Stand: Montag, 26.10.2026 – wird jeden Montag mit den Produkten der neuesten Folge aktualisiert.
Hier findet ihr alle Startups, Produkte und Deals aus „Die Höhle der Löwen“ – diese Übersicht wird jeden Montag um die neuesten Pitches ergänzt. Die aktuellste Folge steht immer ganz oben. Ältere Folgen bleiben darunter erhalten.
📅 Woche vom 26.10.2026 – Staffelfinale
Im großen Staffelfinale wurde es noch einmal emotional: David Weyhe kehrte mit seinen Mexican Tears zu einem Wiedersehens-Besuch zurück und sorgte mit Schärfe und einem überraschenden Angebot für Gesprächsstoff. Daneben pitchten fünf weitere Startups – von einer Lastenbox fürs Fahrrad über alkoholfreien Genuss und KI-gestützte Haussanierung bis zu einem lebensrettenden Erste-Hilfe-Gerät und einer Erfindung gegen schmerzende Handgelenke.
Wiedersehen: Mexican Tears aus Bremen
Gründer: David Weyhe
Zur 20. Staffel kehrte David Weyhe mit seinen scharfen Mexican Tears noch einmal in die Höhle zurück – schon beim ersten Besuch in der allerersten Staffel hatte die Verkostung für Tränen gesorgt, Vural Öger soll damals sogar nach einem Notarzt gefragt haben. Auch beim Wiedersehen wagten sich fast alle Löwen bis zur höchsten Schärfestufe, inklusive reichlich Milch als Erste-Hilfe-Maßnahme. Für die eigentliche Überraschung sorgte Andreas W. Herb, der sich sichtlich von Produkt und Zahlen beeindruckt zeigte und spontan nach einem möglichen Investment fragte. Am Ende blieb es bei einer vielversprechenden Verabredung zum Telefonat.
allpacka One aus Leipzig
Gründer: Jonathan Vincentz (29) und Lukas Ludwig (29) Angebot: 250.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch
Aus der eigenen Alltagserfahrung als Studenten entstand die allpacka One: eine faltbare Lastenbox, die sich am Gepäckträger befestigen lässt und nahezu jedes Fahrrad in Sekundenschnelle in ein Lastenrad verwandelt – mit 30 Litern Stauraum ausgeklappt, bis zu 20 Kilogramm Traglast und kompatibel mit gängigen Fahrradtaschen. Entwickelt wurde das Produkt über zwei Jahre hinweg, zunächst in Lukas Ludwigs WG-Zimmer, wo morgens erst das Bett hochgeklappt werden musste, um Platz zum Tüfteln zu schaffen. Die Serienproduktion läuft inzwischen, bei den Löwen ging es dem Gründerduo vor allem um Unterstützung beim Aufbau einer großen Marke für Fahrradfans.
nüchtern aus Berlin
Gründerin: Isabella Steiner Angebot: 300.000 Euro für 12 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Aus der persönlichen Frage „Was trinke ich, wenn ich nicht trinke?“ entstand 2020 zunächst ein Onlineshop für alkoholfreie Drinks – mit der Marke nüchtern geht Isabella Steiner nun den nächsten Schritt: hochkonzentrierte alkoholfreie Drinks in flüssigen Einzelportionen, einfach aufgerissen und mit Tonic zum fertigen Spritz gemischt. Der erste Drink ist ein alkoholfreier Italian Spritz, weitere Sorten sind bereits in Planung. Bei den Löwen ging es im Pitch nicht nur um den Geschmack, sondern auch um die grundsätzliche Frage, wie sich alkoholfreier Genuss anfühlen und positionieren sollte.
meinhaus.digital aus München und Schwäbisch Gmünd
Gründerinnen: Leonie Dowling (37) und Carolin Krebber (35) Angebot: 425.000 Euro für fünf Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel
Mit meinhaus.digital verbinden die beiden Gründerinnen Architektur und künstliche Intelligenz, um Haussanierungen einfacher, transparenter und bezahlbarer zu machen: Die Plattform ermittelt anhand von Immobiliendaten notwendige Maßnahmen und Kosten und begleitet Hauskäufer von der ersten Einschätzung über die Finanzierung bis zur konkreten Renovierungsplanung – gedacht für die, wie Dowling es nennt, „90 Prozent, die sich den Architekten nicht mehr leisten können“. Mit jeweils zehn Jahren Erfahrung in Architektur beziehungsweise Strategieberatung für die Bauwirtschaft bringen die Gründerinnen fachliche Tiefe mit. Die geforderten 425.000 Euro für nur fünf Prozent sorgten für Diskussionsstoff – am Ende wollten dennoch gleich mehrere Löwen einsteigen.
