Im Speziellen sehen wir unsere Edeldestillate bei Menschen im Regal zwischen 30 und 50 Jahren, vorwiegend männlich, gut situiert, weltoffen aber heimatverbunden und einem bewussten aber stylisch modernen Lebensstil.

Wie funktioniert BÄUMIG? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

BÄUMIG handgebrannten Edeldestillaten aus dem Schwarzwald

Unser Prinzip ist in 3 Schritten erklärt: 

1. Wir werten die ausgesuchten Spitzenerzeugnisse der Kleinbauern optisch auf

2. Wir verkaufen sie über unseren Onlineshop und suchen weitere Vertriebskanäle 

3. Der Kleinbauer versendet die bestellten Produkte selbst direkt ab Hof .


Zu 1: Wir verwandeln die Erzeugnisse der Kleinbauern in Designobjekte – unsere Edeldestillate sind im Vergleich zu vielen anderen Bränden auch was fürs Auge. Unser Design ist klassisch, cool und elegant und soll der Qualität der Produkte noch vor dem Genuss huldigen.

Zu 2: Wir möchten die Produkte online verfügbar machen und in ausgewählten Läden überregional anbieten und den Kleinbauern damit beim Verkauf unter die Arme greifen. 

zu 3. Mit Direktvertrieb haben wir eine Lieferkette ohne Umwege, was der Umwelt zugute kommt.

BÄUMIG geht bei allen drei Schritten immer in die volle Vorleistung, so dass kein Kleinbauer ein finanzielles Risiko eingeht. Momentan heißt das konkret: wir lassen Flaschen, Etiketten, Versandmaterial, etc. direkt zum Kleinbauer liefern. Dieser produziert damit das bäumige Produkt, bekommt die Bestellung direkt per E-Mail und verpackt und verschickt das Produkt zum Kunden. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Da unsere Gründung zeitgleich zu Corona vonstatten ging und wir vorher schon vieles aus der Distanz geregelt haben, hat sich nicht viel geändert. Es wurden gezielte Marketingmassnahmen auf später verschoben, aber im Wesentlichen liefen die Prozesse ab wie vorher.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Da wir mit dem Onlineshop gestartet sind, haben wir uns auf den Aufbau unsere Social Media-Profile und aufs Onlinemarketing konzentriert. Die Zukunft von BÄUMIG sehen wir aber auch in der Gastronomie-, Hotel- und Tourismusbranche. Aufgrund den Corona-Verordnungen konnten wir unsere Produkte leider nicht überall vorstellen und müssen warten,  bis wieder die „Normalität“ eintritt.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Onlinebestellungen von Lebensmitteln haben nachweislich zugenommen. Auch achtsamer Konsum und die Wertschätzung von regionalen Erzeugnissen wurden durch die Krise sicher verstärkt. Der Rückzug in die eigenen vier Wände muss kein Verzicht auf Genuss bedeuten wenn es Genuss-Online-Händler wie uns gibt. Urlaub machen in der Heimat hat das Potential, die regionalen Schätze wieder zu entdecken und wieder schätzen zu lernen.

BÄUMIG, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Es wäre schön, wenn wir in der Genussbranche einen festen Anteil am Markt einnehmen und eine bekannte Grösse für Nachhaltigkeit, Qualität und Regionalität werden könnten.

Wir möchten unser Sortiment stetig ausbauen und weitere Produkte und Produzenten ins Boot holen. Unsere Reise hat erst begonnen und wir freuen uns über zahlreiche kulinarische Entdeckungen und über erfolgreiche Lancierung der verschiedensten Produkte am Markt. Für Empfehlungen sind wir jederzeit dankbar.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Habt Mut zum Gründen: Viele offene Fragen klären sich auf dem Weg. 

Schaut euch nach Synergien um: Mit Partnerschaften können unterschiedlichste Parteien voneinander profitieren.

Ein genauer Fahrplan ist von Vorteil, aber Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Julia, Simon und Elmar das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Bau dir ein Netzwerk auf!

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JobsNavi Bewerbungsprozess Unternehmen Bewerber

JobsNavi vereinfacht den Bewerbungsprozess für Unternehmen und Bewerber

Stellen Sie sich und das Startup JobsNavi doch kurz unseren Lesern vor!

JobsNavi ist ein junges Start-Up aus Chemnitz, dass es sich zum Ziel gemacht hat den Bewerbungsprozess für Unternehmen und Bewerber zu vereinfachen. 2019 wurde JobsNavi von Uwe Thuß gegründet und ist seither stetig gewachsen. Mittlerweile besteht das Team aus acht Mitgliedern, die das Start-Up vorantreiben. 

