Freitag, Juli 24, 2026
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Was macht GREENFORCE zu einer der prägenden Marken im Markt für pflanzliche Ernährung?

GREENFORCE entwickelt Produkte für pflanzliche Ernährung und möchte mit alltagstauglichen Lösungen immer mehr Menschen für nachhaltigen Genuss begeistern

Können Sie GREENFORCE kurz vorstellen und erzählen, wie die Idee zur Gründung des Unternehmens entstanden ist?

GREENFORCE ist die erste Multi-Category-Marke Europas, die pflanzliche Alternativen für Fleisch, Wurst, Ei und Käse aus einer Hand anbietet. Unser Ziel ist es, pflanzliche Ernährung alltagstauglich zu machen – mit Produkten, die überzeugen und möglichst viele Menschen erreichen. Die Idee entstand aus der Überzeugung, dass nachhaltigere Ernährung nur dann breite Akzeptanz findet, wenn sie ohne Kompromisse bei Geschmack und Qualität funktioniert. Genau daran arbeiten wir jeden Tag.

Welche Vision verfolgen Sie mit GREENFORCE, und wie möchten Sie pflanzliche Ernährung langfristig im Alltag etablieren?

Wir wollen pflanzliche Ernährung aus der Nische holen und als selbstverständlichen Teil des Alltags etablieren. Deshalb entwickeln wir Produkte, die lecker, unkompliziert und für möglichst viele Menschen attraktiv sind – egal, ob sie vegan leben oder einfach bewusster essen möchten.

An welche Zielgruppen richten sich Ihre Produkte hauptsächlich, und welche Bedürfnisse möchten Sie damit erfüllen?

Unsere wichtigste Zielgruppe sind Flexitarierinnen – Menschen, die ihren Fleischkonsum bewusst reduzieren möchten, ohne vollständig darauf zu verzichten. Wir sprechen natürlich auch Veganerinnen, Vegetarier*innen und alle an, die offen für pflanzliche Alternativen sind. Wir möchten den Zugang zu pflanzlicher Ernährung so einfach und kompromisslos wie möglich machen, mit Geschmack, Qualität und einer einfachen Zubereitung.

Viele Menschen möchten ihren Fleischkonsum reduzieren, ohne auf Geschmack und einfache Zubereitung zu verzichten. Wie begegnet GREENFORCE diesem Wunsch?

Genau dafür entwickeln wir unsere Produkte. Sie sollen geschmacklich überzeugen und sich genauso unkompliziert zubereiten lassen wie ihre tierischen Vorbilder. So wird es leichter, sich häufiger pflanzlich zu ernähren, ohne auf Genuss oder Komfort zu verzichten.

GREENFORCE bietet sowohl Frischeprodukte als auch Easy to Mix-Produkte an. Warum haben Sie sich bewusst für dieses Konzept entschieden?

Menschen haben unterschiedliche Koch- und Essgewohnheiten. Unsere Frischeprodukte bieten maximale Convenience und sind schnell zubereitet. Easy to Mix richtet sich an alle, die gerne selbst kochen und jederzeit eine pflanzliche Alternative im Vorratsschrank haben möchten. So bieten wir für unterschiedliche Bedürfnisse die passende Lösung.

Was macht die Easy to Mix-Produkte aus Ihrer Sicht besonders, und welche Vorteile bieten sie im Vergleich zu klassischen pflanzlichen Alternativen?

Easy to Mix verbindet Nachhaltigkeit mit Flexibilität. Die Produkte benötigen weder beim Transport noch bei der Lagerung eine Kühlung, sind mindestens 18 Monate haltbar und können genau nach Bedarf zubereitet und nach Belieben verfeinert werden. Das spart Ressourcen, schafft Platz im Kühlschrank, reduziert Lebensmittelverschwendung und lässt gleichzeitig Raum für den eigenen kreativen Twist beim Kochen.

Wie gelingt es Ihnen, Nachhaltigkeit, Geschmack und Alltagstauglichkeit bei der Entwicklung neuer Produkte miteinander zu verbinden?

