Freitag, Oktober 2, 2026
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Das Glück ist mit den Mutigen und vor allem den Tüchtigen!

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hygi hands: Handhygiene Station zum Händewaschen auf Baustellen

hygi hands: Handhygiene Station zum Händewaschen auf Baustellen

Stellen Sie sich und das Startup hygi hands doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind fünf Freunde und Kollegen aus Hessen und NRW. Eigentlich liegt unsere tägliche Beschäftigung im Bereich der Abwicklung von Großbaustellen mit Schwerpunt TGA und Straßenbau. 

Hierdurch sind wir auf die Idee gekommen unsere hygi hands – Hygienestation zu entwickeln, da aufgrund der Corona-Pandemie plötzlich ein Hygienekonzept und die Möglichkeit zum Händewaschen auf Baustellen gefordert wurden. 

Unser Produkt hygi hands ist eine mobile Handwaschstation, welche es ermöglicht sich überall (egal ob drinnen oder draußen) die Hände mit fließend warmen Wassern zu waschen, zu trocknen und zu desinfizieren. 

Schnell wurde uns bewusst, dass dieses Thema nicht nur aktuell auf Baustellen relevant ist, sondern überall im öffentlichen Leben eine Möglichkeit zur ständigen Handhygiene gefordert wird. Durch Corona wird unser Bewusstsein für Handhygiene nachhaltig verändert, sodass dieses Thema auch nach Corona brand aktuell sein wird.  Denn wir alle erleben es selbst im Alltag, ob beim Einkaufen im Supermarkt oder bald hoffentlich wieder im Biergarten und bei öffentlichen Veranstaltungen, sich zwischendurch die Hände waschen zu können gibt nicht nur ein gutes Gefühl, sondern hilft aktiv Viren und Bakterien zu reduzieren.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben sehr schnell beschlossen die CIS Construction Industry Solution GmbH zu gründen, da dies ein notweniger Schritt war um professionell entwickeln und produzieren zu können. Zudem sind eine ganze Menge rechtliche und organisatorische Aspekte bei einer Produktenwicklung und Markteinführung zu beachten. Aber wir haben hier ein unglaubliches Team von Familienmitgliedern und engen Freunden, welche die letzten Wochen zusammen mit uns durchgearbeitet und unglaubliches geleistet haben. Jeder einzelne war von Anfang an motiviert und glaubt an unser Produkt. Trotz der für alle sehr anstrengenden Gründungsphase, hat dieser  Teamgeist unserem Unternehmen einen enormen Aufschub gegeben und uns geholfen ein einzigartiges Produkt zu entwickeln.  

Welche Vision steckt hinter hygi hands?

Wir wollen eine nachhaltige, aber auch smarte und vor allem funktionale Möglichkeit bieten,  die einfachsten und effektivsten Handhygiene-Maßnahmen überall erfüllen zu können und so effektiv die Ausbreitung von Viren und Bakterien eindämmen zu können.  

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war unsere Vision so zu formen, dass  das Produkt alles das abdeckt was wir selbst als Nutzer einer Handhygiene-Station abverlangen würden. Zum Glück haben wir in unserem Umfeld viele top Handwerker und eine sehr gutes Netzwerk an Lieferanten. Die Finanzierung erfolgt über uns Gründer. Da wir zu fünft sind ist die Finanzierung und der Einsatz von jedem zwar beachtlich aber stemmbar.

Wer ist die Zielgruppe von hygi hands?

Da könnte man pauschal sagen alle und jeder. Aber im Ernst, wir sehen derzeit Schulen, Kitas Supermärkte, Gastronomen im Vordergrund, damit das öffentliche Leben weitergehen kann. Wenn man weiterdenkt ist unser Produkt wirklich überall langfristig und immer wieder einsetzbar, was am Ende auch wirtschaftlich ist.

Wie funktioniert hygi hands? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Ich versuche mich kurz zu halten

Wir sind:

  • funktional – große Volumen an Betriebsmitteln
  • mobil
  • einfach aufstell- und anschließbar
  • werbewirksam durch unsere individuelle Folierung
  • für den rauen Outdoor-Einsatz geeignet
  • Made in Germany
  • und dazu auch noch schick anzuschauen 

Die hygi hands Station ist einfach und funktional und sieht dazu auch noch schick aus. Wir arbeiten mit großen 5 Liter Seife- und Desinfektionsmittel-Vorratsbehältern, welche über einfache Pumpspender bedient werden, was lange Intervalle bezüglich der Nachfüllung und des „drum kümmern“  zulässt. Zudem verwenden wir eine Wasserarmatur mit Infrarotsensor, welche mittels Durchlauferhitzers Warmwasser spendet und als letzte Schnittstelle berührungslos fungiert. Des Weiteren ist unsere Station sehr modular und wir kaufen lediglich die Technik zu. Der Papierspender und der Papierauffangbehälter sind ebenfalls Modular gefertigt. Die Station benötigt nur einen Zuwasser- und einen Abwasseranschluss, sowie bei Warmwasserbedarf einen 230 V Anschluss. Für manche sind diese Anschlüsse auf den ersten Blick eine Hürde.

Hier kommt uns unsere Herkunft aus dem Bauwesen zugute, denn ein Schlauch und Abwasser findet man bei genauem Hinschauen nahezu überall und erfordert meist auch keinen großen Aufwand zur Installation. Natürlich kann man auch mit Tanksystemen arbeiten, aber wir sehen dies als in der Praxis als zu aufwändig an. Ergänzend bieten wir eine Abwasserhebepumpe an, mit der das Abwasser auch über Berg und Tal in entfernte Abwassereinleitepunkte gepumpt werden kann. Also einfach einen Zu- und Abwasserschlauch bündeln und meinetwegen 50 m bis zum nächsten Zu- und Abwasseranschluss verziehen  – und los geht’s. Dieses Package gibt es so einfach noch nicht, ähnliche Produkte können maximal einen Teil abdecken.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Ich denke den Impuls hygi  hands zu entwickeln hätten wir ohne Corona so nicht bekommen. Durch Corona haben wir jedoch erkannt, welch großes Erfordernis und welch großer Nutzen permanente Handhygiene mit sich bringt,  da Covid -19 tatsächlich nur ein Virus von sehr, sehr vielen im Umlauf ist! 

Für die Unternehmen in denen wir hauptberuflich tätig sind, haben sich natürlich die Hygienevorschriften verändert und teilweise wurden Lieferketten beeinträchtig. Bis jetzt läuft die Baubranche aber noch halbwegs weiter – wir hoffen, dass dies auch so bleibt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Es wurde natürlich allen Mitarbeitern Homeoffice angeboten und auf unnötige Termine verzichtet bzw. wie derzeit überall mit Videotelefonie gearbeitet. Draußen auf der Baustelle sieht die Welt allerdings anders aus und hier wurden in der Tat hygi hands installiert, welche auch täglich genutzt werden.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Jede Krise bietet Chancen für Neues – nach jedem Waldbrand entstehen auch neue Pflanzen! Aber wir als Handwerker hoffen, dass sich wieder auf unserer Werte und Kompetenzen vor allem innerhalb Deutschlands besonnen wird und die Wertschätzung vor allem im Handwerk, der Pflege, der Betreuung und überall dort wo täglich angepackt wird,  gesehen und anerkannt wird.

hygi hands, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen uns weiter entwickeln und hoffen unser Produkt überzeugt nicht nur kurzfristig! Es sind bereits weitere Produkte in Planung, auch hygi hands rent ist angedacht. Sodass wir in 5 Jahren ein stabiles Unternehmen mit sicheren und sauberen Arbeitsplätzen vorweisen können, welches auch langfristig Bestand hat.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Einfachen machen – das Glück ist mit den Mutigen und vor allem den Tüchtigen! Tut euch zusammen um eventuelle Risiken zu minimieren und Kapital zu bündeln. Auch die Gründung einer Gesellschaft hilft um direkt Strukturen und klare Verhältnisse zu schaffen.

Bildquelle: Ramona Laurisch Fotografin AmbrosiaArt Photography | handmade photography with love

Wir bedanken uns bei Sebastian Dienst für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Das große Ganze im Blick behalten

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amparo

Amparo hat eine neue Methode zur Anpassung eines Prothesenschaftes (der Teil einer Prothese, der Stumpf und mechanisches Bein verbindet) entwickelt

Stellen Sie sich und das Startup Amparo doch kurz unseren Lesern vor!

Amparo ist ein im Jahr 2018 gegründetes Start-up-Unternehmen, das eine neue Methode zur Anpassung eines Prothesenschaftes (der Teil einer Prothese, der Stumpf und mechanisches Bein verbindet) entwickelt hat. Traditionell ist die Herstellung eines Prothesenschaftes ein langer und langwieriger Prozess, der bis zu 20 Stunden in Anspruch nimmt und große Spezialmaschinen erfordert. Wenn das Bein sein Volumen verändert, was in den ersten 6-12 Monaten nach der Amputation häufig vorkommt, muss der Schaft weggeworfen und ein neuer angefertigt werden.