Wir sagen gern JobsNavi sei eine Dating-App für den idealen Job. In der App werden die Fähigkeiten und Persönlichkeit des Bewerbers mit den Anforderungen an dazu passende Jobangebote “gematcht”. Wenn dann das perfekte Match gefunden wurde, kann man direkt in der App im Chat in Kontakt kommen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Als langjährigem Geschäftsführer ist Gründer Uwe Thuß aufgefallen, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten damit haben, die richtigen Leute für ihr Team zu finden. Oft werden zwar Kandidaten gefunden, welche die Fähigkeiten haben, den Job zu erfüllen, doch langfristig passt die Bewerber dann nicht ins Team oder zum Unternehmen. Es sollte also nicht darum gehen jemanden zu finden, der den Job erledigen kann, sondern einen Bewerber zu finden, dessen Persönlichkeit gut ins Team passt und langfristig für die Aufgaben geeignet ist. Fähigkeiten können immer erweitert werden, die Persönlichkeit sollte daher an erster Stelle stehen. Diese Idee galt es in die Tat umzusetzen!

Welche Vision steckt hinter JobsNavi?

JobsNavi zielt darauf ab den Bewerbungsprozess zu vereinfachen und zu verkürzen. Unsere Vision ist es Recruiting auf den nächsten Schritt der Digitalisierung zu bringen.

Wir möchten Unternehmern die Möglichkeit bieten Mitarbeiter ins Unternehmen zu holen, die in ihrem Job glücklich sind und auch langfristig motiviert sind täglich viel zu leisten. Auf der anderen Seite ist es unser Ziel Menschen den idealen Beruf aufzuzeigen. Persönliche Erfüllung im Berufsalltag macht nachweislich glücklich.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war die technische Umsetzung der Idee und das strukturieren der Features danach, was wir brauchen, damit die App funktioniert und was wir gern noch als zusätzliche Funktionen hätten. Da wir aufgrund knapper finanzieller Mittel, keinen Vollzeit-Programmierer haben, können Entwicklungsschritte nur sehr langsam gegangen werden und das erfordert Geduld.

Finanziert werden wir von Fördermittel der Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Eigenkapital des Gründers Uwe Thuß. 

Wer ist die Zielgruppe von JobsNavi?

Zielgruppe von JobsNavi sind auf der einen Seite Unternehmen, die aktuell auf der Suche nach neuen Bewerbern sind und erkannt haben, dass es bei dem idealen Kandidaten auf mehr ankommt als nur die fachlichen Kompetenzen. Auf der anderen Seite sprechen wir Arbeitnehmer an, die nicht 100% zufrieden in ihrem Job sind. Da in der App jeder sich sehr schnell ein anonymes Profil anlegen kann, können sich auch Nutzer registrieren, die zwar in ihrem Job nicht unzufrieden sind, bei einem besseren Angebot, aber bereit wären zu wechseln.

Aktuell haben wir uns vorrangig auf Unternehmen in Sachsen beschränkt, da wir von hier aus starten möchten und durch die Regionalität auch die Matches gewährleisten können.

Wie funktioniert JobsNavi? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

JobsNavi ist eine mobile App, die anhand der Persönlichkeit und Kompetenzen von Bewerbern die ideale Stellenanzeige findet. Hierfür muss man sich nur die App im entsprechenden App Store herunterladen und sein Profil anlegen. Auf Basis der eingegebenen Daten ermittelt der Algorithmus die Jobs, die zu dem Profil passen und gibt einen entsprechenden Score an, wie gut die Stelle passt. Durch sogenanntes Geo-Tracking bezieht die App dabei den Standort der Person ein und zeigt damit die Matches in der unmittelbaren Umgebung. So kann man immer und überall den idealen Job finden. Der Vorteil dabei: jeder kann selbst entscheiden wie viele Daten er preisgibt. Name und Profilbild des Bewerbers können anonymisiert werden und sobald das perfekte Match entstanden ist, kann man im Chat selbst entscheiden, was man dem Unternehmen erzählt.