LifeSaveAir aus Dortmund
Gründer: Nabil Chehade (46), Aiman Chehade (32) und Jusef Chehade (31) Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen
Vor sechs Jahren verschluckte sich der damals elfjährige Sohn von Nabil Chehade so schwer, dass er keine Luft mehr bekam – gerettet wurde er durch das geistesgegenwärtige Eingreifen seiner Mutter. Aus diesem traumatischen Erlebnis entstand gemeinsam mit den Cousins Aiman und Jusef Chehade die Idee zu LifeSaveAir, einem Erste-Hilfe-Gerät gegen lebensgefährliche Atemwegsblockaden. Nach viereinhalb Jahren Entwicklung und Zulassungsverfahren suchten die drei Unternehmer nun den nächsten Schritt – besonders bewegend wurde der Pitch, als der inzwischen 17-jährige Sohn Jonas selbst dazukam und den Vorfall aus eigener Erinnerung schilderte.
Kippo aus Essen
Gründer: Patrick Waligorski (51) Angebot: 50.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Um seine eigenen schmerzenden Handgelenke zu entlasten, entwickelte Patrick Waligorski mit Kippo einen drehbaren Griff für Schub- und Sackkarren, der beim Ausschütten und in Kurven für mehr Stabilität und weniger Umgreifen sorgen soll. Hinter dem Pitch stand jedoch mehr als nur eine Erfindung: Der auslaufende Mietvertrag für den Schrottplatz, den er mit seinem Cousin betreibt, stellt sein bisheriges berufliches Fundament infrage. Mit seiner offenen Art berührte Patrick Waligorski die Löwen sichtlich – gleich mehrere Investoren zeigten Interesse, sodass sich der Gründer am Ende zwischen mehreren Angeboten entscheiden musste.
Die Schubkarren-Griffe findest du hier bei Amazon*
📅 Woche vom 19.10.2026
In der aktuellen Folge drehte sich vieles um Nachhaltigkeit und Genuss: von einem plastikfreien Rasierer über einen Ready-to-Drink-Likör und eine App, die Bewegung in Guthaben verwandelt, bis zur Air-Fryer-Pizza und einem Frauenurinal gegen lange Toilettenschlangen.
RAZECO aus Berlin
Gründer: Louisa Haisch (31), Victor Haisch (27) und Ivo Lovric (26) Angebot: 30.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Die Geschwister Louisa und Victor Haisch sowie ihr Mitgründer Ivo Lovric wollen mit RAZECO fossilem Plastik im Rasierer den Kampf ansagen: Der komplexe Klingenkopf ihres Systemrasierers besteht zu 99 Prozent aus biobasiertem Material mit „OK biobased“-Zertifikat von TÜV Austria, kombiniert mit einem langlebigen Stahlgriff und einfach austauschbaren Rasierköpfen. Das bereits online und stationär vertretene Startup tritt damit gegen etablierte große Marken an. Aus dem zunächst klar kalkulierten Pitch entwickelte sich schnell eine Situation mit mehrfachem Löwen-Interesse – und damit mehr als nur eine Frage nach der passenden Investitionssumme.
Kölsche Koks aus Köln
Gründer: Nicolas Lutz (35) und Maximilian Koeser (37) Angebot: 600.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Aus der eigenen Gastronomie-Erfahrung heraus entwickelte das Gründerduo mit Kölsche Koks einen Espresso-Martini-Likör als Ready-to-Drink-Produkt: 15 Prozent Alkohol, echter Arabica-Kaffee und natürliches Koffein, fertig gemixt in der 0,7-Liter-Flasche oder als 0,02-Liter-Shot-Fläschchen für Messen und Events. Mit bereits mehr als einer Million Euro Umsatz ist das Produkt wirtschaftlich kein Nischenprojekt mehr – die geforderte Bewertung von 600.000 Euro für zehn Prozent sowie die Frage, wie sich die Kölner Marke bundesweit etablieren lässt, sorgten im Pitch dennoch für Diskussionsstoff.
move2pay aus A-Lustenau und Wien
Gründer: Mia Allouche (19) und Karim Allouche (49) Angebot: 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen
Vater und Tochter Karim und Mia Allouche verbinden mit ihrer App move2pay Bewegung und Shopping: Wer sich über angeschlossene Health- und Fitness-Apps bewegt, sammelt ein Bewegungsguthaben, das sich im move2pay-Shop bei zahlreichen Partnern einlösen lässt. Die vor rund fünf Jahren innerhalb der Familie entstandene Idee wird seither von Ex-Fußballprofi und -Trainer Steffen Baumgart als Markenbotschafter begleitet. Mehrere Löwen zeigten sich vom Konzept angetan, Gesprächsstoff lieferte vor allem die Frage, ob das Geschäftsmodell auch ein Investment rechtfertigt.