Diese drei Faktoren denken wir von Anfang an zusammen. Denn nachhaltige Produkte setzen sich nur durch, wenn sie auch geschmacklich überzeugen und sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. Wir investieren kontinuierlich in die Entwicklung und Optimierung unserer Produkte, um alle drei Faktoren im gleichen Maße zu verbessern.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Entwicklung pflanzlicher Lebensmittel, die möglichst viele Verbraucher überzeugen sollen?

Die Herausforderung besteht darin, viele Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen: hervorragender Geschmack, eine authentische Konsistenz, gute Nährwerte, eine möglichst kurze Zutatenliste und ein attraktiver Preis. Unsere Kundinnen sind zurecht anspruchsvoll und v.a. Flexitarierinnen vergleichen alle Aspekte stets 1:1 mit tierischen Produkten. Gleichzeitig müssen unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse und Unverträglichkeiten berücksichtigt werden. Hier die Balance zu finden ist sowohl herausfordernd, spornt uns aber täglich aufs Neue an.

Wie hat sich die Akzeptanz pflanzlicher Ernährung in den vergangenen Jahren verändert, und welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell im Markt?

Pflanzliche Produkte sind heute fest im Lebensmitteleinzelhandel etabliert und in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Von einem Boom hat sich der Markt hin zu einem stetigen, aber weniger starken Wachstum entwickelt. Weiterhin möchten immer mehr Menschen Fleischkonsum bewusst reduzieren, gehen dabei aber weniger Kompromisse ein. Der Wettbewerb verlagert sich deshalb zunehmend auf geschmackliche Qualität und messbare Vorteile wie Nährwerte und Zutatenlisten.

Welche Rolle spielen Themen wie Ressourcenschonung, Haltbarkeit und Lebensmittelverschwendung für die Weiterentwicklung von GREENFORCE?

Diese Themen sind aus mehreren Blickwinkeln fester Bestandteil des Denkens und Handels in der kompletten Breite des Unternehmens: Aus Perspektive des Einkaufs, des Vertriebs, des Marketings und nicht zuletzt aufgrund tiefer Überzeugung jedes Mitarbeitenden. Wir arbeiten stetig daran, unsere Planungen zu optimieren, Verluste im Einkauf und in der Produktion zu reduzieren und Haltbarkeiten der Produkte z.B. durch Pasteurisierung und sonstige Techniken zu verlängern. So arbeiten wir wirtschaftlicher, steigern die Akzeptanz unserer Produkte im Markt und kommen unserem großen Ziel immer näher, mit pflanzlicher Ernährung unseren Teil für eine nachhaltige Zukunft beizutragen.

Welche nächsten Produktentwicklungen und Wachstumsziele stehen bei GREENFORCE aktuell im Fokus?

Derzeit liegt unser Fokus auf der Optimierung unseres bestehenden Sortiments. Statt immer neue Produkte zu entwickeln, investieren wir gezielt in verbesserte Rezepturen mit optimiertem Geschmack, Konsistenz, Zutaten und Nährwerten. Ein aktuelles Beispiel ist unsere überarbeitete Wurstrange, bei der wir vollständig auf Bindemittel wie Methylcellulose, Carrageen und Konjak verzichten und gleichzeitig den Geschmack weiter verbessern konnten. Das wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt ein deutlicher Anstieg des wöchentlichen Abverkaufs im Regal und höhere Wiederkaufsraten.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die mit innovativen Food-Produkten einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung leisten möchten?

Erstens: Entwickeln Sie Produkte, die (auch) geschmacklich und qualitativ überzeugen. Nachhaltigkeit allein reicht im Massenmarkt nicht aus.

Zweitens: Hören Sie genau auf Ihre Kundinnen und Kunden. Echtes Feedback ist die beste Grundlage für Innovation.

Drittens: Denken Sie langfristig. Der Aufbau einer starken Food-Marke braucht Ausdauer, v.a. auch nach einem möglichen Boom. Es braucht Konsequenz und die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Bildcredits GREENFORCE

Wir bedanken uns bei Thomas Isermann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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