Donnerstag, April 3, 2025
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Wie kann Ihr Unternehmen durch soziales Engagement mehr Erfolg erzielen?

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Partnerschaften mit NGOs: Soziales Engagement als Erfolgsfaktor

In einer Zeit, in der Konsumenten und Arbeitnehmer zunehmend von Unternehmen erwarten, dass sie über den Profit hinausdenken und aktiv zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen, gewinnen Partnerschaften mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs) immer mehr an Bedeutung. Diese Kooperationen sind nicht nur Ausdruck von sozialer Verantwortung, sondern stellen auch eine strategische Investition in die langfristige Entwicklung und das positive Image eines Unternehmens dar. Durch die Bündelung von Ressourcen, Expertise und Netzwerken können Unternehmen und NGOs gemeinsam signifikante Beiträge leisten, die weit über das erreichen, was sie allein bewirken könnten.

In diesem Artikel tauchen wir tiefer in die Dynamik dieser Partnerschaften ein, beleuchten ihre Vorteile und zeigen auf, wie Unternehmen diese Beziehungen erfolgreich gestalten und nutzen können, um nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im Markt erfolgreich zu sein.

Die Bedeutung von sozialem Engagement für Unternehmen

Unternehmen, die sich sozial engagieren, gewinnen an Ansehen und Vertrauen bei Kunden und Mitarbeitern. Dieses Engagement manifestiert sich oft in der Zusammenarbeit mit NGOs, die Expertise in spezifischen sozialen, ökologischen oder humanitären Bereichen bieten.

Reputation und Markenstärkung: Eine Partnerschaft mit einer NGO kann die öffentliche Wahrnehmung eines Unternehmens positiv beeinflussen, indem es gesellschaftliche Verantwortung demonstriert.

Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung: Angestellte fühlen sich oft stärker mit Unternehmen verbunden, die über den eigenen Profit hinausdenken und einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten.

Wie Unternehmen von Partnerschaften mit NGOs profitieren

Die Zusammenarbeit mit NGOs eröffnet Unternehmen neue Perspektiven und ermöglicht es ihnen, einen nachhaltigen Einfluss zu erzielen.

Erweiterung des Netzwerks: Durch die Partnerschaft mit NGOs können Unternehmen ihr Netzwerk erweitern und mit verschiedenen Stakeholdern in Kontakt treten.

Zugang zu spezifischem Wissen: NGOs bringen wertvolles Fachwissen und tiefe Einblicke in ihre Arbeitsschwerpunkte ein, von denen Unternehmen lernen können.

Strategien für erfolgreiche Partnerschaften

Eine Partnerschaft zwischen einem Unternehmen und einer NGO sollte auf gegenseitigem Verständnis und klaren Zielen basieren.

Gemeinsame Werte: Die Auswahl einer NGO, deren Werte und Ziele mit denen des Unternehmens übereinstimmen, ist entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Langfristige Planung: Erfolgreiche Partnerschaften sind oft langfristig angelegt und erfordern eine kontinuierliche Abstimmung und Anpassung der gemeinsamen Ziele.

Erfolgsmessung: Die Definition von klaren KPIs und Erfolgskriterien hilft, den Impact der Partnerschaft zu messen und zu optimieren.

Fallbeispiele erfolgreicher Partnerschaften

Erfolgreiche Kooperationen zwischen Unternehmen und NGOs bieten wertvolle Einblicke und können als Vorbild für andere Firmen dienen.

Branchenführer: Viele Branchenführer haben erkannt, dass nachhaltiger Erfolg auch von einem starken sozialen Engagement abhängt und setzen dies in Kooperation mit NGOs um.

Innovative Start-ups: Auch viele Start-ups binden soziales Engagement von Anfang an in ihre Geschäftsmodelle ein, oft in Form von Partnerschaften mit NGOs.

Ein strategischer Ansatz für nachhaltigen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung

Partnerschaften zwischen Unternehmen und NGOs stellen eine kraftvolle Synergie dar, die weit über traditionelle Geschäftsmodelle hinausgeht. Sie bieten eine Plattform für Unternehmen, nicht nur ihre Reichweite und ihren Einfluss zu vergrößern, sondern auch einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Solche Kooperationen sind nicht nur ein Zeichen für unternehmerische Verantwortung, sondern auch ein strategisches Instrument, das zur Stärkung der Marke, zur Mitarbeiterbindung und zur Unternehmensentwicklung beiträgt.

Durch die Einbindung von NGOs können Unternehmen von einer authentischen Expertise profitieren, die hilft, spezifische soziale oder ökologische Herausforderungen effektiv anzugehen. Gleichzeitig ermöglicht dieses Engagement Unternehmen, ihr Markenimage zu verbessern, Kundenloyalität zu stärken und neue Zielgruppen zu erreichen. Dieses Engagement trägt dazu bei, das Unternehmen nicht nur als wirtschaftliche Akteure, sondern als integralen Bestandteil der Gesellschaft zu positionieren.

Für eine erfolgreiche Partnerschaft ist es entscheidend, dass Unternehmen und NGOs gemeinsame Ziele und Werte teilen und ihre Kooperation auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausrichten. Eine offene, transparente Kommunikation und regelmäßige Evaluierung der gemeinsamen Projekte sind essenziell, um die Wirksamkeit der Partnerschaft zu gewährleisten und kontinuierliche Verbesserungen zu ermöglichen.

Abschließend lässt sich sagen, dass Partnerschaften mit NGOs für Unternehmen aller Größen und Branchen eine wertvolle Möglichkeit darstellen, einen positiven sozialen Impact zu erzeugen und gleichzeitig den Unternehmenserfolg zu fördern. In einer zunehmend vernetzten und bewussten Welt ist das soziale Engagement von Unternehmen kein optionaler Zusatz mehr, sondern ein integraler Bestandteil einer erfolgreichen, zukunftsorientierten Geschäftsstrategie

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – VadimGuzhva

Hinterland of Things Konferenz 2024

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Hinterland of Things Konferenz 2024

Am 13. Juni 2024 treffen sich Startup-Gründerinnen und -Gründer mit Vertretern der deutschen Industrie und internationalen Investorenszene auf der Hinterland of Things Konferenz in der Stadthalle Bielefeld.

Im Fokus stehen Themen, die die Gesellschaft und Wirtschaft aktuell prägen: von Klimalösungen über künstliche Intelligenz und Industrieautomation bis hin zu digitalen Bildungsplattformen. Eine große Chance für Startups, die nächsten Entwicklungsschritte einzuleiten.

Am Eisstand den nächsten Business Angel für das eigene Startup treffen oder an der Bar einen Investmentdeal abschließen?

Klingt ein wenig illusorisch, aber in der richtigen Atmosphäre ist alles möglich. Das sagen zumindest ehemalige Teilnehmer der Hinterland of Things Konferenz, einer aufstrebenden B2B-Tech-Konferenz in Bielefeld — in einer Stadt, die es einem längst überholten Witz zufolge gar nicht gibt. So fanden Johannes Mailänder und Gregor Giataganas, Gründer des Startups LichtWART, am Eisstand der Konferenz 2023 in „Business Angel“ Göran Göhring einen starken neuen Investor.

Eine Zufallsbegegnung, die zum ersten Wandeldarlehensvertrag für die beiden Jungunternehmer führte. Andere Startups nutzten die familiäre Atmosphäre der Konferenz, um neue Gesellschafter an Bord zu holen, so wie green account, eine unternehmensorientierte Kompensationsplattform für Naturprojekte. Wieder andere, wie das ehemalige Münsteraner Startup Flaschenpost SE, profitierten von der Nähe zu lokalen Wirtschaftsgrößen wie Dr. Oetker, deren Vertreter ebenfalls an der Konferenz teilnahmen. Der Rest ist Geschichte.

„Wir wollen jungen technologieorientierten Unternehmen insbesondere aus den Flächenregionen Deutschlands eine Plattform bieten, um ihre zukunftsweisenden Ideen dem richtigen Publikum zu präsentieren. So entstehen neue Synergien und Zusammenschlüsse, die letztlich die Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärken“, erklärt Dominik Gross, Mitgründer und Geschäftsführer der Founders Foundation gGmbH, die die Konferenz organisiert. Die Arbeit der Bielefelder Startup-Schmiede scheint auch in dieser Hinsicht Früchte zu tragen: Unter anderem für die Organisation der Konferenz wurde die Foundation kürzlich von der Financial Times als einer der führenden Hubs für Startups und Netzwerke in Europa ausgezeichnet.

Von Null auf Einhorn – Renommierte Referenten teilen ihr Insiderwissen

Auf der diesjährigen Hinterland of Things Konferenz werden rund 100 erfolgreiche Investoren, Unternehmer und Gründer ihre Erfahrungen mit mehr als 2.500 Besuchern teilen: darunter Seriengründer und Tech-VC Frank Thelen, bekannt aus der VOX-Show „Die Höhle der Löwen”. Ein Highlight für aufstrebende Gründerinnen dürfte der Vortrag von Dr. Gesa Miczaika sein, die als Mitgründerin der Beteiligungsgesellschaft Auxxo Female Catalyst Fund besonderen Wert auf die Förderung von Deutschland als Gründerinnen-Standort legt. Mehr als 70 Prozent der Auxxo-Investments gingen bisher gezielt an Startups mit mindestens einer Frau im Führungsteam.

Ähnlich sieht es die Investorin und erfolgreiche Seriengründerin Valerie Bures, führende Partnerin des VC-Fonds XAnge, die eine heterogene Zusammensetzung von Kompetenzen, Hintergründen und Perspektiven in einem Startup als entscheidenden Wettbewerbsvorteil betrachtet. Schließlich hat das VC in den letzten zwanzig Jahren in mehr als 200 Nachwuchsunternehmen investiert, darunter einige mit einer aktuellen Marktbewertung von über einer Milliarde Euro – die sogenannten Einhörner.

Vom Weg zum Einhorn kann auch der Hinterland-Speaker Martin Böhringer, Gründer der unternehmensinternen Kommunikationsplattform Staffbase, berichten. Ursprünglich im sächsischen „Hinterland” in Chemnitz gegründet, ist das Unternehmen mit seiner Mitarbeiter-App in kürzester Zeit zum Weltmarktführer aufgestiegen und wurde 2022 mit über einer Milliarde Euro bewertet.

Expertenwissen gibt es in der Stadthalle Bielefeld zudem auch abseits der Bühne. 100 der vielversprechendsten B2B-Tech-Startups präsentieren in der Hinterland Exhibition die neuesten Trends und Innovationen in den vier Fokus-Bereichen und adressieren damit aktuelle Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette etablierter Unternehmen. In entspannter Atmosphäre haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, mit rund 300 Risikokapitalgebern und etwa 1.000 Familienunternehmern zu netzwerken, die ebenfalls auf Begegnungen mit den Einhörnern von morgen gefasst sind.

