Donnerstag, März 5, 2026
StartGründerTalkWarum wird Leitungswasser plötzlich zum neuen Trend im Büro?

Warum wird Leitungswasser plötzlich zum neuen Trend im Büro?

Wild&Water entwickelt einen natürlichen Wasserzusatz auf Tee Basis, der Leitungswasser geschmackvoll ergänzt und so gesunde Hydration im Alltag erleichtern soll. Am 9 März 2026 wird das Startup seine Lösung in der PULS 4 Sendung Höhle der Löwen präsentieren.

Wie ist das Startup entstanden und welche Personen stehen dahinter?

Wir sind Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen, Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von Wild&Water. Wir kennen uns seit über 20 Jahren und haben viele Jahre in der Getränkeindustrie gearbeitet, unter anderem bei Coca Cola. Aus dieser Erfahrung heraus ist Wild&Water entstanden, weil wir gute Drinks lieben, aber keine Lust mehr auf unnötig viel Zucker, künstliche Zusätze und Einwegflaschen hatten.

In welcher Branche ist das Unternehmen tätig und was zeichnet das Geschäftsmodell von Wild&Water aus?

Wir sind in der Getränkebranche tätig und bauen eine moderne Kategorie rund um natürliche Hydration auf Basis von Leitungswasser auf. Wild&Water ist ein Wasserzusatz aus Tee-Extrakten, 100 Prozent natürlich, ohne künstliche Zusätze und dabei zucker- und kalorienarm. Einfach dosieren, Wasser dazu, fertig. Unser Fokus liegt bewusst im Betriebsmarkt, also Büros, Betriebsgastronomie, Coworking und Konferenzorte. Dort wird tagsüber am meisten alkoholfrei getrunken, aber die Auswahl ist oft noch erstaunlich beschränkt ist.

Welche Idee oder welches Problem stand am Anfang der Gründung von Wild&Water? Gab es eine Marktlücke oder eine besondere Inspiration?

Die Marktlücke war klar: Leitungswasser wird immer beliebter, aber vielen wird es auf Dauer zu langweilig. Gleichzeitig werden alleine in Deutschland jedes Jahr über 16 Milliarden Flaschen Mengen an Flaschen abgefüllt und transportiert.. Wir wollten eine Lösung, die natürlich ist, richtig lecker und im Alltag wirklich funktioniert. Da müssen Verbraucher beim Angebot von Wasserzusätzen sonst in der Regel Kompromisse machen. Wir denken, ausreichend zu trinken soll sich nicht nach Pflicht anfühlen, sondern lustvoll sein.

Welche konkreten Vorteile bietet das Produkt den Nutzerinnen und Nutzern? Was hebt es im Alltag vom Wettbewerb ab?

Für Nutzerinnen und Nutzer ist es vor allem: lecker, natürlich, unkompliziert. Ein Glas Wasser wird in Sekunden zur Erfrischung, ohne künstliche Aromen, ohne Süßstoffe, ohne unnötig viele Kalorien. Im Büro Kontext lösen wir gleich mehrere Dinge: Mitarbeitende trinken mehr, die Verantwortlichen haben ein effizientes Handling und das Konzept reduziert Flaschen und Transporte. Die Flaschen können geöffnet ungekühlt sechs Wochen stehen bleiben. In der Regel sind sie aber früher ausgetrunken.

Wie wurde das Produkt von Wild&Water entwickelt und getestet? Gab es besonderes Feedback aus ersten Anwendungen oder Testphasen?

Die Entwicklung war eine der anspruchsvollsten Etappen für uns, weil wir kompromisslos bleiben wollten: Tee als Basis, Clean Label, wenig Zucker, keine Konservierungsstoffe und trotzdem bestmögliche Stabilität des Produktes. Das hat Zeit gebraucht und war nicht trivial. Wir haben aber einen tollen Partner für die Herstellung gefunden, die mit einem patentierten Verfahren besonders schonend extrahieren können.

