Kell Outsourcing übernimmt Buchhaltung und Outsourcing für Unternehmen und schafft effiziente Lösungen im Rechnungswesen
Wie ist Kell Outsourcing entstanden und was hat Sie 2004 dazu bewegt, in einem vermeintlich „unsexy“ Markt zu gründen?
Kell Outsourcing ist aus einem Zufall entstanden. Ein Kunde, den ich vor meiner Selbstständigkeit betreut hatte, kam auf mich zu und fragte, ob ich seine Buchhaltungsabteilung übernehmen würde. Ich sagte zu – und daraus entstand eine Geschäftsidee. Diesen Kunden betreue ich bis heute.
Wer sind die Menschen hinter Kell Outsourcing und welche Rollen nehmen Sie im Unternehmen ein?
Mein Team besteht aus rund 30 tollen Mitarbeitenden, alle mit kaufmännischem Hintergrund. Neben dem Team, das den Alltag gestaltet, gibt es Teamleiter und eine Kollegin, die das operative Geschäft leitet. Ich verantworte Strategie, Sales und Marketing – springe aber auch ins operative Geschäft ein. Ich löse gerne knifflige Fälle und begleite das Onboarding neuer Kunden persönlich.
Was haben Sie damals im Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen gesehen, das andere vielleicht übersehen haben?
Outsourcing ist ein unterschätzter und oft unbekannter Bereich. Wir bedienen eine Kundenklientel, die inhaltlich anspruchsvoll ist und aus guten Gründen extern arbeiten möchte. Fachkräftemangel und wachsende Anforderungen an die Digitalisierung machen externe Lösungen zunehmend attraktiv – das war früh erkennbar.
Welche Vision verfolgen Sie mit Kell Outsourcing heute und wie hat sich diese seit der Gründung weiterentwickelt?
Heute möchte ich Buchhaltung und Rechnungswesen gemeinsam mit meinen Kunden in die Zukunft führen. Die Entwicklungen der letzten Jahre sind enorm – technologisch, prozessual, strukturell. Diesen Wandel aktiv zu gestalten, statt ihn nur zu begleiten, ist mein Antrieb.
Wie genau unterstützt Kell Outsourcing Unternehmen im Alltag und welche Probleme lösen Sie konkret für Ihre Kunden?
Wir übernehmen das gesamte Rechnungswesen: Buchhaltung, Mahnwesen, Zahlungsverkehr und Controlling. Dabei nehmen wir unseren Kunden nicht nur operative Last ab, sondern unterstützen auch bei der Modernisierung und Digitalisierung ihrer Prozesse und das in konstant hoher Qualität.
Für welche Zielgruppen ist Ihr Angebot besonders relevant und warum entscheiden sich diese für eine Auslagerung ihrer Buchhaltung?
Unsere Kernzielgruppe sind Mittelständler mit komplexen Geschäftsmodellen oder hohem Buchungsaufkommen. Eine besondere Spezialisierung haben wir im Bereich gemeinnütziger Organisationen. Die meisten Kunden kommen zu uns, weil sie sich von Buchhaltungsthemen entlasten und Freiraum für ihr Kerngeschäft schaffen möchten.
Welche Herausforderungen begegnen Ihnen im Markt rund um Buchhaltung und Outsourcing und wie gehen Sie damit um?
Die digitale Transformation ist das beherrschende Thema. Wir setzen uns intensiv mit den Geschäftsmodellen unserer Kunden auseinander und entwickeln gemeinsam tragfähige Strategien. Dabei begleiten wir auch die Implementierung neuer Prozesse – von der Konzeption bis zur Umsetzung.
Was hat den entscheidenden Unterschied gemacht, damit Kell Outsourcing ab 2017 wirklich skalieren konnte?
Zwei Faktoren waren entscheidend: ein professioneller Internetauftritt und eine Agentur, die sich konsequent um unsere Sichtbarkeit gekümmert hat. Ebenso wichtig war die organisatorische Reife, die es uns ermöglichte, Wachstum strukturiert aufzufangen.
Was unterscheidet Kell Outsourcing von klassischen Steuerkanzleien oder internen Buchhaltungslösungen?
Ein Steuerberater arbeitet in der Regel mit Auftragsbuchhaltung: Belege werden für einen festen Zeitraum gesammelt, gebucht und eine BWA erstellt. Wir buchen laufend und bieten darüber hinaus Dienstleistungen wie Zahlungsverkehr und Mahnwesen an. Gegenüber einer internen Buchhaltung haben wir den Vorteil, dass wir viele verschiedene Geschäftsmodelle kennen und diese Erfahrung direkt einbringen.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung in Ihrem Geschäftsmodell und wie verändert sie die Zusammenarbeit mit Ihren Kunden?
Die Digitalisierung verändert alles. Auch das Tempo. Viele erwarten, Daten einzuspeisen und automatisch eine fertige Buchhaltung zu erhalten. Umso wichtiger ist es, Unternehmen wirklich zu verstehen und zu wissen, wie KI und Automatisierung sinnvoll eingesetzt werden können. Die Herausforderung besteht darin, alle mitzunehmen: Kunden und Team gleichermaßen. Den persönlichen Kontakt dabei nicht zu verlieren, ist ein täglicher Balanceakt.
Was bedeutet der Mehrheitsverkauf 2024 für Kell Outsourcing und welche Learnings können andere Unternehmer daraus ziehen?
Das allein würde ein eigenes Interview füllen. Was ich sagen kann: In größeren Dimensionen zu agieren und mit einem breiten Netzwerk an Experten zusammenzuarbeiten, erweitert den Horizont enorm. Es ist eine Erfahrung, die ich jeden Tag aufs Neue genieße.
Welche drei konkreten Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben, die langfristig ein stabiles Unternehmen aufbauen wollen?
Mut haben – auch in unsicheren Momenten. Sich immer wieder neu definieren, ohne dabei den eigenen Charakter zu verlieren. Und sich treu bleiben: Wer authentisch führt, baut nachhaltiger als wer nur Trends folgt.
Bildcredits @ Kell Outsourcing
Wir bedanken uns bei Melanie Kell für das Interview
Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


