Mehr Informationen gibt es auf www.hinterlandofthings.com – Mit dem Code SVN25 25% Rabatt auf alle Tickets sichern!

Quellen:

  1. Financial Times: https://rankings.ft.com/incubator-accelerator-programmes-europe/c/regions/germany
  2. Handelsblatt: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/vordenker-2021-investorin-gesa-mi czaika-finanzieller-erfolg-und-echter-impact-beides-geht/27640592.html
  3. VC Magazin: https://www.vc-magazin.de/blog/2023/06/21/valerie-bures-xange/
  4. OMR: https://omr.com/de/daily/staffbase-ceo-martin-boehringer-im-omr-podcast

Quelle Bild und Text: Founders Foundation gGmbH

Von Technik bis Kunst: Frische Ideen, die den Alltag bereichern

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06. Mai 2024

Kreativität trifft Kapital: Eine neue Runde in der „Höhle der Löwen“

Am Montagabend, den 06. Mai 2024, um 20:15 Uhr, schaltet sich Deutschland wieder ein, wenn VOX zur neuesten Ausgabe der beliebten Gründershow „Die Höhle der Löwen“ einlädt. In dieser Sendung, die bereits seit Jahren fester Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft ist, bekommen innovative Gründer die einmalige Chance, ihre Geschäftsideen vor einer Jury aus gestandenen Investoren zu präsentieren. Diese Investoren, liebevoll die „Löwen“ genannt, sind stets auf der Suche nach vielversprechenden Investments und bereit, mit ihrem Kapital und Know-how junge Unternehmen auf das nächste Level zu heben.

Die Löwen, eine Mischung aus erfahrenen Unternehmern, Investoren und Branchenexperten, bringen nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch wertvolle Marktkenntnisse und Geschäftskontakte in die Partnerschaften ein. Jeder Löwe hat seine eigene Fachexpertise und Persönlichkeit, was die Pitch-Sessions zu einer faszinierenden Angelegenheit macht, bei der sowohl harte Verhandlungen als auch inspirierende Momente der Unterstützung stattfinden.

In der fünften Folge dieser Staffel treffen wir auf eine bunte Mischung aus kreativen Köpfen und erfahrenen Geschäftsleuten, die mit ihren einzigartigen Produkten und Dienstleistungen die Aufmerksamkeit der Löwen zu gewinnen suchen.

Von innovativem Spielzeug, das Kinder auf neue Weise die Natur erleben lässt, über maßgeschneiderte Kunstwerke, die perfekt in die Wohnräume ihrer neuen Besitzer passen, bis hin zu technischen Lösungen, die den Alltag erleichtern – diese Folge verspricht, ein spannender Querschnitt dessen zu sein, was Deutschlands Gründergeist zu bieten hat.

Mit diesen spannenden neuen Geschäftsideen und der Aussicht auf lebensverändernde Deals ist jede Episode der „Höhle der Löwen“ ein Fenster in die Zukunft der deutschen Wirtschaft und ein Beweis dafür, dass kreative Lösungen oft nur einen mutigen Pitch entfernt sind. Also machen Sie es sich bequem und bereiten Sie sich vor auf eine inspirierende Show voller Innovation, Unternehmergeist und spannender Verhandlungen.

bionicTOYS (Berlin) am 06. Mai 2024 in die Höhle der Löwen

Marcel Pasternak, ein studierter Produktdesigner, stellt seine Innovation vor: die cbionic Flexbaustein-Sets. Diese flexiblen Spielbausteine ermöglichen es, dynamische Tiermodelle zu bauen, die natürliche Bewegungen imitieren. Diese Idee soll Kindern helfen, spielerisch die Natur zu erforschen und dabei kreative und technische Fähigkeiten zu entwickeln. Marcel erklärte, dass herkömmliche Bausteine oft nur starre Konstruktionen zulassen und er mit cbionic eine Lösung geschaffen hat, die auch organische Bewegungen ermöglicht, wie den Flügelschlag eines Adlers oder die Schwimmbewegungen eines Mantarochens. Sein Ziel ist es, cbionic in jedes Kinderzimmer weltweit zu bringen.

LOREMO (München) am 06. Mai 2024 in die Höhle der Löwen

Franziska Scheuerle präsentiert LOREMO, eine digitale Plattform, die luxuriöse, maßgeschneiderte Kunstwerke anbietet, die auf die Persönlichkeit und die Innenraumgestaltung des Kunden abgestimmt sind. Mit einem speziellen Kunst-Konfigurator können Kunden ihre Bestellungen aufgeben, indem sie zunächst ein Foto ihres Raumes hochladen. Basierend auf dem Farbschema des Raumes und der Persönlichkeit des Kunden, ermittelt ein Algorithmus den am besten passenden Künstler aus einer Gruppe von 30 kuratierten Künstlern. Franziska zielt darauf ab, LOREMO zu einem führenden Anbieter für Auftragskunst zu machen.

bideo (Elmenhorst) am 06. Mai 2024 in die Höhle der Löwen

Thorsten Homma präsentierte seinen innovativen Toilettenpapierhalter bideo, der normales Toilettenpapier in Feuchtpapier umwandelt, bereits in der neunten Staffel von „Die Höhle der Löwen“. Investor Ralf Dümmel war sofort begeistert von der Idee, die bislang zwei Millionen Kilogramm Plastik und rund 500 Millionen Feuchttücher eingespart hat. Homma hat inzwischen weitere Produkte entwickelt, darunter einen WC-Intensivschaum, der Keime und Bakterien eliminiert. Dümmel sieht eine erfolgreiche Zukunft und betont die Notwendigkeit, diese neuen Produkte erfolgreich am Markt zu platzieren.

Fat Albert (Baltmannsweiler) am 06. Mai 2024 in die Höhle der Löwen

Albert Ebenbichler präsentiert den Fat Albert, einen neuartigen E-Roller mit einem großen Kofferraum, der speziell für den städtischen Gütertransport konzipiert ist. Der Roller hat eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern und ist mit einer Alarmanlage und einem abschließbaren Kofferraum ausgestattet. Albert betont die Notwendigkeit seiner Erfindung angesichts der zunehmenden Verkehrs- und Parkplatzprobleme in den Städten.

Just Nosh (Berlin) am 06. Mai 2024 in die Höhle der Löwen

Shweta Pahuja-Markull und Lars Markull bringen mit Just Nosh die Aromen Indiens nach Deutschland. Ihre Water Lily Pops, hergestellt aus den Samen der Seerose, bieten eine gesunde Snack-Alternative. Die Pops sind vegan, zucker- und glutenfrei und enthalten alle essenziellen Aminosäuren. Das Paar stellt drei Geschmacksrichtungen vor und plant, die Marke und Produktpalette weiter auszubauen.

Clever Horse Clip (Salzburg) am 06. Mai 2024 in die Höhle der Löwen

Konrad Winkler möchte das Leben der Pferde sicherer machen. Sein Produkt, der Clever Horse Clip, ist ein Verschlusssystem für das sichere Führen und Anbinden von Pferden. Das System öffnet sich selbstständig bei zu großer Kraftanwendung, um Verletzungen bei den Pferden zu verhindern. Konrad hat das Produkt entwickelt, nachdem er selbst miterleben musste, wie ein Pferd in Panik geraten ist und sich dabei verletzte.

Jedes dieser Startups zeigt einzigartige Lösungen für alltägliche Probleme und bietet den Löwen die Chance, in zukunftsträchtige Märkte zu investieren. Die Vielfalt und Kreativität der Gründer in dieser Folge unterstreichen einmal mehr, wie Innovationsgeist das Unternehmertum prägt. Es bleibt spannend, welche dieser Ideen die Investoren überzeugen wird und wer mit einem Deal nach Hause geht. Setzen Sie sich bereit für eine Folge voller Überraschungen und visionärer Geschäftsideen.

Bild: Die Investoren Tillman Schulz (l.) und Nils Glagau nehmen den Snack aus Lotussamen von „Just Nosh“ genau unter die Lupe. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wie stärken erfolgreiche Start-ups das Engagement ihrer Mitarbeiter?

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interne kommunikation

Interne Kommunikation in Start-ups: Tools und Strategien

In der agilen Welt der Start-ups, wo schnelle Anpassung und kontinuierliche Innovation entscheidend sind, spielt die interne Kommunikation eine zentrale Rolle. Sie ist nicht nur ein Werkzeug zur Informationsverteilung, sondern auch ein wesentlicher Treiber für Teamgeist, Mitarbeiterengagement und letztlich den Unternehmenserfolg. Eine effektive interne Kommunikation in Start-ups unterstützt nicht nur die operative Effizienz, sondern stärkt auch die Unternehmenskultur und fördert eine Umgebung, in der Kreativität und Innovation gedeihen können.

Dieser Beitrag beleuchtet die Bedeutung einer gut strukturierten internen Kommunikation für junge Unternehmen und stellt bewährte Tools und Strategien vor, die Start-ups dabei helfen, ihre Kommunikationsprozesse zu optimieren und eine starke interne Community aufzubauen.

Die Bedeutung der internen Kommunikation

In dynamischen Start-up-Umgebungen, wo sich Bedingungen und Ziele schnell ändern können, ist eine klare und offene Kommunikation unerlässlich. Sie hilft, alle Teammitglieder auf dem gleichen Stand zu halten, fördert das Engagement und unterstützt die Unternehmenskultur. Eine starke interne Kommunikation minimiert Missverständnisse und fördert eine Kultur der Transparenz und des Vertrauens.

1. Transparenz schaffen: Offene Kommunikationskanäle ermöglichen es Mitarbeitern, Einblicke in Entscheidungsprozesse zu erhalten, was zu einem stärkeren Gefühl der Zugehörigkeit führt.

2. Engagement fördern: Mitarbeiter, die sich gut informiert fühlen, sind eher motiviert, zum Unternehmenserfolg beizutragen.

Tools zur Optimierung der internen Kommunikation

Die Auswahl der richtigen Kommunikationstools ist entscheidend, um eine effiziente interne Kommunikation in Start-ups zu gewährleisten. Dabei geht es nicht nur um die Auswahl moderner Tools, sondern auch darum, diese effektiv einzusetzen.

1. Instant-Messaging-Tools: Plattformen wie Slack oder Microsoft Teams ermöglichen schnelle und informelle Kommunikation, Gruppenchats und bieten Funktionen zur Organisation von Projekten.

2. Projektmanagement-Tools: Anwendungen wie Asana, Trello oder Jira helfen Teams, Aufgaben zu verwalten, den Fortschritt zu verfolgen und die Zusammenarbeit zu verbessern.