Getestet haben wir in einem Pilot im Büro Umfeld mit Displays und direktem Feedback der Mitarbeitenden. Das schönste Ergebnis war, dass das Produkt nicht nur rational überzeugt, sondern wirklich genutzt wird, weil es schmeckt. Da hatten wir ein Linking Score von 96%

Welche Vision verfolgt Wild&Water? Welche Meilensteine sollen in den nächsten Jahren erreicht werden?

Unsere Vision ist eine Getränkeindustrie, in der Genuss nicht auf Kosten von Gesundheit oder Umwelt geht und trotzdem Spaß machen kann.Als Meilensteine stehen eine weitere Skalierung in der Betriebsgastronomie im Fokus und der Aufbau unseres D2C Geschäfts als weiteres Standbein. Dafür war es natürlich eine super Gelegenheit, dass wir bei der Höhle der Löwen dabei sein durften und uns einem breiten Publikum präsentieren konnten.

Warum fiel die Entscheidung, sich bei Höhle der Löwen zu präsentieren? Welche Aspekte stehen dabei im Vordergrund?

Die Show ist eine seltene Chance, als junges Unternehmen zur besten Sendezeit ein Millionenpublikum zu erreichen. Wir wollten diese Bühne nutzen, um zu zeigen, dass Getränke am Arbeitsplatz besser gehen: natürlicher, nachhaltiger und so, dass man sie wirklich gern trinkt.

Welche Form der Unterstützung wird durch die Teilnahme an Höhle der Löwen angestrebt? Wie soll eine mögliche Investition oder Zusammenarbeit genutzt werden?

Im Kern geht es um strategische Hebel: Reichweite, Glaubwürdigkeit und Zugang zu den richtigen Türen. Eine Zusammenarbeit würden wir nutzen, um Wachstum im Betriebsmarkt zu beschleunigen und Wild&Water als Marke weiter aufzubauen. Die Sendung ist für uns damit nicht nur Investment Zugang, sondern ein konkreter Markt Impuls.

Welche nächsten Schritte sind nach Höhle der Löwen für Wild&Water geplant? Gibt es konkrete Pläne für Wachstum, Skalierung oder neue Entwicklungen?

Wir bauen Vertrieb und Kundenbasis im Betriebsmarkt weiter aus. Parallel sehen wir Wild&Water als Plattform für weitere Innovationen rund um natürliche Hydration, dafür haben wir bereits neue Konzepte in der Pipeline.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben sich auf dem bisherigen Weg als besonders wertvoll erwiesen?

Unser größtes Learning: Vertrieb ist fast alles. Ein gutes Produkt und eine starke Marke reichen nicht, wenn Verfügbarkeit fehlt. Und wir haben gelernt, dass es sich lohnt, bei den Dingen hartnäckig zu bleiben, auch wenn sich manche Türen nicht immer sofort öffnen lassen.

Welche Ratschläge lassen sich aus diesen Erfahrungen ableiten, die für andere Gründerinnen und Gründer hilfreich sein könnten?

Erstens: Starte so nah wie möglich am echten Alltag und Problemen deiner Zielgruppe und konstruiere keine Needs. Baue dann von dort aus. Gerade bei Konsumgütern ist es eine große Herausforderung, wenn man neue Gewohnheiten etablieren möchte. Und dann mach Vertrieb nicht zur Nebenaufgabe, sondern zum zentralen Teil deiner Woche als Gründerin.

Sehen Sie Wild&Water am 09. März 2026 um 20:15 Uhr auf VOX in der Höhle der Löwen

Bild: Madlen Baetzgen (r.) und Christina Schwörbel präsentieren mit „Wild & Water“ Tee Extrakte für die Mischung mit Wasser. Sie erhoffen sich ein Investment von 150.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile.
Bildcredits/ Fotograf: RTL / Bernd-Michael Maurer

Wir bedanken uns bei Madlen Baetzgen und Christina Schwörbel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.
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