Die innovative Lösung von Amparo, der Confidence Schaft, kann mit Hilfe vollständig transportabler, leichtgewichtiger Werkzeuge direkt auf den Stumpf eines Amputierten aufgesetzt und neu geformt werden, wenn sich das Volumen des Stumpfes eines Amputierten ändert. Kurz gesagt, jetzt kann ein Amputierter in einem kurzen Termin mit einer voll funktionsfähigen Prothese versorgt werden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Als Universitätsprojekt stand das Gründungsteam von Amparo vor der Herausforderung, eine bessere Lösung für Unterschenkelamputierte zu finden. Der Erfolg dieses Projekts veranlasste das Team, noch einen Schritt weiter zu gehen und sich um eine Finanzierung für die Entwicklung eines funktionierenden Prototyps zu bewerben. Bald darauf wurde dem Gründerteam von Amparo klar, dass der Prototyp die Lebensqualität von Amputierten auf der ganzen Welt wirklich verbessern könnte, und so wurde Amparo geboren.

Welche Vision steckt hinter Amparo?

Amparos Vision ist es, innovative, kosteneffiziente und qualitativ hochwertige Produkte anzubieten, die die Mobilität wiederherstellen, Komfort für Prothesenträger bieten und langfristigen Gesundheitsproblemen vorbeugen.Amparos oberstes Ziel ist es, den 90% der Amputierten weltweit, die derzeit keinen Zugang zu moderner prothetischer Versorgung haben, Zugang zu verschaffen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war wohl die Marktakzeptanz. Innovation braucht immer ein bisschen Zeit, bis sie sich etabliert hat. Finanziert wurden wir von verschiedenen lokalen Förderprogrammen und durch eine Finanzierungsrunde von Business Angels.

Wer ist die Zielgruppe von Amparo?

Während unsere Produkte letztlich für den Gebrauch durch Amputierte bestimmt sind, ist unsere Zielgruppe die der Orthopädietechniker. Bei unseren Produkten handelt es sich um medizinische Geräte, die (laut Gesetz) von einer ausgebildeten Fachkraft angepasst werden müssen.

Wie funktioniert Amparo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Amparo bietet eine schnelle, direkt anpassbare Lösung, die überall mit einem Stromanschluss durchgeführt werden kann. In dieser Hinsicht bietet Amparo eine einzigartige prothetische Lösung. Einer der Hauptvorteile der von uns geschaffenen Methode besteht darin, dass die Amputierten ihre Rehabilitation ohne Unterbrechung oder Wartezeiten beginnen oder fortsetzen können. Außerdem sind unsere Produkte wiederverwendbar, wenn sich an der Körperstruktur etwas ändert. Das spart Kosten und Abfall.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

In der Orthopädietechnik sind Veränderungen auf jeden Fall zu spüren. Die meisten Patienten mit Amputation sind über 70. Das bedeutet, die Kunden unserer Kunden sind in der Risikogruppe und müssen durch besondere Maßnahmen geschützt werden. Viele Sachen lassen sich zwar mit Schutzausrüstung umgehen, aber wo es geht, werden Termine erstmal geschoben. Außerdem werden unsere persönlichen Beratungs- und Schulungstermine auch erstmal geschoben, was sich natürlich auf unseren Umsatz auswirkt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben ziemlich schnell unsere Arbeitzeit erstmal reduziert und haben alle, für die es möglich ist, ins Home Office geschickt. In unseren Räumlichkeiten gelten derzeit besondere Hygieneregeln. Darüber hinaus beobachten wir den Markt genau und entwickeln Konzepte um das beste aus dieser Zeit zu machen. Sobald es wieder Sinn macht, werden wir dann wieder zurückkommen, voller neuer Ideen und Energie!

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Home Office war für uns immer ein heißdiskutiertes Thema. Wir dachten immer, dass es wegen der Natur der Arbeit nicht für alle machbar wäre und jetzt musste es einfach umgesetzt werden. Und es klappt erstaunlich gut! Auch wenn alle es vermissen, sich zu sehen und mal ‘nen Kaffee zusammen zu trinken, werden wir in Teilen bestimmt Home Office in unseren Alltag integrieren.

Amparo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen natürlich weiter wachsen. Dazu wollen wir unser Portfolio erweitern, unter anderem um eine Oberschenkel-Variante unseres jetzigen Produkts. Außerdem wollen wir noch mehr Partnerschaften knüpfen, um mit unseren Prothesen mehr Menschen zu erreichen, die sonst keinen Zugang zur Prothesenversorgung gehabt hätten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Team first. Ein gutes und eingespieltes Team ist alles.
  2. Das große Ganze im Blick behalten – jederzeit.
  3. Innovation braucht viel Geduld.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Achtet gut darauf, mit wem ihr zusammen auf die Reise geht.

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Targomo Location Intelligence Plattform Analyse künstlicher Intelligenz

Targomo Location Intelligence Plattform analysiert raumbezogene Daten mithilfe künstlicher Intelligenz

Stellen Sie sich und das Startup Targomo doch kurz unseren Lesern vor!

Targomo wurde 2013 als Spin-Off des Hasso-Plattner- Instituts (HPI) der Universität Potsdam gegründet. Unsere Location Intelligence Plattform analysiert raumbezogene Daten mithilfe künstlicher Intelligenz und deckt komplexe Abhängigkeiten auf. Der Fokus liegt hier stets auf der Frage, wie sich Menschen im Raum bewegen. So können zum Beispiel Standorte und deren Potenzial bewertet oder Verkehrswege optimiert werden. Die Ergebnisse werden in anschaulichen Karten visualisiert. 

Inzwischen sind wir rund 40 Mitarbeiter, die von Potsdam und Berlin aus arbeiten. Anfang dieses Jahrs kam Patrick Schönemann als CEO an Bord. Als Ex-Google-Manager bringt er 13 Jahre Erfahrung in der internationalen Vermarktung von Google Maps mit und wird entscheidend dabei helfen, die Vermarktung auszubauen.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Die Idee zur Location Intelligence Plattform kam Henning Hollburg bereits während des Studiums. Henning hat eine Wohnung in Berlin gesucht, von der aus er gut nach Potsdam kommt. Um nicht jedes Wohnungsangebot einzeln auf die ÖV-Anbindung checken zu müssen, hat er eine kleine Anwendung programmiert, die die Fahrplandaten des VBB mit der API von Immobilienscout verknüpft. Nachdem einige Firmen/Institutionen auf diese Anwendung aufmerksam geworden sind und diese Technologie lizensieren wollten, fand die Unternehmensgründung dann eher als Mittel zum Zweck statt.

Welche Vision steckt hinter Targomo? 

Unser Mission Statement lautet „Pioneering Technologies that provide location-based insights, empowering businesses and communities to shape the future”. Wir möchten Unternehmen, Organisationen und Gemeinden dazu befähigen, bessere Entscheidungen zu treffen, indem wir ihnen standortbezogene Erkenntnisse liefern, und so aktiv die Zukunft mitgestalten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung besteht darin, gute Leute zu finden mit denen man auf Dauer gut und gerne(!) zusammenarbeitet. Mit den Kollegen verbringt man schließlich am Ende deutlich mehr Zeit als mit der eigenen Familie. Das klappt natürlich nicht immer, aber alles in allem haben wir hier ein wirklich tolles Team auf die Beine gestellt.

Wir erleben auch die Herausforderung, mit der viele Deep Tech / Artificial Intelligence Startups zu kämpfen haben: Es handelt sich um komplexe, forschungsbasierte Technologien, die neue Geschäftsfelder definieren oder bewährte Bereiche disruptiv ersetzen. Die Entscheidungswege im Einkauf können sehr komplex sein, da viele Bereiche und Ebenen involviert sind, das macht den Sales Cycle langwierig. Hier ist Durchhaltevermögen gefragt!

Dennoch haben wir von Anfang an Umsätze generiert, was uns ein kontinuierliches organisches Wachstum ermöglichte. Erst als die Wachstumsphase eingeleitet wurde, haben wir 2018 mit Earlybird einen versierten Frühphaseninvestor an Bord geholt. Bis dahin wurde Targmomo „gebootstrapped“ zusammen mit Co-Founder und Serial-Entrepreneur Marc Hildebrandt, der mit seinem Company Builder German Deep Tech bereits einige Tech-Startups hochgezogen hat. 

Wer ist die Zielgruppe von Targomo? 

Wir sprechen alle Unternehmen an, die Standort- oder Routenentscheidungen treffen müssen und die Frage nach dem „Wo“ stellen. Wo kann die Filiale den höchsten Umsatz erreichen? Wo ist der bessere Standort für das neue Büro? Und wo sollte die Ersatzhaltestelle aufgestellt werden? Beispiel Einzelhandel: Der Standort hat ganz entscheidende Auswirkungen auf den Erfolg oder Misserfolg einer Filiale, schon kleine geografische Unterschiede können eine große Wirkung haben. Wir helfen, diese Effekte vorherzusagen. 

Wir analysieren auch Immobilienstandorte hinsichtlich verschiedener Einflussgrößen. Für einen unserer Kunden ist es zum Beispiel entscheidend, wie sich der Bürostandort auf den Arbeitsweg der Mitarbeiter auswirkt, da sie längere Wegen Arbeitsweg finanziell entschädigen müssen. Weitere Einsatzgebiete finden sich in der Routenplanung und im öffentlichen Sektor. Hier analysieren wir die öffentliche Versorgung, z.B. wie es um Kitas oder Krankenhäuser bestellt ist, und optimieren Routen für den öffentlichen Personennahverkehr.

Übrigens können auch andere Unternehmen unsere Funktionalitäten über unseren API-Service integrieren, insofern richten wir uns auch an Entwickler.