3. Videokonferenz-Tools: In einer Zeit, in der Remote-Arbeit immer häufiger wird, bieten Tools wie Zoom oder Google Meet eine hervorragende Möglichkeit, persönliche Interaktionen zu simulieren.

Strategien zur Verbesserung der internen Kommunikation

Die Implementierung effektiver Kommunikationsstrategien kann die Art und Weise, wie Informationen innerhalb eines Start-ups fließen, grundlegend verändern und verbessern.

1. Regelmäßige Updates: Halten Sie regelmäßige Meetings oder virtuelle Stand-ups ab, um sicherzustellen, dass alle Teammitglieder auf dem neuesten Stand sind.

2. Feedback-Kultur fördern: Ermutigen Sie Mitarbeiter, Feedback zu geben und einzufordern. Dies fördert nicht nur die Kommunikation, sondern auch das Gefühl, gehört zu werden.

3. Klare Kommunikationsrichtlinien: Definieren Sie klare Richtlinien, welche Tools für welche Art von Kommunikation verwendet werden sollten, um Missverständnisse zu vermeiden.

Zukunft der internen Kommunikation in Start-ups

Die interne Kommunikation in Start-ups wird sich weiterentwickeln, da neue Technologien und Arbeitsweisen entstehen. Die Integration von KI und automatisierten Workflows kann die Kommunikation weiter vereinfachen und personalisieren.

1. KI-gestützte Kommunikationstools: Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Kommunikationsflüsse zu optimieren und personalisierte Informationen bereitzustellen.

2. Integration und Automatisierung: Die Integration verschiedener Kommunikationstools und die Automatisierung routinemäßiger Kommunikationsaufgaben können die Effizienz steigern.

Eine neue Ära der internen Kommunikation in Start-ups

In der dynamischen Landschaft von Start-ups ist eine effektive interne Kommunikation nicht nur ein Vorteil, sondern eine Notwendigkeit. Sie bildet das Rückgrat für eine starke Unternehmenskultur, fördert Innovationen und treibt das Unternehmenswachstum voran. Durch die Implementierung gezielter Kommunikationstools und -strategien können Start-ups eine Umgebung schaffen, die nicht nur den Informationsfluss verbessert, sondern auch das Engagement und die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigert.

Die Auswahl der richtigen Tools und die Entwicklung einer durchdachten Kommunikationsstrategie sind entscheidend, um eine Kultur der Offenheit und Zusammenarbeit zu fördern. Dabei geht es nicht nur darum, Informationen effizient zu übermitteln, sondern auch darum, einen Dialog zu ermöglichen, der alle Mitarbeiter einschließt und ihnen eine Stimme gibt. Dies fördert nicht nur das Gefühl der Wertschätzung und Zugehörigkeit, sondern auch die Bereitschaft, sich für gemeinsame Ziele einzusetzen.

Die Zukunft der internen Kommunikation in Start-ups sieht vielversprechend aus, mit Technologien wie KI und automatisierten Workflows, die maßgeschneiderte und effiziente Kommunikationslösungen bieten. Diese Entwicklungen versprechen eine noch engere Verknüpfung von Teams, eine weitere Steigerung der Effizienz und eine Vertiefung der Unternehmenskultur.

In einer Welt, in der Start-ups schnell wachsen und sich ständig weiterentwickeln, ist die interne Kommunikation der Schlüssel, um sicherzustellen, dass alle an Bord sind und in dieselbe Richtung rudern. Eine starke interne Kommunikation trägt dazu bei, dass Start-ups nicht nur überleben, sondern gedeihen und sich in ihren jeweiligen Märkten als führend etablieren

Foto/Quelle/ Credits: stock.adobe.com – BestForYou

Neue Wege in der digitalen Werbung: Ein Blick hinter die Kulissen

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Reachbird

Reachbird bietet Agenturdienstleistungen und technologische Lösungen im Bereich Influencer Marketing, mit denen Unternehmen ihre Markenbotschaften effektiv über soziale Medien kommunizieren können

Stellen Sie sich und Reachbird doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Philipp und ich bin Mitgründer von Reachbird. Bei Reachbird bieten wir unseren Kunden Agenturdienstleistungen und Techlösungen im Bereich Influencer Marketing an. Wir sind 2015 als einer der Pioniere im Influencer Marketing in der DACH-Region gestartet und betreuen Kunden wie ROCHE, Paypal, HUAWEI oder visit.Berlin – gleichzeitig arbeiten wir mit mehr als 40.000 Influencern zusammen, die in unserer eigenen Datenbank RTECH registriert sind und an unsere Unternehmenskunden vermittelt werden.

Reachbird arbeitet von den Standorten München, Berlin und Köln aus mit einem Team von 38 Mitarbeitenden für Kunden in der ganzen DACH-Region. Seit 2021 gehört Reachbird zur adesso SE, einem SDAX-Konzern mit Fokus auf IT und Digitalisierung. 

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Eine Unternehmensgründung war nicht mein initialer Plan. Während eines Entrepreneurship-Seminars an meiner Universität hab ich mich gemeinsam mit meinen Mitgründern jedoch tiefer damit auseinandergesetzt und viele Vorteile gesehen – allen voran die Gestaltungsmöglichkeiten, die unternehmerische Freiheit und die Chance, seine eigene Leistung und den damit einhergehenden Erfolg oder Misserfolg direkt erlebbar zu machen. Dann haben wir noch während des Studiums  gegründet – ohne viele weitere Überlegungen und es war die beste Entscheidung meiner beruflichen Karriere. Im Bereich Influencer Marketing haben wir gegründet, weil wir dort einen jungen Markt gesehen haben, der noch viel Gestaltungsspielraum zugelassen hat.

Was war bei der Gründung Reachbird die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war die fehlende Erfahrung und Expertise. Als Gründer aus der Universität heraus hast du weder ein hilfreiches Netzwerk, noch einen Erfahrungsschatz, auf den du zurückgreifen kannst. Das mussten wir als Gründer durch zusätzliche Arbeitsstunden ausgleichen. Im Nachgang kann ich deshalb raten: holt euch schnell Feedback zu eurer Unternehmung von erfahrenen Gründern, Unternehmern und Managern, die eure Ideen und Vorgehensweisen challengen und euch auch ein relevantes Netzwerk bieten können. Zum Glück haben wir ein solches Netzwerk schnell aufgebaut und nutzen können.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Die Idee ist nicht entscheidend – entscheidend ist die Umsetzung. Es gibt nie die perfekte Idee und im Laufe der Gründung ergeben sich neue Situationen, die die ursprüngliche Idee nochmals hinterfragen lässt. Es muss also nicht perfekt sein, sondern einfach umgesetzt werden. Alles andere ergibt sich dann im Laufe des Unternehmensaufbaus, wenn man fleissig an der Unternehmung arbeitet und offen für Feedback ist.

Welche Vision steckt hinter Reachbird?

Wir glauben an die Expertise und das hohe Vertrauen von Influencern und möchten dabei helfen, dass Unternehmen gemeinsam mit solchen Influencern starke Botschaften verbreiten und so die Welt aufklären und verbessern können.

Wer ist die Zielgruppe von Reachbird?

Unsere Zielgruppe sind Unternehmen, welche ihre Botschaft vertrauenswürdig und fundiert auf Social Media in relevanten Zielgruppen platzieren wollen. Ebenso sind unsere Zielgruppe Influencer, die offen für Kooperationen mit passenden Unternehmen sind.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Von anderen Anbietern unterscheiden wir uns in dem sehr datengetriebenen, aber dennoch kreativen und innovativen Ansatz für professionelles Influencer Marketing. Einerseits haben wir technische Grundlagen, die Influencer Marketing messbar machen. Andererseits besitzt unser Team aber auch die Fähigkeit, kreative, nachhaltige Kampagnen zu entwickeln und kompetent umzusetzen.

Reachbird, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Reachbird wird den wachsenden Markt des Influencer Marketings weiterhin proaktiv mitgestalten und professionalisieren. Wir glauben an starke Botschaften und an Informationsvermittlung über Influencer mehr als an reine Product-Placements und so wird sich auch der Markt gemeinsam mit uns entwickeln.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Einfach
  2. mal
  3. machen

Wir bedanken uns bei Philipp Martin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Energie neu gedacht: Ein innovativer Ansatz zur Stromversorgung

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UV Energy

UV Energy bietet eine innovative Lösung zur schnellen und effizienten Bereitstellung von Solarstrom auf versiegelten Flächen, insbesondere Parkplätzen, um dort direkt vor Ort den Energiebedarf zu decken

Stell dich und dein Startup UV Energy doch kurz unseren Lesern vor.

Mein Name ist Felix Gerhardt.Ich fungiere bei UV Energy als CEO und kümmere mich in erster Linie um Vertrieb und Marketing. Vor sechs Jahren habe ich erfolgreich das Solar-Pergola Unternehmen Solavinea mit aufgebaut. Zuvor war ich zwölf Jahre lang in leitender Position beim SAE Institute tätig. Steffen Theurer, unser CTO, der sich um Design und Technik kümmert, und ich haben gemeinsam UV Energy gegründet. 

Mit unserem innovativen Konzept bieten wir eine blitzschnelle und unkomplizierte Bereitstellung von Solarstrom auf versiegelten Flächen. Und zwar direkt vor dem Gebäude des Abnehmers – also genau da, wo die Energie benötigt wird. Dadurch vermeiden wir eine Überlastung des Stromnetzes. 

Im Vergleich zu herkömmlichen Anbietern zeichnet sich unsere Lösung durch eine deutlich schnellere und einfachere Planung sowie Implementierung aus, was hauptsächlich durch unsere KI-basierte Software ermöglicht wird.

Warum hast du dich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Ich war einen großen Teil meines erwerbsfähigen Lebens selbständig – zuerst hauptberuflich, später weiterhin nebenberuflich. 

Ich bin dann mehr oder weniger per Zufall in ein Startup für erneuerbare Energien gestolpert und habe das über einige Jahre mit aufgebaut. In der Zeit entwickelte sich meine Leidenschaft für dieses Thema und ich wollte eine Lösung schaffen, die einen möglichst großen Impact hat. Solche Ideen und Visionen lassen sich oft am besten dadurch erreichen, dass man es selbst in die Hand nimmt. 

Was war bei der Gründung von UV Energy die größte Herausforderung?

Die ursprüngliche Idee von UV Energy war lediglich ein Geschäftsmodell, welches auf bereits vorproduzierter Hardware basieren sollte. Bei unseren Marktrecherchen fiel uns auf, dass es ein solch simples und individuell einsetzbares Produkt, wie wir es benötigt haben, nicht gab. Also mussten wir selbst ein Hardwareprodukt entwickeln, welches wir dann zur Serienreife bringen konnten. 