Für Unternehmen liegen die Vorteile von JobsNavi in der einfachen Bedienbarkeit, der Schnelligkeit, mit der in der App der ideale Kandidat gefunden werden kann und der Möglichkeit, den Mitarbeiter zu finden, der perfekt ins Team und zum Unternehmen passt. Außerdem bietet JobsNavi einen ganz neuen Pool an Bewerbern, da sich nicht nur diejenigen in der App anmelden, die bereits aktiv den Job wechseln wollen, sondern auch jene, die vielleicht nur gucken wollen was es alternativ noch zur Verfügung gibt. JobsNavi ist ein schnelles und einfaches Tool, um an den idealen Job und den perfekten Mitarbeiter zu gelangen.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Corona hat uns die Chance geboten unsere Zeit voll und ganz auf JobsNavi zu konzentrieren. Da wir sowieso zu großen Teilen im Home-Office arbeiten, hat sich für uns dahingehend nichts geändert.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir mussten kaum Änderungen vornehmen. Unsere Gespräche miteinander und mit Kunden haben wir auf Video-Calls verlagert. Außerdem haben wir einen weiteren Mitarbeiter eingestellt, der unser Team noch verstärkt dabei unterstützt Kontakt mit Unternehmern zu knüpfen. Da wir aktuell nicht an Messen teilnehmen können, sind wir in vielen Netzwerkgruppen aktiv und versuchen auf digitalem Weg Bekanntheit zu erlangen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir mussten uns darauf einstellen, dass Unternehmen aktuell die aktive Suche nach neuen Bewerbern vorerst eingrenzen werden. Es hat uns im ersten Moment etwas entmutigt, doch wir sind der Meinung, dass genau jetzt Unternehmen auf eine schnellere und unkomplizierte Weise an neue Mitarbeiter kommen müssen. Gerade in Zeiten, in denen gespart werden muss, ist es wichtig motivierte Mitarbeiter zu haben und sich darauf verlassen zu können, dass jeder seine volle Leistung bringt. Unzufriedene oder unmotivierte Mitarbeiter kosten ein Unternehmen langfristig mehr als die Suche nach einem neuen Mitarbeiter, der besser ins Team passt. 

Die Chance für uns besteht darin, dass wir Unternehmen jetzt ein Tool bieten können, dass Ihnen dabei hilft genau die passenden Mitarbeiter für ihr Team zu finden. Gleichzeitig bieten wir all jenen, die während der Corona-Krise ihren Job verloren haben, jetzt die Möglichkeit einen neuen, tollen Job zu finden ohne den Stress des Standard-Bewerbungsschreibens.

JobsNavi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aktuell ist es unser Ziel das Zahlungsmodell in der App einzuführen. Für Unternehmen ist das Schalten von Stellenanzeigen bis Anfang September kostenlos. Ddanach wir es vorerst einen prozentualen Festpreis für Stellenanzeigen geben. Wir möchten daher so viele Nutzer wie möglich in die App holen, um wirklichen Mehrwert leisten zu können.

In 5 Jahren möchten wir das erfolgreichste Jobportal in Sachsen werden und uns deutschlandweit vergrößern. Theoretisch sind auch die technischen Grundlagen bereits dafür gegeben, um die App in weitere Sprachen zu übersetzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn du nicht mehr weiter weißt, such dir Hilfe! Es gibt so viele Leute da draußen, die Experten auf ihrem Gebiet sind und oft bereit sind auch für kleines Geld schon zu helfen.

Bau dir ein Netzwerk auf! Es gibt super viele Netzwerke für Start-Ups oder Unternehmen, die darauf abzielen sich gegenseitig zu unterstützen. Außerdem bieten viele Netzwerke kostenlose Workshops an, bei denen man zum einen zu den verschiedensten Themen viel dazulernen kann. Zum anderen kommt man da auch schnell ins Gespräch und kann sein Netzwerk erweitern.

Jeder fängt klein an! Kein Produkt und keine Dienstleistung ist von Anfang an perfekt. Trau dich Menschen von deiner Idee zu begeistern und mit Kunden gemeinsam den Weg zu dem idealen Produkt zu gehen. Anstatt mit dem Markteintritt Perfektion erreicht haben zu wollen.

Wir bedanken uns bei Laura Kother für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Das richtige Netzwerk

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YAY Online Tagebuch zum Ausdrucken mit wenigen Klicks entsteht ein fertige designetes Fotoalbum

YAY Online Tagebuch zum Ausdrucken mit wenigen Klicks entsteht ein fertige designetes Fotoalbum

Stellen Sie sich und das Startup YAY doch kurz unseren Lesern vor!

Seit wir alle unser Smartphone ständig bei uns haben, machen wir Hunderte von Bildern und Videos, setzen sie aber nicht mehr in Wert. Erinnerungen gehen verloren, weil keiner von uns mehr Lust auf herkömmliche Fotobuchsoftware und Fotobuchgestaltung im Vorweihnachtsstress hat. Viele möchten etwas zu ihren Erinnerungen aufschreiben, insbesondere junge Eltern, die die Meilensteine ihrer Kinder dokumentieren möchten. Aber wo?