Wie funktioniert Targomo? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Targomo analysiert Standorte und deren Einflussgrößen einschließlich menschlicher Bewegung. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz leiten wir Annahmen und Prognosen ab, zum Beispiel Umsatzprognosen. Im Gegensatz zu anderen Technologien benötigen Unternehmen keinen GIS (Geoinformationssystem-)Experten, um das volle Potenzial von Standortanalysen zu erschließen. Wir liefern Ergebnisse in kürzester Zeit, anschaulich in Karten visualisiert, und ohne, dass weitere Experten einbezogen werden müssen.

Das zuvor erwähnte französische Unternehmen hat vor Targomo zwei Monaten zur Standortbewertung benötigt – da war die Immobilie dann schon oft nicht mehr verfügbar. Mit Targomo liegt das Ergebnis innerhalb von Sekunden vor.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir erleben das, was wohl für viele Unternehmen gilt: Wir werden digitaler, Mitarbeiter tauschen sich nicht nur in Video-Calls aus, sondern treffen sich auch jetzt virtuell zum Mittagessen. Auch die Prioritäten verschieben sich: die Standortanalyse für den Retail-Sektor, eine unserer Stärken, ist in den Hintergrund getreten, wo hingegen wir eine steigende Nachfrage nach Analysen im Bereich von Immobilien, öffentlicher Versorgung oder Tourenplanung sehen. Wir erwarten aber, dass sich diese Verschiebung mit Ende der Eindämmungsmaßnahmen wieder aufhebt.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Von Unternehmensseite haben wir uns bemüht, gute Voraussetzungen für die Mitarbeiter zu schaffen: Home-Office war schon immer möglich, aber die Mitarbeiter können auch Equipment wie Monitore mit nach Hause nehmen. Wir nehmen Rücksicht auf die Betreuungszeiten von Kindern durch flexible Arbeitszeiten und achten noch mehr als vorher auf eine transparente und regelmäßige Kommunikation. 

In diesen Zeiten sind Struktur und Werte besonders wichtig. Solange alles schön rund läuft, fallen sie weniger auf. Aber sobald es wie jetzt unübersichtlicher wird, geben sie Rückhalt und treten stärker in den Vordergrund.

Eine tolle Initiative ging vom Team selbst aus: Sie haben am ersten Wochenende der Kontaktsperre einen internen Hackathon organisiert, um Ideen zu entwickeln, welchen Beitrag unsere Technologie leisten kann. Daraus sind zwei Projekte entstanden: Ein kostenloser Routenplaner für Liefer- und Pick-up-Dienste, der unter https://app.targomo.com/fleet kostenlos zur Verfügung steht. Des weiteren arbeiten wir an einer Kapazitätenanalyse für die medizinische Versorgung. Hier sind wir auch an Kooperationen interessiert.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance? 

In Zeiten der Krise sehen wir, wo es rund läuft und wo noch „Luft nach oben“ ist. Unsere Strukturen und übergeordnete Werte werden auf die Probe gestellt. 

Die Krise treibt auch die Digitalisierung voran, und zwar im Großen und im Kleinen. Es wird offensichtlich, dass es einen großen Aufholbedarf in vielen Verwaltungsbereichen gibt. Aber auch einzelne Unternehmen werden verstärkt digitale Lösungen für ihre Prozesse einsetzen. Hier liegt eine große Chance für Startups mit digitalen Technologien.

Targomo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind die Themen Standortanalyse und Location Intelligence hoffentlich in der Mitte angekommen. Die Nutzung von Tools und Technologien mit Künstlicher Intelligenz wie Targomo sollte für jeden verfügbar und so selbstverständlich sein wie heute die tägliche Nutzung von Google Maps. Unternehmen und Organisationen aller Größen können in Standort- und Bewegungsfragen präzise Vorhersagen treffen und ihre Maßnahmen noch gezielter aussteuern.

Mit Targomo wollen wir ein wesentlicher Player dieser Entwicklung sein und in zweifacher Hinsicht wachsen: 1. Internationalisierung. Wir haben bereits einige internationale Kunden wie Orange in Frankreich oder Ruter, die Verkehrsbetriebe in Oslo. In fünf Jahren wollen wir ganz Europa abdecken. 2. Branchen: Wir wollen noch mehr Branchen und den öffentlichen Sektor in ihren Standort- und Routenentscheidungen unterstützen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Achtet gut darauf, mit wem ihr zusammen auf die Reise geht. Der Rest ist eigentlich zweitrangig.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Henning Hollburg für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Mit gesundem Tee durch die Krise

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B.TEALY verkauft BIO-zertifizierte lose Tees ohne Zuckerzusatz und ohne künstliche Aromen, einzeln, in der Teebox und im Teeabo

Stellen Sie sich und das Startup B.TEALY doch kurz unseren Lesern vor!

Hey! Wir sind Chris und Beate von B.TEALY und wir verkaufen Biotee ohne künstliche Aromen, ohne Zucker und ohne Plastikverpackung einzeln, in der Teebox und im Teeabo. Bei uns steht die Nachhaltigkeit und die Bioqualität im Vordergrund, aber auch die gesundheitlichen Aspekte des Tees und deren Verbreitung. Chris ist ein ehemaliger Unternehmensberater und Beate eine (noch aktive) Sängerin und Schauspielerin.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind seit vielen Jahren beide leidenschaftliche Teetrinker. Auch auf unseren vielen Reisen waren wir immer wieder in Teeanbaugebieten unterwegs und haben auch viele Tees von unseren Reisen mitgenommen. Die Leidenschaft des Tees reist also seit langer Zeit mit uns mit 

Gestört hat uns auch früher schon, dass der Tee meistens ausschließlich in Plastik verpackt ist oder aromatisierte Tees häufig seltsame, fast undefinierbare Zusätze haben. Auch die Dominanz des Teebeutels in den meisten westlichen Ländern ist aus unserer Sicht problematisch, sowohl aus gesundheitlicher als auch aus ökologischer Perspektive.

Daher gibt es bei uns auch keine Teebeutel, denn diese werden teilweise immer noch chemisch gebleicht. Sie produzieren viel zusätzlichen Müll, können in der Regel nicht recycled werden und sind daher nicht nachhaltig. Außerdem nennt sich das, was in den meisten Teebeuteln abgefüllt wird, in der Fachsprache „Dust“, also Staub. Das sind also meistens maximal die Überreste der Teeproduktion. Mit richtigem Tee hat das wenig zu tun und ist auch ehrlich gesagt nicht sonderlich gesund. Die Qualität von losem Tee ist fast immer hochwertiger und der Tee kann sich in einem offenen Teesieb zudem viel besser entfalten als in einem Beutel.

Wir haben uns letztlich dafür entschieden, eine Online Tee Boutique zu eröffnen, da wir gerne unseren Beitrag zu einem gesunden und nachhaltigen Teekonsum leisten möchten. Auch das Abomodell ist in Deutschland bisher noch nicht so verbreitet. Außerdem möchten wir die Menschen gerne von der gesunden Wirkung des Tees überzeugen. Und wir wollen zeigen, dass Tees auch wesentlich zur Entspannung im stressigen Alltag der Menschen beitragen können.

Welche Vision steckt hinter B.TEALY?

B.TEALY ist aus dem Gedanken heraus entstanden, sich jeden Tag eine gute Tasse Tee zu gönnen. Aus dem englischen „Tea Daily“ wurde zunächst „Tealy“ und letztlich B.TEALY. Hinter B.TEALY steckt die Philosophie, Tee als ein Lebensgefühl zu betrachten. Tee kann so viel mehr sein als ein einfaches Getränk. Es kann Entspannung sein, schon in der Zubereitung. Es kann aber auch den Geist anregen, nach oder während dem Sport gesund erfrischen oder man kann sich mit einer Tasse Tee einfach ein paar ruhige, süße Minuten gönnen (und das ganz ohne Zucker). Unser Ziel ist es, dass Menschen wieder genießen lernen, und sich gerne eine gute Tasse Tee gönnen, statt irgendetwas schnell „in sich hinein zu leeren“. Diese Philosophie verknüpfen wir zusätzlich mit unserem Ansatz, ausschließlich BIO-Tees anzubieten, nachhaltig und ohne Plastik verpackt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war bestimmt, dass wir aufgrund von Beates Engagement an der Staatsoperette Dresden in eine neue Stadt gezogen sind, und so zunächst alles nur zu zweit machen mussten, während Beate Vollzeit arbeitet und wir noch eine kleine Tochter haben. Der ursprüngliche Plan war, alles von Wien aus zu gründen, wo wir die letzten Jahre gelebt haben. Aber man bekommt alles hin, wenn man nur will. Finanziert haben wir bis jetzt alles selbst, was natürlich schwierig ist, aber so ist es momentan auch noch unser eigenes Ding. 

Wer ist die Zielgruppe von B.TEALY?

Wir sprechen leidenschaftliche Teetrinker an und die, die es werden wollen. Menschen, denen bewusster Konsum wichtig ist, sowohl mit Blick auf die eigene Gesundheit als auch mit Blick auf die uns umgebende Umwelt. Und da auch das keine homogene Gruppe ist, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, haben wir zunächst über eine umfassende Marktforschung verschiedene Segmente von Teetrinkern identifiziert. Auf Basis dieser Ergebnisse haben wir dann 5 thematische Teeboxen entwickelt, die einzeln oder im monatlichen Teeabo bei uns erworben werden können.