Jeder, der schon einmal eine eigene Hardware entwickelt hat, kann sich vielleicht jetzt vorstellen, wie groß die Herausforderung dann plötzlich wurde.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Wann ist etwas denn perfekt? Ich glaube eines der Probleme, die wir in Deutschland haben, ist, dass wir zu lange überlegen und planen anstatt einfach loszulegen. Natürlich muss eine Idee oder ein Produkt gut ausgearbeitet sein, aber irgendwann muss man starten, sonst macht es ein anderer. 

Welche Vision steckt hinter UV Energy?

Wir bauen das größte und am schnellsten wachsende virtuelle Solarkraftwerk der Welt und möchten mit Hilfe unserer KI-basierten Software „UV 360° Operations Platform“ eine Art Amazon der Solarkraftwerke werden. 

Mit unserer Software kann kinderleicht kalkuliert und geplant, die Produktion und ausführende Partnerunternehmen verwaltet und später auch die einzelnen Einheiten überwacht werden. Die Software automatisiert KI-gestützt den gesamten Projektverlauf: Planung, Verkauf, Produktion, Kommissionierung, Logistik, Montage, Fakturierung und vieles mehr. 

Wer ist die Zielgruppe von UV Energy?

Unser B2B-Angebot richtet sich an alle Parkplatzbesitzer mit hohem Strombedarf: von Einzelhandel, Gewerbe und Industrie bis hin zu öffentlichen Einrichtungen, Freizeiteinrichtungen und Rastplätzen.

Wie funktioniert UV Energy? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet dich von anderen Anbietern?

Unser Alleinstellungsmerkmal liegt in der blitzschnellen und unkomplizierten Bereitstellung unserer Parkplatzüberdachungen: Dauer von Anfrage bis Inbetriebnahme im Optimalfall nur drei bis sechs  Wochen.  Dank unserer KI-gestützten Software benötigen wir zur Planung lediglich die gewünschte Anzahl und die Parkplatzadresse, was den Prozess kinderleicht macht. 

Unsere Überdachungen passen sich außerdem universell an alle Stellplatzgrößen und -anordnungen an und werden weitgehend automatisiert geplant und montiert. Unsere selbststabilisierende Konstruktion kommt mit nur zwei Stützen aus und ist dadurch extrem einparkfreundlich. 

Außerdem ermöglicht sie eine minimalinvasive Bauweise ohne aufwendige Fundamentarbeiten, wodurch bereits bestehende Parkplätze nur wenige Tage lang abschnittsweise gesperrt werden müssen und somit durchgehend nutzbar bleiben.

Optional bieten wir ein Stromerwerbsmodell an, bei dem nur der erzeugte Strom, nicht aber die Hardware, gekauft werden muss, was unsere Lösung für jeden finanzierbar macht.

Wo geht der Weg hin? Wo siehst du dich und UV Energy in fünf Jahren?

Ich werde in fünf Jahren hoffentlich noch hier sein und gemeinsam mit meinem Team weiter daran arbeiten, die Welt jeden Tag ein kleines Stück besser zu machen. Wir haben jede Menge Ideen für Weiterentwicklungen und nächste Schritte und können es kaum erwarten, weiter zu machen. 

Welche drei Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Lasst euch herausfordern: 
Redet mit möglichst vielen Menschen über eure Idee und eure Vision und lasst euch von allen Seiten kritisch betrachten. Wenn ihr selbst eure Idee dann immer noch gut findet, dann zieht es einfach durch. 

Lasst euch beraten: 

Holt euch erfahrene Gründer, Berater oder Mentoren an Bord, die euch auf eurem Weg unterstützen. Wie Arnold Schwarzenegger so schön sagt: „Niemand schafft es alleine“. 

Einfach mal machen: 
Wie oben bereits erwähnt. Fangt an, an eurer Idee zu arbeiten und legt halt einfach mal los. Kein Olympiasieger war beim ersten Versuch erfolgreich. Bei erfolgreichen Unternehmern ist das ganz genauso. Man darf auch mit der ein oder anderen Idee scheitern, bis man dann mal das gefunden hat, was am Ende tatsächlich funktioniert. Und selbst wenn nicht, dann hat man es wenigstens probiert. 

Wir bedanken uns bei Felix Gerhardt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Entdecken Sie die Zukunft der Arztpraxis: Ein Durchbruch in der digitalen Patientenkommunikation

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Mediform revolutioniert mit seinem KI-basierten Sprachassistenten MediVoice die Kommunikation in Arztpraxen, indem es den telefonischen Kontakt zwischen Patient:innen und medizinischem Personal effizienter gestaltet

Können Sie uns mehr über Ihre Beweggründe erzählen, Mediform zu gründen, und was hat Sie persönlich und Ihren Mitgründer dazu motiviert, sich auf die Automatisierung von Praxisabläufen zu spezialisieren?

Jochen Krause: Wir haben Mediform als Spin-Off von Innoopract gegründet, weil wir durch Projekte im Healthcare-Bereich mit digitaler Anamnese gesehen haben, wie groß der Nachholbedarf an Innovation und Digitalisierung dort ist. Durch unsere Nähe zum Markt und Einblicke in die Prozesse der ambulanten Gesundheitsversorgung wurde schnell klar, dass das „Telefon“ eine riesengroße Herausforderung ist. Trotz der zunehmenden Online-Angebote bei der Terminvergabe bleibt es für den überwiegenden Teil aller Patientinnen und Patienten der bevorzugte Kommunikationskanal.

In der Kombination von Fachkräftemangel, steigenden Personalkosten und starker zeitlicher Ballung von Anfragen, führt dies zu begrenzter telefonischer Erreichbarkeit und unzufriedenen Patient:innen. Unsere Motivation, Mediform zu gründen, war daher, diese unbefriedigende Situation zu verbessern und Praxisabläufe zu automatisieren. Wir sehen darin eine spannende Herausforderung mit großem Nutzen für Arztpraxen und Patient:innen.     

Was ist die Vision von Mediform, und wie setzen Sie diese speziell mit dem Einsatz Ihres KI-basierten Sprachassistenten MediVoice um?

Daniel Kämmerer: Die Vision von Mediform leitet sich direkt aus der Motivation unserer Unternehmensgründung ab. Unser Ziel ist es, einen erstklassigen telefonischen Service für Patient:innen zu bieten, der gleichzeitig den Arbeitsaufwand für das Praxisteam minimiert. Es ist uns dabei wichtig, einen großen Mehrwert sowohl für die Praxen als auch für ihre Klient:innen zu schaffen. MediVoice ist dabei so konzipiert, dass es nach den individuellen Regeln der Praxis ein Gespräch mit den Anrufenden in vertrauter, natürlicher Sprache führt. Dabei bearbeitet MediVoice so viele Anliegen wie möglich autonom, das heißt ohne Nacharbeit des Praxisteams. So können wir unserer Vision gerecht werden und gleichzeitig den Praxen und Patient:innen einen echten Mehrwert bieten.

Wir wissen: „Revolution“ ist ein großes Wort, aber genau dies bekommen wir von unseren Kunden oft zu hören, wenn sie über die Veränderungen in ihrer Praxisorganisation durch MediVoice sprechen. Dieses Feedback zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere Vision in Teilen bereits Wirklichkeit wird.     

MediVoice wird als revolutionäres Tool für Praxistelefone beschrieben. Wer ist die Hauptzielgruppe von Mediform, und wie adressieren Sie deren spezifische Bedürfnisse?

Jochen Krause: Die Hauptzielgruppe von MediVoice sind ambulante Gesundheitsdienstleister, darunter Praxen, Praxisnetze sowie Medizinische Versorgungszentren (MVZs). MediVoice wird in Zusammenarbeit mit Ärzt:innen und MFAs entwickelt, um die spezifischen Bedürfnisse dieser Zielgruppe zu erfüllen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Praxisteams von 80 Prozent der Aufgaben für die Terminvergabe und weiteren Anliegen der Patient:innen zu entlasten.

Wir waren etwas überrascht, dass die Praxisteams nicht nur die Zeitersparnis schätzen, sondern die Entlastung vom ständigen Klingeln des Telefons als eine große qualitative Verbesserung des Arbeitsalltags empfinden. Wir arbeiten für jede medizinische Fachrichtung mit einigen wenigen Pilotpraxen sehr eng zusammen, um die fachspezifischen Anforderungen in MediVoice abzubilden.

In diesen engen Kooperationen stellen die Praxen auch sicher, dass Patient:innen ebenfalls profitieren: einerseits von der verbesserten Erreichbarkeit der Praxis, da sie die Praxis rund um die Uhr telefonisch erreichen können. Andererseits ist es aber auch wichtig, die KI gezielt für die Anliegen der Patientinnen und Patienten zu verbessern — dies funktioniert nur in Zusammenarbeit mit den Praxen, welche letztendlich die fachliche Kompetenz einbringen.

Welche Herausforderungen mussten Sie überwinden, um KI in den sensiblen Bereich der medizinischen Praxisabläufe zu integrieren, und wie haben Sie diese gemeistert?

Daniel Kämmerer: Dabei sind zum einen die Themen Sicherheit und Datenschutz zu nennen, die aus rechtlicher Sicht und auch für die Akzeptanz unabdingbar sind. Dabei setzen wir auf die vollständige Anonymisierung von personenbezogenen Daten und verstärkt auch auf den Einsatz von uns selbst trainierter und bereitgestellter KI-Modelle.

Zum anderen ist die KI-basierte Kommunikation natürlich auch nicht mit statisch vorgegeben Workflows zu vergleichen. KI-Modelle bieten viel mehr Flexibilität und können somit viel mehr Komplexität bei den Anliegen abfangen. Allerdings kommt es auch in seltenen Fällen zu Missverständnissen oder auch Halluzinationen. Wir arbeiten daran, diese bereits während des Gesprächs zu erkennen und dann entweder das Gespräch wieder in die richtige Bahn zu lenken oder den Anrufenden zu bitten, noch einmal anzurufen. 

Insgesamt erleben wir eine sehr hohe Akzeptanz des KI-basierten Systems, da es sehr schnell Entlastung schafft und auch der Handlungsdruck durch die fehlenden Fachkräfte immens ist.

MediVoice ermöglicht es, Anliegen der Patient:innen autonom zu bearbeiten. Was macht diesen Ansatz einzigartig im Vergleich zu anderen Lösungen auf dem Markt?

Daniel Kämmerer: MediVoice erledigt Arbeit und türmt sie nicht nur an anderer Stelle wieder auf. Dadurch sticht unsere KI-basierte Sprachassistenz deutlich von jenen Telefonassistenten hervor, die oft nur vorprogrammierte Antworten liefern können oder im Wesentlichen ein smarter Anrufbeantworter sind. Auch von anderen KI-gestützten Systemen unterscheiden wir uns: Wir sind komplett auf den medizinischen Markt fokussiert.

