Freitag, November 6, 2026
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HopHop: Wie die Plattform Railway Mobility und Autonomous Mobility verbindet

HopHop entwickelt mit Railway Mobility und Autonomous Mobility eine multimodale Mobilitätsplattform, die Premium-Mobilität, Bahnreisen und zukünftige autonome Angebote intelligent miteinander verbinden soll

Können Sie HopHop kurz vorstellen und erzählen, wie sich das Unternehmen vom Premium Chauffeurgeschäft zur Mobilitätsplattform entwickelt hat?

HopHop B Mobility ist ein in Frankfurt am Main aufgebauter Anbieter für Premium-Mobilität. Unser operatives Fundament sind chauffeurgeführte Executive-, Flughafen- und Corporate-Transfers. Aus diesem Geschäft heraus wurde sehr schnell deutlich, dass die eigentliche Herausforderung nicht die einzelne Fahrt ist, sondern die durchgängige Reisekette: Buchung, Anschluss, Verfügbarkeit, Qualität und unterschiedliche Verkehrsmittel müssen zusammenspielen. Deshalb entwickeln wir HopHop schrittweise von einem operativen Premium-Mobility-Anbieter zu einer multimodalen Plattform. Heute bildet das Chauffeurgeschäft das reale Fundament; Railway Mobility wird als Verbindung zwischen Bahnreise und individueller Anschlussmobilität aufgebaut, und Autonomous Mobility ist eine mittel- bis langfristige Entwicklungsstufe. Technologisch verbunden werden diese Bereiche durch die HopHop Intelligence Engine.

Wer steht hinter HopHop, und welche Erfahrungen bringen die Gründer in den Aufbau des Unternehmens ein?

Hinter HopHop steht Dzenan Bilić als Founder und Managing Director. Ich habe das Unternehmen von Beginn an sehr nah an den operativen Anforderungen aufgebaut – von Buchungs- und Qualitätsprozessen über die Zusammenarbeit mit Mobilitätspartnern bis hin zur Entwicklung digitaler und KI-gestützter Orchestrierungsfunktionen. Für mich ist entscheidend, Technologie nicht losgelöst vom Betrieb zu entwickeln. Die Plattform entsteht deshalb aus konkreten Problemen und Abläufen, die wir in der Mobilität tatsächlich sehen, und nicht aus einer rein theoretischen Produktidee.

Welche Vision verfolgen Sie mit HopHop, und wie soll daraus langfristig eine multimodale Mobilitätsplattform entstehen?

Unsere Vision ist eine Reise, bei der der Kunde nicht mehr mehrere Mobilitätsangebote selbst koordinieren muss. Der Nutzer kennt sein Ziel – die Plattform soll im Hintergrund die passenden Bausteine der Reise intelligent zusammenführen. Heute beginnt das mit Premium Road Mobility. Railway Mobility soll Bahn und individuelle Anschlussmobilität enger verbinden. Später können autonome Fahrzeuge dort hinzukommen, wo Technologie, Regulierung, Betrieb und Partnerstruktur belastbar genug sind. Entscheidend ist für uns, dass daraus kein Sammelsurium einzelner Funktionen entsteht, sondern eine orchestrierte Customer Journey.

An welche Kunden richtet sich Ihr heutiges Premium Chauffeur und Corporate Mobility Angebot besonders?

Im Mittelpunkt stehen Geschäftsreisende, Unternehmen mit wiederkehrendem Mobilitätsbedarf sowie anspruchsvolle Individualreisende. Dazu gehören Executive- und Flughafentransfers, Corporate-Mobility-Anforderungen mit definierten Buchungs- und Freigabeprozessen sowie Bodentransfers im Umfeld der Privatluftfahrt. Wir positionieren uns bewusst nicht als Massenmarktangebot. Unser Anspruch ist ein klar definierter Premiumstandard und eine entsprechend kuratierte Partnerstruktur.

Mit Railway Mobility möchten Sie Bahnreisen und individuelle Anschlussmobilität verbinden. Welches konkrete Problem wollen Sie damit lösen?