  • Der Explorer, der gerne die Welt entdeckt und stehts offen für Neues ist, 
  • Das Sweetheart, das gerne Süßigkeiten und Kuchen isst und seinen Tee am liebsten mit einem Buch genießt,
  • Der Health Coach, dem seine Gesundheit sehr wichtig ist und der auch gerne Sport oder Yoga macht 
  • Der Purist, der nur den Tee der eigentlichen Teepflanze trinkt und diesen am besten rein, also nur weiße, grüne und schwarze und Oolong-Tees
  • Und schließlich der Connaisseur, der nur die teuersten und exklusivsten Tees trinkt und genießt

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Alle unsere Tees sind BIO-zertifizierte lose Tees. D.h. es werden keine Pestizide oder sonstige Chemikalien beim Anbau oder bei der Verarbeitung eingesetzt. Darüber hinaus werden keine künstlichen Aromastoffe verwendet und kein Zucker hinzugesetzt. All dies spiegelt sich in einem intensiven Geruchs- und Geschmackserlebnis wider. Unser Tee ist daher deutlich gesünder als viele konventionelle Alternativen am Markt oder bspw. auch Produkte, die sich als „100% natürlich“ bezeichnen, was faktisch eine nette Marketing-Floskel ist, mehr aber nicht. 

Unsere Tees sind nicht in Plastik verpackt! Sie werden in wiederverwendbaren aromadichten Dosen abgefüllt, die im Teeabo sogar gesammelt an uns zurückgegeben werden können. Eine klare Differenzierung ist unser hochwertiges Teeabo-Konzept mit unseren 5 thematischen Boxen, welches so am Markt nicht existiert.

Ergänzt wird unser Portfolio durch Tee-Accessoires für den nachhaltigen Teekonsum zu Hause und unterwegs. So haben wir bspw. Teeflaschen mit integriertem Teefilter, so dass sich unsere Kunden auch unterwegs jederzeit ihren Tee frisch zubereiten können, sowohl warm als auch als kalt als sogenannter Cold Brew Tee. Lose hochwertige Tees kann man übrigens mehrmals aufgießen. Das rückt auch die Preise von Premium-Tees, wie wir sie anbieten in eine ganz andere Perspektive. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Es wäre nicht richtig zu behaupten, dass Corona keinen Einfluss auf uns hatte, nur weil wir ein Online-Shop ohne eigene Läden sind. Zu Beginn ließ sich ein Rückgang feststellen, da die Leute sich dann doch erstmal mit Klopapier und Desinfektionsmitteln eingedeckt haben und nicht so sehr mit hochwertigen BIO-Tees. Aber grundsätzlich hat sich dadurch für unsere Arbeit nicht allzu viel verändert. 

Schwieriger gestaltet sich momentan die Geschäftsanbahnung mit Restaurants, Cafés und Hotels. Wir sind aber positiv, dass sich das bald wieder ändern wird.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Viele akute Änderungen waren nicht notwendig. Wir können weiterhin alle unsere Produkte liefern. Das ist das Wichtigste! Wir haben lediglich unsere Kunden darüber informiert, dass es in der momentanen Situation zu etwas längeren Versandzeiten kommen kann. Doch auch hier haben wir keine negativen Rückmeldungen von Kunden erhalten. Unser Versand-Partner DHL hat die Situation bisher ohne wesentliche Einschränkungen gemeistert.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir hoffen ehrlich gesagt, dass die Menschen durch die Krise wieder ein wenig mehr zu sich finden und vielleicht sehen, dass man lieber wenige hochwertige Produkte konsumieren sollte, statt alles in billigen Massen zu kaufen. Die riesigen Schlangen, die sich in den ersten Schritten der Öffnung des Einzelhandels bilden, geben uns da nur leider wenig Grund zur Hoffnung.

Für uns selbst ist die Krise einfach auch eine Zeit, in der wir mit ein wenig mehr Ruhe und Weitblick die nächsten Schritte für B.TEALY planen können. Dies war in den letzten Monaten seit der Eröffnung unseres Online-Shops im November 2019 noch nicht möglich.

B.TEALY, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren ist B.TEALY eine etablierte Marke am deutschsprachigen Premium-Teemarkt und hat sich auch bereits über die Landesgrenzen hinweg einen ersten, treuen Kundenstamm erarbeitet. 

In fünf Jahren wollen wir neben unserem bisherigen Standbein, dem Online-Shop, eine feste Größe in den Regalen von BIO-Supermärkten und Feinkostläden sein und darüber hinaus einige der besten Restaurants und Hotels als Kunden für unsere hochwertigen BIO-Tees und unsere ganzheitlichen Tee-Lösungen gewonnen haben.

Noch eine allgemeine Hoffnung: Am Gesamt-Teemarkt überholt der Anteil verkaufter loser Tees den Teebeutel und mehr und mehr Menschen lassen sich auch im Kaffeetrinker-Land Deutschland von den Vorzügen guter loser Tees überzeugen

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sei offen für alles, denn es werden alle erdenklichen Herausforderungen auf dich zu kommen

Setze Prioritäten, im Kleinen, wie im Großen. Sei dir immer im Klaren darüber, ob du deine Zeit gerade im Sinne deiner Ziele ausrichtest. Es geht nicht um 18-Stunden-Tage, sondern um Effizienz, das lernt man spätestens mit einem kleinen Kind zu Hause

Hol dir Feedback, von allen Seiten. Sei offen dafür, fordere es aktiv ein. Jedes Feedback bringt dich und deine Idee ein Stück weiter!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christopher Kanitz und Beate Korntner-Kanitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nie aufgeben

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Foto Osner 360-Grad-Dienstleister Foto, Video Social Media-Marketing

Foto Osner 360-Grad-Dienstleister im Bereich Foto, Video und Social Media-Marketing

Stellen Sie sich und das Start-Up Foto Osner doch kurz unseren Lesern vor!

Foto Osner ist 360-Grad-Dienstleister im Bereich Foto, Video und Social Media-Marketing für Unternehmen und Privatkunden. Die Firma sitzt in Lindau, meiner Heimatstadt. Durch die Nähe zu Österreich und zur Schweiz habe ich meine Fühler schon früh ins Ausland ausstrecken können. Erste Aufträge habe ich mit neun Jahren angenommen. Vor kurzem, mit 15 Jahren, habe ich mich selbstständig gemacht und ein Gewerbe angemeldet. 

Sie sind erst 15, warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Zum einen bin ich familiär im besten Sinne „vorbelastet“. Auch mein Vater und mein Opa waren selbstständig. Insofern ist mir diese Lebensform mit all ihren Chancen und Risiken sehr vertraut. Zum anderen begeistern mich Foto und Video schon seit mehreren Jahren. Es arbeitet etwas in mir, das mich immer wieder antreibt, noch besser und noch professioneller zu werden. Mittlerweile habe ich ein Niveau erreicht, bei dem ich auch größere Aufträge annehmen kann. Und ich habe das gute Gefühl, darauf später meine berufliche Existenz aufbauen zu können. 

Welche Vision steckt hinter Foto Osner?

Zum Psychologen will ich nicht, deshalb arbeite ich ohne Visionen. Ich will einfach nur die Qualität abliefern, die meine Kunden auch von ihren Mitarbeitern und ihren Produkten erwarten. Ganz bestimmt bin ich geprägt durch die Gegend, in der ich aufgewachsen bin. Die Menschen und die Unternehmen hier am Bodensee sind bodenständig, authentisch, qualitätsbewusst. Das wiederum in eine moderne, zeitgemäße Bildersprache zu übersetzen, macht mir sehr viel Spaß. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Natürlich mein Alter. Sie müssen erst mal einen Betrieb, eine Hoteliersfamilie oder einen Ladenbesitzer finden, der einem 13- oder 14-Jährigen vertraut und sagt: „Mach das für mich!“ Zum Glück gab es solche Leute. Sie waren überzeugt und empfahlen mich weiter, als sie das fertige Produkt sahen. Wichtig war außerdem, auch meine Lehrer davon zu überzeugen, das eigene Unternehmen und die Schule unter einen Hut bringen zu können.

Wer ist die Zielgruppe von Foto Osner?

Ehrlich gesagt: Mein Unternehmen ist noch zu jung, um sich allzu sehr zu konzentrieren. Ich stehe erst am Anfang. Wo ich besondere Stärken habe, wird sich noch herausstellen. Fürs erste bietet Foto Osner Unternehmen und Privatkunden das gesamte Spektrum visueller Medien an – angefangen vom Imagefilm über Werbe- und Produktfotos und Social Media-Marketing bis hin zu Event-, Hochzeits- und Naturfotografie. 

Wie funktioniert Foto Osner? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Aus meiner Sicht sind es zwei Dinge, mit denen meine beiden Partner und ich punkten. Zum einen haben wir als Jugendliche einfach einen jungen, frischen Blick auf die Welt. Wir kennen die Sehgewohnheiten eines jungen Publikums. Zum anderen gehen wir an die sozialen Medien mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit heran. Wir sind damit aufgewachsen und haben einfach ein gutes Gefühl für das, was dort funktioniert und was nicht. So gesehen sind wir ein idealer Partner für Unternehmen, die ihre Tradition und ihre Werte zwar nicht aufgeben, sich in der Außendarstellung aber modernisieren wollen, um neue Kundengruppen anzusprechen. Das können sie mit Foto Osner zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und innerhalb relativ kurzer Zeit realisieren.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit der „Corona“-Krise verändert?