Mit MediVoice wird fachgebietsspezifische Logik direkt mitgeliefert – nur noch die wirklich praxisspezifischen Themen müssen konfiguriert werden. Dabei setzen wir in großen Teilen auf Konfiguration in natürlicher Sprache, was die Pflege des Systems um Größenordnungen erleichtert.

Entscheidend ist jedoch der hohe Anteil der von MediVoice wirklich autonom erledigter Aufgaben: In natürlicher Sprache einen Dialog führen und komplexe Anfragen von Anfang bis Ende zu erledigen. Sprich: ohne die Notwendigkeit der manuellen Nachbearbeitung. Ein Beispiel dafür ist die Terminbuchung: Die Patient:innen sprechen in gewohnter Sprache mit MediVoice und buchen einen Termin – dieser erscheint dann direkt im Kalender der Ärztin bzw. des Arztes. Dabei berücksichtigt MediVoice die individuellen Regeln und Präferenzen der Praxen. Durch die Autonomie wird messbar Zeit eingespart und das Praxisteam spürbar entlastet.

Welche weiteren Entwicklungen und Innovationen plant Mediform in der kommenden Zeit einzuführen?

Daniel Kämmerer: Primär arbeiten wir daran, den Autonomiegrad des Telefonassistenten weiter zu erhöhen, da dies den Praxen am meisten weiterhilft. Dabei sind wir aber nicht ganz unabhängig von den Herstellern von Praxisverwaltungssystemen (PVS). Auch hier ein Beispiel: Für viele Fachrichtungen, insbesondere im Bereich der Allgemeinmedizin, ist die Rezepterstellung ein großer Aufwandstreiber. Um diesen Prozess weiter zu automatisieren, benötigen wir eine effiziente Schnittstelle zum PVS.

Dieser Markt ist aktuell leider sehr fragmentiert. Allerdings gibt es viele Anzeichen dafür, dass sich der Markt sehr bald signifikant konsolidieren wird. Neue Player steigen in den Markt ein und setzen dabei auf Cloud, moderne Schnittstellen sowie die Erkenntnis, dass sie nicht alles selbst entwickeln müssen – und damit wiederum auf Kooperation. Hier sehen wir uns auf einem guten Weg.

Wie sammelt und nutzt Mediform Feedback von den beteiligten Arztpraxen und medizinischen Versorgungszentren, um MediVoice kontinuierlich zu verbessern?

Jochen Krause: Das Feedback unserer Kunden und Systemhauspartner:innen ist für uns von entscheidender Bedeutung. Wir schon am Anfang gesagt, haben wir das System seit der Idee mit Ärztinnen und Ärzten entwickelt. 

Unsere Kunden können uns gesprächsbezogenes Feedback direkt in der MediVoice Anwendung geben. Bei der Bewertung ist es uns immer wichtig, dass wir den größten Nutzen für unsere gesamte Community erzielen. Das ist die wesentliche Leitlinie bei der Priorisierung des Feedbacks. Darüber hinaus sind wir auch immer offen für das persönliche Gespräch und dafür nehmen wir uns auch die Zeit.

Wie finanziert sich Mediform, und gibt es Pläne, das Geschäftsmodell in Zukunft zu erweitern oder zu ändern?

Jochen Krause: Wir haben die Seed- und die Early-Stage-Phase komplett selbst finanziert. Durch die hohe Nachfrage werden wir allerdings schnell skalieren müssen und dafür setzen wir nach den aktuellen Plänen auf eine Serie A Funding.     

Bezüglich der adressierbaren Märkte wollen wir weiter primär auf den ambulanten Bereich setzen. Wir konnten aber bereits zeigen, dass sich weitere europäische Sprachen sehr gut mit MediVoice abdecken lassen, hier sehen wir ein sehr großes Potential.

Wie hat der Standort Karlsruhe und dessen Technologie-Ökosystem die Entwicklung von Mediform beeinflusst?

Jochen Krause: Für uns ist das Karlsruher Institut für Technologie von entscheidender Bedeutung. Viele unserer Entwickler:innen kommen von dort und sind bereits hervorragend ausgebildet. Ich habe meine Wurzeln ebenfalls im KIT – somit schätzen wir den hiesigen Fokus auf Innovation und tiefgreifendes Technikverständnis, welches in der Region aktiv gefördert wird. Genau aus diesem Grund haben wir ein so starkes und kompetentes Team aufgebaut, welches in der Lage ist, innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

Welche zwei Ratschläge würden Sie anderen Gründer:innen im Bereich HealthTech geben, basierend auf Ihrer Erfahrung mit der Entwicklung von MediVoice?

Jochen Krause: Bringt einen langen Atem mit und sucht so früh wie möglich nach Kooperationen und Partner:innen. 

Daniel Kämmerer: Setzt auf ein Problem, dessen Lösung einen wirklichen Mehrwert bringt und versucht das in einem großen Maßstab zu validieren. Überprüft so früh wie möglich die Willingness-To-Pay für Eure Lösung.

Wie misst Mediform den Erfolg von MediVoice und welches Feedback haben Sie aus der Pilotphase im OCU PRO Augenärzte MVZ in Bad Kreuznach erhalten?

Jochen Krause: Neben den hohen technischen Standards, die wir selbst an MediVoice stellen, gibt es natürlich einen zentralen KPI: Die Zufriedenheit unserer Kunden sowie deren Begeisterung, die zu Weiterempfehlung und Word-of-Mouth in der Fachkolleg:innenschaft führen. Grundsätzlich lassen wir uns am Autonomiegrad der Software messen.

Dieser Anspruch spiegelt sich nun auch im Feedback des OCU PRO Augenärzte MVZ in Bad Kreuznach wider. Dr. Thomas Tyrtania, Augenarzt und Geschäftsführer, berichtete uns: „Bis vor Kurzem klingelte in unserer Praxis pausenlos das Telefon. Inzwischen hebt dieses hier niemand mehr ab, das übernimmt die KI-basierte Sprachassistenz. Für die Praxis ist das ein Gamechanger, da die KI genau das tut, wofür sie gedacht ist: Uns Arbeit abnehmen, für die ich nur schwer qualifiziertes Personal finde“.
Ein tolles Feedback und vor allem weiterer Ansporn für uns, an den Zielen und Visionen hinsichtlich der Revolution des Praxismanagements festzuhalten und kontinuierlich weiterzuarbeiten. 

Wir bedanken uns bei Jochen Krause für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Ein Familiengeheimnis in jedem Tropfen

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birkholz

BIRKHOLZ ist ein Familienunternehmen, das sich auf die Herstellung einzigartiger, personalisierter Parfüms spezialisiert hat, um seinen Kunden unvergessliche Dufterlebnisse zu bieten

Könnten Sie uns einen Einblick in die Entstehungsgeschichte von BIRKHOLZ geben und vorstellen, wer die Schlüsselpersonen hinter dem Unternehmen sind?

Seitdem ich denken kann ist meine Familie, besonders mein Vater Nasyr sehr interessiert an Düften gewesen, sodass diese Begeisterung von klein auf an mich übertragen wurde. Oft haben wir innerhalb unserer Familie darüber gesprochen, Ideen gesammelt und waren immer verbunden mit diesem einem Traum etwas zu schaffen, was es so in Deutschland noch nicht gibt. Im November 2017 haben wir dann endlich den Schritt gewagt und unsere Parfummanufaktur gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat unvergessliche Dufterlebnisse zu schaffen.

Jeder unserer Mitarbeiter ist meiner Meinung nach eine Schlüsselperson, da alle täglich ihr Bestes geben unsere gemeinsame Vision voranzutreiben. Mein Vater Nasyr, meine Mutter Katrin, mein Bruder Sven und ich bieten jedoch immer eine Anlaufstelle für alle Mitarbeiter aus den verschiedensten Unternehmensbereichen an.

Was ist die Vision von BIRKHOLZ für die Zukunft der Parfümindustrie, und welche Strategien verfolgen Sie, um diese Vision zu verwirklichen?

Unsere Vision ist es und war es schon immer ein unvergleichliches Dufterlebnis zu schaffen. Jeder Kunde ist für uns einzigartig, weswegen wir unsere Düfte auch so konzipieren, dass sie die Besonderheiten des Charakters eines jeden Menschen unterstreichen. Das Feedback unserer Kunden nutzen wir dann, um unsere Strategien zu entwickeln und auszubauen. Zum Beispiel die Möglichkeit Düfte zu personalisieren oder gar ganz neue Produktentwicklungen, werden oft auf Grundlage von Kundenfeedback ins Leben gerufen. Éine transparente und regionale Produktion unserer Düfte in unserer Hauseigenen Manufaktur, die Nahbarkeit eines Familienunternehmens und natürlich ein sehr hoher Qualitätsstandard heben uns ebenfalls von anderen Parfumhäusern ab. 

Wer genau ist Ihre Zielgruppe, und wie gehen Sie darauf ein, um deren spezifische Bedürfnisse im Bereich Düfte zu erfüllen?

Wir sprechen mittlerweile die verschiedensten Zielgruppen an, da wir versuchen für alle einen passenden Ort in unserer Duftwelt zu kreieren und Menschen im Gesamten näher an Nischendüfte heranzubringen. Jede unserer Kollektionen ist passend für einen bestimmtem Geschmack, Lebensstil und Charakter. Während Dufteinsteiger gerne in der Classic Collection fündig werden, so kommen Nischenduftprofis bei unserer French Collection oder Black Collection voll auf ihre Kosten. 

Mit welchen Herausforderungen sieht sich BIRKHOLZ derzeit konfrontiert, und welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diese zu bewältigen?

Wie jedes andere Unternehmen haben natürlich auch wir manchmal Herausforderungen, mit denen wir zurechtkommen müssen. Die Preise für Rohmaterialen sind bekanntermaßen weltweit gestiegen – dieses Problem umgehen wir jedoch, da wir eine fast 100%ige In-House Lieferkette haben. Da Nischendüfte vermehrt an Bedeutung hinzugewinnen, wollen viele Hersteller auf den Zug aufspringen, liefern jedoch kein durchdachtes Konzept oder Qualitätsstandards. Unser Ansatz hingegen beruht auf genau dem Gegenteil, was uns ermöglicht den Erwartungen unserer Kunden gerecht zu werden und den wachsenden Markt für Nischendüfte nachhaltig zu prägen.

Was macht BIRKHOLZ im hart umkämpften Parfümmarkt einzigartig, und wie heben Sie sich von Ihren Mitbewerbern ab?