FRYZZA aus Baesweiler
Gründer: Dieter Könnes (54), Ronny Schreiber (44) und Alexander Wulf (43) Angebot: 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen
Entstanden an einem gemeinsamen Abend im Sternerestaurant TROYKA, bringt FRYZZA die klassische Tiefkühlpizza in eine für den Air Fryer entwickelte Form: Natursauerteig, handgezogener und handbelegter Teig, Steinofen-Zubereitung und eine eigene Gewürzmischung sollen in rund fünf bis sechs Minuten ein knuspriges Ergebnis liefern. In vier Sorten erhältlich, ist das Produkt nach Angaben der Gründer bereits in rund 700 Märkten und sieben Handelsketten in Deutschland und Österreich gelistet und erzielte in den ersten sechs Monaten mehr als 500.000 Euro Umsatz. Mit TV-Moderator Dieter Könnes, Sommelier Ronny Schreiber und Sternekoch Alexander Wulf bringt das Gründerteam zusätzlich prominente Bekanntheit in die Höhle.
MISSOIR aus Berlin
Gründerin: Lena Olvedi (44) Angebot: 180.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch
Mit Missoir hat Lena Olvedi ein Frauenurinal entwickelt, das als schnelle, kontaktlose Ergänzung zur klassischen Toilette dient und die natürliche Hockhaltung ermöglicht – mit Haltegriffen, Spritzschutz und ganz ohne Spülung. Seit 2018 entwickelt und nach erfolgreichen Einsätzen auf Festivals inzwischen in Serienproduktion, richtet sich das im Boden installierte Pendant zum klassischen Pissoir vor allem an Clubs, Konzerthallen, Stadien und andere Orte mit hohem Andrang. „Frauen sind keine Nische und Warteschlangen kein Naturgesetz“, bringt die Gründerin ihre Vision auf den Punkt.
📅 Woche vom 12.10.2026
Die sechste Folge hatte einen Moment, den es in der Geschichte der Sendung so noch nicht gab: Statt eines Investment-Deals gab es einen Heiratsantrag mitten in der Höhle. Daneben ging es um einen Therapiebogen gegen Rückenschmerzen, verstellbare Mode-Bänder, ein Food-Battle, ein Beauty-Produkt für nach der Hyaluronbehandlung und vier funktionale Shots fürs Gehirn.
Ajambow aus Borsdorf
Gründer: Susan Schmidt (55) und Simon Werner (55) Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen
Das gab es in der „Höhle der Löwen“ noch nie: Nach dem Pitch ihres Sport- und Therapiebogens Ajambow ging Simon Werner vor seiner langjährigen Partnerin Susan Schmidt auf die Knie und machte ihr nach 33 gemeinsamen Jahren einen Heiratsantrag – die Löwen wurden spontan zu Trauzeugen eines der emotionalsten Momente der Sendungsgeschichte. Im eigentlichen Pitch ging es um einen mit Wasser befüllten Bogen, der durch unvorhersehbare Bewegungsimpulse Muskelketten in Schulter-, Nacken- und Rückenbereich aktivieren soll – eine EMG-Untersuchung der Universität Leipzig bescheinigte dabei eine bis zu 30 Prozent höhere Muskelaktivierung. Mit rund 200 begleitenden Übungsvideos sowie Kooperationen mit Fitnessstudios und Physiopraxen über krankenkassenzugelassene Präventionskurse suchten die Gründer 300.000 Euro für zehn Prozent ihrer Anteile.
Cropsta aus Kleinmachnow
Gründer: Mike Leon Lichtenberg (24) und Charlotte Lieben (20) Angebot: 70.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch
Aus dem Social-Media-Erfolg heraus entwickelten die beiden jungen Gründer mit Cropsta ein verstellbares Band, das Pullover, T-Shirts, Kleider oder Blusen ganz ohne Knoten oder Abschneiden auf die gewünschte Länge bringt – ein Produkt, das inzwischen sogar in der eigenen Familie im Einsatz ist. Mit gemeinsam rund 600.000 Followern und zusätzlicher Kameraerfahrung von Mike Leon Lichtenberg brachte das Duo einiges an Reichweite mit. Beim Pitch wurde es für Charlotte Lieben sichtlich emotional, als sie von der jungen Gründung komplett ohne externe Hilfe erzählte – die Löwen zeigten sich beeindruckt und lieferten sich ein packendes Bieterduell um das Startup.
Battle: Hottey vs. Señor López
Im 90-Sekunden-Battle traten zwei Food-Startups direkt gegeneinander an: Der Sieger durfte um einen Deal weiterkämpfen, für den Verlierer war die Höhle sofort zu Ende. Den Löwen Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Andreas W. Herb fiel die Entscheidung zwischen den beiden Food-Konzepten sichtlich schwer.