Ganz klar, im Eventbereich sind etliche Aufträge erst mal weggebrochen. Gleichzeitig gab es zahlreiche neue Anfragen von Unternehmen und Geschäften, die sich in der Außenkommunikation bisher auf den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden konzentriert hatten. Sie sind jetzt gezwungen, neue digitale Kommunikationswege zu gehen. Bei meinem Unternehmen bekommen sie maßgeschneiderte Social Media-Dienstleistungen zu einem sehr vernünftigen Preis. Denn eines ist klar: Vielen dieser Betriebe fehlen derzeit schlicht die finanziellen Polster für große Marketingbudgets. Für mich sehe ich die Krise unterm Strich eher als Chance. 

Foto Osner, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren habe ich hoffentlich noch genauso viel Spaß am Fotografieren und am Filmen wie heute. Wer sich für etwas begeistern kann, hat über kurz oder lang Erfolg damit. Bei der Schule ist das Ende in Sicht. Damit werde ich mich künftig stärker auf mein Unternehmen konzentrieren können. Klar ist auch: Mit 15 oder 16 Jahren ist man noch nicht „fertig“. Ich kann noch viel dazulernen. Es wird also in den nächsten Jahren auch wichtig sein, das ich mich mit anderen Professionals gut vernetze. 

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Nie aufgeben. Nie aufgeben. Tipp Nummer 3: nie aufgeben.

Wir bedanken uns bei Julius Osner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Witzige und freche Sprüche auf Kartoffeln

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Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Warum haben Sie sich entschlossen das Franchise Potato Parcel für Europa und Großbritannien zu kaufen?

Vor zwei Jahren habe ich selbst eine Kartoffel mit einer Nachricht erhalten. Mein Bruder hat mir diese über Potato Parcel zukommen lassen. Diese kleine Geste hatte mir ein großes Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Daraufhin habe ich selber 2 Kartoffeln verschickt und es hatte denselben Effekt bei meinen Freunden. Etwas mehr als ein Jahr später habe ich mitbekommen, dass Potato Parcel Unterstützung für Ihr Team in Europa und Großbritannien braucht und habe mich beworben.

Was war die größte Herausforderung bis jetzt?

Die größte Herausforderung war es, den europaweiten Versand zu organisieren und Kartoffel-Sorten zu finden, die sich am besten zum Versand eignen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Meine amerikanischen Kollegen haben sich mir  gegenüber viel Mühe gegeben, mich bei der Einarbeitung, zu unterstützen. Dies hat mir anfangs sehr geholfen. Ich glaube, dass man mit positiven Gedanken, viel Einsatz und Spaß an der Sache sehr viel schaffen kann. Die Lernkurve ging in den letzten Monaten steil nach oben. Ich habe sehr viel dazu gelernt und bekomme viel Kundenfeedback, das mir hilft, immer besser zu werden. 

Welche Vision steckt hinter Potato Parcel?

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Es geht darum, neben all den schlechten Nachrichten, die uns täglich erreichen, etwas Positives in die Welt zu bringen. Daher ist es sicher eines der wichtigsten Ziele, immer mehr Menschen rund um den Globus mit witzigen oder frechen Sprüchen auf Kartoffeln zu überraschen und ihnen damit einen Grund zum Lächeln zu geben, da der Alltag nicht immer nur Freude bereitet.

Wer ist die Zielgruppe von Potato Parcel?

Potato Parcels Zielgruppe ist nicht klar definiert. Es liegt am Humor der Menschen, wer uns witzig findet und seinen liebsten eine bearbeitete Kartoffel zukommen lassen möchte. Auffallend ist, dass wir mehr weibliche als männliche Kunden haben und der Großteil der Kunden zwischen 20 – 35 Jahre alt sind.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Seit Anfang März ging die Nachfrage hoch. Viele Kunden senden ihren Freunden Grüß und witzige Botschaften. Vor allem Großbritannien, die Niederlande und Deutschland nutzen unseren Service derzeit sehr.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

​Corona hat bei Potato Parcel bisher nicht viel verändert. Es muss täglich darauf geachtet werden, in welche Länder und Regionen die Post noch ausliefert bzw. wo nicht, der Versand dauert derzeit länger und aus diesem Grund muss mehr Zeit eingeplant werden, Material zu kaufen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die aktuelle Lage bringt auch viel Positives. Ich denke, da ein Großteil der Menschen gezwungen ist zu entschleunigen, werden kleine Gesten besser wahrgenommen, Liebe und Freundschaft besser gesehen und geschätzt. Dies bringt die Leute wieder dahin zurück, Briefe und Postkarten zu schreiben und das manchmal auch einfach auf einer Kartoffel.

Potato Parcel Nachrichten und Grüße auf einer Kartoffel

Potato Parcel, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mein Ziel mit Potato Parcel ist es, diese ungewöhnliche Geschenkidee in den kommenden fünf Jahren in Europa immer bekannter zu machen und so viele Menschen wie möglich zum Lachen zu bringen. 

Wir bedanken uns bei Alexa Hoesch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Das Geschäftsmodell auf Innovationsgrad, Marktpotenzial und Skalierbarkeit prüfen

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Unicaps nachhaltige, CO2-neutrale Kapseln mit Bio Kaffee und Bio Tee

UniCaps nachhaltige, CO2-neutrale Kapseln mit Bio Kaffee und Bio Tee

Stellen Sie sich und das Startup UniCaps doch kurz unseren Lesern vor!

Sehr gerne doch! Mein Name ist Dirk N. Tillmann und bin Mit-Gründer und CEO von UniCaps. Unter den Marken My-CoffeeCup und My-TeaCup stellen wir in Frankfurt/O. seit 2016 nachhaltige, CO2-neutrale Kapseln mit Bio-Kaffees und Bio-Tees für das Nespresso- und Dolce Gusto-System her.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich persönlich habe mich immer schon früh gefragt, wie will ich arbeiten, woran habe ich Freude und welche Motivation brauche ich für mich selbst. Und ich sehe in den Dingen mehr Chancen und Freiheiten als Herausforderungen und Risiken.

Ich bin bereits seit 2008 unternehmerisch tätig und habe bereits drei erfolgreiche Unternehmen in der Food- und Konsumgüterindustrie gegründet. Vor der Gründung von UniCaps war ich als CEO und Mit-Investor bei der Tpresso AG in Zürich (Schweiz) tätig, einer eigenständigen Teemarke auf Kapselbasis. Dabei hatte ich die Möglichkeit unter anderem mit Eric Favre, dem Gründer und Erfinder von Nespresso zu arbeiten – eine spannende und lehrreiche Zeit.

Welche Vision steckt hinter UniCaps?

In meiner Zeit in der Schweiz ist die Idee entstanden, die Bequemlichkeit und Modernität der Kapselmaschine endlich mit nachhaltigen Produkten zu verbinden. Wir wollten dabei kein eigenes Kapselmaschinensystem entwickeln, sondern den Markt mit kompatiblen Kapseln für bestehende Kapselmaschinen revolutionieren, die bereits millionenfach in Hauhalten, Büros und Hotels im Einsatz sind.

Wir wollen Menschen für hochwertige Bio-Produkte mit umweltverträglichem Lebenszyklus begeistern, um so einen Beitrag zum Schutz der Umwelt, zur Gesundheit, zu Glück und Wohlstand zu leisten. Diese Vision wird von den Kunden gut angenommen – wir halten derzeit die marktführende Position bei nachhaltigen Kaffee-Kapseln und sind neben unserem eigenen Online-Shop (https://www.my-cups.de) in über 14.000 Verkaufsstellen bundesweit erhältlich. Gerade erst ist die Drogeriekette Rossmann neu dazugekommen, worüber wir uns sehr freuen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Gründung eines Unternehmens bringt immer Herausforderungen mit sich, an die man zuvor nicht gedacht hat. Angefangen von einzelnen bürokratischen Hürden bis hin zu verfahrenstechnischen Fragen. Trotzdem ist es uns innerhalb weniger Monate gelungen eine Produktion aufzubauen, die von Anfang an die unterschiedlichsten Prüfungen, Audits und Zertifizierungen nach höchsten Standards bestanden hat. Darauf sind wir stolz! Die Finanzierung erfolgte dabei wesentlich mit Unterstützung des Landes Brandenburg, sowie privater Investoren. Zu nennen sind dabei wesentlich die BFB Brandenburg Kapital GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Brandenburger Förderbank ILB, sowie die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH (MBG).

Wer ist die Zielgruppe von UniCaps?

Kunden, die Genuss und Convenience mit sinnvollen, ökologischen Produkten verbinden möchten. Wir wollen alle diejenigen ansprechen, für die Nachhaltigkeit von Produkten das entscheidende Kriterium ist. Unsere Zielgruppe will die eigene Konsumroutine nicht zwangsläufig einschränken, aber gerne durch nachhaltige Alternativen ersetzen.

Aus welchem Material bestehen die UniCaps Kapseln? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Kapseln bestehen mehrheitlich aus nachwachsenden Rohstoffen, unter anderem aus natürlicher Stärke, Glukose und Lignin, einem Nebenprodukt aus der Holzverarbeitung und sind vollständig industriell kompostierbar. Die Kapseln sind zertifiziert CO2-neutral von der Ernte bis ins Regal.