Als größte deutsche Nischenduftmarke hat Birkholz seine internationale Präsenz seit letztem Jahr stark ausgebaut und ist nun in mehr als 30 Ländern vertreten, wobei unser Netzwerk an Standorten kontinuierlich wächst. Neben der regionalen Produktion in unserer hauseigenen Parfummanufaktur, heben wir uns ebenfalls durch unseren sehr nahen Kundenkontakt ab. Bei uns kann man unter anderem, Duftreisen buchen und so sein ganz individuelles Parfum vor Ort in Kleinmachnow kreieren. Damit nehmen wir unsere Kunden in unsere Birkholz Familie auf und bieten ihnen ein unvergleichliches Erlebnis Des Weiteren nehme ich unsere Social Media Follower auf unseren Reisen mit, sodass sie die Entwicklung von Birkholz hautnah miterleben können.

Können Sie uns von einer speziellen Duftkreation erzählen, die die Philosophie von BIRKHOLZ besonders gut widerspiegelt?

Jede Duftkreation ist besonders auf ihre eigene Art und Weise und entsteht aus unterschiedlichen Inspirationen heraus. Ich denke, dass unsere Duftkreationen im Gesamten die Philosophie von Birkholz widerspiegeln, da sie eben die unterschiedlichsten Geschmäcker ansprechen.

Besonders aber unsere neuste French Collection zeigt, wie viel Zeit, Energie und Kreativität in die Kreation eines jeden Duftes involviert ist. Diese Kollektion ist genau wie die Italian Collection inspiriert von meinen Reisen durch Europa und fängt daher die Essenz verschiedener europäischer Kulturen ein. Jeder Duft der French Collection ist sorgfältig ausgearbeitet, um nicht nur eine spezifische Landschaft oder Stadt zu repräsentieren, sondern auch um die einzigartigen Emotionen und Atmosphären einzufangen, die ich dort erfahren habe. Diese Kollektion verkörpert somit perfekt unsere Philosophie der Individualität und der kulturellen Inspirationen, die Birkholz in jeder seiner Duftkreationen anstrebt.

Müsste ich mich jedoch für einen Duft entscheiden, so wäre dies der Berlin Soul aus der Classic Collection. Das war der erste Duft, den ich kreiert habe und er bleibt für mich immer eine Hommage an meine Heimatstadt Berlin und meine Familie. 

Wie integriert BIRKHOLZ Kundenfeedback in den Prozess der Duftentwicklung, um eine stärkere Bindung zur Zielgruppe zu schaffen?

Wir sammeln besonders viele Kundenmeinungen- und Vorlieben über unsere Social Media Kanäle und sind dort grundsätzlich sehr viel im persönlichen Austausch mit unseren Kunden. Gerne nehmen wir uns die Zeit und antworten auf alle Nachrichten, die wir erhalten – damit lernen wir unsere Kunden besser kennen und stärken das Gefühl der Zugehörigkeit zu der Marke Birkholz. In Vergangenheit haben wir ebenso unsere Kunden mithilfe von Umfragen und Bewertungen in unsere Duftentwicklung involviert. Auch sammeln wir regelmäßig Kundenfeedback auf unseren Kundenevents und lernen immer wieder über die Vorlieben und Wünsche dazu. 

Welche neuen Entwicklungen oder Erweiterungen plant BIRKHOLZ für die nahe Zukunft, und wie wird dies das Kundenerlebnis beeinflussen?

Ich persönlich bin natürlich immer dabei, neue Duftkreationen zu entwickeln und lasse mich auf jeder meiner Reisen durch Deutschland, Europa und der ganzen Welt anregen zur Entwicklung innovativen Kombinationen. Neben einigen neuen Düften planen wir in diesem Jahr auch einen ganz besonderen Launch, der sehr viele Kunden glücklich machen wird – was es aber genau ist, verrate ich noch nicht. 

Inwiefern spielt Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung und Unternehmensstrategie von BIRKHOLZ eine Rolle?

Nachhaltigkeit hat natürlich einen hohen Stellenwert innerhalb unseres Unternehmens. Wir legen großen Wert darauf umweltfreundliche Praktiken in allen Bereichen zu integrieren – von der Beschaffung der Rohstoffe, Verzicht auf Plastik bei der Verpackung, bis hin zu unseren täglichen Büroabläufen. In Zukunft möchten wir auch mehr in die Entwicklung von noch nachhaltigeren Produktlösungen investieren um z.B alternative Duftstoffe und Konservierungsmethoden auszubauen und zu implementieren.

Wie sieht BIRKHOLZ die Rolle von Innovation in der Parfümindustrie, und wie streben Sie danach, Innovator zu sein?

Ich möchte die Grenzen dessen, was in der Duftwelt möglich ist, stets erweitern und neu definieren. Sei es durch neue Duftkompositionen und Parfumentwicklungen, aber auch durch die Art und Weise, wie das Unternehmen nach außen tritt. Düfte gewinnen eben immer mehr an gesellschaftlichem Wert dazu, vor allem auch in Deutschland, weswegen es immer unser Ziel sein wird, Kunden zu ermöglichen ihre Persönlichkeit zu schärfen und ihr Auftreten durch den Perfekten Duft zu vervollständigen. Parfum ist für mich nicht nur reines Beautyprodukt, sondern ein Teil vom Lifestyle, weswegen ich immer versuche Düfte mit anderen Bereichen im Leben zu kombinieren.

Können Sie drei Ratschläge teilen, die Sie anderen Gründern auf deren Weg mitgeben würden, basierend auf Ihren eigenen Erfahrungen mit BIRKHOLZ?

Für mich steht und fällt alles mit Leidenschaft. Eine Vision zu haben ist sehr wichtig, diese muss aber immer getragen werden von einer tiefen Passion für das Produkt oder der Dienstleistung.

Ich würde ebenfalls immer raten die Kundenorientierung zu priorisieren, denn nur das führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit, was wiederum für nachhaltiges Wachstum sorgt. 

Schlussendlich sollte man als Gründer immer flexibel und anpassungsfähig bleiben um sich den Bedürfnissen des Marktes anzupassen – unsere heutige Welt ist zu schnelllebig, um sich in festgefahrenen Strukturen zu versteifen.  

Wie messen Sie den Erfolg bei BIRKHOLZ, und welche Ziele haben Sie sich für das nächste Jahr gesetzt?

Neben den finanziellen Maßstäben des Wachstums, die für ein Unternehmen natürlich wichtig sind, sind für uns aber auch ganz andere Aspekte von Bedeutung. Zum Beispiel betrachten wir die Rate neuer und verbesserter Produkte als wesentlichen Erfolgsindikator. Auch ein stets wachsendes Team und die Mitarbeiterentwicklung sind uns besonders wichtig. Für das kommende Jahr möchten wir außerdem gerne unsere internationale Präsenz ausbauen und unsere Nachhaltigkeitsinitiativen stärken. 

Wir bedanken uns bei Philip Birkholz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: BIRKHOLZ

Kontakt:

BIRKHOLZ International GmbH

Albert-Einstein-Ring 46

D-14532 Kleinmachnow


www.birkholz-perfumes.com
service@birkholz-perfumes.com

Ansprechpartner:
Geschäftsführer Dipl. Ing. Nasyr Birkholz, Philip Birkholz, Sven Birkholz
 
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Grüner geht’s nicht: Wie dieses Start-up unsere Böden und das Klima rettet

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finizio

Finizio, ein innovatives Startup aus Eberswalde, stellt am 29. April in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ seine zukunftsweisenden Trockentoiletten und Recyclingdünger vor, die aus menschlichen Ausscheidungen fruchtbare Erde machen

Kannst du uns eine kurze Einführung in dein Startup geben? Wer seid ihr als Gründer?

Finizio ist eine visionäre Crew aus Eberswalde, die nicht nur redet, sondern macht! Wir verkaufen zukunftsweisende Trockentoiletten und die dazugehörigen Recyclingsysteme – wir machen aus menschlichen Ausscheidungen fruchtbare Erde und schließen damit den Kreis von der Toilette aufs Feld.

In welcher Branche ist dein Startup tätig und was ist dein Kernprodukt ?

Finizio ist in vielen Branchen zu Hause – das ist nicht verwunderlich, denn wir haben uns das Wort „Kreislauf“ in Großbuchstaben auf die Fahne geschrieben. Unsere Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Sanitärtechnik für Großveranstaltungen sowie öffentliche Toiletten für Stadtparks oder Tourismusgebiete. Wir haben verschiedenste Trockentoiletten für spezifische Anwendungsbereiche entwickelt, die flüssige und feste Ausscheidungen direkt an der Quelle getrennt sammeln und damit unsere Kern-Dienstleistung möglich machen: Das Aufbereiten von menschlichen Ausscheidungen zu qualitätsgesicherten Recyclingdüngern.

Unsere Recyclingdünger heißen H.I.T. (Humusdünger aus Inhalten aus Trockentoiletten) und F.I.T. (Flüssigdünger aus Inhalten aus Trockentoiletten). 

Wie und wann ist die Idee für dein Startup entstanden? Gab es ein spezifisches Problem oder eine Marktlücke, die du adressieren wolltest?

Die Fruchtbarkeit unserer Böden definiert die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Unsere landwirtschaftlichen Böden verlieren zunehmend an Fruchtbarkeit und wir belasten unser Klima mit tonnenweise CO2, weil wir unter hohem Energie- und Ressourceneinsatz künstliche Düngemittel für die Landwirtschaft herstellen und daraufhin die Nährstoffe in unseren Ausscheidungen in Klärwerken energieaufwendig vernichten. Dieses Ressourcen-Feuerwerk wurde Finizio Gründer Florian Augustin 2012 während seines Forstwissenschaftsstudiums bewusst. Der Gedanke faszinierte ihn, dass im Umgang mit unseren eigenen Ausscheidungen ein riesiger Hebel für die drängendsten Probleme unserer Zeit liegt:

Ernährungssicherheit, Klimaschutz, Ressourcenaufbau – das alles steckt in unserem täglich Kot. 

Mit einer wasserlosen Toilette sparen wir ein Drittel des häuslichen Wasserverbrauchs. 33 von 100 L Wasser, das wir in Deutschland verbrauchen, spülen wir die Toilette herunter. Trockentoiletten sind unsere Antwort auf zunehmende Wasserknappheit. Hier stehen wir im Produktdesign noch weit am Anfang. Wir haben uns auf den Weg gemacht, wasserlose Toiletten zu entwickeln, die das WC in puncto Komfort, Hygiene und Ästhetik übertreffen.

Aus den Ausscheidungen produzieren wir qualitätsgesicherte Recyclingdünger. Ergebnis sind ein flüssiges Nährstoffkonzentrat und ein feinkrümeliger Humusdünger. Allein in Deutschland könnten 25 % der eingesetzten künstlichen Düngemittel mit unseren Recyclingdüngern ersetzt werden. Das spart enorme Mengen an Energie bei der Herstellung von Düngemitteln! Und nicht nur das: wenn weniger Ausscheidungen in die Kläranlagen gelangen, müssten diese signifikant weniger Energie zur Eliminierung der Nährstoffe aufwenden – zurzeit verbraucht Deutschland für Kläranlagen die Energie eines mittelgroßen Kohlekraftwerkes. Richtig, Deutschland verbraucht Strom um Nährstoffe zu vernichten, die vorher mit noch viel mehr Strom künstlich hergestellt wurden. So viel zum Klimaschutz.