Das Problem ist die heute häufig unterbrochene Reisekette. Eine Bahnreise kann sehr gut organisiert sein, aber der Weg zum Bahnhof, der Anschluss am Zielbahnhof oder die Weiterfahrt zu Flughafen, Unternehmen oder endgültigem Ziel werden oft separat gesucht und gebucht. Dadurch entstehen Medienbrüche, zusätzliche Entscheidungen und bei Verspätungen neue Koordinationsprobleme. Railway Mobility soll genau diese Lücke adressieren: Bahnreise und individuelle Premium-Anschlussmobilität sollen als zusammenhängende Journey gedacht, überwacht und perspektivisch aufeinander abgestimmt werden.

Die HopHop Intelligence Engine übernimmt KI gestütztes Matching und Echtzeit Orchestrierung. Welche Vorteile entstehen dadurch für Kunden und Mobilitätspartner?

Für Kunden geht es vor allem darum, Komplexität zu reduzieren. Anfragen sollen schneller passenden verfügbaren Mobilitätspartnern zugeordnet und laufende Buchungen besser koordiniert werden können. Für Partner entsteht der Vorteil, dass Verfügbarkeit, Nachfrage und operative Abläufe strukturierter zusammengeführt werden können. Hinzu kommen spezialisierte Assistenzfunktionen für Buchung, Kundenservice, Firmenreisen und Preisprozesse. Wichtig ist uns dabei die Abgrenzung: Die Intelligence Engine ist kein autonomes Fahrsystem. Sie ist die Orchestrierungs- und Assistenzebene für die Mobilitätsprozesse, die HopHop heute betreibt und schrittweise weiterentwickelt.

Was unterscheidet HopHop aus Ihrer Sicht von etablierten Chauffeurdiensten und anderen digitalen Mobilitätsplattformen?

Wir kombinieren ein reales operatives Premium-Mobility-Geschäft mit dem Aufbau einer eigenen Orchestrierungsschicht und einer klaren multimodalen Entwicklungsstrategie. Ein klassischer Chauffeurdienst konzentriert sich vor allem auf die einzelne Fahrt; viele digitale Plattformen konzentrieren sich auf Reichweite und Transaktionsvolumen. HopHop will dagegen Qualität, Partnersteuerung und die vollständige Journey miteinander verbinden. Wir verstehen uns dabei nicht als Fahrzeughersteller oder als Ersatz für bestehende Mobilitätsanbieter, sondern als Plattform, die unterschiedliche hochwertige Mobilitätsbausteine intelligent zusammenführen soll.

Autonomous Mobility ist als spätere Entwicklungsstufe vorgesehen. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor autonomes Fahren Teil Ihres Angebots werden kann?

Für uns müssen mehrere Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sein: eine belastbare regulatorische Grundlage, technisch ausgereifte und nachweisbar sichere Fahrzeuge, klar definierte Betriebsbereiche und Verantwortlichkeiten, geeignete Betreiber- und Infrastrukturpartner, belastbare Versicherungs- und Haftungsstrukturen sowie sichere Daten- und Systemschnittstellen. Hinzu kommt eine Partnerstruktur, in der Rollen und Verantwortlichkeiten eindeutig verteilt sind. Deshalb kommunizieren wir Autonomous Mobility ausdrücklich nicht als heutiges Regelangebot, sondern als Entwicklungsfeld, das erst nach kontrollierten Pilot- und Validierungsschritten Bestandteil einer realen Customer Journey werden kann.

Sie setzen für Autonomous Mobility auf eine internationale Partner und Konsortialstruktur. Warum ist dieser Ansatz für die weitere Entwicklung wichtig?

Autonome Mobilität ist aus unserer Sicht kein Produkt, das ein einzelnes Unternehmen sinnvoll allein abbilden kann. Fahrzeugtechnologie, Flottenbetrieb, Infrastruktur, Genehmigung, Versicherung, Daten, Software und Kundenzugang sind unterschiedliche Kompetenzfelder. Eine internationale Partner- und Konsortialstruktur erlaubt es, diese Fähigkeiten gezielt zusammenzubringen und gleichzeitig offen für unterschiedliche Fahrzeug- und Betreiberkonzepte zu bleiben. HopHop sieht seine mögliche Rolle dabei vor allem in der Orchestrierung der Customer Journey und der Verbindung der unterschiedlichen Mobilitätskomponenten – nicht im Bau autonomer Fahrzeuge.