Hottey aus Dresden – Maximilian Voigt (26) und Julian Herrlich (28). Angebot: 60.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.
Señor López aus Hamburg – Mathyas López Redetzki (39). Angebot: 60.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.
HyEx aus München
Gründer: Ines Frey (58) und Leonie Steinhauer (26) Angebot: 250.000 Euro für 25,1 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel
Aus einer eigenen schlechten Erfahrung heraus entstand HyEx: Nach einer missglückten Lippenunterspritzung musste Leonie Steinhauer ärztlich behandeln lassen – inklusive zusätzlicher Kosten, Schwellung und tagelanger Unsicherheit in der Öffentlichkeit. Mit ihrem Kosmetikprodukt wollen Mutter und Tochter nun anderen Frauen eine Möglichkeit bieten, unerwünschte Hautunregelmäßigkeiten nach Hyaluronbehandlungen zu Hause optisch zu verbessern. Die Löwen hinterfragten im Pitch kritisch die Studienlage, die tatsächliche Wirkung, die rechtlichen Vermarktungsmöglichkeiten sowie die angesetzte Unternehmensbewertung.
FoodFor aus CH-Zürich
Gründer: Dr. Teresa Cramer (32), Franziska Kuenburg (33) und Raphael Thurn und Taxis (33) Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch
Mit vier funktionalen Shots – THINKING für Kopfarbeit, BOOST für Energie, EUPHORIA für emotionale Balance und CALM für die Abendroutine – will das Schweizer Gründer-Trio das Gehirn gezielt im Alltag unterstützen, statt auf Kaffee, Cola oder Schokolade zurückzugreifen. Hinter dem Konzept steht fachliche Tiefe: Mitgründerin Dr. Teresa Cramer ist Neurowissenschaftlerin und forscht aktuell am MIT, Franziska Kuenburg bringt Investmentbanking- und Consulting-Erfahrung mit, Raphael Thurn und Taxis Know-how aus der Lebensmittelindustrie. Trotz wissenschaftlich fundierter Rezepturen mussten sich die drei im Pitch kritischen Fragen der Löwen stellen.
In der vierten Folge reichte das Themenspektrum von Handy-Accessoires über Männerpflege und eine Babytragetasche bis hin zu einer Deep-Tech-Energietechnologie und einem nadelfreien Akupressur-Kit. Den Auftakt machte erneut ein Battle-Pitch, bei dem zwei Startups im direkten Duell um die Löwen kämpften.
📅 Woche vom 05.10.2026
Battle: whiffy vs. POP CHARMS
Im 90-Sekunden-Battle traten zwei Startups direkt gegeneinander an – und spalteten dabei die Löwen-Runde: Janna Ensthaler und Ralf Dümmel favorisierten die Trend-Power von POP CHARMS, während Judith Williams und Carsten Maschmeyer auf die Geruchsinnovation von whiffy setzten. Die Entscheidung lag damit bei Frank Thelen als Zünglein an der Waage.
whiffy aus Berlin – Friedrich Schulz (37), Anna Gregor (21) und Sven Hecker (47) präsentierten Duft-Pods fürs Smartphone. Angebot: 100.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.
POP CHARMS aus Frankfurt am Main – Kerstin Raibold (31) stellte stylische Handyhüllen-Accessoires vor. Angebot: 70.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.
Don Quiff aus A-Salzburg
Gründer: Robert Tarquini (46), Klaus Laimer (38) und Max Kögl (52) Angebot: 120.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch
Unter dem Motto „Der Retter der Männlichkeit“ will das Salzburger Gründertrio die Männerpflege neu denken: Ihr Energy Wax mit Koffein und Biotin soll per „Activating Styling Technology“ nicht nur stylen, sondern auch die Haarwurzeln aktivieren. Entwickelt wurde das Produkt von Friseurprofi Robert Tarquini, der es über 30 Jahre Berufserfahrung direkt im eigenen Salon testete. Mit bereits 200.000 Euro Gesamtumsatz und zuletzt 40.000 Euro in nur drei Monaten über den TikTok-Shop konnten die Gründer wirtschaftlich punkten – die wissenschaftliche Grundlage der versprochenen Wirkung sorgte bei einem Löwen dagegen für kritische Nachfragen, während ein anderer sich von der E-Commerce-Strategie überzeugt zeigte.