UniCaps ökologische nachhaltige, CO2-neutrale Kapseln mit Bio Kaffee und Bio Tee für das Nespresso - und Dolce Gusto-Systeme

Die Vorteile für Kunden und Umwelt: Täglich werden rund acht Mio. Kapseln in Deutschland verbraucht, diese bestehen vielfach noch aus herkömmlichem Plastik und Aluminium. Nun wissen wir, dass Plastik- und Alu-Kapseln sowohl bei der Herstellung als auch bei der Entsorgung höchstproblematisch sind. Die UniCaps Kapseln können nach der Verwendung guten Gewissens in der Bio-Tonnen entsorgt werden. Sollten diese dennoch einmal im Hausmüll landen, setzen sie bei einer anschließenden Müllverbrennung kein zusätzliches CO2 frei und leisten z.B. in einem Heizkraftwerk einen Beitrag zur Gewinnung von nachhaltiger Energie. Auch unsere Produktverpackungen setzen auf umweltverträgliche, nachhaltige Lösungen. Wir verwenden Boxen aus Recyclingmaterial, die ohne überflüssige Umverpackung auskommen und nur auf der Außenseite bedruckt sind – natürlich mit lebensmittelrechtskonformen Farben.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir sehen einen verstärkten Bedarf im eCommerce und im stationären Einzelhandel, Neu-Akquisen vor Allem im Hotellerie- und Gastronomieumfeld verschieben sich zeitlich. Natürlich sind auch wir nicht von den bestehenden Vorschriften und bestimmten Einschränkungen, u.a. bei den Vertriebswegen ausgenommen. Wir halten die Vorschriften ein und versuchen auch als Team aufeinander acht zu geben.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben umfangreiche Maßnahmen an unserem Produktionsstandort in Frankfurt/Oder ergriffen, um Infektionen von Mitarbeitern auszuschließen. Hierzu gehören vollständig getrennte Schichtsysteme, sowie höchste Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen– wie Schutzanzüge und Masken in der Produktion. Wir bitten alle Kollegen, durch umsichtiges Verhalten auch privat mögliche Risiken auszuschließen. Der administrative Bereich arbeitet vornehmlich im Homeoffice, wir empfangen derzeit keinen Besuch und kommunizieren vielfach über Videokonferenzen, was mittlerweile sehr gut funktioniert.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Kaffee und Tee sind Grundnahrungsmittel, Kunden sind in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und verbringen mehr Zeit zu Hause, möchten aber trotzdem ihren perfekten Espresso und Lungo genießen. Aufgrund der derzeitigen Homeoffice Situation, die vielfach mit Kinderbetreuung in Einklang gebracht werden muss, stehen Convenience, Effizienz und Schnelligkeit ganz besonders hoch im Kurs, dies spricht für Kapselanwendungen, die einfach per Knopfdruck zubereitet werden können. Viele Menschen sehen das Virus als Abwehrreaktion des Planeten auf Ausbeutung der Natur und Umweltzerstörung, dies wird dem ohnehin präsenten Nachhaltigkeitstrend auch zukünftig weiteres Gewicht verleihen. Diese Faktoren stimmen uns sehr zuversichtlich, dass wir auch zukünftig viele Kunden erfolgreich erreichen können.

UniCaps, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir bei UniCaps arbeiten daran, unsere Marktstellung weiter auszubauen, unsere Marken noch bekannter zu machen, stark auf Internationalisierung zu setzen, neue Kooperationspartner zu finden und disruptiv an neuen Ideen zu arbeiten.

Derzeit bauen wir unseren Produktionsstandort in Brandenburg weiter aus und werden Abfüllkapazitäten in der Produktion stark ausweiten. Auf der Mitarbeiterseite konnten bereits vor der Krise sowohl in der Forschung und Entwicklungsabteilung als auch im Vertrieb Experten aus der FMCG Industrie gewonnen werden, worüber wir uns sehr freuen und mit denen wir viel erreichen wollen. Die UniCaps beschäftigt derzeit 43 Mitarbeiter – Tendenz steigend. In 2025 werden wir in mindestens 5 weitere, europäische Länder distribuieren und unsere Marken als die nachhaltigen Alternativen zu Nespresso & Co. etabliert haben, sowie nicht nur Kapselprodukte sondern das ganze Kaffee-Spektrum besetzen. Wir werden uns nicht nur über unsere Marken, sondern auch über unseren Technologien definieren und ein weltweites Netzwerk an Kunden und Lieferanten unterhalten, mein persönliches Ziel ist, dass wir in 2025 auch in den USA erfolgreich angekommen sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Das Geschäftsmodell sehr intensiv auf Innovationsgrad, USPs gegenüber Wettbewerbern, Marktpotenzial und Skalierbarkeit zu prüfen.
  2. Sich auf lange Jahre sehr harter Arbeit und vieler Rückschläge einzustellen, den „Trick“ gibt es nicht
  3. Niemals aufgeben

Wir bedanken uns bei Dirk N. Tillmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Weitergedacht: Brandschutz trifft Nachhaltigkeit

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Tarelkin I Brandschutz vorbeugenden Brandschutz mit Nachhaltigkeit

Tarelkin I Brandschutz verbindet vorbeugenden Brandschutz mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit.

Stellen Sie sich und das Start-up „Tarelkin I Brandschutz“ doch kurz vor! 

Ich bin Architektin, habe mich schon vor circa zehn Jahren zur Sachverständigen für vorbeugenden Brandschutz weitergebildet und bin Alleingründerin des Sachverständigenbüros Tarelkin I Brandschutz.

Wir fertigen Unterlagen an, die für den Baugenehmigungsprozess eines Gebäudes notwendig sind. Dabei ist die Fachkenntnis von Sachverständigen im vorbeugenden Brandschutz insbesondere bei Sonderbauten (Gebäude mit besonderer Nutzung) und dem Geschosswohnungsbau gefragt. Es schließt aber auch Teilbereiche von Gebäuden (Nutzungseinheiten) mit ein. 

Zu den Unterlagen gehören Gutachten, die sich fachlich in Brandschutznachweise, Brandschutzkonzepte und Gutachterliche Stellungnahmen gliedern. Diese bewerten die Gebäude und stellen sicher, dass die bauordnungsrechtlich erforderlichen Brandschutzmaßnahmen eingehalten werden. Für solche Gutachten fertigen wir Brandschutzpläne an, um die erforderlichen Maßnahmen im Gebäude verständlich darzustellen. Wir erarbeiten aber auch Feuerwehrpläne sowie Flucht-und Rettungspläne. Darüber hinaus bieten wir eine Fachbauleitung Brandschutz an: Dabei wird der Bauherr oder zuständige Architekt während des Bauprozesses fachlich vor Ort unterstützt. Ausländische Investoren beraten wir auf Englisch und fertigen ebenso Gutachten in englischer Sprache an. Diese Leistungen bieten wir aus einer Hand an: für Berlin und das Land Brandenburg. Und nicht zuletzt verbinden wir das Ganze mit einem nachhaltigen Grundgedanken. 

Sprechen Sie damit die Vision an, die hinter Tarelkin I Brandschutz steckt?

Genau. Mit meinem Unternehmen möchte ich Leistungen etablieren, die über die des vorbeugenden Brandschutzes hinausgehen.

Wir möchten Bauherren und Architekten Möglichkeiten aufzeigen, nachhaltiger zu planen und bauen. Indem wir beispielsweise dazu beraten, die Nutzung von erneuerbaren Energien oder auch den Anteil von recycelbaren und nachhaltigen Materialien zu erhöhen, aber auch solche Dinge, wie man mehr Parkplätze für Elektromobil- und Wasserstoffautos in Parkhäusern schaffen kann. Das alles in Zusammenspiel mit den Planungsleistungen für den Brandschutz. 

Wir zeigen Möglichkeiten auf, solche progressiven und notwendigen Schritte ohne Reibungsverluste voranzutreiben, Genehmigungsprozesse erfolgreich zu gestalten sowie die Kosten für Nachhaltigkeit in der Waage zu halten. Ich nenne diesen Ansatz „Nachhaltigen Brandschutz“.

Wer gehört, neben Bauherren und Architekten, noch zur Zielgruppe von Tarelkin I Brandschutz?

Wir richten uns ebenso an Baugruppen, Wohnungsbaugenossenschaften, die öffentlichen und privaten Bauträger, aber auch an Weltverbesserer, pragmatische Idealisten und andere schlaue Köpfe, die einen Brandschutznachweis für ihr Projekt benötigen und den Mut haben, sich auf Neues einzulassen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich betrachte die Dinge gerne ganzheitlich. Das wollte ich ebenso mit meinem Ansatz des nachhaltigen Brandschutzes verbinden, wie meinen Forschungsdrang und Spieltrieb. Meiner Meinung nach lassen sich diese Eigenschaften am besten ausleben, wenn man eigene Wege beschreitet. Deshalb lag eine Unternehmensgründung nah. Dabei ist es hilfreich, ebenso Architektin wie Sachverständige zu sein, weil ich Möglichkeiten und Chancen erkenne, wie ich den „nachhaltigen Anteil“ eines Projektes positiv unterstützen und mit dem Brandschutz verbinden kann. 

Was war bei der Gründung von Tarelkin I Brandschutz die größte Herausforderung?

Die Herausforderung besteht wohl immer noch in der täglichen Disziplin, sich zu organisieren, Ideen zu sortieren und zu bündeln und natürlich Menschen von der Idee des nachhaltigen Brandschutzes zu überzeugen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall. Nichts ist perfekt. 