Welche Herausforderungen entstehen, wenn ein bestehendes operatives Mobilitätsgeschäft schrittweise zu einer technologiegetriebenen Plattform ausgebaut wird?

Die größte Herausforderung besteht darin, das funktionierende operative Geschäft weiter zuverlässig zu betreiben und gleichzeitig neue Technologie aufzubauen. Neue Funktionen dürfen bestehende Prozesse nicht destabilisieren. Hinzu kommen Datenqualität, Informationssicherheit, Datenschutz, Schnittstellen, Partner-Governance und die Frage, welche Entwicklung tatsächlich einen messbaren Nutzen schafft. Ebenso wichtig ist die Kommunikation: Wir müssen klar zwischen dem unterscheiden, was heute produktiv genutzt wird, was sich im Aufbau befindet und was noch strategische Zukunftsentwicklung ist. Genau diese Trennung halten wir für entscheidend, um Vertrauen aufzubauen.

Welche nächsten Entwicklungsschritte stehen bei HopHop im Fokus, und welche Rolle wird Railway Mobility dabei spielen?

Kurzfristig stehen die weitere Stabilisierung und Skalierung des operativen Premium-Mobility-Geschäfts sowie die Weiterentwicklung der HopHop Intelligence Engine im Mittelpunkt. Parallel bauen wir die vertraglichen und technischen Grundlagen für Railway Mobility auf. Railway Mobility ist für uns besonders wichtig, weil hier erstmals zwei heute getrennte Teile einer Premiumreise – Bahn und individuelle Anschlussmobilität – systematisch miteinander verbunden werden können. Gleichzeitig führen wir Gespräche mit Partnern aus dem Bereich Autonomous Mobility, ohne den tatsächlichen Reifegrad dieser Entwicklung vorwegzunehmen.

Welche drei Ratschläge würden Sie anderen Gründerinnen und Gründern geben, die ein bestehendes Geschäftsmodell technologisch weiterentwickeln und skalieren möchten?

Erstens: Technologie sollte ein reales Problem lösen und nicht nur eingesetzt werden, weil sie verfügbar ist. Das operative Geschäft zeigt sehr zuverlässig, wo tatsächlich Reibung und Verbesserungspotenzial bestehen.

Zweitens: Nicht alles gleichzeitig neu bauen. Ein funktionierendes Kerngeschäft ist ein wichtiger Vorteil. Neue Technologie sollte schrittweise darauf aufsetzen und messbar besser machen, was bereits funktioniert.

Drittens: Sehr sauber zwischen Gegenwart und Vision unterscheiden. Gerade bei KI und autonomer Mobilität ist es verführerisch, zukünftige Möglichkeiten wie heutige Fähigkeiten zu kommunizieren. Langfristig ist Glaubwürdigkeit wertvoller als kurzfristige Aufmerksamkeit.

Bildcredits HopHop B Mobility UG (haftungsbeschränkt)

Wir bedanken uns bei Dzenan Bilić für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.


Premium Start-up: HopHop B Mobility

Kontakt:

HopHop B Mobility UG (haftungsbeschränkt)
Hugo-Eckener-Ring 1
60549 Frankfurt am Main
Deutschland

https://hop-hop.ai
HopHop Intelligence Engine
info@hop-hop.ai

Ansprechpartner: Dzenan Bilić
Founder & Managing Director

Social Media:
LinkedIn

Sabine Elsässer
Sabine Elsässer
Sabine Elsaesser is an experienced entrepreneur and media/startup expert. Since 2016, she has served as the Chief Editor and CEO of StartupValley Media & Publishing. In this role, she is responsible for managing the company and providing strategic direction for its media and publishing activities. Sabine Elsaesser takes great pleasure in assisting individuals and businesses in reaching their full potential. Her expertise in establishing sales organizations and her passion for innovation make her a valuable advocate for startups and entrepreneurs.

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