Jetzt zu Ernährungssicherheit und Ressourcenaufbau: Der Humusdünger, den wir aus den festen Ausscheidungen herstellen, ist ein wahres Multitalent auf dem Acker. Er bindet einerseits CO2 und speichert es im Boden, eine sogenannte CO2-negative Technologie. Gleichzeitig erhöht Humus die Nährstoff- und Wasserhaltekapazität des Bodens. In Zeiten von Starkregen und Dürre ein unverzichtbarer Bestandteil für die Landwirtschaft. Darüber hinaus belasten künstlich hergestellte Düngemittel die Umwelt und sind teilweise nur in wenigen Ländern in endlichen Bergwerken zu finden.

Leider sind Inhalte aus Trockentoiletten  zurzeit noch kein zugelassener Ausgangsstoff für Düngemittel : Weder  das Recycling noch die Ausbringung unserer  Recyclingdünger sindstand heute legal.. Das bedeutet, dass wir seit der Gründung von Finizio viel politische und wissenschaftliche Pionierarbeit leisten, um die notwendige Legalisierung voranzutreiben.

Was macht dein Produkt im Vergleich zu bestehenden Lösungen einzigartig? Welche innovativen Technologien oder Ansätze verwendest du?

Mit unseren Humussphären, den mobilen Trockentoiletten für Großveranstaltungen, bieten wir Besucher:innen schon auf den ersten Blick und die erste Nase ein viel angenehmeres Toilettenerlebnis, als Chemietoiletten es jemals könnten. Dazu haben wir mit der Humussphäre ein massentaugliches System für Großveranstaltungen entwickelt. Sie beweist maximale Funktionalität, auch bei extrem hoher Nutzungsfrequenz, unter anderem, weil sie weder Zu- noch Abwasser braucht.

Auch in Sachen Ressourcen- und Transporteffizienz hat sie alle anderen Veranstaltungstoiletten überholt: Auf der Ladefläche, wo sechs Chemietoilettenkabinen transportiert werden, können wir bis zu 60 unserer falt- und stapelbaren Toiletten auf- und abladen. 

Insgesamt ermöglichen alle unserer Toilettenmodelle – für Veranstaltungen, für den öffentlichen Raum und für Privathaushalte – eine Insellösung für Orte ohne Wasser- und Kanalisationsanschluss. 

Und wir sind die einzigen in der Branche, die keinen Sch*** erzählen: Finizio bietet bis jetzt den einzigen echten und legalen* Recyclingservice in ganz Deutschland (*Sondergenehmigung zu Forschungs- und Versuchszwecken). Wir stellen sicher, dass die gesammelten wertvollen Ausscheidungen zu uns auf die Recyclinganlage gelangen, zu qualitätsgesichertem Humusdünger aufbereitet werden, um dann im Rahmen von Feldversuchen wieder in die Landwirtschaft eingebracht werden. 

Was ist die langfristige Vision deines Startups? Welche spezifischen Ziele willst du in den nächsten 1-5 Jahren erreichen?

Die langfristige Vision von Finizio ist es, bis 2050 1.000.000 Tonnen Humusdünger aus Inhalten von Trockentoiletten  (H.I.T.) zu produzieren. Das ist ambitioniert, denn von 2019 bis Anfang 2024 haben wir bisher bescheidene 400 Tonnen H.I.T. auf unserer Pilotanlage hervorgebracht. Um Langeweile müssen wir uns bis 2050 also keine Sorgen machen.  In den nächsten 5 Jahren möchten wir das Ziel der Legalisierung und düngerechtlichen Zulassung unserer Recyclingdünger erreicht haben, damit wir dann in ein exponentielles Wachstum der Humusgewinnung einsteigen können.

Warum habst du dich entschieden, bei „Die Höhle der Löwen“ zu pitchen? Welche Aspekte deines Startups möchtest du besonders hervorheben, um die Investoren zu überzeugen?

Weil es eine Riesenchance ist, eine bahnbrechende Finanzierung an Land zu ziehen und gleichzeitig unserer Pionierarbeit die öffentliche Bühne zu bieten, die sie verdient hat. In unserer Gesellschaft sind Ausscheidungen ein Tabuthema und der Anbau von Lebensmitteln mit qualitätsgesicherten Recyclingdüngern aus Inhalten aus Trockentoiletten erfordert ein Umdenken in den Köpfen. Die Höhle der Löwen ist mit Abstand der größte mediale Auftritt, den wir uns bisher zugetraut haben und wir sind sehr gespannt auf die Resonanz aus der Mitte der Gesellschaft. 

Die häufigsten Buh-Rufe werden sein: „Was ist mit den Drogen, Medikamenten und Krankheitserregern, die Ihr aufs Feld schleudert?!“ Wir hoffen sehr, dass sich diese Menschen wenige Sekunden Zeit nehmen und auf unserer Webseite nachlesen, dass wir hierfür höchst effektive Technologien an den Start bringen. Vom Ende des Nährstoffkreislaufs auf der Toilette bis zum Anfang eines nachhaltigen Lebensmittelanbaus auf dem Feld ist es ein weiter Weg der Schadstoffeliminierung, Nährstoffstabilisierung und Qualitätssicherung.

Für diesen Weg stehen wir mit unserem Namen: Finizio besteht aus den italienischen Worten für Ende und Anfang: Fine und Inizio. Wir schließen den Kreis von der Toilette zum Feld – sicher, hygienisch und komfortabel. 

Florian Augustin präsentiert mit „finizio“ Trockentoiletten und Recyclingsysteme. Er erhofft sich ein Investment von 500.000 Euro für 8 Prozent der Firmenanteile. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Welche Art von Unterstützung oder Investition erhoffst du dir durch die Show? Wie planst du die Investition oder die Expertise der Löwen zu nutzen?

Wir brauchen Kapital, um einerseits noch mehr Forschung- und Entwicklung zu betreiben und gleichzeitig mit unseren bereits rentablen Produkten und Dienstleistungen tiefer in die Märkte vorzudringen. Hier sehen wir nicht nur finanzielle Unterstützung in Form von Eigenkapital, sondern die unternehmerischen Erfahrungswerte und Netzwerke der Löwen als enormes Potenzial.   

Wie sieht dein Fahrplan für die Entwicklung des Startups nach „Die Höhle der Löwen“ aus? Gibt es bereits konkrete Pläne für Expansion, Skalierung oder neue Produkte?

Wir haben ein Ziel: So viel Humusdünger zu produzieren und auf den Acker zu bringen, wie nur geht. Deshalb haben wir uns als gesamte Crew bewusst dazu entschieden, zu wachsen. Was uns dabei besonders motiviert, ist, dass unser Wachstum tatsächlich mehr positiven Impact in der Welt ermöglicht. Wir skalieren in den nächsten Jahren einerseits das Front-End unseres Unternehmens: Unsere Toiletten. Auf Großveranstaltungen wollen wir zum Standard werden.

Durch unsere Produktdiversifizierung gehören zahlreiche Klein- und Großstädte in ganz Deutschland zu unseren Kunden, die unsere autarken und barrierearmen öffentlichen Toiletten nutzen. Dieses Jahr beginnen wir außerdem damit, Mehr-Etagen-Wohnhäuser für Trockentoiletten zu erschließen und die Sanitärwende in Privathaushalten voranzubringen. Ermöglicht wird dies durch unsere aller neueste Entwicklung: Floop – die Rohrposttoilette. Diese formschöne Keramikschüssel wird ein Game Changer, wenn es darum geht, der Menschheit einen positiven Handabdruck auf diesem Planeten zu ermöglichen.

Das Back-End von Finizio befindet sich ebenfalls in einer hochspannenden Entwicklungsphase: Gemeinsam mit dem Forschungsprojekt zirkulierBAR und den Kreiswerken Barnim forschen wir in Eberswalde an einer Blaupause für eine skalierbare Recyclinganlage für Inhalte aus Trockentoiletten. Wir wollen nicht nur dem WC das „W“ abgraben, sondern das Klärwerk zum Humuswerk transformieren. Das für uns wichtigste Modul dieser Anlage ist das von uns entwickelte Humusregal. Dabei handelt es sich um ein mehrstöckiges Schwerlastregal, in dem computergesteuerte Maschinen die Humusgewinnung vollautomatisiert durchführen. Das Humusregal wird im Juni 2024 in Betrieb genommen.

Was sind die wichtigsten Lektionen, die du auf dem Weg als Gründer gelernt habst?

Unkonventionelle Ideen brauchen sehr viel Mut, Durchhaltevermögen und Risikobereitschaft. Wir wurden zu Beginn unserer Gründung von manchen Umweltämtern regelrecht kriminalisiert. Heute ist unsere Recyclinganlage in Eberswalde ein Leuchtturm der Kreislaufwirtschaft von überregionaler Bedeutung. Dafür braucht es viel Streben nach Qualität und gründlicher Analytik. Wenn du etwas Neues tust, dann muss es drei Mal besser sein, als der Status Quo, um von der Gesellschaft – und erst recht von Behörden – akzeptiert zu werden. Diese Herausforderung haben wir angenommen und kämpfen weiterhin Tag für Tag. Und irgendwann ist Land in Sicht.

Welche Tipps würdest du anderen Gründern geben, die in der Startup-Welt Fuß fassen möchten?

If you don’t have venture capital, make some lemonade. Warte nicht auf Perfektion deiner Produkte in deiner Bastelstube, sondern entwickle gemeinsam mit deinen Kunden ein perfektes Produkt für die Praxisbedingungen am Markt.

Bild: Florian Augustin präsentiert mit „finizio“ Trockentoiletten und Recyclingsysteme. Er erhofft sich ein Investment von 500.000 Euro für 8 Prozent der Firmenanteile.
Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie finizio am 29. April 2024 in #DHDL

Wir bedanken uns bei Florian Augustin für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Die unsichtbare Grenze: Eine App, die Schutzzonen neu definiert

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CannaRadius

CannaRadius ist ein innovatives Unternehmen, das eine Plattform entwickelt hat, um den legalen Umgang mit Cannabis durch digitale Schutzzonenmessungen zu erleichtern und gleichzeitig den Kinder- und Jugendschutz zu unterstützen

Könnten Sie uns zu Beginn etwas über die Entstehung von CannaRadius erzählen und wer die treibenden Kräfte in Ihrem Team sind?

