Dienstag, Juli 21, 2026
StartNewsÜber 10 Millionen Euro: Berliner Startup dsb schließt Series-A-Finanzierung erfolgreich ab

Über 10 Millionen Euro: Berliner Startup dsb schließt Series-A-Finanzierung erfolgreich ab

Deutsche Sanierungsberatung schließt Series-A-Runde ab und sichert sich über 10 Millionen Euro

  • Die Finanzierungsrunde des Berliner Climate-Techs wird von Simon Capital und VERBUND X Ventures angeführt.
  • Genutzt wird das frische Kapital für einen eigenen Stromtarif, den Eintritt in den B2B-Markt und weiteres Wachstum.
  • Seit der Gründung 2024 haben sich bereits über 10.000 Eigenheimbesitzer:innen von der dsb beraten lassen und energetische Sanierungsmaßnahmen umgesetzt.

Berlin, 21. Juli 2026 — Das Berliner Climate-Tech-Startup Deutsche Sanierungsberatung (dsb) schließt seine Series-A-Finanzierung über 10 Millionen Euro ab. Angeführt wird die Runde von Simon Capital und VERBUND X Ventures. Die Bestandsinvestoren IBB Ventures, Vireo Ventures und Atlantic Food Labs beteiligen sich erneut.

Die dsb begleitet Eigenheimbesitzer:innen deutschlandweit bei der energetischen Sanierung: von der unabhängigen Energieberatung über die Fördermittelabwicklung bis zur Umsetzung mit geprüften Handwerksbetrieben. Überzeugt hat die Investoren vor allem das starke Wachstum: Seit der Gründung 2024 hat sich das Startup zuletzt verdreifacht. Die Kundenzahl liegt bei über 10.000 Privatkund:innen, für 2026 erwartet die dsb einen Umsatz von über 15 Millionen Euro.

Gebäudesektor als Schlüssel zur Energiewende

Der Betrieb von Gebäuden verursacht in Deutschland laut Umweltbundesamt rund 30 Prozent der CO₂-Emissionen, etwa 112 Millionen Tonnen pro Jahr. Hauptverantwortlich ist das Heizen mit fossilem Gas und Öl.

Wohngebäude zählen damit zu den größten Hebeln der Energiewende, doch für viele Eigenheimbesitzer:innen ist der Weg zur Sanierung mühsam. Genau hier setzt die dsb an: Das Startup bündelt unabhängige Energieberatung und Fördermittelservice mit einem Netzwerk geprüfter Handwerksbetriebe auf einer digitalen Plattform. Hausbesitzer:innen brauchen für ihre gesamte Sanierung nur noch einen zentralen Ansprechpartner.

„Europas Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele entscheiden sich auch im Eigenheim: Jede geopolitische Krise lässt die Energiekosten explodieren und Hausbesitzer:innen tragen die Folgen. Die Lösung ist eine unabhängige und nachhaltige Energieversorgung. Dafür haben wir die dsb gegründet“, sagt Sebastian Schmidt, CEO und Mitgründer der dsb.

Dass dieser Ansatz funktioniert, bestätigt auch Nico Heinz, Principal bei Co-Lead-Investor Simon Capital: „dsb löst ein großes, sehr konkretes Problem: Millionen Gebäudeeigentümer wissen nicht, wann und wie sie sanieren sollen, während das Handwerk chronisch überlastet und in der Akquise ineffizient ist. Mit einem standardisierten, tech-getriebenen Prozess schafft dsb an dieser Schnittstelle echte Produktivitätsgewinne für beide Seiten und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Bestand.“

Von der Energieberatung bis zur Umsetzung

Zertifizierte Energieberater:innen erfassen alle relevanten Gebäudedaten digital vor Ort. Daraus entsteht ein digitaler Zwilling des Hauses als Grundlage für den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der Maßnahmen über mehrere Jahre priorisiert und zusätzliche Förderboni sichert.

Die dsb prüft alle Fördermöglichkeiten von KfW und BAFA und übernimmt die Antragstellung bis zur Auszahlung. Das ist umso wichtiger, weil sich die Bedingungen der staatlichen Förderung laufend ändern.

Bei der Umsetzung deckt die dsb herstellerunabhängig alle wichtigen Maßnahmen ab – von Solar und Wärmepumpe über Fenstertausch bis zur Dämmung. Für Hausbesitzer:innen reduziert der Prozess den Zeitaufwand um rund 80 Prozent.

Wachstum trotz anspruchsvollem Marktumfeld

Für das laufende Jahr erwartet die dsb einen Umsatz von über 15 Millionen Euro.

Niclas Kern, CFO und Mitgründer der dsb, ordnet die Runde ins aktuelle Marktumfeld ein: „Kapital fließt heute vor allem in KI, Greentech steht weniger im Rampenlicht. Unsere Runde zeigt: Mit starkem Wachstum und einem funktionierenden Geschäftsmodell gewinnt man Investoren auch abseits des Hypes.“

Für Co-Lead-Investor VERBUND ist die Beteiligung auch strategisch relevant. Michael Strugl, CEO von VERBUND, ergänzt: „Die Energiewende entscheidet sich dort, wo Energie effizient genutzt wird: in Haushalten und Gebäuden. Mit der dsb investieren wir in ein Unternehmen, das energetische Sanierung für Kund:innen transparent und skalierbar macht.“

Ausbau der Plattform und Einstieg ins B2B-Geschäft

Mit dem frischen Kapital baut die dsb ihre Plattform und das Netzwerk aus 300 lokalen Handwerksbetrieben weiter aus. Neben dem Launch eines eigenen Stromtarifs ist auch der Einstieg ins B2B-Geschäft geplant.

Adam Khenissi, CCO und Mitgründer der dsb, beschreibt die Entwicklung wie folgt: „Vor zwei Jahren saßen wir noch im Wohnzimmer und haben Dämmstoffe recherchiert, heute unterstützen wir über 10.000 Familien bei der Sanierung. Rund 80 Prozent der 15 Millionen Einfamilienhäuser in Deutschland sind noch nicht energetisch saniert. Wir stehen erst am Anfang der Reise.“

Bild dsb Gründer Bildcredits Kopf & Kragen Fotografie

Quelle getpress GmbH

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