Peanut Babytragetasche aus Berlin
Gründer: Katharina Schroth (50) und Caspar Schroth (51) Angebot: 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Aus ihrer Praxiserfahrung als Kinderärztin und eigenem Alltag als vierfache Mutter entwickelte Katharina Schroth gemeinsam mit ihrem Mann Caspar die Babytragetasche Peanut: Sie soll Babys durch eine sichere Seitenlage beruhigen, Geborgenheit vermitteln und gleichzeitig den Hinterkopf entlasten, um einer möglichen Kopfabflachung vorzubeugen. Die Idee entstand ursprünglich aus einer selbstgebauten Seitenlagerungshilfe für Hüftultraschalluntersuchungen. Mit einem fertigen Prototypen im Gepäck suchte das Gründerpaar nun 100.000 Euro sowie die Expertise eines Löwen, um den Babymarkt zu erobern.
HEIONTEC aus Siblin
Gründer: Andreas Heine (57), Anton Ledwon (66), Dr. Frank Schneider (44) und Waldemar Lewtschenko (61) Angebot: 250.000 Euro für 2,5 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen
Für Gesprächsstoff sorgte bereits die Bewertung: Mit nur 2,5 Prozent Firmenanteilen für 250.000 Euro bot das Deep-Tech-Team eine der niedrigsten Beteiligungsquoten der Staffel. Die Technologie dahinter hat es allerdings in sich: Speziell entwickelte elektrochemische Zellen sollen aus Umgebungswärme elektrische Energie gewinnen und so Sensoren und andere Kleinstverbraucher – etwa in Industrieanlagen oder der Gebäudetechnik – künftig ohne Batteriewechsel oder aufwendige Verkabelung versorgen.
Zenny aus Bottrop
Gründerin: Jelena Meyer Vicente (33) Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch
Mit Zenny bringt die Gründerin ein nadelfreies Akupressur-Kit zur Selbstanwendung auf den Markt: Ohrkarten zu Themen wie Schlaf, Stress oder Zyklus sowie zehn goldplattierte Silikon-Patches, die bis zu fünf Tage auf bestimmten Ohrpunkten getragen werden können. Hinter der Idee steht eine persönliche Geschichte – während der Krebserkrankung ihrer Mutter wurde Akupressur für beide zu einem festen Ritual der Selbstfürsorge. Daraus entstand für Jelena Meyer Vicente der Wunsch, die Methode auch ohne Heilpraktiker-Termin einfach zugänglich zu machen.
📅 Woche vom 21.09.2026
Die dritte Folge hatte gleich mehrere ungewöhnliche Momente zu bieten: von einem Investmentangebot per Glücksrad über einen der skurrilsten Pitches der Show-Geschichte bis zu einem kompletten Rollentausch zwischen Gründern und Löwen. Insgesamt präsentierten sich sechs Startups der Investoren-Runde.
DEKADOME aus Düsseldorf
Gründer: Anton Vrouzos (35) und Marius Ludwig (28) Angebot: per Glücksrad – 15 % für 30.000 €, 20 % für 40.000 €, 25 % für 50.000 € oder 30 % für 60.000 € Anwesende Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Für einen der ungewöhnlichsten Pitch-Momente der Staffel sorgte das Gründerduo hinter DEKADOME, einem wiederverwendbaren, chemiefreien Abflussreiniger für die Dusche: Statt eines festen Angebots ließen sie ihr Investment per Glücksrad bestimmen – da bislang noch keine Umsätze vorliegen, soll das Investment zunächst den Proof of Demand ermöglichen. In der Diskussion ging es vor allem um die Frage, ob DEKADOME wirklich eine neue Lösung oder im Kern nur ein Pömpel im neuen Design ist. Am Ende wollten trotz der kontroversen Debatte gleich zwei Löwen einsteigen.
Poppy’s Eis aus A-Riefensberg
Gründerin: Alena Leeb (37) Angebot: 40.000 Euro für 40 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch
Als zweifache Mutter entwickelte Alena Leeb mit Poppy’s ein zuckerfreies Eis aus Frucht und Gemüse – glutenfrei, laktosefrei, vegan und mit nur 60 Kalorien pro Stück. Innerhalb von vier Monaten verkaufte sie bereits 10.000 Stück und ist inzwischen in Schwimmbädern, Freizeiteinrichtungen und Familienhotels gelistet. Besonders bewegend wurde es, als die Gründerin von einer Privatinsolvenz vor rund zehn Jahren erzählte und schilderte, wie sehr ihr ein Buch von Frank Thelen damals geholfen habe – ein Moment, der auch den Löwen selbst sichtlich nahe ging. Nun sucht sie 40.000 Euro, unter anderem für eine eigene Abfüllanlage und Tiefkühllogistik.