Entstanden ist CannaRadius aus der Vision unseres Teams zur Schaffung einer sicheren und informativen Plattform für den legalen Umgang mit Cannabis. Den Argumenten der Opposition, dass eine Messung „mit Zollstöcken“ nicht praktikabel sei, steht unsere Softwarelösung gegenüber, die diese Messungen kostenlos, digital und immer griffbereit innerhalb einer App ermöglicht.

Unser gemeinsames Ziel ist die Vereinfachung der Handhabung von Schutzzonen zur Unterstützung des Kinder- und Jugendschutzes im Zusammenhang mit dem neuen Cannabisgesetz. Unsere Expertise umfasst die Bereiche Softwareentwicklung, rechtliche Compliance und Business Development.

Wie passt die Vision von CannaRadius in das aktuelle gesetzliche Umfeld der Cannabis-Legalisierung in Deutschland?

Wir haben zwei sehr heterogene Zielgruppen: Auf der einen Seite verantwortungsbewusste Cannabiskonsumenten und auf der anderen Seite gesetzesbewusste Bürgerinnen und Bürger, die den Jugendschutz stärken wollen. Unsere Plattform ist darauf ausgerichtet, beide Gruppen gleichermaßen zu unterstützen und ihnen ein sicheres und informatives Umfeld in einem sich ständig ändernden rechtlichen Umfeld zu bieten. Wir verstehen die Bedeutung der Rechtskonformität und verpflichten uns, dass unsere Plattform den höchsten Standards in Bezug auf Datenschutz, Transparenz und Sicherheit entspricht.

Inwiefern hilft Ihre App, die Bedürfnisse von Verbrauchern und gleichzeitig die Anforderungen des Jugendschutzes zu erfüllen?

Verbraucher und Jugendschützer haben ein gemeinsames Interesse: Den Konsum von Cannabis vor Kindern und Jugendlichen verhindern. Wir haben das passende Werkzeug: CannaRadius liefert Echtzeitinformationen zu relevanten Schutzzonen in der Nähe von Schulen, Kinder- & Jugendeinrichtungen, Kinderspielplätzen u.v.m. und bietet Verbrauchern Orientierung und Bürgern Sicherheit. Grundsätzlich sind wir auch für neue Kooperationen mit Verbänden und Vereinen der Stakeholder sehr offen.

Welche technischen oder rechtlichen Herausforderungen sind Ihnen bei der Entwicklung von CannaRadius begegnet und wie haben Sie diese gelöst?

Die Herausforderungen während der Entwicklung von CannaRadius waren vielfältig und anspruchsvoll. Zunächst waren wir mit der sich ständig wandelnden Dynamik der Cannabis-Legalisierung in Deutschland konfrontiert. Diese kontinuierlichen gesetzlichen Veränderungen erforderten eine agile Anpassung unserer Plattform, um den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden.

Ein weiteres Schlüsselthema ist die Gewährleistung eines robusten Datenschutzes. Angesichts des sensiblen Themas Cannabis ist der Schutz der Privatsphäre unserer Nutzer von größter Bedeutung. Darüber hinaus stellt die Bereitstellung und Pflege von Informationen und Standorten gemäß den aktuellen gesetzlichen Anforderungen eine große Herausforderung dar. Ein effizientes Prozessmanagement ermöglicht es uns, Gesetzesänderungen zeitnah zu erfassen und in unsere Plattform zu integrieren.

Was unterscheidet CannaRadius von anderen Apps auf dem Markt, die sich mit Cannabis-Konsum beschäftigen?

CannaRadius bietet eine umfassende Abdeckung von Schutzzonen, die Möglichkeit Zertifikate zu exportieren, gesetzlich relevante Informationen zu erhalten und den Benutzer in sichere Bereiche zu navigieren. Wir haben nicht nur Fußgängerzonen und militärische Gebäude integriert, um unseren Nutzern jederzeit relevante Ergebnisse zu liefern, sondern bieten auch die Möglichkeit Ergebnisse als PDF-Zertifikat zu exportieren, das Auffinden von sicheren Bereichen über die eingebaute Suchfunktion und über die Navigation zu erleichtern. Dabei verzichten wir auf die Speicherung sensibler Kundendaten und störende In-App-Werbung. Die Standortfreigabe ist optional. Dies macht CannaRadius zu einer führenden Plattform für den verantwortungsvollen und professionellen Umgang mit Cannabis.

Welche neuen Funktionen oder Partnerschaften planen Sie für die Zukunft von CannaRadius?

Nützliche Funktionen und Verbesserungen an der App befinden sich in der Entwicklung und werden innerhalb der nächsten Updates veröffentlicht. Wir planen zurzeit eine Alarm-Funktion, welche die Schutzzonenerkennung mithilfe von Push-Benachrichtigungen revolutionieren wird. Alle Entwicklungen zielen darauf ab, das Nutzungserlebnis von CannaRadius zu verbessern und die Sicherheit der Nutzer zu erhöhen.

Wie sorgen Sie dafür, dass Ihre App stets aktuelle und präzise Daten liefert?

Um sicherzustellen, dass unsere App stets aktuelle und genaue Daten liefert, setzen wir auf die Nutzung von Open-Source-Daten von OpenStreetMap (OSM). Diese Daten werden täglich von einer engagierten Community gepflegt und aktualisiert. Auch wenn es durch Neueröffnungen oder Schließungen von Kitas oder Sportstätten zu natürlichen Fluktuationen kommen kann, bieten wir durch die stetig wachsende Community eine solide Datenbasis.

Für ein schnelles Ergebnis können Nutzerinnen und Nutzer fehlende Orte oder Aktualisierungen direkt in OpenStreetMap eintragen. So können unsere Nutzer aktiv dazu beitragen, die Genauigkeit und Aktualität der Datengrundlage zu verbessern.

Wie reagieren Sie auf Feedback von Nutzern und inwiefern beeinflusst dieses die Weiterentwicklung Ihrer App?

Wir schätzen das Feedback unserer Nutzer sehr und reagieren aktiv darauf. Jede Bewertung im App Store und jedes Feedback (via Social Media) wird von unserem Team ernst genommen und sorgfältig ausgewertet. Ideen und Verbesserungsvorschläge werden gesammelt und priorisiert, um sie in zukünftigen Updates umzusetzen.

Dieser kontinuierliche Dialog mit unseren Nutzern ist für uns von entscheidender Bedeutung, denn er ermöglicht es uns, die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Nutzer besser zu verstehen und darauf zu reagieren. Indem wir auf das Feedback unserer Nutzer eingehen und ihre Anliegen berücksichtigen, können wir sicherstellen, dass unsere Anwendung kontinuierlich weiterentwickelt wird und den Bedürfnissen unserer Nutzer bestmöglich entspricht. 

Wie stellen Sie sicher, dass die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt, insbesondere in Bezug auf Standortdaten?

Die Privatsphäre unserer Nutzer ist uns sehr wichtig. Für die Nutzung von CannaRadius ist deshalb keine Registrierung notwendig, sodass keine persönlichen Daten der Nutzer gespeichert werden. Eine Standortfreigabe ist optional. CannaRadius kann auch ohne Standortfreigabe, dank integrierter Suchfunktion und einer interaktiven Karte, uneingeschränkt genutzt werden. Wir verzichten bewusst auf die Anzeige störender In-App-Werbung.

Könnten Sie ein Beispiel nennen, wie Ihre App bereits einem Nutzer geholfen hat, sich rechtssicher zu verhalten?

Konkrete Beispiele, wie unsere App einem Nutzer geholfen hat, sich rechtssicher zu verhalten, sind vielfältig und spiegeln sich in den zahlreichen Bewertungen im App Store und dem Feedback auf unserem Instagram Kanal wieder. Oft berichten unsere Nutzer, dass sie durch die App eine gute Argumentationsgrundlage haben, wenn sie im Park mit negativen Reaktionen konfrontiert werden. Mit dem Zertifikat und der Karte können sie leicht nachweisen, dass sich keine Schule oder Kita in der Nähe befindet. So können sie lästige Diskussionen mit fundierten Argumenten beenden und rechtssicher handeln. 

Welche Bedeutung hat Innovation bei der Weiterentwicklung Ihrer Dienstleistungen?

Innovation spielt bei der Entwicklung unserer CannaRadius App eine entscheidende Rolle. Unser Ansatz ist es, unseren Nutzern ein technisch überlegenes Produkt anzubieten, das kostenlos und ohne lästige Registrierung verfügbar ist. Wir glauben fest daran, dass kontinuierliche Innovation und die Integration neuer Funktionen dazu beitragen, die langfristige Zufriedenheit unserer Nutzer zu gewährleisten.

Durch regelmäßige Updates stellen wir sicher, dass unsere App immer auf dem neuesten Stand ist und kontinuierlich verbessert wird. In den letzten 3 Monaten haben wir bereits mehr als 15 Builds im App Store veröffentlicht, um unsere Plattform zu optimieren. Diese kontinuierliche Aktualisierung ermöglicht es unseren Nutzern, immer von den neuesten Funktionen und Verbesserungen zu profitieren.

Abschließend, welche drei Ratschläge würden Sie anderen Startups geben, die in einem rechtlich komplexen Umfeld tätig sind?

Umfassende rechtliche Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass Sie von Anfang an eine solide rechtliche Grundlage für Ihr Startup schaffen. Das beinhaltet die Erstellung konservativer Datenschutzrichtlinien und Haftungsausschlüsse, die von erfahrenen Rechtsexperten überprüft werden sollten. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, potenzielle rechtliche Risiken zu minimieren und Ihr Unternehmen vor unerwarteten rechtlichen Herausforderungen zu schützen.

Aktive Überwachung rechtlicher Entwicklungen: Bleiben Sie stets über aktuelle rechtliche Entwicklungen in Ihrem Bereich informiert und passen Sie Ihre Geschäftspraktiken entsprechend an. Ein umfassendes Verständnis der geltenden Gesetze und Vorschriften kann dazu beitragen, rechtliche Fallstricke zu vermeiden und Ihr Unternehmen auf dem richtigen Kurs zu halten.

Aufbau eines starken Netzwerks: Knüpfen Sie Kontakte zu anderen Startups, Branchenexperten und Rechtsexperten, um sich über bewährte Praktiken auszutauschen und Unterstützung bei rechtlichen Fragen zu erhalten. Ein starkes Netzwerk kann Ihnen helfen, potenzielle Herausforderungen zu bewältigen und wertvolle Ressourcen für Ihr Unternehmen zu erschließen.

Vielen Dank für euer Interesse an unserer App und das nette Interview. Wir hoffen es hat euch gefallen und wir konnten eure wichtigsten Fragen beantworten und einen kleinen Einblick in unserer Entwickler-Team vermitteln. Ladet euch am besten gleich unsere App bei Google Play oder im App Store und folgt uns auf Instagram für mehr Informationen rund um das Cannabisgesetz und CannaRadius

Wir bedanken uns bei André Schild für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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