Tarelkin I Brandschutz: Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Reise hat erst begonnen und ich hoffe sie bleibt weiter spannend. Derzeit lerne ich täglich Neues und hoffe, dass das weiterhin so bleibt: ob in fünf oder zehn Jahren. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Mut. 

Zuversicht. 

Entspannt bleiben.

Bildquelle: ©Jayda Cortez Photography

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Stephanie Tarelkin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Nachhaltigkeit, Gesundheit und die Macht der Gemeinschaft – das sind unsere wichtigsten Werte

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Mana Pulver deckt den Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen ab

Mana wurde 2014 in einer Garage gegründet und wird nun weltweit verkauft. Mana spendet derzeit zusammen mit Kunden und Kundinnen Mana Drinks an medizinisches Personal, um in der Coronakrise zu helfen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Vor ungefähr sechs Jahren habe ich mich ausgiebig mit Ernährung beschäftigt. Dann habe ich irgendwann im Schnelldurchlauf eine 14-tägige Entgiftung gemacht. Ich habe in dieser Zeit also buchstäblich gehungert und gleichzeitig habe ich mir so viel Wissen wie möglich darüber angeeignet, was wir unserem Körper eigentlich zuführen. Ich las eine Menge Bücher zu diesem Thema und fragte mich, ob es möglich sei, die „Bioakkumulation“ zu beseitigen, bei der sich unnötige Substanzen aus der Nahrung im Körper ansammeln. Auf diese Weise kam mir die Idee, ein Lebensmittelpulver herzustellen, das „reine Ernährung“ ohne unnötige Sättigungsprodukte ist. Im Sommer 2014 habe ich nach einem halben Jahr intensiven Studiums die erste Version unseres Mana Pulver Origin in meiner Garage hergestellt. Heute verkaufen wir nicht nur Mana Pulver, sondern auch Drinks und sogar bereits den ersten veganen Burger, der sämtliche Nährstoffe enthält, die wir brauchen.

Anfangs war es nur ein Hobby, aber dann boten die Leute an, mich dafür zu bezahlen, und so gründete ich das Unternehmen. Jetzt treten wir in unser 7. Jahr ein und haben gerade unser 6. Pulverrezept veröffentlicht, das wir Mark 6 nennen. Es ist definitiv unser bisher komplexestes Pulver. Es beinhaltet 6 verschiedene Proteine, 6 Fette, 6 Ballaststoffe und eine Menge anderer guter Sachen. 

Was als Bootstrap-Versuch begann, ein vollständiges und gesundes Essen für Freunde und Familie zu entwickeln, wandelte sich schnell zu einer groß angelegten Initiative.

Welche Vision steckt hinter Mana?

Bei Mana (benannt nach Manna, einer essbaren Substanz, die in der Bibel beschrieben wird) dreht sich alles um Gesundheit und Nachhaltigkeit. Ein pflanzliches Lebensmittel entspricht also perfekt unserer eigenen Philosophie.

Viele Menschen haben heutzutage zu wenig Zeit, um sich gesund zu ernähren, weshalb sie zu ungesundem Fast Food greifen. Mana spart Zeit, ist aber gleichzeitig gesund und deckt den Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen ab, die unser Körper benötigt. Es wird ständig in die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Technologien investiert. Wir versuchen bei Mana immer, umweltbewusst und nachhaltig zu arbeiten und zu handeln. So stellen wir beispielsweise seit einiger Zeit den Messlöffel für unser Mana Pulver nicht mehr aus Plastik, sondern Edelstahl her, und haben eine 12 kg Packung, das Mana Powder Family Pack auf den Markt gebracht, um Verpackung zu sparen. 

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung bestand definitiv darin, das gesamte System des Unternehmens “vertikal” aufzubauen, vom Forschungsteam über das eigene Labor bis hin zum Endprodukt und der Marketingstrategie. Es war das Schwierigste, diese Teile des Unternehmens unter eigener Kontrolle zu haben, ohne Auslagerung, was uns sehr wichtig ist.

Ich habe Mana ganz ohne die finanzielle Unterstützung anderer aufgebaut. Alles, was wir mit Mana verdienen, wird wieder reinvestiert, um unsere Produkte zu verbessern, bessere Inhaltsstoffe zu bekommen, mehr produzieren zu können etc. Schritt für Schritt  habe ich Mana zu dem aufgebaut, was es heute ist, aber wir sind sicher noch nicht am Ende angekommen. Seit 2014 haben wir uns ständig vergrößert und können heute weltweit liefern. Von der Garage wurde bald ein größeres Lagerhaus gemietet und bald ein noch größeres. Es wurden und werden viele Menschen eingestellt, sodass Mana stetig wachsen kann. 

Wer ist die Zielgruppe von Mana?

Mana ist für alle gedacht, die gut und schnell essen wollen, aber gleichzeitig darüber nachdenken, welche Auswirkungen Lebensmittel auf die Umwelt haben und wie sie unseren Planeten belasten. Deshalb möchten wir, dass Mana nicht nur für VeganerInnen und VegetarierInnen geeignet ist, sondern dass es auch weiterhin eine erschwingliche Variante für eine vollwertige Mahlzeit ist. Es ist perfekt für Menschen geeignet, die aufgrund ihrer Arbeitsbelastung keine Zeit für herkömmliches Essen haben, die Sport treiben und eine ausgewogene, aber dennoch leichte Mahlzeit wünschen, die genau wissen wollen, was sie konsumieren, die reisen oder aktiv sind. Die Einzigartigkeit von Mana liegt in dieser Vielseitigkeit der Verwendbarkeit.

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das moderne Leben ist voller Produkte, die helfen sollen, wenn beispielsweise die Zeit zum Kochen zu knapp ist. Die Regale der Supermärkte sind mit Fertiggerichten gefüllt, von abgepackten Snacks bis hin zu gefrorenen Pizzen, Burgern, Lasagne gibt es alles. Hat man es eilig, findet man immer etwas, das einen zumindest für kurze Zeit satt macht.

Nur weil es praktisch ist, heißt das nicht immer, dass es nahrhaft und gesund ist. Im Gegenteil. Jeder Mensch braucht Nährstoffe wie Proteine und Ballaststoffe sowie gesunde Fette und die richtigen Vitamine und Mineralien. Ohne wird es schwierig sein, Energie zu haben und produktiv zu sein.

Mana will dieses Problem beheben. Das cremige, subtil süße und vor allem nahrhafte Mana besteht zu 100 Prozent aus pflanzlichen Zutaten. Als Pulver muss es nur mit Wasser gemixt werden, als Drink ist es immer gleich trinkfertig. In nur wenigen Sekunden liefern 300ml Mana 20 Prozent des durchschnittlichen täglichen Nährstoffbedarfs für Erwachsene in Shake-Form. Es können auch zur Verfeinerung beliebige Zutaten hinzugefügt werden. 

Wir sind ein wissenschaftlich fundiertes Unternehmen und produzieren ein hochkomplexes Produkt. Wir haben ein eigenes R&D-Team, ein eigenes Labor und eine eigene Produktionslinie. Dies ist der Weg, den wir gehen, alle Prozesse sind unter unserer Kontrolle, deshalb sind wir anders als andere. Wir machen alle Schritte von der Produktion bis zur Verpackung und zum Verkauf selbst. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Gibt es etwas besonderes, das Sie während Corona unternommen haben?

Während Corona stieg die Zahl der Bestellungen schnell an, da die Leute vor allem von den Vorteilen von Mana begeistert sind. Mana ist eine ernährungsphysiologisch vollständige Mahlzeit, leicht zu lagern, es ist keine Kühlung erforderlich und was vor allem während Corona sehr attraktiv ist, ist die lange Haltbarkeit. Die Drinks sind ungekühlt 12 Monate und das Pulver sogar 18 Monate haltbar. Unsere Arbeit geschieht schon seit fast zwei Monaten im Homeoffice, was die Arbeit natürlich auch verändert hat.

Mana Pulver deckt den Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen ab

Wir haben etwas besonderes unternommen, ja. Wir alle glauben bei Mana fest an die Macht der Gemeinschaft und wollen deshalb gemeinsam mit unseren KundInnen die Menschen unterstützen, die sich gerade täglich für unsere Gesundheit einsetzen. Dafür möchten wir eine möglichst große Zahl an Mana Drinks spenden, indem wir jeden Drink, den unsere KundInnen für Menschen in Krankenhäuser, Rettungsdiensten etc. spenden, verdoppeln. Unter diesem Link gibt es über unsere Aktion mehr Infos, wir freuen uns über noch mehr Unterstützung: https://drink-mana.de/products/energie-an-die-front

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Der Anstieg der Bestellungen kam für uns wirklich ziemlich schnell, und wir mussten darauf reagieren. Wir haben vor allem sehr viel getan zum Schutz unserer MitarbeiterInnen, die Produktionslinie und das Lager. Seit März arbeitet das gesamt Team im Homeoffice, jede Person im Lager und der Produktion desinfiziert sich regelmäßig, trägt Mundschutz und Handschuhe und die Temperatur wird regelmäßig kontrolliert. Wir haben 3 Teams in der Produktion geschaffen, die sich nicht treffen, sodass der Kontakt untereinander minimiert wird. Außerdem werden die MitarbeiterInnen regelmäßig mit Vitaminen versorgt, die nach Hause gesendet werden. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Diese Pandemie hat uns als Menschen auf die Probe gestellt, um wirklich zu sehen, was wichtig ist und wo echte Vorteile für das Leben liegen. KundInnen konnten hier den Vorteil des Produkts Mana herausfinden und sehen, dass es sich um ernährungsphysiologisch vollständige Lebensmittel handelt, die leicht zu lagern, leicht zuzubereiten, langlebig, nicht verderblich, voller Vitamine und Mineralien sind. Selbst Menschen, die gegen Lebensmittelpulver waren, haben jetzt erkannt, wie nützlich Mana ist und wie viele Vorteile es hat. Diese Krise hat gezeigt, welche Grundsegmente für unseren modernen Lebensstil am wichtigsten sind: Gesundheitswesen, Energie, Ernährung und Wasser. Mana ist Nahrung und Wasser in einem.