Penice aus Würzburg
Gründer: Markus Flagner (37) Angebot: 70.000 Euro für 25,1 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch
Für einen der skurrilsten Pitches der Sendungsgeschichte sorgte Markus Flagner mit Penice: einem Naturkosmetik-Gel gegen unangenehme Gerüche im männlichen Intimbereich, das mit Zink sowie Rhabarber- und Rettichextrakten direkt an der Ursache statt nur am Symptom ansetzen soll. Die Aufmerksamkeit der Löwen war ihm sicher – ob er sie auch als Geschäftsmann überzeugen konnte, war die eigentliche Frage des Pitches.
CompactGreens aus Erlangen
Gründer: Max Lauterbach (19), Simon Zitzmann (19), Jonas Frank (19), Nick Werneck (20), Niklas Gabriel (19) Angebot: 180.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen
Für den überraschendsten Moment der Woche sorgten fünf Abiturienten: Mit ihrem vollautomatisierten Pflanzsystem CompactGreens – einer modularen Pflanzenwand mit App-Steuerung für Kräuter, Salate, Tomaten, Chilis und Erdbeeren ganz ohne grünen Daumen – begeisterten sie die Löwen so sehr, dass diese kurzerhand die Plätze tauschten und die Gründer auf den Löwensesseln Platz nehmen ließen. Nach zwei Jahren Entwicklung und über 170 Kaufanfragen aus dem Beta-Test baten die fünf um 180.000 Euro für 15 Prozent ihrer Anteile. Trotz viel Lob blieben Fragen zu Preis, Marge und Unternehmensbewertung im Raum stehen.
monobag aus Dortmund
Gründerinnen: Gesa Vieting (42) und Anja Dürrwang Angebot: 75.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch
Inspiriert von ihrem eigenen Sohn entwickelte die alleinerziehende Mutter und Juristin Gesa Vieting mit monobag eine Handtasche mit integrierter Tragehilfe für Kinder bis 20 Kilogramm – gedacht für die Momente im Alltag, in denen kleine Kinder plötzlich nicht mehr weiterlaufen wollen. Vor den Löwen präsentierte Vieting die gemeinsame Geschäftsidee stellvertretend für das Gründerinnen-Duo und wünschte sich neben Kapital vor allem einen erfahrenen Sparringspartner für den weiteren Aufbau.
clearBee aus A-Wien
Gründer: Ronald Lilleg-Staudenherz (59) und Naveen Rajan SK (21) Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Mit clearBee wollen die beiden Gründer die Fensterreinigung automatisieren: Eine handelsübliche Drohne mit speziellem Reinigungsadapter soll Fenster eigenständig anfliegen, reinigen und sich an einer Ladestation selbst mit Reinigungsmittel versorgen. Bereits rund 450.000 Euro eigenes Investment stecken im Projekt, nun werden 300.000 Euro für zehn Prozent der Anteile gesucht. In der Präsentation zeigte sich allerdings, dass zwischen der visionären Idee und einem fertig funktionierenden Produkt noch einige Entwicklungsarbeit liegt.
📅 Woche vom 14.09.2026
In der zweiten Folge gab es gleich mehrfach Neues zu erleben: Mit Johannes Kliesch stieß ein weiterer neuer Investor zur Löwen-Runde, außerdem traten zwei Startups erstmals im direkten Battle-Format gegeneinander an. Insgesamt stellten sich fünf Gründer-Teams der Jury – von individuell angepassten BHs bis zur neu erfundenen Haarklammer.
Cupped aus Frankfurt am Main
Gründerin: Anna Lu (36) Angebot: 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch
Für Neu-Löwe und Socken-Unternehmer Johannes Kliesch war es gleich der Einstand mit einem heiß diskutierten Pitch: Ex-McKinsey-Beraterin und frühere Emma-Matratzen-Produktchefin Anna Lu stellte mit Cupped individuell angepasste BHs vor, deren Passform per eigens entwickeltem Algorithmus auf die Körperform zugeschnitten wird. Mit über 1.000 Kundinnen, nur sieben Prozent Retourenquote sowie rund 90.000 Euro Umsatz und 50.000 Euro Gewinn in den ersten Monaten konnte die Gründerin wirtschaftlich überzeugen. Bei der Bewertung gingen die Meinungen der Löwen jedoch auseinander: Mehrere Investoren stiegen aus, am Ende entwickelte sich ein Duell zwischen Judith Williams und Johannes Kliesch um Anteile und Strategie.
plümoBaum aus Wuppertal
Gründer: Benjamin Koch (44) und Yavuz Akbas (51) Angebot: 200.000 Euro für 17,5 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Johannes Kliesch
Mit dem plümoBaum präsentierte das Gründerduo ein Belüftungssystem für Bettdecken und Kissen: Über ausziehbare Teleskopstangen und integrierte Luftkanäle wird Feuchtigkeit aus den Bettwaren reduziert, ergänzt durch eine Aromafunktion mit ätherischen Ölen und optionale Klangwelten für die Abendroutine. Unterstützt wurden die Gründer bei der Präsentation von ihren Kindern Amelie und Yunis. Trotz umfangreicher technischer Entwicklung und Tests sowie großem Potenzial in Privathaushalten und der Hotelbranche mussten Koch und Akbas die Löwen erst von ihrem Konzept überzeugen.