YAY bietet Eltern und allen, die ihre YAY-Momente festhalten möchten, ein Online-Tagebuch zum Ausdrucken. YAY-User erhalten eine eigene URL für ihr Online-Tagebuch, das sie als WebApp am Smartphone und Desktop nutzen können. Fotos, Videos und Texte werden chronologisch als Tagebucheinträge auf der persönlichen YAY-line angezeigt. Mit wenigen Klicks entstehen daraus fertig designte Fotoalben. Alle Erinnerungen an einem Ort gesammelt und von dort gedruckt, das ist YAY!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Zur eigenen Unternehmensgründung braucht es viel Mut, aber das Gute ist, dass man daran wächst. Wir wollten unseren Träumen folgen und schauen, wohin der Mut uns bringen kann.

Welche Vision steckt hinter YAY?

Erinnerungen festhalten soll wieder Spaß machen! Wir möchten allen Menschen ermöglichen, ihre Erinnerungen an einem Ort festzuhalten. Anders als WhatsApp, wo Fotos und Texte getrennt gespeichert werden oder einer Dropbox, wo man Textdokumente zu Fotos getrennt voneinander hat, liegen bei YAY alle Erinnerungsmedien sortiert beieinander. So kann das Fotobuch schnell gedruckt werden und das in einem Design, das immer toll aussieht. Viele nicht gelernte Designer schrecken vor der Arbeit mit der Fotobuchsoftware zurück. Wir liefern das Design mit.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die dreimonatige Kitaschließung durch Corona war die bisher größte Challenge für uns. Wir haben uns über Kundenzuwachs gefreut, gleichzeitig aber weniger arbeiten können als sonst. Unser Geschäftsmodell als SaaS hat sich dahingehend gut bewährt.

Wer ist die Zielgruppe von YAY?

Unsere größte Zielgruppe bilden Eltern mit Babys und kleinen Kindern, gefolgt von Schwangeren und Familien mit Kindern über 10 Jahre. Unsere Zielgruppe umfasst inzwischen aber Reisende, die ihr Reisetagebuch bei uns drucken, Pferde- und Hundeliebhaber sowie Kunden, die Erinnerungsbücher für andere Personen als ihre eigenen Kinder gestalten möchten. Seit der Pandemie finden zudem immer mehr User Freude daran, die Erlebnisse aus der Coronazeit bei uns festzuhalten und Coronatagebücher zu drucken.

Wie funktioniert YAY? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

YAY kann monats- oder jahresweise abonniert werden. Unsere User bekommen eine eigene URL für ihr Online-Tagebuch, das sie als WebApp am Smartphone und Desktop nutzen können. Dank Personalisierungsoptionen wird YAY zum Lieblingsort der eigenen Erinnerungen. Der Speicherplatz für Daten ist für immer unlimitiert, die Fotobücher garantiert hochwertig und unser Kundenservice der persönlichste der Welt 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wie wir kürzlich bei RTL Hessen vorstellen durften, haben wir seit dem Lockdown einen Zuwachs von 25% verzeichnen können. Unsere Zielgruppe hat sich dabei um Kunden erweitert, die diese Ausnahmezeit mit YAY dokumentieren möchten. Bestandskunden haben vermehrt Fotobücher für isolierte Verwandte gedruckt, um ihnen zu zeigen, dass sie aneinander denken. Es ist ein tolles Gefühl, in einer solchen Krisensituation und darüber hinaus einen Beitrag für mehr Zusammenhalt und Freude leisten zu können.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben bereits vor Corona remote gearbeitet haben und unser Geschäftsmodell hat sich für diese Monate als tragfähig erwiesen. Krisenbedingte Änderungen haben wir daher nicht vorgenommen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Eine solche Krise bietet die Chance zu überlegen, ob das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung für die aktuelle sowie neue Zielgruppen einen bisher noch nicht bedachten Mehrwert bieten kann. Wem könnte das Produkt noch Freude bringen und was können wir verändern, um noch mehr Menschen zu erreichen? Welche Ideen bringen unsere Kunden dafür ein?

Wir stehen in stetigem Austausch mit unseren Kunden und sammeln dadurch immer neue Ideen.

YAY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren rufen wir hoffentlich laut YAY, weil wir es geschafft haben, viele weitere Familien und andere Nutzer glücklich gemacht haben, möglicherweise auch außer des deutschsprachigen Raums 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhalten.

Das geschieht durch das richtige Netzwerk, das man sich aufbauen muss. Daraus entstehen Opportunitäten, manchmal Freunde und Menschen, mit denen man sich über sein eigenes Produkt austauschen kann, was sehr hilfreich ist.

Das wiederum passiert durch Durchhalten

Wir bedanken uns bei Imme und Philipp Scheit das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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