Inhaltsverzeichnis
- Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale 2026
- Heu trocken lagern und Schimmel vermeiden
- Hauptpreis führt auf die Grand Tour Europe
- Platz zwei und drei gehen nach München und Stuttgart
- Sonderpreise für innovative Geschäftsideen
- Zehn Finalteams aus über 1.400 Businessplänen
- Gründen muss Schule machen
- JUGEND GRÜNDET fördert Unternehmergeist
Heuwind Lagertechnik gewinnt Bundesfinale 2026
Leonie Lisa Dohn von der Handelslehranstalt Bruchsal gewinnt das Bundesfinale 2026 mit ihrer Geschäftsidee Heuwind Lagertechnik. Im Porsche Ausbildungszentrum in Stuttgart setzte sie sich gegen neun weitere Finalteams durch. Auch das Publikum überzeugte sie: In der Online-Abstimmung erhielt Heuwind Lagertechnik die meisten Stimmen.
Heuwind Lagertechnik ist ein modulares Lagersystem für Heuballen. Eine stabile Unterkonstruktion aus recyceltem Kunststoff soll klassische Holzpaletten ersetzen und Heu trocken, sauber und sicher lagern. Die Jury lobte vor allem, wie gründlich Leonie Lisa Dohn ihr Thema durchdrungen hat. Sie präsentierte ihre Idee klar, unternehmerisch und mit erkennbarem Blick für die Praxis.
Heu trocken lagern und Schimmel vermeiden
Heu muss trocken bleiben. Sonst leidet die Qualität, im schlimmsten Fall wird es unbrauchbar. Heuwind Lagertechnik setzt genau dort an: Die Unterkonstruktion soll Heuballen vom Boden fernhalten, Luft zirkulieren lassen und Feuchtigkeit vermeiden.
Die Idee ist bodenständig und praktisch. Sie löst kein abstraktes Zukunftsproblem, sondern eines, das in Ställen, Scheunen und landwirtschaftlichen Betrieben jeden Tag eine Rolle spielt.
Hauptpreis führt auf die Grand Tour Europe
Mit dem Bundessieg gewinnt Leonie Lisa Dohn den von der Porsche AG gestifteten Hauptpreis: die Grand Tour Europe, eine geführte Reise von Stuttgart über Paris nach London. Die Jugendlichen besuchen Innovationszentren wie den Pariser Start-up-Campus Station F, Entrepreneur First und den London AI Hub. Dort erleben sie Startups und KI-Innovationen aus nächster Nähe und erfahren, wie aus Ideen erfolgreiche Unternehmen entstehen.
„Rund 40 Prozent aller Gründungen kommen heute von Menschen unter 30 – so viele wie noch nie. Das ist stark. Und das macht Hoffnung“, sagte Vera Schalwig von der Porsche AG. „Wir brauchen Menschen, die anpacken. Die etwas bewegen wollen. Dinge besser machen wollen. Und genau deshalb sind wir hier als Hauptsponsor dabei – aus voller Überzeugung. Mit der Grand Tour Europe geben wir dem Siegerteam die Möglichkeit, Europas Startup-Szene aus nächster Nähe zu erleben.“
Platz zwei und drei gehen nach München und Stuttgart
Platz 2 erreichte Air2Growth aus München. Isabella Meerpohl, Benedikt Kammergruber, Felicia Kloss und Navika Bhardwaj entwickelten ein Gerät, das CO₂ direkt aus der Luft entziehen und mithilfe von Mikroalgen in Flüssigdünger umwandeln soll.
Die Jury lobte das kompetente Auftreten des Teams, den starken Pitch und das durchdachte Geschäftsmodell. Als Preis reisen die Jugendlichen in die Autostadt Wolfsburg und erhalten Einblicke hinter die Kulissen von Volkswagen.
Platz 3 ging an CLIPRO aus Stuttgart, das zusätzlich den Sonderpreis „Bester Businessplan“ erhielt. Julius Rudolf, Inocencio Maunz Manzano, Anton Schwarz und Pawel Karpowicz entwickelten mit OleoClip ein nachrüstbares Leckwarnsystem für ölführende Rohrleitungen in Industrieanlagen.
Sonderpreise für innovative Geschäftsideen
Beim Bundesfinale wurden außerdem mehrere Sonderpreise vergeben:
- ALTANA Sonderpreis Chemie: TerraTin aus Oldenburg
- Diversity-Sonderpreis: SkinToSkin aus Kelheim
- Sonderpreis Social Start-up: Ninoxity aus Michelstadt
- Planspiel-Sonderpreis: Future+ aus Bremerhaven
- Sonderpreis Bester Businessplan: CLIPRO aus Stuttgart
- Sonderpreis Künstliche Intelligenz: Press Green aus Büdingen und Schwäbisch Gmünd
Der Publikumspreis ging ebenfalls an Heuwind Lagertechnik aus Bruchsal.
Zehn Finalteams aus über 1.400 Businessplänen
Beim Bundesfinale am 24. und 25. Juni im Porsche Ausbildungszentrum in Stuttgart präsentierten die zehn besten Teams des Wettbewerbsjahres ihre Geschäftsideen. Ausgerichtet wurde das Finale von Hauptsponsor Porsche AG.
Der Weg ins Finale war anspruchsvoll: Im Wettbewerbsjahr 2025/2026 nahmen 6.519 Schülerinnen und Schüler teil und reichten insgesamt 1.461 Businesspläne ein.
Auf der Zukunftsideenmesse präsentierten die Finalteams ihre Projekte an eigenen Messeständen, pitchten vor der Bundesjury und beantworteten Fragen von Expertinnen und Experten.
Gründen muss Schule machen
„Gründen muss Schule machen“, sagt Projektleiterin Franziska Metzbaur. „Diese Finalteams zeigen, was möglich wird, wenn junge Menschen eigene Ideen entwickeln und ausprobieren dürfen. Im Sport fördern wir in der Breite – und daraus wachsen besondere Talente. So sollte es auch beim Gründen sein.“
JUGEND GRÜNDET fördert Unternehmergeist
Bei JUGEND GRÜNDET übernehmen Jugendliche für ein Schuljahr die Rolle von Gründerinnen und Gründern. Sie entwickeln zunächst eine eigene Geschäftsidee, erstellen einen Businessplan und führen anschließend in einem Planspiel virtuell ein Unternehmen. Die besten Teams qualifizieren sich für Pitch-Events und das Bundesfinale.
Der bundesweite Schülerwettbewerb wird seit 2003 vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Kultusministerkonferenz empfiehlt die Teilnahme und erkennt sie als besondere Lernleistung an. Hauptsponsor ist die Porsche AG.
Bild Platz 1 Heuwind Bildcredits JUGEND GRÜNDET
Quelle SIE – Steinbeis Innovation Education gGmbH






