Battle: IRISgo vs. Mellow Rush
Erstmals traten zwei Startups im direkten Battle-Format an: Nur 60 Sekunden Zeit, um die Löwen zu überzeugen – wer gewinnt, erhält weitere Pitch-Zeit und damit die Chance auf einen Deal.
IRISgo aus CH-Horw – Manuel Laurice Borer (33) und Fabian Christmann (32), gegründet 2020, präsentierten einen Thermobecher mit innovativem Iris-Verschlussmechanismus. Angebot: 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.
Mellow Rush aus Stuttgart – Simone Lafargue (42), gegründet 2025, stellte einen alkoholfreien Botanical Drink vor. Angebot: 250.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.
Anwesende Löwen im Battle: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Wunderdressing aus Nerdlen
Gründer: Stefano Suich (63) Angebot: 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen
Für prominente Unterstützung sorgte Spitzenkoch Johann Lafer, der seinen langjährigen Freund Stefano Suich persönlich in die Höhle begleitete. Dessen Wunderdressing ist ein Zweikomponentendressing aus verschiedenen Essig- und Ölkombinationen, das erst kurz vor dem Verzehr geschüttelt wird. Carsten Maschmeyer half – mit Kochmütze und Schürze ausgestattet – bei der Verkostung mit. Geschmacklich überzeugte das Produkt die Löwen auf Anhieb, bei Zahlen und Firmenstruktur wurde die Stimmung dann deutlich kritischer.
ivyclip aus München
Gründerin: Leonie Neisinger (32) Angebot: 150.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Johannes Kliesch
Aus einem persönlichen Alltagsproblem beim Stillen ihrer Tochter entwickelte Leonie Neisinger eine flexible, biegsame Haarklammer, die sich der Kopfform anpasst und dadurch auch im Liegen bequem bleibt. Für einen Lacher sorgte ein spontaner Produkttest: Ralf Dümmel und Johannes Kliesch zogen sich Perücken an, um die Klammer im eigenen Haar auszuprobieren. Produkt, Zahlen und Gründerin überzeugten schließlich alle fünf Löwen – besonders für Aufsehen sorgte SNOCKS-Gründer Johannes Kliesch mit einem Angebot ganz ohne Anteile.
📅 Woche vom 07.09.2026
In dieser Folge saß mit Andreas W. Herb erstmals ein neuer Investor in der Löwen-Runde und mischte gleich kräftig im Bieterkampf mit. Fünf Startups stellten sich der Investoren-Runde – von cleveren Alltagshelfern über bewegende Gründergeschichten bis hin zum Comeback eines Höhle-der-Löwen-Urgesteins.
sauberdropz aus A-Weiler
Gründer: Andreas Berger (44) und Fabian Berger (21) Angebot: 65.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Vater und Sohn Berger aus Österreich präsentierten mit sauberdropz biologisch abbaubare Reinigungstabs für wiederverwendbare Trinkflaschen. Das Produkt kam bei den Löwen sofort gut an: Ralf Dümmel zeigte sich vom Produkt begeistert, auch Dagmar Wöhrl bekundete früh Interesse und stieg direkt mit einem Angebot ein. Besonders spannend wurde es, als sich Dümmel und Frank Thelen zusammentaten, um mit gebündelter Handels- und Markenexpertise anzutreten. Neu-Löwe Andreas Herb ließ sich davon aber nicht abschrecken. Er lieferte sich mit seinem Netzwerk aus der Getränke- und Gastronomiebranche ein intensives Duell mit Thelen um Marke, Handel und Vertrieb.
KORALLS aus Köln
Gründerin: Kaschma Bakhtiar (38) Angebot: 150.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Eine der bewegendsten Geschichten der Woche lieferte Kaschma Bakhtiar mit ihrem Haaröl-Startup KORALLS. Nach einer Fehlgeburt, hormonellen Veränderungen und einer Schilddrüsenunterfunktion verlor die Gründerin büschelweise Haare – aus dieser persönlichen Krise heraus entwickelte sie ein Haaröl aus 17 Pflanzenölen, inspiriert von den Schönheitsritualen ihrer Großmutter. Neben der emotionalen Geschichte überzeugten vor allem starke Umsätze, eine aktive Community und ambitionierte Internationalisierungspläne. Für Lacher sorgte ein Sketch von Judith Williams, die Andreas Herb kurzerhand als Testperson für eine Kopfhautmassage einspannte. Am Ende lagen mehrere Angebote auf dem Tisch. Die Gründerin musste sich zwischen Beauty-Expertise und internationalem Handelsnetzwerk entscheiden.