Mana, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben ganz klare Ziele. Wir wollen eine globale Marke in der pflanzlichen Lebensmittelindustrie sein, die an der Spitze des Wandels für nachhaltiges Leben und Lebensmittelproduktion steht. Essen ist ein menschliches Grundbedürfnis, und die Menschen werden immer geschäftiger, besonders in großen Städten. Lebensmittel wie Mana geben ihnen in einem Bruchteil der Zeit alles, was sie brauchen. Daneben wächst die Weltbevölkerung und damit auch die Nachfrage nach Ressourcen. Diese Trends deuten darauf hin, dass vegane und alternative Lebensmittel nur noch wichtiger werden. Wir wollen eine globale Marke sein, die an der Spitze des Wandels steht, weshalb wir auch damit begonnen haben, neben den Drinks und Pulvern einen veganen Burger auf den Markt zu bringen, der den gesamten Nährstoffbedarf deckt. 

Und wir möchten weiterhin großartige Produkte liefern, die den Menschen echte Vorteile bringen. Wir möchten, dass Mana die spezifischen Bedürfnisse der KundInnen erfüllt, damit ein solches Produkt gut verträglich und für alle erschwinglich ist.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Sie sollten immer versuchen, etwas zu schaffen, das einer großen Anzahl von Menschen eine Lösung bringen kann. Es muss einen Zweck geben. Es ist kein Ziel, ein Startup zu haben, Investitionen zu tätigen und ein Produkt für eine enge KundInnengruppe zu entwickeln. Sie müssen langfristig denken. Es geht darum, gesellschaftliche Lösungen zu bringen, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, etwas sinnvolles aufzubauen, das die Menschen benötigen. Wenn Sie ein Produkt haben, das einer kleinen Anzahl von Menschen dient, ist es nutzlos. 

Sie sollten mit Ihrem Produkt niemals 100 Prozent zufrieden sein. Dies ist die Motivation, die Sie dazu drängt, hart zu arbeiten und Ihr Produkt jedes Jahr besser zu entwickeln. Das ist es, was wir bei Mana tun. Jedes Jahr veröffentlichen wir ein neues Mana-Rezept, das auf neuesten wissenschaftlichen Daten, klinischen Studien der EFSA, der WHO und unseren eigenen Labortests basiert.

Und zu guter Letzt stehen natürlich die Kunden und Kundinnen an erster Stelle. Sie müssen sich um die Anliegen aller (potentieller) KundInnen kümmern, egal, ob diese das Produkt schon lieben oder ihm noch kritisch gegenüberstehen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Jakub Krejcik für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Frankfurter Startup ermöglicht Kommunikation für beatmete COVID-19 Patienten

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Eliah Semiotics

Eliah Semiotics Softwarelösungen für den Therapiebereich

Stellen Sie sich und das Startup Eliah Semiotics doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Tina Hillebrecht, Gründerin von Eliah Semiotics. Im November 2019 habe ich mit Dennis Stritzke die Eliah Semiotics UG (haftungsbeschränkt) gegründet. Zusammen entwickeln wir Softwarelösungen für den Therapiebereich. Mit der Eliah App unterstützen wir Menschen mit sprachlichen Einschränkungen bei der Kommunikation. Ich habe die Idee für Eliah durch meine Arbeit als Logopädin mit schwer betroffenen Schlaganfall-Patienten entwickelt. Dennis ist Softwareentwickler und neben Eliah in seiner eigenen Beratungsfirma tätig.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Den ersten Prototypen für Eliah haben wir schon 2018 entwickelt. Damals waren wir beide noch angestellt und ich habe im Master studiert. Mit dem Prototypen haben wir vielversprechende Tests mit der Zielgruppe durchgeführt. Im November 2019 haben wir uns dann zusammengesetzt und entschieden, was aus dem Prototypen werden soll. Um das große Potential ernsthaft verfolgen zu können, war die Gründung der nächste logische Schritt.

Was war bei der Gründung von Eliah Semiotics die größte Herausforderung?

Das war eindeutig die Medizinproduktezulassung.

Dennis hatte ein Jahr vor unserer Gründung seine Beratungsfirma gegründet, deshalb waren die Formalitäten der Gründung schnell erledigt. Aber es ist natürlich etwas anderes, zu zweit zu gründen. Wir mussten uns mit den Worst-Case Szenarien auseinandersetzen. Daran haben wir gemerkt, dass es ernst wurde, wie wichtig Offenheit ist und auch, dass Formalitäten einige Zeit in Anspruch nehmen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Auf jeden Fall! Das Produkt muss noch nicht durchdesignt sein, bevor man mit Leuten darüber spricht. Wir haben zum Beispiel schon früh mit anderen Logopädinnen gesprochen und Tests mit der Zielgruppe gemacht. Das war super hilfreich für die Weiterentwicklung.

Welche Vision steckt hinter Eliah Semiotics?

Wir glauben, dass jeder Mensch das Recht hat gehört zu werden. Daher entwickeln wir Hilfsmittel für Patienten, um Kommunikation zu ermöglichen.

Wer ist die Zielgruppe von Eliah Semiotics?

Patienten in Kliniken, Pflegeheimen und Therapieeinrichtungen, die gar nicht oder nur schlecht sprechen können. Das sind zum Beispiel Menschen, wie die jährlich 144.000 Personen die nach einem Schlaganfall – zumindest temporär – nicht mehr sprechen können, beatmete Patienten oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Gegensatz zu anderen Anbietern haben wir Eliah für die Akutversorgung von erwachsenen Patienten entwickelt. Hier sind sehr selten Kommunikationshilfen im Einsatz. Das Besondere an Eliah ist, dass die Inhalte auf die akute Behandlung zugeschnitten sind und die App auch für schwer betroffene Patienten leicht zu bedienen ist.

Wie hat sich Ihr Unternehmen mit Corona verändert?

An unserer Arbeitsweise hat sich kaum etwas geändert. Im Homeoffice habe ich schon vorher oft gearbeitet. Die einzigen Änderungen: Es gibt mehr Online Meetings und leider keinen leckeren Cappuccino im Büro.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Da wir schon vorher oft verteilt gearbeitet haben, mussten wir kaum etwas ändern. Lediglich in unseren Meetings mussten wir dafür sorgen, expliziter über alle Aufgaben zu sprechen, da es nicht einfach so auffällt, an was die andere Person gerade arbeitet.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Tatsächlich ist die Krise eine sehr große Chance, da wir unser Produkt auch für beatmete Patienten eingesetzt werden kann. Wir haben uns entschieden, unser Produkt schneller als eigentlich geplant auf den Markt zu bringen und bis zum 31. Juli komplett kostenlos anzubieten. Das war noch eine Herausforderung, da innerhalb von 2 Wochen die Arbeit erledigt haben, die eigentlich für 2 Monate gedacht war.

Nun sind wir seit dem 24. April auf dem Markt!

Eliah Semiotics, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, dass Eliah möglichst schnell in den Kliniken in Deutschland verteilt wird. Durch das Digitale-Versorgung-Gesetz wird sich in der Gesundheitsbranche einiges tun und hoffentlich auch der Einsatz von Tablets in deutschen Kliniken zur Normalität werden.

In fünf Jahren wollen wir unsere Reichweite mit Eliah mindestens auf Europa ausgeweitet haben. Wir haben bei der Entwicklung darauf geachtet, dass die Integration anderer Sprachen und Anpassung an andere Kulturen kein Problem wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Traut euch Ideen zu teilen. Der Austausch mit anderen hat uns von Beginn an geholfen, unsere Ideen weiterzudenken. Geheimniskrämerei mag zwar ein Sicherheitsgefühl geben, aber die Angst, dass andere die Idee klauen können ist wohl oft unbegründet. Schließlich muss man das Ganze auch durchziehen, um aus der Idee ein funktionierendes Geschäftsmodell zu machen.

Als Startup im Gesundheitsbereich müssen viele Auflagen erfüllt werden, Gesetze einhalten, oft auch klinische Studien durchführen. Das ist sehr abschreckend. Viele Leute habe eine tolle Idee und scheitern an der Umsetzung. Deshalb sind ein gutes Netzwerk und der Erfahrungsaustausch so wichtig. Das Gefühl ein Produkt auf den Markt zu bringen, das kranken Menschen mehr Lebensqualität bringt, ist dafür unbeschreiblich gut!

Seid offen und ehrlich mit euren Mitgründerinnen. Wenn ihr euch auf die gemeinsame Reise in die Unternehmenswelt begebt, solltet ihr einander vertrauen. Deshalb ist für uns Offenheit und Ehrlichkeit im Team sehr wichtig. Heimlichtuerei hat in einem Startup nichts verloren. Und wenn es nicht passt, sollte man sich lieber früh andere Mitgründer suchen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tina Hillebrecht für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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