Piesel Piepser aus Erkrath
Gründer: Elke Osthoff (66) und Marlon Osthoff (63) Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Seit rund 30 Jahren arbeitet das Ehepaar Osthoff an seinem medizinischen Hilfsmittel Piesel Piepser, das Kindern beim Trockenwerden helfen soll. Trotz erwiesener Wirksamkeit und Kostenerstattung durch Krankenkassen blieb der große kommerzielle Durchbruch bislang aus. Der Pitch war emotional aufgeladen: Krankheit, finanzielle Rückschläge und fehlende Vertriebswege hatten das Gründerpaar über die Jahre immer wieder ausgebremst. Die Löwen reagierten mit spürbarem Respekt und Verständnis für die Nervosität der Gründerin. Einige Investoren räumten offen ein, fachlich nicht die richtigen Partner zu sein – am Ende entstand dennoch eine überraschende gemeinsame Idee.
Naturally Naughty aus Berlin
Gründer: Ingwer Sörensen (49) mit Micaela Schäfer (42) Angebot: 75.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Andreas W. Herb
Für den unterhaltsamsten Auftritt der Woche sorgte Ingwer Sörensen mit seinem aphrodisierenden Ingwer-Spray Naturally Naughty, unterstützt von Erotik-Model Micaela Schäfer als Markenbotschafterin. Zwischen Wortwitz und Doppeldeutigkeiten ging es im Kern um ein ernstgemeintes Geschäftsmodell. Die Löwen fragten kritisch nach Marktpotenzial, Positionierung und bisherigen Verkaufszahlen, was streckenweise zu hitzigen Diskussionen führte.
Ding Dong Ping Pong aus Berlin
Gründer: Waldemar Zeiler (44) und Kian Pariwar (43) Angebot: 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile Anwesende Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen
Zehn Jahre nach seinem legendären „Einhorn“-Pitch kehrte Serien-Gründer Waldemar Zeiler zurück in die Höhle – diesmal mit vollautomatisierten Tischtennis-Clubs samt digitalem Buchungssystem. Vor dem eigentlichen Pitch lieferten sich die Löwen selbst ein Rundlauf-Match mit vollem Einsatz. Vor allem Tischtennis-Fan Frank Thelen zeigte großes Interesse am Konzept. Kritisch diskutiert wurde am Ende jedoch weniger die Idee selbst als die ambitionierte Unternehmensbewertung.
FAQ zu Höhle der Löwen Produkte 2026
Statt eines festen Angebots ließen die Gründer ihr Investment per Glücksrad bestimmen, da noch keine Umsätze vorliegen.
Getränkeunternehmer Andreas W. Herb feierte sein Debüt als Investor und war in mehreren Pitches der Woche aktiv im Bieterkampf involviert. In Folge 2 stieß mit Johannes Kliesch (SNOCKS-Gründer) ein weiterer neuer Investor zur Runde.
Kölsche Koks mit 600.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile
Dieser Beitrag wird jeden Montag um die Produkte und Deals der neuesten Folge ergänzt.
Zwei Startups treten mit je 60 Sekunden gegeneinander an, nur der Gewinner erhält weitere Pitch-Zeit vor den Löwen.
clearBee mit 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.
Penice – ein Intim-Pflegegel gegen unangenehme Gerüche im männlichen Intimbereich.
move2pay mit Markenbotschafter Steffen Baumgart sowie FRYZZA mit TV-Moderator Dieter Könnes und Sternekoch Alexander Wulf im Gründerteam.
RAZECO mit einem Rasierer, dessen Klingenkopf zu 99 Prozent aus biobasiertem Material besteht.
Fazit
Die aktuelle Folge von Höhle der Löwen zeigte einmal mehr, wie unterschiedlich die Wege in die Sendung sein können: von einem cleveren Alltagsprodukt über eine zutiefst persönliche Gründergeschichte bis zum Comeback eines bereits etablierten Unternehmers. Mit Andreas Herb hat die Löwen-Runde zudem spürbar neue Dynamik bekommen. Welche Startups sich in den Verhandlungen am Ende tatsächlich einen Deal sichern konnten, erfahrt ihr wie gewohnt in der Ausstrahlung – und alle neuen Produkte der kommenden Folgen jeden Montag hier in diesem Artikel.
* Hinweis / Affiliate-Link: Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link. Wenn du über diesen Link Schubkarren-Griffe oder andere Produkte kaufst, erhalten wir eine kleine Provision von Amazon. Für dich ändert sich am Preis absolut nichts.
Foto/Quelle: RTL
















